Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 153916
Vorher
Kollwitz Internet GmbH
Eingetragen
7.11.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit TabakwarenVersteigerungsgewerbe im Einzelhandel mit ausgeprägtem Schwerpunkt
Gegenstand
Der Aufbau und der Betrieb einer e-Commerce Plattform für Konsumgüter jeglicher Art (insbesondere Druckerzeugnisse und verwandte Waren) und damit zusammenhängende Geschäfte. Geschäfte, für die besondere behördliche Genehmigungen erforderlich sind, gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans Theimann
seit 10.12.2025
Geschäftsführer
Rene Pierre Ruhland
seit 3.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (14)

NameAnteil
37.04%
25.22%
Johannes Georg Philipp Eberhard Kaspar Maria Schenk Graf von Stauffenberg
25.10%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALL IN GROUP GmbH
Germany
133.829 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JUNIQE GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Seit Anfang Januar 2014 bietet JUNIQE Endkonsumenten in Deutschland sowie weiteren Ländern in Westeuropa bezahlbare Kunst in der Form von Wandbildern, Heimtextilien sowie Schreibwaren an. Es ist die Vision der Firma, die europaweit führende Marke im Bereich der bezahlbaren Kunst aufzubauen und - letzten Endes - Kunst in jedes Zuhause zu bringen. Innerhalb des Produktportfolios liegt der Fokus auf Wandbildern.

Jeden Tag spürt das Kuratorenteam von JUNIQE weltweit Talente für eine wachsende Gemeinschaft von internationalen Künstlern auf. Die JUNIQE Plattform ermöglicht es ihnen, ihre Arbeiten mit Kunstliebhabern in ganz Europa zu teilen - darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, Niederlande, Frankreich und Großbritannien als wesentliche Kernmärkte. Darüber hinaus kreiert JUNIQE Motive im eigenen Haus und positioniert sich somit als kreative Plattform, die sowohl eigene Kreationen als auch Designs von Künstlern geschickt verbindet.

Zur Erfüllung der Endkundenbestellungen arbeitet JUNIQE mit einer Handvoll ausgewählter deutscher Produzenten zusammen, die in verschiedenen Druckverfahren die digitalen Kunstwerke auf physischen Produkten zum Leben erwecken.

JUNIQE gehört seit 2021 zur Münchner eCommerce-Gruppe MYPOSTER. Die MYPOSTER-Gruppe wurde 2011 von René und Marc Ruhland gegründet. Anna Ruhland stieg 2013 mit in die Geschäftsführung ein. MYPOSTER zählt zu den eCommerce-Erfolgsgeschichten in Deutschland und verzeichnete in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum. Zur Gruppe gehören neben JUNIQE die Marken MYPOSTER, Kartenliebe und ArtPhotoLimited. Nahezu alle Produkte der MYPOSTER-Gruppe werden vom eigenen Produktionsunternehmen Printhouse GmbH an drei Standorten in Deutschland, am Hauptstandort in Bergkirchen bei München sowie in Bitterfeld-Wolfen bei Leipzig und seit November 2023 auch in Olching bei München, produziert.

Die JUNIQE GmbH firmierte bis 10. Mai 2022 unter Kollwitz Internet GmbH.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt neben dem primären Handelsgeschäft und dem damit einhergehenden Ausbau der technologischen Plattform keine nennenswerte eigene Forschung und Entwicklung. Die Produktion wird vollständig über externe Partner abgewickelt.

II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die JUNIQE GmbH erzielt den größten Teil ihrer Umsätze in Deutschland. Aufgrund dessen werden die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung ausschließlich auf den deutschen Markt bezogen.

Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% gesunken, während im Vorjahr noch ein Wachstum von 1,9% verzeichnet werden konnte. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, vor allem beeinflusst durch hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ein hohes Zinsniveau sowie ein schlechteres Konsumklima im In- und Ausland.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht, während im Vorjahr die Preissteigerung noch bei 6,9% lag. Die Jahresteuerungsrate lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Verteuerung von Nahrungsmitteln war dabei einer der Haupttreiber der Inflation. Im März 2024 hat sich die Inflationsrate auf 2,2% deutlich abgeschwächt und war damit so niedrig wie zuletzt im Mai 2021. Auch in den beiden Vormonaten lag die Inflationsrate bereits unter 3,0%.

Das ifo-Institut geht in seiner aktuellen Konjunkturprognose vom März 2024 von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. So soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2% zunehmen und liegt damit auch unter den Prognosen der anderen großen europäischen Länder. Aus Sicht des ifo-Instituts sind vor allem die Konsum-Zurückhaltung, hohe Zinsen, Preissteigerungen, Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur verantwortlich. Im kommenden Jahr wird von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung auf 1,5% ausgegangen und die Inflation soll auf 1,6% zurückgehen, wobei vor allem Gas- und Strompreise für die Verbraucher günstiger werden.

2. Branchenbezogene Entwicklung

Laut Photoindustrie-Verband (PIV) erfreuen sich Fotobücher und sonstige Fotoprodukte weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage nach diesen personalisierten Erinnerungsstücken ist ungebrochen hoch und zeigt, dass das Bedürfnis der Menschen nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten in der digitalen Welt ständig größer wird.

Der vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) berechnete Geschäftsklimaindex lag im Dezember 2023 auf einem Jahrestiefststand von 86,5 Punkten, was einer Verschlechterung von 1,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate fällt eher pessimistisch aus, so liegt der Index 26% unter der Erwartungshaltung zum Ende des letzten Jahres.

3. Geschäftsverlauf

Im Vorjahr ging das Management nur von einem leichten Umsatzwachstum aus. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen auf das Konsumklima, bzw. den Markt für bezahlbare Kunst, sollten zwar nachlassen, aber die aktuelle Softwarestruktur der Gesellschaft bringt starke Einschränkungen bzgl. Preispolitik, Marketing, Produktanbindung etc. mit sich. Ein Wechsel auf eine neue, eigenentwickelte Softwarestruktur zur Entwicklung des JUNIQE-Geschäftsmodells hin zu einem Marktplatzmodell war frühestens zum 4. Quartal 2023 vorgesehen, so dass sich positive Umsatzauswirkungen erst ab 2024 ergeben.

Durch die anhaltend hohe Inflation, weitere Zinserhöhungen und dem andauernden Ukraine-Krieg sowie durch das Entflammen des Israel-Konflikts gab es zahlreiche Belastungen und Unsicherheiten, welche sich negativ auf das Konsumklima in 2023 ausgewirkt haben. Der Wechsel auf das neue Marktplatzmodell hat sich zudem leicht verzögert, so dass keine positiven Effekte in 2023 mitgenommen werden konnten. Der Umsatz hat sich hierdurch im Vorjahresvergleich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verringert.

Das EBIT sollte sich aufgrund des leichten Wachstums in 2023 bei gleichzeitiger Konzentration auf die Fertigstellung der neuen marktplatzfähigen Software nur geringfügig verbessern. Letztlich konnte trotz des erheblichen Umsatzrückgangs das EBIT durch zahlreiche Kosteneinsparungen auf Vorjahresniveau gehalten werden.

4. Lage

a. Ertragslage

Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich um 8% von € 12,3 Mio. auf € 11,2 Mio. gesunken.

Die Personalaufwendungen liegen mit € 2,6 Mio. aufgrund einer weiteren Optimierung der Personalstruktur unter dem Vorjahresniveau von € 3,0 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 9,1 Mio. um € 0,7 Mio. unter Vorjahresniveau, da vor allem Marketing- und Versandkosten eingespart werden konnten.

Das EBIT hat sich trotz eines geringeren Rohergebnisses durch Einsparungen bei Personal, Versand und Marketing bei € -0,5 Mio. auf Vorjahresniveau gehalten.

Der Jahresfehlbetrag von € -0,9 Mio. liegt auf Vorjahresniveau.

b. Finanzlage

Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgemäß erfüllt.

Die liquiden Mittel der JUNIQE GmbH haben sich im Geschäftsjahr um € 1,3 Mio. auf € 0,5 Mio. verringert. Der operative Cashflow betrug dabei € -0,8 Mio., während der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei € -1,1 Mio. und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bei € +1,4 Mio. lag.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten wurde dabei direkt abgeleitet und beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in immaterielles Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten wurde ebenfalls direkt abgeleitet und beinhaltete Zinszahlungen auf ein Gesellschafterdarlehen sowie zwei neue aufgenommen Darlehen bei den Schwestergesellschaften Printhouse GmbH und myposter GmbH in Höhe von € 1,7 Mio. Der operative Cashflow wurde indirekt ermittelt.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 14,2 Mio. erhöht.

Das Umlaufvermögen hat sich um € 1,7 Mio. auf € 1,0 Mio. insbesondere durch den Rückgang des Bestands an liquiden Mitteln verringert, siehe hierzu die Erläuterungen zur Finanzlage des Unternehmens.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags von € -0,9 Mio. auf € 10,9 Mio. erhöht. Für das Darlehen der Gesellschafterin RMR Verwaltungs GmbH in Höhe von € 8,6 Mio. besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung. Darüber hinaus hat die RMR Verwaltungs GmbH eine harte Patronatserklärung abgegeben, in der sie erklärt, dass sie die JUNIQE GmbH bis 31. Juli 2026 finanziell so ausstattet, dass sie ihre finanziellen Verpflichtungen pünktlich und vollständig erbringen kann.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind um € 0,3 Mio. auf € 14,2 Mio., gestiegen, da sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um € 2,1 Mio. erhöht haben. Diese enthalten unter anderem Kosten, welche erst zum Jahresende abgerechnet wurden, darunter Softwareentwicklungskosten im Zusammenhang mit der Entwicklung des Geschäftsmodells von JUNIQE hin zu einem Marktplatzmodell.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung der JUNIQE GmbH ist die Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie die Cashflow-Entwicklung besonders relevant.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Aufgrund einer wachsenden Anzahl von Anbietern im Bereich des Vertriebs von bezahlbarer Kunst, vornehmlich im Segment von preisgünstigen Postern, ist JUNIQE einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Dabei wirkt sich insbesondere die aggressive Preispolitik, Marketingstrategie und wachsende internationale Ausrichtung einiger Mitbewerber auf das Geschäft von JUNIQE aus, so dass ggf. der geplante Umsatz nicht erreicht werden könnte.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als moderat eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch und ggf. bestandsgefährdend eingeschätzt. Durch die Integration in die MYPOSTER-Gruppe bestehen jedoch ausreichende Optionen zur Risikominimierung.

b. Produktionswirtschaftliche Risiken

Die JUNIQE GmbH stellt keine der angebotenen Produkte selbst her, sondern ein Großteil der Produkte werden von der Schwestergesellschaft Printhouse GmbH hergestellt. Entsprechend bestehen nur geringe Abhängigkeiten, insbesondere hinsichtlich Lieferfähigkeit und Einkaufspreisen, zu dritten Gesellschaften. Zudem wurde der Versand auf die Printhouse GmbH umgestellt, so dass die Gesellschaft an günstigeren Versandkosten durch das höhere Volumen der MYPOSTER-Gruppe partizipieren konnte. Im Falle eines Ausfalls der Printhouse GmbH können andere Großdruckereien beauftragt werden.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt.

c. Rechtliche Risiken

Es können sich aus einem Verstoß gegen Urheber- und Markenrechte von Bildmotiven oder geltende Datenschutzbestimmungen potenzielle Rechtsrisiken ergeben. Durch Verträge mit den Rechteinhabern von Urheber- und Markenrechten kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verstößen hier hingegen gemildert werden. Des Weiteren müssen auch datenschutzrechtliche Verstöße vermieden werden. Gerade bei sensiblen Daten kann ein Verstoß zum Verlust der Reputation und wirtschaftlichen Konsequenzen führen. Um das Risiko zu minimieren, gibt es einen Datenschutzbeauftragten, welcher die Regulierungen regelmäßig überprüft.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt.

d. Personelle Risiken

Die JUNIQE GmbH bewegt sich in einem sehr kompetitiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diese zu gewinnen und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist von sehr großer Bedeutung für das Unternehmen. Entsprechend investiert das Unternehmen erhebliche finanzielle Mittel in Recruiting, Employer Branding sowie Aus- und Weiterbildung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als moderat eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt.

e. IT-Risiken

Als eCommerce-Unternehmen haben Cyber-Risiken eine besondere Bedeutung für JUNIQE. Durch regelmäßige Penetrationstests, Notfallpläne, aktuelle Virenscanner und Firewalls, so insbesondere auch durch regelmäßige Mitarbeiter-Schulungen, wird versucht, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt.

2. Chancenbericht

Durch die Entwicklung neuer Produkte, zusätzlicher Funktionalitäten für Kunden und die Erschließung neuer Märkte können sich vielseitige Chancen ergeben. Die JUNIQE GmbH sieht im kommenden Geschäftsjahr insbesondere Chancen durch den im Dezember 2021 erfolgten Gesellschafterwechsel an die MYPOSTER-Gruppe. Durch die Optimierung von Einkaufskosten durch eine fast vollständig gruppeninterne Herstellung aller Produkte, die Bündelung des Versands sowie weiterer Synergien, u.a. bei der Entwicklung neuer Produkte und Applikationen, lassen sich erhebliche Kosteneinsparungen erzielen und neue Ertragspotentiale erschließen. Zudem arbeitet die JUNIQE GmbH an einer Entwicklung seines Geschäftsmodells hin zu einem Marktplatzmodell, so dass künftig zahlreiche neue Produktarten vertrieben werden können und auch das Künstlerportfolio massiv ausgeweitet werden kann.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Chancen wird als hoch eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Chanceneintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt.

3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Im Wesentlichen sind die Risiken in den letzten Jahren unverändert geblieben. Aus heutiger Sicht kann die JUNIQE GmbH diese durch gezielte Gegenmaßnahmen, insbesondere durch die Einbeziehung der MYPOSTER-Gruppe, besser begrenzen und kontrollieren als in den Vorjahren. Den ggf. bestandsgefährdenden Risiken kann mit Unterstützung der MYPOSTER-Gruppe entgegengesteuert werden. Um dies in kurzer und mittelfristiger Zukunft ebenfalls gewährleisten zu können, existieren Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements, welche sich bislang in der MYPOSTER-Gruppe bewährt haben.

Insgesamt überwiegen die Chancen die Risiken deutlich.

IV. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 geht das Management von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Der Start des neuen JUNIQE Marktplatzes, an der die Gesellschaft über 2 Jahre gearbeitet hat, ist für das zweite Quartal 2024 eingeplant. Teil der neuen Plattform ist nicht nur ein performanterer, besser konvertierender Shop, sondern insbesondere die Möglichkeit zahlreiche neue Produktarten vertreiben und auch das Künstlerportfolio massiv ausweiten zu können.

Das EBIT wird sich trotz des deutlichen Wachstums, aufgrund von Anlaufkosten, insbesondere höheren Marketingkosten bei den Neuprodukten, auf Vorjahresniveau bewegen.

 

Berlin, den 24. April 2024

René Ruhland

Philippa Hasse

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.253.728,42 1.199.963,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.129.700,42 1.045.506,96
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.178,66 22.377,66
2. geleistete Anzahlungen 2.107.521,76 1.023.129,30
II. Sachanlagen 124.028,00 154.457,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.862,00 64.374,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.166,00 90.083,00
B. Umlaufvermögen 976.059,97 2.639.132,02
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 463.039,15 746.813,91
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.317,38 97.086,11
2. sonstige Vermögensgegenstände 327.721,77 649.727,80
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 513.020,82 1.892.318,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.595,05 95.285,35
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 10.850.192,57 9.969.193,59
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.181.576,01 13.903.574,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 133.829,00 133.829,00
II. Kapitalrücklage 19.449.160,28 19.449.160,28
III. Verlustvortrag 29.552.182,87 28.655.079,84
IV. Jahresfehlbetrag 880.998,98 897.103,03
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 10.850.192,57 9.969.193,59
B. Rückstellungen 252.968,21 196.751,59
1. sonstige Rückstellungen 252.968,21 196.751,59
C. Verbindlichkeiten 13.928.607,80 13.706.823,33
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 199.151,50 252.146,07
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 199.151,50 252.146,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.325.558,76 1.922.237,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.325.558,76 1.922.237,83
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.347.242,08 2.293.483,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.647.242,08 2.293.483,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.700.000,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 9.056.655,46 9.238.955,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 423.182,38 3.005.482,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.633.473,08 6.233.473,08
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.181.576,01 13.903.574,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.224.322,15 12.258.075,28
2. Personalaufwand 2.614.231,23 2.992.600,66
a) Löhne und Gehälter 2.218.779,67 2.536.849,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 395.451,56 455.751,01
davon für Altersversorgung 780,00 2.205,01
3. Abschreibungen 61.400,74 75.026,27
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 55.558,86 44.172,23
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 5.841,88 30.854,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.083.904,61 9.742.502,56
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 77.033,11 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43,22 371,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 345.827,77 345.420,17
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 0,12
8. Ergebnis nach Steuern -880.998,98 -897.103,03
Jahresfehlbetrag 880.998,98 897.103,03

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die JUNIQE GmbH ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 153916 B. Die Gesellschaft firmierte bis zum 10. Mai 2022 unter Kollwitz Internet GmbH.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung unter Beachtung des Gesetzes zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU (BilRUG) erstellt.

Von dem Wahlrecht gem. § 276 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung in verkürzter Form aufzustellen, wurde Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft weist in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 10.850 aus. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose des Unternehmens ausgeht.

B. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

3. Liquide Mittel

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 67 (im Vorjahr: TEUR 0).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 10.850 aus. Nähere Informationen hierzu wurden im Allgemeinen Teil des Anhangs erläutert.

4. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind mögliche Einzelrisiken angemessen und ausreichend berücksichtigt worden. Es wurden Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 168 (im Vorjahr: 106) sowie für sonstige nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 85 (im Vorjahr TEUR 91) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 8.633 (im Vorjahr: TEUR 9.002). Über das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 8.633 hat der Gesellschafter eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.333 (im Vorjahr: TEUR 4.800) mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und keine (im Vorjahr: TEUR 1.433) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren enthalten. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. WEITERE ANGABEN

1. Geschäftsführung

Zu Mitgliedern der Geschäftsführung waren bestellt:

René Ruhland, Geschäftsführer, München

Philippa Hasse, Geschäftsführerin, Berlin

2. Bezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 46 (im Vorjahr: 47) Mitarbeiter beschäftigt.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz oder Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Zum Bilanzstichtag bestehen für die Folgejahre sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 446 (im Vorjahr: TEUR 849).

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 881. Über dessen Verwendung entscheidet die Gesellschafterversammlung.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag ergaben sich nicht.

7. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die RMR Verwaltungs GmbH, Bergkirchen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Bergkirchen, den 24. April 2024

René Ruhland

Philippa Hasse

Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.176,66 0,00 0,00 0,00 44.176,66
2. geleistete Anzahlungen 1.023.129,30 1.084.392,46 0,00 0,00 2.107.521,76
1.067.305,96 1.084.392,46 0,00 0,00 2.151.698,42
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 105.656,97 3.150,00 0,00 0,00 108.806,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 292.455,85 21.937,86 3.348,59 0,00 311.045,12
398.112,82 25.087,86 3.348,59 0,00 419.852,09
1.465.418,78 1.109.480,32 3.348,59 0,00 2.571.550,51
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.799,00 199,00 0,00 0,00 21.998,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
21.799,00 199,00 0,00 0,00 21.998,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.282,97 18.662,00 0,00 0,00 59.944,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.372,85 36.697,86 3.191,59 0,00 235.879,12
243.655,82 55.359,86 3.191,59 0,00 295.824,09
265.454,82 55.558,86 3.191,59 0,00 317.822,09
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.178,66 22.377,66
2. geleistete Anzahlungen 2.107.521,76 1.023.129,30
2.129.700,42 1.045.506,96
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.862,00 64.374,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.166,00 90.083,00
124.028,00 154.457,00
2.253.728,42 1.199.963,96

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bergkirchen, den 24. April 2024

René Ruhland

Philippa Hasse

Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JUNIQE GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der JUNIQE GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der JUNIQE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf die Angaben in Abschnitt A. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 4.c. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Finanzlage befindet. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird. Ich weise diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

München, den 29. April 2024

Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer

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