Foster MidCo GmbH
Tunisstraße 19-23, 50667 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Dahremöller seit 1.12.2025 | Prokura |
Richard James Stevenson seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Markus Scheuermann seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Gregor Peter Heiko Boll seit 11.3.2025 | Prokura |
Thomas Brosch seit 18.4.2023 | Prokura |
Radu Constantin Immenroth seit 1.12.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 7 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Foster MidCo GmbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2024der Foster MidCo GmbHA. Grundlagen1. Geschäftsmodell Gegenstand der Foster MidCo GmbH mit Sitz in Köln ist das Halten, das Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform. In diesem Zusammenhang fungiert sie als Mutterunternehmen der cleverbridge Group Holding GmbH, Köln, die wiederum das Mutterunternehmen der operativ tätigen cleverbridge GmbH, Köln, ist. Das gesellschaftsrechtliche Organigramm stellt sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar: ![]() Die cleverbridge GmbH ist wiederum Mutterunternehmen von drei (Vorjahr: vier) operativ im E-Commerce-Bereich tätigen Gesellschaften. Die cleverbridge Co. Ltd mit Sitz in Taipei, Taiwan, wurde im Geschäftsjahr liquidiert und endkonsolidiert. Da die wirtschaftliche Entwicklung der Foster MidCo GmbH als Konzernmutterunternehmen elementar von der Entwicklung des Teilkonzerns der cleverbridge GmbH abhängig ist, wird nachfolgend auf ihr Geschäftsmodell eingegangen: Die cleverbridge GmbH ist ein E-Commerce-Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Gütern (z.B. Software-Lizenzcodes) spezialisiert hat, die zollfrei über das Internet geliefert werden können. Die von der Gesellschaft entwickelte E-Commerce-Plattform ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Abwicklung der Bestellungen, der Übermittlung der Zugangscodes (Lieferung) und der Rechnungsstellung (zusammen als Plattformdienstleistungen bezeichnet). Dabei tritt die cleverbridge GmbH überwiegend als sog. Merchant of Record (MoR) auf, indem sie für ihre Kunden als Wiederverkäufer von digitalen Produkten oder Dienstleistungen an Endverbraucher agiert. In diesem Zusammenhang erbringt das Unternehmen auch verschiedene andere Dienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise die Sicherstellung der steuerlichen Compliance im jeweiligen Land, in dem der Verkauf erfolgt, oder verschiedene Stufen des Endkundensupports. Im Rahmen des cleverbridge Service Provider Modells (CSP) stellt das Unternehmen den Herstellern digitaler Güter seine Plattformdienstleistungen zur Verfügung, um deren Produkte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vertreiben. Zusätzlich bietet cleverbridge den CSP-Kunden weitere Dienstleistungen, sogenannte Professional Services, an, die den Kernservice ergänzen. Darüber hinaus können, falls gewünscht, auch verschiedene Payment-Verfahren angebunden werden. Dazu arbeitet die cleverbridge GmbH mit verschiedenen Payment Service Providern und Banken sowie dem eigenen Zahlungsinstitut, der cleverbridge Financial Service GmbH, zusammen. Mit dieser Angebotsstruktur hat das Unternehmen die Möglichkeit für eine breite Marktpräsenz geschaffen. Denn insbesondere das CSP ermöglicht zusätzliche Produktvarianten und die Adressierung zusätzlicher Marktsegmente. Beide Modelle werden im Rahmen von variablen Baukastenangeboten Herstellern weltweit als digitale Vertriebskanäle angeboten. Die Endkunden des Unternehmens sind Unternehmen (B2B), öffentliche Einrichtungen (B2G) und Privatpersonen (B2C) weltweit. Ergänzende Beratungsleistungen für Kunden (Consulting), Integration in Partnerschaften zu Unternehmen, die die digitalen Güter auf Internetseiten adäquater Drittanbieter bewerben und die Bereitstellung verschiedener Tools, z.B. zur Steuerung von Marketingkampagnen sowie zur Analyse und Optimierung von Konversionsraten, runden das Leistungsangebot der cleverbridge GmbH und ihrer Tochterunternehmen ab. 2. Verbundene Unternehmen Die cleverbridge Group Holding GmbH mit Sitz in Köln ist das gesellschaftsrechtliche Bindeglied zwischen der Foster MidCo GmbH als Konzern-Mutter und des operativ tätigen cleverbridge GmbH-Teilkonzerns. Die cleverbridge Group Holding GmbH hält im Wesentlichen die Beteiligung an der cleverbridge GmbH und agiert in der Funktion als Managementholding. Die cleverbridge GmbH mit Sitz in Köln ist die Hauptgesellschaft des Konzerns und wurde 2005 gegründet, um als Reseller umfassende Dienstleistungen im Bereich E-Commerce anzubieten. Zudem hält das Unternehmen die Beteiligungen an den nachfolgend genannten operativ tätigen Gesellschaften. Die cleverbridge Inc. mit Sitz in Chicago, USA, ist für die Steuerung der Vertriebswege des Konzerns und die Betreuung sämtlicher Endkunden („customer“) und Lieferanten („clients“) in den Vereinigten Staaten von Amerika zuständig. Die cleverbridge Inc. kauft die Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Gütern (z. B. Lizenzschlüssel) im Wesentlichen bei der cleverbridge GmbH ein und verkauft diese an Endkunden in den USA. Aufgrund der von ihr erbrachten Dienstleistungen für die cleverbridge GmbH ist der Konzern in der Lage seinen Kundenservice das ganze Jahr über täglich 24 Stunden zur Verfügung zu stellen. Die cleverbridge Financial Service GmbH mit Sitz in Köln wurde gegründet, um als Finanzdienstleistungsunternehmen neue Geschäftsfelder (Zahlungsdienste) in diesem Bereich zu erschließen. Die für den Geschäftsbetrieb erforderliche BaFin-Erlaubnis wurde am 19. Dezember 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erteilt. Nach Abschluss der Aufbauphase hat die Gesellschaft Ende 2019 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Die cleverbridge K.K. mit Sitz in Tokio, Japan, ist eine reine Servicegesellschaft der cleverbridge GmbH. Sie war für den Vertrieb und die Markterschließung im japanischen Markt verantwortlich und betreute die japanischen Vertragspartner. Diese Aufgaben werden seit Mitte 2023 im Wesentlichen von der cleverbridge Inc. übernommen. 3. Ziele und Strategien Die Ziele und Strategien des Konzerns lassen sich aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung im Wesentlichen von denen des operativ tätigen Teilkonzerns cleverbridge GmbH ableiten und werden im Folgenden dargestellt: Die cleverbridge GmbH und ihre Töchterunternehmen sind mit einem wesentlichen Teil ihres Produktportfolios im Ursprungsmarkt des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management, angesiedelt. Insbesondere die vollständige Abbildung des Transaktionsprozesses für digitale Produkte sowie die begleitenden, erweiterten Dienstleistungen erfordern im Rahmen ihrer Erbringung und Abwicklung keine weitere Einbindung physischer Leistungen (wie z.B. Lieferung), sondern können ausschließlich digital abgewickelt werden. Da neben dem Ursprungsmarkt „Software“ zunehmend viele weitere Produkte in rein digitaler Form gestaltet werden, z.B. cloudbasierte Strukturen, aber auch Schulungen und Wartungsleistungen, nimmt der Vertrieb über E-Commerce-Plattformen stetig zu. Nach Einschätzung des Unternehmens besteht im Marktsegment „Digitale Produkte“ ein erhebliches Wachstumspotenzial. Angesichts der Entwicklungen im E-Commerce und bei Abonnementdiensten investiert die Gruppe weiterhin in den technologischen Fortschritt. Ziel ist es, die Fähigkeiten der E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH zu erweitern. Dazu gehört der Einsatz von Datenanalyse, Automatisierung und künstlicher Intelligenz, um Prozesse zu optimieren, Angebote zu personalisieren und Markttrends zu antizipieren. Neben der Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios strebt der Konzern an, sein Geschäftsmodell im Bereich B2B (Business-to-Business) auszuweiten und um den Bereich G2C (Government-to-Customer) zu erweitern. Durch die Diversifikation soll die Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten bzw. einer einzelnen Erlösquelle verringert, Risiken reduziert und neue Chancen genutzt werden. Durch Kooperationen mit Affiliate-Partner- und Distributionsplattformen erweitert die Unternehmensgruppe ihre Reichweite, steigert ihre Umsätze und verbessert ihr Leistungsversprechen. Diese Partnerschaften fördern das beiderseitige Wachstum und ermöglichen die Bereitstellung umfassender Kunden-Lösungen. 4. Forschung und Entwicklung Die E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH wird durch eine eigene Softwareabteilung gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei wird berücksichtigt, dass auch neue Anforderungen, die sich aus der Adressierung von Zukunftsmärkten oder relevanten Rechtsgebieten (z. B. Datenschutz oder Steuern) ergeben, eine permanente Produktanpassung erfordern. Dies kann aus Sicht der Gesellschaft nur bedingt ausschließlich mit eigenen Ressourcen erfolgen, da die Ressourcenverfügbarkeit insbesondere im Entwicklungsbereich knapp ist und für spezifische Lösungen spezielles Know-how für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird. Aus diesem Grund setzt die cleverbridge GmbH stark auf ein hybrides Modell als Kombination aus fest angestelltem Personal und der projektbezogenen Ergänzung durch flexible, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch diesen gezielten Einsatz von kombinierten Teams sowie durch gezieltes Outsourcing von Teilprojekten wird das Ziel verfolgt, die Zukunftsfähigkeit der E-Commerce-Plattform mit modernen Technologien bzw. über deutlich flexiblere Strukturen und neuen Produkten zu sichern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der cleverbridge GmbH und die Sicherung des Unternehmens-Know-hows bleibt jedoch, dass wesentliche Entwicklungsfunktionen, weiterhin durch eigene Mitarbeitenden beherrscht werden und damit der Zugriff auf Kernbereiche gesichert ist. Ein Schwerpunkt der laufenden und zukünftigen Entwicklungsaktivitäten wird die Entwicklung eines völlig neuen, innovativen, schnellen und flexiblen Zahlungs-Gateways für weltweit abzurechnende digitale Produkte sein. Das System soll hochkomplexe Zahlungsroutings optimieren und die Verwendung von Token, Kryptowährungen und von Zentralbanken akzeptierten digitalen Währungen ermöglichen. Darüber hinaus soll es in der Lage sein, Betrug durch künstliche Intelligenz zu erkennen und gleichzeitig die Anzahl der abgelehnten Zahlungen zu minimieren. Die cleverbridge GmbH wird künstliche Intelligenz (Generative Artificial Intelligence - GenAI) zur Optimierung der User Experience im E-Commerce einsetzen. GenAI wird selbstständig und automatisiert Webseiten und Checkout-Prozesse im Code verändern und dabei die Reaktionen der Nutzer messen. Auf Basis dieser Messungen werden kontinuierlich Anpassungen vorgenommen, um für jeden Kunden einen optimalen Zustand zu erreichen. Mit CleverBot hat die cleverbridge GmbH eine intelligente und intuitive Möglichkeit für Kunden eingeführt, Hilfe zu erhalten. Dabei fungiert CleverBot als Chatbot als erste Anlaufstelle für Kunden bei Fragen rund um Bestellung und Bezahlung. Des Weiteren entwickelt die cleverbridge GmbH für Kunden im B2B-Segment ein neues Produkt zur Maximierung des Customer Lifetime Value (CLV) ihrer Bestandskunden, z. B. durch Reduzierung der Kündigungsraten oder Erhöhung der Margen durch Automatisierung. Mittels technologischer Bausteine werden digitale Zwillinge von Kundensegmenten erzeugt, deren autonome Agenten auf Basis des Large Language Model (LLM) Kundengespräche simulieren und unterschiedliche, mehrdimensional optimierte, personalisierte Automatisierungsabläufe für Kundenbindungs- oder Rückgewinnungskampagnen berechnen. Die Zuverlässigkeit der E-Commerce-Plattform wird von der cleverbridge GmbH regelmäßig und ohne Beanstandungen getestet. Das Unternehmen legt großen Wert auf externe Sicherheitsaudits mit entsprechender Zertifizierung, die durch ISAE 3402 und den Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) untermauert werden. Die Audits durch externe Sachverständige konnten seit 2019 ohne nennenswerte Beanstandungen abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Forschungsarbeiten und es wurden ausschließlich Entwicklungsleistungen einschließlich sonstiger Fremdleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 14.513 (Vorjahr: TEUR 10.461) erbracht. Die Entwicklungskosten wurden als selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. 5. Mitarbeitende Im Berichtsjahr 2024 wurden im Durchschnitt 226 Angestellte, 7 Aushilfen und 1 Auszubildende (Vorjahr: 250 Angestellte, 8 Aushilfen und 0 Auszubildende) als Mitarbeitende beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalbestand um 10 % zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf strukturelle Optimierungen vor allem im Bereich Product & Engineering zurückzuführen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2024 als widerstandsfähig, obwohl die Konjunktur in den einzelnen Ländern und Sektoren unterschiedlich stark ausgeprägt war. Die OECD rechnet mit einem weltweiten Wachstum von 3,3 % im Jahr 2025, gegenüber 3,2 % im Jahr 2024, und 3,3 % im Jahr 2026. Die Inflation schwächte sich weiter ab, und die Gesamtinflation liegt in den meisten Volkswirtschaften wieder an den Zielvorgaben der jeweiligen Zentralbanken. Es wird ein weiterer Rückgang der weltweiten Inflation von 5,4 % im Jahr 2024 auf 3,8 % im Jahr 2025 und 3,0 % im Jahr 2026 erwartet, was durch die weiterhin restriktive Geldpolitik in den meisten Ländern unterstützt wird. Auch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannte sich, wenngleich die Arbeitslosenquoten im Allgemeinen auf oder nahe historischer Tiefststände verharren. Die ansonsten relativ günstigen zentralen Aussichten werden allerdings durch Risiken getrübt. Hauptrisiken sind eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen, eine Inflation, die sich als hartnäckiger erweist als erwartet, und eine deutliche Neubewertung der Finanzmarktrisiken.1 Deutschland befindet sich weiterhin in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %. Die Auswirkungen der allgemeinen weltwirtschaftlichen Schwäche der letzten Jahre, die unter anderem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und anderer geopolitischer Spannungen ausgelöst bzw. verstärkt wurden, sowie die Folgen der hohen Inflation der letzten beiden Jahre belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. Darüber hinaus müssen die deutschen Unternehmen den Umbau zu einer CO2 -neutralen Wirtschaft bewältigen und sich auf die Folgen des demografischen Wandels einstellen.2 Die Bundesregierung geht derzeit von einem moderaten Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,3 % für 2025 aus.3 Die USA verzeichneten mit einem Wachstum von 2,8 % im Jahr 2024 eine starke Wirtschaftsleistung, die sich voraussichtlich erst auf 2,4 % im Jahr 2025 und auf 2,1 % im Jahr 2026 abschwächen wird. Da die Zuwanderung von ihren jüngsten Höchstständen zurückgehen dürfte, die Nachfrage nach Arbeitskräften etwas nachlässt und die privaten Haushalte weniger Spielraum haben, ihre Ersparnisse weiter abzubauen, dürfte sich das Konsumwachstum verlangsamen, aber solide bleiben. Gleichzeitig wird mit einem moderaten Anstieg der Unternehmensinvestitionen gerechnet. Zu den Abwärtsrisiken für die Wachstumsprognose zählen ein anhaltender Inflationsdruck, der die erwarteten Leitzinssenkungen verzögern könnte, sowie zunehmende Handelsspannungen.1 Der Umsatz im B2C-E-Commerce in Deutschland wird laut Prognosen im Jahr 2024 von 85,4 auf 88,3 Milliarden Euro steigen.4 Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Umsatzwachstum von 3,4 %. Die umsatzstärksten Warengruppen im deutschen Online-Handel sind Bekleidung sowie Elektronikartikel und Telekommunikation. Das Rekordwachstum des E-Commerce, welches durch die Coronapandemie nochmals verstärkt wurde, wurde durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges und die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage zuletzt deutlich verlangsamt. Dennoch zeigt sich ein positiver Trend und gemäß der Prognosen des Handelsverband Deutschland (HDE) werden bereits 2024 erneut Rekordumsätze verzeichnet.4 Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnte der E-Commerce-Umsatz laut dem aktuellen „Branchenreport Onlinehandel“ des Instituts für Handelsforschung Köln bis 2028 ein Umsatzvolumen von rund 120 Milliarden Euro erreichen.5 Die Software-Branche ist der am stärksten wachsende IT-Bereich in Deutschland. Sie profitierte zuletzt besonders vom Wachstum im Bereich Cloud Computing sowie von den hohen Erwartungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 46,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 9,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Für 2025 wird ein Umsatz von 51,1 Milliarden Euro erwartet.6 Die Software-Branche in den USA wächst kontinuierlich und dominiert den Weltmarkt mit einem Umsatz von 333,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 und einem prognostizierten Umsatz von 345,6 Milliarden Euro in 2025. Unternehmenssoftware ist mit einem Marktvolumen prognostiziertem Marktvolumen von 145,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 das größte Segment. Es wird erwartet, dass der Branchenumsatz eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR 2025-2029) von 4,05 % aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 404,9 Milliarden Euro im Jahr 2029 führen soll.7 Die Analysten der Boston Consulting Group (BCG) gehen davon aus, dass sich das weltweite Wachstum der Zahlungsverkehrsbranche bis 2028 halbieren wird. Sie erwarten einen Anstieg des weltweiten Umsatzes mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von nur 5 % auf 2,3 Billionen USD. Dies wäre ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wachstum von durchschnittlich 9 % in den letzten fünf Jahren, das den weltweiten Umsatz bis 2023 auf 1,8 Billionen USD ansteigen ließ. Der Höhepunkt der Umstellung von Bargeld auf digitale Zahlungen, steigende Zinsen und Inflation sowie zunehmender Kostendruck sind die Hauptfaktoren für diese Entwicklung. Um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können und sich auf ein verlangsamtes Marktwachstum einzustellen, müssen sich Unternehmen der Zahlungsverkehrsbranche nach Ansicht der Analysten der Boston Consulting Group (BCG) auf mehrere Schlüsselbereiche konzentrieren:
2. Geschäftsverlauf Der Konzern weist zum Jahresende einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 26.123 (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag TEUR 18.760) aus. Das Ergebnis ist insbesondere durch die Abschreibung des im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Firmenwertes in Höhe von TEUR 10.600 (Vorjahr: TEUR 10.608), der aktivierten Technologieprojekte in Höhe von TEUR 11.025 (Vorjahr: TEUR 11.025) sowie der Marke in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 724) belastet. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr dennoch zufriedenstellend. Der Konzern blieb bei der Umsatzentwicklung, mit Brutto-Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 745.924 hinter den Erwartungen (Prognose Vorjahr TEUR 829.261) zurück. Einer möglichen deutlich positiveren Entwicklung standen verschiedene Einzelfaktoren entgegen: Die Vermarktung der neuen Plattformprodukte CleverEssentials, CleverInsights und CleverAutomations ist im Jahr 2024 angelaufen, jedoch blieb der realisierte Produktumsatz hinter den Erwartungen zurück. Auch die Neukundengewinnung und die Umsätze mit Neukunden verliefen nicht wir geplant und konnte die Planumsätze nicht erreichen. In der Folge wurden dann auch die geplanten Umsatzerlöse und der geplante Rohertrag nicht erreicht. Das EBITDA-Ziel von TEUR 11.713 wurde mit TEUR 13.116 dennoch erreicht bzw. übertroffen. Dies ist vor allem auf Erträge aus eine gewährten Forschungszulage in Höhe von TEUR 2.325 zurückzuführen. Das Ziel für den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -17.934 konnte hingegen nicht erreicht werden, was im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibung auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 12.432 zurückzuführen ist. Der geplante Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 13.672 wurde um TEUR 512 übertroffen. Der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 zeigt trotz anhaltend schwieriger geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies liegt vor allem an einer Reihe von Neukunden, die Ende 2024 gewonnen werden konnten und die in kürzester Zeit an die E-Commerce Plattform angeschlossen wurden. Vor diesem Hintergrund gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die Planziele für den Konzernumsatz und das Konzernergebnis voraussichtlich erreicht werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sind Bruttoerlöse, Umsatzerlöse, Rohertrag, EBITDA sowie Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese stellen sich im Jahresvergleich wie folgt dar:
Die Entwicklung der Bruttoerlöse in Höhe von TEUR 745.924 (Vorjahr: TEUR 721.215) im Jahr 2024 liegt mit einem Anstieg von 3,4 % unter den Erwartungen. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung ist, dass die Neukundengewinnung hinter den Erwartungen geblieben ist. Zudem entwickelt sich auch das Wachstum der Bestandskunden teilweise langsamer als geplant. Die Entwicklung des Rohertrags (Net Revenue) zeigt eine stabile Rohertragsmarge von 5,8 %, die auch zukünftig mindestens gehalten und bestenfalls noch ausgebaut werden soll. Das operative Ergebnis (EBITDA) für den Konzern konnte deutlich erhöht werden und steigt im Berichtsjahr auf TEUR 13.914 (Vorjahr: TEUR 8.661). Dies geht einher mit einer deutlichen Steigerung der Marge (EBITDA in % des Rohertrags) von 20,6 % im Vorjahr auf 32,1 % im Jahr 2024. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Ertrag aus der Forschungszulage sowie die Umsetzung eines strikten Kostenmanagements zurückzuführen. Ausgehend von einem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 13.672 (Vorjahr: TEUR 8.196), einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -10.112 (Vorjahr: TEUR -9.633) und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.345 (Vorjahr: TEUR -3.748) ergibt sich zum Ende der Berichtsperiode ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 39.176 (Vorjahr: TEUR 32.163). 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Konzernleitung ist davon überzeugt, dass der Erfolg der Unternehmensgruppe maßgeblich von der Qualifikation der Mitarbeitenden abhängt. Die cleverbridge Gruppe rekrutiert, entwickelt und bindet Talente und unterstützt ihre Mitarbeitenden dabei in einem Umfeld, das ihnen die Freiheit gibt, sich in einer vielfältigen, kollaborativen und leistungsorientierten Kultur weiterzuentwickeln. Die Aus- und Weiterbildung unterteilt sich in zentral organisierte Trainings über die „cleverbridge Academy“, die Live-Training Plattform LOTARO sowie fach- und führungsspezifische Trainings bis hin zu individuellem Coaching, die über Abteilungsbudgets gesteuert und koordiniert werden. Die „cleverbridge Academy“ und die Live-Training Plattform LOTARO sind globale und standardisierte Lernmanagementsysteme mit Trainingsangeboten, die die individuelle Entwicklung von Business Skills, Intra- und Interpersonal Skills sowie Fachexpertise der cleverbridge-Mitarbeitenden unterstützt und sicherstellt. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden zu schulen und sicherzustellen, dass jeder Mitarbeitende die Möglichkeit hat, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck steht jedem Mitarbeitenden ein jährliches Weiterbildungs-Budget zur Verfügung, das für Fortbildungen genutzt werden kann. Darüber hinaus hatte im Berichtsjahr jeder Mitarbeitende die Möglichkeit, zwei Tage für soziales Engagement zu nutzen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 91) in die Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert. Die cleverbridge Gruppe legt großen Wert auf Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Um diese Vielfalt und Kultur zu fördern und eine neue Art des Leistungsmanagements zu etablieren, beschäftigen sich Mitarbeitende aus Köln und Chicago im Rahmen der „Culture of Growth“-Reihe mit verschiedenen Themen zur kontinuierlichen Verbesserung des Unternehmens. Dazu gehören Initiativen wie „Special Momento“ oder „Engagement Survey“. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität wurden zudem Aktivitäten im Bereich „Mental Health Awareness“ durchgeführt und eine Anlaufstelle für erste Hilfe bei psychischer Gesundheit geschaffen. Im Rahmen der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit fördert die cleverbridge Gruppe den offenen Austausch auf allen Ebenen und strebt eine offene Feedbackkultur über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg an. Zahlreiche Kommunikationskanäle gewährleisten die Möglichkeit, Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu Kultur, Initiativen oder Führungsverhalten zu geben. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung der Compliance-Vorgaben ausgewertet und den Teams bzw. dem gesamten Unternehmen zur Verfügung gestellt, um sie zu diskutieren und gemeinsam mit den Mitarbeitenden Lösungsansätze zu entwickeln. Die genannten Aktivitäten dienen auch der Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der persönlichen Interaktion im Rahmen des hybriden Arbeitsmodells. C. Konzern-Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Konzern-Vermögenslage Die Konzern-Vermögenslage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Die Konzern-Bilanzsumme beträgt TEUR 181.027 (Vorjahr: TEUR 200.770). Das Anlagevermögen betrifft insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 125.257 (Vorjahr: TEUR 154.393). Diese beinhalten insbesondere selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von TEUR 17.922 (Vorjahr: TEUR 23.329), entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 45.836 (Vorjahr: TEUR 57910) sowie den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 60.950 (Vorjahr: TEUR 71.550). Die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen zum einen den Geschäfts- oder Firmenwert sowie weitere stille Reserven für aktivierte Technologieprojekte in Höhe von TEUR 37.668 (Vorjahr: TEUR 48.693) und die Marke in Höhe von TEUR 3.198 (Vorjahr: TEUR 3.922). Im Geschäftsjahr ergeben sich Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 11.343. Davon entfielen TEUR 5.189 auf aktivierte Eigenleistungen. Die Investitionen betreffen vor allem Entwicklungen innerhalb der Plattform sowie zur Umsatzrealisierung gedachten Produkte. Gegenläufig wirkten sich zum einen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 28.522 sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 12.432 aus. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, bei denen die zukünftigen Ertragserwartungen hinter den ursprünglichen Annahmen zurückbleiben. In der Folge wird hier eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 15.129 vorgenommen. Das Umlaufvermögen betrifft vor allem liquide Mittel in Höhe von TEUR 39.176 (Vorjahr: TEUR 32.163), wovon TEUR 6.428 (Vorjahr: TEUR 4.230) aufgrund von marktüblichen Sicherungsmaßnahmen Verfügungsbeschränkungen unterliegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 13.672 (Vorjahr: TEUR 8.196) wird im Wesentlichen durch die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten bestimmt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -10.112 (Vorjahr: TEUR -9.633) und ist wie im Vorjahr im Wesentlichen durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände geprägt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 3.345 (Vorjahr: TEUR -3.748) und stellt die Zinszahlungen für das im Jahr 2022 aufgenommene Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung in Höhe von TEUR 35.000 (Vorjahr Einzahlung EK und Darlehen) sowie ein zusätzliches Abrufen von TEUR 7.500 des Akquisitionsdarlehen dar. 2. Konzern-Finanzlage Die Konzern-Finanzlage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Das Eigenkapital wird durch die im Vorjahr getätigten Einstellungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 (übersteigende Einlage zum Nennkapital; TEUR 105.560) und gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 (sonstige Zuzahlungen der Gesellschafter; TEUR 3.077) bestimmt. Zusammen mit dem Stammkapital (TEUR 876) und den Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR -53) sowie dem Konzernbilanzverlust von TEUR 57.210 (Vorjahr: TEUR 31.086) ergibt sich ein Konzerneigenkapital von TEUR 52.392 (Vorjahr: TEUR 78.373), was einer Konzerneigenkapitalquote von 28,9 % (Vorjahr: 39,0 %) entspricht. Die Sonderposten aus Zulagen sind erstmalig in der Bilanz ausgewiesen und beinhalten mit TEUR 1.953 nicht realisierte Forschungszulagen für förderfähige Projekte im Sinne des Forschungszulagengesetz. Im Berichtszeitraum wurden TEUR 2.325 als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Die Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 5.408 (Vorjahr: TEUR 5.421) beinhalten neben Steuerrückstellungen für Ertragsteuern im Wesentlichen Rückstellungen für umsatzsteuerliche Registrierungspflichten in Höhe von TEUR 1.473 (Vorjahr: TEUR 1.214), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.894 (Vorjahr: TEUR 2.325) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.815 (Vorjahr: TEUR 1.643). Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.484 auf TEUR 50.966 ist auf gestiegene Verkaufskommissionen zurückzuführen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist das Akquisitionsdarlehen in Höhe von TEUR 42.500 (Vorjahr: TEUR 35.000) enthalten. Dieses Darlehen hat einen möglichen Gesamtfinanzierungsrahmen von TEUR 85.000 und wurde nicht vollständig in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen Steuerverbindlichkeiten - im Wesentlichen aus Umsatzsteuer - in Höhe von TEUR 11.736 (Vorjahr: TEUR 11.031). Unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung schätzen wir die Finanzlage des Konzerns im Jahr 2024 als solide ein. 3. Konzern-Ertragslage Die Konzern-Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Von den Brutto-Erlösen entfallen TEUR 737.687 (Vorjahr: TEUR 714.081) auf das Reseller Geschäft (MoR) und TEUR 2.455 (Vorjahr: TEUR 2.231) auf Leistungen im Rahmen des CSP-Modells sowie TEUR 5.098 (Vorjahr: TEUR 5.098) auf sonstige Umsätze, wie z.B. Beratungsleistungen auf Stundenbasis. In den aktivierten Eigenleistungen sind im Wesentlichen die internen Entwicklungsleistungen für die E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Forschungszulagen in Höhe von TEUR 2.325 (Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 145) und Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe Von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 325). Der Personalaufwand hat sich im 12-Monats-Vergleich im Wesentlichen durch den Abbau von Personal um TEUR 1.037 vermindert. Die Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.600 (Vorjahr: TEUR 10.608), auf aktivierte Technologieprojekte in Höhe von TEUR 11.025 (Vorjahr: TEUR 11.025) sowie auf die Marke in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 724). Zusätzlich sind außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 12.432 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Kosteneffizienzmaßnahmen waren für die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im 12-Monats-Vergleich verantwortlich. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.080 (Vorjahr: TEUR 3.766) für das Akquisitionsdarlehen in Höhe von TEUR 42.500. Die Veränderung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultiert insbesondere aus der Reduzierung der latenten Steuern als Folge der außerplanmäßigen Abschreibung auf die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Der Gesamtertrag der latenten Steuer beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 5.142 (Vorjahr: TEUR 1.509). D. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht1. Risiken Der Konzern ist mit seinen Tochterunternehmen in Märkten tätig, die sich seitjeher durch Wachstum auszeichnen. Den Chancen in diesen Märkten stehen jedoch - wie in jeder Branche - auch Risiken gegenüber. Bei der Beurteilung der Auswirkungen der Risiken wird eine kurz- bis mittelfristiger Zeitraum zugrunde gelegt. Folgende wesentliche Risiken wurden zum Bilanzstichtag identifiziert, die im Rahmen des Risikomanagementprozesses des Konzerns regelmäßig betrachtet, neu bewertet und mit entsprechenden Maßnahmen u. a. mitigiert werden: a. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken im Kundensektor Die Auswirkungen der allgemeinen weltwirtschaftlichen Schwäche, die unter anderem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und anderer geopolitischer Spannungen ausgelöst bzw. verstärkt wurden, sowie die Folgen der derzeit hohen Inflation können die Marktentwicklungen, Wachstumsaussichten und Wettbewerbssituation für digitale Produkte und Finanzdienstleistungen und damit auch die Planungen für die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. Die Konzernleitung betrachtet die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung - trotz der sich bietenden Chancen des Marktsegments, in dem der Konzern tätig ist - weiterhin mit einem zurückhaltenden Optimismus, da die derzeitige gesamtwirtschaftliche Entwicklung nur schwer verlässliche Aussagen über nachhaltige Trends zulässt. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der Konzern nach Einschätzung der Geschäftsleitung mit ihrem Geschäftsmodell, den getroffenen strategischen Maßnahmen (Investition in die Plattform und neuer Produkte) und der Art ihrer Marktpositionierung (Softwareindustrie als Fokuskundengruppe) robust auf die aktuellen Marktveränderungen vorbereitet ist. E-Commerce-Unternehmen weisen in der Regel eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von den zur Verfügung gestellten Zahlungsmitteln auf, die von den Kunden für den Einkauf im Internet genutzt werden können. Der Konzern begegnet den Risiken im Zusammenhang mit den im E-Commerce eingesetzten Zahlungsmitteln durch den Dialog mit den jeweiligen Anbietern dieser Zahlungsmittel, einer intensiven Beobachtung der Zahlungsverkehrsbranche hinsichtlich der Innovation neuer Zahlungsmittel in den Regionen, in denen der Konzern als Verkäufer auftritt, sowie durch eine kontinuierliche Diversifizierung und Schaffung möglicher Redundanzen in diesem Bereich. Die eigenen Systeme zur Betrugs- und Geldwäscheprävention werden kontinuierlich weiterentwickelt und durch Machine Learning Tools ergänzt. Mit der Zahlungsinstitutslizenz der cleverbridge Financial Services GmbH hat der Konzern nicht nur zusätzliche Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung für seine Kunden geschaffen, sondern auch Optionen zur Reduzierung der Zahlungsverkehrskosten, die neben den Personalkosten den größten Kostenblock darstellen. Darüber hinaus bietet die cleverbridge Financial Services GmbH die Möglichkeit, neben dem Kerngeschäft des Konzerns mit dem Reseller-Modell auch ein Service Provider-Modell anzubieten, was zu einer weiteren Reduzierung der Risiken im Bereich der Zahlungsdienstleistungen führt. b. Produktrisiken Zur Abdeckung neuer Anforderungen, die sich aus möglichen Zukunftsmärkten für den Konzern ergeben, kann eine Anpassung der Produkte als auch der vorhandenen Kernfunktionalitäten der eigenen E-Commerce-Plattform erforderlich sein. Produkte. Die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung von Dienstleistungen im digitalen Umfeld ist eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren des Geschäftsmodells des Konzerns. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus den Entwicklungstätigkeiten negative Auswirkungen ergeben können. c. IT-Risiken Das Geschäftsmodell eines E-Commerce-Konzerns basiert im Wesentlichen auf der Erbringung von technischen und regulatorischen Dienstleistungen. Dementsprechend nehmen die technische Verfügbarkeit sowie der sichere Betrieb einen hohen Stellenwert im Rahmen des Risikomanagements ein. Möglichen Risiken im IT-Bereich begegnet der Konzern mit moderner Hard- und Software, die kontinuierlich auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird, sowie einem Prozessframework zur Adressierung und kontinuierlichen Optimierung der IT-Strukturen, vor allen durch die Migration auf moderne Hosting- und Cloud-Lösungen. Betriebskonzepte, die agil auf Risiken reagieren und schnelle Lösungszyklen ermöglichen, sollen dabei operative Risiken reduzieren. Zum Schutz der Daten vor dem Zugriff unberechtigter Dritter und vor Verlust hat der Konzern umfangreiche Sicherungs- und Backup-Systeme, Vorkehrungen zum Viren- und Zugangsschutz sowie Systeme zum Schutz vor DDoS-Attacken im Einsatz. Zur Gewährleistung der Vertraulichkeit werden Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Nutzung von modernen Cloud-Rechenzentren gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. Szenarien für mögliche Betriebsstörungen und Ausfälle werden durch Notfallpläne auf ein unvermeidbares Restrisiko reduziert. Zusätzlich zu den eigenen Maßnahmen wird die Einhaltung aller Anforderungen des PCI-DSS-Standards durch jährliche Audits sichergestellt. d. Steuerliche Risiken Aufgrund der Komplexität und hohen Dynamik internationaler Steuerentwicklungen können neue Steuerpflichten entstehen. Die konzerneigene Steuerabteilung untersucht im Rahmen eines internen Monitorings regelmäßig anhand allgemein zugänglicher Quellen die weltweite Steuerentwicklung in den relevanten Steuerarten (indirekte und direkte Steuern sowie Sondersteuern wie z.B. Digitalsteuern). In Ländern, in denen bereits eine steuerliche Registrierung vorliegt und gegebenenfalls externe Steuerberater vor Ort mandatiert wurden, dienen diese als zusätzliche Informationsquelle für steuerliche Entwicklungen. Sofern sich darüber hinaus Anhaltspunkte für neue Steuerpflichten ergeben, z. B. in Ländern ohne steuerliche Registrierung, werden bei Bedarf externe Berater hinzugezogen. e. Rechtliche Risiken Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Konzern wegen der Lieferung mangelhafter Produkte oder der Verletzung sonstiger vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten in Anspruch genommen wird, wie dies auch bei anderen Unternehmen der Fall ist. Unabhängig von den Erfolgsaussichten solcher Ansprüche könnten dem Konzern Kosten entstehen, um solche Ansprüche abzuwehren. Der Konzern bedient sich in solchen Angelegenheiten sowohl der internen Rechtsabteilung als auch der Unterstützung externer Spezialisten. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass länderspezifische Gesetze und Vorschriften die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Möglichkeiten des freien Handels, insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Produkten, beeinflussen und unterschiedliche Auslegungspraktiken von steuerlichen, rechtlichen oder behördlichen Vorschriften den Umfang der Konzern-Aktivitäten beeinträchtigen. Insbesondere steuerliche und wettbewerbsrechtliche Vorschriften können für den Konzern Risiken bergen. Der Konzern versucht, mögliche Risiken durch eigene Beobachtungen und intensive Zusammenarbeit mit externen Beratern bzw. Experten so weit wie möglich zu reduzieren. Darüber hinaus sichert sich der Konzern durch den Abschluss von Versicherungen bestmöglich gegen die Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. f. Personalrisiken Die Mitarbeitenden tragen mit ihrem Know-how und ihrem Engagement entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Es besteht das Risiko, dass wichtige und hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden oder Konzernunternehmen aus anderen Gründen verlassen. Der Konzern begegnet diesem Risiko zum einen durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, sowohl in materieller als auch in immaterieller Form. Einem latenten Risiko des Ausfalls einzelner Mitarbeitenden wird durch die Einrichtung von Vertretungsregelungen vorgebeugt. Zum anderen versucht der Konzern, durch Rekrutierung auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt gegenzusteuern; alternativ wurde damit begonnen, Personaldienstleistungen extern einzukaufen oder durch Nearshoring abzudecken. g. Fremdwährungsrisiken Verkäufe sowie Wareneinkäufe werden überwiegend in Fremdwährung abgerechnet, was in vielen Ländern auch die Erhebung von Steuern einschließt. Dabei kann die vom Endkunden gewählte Währung, die in der Regel auch die Währung der Steuerbehörden ist, in Kombination mit der Zahlungswährung des Lieferanten zu mehreren Währungsumrechnungen innerhalb einer Transaktion bzw. eines Geschäftsvorfalls führen. Im Rahmen dieser Währungstauschvorgänge entsteht für den Konzern ein Währungsänderungsrisiko. Das Management der (transaktionalen) Fremdwährungsrisiken erfolgt durch die Abteilung Treasury, die die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden transaktionalen Fremdwährungsrisiken auf täglicher Basis absichert. Im Rahmen der Sicherungsstrategie bzw. des Risikomanagementkreislaufs wird das aus den erwarteten Zahlungsströmen abgeleitete Nettorisiko durch entsprechende Devisenkassa- oder Devisentermingeschäfte abgesichert. Zudem wird die Entwicklung der für den Verkauf verfügbaren Zahlungswährungen täglich beobachtet, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus arbeitet der Konzern kontinuierlich an der Verfeinerung der für die Steuerung der Liquiditätsströme zur Verfügung stehenden Prognoseinstrumente. Dies führt insgesamt zu einer deutlich höheren Visibilität und ermöglicht eine gezieltere Steuerung möglicher Risiken. Dennoch bleiben Restrisiken bestehen, die sich aus der Entwicklung der Fremdwährungen ergeben. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem jeweiligen aktuellen makroökonomischen Umfeld, wie beispielsweise des Krieges in der Ukraine und anderer geopolitischer Spannungen. Da Wechselkursschwankungen in kurzen Zeitabständen nicht vorhersehbar sind, beobachtet der Konzern die Marktentwicklung weiterhin auf täglicher Basis. h. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit einer nicht vorhergesehenen Veränderung der Marktzinssätze. Bei variabler Verzinsung besteht die Gefahr, dass Zinssteigerungen (bei Krediten) bzw. Zinssenkungen (bei Geldanlagen) gegenüber einem vergleichbaren Festzinsgeschäft zu zusätzlichen Zinsaufwendungen (bzw. entgangenen Erträgen) führen. Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich somit als zinsänderungsinduzierte negative Abweichung zwischen dem aktuellen und dem zukünftig realisierten Zinsüberschuss. Die Verbindlichkeiten des Konzerns aus dem Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung der cleverbridge Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 42.500 unterlagen bis zum Ende des Geschäftsjahr 2024 in voller Höhe den Schwankungen des Referenzzinssatzes EURIBOR. Dem Risiko steigender Zinsen begegnet der Konzern durch die Anlage von Liquiditätsüberschüssen, so dass der Anstieg der Kreditzinsen teilweise kompensiert wird. Als weitere Maßnahme zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos wurde erstmals zum Ende des Geschäftsjahres 2024 für einen Teil der bestehenden Verbindlichkeiten ein Zinsswap abgeschlossen. i. Wettbewerb Der Konzern steht weltweit im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten. Bei einzelnen Kunden zeigt sich wie in den Vorjahren, dass der Wettbewerb auch über die Preisgestaltung geführt wird. Der Konzern geht davon aus, dass er sich mit seinen bestehenden und zukünftigen Dienstleistungen gut am Markt positionieren kann und die Basis für weiteres Wachstum vorhanden ist. Nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen Risikosituation ergibt sich, dass sich im Berichtszeitraum die Risikosituation leicht verbessert hat und keine Risiken bestanden bzw. bestehen, die den Fortbestand des Konzerns gefährdeten. Auch für die Zukunft wird von einer robusten Risikosituation ausgegangen. 2. Chancen Unternehmerische Chancen werden auf Konzernebene identifiziert, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter Chancen versteht der Konzern mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der Planung führen können. Bei der Beurteilung der Auswirkungen der Chancen wird eine kurz- bis mittelfristiger Zeitraum zugrunde gelegt. Zum Bilanzstichtag wurden folgenden Chancen identifiziert: Der Konzern und seine Töchterunternehmen befinden sich im Kernmarkt des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management für Softwareprodukte, einem grundsätzlich reifen Markt, der sich nach Einschätzung der Gesellschaft in einer Konsolidierungsphase befindet. Dennoch bietet dieser Markt weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, da Unternehmen, die digitale Güter anbieten, ihre digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen und ihre Geschäftsmodelle im Bereich Marketing und Billing zunehmend auf Abonnements ausrichten. Gleichzeitig suchen diese Unternehmen häufig nach einer kostengünstigeren Lösung für den Verkauf ihrer Produkte an Endkunden. Daraus ergeben sich auch Chancen Kunden in einem für die Gesellschaft neuem Kundensegment Government-to-Customer (G2C) zu gewinnnen. Derzeit beteiligt sich die Gesellschaft an einem Ausschreibungsverfahren für Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen die Zahlungsabwicklung von Semesterbeiträgen durchzuführen. Nach Ansicht der Konzernleitung ist der Konzern mit seinen Töchterunternehmen gut positioniert, um die vielfältigen Marktchancen im digitalen Geschäft zu nutzen. Dazu gehören neben Software auch Schulungen, Veranstaltungen und Wartungsprodukte. Die steigende Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen und die zunehmende Nutzung von Subskriptionsmodellen bieten Chancen zur Diversifizierung des Angebots und zur Verbreiterung der Kundenbasis. Die bereits bestehenden Partnerschaften und der weitere Ausbau von Verträgen mit Herstellern digitaler Produkte und Dienstleistungen ermöglichen dem Konzern eine weitere Beschleunigung des Umsatzwachstums und eine Festigung der Marktposition. Insgesamt wird in der dynamischen Entwicklung des digitalen Handels eine vielversprechende Chance für den weiteren Ausbau und die Sicherung des langfristigen Erfolgs gesehen. Um die Marktdurchdringung zu beschleunigen und das Angebot, um weitere Kerndienstleistungen zu erweitern, sollen auch sich bietende Möglichkeiten des anorganischen Wachstums genutzt werden. Hierdurch könnten zusätzliche Skaleneffekte erzielt werden. Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, dass aufgrund der hohen Flexibilität der E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH, die kontinuierlich weiterentwickelt wird, schneller auf sich verändernde Marktbedingungen reagiert werden kann. Insbesondere im technischen und personellen Bereich hat der Konzern Vorkehrungen getroffen, um kurzfristig auftretende Auslastungsspitzen aufzufangen und die oben skizzierten Chancen schnell nutzen zu können. Insgesamt hat sich die Chancenlage des Konzerns nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert und sie wird als „gut“ eingeschätzt. 3. Prognose Die Ziele zur Kundengewinnung und zur Steigerung von Umsatz und Rohertrag sowie des Konzernjahresergebnisses konnten im Jahr 2024 nicht vollständig erreicht werden. Insbesondere im Bereich der Neukunden konnten die geplanten Umsätze nicht im Rahmen der Planung realisiert werden. Es wird erwartet, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Prognosezeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Jahr 2025 verändern werden. Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2025 eine deutliche Verbesserung der Umsatzentwicklung und eine verstärkte Neukundengewinnung durch die neu implementierten Plattformprodukte sowie eine weitere Steigerung der Profitabilität durch verschiedene eingeleitete Maßnahmen, wie z.B. Preiserhöhungen erwartet. Zudem wurde der Bereich Vertrieb und Marketing im vierten Quartal 2024 personell neu organisiert. Die gesellschaftsrechtliche Struktur wird dabei auch im Geschäftsjahr 2025 unverändert bestehen. Durch die Neuausrichtung und Änderungen im strategischen Marktzugang werden Erfolge in der Neukundengewinnung erwartet und diese zeigen bereits zu Beginn des Jahres 2025 erste Erfolge und eine gefüllte Vertriebspipeline. Für die kommenden Geschäftsjahre plant der Konzern die Expansion in neue Märkte sowie die weitere Einführung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Investitionen in Technologie und Datenanalyse werden eine zentrale Rolle bei der Optimierung von Betriebsabläufen und der Personalisierung des Kundenerlebnisses spielen. Erste Erfolge bei der Umsetzung dieser verbesserten Kundenerlebnisse wurde durch Neukunden Ende 2024 bestätigt. Insgesamt befindet sich der Konzern mit seinen Unternehmen in einer starken Position, um weiteres profitables Wachstum zu erzielen. Durch die konsequente Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit, innovative Marketingstrategien und operative Effizienz will der cleverbridge Konzern mit seinen Tochtergesellschaften seine Position im E-Commerce-Markt festigen und ausbauen. Um Innovationen fortlaufend aufrechtzuerhalten hat der der Konzern ein Budget von TEUR 3.950 an Investitionen für externe Ressourcen sowie weitere TEUR 2.700 an Eigeninvestitionen für diverse Projekte zum weiteren Um- und Ausbau der E-Commerce-Plattform für das Jahr 2025 vorgesehen. Der Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2025 hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren mit folgenden Werten:
Es ist das Ziel des Konzerns die sich bietenden Marktchancen aktiv nutzen und die Profitabilität des Konzerns weiter zu steigern. Dies soll in Jahr 2025 zu einem geplanten Wachstum des Rohertrags von 10 % führen. Die Entwicklung des EBITDA wird aufgrund niedrigerer Aktivierung von Eigenleistung bei -14,8 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird mit -29,6 % im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Dies liegt im Wesentlichen an einer konservativen Einschätzung zur Working Capital Entwicklung. Das erwartete Wachstum lässt das Konzernjahresergebnis auf TEUR -22.618 (2024: TEUR -26.123) ansteigen. Das insgesamt negative Konzernergebnis lässt sich auf Abschreibungen und Zinsbelastung zurückführen. Der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 zeigt trotz anhaltend schwieriger geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies liegt vor allem an einer Reihe von Neukunden, die Ende 2024 gewonnen werden konnten und die in kürzester Zeit an die E-Commerce Plattform angeschlossen wurden. Vor diesem Hintergrund gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die Planziele für den Konzernumsatz und das Konzernergebnis erreicht werden.
Köln, den 31. März 2025 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Radu Immenroth, Geschäftsführer
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Economic Outlook: Global growth to remain resilient in 2025 and 2026 despite significant
risks | OECD; OECD Economic Outlook, Volume 2024 Issue 2 | OECD Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni bis 31. Dezember 2024
Konzernkapitalflussrechnung 2024der Foster MidCo GmbH
* Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks zusammen. Es bestehen Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 4.144) sowie treuhänderische Bankbestände in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 912) Konzerneigenkapitalspiegelder Foster MidCo GmbH
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024der Foster MidCo GmbH, Köln1 AllgemeinesDer Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH mit Sitz in Köln wird von der Foster MidCo GmbH - eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 112818 - nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft hält als Mutterunternehmen direkt jeweils 100% der Anteile an den einbezogenen Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290-315 HGB aufgestellt, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden gesetzlich vorgeschriebene davon-Angaben in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen. Gleiches gilt für die Angabe von Mitzugehörigkeitsvermerken zu anderen Positionen. Die Aufstellung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Da wesentliche Elemente des wirtschaftlichen Eigentums der Softwareprodukte beim Veräußerer (Software-Produzenten) verbleiben, werden die Bruttoerlöse aus Verkaufskommissionen um die Aufwendungen für Verkaufskommissionen gekürzt und der Saldo als Umsatzerlöse ausgewiesen. Um einen besseren Einblick in die Ertragslage zu gewährleisten, wird das Gliederungsschema des § 275 Abs. 2 HGB um die Posten Bruttoerlöse aus Dienstleistungen und Verkaufskommissionen sowie Aufwendungen aus Verkaufskommissionen ergänzt. 2 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH, Köln, wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
* Umrechnung zum Stichtagskurs der Bundesbank per 31.12.2024 (USD = 1.0389; JPY = 163,06) ** Umrechnung zum Jahresdurchschnittskurs 2024 der Bundesbank (USD = 1,0824; JPY = 163.85) 3 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, den 31. Dezember 2024, erstellt. Folgende Bewertungsmethoden kommen zur Anwendung: Immaterielle Vermögensgegenstände a) Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten der Löhne und Gehälter inklusive Lohnnebenkosten, die Inanspruchnahme von Diensten sowie der durch den Entwicklungsprozess veranlasste Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (IT-Ausstattung). Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungsarbeiten einschließlich sonstiger Fremdleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 14.513 (Vorjahr: TEUR 10.461) erbracht. Die Entwicklungskosten wurden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. b) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Der im Rahmen des Kaufs der cleverbridge GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften, aus dem Jahr 2022, entstandene Geschäfts- und Firmenwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 8,3 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten Vermögensgegenstände aus selbst entwickelten Technologien werden über die geschätzte Nutzungsdauer von 6 Jahren sowie die neubewertete Marke cleverbridge über die geschätzte Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben. Die weiteren entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Als Anlagen im Bau werden sämtliche aktivierungspflichtige Anschaffungs- und Herstellungskosten für noch nicht betriebsbereite bzw. nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Sachanlagevermögen Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis und grundsätzlich linear abgeschrieben. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Diese liegt zwischen 3 und 20 Jahren. Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von EUR 250 im Zugangsjahr vollständig im Aufwand als Betriebsausgabe erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 800 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Liegt der Anschaffungswert eines Vermögensgegenstandes über EUR 800 wird dieser im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen werden mit ihren vertraglich vereinbarten Erfüllungsbeträgen bilanziert. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung, so werden die niedrigeren Wertansätze nicht beibehalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert, unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos angesetzt. Forderungen in fremder Währung wurden zum Tageskurs oder zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden saldiert dargestellt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Sonderposten aus Zulagen Die Sonderposten aus Zulagen sind mit Ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bzw. Erwartungswert angesetzt. Er beinhaltet staatliche Zulagen für förderfähige neuartige Entwicklungsprojekte im Sinne des Forschungszulagengesetz. Der Umfang der Realisierung bemisst sich am oder an der in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigen Aufwand bzw. Abschreibung der Vermögensgegenstände, die Gegenstand der Förderung waren. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen erschien. Die Höhe der Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Soweit eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besteht, wird eine Abzinsung auf den Barwert vorgenommen. Die Abzinsung erfolgt mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zins am Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im jeweiligen Geschäftsjahr erhaltenen Zahlungen abgegrenzt, soweit sie auf Folgejahre entfallen. Passive latente Steuern Die Ermittlung der passiven latenten Steuern erfolgt auf den Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Bauen sich die temporären Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ab, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Sie wird mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Der Berechnung der latenten Steuern der Foster MidCo GmbH liegt ein effektiver Steuersatz von 32,45% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,625% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 475%. Der Berechnung der latenten Steuern der cleverbridge Inc. liegt ein effektiver Steuersatz von 24,19% zugrunde (21% für die Federal Tax und 3,19% für State Tax). Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. 4 WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags des Geschäftsvorfalls erfasst. Die cleverbridge GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken, welche sich aus dem Grundgeschäft ergeben, werden regelmäßig Devisentermingeschäfte bei bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Es wurden folgenden Bewertungseinheiten gebildet: Devisentermingeschäfte und originäre Sicherungsinstrumente (Makro-Hedge) Zur Vermeidung von Wechselkursverlusten werden transaktionale Wechselkursrisiken auf aggregierter und arbeitstäglicher Basis ermittelt und ab einem Gegenwert von TEUR 100 je Fremdwährung durch entsprechende Devisenkassa- bzw. Devisentermingeschäfte abgesichert (Makro-Hedge). Art der gebildeten Bewertungseinheit: Makro-Hedge Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen) In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe TUSD 411, Liquide Mittel (exklusive Festgeldanlagen) in Höhe von TUSD 9.145, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe TUSD 29.435 einbezogen worden. Die Risikopositionen sämtlicher Grundgeschäfte (Forderungen, Verbindlichkeiten) werden gemeinsam betrachtet und mit Geldmittelbeständen saldiert. Anschließend wird ein etwaiger Risikoüberhang (Nettorisiko) abgesichert, insofern er das Risikolimit TEUR 100 übersteigt. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der (künftigen) Grundgeschäfte (Verbindlichkeiten in Fremdwährung) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen der Devisenterminkontrakte (Verkauf Währungen insbesondere gegen USD) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs) ausgesetzt sind. Gleiches gilt für die originären Sicherungsbeziehungen. Es besteht Währungsidentität, da den Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Fälligkeitszeitpunkt Forderungen, sowie Guthaben bei Kreditinstituten in gleicher Währung gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitraum vom 2. Januar bis 28. Februar 2025 fällig. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen werden (voraussichtlich) im Zeitraum 2. Januar bis 16. Januar 2025 fällig. Dies gilt auch für die korrespondierenden Devisentermingeschäfte. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Verbindlichkeiten kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf TUSD 16.120. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird anhand der critical term match-Methode prospektiv festgestellt. Zinsswap Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse, die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Zinssätzen zurückgehen. Im Konzernabschluss wurde zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet. Die cleverbridge Group Holding GmbH hat ein Darlehen mit variabler Verzinsung, das einem Zinsänderungsrisiko unterliegt. Zur Absicherung dieses Risikos wurde von der cleverbridge GmbH ein Zinsswap abgeschlossen. Die cleverbridge GmbH hat den Zinsswap im Rahmen eines konzerninternen Vertrags über einen Zinsswap an die cleverbridge Group Holding GmbH weitergereicht. Die Übertragung erfolgte zu exakt denselben Konditionen, sodass sich die ursprünglichen Vertragsbedingungen und wirtschaftlichen Effekte nicht verändert haben. In diesem Zusammenhang wurde im Konzernabschluss eine Bewertungseinheit gebildet. Es wird ein Darlehen über 35 Mio.EUR zu 20 Mio.EUR in eine Micro-Bewertungseinheit zur Absicherung der Zahlungsstromrisiken aus den variablen Zinszahlungen einbezogen. Die Konditionen des Grund- und Sicherungsgeschäftes stellen sich wie folgt dar:
Bei der Bewertungseinheit handelt es sich um einen Mikro-Hedge, der für das Grundgeschäft und das Sicherungsinstrument gebildet wurde. Die Bewertung erfolgt nach der Einfrierungsmethode, sodass keine Wertanpassungen für das abgesicherte Grundgeschäft oder das Sicherungsinstrument notwendig sind. Zum Bilanzstichtag besteht keine Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste, da die Sicherungsbeziehung wirksam ist. Es ist ein vollständiger Ausgleich der variablen Zinsen bis zum Ende der Laufzeit von Darlehen und Zins-Swap im Jahr 2029 qualitativ gegeben, da die bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen (Critical Terms Match). Der Konzern trägt weiterhin das Zinsänderungsrisiko für den Teil des variablen Darlehens, der nicht durch den Zinsswap abgesichert wird. 5 KonsolidierungsmethodenDer Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der Zeitpunkt, an dem das jeweilige Unternehmen Tochtergesellschaft geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind im Anlagevermögen des Konzerns in den Immateriellen Vermögensgegenständen sowie in dem Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind, unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 303-305 HGB, gegeneinander eliminiert. Geschäftsvorfälle, die eine Zwischenergebniseliminierung erforderlich machen, lagen nicht vor. Entstehende Währungsdifferenzen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung erfolgsneutral, im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen erfolgte bei den Bilanzposten mit Oanda-Geld-Tief zum Stichtag, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wird. Die sich nur aus der Währungsumrechnung ergebende Veränderung wird in einem eigenen Posten nach den Rücklagen erfasst. Die Aufwands- und Ertragsposten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden monatlich zum jeweiligen Monatsdurchschnittskurs umgerechnet. Der Umrechnung zum 31.12.2024 für Bilanzposten erfolgte für Positionen in Japanischen Yen zu 162,39 (Vorjahr: 155,56) und für Positionen in US Dollar zu 1,0343 (Vorjahr: 1,1032), jeweils zu einem Euro. Die angesetzten Monatsdurchschnittskurse für Japanische Yen ergeben ein Jahresmittel von 162,98 (Vorjahr: 151,18) je einem Euro sowie für US Dollar 1,0787 (Vorjahr: 1,0777) je einem Euro. Sofern das Konzernjahresergebnis aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen beeinflusst wurde, werden Abgrenzungsposten für latente Steuern (§ 306 HGB) gebildet. 6 Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 ist im Anlagengitter dargestellt. Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte enthalten Kosten für Entwicklungsleistungen mit einem Buchwert von TEUR 17.922 (Vorjahr: TEUR 23.329). Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten in Höhe von TEUR 45.837 (Vorjahr: TEUR 57.910) beinhalten im Wesentlichen TEUR 3.198 (Vorjahr: TEUR 3.922) für erworbene Marken sowie TEUR 37.668 (Vorjahr: TEUR 48.693) für erworbene Technologien. TEUR 4.970 (Vorjahr: TEUR 5.295) entfallen auf andere entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten. In der Bilanz wird ein Wert von TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 1.604) für Anlagen im Bau ausgewiesen, wobei es sich hierbei um Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten handelt. In diesem Betrag sind Fremdleistungen in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 739) enthalten. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 60.950 (Vorjahr: TEUR 71.550) resultiert aus der Erstkonsolidierung im Berichtsjahr 2022. Die sonstigen Ausleihungen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 280) beinhalten Darlehen an Mitarbeiter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.150 (Vorjahr: TEUR 2.270) umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Forschungszulagen in Höhe von TEUR 4.278 (Vorjahr: TEUR 0). Davon entstehen TEUR 1.350 rechtlich erst nach dem Stichtag. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Forschungszulagen, bei denen der Antrag zum Stichtag noch nicht gestellt war, aber die materiellen Voraussetzungen für die Gewährung der Zulage bereits vorlagen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von TEUR 5.872 (Vorjahr: TEUR 1.727) innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 542) haben eine Restlaufzeit von über einem, aber unter fünf Jahren. Flüssige Mittel Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 39.176 (Vorjahr: TEUR 32.163) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 36.976 (Vorjahr: TEUR 28.612), treuhänderische Bankbestände in Höhe von TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 1.242) sowie Guthaben bei PayPal in Höhe von TEUR 1.135 (Vorjahr: TEUR 2.309). Von den ausgewiesenen Beständen sind TEUR 6.428 (Vorjahr TEUR 4.230) verfügungsbeschränkt. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus den in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen und entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das Stammkapital beträgt zum Stichtag 875.535,00 EUR. Die Kapitalrücklage beträgt 108.636.737,12 EUR. Von der Kapitalrücklage entfallen 105.559.737,12 EUR auf die Kapitalrücklage gem. §272 (2) Nr. 1 HGB und sind dem den Nennbetrag übersteigenden Zahlungen bzw. dem über den rechnerischen Wert hinaus erzielenden Werten zuzuordnen. 3.077.000,00 EUR entfallen auf die Kapitalrücklage gem. §272 (2) Nr. 4 HGB und sind somit anderen Zuzahlungen der Gesellschafter zuzuordnenden. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzverlust ergibt sich wie folgt:
Sonderposten aus Zulagen Der Sonderposten aus Zulagen in Höhe von TEUR 1.953 beinhaltet nicht realisierte Forschungszulagen für förderfähige Projekte im Sinne des Forschungszulagengesetz. Im Berichtszeitraum wurden TEUR 2.325 als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.474 (Vorjahr: TEUR 1.214) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Umsatzsteuerregistrierungspflichten in Höhe von TEUR 1.389 (Vorjahr: TEUR 1.213), sowie Rückstellungen für Ertragsteuern Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 1). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.935 (Vorjahr: TEUR 4.207) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.815 (Vorjahr: TEUR 1.643), Rückstellungen für Gehalt und Boni in Höhe von TEUR 1.647 (Vorjahr: TEUR 2.091), Jahresabschlussprüfungskosten in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 239) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 235). Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Keine der bestehenden Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte besichert. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 54.335 (Vorjahr: TEUR 46.526) sind im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 42.501 (Vorjahr: TEUR 35.018) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 11.736 (Vorjahr: TEUR 11.031). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 47). Die Darlehensverbindlichkeiten sind vertraglich mit allen Anteilen an der cleverbridge GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaften, allen Bankkonten sowie allen konzerninternen Forderungen und Versicherungsforderungen besichert. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst erstellter Software sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kaufpreisallokation und entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
7 Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt.
Bruttoerlöse Die Bruttoerlöse werden im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Lizenzschlüsseln für Software erzielt und dann realisiert, wenn die Preisgefahr auf den Käufer übergegangen ist. Dies ist in der Regel bei Auslieferung der Lizenzschlüssel der Fall. In den Bruttoerlösen sind TEUR 740.826 (Vorjahr: TEUR 716.524) aus diesen Transaktionen enthalten. Umsätze für sonstige Dienstleistungen belaufen sich auf TEUR 4.767 (Vorjahr: TEUR 4.307). TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 384) entfallen auf Umsätze aus Mietverhältnissen. Die Umsatzerlöse ergeben sich nach dem Abzug der Verkaufskommissionen. Andere aktivierten Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Personalkosten der Entwicklungsabteilung sowie angemessener Gemeinkostenzuschläge. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten im Berichtsjahr beläuft sich auf TEUR 5.189 (Vorjahr: TEUR 4.785) und entspricht den anderen aktivierten Eigenleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.183 (Vorjahr: TEUR 775) enthalten im Wesentlichen realisierte Erträge aus Forschungszulagen in Höhe von TEUR 2.325 (Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 145) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 410), die mit TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 325) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Personalaufwand Der Personalaufwand des Berichtszeitraums beträgt TEUR 24.780 (Vorjahr: TEUR 25.817) und verteilt sich auf Aufwendungen für Löhne und Gehälter TEUR 21.812 (Vorjahr: TEUR 22.799) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge TEUR 2.968 (Vorjahr: TEUR 3.018); davon für Altersversorgung TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 52). Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 40.954 (Vorjahr: TEUR 25.569) enthalten die Abschreibungen des Berichtsjahres und entfallen mit TEUR 22.349 (Vorjahr: TEUR 22.357) im Wesentlichen auf die in der Erstkonsolidierung entstandenen Vermögensgegenstände. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 12.432 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Diese stellen zugleich Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung dar. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstige betriebliche Aufwendung in Höhe von TEUR 14.061 (Vorjahr: TEUR 12.791) setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus nachlaufenden Rechnungen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen sonstige Zinserträge in Höhe von TEUR 1.032 (Vorjahr: TEUR 642) aus Bankguthaben. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen im Berichtszeitraum TEUR 4.155 (Vorjahr: TEUR 3.748) und beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus erhaltenen Darlehen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich im Berichtszeitraum auf einen Gesamtertrag in Höhe von TEUR 4.269 (Vorjahr: TEUR 1.254) und setzen sich aus latentem Steuerertrag in Höhe von TEUR 5.142 (Vorjahr: TEUR 1.509) sowie Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 254) zusammen. Ein Ertragsteueraufwand aufgrund eines Mindeststeuergesetztes im Sinne des §274 (3) Nr. 2 HGB ist im Berichtsjahr nicht entstanden. GewinnverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. 8 Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.187 (Vorjahr: TEUR 4.254) bestehen aus den nachfolgend dargestellten Verpflichtungen:
Die aufgeführten, nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investmentrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Konzernbeziehungen Die Foster MidCo GmbH, Köln, stellt zum 31. Dezember 2024 einen Konzernabschluss auf (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das für den Abschlussprüfer im Berichtszeitraum als Aufwand erfasste Gesamthonorar in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 307) umfasst Dienstleistungen für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 285), TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15) für andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 8) für sonstige Leistungen. Mitarbeiter Im Berichtszeitraum wurden im Durchschnitt 226 (Vorjahr: 250) Angestellte, 1 (Vorjahr: 0) Auszubildender und 7 (Vorjahr: 8) Aushilfen beschäftigt. Angaben zur Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die in § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeichneten Personen sind analog nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Köln, den 31. März 2025 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Radu Immenroth, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
* Werte entsprechend den historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt der Einzelgesellschaften und stellen nicht den Restbuchwert zum 01.06.2022 dar. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Foster MidCo GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Foster MidCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 23. Mai 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Thomas Küster, Wirtschaftsprüfer ppa. Benjamin Kaufmann, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 26. Juni 2025 gebilligt. |
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