Ride Aventon Germany GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Burak Vardal seit 29.10.2024 | Geschäftsführer |
Paul Collins seit 29.10.2024 | Geschäftsführer |
Angelika Mittermaier seit 29.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 38.46% | |
| 38.46% |
| Name | Anteil |
|---|---|
EQT Ventures Investments S.à r.l. | 16.92% |
Makers Fund LP | 5.64% |
Foobar Iceland ehf. | 0.51% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Popcore GmbHMünchen (vormals: Berlin)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024DER POPCORE GMBH, MÜNCHEN (VORMALS: BERLIN)AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. MÄRZ 2024DER POPCORE GMBH, MÜNCHEN (VORMALS: BERLIN)
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2024I. Allgemeine Angaben Die Popcore GmbH hat ihren Sitz in München (vormals: Berlin) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB Reg. Nr. 297169). Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB erstellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Es wurden die Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB gewählt. Die gesetzlichen Gliederungsvorschriften wurden beachtet. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise der Vermerk im Anhang gewählt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Euro aufgestellt. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 07. März 2024 wurde das Geschäftsjahr auf den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025. Folgejahr umgestellt. Der Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 ist ein Rumpfgeschäftsjahr. II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften werden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage. Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen: 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivseite Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. In die Herstellungskosten wurden die unmittelbar zurechenbaren Kosten einbezogen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten gemäß §253 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Die Anschaffungskosten wurden gemäß §255 Abs. 1 HGB ermittelt. Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß §253 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden gemäß §255 Abs. 1 HGB ermittelt. Die Abschreibungen werden aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Sämtliche Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 bis EUR 800 betragen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Wert weniger als EUR 250 betragen, werden sofort als Aufwand erfasst. In den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder niedrigeren Wertansätzen gem. § 253 Abs. 3 S. 5 und 6 HGB bewertet. Die geleisteten Anzahlungen auf Grund abgeschlossener Lieferungs- und Leistungsverträgen werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivseite Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnende Aufwendungen. Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzung sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über einen Zeitraum von zwei Jahren abgeschrieben. Die beweglichen Vermögensgegenstände werden linear über einen Zeitraum zwischen drei und 13 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen Der mittelbare und unmittelbare Anteilsbesitz der Popcore GmbH gliedert sich wie folgt:
Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde gemäß §290 Abs. 5 HGB i.V.m. §296 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Beteiligungen verzichtet. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten:
Die Forderung gegen die Popcore S.L.U. beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Zahlungen im Auftrage der Tochtergesellschaft und hat eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderung gegen die Rollic Games Germany GmbH resultiert aus einer Rückforderung aus überhöhten Vorabausschüttungen im Geschäftsjahr 2023, sowie der Forderung aus der Verlustübernahme des Fehlbetrags im Rumpfgeschäftsjahr 2024. Die Forderungen gegen die Rollic Games Oyun Yazılım ve Pazarlama A.Ş. und Zynga Inc. stammen aus Lieferungen und Leistungen und haben, ebenso die wie übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten:
Das Darlehen sowie die Kautionen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 32,5. Es setzt sich aus Stammgeschäftsanteilen von TEUR 25 und Vorzugsgeschäftsanteilen von TEUR 7,5 zusammen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.543 (Vorjahr: TEUR 6.125) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.838 (Vorjahr: TEUR 1.170) Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Rollic Games Oyun Yazılım ve Pazarlama A.Ş. haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Nanotribe GmbH, der Take Two Inc., Natural Motion und Popcore S.L.U. haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 2.223). Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen die TakeTwo Gruppe tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Die TakeTwo Gruppe bzw. die Take-Two Interactive Software Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024/25 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Zum 31. März 2024 ist kein laufender Steueraufwand aufgrund der „Pillar Two“ Regeln angefallen, da diese erstmals im Geschäftsjahr 2024/25 anwendbar sind. Zudem werden keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den „Pillar Two“ Regeln erfasst. Die Gesellschaft sowie die TakeTwo-Gruppe bewerten derzeit die Auswirkungen der „Pillar Two“ Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Rollic Games Germany schätzt die Gesellschaft, dass keine Ergänzungssteuern auf Ebene der Popcore GmbH anfallen werden. Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Zum Abschussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Büroräume in Berlin im Gesamtumfang von TEUR 1.528 mit folgenden Restlaufzeiten:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr: TEUR 1.453) enthalten. Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Währungsumrechnungen i. H. v. TEUR 334 sowie Mieten für Büroräume i. H. v. TEUR 118 sowie Server-, Datenanalysekosten i. H. v. TEUR 537 und Werbekosten i. H. v. TEUR 98. V. Sonstige Angaben Angestellte Im Jahresdurchschnitt beschäftigt die Popcore GmbH im Rumpfgeschäftsjahr 2024 71 Mitarbeiter (Vorjahr: 89). Nicht berücksichtigt sind die Geschäftsführer. Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf die vorhandenen Abteilungen auf:
Geschäftsführung Folgende Personen waren im Berichtsjahr als Geschäftsführer bestellt:
Alle Mitglieder der Geschäftsführung sind berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Zum Abschlussstichtag bestanden keine von den Gruppengesellschaften an die oben genannten Mitglieder der Geschäftsführung ausgegebenen Darlehen. Des Weiteren wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Nachtragsbericht Im September 2024 wurde aus strategischen Gründen beschlossen 20 Mitarbeiter abzubauen. Am 23. Oktober 2024 wurde von der Gesellschaftsversammlung eine Sitzverlegung von Berlin nach München beschlossen. Diese wurde am 29. Oktober 2024 im Handelsregister eingetragen. Abschlussprüferhonorar Das im Rumpfgeschäftsjahr 2024 als Aufwand erfasst Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 35. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Ergebnisverwendung Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag vom 18. Oktober 2023 mit der Rollic Games Germany GmbH, Berlin. VI. Verbundene Unternehmen Durch den Verkauf der Geschäftsanteile am 15. November 2022 an die Rollic Games Germany GmbH, ist die Popcore GmbH eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Rollic Games Germany GmbH, Berlin, Deutschland. Der Jahresabschluss der Popcore GmbH wird in den Konzernabschluss der Take-Two Interactive Software Inc. einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die Take-Two Interactive Software Inc. hat ihren Sitz in New York City, New York, USA. Die Take-Two Interactive Software Inc. veröffentlicht ihre Quartals- und Jahresabschlüsse bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC): Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen fanden nicht statt.
München, den 12. Dezember 2024 Popcore GmbH gez. Angelika Mittermaier, Geschäftsführerin gez. Paul Collins, Geschäftsführer gez. Burak Vardal, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
LAGEBERICHT für das Rumpfgeschäftsjahr 2024Popcore GmbH, München (vormals: Berlin)1. Grundlagen der Gesellschaft Die Popcore GmbH wurde 2018 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und das Publishing von Hyper- sowie Hybrid Casual-Spielen für mobile Endgeräte (Mobiltelefone und Tablets) konzentriert. Popcore ist ein führender Entwickler im Puzzle- Genre und hat mit Spielen wie Parking Jam 3D und Pull the Pin! die Charts angeführt. Beide Spiele gehören zu den am häufigsten heruntergeladenen Spielen im US-amerikanischen Apple App Store. Popcore veröffentlicht seine Spiele weltweit und kostenlos (free-to-play) über die App-Plattformen von Apple (iOS) und Google (Android). Der Umsatz resultiert maßgeblich aus Werbeeinnahmen und zu einem geringen Anteil aus In-App Verkäufen. Seit November 2022 ist die Popcore GmbH Teil des börsennotierten US-Unternehmen Take-Two Interactive (NASDAQ: TTWO), einem weltweit führenden Anbieter von interaktiver Unterhaltung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenentwicklung Der globale Spielemarkt ist in 2023 im Vergleich zu 2022 wieder leicht gewachsen, mit einer Wachstumsrate von 0,6%. Das geschätzte Gesamtumsatzvolumen beläuft sich damit für diesen Zeitraum auf 184,0 Milliarden US-Dollar. Der Spielemarkt zeigt hierdurch eine zunehmende Stabilisierung nach den pandemiebedingten Turbulenzen in der Branche. Während das Segment der Mobilen Spiele den nach wie vor größten Umsatzanteil im Spielemarkt aufweist, wird aufgrund der schwierigen Datenschutzlandschaft nur ein begrenztes Wachstum bis 2026 erwartet. (Quelle: Newzoo, 2023 Global Games Market Report"; Stand Februar 2024). Das Marktsegment mit dem größten Marktanteil von ca. 49% bzw. 90,5 Milliarden US-Dollar des Gesamtumsatzvolumens ist erneut das Segment Mobile Spiele. Jedoch sind die Umsätze in 2023 in diesem Segment um 1,4% gegenüber 2022 zurückgegangen ist. Spiele-Publisher sehen sich weiterhin mit datenschutzbezogenen Monetarisierungs- und Nutzerakquisitionsproblemen konfrontiert und arbeiten an Strategien mit diesen umzugehen und verändert Ansätze für Wachstum im Rahmen dieser Richtlinien zu finden. Dennoch wird das Segment Mobile Spiele mit einem Anteil von knapp der Hälfte des gesamten Weltmarktes das mit Abstand bedeutendste Segment bei den Verbraucherausgaben für Spiele bleiben. (Quelle: Newzoo, 2023 Global Games Market Report"; Stand Februar 2024). 2.2 Geschäftsverlauf Diese Verlangsamung ist im Wesentlichen auf datenschutzbezogene Monetarisierungs- und Nutzerakquisitionsherausforderungen zurückzuführen, denen sich die Entwickler von Spielen für mobile Endgeräte seitens Apple und Google gegenübersehen. Diese Maßnahmen erschweren es, geeignete Nutzer und deren Verhalten zu identifizieren, was sich deutlich auf die Nutzerakquise auswirkt. Das Unternehmen sieht sich Herausforderungen bei der Messung und Optimierung von Werbekampagnen gegenüber. Des Weiteren sind die Kosten für die Nutzerakquise im Markt gestiegen, was sich erschwerend auf die Investitionsentscheidungen für neue Spiele auswirkt. Dadurch wird der Fokus auf bestehende Spiele im Portfolio (Spiele im "Live-Betrieb") erhöht, statt auf neue Spiele und Wachstumspfade zu investieren. Dies fördert die Konzentration von Umsätzen und die damit verbundene Abhängigkeit von bestehenden Spielen. Das Unternehmen hat in Erwartung auf eine weitere Verschlechterung des Marktumfelds im Geschäftsjahr 2023 Restrukturierungsmaßnahmen zur Einsparung operativer Kosten im Bereich Personal gestartet. Diese Einsparungen sind im Wesentlichen auf überproportional gestiegene Personalkosten in den Abteilungen der Spielentwicklungen während der wachstumsstarken Pandemiejahre zurückzuführen. Vor dem Hintergrund der Ungewissheit über die anhaltende Entwicklung im Spielemarkt für mobile Endgeräte sowie die verlangsamte Umsatzentwicklung des Unternehmens in diesem Geschäftsjahr hat das Management die Kostenbasis nicht mehr vereinbar angesehen und eine somit notwendige Verschlankung der Produktlinien und Teamstrukturen gestartet, welche im Rumpfgeschäftsjahr 2024 fortgesetzt wurde. Der Rohertrag ist im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich um 85,26% gesunken, was einen überproportionalen Rückgang zum verkürzten Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 darstellt. Der absolute Rückgang resultiert bei einer leicht verbesserten Rohertragsmarge aus dem deutlich niedrigeren Geschäftsvolumen im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr. Damit entspricht die Entwicklung des Rohertrags der Prognose. Das EBITDA beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2024 TEUR -369. Die Prognose aus dem Geschäftsjahr 2023 für das Geschäftsjahr 2024 wurde aufgrund von Sondereffekten aus der Restrukturierung, welche im Wesentlichen im Rumpfgeschäftsjahr angefallen sind, nicht erreicht. Im Gesamtjahr 2024 wird das prognostizierte EBITDA voraussichtlich erreicht. Die Restrukturierung mit der damit einhergehenden Verschlankung der Produktlinien und Teamstrukturen hat die operative Effizienz gesteigert und zur Verbesserung der Konzentration auf die fundamentalen Produktentscheidungen beigetragen. Die neue Struktur ermöglicht ein agileres Entscheiden und Umsetzen der anschließenden Maßnahmen. Somit kann besser auf die anstehenden Herausforderungen reagiert sowie mit neuen Ansätzen der Wachstumssteigerung experimentiert werden. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gesellschaft in dem aktuellen Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt. Forschung und Entwicklung Die Arbeit an der Verbesserung unserer Spiele und die Produktumstellung auf neue Monetarisierungsmodelle steht im Fokus des Unternehmens. Der Vorteil der Gesellschaft ist die schnelle Reaktion auf Marktbedürfnisse. Durch unsere Entwicklungstätigkeit soll die langfristige Umsatzgewinnung pro Nutzer gesichert werden. Hierfür waren zum 31. Dezember 2023 37 Mitarbeiter beschäftigt. 2.3 Lage der Gesellschaft Ertragslage Der Rohertrag beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.430 und liegt damit unterproportional unter dem des Vorjahres (TEUR 23.263). Der Rückgang resultiert bei einer leicht verbesserten Rohertragslage aus dem deutlich niedrigeren Geschäftsvolumen im Rumpfgeschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere aufgrund der niedrigeren Performance Marketing Aufwendungen liegen die hochgerechneten Umsatzerlöse unter dem Vorjahresumsatz. Die Gesellschaft arbeitet stetig daran, die Performance Marketing-Aktivitäten zu optimieren und auf die performantesten Creatives sowie lukrativsten Länder und Kampagnen-Kohorten auszurichten. Die Werbeeinnahmen waren der hauptsächliche Umsatztreiber, die In-App Purchases weisen weiterhin nur einen geringen Anteil der Umsätze aus. Die Umsatzerlöse werden zu ca. Zwei Drittel innerhalb von Nordamerika erzielt, ca. 15% entfallen auf Europa. Die restlichen Umsatzerlöse werden weltweit erzielt, wobei diese insbesondere in Asien und Ozeanien erzielt werden. Popcore beschäftigte im Geschäftsjahr zum 31. März 2024 71 Mitarbeiter (Vorjahr 89). Der Personalaufwand ist entsprechend nach Bereinigung von Auswirkungen durch Anteilsoptionen von im Vorjahr TEUR 8.002 auf TEUR 2.504 gesunken, was im Verhältnis zum Rohertrag einer Personalaufwandsquote von 73,0% (Vorjahr: 34,3%) entspricht. Der überproportionale Anstieg resultiert insbesondere aus restrukturierungsbedingten Aufwendungen. Im Vorjahr enthielten die Personalaufwendungen Kosten für virtuellen Anteilsoptionen in Höhe von TEUR 5.473, in diesem Geschäftsjahr betrugen die Kosten für virtuelle Anteilsoptionen TEUR 1.153. Dies führt dazu, dass die Personalaufwendungen ohne die vorgenommene Bereinigung um TEUR 9.688 zurückgegangen sind. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr ein EBITDA in Höhe von TEUR -369 erzielt werden (Vorjahr: TEUR 3.355). Die Erträge und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung haben das Ergebnis vor Steuern per Saldo in Höhe von TEUR +236 (Vorjahr: TEUR -194) beeinflusst. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern und Aufwendungen aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -1.189 erzielt (Vorjahr: TEUR 3.425). Die Erträge und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung haben das Ergebnis vor Steuern per Saldo in Höhe von TEUR 1.005 (Vorjahr: TEUR -194) erhöht. Der Jahresfehlbetrag von TEUR -1.196 wurde aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages vollständig durch die Rollic Games Germany GmbH übernommen. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich insbesondere über Eigenkapital. Bedingt durch Veränderungen des Working Capitals sind die flüssigen Mittel im Laufe des Geschäftsjahrs um TEUR 3.880 auf TEUR 26.990 gestiegen. Die Gesellschaft war im Rumpfgeschäftsjahr 2024 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der vereinfachte Cashflow (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung + Abschreibungen +/- Veränderungen der Rückstellungen) beträgt TEUR -4.223. Vermögenslage Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 wurden im Wesentlichen Investitionen in EDV-Hardware getätigt. Die Gesamtinvestitionen betrugen TEUR 415. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.100 auf TEUR 54.961 gemindert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich bedingt durch das niedrigere Geschäftsvolumen im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 auf TEUR 7.102 (Vorjahr: TEUR 10.390) reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund der Steuerrückerstattungen aus der steuerlichen Organschaft um TEUR -4.500 auf TEUR 2.165 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind im Rumpfgeschäftsjahr von TEUR 7.397 im Vorjahr auf TEUR 5.559 gesunken, was im Wesentlichen auf die Reduktion von geringere Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen zurückzuführen ist. Der Rückgang dieser resultiert insbesondere aus dem niedrigeren Geschäftsvolumen im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023. Die Steuerrückstellung sind aufgrund von Steuerzahlungen für die Vorjahre von TEUR 2.414 im Vorjahr auf TEUR 387 zurückgegangen. Aufgrund von aufgelaufenen Verbindlichkeiten aus der Nutzerakquise sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.279 angestiegen und betragen zum Stichtag TEUR 16.101. Aufgrund zurückgegangener Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Kirchensteuer sind die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.323 auf TEUR 679 gesunken. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft steuert das Unternehmen im Wesentlichen über den Rohertrag und EBITDA. Der Rohertrag ist dabei der Umsatz abzüglich der Materialaufwendungen. Letztere stellen die Kosten für die Nutzerakquisition (User Akquisition Costs) dar. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Geschäftstätigkeit nicht verwendet. 3. Chancen- und Risikobericht Chancen 2023 hat das Segment der Mobilen Spiele aufgerüttelt, im Besonderen die Entwickler und Publisher mit maßgeblich werbefinanzierten Umsätzen und Performance Marketing Aktivitäten. Der Trend in diesem Genre hat sich aufgrund der zunehmenden Einschränkungen der Nutzerakquise auf hybride Monetarisierungsstrategien weiterentwickelt. Diese waren bisweilen in diesem Gerne fast ausschließlich auf Umsätze durch Werbeeinnahmen ausgelegt. Vor dem Hintergrund der datenbezogenen Einschränkungen werden die Spiele verstärkt auf In-App-Käufe umgestellt. Das Ziel ist, die langfristige Umsatzgewinnung pro Nutzer in einem Marktumfeld zu sichern, in dem rein werbefinanzierte Spieletitel vorrangig von der Effektivität des Nutzer-Targeting und von niedrigen Kosten in der Nutzerakquise durch gezieltes Nutzer-Targeting abhängig sind. Die Produktumstellung auf Monetarisierungsmodelle mit höherem Anteil an In-App-Käufen am Gesamtumsatz ist auch ein Fokus im Geschäftsjahr des Unternehmens gewesen. Das ist eine anhaltende Veränderung in der bisherigen Monetarisierungsstrategie, die damit die Produktentwicklung dauerhaft verändert hat und den internen Aufbau von notwendiger Expertise notwendig machte. Damit können neuartige Spielideen und Methoden der Nutzerbindung implementiert werden. Die Vorteile dieser Umstellung sind eine längerfristige Bindung und Monetarisierung von Nutzern, die eine bessere Planbarkeit der Umsätze sowie auch Profitabilität ermöglichen kann. Aus diesem Grund werden alle neuen Produktentscheidungen von diesem Ansatz geleitet und bringen zugleich neue Zielgruppen für das Unternehmen. Hiermit wird der Nutzerkreis erhöht, woraus ein langfristig diversifiziertes Spiele- und Umsatzportfolio resultiert. Weiterhin hat seit der Übernahme durch den Take-Two Konzern ein intensiver Erfahrungsaustausch und diverse Kooperationsprojekte für die Verbesserung der Spieleentwicklung, der Nutzerakquise und der Monetarisierung in den Spielen stattgefunden. Im Ergebnis konnten bereits neue Spielerlebnisse entwickelt werden und dadurch für die Nutzer ein breiteres Angebot geschaffen werden. Durch diesen Erfahrungsaustausch und stellenweise Synergien werden Nutzer von neuen Spielerlebnissen profitieren. Diese Dynamik ist ein Beleg für die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an sich verändernde Marktverhältnisse. Diese Fähigkeit hat sich auch in der frühzeitigen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen nach Feststellung der sich anbahnenden Veränderungen im Spielemarkt als wirtschaftlich vorteilhaft erwiesen. Das Unternehmen hat frühzeitig festgestellt, dass die bestehenden Strukturen und Prozesse gegen die Entwicklung im Markt laufen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Strukturlinien und interne Abläufe umgestellt, um den Anforderungen der Nutzer sowie den veränderten Rahmenbedingungen im Spielemarkt gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund sieht das Unternehmen auch weiterhin großes Potenzial, neue Spielerlebnisse zu entwickeln und langfristige Entwicklungsprojekte anzustoßen. Risiken Markt-, Technologie- und Branchenrisiken Ein grundsätzliches Risiko für Spieleanbieter im Segment Mobile Spiele ist die Abhängigkeit von den App-Plattformen Apple, Google sowie den Werbenetzwerken. Diese Abhängigkeit ist nach wie vor gegeben, woraus sich eventuelle Nachteile hinsichtlich der Nutzerakquise und Monetarisierung ergeben können, wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder die Geschäftsbedingungen dieser Anbieter verändern. Popcore steht daher im aktiven Austausch mit den App-Plattformen und Werbenetzwerken, um eine effiziente und vorbereitete Implementierung von Maßnahmen für mögliche Updates oder veränderte Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Weiter können gerade die Plattformbetreiber technische Limitierungen implementieren, die Einfluss auf das Geschäftsmodell des Unternehmens haben können. Ein Beispiel dafür ist Apple mit seiner Einführung des ATT (Apple Tracking Transparency) und dem SKAdNetwork 2.0 im April 2021. Google folgte wenig später mit ähnlichen Maßnahmen, wenn auch weniger restriktiv. Diese Maßnahmen erschwerten es den Spiele-Publishern ihre Nutzer und deren Verhalten zu verfolgen, was sich auf die Nutzerakquise und andere datengetriebene Strategien auswirkte. Werbetreibende sahen sich Herausforderungen bei der Messung und Optimierung von Werbekampagnen gegenüber. Was zur Verbesserung des Datenschutzes für App-Nutzer führen sollte, stellte zugleich viele Unternehmen im Spielemarkt, besonders im Segment der Mobilen Spiele, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Zudem sind weitere Einschränkungen für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Umstellungen von Prozessen und Parametern in der Bewertung der Werbeslots bei den Werbenetzwerken oder die Listung der Spiele innerhalb der Plattformen können ebenso einen Einfluss auf das Geschäft des Unternehmens nehmen. Das Unternehmen ist unter Unterstützung der Gruppe in Austausch mit ihren Partnern und beobachtet die Entwicklungen am Markt genau, um schnell auf Änderungen reagieren zu können. Ebenso können technische Probleme mit den Apps, fehlende Serverkapazitäten oder andere Qualitätsprobleme dazu führen, dass durch schlechte Spielerbewertungen ein Imageschaden entsteht oder Vertragsstrafen durch die Werbenetzwerkpartner anfallen. Um dies zu vermeiden, testet das Unternehmen alle vorgenommen technischen Änderungen vor Veröffentlichung und arbeitet bei der Servernutzung mit verlässlichen Partnern zusammen. Der weltweite Spielemarkt befindet sich stets in der Weiterentwicklung, 2023 unterstreicht diese stetigen Veränderungen genau. Das Wettbewerbsumfeld hat sich damit wieder verändert, die Nutzergewinnung und -bindung wurde erschwert und verlangt nach einer ausdifferenzierten Neuausrichtung in der Spieleentwicklung für mobile Endgeräte. Das erhöht den Innovationsdruck und den Qualitätsanspruch in der Spieleentwicklung für das Unternehmen. Popcore beobachtet die Trendentwicklungen und Veränderungen genau, um auf die rasanten Entwicklungen schnell und frühzeitig reagieren zu können. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Markt-, Technologie- und Branchenrisiken als hoch ein. Entwicklungsrisiken Die Investitionsentscheidung in neue oder bestehende Spiele unterliegt stets dem Risiko, dass sich die mit der Investition verbundenen betriebswirtschaftlichen Erwartungen an Umsatz und Erlöse nicht erfüllen. Dieses Risiko bleibt trotz der Übernahme durch die Take-Two Gruppe und damit verbundener Synergie-Effekte und Austausch von Know-how bestehen, wenngleich dadurch Auswirkungen reduziert werden konnten. Darüber hinaus muss die Konzentration der Umsätze und damit die Abhängigkeit von einzelnen Spielen kontrolliert und gesteuert werden. Das Unternehmen verfolgt einen systematischen und datengetriebenen Entwicklungsansatz. Ideen und Veränderungen werden in kurzfristigen Zyklen am Markt validiert und erst bei positiver Einschätzung der gemessenen Daten wird weiteren Investitionen zugestimmt. Dadurch sollen eventuelle Fehlinvestitionen frühzeitig erkannt werden sowie die Höhe der Opportunitätskosten reduziert werden. Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklungsrisiken als niedrig ein. Rechtliche Risiken Die weltweite Nutzerbasis von Popcore führt zu Abhängigkeiten von regulatorischen und steuerlichen Bestimmungen in den jeweiligen Ländern, die im Spielemarkt nicht immer abschließend geregelt sind. Diese veränderten Bestimmungen können zu Aufwand im Bereich der Unternehmens-Compliance führen und sich wesentlich auf das Spielerlebnis der Nutzer auswirken. Die Geschäftsführung schätzt die rechtlichen Risiken als niedrig ein. Personalrisiken Der Unternehmenserfolg ist eng an die Ausstattung mit qualifiziertem Personal auf allen Ebenen gebunden. Um den branchenspezifischen Anforderungen zu entsprechen, arbeitet die Gesellschaft eng mit der Take-Two Gruppe zusammen. Es wurden daher keine wesentlichen Personalrisiken in der Gesellschaft identifiziert. Liquiditätsrisiken Die Entwicklung der Liquidität bei der Gesellschaft wird laufend überwacht. Aufgrund des vorhandenen Free Cashflows und kurzen Zahlungszielen ist die Gesellschaft ständig mit ausreichender Liquidität ausgestattet. Aufgrund der Kundenstruktur und den kurzen Zahlungszielen besteht nur ein geringes Risiko, dass Ergebnis und Liquidität durch den Ausfall von Kundenforderungen und durch die Nichteinhaltung von Zahlungszielen belastet werden. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Gesamteinschätzung Zu diesem Zeitpunkt bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken, die eine Neu- sowie Weiterentwicklung und Vermarktung von Spielen beeinträchtigen könnten. 4. Prognosebericht Die Entwicklungen im globalen Spielemarkt und insbesondere im Segment Mobile Spiele sind trotz des leichten Wachstums gegenüber dem Vorjahr durch den prognostizierten Anstieg der Spieler weltweit weiterhin positiv einzuschätzen. Dieses Wachstum wird vor allem durch die Märkte Asien, Mittlerer Osten und Afrika angetrieben. Das Segment Mobile Spiele wird mit fast 50% der Gesamtumsätze nach den Prognosen auch zukünftig das wichtigste Segment im Spielemarkt sein. Mobile Spiele wachsen weiter, weil sie nach wie vor die erste Wahl für neue Spieler aufgrund der geringen Eintrittsbarrieren hinsichtlich des Preises und der Verfügbarkeit sind. Die Mittelschicht in vielen Märkten wächst und schafft Raum für verfügbares Einkommen, das für Spiele ausgegeben werden kann (Quelle: Los Angeles Times, abgeleitet aus dem Artikel, 3 takeaways on the state of the global games market). Aufgrund der beschriebenen Risiken ist das Geschäftsumfeld der Popcore derzeit als herausfordernd einzustufen. Für 2024/25 erwartet die Gesellschaft aufgrund des geänderten Marktumfeldes einen deutlichen Rückgang des Rohertrags und EBITDA im mittleren zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2023. Allerdings können von den Erwartungen abweichende Entwicklungen im Spielemarkt oder der Nutzerbasis während des Geschäftsjahres 2024/25 das Jahresergebnis beeinflussen.
München, 12. Dezember 2024 gez. Angelika Mittermaier, Geschäftsführerin gez. Paul Collins, Geschäftsführer gez. Burak Vardal, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Popcore GmbH, München (vormals: Berlin) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Popcore GmbH, München (vormals: Berlin), - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Popcore GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. Dezember 2024 O&R Oppenhoff & Rädler AG Sauerbrey, Wirtschaftsprüfer Hien, Wirtschaftsprüfer BESCHLUSS ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNSDer Bilanzgewinn in Höhe von EUR 23.341.140,89 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.03.2024 wird festgestellt.
München, 20. Dezember 2024 |
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