Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 550134
Eingetragen
7.1.1970
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationHerstellung von SolarwärmekollektorenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Rohrleitungsbau und dessen Planung sowie Planung, Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Montage und Wartung von elektrischen und hydraulischen Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Heizungs-, Klima-Sanitär-, Solartechnik- und Schwimmbadanlagen sowie sonstigen wärme- und energietechnischen Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Alber
seit 20.10.2025
Geschäftsführer
Ralf Palt
seit 5.12.2022
Prokura
Markus Moosmann
seit 9.3.2018
Prokura
Nico Oliver Brombeis
seit 17.12.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.139.200 €
89.00%
Germany
140.800 €
11.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Franz Lohr GmbH

Ravensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Allgemeines

Die Franz Lohr GmbH (nachfolgend Lohr GmbH) hat ihren Firmensitz in Ravensburg und ist vorwiegend im südwestdeutschen Raum tätig. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Geschäftsfelder Rohrleitungsbau, Anlagenbau sowie Gebäudetechnik.

Das Geschäftsfeld Rohrleitungsbau bietet seinen Kunden hauptsächlich erdverlegten Rohrleitungsbau einschließlich Tiefbauarbeiten für Gas-, Wasser-, Breitband- und Fernwärmeleitungen. In diesem Bereich ist die Lohr GmbH Systempartner für alle regionalen aber auch überregionalen Energie- und Wasserversorger. Es bestehen umfangreiche Zulassungen, die zum Bau von Gas- und Wasserleitungen sowie Fernwärmeleitungen für alle Drücke und Nennweiten berechtigen. Bereitschaftsdienst, technische und organisatorische Aufgaben rund um den erdverlegten Rohrleitungsbau runden das Leistungsspektrum ab.

Das Geschäftsfeld Anlagenbau plant, liefert und montiert Pumpwerke, Hochbehälter, Kläranlagen, Druckerhöhungs- und Filteranlagen. Dabei werden sowohl hydraulische als auch elektrische Anlagen in Wasserversorgungs-, Abwasserentsorgungs- und Industrieunternehmen installiert. Dazu gehören auch Elektro-, Mess- und Regeltechnik sowie Fernwirk- und Prozessleittechnik. Des Weiteren gehören eine turnusmäßige Wartung sowie Ferndiagnose der Anlagen zum Leistungsspektrum.

Das Geschäftsfeld Gebäudetechnik erbringt Dienstleistungen für kommunale, gewerbliche, private und industrielle Kunden. Heizungs-, Klima-, Sanitär-, Solartechnik- und Schwimmbadanlagen sowie sonstige wärme- und energietechnische Anlagen werden geplant, geliefert und montiert. Ebenso verfügt die Lohr GmbH über eigene Kundendienst-Mitarbeiter.

In allen Geschäftsfeldern gehört die Gesellschaft zu den führenden Anbietern in der Region.

Das Jahr 2023 war von einer gesamtwirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Auch die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Auch die angespannte Fachkräftesituation wirkt sich zunehmend negativ auf die Entwicklung vieler Unternehmen aus.

Das SHK-Handwerk ist gemäß Fachverband Sanitär-Heizung-Klima vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Die Nachfrage nach Energieeffizienz und Versorgungssicherheit ist weiterhin hoch.

1.2 Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2023 waren 246 Mitarbeiter und 39 Auszubildende (Vorjahr: 275 Mitarbeiter und 37 Auszubildende) beschäftigt. Der Rückgang hat sich durch Fluktuation, altersbedingte Abgänge und Straffung der Personalstruktur in bestimmten Geschäftsbereichen ergeben.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Der Auftragseingang lag mit -31,9 % unter dem Vorjahr und 17,3 % unter unserer Planung. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes aus 2022 wurde im Verlauf des Jahres 2023 die Auftragsakquise reduziert, um eine Überlastung zu verhindern und die Qualität unserer Leistung zu gewährleisten. Auch für das Jahr 2024 ist ein sehr guter Arbeitsvorrat gegeben.

Die Umsatzerlöse lagen um 10,4 % über dem Vorjahr. In der Folge des sehr hohen Bestandes in Ausführung befindlicher Aufträge zum vorherigen Bilanzstichtag 31.12.2022 wurden erhebliche Bauleistungen aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr abgeschlossen und als Umsatzerlöse realisiert. Die Gesamtleistung, also die Summe aus Umsatzerlösen und Veränderung der in Ausführung befindlichen Aufträge einschließlich aktivierter Eigenleistungen verringerte sich um 5,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der Wert für die in Ausführung befindlichen Aufträge hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert.

Der Rückgang der Gesamtleistung ist im Wesentlichen aufgrund der geringeren Inanspruchnahme von Fremdleistungen eingetreten.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 73,2 % erhöht und mit TEUR 4.786 die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Rendite bezogen auf die Gesamtleistung lag bei 5,4 % (Vorjahr 2,8 %). Positive Effekte konnten vor allem durch eine sehr günstige Auslastung in Verbindung mit einer guten Auftragsabwicklung, dem Ausbleiben größerer Verlustaufträge und dem Rückgang des Halbfertigbestands mit der damit verbundenen Gewinnrealisation erreicht werden. Hohe Aufwände sind durch Modernisierungen und Abschreibungen durch Investitionen entstanden.

Das Finanzergebnis lag mit TEUR -124 über dem Niveau des Vorjahres mit TEUR -184.

2.2 Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen auftragsbezogen über Anzahlungen von Kunden. Diese verringerten sich mit dem Rückgang der unfertigen Leistungen zum Bilanzstichtag um TEUR 9.172 gegenüber dem Vorjahr. Außerdem erfolgt eine Fremdfinanzierung über Geldmarktkredite. Neben der externen Finanzierung über Kreditinstitute kann die Gesellschaft kurzfristig auf Darlehen von Gesellschaftern zurückgreifen. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Die Finanzierung durch Kreditinstitute konnte zum Bilanzstichtag deutlich auf TEUR 7.803 (Vorjahr TEUR 10.063) zurückgeführt werden.

Der Finanzstatus hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr trotz hoher Investitionen in Sach- und Finanzanlagen deutlich verbessert. Dies konnte durch einen positiven Geschäftsverlauf und durch Schließung von auftragsbezogenen Finanzierungslücken durch Abschluss von Großprojekten in erheblichem Umfang verbessert werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand in Ausführung befindlicher Aufträge um TEUR -10.540 stark reduziert. Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 317 (Vorjahr TEUR 87).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 mit TEUR 4.307 (Vorjahr TEUR 2.729) ist deutlich verbessert, weil die Mittelbindung im Vorratsvermögen und in den Forderungen wesentlich geringer war, als der Anstieg der sonstigen Rückstellungen Der erneut hoch negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.219 (Vorjahr TEUR -3.620) und wurde vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist negativ in Höhe von TEUR -1.858 (Vorjahr TEUR 860) und zeigt damit den Umfang der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr an.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.353 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf der Aktivseite auf Investitionen in Sach- und Finanzanlagen (TEUR 1.480), die Reduzierung des um Anzahlungen korrigierten Halbfertigbestands (TEUR -1.548) sowie den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.832) zurückzuführen. Wesentliche Veränderungen bestehen auf der Passivseite durch den im Unternehmen verbleibenden Bilanzgewinn (TEUR 3.423) und den Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Garantierisiken (TEUR 2.858) einerseits, sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -2.260) und von Darlehen von Gesellschaftern (TEUR -800) andererseits. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 3.356 (Vorjahr TEUR 3.655). Diesen stehen Abschreibungen von TEUR 1.665 (Vorjahr TEUR 1.681) gegenüber. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Umbau von Gebäuden, Investitionen in Fahrzeugen und Betriebsausstattung sowie Beteiligungen an Unternehmen. Für das Jahr 2024 wird geplant, das Investitionsvolumen weiter auf hohem Niveau zu halten. Geplant sind vor allem Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen von Fahrzeugen und Betriebsausstattung.

2.4 Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsentwicklung konnte durch eine insgesamt positive Ertragslage und einen weiterhin hohen Auftragsbestand gestärkt werden. Das bilanzielle Ergebnis wird vor allem durch den hohen Abbau an in Ausführung befindlicher Aufträge verbessert, da die Gewinnrealisation eines Auftrags erst im Jahr der Fertigstellung erfolgen darf. Die Leistungs- und Ertragssituation in der Gebäudetechnik ist sehr positiv. Der Rohrleitungsbau hat sich insgesamt positiv entwickelt. Es konnten Großprojekte, welche im Vorjahr negativen Einfluss auf das Abteilungsergebnis hatten, abgeschlossen werden. Im Anlagenbau entsprach die Entwicklung den Erwartungen.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) prognostizierte in seinem Jahreswirtschaftsbericht vom Februar 2024, nach einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023, eine Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr von nur 0,2 %. Gemäß der Konjunkturprognose 2024 vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe wird damit gerechnet, dass die Investitionslinien für die Infrastruktur gehalten werden und somit der öffentliche Hoch- und Tiefbau ein Umsatzplus real von 3 % erreicht. Unklar ist, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Lohr GmbH dadurch entstehen. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Energieeffizienz im öffentlichen und industriellen Sektor hoch bleibt. Weitere entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht zu erkennen.

Für das Geschäftsjahr 2023 lag die Betriebsleistung der Lohr GmbH über den Erwartungen. Der Umsatz konnte aufgrund von Schlussrechnungen der hohen in Ausführung befindlichen Aufträge aus dem Vorjahr deutlich gesteigert werden, dies hat die Erwartungen übertroffen. Es wurden weiter hohe Investitionen getätigt, um den Ausbau der Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Aufgrund eines guten Arbeitsvorrates und der breiten Kundendiversifizierung, erwartet die Lohr GmbH auch für das Jahr 2024 eine gute Auslastung in allen Geschäftsfeldern.

Da auch der Gewinn aus 2023 dem Unternehmen belassen werden soll, wird die Eigenkapitalquote auf sehr hohem Niveau bleiben.

Die Hauptrisiken des Unternehmens werden weiterhin in der Unsicherheit des Marktes, insbesondere in der Energiewirtschaft/-versorgung, der öffentlichen Hand im Bereich der Infrastruktur, den Witterungsverhältnissen und der damit verbundenen Beschäftigung des Personals gesehen. Die durch das Projektgeschäft geprägte Risikosituation der Gesellschaft wird im Rahmen der turnusmäßigen Controlling- und Geschäftsführer-gespräche analysiert und durch geeignete Maßnahmen reduziert.

Auch im Jahr 2024 wird eine wesentliche Herausforderung sein, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Die Sicherstellung der Liquidität wird durch Maßnahmen der Geschäftsleitung zu jeder Zeit gewährleistet. Gegenwärtig hat sich die Einkaufspreisdynamik deutlich abgeschwächt, sodass wir hieraus keine negativen Effekte auf unsere Ertragslage erwarten. Im vergangenen Jahr konnten negative Auswirkungen durch entsprechende Gegenmaßnahmen im Wesentlichen kompensiert werden. Maßnahmen, um negative Effekte zu minimieren, werden regelmäßig auf die aktuelle Lage angepasst.

Die Chancen der Lohr GmbH liegen im Bereich der Energiewende, Digitalisierung, Energieeinsparung, Energieeffizienz sowie erneuerbaren Energien. Diese werden neue Nachfrage nach unseren Dienstleistungen generieren. Wir sind weiterhin gefordert, unseren Kundenstamm stetig zu erweitern und diese gesamtheitlich zu betreuen. Ebenso liegt unser Augenmerk darauf, unsere Mitarbeiter zu schulen, neue Mitarbeiter zu rekrutieren, um so unseren Kunden mit viel Know-how zur Seite zu stehen.

 

Ravensburg, 14. Juni 2024

Franz Lohr GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.990.382,49 13.510.657,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.763,00 22.031,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.763,00 22.031,00
II. Sachanlagen 13.920.619,49 13.063.626,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.201.600,49 8.395.007,49
2. technische Anlagen und Maschinen 185.902,00 215.656,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.533.117,00 4.439.839,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 13.124,02
III. Finanzanlagen 1.058.000,00 425.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 963.000,00 330.000,00
2. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 70.000,00 70.000,00
B. Umlaufvermögen 22.723.820,47 20.819.798,65
I. Vorräte 3.016.431,79 4.603.744,12
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 898.380,95 1.117.470,62
2. in Arbeit befindliche Aufträge 15.828.800,00 26.369.050,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) -13.710.749,16 -22.882.776,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.390.856,83 16.129.500,50
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.474.873,42 13.642.494,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.207.588,96 1.137.494,51
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.996,81 1.802,23
4. sonstige Vermögensgegenstände 703.397,64 1.347.709,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 316.531,85 86.554,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.172,16 67.198,30
Summe Aktiva 37.750.375,12 34.397.654,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.893.616,59 12.470.179,70
I. gezeichnetes Kapital 1.280.000,00 1.280.000,00
II. Kapitalrücklage 1.278.229,70 1.278.229,70
III. Gewinnvortrag 9.911.950,00 7.999.950,00
IV. Jahresüberschuss 3.423.436,89 1.912.000,00
B. Rückstellungen 8.162.980,74 4.196.841,88
1. Steuerrückstellungen 1.057.518,00 244.408,00
2. sonstige Rückstellungen 7.105.462,74 3.952.433,88
C. Verbindlichkeiten 13.689.584,23 17.726.884,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.803.088,56 10.062.767,19
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.955.557,93 2.894.619,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.993.239,82 2.822.398,87
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 13.923,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 937.697,92 1.933.176,02
davon aus Steuern 357.283,09 414.388,39
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 197.120,95 237.581,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.193,56 3.748,50
Summe Passiva 37.750.375,12 34.397.654,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 73.765.301,27 66.846.546,30
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.540.250,00 352.371,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 269.902,77 207.214,00
4. sonstige betriebliche Erträge 1.152.195,84 452.010,30
5. Materialaufwand 34.364.325,80 38.955.452,49
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.687.141,72 23.237.126,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.677.184,08 15.718.325,62
6. Personalaufwand 17.458.992,42 18.892.555,99
a) Löhne und Gehälter 13.895.487,97 14.814.430,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.563.504,45 4.078.125,22
davon für Altersversorgung -863,00 325,00
7. Abschreibungen 1.665.037,83 1.681.216,23
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.665.037,83 1.681.216,23
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.156.064,89 5.277.065,00
9. Erträge aus Beteiligungen 215.426,00 77.693,03
davon aus verbundenen Unternehmen 215.426,00 77.693,03
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.938,23 20.888,53
davon aus verbundenen Unternehmen 55.505,53 20.888,53
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 398.286,93 282.976,54
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.362.418,98 851.250,41
13. Ergebnis nach Steuern 3.516.387,26 2.016.206,50
14. sonstige Steuern 92.950,37 104.206,50
Jahresüberschuss 3.423.436,89 1.912.000,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Franz Lohr GmbH mit Sitz in Ravensburg im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 550134 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten im Anhang gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Werteverzehr linear bzw. degressiv abgeschrieben. Von dem Wahlrecht nach § 255 Absatz 2 Satz 3 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu Euro 800,00 werden im Jahr der Anschaffung entsprechend dem steuerlichen Wahlrecht als Aufwand verbucht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Abwertungen des Lagerbestands wegen eingeschränkter Verwendbarkeit werden vorgenommen. Bei Beständen von Hilfs- und Betriebsstoffen ist eine Festwertbildung vorgenommen worden.

In Arbeit befindliche Aufträge sind mit den Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, Abschreibungen und Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Erhaltene Anzahlungen für Aufträge werden in voller Höhe gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Bildung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr 1 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Garantierückstellungen werden sowohl für erkennbare Einzelrisiken als auch für allgemeine Gewährleistungsrisiken gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
732.308,76 9.548,08 1.850,00 0,00 740.006,84
  732.308,76 9.548,08 1.850,00 0,00 740.006,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.453.886,09 1.077.867,32 101.280,93 0,00 12.430.472,48
2. technische Anlagen und Maschinen 919.721,58 32.538,68 56.883,55 0,00 895.376,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.434.742,86 1.603.358,34 2.411.940,84 13.124,02 12.639.284,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.124,02 0,00 0,00 -13.124,02 0,00
  25.821.474,55 2.713.764,34 2.570.105,32 0,00 25.965.133,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 330.000,00 633.000,00 0,00 0,00 963.000,00
2. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 70.000,00 0,00 0,00 0,00 70.000,00
  425.000,00 633.000,00 0,00 0,00 1.058.000,00
I n s g e s a m t   26.978.783,31 3.356.312,42 2.571.955,32 0,00 27.763.140,41
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
710.277,76 19.816,08 1.850,00 728.243,84
710.277,76 19.816,08 1.850,00 728.243,84
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.058.878,60 218.126,71 48.133,32 3.228.871,99
2. technische Anlagen und Maschinen 704.065,58 59.041,68 53.632,55 709.474,71
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.994.903,86 1.368.053,36 2.256.789,84 8.106.167,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.757.848,04 1.645.221,75 2.358.555,71 12.044.514,08
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
I n s g e s a m t 13.468.125,80 1.665.037,83 2.360.405,71 12.772.757,92
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.763,00 22.031,00
11.763,00 22.031,00
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.201.600,49 8.395.007,49
2. technische Anlagen und Maschinen 185.902,00 215.656,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.533.117,00 4.439.839,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 13.124,02
13.920.619,49 13.063.626,51
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 963.000,00 330.000,00
2. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 70.000,00 70.000,00
1.058.000,00 425.000,00
I n s g e s a m t 14.990.382,49 13.510.657,51

Die Franz Lohr GmbH hält 50 % der Geschäftsanteile der AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH, Ravensburg. Die Gesellschaft ist mit Vertrag vom 18. Februar 2021 errichtet worden.

Die Franz Lohr GmbH hält 57,13 % der Geschäftsanteile an der Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG, Wangen im Allgäu.

Bezeichnung des Unternehmens Beteiligung Eigenkapital zum Jahresergebnis
31.12.2023 2023
in % TEUR TEUR
Wangener Haustechnik GmbH & Co. KG 57,13 1.450 377
AZS Ausbildungszentrum Schussental GmbH 50,00 37 39

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 368 (Vorjahr TEUR 418) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, für noch zu erbringende Leistungen, für Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt.

Gesamt mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.803 461 1.823 5.519
(Vorjahr) (10.063) (460) (1.858) (7.745)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 1.956 1.956 0 0
(Vorjahr) (2.895) (2.895) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 2.993 2.993 0 0
(Vorjahr) (2.822) (2.822) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

0

0

0
(Vorjahr) (14) (14) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 938 938 0 0
(Vorjahr) (1.933) (1.933) (0) (0)
davon aus Steuern 357 357 0 0
(Vorjahr) (414) (414) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 197 197 0 0
(Vorjahr) (238) (238) (0) (0)
davon gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
(Vorjahr) (803) (803) (0) (0)
13.690 6.348 1.823 5.519
(17.727) (8.124) (1.858) (7.745)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 7.603 durch erstrangige Grundschulden sowie durch die Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aufgrund einer Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr TEUR 2.640) gegenüber einem Gesellschafter.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen aufgegliedert:

2023 2022
TEUR TEUR
Gebäudetechnik 42.978 33.778
Rohrleitungsbau 17.047 16.966
Anlagenbau 13.395 15.708
Sonstiges 345 395
73.765 66.847

Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen im Inland erzielt.

E. Sonstige Angaben

Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen in branchenüblichem Umfang. Das Risiko der Inanspruchnahme wird, sofern nicht bereits Rückstellungen gebildet sind, aufgrund der branchen- und unternehmensspezifischen Erfahrungen der Vergangenheit als gering eingeschätzt.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten durch Bestellung erstrangiger Grundschulden für einen Gesellschafter in Höhe von bis zu TEUR 2.300. Die Höhe dieser Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.116 (Vorjahr TEUR 1.434). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesellschafters als gering einzuschätzen. Der Gesellschafter ist ein verbundenes Unternehmen.

Zusätzlich bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Form einer Bürgschaft für ein verbundenes Unternehmen in Höhe von bis zu TEUR 500. Die Höhe dieser Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 500 (Vorjahr TEUR 0). Das Risiko der Inanspruchnahme ist im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des verbundenen Unternehmens als gering einzuschätzen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr TEUR 320). Sie betreffen ausschließlich Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Die Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen für Fahrzeuge (TEUR 148) und Geschäftsausstattung (TEUR 114).

Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 153 177
Angestellte 93 98
246 275
Zusätzlich:
Auszubildende 39 37

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der Schübro AG, Sigmarszell, veröffentlicht.

Geschäftsführer

Herr Nico Brombeis

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Schübro AG, Sigmarszell, hält seit dem 1. Januar 2017 89 % der Geschäftsanteile an der Franz Lohr GmbH. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schübro AG einbezogen, der im Unternehmensregister offengelegt wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ravensburg, 14. Juni 2024

Franz Lohr GmbH


Nico Brombeis Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Franz Lohr GmbH, Ravensburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Franz Lohr GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Franz Lohr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter freiwilliger Beachtung der International Standards on Auditing ("ISA"), sowie der verbleibenden vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, 14. Juni 2024

WMS Müssig · Sauter PartGmbB

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Markus Sauter Wolfram Müssig

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 7.7.2024.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.