Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 754705
Eingetragen
15.2.2012
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Gegenstand
Die Stromproduktion, der Stromverkauf, die Belieferung von Endkunden mit Strom und Energie, die Errichtung und der Betrieb sowie der Verkauf von Solaranlagen einschließlich Batteriespeichersystem, sowie die Beratung im Bereich der Energie- /Stromversorgung und -produktion, Energieeinsparung und Speicherung sowie die Gründung und den Verkauf von entsprechenden Betriebsgesellschaften. Die Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang berechtigt, Solaranlagen einschließlich mechanischem und elektronischem Zubehör sowie Batteriespeichersysteme zu erwerben, zu veräußern oder zu vermieten oder Dritten anderweitig dauerhaft zum Gebrauch zu überlassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Germany
218.806 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DZ-4 GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

DZ-4 GmbH, Hamburg

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Gegenstand des Unternehmens

DZ-4 ist ein deutsches Unternehmen, das sich als Solarpionier bereits seit 2012 auf die Vermietung von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) spezialisiert. Seit dem 21. Dezember 2022 ist die EnBW-Energie Baden-Württemberg AG 100%ige Anteilseignerin der DZ-4 GmbH. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2022 wurden hierzu alle Anteile von den anderen Anteilseignern erworben.

Das Geschäftsmodell der DZ-4 GmbH basiert auf der Vermietung von schlüsselfertigen PV-Anlagen (mit Kaufoption oder -verpflichtung am Laufzeitende) an Eigenheimkunden. Gegenstand des Unternehmens ist somit der Vertrieb, die Errichtung und der Betrieb von Solaranlagen einschließlich Batteriespeichersystem, inklusive der dazu nötigen Beratung im Bereich der Energie-/Stromversorgung und -produktion, Energieeinsparung und Speicherung. Die Mietverträge werden dabei in sogenannten Betriebsgesellschaften gebündelt, in die institutionelle Investoren zur Finanzierung der Systeme investieren können. Die Betriebsgesellschaft beauftragt hierzu die DZ-4 bzw. die DZ-4 Errichtungsgesellschaft mbH mit der Errichtung und mit dem Betrieb der Anlage und vermietet bzw. ggf. veräußert die Anlagen an Dritte.

Im Detail umfasst das Geschäftsmodell folgende Leistungen:

Beratung und Planung: DZ-4 bietet eine umfassende Beratung an, um die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden zu verstehen. Basierend auf diesen Informationen wird eine maßgeschneiderte PV-Anlage geplant, die den spezifischen Anforderungen des Kunden und den Gegebenheiten des Standorts entspricht.

Angebot, Vermietung und Verkauf: Nach der Planungsphase erstellt DZ-4 ein detailliertes Angebot für die PV-Anlage, einschließlich der Kosten und der erwarteten Leistung. Wenn der Kunde das Angebot annimmt, erfolgt die Vermietung / der Verkauf der PV-Anlage.

Installation: DZ-4 übernimmt mit ihren Errichtungspartnern die Installation der PV-Anlage auf dem Dach des Kunden. Dies umfasst die Montage der Solarmodule, die Installation der Wechselrichter und die Verbindung zum Stromnetz.

Inbetriebnahme und Wartung: Nach der Installation erfolgt die Inbetriebnahme der PV-Anlage. DZ-4 unterstützt den Kunden auch bei der Beantragung von Fördermitteln und der Anmeldung beim Netzbetreiber. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Wartungs- und Servicedienstleistungen an, um sicherzustellen, dass die PV-Anlage optimal funktioniert und die maximale Energieerzeugung erreicht wird.

Finanzierungsoptionen: DZ-4 bietet verschiedene Finanzierungsoptionen für Kunden an, Kernprodukt ist die Vermietung. Möglich ist zudem der Verkauf der PV-Anlage. Kunden können auch staatliche Förderungen nutzen, um die Kosten für die PV-Anlage zu reduzieren.

Geschäftsmodell für Investoren: DZ-4 verfolgt bei der Finanzierung der Mietanlagen einen "Asset Light" Ansatz. Die Mietanlagen werden in einem Special Purpose Vehicle (separate Betriebsgesellschaften) als Asset-Portfolios gebündelt und an institutionelle Investoren verkauft. Die Investoren stellen das Eigenkapital. Das nötige Fremdkapital wird durch Banken gestellt. DZ-4 wird durch den Investor als Eigentümer des SPV für die Kundenentwicklung, Anlagen-Errichtung und den Kundenservice beauftragt. Diese Portfolios generieren langfristige, stabile Cashflows und bieten dem Investor ein diversifiziertes Portfolio mit einem attraktiven Risiko-/Ertragsprofil. Nach dem Verkauf erbringt DZ-4 für die gesamte Vertragslaufzeit technische und kaufmännische Dienstleistungen. Die Finanzierung des Portfolios wird mithilfe der Projektfinanzierung einer Bank in Tranchen umgesetzt.

1.2. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung / Branchenentwicklung

Der Markt für private Solaranlagen in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 weiterhin eine positive Entwicklung, jedoch waren die Errichter von PV-Anlagen mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere hohe Zinsen und niedrige Endverbraucherpreise haben die Rentabilität stark beeinträchtigt. Sowohl das Mietmodell als auch das Kaufmodell für Solaranlagen stehen vor finanziellen Hindernissen. Der hohe Kapitalbedarf stellt eine zusätzliche Belastung dar und wird voraussichtlich nur wenige Unternehmen überleben lassen.

Marktentwicklung im Jahr 2023

1. Wachstum und Installationen

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen verzeichnete der Markt für Solaranlagen in Deutschland auch im Jahr 2023 ein kontinuierliches Wachstum. Über 1 Mio. neue PV-Einheiten wurden in Betrieb genommen. Das entspricht einem Anstieg von etwa 40 % im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: Bundesnetzagentur).

Die Gesamtkapazität der installierten PV-Anlagen erreichte Ende 2023 über 82,6 GWp (GW) (Quelle: Bundesnetzagentur).

2. Markttreiber

Energiepreise: Die steigenden Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen und der globalen Energiekrise haben das Interesse der Verbraucher an Solaranlagen verstärkt. Die Möglichkeit, die Energiekosten zu senken, war ein wichtiger Treiber für Investitionen in erneuerbare Energien (Quelle: Handelsblatt).

Förderprogramme: Trotz einiger Kürzungen und Änderungen an den Förderprogrammen blieb die staatliche Unterstützung für die Installation von Solaranlagen bestehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und andere spezifische Förderprogramme spielten eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien.

Umweltbewusstsein: Das steigende Umweltbewusstsein und der Wunsch, den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren, haben die Nachfrage nach umweltfreundlichen Energiequellen wie Solarenergie weiter vorangetrieben.

Technologische Trends und Innovationen

1. Verbesserte Effizienz

Fortschritte in der PV-Technologie führten zu einer weiteren Verbesserung der Effizienz von Solarmodulen. Pro Jahr erhöhte sich in den letzten Jahren der Wirkungsgrad von Solarmodulen um etwa 0,3-0,5%-Punkte pro Jahr. Hochleistungs-Solarmodule haben aktuell Wirkungsgrade von 21 % und mehr und wurden zunehmend verbreitet eingesetzt, was die Rentabilität von Solaranlagen erhöhte (Quelle: Fraunhofer ISE: "Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland", vom 03.04.2024).

2. Speicherlösungen

Die Integration von Batteriespeichern in private Solarsysteme wurde immer beliebter. Die steigende Verfügbarkeit und sinkende Kosten von Energiespeichern ermöglichten es den Verbrauchern, den Eigenverbrauch ihres erzeugten Stroms zu maximieren und unabhängiger von Netzstrom zu werden (Quelle: BVES: "Energiespeicher im Haushalt").

3. Smart-Technologien

Intelligente Energiemanagementsysteme wurden weit verbreitet eingesetzt, um den Energieverbrauch zu optimieren und die Effizienz der Solaranlagen zu steigern. Diese Technologien ermöglichten es den Verbrauchern, ihren Energieverbrauch besser zu steuern und Kosten zu senken (Quelle: EnBW: "Intelligentes Energiemanagement für Zuhause").

Wirtschaftliche Herausforderungen für Errichter von PV-Anlagen

1. Hohe Zinsen

Die Zinssätze für Kredite und Finanzierungen stiegen im Jahr 2023 weiter an. Dies erhöhte die Finanzierungskosten für die Installation von PV-Anlagen und erschwerte die Gewinnerzielung für Errichter von Solaranlagen (Quelle: EZB: "Euro area bank interest rate statistics March 2024").

2. Niedrige Endverbraucherpreise

Der anhaltende Wettbewerb im Markt führte zu niedrigeren Endverbraucherpreisen für PV-Anlagen. Bei sinkenden Modulpreisen durch hohe Lagerbestände und bessere Verfügbarkeit als in 2022 sanken die Endverbraucherpreise trotz tendenziell steigender Lohn- und Betriebskosten bei den Errichtern. (Quelle: Auxolar GmbH: "Preisentwicklung Photovoltaik 2023").

3. Regulatorische Veränderungen

Durch Änderungen in der Gesetzgebung und regulatorische und bürokratische Vereinfachungen versucht das BMWK, den Ausbau von Photovoltaik voranzutreiben. Insbesondere die Photovoltaik-Strategie aus dem Sommer 2023 war hier ein wichtiger Baustein (Quelle: BMWK: "Photovoltaik-Strategie").

4. Rentabilität des Mietmodells

Das Mietmodell für Solaranlagen erwies sich aufgrund der seit 2019 steigenden Zinsen und sinkender Kaufpreise für den Endverbraucher als zunehmend unrentabel. Die Errichter von PV-Anlagen hatten Schwierigkeiten, rentable Margen zu erzielen, da die monatlichen Mietzahlungen oft nicht ausreichten, um die Betriebskosten zu decken (Vgl.: EZB: "Euro area bank interest rate statistics March 2024")

5. Margen beim Kaufmodell

Auch beim Kaufmodell waren die Margen für Errichter von PV-Anlagen sehr gering. Hohe Zinsen und niedrige Preise beim Endverbraucher führten dazu, dass viele Unternehmen Mühe hatten, rentable Projekte zu realisieren.

Kapitalbedarf und Überlebensfähigkeit der Unternehmen

Die hohe Kapitalintensität des PV-Marktes, kombiniert mit den wirtschaftlichen Herausforderungen, stellt eine erhebliche Belastung für viele Unternehmen dar. Errichter von PV-Anlagen müssen erhebliche Investitionen in Materialien, Arbeitskräfte und Technologien tätigen, bevor sie eine Rendite sehen. Hohe Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten weiter und verschärfen die finanzielle Belastung. Dies führt dazu, dass nur wenige Unternehmen in der Lage sein werden, langfristig zu überleben. Viele kleinere und weniger finanzstarke Unternehmen könnten aus dem Markt gedrängt werden, was zu einer Konsolidierung der Branche führt.

1.3. Geschäftsverlauf / Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr

Im Jahr 2023 kam es in Deutschland zu signifikanten politischen und regulatorischen Entwicklungen im Solarmarkt und demzufolge zu internen Produkt- und Prozessanpassungen, die Auswirkungen auf das Geschäft der DZ-4 GmbH hatten. Die Senkung der Mehrwertsteuer für PV-Kaufanlagen zum 1. Januar 2023 führte dazu, dass unser Pachtmodell auf ein Mietkauf Modell umgestellt werden musste, bevor die Kunden der DZ-4 auch im Mietkauf von der Mehrwertsteuerreduktion profitieren konnten. Das sog. Osterpaket, welches 2023 von der Bundesregierung verabschiedet wurde, beinhaltet zwar eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien, jedoch deren verzögerte Umsetzung und diverse Anpassungen im Laufe des Jahres haben zu einer großen Zurückhaltung und Unsicherheit bei privaten Haushalten geführt. Zusätzlich hat die gesamtwirtschaftliche und geopolitische Lage zu einem Nachfragerückgang geführt. Dadurch kam es zu einem Rückgang der Verkaufskapazitäten, auf ca. 900 PV-Systeme. Ein wesentlicher Grund war die Verschiebung vom Mietkauf zu Kaufanlagen, die zu Jahresmitte bis zu 8-fach höher im Markt nachgefragt waren. Der Auftragseingang bei DZ-4 im 2. Halbjahr ist dadurch signifikant zurückgegangen. Weiterhin gab es im ersten Halbjahr noch Engpässe bei den Kapazitäten der Errichtungspartner, was sich jedoch im 2. Halbjahr derart drehte, dass viele unserer Errichtungspartner massive Auslastungsprobleme und Liquiditätsengpässe zu verzeichnen hatten. Letztendlich wurden im Jahr 2023 ca. 1.700 PV-Anlagen errichtet, die vorwiegend aus dem Backlog des Jahres 2022 stammten. Am Jahresende befanden sich noch um die ca. 900 PV-Anlagen im Bau. Organisatorisch ist das Jahr 2023 geprägt von der Anpassung der Struktur und Digitalisierung der Prozesse. Zu Jahresende sind ungefähr 150 Mitarbeiter bei der DZ-4 beschäftigt.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

2023
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse 5.805.913,69 100,00% 8.497.236,98 100,00%
Materialaufwand 2.564.959,63- -44,18% 2.287.880,36- -26,92%
Rohertrag 3.240.954,06 55,82% 6.209.356,62 73,08%
Sonstige betriebliche Erträge 1.941.398,91 33,44% 185.964,37 2,19%
Personalaufwand 10.135.309,13- -174,57% 8.567.968,70- 100,83%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.869.504,29- -101,10% 7.479.054,56- -88,02%
EBITDA 10.822.460,45- -186,40% 9.651.702,27- -113,59%
Abschreibungen 415.764,59- -7,16% 303.755,54- -3,57%
EBIT -11.238.225,04 -193,57% -9.955.457,81 -117,16%

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus der Erbringung von Geschäftsbesorgungen bzw. Dienstleistungen mit der DZ-4 Errichtungsgesellschaft einerseits und den Betriebsgesellschaften andererseits. Die DZ-4 GmbH erhält dabei von den Betriebsgesellschaften eine Vermittlungsprovision für jeden vergütungspflichtigen Kundenauftrag. Im Betrachtungszeitraum sind Umsatzerlöse von TEUR 8.497 im Geschäftsjahr 2022 in Folge sinkender Kundenaufträge auf TEUR 5.806 gesunken.

Der Materialaufwand umfasst hauptsächlich Aufwendungen für die Lead-Gewinnung. Die Materialaufwandsquote ist im Geschäftsjahr 2023 von 26,92 % auf 44,18 % gestiegen. Dies spiegelt den erhöhten Aufwand wider der aufgrund der schlechteren konjunkturellen Voraussetzungen zur Gewinnung eines Kundenauftrag notwendig ist.

Die Rohertragsmarge ist entsprechend von 73,08 % (2022) auf 55,82 % (2023) gesunken.

Die Gesellschaft beschäftigt im Berichtsjahr 157 (Vorjahr: ca. 119 Arbeitnehmer). Die Personalaufwandsquote liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 174,57 % (Vorjahr: 100,83 %).

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus einer Einmalzahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Solar-SPV 1 GmbH sowie Nachzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer anderen Betriebsgesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr im Wesentlichen durch eine Nachzahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Betriebsgesellschaft in Höhe von TEUR 3.931 (Geschäftsjahr: sonstiger betrieblicher Ertrag TEUR 561) beeinflusst. Ansonsten beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hauptsächlich Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Wartung und Fremdleistungen.

Die Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Software und Gegenstände des Sachanlagevermögens.

2.2. Vermögenslage

31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.114.510.67 19,32%
Sachanlagen 194.973.00 3,38%
Finanzanlagen 478.100,00 8,29%
Summe Anlagevermögen 1.787.583,67 30,99%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.188,16 2,34%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 224.204,37 3,89%
Sonstiges Umlaufvermögen 924.271,08 16,02%
Flüssige Mittel 2.617.868,91 45,38%
Summe Umlaufvermögen 3.901.532,52 67,64%
Rechnungsabgrenzungsposten 79.157,63 1,37%
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00%
Summe Aktiva 5.768.273,82 100,00%
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 607.852,29 3,19%
Sachanlagen 23.169,00 0,12%
Finanzanlagen 506.100,00 2,65%
Summe Anlagevermögen 1.137.121,29 5,96%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 266.281,53 1,40%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.394.973,40 44,02%
Sonstiges Umlaufvermögen 140.598,56 0,74%
Flüssige Mittel 1.255.536,67 6,58%
Summe Umlaufvermögen 10.057.390,16 52,73%
Rechnungsabgrenzungsposten 68.129,20 0,36%
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.809.584,23 40,95%
Summe Aktiva 19.072.224,88 100,00%

Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus erworbener Software sowie Anteilen bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen zusammen.

Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 608 (2022) auf TEUR 1.115 (2023) ist im Wesentlichen auf die Aktivierung von Aufwendungen zur Erstellung einer neuen Unternehmenssoftware zurückzuführen.

Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Zweckgesellschaft Solar-SPV-1 GmbH mit einem Restbuchwert von TEUR 28 an einen Investor veräußert. Im Ergebnis haben sich die Finanzanlagen um TEUR 28 auf TEUR 478 reduziert.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert insbesondere aus der Rückzahlung eines Darlehens der DZ-4 Errichtungsgesellschaft mbH. Die Rückzahlung ist Bestandteil einer Umstrukturierung der Unternehmensfinanzierung und wird unter dem Punkt Eigenkapital näher erläutert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt und resultieren aus einer auf Basis des Ergebnisses 2022 festgesetzten Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung.

Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 1.256 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 2.618 im Geschäftsjahr 2023 erhöht.

31.12.2023
EUR
Gezeichnetes Kapital 218.806,00
Gesetzliche Rücklage 45.373.025,95
Verlustvortrag 31.401.416,18-
Jahreegebnis 11.472.741,68-
Nicht durch Eigenlapital gedeckter Fehlbetrag 0,00
Summe Eigenkapital 2.717.674,09 47,11%
Sonstige Rückstellungen 896.647,00 15,54%
erhaltene Anzahlungen 93.200,00 1,62%
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.498.701,77 25,98%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 409.360,82 7,10%
Sonstige Verbindlichkeiten 152.690,14 2,65%
Summe Verbindlichkeiten 2.153.952,73 37,34%
Summe Passiva 5.768.273,82 100,00%
31.12.2022
EUR
Gezeichnetes Kapital 218.806,00
Gesetzliche Rücklage 23.373.025,95
Verlustvortrag 21.268.385.05-
Jahreegebnis 10.133.031.13-
Nicht durch Eigenlapital gedeckter Fehlbetrag 7.809.584,23
Summe Eigenkapital 0,00 0,00%
Sonstige Rückstellungen 1.698.304,55 8,90%
erhaltene Anzahlungen 93.200,00 0,49%
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 670.770,17 3,52%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.887.134,87 83,30%
Sonstige Verbindlichkeiten 722.815.29 3,79%
Summe Verbindlichkeiten 17.373.920,33 91,10%
Summe Passiva 19.072.224,88 100,00%

Eigenkapital: Im März 2023 hat die DZ-4 GmbH zur Finanzierung des weiteren Wachstums eine Barkapitalerhöhung zu Gunsten der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.000 sowie die DZ-4 Errichtungsgesellschaft mbH eine Working-Capital Linie in Höhe von TEUR 40.000 von der Gesellschafterin EnBW Energie Baden-Württemberg AG erhalten. In diesem Zusammenhang wurde sowohl das Working Capital Wandeldarlehen als auch die an die DZ-4 Errichtungsgesellschaft gegeben Darlehen zurückgezahlt.

Im September und Dezember 2023 hat die DZ-4 GmbH zur Stärkung des Eigenkapitals zwei weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.000 und TEUR 3.000 erhalten.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalkosten, Urlaub und ausstehende Rechnungen. Im Vorjahr waren die sonstigen Rückstellungen insbesondere durch Einmalzahlungen aus einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, das durch die Übernahme der Anteile durch die EnBW AG ausgelöst wurde, beeinflusst.

Die Verbindlichkeiten sind von TEUR 17.374 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 2.154 im Geschäftsjahr 2023 gesunken.

Die erhaltenen Anzahlungen bestehen im Wesentlichen gegenüber der DZ-4 E GmbH aufgrund eines im Geschäftsjahr 2021 gezeichneten Dienstleistungsvertrages und beinhalten Vorauszahlungen für akquirierte Projekte.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten hauptsächlich Rechnungen für Dienstleistungen zur Erbringung von Vertriebsleistungen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 15.887 auf TEUR 409 zum 31. Dezember 2023 resultiert insbesondere der Rückzahlung des Working Capital Wandeldarlehens der Gesellschafterin der DZ-4 GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassten im Vorjahr mit TEUR 585 im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr wird eine Forderung gegen das Finanzamt ausgewiesen.

2.3. Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bei möglichst reduzierten relativen Kosten im Rahmen einer kontinuierlichen Steigerung der Effizienz.

2023
EUR
2022
EUR
Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -10.654.544 -7.788.906
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -1.066.227 -602.747
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit 13.083.103 9.377.366
Veränderung der Finanzmittelfonds 1.362.332 985.713
Finanzmittelfond am Anfang der Periode 1.255.537 269.823
Finanzmittelfond am Ende der Periode 2.617.869 1.255.537

Die Verschlechterung des Cash-flows aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelt im Wesentlichen das verringerte operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 wider.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen geprägt durch Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen.

Sowohl die Verschlechterung des Cash-flows aus laufender Geschäftstätigkeit als auch die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen wurden im Wesentlichen, wie unter dem Punkt Eigenkapital erläutert, durch Einlagen der Gesellschafterin finanziert. Hierdurch steigt der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit um TEUR 3.706.

3. Chancen und Risiken

Im Rahmen der Errichtung von PV -Anlagen wurden Speicher der Firma Senec GmbH verbaut. In der Zwischenzeit stellte sich heraus, dass diese Speicher mangelhaft sind und ausgetauscht werden müssen. Der Austausch obliegt grundsätzlich dem Hersteller. Sollte der Hersteller nicht in der Lage sein den Austausch vorzunehmen, wäre ein Rückgriff auf den Hersteller nicht möglich und DZ-4 würde die Belastung tragen müssen.

Zur Finanzierung und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft in den Folgeperioden auf weitere liquide Mittel und auf die Unterstützung der Konzernmutter EnBW AG, Karlsruhe, angewiesen. Die Gesellschaft wird weiterhin auf externe finanzielle Mittel angewiesen sein und sich nicht aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanzieren können. Zum Stichtag besteht eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft.

Das Geschäftsmodell der Vermietung von DZ-4 unterliegt dem Zinsänderungsrisiko. Aufgrund der Zinssteigerungen im Jahr 2023 könnten künftige Refinanzierungen teurer werden, was sich negativ auf die Nachfrage und damit das Unternehmenswachstum in diesem Segment auswirken kann. Das Zinsänderungsrisiko für die Finanzierung der PV-Anlagen wird durch die laufende Beobachtung der Markt- und Zinsentwicklung verfolgt. Daneben werden ab dem Geschäftsjahr 2023 mit Unterstützung der Gesellschafterin Zinssicherungsinstrumente für die Absicherung des Zinsniveaus in der Bauzeit verwendet, um eventuelle Nachzahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Betriebsgesellschaft an einen Portfolioinvestor in der Zukunft zu minimieren oder auszuschließen.

DZ-4 verkauft Portfolios von PV-Anlagen vor deren vollständiger Fertigstellung an Finanzinvestoren. Daher trägt DZ-4 das Vertriebs- und Errichtungsrisiko, da ein solches Asset-Portfolio in einem zeitlich vorgegebenen Rahmen fertiggestellt werden muss. Im Anschluss an den vereinbarten Fertigstellungstermin für ein Portfolio hätte der Portfolioeigentümer ein Rückgaberecht für weitere PV-Anlagen.

Es besteht für bestehende Portfolios das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers, mit denen DZ-4 Serviceverträge abgeschlossen hat.

DZ-4 garantiert dem Eigentümer eines Portfolios eine gewisse Profitabilität am Ende der Hochlaufphase. Sollten Kosten höher sein als angenommen, kann es zu Nachzahlungen von DZ-4 an den Eigentümer kommen. Portfolioeigentümer haben teilweise nach 6 Jahren (bei Eigentümerwechsel seit Fertigstellung des Portfolios) und ab 9 Jahren jährlich das Recht, die Serviceverträge mit DZ-4 zu kündigen, sollte DZ-4 nicht die Konditionen auf Niveau eines anderen Anbieters absenken.

DZ-4 ist einem Reputationsrisiko auf Vergleichsplattformen im Internet ausgesetzt. Die Mehrzahl von Interessenten an Produkten von DZ-4 vergleicht Anbieter vorab auf entsprechenden Online-Portalen. Schlechte Bewertungen von bestehenden Kunden wirken sich negativ auf künftige Vertriebszahlen aus.

Aufgrund der sich permanent ändernden Förderpolitik, sowie des rückläufigen, aber auch sehr wettbewerbsintensiven Marktes ist ein erheblicher Nachfragerückgang von Mietkaufprodukten zu verzeichnen, was zu einem Geschäftsrisiko und notwendigen strukturellen Anpassungen führen kann.

Die Chancen bestehen im weiterhin hohen Bedarf an Solarenergie und insbesondere Aufdachanlagen, obgleich diese sich im kompetitiven Marktumfeld nur durch das Heben von Synergien und permanenter Prozess- und Kostenoptimierung heben lassen.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen und Risikolage

Das Geschäftsmodell der DZ-4 ist zwar am Markt etabliert und genießt auch gesellschaftlich ein hohes Ansehen, jedoch aufgrund der Markt- uns Zinslage, wie auch dem hohen Wettbewerb und der unternehmensinternen Prozesse und Systeme besteht Transformationsbedarf. Aufgrund der Zugehörigkeit zum EnBW-Konzern wird die Gesamtrisikolage der DZ-4 als überschaubar und gering eingeschätzt.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch Darlehen der Gesellschafterin sichergestellt, da die operativen Cash-flows unverändert nicht zur Finanzierung der Gesellschaft ausreichen.

4. Prognosebericht

Durch die Marktbedingungen und die aktuelle Geschäftsentwicklung der DZ-4 kommt es zu einer veränderten strategischen Ausrichtung, welche auch stark durch die Strategie des Mutterkonzerns EnBW geprägt wird. Insgesamt kommt es zu einer stärkeren Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften des Konzerns. Durch diese stärkere Integration kommt es zur Schaffung von Synergien, Vereinheitlichung von Prozessen und Zusammenführung von Funktionen innerhalb des Konzerns.

In Zukunft wird sich entsprechend die DZ-4 auf ihr Bestands- und Servicegeschäft fokussieren. Weiterhin werden die ca. 9.000 an die Investoren, also die sog. Betriebsgesellschaften verkauften, PV-Anlagen kaufmännisch und technisch durch DZ-4 betreut. Alle bisher verkauften Anlagen, welche sich zu Jahresende noch im Bau befunden haben, werden im Laufe des Jahres 2024 fertiggestellt und ordnungsgemäß an die Investoren zur Refinanzierung übertragen.

Das hat sowohl einen starken Rückgang des Umsatzes, aber auch eine starke Reduktion der Mitarbeiter und Kosten zur Folge.

DZ-4 hat durch eine Betriebsmittellinie der Gesellschafterin für die Bauphase von PV-Anlagen im Geschäftsjahr 2023 keinen weiteren Finanzierungsbedarf zur Fertigstellung der im Bau befindenden PV-Anlagen. Das in Errichtung befindliche Portfolio ist für die Projektphase komplett finanziert, weitere Portfolios wird es nicht geben. Im März, September und Dezember 2023 hat die DZ-4 GmbH zur Stärkung des Eigenkapitals Einzahlungen in die Kapitalrücklage erhalten.

DZ-4 strebt im Jahr 2024 die Anpassung der Strukturen und Integration in den EnBW-Konzern an. Durch die Restrukturierung wird es aber größere Einmalaufwendungen und ein negatives Ergebnis im Jahr 2024 geben. Die Finanzierung der Restrukturierung wird durch die EnBW durch weitere Einlagen ins Eigenkapital sichergestellt.

 

Hamburg, den 13. August 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.787.583,67 1.137.121,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.114.510,67 607.852,29
II. Sachanlagen 194.973,00 23.169,00
III. Finanzanlagen 478.100,00 506.100,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 205.000,00 233.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 272.500,00 272.500,00
B. Umlaufvermögen 3.901.532,52 10.057.390,16
I. Vorräte 121.223,88 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.162.439,73 8.801.853,49
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 224.204,37 8.394.973,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.617.868,91 1.255.536,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.157,63 68.129,20
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Abfindungen 0,00 7.809.584,23
Summe Aktiva 5.768.273,82 19.072.224,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.717.674,09 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 218.806,00 218.806,00
II. Kapitalrücklage 45.373.025,95 23.373.025,95
III. Verlustvortrag 31.401.416,18 21.268.385,05
IV. Jahresfehlbetrag 11.472.741,68 10.133.031,13
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 7.809.584,23
B. Rückstellungen 896.647,00 1.698.304,55
C. Verbindlichkeiten 2.153.952,73 17.373.920,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 409.360,82 15.887.134,87
2. sonstige Verbindlichkeiten 152.690,14 722.815,29
davon aus Steuern 135.909,14 719.185,51
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 73,31 2.659,31
Summe Passiva 5.768.273,82 19.072.224,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -11.238.225,04 -9.955.457,81
a) Rohergebnis 5.182.352,97 6.395.320,99
Gesamtleistung 5.805.913,69 8.497.236,98
Umsatzerlöse 5.805.913,69 8.497.236,98
sonstige betriebliche Erträge 1.941.398,91 185.964,37
Materialaufwand 2.564.959,63 2.287.880,36
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.564.959,63 2.287.880,36
b) Personalaufwand 10.135.309,13 8.567.968,70
Löhne und Gehälter 8.511.525,90 7.352.057,64
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.623.783,23 1.215.911,06
c) Abschreibungen 415.764,59 303.755,54
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 5.869.504,29 7.479.054,56
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 223,48 360,15
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -232.440,71 -161.884,40
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.910,39 696.327,40
davon aus verbundenen Unternehmen 118.816,85 696.320,49
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 351.351,10 858.211,80
davon an verbundene Unternehmen 351.373,57 858.203,97
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21,93 15.192,92
4. Ergebnis nach Steuern -11.470.687,68 -10.132.535,13
5. sonstige Steuern 2.054,00 496,00
Jahresfehlbetrag 11.472.741,68 10.133.031,13

Anhang zum 31. Dezember 2023

DZ-4 GmbH, Kühnehöfe 3, 22761 Hamburg

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DZ-4 GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: 121917

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DZ-4 GmbH wurde nach den Vorschriften des §§ 242 ff. HGB und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt am Stichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB. Rechtsfolgen treten gem. § 267 Abs. 4 HGB noch nicht ein.

Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 327 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Zur Finanzierung und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft in den Folgeperioden auf weitere liquide Mittel und auf die Unterstützung der Konzernmutter EnBW AG, Karlsruhe angewiesen. Zum Stichtag besteht eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 36,0 Mio.. .

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und liquide Mittel wurden zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellen Ausgaben vor Bilanzstichtag dar, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag sind.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zum Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anteilsbesitz:

Anteil Eigenkapital zum 31.12.2023
in TEUR
Jahresergebnis 2023
in TEUR
DZ-4 Errichtungsges. mbH, Hamburg 100% -8.907,0 -9.676,1
DZ-4 Betriebges. I mbH, Hamburg 100% 148,2 4,1

Angabe zum Eigenkapital

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch den Gesellschafter, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe um 22.000 TEUR auf 45.373,0 TEUR erhöht.

Mit Datum vom 08.12.2023 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe eine Patronatserklärung, bis zu einer maximalen Höhe von 36 Mio. Euro, zu Gunsten der DZ-4 GmbH abgegeben. Die Patronatserklärung ist fest und unkündbar bis zum 31.12.2025. Bei einer evtl. Kündigung der Patronatserklärung nach dem 31.12.2025 verpflichtet sich die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe einen evtl. in Anspruch genommen Betrag als Darlehen mit qualifizierten Rangrücktritt zu gewähren.

Angabe zu Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 896,7 TEUR (VJ: 1.698,1 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von 470,0 TEUR (VJ: 1.253,1 TEUR), sowie Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses und der Erstellung der Steuererklärungen in Höhe von 73 TEUR (VJ: 48,8 TEUR).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 (Vorjahr: 31.12.2022) TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 93,2 93,2 0,0
(93,2) (93,2) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 1.498,7 1.498,7 0,0
(670,8) (670,8) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 409,4 409,4 0,0
(15.887,1) (4.087,4) (11.799,7)
sonstige Verbindlichkeiten 152,7 152,7 0,0
(722,8) (722,8) (0,0)
Summe 2.154,0 2.154,0 0,0
(7.459,5) (5.574,2) (11.799,7)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0,0 TEUR (Vorjahr: 14.851,6 TEUR).

Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund der langfristigen Anmietung der Büroräume sowie der Übernahme von Betriebsführungsrisiken - insbesondere Instandhaltungsverpflichtungen - für die Gesellschaften DZ-4 Betriebsgesellschaft I mbH, die DZ-4 Betriebsgesellschaft II mbH.

Im Geschäftsjahr wurde eine Patronatserklärung gegenüber der DZ-4 Errichtungsgesellschaft mbH bis zu einer maximalen Höhe von 15 Mio. EUR ausgegeben.

Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als mäßig ein.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 157 (Vorjahr: 119).

Unterschrift der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung oblag:

Herrn Dr. Thomas Riegler, Rosenheim

Herrn Hans-Martin Rüter (berufen am 12.01.2023 - abberufen am 18.12.2023) CEO, Hamburg

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Organbezüge gem. § 285 Nr. 9 HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis gemäß § 285 Nr. 14a HGB aufstellt. Dabei handelt es sich gleichzeitig um den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen.

Nachtragsbericht

In Zukunft wird sich entsprechend die DZ-4 auf ihr Bestands- und Servicegeschäft fokussieren. Weiterhin werden die ca. 9.000 an die Investoren, also die sog. Betriebsgesellschaften verkauften, PV-Anlagen kaufmännisch und technisch durch DZ-4 betreut. Alle bisher verkauften Anlagen, welche sich zu Jahresende noch im Bau befunden haben, werden im Laufe des Jahres 2024 fertiggestellt und ordnungsgemäß an die Investoren zur Refinanzierung übertragen.

Das hat sowohl einen starken Rückgang des Umsatzes, aber auch eine starke Reduktion der Kosten zur Folge. Die Kosteneinsparungen erfolgen dabei in allen Bereichen. Insbesondere werden Personalkosten reduziert.

Nach dem Stichtag erfolgten Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 9 Mio. EUR. Die Einzahlung teil sich dabei in drei Teilbeträge jeweils in Höhe von 3 Mio. EUR auf.

 

Hamburg, 13. August 2024

Dr. Thomas Riegler

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 941.931,47 246.685,30 0,00 31.600,00 1.220.216,77
2. Geleistete Anzahlungen 31.600,00 491.034,38 0,00 -31.600,00 491.034,38
973.531,47 737.719,68 0,00 0,00 1.711.251,15
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 234.615,01 356.796,29 120.605,01 0,00 470.806,29
234.615,01 356.796,29 120.605,01 0,00 470.806,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 233.000,00 0,00 28.000,00 0,00 205.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 272.500,00 0,00 0,00 0,00 272.500,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 600,00 0,00 0,00 0,00 600,00
506.100,00 0,00 28.000,00 0,00 478.100,00
1.714.246,48 1.094.515,97 148.605,01 0,00 2.660.157,44
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 365.679,18 231.061,30 0,00 0,00 596.740,48
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
365.679,18 231.061,30 0,00 0,00 596.740,48
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 211.446,01 184.703,29 120.316,01 0,00 275.833,29
211.446,01 184.703,29 120.316,01 0,00 275.833,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
577.125,19 415.764,59 120.316,01 0,00 872.573,77
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 623.476,29 576
2. Geleistete Anzahlungen 491.034,38 32
1.114.510,67 608
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 194.973,00 23
194.973,00 23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 205.000,00 233
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 272.500,00 273
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 600,00 1
478.100,00 507
1.787.583,67 1.138

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DZ-4 GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DZ-4 GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DZ- 4 GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "Chancen und Risiken" des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass zur Finanzierung auf Grundlage der aktuellen Unternehmensplanung in den Folgeperioden weitere liquide Mittel benötigt werden und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft auf die Unterstützung der Konzernmuttergesellschaf EnBW AG, Karlsruhe, angewiesen ist. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum wurde von der EnBW AG eine Patronatserklärung an die Gesellschaft über EUR 36 Mio. abgegeben. Wie in Angabe "Allgemeine Angaben" und im Abschnitt "Chancen und Risiken" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 2. September 2024

nbs partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michels, Wirtschaftsprüfer

Rühmkorb, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde mit Datum vom 4. September 2024 festgestellt.

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