Arealis Energieversorgung GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patricia Ann Elias seit 10.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Datasite Holdings UK Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Datasite Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Datasite Germany GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft" genannt) ist ein Anbieter von virtuellen Datenraumdiensten auf dem M&A-Markt (Mergers and Acquisition). Die Gesellschaft bietet alle Tools, welche zur Unterstützung des gesamten Transaktions-Lebenszyklus benötigt werden, von der Schärfung des Deal-Marketings, der Due Diligence Arbeiten und der Workflow-Automatisierung bis hin zum schnelleren Abschluss von Transaktionen. Darüber hinaus erhebt die Gesellschaft von ihren ausländischen verbundenen Unternehmen Hosting- Gebühren für die Nutzung ihres Rechenzentrums zum Hosten von deren Kundendaten. Datasite Germany GmbH ist in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) tätig. Datasite Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die oberste Holdinggesellschaft des Unternehmens ist die CapVest Partners LLP, eine in Großbritannien eingetragene Gesellschaft. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung für die Produkte findet in der Zwischenholding Datasite LLC in den Vereinigten Staaten von Amerika statt. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmensleitung verwendet in erster Linie den unternehmensintern definierten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Leistungsindikator, um den wirtschaftlichen Erfolg zu messen, Entscheidungen zu treffen und Geschäftsaktivitäten zu steuern. Darüber hinaus stellen die Umsatzerlöse sowie das Rohergebnis (= Umsatzerlöse ./. Materialaufwand) die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, einschließlich der Anzahl und Größe neu akquirierter Projekte, werden zwar überwacht, aber zählen nicht zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Datasite Germany GmbH vertreibt ihre Dienstleistungen hauptsächlich in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz). Die wichtigsten Kundengruppen sind Anwaltskanzleien, Investmentbanken, Private Equity-Gesellschaften und andere Unternehmen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Statista) sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona- Pandemie und dem Konjunktureinbruch im Jahr 2020 hoffte die deutsche Wirtschaft auf eine Erholung in den Folgejahren. Aufgrund des Krieges in der Ukraine, steigender Energiepreise und der hohen Inflation fiel die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 jedoch weniger ausgeprägt aus, was 2023 zu einer Rezession führte. Die Auswirkungen der steigenden Preise im Energiesektor und der hohen Inflation im Allgemeinen sowie die allgemeine weltweite Konjunkturschwäche, die unter anderem auf die Folgen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen ist, belasten die deutsche Wirtschaft stark. Als größte Volkswirtschaft bremste Deutschland auch das Wachstum in der Europäischen Union. Nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat ist die Wirtschaftsleistung sowohl in der Eurozone als auch in den 27 EU- Ländern im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorquartal weiter gestiegen. Für das erste Quartal 2024 verzeichnete Eurostat ein leichtes Wachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2023. Österreichs Wirtschaftsleistung schrumpfte im Jahr 2023 um 0,7 Prozent (KPMG). Damit schnitt Österreichs Konjunktur deutlich schwächer ab als die der Eurozone und sogar schlechter als die Deutschlands. In der Schweiz betrug das BIP-Wachstum im Jahr 2023 saison-, kalender- und Sportevent-bereinigt 1,3 Prozent im Vergleich zu 2,5 Prozent im Vorjahr. Der leichte Rückgang des Wachstums hängt mit dem Prozess der Normalisierung nach der COVID-19-Krise zusammen (State Secretariat for Economic Affiars). Der Gesamtwert des M&A-Marktes in der DACH-Region wurde zuletzt auf 4,3 Milliarden EUR im ersten Quartal 2024 geschätzt - 72 Prozent weniger als im ersten Quartal 2023, was auf eine Reduktion der Wirtschafts- und Marktaktivität hindeutet. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 stiegen die Umsatzerlöse in der Region im Vergleich zum Vorjahr um rund 17,3 Prozent. Dieser Umsatzanstieg war auf die Markt- und Konjunkturerholung zurückzuführen. Unser Team von 20 Vertriebsmitarbeitern mit Sitz in Frankfurt am Main akquirierte im Laufe des Jahres 1.544 neue Projekte, das waren fast 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Infolge des gestiegenen Umsatzes lag das Rohergebnis und das EBITDA über dem Vorjahr und haben sich somit entsprechend der Vorjahresprognose eines starken Wachstums entwickelt. Der Gesamtwert des M&A-Marktes in der DACH-Region wurde zuletzt auf 4,3 Milliarden EUR im ersten Quartal 2024 geschätzt - 72 Prozent weniger als im ersten Quartal 2023, was auf eine fallen der Wirtschafts- und Marktaktivität hindeutet. 3. Situation des Unternehmens Ertragslage Aufgrund der gestiegenen Projektzahlen stieg die Aktivität innerhalb der Plattform im Vergleich zum Vorjahr, was zu einer Steigerung der Verkaufserlöse führte. Die eingekauften Dienstleistungen, die im Wesentlichen Lizenzgebühren und Rechenzentrumsdienstleistungen umfassen, machen rund 37,2 Prozent der Umsatzerlöse aus (Vorjahr: 40,3 Prozent). Der relative Rückgang im Vergleich zum Vorjahr kommt daher, dass die Kostenkomponenten teilweise fix sind und daher im Verhältnis zu den gestiegenen Umsatzerlösen einen geringeren Anteil ausmachen. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand) stieg um 23,5 Prozent von 14,2 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro, was auf die im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund des gestiegenen Personalbestands um 0,5 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 0,2 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR). Das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 endete mit einem positiven Jahresüberschuss von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens stieg das EBITDA um 2,3 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR). Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich von 33,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,1 Mio. EUR zum Bilanzstichtag, was auf der Passivseite im Wesentlichen auf die Ausschüttung der Dividende aus dem Eigenkapital im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkt sich insbesondere ein stichtagsbedingter Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 11,5 Mio. EUR verringerten sich gegenüber dem Vorjahressaldo (21,0 Mio. EUR), was insbesondere auf einen stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 7,3 Mio. EUR zurückzuführen ist. Daneben sind zudem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls stichtagsbedingt um 0,9 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Die Flüssigen Mittel sind um 3,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr rückläufig, was auf unterschiedliche Zahlungsflüsse, die in der Finanzlage dargestellt sind, zurückzuführen ist. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 77,6 Prozent, davon sind 45,1 Prozent Zahlungsmittel. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um 6,0 Mio. EUR aufgrund der von der Datasite Germany GmbH geleisteten Vorauszahlungen für zukünftige Lizenzgebühren an die Datasite LLC. Das Eigenkapital der Datasite Germany GmbH verringerte sich aufgrund einer Dividendenausschüttung an die Datasite Holdings UK Ltd. auf 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 18,7 Mio. Euro), wodurch sich die Eigenkapitalquote - Eigenkapital bezogen auf die Bilanzsumme - von 55,2 Prozent auf 13,7 Prozent verringerte. Die Steuerrückstellungen verringerten sich durch freiwillige Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr um 1,5 Mio. EUR und betrugen zum Bilanzstichtag 8,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 0,2 Mio. EUR bzw. 28,9 Prozent, was im Wesentlichen auf höhere personalbezogene Rückstellungen zurückzuführen ist (TEUR 473; Vorjahr: TEUR 174). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Dies ist das Ergebnis von Lizenz- und Dienstleistungsgebühren, die an Datasite LLC fällig sind und bis zum 31. Januar 2024 noch nicht beglichen wurden. Finanzlage Die Liquiditätssituation blieb auch im Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 positiv, die Finanzierung erfolgte weiterhin aus dem operativen Cashflow. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 12,7 Mio. EUR). Gegenläufig zu dem positiven operativen Cashflow hat sich die im Geschäftsjahr erfolgte Dividendenauszahlung von 15,0 Mio. EUR niedergeschlagen. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die folgenden Risiken sind in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Das Unternehmen ist den üblichen Geschäftsrisiken eines Dienstleistungsunternehmens ausgesetzt. Risiken, die sich aus den dynamischen Veränderungen der Marktbedingungen und der Preispolitik der Wettbewerber ergeben können, sind besonders zu erwähnen. Diese Risiken werden durch den hohen Entwicklungsstand der Produkte und den Kundenservice gemindert. Darüber hinaus ist ein Risiko in dem raschen technologischen Wandel im Zusammenhang mit der Funktionalität der Software-Plattform zu sehen. Veraltete Software-Tools könnten zu einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten und damit zu einem Umsatzrückgang führen. Diesem Risiko wird durch intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Datasite-Gruppe sowie durch die Einführung neuer Produkte und Funktionalitäten, die in Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden entwickelt werden, begegnet. Unsere Produkte erfordern eine stabile IT-Infrastruktur. Der Ausfall dieser Systeme stellt daher für unser Unternehmen ein bedeutsames Risiko dar und können erhebliche Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Durch den Einsatz von moderner Software, die ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden soll, und die Einbindung eines externen Service-Providers sollen diese Risiken minimiert werden. Entscheidend für den Erfolg des Geschäftsmodells der Gesellschaft ist eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Führungskräften und Vertriebsmitarbeitern. Sollte es nicht gelingen, ausreichend qualifiziertes Personal zu halten oder einzustellen, können die Kunden nicht in der erforderlichen Qualität bedient werden, was sich negativ auf das Wachstum des Unternehmens auswirken würde. Der Schwerpunkt gilt der Identifizierung, Bindung und Weiterentwicklung von Leistungs- und Potenzialträgern. Es besteht ein mögliches Risiko des Forderungsausfalls. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden kontinuierlich überwacht. Für den Fall, dass Kunden ihre Forderungen nicht innerhalb der vereinbarten Fristen bezahlen, werden in Abstimmung mit dem Vertrieb entsprechende Maßnahmen ergriffen. Ein nennenswertes Ausfallrisiko können wir derzeit aus der Struktur der Forderungen nicht ableiten. Zur Abdeckung identifizierter Ausfallrisiken werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. 2. Chancenbericht Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in Deutschland und einem sehr großen Markt, den es zu adressieren gilt, bieten die Aktivitäten von Datasite in der DACH-Region weiterhin viele Möglichkeiten für das Unternehmen zur Ausweitung des Geschäfts in neue Bereiche, insbesondere mit den neuen Produkten Datasite Outreach, Datasite Prepare und Datasite Acquire, die zusätzlich zum Kernprodukt Datasite Diligence eingeführt wurden. Das Feedback unserer Kunden trägt wesentlich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Lösungen bei. Die Datasite-Plattform wächst organisch weiter, basierend auf den fach- und branchenspezifischen Anforderungen der Kunden. Neben den traditionellen Schwerpunkten wie Due Diligence liegt der Fokus im Jahr 2024 auf der erweiterten Marktdurchdringung unserer neu eingeführten Produkte und kontinuierlichen Release-Features und -Erweiterungen sowie dem Ausbau der Vertriebsabdeckung in neuen Regionen. Diese strategische Ausrichtung soll sicherstellen, dass wir unsere Position innerhalb der DACH-Region ausbauen können. 3. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2024 bis zum 31. Januar 2025 erwarten wir ein starkes positives Wachstum der Umsatzerlöse und des Rohergebnisses sowie des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr, da wir die Marktabdeckung in der gesamten DACH-Region weiter erhöhen.
Frankfurt am Main, 13. November 2024 Patricia Ann Elias, Geschäftsführerin BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Datasite Germany GmbH, Frankfurt am Main, (Amtsgericht Frankfurt am Main,HRB 49989) zum 31. Januar 2024 wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Datasite Germany GmbH wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Das Geschäftsjahr endet am 31. Januar eines Jahres. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Bilanzierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig nach der linearen Methode. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Der passive Abgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Stichtag für virtuelle Datenraumleistungen, welche nach dem Stichtag erbracht werden. Die Auflösung erfolgt über den Zeitraum der Leistungserbringung. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von 5 Jahren erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,93 %. Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zzgl. des Solidaritätszuschlags von 5,5 % und dem Gewerbesteuersatz von 16,10 % zusammen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sämtliche bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Einbeziehung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen sind berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundlegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeiten oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundlegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus 5,4 Mio. EUR an Forderungen aus dem Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Kaution in Höhe von TEUR 81 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 81). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 6.027 (Vorjahr: TEUR 20) beinhaltet hauptsächlich die Abgrenzung der von der Datasite Germany GmbH geleisteten Vorauszahlung für Lizenzgebühren nach dem 31. Dezember 2024 gegenüber der Datasite LLC. Eine derartige Vorauszahlung gab es im Vorjahr nicht. Eigenkapital Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 15 Mio. EUR an Datasite Holdings UK Ltd. aus dem Jahresüberschuss und dem Gewinnvortrag des Vorjahres ausgeschüttet. Nach der Ausschüttung besteht noch ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 2,2 Mio. EUR. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (TEUR 473; Vorjahr: TEUR 174), ausstehende Rechnungen (TEUR 299; Vorjahr: TEUR 409) sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 64; Vorjahr: TEUR 66). Verbindlichkeiten Wie im Vorjahr haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich auf den Dienstleistungsverkehr. Ausschüttungssperre Zum 31. Januar 2024 besteht nach § 268 Abs. 8 HGB keine Ausschüttungssperre, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB vorhanden sind. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 214) enthalten. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Januar 2024 hatte die Datasite Germany GmbH folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Darüber hinaus bestehen in geringerem Umfang Miet- und Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Datasite Germany GmbH hat sich gegenüber der Datasite LLC am 30. Januar 2024 in Form einer Promissory Note verpflichtet, eine Zahlung für Lizenz- und Servicegebühren in Höhe von 14,6 Mio. EUR zu leisten. Diese Zahlung ist am 26. Juni 2025 fällig. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgend Personen geführt:
Die Geschäftsführerin war und ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe von Geschäftsführungsbezügen wird aufgrund der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 29 Mitarbeiter beschäftigt, die in den folgenden Funktionen tätig waren:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mermaid BidCo Inc., Minneapolis, USA (kleinster Konsolidierungskreis) sowie der Mermaid EquityCo. L.P., Minneapolis, USA (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Konzernmutterunternehmen (Datasite Corporate Headquarters, Baker Center, 733 S Marquette Ave Suite 600, Minneapolis, MN, USA 55402) erhältlich. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.126 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, den 13. November 2024 Patricia Ann Elias, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Datasite Germany GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Datasite Germany GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Datasite Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Bastian Otter, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.01.2024 wurde am 20.01.2025 von den Gesellschaftern festgestellt. |
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