Stephan Fischer Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Fischer seit 17.7.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FISCHER GmbHAchernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LageberichtA. Grundlage 1. Geschäftsmodell Die FISCHER GmbH zählt zu den führenden Unternehmen in Europa, welche kundenspezifische Kunststoffsekundärrohstoffe (Herstellung und Vertrieb von Styropor-Mahlgütern und Regranulaten) für die Industrie herstellen. Bedingt durch die hervorragende Qualität und Angebotspalette der Produkte wird sich der Absatz in den kommenden Jahren weiter ausbauen. 2. Ziele und Strategien Ausweitung der marktführenden Stellung in Deutschland auf Europa: Vor allem die südeuropäischen Märkte sowie Frankreich und Großbritannien sind derzeit aktiv in Bearbeitung. Fokussierung auf die Kernkompetenzen: Die FISCHER GmbH investiert ausschließlich in die strategischen Kernmärkte "Kunststoff-Recycling". In diesem Nischenmarkt besteht eine sehr gute Expertise und hervorragende Marktstellung (FISCHER ist der mengenmäßig größte Einkäufer/Recycler von Styropor in Deutschland). Hier gibt es diverse weitere Wachstumspotenziale durch Marktausbau der bestehenden Produkte und durch gezielte Diversifikation in andere Kunststoff-Recycling Nischen. 3. Steuerungssystem Die FISCHER GmbH verfügt über adäquate Steuerungs- bzw. Frühwarnsysteme. 4. Forschung und Entwicklung Im Rahmen der Weiterentwicklung der Produkte und Produktionstechniken wird permanent in Forschung und Entwicklung investiert. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Nachdem die deutsche Marktwirtschaft 2015 noch von extremem Rohstoffpreisverfall und der europäischen Schuldenkrise geprägt war, ist sie im Jahr 2016 trotz eines weiterhin unruhigen außenwirtschaftlichen Umfelds gewachsen. Die Steigerung um 1,9 % des Bruttoinlandsprodukts lässt sich u. a. auf eine starke Binnennachfrage zurückführen. Staatliche und private Konsumausgaben stiegen ebenso wie die Bauinvestitionen an, sodass in der Industrie solide Produktions- und Umsatzzahlen zu verzeichnen sind. Die Rohstoffpreise haben sich nach dem Tiefpunkt 2015 ebenfalls erholt und stiegen wieder an, sind aber gerade im Bereich Erdöl weit von den Werten aus 2014 entfernt. Auch in der Kunststoffindustrie weist die Produktion eine Steigerung von 18,4 auf 19,2 Mio. Tonnen auf, wodurch die nachhaltige Verwertung des Werkstoffes zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies belegen die wachsenden Kennzahlen der kunststoffverarbeitenden Industrie als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Deutschlands. 2016 verzeichnete die Branche laut dem Geschäftsbericht des Plastics Europe Deutschland e.V. einen Jahresumsatz von rund 61 Mrd. € und 317.000 Beschäftigte in über 2.900 Betrieben. Auch die Menge der verarbeiteten Kunststoffe bewegte sich im Jahr 2016 mit 14,1 Mio. Tonnen über dem Niveau des Vorjahres. Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Die mengenmäßig dominierenden Anwendungsbereiche von Kunststoff in Deutschland sind mit 23 % das Baugewerbe und mit 35 % die Herstellung von Verpackungen. Insbesondere letztere werden von der FISCHER Gruppe recycelt. Kunststoffe werden aber auch in vielen anderen Produkten, z. B. Autos, Elektro- und Haushaltswaren, Möbeln oder in der Landwirtschaft sowie in der Medizin verarbeitet. Damit sind sie praktisch unverzichtbar für alle Industriesektoren. Die Verpackungsindustrie als wichtigstes Einsatzgebiet von Kunststoffen befindet sich analog zur Entwicklung der gesamten Branche kunststoffverarbeitender Unternehmen auf Wachstumskurs. Nach aktuellen Zahlen des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitender Industrie e.V. (GKV) stieg der Umsatz mit Kunststoffverpackungen um rund 4,4 Prozent auf 14,2 Mrd. €. Dieser positive Trend soll sich auch in der Zukunft fortsetzen, denn insbesondere auf politischer Ebene wurden mit der Verabschiedung des neuen Verpackungsgesetzes die Weichen dafür gestellt, dass mehr Verpackungen recycelt werden. Ein zentrales Ziel des Gesetzes ist es, die Recyclingquote von Kunststoffverpackungen bis 2022 von bisher 36 % auf 63 % zu erhöhen. Ein noch größerer Umsatzzuwachs der kunststoffverarbeitenden Industrie wurde von der GKV im Bereich Bau festgestellt. Mit 19,1 Mrd. € liegt der Bereich 4,7 % über den Umsatzzahlen des Vorjahres. Kunststoffe werden im Baugewerbe überwiegend als Dämmstoff genutzt. Speziell das EPS-Regranulat der FISCHER GmbH kommt bei der Herstellung von Dämmplatten zum Einsatz. Der Industrieverband Hartschaum e.V. (IVH) beziffert den Marktanteil von expandiertem Polystyrol (EPS/Styropor) am Dämmstoffmarkt beispielsweise auf 32 %, speziell für Außenwände sogar auf 80 %. In Verbindung mit den restlichen Anwendungsgebieten fallen so jährlich rund 120.000 Tonnen EPS-Abfälle an, die es zu verwerten gilt. 2. Geschäftsverlauf Durch eine weitere Erhöhung der Produktion- und Vermarktungsmenge von 12.370 Tonnen auf 13.387 Tonnen (+8 %) konnte die Gesamtleistung konnte zum Vorjahr um 5,6 % auf 24,7 Mio. € gesteigert werden. Dies obwohl der Styrolpreis - als maßgebender Primärrohstoffpreis - auf einen Jahresdurchschnittspreis von 1.059 €/T noch mal um rund 100 € gefallen ist. Aufgrund diverser Optimierungsmaßnahmen kann trotz des weiteren Preisverfalls nach einem Verlust in 2016 von T€ 11 ein Ergebnis nach Steuern von T€ 290 ausgewiesen werden. Strukturell haben wir die kostenintensive Reorganisation der Gesellschaft, um dem signifikanten Umsatzwachstum der letzten Jahre gerecht zu werden, stringent fortgesetzt. 3. Produkte Im aktuellen Wettbewerb ist die FISCHER GmbH der führende Lieferant von Kunststoffsekundärrohstoffen für die entsprechende Industrie. Die Produkte werden überwiegend nach Kundenspezifikationen hergestellt. 4. Beschaffung Die Entwicklung der Materialkosten pro Tonne verlief nochmals rückläufig, da der eingeführte strategische Einkauf greift. Grundsätzlich gilt es zu konstatieren, dass der Beschaffungsmarkt den üblichen Marktvolatilitäten ausgesetzt ist. 5. Investitionen Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlage lag im Geschäftsjahr bei 649 TEUR. Dazu zählen neben der Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 235), geleistete Anzahlungen (TEUR 23) und den Investitionen in Maschinen und Betriebsvorrichtungen (TEUR 253) auch Investitionen in zukunftsorientiere Produktionsverfahren (TEUR 252). Das Investitionsvolumen in Finanzanlagen lag im Geschäftsjahr bei 1.013 TEUR. 6. Finanzierungsmaßnahmen Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gut. Ausreichende Ressourcen sind vorhanden. 7. Personal- und Sozialbereich Im Rahmen der strukturellen Anpassungen und der Zentralisierung von Holdingfunktionen in der FISCHER GmbH sowie aufgrund der deutlichen Produktions- und Absatzzuwächse, wurden hierfür entsprechende Neueinstellungen vorgenommen. 8. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr sind nicht zu verzeichnen. C. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Die Vermögenslage ist geordnet. Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % auf TEUR 15.053 verringert. Aktiva Im Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen erhöht. Anschaffungen in Höhe von TEUR 1.662 standen Abschreibungen von TEUR 675 und Abgänge in den Sach- und Finanzanlagen von TEUR 38 gegenüber. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren hat sich um TEUR 504 auf TEUR 1.783 verringert. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände zum Ende des Wirtschaftsjahres haben sich von TEUR 8.624 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 7.723 verringert. Passiva Zusammen mit dem Gewinnvortrag, den Nachrangmitteln der KfW sowie dem Gesellschafterdarlehen und der Einlage der typisch stillen Gesellschafterin weist die Gesellschaft zum 31.12.2017 ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.531 aus. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 23,5 %. Die Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht gebildet. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 613 verringert. 2. Finanzlage Das Sachanlagevermögen ist zum Ende des Geschäftsjahres 2017 zu 78,4 % durch Eigenkapital finanziert. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die finanzielle Ausstattung kann als sehr gut bezeichnet werden; ausreichende freie Kreditlinien stehen zur Verfügung. 3. Ertragslage Die Gesamtleistung konnte um 1.130 Mio. € (5,3 %) gesteigert werden. Im Berichtsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 290 (Vorjahr von TEUR -11) ausgewiesen. Nach wie vor sind die Sekundärkunststoffrohstoffpreise - insbesondere Styropor - negativ geprägt beim extremen Preisverfall der letzten drei Jahre von Erdöl. Durch diverse strukturelle Optimierungsmaßnahmen konnte der Turnaround geschafft und ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich der Material- und Leistungsaufwand um 2,24 % verbessert. Aufgrund des Produktions- und Absatzausbaus erhöhten sich die Personalkosten von 21,6 % auf 22,5 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 25,5 % auf 26,3 % erhöht. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Produktion in Tonnen bzw. Kubikmeter und die Umsatzrendite (auf Basis EBITDA) heran. D. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht: Die FISCHER GmbH wird aufgrund der hervorragenden Marktstellung und des bestehenden organischen Wachstums in der Entsorgungsbranche auch in den kommenden Jahren Umsatzzuwächse bei positiven Ergebnissen verzeichnen können. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen nach zu kommen. Chancen- und Risikobericht: Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der hohen Volatilität der Kunststoffpreise sowohl am Rohstoff- als auch am Endproduktmarkt und in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. Die langfristige Ausrichtung des Unternehmens erfolgt auf Basis einer auf mehrere Jahre angelegten Unternehmensstrategie. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Achern, im Juni 2018 gez. Stephan Fischer, Geschäftsführer gez. Jürgen Sohn, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN Die FISCHER GmbH hat ihren Sitz in Achern und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 220904 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der FISCHER GmbH (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" genannt) wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit wurde ausgegangen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB (§§ 266, 275) gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden teilweise Vermerke, die aufgrund von Wahlrechten in den Anhang aufgenommen werden können, im Anhang aufgeführt. B. ANGABEN UND ERLäUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss enthält alle ansatzfähigen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Saldierungsverbot gem. § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Angaben nach § 268 Abs. 2 HGB sind in dem Anlagenspiegel ausgewiesen. Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen werden nur aufgelöst, soweit der Grund für die Rückstellung entfallen ist. 2. Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte gemäß dem Grundsatz der Vorsicht und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen des § 252 Abs. 1 HGB wurde Rechnung getragen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Möglichkeit des Übergangs von der degressiven auf die lineare Abschreibung wurde in Anspruch genommen. Die Nutzungsdauer der abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde auf der Basis der betrieblichen Nutzungsdauern geschätzt. Die Zugänge der Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 150,00 werden entsprechend der steuerlichen Vereinfachungsregelung des § 6 Abs. 2 EStG hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter in voller Höhe abgeschrieben. Die Darstellung im Anlagespiegel erfolgte unter der Fiktion, dass im Jahr des Zugangs sofort wieder der Abgang erfolgte. Die Zugänge der Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis von EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden als Sammelposten ausgewiesen und über eine Laufzeit von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern der Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser Wert ausgewiesen. Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 15 gebildet. Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Die Höhe der Rückstellungen entspricht der zu erwartenden Inanspruchnahme. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. II. Angaben zu den Bilanzposten 1. Anlagevermögen Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. Planmäßige Verteilung des Geschäfts- und Firmenwertes Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung auf 15 Jahre entspricht der anzunehmenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. 3. Beteiligungen, verbundene Unternehmen Die Gesellschaft hat im Jahr 2017 nachträgliche Anschaffungskosten auf eine Beteiligung an der Firma Romplast PE-Regenerat GmbH, Maintal im Wert von 200.000,00 Euro aktiviert. 4. Sonstige Ausleihungen Darlehensforderungen im Wert von 775.252,92 Euro wurden zum Bilanzstichtag als Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Darlehen gegenüber den im Geschäftsjahr bestellten Geschäftsführern in Höhe von 60.558,16 sowie an Dritte gewährte Darlehen von 714.694,76 Euro. Diese Darlehen wurden bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. 5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Diese Bilanzposition beinhaltet Forderungen aus Cash-Pooling gegenüber den Tochtergesellschaft Romplast PE-Regenerat GmbH, recyplast GmbH, FISCHER Rohstoffe GmbH, KD Recyplast S.L. und EPS20 FISCHER, LDA in Höhe von EUR 4.771.050,90. Des Weiteren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen FISCHER Kunststoffe & Sekundärrohstoffe GmbH, Romplast PE-Regenerat GmbH, recyplast GmbH, FISCHER Rohstoffe GmbH, FISCHER Einkaufsgesellschaft GmbH und EPS20 FISCHER, LDA in Höhe von EUR 682.187,85. Gegenüber der Schwestergesellschaft FISCHER Kunststoffe & Sekundärrohstoffe GmbH bestehen Forderungen in Höhe von EUR 215.766,82. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 202.196,80 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 13.570,02. Gegenüber der Muttergesellschaft Stephan FISCHER Holding GmbH & Co. KG bestehen Forderungen in Höhe von EUR 943.600,31. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus einem Verrechnungskonto in Höhe von EUR 845.225,13, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 27.224,64 und Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von EUR 71.150,54. 6. Sonstige Vermögensgegenstände Es sind in dieser Position die folgenden wesentlichen Beträge enthalten:
7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In dieser Position sind Vorauszahlungen, die das folgende Geschäftsjahr betreffen, ausgewiesen. 8. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert und setzen sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt zusammen:
9. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.500.000. Das Stammkapital ist voll geleistet. 10. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 2.000,00. 11. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses 2017 (27 TEUR), für Personalkosten (60 TEUR), für Zinsaufwendungen und Gewinnanteil stiller Gesellschafter 2017 (26 TEUR), für Grundsteuer (1 TEUR), für Versicherungsbeiträge (3 TEUR), für Kundenboni (11 TEUR), für Rechtsberatungskosten (5 TEUR) sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen (3 TEUR). Es wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. 12. Verbindlichkeiten Bezüglich der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel. Es bestehen folgende Sicherheiten im Sinne des § 285 Ziffer 1 b HGB: 1. Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gegen die Drittschuldner mit den Anfangsbuchstaben A - Z. 2. Sicherungsübereignung des Warenlagers / der Vorräte. 3. Sicherungsübereignung des Inventars. 13. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Diese Bilanzposition beinhaltet Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der Tochtergesellschaft FISCHER Einkaufsgesellschaft GmbH und FINOTEC GmbH in Höhe von EUR 54.158,53. Des Weiteren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen KD Recyplast S.L. und FINOTEC GmbH in Höhe von EUR 15.721,67. 14. Sonstige Verbindlichkeiten Verschiedene Darlehen in Höhe von EUR 372.843,24 wurden im Vorjahr (mit TEUR 417) unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem nachfolgend erläuterte Verbindlichkeiten enthalten: Beteiligung einer typisch stillen Gesellschafterin Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart hat sich im Jahr 2016 mit einer Einlage von EUR 1.000.000,00 als typisch stille Gesellschafterin an der Gesellschaft beteiligt. Bezüglich dieser Einlage besteht eine Nachrangabrede, so dass die typisch stille Gesellschafterin im Falle des Insolvenzfalles der Gesellschaft mit ihren Ansprüchen erst nach allen nicht nachrangigen Gläubigern zu befriedigen ist. Verbindlichkeiten aus Steuern Im Geschäftsjahr sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr TEUR 109) enthalten. 15. Derivate Zum Bilanzstichtag bestanden keine Zinsderivate, aus denen Risiken hervorgehen könnten. 16. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Wir rechnen nicht mit der Inanspruchnahme aus der Verpflichtung. III. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten stellt sich wie folgt dar:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus verrechneten Sachbezügen (120 TEUR), aus Versicherungsentschädigungen (19 TEUR), aus Anlagenverkäufen (1 TEUR) und aus einem Forderungsverzicht gegen Besserungsschein (500 TEUR). Hierin sind keine periodenfremden Erträge enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Kosten für Versicherungen, Beiträge und Abgaben (324 TEUR), Raumkosten (850 TEUR), Reparaturen und Instandhaltungen (251 TEUR), Fahrzeugkosten (2.187 TEUR), Werbe- und Reisekosten (299 TEUR), Kosten der Warenabgabe (1.005 TEUR), Beratungskosten (314 TEUR), Miet- und Leasingkosten beweglicher Wirtschaftsgüter (754 TEUR) und aus Entsorgungsaufwendungen (63 TEUR). 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 313 enthalten. 5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um Erträge aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von TEUR 26. C. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestanden finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Leasingverträgen in Höhe von 1.652 TEUR (VJ: 2.355 TEUR). Diese resultieren aus Leasingverträgen für:
Des Weiteren bestehen jährliche finanzielle Mietverpflichtungen für Gebäude in Höhe von 542 TEUR (VJ: 697 TEUR). Hiervon sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 254 TEUR (VJ: 440 TEUR) enthalten. 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter i. S. d. § 267 Abs. 5 HGB betrug:
3. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an: Stephan Fischer, Achern Jürgen Sohn, Friesenheim Marco Geiler, Durbach (bis 7. Juni 2018) Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt; Herr Fischer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr belaufen sich auf 537 TEUR. 5. Forderungen gegenüber Gesellschaftern Zum 31. Dezember 2017 bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Stephan FISCHER Holding GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 943. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus einem Verrechnungskonto in Höhe von TEUR 845, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 27 und Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von TEUR 71. 6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Zum 31. Dezember 2017 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Stephan FISCHER Holding GmbH & Co. KG. Es besteht ein Darlehen in Höhe von 1.000 TEUR der typisch stillen Gesellschafterin MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart. 7. Verbundene Unternehmen An den folgenden Unternehmen werden Anteile gehalten:
8. Nachtragsbericht Die Finanzierungsstruktur wird mit den maßgeblichen Banken neu geregelt. 9. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wurde in den Konzernabschluss der Stephan FISCHER Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Achern einbezogen. Die Stephan FISCHER Holding GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. 10. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird wie folgt verwendet:
Achern, den 29. Juni 2018 gez. Stephan Fischer, Geschäftsführer gez. Jürgen Sohn, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.06.2018 festgestellt. BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FISCHER GmbH, Achern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Kappelrodeck, den 29. Juni 2018 Otto Hägele, Wirtschaftsprüfer |
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