INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft

Sohnreystraße 21, 37697 Lauenförde, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 110512
Vorher
INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengeselllschaft
Eingetragen
22.9.1986
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenVeredlung und Bearbeitung von Flachglas
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Veredelung, insbesondere Oberflächenveredelung, Handel und Vertrieb sowie Be- und Verarbeitung von Glas aller Art, Kunststoff und artverwandten Produkten sowie Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Anlagen zur Herstellung und Bearbeitung der vorgenannten Produkte. Beteiligung, Erwerb und Anpachtung gleicher oder ähnlicher Unternehmen, Geschäftsführung in solchen Unternehmen sowie Gründung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland.

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Schmidt
seit 27.12.2022
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft

Lauenförde

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009

Konzernlagebericht 2009

Lagebericht gem. § 289 HG
der Interpane Glas Industrie AG und des INTERPANE AG-Konzerns, Lauenförde

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Welthandel bricht ein

Während das Jahr 2008 durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten geprägt war, wurde die wirtschaftliche Entwicklung in 2009 durch die realwirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise bestimmt. In der ersten Jahreshälfte setzte sich der rezessive Einbruch des Vorjahres weiter fort; nachdem die globale Wirtschaftsleistung 2008 noch um 3,0 % zulegen konnte, ging das weltweite Volkseinkommen in 2009 um ca. 0,8 % zurück.

Der Rückgang war in nahezu allen Volkswirtschaften gleichbedeutend mit dem stärksten Konjunktureinbruch der Nachkriegszeit.

Das Volkseinkommen der USA schrumpfte um 2,5 %, die Wirtschaftsleistung in Japan ging um 5,3 % zurück und das weltweite Handelsvolumen brach um 12 % ein.

Auch die Schwellenländer konnten ihre imposante Wachstumsgeschwindigkeit der Vorjahre nicht aufrechterhalten. Das durchschnittliche Wachstum blieb mit 2,1 % positiv, fiel gegenüber 2008 jedoch um vier Prozentpunkte.

Trotz der teils dramatischen Jahreswerte zeigten sich jedoch auch erste Zeichen einer Erholung. Etwa ab Jahresmitte konnte der stetige Rückgang gebremst und die Talsohle der Krise durchschritten werden. Wenn auch nur auf geringem Niveau, konnten viele Staaten im dritten und vierten Quartal 2009 positive Wachstumsdaten ausweisen.

Europa in tiefer Rezession

Die Wirtschaft in der Europäischen Union erlebte seit Mitte 2008 die längste und tiefste Rezession in der Historie der Staatengemeinschaft. Fünf Quartale in Folge sank die europäische Wirtschaftsleistung, ehe der Abwärtsstrudel in der zweiten Jahreshälfte 2009 gestoppt werden konnte.

Maßgebliche Faktoren für die ab dem dritten Quartal einsetzende Erholung waren die expansive Geldpolitik der Zentralbanken und die umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramme.

Insgesamt ist das Jahr 2009 dennoch als schwere konjunkturelle Krise zu bewerten. Die kumulierte Wirtschaftsleistung der Unionsländer und auch jene der Eurozone gingen im Vorjahresvergleich um etwa 4 % zurück.

Im Vergleich der nationalen Entwicklungen zeigen sich jedoch teils gravierende Unterschiede. Während insbesondere die erst kürzlich in den Staatenbund aufgenommenen baltischen Nationen Einbrüche von bis zu 18,1 % hinnehmen mussten, konnte sich die polnische Wirtschaft dem allgemeinen Trend widersetzen und ein Wachstum von etwa 1,2 % erzielen. Die beiden größten europäischen Volkswirtschaften Frankreich und Deutschland schrumpften um 2,2 bzw. 5,0 %.

Deutschland erlebt stärkste Rezession der Nachkriegszeit

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren zurückgegangen. Bedingt durch den schweren konjunkturellen Einbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 sank das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,0 %. In den Vorjahren war das Volkseinkommen noch um 1,3 % (2008) bzw. 2,5 % (2007) angestiegen. Wesentliche Faktoren für den Konjunkturabschwung waren die Auslandsnachfrage und die Investitionstätigkeit. War der Außenhandel in den vergangenen Jahren stets ein Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, so bremste die hohe Exportabhängigkeit die Unternehmen in Zeiten der Krise aus. Die Exportleistung der Bundesrepublik ging preisbereinigt um 14,7 % zurück, während die Importe aus dem Ausland lediglich um 8,9 % abnahm. Der Außenbeitrag hatte mit -3,4 % folglich einen negativen Wachstumseffekt auf das BIP.

Einen deutlichen Rückgang um 12,5 % erlebte auch die Investitionstätigkeit. Verantwortlich dafür zeigte sich ein massiver Einbruch der Ausrüstungsinvestitionen (-20,0 %), während die Bauinvestitionen (-0,7 %) nur leicht zurückgingen.

Positive Effekte auf die Wirtschaftsleistung kamen in 2009 lediglich aus den Konsumausgaben der Privathaushalte und des Staates. Bereits frühzeitig verabschiedete die Bundesregierung zwei umfangreiche Konjunkturpakete mit einem Volumen von mehr als 100 Mrd. Euro. Diese zusätzlichen fiskalpolitischen Maßnahmen führten zu einem Anstieg der staatlichen Konsumausgaben in Höhe von 2,7 % gegenüber 2008. Die damit angestoßenen Investitionen in Infrastruktur, energetische Gebäudemodernisierung oder auch die Umweltprämie für den PKW- Neukauf bewirkten, dass die deutsche Wirtschaft vergleichsweise früh eine Trendwende auf geringem Niveau vollzog und im zweiten und dritten Quartal um 0,4 % bzw. 0,7 % zulegen konnte.

Bemerkenswert robust und dadurch mit entscheidender Wirkung auf die wirtschaftliche Stabilisierung zeigte sich die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. Trotz des massiven Produktionsrückgangs und nicht ausgelasteter Kapazitäten stieg die Arbeitslosenquote lediglich um 0,4 Prozentpunkte an. Dies ist zum einen auf die Neuregelung der Kurzarbeit, zum anderem aber auch auf eine deutlich zunehmende Flexibilisierung von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern in Bezug auf Arbeitszeiten zurückzuführen. Das so gewonnene Vertrauen der Verbraucher in den Arbeitsmarkt, die Entlastungen der Privathaushalte durch die Konjunkturpakete und eine geringe Inflationsrate (0,4 %) führten zu einem nicht erwarteten Anstieg der privaten Konsumausgaben um 0,4 %.

Von einer Überwindung der Krise und einem sich selbst tragenden Wachstum kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Im letzten Viertel des Jahres wurde die Konjunktur aufgrund saisonaler Schwankungen und dem frühzeitig einsetzenden Winter ausgebremst und stagnierte.

Die umfangreichen staatlichen Aktivitäten zur Belebung der Konjunktur führten zudem zu einem deutlichen Finanzierungsdefizit des Staates. Die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Hand summierte sich in 2009 auf 79,1 Mrd. €. Mit einer Defizitquote von 3,3 % des BIP wurde der Grenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes um 0,3 Prozentpunkte überschritten. Eine Konsolidierung der Staatsfinanzen ist unausweichlich und wird den Investitionsspielraum der öffentlichen Kassen in den nächsten Perioden begrenzen.

2. Bauwirtschaftliche Lage

Auftragseingänge trotz Konjunkturpaketen rückläufig

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im Jahr 2009 preisbereinigt um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) reduzierte sich der baugewerbliche Umsatz um 4,1 % auf 83,3 Mrd. €.

Das Minus traf dabei ausschließlich den Hochbau. Der Nachfragerückgang belief sich in diesem Segment auf 13,0 %, wo hingegen im Tiefbau ein minimaler Zuwachs um 0,1 % erreicht wurde.

Dennoch sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Bauwirtschaft im Branchenvergleich als moderat zu beurteilen. Dies äußert sich auch in der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. Im Jahresdurchschnitt waren 705.000 Menschen beschäftigt, was nahezu dem Vorjahresniveau entspricht (-0,1 %).

Im Vergleich der Bausparten sind insgesamt einige Unterschiede festzuhalten. War der Wirtschaftsbau in den letzten Jahren das Zugpferd der Branche, so mussten in 2009 die stärksten Einbrüche verkraftet werden. Bis Jahresmitte lag das Auftragsvolumen etwa 20 % unter dem Level des Vorjahres. Mit Beginn des dritten Quartals setze eine leichte Erholung ein, sodass auf Jahressicht ein Minus von etwa 9 % ausgewiesen wird.

Uneinheitlich zeigte sich die Entwicklung im Wohnungsbau. Während bei der Zahl der Baugenehmigungen zum ersten Mal seit drei Jahren eine Belebung auf geringem Niveau eintrat, sind Auftragseingänge und Umsätze gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Ähnlich dem Wirtschaftsbau war über die Quartale ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, jedoch bleib das Umsatzvolumen preisbedingt etwa 4,8 % unter dem Niveau von 2008.

Getrieben durch die Effekte der staatlichen Konjunkturpakete bewirkte einzig der öffentliche Bau in 2009 positive Effekte.

Die Unternehmen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung in Höhe von 3,4 % bei Aufträgen der öffentlichen Hand generieren. Mit Blick auf das Konjunkturpaket II, dessen Fokus auf Investitionen in Bildungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen und infrastrukturelle Projekte gelegt war, blieb die Entwicklung im öffentlichen Bau dennoch hinter den Erwartungen zurück. Erhöhte der Bund seine Bauinvestitionen um 18 %, so blieben die Kommunen mit einem Zuwachs von nur 1,9 % deutlich hinter den Erwartungen.

3. Glas- und Fensterbranche

Fenstermarkt mit Plus von 3 bis 4 %

Der deutsche Fenster- und Fassadenbau zeigte sich im Jahr 2009 als ein Gewinner in der Krise. Dank des umfangreichen Einsatzes staatlicher Fördergelder und einer steigenden Popularität der energetischen Sanierung unter den Hausbesitzern erlebte die Branche eine deutliche Belebung. Im Fensterbau wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 12,1 Mio. Fenstereinheiten abgesetzt. Nach 11,7 Mio. Einheiten im Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs in Höhe von 3,6 %.

Wesentlicher Treiber der Fensterbranche mit einem Zuwachs von 11,4 % gegenüber 2008 und insgesamt 7,6 Mio. Einheiten war die Renovation. In Neubauprojekte flossen hingegen lediglich 4,5 Mio. Fenstereinheiten. Dies stellt einen Rückgang um 7,4 % gegenüber den Vorjahreswerten dar.

4. INTERPANE G eschäftsentwicklung

INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG

Als Management- und Finanzholding steht die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG an der Spitze des INTERPANE Konzerns.

Die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG ist die alleinige Gesellschafterin der

• INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH,

die als Zwischenholding die Beteiligungen an den

nationalen INTERPANE Gesellschaften und des

Isolierglasunternehmens in Österreich hält

• INTERPANE Holding France S.A.,

als Zwischenholding für die drei Gesellschaften am

Floatglas-Standort Seingbouse und das Isolierglas- unternehmen im französischen Hoerdt

• INTERPANE Entwicklungs- und Beratungs-

gesellschaft mbH

Die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG entwickelt als Führungsholding die Konzernstrategie und die Unternehmensplanung.

Gleichzeitig wird die intensive Begleitung der Geschäftsführungsebene in den operativ tätigen INTERPANE Produktionsgesellschaften sowie die Konzernrechnungslegung, das Konzern-Controlling und das Risikomanagement wahrgenommen. Darüber hinaus steuert sie das integrierte Management System, den zentralen Einkauf, das zentrale Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe, legt die Corporate Identity, das Corporate Design sowie die IT-Systeme im Konzern fest.

Als oberste Holding-Gesellschaft ist die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG selbst nicht operativ tätig. Daher konzentriert sich die Berichterstattung im Wesentlichen auf den INTERPANE AG-Konzern. Der INTERPANE AG-Konzern erzielte im Gesamtjahr 2009 einen konsolidierten Umsatz von 226,0 Mio. € (2008: 255,0 Mio. €) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -10,4 Mio. € (2008: 7,0 Mio. €).

Die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 8,3 Mio. € (2008: 11,0 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 9,1 Mio. € (2008: 11,6 Mio. €) setzt sich hauptsächlich aus Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen, sonstigen Vergütungen sowie einem Eigenergebnis zusammen, das aus Ausgaben und den hierfür an die INTERPANE Tochtergesellschaften weiterberechneten Umlagen resultiert.

Es werden vertragsgemäß 8,3 Mio. € inklusive der vom Organträger belasteten Steuern an die Obergesellschaft, die INTERPANE International Glas GmbH, abgeführt.

Die Bilanz der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG weist zum 31. Dezember 2009 ein Eigenkapital in Höhe von 51,6 Mio. € aus, nachdem durch die Muttergesellschaft, die INTERPANE International Glas GmbH, ein Betrag in Höhe von 8,3 Mio. € aus dem Gesellschafterdarlehenskonto in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,2 %.

INTERPANE Konzernstruktur

INTERPANE entstand 1971 als Firmengründer Georg F. Hesselbach am Stammsitz im niedersächsischen Lauenförde die erste Isolierglasproduktion der Gruppe aufbaute. Das Tätigkeitsfeld der heute europaweit und in einigen Geschäftsfeldern weltweit tätigen INTERPANE Gruppe umfasst mittlerweile die gesamte Wertschöpfungskette im Architekturglasbereich.

Seit dem Jahr 2001 wurde in einem Joint Venture mit der englischen Pilkington Gruppe ein Floatglaswerk mit einer Verbundsicherheitsglasanlage in Seingbouse/Frankreich betrieben, welches im Jahr 2005 um eine Anlage zur Glasbeschichtung erweitert wurde. Per 28. Februar 2007 hat die INTERPANE Gruppe die restlichen Anteile an der INTERPANE Glass Coating France (49 %) sowie an der Pilkington Glass France S.A.S. (51 %) von der Pilkington-Gruppe erworben. Die Floatproduktion erfolgt seitdem durch die INTERPANE Glass France S.A.S.

Im Frühjahr 2008 beteiligte sich die INTERPANE Glas Industrie AG an einem Joint Venture (f|glass GmbH) mit der niederländischen Scheuten Gruppe zur Errichtung ein neues Flachglaswerk in Osterweddingen (Sachsen-Anhalt). Die f|glass GmbH, an der INTERPANE 49 % der Anteile hält, hat die Floatglasproduktion im September 2009 aufgenommen. Seit der erfolgreichen Inbetriebnahme wurde die Produktion auf die maximale Gesamtkapazität von bis zu 700 Tonnen hochwertiges Float- und Weißglas pro Tag angehoben. Eine mit modernster Technologie ausgerüstete Beschichtungsanlage und das angeschlossene Bearbeitungszentrum ermöglichen darüber hinaus in Zukunft die Weiterveredelung des Glases, um im Besonderen den hohen Anforderungen der Solarindustrie gerecht zu werden. Die Beteiligung stärkt die strategische Ausrichtung der

INTERPANE Gruppe und bietet eine zusätzliche Absicherung der zukünftigen Float-Versorgung.

Die Herstellung von Floatglas ist die erste Stufe der Kette der Glaserzeugung vor der Veredelung. Die Beschichtung von Floatglas dient der Halbzeugherstellung, wie zum Beispiel iplus Wärmedämmglas, ipasol Sonnenschutzglas für Fenster und Fassaden sowie Produkte für die Solarindustrie (Photovoltaik, Solarthermie). INTERPANE betreibt vier eigene Beschichtungsanlagen an den Standorten Seingbouse, Lauenförde und Plattling. Eine weitere Anlage wird im Rahmen des bestehenden Joint Ventures mit der Scheuten Gruppe in 2010 hinzukommen.

Die Glaskonfektionierung zu Isolierglas erfolgt an sechs in- und zwei ausländischen Produktionsstandorten. Komplettiert wird das Liefersortiment durch die Produktion von Einscheibensicherheitsglas an den Standorten Hildesheim, Buxtehude und Parndorf sowie der Fertigung von Verbundsicherheitsglas in Seingbouse und Hildesheim.

Zudem erfolgt in Hildesheim die Herstellung von Spezialprodukten auf Basis von Sicherheitsglas. Sicherheitsgläser sind einerseits Halbzeug für Isolierglas sowie andererseits Fertigerzeugnisse, insbesondere im Innenausbau (z. B. Ganzglastüren und -anlagen).

INTERPANE E & B ist die zentrale Plattform für sämtliche INTERPANE Betriebe in den Bereichen:

- Anwendungstechnik,

- Schichtentwicklung (R&D),

- neue Produkte.

Zusätzlich wird seit vielen Jahren Anlagenbau im Bereich Beschichtungstechnologie für den Eigenbedarf der INTERPANE Gruppe betrieben. Die technische Kompetenz hat auch dazu geführt, dass externe Kunden erfolgreich mit Anlagen beliefert werden.

Das INTERPANE Geschäftsjahr 2009 in Zahlen

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 war durch die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise bestimmt. Die bereits im zweiten Halbjahr 2008 einsetzende Abwärtsentwicklung setzte sich mit zum Teil gravierenden Marktverwerfungen auch in 2009 weiter fort. Infolge der zunehmenden Unsicherheit in allen Marktbereichen waren deutliche Nachfragerückgänge und damit einhergehend ein sinkendes Preisniveau zu verzeichnen.

Die Effekte der staatlichen Konjunkturpakete und die sich aufhellende Wirtschaftslage sorgten im letzten Jahresdrittel für eine leichte Belebung des Marktumfeldes. Diese reichte letztlich jedoch nicht aus, um die deutlichen Einbrüche der ersten Monate auszugleichen.

Die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen ermöglichten es INTERPANE daher nicht, die angestrebten ökonomischen Ziele zu erreichen. Während die Sparte Beschichtung dank der konsequenten Orientierung zu höherwertigen Produkten den Anforderungen gerecht werden konnte, blieben die Sparte Isolierglas und im Besonderen die Sparte Float hinter den Erwartungen zurück.

Im Bereich Isolierglas sorgten Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr zunächst für eine zufriedenstellende Auslastung. Im Jahresverlauf entwickelte sich jedoch insbesondere das ausländische Objektgeschäft rückläufig.

In der Sparte Floatglas führte das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im Frühjahr 2009 zu einem bisher nicht dagewesenen Preisverfall, der im Wesentlichen das negative Spartenergebnis verursachte. Dieser Preisverfall konnte erst zur Jahreshälfte gestoppt werden. Die Ergebnissituation wurde darüber hinaus durch eine technisch bedingte Produktionsstörung bei der INTERPANE Glass France S.A.S. belastet. Diese Störung hatte einen 4-wöchigen Produktionsausfall zur Folge.

Die unkonsolidierten Umsatzerlöse im Berichtsjahr sanken folglich auf 376,8 Mio. €. Der konsolidierte Konzern-Umsatz fiel um 29 Mio. € und betrug 226,0 Mio. € (2008: 255,0 Mio. €).Der Auslandsanteil an dem konsolidierten Konzern-Umsatz betrug 55,5 %. (Vj.: 57,6 %)

5. Wirtschaftliche Lage des INTERPANE AG-Konzerns

Konzernergebnis – Jahresüberschuss – EBITDA – Cashflow

Die Ergebnissituation des INTERPANE AG-Konzerns ist im Jahr 2009 maßgeblich durch die Entwicklung in der Sparte Float bestimmt worden. In Folge der Weltwirtschaftskrise entwickelte sich am Floatglasmarkt ein gravierender Angebotsüberhang, der sich in einem bisher nicht gekannten Preisverfall und folglich einem deutlichen Umsatzrückgang auswirkte. Zudem wurde die Ergebnissituation durch die gegenläufige Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere der Energiekosten, beeinflusst. Intensive Kosteneinsparungen in allen Unternehmensbereichen sowie durch Nachverhandlungen erzielte Preisreduktionen ermöglichten es die Erlösrückgänge teilweise abzufedern, jedoch nicht zu kompensieren.

In Konsequenz ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im AG-Konzern von 7,0 Mio. € auf -10,4 Mio. € zurück. Der Jahresfehlbetrag beträgt -13,5 Mio. € (Vj.: Jahresüberschuss 5,1 Mio. €) vor Gewinnabführung.

Das Konzernergebnis 2009 hat zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote geführt. Dies ist vor allem durch die Ergebnisse der Sparte Float bedingt. Der Rückgang wurde durch die Umwandlung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in die Kapitalrücklage kompensiert. Nach Umwandlung beträgt die Eigenkapitalquote 8,1 %.

Der Konzern-Brutto-Cashflow beläuft sich auf 0,5 Mio. € nach 16,1 Mio. € im Vorjahr. Das entsprechende EBITDA des Geschäftsjahres 2009 beläuft sich auf 22,7 Mio. €. (Vorjahr: 40,1 Mio. €)

Risiken aus Währungsgeschäften und derivaten Finanzierungsgeschäften bestanden im Geschäftsjahr 2009 nicht.

Investitionen und Abschreibungen

Die Investitionen in Sachanlagen und Finanzanlagen für den Konzern beliefen sich auf 7,0 Mio. €. Die Abschreibungen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 22,1 Mio. € nach 22,0 Mio. € im Vorjahr.

Finanz- und Liquiditätslage der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG und des Konzerns

Die Liquiditätslage stellte sich in Form der Kapitalflussrechnung wie folgt dar:

  Liquidität Aktiengesellschaft   Konzern
  2009
T€
2008
T€
2009
T€
2008
T€
Jahresüberschuss zzgl. nicht liquiditätswirksamer Positionen 35 106 474 16.106
Veränderungen Bilanzpositionen -12.294 -308 -2.415 5.512
Nettoeinnahmen aus der Geschäftstätigkeit -12.259 -202 -1.941 21.618
Nettoausgaben für Investitionstätigkeiten -6.450 -15.364 -6.740 -26.599
Nettoeinnahmen / -ausgaben für die Finanzierungstätigkeiten 16.685 3.228 6.927 -9.860
Veränderungen der liquiden Mittel -2.024 -12.338 -1.754 -14.841

Mitarbeiter

Gegenüber 2008 war im Jahresdurchschnitt 2009 eine leichte Steigerung auf 1.136 Mitarbeiter zu verzeichnen.

Die Beschäftigungsstruktur stellt sich wie folgt dar:

• 65,3 % gewerbliche Mitarbeiter/innen,

• 29,1 % administrative Mitarbeiter/innen,

• 5,6 % Auszubildende.

Die Produktionsspitzen wurden im Wesentlichen durch Leiharbeiter abgedeckt. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 79 Leiharbeiter tätig.

Es ist uns ein Bedürfnis, allen unseren Beschäftigten für ihr enormes Engagement sowie für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zu danken.

6. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung befanden sich im vergangenen Jahr erneut auf hohem Niveau (1,4 Mio. €). Unsere Innovationsaktivitäten konzentrierten sich im Jahr 2009 im Wesentlichen auf folgende Themen:

· Entwicklung von Beschichtungen für Dreifachisoliergläser

· Produktoptimierung im Bereich Low-E

· Entwicklung neuer Sonnenschutzsysteme

· Verfahrens- und Produktentwicklung für Halbzeuge sowie im Bereich Photovoltaik

INTERPANE ist es auch im Jahr 2009 gelungen, die vorgenannten neuen Produkte erfolgreich am Markt zu platzieren. Die systematische Erweiterung und Erneuerung der Produktpalette wird im Jahr 2010 konsequent fortgesetzt.

7. Umweltschutz

Die Produktionsverfahren, die bei INTERPANE gruppenweit eingesetzt werden, entsprechen den neuesten technischen Standards. Unsere Produkte dienen vorwiegend dem Klima- und Umweltschutz, führt doch z. B. eine bessere Wärmedämmung zu einer Verringerung des Verbrauchs an Primärenergie und somit auch zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Darüber hinaus sind unsere Produktionsprozesse ebenso umweltverträglich. So ist z. B. der Prozess der Sputterbeschichtung absolut emissionsfrei.

Im Zuge einer Gruppenzertifizierung wurden die INTERPANE Betriebe im Wesentlichen gemäß DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001 zertifiziert. Die laufende Überwachung wird durch das Büro für Umwelt- und Technologieberatung GmbH (BUTEC) in Göttingen durchgeführt.

BUTEC hat in ihrem Umweltschutz-Jahresbericht 2009 eine Bewertung der umweltrelevanten Leistungen in den einzelnen INTERPANE Unternehmen vorgenommen. Das Ergebnis ist durchgehend positiv.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht.

9. Risikobericht

Der INTERPANE AG-Konzern versucht jederzeit Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern. Dabei ist uns bewusst, dass wir Risiken eingehen müssen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können. Unser Risiko- und Chancenmangement stellt sicher, dass wir unsere Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ausüben können. Wir überwachen fortlaufend sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und insbesondere die Entwicklungen in der Glas-, Fenster- und Solarbranche, als auch interne Prozesse, um Risiken und Chancen so früh wie möglich zu identifizieren. Identifizierte Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres potenziellen Einflusses auf den Ergebnisbeitrag beurteilt.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Damit wird sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und – falls erforderlich – Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann. Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die laufenden Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung unterliegen.

Über das monatliche, konzernweit einheitliche Berichtswesen hinaus hält der Vorstand regelmäßig Kontakt mit dem Aufsichtsrat, um neben der Unternehmensstrategie und der aktuellen Geschäftsentwicklung auch Fragen des Risikomanagements sowie die Entwicklung bestehender Risiken zu erörtern.

Nachfolgend stellen wir die Risiken und Chancen dar, die für den INTERPANE AG-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und erläutern die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements. Nach unserer Einschätzung sind jedoch derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit gefährden.

Konjunkturelle Chancen und Risiken

Die negativen Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise haben die wirtschaftliche Entwicklung des INTERPANE AG-Konzerns im Jahr 2009 bestimmt. Die Glas- und Fensterbranche und damit auch der INTERPANE AG-Konzern wird in 2010 von der sich verbessernden Konjunktur und insbesondere auch von den umfangreichen Fördermaßnahmen der Konjunkturprogramme profitieren.

Absatz Chancen und Risiken

Absatzrisiken sind für unsere Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf unseren Geschäftserfolg. Wir begegnen diesen Risiken durch eine permanente Weiterentwicklung unseres Produktportfolios.

Absatzchancen sehen wir z. B. in der weiteren Durchdringung des Solarmarktes, einem Nachfragenschub bei beschichteten Produkten durch Energieeinsparungsverordnungen und der weiteren Intensivierung des Geschäftes im Anlagenbau. Überdies erhoffen wir eine Stabilisierung des Floatglaspreises auf höherem Niveau.

Beschaffungsrisiken

Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich nach spürbaren Preisanstiegen in den Vorjahren im Berichtsjahr reduziert. Gefallene Preise für wesentliche Vormaterialien (Sand, Soda, Aluminium, Energie, etc.) sind als Ergebnis festzustellen. Durch die eigene Herstellung von Floatglas sind wir in diesem Segment autark.

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigen Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Lieferantenbasis. Die Versorgungssicherheit war ständig gewährleistet.

Operative Risiken

Die wesentliche Herausforderung im operativen Bereich besteht in der Sicherstellung der termingerechten Fertigung unserer Produkte innerhalb der vorgegebenen Qualitätsstandards und einer effizienten Kostenstruktur. Wir sind jedoch nicht gegen unvorhergesehene und unversicherbare Betriebsunterbrechungen gefeit, wie Störungen im Jahr 2009 zeigten.

Der bestehende Maschinenpark wird durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen und durch Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Zudem wurden seit jeher Versicherungen gegen Elementarschäden und zum Teil gegen Betriebsunterbrechungen abgeschlossen.

Informationstechnologie (IT)-Risiken

Der zunehmenden Abhängigkeit wesentlicher Geschäftsprozesse von IT-Anwendungen und der IT-Infrastruktur tragen wir durch eine eigene IT-Organisation für den INTERPANE AG-Konzern

Rechnung. Zusätzlich haben wir im Jahr 2009 durch eine externe IT-Systemprüfung die Ordnungsmäßigkeit unserer Systeme und Organisation bestätigen lassen. Operationelle Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen oder die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage stellen, wurden in der Prüfung nicht festgestellt. Die eingesetzte IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen sind geeignet, wesentliche Fehler in der rechnungslegungsrelevanten Datenverarbeitung festzustellen und die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Das interne Kontrollsystem sieht sowohl systematische, als auch manuelle bzw. halbmanuelle Kontrollen vor. Die Systemkontrollen wurden im Rahmen der Prüfung als wirksam beurteilt.

Finanz- und Währungsrisiken

In Verbindung mit der Übernahme der Joint-Venture-Anteile der Float- und Beschichtungskapazitäten am Standort Seingbouse im Jahr 2007 wurde die Finanzierung der INTERPANE-Gruppe langfristig neu geordnet und sichergestellt. Folge der wirtschaftlichen Entwicklung in den Jahren 2008/2009 war, dass die Zinsmarge für die abgeschlossene Finanzierung vertragsgemäß angepasst wurde.

Den Wechselkursrisiken begegnen wir – soweit möglich – mit einer Fakturierung in Euro sowie fallweise bei Großaufträgen mit entsprechenden Kursabsicherungen.

Zinsrisiken sind kreditvertragsgemäß durch Zinssicherungsgeschäfte begrenzt.

Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement und durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung auf ein Minimum begrenzt werden.

Verbindlichkeiten des INTERPANE AG-Konzerns werden generell innerhalb der vereinbarten Konditionen und soweit zulässig unter Nutzung von Skonto ausgeglichen.

10. Ausblick

Positive Signale für die Wirtschaft

Nach der schweren rezessiven Entwicklung seit 2008 wird für das Jahr 2010 eine leichte Erholung erwartet. Weltweit gibt es deutliche Zeichen für eine wirtschaftliche Trendwende. In nahezu allen wichtigen Wirtschaftsräumen wurden seit dem dritten Quartal 2009 positive Wachstumsraten erzielt.

Der Internationale Währungsfond prognostiziert in seinem Ausblick einen Anstieg der weltweiten Konjunkturleistung um etwa 3,1 %. Eine wichtige Stütze für den Aufschwung der globalen Wirtschaft stellen dabei die Schwellenländer dar. Diese waren weniger stark von den Auswirkungen der Krise betroffen und konnten sich zudem schneller von der Rezession befreien. Insbesondere China wird mit einem prognostizierten Wachstum von etwa 9 % für maßgebliche Impulse sorgen, in dessen Folge der 2009 massiv eingebrochene Welthandel wieder zunehmen wird.

Von dieser Entwicklung werden nach Ansicht der EU-Kommission auch die Volkswirtschaften der Europäischen Union profitieren. Allerdings erwarten die Ökonomen ein vergleichsweise verhaltenes Wachstum in Höhe von 0,7 %. Maßgebliche Faktoren für den Aufschwung in der EU und im Euroraum bleiben die fiskalpolitischen Impulse aus Deutschland und Frankreich.

Die jüngsten Prognosen sind jedoch mit einigen Unsicherheiten behaftet. Gegenwärtig ist der Aufschwung noch eng mit dem Umfang der staatlichen Konjunkturmaßnahmen verknüpft und es bedarf weiterer Impulse. Zugleich ist jedoch auch eine umfassende Konsolidierung der öffentlichen Finanzen in der EU erforderlich, um zum einen die Stabilität des Euro zu gewährleisten und zum anderen ein nachhaltiges Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum zu bewirken. Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt die Lage im Banken- und Finanzsektor dar, in der noch keine einheitliche Stabilisierung erkennbar ist.

Das Jahr 2010 wird nach Ansicht der Analysten keinen durchgreifenden Aufschwung bringen, jedoch sollte es gelingen, die Grundsteine für eine langfristig aufwärtsgerichtete Entwicklung zu legen.

Moderates Wachstum für Deutschland erwartet

Eine positive Grundstimmung und ein moderates Wachstum sagen die Prognosen für Deutschland voraus. Wurde die exportlastige Wirtschaft zuletzt durch den globalen Abschwung getroffen, so wird sie im Zuge der weltweiten Erholung ebenso von den ansteigenden Güterausfuhren profitieren. Dank der in allen Regionen einsetzenden Belebung wird ein Anstieg der deutschen Exporte um nahezu 8 % prognostiziert.

Einen weiteren wichtigen Faktor stellen auch in 2010 die staatlichen Konjunkturmaßnahmen dar. Mit Blick auf die haushaltspolitische Lage ist jedoch mit einem Auslaufen dieser Programme zu rechnen, sodass die Dynamik des Aufschwungs gegen Jahresende abflachen wird. Insgesamt wird daher mit einem Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung um etwa 1,5 % gerechnet. Maßgeblich für den Umfang des Konjunkturanstiegs wird auch in Deutschland die Kreditvergabe der Banken und somit die Stabilität des Finanzsektors sein.

Leichte Impulse werden überdies aus dem privaten Konsum kommen, der durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, weitere steuerliche Entlastungen und eine moderate Inflationsentwicklung vorrübergehend gestärkt werden wird.

Dennoch werden für 2010 jedoch auch Rückschläge erwartet. So wird sich die bislang relative robuste Lage am Arbeitsmarkt etwas verschlechtern, da die Unternehmen bei anhaltender Unterauslastung der Produktionskapazitäten einen Personalabbau auch mit Kurzarbeit nicht umgehen werden können. Darüber hinaus dürfte sich auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erhöhen.

Nach Ansicht der Deutschen Bundesbank werden die kommenden zwölf Monate den wichtigsten Zeitraum zur Überwindung der Krise darstellen. Können die Herausforderungen gemeistert werden, ist ein nachhaltiges Wachstum ab 2011 möglich.

Bauwirtschaft erwartet leichten Rückgang

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert der Branche nach den deutlichen Verlusten in 2009 auch für das kommende Jahr einen Umsatzrückgang. Dieser wird jedoch ein geringeres Ausmaß haben und sich auf etwa 0,7 % belaufen.

Einzig der öffentliche Bau wird dank der Konjunkturpakete der Bundesregierung in 2010 zulegen. Jedoch reichen die Zuwächse nicht aus, um den wiederholt rückläufigen Wirtschaftsbau auszugleichen. Wie in den vergangenen Jahren werden vom Wohnungsbau erneut keine nennenswerten Impulse erwartet, sodass insgesamt mit einem Umsatzvolumen von etwa 81 Mrd. € gerechnet wird.

Einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor stellt dabei jedoch das Investitionsvolumen der kommunalen Träger dar, das infolge sinkender Steuereinnahmen einen nur begrenzten Spielraum aufweisen wird.

Fensterbranche profitiert weiter von Fördermaßnahmen

Die Glas- und Fensterbranche wird auch in 2010 weiterhin von den umfangreichen Fördermaßnahmen der staatlichen Konjunkturpakte profitieren. Die Branchenverbände erwarten einen weiteren Anstieg der abgesetzten Fenstereinheiten um etwa 4,1 % auf 12,6 Mio. Einheiten. Wesentliche Impulse werden wie schon in den vergangenen Jahren aus der energetischen Sanierung resultieren.

Aktuelle Marktstudien zeigen, dass aus den kommunalen Investitionen ca. 75 % in die Modernisierung von öffentlichen Gebäuden und Bildungsstätten fließen. Somit kommen der energetischen Sanierung und damit insbesondere den Fenster- und Fassadenbauern nahezu 10 Mrd. € zu Gute, die nach den Förderungsrichtlinien bis Ende 2010 genutzt werden müssen. Nach Einschätzung des Münchener Ifo-Instituts wurden davon bisher etwa 30 % umgesetzt, sodass der überwiegende Teil der Investitionen auf das kommende Geschäftsjahr entfallen sollte. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte wird ein Anstieg der Nachfrage erwartet.

Darüber hinaus zeigt sich, dass die kontinuierliche Entwicklung hin zu Dreifach-Isoliergläsern weiter unvermindert anhält. Der Anteil an dreifach verglasten Fensterelementen wird nach Expertenschätzungen in den kommenden Jahren auf mehr als 50 % wachsen.

INTERPANE bieten sich durch die erwartete Entwicklung im Fenstermarkt zahlreiche Potenziale. Alle Unternehmensbereiche werden an der energetischen Modernisierung und dem steigenden Anteil von Dreifach-Isolierglas partizipieren. Der von INTERPANE eingeschlagene Weg zu höherwertigen Produkten im Isolierglas und der Beschichtung wird auch im Jahr 2010 kontinuierlich fortgesetzt.

Ebenso wird INTERPANE seine Aktivitäten im Bereich der solaren Produkte weiter forcieren. Mit der Inbetriebnahme des im Joint Venture errichteten Floatwerkes, der f|glass GmbH, wurden die Voraussetzungen geschaffen, um den Anforderungen der Solarindustrie sowohl an Glasqualität und Beschichtungen als auch an die Verarbeitung gerecht zu werden.

INTERPANE zeigt sich damit gut aufgestellt um vom langfristigen Wachstum der Solarenergie zu profitieren.

Nach dem schwierigen Jahr 2009 sehen wir dem kommenden Geschäftsjahr optimistisch entgegen. Mit Blick auf die deutlich erkennbare Erholung der Weltwirtschaft erwarten wir für 2010 entsprechend der Planung ein positives Ergebnis.

Bei einem konsolidierten Gesamtumsatz von ca. 295 Mio. € planen wir für das Geschäftsjahr 2010 ein Konzern-EGT in Höhe eines geringen zweistelligen Millionenbetrages.

In Verbindung mit der Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwarten wir für 2011 eine wesentliche Steigerung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

Bilanz zum 31.12.2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

Aktiva

  31.12.2009 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.000.036,22   50.000.036,22  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.947.093,75   12.947.093,75  
3. Beteiligungen 16.813.206,95 84.760.336,92 15.363.117,08 78.310.247,05
B. UMLAUFVERMÖGEN        
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.302.916,08   27.325.130,16  
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.199,00   119.000,00  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 637.001,73 44.059.116,81 735.388,98 28.179.519,14
III. Flüssige Mittel   2.963.371,52   4.987.241,88
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   55.722,35   102.344,66
    131.838.547,60   111.579.352,73

Passiva

       
  31.12.2009 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital   20.670.999,04   20.670.999,04
II. Kapitalrücklage   20.000.000,00   11.723.006,77
III. Gewinnrücklagen        
1. Gesetzliche Rücklage 130.992,98   130.992,98  
2. Andere Gewinnrücklagen 10.764.697,85 10.895.690,83 10.764.697,85 10.895.690,83
IV. Bilanzgewinn   0,00   0,00
    51.566.689,87   43.289.696,64
C. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 383.211,00   347.801,00  
2. Sonstige Rückstellungen 574.850,00 958.061,00 1.091.000,00 1.438.801,00
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52.255.189,10   40.808.443,33  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186.249,12   163.843,59  
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.331.027,53   12.369.878,85  
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.232.295,02   13.243.411,60  
5. Sonstige Verbindlichkeiten 309.035,96 79.313.796,73 265.277,72 66.850.855,09
    131.838.547,60   111.579.352,73

Konzernbilanz zum 31.12.2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

Aktiva

  31.12.2009 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche        
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.455.370,41   1.973.367,44  
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.964.728,00   25.436.116,00  
3. Geleistete Anzahlungen 23.695,20 25.443.793,61 0,00 27.409.483,44
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.683.054,12   67.615.192,65  
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.405.121,29   74.231.838,48  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.761.597,80   5.958.111,92  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 332.531,41 134.182.304,62 1.215.551,21 149.020.694,26
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.906,35   120.906,35  
2. Beteiligungen (an assoziierten Unternehmen) 16.980.448,22   15.383.265,18  
3. Übrige Beteiligungen 49.600,00   24.500,00  
5. Sonstige Ausleihungen 823.312,23 17.949.266,80 923.451,89 16.452.123,42
    177.575.365,03   192.882.301,12
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.212.636,73   14.187.630,46  
2. Unfertige Erzeugnisse 17.757.376,00   4.660.480,00  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.391.285,03   10.108.555,00  
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -16.112.136,00 24.249.161,76 -3.341.297,00 25.615.368,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.879.946,42   20.988.597,00  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 707.330,66   26.304,98  
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 879.116,45   1.468.760,00  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.250.138,64 27.716.532,17 10.205.362,38 32.689.024,36
III. Flüssige Mittel   4.362.042,63   6.115.809,76
    56.327.736,56   64.420.202,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN        
1. Disagio 48.747,00   58.497,00  
2. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 556.335,20 605.082,20 693.922,51 752.419,51
D. AKTIVE LATENTE STEUERN   8.059.390,00   8.002.969,00
    242.567.573,79   266.057.892,21

Passiva

       
  31.12.2009 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital   20.670.999,04   20.670.999,04
II. Kapitalrücklage   20.001.043,61   11.724.050,38
III. Gewinnrücklagen        
1. Gesetzliche Rücklage 622.085,19   540.982,28  
2. Andere Gewinnrücklagen 0,00 622.085,19 880.493,78 1.421.476,06
IV. Konzernbilanzgewinn/-verlust        
1. Gewinn-/Verlustvortrag 312.558,66   5.460.875,95  
2. Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen -60.473,99   -64.183,39  
3. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -21.797.620,67 -21.545.536,00 -5.946.049,78 -549.357,22
    19.748.591,84   33.267.168,26
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE   386.198,84   449.368,80
C. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.758.093,00   2.533.081,00  
2. Steuerrückstellungen 269.584,30   1.471.455,00  
3. Rückstellungen für latente Steuern 6.560.378,00   6.291.915,00  
4. Sonstige Rückstellungen 22.799.404,17 32.387.459,47 21.392.163,00 31.688.614,00
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158.337.305,23   159.689.599,72  
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.643.686,06   4.963.100,78  
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.799.438,38   17.476.652,40  
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.431.785,72   12.463.095,33  
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 973.233,88   123.943,15  
6. Sonstige Verbindlichkeiten 4.859.874,37 190.045.323,64 5.919.392,27 200.635.783,65
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   0,00   16.957,50
    242.567.573,79   266.057.892,21

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

  2009 Vorjahr
  TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse   226.014.481,23   254.989.665,45
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands        
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   12.882.781,00   4.779.256,75
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   476.357,38   709.004,00
4. Sonstige betriebliche Erträge   3.230.888,27   3.984.210,81
    242.604.507,88   264.462.137,01
5. Materialaufwand        
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und        
Betriebsstoffe und für bezogene Waren -121.865.114,03   -125.847.562,96  
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.437.866,57 -124.302.980,60 -1.519.599,48 -127.367.162,44
6. Personalaufwand        
a. Löhne und Gehälter -39.879.049,37   -38.673.877,94  
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für        
Altersversorgung und für Unterstützung -10.203.402,04 -50.082.451,41 -10.176.277,04 -48.850.154,98
7. Abschreibungen        
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände auf        
Anlagevermögens und Sachanlagen -22.123.803,94   -22.040.341,17  
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,        
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft        
üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -22.123.803,94 -46.261,75 -22.086.602,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -45.505.360,23   -48.087.458,98
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 147.093,17   20.148,10  
10. Erträge aus Beteiligungen 1.750,41   2.007,51  
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 177.971,10   825.579,37  
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.359.149,70 -11.032.335,02 -11.869.942,74 -11.022.207,76
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -10.442.423,32   7.048.549,93
14. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter   -704.000,00   -704.000,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -394.494,87   1.491.939,18  
16. Sonstige Steuern -1.946.490,12 -2.340.984,99 -2.777.810,54 -1.285.871,36
17. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung und Steuerumlage   -13.487.408,31   5.058.678,57
18. Vom Organträger belastete Steuern   -995.000,00   -1.101.400,00
19. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen abgeführte Gewinne   -7.315.212,36   -9.903.328,35
20. Jahresfehlbetrag =        
Konzernjahresfehlbetrag   -21.797.620,67   -5.946.049,78
21. Gewinn-/Verlustvortrag   312.558,66   5.460.875,95
22. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage   -81.102,91   -43.554,30
23. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen   20.628,92   -20.629,09
24. Konzernbilanzverlust   -21.545.536,00   -549.357,22

Konzernkapitalflussrechnung 2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

  31.12.2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -21.798 -5.946
+ Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen +22.124 +22.040
+/- Buchverluste/Buchgewinna aus Anlagenabgängen +70 -257
- Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -147 -20
+ Zuführung zu Pensionsrückstellungen +225 +289
Cashflow +474 +16.106
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Aktiva:    
Vorräte +1.366 -3.782
Forderungen +4.972 +835
Rechnungsabgrenzungsposten +147 -132
Latente Steuern -56 -4.668
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Passiva:    
Übrige Rückstellungen +474 +1.832
Verbindlichkeiten -9.318 +11.427
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.941 +21.618
Einnahmen (+) / Ausgaben (-) bezüglich Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgang von    
immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen +151 +396
Finanzanlagen +130 +400
Auszahlungen für Zugänge von    
immateriellen Vermögensgegenständen -197 -888
Sachanlagevermögen -5.344 -11.106
Finanzanlagevermögen -1.480 -15.401
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.740 -26.599
Einnahmen (+) / Ausgaben (-) bezüglich Finanzierungstätigkeit    
Bankverbindlichkeiten -1.352 -9.998
Zuführung Kapitalrücklage durch Mehrheitsgesellschafter +8.277 0
Zuführung Rücklagen 0 +21
Übrige konsolidierungstechnische Maßnahmen +2 +117
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +6.927 -9.860
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands    
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.941 +21.618
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.740 -26.599
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +6.927 -9.860
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode +6.116 +20.957
Finanzmittelbestand am Ende der Periode +4.362 +6.116

Konzerneigenkapitalspiegel 2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

  Mutterunternehmen
  Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gesetzliche
Rücklage
EUR
Gewinnrücklage
EUR
Bilanzgewinn/
- verlust
EUR
Erwirtschaftetes
Konzern-
Eigenkapital
EUR
Stand 31.12.2007 20.670.999,04 11.724.050,38 497.427,98 2.723.282,69    3.826.657,95 7.047.368,62
Abschreibung Unterschiedsbetrag Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -1.664.418,00 1.664.418,00 0,00
Zuführung Frankreich 0,00 0,00 43.554,30 20.629,09 -64.183,39 0,00
Veränderung Fremdanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Auflösung latente Steuern 0,00 0,00 0,00 -199.000,00 0,00 -199.000,00
Konzern-
gesamtergebnis
0,00 0,00 0,00 0,00 -5.946.049,78 -5.946.049,78
latente Steuern Frankreich 0,00 0,00 0,00   -30.200,00 -30.200,00
Stand 31.12.2008 20.670.999,04 11.724.050,38 540.982,28 880.493,78 -549.357,22 872.118,84
Abschreibung Unterschiedsbetrag Vorjahr 0,00 0,00 0,00 -859.864,86 859.864,86 0,00
Zuführung zu Rücklagen 0,00 8.276.993,23 81.102,91 0,00 -81.102,91 0,00
Auflösung von Rücklagen 0,00 0,00 0,00 -20.628,92 20.628,92 0,00
Konzern-
gesamtergebnis
0,00 0,00 0,00 0,00 -21.797.620,67 -21.797.620,67
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.051,02 2.051,02
Stand 31.12.2009 20.670.999,04 20.001.043,61 622.085,19 0,00 -21.545.536,00 -20.923.450,81
  Minderheitsgesellschafter
  Eigenkapital
EUR
Anteil am
Konzern-
Kapital
EUR
Anteil am
Konzern-
Ergebnis
EUR
Konzern-
Eigenkapital
EUR
Konzern-
Eigenkapital
EUR
Stand 31.12.2007 39.442.418,04 0,00 704.000,00 704.000,00 40.146.418,04
Abschreibung Unterschiedsbetrag Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführung Frankreich 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Fremdanteile   0,00 -704.000,00 -704.000,00 -704.000,00
Auflösung latente Steuern -199.000,00 0,00 0,00 0,00 -199.000,00
Konzern-
gesamtergebnis
-5.946.049,78 0,00 0,00 0,00 -5.946.049,78
latente Steuern Frankreich -30.200,00 0,00 0,00 0,00 -30.200,00
Stand 31.12.2008 33.267.168,26 0,00 0,00 0,00 33.267.168,26
Abschreibung Unterschiedsbetrag Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführung zu Rücklagen 8.276.993,23 0,00 0,00 0,00 8.276.993,23
Auflösung von Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-
gesamtergebnis
-21.797.620,67 0,00 0,00 0,00 -21.797.620,67
Übrige Veränderungen 2.051,02 0,00 0,00 0,00 2.051,02
Stand 31.12.2009 19.748.591,84 0,00 0,00 0,00 19.748.591,84

Entwicklung des Konzernanlagengitters 2009

INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Equity- Bewertung Umgliederung
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
ANLAGEVERMÖGEN          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte          
und ähnliche Rechte und Werte sowie          
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.190.597,09 172.985,39 3.204,70 105.086,28 7.261.700,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 31.943.269,53 0,00 0,00 0,00 31.943.269,53
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 23.695,20 0,00 0,00 23.695,20
  39.133.866,62 196.680,59 3.204,70 105.086,28 39.228.665,63
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten          
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 104.195.841,77 634.418,71 87.156,80 153.206,33 104.764.210,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 199.606.475,20 2.803.008,57 983.644,63 534.913,56 202.858.214,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.644.402,83 1.540.192,86 147.759,80 2.157.602,04 27.174.753,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.318.793,97 366.038,70 -1.221.765,93 130.534,46 332.532,28
  332.765.513,77 5.343.658,84 -3.204,70 2.976.256,39 335.129.711,52
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 120.906,35 0,00 0,00 25.000,00 95.906,35
2. Beteiligungen (an assoziierten Unternehmen) 15.383.265,18 1.450.089,87 147.093,17 0,00 16.980.448,22
3. Übrige Beteiligungen 24.500,00 25.100,00 0,00 0,00 49.600,00
4. Sonstige Ausleihungen 923.451,89 4.800,00 0,00 104.939,66 823.312,23
  16.452.123,42 1.479.989,87 147.093,17 129.939,66 17.949.266,80
  388.351.503,81 7.020.329,30 147.093,17 3.211.282,33 392.307.643,95
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Equity- Bewertung Umgliederung
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
ANLAGEVERMÖGEN          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte          
und ähnliche Rechte und Werte sowie          
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.217.229,65 694.157,12 0,00 105.056,28 5.806.330,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.507.153,53 1.471.388,00 0,00 0,00 7.978.541,53
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.724.383,18 2.165.545,12 0,00 105.056,28 13.784.872,02
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten          
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.580.649,12 3.561.247,04 0,00 60.739,33 40.081.156,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 125.374.636,72 14.560.075,89 0,00 481.619,06 139.453.093,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.686.290,91 1.836.935,89 0,00 2.110.071,15 21.413.155,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.242,76 0,00 0,00 103.241,89 0,87
  183.744.819,51 19.958.258,82 0,00 2.755.671,43 200.947.406,90
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen (an assoziierten Unternehmen) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Übrige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  195.469.202,69 22.123.803,94 0,00 2.860.727,71 214.732.278,92
  Buchwerte
  Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte    
und ähnliche Rechte und Werte sowie    
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.455.370,41 1.973.367,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.964.728,00 25.436.116,00
3. Geleistete Anzahlungen 23.695,20 0,00
  25.443.793,61 27.409.483,44
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten    
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.683.054,12 67.615.192,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.405.121,29 74.231.838,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.761.597,80 5.958.111,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 332.531,41 1.215.551,21
  134.182.304,62 149.020.694,26
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.906,35 120.906,35
2. Beteiligungen (an assoziierten Unternehmen) 16.980.448,22 15.383.265,18
3. Übrige Beteiligungen 49.600,00 24.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 823.312,23 923.451,89
  17.949.266,80 16.452.123,42
  177.575.365,03 192.882.301,12

Konzernanhang und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde, werden innerhalb eines Anhangs erläutert. Wenn nichts anderes vermerkt ist, gelten die Kommentierungen für beide Abschlüsse.

Der Konzernabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die Offenlegungsverpflichtung der inländischen Tochtergesellschaften wird gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB durch die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfüllt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde, sind neben der Muttergesellschaft elf inländische Gesellschaften sowie sieben Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen, an denen die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG die Mehrheit der Stimmrechte besitzt.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die INTERPANE EUROPE GLAS GmbH, Lauenförde, ist durch Verschmelzung auf die INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH, Lauenförde, aus dem Konzern ausgeschieden. Die INTERPANE Glas Deutschland GmbH, Sülzetal, ist aus einer ehemaligen Komplementär-Gesellschaft hervorgegangen. Die Gesellschaft ist 2009 umfirmiert worden und wurde nach Aufnahme einer aktiven Tätigkeit vollkonsolidiert.

In den Konzernabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteili- gungs- quote
%
Eigenkapital
Jahresergebnis
 
1. INTERPANE Entwicklungs- und Beratungs- gesellschaft mbH, Lauenförde 100,00 1.001.000,00 883.570,64 *)
2. INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH, Lauenförde 100,00 31.488.784,27 10.638.699,99 *)
3. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth 100,00 1.841.954,39 95.460,23 *)
4. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Buxtehude 100,00 2.665.455,50 - 1.152.215,18 *)
5. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Lauenförde 100,00 3.524.414,73 711.490,25 **)
6. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Plattling 100,00 6.583.267,28 8.465.487,84 **)
7. INTERPANE Sicherheitsglas GmbH, Hildesheim 100,00 2.001.000,00 112.303,21 *)
8. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 100,00 1.108.363,00 - 205.222,66 **)
9. INTERPANE Glasbeschichtungs- gesellschaft mbH, Lauenförde 100,00 2.601.000,00 1.272.977,25 *)
10. INTERPANE Glasgesellschaft mbH & Co KG, Westendorf 100,00 1.096.425,27 - 52.231,62  
11. INTERPANE Glas Deutschland GmbH, Sülzetal 100,00 27.052,02 - 266.531,18 *)

*) Ergebnis vor Ergebnisabführung

**) Ergebnis vor Ergebnisabführung lt. Handelsbilanz II

In den Konzernabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG wurden folgende Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
Jahresergebnis
 
12. INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co. KG, Parndorf (A) 100,00 3.783.732,81 634.225,82 *)
13. INTERPANE S.A., Hoerdt (F) 100,00 3.872.310,91 1.204.724,64 *)
14. UNIVER TOUS PRODUITS VERRIERS S.à.r.l., Hoerdt (F) 100,00 419.687,11 152.189,12 *)
15. INTERPANE HOLDING FRANCE S.A., Strasbourg (F) 100,00 13.892.704,18 - 1.616.796,03 *)
16. INTERPANE GLASS COATING FRANCE S.A.S., Seingbouse (F) 100,00 8.528.941,40 558.358,82 *)
17. INTERPANE VITRAGE FRANCE S.à.r.l., Seingbouse (F) 100,00 146.027,94 46.446,34 *)
18. INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S., Seingbouse (F) 100,00 27.242.423,07 - 18.278.175,63 *)

*) Ergebnis lt. Handelsbilanz II

Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote
%
Beteiligungsansatz
Jahresergebnis
1. f|glass GmbH, Sülzetal 49,00 16.763.196,95 413.230,19
2. f|solar GmbH, Sülzetal 50,01 50.010,00 -85.602,65

Die Beteiligung an der f|glass GmbH, Sülzetal, wurde im Vorjahr erworben. Der Beteiligungsansatz wurde 2009 sukzessive durch Einzahlungen in das Kapital erhöht. Der im Erwerbszeitpunkt aufgedeckte Unterschiedsbetrag wird im Rahmen der Equity-Bewertung als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt.

Die f|solar GmbH, Sülzetal, wurde 2009 gegründet. Entsprechend der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB. Die Einbeziehung des Unternehmens erfolgt entsprechend dem Wahlrecht des DRS 9 Tz. 4 nach der Equity-Methode. Der Stichtag der erstmaligen Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen entspricht dem Gründungsdatum 1. April 2009. Die Anschaffungskosten der Beteiligung betragen T€ 50, ein Geschäfts- oder Firmenwert ergab sich nicht, da entsprechend DRS 8 Tz. 14 für die Kapitalaufrechnung die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt (Gründungsdatum) zugrunde gelegt wurden.

Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaften Beteiligungsquote
%
1. INTERPANE Glasbeteiligungs- gesellschaft mbH, Westendorf 100,00
2. INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH, Parndorf (A) 100,00
3. INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling 49,00
4. INTERPANE Slovensko s.r.o., Malacky (Slowakei) 100,00

Bei den Gesellschaften Nr. 1 und 2 handelt es sich um Komplementärgesellschaften. Die Gesellschaft Nr. 4 hält lediglich ein Grundstück und wird derzeit als Vorratsgesellschaft gehalten.

Die im Vorjahr hier weiterhin erwähnte Energiepass Glas und Fenster Beteiligungs GmbH, Lauenförde, wurde in INTERPANE Glas Deutschland GmbH umfirmiert und der Sitz der Gesellschaft wurde nach Sülzetal verlegt. Die Gesellschaft wurde 2009 vollkonsolidiert.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet.

Die bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit den anteilig erworbenen Eigenkapitalien entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge sind bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 1986 bis zur Höhe der Zeitwerte den Wertansätzen der Grundstücke und Gebäude zugeschrieben worden. Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den Folgejahren abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen an folgenden Bilanzstichtagen werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen sowie zum Teil auch mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Innenumsätze, Zwischengewinne, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens im Equity-Wert fortgeschrieben. Ein bei Erwerb einer Beteiligung bestehender anteiliger Bilanzverlust des assoziierten Unternehmens stellt einen Unterschiedsbetrag im Rahmen des Erwerbs dar und wird im Equity-Wert als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Abschluss der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung der sich aus der Erstkonsolidierung von Beteiligungen ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt planmäßig über einen Zeitraum zwischen 15 und 30 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung der Gebäude erfolgt linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von max. 50 Jahren.

Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie andere Anlagen werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 21 Jahren abgeschrieben, wobei der Mehrschichtbetrieb zu einer verkürzten Abschreibungsdauer führt.

Die Abschreibungen der im Berichtsjahr angeschafften Vermögensgegenstände werden zeitanteilig nach der pro-rata-temporis Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis € 150,00) werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG sofort als Betriebsausgaben abgezogen und soweit § 6 Abs. 2a EStG (GWG’s bis € 1.000,00) einschlägig ist, wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital. Der Unterschiedsbetrag wurde bei erstmaliger Einbuchung als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Equity-Bewertung abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung und dem speziellen Risiko durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das Bestehen einer Kreditversicherung Berücksichtigung fand. Die Forderungen sind mit ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert mit den jeweiligen Steuersätzen der zugrunde liegenden Sachverhalte bewertet. Bei Ansatz und Bewertung von latenten Steuern wird der Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS 10) angewendet.

Die Rückstellungen werden in einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Umfang dotiert (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft eventuell in Anspruch genommen werden könnte. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen entspricht dem steuerlichen Teilwert der Verpflichtungen (§ 6a EStG). Die Bilanzierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Rückzahlungsbetrag.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Konzern in Höhe von T€ 1.414 angefallen.

5. Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren/höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden in Euro aufgestellt.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

6. Anlagevermögen

An den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen besteht seitens der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG mittelbar oder unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (vgl. Seite 2 und 3).

2008 wurde eine 49%ige Beteiligung an der f|glass GmbH, Sülzetal, erworben und im Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen. Die 50,01 %ige Beteiligung an der im Geschäftsjahr 2009 gegründeten f|solar GmbH, Sülzetal, wurde ebenfalls als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen.

Die Komplementär-GmbHs der im Konzernabschluss einbezogenen Kommanditgesellschaften wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht einbezogen (vgl. Seite 4).

Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungs-/Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sind im Anlagengitter dargestellt.

Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden im Konzernabschluss Software und Lizenzen sowie der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Zur Entwicklung der Sachanlagen wird auf die folgenden Ausführungen verwiesen.

Die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG ergibt sich aus dem beigefügten Anlagegitter.

In den langfristigen Ausleihungen der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG ist ein Darlehen in Höhe von T€ 12.947 gegenüber der INTERPANE HOLDING FRANCE S.A., Strasbourg (Frankreich), enthalten.

Die Sachanlagen in den konsolidierten Unternehmen haben sich nach Eliminierung von Zwischengewinnen im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt (Angaben in T€):

Name und Sitz der Gesellschaften Zugänge Abgänge Abschreibungen Buchwerte
1. INTERPANE Entwicklungs- und Beratungs- gesellschaft mbH, Lauenförde 111 48 396 2.655
2. INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH, Lauenförde 7 87 140 1.547
3. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth 216 107 327 1.886
4. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Buxtehude 1.075 707 842 6.201
5. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Lauenförde 1.074 566 822 6.019
6. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Plattling 518 177 1.267 9.735
7. INTERPANE Sicherheitsglas GmbH, Hildesheim 66 154 467 2.740
8. INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 267 223 414 1.437
9. INTERPANE Glasbeschichtungs- gesellschaft mbH, Lauenförde 631 62 995 4.475
10. INTERPANE Glasgesellschaft mbH & Co KG, Westendorf 0 0 84 2.083
11. INTERPANE Glas Deutschland GmbH, Sülzetal-Osterweddingen 8 0 1 7
12. INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co. KG, Parndorf (A) 98 384 757 4.994
13. INTERPANE S.A., Hoerdt (F) 159 198 408 2.384
14. UNIVER TOUS PRODUITS VERRIERS S.à.r.l., Hoerdt (F) 28 44 13 46
15. INTERPANE HOLDING FRANCE S.A., Strasbourg (F) 0 0 0 0
16. INTERPANE GLASS COATING FRANCE S.A.S., Seingbouse (F) 479 18 2.335 8.457
17. INTERPANE VITRAGE FRANCE S.à.r.l., Seingbouse (F) 20 26 16 28
18. INTERPANE GLASS FRANCE S.A.S., Seingbouse (F) Konsolidierungsausgleichsposten 587 0 175 0 10.527 147 75.566 3.922
  5.344 2.976 19.958 134.182

7. Umlaufvermögen

Die Vorräte der in den Konzernabschluss 2009 einbezogenen Gesellschaften setzen sich wie folgt zusammen:

Vorräte 2009
T€
Vorjahr
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.213 14.188
unfertige Erzeugnisse 17.757 4.660
fertige Erzeugnisse 10.391 10.108
erhaltene Anzahlungen - 16.112 - 3.341
Insgesamt 24.249 25.615

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten folgende Beträge:

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.880 20.989 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 707 26 43.303 27.325
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 879 1.469 119 119
sonstige Vermögensgegenstände (davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr) 7.250 (1.984) 10.205 (1.765) 637 (346) 735 (266)
Insgesamt 27.716 32.689 44.059 28.179

Die übrigen Forderungen haben Laufzeiten von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Kassenbestand 31 16 0 1
Guthaben bei Kreditinstituten 4.293 6.081 2.963 4.986
Schecks 38 19 0 0
Insgesamt 4.362 6.116 2.963 4.987

8. Rechnungsabgrenzungsposten

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Disagio 49 58 0 0
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 556 694 56 102
Insgesamt 605 752 56 102

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden aktivisch im “Steuerabgrenzungsposten nach § 274 Abs. 2 HGB“ sowie in der “Rückstellung für latente Steuern“ angesetzt und haben u. a. ihre Ursache in der Anpassung der Handelsbilanz I an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Handelsbilanz II bei den Tochtergesellschaften in Frankreich und in Österreich. Im Wesentlichen erfolgten Anpassungen bei der Bewertung des Anlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, soweit der Vorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann. Aus der Bilanzierung von geleasten Anlagen bei zwei französischen Tochtergesellschaften resultieren passive latente Steuern in den jeweiligen Einzelabschlüssen.

Weiterhin werden latente Steuern berücksichtigt, die aus der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen im Wesentlichen aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen in den Vorjahren resultieren (§ 306 HGB).

Passive latente Steuern werden auf den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes gebildet. Die erstmalige Einbuchung erfolgte im Jahr 2003 erfolgsneutral über einen Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert; latente Steuereffekte aus der Abschreibung des Unterschiedsbetrages wurden erfolgswirksam verrechnet. Soweit bei der erstmaligen Einbuchung latenter Steuern im Jahr 2003 Vorjahre betroffen waren, erfolgte die Behandlung der latenten Steuern erfolgsneutral.

Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz erfolgt unsaldiert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Konzern wird in folgender Übersicht wiedergegeben:

  Aktiv Passiv
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierung- und Bewertungsmethoden 1.293 1.317 25 70
Leasingbilanzierung Frankreich 0 0 5.874 5.531
Latente Steuern aufgrund von Steuerlichen Verlustvorträgen 6.037 5.844 0 0
Sonderabschreibungen 0 0 54 60
Zwischengewinne 729 842 17 3
Latente Steuern auf Unterschiedsbetrag 0 0 590 628
Insgesamt 8.059 8.003 6.560 6.292

Die Berechnung der latenten Steuer erfolgt bei inländischen Sachverhalten mit dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,825 % zzgl. Gewerbesteuer, die sich aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,5 % und 15,0 % bewegt. Bei den französischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit 33,3 %, bei der österreichischen Gesellschaft mit 25,0 % angesetzt.

10. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG beträgt € 20.670.999,04 und ist eingeteilt in 8.074.609 nennwertlose Stückaktien.

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20. Juni 2013 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt € 10.335.000,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bareinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Entwicklung der Rücklagen (Konzern)

  Stand     Stand
  01.01.2009
Abgang
Zugang
31.12.2009
I. Kapitalrücklage 11.724.050,38 0,00 8.276.993,23 20.001.043,61
II. Gewinnrücklagen        
1. gesetzliche Rücklagen 540.982,28 0,00 81.102,91 622.085,19
2. andere Gewinnrücklagen 880.493,78 880.493,78 0,00 0,00
Insgesamt 13.145.526,44 880.493,78 8.358.096,14 20.623.128,80

Der Abgang der anderen Gewinnrücklagen resultiert in Höhe von T€ 860 aus der Kapitalkonsolidierung, da die jeweiligen Abschreibungen der Vorjahre auf den aktiven Unterschiedsbetrag gegen die Rücklage verrechnet werden. Eine weitere Reduzierung der anderen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 21 resultierte aus einer Entnahme einer französischen Tochtergesellschaft. Bei einer französischen Tochtergesellschaft wurden T€ 81 in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Entwicklung der Rücklagen (AG)

  Stand     Stand
  01.01.2009
Abgang
Zugang
31.12.2009
I. Kapitalrücklage 11.723.006,77 0,00 8.276.993,23 20.000.000,00
II. Gewinnrücklagen        
1. gesetzliche Rücklagen 130.992,98 0,00 0,00 130.992,98
2. andere Gewinnrücklagen 10.764.697,85 0,00 0,00 10.764.697,85
Insgesamt 22.618.697,60 0,00 8.276.993,23 30.895.690,83

Die Gesellschafterversammlung der IP International hat aus dem zwischen der IP International und der INTERPANE AG bestehenden Verrechnungskonto eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von € 8.276.993,23 auf € 20.000.000,00 beschlossen.

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.758 2.533 383 348
Steuerrückstellungen 270 1.472 0 0
Rückstellungen für latente Steuern 6.560 6.292 0 0
sonstige Rückstellungen 22.799 21.392 575 1.091
Insgesamt 32.387 31.689 958 1.439

Der Bilanzansatz der Rückstellungen für Pensionen im Konzern entspricht dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten steuerlichen Teilwert der Verpflichtungen (§ 6a EStG).

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Rückstellung für latente Steuern im Konzern wird unter der Position “Aktive latente Steuern“ dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten insbesondere Beträge für zu erbringende Gewährleistungen, Personalaufwendungen, Tantiemen und sonstige Verpflichtungen. Bei der AG enthalten die sonstigen Rückstellungen insbesondere Beträge für Personalaufwendungen, Tantiemen, Abschluss-, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Kosten für die Erstellung des Geschäftsberichts.

12. Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten des Konzerns weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):

  Gesamtbetrag
T€
Laufzeit < 1 Jahr
T€
Laufzeit> 1 Jahr < 5 Jahre
T€
Laufzeit> 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158.337 (159.690) 30.505 (15.942) 51.532 (67.448) 76.300 (76.300)
Erhaltene Anzahlungen 6.644 (4.963) 6.644 (4.963) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.799 (17.477) 9.799 (17.477) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.432 (12.463) 9.432 (12.463) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 973 (124) 973 (124) 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.860 (5.919) 4.860 (5.919) 0 (0) 0 (0)
Insgesamt 190.045 (200.636) 62.213 (56.888) 51.532 (67.448) 76.300 (76.300)

Die Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Verpfändungen von Aktien, Geschäftsanteilen, Kommanditanteilen und Bankguthaben sowie Sicherungsübereignungen gesichert. Im Gesamtbetrag sind T€ 38.160 Verbindlichkeiten aus Leasingfinanzierung enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten des Konzerns sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 1.166 (Vj. T€ 1.978) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 1.014 (Vj. T€ 937) enthalten.

Die Verbindlichkeiten der AG weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):

  Gesamtbetrag
T€
Laufzeit < 1 Jahr
T€
Laufzeit> 1 Jahr < 5 Jahre
T€
Laufzeit> 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52.255 (40.808) 11.455 (8) 0 (0) 40.800 (40.800)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 186 (164) 186 (164) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.331 (12.370) 9.331 (12.370) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 17.233 (13.244) 17.233 (13.244) 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 309 (265) 309 (265) 0 (0) 0 (0)
Insgesamt 79.314 (66.851) 38.514 (26.051) 0 (0) 40.800 (40.800)

Die Verbindlichkeiten der AG gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändungen von eigenen Aktien, Geschäftsanteilen an Tochtergesellschaften sowie durch Verpfändung eines bestimmten Bankkontos abgesichert.

Drei verbundene Unternehmen gewährten zudem Sicherheiten durch Übereignungen von Anlage- und Vorratsvermögen sowie Abtretungen erstrangiger Grundschulden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten der AG sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 23 (Vj. T€ 25) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 0 (Vj. T€ 0) enthalten.

13. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Vorjahr vereinnahmte Mieterträge für das Folgejahr ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde keine Mieten vorausbezahlt; das Mietobjekt wird kurzfristig veräußert.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

14. Umsatzerlöse

Im Folgenden ist eine Aufgliederung der konsolidierten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten sowie nach geographisch bestimmten Märkten (Fakturierungsort) vorgenommen worden:

  Inland
T€
Ausland
T€
Gesamt
T€
Herstellung, Be- und Verarbeitung von Float-, Isolier-, Basis- und Sicherheitsglas 150.083 222.828 372.911
Entwicklung von Produktionstechniken und -verfahren für die Flachglasveredelung 1.233 964 2.197
Sonstige Umsätze 816 859 1.675
Insgesamt 152.132 224.651 376.783
Durch Konsolidierung eliminiert - 51.588 - 99.181 - 150.769
Konzernumsatz 100.544 125.470 226.014

15. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Beträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Investitionszulagen, Forschungszuschüsse, Erhöhungen von Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen, Gewinne aus der Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens, Versicherungserstattungen, Pkw-Nutzungen und Rückvergütungen.

Bei der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere Erträge aus Managementverträgen, Weiterberechnungen von Werbekosten, Provisionen, Boni, Erhöhungen des Aktivwertes aus der Rückdeckungsversicherung sowie andere Erträge.

16. Personalaufwand/Mitarbeiter

Der Personalaufwand untergliedert sich im Konzern und in der AG wie folgt:

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Löhne und Gehälter 39.879 38.674 967 1.154
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.203 10.176 227 387
- davon für Altersversorgung (1.919) (1.866) (187) (221)
Insgesamt 50.082 48.850 1.194 1.541

Der Personalbestand hat sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:

  Konzern AG
  2009 Vorjahr 2009 Vorjahr
Angestellte 331 318 2 2
Gewerbliche Tätige 742 743 0 0
Auszubildende 63 62 0 0
Insgesamt 1.136 1.123 2 2

Der Personalbestand der assoziierten Unternehmen beläuft sich im Jahresdurchschnitt auf 41 Angestellte und 146 gewerbliche Mitarbeiter.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns enthalten im Wesentlichen Verwaltungs- und Vertriebskosten, Mieten, Pachten, Reisekosten, Kfz-Kosten, Transportkosten, Provisionen, Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Werbekosten und sonstige Gemeinkosten. Außerdem sind darin Rückstellungszuführungen, Forderungsausfälle und Forderungsrisiken sowie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens enthalten.

Bei der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG betreffen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere Personalkostenerstattungen, Nutzungsentgelte, Mieten, Aufwendungen für Werbung, Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten, Kosten des Geschäftsberichts, Aufsichtsratsvergütungen, Kfz-Kosten, Versicherungen, Telefon sowie sonstige Gemeinkosten.

18. Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinnabführungsverträgen

Bei der INTERPANE AG werden Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit T€ 11.522 (Vj. T€ 11.230) ausgewiesen. Die Erträge aus Beteiligungen im Konzern betrafen Dividenden von Genossenschaftsbanken.

19. Zinsergebnis

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 178 826 2.950 2.524
- davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0) (2.913) (2.004)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 11.359 - 11.870 - 4.290 - 3.917
- davon an verbundene Unternehmen/Gesellschafter (543) (243) (810) (597)
Insgesamt - 11.181 - 11.044 - 1.340 - 1.393

20. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschaftern

Aufgrund des am 26. Oktober 2005 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, wurde dem Minderheitsgesellschafter, der LEWAG Holding Aktiengesellschaft, Beverungen, eine Mindestdividende garantiert.

21. Steuern

  Konzern AG
  2009
T€
Vorjahr
T€
2009
T€
Vorjahr
T€
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 394 - 1.492 131 - 85
- davon latente Steuern (- 212) (- 2.829) (0) (- 216)
sonstige Steuern 1.947 2.778 1 1
Insgesamt 2.341 1.286 132 - 84

Im Konzernsteueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag 2009 sind Erträge nach Saldierung mit Aufwendungen in Höhe von T€ 212 (Vj. T€ 2.829) aus der Veränderung von aktiven sowie passiven latenten Steuern enthalten, die im Wesentlichen die französischen Tochter-gesellschaften betreffen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2009 bei der AG wird die Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag auf die Garantiedividende für den Minderheitsgesellschafter ausgewiesen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern im Konzern wird unter der Position “Aktive latente Steuern“ dargestellt.

D. SONSTIGE ANGABEN

22. Erläuterung zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes des INTERPANE-Konzerns im Berichtsjahr. Dabei wird zwischen der Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Finanzmittelbestand umfasst Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr ./. T€ 1.941 (Vj. T€ 21.618). Nach Mittelabfluss aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie den sonstigen Veränderungen verminderte sich der Finanzmittelbestand um T€ 1.754 auf T€ 4.362.

23. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eine gesamtschuldnerische Mithaft für das Kreditengagement aus Konsortialkreditvertrag vom 27. Februar 2007 ist in Höhe von T€ 93.266 (Vj. T€ 106.769) gegeben.

Die zur Sicherheit gewährten Geschäftsanteile und Kommanditeinlagen an Tochtergesellschaften dienen auch zur Besicherung der Ansprüche der Banken gegen die anderen INTERPANE AG – Tochtergesellschaften als Kreditnehmer des Konsortialkreditvertrages.

Die Abschlüsse von Zinsswapgeschäften für Darlehen beinhalten bei Zugrundelegung der vertraglichen Laufzeiten am Bilanzstichtag nicht abgezinste Risiken in Höhe von T€ 10.743 (INTERPANE AG) und T€ 23.765 (INTERPANE Konzern).

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind an Leasing-, Miet- und Pachtverträge zu erwähnen:

  Gesamtbetrag
T€
Jahresbetrag 2010
T€
IP Isolierglas GmbH 301 123
IP Lauenförde IP Wipperfürth 1.132 140 345 59
IP Buxtehude 1.151 431
IP Plattling 204 128
IP Hildesheim 1.530 369
IP Glasbeschichtung 56 29
IP Parndorf 338 163
IP Hoerdt 42 14

Über in Zukunft anstehende Großreparaturen ist zu berichten, dass Floatglasanlagen einem fortlaufenden Verschleiß unterliegen, in deren Folge nach ca. 12 - 15 Jahren im Wesentlichen der Heißbereich, die Medienversorgung und Elektrotechnik erneuert werden müssen (Kaltreparatur). Die Floatglasanlage in Seingbouse wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen. INTERPANE hat mit der Vorplanung für die in den nächsten Jahren anstehende Kaltreparatur begonnen. Die Kosten für diese Kaltreparatur belaufen sich auch ca. 30,0 - 35,0 Mio. €. Nach dieser Kaltreparatur beginnt für die Anlage die sogenannte 2. Phase, mit einer neuerlichen Nutzungsdauer von ca. 12 - 13 Jahren. Die Kosten für die Kaltreparatur werden über die neuerliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Eventualverbindlichkeiten oder sonstige nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen.

24. Ergebnisverwendungsvorschlag

Mit der Muttergesellschaft der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, wurde am 26. Oktober 2005 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde, verpflichtet sich ihr gesamtes Jahresergebnis abzuführen. Gemäß § 4 des Vertrages garantiert die Muttergesellschaft dem außen stehenden Aktionär, der LEWAG Holding Aktiengesellschaft, Beverungen, eine Garantiedividende in Höhe von T€ 704.

25. Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der

INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG, Lauenförde

Der Aufsichtsrat der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG setzt sich

aus folgenden Herren zusammen:

1. Georg F. Hesselbach, CH-Meggen, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung

der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde

- Vorsitzender

- Beginn der laufenden Amtszeit: 24. Juni 2008,

2. Jochen H. Hesselbach, CH-Meggen, Geschäftsführer der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, PDG/CEO der INTERVER Sécurité S.A., Seingbouse (F)

- stellvertretender Vorsitzender

- Beginn der laufenden Amtszeit: 24. Juni 2008,

3. Albrecht Hertz-Eichenrode, B.A., Lic.és.sc.pol., Hannover, stellvertretender

Beiratsvorsitzender der HANNOVER Finanz GmbH

- Beginn der laufenden Amtszeit: 24. Juni 2008,

4. Dr. Erik Ehrentraut, Essen, Unternehmensberater

- Beginn der laufenden Amtszeit: 24. Juni 2008.

Mitglieder des Vorstands sind:

1. Jörn C. Hesselbach, Meggen/Schweiz, Dipl. Betriebswirt

2. Manfried Ploke, Dortmund, Dipl. Kaufmann

26. Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, die BDO Deutsche Warentreuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kassel, belief sich auf T€ 33 (Vj. T€ 30). Es handelt sich ausschließlich um Honorare für die Abschlussprüfung. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr für sonstige Leistungen T€ 8 berechnet.

27. Mitteilung über Beteiligungsbesitz

Im Februar 1996 hat die INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, mitgeteilt, dass sie eine Mehrheitsbeteiligung hält. Die Mitteilung wurde am 17. Februar 1996 im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

28. Angaben zum Mutterunternehmen der Gesellschaft (§ 285 Nr. 14 HGB)

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird entsprechend § 300 HGB in den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, einbezogen. Die jeweiligen Veröffentlichungen erfolgten durch den Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers nach dem Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG).

 

Lauenförde, 09. März 2010

Jörn C. Hesselbach

Manfried Ploke

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang —unter Einbeziehung der Buchführung der INTERPANE GLAS INDUSTRIE Aktiengesellschaft, Lauenförde, sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel — und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartung über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahres- und Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahres- und Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Kassel, 16. April 2010

BDO Deutsche Warentreuhand
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Tewes, Wirtschaftsprüfer

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