Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Europa-Allee 92-96, 60486 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 9937
Eingetragen
4.11.1968
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand der Tätigkeit ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-lnvestmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung) in offener oder geschlossener Form. Offene Investmentvermögen dürfen nur verwaltet werden, wenn es sich dabei handelt um: (a) Investmentvermögen gemäß der OGAW-Richtlinie (§§ 192-212 KAGB); (b) Gemischte Investmentvermögen (§§ 218-219 KAGB); (c) Sonstige Investmentvermögen (§§ 220-224 KAGB); (d) Dach-Hedgefonds (§§ 225-229 KAGB); (e) Immobilien-Sondervermögen (§§ 230-260 KAGB); (f) Altersvorsorge-Sondervermögen (§ 347 KAGB in Verbindung mit § 87 Investmentgesetz in der bis zum 21. Juli 2013 geltenden Fassung); (g) offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen (im Sinne des § 284 KAGB), die in die in § 284 Abs. 1 und 2 KAGB genannten Vermögensgegenstände investieren. Diese sind im Einzelnen: - Wertpapiere, - Geldmarktinstrumente, - Derivate, - Bankguthaben, - Immobilien, - Beteiligungen an Immobilien-Gesellschaften, - Anteile oder Aktien an inländischen offenen Investmentvermögen sowie an entsprechenden offenen EU- oder ausländischen Investmentvermögen, - Beteiligungen an ÖPP-Projektgesellschaften und Infrastruktur- Projektgesellschaften, wenn der Verkehrswert dieser Beteiligungen ermittelt werden kann, - Edelmetalle, unverbriefte Darlehensforderungen und Unternehmensbeteiligungen, wenn der Verkehrswert dieser Beteiligungen ermittelt werden kann, - Kryptowerte im Sinne von § 1 Absatz 11 Satz 4 des Kreditwesengesetzes zu Anlagezwecken, wenn deren Verkehrswert ermittelt werden kann; oder (h) allgemeine offene inländische Spezial-AIF, einschließlich Hedgefonds (§§ 278-283 KAGB), die investiert sind in: - die in § 284 Abs. 1 und Abs. 2 KAGB sowie in § 3 Nr. 1 (g) dieses Gesellschaftsvertrages genannten Vermögensgegenstände; - Immobilien, einschließlich Wald-, Forst- und Agrarland; - Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien; - für Vermögensgegenstände im Sinne des Spiegelstriches 2 oder 3 genutzte Infrastruktur; - sonstige Infrastruktureinrichtungen (Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung, Wasserversorgung, Sozialeinrichtungen und Kommunikationsanlagen), soweit deren Verkehrswert ermittelt werden kann; - sonstige Vermögensgegenstände nach § 261 Abs. 1 Nr. 2-7 KAGB, die nicht bereits von § 284 Abs. 1 oder Abs. 2 KAGB erfasst sind. (i) EU-lnvestmentvermögen und ausländische AIF, deren zulässige Vermögensgegenstände denen für inländische offene Investmentvermögen nach Buchstaben (a) bis (h) entsprechen; (j) Infrastruktur-Sondervermögen im Sinne der §§ 260a- 260d KAGB; (k) geschlossene inländische Spezial-AIF (§§ 285 ff. KAGB), welche in Vermögensgegenstände gemäß des § 3 Nr. 1 (g), (h) und (l) dieses Gesellschaftsvertrages investiert sind. (l) geschlossene inländische Publikums-AIF (§§ 261 ff. KAGB), oder geschlossene EU- oder ausländische AIF, die investiert sind in: - Sachwerte in Form von: (a) Immobilien, einschließlich Wald-, Forst- und Agrarland; (b) Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien; (c) für Vermögensgegenstände im Sinne von Buchstabe a) oder b) genutzte Infrastruktur; oder (d) sonstigen Infrastruktureinrichtungen (Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung, Wasserversorgung, Sozialeinrichtungen und Kommunikationsanlagen), soweit deren Verkehrswert ermittelt werden kann; - sonstige Vermögensgegenstande nach § 261 Abs. 1 Nr. 2-7 KAGB. Daneben betreibt die Gesellschaft folgende Nebentätigkeiten: (a) die Verwaltung einzelner nicht in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Absatz 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum sowie die Anlageberatung (individuelle Vermögensverwaltung und Anlageberatung), (b) den Vertrieb von Anteilen oder Aktien an fremden Investmentvermögen; (c) die Beteiligung an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Kapitalverwaltungsgesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschrankt ist; (d) der Abschluss von Altersvorsorgeverträgen gemäß § 1 Abs. 1 des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzess owie von Verträgen zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b des Einkommensteuergesetzes und (e) die Abgabe einer Zusage gegenüber dem Anleger, dass bei Rücknahme von Anteilen mindestens ein bestimmter oder bestimmbarer Betrag an den Anleger gezahlt wird (Mindestzahlungszusage).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tanja Krönke
seit 25.3.2026
Prokura
Alexandra Dr. Engel
seit 20.3.2026
Geschäftsführer
Kristina Roider
seit 12.3.2026
Prokura
Stefan Prechtl
seit 12.3.2026
Prokura
Prokura
Markus Bannwart
seit 9.7.2025
Geschäftsführer
Johanna Hahnewald
seit 26.2.2025
Prokura
Timm Anton Grün
seit 26.2.2025
Prokura
Kurt Heinrich Jovy
seit 7.2.2025
Geschäftsführer
André Dr. Jäger
seit 13.6.2024
Geschäftsführer
Corinna Jäger
seit 13.6.2024
Geschäftsführer
Alexander Dr. Ruhl
seit 13.3.2023
Prokura
Matthias Dr. Stanzel
seit 16.5.2022
Prokura
Alexandre Walter
seit 16.5.2022
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
Jürgen Lemmen
seit 16.10.2015
Prokura
Titus Noltenius
seit 18.9.2014
Prokura
Prokura
Hans-Ulrich Stuke
seit 12.2.2013
Prokura
Robert Müller
seit 15.1.2013
Prokura
Prokura
Daniela Gäbel
seit 16.11.2011
Prokura
Hendrick Simmering
seit 16.11.2011
Prokura
Prokura
Birgit Reinhard
seit 16.11.2011
Prokura
Daniel Flück
seit 16.11.2011
Prokura
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Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für den Zeitraum vom 1.Oktober 2022 bis 30.September 2023

1. Grundlagen

Die Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, hält die Mehrheit der Anteile an der Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Dies sind zum Stichtag 89,9% der Geschäftsanteile der Gesellschaft. Zwischen der Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH und der Universal-Investment-Gesellschaft mbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Universal-Investment, Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 9937, verwaltet aktuell über 310 Mrd. Euro Investmentvermögen (Stand September 2023), in über 900 Spezial- und Publikumsinvestmentvermögen im Wertpapier- und Immobilienbereich. Die Geschäftsstrategie ist auf drei gleichberechtigte Produktlinien fokussiert: erstens Securities, alternative Investments einschließlich Immobilienfonds als zweite Produktlinie und das Portfoliomanagement als dritter Schwerpunkt. Universal-Investment bietet als große unabhängige Kapitalverwaltungsgesellschaft institutionellen Anlegern, Vermögensverwaltern und Asset Managern ganzheitliche Investmentlösungen an - von der Strukturierung über die Administration bis hin zum Risikomanagement über alle Asset-Klassen, Investmentvehikel und Standorte in Deutschland und Luxemburg hinweg. Kunden können so ihre Investments auf einer zentralen Plattform bündeln, um ihre Kapitalanlagen effizient und transparent zu steuern.

Administrative Dienstleistungen werden auch anderen Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen angeboten. Im Bereich Risk Management werden für institutionelle Anleger, Vermögensverwalter und Asset Manager Dienstleistungen zur Messung und Steuerung von Risiken im Portfolio übernommen. Dabei zählen neben dem Controlling und Reporting von Risiken, Wertsicherungsmandate, Risiko-Overlays und individuell zugeschnittene, regelbasierte Anlagekonzepte zum Leistungsspektrum. Die deutsche Niederlassung der Universal-Investment-Luxembourg S.A. ist für das Portfolio Management der Universal-Investment-Gesellschaft mbH verantwortlich.

Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Niederlassung Polen (SPÓŁKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA) ODDZIAŁ W POLSCE unter der Nummer 0000746162 in das Handelsregister von Krakau, Polen, eingetragen, ist die polnische Niederlassung der Universal-Investment. Am Standort Krakau nutzen wir Vorteile eines großen, etablierten Dienstleistungssektors und die unseres Erachtens vorhandene Verfügbarkeit von gut ausgebildeten und erfahrenen Fachkräften im Fondsgeschäft und wollen dem zunehmenden Fachkräftemangel in Frankfurt am Main entgegenwirken. In der polnischen Niederlassung sind nahezu alle Fachbereiche durch Mitarbeiter vertreten und erbringen Dienstleistungen für die Universal-Investment, Frankfurt am Main. Die Aufbau- und Ablauforganisation ist dabei an die Prozesse der deutschen Gesellschaft angelehnt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 stabilisierten sich die konjunkturellen und markttechnischen Volatilitäten nach Vorjahr. Die geldpolitischen Entscheidungen der großen Zentralbanken FED und EZB hatten einen starken Einfluss auf die Kapitalmärkte. Die Finanzmärkte zeigten sich ebenfalls uneinheitlich, mit sehr positiven Aktienperformances und recht schwachen Anleihen-Ergebnissen.

Im vierten Quartal 2022 führten die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine einerseits zu weiter ansteigenden Inflationszahlen und weckten andererseits insbesondere in Europa Rezessionsbefürchtungen durch mangelnde Gasvorräte. Die FED und die EZB setzten ihre immer restriktivere Geldpolitik fort und dadurch kamen im Oktober die Finanzmärkte stark unter Druck, mit Aktienmarkteinbrüchen, Renditeanstiegen und Spread-Ausweitungen. Im Laufe des Quartals stabilisierten sich die Inflationszahlen auf einem hohen Niveau und viele Finanzmarktteilnehmer sahen in der überraschenden Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen im Dezember in China das Potenzial für ein besseres globales Wachstum.

Der Januar startete sehr positiv, da das überraschend warme Winterwetter die europäische Gaskrise abschwächte, die Konjunktur-Prognosen für China weiter angehoben wurden und in den USA erstmals über ein "Soft Landing" mit fallender Inflation, starken Arbeitsmärkten und weniger Zinserhöhungen spekuliert wurde. Die Zinsanhebungen der EZB und der FED führten zu korrekturen an den Aktienmärkten sowie zu weiteren Renditeanstiegen bei Anleihen.

Im dritten Quartal 2023 drehte das Konjunkturbild zu einer globalen Entkopplung, mit relativ starkem US-Wachstum, stagnierendem europäischen und sinkendem chinesischem Wachstum. Die bisher immer eingepreisten und bald erwarteten Zinssenkungen wurden korrigiert - und damit stiegen auch die Renditen bei 10- und 30-jährigen Anleihen an und erreichten neue Höchststände. Die Zinsvorgaben der großen Zentralbanken führte im September auch an den Aktienmärkten zu deutlichen Kursrückgängen.

Die Aktienmärkte in Euroland und den USA zeigten im Berichtszeitraum eine sehr positive Wertentwicklung. Der Dax bewegte sich von einem Stand von ca. 12.114,36 Punkten zum Ultimo September 2022 in einer volatilen, aber doch stetigen Aufwärtsbewegung auf einen Höchststand von ca. 16.528,97 Punkte im Juli 2023 und korrigierte dann auf das Endniveau von ca. 15.386,58 am 29.09.2023, was einer Performance von ca. + 27,01% entspricht. Der S&P 500 erzielte im gleichen Zeitraum eine volatile Gesamtperformance von ca. +21,59% (in USD). Emerging-Market-Aktienindizes bewegten sich als Gruppe in einer schwankenden Aufwärtsbewegung zu einer positiven Performance von ca. +12,06% gemessen in USD.

Die Staatsanleihe-Renditen in den entwickelten Ländern schwankten in der Berichtsperiode sehr stark, bewegten sich per Saldo aber durch Inflationsbefürchtungen und die stetig ansteigenden Zinsanhebungserwartungen einheitlich recht stark nach oben. So liefen deutsche 10-Jahresrenditen von ca. 2,108 % am 30. September 2022 zuerst auf einen Tiefstand von ca. 1,740 % im Dezember 2022, um dann in einer Sägezahnbewegung auf den Endstand von ca. 2,839% am 29. September 2023 anzusteigen. US 10-Jahresrenditen bewegten sich von anfänglich ca. 3,8286 % am 30. September 2022 stark schwankend seitwärts bis Juli 2023, um dann im August und September auf den Stand von ca. 4,5711% zum Ultimo September 2023 anzusteigen. Der EUR stieg in diesem Zeitraum gegenüber dem USD recht stetig von einem Anfangsstand von ca. 0,9802 auf einen Höchststand von ca. 1,1276 im Juli 2023 und korrigierte dann wieder auf den Endstand von ca. 1,0573 zum 29.09.2023.

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

INVESTMENTVERMÖGENGESCHÄFT DEUTSCHLAND

Die deutsche Fondsindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 mit Nettomittelzuflüssen von 38 Mrd. EUR eine grundsätzlich positive Entwicklung. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sanken die Nettomittelzuflüsse zwar um rund 14 Mrd. EUR und lagen deutlich unter dem des entsprechenden Zeitraums im Rekordjahr 2021. Insgesamt verwaltet die Branche per Ultimo Juni 2023 ein Gesamtvermögen von 4 Bill. EUR, dies entspricht einem leichten Zuwachs auf Jahressicht von 3,7 Prozent. Schwächend ausgewirkt haben dürften sich neben den anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die auch dadurch verstärkte Inflation sowie die steigenden Zinsen, die Direktanlagen in Rentenanlagen für institutionelle Investoren wieder attraktiver machen. Alle Fondsarten erhielten wie im Vorjahreszeitraum Zuflüsse. Mit 22,9 Mrd. EUR erhielten Wertpapier-Spezialfonds wieder die höchsten Zuflüsse. Immobilien-Publikumsfonds wie -Spezialfonds konnten aggregiert 5,3 Mrd. EUR neue Gelder auf sich ziehen. Bei den Wertpapier-Publikumsfonds hielt die durch die volatilen Finanzmärkte ausgelösten Verunsicherungen weiter an. Mit 9,7 Mrd. EUR verdoppelten sich die Nettomittelzuflüsse verglichen mit 5,3 Mrd. EUR im Juni 2022, sind aber noch weit entfernt von den 53 Mrd. EUR Nettomittelzuflüssen im Juni 2021.

In offenen Publikumsfonds verwalteten die im Branchenverband BVI organisierten Kapitalverwaltungsgesellschaften und Vermögensverwalter per Ende Juni 2023 ein Vermögen von 1.334 Mrd. EUR. Der größte Anteil am Publikumsfondsvermögen entfiel mit 595 Mrd. EUR wieder auf Aktienfonds. In Mischfonds waren 338 Mrd.

EUR investiert, in Rentenfonds 194 Mrd. EUR, auf Immobilienfonds entfielen 132 Mrd. EUR und auf Sonstige 75 Mrd. EUR. Die höchsten Nettomittelzuflüsse entfielen im ersten Halbjahr 2023 auf Aktienfonds mit 9,4 Mrd. EUR. Die größten Abflüsse mit 4,3 Mrd. EUR verzeichneten Mischfonds.

Offene Spezialfonds werden von institutionellen Investoren weiterhin nachgefragt. Das in offenen Wertpapier- und Immobilien-Spezialfonds gehaltene Volumen liegt per Ende Juni 2023 bei 2.663 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 111 Mrd. EUR binnen Jahresfrist. Bei den Spezialfonds sind Altersvorsorgeeinrichtungen mit 692 Milliarden Euro die, gemessen am Anlagevolumen, größte Investorengruppe, gefolgt von Versicherungen mit 540 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2023 stammten die meisten Neugelder von privaten Organisationen, gefolgt von Altersvorsorgeeinrichtungen.

Die Auslagerung des Portfolio Managements an spezialisierte Asset Manager nach dem Prinzip der Master-KVG ist unverändert auf einem hohen Niveau. Per Juni 2023 lag der Anteil der sogenannten segmentierten Spezialfonds bei 64 Prozent, diese Kategorie umfasst Spezialfonds, die von Dritten außerhalb des Konzerns gemanagt wurden.

Das Vermögen von offenen Immobilienfonds, sogenannten Sachwertfonds, liegt per Ultimo Juni 2023 bei insgesamt rund 311,1 Mrd. EUR, nach 296,3 Mrd. EUR im Vergleichszeitraum 2022. Offene Immobilienpublikumsfonds verwalten zum Ultimo Juni 2023 135 Mrd. EUR, 3,3 Mrd. EUR mehr als noch vor Jahresfrist. Das Volumen von Offenen Immobilienspezialfonds stieg weiter an auf 175,8 Mrd. EUR per Ende Juni 2023; (Vorjahreszeitraum: 164,2 Mrd. EUR).

Die Kosten- und Ertragssituation der Kapitalverwaltungsgesellschaften dürfte sich trotz der deutlich gestiegenen verwalteten Vermögen weiter uneinheitlich entwickeln. Betrachtet man die Mittelzuflüsse nicht auf Branchenebene, sondern auf Ebene der Fondsgesellschaften zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Die fünf erfolgreichsten Fondsgesellschaften konnten im Zeitraum Januar bis Juni 2023 über alle Fondsarten hinweg rund 213 Prozent der Mittelzuflüsse auf sich vereinigen. Im ersten Halbjahr 2022 verzeichneten rund ein Drittel der in der BVI-Statistik gelisteten Kapitalverwaltungsgesellschaften Abflüsse, im ersten Halbjahr 2023 waren bereits über 45 Prozent. Die Marktkonsolidierung findet also weiterhin über die Konzentration der Mittelzuflüsse statt und beschleunigt sich zudem. Der Effizienzdruck insbesondere auf kleinere und mittlere Fondshäuser ohne Administrationspartner dürfte demnach weiter steigen.

Universal Investment rangiert mit Blick auf die Nettomittelzuflüsse von Januar bis Juni 2023 bei den Wertpapier-Publikumsfonds auf dem 10. Rang mit einem Marktanteil von 3,99 Prozent. Bei den Spezialfonds (Wertpapiere und Immobilien) rangiert das Unternehmen auf dem 2. Rang mit einem Marktanteil von 19,6 Prozent.

c) Geschäftsverlauf der Universal-Investment

Hauptsächlich resultierend aus der Übertragung von Spezialfonds auf unsere Tochtergesellschaft UI BVK Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ("UI BVK KVG"), Frankfurt am Main, reduzierte sich das verwaltete Vermögen der Universal-Investment in diesem Geschäftsjahr um 76,0 Mrd. Euro. Die neue Tochtergesellschaft UI BVK KVG hat die Aufgabe, die Anlagen der BVK als größter Kunde der Universal-Investment-Gesellschaft mbH mit einem Spezialistenteam zu verwalten. Das in Dach- und Zielfonds verwaltete, investmentrechtliche Fondsvermögen beträgt in dieser Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 117,2 Milliarden Euro. Abgesehen von dieser Volumenübertragung innerhalb der Gruppe ist das verwaltete Volumen wieder leicht angestiegen.

Die Volumenentwicklung in Mio. Euro pro Produktlinie veranschaulicht folgende Übersicht:

Sep 23 UID Sep 23 Sep 22 Entwicklung zum Vorjahr
in Mio. Euro
Total AUA 316.070 392.078 -76.008
Total Securities 295.885 372.837 -76.952
Securities - Institutional 263.466 341.822 -78.356
Securities - Fund Initiator 32.419 31.015 1.404
Total Alternatives 20.185 19.241 944
Real Assets 7.581 7.306 275
Real Estate 12.604 11.935 669

Insgesamt betrug das verwaltete Investmentvermögen zum Geschäftsjahresende 316,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 392,1 Mrd. Euro).

Der Produktbereich Securities verantwortet die Administration liquider Wertpapiere vorwiegend in Fondsformaten wie OGAWs oder AlFs nach deutschem Recht sowie das Insourcing der Fondsadministration für andere KVGen. Im Geschäftsfeld Securities sank das betreute Gesamt-Volumen auf 295,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 372,8 Mrd. Euro), auch dies ist ursächlich auf den Volumensübergang auf die Tochtergesellschaft UI BVK KVG zurückzuführen. Die Kundensegmente werden in institutionelle Investoren und Fondsinitiatoren unterschieden. Bei institutionellen Investoren sank das administrierte Vermögen auf 263,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 341,8 Mrd. Euro), auch hier im Zusammenhang mit der Übertragung der Fonds auf die UI BVK KVG stehend. Bei Fondsinitiatoren stieg das administrierte Vermögen auf 32,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 31,0 Mrd. Euro).

Im Bereich Insourcing konnte der Produktbereich Securities das servicierte Volumen trotz des allgemein negativen Marktumfeldes auf 113,7 Mrd. Euro halten (Vorjahr: 83,1 Mrd. Euro). Dank des wettbewerbsfähigen Produktangebots konnte der Bereich vom wachsenden Trend zur Auslagerung dieser Funktion am Asset-Management-Markt weiter profitieren und erneut zwei namhafte Insourcing-Mandate gewinnen, die während des kommenden Geschäftsjahres auf die Plattform genommen werden.

Die positive Entwicklung der Vorjahre im Bereich Alternative Assets (ohne Immobilien) setzte sich auch in 2023 fort. Alternative Investments (AI) sind laut BVI innovative Anlagestrategien und -konzepte, die der besseren Diversifizierung und Optimierung der Rendite-Risikostruktur des Portfolios dienen. Alternative Investments entwickeln sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Kapitalanlage insbesondere bei institutionellen Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen/ -fonds oder Versorgungswerken, aber auch vermögenden Privatpersonen. Was die Anlageklassen und -strategien eint, ist die Tatsache, dass sie bei entsprechender Portfolioallokation zu einer deutlichen Verbesserung der Rendite/Risiko-Relation beitragen können. Das starke Interesse ist auch getrieben durch gewünschte Diversifikation und der Suche nach Abkopplung von den liquiden Märkten. Das Verbriefungsgeschäft hat sich in Deutschland ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres entwickelt. Insgesamt werden bei Universal-Investment Deutschland 7,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,3 Mrd. Euro) in AI verwaltet. Dabei ist das Interesse an deutschen Fondsvehikeln nach § 282 KAGB merklich gestiegen. Auch das Interesse an Alternativen Investments durch Fondsinitiatoren ist gewachsen, hier konnten mehrere neue Plattformen für Fondsinitiatoren aufgelegt werden.

Das Geschäftsfeld Immobilien hat sich im betrachteten Zeitraum gut entwickelt. In dieser Produktlinie werden zum Ende des Geschäftsjahres rund 12,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,9 Mrd. Euro) in Deutschland, Bruttofondsvolumen, verwaltet. Immobilien sind ein fester Bestandteil der Portfolien institutioneller Anleger. Universal-Investment hat insgesamt 30 Immobilieninvestmentvermögen nach deutschem Recht aufgelegt. Neben institutionellen Investoren arbeitet Universal-Investment auch in diesem Geschäftsfeld mit international agierenden Asset Managern zusammen, die ihre Investmentstrategie über eine neutrale Plattform realisieren möchten.

d) Ertragslage

Wie zum 30.09.2022 prognostiziert, konnte die Universal-Investment in fast allen Geschäftsbereichen Geschäftszuwächse verzeichnen. Dies ist am gestiegenen Provisionsüberschuss (Net Operating Income) (+ 8,7 Mio. Euro), als einem der zwei wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sichtbar. Die aktuelle Ukraine-Krise hat den Provisionsüberschuss durch die negativen Markteinflüsse an den Kapitalmärkten leicht belastet. Das Geschäftsjahr ist durch einen gestiegenen Provisions- überschuss (+5%), hohe Ausschüttungen verbundener Unternehmen und gestiegene Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwand, Anderer Verwaltungsaufwand und Abschreibungen) (+7,1%) gekennzeichnet. Zurückzuführen ist der Anstieg des Provisionsüberschusses hauptsächlich auf unseren, den Marktbedingungen gut standhaltenden Produktmix aus reinen Wertpapierfonds, alternativen Assets und Risikomanagementlösungen. Im Juli 2023 wurde die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb auf die Verwaltung von Infrastruktursondervermögen nach §§ 260a-d KAGB erweitert, was künftig zu einer Erweiterung der Produktpalette beitragen wird. Des Weiteren gab es Mittelzuflüsse bei Spezial- und Publikumsinvestmentvermögen in fast allen Asset-Kategorien. Das Insourcing-Geschäft, das Risk Management und die Immobilienfonds haben zur positiven Entwicklung beigetragen. Die aktuell anhaltenden Verwerfungen am Kapitalmarkt aufgrund des Ukraine-Kriegs und globaler Inflation haben in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zu Einbußen beim Wachstum geführt, so dass sich das verwaltete Vermögen insgesamt nur geringfügig erhöht hat.

Um das stetig gewachsene Geschäftsvolumen kontinuierlich mit hoher Qualität bewältigen zu können und gleichzeitig die gestiegenen regulatorischen Vorgaben umzusetzen, ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 998 gestiegen (Vorjahr: 902). Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 hatten wir insgesamt 370 Mitarbeiter in Krakau beschäftigt. Der Personalaufwand ist um 13,0 Mio. Euro auf 99,0 Mio. Euro gestiegen. Dies ist auf den gestiegenen Personalbedarf zur Bewältigung des Neugeschäfts und der gewachsenen regulatorischen Anforderungen zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind um 1,6 Mio. Euro gesunken. Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung unserer Technologien und Prozesse, unter anderem Digitalisierung und Automatisierung, waren in den Vorjahren mit einmaligen Aufwendungen verbunden. Die Geschäftsentwicklung in Luxemburg war auch in 2022/2023 positiv, so dass zum 30.09.2023 eine phasengleiche Ausschüttung von 28,5 Mio. Euro erfolgen konnte.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) ist der zweite wichtige finanzielle Leistungsindikator. Dieser ist um 0,8 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr. Wir hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Der Rückgang ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Aufwendungen der Berichtsperiode im Vergleich zu den realisierten Erträgen stärker gewachsen sind.

Das erzielte Ergebnis nach Ertragsteuern i. H. v. 38,9 Mio. Euro wird i. H. v. 37,5 Mio. Euro über den Ergebnisabführungsvertrag an die Universal-Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH abgeführt. Ein Betrag von 1,4 Mio. Euro steht den Minderheitengesellschaftern zu.

Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die die Entwicklung des finanziellen Leistungsindikators EBT von Universal-Investment:

01.10.2022 - 30.09.2023 01.10.2021 - 30.09.2022
TEUR TEUR
1. Zinsüberschuss -644 -299
2. Provisionsüberschuss 181.750 173.050
3. Sonstige betriebliche Erträge 17.946 10.083
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -129 -8
5. Personalaufwendungen -98.999 -85.966
6. Andere Verwaltungsaufwendungen -80.536 -82.345
7. Abschreibungen -8.662 -7.346
8. Betriebsergebnis 10.726 7.169
9. Ergebnis aus Investmentanteilen 98 103
10. Beteiligungsergebnis 29.149 35.045
11. Neutrales Ergebnis 424 -1.294
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme -946 -31
13. Ergebnis vor Ertragsteuern 39.450 40.992
14. Ertragsteuern -507 -551
15. Ergebnis nach Ertragsteuern 38.943 40.441
16. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -38.943 -40.441
17. Jahresüberschuss 0 0

e) Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Liquiditätslage der Universal-Investment ist geordnet. Die Forderungen an Kreditinstitute betragen 3,3 Mio. Euro. Universal-Investment war in 2022/23 jederzeit fähig, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Universal-Investment hat eine Kreditlinie mit Hauck & Aufhäuser Lampe Privatbank AG, Frankfurt am Main i. H. v. 8,0 Mio. Euro und mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart 15,8 Mio. Euro vereinbart. Die Kreditlinie wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr unterjährig für wenige Tage i. H. v. bis zu 8,0 Mio. Euro und für Avale gegenüber Vermietern in Anspruch genommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit 184,9 Mio. Euro resultieren hauptsächlich aus Forderungen aus Verwaltungsgebühren. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 134,2 Mio. Euro stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit den Provisionsaufwendungen. Rückstellungen über 24,4 Mio. Euro wurden für Pensionszusagen, Steuern und andere Verpflichtungen, u. a. für variable Vergütungsbestandteile, gebildet.

Die Bilanzsumme beträgt 244,4 Mio. Euro. Universal Investment verfügt über eine starke Eigenkapitalbasis. Das ausgewiesene Eigenkapital belief sich zum 30.09.2023 auf 76,3 Mio. Euro. Zum 30.09.2023 betrugen die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel der Universal-Investment 73,1 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt ist die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes positiv und hat sich im Berichtszeitraum insgesamt günstig entwickelt.

f) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Konzernunabhängigkeit gewährleistet die herausragende Position der Universal-Investment als Master KVG mit einem umfassenden Netzwerk an Servicepartnern.

Universal-Investment verfügt über hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter, in denen sie ihren wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikator sieht. Die Universal-Investment führt in regelmäßigen Abständen Mitarbeitergespräche, anhand derer die Zufriedenheit der Belegschaft beurteilt wird. Universal-Investment investiert in ihre Mitarbeiter und setzt seit Jahren auf Ausbildung im eigenen Hause. Die Motivation unserer Mitarbeiter, ihre Bereitschaft, sich mit immer schneller ändernden Marktbedingungen aktiv auseinanderzusetzen, ihr Fachwissen und unsere leistungsstarke und innovative IT-Plattform ermöglichen es uns, den steigenden Erwartungen unserer Kunden jederzeit gerecht zu werden und Kundenwünsche zeitnah umzusetzen. Insbesondere die Expertise in allen Assetklassen ist ein Wettbewerbsvorteil.

g) Angabe der Frauenquote

Zur Erfüllung der Anforderungen gemäß § 52 Abs. 2 S.1 GmbHG i. V. m. § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG wird die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft auf 12,5% und für den Aufsichtsrat auf 33,3 % festgelegt, die bis zum August 2027 umgesetzt werden sollen.

Des Weiteren hat die Geschäftsführung gem. § 36 GmbHG die Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer wie folgt festgesetzt: 30% für die Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung und 30% für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Diese Zielgrößen sind bis zum 28.02.2025 zu erreichen.

h) Nichtfinanzielle Erklärung

Compliance

Universal-Investment will durch Verlässlichkeit, Integrität und Transparenz das Vertrauen der Anleger und der Öffentlichkeit ausbauen und deren gestiegene Informationsbedürfnisse erfüllen. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, hat die Gesellschaft ein schriftliches Regelwerk eingerichtet, welches für alle Mitarbeiter verbindlich ist.

Das Regelwerk beinhaltet unter anderem Regeln zur strategischen Ausrichtung, den Umgang mit Mitarbeitern und Kunden sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards für Produkte und Dienstleistungen von Universal-Investment. Grundlage für die internen Verhaltensregeln bilden die BVI-Wohlverhaltensregeln. Diese formulieren einen branchenweit gültigen Standard hinsichtlich des guten und verantwortungsvollen Umgangs mit dem Kapital und den Rechten der Anleger. Sie stellen dar, wie eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) den Verpflichtungen gegen- über Anlegern nachkommen und wie sie deren Interessen Dritten gegenüber vertreten soll. Alle Mitarbeiter von Universal-Investment haben die Geltung der internen Regelwerke schriftlich anerkannt.

Compliance dient bei Universal-Investment der Sicherstellung von Verhaltensweisen, die ein von Fairness, Solidarität und Vertrauen getragenes Miteinander von Kunden, Gesellschaft und Mitarbeitern auf der Basis geltender Gesetze und Richtlinien ermöglichen und zugleich Interessenkonflikte vermeiden sollen. Für die Wahrnehmung der Compliance-Aufgaben hat Universal-Investment eine Compliance-Beauftragte und einen stellvertretenden Compliance-Beauftragten benannt. Des Weiteren ist Compliance für die Geldwäschebekämpfung, die Abwehr von Terrorismusfinanzierung sowie für die Prävention von strafbaren Handlungen bei Universal-Investment verantwortlich.

Darüber hinaus überprüft ein weiteres Team, im Rahmen des KYC-Prozesses, Geschäftspartner auf deren Reputation. Der Fokus hierbei liegt auf der möglichen Identifizierung von Negativmerkmalen, wie bspw. bekannte (menschen-)rechtliche Verstöße und Negativ-Berichterstattung.

Zur Schaffung angemessener geschäfts- und kundenbezogener Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie des Betruges zulasten der Gesellschaft hat Universal-Investment eine Risikoanalyse durchgeführt. Ziel der Risikoanalyse ist es, die spezifischen Risiken von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Compliance sowie Betrug zulasten der Gesellschaft zu erfassen, zu identifizieren, zu kategorisieren, zu gewichten sowie darauf aufbauend geeignete Geldwäsche- und Compliance-Präventionsmaßnahmen zu treffen. Die Gefährdungsanalyse wird vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse und Gefährdungslagen regelmäßig aktualisiert.

Universal-Investment hat eine Geldwäschebeauftragte und einen Stellvertreter ernannt. Beide verfügen über ein fachbereichsübergreifendes Weisungsrecht in allen Geldwäscheangelegenheiten.

Verantwortliches Investieren

Unternehmerische Nachhaltigkeit gehört zur DNA unseres Unternehmens. Dieser Stellenwert wird strategisch durch die Integration von Nachhaltigkeit in unsere Vision und operativ durch die organisatorische Verankerung des Sustainability Office unterstrichen.

Die Universal-Investment-Gruppe ist als zentrale Plattform für institutionelle Anleger und Fondsinitiatoren ein elementarer Baustein der Finanzindustrie. Um der damit einhergehenden hohen Verantwortung gerecht zu werden, bekennen wir uns seit 2017 aktiv zu den "Principles for Responsible Investment" (PRI). Unser Tochterunternehmen European Fund Administration S.A ., Luxemburg ist darüber hinaus noch Unterzeichner des United Nations Global Compact ("UNGC") sowie durch Ecovadis zertifiziert.

Unser Plattform-Modell macht uns zu einem idealen Ansprechpartner, um unsere Kunden auf dem Weg zur Integration von Nachhaltigkeit in ihren Kapitalanlagen zu begleiten und damit auch die PRI-Grundsätze zu unterstützen, welche sich eher auf das aktive Asset Management beziehen. In diesem Zusammenhang konnten eine Vielzahl unserer Kunden ihre Fonds zum 10. März 2021 als Artikel 8 bzw. Artikel 9 Fonds im Sinne der Offenlegungsverordnung klassifizieren. Für alle Fonds werden Nachhaltigkeitsrisiken sowie die negativen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsfaktoren, sogenannte PAI-Indikatoren, bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt.

Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit im Nachhaltigkeitsbereich fördern, Transparenz schaffen, neue Standards etablieren sowie diese aktiv mitgestalten. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit weiteren Nachhaltigkeitsinitiativen sind daher von großer Bedeutung. Demgemäß engagiert sich die Universal-Investment-Gruppe zum einen in Verbänden und Arbeitskreisen, die das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft fördern und weiterentwickeln. Zum anderen beteiligen wir uns an Initiativen, nachhaltigen Produktentwicklungen unserer Kunden oder entwickeln mit FinTechs und Startups neue Produkte oder Dienstleistungen, die Nachhaltigkeit in der Finanzindustrie fördern.

Wir streben nach einem effektiven Wissensaustausch sowie einer Sensibilisierung der Finanzindustrie für sogenannte "Environmental Social Governance" Themen, kurz ESG-Themen, und der damit verbundenen Beschleunigung ihrer Umsetzung und Weiterentwicklung. Die Universal-Investment-Gruppe definiert die eigene Rolle als Wegbereiter, da sie durch ihre Plattform die gesamte Wertschöpfungskette der Asset-Management-Industrie miteinander verbindet.

Kriterien zur nachhaltigen Kapitalanlage, sogenannte ESG-Kriterien, spielen im Portfolio Management von Universal-Investment zunehmend eine Rolle und finden sich in unterschiedlichen Ausprägungen in den Mandaten wieder. Für alle Mandate von Universal-Investment gilt eine sogenannte Black List, die Anlagen in Titel von Unternehmen, die in Verbindung zu Streumunition stehen, ausschließt. Ebenfalls will sich Universal-Investment nicht an Lebensmittelspekulationen beteiligen, da Spekulationen auf Agrarrohstoffe, insbesondere Grundnahrungsmittel, für starke Preissprünge in der Vergangenheit verantwortlich waren und so zu einer globalen Nahrungsmittelkrise beitragen. Daher ist der Derivatehandel auf Agrarrohstoffe bei Universal-Investment ausgeschlossen.

Als rein quantitativ-regelbasierter Manager fließen derzeit keine proprietären ESG-Analysen in die Investmentprozesse von Universal-Investment ein. In nach ESG-Kriterien geführten Mandaten kommt Research zum Einsatz, das entweder vom Asset Manager oder Berater, von einem Index-Anbieter oder von auf ESG-spezialisierten Analysten erstellt wurde.

In indexorientierten Mandaten mit ESG-Fokus berät Universal-Investment Anleger bei der Auswahl geeigneter umzusetzender Anlageuniversen, basierend auf der engen Zusammenarbeit mit großen Indexanbietern und Analysehäusern. Aufgrund der Erfahrung des Hauses sind neben dem bereits bestehenden, sehr umfangreichen Angebot auch zahlreiche individuelle Anpassungen möglich, die spezifische Wünsche berücksichtigen.

Abweichend von vorgegebenen Gewichtungen und Zusammensetzungen in Nachhaltigkeitsindizes managt Universal-Investment auf spezifische Anlegerinteressen abgestellte, optimierte Portfolios die sich aus einem Universum nachhaltiger Titel bedienen. Auf diese Weise werden beispielsweise Faktorstrategien mit nachhaltigen Titeln in einem Portfolio umgesetzt.

Um sehr individuelle ESG-Anforderungen in Portfolios zu erfüllen, arbeitet Universal-Investment mit auf ESG-Kriterien spezialisierten Experten zusammen.

Umwelt

Zu unseren Zielen gehört es auch, die Klimaauswirkung aus dem Geschäftsbetrieb messbar zu machen. Um einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen, wird eine Klimastrategie entwickelt, die Emission so weit wie möglich vermeidet oder verringert. Dazu wird eine gruppenweite systematische Erhebungsstruktur für Umweltkennzahlen etabliert (geplant ist die Definition von SBTi [Science Based Targets Initiative]).

Darüber hinaus hat sich Universal-Investment bei der Wahl des Frankfurter Stammsitzes 2014 mit dem Gebäudekomplex ibc in der Theodor-Heuss-Allee 70 bewusst für ein Objekt entschieden, dass dem international anerkannten Zertifizierungsstandard LEED in der Ausführung Gold entspricht. Durch die Standards dieses Verfahrens sind alle Aspekte eines klimafreundlichen Arbeitsplatzes gewährleistet. 2018 wurde der LEED-Gold-Standard erneut bestätigt. Die Universal Investment plant aktuell den Umzug (am Standort Frankfurt) in ein energieeffizienteres sowie nachhaltiges Bürogebäude.

Mitarbeiterförderung

In einem sich schnell wandelnden Geschäftsumfeld und aufgrund unseres Unternehmenswachstums werden unterschiedliche Qualifikationen benötigt. Die Vielfalt an Expertentum und die unterschiedlichen Werdegänge unserer Mitarbeiter(innen) bilden den Grundstein für unseren Erfolg. Universal-Investment fördert eine Unternehmenskultur, die Eigenverantwortung lebt und Vielfalt ermöglicht, die die Einzigartigkeit jedes Individuums, seine Werte und Fähigkeiten anerkennt, sein Beitrag wertschätzt. Respekt, persönliche Leistung und Führung werden ebenso großgeschrieben, wie der Unternehmergeist jedes einzelnen.

Das Personalentwicklungsprogramm "UI People" der Universal-Investment orientiert sich an den individuellen Anforderungen jedes Mitarbeiters. Durch klare Kompetenzmodelle werden Potenziale erkannt und individuell gefördert. Dabei ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, eigene Potenziale für ihre individuelle Laufbahn bei Universal-Investment zu nutzen. So bieten wir neben einzelnen Entwicklungsmaßnahmen verschiedene spannende und maßgeschneiderte Entwicklungswege, die auf deren Interessen und Stärken zugeschnitten sind. Durch flache Hierarchien und ein sich schnell veränderndes Geschäftsumfeld bieten sich weitreichende Entwicklungschancen für jeden einzelnen.

Darüber hinaus bieten wir Entwicklungsprogramme für Potenzialträger an, um Nachwuchskräfte zu fördern und an Universal-Investment langfristig zu binden. Der Fokus wird nicht nur auf die Führungslaufbahn gesetzt, Mitarbeitern können außerdem eine Projektlaufbahn oder einen Entwicklungsweg mit fachspezifischem Schwerpunkt einschlagen.

Die Ausbildung und Förderung von Nachwuchskräften ist ein strategisch wichtiges Thema für Universal-Investment. Ausbildungsplätze werden nach Bedarf angeboten, um möglichst allen Auszubildenden eine Weiterbeschäftigung anbieten zu können. Des Weiteren bietet Universal-Investment ein Programm für Hochschulabsolventen an. Durch ein generalistisches Trainee-Programm wird den Nachwuchskräften ein breites, standortübergreifendes Know-how vermittelt.

Soziales Engagement

Universal-Investment ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und unterstützt lokale Projekte und Initiativen.

Hierzu gehört "Die Arche e. V.", welche sich zum Ziel gesetzt hat, der Benachteiligung durch Kinderarmut in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, um zu einer Chancengleichheit hinsichtlich Bildungs- und Zukunftsperspektiven beizutragen. An 20 Standorten in Deutschland sind die Niederlassungen der Archen aktiv und erreichen bis zu 4.000 Kinder und Jugendliche.

In Frankfurt am Main, dem Stammsitz von Universal-Investment, gibt es mittlerweile zwei Archen in den Stadtteilen Griesheim und Nordweststadt, in denen täglich rund 340 Kinder versorgt werden. Das Unternehmen unterstützt diese beiden Standorte der Arche e.V. einerseits mit finanziellen Mitteln, andererseits aber auch durch die Initiative der Mitarbeiter, die für diese Zeiten, in der sie für die Arche e.V. aktiv sind, freigestellt werden. Neben Geld- und Sachspenden unterstützen Mitarbeiter die Arche bereits bei der Hausaufgabenhilfe im Hort und beim UI Social Day. Des Weiteren, hat auch unsere Krakauer Niederlassung eine interne Initiative mit dem Namen "Universal Gives" gestartet. Die Idee hinter dem Programm soll den polnischen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit geben, über eine eigene CSR- Initiative nachzudenken, die mit unternehmerischer Sozialverantwortung (Corporate Social Responsibility - "CSR") übereinstimmt.

3. Risikobericht

Die Risiken aus der Geschäftstätigkeit von Universal-Investment in Deutschland und Luxemburg ergeben sich in den Geschäftsbereichen Securities, Alternative Investments und Portfolio Management im Wesentlichen aus der allgemeinen Wettbewerbssituation sowie möglichen Schwankungen der volumenabhängigen Erträge aus der Verwaltungsvergütung, die u.a. durch eine negative Entwicklung der Kapitalmärkte und Mittelabflüsse verursacht werden können. Die aktuell anhaltenden Verwerfungen am Kapitalmarkt aufgrund von Corona-Krise, Ukraine Krieg und globaler Inflation haben in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zu Einbußen beim Wachstum geführt, so dass sich das verwaltete Vermögen insgesamt nur geringfügig erhöht hat.

Im operativen Geschäft können sich Risiken aus einer fehlerhafter Geschäftsabwicklung sowie Verstößen gegen die gesetzlichen und vertraglichen Anlagegrenzen von Investmentvermögen ergeben. In geringem Maße kommen Risiken aus Beteiligungen hinzu. Adressausfallrisiken aus der Geschäftstätigkeit als KVG bestehen im Rahmen der angebundenen Geschäftspartner, vor allem im Bereich des Portfoliomanagements (Berater und in einem Auslagerungsverhältnis tätige Asset Manager). Diese Risiken werden im Rahmen der KYC- bzw. Due-Diligence-Prüfungen und der laufenden Outsourcing-Controllings gesteuert und etwaige gefährdete Forderungen in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Liquiditätsrisiken der Gesellschaft werden durch die Finanzabteilung der Universal insbesondere durch die Überwachung von Adressenausfallrisken gesteuert und regelmäßig an die Geschäftsführung kommuniziert. Die zu Diversifikationszwecken erfolgte, zeitweise Anlage in Geldmarktfonds als Cash-Ersatz weist insoweit keine zusätzlichen Liquiditätsrisiken sowie nur geringfügige Markt- und Kreditrisiken auf.

Mit Blick auf die IT-Systeme lässt sich festhalten, dass der wesentliche Risikofaktor in der Sicherstellung der jederzeitigen Verfügbarkeit der für den Geschäftsbetrieb von Universal-Investment notwendigen IT-Plattform liegt. Durch ein Notfall-Rechenzentrum mit zum Produktionsbetrieb vergleichbaren Kapazitäten, doppelte Auslegung aller erforderlichen Datenleitungen, permanente Spiegelung aller Daten sowie vollständige, tägliche Datensicherungen wird dieser Notwendigkeit Rechnung getragen. Alle Arbeitsplätze sind flexibel auch aus dem Homeoffice nutzbar.

Auf Grundlage der Risikostrategie und der im Risikohandbuch dokumentierten "Risk Management Policy" der Gesellschaft werden Marktrisiken, Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken durch den Bereich Risk sowie zusätzliche verantwortliche Gremien durchgehend überwacht. Die dazu verwendeten Risikomanagement-Methoden werden fortlaufend weiterentwickelt und den Markterfordernissen und regulatorischen Vorgaben angepasst dies gilt auch für Nachhaltigkeitsrisiken.

In Bezug auf Risikomanagement und -minimierung erfolgen umfangreiche Maßnahmen und Kontrollen unter Einsatz speziell entwickelter Software, klar strukturierter Prozessabläufe und Zuständigkeiten. Die nach Kategorien eingestuften Risiken werden regelmäßig durch das Risikocontrolling konsolidiert und an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat gemeldet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Vorgaben des KAGB, der KAVerOV, der KAMaRisk sowie anderer gesetzlicher bzw. aufsichtsrechtlicher Vorschriften vollständig eingehalten werden.

Im Wesentlichen wird die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft durch die allgemeine Wettbewerbssituation, die Entwicklung der Kapitalmärkte und das volkswirtschaftliche Umfeld beeinflusst. Durch unser Risikomanagement-System stellen wir die Überwachung, Identifizierung, Beurteilung und Steuerung unserer wesentlichen Risiken sicher.

Bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannte oder als unwesentlich eingestufte Risiken können einen negativen Einfluss auf die Prognose nehmen. Bestandsgefährdende Risiken existieren aktuell nicht.

4. Prognosebericht

Zusammen mit unserem Gesellschafter soll der strategische Kurs als konzernunabhängige Master-KVG mit dem Fokus auf die drei Produktlinien Securities, Alternative Investments und Portfoliomanagement weiter fortgesetzt und ausgebaut werden. Dabei wollen wir weiter zusammen mit unseren Kunden wachsen.

Der anhaltende Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung am Standort Frankfurt am Main. Die Nutzung der Büroflächen wird sich weiter verändern. Universal- Investment wird im nächsten Geschäftsjahr weiter auf ihr Hybrid-Konzept setzen, das ein sehr flexibles Arbeiten im Büro und im Homeoffice ermöglicht. Durch die sehr gute IT-Infrastruktur kann ein reibungsloser Geschäftsbetrieb jederzeit sichergestellt werden.

Das rechtliche Umfeld bleibt weiterhin in Bewegung. Die wesentliche rechtliche Änderung ist wie bereits im letzten Geschäftsjahr das Fondsstandortgesetz ("FoStOG") vom 2. Juni 2021, welches erhebliche Umsetzungsarbeiten in weiten Teilen des Fondsgeschäfts erfordert. Das FoStOG beinhaltet nicht nur neue Anzeigepflichten sowie neue Regelungen für den Vertrieb, sondern auch neue Anlagemöglichkeiten (Kryptowerte) und neue Fondsstrukturen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Projektes. Weitere neue Rechtsakte mit erheblichen Umsetzungsauswirkungen sind das Inkrafttreten der Offenlegungsverordnung im März 2021 mit neuen Transparenzpflichten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sowie das Finanzmarktintegritätsgesetz ("FISG"). Durch das FISG ändern sich u.a. Anforderungen an die Auslagerung von Dienstleistungen sowie die Anforderungen an die Abschlussprüferbestellung der Gesellschaft. Weitere Rechtsakte mit erheblichen Umsetzungsauswirkungen sind die Veröffentlichung des Digital Operational Resilience Act ("DORA") mit neuen Pflichten auf dem Gebiet der IT- und Kommunikationssicherheit sowie die Konkretisierungen der Transparenzpflichten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Durch die DORA ändern sich u.a. Anforderungen an die Transparenz von IT-Vorfällen sowie die Zusammenarbeit mit IKT-Dienstleistern der Gesellschaft.

Angesichts der im Rahmen der Bewältigung der aktuellen Regulierungswelle gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre und der hierauf aufsetzenden laufenden prozessualen Weiterentwicklungen erwartet die Gesellschaft andauernde hohe Auswirkungen der Projektarbeiten auf das Tagesgeschäft.

Aufgrund des geplanten Wachstums erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein leicht ansteigendes Ergebnis vor Steuern (EBT). Wir gehen hierbei von einem leicht ansteigenden Provisionsüberschuss und auch leicht ansteigenden Verwaltungsaufwendungen aus. Weiterhin erwarten wir aus unserem aktuellen Wissensstand keine Veränderungen im Bereich der für uns relevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Es ist nicht auszuschließen, dass das unruhige weltpolitische Umfeld, insbesondere der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen, die anhaltende Inflation und die angespannte Lage im Nahen Osten Auswirkungen auf das verwaltete Vermögen durch mögliche Mittelabflüsse und damit auf das Ergebnis der Gesellschaft haben können. Die Prognosequalität ist zudem noch durch die inflationären Tendenzen nicht wie in den Zeiten vor der Pandemie gegeben, da die Einschätzung mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist.

5. Chancenbericht

Universal-Investment wird sich auf ihre Kernkompetenzen fokussieren und sieht hier zusammen mit ihren Kunden die besten Chancen für ein profitables Wachstum. Das sehr volatile Kapitalmarktumfeld spricht weiterhin für den Bedarf der Investoren nach individuellen Konzepten im Geschäftsbereich Risk Management. Das erhöhte Zinsniveau wird weiter in den Fokus der Anleger rücken und die damit verbundenen Umstrukturierungen werden sich in der Asset-Allokation auswirken.

In diesem Umfeld wird sich unseres Erachtens auch der Trend in Richtung alternative Investments bei den institutionellen Investoren fortsetzen. Auch bei den Fondsinitiatoren sehen wir diese Entwicklung weiterhin für das nächste Geschäftsjahr. Das Interesse an deutschen Fondsvehikeln ist ungebrochen. Die Bedeutung von Alternative Investments wird weiter zunehmen: Insbesondere Private Debt, Private Equity oder Infrastruktur werden vermehrt fester Bestandteil der Portfoliostrukturierung sein. Dies ist zum einen dem makroökonomischen Umfeld geschuldet, entspricht aber auch einem sich verändernden Umgang und der aktiven Steuerung von Risiken, die mit dem in der Investmentbranche aufgebauten Knowhow besser gemanagt werden können.

Zudem ist trotz der instabilen Märkte weiterhin aufgrund der Entwicklungen auf der Kundenseite eine stetige Nachfrage nach AIFM- und Administrationsdienstleistungen zu verzeichnen.

Das Thema ESG/Nachhaltigkeit bietet sehr große Chancen für die Universal-Gruppe. Unser Plattform-Modell macht uns zu einem idealen Ansprechpartner, um unsere Kunden auf dem Weg zur Integration von Nachhaltigkeit in ihren Kapitalanlagen zu begleiten und damit auch die PRI-Grundsätze zu unterstützten, welche sich eher auf das aktive Asset Management beziehen. Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit im Nachhaltigkeitsbereich fördern, Transparenz schaffen, neue Standards etablieren sowie diese aktiv mitgestalten.

Die Universal-Investment-Gruppe ist zum einen in Verbänden und Arbeitskreisen engagiert, die das Thema Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft fördern und weiterentwickeln. Darüber hinaus untersucht die Universal-Investment auch die mit Nachhaltigkeit verbundenen Risiken und ist hier in vielen Gremien, Arbeitskreisen und Projekt aktiv. Die gestiegenen regulatorischen ESG-Anforderungen sind hierbei eine treibende Kraft, die es uns erlaubt unsere Plattform weiter auszubauen.

Mit unserer klar fokussierten Strategie bleiben wir mit unserer Unabhängigkeit, unserem breiten Leistungsspektrum an allen Standorten und unserer Expertise in allen Assetklassen sehr gut aufgestellt, auch unter den aktuellen Bedingungen, die anspruchsvollen Herausforderungen im nächsten Geschäftsjahr erfolgreich zu meistern.

 

Frankfurt am Main, den 20. November 2023

Universal-Investment-Gesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

Blumer

Eggloff

Heiß

Müller

Vespermann

Jahresbilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 Vorjahr 30.09.2022
EUR TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.321.851,19 7.450
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 1.128
3. Beteiligungen 860.293,74 860
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.734.556,10 23.488
5. Treuhandvermögen 8.199.422,95 15.585
6. Immaterielle Anlagewerte 3.119.386,26 5.186
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.119.386,26 5.186
7. Sachanlagen 6.130.345,57 4.668
8. Sonstige Vermögensgegenstände 184.867.198,48 162.749
9. Rechnungsabgrenzungsposten 10.976.200,78 11.425
10. Aktive latente Steuern 181.862,89 253
Summe der Aktiva 243.391.117,96 232.792

Passiva

30.09.2023 Vorjahr 30.09.2022
EUR TEUR
1. Treuhandverbindlichkeiten 8.366.184,20 15.764
2. Sonstige Verbindlichkeiten 134.270.673,69 112.554
3. Rechnungsabgrenzungsposten 5.721,75 31
4. Rückstellungen 24.430.365,98 28.332
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 483.894,25 821
b) Steuerrückstellungen 259.756,70 629
c) andere Rückstellungen 23.686.715,03 26.881
5. Eigenkapital 76.318.172,34 76.113
a) gezeichnetes Kapital 10.400.000,00 10.400
b) Kapitalrücklage 849.767,11 850
c) Bilanzgewinn 65.288.754,36 65.289
d) Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung -220.349,13 -426
Summe der Passiva 243.391.117,96 232.792
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen vgl. Angaben im Anhang
2. Andere Angaben
a) Für Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen Anzahl (ohne Anteilscheinklassen) 924 900
b) Summe der Inventarwerte 316.070.381.350,03 392.078.590

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Aufwendungen

30.09.2023 Vorjahr 30.09.2022
EUR EUR TEUR
1. Zinsaufwendungen 665.298,79 299
2. Provisionsaufwendungen 185.493.670,42 193.116
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 168.341
a) Personalaufwand 98.999.138,51 85.996
aa) Löhne und Gehälter 84.232.977,79 73.217
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.766.160,72 12.780
--darunter: für Altersversorgung EUR 1.948.321,60 (im Vj. TEUR 1.835)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 80.536.378,75 179.535.517,26 82.345
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 8.661.781,73 7.346
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 129.461,22 8
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 24.786,54 1.294
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 946.333,57 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 507.043,24 551
9. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 38.943.171,37 40.441
Summe der Aufwendungen 414.907.064,14 411.397

Erträge

30.09.2023 Vorjahr 30.09.2022
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge 21.643,08 0
2. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 98.457,45 103
b) Beteiligungen 148.500,00 155
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 29.000.000,00 34.890
29.246.957,45 35.148
3. Provisionserträge 367.243.853,46 366.166
4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmte Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 448.765,00 0
5. Sonstige betriebliche Erträge 17.945.845,15 10.083
Summe der Erträge 414.907.064,14 411.397
Jahresüberschuss 0,00 0,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 65.288.754,36 65.289
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0
Bilanzgewinn 65.288.754,36 65.289

Anhang zum Jahresabschluss auf den 30. September 2023

Allgemeine Angaben

Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH wurde im Jahr 1968 gegründet und ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des § 17 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Der Sitz befindet sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Theodor-Heuss-Allee 70 in 60486 Frankfurt am Main. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main erfolgte unter der Nummer HRB 9937.

Am 29. Oktober 2018 wurde die Niederlassung Universal-Investment-Gesellschaft mbH (SPÓŁKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNOSCIA) ODDZIAŁ W POLSCE unter der Nummer 0000746162 in das Handelsregister von Krakau, Polen, eingetragen.

Den Jahresabschluss zum 30. September 2023 haben wir entsprechend den kapitalanlagerechtlichen Regelungen nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Zwischen der Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH und der Universal-Investment-Gesellschaft mbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Weiterhin besteht zwischen der Universal-Investment-Gesellschaft mbH und ihrer 74,9%-igen Tochter Ul BVK Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main ein Ergebnisabführungsvertag. Zwischen ihrer Tochtergesellschaft Ul Information Technologies GmbH (vormals Universal-IT Services-Gesellschaft mbH), Frankfurt am Main und der Universal-Investment-Gesellschaft besteht ein Beherrschungsvertrag.

Konzernzugehörigkeit und Befreiung Konzernabschluss

Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH ist ein Tochterunternehmen der Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, in deren nach HGB aufgestellten und bei der das Unternehmensregister führenden Stelle bekanntzumachenden Konzernabschluss die Universal-Investment-Gesellschaft mbH mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH ist daher gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die als Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dienenden Vermögensgegenstände wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen sowie, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Dabei sind grundsätzlich die steuerlich zulässigen AfA-Sätze zugrunde gelegt, soweit die voraussichtlich tatsächliche Nutzungsdauer nicht davon abweicht. Steuerliche Regelungen zur Bewertung beweglicher Anlagegüter werden angewendet. Das Wahlrecht zur Bildung einer aktiven latenten Steuer i. S. d. § 274 Abs. 1 HGB wird ausgeübt.

Latente Steueransprüche und -verpflichtungen entstehen aus der unterschiedlichen Bewertung der bilanzierten Vermögenswerte und Verpflichtungen in der Handelsbilanz und ihrem steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtliche Ertragssteuerbelastungs- oder Entlastungseffekte (temporäre Unterschiede). Diese sind mit den Steuersätzen bewertet, die für den Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen erwartet werden, und nicht abgezinst.

Alle übrigen Aktiva sind zum Nennwert bilanziert. Sonstige Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB am Abschlusstag bewertet.

Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die Rückstellungen für Deferred Compensation werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren berechnet. Dabei wurde ein Hauptrechnungszins von 1,80% verwendet und die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G zu Grunde gelegt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert berechnet. Dabei wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Rechnungszins: 0,90% zum Ende des Geschäftsjahres

Dynamik der anrechenbaren Bezüge: 0,00% pro Jahr für außertarifliche Mitarbeiter sowie 2,00% für tarifliche Mitarbeiter

Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen: 2,50% p.a.

Biometrische Rechnungsgrundlagen: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden um das Vermögen der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen verpfändeten Wertpapiere, Bankbestände und Investmentfondsanteile in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB gekürzt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand aus der Abzinsung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Die laufenden Erträge aus dem Deckungsvermögen und die erwarteten Fondserträge werden im Finanzergebnis saldiert ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Angaben zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute betreffen Bankguthaben von TEUR 3.322 (Vorjahr: TEUR 7.450). Die auf Fremdwährung lautenden Bestände betragen TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 1.097).

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurde im Geschäftsjahr veräußert. Im Vorjahr umfasste der Bestand in Höhe von TEUR 1.128 Anteile an einem Publikumssondervermögen, dem thesaurierten Pictet Geldmarktfonds.

Beteiligungen

Die Beteiligungen von TEUR 860 (Vorjahr: TEUR 860) betreffen einen Anteil von nominal TEUR 60 an der mit nominal TEUR 600 Stammkapital ausgestatteten DPG Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft für Wertpapierportfolios mbH, Frankfurt am Main, einen Anteil von nominal TEUR 312,5 an der mit nominal TEUR 2.500 Stammkapital ausgestatteten MASTERINVEST Kapitalanlage GmbH, Wien, Österreich und einen Anteil von nominal TEUR 300 an der Universal-Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt am Main. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde die Quartier Fürstenried West Verwaltungsgesellschaft mbH für TEUR 29 erworben.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 25.735 (Vorjahr: TEUR 23.488) bestehen gegenüber:

Name Anteil Kapital Jahresüberschuss 2022/2023
in % in TEUR
Universal-Investment-Luxembourg S.A., Luxemburg 100,0 1.156 TEUR 29.421
Ul Information Technologies GmbH (vormals: Universal-IT Services-Gesellschaft mbH), Frankfurt am Main 100,0 26 TEUR 534
Ul BVK Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 74,9 21.625 TEUR 0

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erhöhte sich der Buchwert der Anteile an der UI BVK Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH um TEUR 2.247 in Folge der durchgeführten Stammkapitalerhöhung um TEUR 3.000 im Februar 2023.

Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten

Unter Treuhandvermögen sind Bankguthaben bei Hauck & Aufhäuser Lampe Privatbank AG, Frankfurt am Main, und bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart in Höhe von TEUR 8.199 (Vorjahr: TEUR 15.585) ausgewiesen. Ihnen steht der korrespondierende Bilanzposten Treuhandverbindlichkeiten gegenüber. Bei dem Treugut handelt es sich um Vermögen aus dem laufenden Erstattungsverfahren im Zusammenhang mit dem Wegfall der Umsatzsteuerpflicht auf Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Investmentvermögen durch das Urteil vom EUGH vom 7. März 2013 (C-275/11).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der Anlagewerte zeigt folgender Brutto-Anlagespiegel:

In TEUR AHK kum. Vorjahre 01.10.2022 AHK nachträgl. Kaufpreisanpassung AFA kum. Vorjahre 01.10.2022 Buchwert Beginn Wirtjahr
Beteiligungen 860 0 0 860
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.488 0 0 23.488
Immaterielle Vermögensgegenstände 33.643 0 -28.457 5.186
Sachanlagen 25.813 0 -21.089 4.668
Anlagevermögen gesamt 83.805 0 -49.546 34.203
In TEUR Zugänge lfd. Jahr 2022/2023 Abgang lfd. Jahr 2022/2023 Abschr. Abgang Afa lfd. Jahr Umbuchungen 2022/2023 Afa lfd. Wirts.Jahr
Beteiligungen 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.247 0 0 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.361 0 0 0 -5.428
Sachanlagen 4.661 -277 275 0 -3.234
Anlagevermögen gesamt 10.268 -277 275 0 -8.662
In TEUR Buchwert Ende 30.09.2023 Währungsdifferenz PLN/EUR Buchwert Ende 30.09.2023
Beteiligungen 860 0 860
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.735 0 25.735
0
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.119 0 3.119
0
Sachanlagen 6.093 37 8.131
Anlagevermögen gesamt 35.808 37 35.846

Umbuchungen und Zuschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen. In den Sachanlagen ist Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Hardware) mit einem Restbuchwert von TEUR 6.130 (Vorjahr: TEUR 4.668) enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB gab es nicht.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 184.867 (Vorjahr: TEUR 162.749) beinhalten mit TEUR 8.683 (Vorjahr: TEUR 12.112) noch ausstehende, bereits abgerechnete Verwaltungsvergütungen sowie mit TEUR 65.931 (Vorjahr: TEUR 66.957) zustehende Verwaltungsgebühren von Sondervermögen, deren Geschäftsjahr nicht an einem Kalenderquartalsende abschließt. In der Position sind TEUR 54.697 (Vorjahr: TEUR 45.388) Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten, davon betreffen TEUR 40.931 (Vorjahr: TEUR 26.047) Forderungen aus dem konzerninternen Cash Pooling. Die Forderungen gegen die Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 29).

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die auf Fremdwährung lautenden Bestände betragen TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 330).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 10.976 (Vorjahr: TEUR 11.425) beinhaltet insbesondere Versicherungsprämien sowie Soft- und Hardware-Wartungsaufwendungen.

Aktive latente Steuern

Zum 30.09.2023 ergibt sich ein Ausweis aktiver latenter Steuern i. H. v. TEUR 182 für die polnische Niederlassung (Vorjahr: aktive latente Steuern TEUR 253). Die latenten Steuern resultieren vollständig aus temporären Wertdifferenzen, die Ermittlung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit dem Steuersatz von 19%. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH werden ansonsten auf Ebene des Einzelabschlusses der Universal-Investment-Gesellschaft mbH keine latenten Steuern ausgewiesen. Latente Steuern werden demnach lediglich beim Organträger ausgewiesen, auch wenn diese auf die Organgesellschaft entfallen. Mit einer Beendigung der Organschaft ist nicht zu rechnen.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 134.271 (Vorjahr: TEUR 112.554) sind unter anderem mit TEUR 47.519 (Vorjahr: TEUR 43.401) Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beratergebühren und Vermittlungsprovisionen, mit TEUR 6.632 (Vorjahr: TEUR 4.048) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie TEUR 47.456 (Vorjahr: TEUR 40.972) gegenüber verbundenen Unternehmen, wovon TEUR 39.641 die Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH betreffen. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die auf Fremdwährung lautenden Bestände betragen TEUR 8.055 (Vorjahr: TEUR 6.720).

Des Weiteren wurde zur Finanzierung der unternehmerischen Tätigkeit sowie für die weitere Expansion des Fondsgeschäfts im September 2022 von der Universal- Investment-Gesellschaft mbH ein Darlehen bei dem spezialisierten Investmentfonds BVK Infrastructure Debt Fund S.A., SICAV-FIS über TEUR 14.000 aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 20 Jahren.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen "Deferred Compensation" i. H. v. TEUR 7.296 (Vorjahr: TEUR 6.884) die durch verpfändete Investmentdepots gesichert sind. Der Erfüllungsbetrag wurde mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 6.818 (Vorjahr: TEUR 6.068) verrechnet und führte zu einem Buchwert der Rückstellung von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 816).

Aufgrund des Verrechnungsgebots des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Deckungsvermögen insgesamt i. H. v. TEUR 6.818 (Vorjahr: TEUR 6.068), mit den korrespondierenden Altersvorsorgeverpflichtungen ausgewiesen. Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, die mit ihrem Marktpreis zum Bilanzstichtag bewertet wurden. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 6.237 für das Deckungsvermögen der Rückstellungen für Deferred Compensation. Ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB besteht zum 30.09.2023 i. H. v. TEUR 0.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen bestehen hauptsächlich für Personalverpflichtungen, wie variable Vergütungsbestandteile von TEUR 7.671 (Vorjahr: TEUR 10.097) und andere personalbezogene Aufwendungen, wie beispielsweise Urlaub, Überstunden oder Jubiläum i. H. v. TEUR 3.004 (Vorjahr: TEUR 3.561). Die Rückstellungen für Aufbewahrung i. H. v. TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 337) von Geschäftsunterlagen betreffen eine Laufzeit von über einem Jahr und wurden entsprechend abgezinst.

Die auf Fremdwährung lautenden Bestände betragen TEUR 745 (Vorjahr: TEUR 1.284).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt. Auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages wurden TEUR 37.570 an die Muttergesellschaft Universal- Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH abgeführt. Nach Abzug des den Minderheitsgesellschaftern zustehenden Betrages i. H. v. TEUR 1.373 beträgt der Jahresüberschuss TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen stellen im Wesentlichen Abführungen an externe Asset Manager und Berater dar und bilden eine Gegenposition zu den Provisionserträgen. Sie betragen TEUR 185.494 (Vorjahr: TEUR 193.116).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 8) resultieren aus der Aufzinsung von Rückstellungsbeträgen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf Zinsaufwand aus Entgeltumwandlungen "Deferred Compensation" zurückzuführen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren in Höhe von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 551) aus den auf die auf Ebene der Gesellschaft zu versteuernden Ausgleichszahlungen an die Minderheitsgesellschafter und aus tatsächlichen und latenten Ertragsteuern für die polnische Niederlassung.

Laufende Erträge

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erzielte die Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen i.H.v. TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 155), hiervon wurden Erträge i.H.v. TEUR 36 im Inland und TEUR 113 im Ausland erzielt. Des Weiteren erzielte die Gesellschaft Erträge aus Gewinnausschüttungen verbundener Unternehmen i.H.v. TEUR 29.000 (Vorjahr: TEUR 34.890), davon TEUR 500 im Inland und TEUR 28.500 im Ausland.

Provisionserträge

Die Provisionserträge der Gesellschaft werden ausschließlich im Inland erzielt. Die Provisionserträge von TEUR 367.244 (Vorjahr: TEUR 366.166) betreffen im Wesentlichen erhaltene Vergütungen aus den Investmentvermögen.

Sonstige betriebliche Erträge

Insgesamt belaufen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 17.946 (Vorjahr: TEUR 10.083). Diese Erträge resultieren aus Leistungsverrechnungen zwischen den Konzerngesellschaften i. H. v. TEUR 9.925 (Vorjahr: TEUR 6.856) und aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 1.033). Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 304). Die Erhöhung der Erträge aus den konzerninternen Leistungsverrechnungen ist im Wesentlichen der gestiegenen Kosten der Gesellschaft geschuldet. Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 210). Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Erträge i.H.v. TEUR 17.538 im Inland und TEUR 408 im Ausland erzielt. Periodenfremde Erträge wurden in Höhe von TEUR 5.569 in diesem Geschäftsjahr erfasst.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 65.289 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat:

Professor Dr. Harald Wiedmann (Vorsitzender)

 

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt und Steuerberater, Berlin

Daniel F. Just (bis 30.06.2023)

 

Vorstandsvorsitzender, Bayerische Versorgungskammer, München

Dr. Axel Eckhardt

 

Selbstständiger Berater, Düsseldorf

Daniel Fischer (stellvertretender Vorsitzender)

 

Betriebswirt, Bad Vilbel

Janet Zirlewagen

 

Rechtsanwältin, Wehrheim

Ellen Engelhardt

 

Diplom Betriebswirt, Glauburg

Geschäftsführung:

David Blumer, Schaan (seit 14. September 2023)

Frank Eggloff, München

Mathias Heiß, Langen

lan Lees, Leverkusen (bis 6. Januar 2023)

Katja Müller, Bad Homburg v. d. Höhe

Markus Neubauer, Frankfurt am Main (bis 31. Oktober 2023)

Michael Reinhard, Bad Vilbel (bis 24. Juli 2023)

Stefan Rockel, Lauterbach (bis 1. November 2022)

Axel Vespermann, Dreieich

Angaben zum Abschlussprüferhonorar:

Das von dem Abschlussprüfer für den Berichtszeitraum berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 94

Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 111

Sonstige Leistung: TEUR 8

Organbezüge und Haftungsverhältnisse:

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans im Berichtszeitraum betragen TEUR 3.668 (Vorjahr: TEUR 4.035). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betragen TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 241).

Im Berichtsjahr 2022/2023 wurden den Mitgliedern der Geschäftsführung sowie des Aufsichtsrats keine Kredite oder Vorschüsse gewährt, Haftungsverhältnisse für Rechnung der Organmitglieder wurden nicht eingegangen.

Haftungsverhältnisse bestehen in Form der Verpfändung von Aktien- und Rentenfonds sowie festverzinslicher Wertpapiere zur Sicherung von Versorgungszusagen. Daneben bestehen Haftungsverhältnisse aus der Verpfändung von Bankguthaben zur Sicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Die Universal-Investment-Gesellschaft mbH hat eine Patronatserklärung gegenüber der MASTERINVEST Kapitalanlage GmbH, Wien, Österreich, sowie gegenüber der Land Niederösterreich Vermögensverwaltung GmbH & Co OG, St. Pölten, Österreich, für die Tochtergesellschaft Universal-Investment-Luxemburg S.A., Grevenmacher, Luxemburg übernommen. Aufgrund der aktuellen und weiterhin zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung der Luxemburger Gesellschaft ist das Risiko der Inanspruchnahme als gering einzustufen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 66.356 und haben folgende Fristigkeiten:

bis zu einem Jahr: TEUR 4.556

von einem bis fünf Jahren: TEUR 22.638

über fünf Jahre: TEUR 39.162

Zahl der Mitarbeiter:

Im Durchschnitt beschäftigten wir im Berichtszeitraum insgesamt 998 (im Vorjahr 902) Mitarbeiter (davon 519 männliche und 479 weibliche Angestellte).

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die den Verlauf des neuen Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen könnten, sind gegenwärtig nicht bekannt.

 

Frankfurt am Main, den 20. November 2023

Universal-Investment-Gesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

Blumer

Eggloff

Heiß

Müller

Vespermann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Jahresbilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die in Abschnitt 2h des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung sowie die in Abschnitt 2g des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in Abschnitt 2h des Lageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung sowie der in Abschnitt 2g des Lageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b bis 289e HGB,

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. November 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

René Rumpelt, Wirtschaftsprüfer

Abelardo Rodríguez González, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die ihm obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Dieser hat während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 / 2023 die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht, indem er sich durch schriftliche und mündliche Berichte laufend über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Sondervermögen sowie über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichten ließ. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat nach Prüfung genehmigt. Der Aufsichtsrat tagte viermal.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch den Gesellschafterausschuss als Abschlussprüfer gewählten Deoliotte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft worden. Nach dem von ihr erteilten Bestätigungsvermerk entspricht der Abschluss den gesetzlichen Vorschriften und dem Gesellschaftervertrag; er vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Aufsichtsratssitzung, in der u.a. der Jahresabschluss besprochen wurde, teilgenommen und Erläuterungen gegeben.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes keine Einwendungen erhoben. Er hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 und den Jahresabschluss zum 30. September 2023 deshalb gebilligt. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzgewinnes schließt sich der Aufsichtsrat an.

 

Frankfurt, November 2023

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Harald Wiedmann, Vorsitzender

TOP Initialen Genehmigung Protokoll der letzten Sitzung des Gesellschafterausschusses vom 8.12.2022 Info Action
1 CP, AE; DB, HL Das Protokoll der letzten Sitzung des Gesellschafterausschusses vom 08.12.2022 wurde ohne Einwände und einstimmig von den Mitgliedern des Ausschusses genehmigt. X
Vorlage Jahresabschluss und Lagebericht zum 30.09.2023 mit dem Bericht des Aufsichtsrats
2 CP, AE; DB, HL, HW Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 sind den Mitgliedern des Gesellschafterausschusses mit der Einladung zur Gesellschafterausschussversammlung in Form des Jahresabschlussprüfungsberichtes übersandt worden. Die Unterlagen wurden dem Gesellschafterausschuss erläutert. X
Der Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 wurde innerhalb der Sitzung vorgelegt, verlesen und zur Kenntnis genommen.
Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.09.2023 und Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
3 CP, AE; DB, HL, HW Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers - Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - wurde dem Gesellschafterausschuss erläutert und vom Gesellschafterausschuss einstimmig festgestellt.
Bzgl. der Verwendung des Gewinns / Jahresüberschuss aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr ist auf den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag zu verweise. X
Der bestehende Bilanzgewinn der Vorjahre innerhalb der Gewinnrücklage von 65.289 TEUR ist wie folgt zu verwenden:
TEUR
1. Vortrag auf neue Rechnung 65.289
Entlastungen
a) Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022/2023
b) Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/2023
Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022/2023
4 CP, AE, HL Der Gesellschafterausschuss in Person von Herrn Eckhardt & Herrn Heiko Laubheimer erteilt der Geschäftsführung entsprechend dem gestellten Antrag für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 vom 1. Oktober 2022 bis einschließlich 30. September 2023 Entlastung.
Herr David Blumer nimmt an der Beschlussfassung nicht teil. X
Dem ehemaligen Geschäftsführer, Herrn Michael Reinhard, wurde bereits im Zuge des Ausscheidens per Umlaufbeschluss Entlastung erteilt.
Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/2023
4 CP, DB, HL Der Gesellschafterausschuss in Person von Herrn David Blumer & Herrn Heiko Laubheimer erteilt dem Aufsichtsrat entsprechend dem gestellten Antrag für das Geschäftsjahr 2022/ 2023 vom 1. Oktober 2022 bis einschließlich 30. September 2023 Entlastung. X
Herr Dr. Eckhardt nimmt an der Beschlussfassung nicht teil.
Beschlussfassung über eine Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2022/2023
5 CP, DB, HL Der Gesellschafterausschuss in Person von Herrn David Blumer & Herrn Heiko Laubheimer beschließt die folgende Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 / 2024:
Vorsitzender der Aufsichtsrates EUR
stellvertretender Vorsitzender der Aufsichtsrates EUR X
Mitglieder des Aufsichtsrates (außer dem Vorsitzenden & den Stellvertreter d. Vorsitzenden) EUR
Sonstiges
8 CP Nachdem sich keine weiteren Wortmeldungen mehr ergeben, schließt der Versammlungsleiter die Sitzung des Gesellschafterausschusses um 14:00 Uhr. X

 

Frankfurt am Main 06. Dezember 2022

Heiko Laubheimer, Gesellschafterausschuss

Christof Panzer, Versammlungsleiter & Schriftführer

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