Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 5475
Vorher
WHG Manufaktur GmbH
Eingetragen
31.8.2015
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzVeredlung von HolzwarenSäge- und Hobelwerke
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Der Betrieb eines Sägewerks sowie der Vertrieb von eigenen Schnittholzprodukten und Sägerestholz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
50.00%
Germany
500.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GELO TIMBER GmbH

Weißenstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht

1. Berichterstattung nach § 289 Abs. 1 HGB

1.1 Darstellung der Marktverhältnisse

Im Vergleich zum Boomjahr 2021 hat sich das Marktgeschehen im Jahresverlauf 2022 wieder auf ein normales Niveau beruhigt, und ist letztlich in 2023 aufgrund gestiegener Finanzierungskosten und rückläufiger Bautätigkeit ins Stocken geraten.

An den Vorteilen des Holzbaus, die zunehmend mehr im Bewusstsein der breiten Gesellschaft ankommen, ändert dies aber nichts. Dazu zählen unter anderem die Ökologie des nachwachsenden Baustoffes mit der konkreten CO 2 -Bindungsfunktion und die schnellen Bauzeiten durch hohe Vorfertigung. Überdies ist Holz der am besten nutzbare Baustoff, wenn es um Aufstockungen und Nachverdichtung im Bestand geht, wodurch weitere Flächenversiegelungen vermieden werden können. Ein weiteres Indiz für die breitere Anerkennung ist die Aufnahme der Holzbauweise bei den Negativemissionstechnologien, und die Anerkennung der UN als Kohlenstoffspeicher-Methode. Positive Nebenwirkung: institutionelle Bauträger werden ab 2023 CO 2 -Zertifikate für entsprechende Bauweise erhalten, und können diese auf dem CO 2 -Markt veräußern - quasi ein Incentive für nachhaltiges Bauen mit Holz. Diese positiven Rahmenbedingungen beeinflussen das Marktgeschehen der Holzindustrie unabhängig der mehr oder minder zurückliegenden Pandemie und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges ganz entscheidend, und untermauern die Chancen, die sich der Holzindustrie in den kommenden Jahrzehnten bieten.

Die Erkenntnis, dass Holz ein Megatrend wird, ist nicht mehr nur eine fixe Idee der Hölzernen, sondern global in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Die momentan spürbare Zurückhaltung im Bau wird daher vielmehr ein temporärer Effekt sein, der durch das Zinsniveau und die Inflation ausgelöst ist. Verstärkt wird der Einfluss auf die Branche durch die in den zurückliegenden Jahren gestiegenen Kapazitäten.

Der Bedarf nach Wohnraum, mittlerweile fehlen fast 800.000 Wohneinheiten, ist nach wie vor gegeben. Außerdem muss die Bauindustrie, die global für 40% der CO 2 -Emissionen verantwortlich zeichnet, verstärkt an ihrer Dekarbonisierung arbeiten, und somit auf den Werkstoff Holz setzen.

Rohstoffseitig bekommt die Sägeindustrie den Klimawandel zu spüren, kann aber gleichzeitig als Primärverarbeiter von Holz maßgeblich zum Einstieg in die Kaskadenwirkung beitragen, und damit wirtschaftlich sehr wertschöpfend tätig werden. Aus diesem Grundgedanken heraus wurde GELO Timber gegründet. Während GELO Timber im ersten kompletten Jahr des Betriebes von noch immer guten Rahmenbedingungen profitieren konnte, haben sich die Vorzeichen im abgeschlossenen Geschäftsjahr umgekehrt.

Die rückläufige weltweite Nachfrage beim Schnittholz, kombiniert mit gestiegenen Kapazitäten, führte zu Preisrücknahmen auf der einen Seite, während die durch Kalamitäten bedingte Verknappung des Angebots beim Rundholz auf der anderen Seite den Rundholzpreis stabilisierte, und saisonal sogar anstiegen ließ. In dieser Schere befinden sich aktuell alle holzverarbeitenden Unternehmen.

Die Warnung des "Holzwurm" aus dem Vorjahr, "2012 nicht zu wiederholen, und so die finanziellen Ressourcen für die Chance "Holzbau als Rezept gegen den Klimawandel" zu verspielen", wurde leider in den Wind geschlagen. Nach anfänglichem Preisverfall reagierten die Unternehmen zu zögerlich mit Mengenrücknahmen, und konnten so erst gegen Jahresende den Preisverfall sukzessive abmildern und letztlich sogar umkehren.

1.2 Geschäftsverlauf 2023

Das Jahr 2021 war ein Jahrhundertjahr für die Branche, und auch für die noch junge GELO Timber ein rasanter Hochlauf und ein sehr ordentliches Ergebnis. Dieses Rekordjahr hat sich für die Branche 2022 so nicht wiederholt. GELO Timber konnte jedoch den Schwung nutzen, und die positive Entwicklung fortsetzen. Die Produktion in Wunsiedel konnte nach dem Hochlauf in 2021 nun 2022 zum ersten Mal über zwölf Monate voll ausgefahren und teils mit Sonderschichten ausgeweitet werden. Der branchenweite Rückgang in den Auftragsbüchern war aber auch hier bereits ab dem zweiten Quartal spürbar, und wurde von Preisrückgängen beim Schnittholz begleitet. Dieser Trend hat sich in 2023 fortgesetzt.

Einbußen durch die Corona-Pandemie gab es in umfassender Form keine.

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind vornehmlich bei Lieferzeiten von Ersatzteilen und Investitionsgütern, und natürlich den Energiekosten spürbar. Auf Nachfrageseite im Vertrieb, oder der Angebotsseite im Rundholzeinkauf, waren die Auswirkungen überschaubar.

1.3 Geschäftsausrichtung 2023/2024

Der Produktionsstandort von GELO Timber in Wunsiedel wurde im Jahr 2021 angefahren und hochgefahren. 2022 war das erste, vollständige Produktionsjahr.

Gemeinsam mit den Holzwerken Bullinger aus Neuruppin wurde in Wunsiedel mit der GELO Timber GmbH das derzeit modernste Sägewerk Europas errichtet.

Ziel der GELO Timber GmbH ist die Verarbeitung von Schwachholz bis zu einem Zopfdurchmesser von 25 cm. Damit sollen die Eigenversorgung der Werke von Bullinger und die Veredelungsbereiche in Weißenstadt mit Halbfertigprodukten in Form von Leimbinderlamellen und KVH Rohware ausgebaut und sichergestellt werden.

Die größten Investitionen und Einzelprojekte 2023 beziehen sich auf den Einbau eines KI-gestützten Qualitätsscanners "Goldeneye" von Microtec zur Verbesserung der Sortierung, sowie zusätzliche Lehde Rundholzboxen zur Erweiterung des Rundholzplatzes.

Die Nähe zu den Kraftwerken und Pelletwerken in Wunsiedel hebt erhebliche Synergien und schafft eine Multiple-Win-Situation: Zum einen für die beiden Gesellschafter, GELO und Bullinger, zum anderen für die Partner in Wunsiedel, aber auch für die Lieferanten, bspw. für die Staatsforsten aus Bayern, Thüringen und Sachsen und für den Bereich der regionalen Wirtschaft vor Ort.

Zugleich werden durch eine Förderband-Direktanbindung von GELO Timber zu den Pelletsfabriken über 7.000 LKW Frachten für Sägerestholz vermieden, wodurch die Umwelt deutlich entlastet wird.

GELO als Ganzes hat mit GELO Timber das Spektrum und das Volumen des eingekauften Rohmaterials erweitert. Über die Einkaufsorganisation in Weißenstadt werden seit Ende 2020 nahezu alle verfügbaren Waldsortimente eingekauft, und im Zuge dessen wird GELO für die Anbieter zu einem Komplett-Abnehmer. GELO kauft dem Waldbesitzer alles ab, vom Brennstoff für die Kraftwerke über kurzes Schwachholz bis zu starken Langhölzern. Davon profitieren alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten.

1.4 Darstellung der Vermögens- und Ertragslage

1.4.1 Vermögenslage

GELO Timber ist ein Greenfield-Invest und im Bereich Sägewerke das Erste seiner Art nach mehr als einem Jahrzehnt.

Im Bereich des Anlagevermögens sind 2023 bei GELO Timber vor allem die hohen Abschreibungen bemerkenswert.

Das Eigenkapital von GELO Timber inkl. Kapitalrücklagen und Sonderposten wird Ende 2023 mit rund 8,3 Millionen Euro ausgewiesen.

Aufgrund einer schwebenden Finanzierung durch die Hausbanken wurde ein Gesellschafterdarlehen gewährt.

1.4.2 Ertragslage

Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 ist die Nachfrage nach Schnittholz aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage, jedoch insbesondere im Bausektor, extrem eingebrochen. In Folge haben die Preise für Schnittholz stark nachgegeben. Gleichzeitig erhöhten sich die Preise für Rundholz zu Jahresbeginn, so dass im Jahr 2023 ein deutlicher Verlust zu Buche schlägt.

Die rückläufigen Preise der Schnittholzprodukte aus dem zweiten Halbjahr 2022 setzte sich in 2023 bis kurz vor Jahresende fort, und erholten sich zum Jahresende hin nur leicht.

Die Preissenkungen im Rundholz folgten diesem Trend nur sehr verspätet in der Mitte des zweiten Quartals, und auch nicht in entsprechender Höhe, wie für den Schnittholzpreis benötigt.

Angesichts der Zahlen will sich keine Zufriedenheit mit dem Ergebnis einstellen.

Dennoch halten die Gesellschafter an der wirksamen GELO Timber Strategie fest, und sehen auch die Leistung aller GELO-Mitarbeiter, die diese Strategie umsetzen, selbst wenn die Rahmenbedingungen im Absatz- und Beschaffungsmarkt volatil sind.

GELO Timber profitiert in einer einzigartigen Weise von den Muttergesellschaften und dem Standort in Wunsiedel.

1.4.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Entwicklung von GELO Timber war seit der Gründung positiv.

Die Ziele der neuen Bundesregierung für die Holzverwendung und der Bedarf nach 800.000 neuen Wohneinheiten wirken sich grundsätzlich auf die Holz- und Bauzulieferindustrie positiv aus. Gebremst wird der Optimismus der Branche aktuell nur von den anhaltenden Kostensteigerungen und den gestiegenen Zinsen, sowie fehlender politischer und planerischer Sicherheit.

Die Preisentwicklung beim Restholz - dazu zählen Hobelspäne, Hackschnitzel, Rinde, Sägespäne - hat sich 2023 ähnlich dem Schnittholz verhalten. Die sinkenden Preise erholten sich kaum, stabilisierten sich zur Jahresmitte aber zumindest auf niedrigem Niveau.

Generell führen die Zusammenarbeit und die Beteiligungen mit und an WUN Bio, der Stadt Weißenstadt und seit November 2018 der WUN Pellets dazu, dass GELO als Ganzes zumindest keine Produktionsbeschränkungen durch einen stockenden Restholzabsatz befürchten muss.

Zudem sind alle Kundenforderungen durch ein hervorragendes Debitorenmanagement und eine vollumfängliche Warenkreditversicherung abgesichert.

Bemerkenswert an der GELO Warenkreditversicherung ist der inkludierte Schutz bei Insolvenzanfechtung.

1.4.2.2 Produktion

GELO Timber befand sich im Jahr 2022 im ersten, vollständigen Kalenderjahr, und alle Produktionen konnten voll ausgefahren werden. Auch im zweiten vollen Produktionsjahr 2023 konnte die Produktion voll ausgelastet werden.

1.4.2.3 Beschaffung

Die Beschaffung für GELO Timber wird von GELO in Weißenstadt gemanagt. GELO Timber profitiert damit als Greenfield-Investment von der 125-jährigen Geschichte GELOs im Fichtelgebirge und ist daher von Beginn an stabil versorgt.

Der Beschaffungsmarkt hat sich im Laufe des Jahres 2023 gegenüber 2022 nicht wesentlich verändert.

Durch die anhaltende Trockenheit und die damit einhergehenden Kalamitäten stand der allgemeinen Rundholznachfrage phasenweise ein großes Angebot gegenüber. Neu war aber, getrieben vom Restholzpreis, dass Rundholz zu einem höheren Anteil direkt in die Energieerzeugung verkauft wurde, und so gerade die schwachen Zöpfe im Preisniveau angehoben hat. Ebenfalls hervorzuheben ist der sehr regionale Anfall von Käferholz im Einkaufsgebiet der GELO, der auch Säger und Holzhändler aus weiter entfernten Regionen Deutschlands (und auch Österreichs) dazu veranlasste, in unserem Bezugsradius einzukaufen. Auch das hat die Rundholzpreise im Einkaufsradius der GELO von unten her gestützt, und größere Preissenkungen verhindert.

Direkte Auswirkungen des Ukraine-Krieges waren in 2022 keine spürbar. Das wesentliche Risiko auf der Beschaffungsseite bleibt weiter der Klimawandel und seine Folgen wie Trockenheit und Hitze.

1.4.2.4 Personal- und Sozialbereich

Das Thema Personal wird von GELO in Weißenstadt aus für GELO Timber gemanagt.

Zudem werden die Fach- und Führungskräfte bei GELO Timber in das Team- und Individual-Coaching eingebunden, welches für die Abteilungsleiter von GELO nach wie vor stattfindet.

1.4.2.5 Umweltschutz

Im Mai 2023 hat GELO Timber die Rezertifizierung des ISO 50.001 Audits erfolgreich bestehen können.

Das Zertifikat PEFC für nachhaltig bewirtschaftete Wälder und die Verwendung von heimischem Holz aus Bayern wurde auch 2023 verlängert, ebenso die Zertifizierung der Trockenkammern für die Behandlung von Exportverpackungshölzern nach dem internationalen IPPC-ISPN-Nr.15 -Standard.

Auch in diesen Bereichen profitiert GELO Timber von der Nähe zum Management von GELO in Weißenstadt.

1.5 Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

1.5.1 Bestandsgefährdende Risiken

Aktuell bestehen unter normalen Gesichtspunkten keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden.

GELO Timber ist im Jahr 2024 Skontozahler und hat keine laufenden Termingeldkredite.

GELO Timber beobachtet die eigenen makroökonomischen Entwicklungen durch ein detailliertes tägliches Cockpit, und wird dadurch in die Lage versetzt, sehr schnell auf Unvorhergesehenes reagieren zu können.

Des Weiteren sind folgende Risiken zu erwähnen:

Risiken durch steigende Rohstoffkosten

Steigende Rohstoffpreise für Rundholz führen aufgrund der oftmals nicht sofort möglichen Umlage auf die Verkaufspreise ggf. zu negativen Margen.

Wie bereits weiter oben erwähnt sind die Preise für den Rohstoff Rundholz in 2023 stark gestiegen, was im Zusammenspiel mit der nachlassenden Nachfrage nach Schnittholz zu negativen Betriebsergebnissen führte. Die anhaltende, aber zögerliche Erholung der Schnittholzpreise auf der einen, und eine gleichzeitige Senkung der Rohstoffpreise auf der anderen Seite - auch bedingt durch frühen Käferflug - muss aus ergebnisorientierter Sicht unbedingt fortgesetzt werden.

Kundenrisiken/Ausfallrisiken

Kundenrisiken entstehen aufgrund einer Abhängigkeit von wichtigen Kunden die in der Lage sind, ihre Verhandlungsmacht auszunutzen. Durch die breit angelegte Vertriebsstrategie verringert sich das Risiko negativer Folgen möglicher Umsatzausfälle bei großen Abnehmern.

Kommt ein Kunde den vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, entsteht ein Ausfallrisiko. GELO Timber ist diesem Risiko infolge seiner laufenden Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Im Jahresabschluss wird dieses Risiko ggf. durch Einzelwertberichtigungen verarbeitet. Je nach Bonität und Forderungsobergrenzen werden die Kunden ständig überwacht. So bekommen Kunden, die diesen Mindestanforderungen nicht genügen, Lieferungen in der Regel nur gegen Vorauszahlung.

Finanzielle Risiken

Zinssatzänderungen und Liquiditätsentwicklungen können direkte Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben. Aufgrund negativer Ergebnisse könnte die vorzeitige Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten anstehen. Die mündliche Zusage über die vorübergehende Aussetzung dieser Covenants muss vertraglich noch festgehalten werden.

IT-Risiken und Datenschutz

Diebstahl oder Veröffentlichung sensibler Informationen oder Daten könnte den Ruf schädigen, Strafmaßnahmen nach sich ziehen und höhere Kosten verursachen. Wichtige Geschäftsabläufe sind von IT-Systemen abhängig, die bei Ausfall zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen können. Viren- und Schadprogrammangriffe könnten zu Systemstörungen führen.

Um diese Risiken zu minimieren wurden unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen, z. B. Antivirenprogramme und Firewalls und mehrmals täglich Datensicherungen der Systeme installiert.

Rechtliche und Compliance-Risiken

Eine Vielzahl von Gesetzen und Bestimmungen zu Zoll- und Steuerangelegenheiten sowie deren Änderungen haben Einfluss auf die Geschäftspraktiken. Verstöße gegen Regelungen können erhebliche Bußgelder und sonstige Kosten nach sich ziehen. Um diesen Risiken zu begegnen, greift GELO fortlaufend auf die Beratung durch Anwalts- oder Steuerkanzleien zurück.

1.5.2 Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unter normalen Umständen sind keine weiteren Risiken erkennbar, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

2.1 Voraussichtliche Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Die Preissituation des Jahres 2024 zeigt eine Fortsetzung der langsamen Erholung der Verkaufspreise gegenüber dem vierten Quartal 2023. Aufgrund der branchenübergreifenden Kaufzurückhaltung sind die Lagerbestellungen der GELO Timber Kunden ausgeblieben. Dies führt somit zu einem Nachfragerückgang gegenüber vergleichbaren Vorjahreszeiträumen.

Gleichzeitig hat sich der Einkauf von Rohstoffen (Rundholz) nur langsam günstiger darstellen lassen, in etwa ab dem zweiten Quartal 2024.

Die ausbleibende Nachfrage nach Sägespänen für die Pelletindustrie und Hackschnitzeln für die Zellstoffproduktion wirkt sich sukzessive auch auf die Preise der Resthölzer aus, weshalb in der Gemengelage ein negatives Ergebnis 2024 zu erwarten ist.

Für 2025 erwartet GELO eine Belebung der Bautätigkeit, und somit weiter steigende Schnittholzpreise, bei in etwa gleichbleibenden Rohstoffpreisen und weiteren technischen und organisatorischen Fortschritten ein leicht positives Ergebnis.

2.2 Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Um in Zukunft als GELO Timber unabhängiger vom Absatz an die Muttergesellschaften zu sein, wurde im Frühjahr 2022 damit begonnen, eine Weiterverarbeitungsstufe am Standort in Wunsiedel zu diskutieren, um selbst mehr in die Veredelung einzusteigen.

3. Sonderbericht zur Coronavirus-Pandemie und dem Ukraine Krieg

Die Coronavirus-Pandemie zeigt sich nur noch vereinzelt, aus der Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit ist das Thema mehr oder minder verschwunden. Auch GELO Timber ist bislang von negativen Einflüssen der Pandemie verschont geblieben.

Die im Blick auf Corona immer wieder aktualisierte Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze hat die strukturellen Vorteile der GELO Timber Arbeitsplätze aufgezeigt. So sind die Entfernungen der Kollegen zueinander sehr weit, bzw. handelt es sich sowieso um Einzelarbeitsplätze, bspw. am Kran, in den Bedienkabinen der Produktionslinien oder auch als Gabelstaplerfahrer.

Im Blick auf die Lieferketten erwartet GELO Timber keine Auswirkungen, da die Rohstoffversorgung im Wesentlichen regional dargestellt werden kann.

Angebote wie die betriebsintern umgesetzten Impfkampagnen zeigen aber die Bereitschaft der Belegschaft, sich auch Situationen wie dieser zu stellen und anzupassen.

GELO Timber profitierte hier in der Vergangenheit erneut von der Nähe zu GELO Weißenstadt und den kurzen Abstimmungsprozessen auf Abteilungsleiter-Ebene.

Schlimmer als die Coronavirus-Pandemie sieht GELO Timber aktuell die möglichen Verwerfungen durch den Angriff Russlands auf die Ukraine. Wie die tatsächlichen Auswirkungen dieses Krieges langfristig sein werden, lässt sich nicht seriös einschätzen.

Aktuell können nur die tatsächlichen Wahrnehmungen notiert werden, und die sind auf Seiten der Energiepreise und Lieferzeiten bei Investitionsgütern, sowie der allgemeinen Inflationsrate zumindest wieder rückläufig. Auch die Realeinkommen sind gestiegen, und die Kaufkraft sollte zurückkehren. Einzig beim Zinsniveau zögern die Notenbanken noch, hätten damit aber auch einen direkten Einfluss auf die Bau- und Investitionstätigkeit.

Im Großen und Ganzen scheint es derzeit so zu sein, dass die GELO Timber auch diese Krise meistern kann. Dennoch bleibt es abzuwarten, inwieweit weitere Sanktionspakete und weltpolitische Entscheidungen die Situation eskalieren oder deeskalieren lassen, was im Sinne unserer ganzen Menschheit wünschenswert wäre.

4. Zusammenfassung

GELO Timber profitierte 2022 von dem schnellen Hochlauf des neuen Werkes in die gute gesamtwirtschaftliche Lage hinein, von den strategisch richtigen Entscheidungen bei der Rohstofflieferantenauswahl und einem gut strukturierten und motivierten Mitarbeiter-Team, so dass die in 2021 und 2022 günstigen Rahmenbedingungen vollumfänglich genutzt werden konnten.

Die Umbaumaßnahmen in Bezug auf den KI-gestützten Qualitätsscanner konnten 2023 leistungstechnisch sehr rasch kompensiert werden. Die weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen stimmen vorsichtig optimistisch, dennoch gilt es mit großer Vorsicht zu wirtschaften, und sehr flexibel auf die volatile Entwicklung einzugehen.

Für die aktuellen Herausforderungen sieht sich GELO Timber gut und rechtzeitig aufgestellt und arbeitet mit aller Kraft, um mit möglichst wenig Turbulenzen durch diese Phase zu kommen. Nach einem schwachen Jahr 2023 werden in 2024 vor allem die internen Hebel genutzt, um die konjunkturelle Schwächephase bestmöglich durchzustehen, um dann 2025 wieder ein positives Betriebsergebnis anzustreben.

5. Bescheinigung des gesetzlichen Vertreters

Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft versichert hiermit nach bestem Wissen und Gewissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne des § 289 Abs. 1 Satz 4 beschrieben sind.

 

Weißenstadt, 17.05.2024

gez. Wolf-Christian Küspert, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.711,00 297.992,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.834.150,50 15.568.294,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.902.949,00 19.686.398,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 559.007,00 707.611,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.924,08 259.390,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.103.514,23 897.846,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 948.080,87 1.288.714,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.116.071,18 1.065.960,06
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 83.281,73 163.344,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 342.249,27 246.272,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 68.781,89 1.738.591,43
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 123.186,52 95.601,85
SUMME Aktiva 37.439.907,27 42.016.016,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.403.616,98 5.403.616,98
III. Bilanzgewinn 0,00 2.167.463,36
IV. Bilanzverlust -1.841.249,00 0,00
V. buchmäßiges Eigenkapital 4.562.367,98 8.571.080,34
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 3.710.542,19 4.307.518,01
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 56.660,40
2. Sonstige Rückstellungen 242.252,53 756.158,11
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.870.726,30 24.129.607,52
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.221.504,81 2.659.934,10
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.119.404,91 45.853,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.786.177,11 1.112.479,52
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 504,63 461,51
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 926.426,81 376.263,54
SUMME Passiva 37.439.907,27 42.016.016,35

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 10.419.423,13 16.323.574,29
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.063.437,20 -1.729.110,96
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -523.847,42 -470.123,18
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes -3.966.997,63 -3.916.089,20
b. Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -5.500,00 -76.851,06
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.659.420,98 -6.961.654,65
5. Zwischensumme -2.799.780,10 3.169.745,24
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 358,98 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -788.066,53 -473.955,46
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -521.805,27 -98.275,63
9. Ergebnis nach Steuern -4.109.292,92 2.597.514,15
10. Sonstige Steuern 100.580,56 75.976,88
11. Jahresüberschuss /-fehlbetrag -4.008.712,36 2.673.491,03
12. Gewinn- /Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.167.463,36 0,00
13. Vortrag auf neue Rechnung 0,00 -506.027,67
14. Bilanzverlust -1.841.249,00 2.167.463,36

Anhang

Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der GELO TIMBER GmbH, Weißenstadt wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: GELO TIMBER GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Weißenstadt
Registereintrag: 31.08.2015
Registergericht: Hof
Register-Nr.: 5475

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und gemäß der steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde für erhaltene Zuschüsse gebildet und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter ratierlich aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
EUR
Forderungen 83.281,73
Verbindlichkeiten 1.119.404,91

Die Angaben beinhalten nicht diejenigen Beträge, die den Geschäftsführern zuzurechnen sind.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag i.H.v. 2.167.463,36 einbezogen.

Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:

Personalkosten

Aufbewahrung

Ausstehende Rechnungen

Abschluss- und Prüfungskosten

Gewährleistung

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag zum 31.12.2022
EUR
RLZ < 1 Jahr
EUR
RLZ 1 - 5 Jahre
EUR
RLZ > 5 Jahre (Gesamtbetrag)
EUR
durch Pfandrechte gesichert (Gesamtbetrag)
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.870.726,30 4.827.329,56 12.647.266,98 4.396.129,76 21.870.726,30
(Vorjahr) (24.129.607,52) (3.593.521,00) (13.937.717,12) (6.598.369,40) (24.129.607,52)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.221.504,81 3.221.504,81 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.659.934,10) (2.659.934,10) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Bet.verh. besteht 1.119.404,91 1.119.404,91 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (45.853,30) (45.853,30) (0,00) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.786.177,11 1.786.177,11 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.112.479,52) (1.112.479,52) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamt 27.997.813,13 10.954.416,39 12.647.266,98 4.396.129,76 21.870.726,30
(Gesamt Vorjahr) (27.947.874,44) (7.411.787,92) (13.937.717,12) (6.598.369,40) (24.129.607,52)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Geschäftsjahr waren Leasing- und Mietaufwendungen in Höhe von 392 T€ zu verzeichnen. Die Leasing- und Mietverbindlichkeit zum 31.12.2023 beträgt 936 T€.

Geschäftsführung

Die Geschäfte wurden im Berichtsjahr geführt von:

Wolf-Christian Küspert

Vergütungen an Geschäftsführer

Unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 ist die Nachfrage nach Schnittholz aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere im Bausektor extrem eingebrochen. In Folge haben die Preise für Schnittholz stark nachgegeben. Gleichzeitig erhöhten sich die Preise für Rundholz, so dass im Jahr 2024 ein deutlicher Verlust erwirtschaftet wird.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32
Angestellte 16
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 48

Unterschrift gem. § 245 HGB

 

Weißenstadt, den 17.05.2024

gez. Wolf-Christian Küspert, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
A. Anlagevermögen 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 517.604,35 2.587,80 520.192,15
Summe Immat. Vermögensgegenstände 517.604,35 2.587,80 520.192,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.366.276,00 -469.162,14 11.460,00 191.794,43 16.077.448,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.716.495,99 307.947,68 264.885,30 1.232.188,79 26.991.747,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 839.410,76 36.384,07 875.794,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 259.390,31 1.299.516,99 -1.423.983,22 134.924,08
kumulierte Abschreibung Buchwerte
A. Anlagevermögen 01.01.2023 Zugänge
Abgänge
31.12.2023
31.12.2022
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 219.612,35 76.868,80 296.481,15 297.992,00 223.711,00
219.612,35 76.868,80 296.481,15 297.992,00 223.711,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 797.981,50 449.610,29 4.294,00 1.243.297,79 15.568.294,50 14.834.150,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.030.097,99 3.255.530,47 196.830,30 9.088.798,16 19.686.398,00 17.902.949,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.799,76 184.988,07 316.787,83 707.611,00 559.007,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 259.390,31 134.924,08
Summe Sachanlagen 36.221.693,81 33.431.030,58
Summe Anlagevermögen 36.519.685,81 33.654.741,58

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 01.12.2024.

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

An die GELO Timber GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GELO Timber GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GELO Timber GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Brandenburg an der Havel, 2. Dezember 2024

Hergaden Wirtschaftprüfungs GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Detlef Hergaden, Wirtschaftsprüfer

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