Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gustav Epple Bauunternehmung GmbH
Tränkestraße 4, 70597 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Blume-Pleiß seit 30.3.2026 | Geschäftsführer |
Jens Kalmbach seit 21.10.2025 | Prokura |
Susanne Pazerat seit 21.3.2025 | Prokura |
Andreas Hartlieb seit 21.3.2025 | Prokura |
Nicole Baumgartner seit 24.1.2024 | Prokura |
Jörg Hermann Landenberger seit 23.1.2019 | Prokura |
Kerstin Zeuner seit 18.1.2017 | Prokura |
Heico Collen Zirkel seit 31.7.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gustav Epple Bauunternehmung GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH (im Weiteren Gustav Epple genannt) ist ein mittelständisches Unternehmen, welches Bauvorhaben im wohnwirtschaftlichen sowie gewerblichen Hochbau in unterschiedlichsten Größenordnungen bundesweit realisiert. Insbesondere werden Bauvorhaben in schlüsselfertiger Bauweise sowie auch Rohbauten für Dritte erstellt. Die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH hält eine Beteiligung in Höhe von 10 % an der Gustav Epple Bauwerkserhaltung GmbH. Die Hauptverwaltung mit allen Stabstellen befindet sich in Stuttgart und wird zentral geführt. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in Berlin, München und Dresden, welche eine rein administrative Ausführung der Bauleistung realisieren. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes sowie dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. erreichte der Umsatz 2023 im Bauhauptgewerbe ca. 162,6 Mrd. EUR. Der Umsatz erhöhte sich nominal um 1,3 %. Aufgrund deutlicher Baupreissteigerungen - hervorgerufen durch die weiterhin hohen bzw. gestiegenen Baumaterialpreise und Zinsen - wurde allerdings ein reales Minus von 5,3 % den Umsatz betreffend ausgewiesen. Ebenfalls auf die gestiegenen Bau- und Zinskosten zurückzuführen ist die Nachfrage - nach einem schon schwachen 2022 - in 2023 deutlich zurückgegangen. Der Auftragseingang lag preisbereinigt um 4,4 % unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Trotz realen Umsatzrückgangs haben die Unternehmen 2023 die Zahl ihrer Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahezu konstant gehalten. Im Jahresdurchschnitt waren 927.780 Mitarbeiter in der Baubranche tätig. Der Zuwachs lag bei +1.120 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr. 3. Geschäftsverlauf Gustav Epple hat für das Jahr 2023 eine Bauleistung in Höhe von T€ 140.000 geplant. Das Jahr 2023 konnte mit einer Bauleistung in Höhe von T€ 136.287 abgeschlossen werden. Die Planung wurde um T€ 3.713 unterschritten. Die Unterschreitung ist auf bauzeitverzögernde Umstände in zwei Projekten zurückzuführen. Die Bauleistung im Jahr 2023 wurde ausschließlich im Geschäftsfeld Schlüsselfertigbau erbracht. Die Jahresbauleistung enthält schlussgerechnete Leistungen (Umsatzerlöse lt. Gewinn- und Verlustrechnung), noch nicht schlussgerechnete Leistungen (unfertige Arbeiten) sowie anteilige Leistungen bei Arbeitsgemeinschaften. Im Immobilienbereich begrenzten sich die Aktivitäten im Wesentlichen auf die Vermietung der Bestandsobjekte. Zum Jahresende 2023 weist die Unternehmung einen Auftragsbestand von T€ 97.826 aus. Die Abweichung von rund T€ 51.000 gegenüber der Prognose im Vorjahr ist auf den deutlichen Rückgang der Nachfrage in 2023 zurückzuführen. Diese Bauleistung wird im Zeitraum 2023 - 2025 abgewickelt.
Zum 30.09.2024 besteht ein Auftragsbestand von T€ 106.460, der zur Abwicklung im Zeitraum 2024 bis Ende 2026 vorgesehen ist. Im Wohnungsbau sind die Umsätze aufgrund der politischen Lage fast vollständig zurückgegangen. Die Sparte Gewerbebau (Büro) und Bildung/Sporthallen bleiben weiterhin wesentlicher Umsatzbestandteil. 4. Lage 4.1 Vermögenslage Das Eigenkapital von Gustav Epple sank zum Vorjahresstichtag um T€ 9.119 auf T€ 791. Die Veränderung ist auf das schlechte Ergebnis im Jahr 2023 zurückzuführen. Das bilanzielle Vermögen veränderte sich im Jahr 2023 von T€ 59.163 auf T€ 57.789. Das entspricht einem Minus von rund 2,3 %. Das Gesamtvermögen setzte sich zum Bilanzstichtag aus
zusammen. Das Gesamtkapital wurde zum Stichtag aus
gebildet. Die Reduzierung der Bilanzsumme auf der Aktivseite liegt im Wesentlichen im Bereich der Vorräte. Die Vorräte sanken im Jahr 2023 um T€ 10.175 auf T€ 4.795. Gründe hierfür sind die gute Zahlungsmoral der Bauherren auf die unfertigen Erzeugnisse, die dazu führte, dass die aktivisch ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen mit T€ 28.695 im Vergleich zu den unfertigen Leistungen mit T€ 21.351 überproportional gestiegen sind, sowie die Reduzierung der Position auf geleistete Anzahlungen. Weiterer entscheidender Grund ist die Abwertung an einem Großprojekt, was zu einem geringeren Buchwert bei den unfertigen Erzeugnissen führte. Bezugnehmend auf die gute Zahlungsmoral unserer Bauherren konnte die Position der liquiden Mittel im Jahr 2023 um T€ 2.183 auf T€ 6.096 gesteigert werden. Erhöht haben sich außerdem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 9.377 im Vorjahr auf T€ 16.212 im Berichtsjahr, die u. a. auch gestiegene Einzelwertberichtigungen enthalten. Auf der Passivseite sank die Eigenkapitalposition aufgrund des Jahresfehlbetrages von T€ 9.910 auf T€ 791. Der Jahresfehlbetrag lässt sich auf die Verschlechterung unserer beiden Großprojekte in München zurückführen. Die Position der Rückstellungen erhöhte sich um T€ 3.848 auf T€ 24.199. Dabei haben sich im Wesentlichen die Rückstellungen für Nachunternehmerleistungen um T€ 5.455 erhöht, wohingegen sich die Rückstellungen aus schwebenden Verfahren um T€ 1.544 vermindert haben. Bei den Verbindlichkeiten erhöhte sich hauptsächlich die Position der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von T€ 7.166 im Vorjahr auf T€ 15.108 im Jahr 2023. 4.2 Finanzlage und Bürgschaften Bei Geldanlagen wurde, wie schon in den vergangenen Jahren, auf risikolose Wertsicherungskonzepte mit Kapitalgarantie gesetzt. Zum Stichtag hat das Unternehmen Bürgschaften (darunter Vertragserfüllungs-, Gewährleistungs-, Miet- sowie Vorauszahlungsbürgschaften) in Höhe von T€ 60.176 in Anspruch genommen. Der Gesamtrahmen beläuft sich auf T€ 79.000 und ist aus heutiger Sicht ausreichend. Durch die ständige Überwachung ist gewährleistet, dass es zu keinen Engpässen bei der Auftragsbeschaffung sowie Liquiditätsproblemen durch Einbehalte kommt. Der Finanzmittelbestand stieg im Jahr 2023 um T€ 2.183 auf T€ 6.096. Dies resultiert im Wesentlichen aus der fristgerechten Zahlung unserer Bauherrschaft. Die von Gustav Epple gestellten Abschlagszahlungen wurden im Wesentlichen ohne Kürzungen bezahlt. Das Unternehmen war immer in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergibt sich ein positiver Cashflow in Höhe von T€ 3.573. Dieses Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Periodenergebnis in Höhe von T€ -9.119. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -830 betrifft ausschließlich den Zugang von Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -561 resultiert aus laufenden Tilgungen des Darlehens zur Neubaufinanzierung sowie der Finanzierung für ein Grundstück in Geislingen. 4.3 Ertragslage Der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr beträgt T€ -9.119 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 638). Das geplante Ergebnis im unteren vierstelligen Bereich konnte nicht erreicht werden. Wesentliche Ursache für den Jahresfehlbetrag waren hohe Verluste in zwei Großprojekten in München. In beiden Projekten konnten die gestiegenen Baukosten in den Jahren 2022 und 2023 nicht kompensiert werden. Darüber hinaus wurden die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen für die Typensporthallen (TSH) in Berlin im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit erhöht. Die Gesamtleistung war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig von T€ 142.512 auf T€ 134.554. Gründe hierfür waren zum einen geringer angesetzte Erlöse aus den vorgenannten Großprojekten in München sowie eine geringere Bestandsveränderung aufgrund fehlender Leistung infolge Terminverzug und höherer zu erwartender Baukosten bei einem der Großprojekte. Gleichzeitig ist der Materialaufwand bedingt durch erhöhte Baukosten von T€ 118.278 im Vorjahr auf T€ 121.290 im Berichtsjahr gestiegen. Dies hatte zur Folge, dass die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung um 7,1 %-Punkte deutlich von 83,0 % auf 90,1 % gestiegen ist. Der Rohertrag war in Summe mit 9,9 % (Vorjahr: 17,0 %) deutlich zu gering. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um T 1.224 auf T 13.924 bedingt einerseits durch einen Anstieg der Mitarbeiteranzahl und anderseits durch Tariferhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt von T€ 9.275 im Vorjahr auf T€ 10.537 im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus erhöhten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen bei den Typensporthallen (TSH) sowie erhöhten Rückstellungen für Risiken aus einem schwebenden Verfahren. 5. Chancen und Risikobericht 5.1 Wirtschaftliche Entwicklung Die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr mit dem hohen Verlust sowie dem rückläufigen Auftragsbestand und dem daraus folgenden Ausblick auf die Liquiditätslage erforderte Maßnahmen, die unmittelbar zu Beginn 2024 beschlossen und umgesetzt wurden. Die Gesellschafter sind übereingekommen, dass ein Investor eingebunden werden soll. Bereits Mitte 2024 zeichnete sich ein möglicher Einstieg eines Investors ab. Der Abschluss der Verhandlungen wird noch im Jahr 2024 erwartet. Zur Stabilisierung und Sicherstellung der Liquidität wurde im Oktober 2024 eine Brückenfinanzierung durchgeführt. Dies war erforderlich, weil der abschließende Vergleich im Rechtsstreit bzgl. der Typensporthallen (TSH) zu diesem Zeitpunkt zwar mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten, jedoch noch nicht vollzogen war. Der Zahlungseingang aus dem gerichtlichen Vergleich wird in 2024 erwartet. Im Rahmen des Einstiegs eines Investors ist auch der Verkauf der Immobilie in Dresden geplant, der ebenfalls zur Stabilisierung der Liquidität beitragen wird. Zu den vorgenannten Maßnahmen wurden zusätzlich Einsparungen im Personalaufwand (siehe Abschnitt 5.3) und sonstigen betrieblichen Aufwand identifiziert, welche sich im Jahr 2024 bereits eingestellt haben. 5.2 Beschaffung Die unmittelbaren Auswirkungen aus dem Ukraine-Konflikt in der Bauindustrie waren in 2023 weiterhin deutlich spürbar. Die Nachunternehmerleistung ist nicht spürbar zurückgegangen. Lieferengpässe von Baumaterial infolge des Ukraine-Konflikts haben zu Beginn des Jahres 2023 die Bauleistungen teilweise beeinträchtigt. Insgesamt ist die Nachfrage nach Immobilien zurückgegangen. Am deutlichsten ist dies im Wohnungsbau zu spüren. Die Verfügbarkeit von Nachunternehmerleistungen in den Sparten Rohbau und Ausbau hat sich etwas verbessert. In den Sparten Fassade und Haustechnik ist erneut eine sehr hohe Auslastung der Nachunternehmer spürbar. Dies wirkte sich auf Verfügbarkeit und weiterhin steigende Preise bei Liefer- und Nachunternehmerleistungen aus. Zur Vermeidung von Störungen und preislichen Absicherung im Bauprozess werden weiterhin Lieferanten und Nachunternehmer frühzeitig eingebunden. Das Preisniveau ist in 2023 durchgängig hoch geblieben. Das zeigen die Werte des statistischen Bundesamtes (Baupreisindizes). Ein Preisrückgang ist nicht zu erwarten. Grundsätzlich setzt Gustav Epple aktuelle Preise in den Kalkulationen an. Gegenüber den Kunden wird diese Preisbasis als Grundlage für das jeweilige Angebot ausgewiesen mit dem Hinweis, dass entweder eine Preisgleitung vertraglich vereibart werden muss oder Modelle wie "Cost+Fee" oder "Open-Book" in der Ausführung angewendet werden müssen. Aktuell setzen wir verstärkt auf strategische Kooperationen im Zuge der Auftragsbeschaffung. Bereits bei der Kalkulation werden potenziell ausführende Firmen vertraglich an das anstehende Bauprojekt gebunden. Im Bereich der Haustechnik und Fassade können wir bereits auf mehrere Partner regelmäßig zurückgreifen. In der Ausführungsphase greifen unsere Projektteams auf die Stabsstelle des Nachunternehmermanagements sowie auf die firmeneigene Datenbank zurück, um leistungsfähige Partner nach den Gesichtspunkten Termin, Kosten und Qualität für ihr Projekt zu beauftragen. Wir sind der Überzeugung, dass nur so ein optimales, wirtschaftliches Vergabeergebnis unter Berücksichtigung der technischen und kaufmännischen Rahmenbedingungen erfolgen kann. Zielsetzung sollte es sein, langfristige Kooperationen entstehen zu lassen, um einen zusätzlichen Mehrwert für Gustav Epple generieren zu können. 5.3 Entwicklung im Personalbereich Infolge der Geschäftsentwicklung in 2023 und des rückläufigen Auftragsbestands wurde als eine der Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage der Abbau von Personal um ca. 10 % beschlossen. Dabei wird berücksichtigt, dass das Personal für die kommenden Geschäftsjahre 2025 und 2026 ausreichend vorhanden ist. Eine weitere Maßnahme ist die Einführung von Kurzarbeit ab dem 3. Quartal 2024. Die vorgenannten Personalmaßnahmen sind in 2024 vollständig umgesetzt worden. Am Jahresende 2023 waren insgesamt 156 Personen im Unternehmen beschäftigt. Ende 2024 werden voraussichtlich 133 Personen im Unternehmen beschäftigtsein. In Summe liegt der Personalabbau bei 15 %. Zusätzlich wurden noch 25 weitere Personen - bestehend aus Auszubildenden, DHBW-Studenten, Deutschland baut Trainees, Praktikanten, Werkstudenten und Aushilfen - beschäftigt. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass für die Mitarbeiter auch weiterhin entsprechende Schulungsmaßnahmen angeboten und umgesetzt werden. 5.4 Akquise/Auftragsbeschaffung Die Krise am Bau zeigt sich auch bei der Auftragslage bei Gustav Epple. Im Jahr 2023 konnte kein Neuauftrag verzeichnet werden. Teilweise verzögerten sich die avisierten Kalkulationsprojekte oder wurden gar nicht auf den Markt gebracht. Die Verknappung der Nachfrage führte unmittelbar zu fallenden Preisen infolge eines härteren Wettbewerbs. Teilweise liegt das Preisniveau auf Herstellkostenniveau. Für Gustav Epple ist in der aktuellen Lage besonders entscheidend, Aufträge mit gesichertem Deckungsbeitrag zu generieren. In der Vergangenheit gehörten vor allem Projekte nach dem Prinzip "Planen und Bauen" für die öffentliche Hand, aber auch Partneringmodelle im 2-stufigen Verfahren für Privatinvestoren dazu. Hier wurden in 2024 der Schwerpunkt bei der Akquise gesetzt und bereits drei Aufträge generiert. Die Akquisitionsphase liegt in der direkten Verantwortung der Geschäftsleitung. Ohne die ordentliche, fachkompetente Prüfung durch die Geschäftsleitung und die entsprechende Freigabe erfolgt keine Bearbeitung der Angebote durch die Abteilung Kalkulation. Die technischen sowie kaufmännischen Vertragsprüfungen werden durch Baujuristen begleitet. 5.5 Controlling Das Baustellencontrolling bei Gustav Epple ist ein Instrument, um die permanente Ergebnisentwicklung für jedes Projekt noch schneller und gezielter darstellen zu können. Zielsetzung ist es, dass auftretende Schwierigkeiten auf den Projekten frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen vorgenommen werden können, um Ergebnisschwankungen zu vermeiden. Für jedes Bauvorhaben werden projektbezogene Versicherungen abgeschlossen. Vermehrt werden durch die Bauherrschaft sogenennte "All-Risk-Versicherungen" für die Projekte abgeschlossen. Diese Art von Versicherung deckt die Risiken aller Beteiligten am Bau ab. Dadurch können der Gefährdungsgrad vermindert und mögliche Verluste aus eventuellen Schadensfällen reduziert werden. Erkenntnisse aus der Mängelbearbeitung im Zuge der Gewährleistungsphasen fließen in die Prozesskette zur zukünftigen Mängelvermeidung und dadurch Risikominimierung ein. Sämtlichen erkennbaren Projektrisiken, insbesondere Risiken aus dem Prozess von der Ausführung bis zur Abwicklung der Projekte, wurde durch Bewertungsabschläge und ggf. durch Bildung von Rückstellungen, in angemessenem Umfang, im Jahresabschluss Rechnung getragen. 5.6 Fazit Unter Beachtung der genannten Gegebenheiten, insbesondere des außergewöhnlich hohen Jahresfehlbetrags, liegen derzeit Risiken vor, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen oder gar den Fortbestand in einem absehbaren Zeitraum gefährden könnten. Vor diesem Hintergrund wurden weitreichende Maßnahmen ergriffen, um auf alle eintretenden Situationen reagieren zu können und handlungsfähig zu bleiben. Zwei der Maßnahmen (Brückenfinanzierung und Einsparungen Personalkosten) wurden bereits vollständig umgesetzt. Die dritte Maßnahme ist der Einstieg des strategischen Investors voraussichtlich zum Jahresende 2024. 6. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick für die Geschäftsjahre 2024 bis 2025 Aufgrund des Nachfragerückgangs - hervorgerufen durch die starken Baumaterial-, Energie-, Zins- und somit Baukostensteigerungen - wird der Umsatz im Gesamtjahr 2024 (hochgerechnet auf alle Betriebe) voraussichtlich um real 3,5 % zurückgehen. Auftragsstornierungen bis zu 18 % führen zu einem Rückgang im Wohnungsbau. Dem stehen leichte Steigerungen im Wirtschafts- und öffentlichen Bau gegenüber. Trotz des realen Umsatzrückgangs haben die Unternehmen 2023 die Zahl ihrer Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahezu konstant gehalten. Für 2024 erwartet der HDB einen Rückgang um 10.000 bzw. um 1 % auf 918.000 Personen - das ist der erste Rückgang seit 2008. Unter Berücksichtigung der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des vorhandenen Auftragsbestandes plant Gustav Epple vorläufig für das Jahr 2024 mit einer Bauleistung von T€ 100.000, wovon per 30.09.2024 bereits T€ 82.290 realisiert worden sind. Für das Jahr 2025 wird derzeit mit einer Bauleistung von T€ 120.000 geplant. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2024 wird auf rund T€ 96.900 prognostiziert. Dies resultiert weitestgehend aus bereits beauftragten Projekten. Bedingt durch die bisher vorliegenden Erkenntnisse aus der Bauleistung sowie den Baustellenergebnissen und einem zu erwartenden Ertrag aus dem Rechtsstreit bzgl. der Typensporthallen (TSH) wird für 2024 aus heutiger Sicht ein positives Ergebnis im mittleren vierstelligen T€-Bereich erwartet. Für das Jahr 2025 wird vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise am Bau ein positives, gegenüber 2024 deutlich niedrigeres Ergebnis erwartet.
Stuttgart, den 2. Dezember 2024 Götz Ellinger Heico Zirkel BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Der Jahresabschluss der Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, Stuttgart, Registergericht Stuttgart, HRB 19499, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, werden sie im Anhang vorgenommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt, sofern nicht außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen waren. Für Anschaffungen vor dem 1. Januar 2011 wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt, soweit sie zu höheren Abschreibungsbeträgen als die lineare Abschreibungsmethode führt. Die Zugänge zum Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Gleichzeitig wird für Zwecke der Darstellung im Anlagenspiegel ihr Abgang nach Ablauf von fünf Jahren unterstellt. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu Nominalbeträgen abzüglich der darauf entfallenden Umsatzsteuer bzw. zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB (Unterlassen von Angaben über die Beteiligungen) wird Gebrauch gemacht. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen angesetzt. Die unfertigen Bauleistungen werden zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessenen Anteilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten zuzüglich der allgemeinen Verwaltungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 3 HGB niedrigere beizulegende Werte (retrograde Wertermittlung/verlustfreie Bewertung) anzusetzen sind. In die verlustfreie Bewertung werden, falls erforderlich, Verpflichtungsüberhänge aus zum Bilanzstichtag in Arbeit befindlichen Bauaufträgen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, ggf. vermindert um gebotene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit Ausnahme der Rückstellungen, für die das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB in Anspruch genommen wurde, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht dargestellt (Anlage zum Anhang). Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt T-EUR 2.550 (Vorjahr: T-EUR 2.710). Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von T-EUR 2.591 (Vorjahr: T-EUR 2.765) gegen Gesellschafter. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Abrechnungen von Subunternehmern, Garantiearbeiten, Gewährleistungen, Personalkosten (Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Sterbegeld, Tantiemen) sowie Prozesskosten/-risiken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von T-EUR 700 aus. Sie sind in Höhe von T-EUR 10.923 (Vorjahr: T-EUR 11.484) durch Grundschulden besichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge werden in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" in Höhe von insgesamt T-EUR 1.804 ausgewiesen. Diese teilen sich wie folgt auf: Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T-EUR 346 und Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T-EUR 1.416 sowie aus weiteren periodenfremden Erträgen in Höhe von T-EUR 42 (insbesondere Erträge aus vereinnahmten Subunternehmereinbehalten). Periodenfremde Aufwendungen werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von T-EUR 254 (Aufwendungen aus Schadensfällen und Buchverluste aus Anlagenabgängen sowie Mehraufwendungen für schwebende Verfahren) ausgewiesen. Im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit sind von außergewöhnlicher Größenordnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen Auflösungen von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T-EUR 1.050 und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von T-EUR 2.155 enthalten. In den Bestandsveränderungen ist infolge eines verlustbehafteten Großprojekts eine Abwertung von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T-EUR 9.583 enthalten. E. Sonstige Angaben Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bzw. waren bestellt: Herr Götz Ellinger - Ressort 3 - Kaufmännisches Ressort Herr Dipl.-Ing. (FH) Mathias Pichler - Ressort 1 - Technisches Ressort (bis 5. Juni 2024) Herr Dipl.-Ing. (FH) Heico Zirkel - Ressort 2 - Vertrieb und Personal Der Beirat bestand aus folgenden Personen: Herrn Dr. Manfred Schneider, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater (bis 18. Januar 2024) Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB (Unterlassen von Angaben über die Gesamtbezüge der Organmitglieder) wird Gebrauch gemacht. Zur Finanzierung des Kaufs von Geschäftsanteilen gewährte die Gesellschaft Mitgliedern der Geschäftsführung Darlehen über insgesamt T-EUR 2.710. Die Darlehen werden mit 1,5 % p. a. verzinst. Die Laufzeit der Darlehen beträgt 5 Jahre. Die Darlehensnehmer sind berechtigt, die Darlehen jederzeit ohne Vorfälligkeitszinsen zurückzuzahlen. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Honorar des Abschlussprüfers entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen mit T-EUR 55 und Steuerberatungsleistungen mit T-EUR 7 sowie auf sonstige Leistungen mit T-EUR 7. Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres, ohne Auszubildende und Praktikanten, 148 Angestellte beschäftigt, davon 34 kaufmännische und 114 technische. Das Mutterunternehmen, die EBS Beteiligungsgesellschaft mbH, hat seinen Sitz in Stuttgart. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus Leasingverträgen, Mietverträgen und sonstigen Dauerschuldverhältnissen mit Laufzeiten über mehrere Jahre wie folgt:
Risiken aus den finanziellen Verpflichtungen bestehen in Form von Abflüssen liquider Mittel aus den Miet- und Leasingverpflichtungen sowie einer ggf. nicht laufzeitäquivalenten Verwendungsmöglichkeit des Vertragsgegenstands. Vorteile aus den finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus der Nutzung des Vertragsgegenstands sowie der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Auf temporäre Differenzen wurden passive latente Steuern in Höhe von T-EUR 1.342 (Vorjahr: T-EUR 1.387) gebildet. Die temporären Differenzen resultieren aus der Übertragung einer Rücklage nach § 6b EStG auf Gebäude des Sachanlagevermögens. Daneben wurden auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern in Höhe von T-EUR 1.115 (Vorjahr: T-EUR 165) gebildet. Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden verrechnet. Auf Grundlage der derzeitigen Unternehmensplanung erfolgte die Verrechnung der steuerlichen Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden positiven Eregbnisse. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit Ausnahme der steuerlichen Verlustvorträge mit einem kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 30,525 %. Die Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer wurden mit einem Steuersatz von 15,825 % (KSt zzgl. SolZ) und zur Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von 14,7 % bewertet.
Stuttgart, den 2. Dezember 2024 Götz Ellinger Heico Zirkel AnlagenspiegelAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätze ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg. den 2. Dezember 2024 FALK
GmbH & Co KG
Dr. Martin Ziegler, Wirtschaftsprüfer Jacek Wiench, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 der Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, Stuttgart, wurde von der Gesellschafterversammlung am 6. Dezember 2024 festgestellt. |
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