GvW-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco De Gennaro seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Michael Rittweg seit 6.2.2024 | Prokura |
Wolf-Christian Küspert seit 28.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.10% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GELO Holzwerke GmbHWeißenstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Berichterstattung nach § 289 Abs. 1 HGB 1.1 Darstellung der Marktverhältnisse Im Vergleich zum Boomjahr 2021 hat sich das Marktgeschehen im Jahresverlauf 2022 wieder auf ein normales Niveau beruhigt, und ist letztlich in 2023 aufgrund gestiegener Finanzierungskosten und rückläufiger Bautätigkeit ins Stocken geraten. An den Vorteilen des Holzbaus, die zunehmend mehr im Bewusstsein der breiten Gesellschaft ankommen, ändert dies aber nichts. Dazu zählen unter anderem die Ökologie des nachwachsenden Baustoffes mit der konkreten CO 2 -Bindungsfunktion und die schnellen Bauzeiten durch hohe Vorfertigung. Überdies ist Holz der am besten nutzbare Baustoff, wenn es um Aufstockungen und Nachverdichtung im Bestand geht, wodurch weitere Flächenversiegelungen vermieden werden können. Ein weiteres Indiz für die breitere Anerkennung ist die Aufnahme der Holzbauweise bei den Negativemissionstechnologien, und die Anerkennung der UN als Kohlenstoffspeicher-Methode. Positive Nebenwirkung: institutionelle Bauträger werden ab 2023 CO 2 -Zertifikate für entsprechende Bauweise erhalten, und können diese auf dem CO 2 -Markt veräußern - quasi ein Incentive für nachhaltiges Bauen mit Holz. Diese positiven Rahmenbedingungen beeinflussen das Marktgeschehen der Holzindustrie unabhängig der mehr oder minder zurückliegenden Pandemie und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges ganz entscheidend, und untermauern die Chancen, die sich der Holzindustrie in den kommenden Jahrzehnten bieten. Die Erkenntnis, dass Holz ein Megatrend wird, ist nicht mehr nur eine fixe Idee der Hölzernen, sondern global in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die momentan spürbare Zurückhaltung im Bau wird daher vielmehr ein temporärer Effekt sein, der durch das Zinsniveau und die Inflation ausgelöst ist. Verstärkt wird der Einfluss auf die Branche durch die in den zurückliegenden Jahren gestiegenen Kapazitäten. Der Bedarf nach Wohnraum, mittlerweile fehlen fast 800.000 Wohneinheiten, ist nach wie vor gegeben. Außerdem muss die Bauindustrie, die global für 40% der CO 2 -Emissionen verantwortlich zeichnet, verstärkt an ihrer Dekarbonisierung arbeiten, und somit auf den Werkstoff Holz setzen. Rohstoffseitig bekommt die Sägeindustrie den Klimawandel zu spüren, kann aber gleichzeitig als Primärverarbeiter von Holz maßgeblich zum Einstieg in die Kaskadenwirkung beitragen, und damit wirtschaftlich sehr wertschöpfend tätig werden. Die rückläufige weltweite Nachfrage beim Schnittholz, kombiniert mit gestiegenen Kapazitäten, führte zu Preisrücknahmen auf der einen Seite, während die durch Kalamitäten bedingte Verknappung des Angebots beim Rundholz auf der anderen Seite den Rundholzpreis stabilisierte, und saisonal sogar anstiegen ließ. In dieser Schere befinden sich aktuell alle holzverarbeitenden Unternehmen. Die Warnung des "Holzwurm" aus dem Vorjahr, "2012 nicht zu wiederholen, und so die finanziellen Ressourcen für die Chance "Holzbau als Rezept gegen den Klimawandel" zu verspielen", wurde leider in den Wind geschlagen. Nach anfänglichem Preisverfall reagierten die Unternehmen zu zögerlich mit Mengenrücknahmen, und konnten so erst gegen Jahresende den Preisverfall sukzessive abmildern und letztlich sogar umkehren. GELO in Weißenstadt kann als vollintegrierter Sägewerksstandort mit hoher eigener Wertschöpfungstiefe bezeichnet werden. Die vorgenannten Entwicklungen in den Rahmenbedingungen werden integrierte Organisationen besser meistern können als reine weiterverarbeitende Betriebe und Veredler. Durch die hohe, eigene Wertschöpfungstiefe kann GELO ein breites Spektrum an Holz-Produkten zu einem wettbewerbsfähigen Preis selbst herstellen, ohne dabei in Abhängigkeit von Zukäufen - speziell Rohwaren - zu stehen. Sowohl die durch die Veredelung möglichen, höheren Verkaufspreise, als auch die geringeren Kosten für den Materialeinsatz wirken sich positiv auf den Deckungsbeitrag und die Margen aus. 1.2 Geschäftsverlauf 2023 Das Jahr 2021 war ein Jahrhundertjahr für die Branche, aber auch für GELO - dieses hat sich 2022 so nicht wiederholt, oder wiederholen können. Während das erste Quartal 2022 noch auf dem Niveau des Vorjahres verlief, war der Rückgang in den Auftragsbüchern bereits ab dem zweiten Quartal spürbar, und wurde von Preisrückgängen begleitet. Dieser Trend hat sich in 2023 fortgesetzt, und die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisse auf ein Niveau vor Corona zurückkehren lassen. Einbußen durch die Corona-Pandemie gab es in umfassender Form keine. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind vornehmlich bei Lieferzeiten von Ersatzteilen und Investitionsgütern, und natürlich den Energiekosten spürbar. Auf Nachfrageseite im Vertrieb, oder der Angebotsseite im Rundholzeinkauf, waren die Auswirkungen überschaubar. Die Produktion in Weißenstadt konnte voll ausgefahren und teils mit Sonderschichten ausgeweitet werden. Das neue Werk GELO Timber in Wunsiedel wurde im Jahr 2023 bereits das zweite Jahr in Folge seit Gründung voll ausgelastet. 1.3 Geschäftsausrichtung 2023/2024 Die positive Geschäftsentwicklung in 2021 und 2022 wurde genutzt, um zum einen in die Pflege und Optimierung von Anlagen zu investieren, und zum anderen um benachbarte Grundstücke zu erwerben. Dies vor allem in Hinblick auf zwei Dinge: autarke Energieversorgung am Standort Weißenstadt, und zum anderen Erweiterung der möglichen Produktionsflächen in Richtung Nordosten, also weg aus dem Wohngebiet, hin zum neu ausgewiesenen Gewerbegebiet. In 2023 konnte der Aufbau der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage fertiggestellt werden. Die Inbetriebnahme erfolgte nach Abschluss der Netzarbeiten im März 2024, der erste volle Monat April senkte die Stromverbräuche bereits um rund ein Drittel. Das große Retrofit der Sägelinie LINCK inklusive der Steuerungstechnik, die Erweiterung der Hanses Stapelmaschine um automatische Stapelleisten-Magazine, sowie eine zusätzliche Restholzentsorgung in der Ausschussaufarbeitung stellen 2023 neben den Grundstückserweiterungen und der PV-Anlage die größten Einzelprojekte dar. Außerdem wurde der Umbau der Staplerflotte auf Elektro-Antrieb mit der Lieferung der letzten beiden Stapler abgeschlossen. Außerhalb des Stammsitzes in Weißenstadt konnte der neue Produktionsstandort in Wunsiedel im Jahr 2023 bereits im zweiten vollen Betriebsjahr erneut voll ausgefahren werden. Gemeinsam mit den Holzwerken Bullinger aus Neuruppin wurde in Wunsiedel mit der GELO Timber GmbH das derzeit modernste Sägewerk Europas errichtet. Ziel der GELO Timber GmbH ist die Verarbeitung von Schwachholz bis zu einem Zopfdurchmesser von 25 cm. Damit sollen die Eigenversorgung der Werke von Bullinger und die Veredelungsbereiche in Weißenstadt mit Halbfertigprodukten in Form von Leimbinderlamellen und KVH Rohware ausgebaut und sichergestellt werden. Die Nähe zu den Kraftwerken und Pelletwerken in Wunsiedel hat zudem erhebliche Synergien gehoben und eine Multiple-Win-Situation geschaffen: Zum einen für die beiden Gesellschafter, GELO und Bullinger, zum anderen für die Partner in Wunsiedel, aber auch für die Lieferanten, bspw. für die Staatsforsten aus Bayern, Thüringen und Sachsen und für den Bereich der regionalen Wirtschaft vor Ort. Zugleich werden durch eine Förderband-Direktanbindung von GELO Timber zu den Pelletsfabriken über 7.000 LKW Frachten für Sägerestholz vermieden, wodurch die Umwelt deutlich entlastet wird. Ferner wird GELO Timber durch die Verarbeitung von Schwachholz, das bisher in Weißenstadt verarbeitet werden musste, die Leistungsfähigkeit von GELO in Weißenstadt steigern. In Weißenstadt werden in zunehmendem Maße dann nur noch stärkere Rundholzsortimente mit einer deutlich höheren Produktivität verarbeitet. Umgekehrt kann stärkeres Holz aus Wunsiedel am Standort Weißenstadt optimal verarbeitet werden. Unabhängig der Veränderungen der Produktionssystematiken in Weißenstadt und Wunsiedel erweitert GELO mit GELO Timber das Spektrum und das Volumen des eingekauften Rohmaterials. Über die Einkaufsorganisation in Weißenstadt werden seit Ende 2020 nahezu alle verfügbaren Waldsortimente eingekauft, und im Zuge dessen wird GELO für die Anbieter zu einem Komplett-Abnehmer. GELO kauft dem Waldbesitzer alles ab, vom Brennstoff für die Kraftwerke über kurzes Schwachholz bis zu starken Langhölzern. 1.4 Darstellung der Vermögens- und Ertragslage 1.4.1 Vermögenslage Die GELO Gruppe bekennt sich seit Jahren zum Standort in Weißenstadt im Fichtelgebirge und zeigt dies auch mit einer kontinuierlichen Investitionsstrategie. Damit bleibt GELO technisch up-to-date und gut aufgestellt. Außerdem wird durch verschiedene Investitionen die Wertschöpfungstiefe immer wieder erweitert und die Nutzung des Rohstoffes verbessert. Diese Strategie ist aber nicht nur auf den Stammsitz in Weißenstadt beschränkt. Es bieten sich ebenso Möglichkeiten der internen Wertschöpfung bei den Tochterunternehmen, beispielsweise in Form von Pellets. Grundsätzlich ist GELO Timber am Standort in Wunsiedel ein weiterer wesentlicher Baustein für die Breiten-Strategie GELOs. GELO hat 2021 einige laufende Finanzierungen abgelöst und so den Konsolidierungsprozess weiter vorantreiben können, und weitestgehend Sicherheitenfreigabe erreicht. Die Änderungen in der Bilanzstruktur und der positive Weg der GELO in den vergangenen Jahren wurde in 2023 erneut mit der Zertifizierung der Creditreform für besonders gute Bonität (CrefoZert) belohnt. Das Eigenkapital der GELO-Gruppe wird Ende 2023 mit rund 3,7 Millionen Euro ausgewiesen. Seit 2003 wurden damit mehr als 5 Millionen Euro Kapital aufgebaut. Die unterkapitalisierte Bilanz wurde aus eigener Kraft und bei gleichzeitiger Vorwärtsstrategie im Bereich des Anlagevermögens trotz hartem Verdrängungswettbewerb kontinuierlich zum Positiven verändert. 1.4.2 Ertragslage Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 ist die Nachfrage nach Schnittholz aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage, jedoch insbesondere im Bausektor, extrem eingebrochen. In Folge haben die Preise für Schnittholz stark nachgegeben. Gleichzeitig erhöhten sich die Preise für Rundholz zu Jahresbeginn, so dass im Jahr 2023 ein Ergebnis bleibt, das im Niveau eher an die Jahre vor Corona anknüpft, und den Boom aus 2021 schmerzlich vermissen lässt. Die rückläufigen Preise der Schnittholzprodukte aus dem zweiten Halbjahr 2022 setzten sich in 2023 bis kurz vor Jahresende fort, und erholten sich zum Jahresende hin nur leicht. Die Preissenkungen im Rundholz folgten diesem Trend nur sehr verspätet in der Mitte des zweiten Quartals, und auch nicht in entsprechender Höhe, wie für den Schnittholzpreis benötigt. Angesichts dieser Zahlen will sich die Zufriedenheit mit dem Ergebnis nur mit einem nüchternen Blick einstellen. Dennoch hält man bei GELO an der Strategie fest, und sieht auch die Leistung aller GELO-Mitarbeiter, die diese Strategie umsetzen, selbst wenn die Rahmenbedingungen im Absatz- und Beschaffungsmarkt volatil sind und weniger günstig als noch in den beiden Vorjahren verlaufen. 1.4.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Entwicklung von GELO ist weiterhin positiv. Die erfolgreiche Produkt-/Sortiment-/Qualitäts- und Kunden-Strategie der letzten Jahre zahlt sich nicht nur in gut laufenden Märkten aus, sondern auch in der hohen Flexibilität, wenn einzelne Märkte schwächeln. Die Ziele der neuen Bundesregierung für die Holzverwendung und der Bedarf an mittlerweile rund 800.000 neuen Wohnungen wirken sich grundsätzlich auf die Holz- und Bauzulieferindustrie positiv aus. Gebremst wird der Optimismus der Branche aktuell nur von den anhaltenden Kostensteigerungen und den gestiegenen Zinsen, sowie fehlender politischer und planerischer Sicherheit. Für 2024 erwartet GELO eine zögerliche Wiederaufnahme der Bautätigkeit. Speziell die private Bauwirtschaft wird hier als Treiber fungieren, aber auch der öffentliche Sektor. Der gewerbliche Bau indes schreitet unverändert voran. Entsprechend erwartet GELO ein ordentliches Geschäftsjahr, das über dem Vorjahresniveau liegen, aber hinter den starken Vorjahren zurückbleiben dürfte. Die Preisentwicklung beim Restholz - dazu zählen Hobelspäne, Hackschnitzel, Rinde, Sägespäne - hat sich 2023 ähnlich dem Schnittholz verhalten. Die sinkenden Preise erholten sich kaum, stabilisierten sich zur Jahresmitte aber zumindest auf niedrigem Niveau. Generell führen die Zusammenarbeit und die Beteiligungen mit und an WUN Bio, der Stadt Weißenstadt und seit November 2018 der WUN Pellets dazu, dass GELO als Ganzes zumindest keine Produktionsbeschränkungen durch einen stockenden Restholzabsatz befürchten muss. Zudem sind alle Kundenforderungen durch ein hervorragendes Debitorenmanagement und eine vollumfängliche Warenkreditversicherung abgesichert. Bemerkenswert an der GELO Warenkreditversicherung ist der inkludierte Schutz bei Insolvenzanfechtung. 1.4.2.2 Produktion In der GELO-Gruppe konnten im Jahr 2023 im gesamten Betrieb die Produktionen ausgelastet, sowie teilweise mit Zusatzschichten erweitert werden. 1.4.2.3 Beschaffung Der Beschaffungsmarkt hat sich im Laufe des Jahres 2023 gegenüber 2022 nicht wesentlich verändert. Durch die anhaltende Trockenheit und die damit einhergehenden Kalamitäten stand der allgemeinen Rundholznachfrage phasenweise ein großes Angebot gegenüber. Neu war aber, getrieben vom Restholzpreis, dass Rundholz zu einem höheren Anteil direkt in die Energieerzeugung verkauft wurde, und so gerade die schwachen Zöpfe im Preisniveau angehoben wurden. Ebenfalls hervorzuheben ist der sehr regionale Anfall von Käferholz im Einkaufsgebiet der GELO, der auch Säger und Holzhändler aus weiter entfernten Regionen Deutschlands (und auch Österreichs) dazu veranlasste, in unserem Bezugsradius einzukaufen. Auch das hat die Rundholzpreise im Einkaufsradius der GELO von unten her gestützt, und größere Preissenkungen verhindert. Direkte Auswirkungen des Ukraine-Krieges waren in 2023 keine spürbar. Das wesentliche Risiko auf der Beschaffungsseite bleibt weiter der Klimawandel und seine Folgen wie Trockenheit und Hitze. 1.4.2.4 Personal- und Sozialbereich Das Thema Personal rückt immer mehr in den zentralen Fokus von Unternehmen. Die von der Pandemie erzeugte Ungewissheit vieler Arbeitnehmer verstärkt diesen Trend. Dazu kommt seit Februar 2022 die bedrückende Situation eines Krieges in Europa. Bei GELO war die Personalsituation 2023 dennoch stabil und wird für 2024 entsprechend ähnlich erwartet. Um diese Stabilität dauerhaft sicherzustellen und sich für zukünftige Herausforderungen aufzustellen, baute GELO eine langjährige Kollegin aus der Finanzbuchhaltung zur Personalmanagerin auf. Dies fördert GELO auch mit der Fortsetzung des persönlichen Coachings inhouse. Zur Mitarbeiterbindung und -attraktivität setzt man darüber hinaus auf innovative Vergütungssysteme, die über den bloßen Stundenlohn hinausgehen, sowie eine Mitarbeiter-App zur Einbindung und für den Austausch. GELO sichert die anstehende Nachfolge auf dem Führungsposten des CFO durch eine aktuelle Doppelbesetzung bereits seit Dezember 2021. Durch eine relativ lange Übergangszeit von rund zwei Jahren wird zum einen die Qualität des Zahlenmaterials und zum anderen intern sowie extern eine hohe Kontinuität sichergestellt. Die Ernennung zum Prokuristen im Februar 2024 war die logische Konsequenz, ist aber gerade für GELO etwas Einmaliges in der 125-jährigen Geschichte des Unternehmens. Die personellen Veränderungen, die zum einen durch Fortbildungen und zum anderen durch vom Wachstum angestoßene Umstrukturierungen nötig geworden sind, werden durch einen externen Change-Management-Coach begleitet. Zudem findet sowohl für die erste Führungsebene als auch die Abteilungsleiter von GELO nach wie vor ein Team- und Individual-Coaching statt. Die GELO-Ausbildungsoffensive der letzten Jahre wird nach wie vor vorangetrieben. Im Jahr 2023 haben drei neue Auszubildende eine Lehre begonnen. Alle erfolgreichen Azubis wurden auch 2023 als Gesellen übernommen, um bei GELO ihren beruflichen Lebensweg weiter zu gehen. Derzeit sind bei GELO insgesamt 6 Auszubildende beschäftigt. GELO ist seit vielen Jahren ein von der IHK ausgezeichneter TOP-Ausbildungsbetrieb. Im Bereich Gesundheits- und Arbeitsschutz wird ein externer Sicherheitsberater beschäftigt, der zusammen mit den eigenen Sicherheitsfachkräften die Sicherheitsstandards auf dem aktuellsten Stand hält. Etabliert hat sich in diesem Zusammenhang die im Jahr 2018 geschaffene zentrale Funktionsstelle KVP-Beauftragter (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) inkl. Zertifizierung, Arbeitssicherheit, Forschung & Entwicklung. Die stetig steigenden Anforderungen an verschiedenste Zertifizierungen werden damit bei GELO in einer Stelle gebündelt, die seit 2022 durch eine junge Kollegin verstärkt wird. Damit können erhebliche Synergien durch vermiedene Doppelarbeit gehoben werden. Für den Bereich Brandschutz haben zwei Mitarbeiter den zertifizierten Kurs zum Brandschutzbeauftragten absolviert und kümmern sich permanent um die Einhaltung von Brandschutzregeln. In einem monatlichen Gespräch werden die Ergebnisse der Geschäftsleitung berichtet. Im Organigramm weist GELO unter anderem einen Beauftragten für "Soziales/Betriebsklima" aus. Hintergrund sind die aktuellen Auflagen der Versicherungen, die zunehmend Wert auf eine Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf psychosomatische Erkrankungen legen. 1.4.2.5 Umweltschutz Im Mai 2023 hat GELO erneut das ISO 50.001 Audit erfolgreich bestehen können. Das Zertifikat PEFC für nachhaltig bewirtschaftete Wälder und die Verwendung von heimischem Holz aus Bayern wurde auch in 2024 verlängert, ebenso die Zertifizierung der Trockenkammern für die Behandlung von Exportverpackungshölzern nach dem internationalen IPPC-ISPN-Nr.15 -Standard und die Zertifizierung nach US-amerikanischem Baustandard nach dem "Qualified Mill-ALSC Lumber Program", für den Export von Schnittholz in die USA. 1.5 Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung 1.5.1 Bestandsgefährdende Risiken Aktuell bestehen unter normalen Gesichtspunkten keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden. GELO ist weiterhin ein zuverlässiger Skontozahler. GELO beobachtet die eigenen makroökonomischen Entwicklungen durch ein detailliertes tägliches Cockpit, und wird dadurch in die Lage versetzt, sehr schnell auf Unvorhergesehenes reagieren zu können. Des Weiteren sind folgende Risiken zu erwähnen: Risiken durch steigende Rohstoffkosten Steigende Rohstoffpreise für Rundholz führen aufgrund der oftmals nicht sofort möglichen Umlage auf die Verkaufspreise ggf. zu negativen Margen. Wie bereits weiter oben erwähnt sind die Preise für den Rohstoff Rundholz in 2023 stark gestiegen, was im Zusammenspiel mit der nachlassenden Nachfrage nach Schnittholz zu sinkenden Margen führte. Die anhaltende, aber zögerliche Erholung der Schnittholzpreise auf der einen, und eine gleichzeitige Senkung der Rohstoffpreise auf der anderen Seite - auch bedingt durch frühen Käferflug - muss aus ergebnisorientierter Sicht unbedingt fortgesetzt werden. Kundenrisiken/Ausfallrisiken Kundenrisiken entstehen aufgrund einer Abhängigkeit von wichtigen Kunden die in der Lage sind, ihre Verhandlungsmacht auszunutzen. Durch die breit angelegte Vertriebsstrategie verringert sich das Risiko negativer Folgen möglicher Umsatzausfälle bei großen Abnehmern. Kommt ein Kunde den vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, entsteht ein Ausfallrisiko. GELO ist diesem Risiko infolge seiner laufenden Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Im Jahresabschluss wird dieses Risiko ggf. durch Einzelwertberichtigungen verarbeitet. Je nach Bonität und Forderungsobergrenzen werden die Kunden ständig überwacht. So bekommen Kunden, die diesen Mindestanforderungen nicht genügen, Lieferungen in der Regel nur gegen Vorauszahlung. Finanzielle Risiken Zinssatzänderungen und Liquiditätsentwicklungen können direkte Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben. Aufgrund der Rückführung von Darlehen und die Freigabe von Sicherheiten ist dieses Risiko für GELO als nachrangig einzustufen. IT-Risiken und Datenschutz Diebstahl oder Veröffentlichung sensibler Informationen oder Daten könnte den Ruf schädigen, Strafmaßnahmen nach sich ziehen und höhere Kosten verursachen. Wichtige Geschäftsabläufe sind von IT-Systemen abhängig, die bei Ausfall zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen können. Viren- und Schadprogrammangriffe könnten zu Systemstörungen führen. Um diese Risiken zu minimieren wurden unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen, z. B. Antivirenprogramme und Firewalls und mehrmals täglich Datensicherungen der Systeme installiert. Rechtliche und Compliance-Risiken Eine Vielzahl von Gesetzen und Bestimmungen zu Zoll- und Steuerangelegenheiten sowie deren Änderungen haben Einfluss auf die Geschäftspraktiken. Verstöße gegen Regelungen können erhebliche Bußgelder und sonstige Kosten nach sich ziehen. Um diesen Risiken zu begegnen, greift GELO fortlaufend auf die Beratung durch Anwalts- oder Steuerkanzleien zurück. 1.5.2 Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Unter normalen Umständen sind keine Risiken erkennbar, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.
2.1 Voraussichtliche Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Die Preissituation des Jahres 2024 zeigt eine Fortsetzung der langsamen Erholung der Verkaufspreise gegenüber dem vierten Quartal 2023. Aufgrund der branchenübergreifenden Kaufzurückhaltung sind die großen Lagerbestellungen der GELO Kunden ausgeblieben. Dies führt somit zu einem Nachfragerückgang gegenüber vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Gleichzeitig hat sich der Einkauf von Rohstoffen (Rundholz) mit etwas Verzögerung günstiger darstellen lassen, in etwa ab dem zweiten Quartal 2024. Die ausbleibende Nachfrage nach Sägespänen für die Pelletindustrie und Hackschnitzeln für die Zellstoffproduktion wirkt sich sukzessive auch auf die Preise der Resthölzer aus, weshalb in der Gemengelage ein Rückgang der Umsätze in diesem Bereich zu erwarten ist. Für 2024 erwartet GELO in Summe noch eine leichte Belebung der Bautätigkeit, und somit weiter steigende Schnittholzpreise, bei in etwa gleichbleibenden Rohstoffpreisen und weiteren technischen und organisatorischen Fortschritten. GELO geht daher von einem auskömmlichen Mengen- und Margenjahr 2024 aus, das aber vom Niveau auf die Zeiten vor Corona zurückgeht, und auch volatiler wird. 2.2 Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB) Das seit Spätherbst 2019 gemeinsam mit SIEMENS begonnene Research-Programm, in dem die energetischen Zusammenhänge und Abläufe bei GELO in Weißenstadt analysiert wurden, wird von GELO und der Stadt Weißenstadt getrennt weiterverfolgt. Ziel für GELO ist es, Strom und Wärme zu einem hohen Grad selbst zu erzeugen, und den Standort möglichst unabhängig von externen Lieferanten zu machen. Die in 2022 beauftragte, in 2023 errichtete, und in 2024 in Betrieb genommene PV-Freiflächenanlage der GELO zahlt auf dieses Konzept ein. Eine intelligente Speicherlösung wird darüber hinaus die Flexibilisierung und Kostenoptimierung unterstützen, Ziel ist eine Lieferung und Inbetriebnahme im dritten Quartal 2024. Die möglichen Synergien mit der Stadt Weißenstadt werden ungeachtet der getrennten Beauftragung weiter berücksichtigt, genutzt und ausgebaut, sobald es hier neuere Entwicklungen gibt.
Die Coronavirus-Pandemie zeigt sich nur noch vereinzelt, aus der Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit ist das Thema mehr oder minder verschwunden. Auch GELO ist bislang von negativen Einflüssen der Pandemie verschont geblieben. Die im Blick auf Corona immer wieder aktualisierte Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze hat die strukturellen Vorteile der GELO Arbeitsplätze aufgezeigt. So sind die Entfernungen der Kollegen zueinander sehr weit, bzw. handelt es sich sowieso um Einzelarbeitsplätze, bspw. am Kran, in den Bedienkabinen der Produktionslinien oder auch als Gabelstaplerfahrer. Im Blick auf die Lieferketten erwartet GELO keine Auswirkungen, da die Rohstoffversorgung im Wesentlichen regional dargestellt werden kann. Angebote wie die betriebsintern umgesetzten Impfkampagnen zeigen aber die Bereitschaft der Belegschaft, sich auch Situationen wie dieser zu stellen und anzupassen. Schlimmer als die Coronavirus-Pandemie sieht GELO aktuell die möglichen Verwerfungen durch den Angriff Russlands auf die Ukraine. Wie die tatsächlichen Auswirkungen dieses Krieges langfristig sein werden, lässt sich nicht seriös einschätzen. Aktuell können nur die tatsächlichen Wahrnehmungen notiert werden, und die sind auf Seiten der Energiepreise und Lieferzeiten bei Investitionsgütern, sowie der allgemeinen Inflationsrate zumindest wieder rückläufig. Auch die Realeinkommen sind gestiegen, und die Kaufkraft sollte zurückkehren. Einzig beim Zinsniveau zögern die Notenbanken noch, hätten damit aber auch einen direkten Einfluss auf die Bau- und Investitionstätigkeit. Im Großen und Ganzen scheint es derzeit so zu sein, dass die GELO auch diese Krise meistern kann. Dennoch bleibt es abzuwarten, inwieweit weitere Sanktionspakete und weltpolitische Entscheidungen die Situation eskalieren oder deeskalieren lassen, was im Sinne unserer ganzen Menschheit wünschenswert wäre. 4. Zusammenfassung GELO profitierte 2023 von den umgesetzten Investitionen, von den strategisch richtigen Entscheidungen bei der Rohstofflieferantenauswahl und einem gut strukturierten und motivierten Mitarbeiter-Team, so dass die immer volatileren Rahmenbedingungen bestmöglich genutzt werden konnten, und auch weiterhin genutzt werden können. Die weiterhin anspruchsvollen externen Faktoren stimmen vorsichtig optimistisch, dennoch gilt es mit großer Vorsicht zu wirtschaften, und sehr flexibel auf die volatile Entwicklung einzugehen. Für die aktuellen Herausforderungen sieht sich GELO rechtzeitig und gut aufgestellt und arbeitet mit aller Kraft, um mit möglichst wenig Turbulenzen durch diese Phase zu kommen. Nach einem schwächeren Jahr 2023 werden in 2024 vor allem die internen Hebel genutzt, um die konjunkturelle Schwächephase bestmöglich durchzustehen, und dann mit der Belebung der Märkte spätestens in 2025 den eingeschlagenen Kurs bei Investitionen und Strategie fortzusetzen. 5. Bescheinigung des gesetzlichen Vertreters Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft versichert hiermit nach bestem Wissen und Gewissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne des § 289 Abs. 1 Satz 4 beschrieben sind.
Bayreuth, 17. Mai 2024 GELO Holzwerke GmbH, Gebhardt & Gebr. Lochner GmbH & Co. KG, Küspert Verwaltungs GmbH Wolf-Christian Küspert, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der GELO Holzwerke GmbH, Weißenstadt wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und gemäß der steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Sonderposten mit Rücklageanteil ist nach handelsrechtlichen Grundsätzen sowie den entsprechenden steuerrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung entsprechender Abschreibung, Übertragung und Einstellung angesetzt und bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein Marktzins von 1,83 % bei der Bewertung zugrunde gelegt, der sich aus dem 10-Jahresdurchschnittssatz ergibt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) zur Bewertung mit dem 7-Jahresdurchschnittssatz beträgt 240 €. Gehalts- und Rentenanpassungen waren nicht zu berücksichtigen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an nachfolgenden Unternehmen beteiligt:
Die Beteiligung an der ZARELO GmbH, Marktredwitz wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Gebhardt & Gebr. Lochner GmbH & Co. KG) in Höhe von 4.086 T€. Im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit von 4.743 T€. Pensionsrückstellung Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich zum 01.01.2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 20.130 €. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.342 € zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der zum 31.12.2023 noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 1.342 € wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Pensionsrückstellung ergibt sich gem. § 246 Abs. 2 HGB durch Verrechnung der Pensionsrückstellung in Höhe von 317.562,00 € mit der hierfür verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 277.252,41 €. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt 14.964,00 € und wurde gem. § 246 Abs. 2 HGB i. V. m. § 277 Abs. 5 HGB saldiert mit dem Zinsertrag aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 14.201,15 € und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert mit Grundschulden (eingetragen am Grundbesitz der Gebhardt & Gebr. Lochner GmbH & Co. KG), Bürgschaften sowie Sicherungsübereignungen von Maschinen und Anlagen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Geschäftsjahr waren Leasingaufwendungen von 315 T€ zu verzeichnen. Die Leasing-Verbindlichkeit zum 31.12.2023 beträgt 1.426 T€. Die Pachtaufwendungen betrugen 681 T€. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn Der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinn beträgt im Geschäftsjahr 353.229,28 € und wird an die Gebhardt & Gebr. Lochner GmbH & Co. KG ausgekehrt. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäfte wurden im Berichtsjahr geführt von: Wolf-Christian Küspert Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Betriebsgröße Es liegt eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB vor. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gebhardt & Gebr. Lochner GmbH & Co. KG wurde zum 31.12.2023 aufgelöst. Unterschrift gem. § 245 HGB GELO Holzwerke GmbH, Weißenstadt Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
Weißenstadt, den 17. Mai 2024 gez. Wolf-Christian Küspert, Geschäftsführer Anlagespiegel
Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 19.07.2024 festgestellt. Bestätigung- bzw. VersagungsvermerkAn die GELO Holzwerke GmbH, Weißenstadt Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der GELO Holzwerke GmbH, Weißenstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GELO Holzwerke GmbH, Weißenstadt für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bayreuth, den 17. Juli 2024 Dipl.-Kfm. Claus Dreher, Wirtschaftsprüfer |
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