CODAN pvb Critical Care GmbH

Römerstraße 18, 85661 Forstinning, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 156382
Vorher
pvb Critical Care GmbH
Eingetragen
14.3.2005
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Forschung, Herstellung, Verpackung, Bearbeitung, Vertrieb und Einfuhr von invasiven Blutdruckmessgeräten und anderen medizinischen und chirurgischen Waren, Vorrichtungen, Utensilien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
CODAN MEDICAL HOLDING ApSDNK
83.33%
CODAN MEDICAL HOLDING ApSDNK
16.67%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CODAN MEDICAL HOLDING ApS
Denmark
25.000 €
83.33%
CODAN MEDICAL HOLDING ApS
Denmark
5.000 €
16.67%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CODAN pvb Critical Care GmbH

Forstinning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CODAN pvb Critical Care GmbH, Forstinning

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CODAN pvb Critical Care GmbH, Forstinning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CODAN pvb Critical Care GmbH, Forstinning, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften sowie bestimmten Personenhandelsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 7. Juni 2024

rt Revision + Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. ppa. Sander, Wirtschaftsprüfer

gez. Grimm, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der CODAN pvb Critical Care GmbH

Sitz Forstinning, Amtsgericht München, HRB 156382

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 300.513,49 317.889,49
- davon Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: EUR 157.196,90 (Vorjahr: EUR 157.196,90)
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 42.528,25 176.636,41
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.161.146,18 1.300.363,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.391,70 191.247,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 909.996,29 694.942,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 7.974.793,49 6.242.274,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 198.800,20 78.528,46
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 388.971,23 531.106,31
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 578.449,48 977.321,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 72.232,17 35.375,14
11.859.822,48 10.545.684,76

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 4.245.000,45 4.245.000,45
III. Gewinnvortrag 3.475.319,50 2.722.165,36
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 479.978,53 753.154,14
B. RÜCKSTELLUNGEN 590.277,63 737.188,16
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.950,57 7.737,54
2. übrige Verbindlichkeiten 2.624.083,80 1.964.539,11
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 81.212,00 85.900,00
11.859.822,48 10.545.684,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der CODAN pvb Critical Care GmbH, Forstinning

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.038.354,53 6.970.632,25
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 1.504,87 (Vorjahr: EUR 1.870,39)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.246.251,07 -3.126.899,56
b) Soziale Abgaben -677.634,62 -662.562,45
- davon für Altersversorgung: EUR 47.653,44 (Vorjahr: 50.393,84)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -365.452,07 -379.004,68
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.090.063,79 -1.750.221,35
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 900,79 (Vorjahr: EUR 7.563,97)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.966,22 14.153,05
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.180,00 -2.000,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -178.276,80 -310.433,65
8. Ergebnis nach Steuern 480.462,40 753.663,61
9. Sonstige Steuern -483,87 -509,47
10. Jahresüberschuss 479.978,53 753.154,14

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr unverändert von dem Aktivierungswahlrecht des § 248 HGB Gebrauch gemacht und die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte und Produktanwendungen aktiviert. Die Entwicklung eines neuen Produkts wurde im Vorjahr abgeschlossen; die Abschreibung erfolgt über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren.

Die Entwicklung der übrigen neuen Produkte ist zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von geringem Wert werden in voller Höhe als Aufwand abgesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag aktiviert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer, geminderten Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden um angemessene Pauschalwertberichtigungen vermindert.

Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten auf fremde Währungen lauten, erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekanntgegeben werden. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde bzgl. der Rückstellung für die Aufbewahrung von Unterlagen auf eine Anpassung des Abzinsungsbetrags verzichtet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zur Entwicklung des Anlagevermögens siehe den Anlagenspiegel.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 20) gegenüber der Gesellschafterin.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Prüfungs- und Steuerberatungsleistungen und Personalkosten.

Zur Aufgliederung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten siehe den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 100 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Im Berichtsjahr wurde der Posten für passive latente Steuern von T€ 86 um T€ 5 auf T€ 81 vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten T€ 131 (Vorjahr: T€ 100 ) aus der Auflösung von Rückstellungen.

4. Sonstige Angaben

a) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von unverändert rd. T€ 184,8 netto gegenüber verbundenen Unternehmen sowie weitere rd. T€ 50 p.a. eingegangen. Das Bestellobligo für begonnene Investitionsvorhaben beträgt zum Bilanzstichtag T€ 0,00.

b) Anzahl der Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 83 (Vorjahr: 84), die sich auf folgende Bereiche verteilen: Produktion 44 (Vorjahr: 44), Verwaltung 33 (Vorjahr: 34) und Lager 6 (Vorjahr: 6). Zum Ende des Berichtsjahres waren im Unternehmen 92 Arbeitnehmer beschäftigt.

Weiterhin wurden ab März 2023 durchschnittlich 6 Zeitarbeiter im Bereich Produktion beschäftigt. Zum Ende des Berichtsjahres waren 12 Zeitarbeiter in der Fertigungsmontage tätig.

c) Ausschüttungssperre

Aufgrund der aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 219.

d) Mitglieder der Geschäftsführung

Frau Deirdre Husted-Andersen, Kauffrau

Frau Alexandra Husted-Andersen, Kauffrau

Frau Stefanie Husted-Andersen, Kauffrau

e) Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der CODAN pvb Critical Care GmbH ist die CODAN Companies ApS, Koge /Dänemark. Der Konzernabschluss wird offengelegt unter CVR No. 49762828.

 

Forstinning, den 31.05.2024

gez. Deirdre Husted-Andersen

gez. Alexandra Husted-Andersen

gez. Stefanie Husted-Andersen

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 330.919,49 0,00 0,00 0,00 330.919,49
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 862.214,46 3.409,84 0,00 0,00 865.624,30
1.193.133,95 3.409,84 0,00 0,00 1.196.543,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.154.855,18 6.868,45 0,00 0,00 4.161.723,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.488.221,23 95.564,96 10.051,13 0,00 1.593.837,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 694.942,06 225.105,36 -10.051,13 0,00 909.996,29
6.338.018,47 327.538,77 0,00 0,00 6.665.557,24
Summe 7.531.152,42 330.948,61 0,00 0,00 7.862.101,03
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Stand 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.030,00 17.376,00 0,00 30.406,00
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 685.578,05 137.518,00 0,00 823.096,05
698.608,05 154.894,00 0,00 853.502,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.854.491,45 146.086,00 0,00 3.000.577,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.296.973,55 64.472,07 0,00 1.361.445,62
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.151.465,00 210.558,07 0,00 4.362.023,07
Summe 4.850.073,05 365.452,07 0,00 5.215.525,12
NETTOBUCHWERTE
Stand 31. Dez. 2023 Stand 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 300.513,49 317.889,49
2. übrige immaterielle Vermögensgegenstände 42.528,25 176.636,41
343.041,74 494.525,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.161.146,18 1.300.363,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.391,70 191.247,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 909.996,29 694.942,06
2.303.534,17 2.186.553,47
Summe 2.646.575,91 2.681.079,37

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon Restlaufzeiten
bis 1 Jahr zwischen 1 u. 5 Jahren über 5 Jahre davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.950,57 333.950,57 0,00 0,00 üblicher Eigentumsvorbehalt
(7.737,54) (7.737,54) (0,00) (0,00)
übrige Verbindlichkeiten 2.624.083,80 2.624.083,80 0,00 0,00 davon TEUR 1.847: üblicher Eigentumsvorbehalt
(1.964.539,11) (1.964.539,11) (0,00) (0,00)
2.958.034,37 2.958.034,37 0,00 0,00
(1.972.276,65) (1.972.276,65) (0,00) (0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der CODAN pvb Critical Care GmbH, Forstinning

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftstätigkeit

Die CODAN pvb Critical Care GmbH wurde im Jahr 2005 gegründet und ist eingebunden in den CODAN Konzern (CODAN).

CODAN ist seit mehr als 60 Jahren ein globaler Partner mit dänischen Wurzeln im Bereich der Medizintechnik und leistet mit seinen Produkten weltweit seinen Beitrag für eine sichere Patientenversorgung. CODAN produziert ausschließlich in Europa (Dänemark, Deutschland, Schweiz und Portugal) und in Nordamerika (USA und Mexiko). Die selbst erstellten Produkte werden durch eigene Vertriebsgesellschaften vorrangig in Europa und den USA abgesetzt.

Die CODAN pvb Critical Care GmbH hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Medizinprodukten zur Überwachung kritisch kranker Patienten spezialisiert. Am Standort in Forstinning bei München entwickelt und produziert das Unternehmen invasive Blutdruckmessgeräte und elektronisches Zubehör. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über die CODAN Vertriebsgesellschaften in Europa.

1.2. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entwickelt eigene Medizinprodukte. Forschung wird nicht betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Jahr 2023 in Deutschland geprägt von einer Rezession bei gleichzeitig noch hoher Inflation, insbesondere auch bei den Energiebezugskosten sowie zunehmender geopolitischer Instabilität. Hinzu kommen in Deutschland aufgrund des Fachkräftemangels, der Alterung der Gesellschaft, der verfehlten Energiepolitik und Versäumnisse bei der Digitalisierung besondere strukturelle Schwächen. Diese negativen Rahmenbedingungen stellen weiterhin eine große Herausforderung für alle Marktteilnehmer dar. Während die Wirtschaft im weltweiten Durchschnitt um 3,1 % gewachsen und in Europa zumindest stabil geblieben ist, schrumpfte die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 % (Quelle: IWF-Prognose Wirtschaftswachstum weltweit).

Auch im deutschen Gesundheitssystem sind die Folgen dieses Strukturwandels deutlich spürbar. Der Fachkräftemangel beim medizinischen und Pflegepersonal, die Alterung der Gesellschaft und eine unzureichende Digitalisierung stellen eine große Herausforderung für die Leistungsanbieter dar und führen zu einem hohen Kostendruck. Krankenhäuser sind - auch aufgrund des besonderen Abrechnungsverfahrens nach Fallpauschalen - derzeit besonders stark betroffen. In der deutschen Krankenhauslandschaft zeichnet sich die befürchtete Welle von Insolvenzen ab. Experten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (Quelle: https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/lage-der-krankenhaeuser-so-schlecht-wie-noch-nie-insolvenzen-steuern-2024-auf-rekordhoch-zu/) warnen davor, dass ohne eine Reform der Vergütung für Krankenhausleistungen die Insolvenzen weiter zunehmen werden.

Aufgrund des Kostendrucks im deutschen Gesundheitssystems und der finanziellen Schieflage vieler Krankenhäuser waren die Erträge der Medizintechnikbranche in Deutschland auch im Jahr 2023 rückläufig. Zwar konnten die gesamten Umsätze der Branche im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,8 % erhöht werden, die stark gestiegenen Kosten für Logistik, Rohstoff sowie Energie und auch die hohen Fixkosten für die Umsetzung der MDR konnten jedoch nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergeben werden.

Nach vorläufigen Schätzungen der OECD betragen die Gesundheitsausgaben in Deutschland für 2023 rd. 12,7 % der Wirtschaftsleistung (BIP), was geschätzten Gesamtausgaben von 523 Mrd. € entspricht. Der Anteil der Ausgaben für die Beschaffung von Medizinprodukten (Hilfsmittel und sonstiger medizinischer Bedarf) beträgt im langjährigen Mittel weiterhin ca. 9 % der gesamten Gesundheitsausgaben.

2.2. Geschäftsverlauf

Wie die gesamte Medizintechnikbranche war auch die CODAN pvb Critical Care GmbH von stark steigenden Rohstoff- und Energiekosten sowie höheren Personalkosten durch entsprechende Tarifanpassungen in einem Umfeld hoher Inflation betroffen.

Zudem führten Personalengpässe in der Fertigung im ersten Quartal 2023 zu einer Verzögerung bei der Produktauslieferung. Aufgrund von bestehenden Verträgen mit Lieferanten konnte die Materialbeschaffung jedoch nicht an diese Situation angepasst werden, was zu einem erheblichen liquiditätswirksamen Aufwuchs der Vorratsbestände führte. Zwar konnte trotz weiterhin angespannter Personalsituation im Fertigungsbereich die Produktion im zweiten Quartal 2023 deutlich gesteigert und dann in den beiden folgenden Quartalen stabil gehalten werden, gleichwohl war der Rückstand auf die Planmenge und damit verbunden ein Abbau des hohen Vorratsbestands bis zum Geschäftsjahresende nicht mehr zu erreichen.

Wichtigster Absatzmarkt mit ca. 60 % Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2023 bleibt für die Gesellschaft der deutsche Gesundheitsmarkt, so dass dessen Rahmenbedingungen auch wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft hat.

Trotz deutlich höherer Produktionskosten konnte durch entsprechende Preisanpassungen das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr von 6.646 T€ um 213 T€ bzw. 3 % auf 6.859 T€ gesteigert werden.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Der Jahresüberschuss ist trotz des gestiegenen Rohergebnisses stärker als im Vorjahr prognostiziert von 753 T€ um 273 T€ bzw. 36 % auf nunmehr 480 T€ gesunken. Ursache hierfür waren neben eher moderat gestiegenen Personalaufwendungen insbesondere die deutlich höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund deutlich höherer Aufwendungen für IT- und Cybersicherheit sowie gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen um 340 T€ bzw. 19 %. Der Personalaufwand stieg durch Auszahlung einer Einmalzahlung zum Inflationsausgleich und strukturelle Gehaltsanpassungen im Vergleich zum Vorjahr um 135 T€ bzw. 4 %.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.314 T€ bzw. 12 % auf 11.860 T€ gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür ist der deutliche Anstieg der Vorräte um 1.733 T€ bzw. 28 % auf nunmehr 7.975 T€. Die Vorratsquote beträgt damit 67 % (Vorjahr: 59 %).

Der Anstieg der Vorräte im Berichtsjahr hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die liquiden Mittel sich um 399 T€ auf 578 T€ zum Bilanzstichtag verringert haben. Die zum Bilanzstichtag bestehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen die kurzfristigen Forderungen und liquiden Mittel. Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität kann die Gesellschaft auf Liquiditätshilfen der aus der CODAN-Gruppe zurückgreifen.

Die Investitionen in Höhe von 331 T€ wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Das Anlagevermögen hat aufgrund der gesunkenen Investitionstätigkeit nun einen Anteil von 22 % (Vorjahr: 25 %) an der Bilanzsumme.

Die unterjährigen Kunden- oder Konzernforderungen wurden überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag trotz des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres aufgrund der stark gestiegenen Verbindlichkeiten nur noch 69 % (Vorjahr: 74 %) der Bilanzsumme.

Gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag weder kurz- noch langfristige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden überwiegend innerhalb der vereinbarten Zeitfristen ausgeglichen.

2.3.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die laufende Unternehmenssteuerung erfolgt durch den Vergleich des jährlichen Wirtschaftsplans mit den aktuellen Ertragsdaten. Entscheidungen über das weitere Vorgehen werden auf Basis dieser Ergebnisse getroffen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Entwicklung des Deckungsbeitrags 1 zu, der dem Rohergebnis entspricht. Das Rohergebnis ergibt sich aus der Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand.

Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 6.859 T€ gestiegen. Dies ist hauptsächlich Preisanpassungen zurückzuführen. Wachstumsdämpfend haben sich insbesondere die Kapazitätsengpässe Anfang des Jahres 2023 in der Produktion ausgewirkt.

Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage als befriedigend bezeichnet werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 vom 21.02.2024 erwartet die Bundesregierung für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % und für 2025 von 1,0 %. Für diesen Zeitraum ist von einem gleichbleibenden Anteil der Gesundheitsausgaben in Höhe von rd. 12 % am BIP auszugehen. Zudem bleibt abzuwarten, ob der Bundesregierung in den Jahren 2024 und 2025 eine Reform der Krankenhausfinanzierung gelingt, die es in einem unserer wichtigsten Absatzmärkte den Krankenhäusern wieder ermöglicht, ihre Gesundheitsleistungen kostendeckend zu erbringen.

Angesichts der aktuellen Diskussionen um die zukünftige Finanzierung der deutschen Krankenhäuser und der fortwährenden politischen Krisen ist eine verlässliche Planung für 2024 mit größerer Unsicherheit verbunden. Durch die notwendigen Preiserhöhungen haben die CODAN Vertriebsgesellschaften einige Kunden am Markt verloren. Andererseits konnten jedoch aufgrund der hohen Qualität der CODAN-Produkte neue Kunden akquiriert werden. Aufgrund der bisher zu verzeichnenden Auftragseingänge und der derzeitigen Erwartung, dass die Beschaffungskosten im Jahr 2024 weitgehend stabil bleiben, wird ein mit dem Vorjahr vergleichbares Rohergebnis für das Geschäftsjahr 2024 erwartet. Wesentliche Investitionen sind für das Jahr 2024 nicht geplant.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Branchenspezifische Chancen und Risiken

Wesentliches branchenspezifisches Risiko ist die aktuell schwierige finanzielle Situation der deutschen Krankenhäuser, die zu den wichtigsten Abnehmern von Produkten der Gesellschaft zählen. Diese könnte verstärkt zu einer eher preis- als qualitätsorientierten Beschaffung von Medizinprodukten führen. Es besteht daher das Risiko, dass die CODAN pvb Critical Care GmbH als Anbieter von höherpreisigen Qualitätsprodukten Kunden im Krankenhausbereich verlieren könnte.

Gleichzeitig besteht jedoch mittelfristig die Chance, dass nach einer erfolgreichen Krankenhausfinanzierungsreform durch die Bundesregierung die Krankenhäuser wieder zu einer qualitätsorientierten Beschaffung zurückkehren und sich der Absatz der Gesellschaft damit einhergehend erhöhen könnte.

3.2.2. Leistungswirtschaftliche Risiken

Ein wesentliches leistungswirtschaftliches Risiko besteht in den - auch schon zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 zu Tage getretenen - personellen Engpässen in der Produktion aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland.

Diesem Risiko soll durch eine verstärkte Platzierung der Gesellschaft am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber begegnet werden, um die Bewerberzahl für Neueinstellungen nachhaltig zu erhöhen. Zudem soll die Mitarbeiterbindung innerhalb der bestehenden Belegschaft ausgebaut werden, um die Mitarbeiterfluktuation zu vermindern.

Ein weiteres wesentliches Risiko besteht in Lieferengpässen, insbesondere aufgrund von Unterbrechungen in den Lieferketten, die seit etwa drei Jahren beobachtet werden. Die CODAN pvb Critical Care GmbH versucht dieses Risiko durch einen entsprechenden terminlichen Vorlauf zu minimieren sowie ausreichende Lagerbestände bei den einzelnen Subunternehmern zu gewährleisten. Bisher konnten auf diese Weise alle Kunden der Gesellschaft während der Corona-Krise und auch in der Folgezeit stets verlässlich beliefert werden.

Um die Lieferketten zu vereinfachen und dadurch Kosten einzusparen, wird die CODAN pvb Critical Care GmbH sich im Jahr 2024 auf einen Hauptlieferanten konzentrieren und die langjährige Zusammenarbeit weiter ausbauen. Um bei der Reduzierung des Risikos von Lieferengpässen nicht nur auf ausreichende Lagerbestände angewiesen zu sein, wird die Gesellschaft die Produktion von strategisch wichtigen Komponenten nach Deutschland verlagern. Dadurch steigen zwar grundsätzlich die Produktionskosten, aber die eingesparten Kosten im Rahmen der Lieferantenkonsolidierung sollten diesen Effekt auf ein Minimum reduzieren.

3.2.3. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquiditätslage ist durch den Aufbau der Vorräte bei gleichzeitiger Produktionsverzögerung nicht zufriedenstellend. Durch das bestehende Finanzcontrolling und Risikomanagement wurde dieses Risiko im Geschäftsjahr 2023 identifiziert und kontinuierlich überwacht.

Zudem wurde innerhalb der CODAN-Gruppe im ausreichenden Umfang Maßnahmen getroffen, um die Stabilität der Finanzlage der Gesellschaft sicherzustellen.

3.2.4. Risiken aus dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt

Das langfristige Risiko von Absatzrückgängen bei bestimmten Produktlinien aufgrund von Innovationen in der Behandlung von Krankheiten und der damit verbundenen Änderungen in der Verabreichung von Medikamenten ist präsent. CODAN begegnet diesem Risiko durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Analyse von Fachpublikationen und klinischen Studien. Zudem verfolgt CODAN eine Strategie der kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung der Produkte an sich verändernde Therapieverfahren.

3.2.5. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen gegen Kunden und Lieferantenkredite verwendet. Zur Steuerung dieser Finanzinstrumente wurde ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das darauf abzielt, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken zu schützen. Grundlage hierbei ist eine konservative Risikopolitik.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich bei inländischen Banken gehalten.

Sämtliche Bankkonten sind in Euro geführt, um Währungsrisiken zu vermeiden. Überschüssige Liquidität wird auf Geldmarktkonten angelegt.

Die Kundenforderungen beziehen sich hauptsächlich auf Krankenhäuser, Universitätskliniken und Apotheken. Ausfälle sind aufgrund langjähriger Kundenbeziehungen äußerst selten. Zur weiteren Risikominimierung wird ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen betrieben.

Im kurzfristigen Bereich bestehen hauptsächlich Lieferantenkredite von CODAN Produktionsgesellschaften. Diese werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Da der Zahlungsverkehr ausschließlich in Euro erfolgt, ergeben sich keine Währungsrisiken.

Langfristige Verbindlichkeiten, insbesondere solche gegenüber Kreditinstituten, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Ebenso wurden auch keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 29. August 2024.

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