Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 3417
Eingetragen
2.10.2002
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)
Gegenstand
Der Fortbetrieb des in Frankfurt am Main unter der Firma Johann Keller betriebenen Unternehmens, nämlich die Übernahme und Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten jeder Art, insbesondere von Tiefbohrungen, Brunnen- und Schachtbauten, Grundwasserabsenkungen, Gründen und Bodenverdichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Stelte
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Daniel Marc Cordes
seit 21.1.2021
Geschäftsführer
Karsten Thomas Landau
seit 22.8.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Keller Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Keller Grundbau GmbH

Offenbach am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Keller Grundbau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Keller Grundbau GmbH, Offenbach am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Keller Grundbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 1.4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. •

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 14. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hellmich, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 43.345,00 56.957,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 11.275.411,67 9.776.419,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.356.674,42 30.725.451,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.049.733,03 1.008.238,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 309.670,00 46.991.489,12 6.972.229,27 48.482.339,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.435.562,38 3.435.562,38
50.470.396,50 51.974.859,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.943.888,00 2.166.713,17
2. Nicht abgerechnete Bauleistungen 115.722.780,25 63.001.328,15
3. Erhaltene Anzahlungen -118.666.668,25 0,00 -61.802.185,99 3.365.855,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.693.972,37 31.652.743,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.351.522,55 24.305.683,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 592.491,91 45.637.986,83 806.639,12 56.765.065,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.630.838,97 8.599.035,45
50.268.825,80 68.729.956,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 889.868,11 653.013,26
101.629.090,41 121.357.828,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.100.000,00 5.100.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.800.690,58 2.800.690,58
IV. Gewinnvortrag 2.970.645,43 2.970.645,43
15.871.336,01 15.871.336,01
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 10.777.928,92 11.095.637,07
2. Steuerrückstellung 0,00 16.363,68
3. Sonstige Rückstellungen 37.824.240,97 31.880.725,15
48.602.169,89 42.992.725,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 975.981,18 1.509.404,35
2. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 12.272.791,54
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.246.789,33 20.927.628,07
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.503.484,59 32.865.509,69
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.156.537,88 7.191.224,72
- davon aus Steuern EUR 1.741.347,57 (i. Vj. EUR 2.112.653,51) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.327,01 (i. Vj. EUR 4.418,20) -
37.155.584,52 62.493.766,83
37.155.584,52 62.493.766,83
101.629.090,41 121.357.828,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
EUR 2022
EUR
EUR
1. Umsatzerlöse 151.608.492,25 175.523.937,72
2. Erhöhung des Bestands an nicht abgerechneten Bauleistungen 52.721.452,10 9.724.543,61
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.689,32 463.744,97
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.997.635,40 19.565.935,38
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -64.534.020,76 -53.676.508,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -54.646.203,12 -119.180.223,88 -40.558.555,54 -94.235.063,59
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -45.369.390,36 -43.057.909,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.914.636,46 -54.284.026,82 -7.806.205,41 -50.864.115,11
- davon für Altersversorgung EUR 110.805,75 (i. Vj. EUR 85.144,28) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.417.205,92 -8.453.873,70
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -41.360.848,14 -36.447.993,14
9. Erträge aus Beteiligungen 728.437,85 6.964.122,63
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 728.437,85 (i. Vj. EUR 6.964.122,63) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.081,87 51.930,99
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 42.315,00 (i. Vj. EUR 42.315,00) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.021.353,31 -1.104.845,80
- davon an verbundenen Unternehmen EUR 757.312,77 (i. Vj. EUR 786.202,41) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 126.080,29
13. Ergebnis nach Steuern -4.122.869,28 21.314.404,25
14. Sonstige Steuern -54.274,43 -55.725,90
15. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung -4.177.143,71 21.258.678,35
16. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn / ausgeglichener Verlust 4.177.143,71 -21.258.678,35
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Keller Grundbau GmbH - im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt - mit Sitz in Offenbach am Main ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 3417 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz entspricht dem gesetzlichen Gliederungsschema (§ 266 Abs. 2 und 3 HGB); für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, im Zugangsjahr zeitanteilig, die entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt werden, bilanziert.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, im Zugangsjahr zeitanteilig, die entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt werden, bilanziert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Abschreibungen einbezogen. Sachanlagen, werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für Gebäude wird eine Nutzungsdauer zwischen 25 und 50 Jahren unterstellt. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über eine Nutzungsdauer von drei bis 14 Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für die Wertminderungen nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst wurden, berücksichtigt werden. Angemessene Abwertungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden für minderwertige oder nicht gängige Gegenstände gebildet. Darüber hinaus werden Abwertungen auf aktivierte Bauleistungen aufgrund verlustfreier Bewertung vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert bewertet und von den nicht abgerechneten Bauleistungen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Auf Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem Zeitwert bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt und ist voll eingezahlt.

Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Abzinsung erfolgte mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % p. a. (i. Vj. 1,80 %) p. a., der wie im Vorjahr gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene Abzinsungssatz herangezogen.

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden ein Rentensteigerungstrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) p. a. sowie eine Fluktuation von 0,06 % (i. Vj. 0,06 %) p. a. unterstellt.

Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Übersteigt der Wert des Deckungsvermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme (= Erfüllungsbetrag) angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst und unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der übersteigende Wert der erhaltenen Anzahlungen wird mit ihrem Nennwert bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich werden (sofern gleichartig und fristkongruent) saldiert in der Bilanz ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Aufgrund der bestehenden Organschaft werden auf der Ebene von Keller Grundbau GmbH als Organgesellschaft keine latenten Steuern bilanziert.

Dividenden der Tochtergesellschaften werden entweder bei Ausschüttung oder im Rahmen der phasengleichen Gewinnvereinnahmung als Beteiligungsertrag vereinnahmt.

2. Abweichung vom handelsrechtlichen Gliederungsschema für die Bilanz

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage der Gesellschaft werden die nicht abgerechneten Bauleistungen als gesonderter Posten innerhalb der Vorräte ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Keller Grundbau GmbH besitzt an folgenden Gesellschaften mindestens 20 % der Anteile:

Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Landeswährung ('000) Anteil am Kapital
%
Keller Grundbau Ges.m.b.H., Wien, Österreich 1 17.422 EUR 17.422 100,0
Keller Turki Co. Ltd., Dammam, Saudi-Arabien 1 -1.892 SAR -7.828 65,0
Keller specialne zakládánie spol. s.r.o., Bratislava, Slowakei 1 3.388 EUR 3.388 100,0
Keller Funderingstechnieken B.V., Alphen a/d Rijn, Niederlande 1.471 EUR 1.471 100,0
ARGE Spezialtiefbau NoSü Stadtbahn, Los Nord, Köln -121 EUR -121 50,0
ARGE Baugrube - TETRIS, Berlin 0 EUR 0 33,3
ARGE Mark 2.1.3., Bochum 640 EUR 640 33,3
ARGE A 45, Dortmund/Witten 923 EUR 923 33,3
ARGE Altbergbau Glüh- /Isolierlinie TK Bochum 389 EUR 389 33,3
ARGE Wilhelmstrasse, Berlin 131 EUR 131 50,0
ARGE Altbergbau Berufskolleg Witten 0 EUR 0 33,3
ARGE Gesundheitscampus, Bochum 0 EUR 0 33,3
ARGE Asphaltstollen, Hannover 981 EUR 981 33,3
ARGE Berthold-Beitz Boulevard, Essen 294 EUR 294 33,3
ARGE Bundeskanzleramt; Berlin 589 EUR 589 33,3
Ergebnis 2023
TEUR
Landeswährung ('000)
Keller Grundbau Ges.m.b.H., Wien, Österreich 1 4.203 EUR 4.203
Keller Turki Co. Ltd., Dammam, Saudi-Arabien 1 -997 SAR -4.127
Keller specialne zakládánie spol. s.r.o., Bratislava, Slowakei 1 486 EUR 486
Keller Funderingstechnieken B.V., Alphen a/d Rijn, Niederlande 255 EUR 255
ARGE Spezialtiefbau NoSü Stadtbahn, Los Nord, Köln 0 EUR 0
ARGE Baugrube - TETRIS, Berlin 61 EUR 61
ARGE Mark 2.1.3., Bochum 233 EUR 233
ARGE A 45, Dortmund/Witten 325 EUR 325
ARGE Altbergbau Glüh- /Isolierlinie TK Bochum 0 EUR 0
ARGE Wilhelmstrasse, Berlin 0 EUR 0
ARGE Altbergbau Berufskolleg Witten 29 EUR 29
ARGE Gesundheitscampus, Bochum 9 EUR 9
ARGE Asphaltstollen, Hannover 896 EUR 896
ARGE Berthold-Beitz Boulevard, Essen 235 EUR 235
ARGE Bundeskanzleramt; Berlin 589 EUR 589

1 Angabe der Werte zum 31. Dezember 2022, da derzeit kein festgestellter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vorliegt.

2. Vorräte

Der Bilanzposten "Nicht abgerechnete Bauleistungen" in Höhe von TEUR 115.723 (i. Vj. TEUR 63.001) wurde im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr offen nebst dem Posten "Erhaltene Anzahlungen" TEUR 118.667 (i. Vj. TEUR 61.802) ausgewiesen. Der übersteigende Wert der erhaltenen Anzahlungen wurde auf der Passivseite unter dem Posten "Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen" ausgewiesen und beträgt TEUR 12.273 (i. Vj. EUR 0).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.706 (i. Vj. TEUR 13.174) ausgewiesen.

Weiterhin sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.646 (i. Vj. TEUR 11.132) enthalten.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 11.060 (i. Vj. TEUR 11.402) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung, der in etwa den Anschaffungskosten entspricht, in Höhe von TEUR 282 (i. Vj. TEUR 306) saldiert. Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Altersversorgung und ist dem Zugriff fremder Dritter entzogen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich aus der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gegenüber der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, beträgt TEUR 68 (i. Vj. TEUR 326). Die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB kommt hier nicht zur Anwendung, da die Gesellschaft eine körperschaftsteuerliche Organgesellschaft ist und ein Gewinnabführungsvertrag besteht. (BMF-Schreiben vom 23.12.2016 "Änderung des § 253 HGB durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften; Auswirkung auf die Anerkennung steuerlicher Organschaften").

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Nach- und Garantiearbeiten, Personalverpflichtungen und für ausstehende Lieferantenrechnungen.

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 141 (i. Vj. TEUR 234) und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. Erträge aus der Abzinsung TEUR 13) wurden unter den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit 31.12.2023
Bis 1 Jahr
TEUR
1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 441 535 976
(Vorjahr) (548) (961) 0 (1.509)
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 12.273 0 0 12.273
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.247 0 0 11.247
(Vorjahr) (20.928) (0) (0) (20.928)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.503 0 0 3.503
(Vorjahr) (32.866) (0) (0) (32.866)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.157 0 0 9.157
(Vorjahr) (7.191) (0) (0) (7.191)
31. Dezember 2023 36.621 535 0 37.156
(Vorjahr) (61.533) (961) (0) (62.494)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.976 (i. Vj. TEUR 4.768) enthalten. Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 535 (Vj. TEUR 961).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europa - (davon Deutschland TEUR 128.936; i. Vj. TEUR 130.357) - 128.936 130.357
Mittlerer Osten 22.672 45.167
151.608 175.524

2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.182 (i. Vj. TEUR 1.222) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 1.217 (i. Vj. TEUR 758) aus der Währungsumrechnung enthalten.

3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12.026 (i. Vj. TEUR 15.270). Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.732; i. Vj. TEUR 8.804) sowie die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 8.294; i. Vj. TEUR 6.475).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (i. Vj. TEUR 0).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Berichtsjahr wurden keine Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen (i. Vj. TEUR 127 Steuerertrag).

5. Ergebnisabführungsvertrag

Mit Datum vom 18. Januar 2018 hat die Keller Grundbau GmbH mit der Keller Holding GmbH, Offenbach am Main, als alleiniger Gesellschafterin einen Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2018 abgeschlossen. Danach sind ab dem 1. Januar 2018 alle Gewinne der Keller Grundbau GmbH an die Keller Holding GmbH abzuführen. Die Keller Holding GmbH ist auf Grundlage dieses Vertrags ebenso verpflichtet, etwaige Verluste der Keller Grundbau GmbH auszugleichen. Der Vertrag konnte erstmals mit Ablauf des 31. Dezember 2022 gekündigt werden. Seit Ablauf der Mindestvertragsdauer wird der Ergebnisabführungsvertrag auf unbestimmte Zeit fortgesetzt, sofern er nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende gekündigt wird. Dies ist derzeit aber weder durch die Gesellschaft noch durch die Keller Holding GmbH vorgesehen.

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Haftungsverhältnisse

Im November 2018 wurden die bestehenden konzernweiten Rahmenkreditverträge auf Ebene der Keller Group plc neu verhandelt und im Zuge dessen die Kreditlinie auf GBP 375,0 Mio. erhöht. Da den Banken für den Rahmenkreditvertrag keine dinglichen Sicherheiten eingeräumt wurden, haften alle wesentlichen Konzerngesellschaften, unter anderem auch die Keller Grundbau GmbH, gesamtschuldnerisch für eine Inanspruchnahme. Die Haftung für die Konzernfinanzierung ist mit dem frei verfügbaren Eigenkapital in Höhe von EUR 8,3 Mio. der Keller Grundbau GmbH gedeckelt. Gleiches gilt für die im Jahr 2014 gezeichnete Privatanleihe aus Nordamerika über USD 125 Mio., die weiterhin ihre Gültigkeit hat. Die erste Tranche der Anleihe über USD 50,0 Mio. wurde am 12. Oktober 2021 fällig und zurückgezahlt. Die zweite Tranche über USD 75,0 Mio. wird am 16. Dezember 2024 fällig. Mit gesonderten Garantieverträgen verpflichten sich die wesentlichen Konzerngesellschaften, unter anderem auch die Keller Grundbau GmbH, als Hauptschuldner der Anleihe zur Rückzahlung des gesamten Betrags sowie eventueller Zinsforderungen. Die Nettoverschuldung des Keller Group plc-Konzerns betrug zum Jahresende 2023 EUR 168,7 Mio. (i. Vj. EUR 245,1 Mio.). Aufgrund der kontinuierlichen Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kreditauflagen durch die Keller Group plc sowie die Keller-Gruppe ist derzeit nicht davon auszugehen, dass eine Inanspruchnahme erfolgen wird.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Einzelgesellschaften ist derzeit nicht davon auszugehen, dass eine Inanspruchnahme der Keller Grundbau GmbH aus den Haftungsverhältnissen erfolgen wird.

Außerdem bestehen Haftungsverhältnisse im Rahmen der gesamtschuldnerischen Haftung aus Arbeitsgemeinschaften in der Rechtsform der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die Aufträge der Arbeitsgemeinschaften sind zum Bilanzstichtag weitgehend ausgeführt. Der zum 31. Dezember 2023 auf die Arbeitsgemeinschaftspartner entfallende Auftragsbestand beläuft sich auf TEUR 8.684 (i. Vj. TEUR 2.962). Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Arbeitsgemeinschaften und der betreffenden Partner ist derzeit nicht davon auszugehen, dass eine wirtschaftliche Inanspruchnahme erfolgen wird.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestanden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 4.116 (i. Vj. TEUR 3.165), davon sind TEUR 1.620 innerhalb eines Jahres und TEUR 2.496 zwischen zwei und fünf Jahren fällig.

VI. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft, Bezüge der Organmitglieder

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

- James (Jim) de Waele, hauptberuflich (Vorsitzender der Geschäftsführung bis 31.12.2023)

- Manuel Stelte, hauptberuflich (Vorsitzender der Geschäftsführung ab 01.01.2024)

- Daniel Cordes, hauptberuflich

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von den Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

2. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

2023 2022
Ingenieure, Techniker, Kaufleute 275 278
Poliere, gewerbliche Arbeitnehmer, Sonstige 431 406
706 684

3. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Abschlussprüfer für die Abschlussprüfungsleistung ein Gesamthonorar von TEUR 92 netto erwartet.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 4.177 wird über den Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe von der Gesellschafterin ausgeglichen.

5. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Keller Grundbau GmbH hatten. Hinsichtlich möglicher Risiken aus der Entwicklung der Baugewerbe verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

6. Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der Keller Grundbau GmbH ist die Keller Holding GmbH, Offenbach am Main. Oberste Muttergesellschaft (Konzernspitze) der Keller Holding GmbH ist die Keller Group plc, London, Großbritannien. Die Keller Group plc, London, Großbritannien, stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen nach § 292 Abs. 1 HGB befreienden Konzernabschluss auf, in den die Keller Grundbau GmbH und deren Tochtergesellschaften einbezogen werden. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Offenbach am Main, 14. Juni 2024

Keller Grundbau GmbH

Manuel Stelte

Daniel Cordes

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Kursdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 517.062,78 -1.116,08 0,00 0,00 0,00 515.946,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 18.762.032,47 -11.387,50 968.039,43 1.124.197,26 1.020.689,14 19.615.176,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.221.600,57 -366.113,43 6.870.446,95 2.831.070,95 5.545.502,51 98.480.049,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.217.506,83 -12.231,89 337.133,43 284.266,66 0,00 4.258.141,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.972.229,27 -76.153,53 19.470,00 0,00 -6.566.191,65 309.670,00
119.173.369,14 -465.886,35 8.195.089,81 4.239.534,87 0,00 122.663.037,73
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.435.562,38 0,00 0,00 0,00 0,00 3.435.562,38
123.125.994,30 -467.002,43 8.195.089,81 4.239.534,87 0,00 126.614.546,81
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Kursdifferenzen
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 460.105,26 -1.116,08 13.612,52 0,00 0,00 472.601,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 8.985.613,22 -11.387,50 475.103,58 1.109.564,69 0,00 8.339.764,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.496.148,60 -239.904,87 8.654.989,22 2.787.857,63 0,00 64.123.375,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.209.268,04 -11.317,16 273.500,60 263.042,80 0,00 3.208.408,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
70.691.029,86 -262.609,53 9.403.593,40 4.160.465,12 0,00 75.671.548,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
71.151.135,12 -263.725,61 9.417.205,92 4.160.465,12 0,00 76.144.150,31
Buchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 43.345,00 56.957,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 11.275.411,67 9.776.419,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.356.674,42 30.725.451,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.049.733,03 1.008.238,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 309.670,00 6.972.229,27
46.991.489,12 48.482.339,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.435.562,38 3.435.562,38
50.470.396,50 51.974.859,19

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Aufgabengebiet der Keller Grundbau GmbH liegt in der Lösung von Baugrundproblemen mit Schwerpunkten in der Baugrundverbesserung und der Injektionstechnik. Im Vordergrund steht die Erarbeitung von individuellen Sonderlösungen.

Die Gesellschaft verfügt im Inland über Zweigniederlassungen in Bochum-Wattenscheid, Köln, Hamburg, Hannover, München-Garching, Germendorf, Leipzig, Renchen, Offenbach am Main, Rimpar und Stuttgart. Ende 2023 wurde der Umbau des Verwaltungsgebäudes in Renchen fertiggestellt.

Im Ausland bestanden im Jahr 2023 Niederlassungen in Bahrain und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Rahmen der Verschlankung der Konzernstruktur wurde im Februar 2024 die Zweigniederlassung in Dubai in eine eigenständige Gesellschaft umgewandelt, um die geplante Ausgliederung in eine englische Tochtergesellschaft der Konzernmutter Keller Group plc vollziehen zu können. Um die interdisziplinare Fachkompetenz innerhalb der Gesellschaft zu verstärken, wurde eine weitere strukturelle Entscheidung getroffen, die Schwestergesellschaft Geo-Instruments GmbH auf die Keller Grundbau GmbH zum 01.01.2024 zu verschmelzen. Ferner war die Keller Grundbau GmbH im Jahr 2023 an Gesellschaften in Polen, Österreich, den Niederlanden und Saudi-Arabien beteiligt.

Die Geschäftsanteile an der Keller Grundbau GmbH werden vollständig durch die Keller Holding GmbH mit Sitz in Offenbach am Main, gehalten. Letztendlicher Eigentümer ist die Keller Group plc mit Sitz in London, Großbritannien. Seit 1999 ist die Gesellschaft Teil einer Organschaft mit der Keller Holding GmbH als Organträgerin. Der zugrunde liegende Ergebnisabführungsvertrag wurde im Januar 2018 erneuert.

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens werden die Gesamtleistung bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet.

1.2 Ziele und Strategien

In Anlehnung an die von der Konzernmutter ausgegebene strategische Ausrichtung hat die Gesellschaft verschiedenste Initiativen implementiert, um eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung herbeizuführen. Dazu gehören unter anderem die Sicherung und Erweiterung von (Groß-) Projekten sowie die Expansion des Produktportfolios. Durch qualitativ hochwertige Technologien und individuelle Lösungen soll außerdem die bestehende Marktposition erweitert werden.

Darüber hinaus liegt eine weitere Priorität auf dem Bereich des Risikomanagements und der Stärkung des Kontrollumfeldes. Infolgedessen sollen unter anderem verlustbringende Projekte minimiert sowie die Effektivität und Effizienz gesteigert werden.

Diese und weitere Ziele sind nur durch eine der wichtigsten Ressourcen zu erreichen, nämlich das Personal. Denn nur durch engagierte, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter kann eine qualitativ hervorragende Projektabwicklung gewährleistet werden. Das wird durch gezielte Trainings in den unterschiedlichsten Fachbereichen sowie außerdem in Ethik und Compliance sichergestellt.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr mit weiteren Investitionen den Gerätestamm erweitert und verjüngt. Die Grundlage hierzu bilden neben externen Investitionen auch die intensive Zusammenarbeit mit der KGS Keller Geräte & Service GmbH, in welcher die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Lieferung von Maschinen und Geräten zur Lösung von Baugrundproblemen mit Schwerpunkten in der Baugrundverbesserung mittels der Rüttel- und der Injektionstechnik im Vordergrund stehen. Der Standort Bochum umfasst eine Werkstatt für Gerätereparaturen, die hauptsächlich für eine prozessoptimierte Zerlegung und Neuerrichtung von Großgeräten dient. Standzeiten infolge von Geräteausfällen werden somit reduziert bzw. Geräte durch einen frühestmöglichen Tausch von Ersatzteilen modernisiert.

1.4. Erklärung zur Unternehmensführung

Bezüglich der Berichtspflichten zur Frauenquote geben wir an, dass für das Geschäftsjahr 2023 auf Ebene der Geschäftsführung und für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von Null festgelegt war, diese wurde erreicht. Bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2024 haben wir erneut eine Zielgröße von Null festgelegt. Für die Positionen sind jeweils umfangreiche branchenspezifische Kenntnisse im Bereich des Spezialtiefbaus notwendig, welche sich insbesondere durch eine langjährige Berufserfahrung und technische Ausbildung ergeben. Nach unserer aktuellen Auffassung verfügen die aktuellen Mitarbeiter in den Positionen über die notwendigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen weshalb ein Austausch der Mitarbeiter nicht geplant ist. Zudem liegt es im Interesse der Gesellschaft, auf Führungspositionen personelle Kontinuität sicherzustellen, weshalb Wechsel nur aufgrund des Geschlechts nicht durchgeführt werden. Der Frauenanteil auf den Führungsebenen wird daher im Rahmen der langfristigen Nachfolgeregelung priorisiert, wobei die offenen Stellen unabhängig vom Geschlecht mit den fachlich und persönlich geeignetsten Kandidaten besetzt werden. Bisher haben wir zudem keine geeigneten weiblichen Kandidaten für diese Positionen gewinnen können, wobei wir bestrebt sind dies zu ändern. Insbesondere sind Frauen nach unserer Erfahrung auf dem internen und externen Bewerbermarkt für diese Positionen deutlich unterrepräsentiert. Daher kann eine entsprechende Rekrutierung von Frauen für die entsprechenden Positionen nicht hinreichend sicher geplant werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1

Im Februar 2024 ist die Stimmung im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vormonat stabil geblieben. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo leicht besser eingestuft (Wert: minus 28 Punkte). Die Geschäftserwartungen gingen auf minus 51 Punkte zurück.

Bei den Baumaterialpreisen zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine Entspannung. Bis Dezember gingen viele Preise (Stahl, Bauholz, Glas) zum Teil deutlich zurück. Bei einigen energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) ging der Anstieg aber weiter. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit insgesamt rückläufigen Materialpreisen gegenüber 2023.

Der Anteil der Firmen, die eine Behinderung ihrer Produktion durch Auftragsmangel melden, ist von Januar 2021 (15 Prozent) bis Februar 2024 (40 Prozent) stark gestiegen. Geringer war der Anstieg bei der Behinderung durch Stornierungen von 3 auf 10 Prozent. Im Februar 2024 gaben noch 13 Prozent der Firmen an, durch Arbeitskräftemangel behindert zu werden.

Die Baugenehmigungen für neue Bauten (Baukosten) stiegen 2022 nominal um 2,6 Prozent. Angesichts der Baupreissteigerungen war dies ein Rückgang von 14 Prozent. Von Januar bis November 2023 stieg der nominale Rückgang auf 17 Prozent (real etwa minus 24 Prozent).

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2023 um 4,4 % (kalenderbereinigt - 4,0 %) zurück. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Januar 2023 bei 4,4 Monaten, ging aber bis zum Februar 2024 auf 3,6 Monate zurück. Der Auftragsbestand lag Ende September 2023 mit 75,5 Mrd. Euro nominal auf einem hohen Niveau, real war dies gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 2 %.

2023 gab es im Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 5,2 Prozent. Die BAUINDUSTRIE erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um rund 3,5 Prozent. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat im Vorjahr minimal auf 928.000 zugelegt, für 2024 wird ein Rückgang um etwa 10.000 Beschäftigte erwartet.

Alles in allem bedeutet dies für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,2 %. Die nominalen Umsätze erreichten einen Wert von 162,6 Mrd. Euro (plus 10,7 %). Im laufenden Jahr wird sich der reale Umsatzrückgang auf 3,5 % abschwächen. Dies liegt auch an den Baupreisen. Legten diese im Vorjahr um etwa 7 Prozent zu, erwarten wir für 2024 einen Rückgang um 1 Prozent.

1 Gemäß https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage-weiterer-umsatzrueckgang-fuer-2024 - vom 26.02.2024

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2023 waren in Deutschland trotz der etwas schwächeren Wintermonate aufgrund der guten Umsatzlage im März über dem Budget. Im zweiten Quartal lag der Umsatz ebenso über dem Budget, sodass die Umsatzlage der ersten Jahreshälfte insgesamt über dem Planniveau lag. Im dritten Quartal blieb der Umsatz insbesondere aufgrund der Urlaubsmonate unter den Erwartungen, dies konnte im vierten Quartal nicht kompensiert werden, da die hohen Umsätze der Monate November und Dezember aufgrund der nicht fertiggestellten Großprojekte erst im Jahr 2024 realisiert werden können. Somit lagen die Umsatzerlöse in Deutschland in 2023 insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund gestiegener Materialpreise und höherem Umsatzanteil aus Großprojekten mit niedrigeren Deckungsbeiträgen wurde im Jahr 2023 in den deutschen Niederlassungen ein leicht negatives Ergebnis erzielt. In den ausländischen Niederlassungen wurde insbesondere aufgrund der niedrigeren Umsätze in Abu Dhabi ebenfalls ein negatives Ergebnis erzielt. Der Auftragseingang war das ganze Jahr lang leicht rückläufig, allerdings konnten im Jahr 2023 einige Großprojekte gewonnen werden, die erst in 2024 begonnen beziehungsweise abgeschlossen werden, sodass der Auftragsbestand zum Jahresende auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau lag.

Die Gesamtleistung als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator lag im Geschäftsjahr mit EUR 204,3 Mio. um EUR 18,6 Mio. über dem Vorjahresniveau und der Planerwartung. Begründet ist diese Entwicklung im Wesentlichen durch den im Vergleich zum Vorjahr höheren Bestand der nicht abgerechneten Bauleistungen um EUR 43,0 Mio., dagegen haben sich die Umsatzerlöse um EUR 23,9 Mio. reduziert. Die Bestandsveränderung resultiert vornehmlich aus der operativen Tätigkeit der deutschen Niederlassungen und in Abu Dhabi, die reduzierten Umsatzerlöse sind insbesondere auf die niedrigeren Umsätze aufgrund von nicht abgeschlossenen Großprojekten in Abu Dhabi zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator lag mit - EUR 4,2 Mio. um EUR 25,4 Mio. unter dem Vorjahresniveau und unter der Planerwartung, im Wesentlichen bedingt durch den hohen Anteil der nicht im Geschäftsjahr realisierten Großprojekte.

2.3 Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen) lag mit EUR 204,3 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 185,7 Mio.). Davon entfielen EUR 157,2 Mio. auf Deutschland sowie EUR 47,1 Mio. auf den Mittleren Osten. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 175,5 Mio.) auf EUR 151,6 Mio. gesunken. Der Bestand an nicht abgerechneten Bauleistungen ist im Vergleich zum Vorjahr allerdings um EUR 43,0 Mio. gestiegen. So wurde im Berichtsjahr eine Bestandserhöhung in Höhe von EUR 52,7 Mio. ausgewiesen (im Vorjahr eine Bestandserhöhung von EUR 9,7 Mio.). Dagegen sanken im Geschäftsjahr aufgrund nicht durchgeführten Großreparaturen die aktivierten Eigenleistungen um EUR 0,4 Mio.

Das Rohergebnis (Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge und abzüglich Materialaufwand) ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 91,5 Mio. auf EUR 85,2 Mio. zurückgegangen, was im Wesentlichen auf die höhere Materialaufwendungen zurückzuführen ist. Diese sind von EUR 94,2 Mio. auf EUR 119,2 Mio. aufgrund von höheren Materialpreisen überproportional zur Gesamtleistung angestiegen. So liegt die Materialaufwandsquote in 2023 mit 58% über dem Vorjahresniveau (51%). Die Personalaufwendungen sind von EUR 50,9 Mio. auf EUR 54,3 Mio. gestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt dennoch mit 27% auf dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen liegen aufgrund von Geräteinvestitionen 2023 bei EUR 9,4 Mio. im Vergleich zu 2022 mit EUR 8,5 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 4,9 Mio. auf EUR 41,4 Mio. angestiegen. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die höhere Einstellung in die Wertberichtigungen (EUR -3,0 Mio.) sowie höhere Reisekosten (EUR -0,6 Mio.) und höhere Kosten für Kursverluste (EUR -0,5 Mio.) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,6 Mio. auf EUR 16,0 Mio. gesunken. Die Reduzierung resultiert weitestgehend aus den geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR - 5,1 Mio.). Dagegen lagen die Erträge aus Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen deutlich über dem Vorjahresniveau (EUR + 1,8 Mio.).

Die Reduzierung der Beteiligungserträge von EUR 7,0 Mio. auf EUR 0,7 Mio. ist hauptsächlich auf die Reduzierung der erhaltenen Dividendenzahlungen der österreichischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Diese lagen mit EUR 0,5 Mio. unter dem Vorjahresniveau von EUR 5,0 Mio.

Das Finanzergebnis liegt insgesamt mit EUR - 0,2 Mio. unter dem Vorjahresniveau von EUR 5,9 Mio. Das ist vor allem auf den Rückgang der Dividenden um EUR 6,3 Mio. auf EUR 0,7 Mio. zurückzuführen. Das Zinsergebnis liegt mit EUR - 0,9 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau von EUR - 1,1 Mio. und ist auf die Reduzierung der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen um EUR 0,1 Mio. zurückzuführen.

Insgesamt ergab sich somit für das Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR - 4,2 Mio. oder - 2,0 % der Gesamtleistung, welches insgesamt nominal deutlich unter dem Vorjahresniveau von EUR 21,3 Mio. bzw. 11,5 % im Verhältnis zur Gesamtleistung lag. Hierzu beigetragen haben insbesondere die höhere Materialaufwendungen aufgrund der gestiegenen Baumaterialpreise sowie die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträge. Die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zwar nominal angestiegen, im Verhältnis zu den Umsatzerlösen bleiben jedoch unverändert. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags glich die Gesellschafterin Keller Holding GmbH den Jahresfehlbetrag von EUR - 4,2 Mio. in voller Höhe aus.

2.4 Finanzlage

2.4.1 Kapitalstruktur

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine um EUR 19,7 Mio. gesunkene Bilanzsumme von EUR 101,6 Mio. aus. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Keller Holding GmbH beträgt das Eigenkapital unverändert EUR 15,9 Mio. Bei gleichbleibendem Eigenkapital und gesunkener Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote um 2,5 % auf 15,6 % gestiegen.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um EUR 5,6 Mio. auf EUR 48,6 Mio. erhöht. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die sonstigen Rückstellungen (EUR +5,9 Mio.) zurückzuführen, dagegen sind die Pensionsrückstellungen zurückgegangen (EUR -0,3 Mio.). In den sonstigen Rückstellungen sind weitestgehend Beträge für Nach- und Garantiearbeiten (EUR 10,9 Mio. gegenüber EUR 9,2 Mio. im Vorjahr), Personalverpflichtungen (EUR 7,5 Mio. gegenüber EUR 7,1 Mio. im Vorjahr) und für ausstehende Lieferantenrechnungen (EUR 17,7 Mio. gegenüber EUR 13,6 Mio. im Vorjahr) enthalten.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 37,2 Mio. Diese repräsentieren eine Quote von 36,6 % des Gesamtkapitals, im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten damit um insgesamt EUR 25,3 Mio. zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 29,4 Mio. auf EUR 3,5 Mio., den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 9,7 Mio. auf EUR 11,2 Mio., sowie der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 0,5 Mio. auf EUR 1,0 Mio., bei einer gegenläufigen Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 2,0 Mio. auf EUR 9,2 Mio.. Dagegen ergab sich im Berichtsjahr erstmalig einen übersteigenden Wert der erhaltenen Anzahlungen, der als Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 12,3 Mio. ausgewiesen wurde.

2.4.2 Investitionen

Die Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen lagen mit EUR 8,2 Mio. unter dem Abschreibungsvolumen in Höhe von EUR 9,4 Mio. Bei den Zugängen zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen handelte es sich überwiegend um Investitionen zur Erweiterung und Modernisierung der Geräteausstattung sowie der Renovierung des Verwaltungsgebäudes in Renchen. Der Bestand an Finanzanlagen hat sich zum Vorjahr nicht geändert.

2.4.3 Liquidität

Der Finanzmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 43,3 Mio. auf EUR 14,9 Mio. gesunken. Darin sind Forderungen aus einem Cash-Pool-Vertrag in Höhe von EUR 10,3 Mio. (im Vorjahr EUR 34,7 Mio.) enthalten, die mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnet wurden. Die rückläufige Entwicklung des Finanzmittelbestandes ist auf den negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 19,0 Mio. zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit EUR 7,8 Mio. negativ, wie auch der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 1,6 Mio. Insgesamt war die Gesellschaft im Geschäftsjahr jedoch jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 19,7 Mio. auf EUR 101,6 Mio. reduziert.

Das Anlagevermögen, welches 49,7 % der Bilanzsumme beträgt, hat sich um EUR 1,5 Mio. auf EUR 50,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des Sachanlagevermögens um EUR 1,5 Mio. auf EUR 47,0 Mio. Das Umlaufvermögen mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 49,5 % hat sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr vorwiegend umsatzbedingt um EUR 18,5 Mio. auf EUR 50,3 Mio. reduziert.

Bei den Vorräten ist eine Reduzierung um EUR 3,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies ist vor allem dem relativ gestiegenen Anteil der erhaltenen Anzahlungen auf die nicht abgerechneten Bauleistungen geschuldet. Die erhaltenen Anzahlungen übersteigen im Berichtsjahr den Bestand an nicht abgerechneten Bauleistungen und führen zum kompletten Ausgleich des Vorratsvermögens auf EUR 0.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 45,6 Mio. haben sich um EUR 11,1 Mio. reduziert. Die Reduzierung ergibt sich aus der Reduzierung der Forderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 9,0 Mio. auf EUR 22,7 Mio. sowie Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 2,0 Mio. auf EUR 22,4 Mio.

Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie den Geschäftsverlauf 2023 als positiv. Aufgrund der in 2023 gewonnenen und gestarteten Großprojekte sind gute Aussichten für das Jahr 2024 zu erwarten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

Chancen sehen wir weiterhin insbesondere im bereits begonnenen Ausbau neuer Produktgruppen und der Erweiterung des Angebotsvolumens im Bereich kompletter Baugruben sowie in der höheren Eigenleistung bei Bohrpfahlarbeiten, Schlitzwandarbeiten und Erweiterung des Produktportfolios durch CFA Piles. Zusätzlich beabsichtigen wir unser Geschäft im Bereich der Geothermie auszubauen. Daher ist von einer konstant positiven Geschäftslage der Keller Grundbau GmbH auszugehen.

Im Bereich des Nachtrags- und Claim-Managements ergibt sich durch die Durchsetzung von Forderungen oder Nachträgen aus Änderungen der ursprünglich vereinbarten Bauleistung die Chance, ein besseres Ergebnis erzielen zu können. Dies wird unternehmensseitig durch ein qualifiziertes Nachtragsmanagement begleitet, um potenzielle Chancen zu realisieren. Dafür nutzen wir eigene Mitarbeiter wie auch die Dienste von erfahrenen Gutachter-Büros. Unterstützt wird dieses Nachtragsmanagement durch die Rechtsabteilung. Im Geschäftsjahr 2024 werden insbesondere Chancen aus der Ausführung und dem Abschluss der gegen Ende 2023 angefangenen Großprojekte entstehen.

Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ist die Gesellschaft auch Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Keller Grundbau GmbH verfügt in dieser Hinsicht seit Jahren über interne Systeme, welche die frühzeitige Risikoerkennung und -kontrolle zum Gegenstand haben. Dabei werden die laufenden Geschäfts- und Unterstützungsprozesse stetig auf mögliche Effizienzsteigerungen geprüft, gleichzeitig aber auch auf potenzielle Kostenreduktionen. Dies mit dem Fokus, die Tätigkeit der Keller Grundbau GmbH in ein ausgewogenes Verhältnis zu den aufgewendeten Kosten zu stellen.

Ziele des Risikomanagements in der Keller Grundbau GmbH sind vor allem auch die Sicherung der übergeordneten Unternehmensziele sowie die Vermeidung der Verwirklichung von Risiken in finanzieller Hinsicht. Um dies zu gewährleisten, werden über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken erkannt, analysiert, bewertet und überwacht, um entsprechende Maßnahmen zur Beherrschung der Risiken abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf die Gesellschaft einwirken, als auch Risiken, die einen internen Ursprung haben. Auf diese Weise wird vor jeder Auftragsannahme ein genau definierter Freigabeprozess durchlaufen, welches neben unternehmensspezifischen Risiken auch die makroökonomischen und umweltbezogenen Risikofaktoren abdeckt, sodass wesentliche Einflussfaktoren validiert werden können und stets vor jeder Auftragsannahme neu bewertet werden.

Risiken, die nicht nur vor einer Auftragsabwicklung auftreten können, sondern auch während einer Projektdurchführung, wie z.B. Preis-, Ausfall- und Währungsrisiken werden durch die Vernetzung der internen Abteilungen mit denen der Muttergesellschaft jeden Tag aufs Neue unterbunden. Dafür werden im Zuge regelmäßiger Projektdurchsprachen mit den Fachabteilungen Ingenieurwesen, Einkauf, Recht sowie Finance im Hinblick der jeweiligen Projektentwicklung die Chancen und Risiken eruiert und bewertet.

Als Teil des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist für die Gesellschaften der Keller Group plc verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches wirtschaftliches Agieren im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Compliance bedeutet für in diesem Zusammenhang gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Die Keller Grundbau GmbH als Teil der Keller Group plc legt höchsten Wert darauf, dass rechtliche Vorgaben (wie z.B. UK Bribery Act) und Unternehmensregeln verbindlich eingehalten werden. Diese Regeln werden gelebt, regelmäßig geschult und kontinuierlich weiterentwickelt.

Ein weiterer Kernpunkt ist die Sicherheit auf den Baustellen und die Vermeidung von Arbeitsunfällen. Daher werden auch weiterhin entsprechende Maßnahmen in der Keller Grundbau GmbH durchgeführt, um das Bewusstsein für die eigene Sicherheit und andere am Bau Beteiligte zu verbessern. Gruppenweit werden alle für die Arbeitssicherheit und Umweltbelange relevanten Vorfälle aufbereitet und als Schulungsgrundlage verwendet. Die Gesellschaft hat die Zertifizierung gemäß der OHSAS 18001 im Frühjahr 2018 erhalten und wird diese im Interesse unserer Kunden und zum Schutz unserer Mitarbeiter weiterverfolgen.

Infolge der in 2018 neu verhandelten konzernweiten Rahmenkreditverträge wurde eine Kreditlinie von GBP 375,0 Mio. vereinbart. Wie in den Vorjahren werden den Kreditgebern keine dinglichen Sicherheiten gestellt, so dass alle wesentlichen Konzerngesellschaften, unter anderem auch die Keller Grundbau GmbH, gesamtschuldnerisch für die Inanspruchnahme der eingeräumten Linien haften. Auf die Darlegung der Haftungsverhältnisse im Anhang wird verwiesen. Aufgrund der ausreichenden Kreditlinien, bedingt durch die Einbindung in den Rahmenvertrag der Keller Group plc, und der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben wird das Risiko der Liquiditätsversorgung als gering bewertet.

Die Auswahl unserer Mitarbeiter sowie die stetige Qualifizierung und Weiterbildung stehen im Mittelpunkt unserer Personalpolitik. Das Risiko einer sich wesentlich verändernden Personalstruktur sowie des Verlusts von Schlüsselpersonal bewerten wir ebenfalls als gering. Dies ergibt sich unter anderem aus unserer stets niedrigen Fluktuationsrate sowie der überwiegend langjährigen Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter.

Insgesamt sind aus Sicht der Geschäftsführung keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die zu einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 führen könnten. Die Geschäftsführung sieht auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.

3.2 Prognosebericht

Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 87,8 Punkte gestiegen, nach 85,7 Punkten im Februar. Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen fielen deutlich weniger pessimistisch aus. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich. Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gestiegen. Die aktuelle Lage wurde etwas besser beurteilt. Nach dem historischen Tief im Vormonat legten die Erwartungen etwas zu. Die Aussichten bleiben jedoch düster. 2

Der Beginn des Geschäftsjahres 2024 war durch die Ausführung eines zum Ende des Jahres 2023 angefangenen Großprojektes positiv beeinflusst. Der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 war allerdings verhalten. Wir gehen jedoch davon aus, dass aufgrund der in dem Vorjahr gewonnenen Großprojekte und des aktuell hohen Auftragsbestands die Keller Grundbau GmbH ihre für 2024 festgelegten Planwerte erreichen wird.

Der Auftragsbestand zum Stichtag hat sich basierend auf der internen Berichterstattung von EUR 49,4 Mio. auf EUR 85,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Davon entfallen EUR 76,7 Mio. (im Vorjahr EUR 42,8 Mio.) auf das deutsche Geschäft und EUR 8,3 Mio. (im Vorjahr EUR 6,6 Mio.) auf den Mittleren Osten. Der Auftragsanstieg ist auf die in 2023 gewonnenen Großprojekte der Keller Grundbau GmbH in Deutschland wie auch im Mittleren Osten zurückzuführen. Zum Ende des ersten Quartals des neuen Jahres liegt unser Auftragsbestand weiterhin auf einem guten Niveau. Für die Zukunft gehen wir weiterhin von einer stabilen Auftragsentwicklung aus.

Insgesamt gehen wir daher davon aus, die für 2024 erstellten Planwerte zu erreichen. Wir erwarten, dass die Gesamtleistung leicht über der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wird und dass wir ein positives Ergebnis nach Steuern erzielen werden. Aufgrund des Prognosecharakters dieser Einschätzung kann die tatsächliche Entwicklung jedoch von unseren Erwartungen abweichen. Insbesondere gilt dies vor dem Hintergrund der aktuellen Situation auf der Bauhauptgewerbe und reduzierter Auftragseingänge die negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und damit letztlich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können.

2 Gemäß Pressemitteilung des Ifo Instituts, ifo Geschäftsklima Deutschland, München vom 22. März 2024.

 

Offenbach am Main, 14. Juni 2024

Keller Grundbau GmbH

Manuel Stelte

Daniel Cordes

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