Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 50266
Vorher
Quest Software GmbHDell Software GmbH
Eingetragen
14.8.1998
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnVerlegen von sonstiger Software
Gegenstand
der Vertrieb von Softwareprodukten unter der Bezeichnung "Quest".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Todd Kristofer Hanna
seit 24.10.2025
Geschäftsführer
Aiden Lyne
seit 21.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Quest Holdings SARLLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Quest Holdings SARL
Luxembourg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Quest Software GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

1. Bilanz zum 31. Januar 2024

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024

A. Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur

Die Quest Software GmbH ("die Gesellschaft" oder "Quest Software") ist die deutsche Tochtergesellschaft der Quest Holdings S.a.r.l., einer Gesellschaft nach luxemburgischen Recht mit eingetragenem Sitz in Luxemburg, im Großherzogtum Luxemburg.

Die Gesellschaft hat ihre Tätigkeit in den Bereichen Vertrieb, Beratung und Dienstleistungen im Jahr 1998 als Quest Software GmbH aufgenommen.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Köln. Die eingetragene Geschäftsanschrift lautet: Richmodstraße 6, 50667 Köln.

Die steuerungsrelevanten Kennzahlen für die Geschäftsführung der Quest Software GmbH sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern (EBT).

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftlich Rahmenbedingungen und Marktumfeld

Entsprechend aktuellen Ergebnissen des Marktforschungsinstituts Gartner Inc. sind die weltweiten IT-Ausgaben im Kalenderjahr 2023 um 3,8% auf USD 4,7 Billionen angestiegen. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen diese Ausgaben den Wert von USD 8,0 Billionen überschreiten.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland sank in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Dabei verlief die Entwicklung innerhalb verschiedener Branchen sehr unterschiedlich. Während beispielsweise die Dienstleistungsbranche einen leichten Zuwachs verzeichnete, sank die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe um 2,2%.

Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom e.V. registrierte für 2023 ein Wachstum des Marktvolumens der Branche von 2,4 % auf EUR 215,6 Milliarden und prognostiziert für die Folgejahre ein Marktwachstum zwischen 4 % und 5 %.

Geschäftsverlauf

Seit dem 2. Dezember 2013 ist die Quest Software GmbH im Rahmen eines Provisionsvertretervertrags tätig. In dieser Funktion übernimmt die Quest Software GmbH Marketing und Verkaufsförderung der Produkte der Quest Software International Limited und erbringt Supportleistungen für Vertrieb und Kundenakquise, um den Absatz von Produkten und Services der Quest Software International Limited hauptsächlich auf dem deutschen Markt vorzubereiten.

Die wichtigsten steuerungsrelevanten KPI sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuer

Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Umsatzerlöse um EUR 1,8 Mio. Quest Software GmbH, Köln auf EUR 12,5 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.). Die Prognose von einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich ist somit nicht eingetreten, da im Geschäftsjahr keine weiteren Restrukturierungsaufwendungen mehr angefallen sind.

Die Gesellschaft erhält eine Vergütung auf Provisionsbasis für ihre Leistungen im Vertrieb und in der Kundenakquise, die sie im Auftrag der Quest Software International Limited erbringt.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,1 Mio. auf EUR 1,4 Mio. Im Vorjahr wurde eine Entwicklung analog der Umsatzerlöse prognostiziert.

Am Ende des Geschäftsjahres zum 31. Januar 2024 beschäftigte die Quest Software GmbH 55 Mitarbeiter (Vorjahr: 64 Mitarbeiter). Der durchschnittliche Personalbestand während des Geschäftsjahres lag bei 57 Mitarbeitern (Vorjahr: 67 Mitarbeiter).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023/2024 keine Investitionen in Sachanlagen getätigt.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft kennzeichnen folgende Aspekte:

Die Bilanzsumme verringerte sich von EUR 7,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 5,7 Mio. zum Bilanzstichtag. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,3 Mio. und einen Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,6 Mio. zurückzuführen. Zudem konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von EUR 1,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 0,6 Mio. zum Bilanzstichtag reduziert werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum 31. Januar 2024 aufgrund von niedrigeren Weiterbelastungen vor dem Bilanzstichtag von EUR 4,5 EUR im Vorjahr auf EUR 4,2 Mio. gesunken.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist auf die Begleichung einer sonstigen Steuerforderung zum 31. Januar 2023 im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die liquiden Mittel haben sich zum 31. Januar 2024 um EUR 0,2 Mio. auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) reduziert.

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,7 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf einen vollständigen Verbrauch der Abfindungsrückstellungen (Vorjahr €1,2 Mio.) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) und setzten sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen. Diese sind aufgrund der Reduktion eines Endfälligkeitsdarlehen von EUR 3,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,0 Mio. gesunken.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von EUR 1,4 Mio. im Vorjahr verringerte sich aufgrund des erzielten Jahresüberschusses um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,6 Mio. zum 31. Januar 2024.

Um das Risiko der Zahlungsunfähigkeit sowie mögliche insolvenzrechtliche Folgen auszuschließen, erteilte die Quest Software International Limited, eine unbeschränkte Patronatserklärung (Comfort Letter). Diese Unterstützung seitens der Quest Software International Limited wird so lange geleistet, bis die Quest Software GmbH wieder ein positives Eigenkapital aufweist und voll zahlungsfähig ist. Aufgrund des negativen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit verringerten sich die Liquiden Mittel auf EUR 0,1 Mio. per 31. Januar 2024.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse verringerten sich von Mio. 14,2 EUR im Vorjahr auf EUR 12,5 Mio. im Geschäftsjahr. Ursächlich dafür sind insbesondere Kostenreduktionen, die aufgrund von Cost-Plus-Verträgen zu niedrigeren Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen geführt haben.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind von EUR 12,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 11,0 Mio. zurückgegangen. Dies ist vor allem auf einen die einmalig angefallenen Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr sowie einen geringeren Personalbestand zurückzuführen.

Die im Berichtsjahr angefallenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Die Reduktion resultiert aus einer Teilrückzahlung des zugrunde liegenden Gesellschafterdarlehens zu Beginn des Geschäftsjahres und einer im Verhältnis geringeren Erhöhung des Darlehens zum Geschäftsjahresende.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 90 auf EUR 1,4 Mio.

Der Steueraufwand verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,6 Mio., insbesondere aufgrund von Nachzahlungen im Rahmen einer Betriebsprüfung im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.).

Aufgrund der genannten Kostenveränderungen und dem korrespondierenden Rückgang von Erträgen aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen konnte die Vorjahresprognose einer Steigerung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich nicht erreicht werden. Mit einer Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 3 % auf TEUR 1.355 (Vorjahr: TEUR 1.297) konnte die Prognose aus dem Vorjahr erreicht werden.

D. Prognose, Chancen und Risikobericht

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

Gemäß jüngster Prognose von Gartner Inc ., werden die IT-Ausgaben im Jahr 2024 bei voraussichtlich 5,06 Billionen US-Dollar weltweit liegen. Dies entspricht einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 6,8 % im Vergleich zur Vorquartalsprognose. Insgesamt deutet dies auf ein Überschreiten der 8 Billionen US-Dollar-Marke noch vor Ende 2030 hin.

Die Quest Software GmbH ist bestrebt, sowohl bei Cloud-Services als auch bei On- Premise-Software eine führende Rolle zu übernehmen. Die Gesellschaft erhofft sich, durch das Provisionsvertretermodell in der Zukunft profitabel zu sein. Dies soll aus Leistungen im Vertrieb und der Kundenakquise resultieren, die im deutschen Markt für die Quest Software International Limited erbracht werden.

Die Gesellschaft ist weiterhin bestrebt, ihr negatives Eigenkapital Jahr für Jahr weiter abzubauen, wie dies in den letzten Jahren bereits erfolgt ist.

Die konjunkturelle Stimmung in Deutschland ist unverändert angespannt. Die Industrie leidet weiterhin unter einer schwachen Auslandsnachfrage und den Folgen der vorangegangenen Energiepreisschocks. Auch dämpfen gestiegene Finanzierungskosten private Investitionen und damit auch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und insbesondere nach Bauleistungen. Insgesamt wird ein leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung der deutschen Wirtschaft für 2023 sowie ein leichtes Wachstum für 2024 erwartet. Die Teuerungsrate ist in 2023 unverändert hoch, jedoch wird mit einer Abschwächung in 2024 gerechnet.

Wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung

Die Chancen und Risiken werden über einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Abschlussstichtag ermittelt. Die Einschätzung hinsichtlich der Chancen und Risiken ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Folgenden werden die Risiken in Ihrer Bedeutung für die Gesellschaft absteigend dargestellt:

Marktrisiken

Die Präsenz von Big Playern wie IBM, Microsoft, Oracle und SAP führt zu einem verstärkten Wettbewerb auf dem deutschen Markt. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen weiterhin ansteigen, so die jüngste Prognose des Research- und Beratungsunternehmen Gartner Inc.

Mit dem Wechsel des Geschäftsmodells im Dezember 2013 sind die vertraglichen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit in Deutschland ansässigen Kunden auf die Quest Software International Limited übergegangen. Die Quest Software GmbH ist jedoch weiterhin für die Unternehmensführung und -kontrolle im Auftrag der Quest Software International Limited verantwortlich. Die negative Eigenkapitalposition des Unternehmens hat sich von Jahr zu Jahr verbessert.

Kredit-, Zins- und Währungsrisiken

Es ist allgemeine Praxis der Quest Gruppe, einen Überschuss an liquiden Mitteln in Euro zu halten und für weltweite Investitionen sowie zur Cash-Optimierung zu nutzen. Die Kredit-, Zins- und Währungsrisiken werden zentral gesteuert. Da die Gesellschaft alle Verträge mit Drittparteien hat auslaufen lassen, sind viele dieser Risiken auf die Quest Software International Limited übergegangen.

Risiken für die Gesellschaft als Going Concern

Aufgrund der anhaltend negativen Eigenkapitalposition der Gesellschaft hat die Quest Software GmbH von der Quest Software International Limited am 25. Januar 2024 eine Patronatserklärung (Comfort Letter) für einen unbefristeten Zeitraum erhalten, um die Gesellschaft dabei zu unterstützen, all ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Die negative Eigenkapitalsituation ist hauptsächlich durch die Wertberichtigungen aus dem Erwerb der Völcker Informatik AG im Jahr 2010 entstanden und wirkt sich als solche nicht negativ auf die Liquiditätslage der Gesellschaft aus. Als Provisionsvertreter der Quest Software International Limited gehen wir davon aus, dass das Unternehmen im Rahmen der Dienstleistungsvereinbarung auch zukünftig profitabel arbeiten wird und letztendlich auch wieder eine positive Eigenkapitalposition erreichen kann.

Die Risikolage des Unternehmens stellt sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert dar. Von den vorstehend genannten Risiken betrachten wir das Marktrisiko im Hinblick auf den absoluten Umfang der Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens als besonders bedeutsam. Erhebliche geschäftliche Risiken, die die Existenz des Unternehmens bedrohen könnten, bestehen nicht. Das Geschäft des Unternehmens basiert im Besonderen auf einer Geschäftsbeziehung als Provisionsvertreter der Quest Software International Limited sowie auf anderen konzerninternen Leistungen, die für nahestehende Unternehmen und Personen auf Kosten-Plus-Basis erbracht werden.

Die Gesellschaft ist als Teil des Quest-Konzerns am konzernweiten Risikomanagement beteiligt.

Chancen und Ausblick

Die Quest Software GmbH erwartet eine höhere Produktnachfrage sowie Profitabilität in den kommenden Jahren. Wichtige Schwerpunkte sollen hierbei auf der Steuerung der betrieblichen Aufwendungen und der Erfüllung der Vertriebsziele liegen, um die Umsatzerlöse aus der Provisionstätigkeit zu steigern. Dies soll dazu beitragen, die insgesamt negative Eigenkapitalposition der Gesellschaft weiter abzubauen.

Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass die Gesellschaft Provisionserlöse aus Vertriebs- und technischen Supportleistungen sowie aus professionellen Dienstleistungen und Forschungs- und Entwicklungserlöse aus technischen Support- bzw. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und professionellen Dienstleistungen erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr war eine erhebliche Verringerung der negativen Eigenkapitalposition zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, diese in den nächsten Jahren letztlich beseitigen können, so dass keine Unterstützung durch die Muttergesellschaft mehr nötig sein wird. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 und folgende wird eine Steigerung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich erwartet. Aufgrund der Provisionsvertretervereinbarung gehen wir davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern (EBT) in derselben Größenordnung wie die Umsatzerlöse ansteigen wird.

 

Köln, 23. August 2024

Bradley Haque

Aiden Lyne

Bilanz zum 31. Januar 2024

Aktiva

31.01.2024 31.01.2023
EUR EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.158.746 4.530.597
2. Sonstige Vermögensgegenstände 922.035 1.464.546
5.080.781 5.995.143
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 66.637 263.353
5.147.418 6.258.496
B. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 561.053 1.375.091
561.053 1.375.091
5.708.471 7.633.587

Passiva

31.01.2024 31.01.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600 25.600
II. Kapitalrücklage 2.602.258 2.602.258
III. Verlustvortrag -4.002.949 -4.392.898
IV. Jahresüberschuss 814.038 389.949
-561.053 -1.375.091
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 561.053 1.375.091
0 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 303.514 301.311
2. Steuerrückstellungen 398.968 935.181
3. Sonstige Rückstellungen 1.700.712 2.538.252
2.403.194 3.774.744
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.580 134.053
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.953.171 3.667.734
3. Sonstige Verbindlichkeiten 307.525 57.056
3.305.276 3.858.843
5.708.471 7.633.587

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

01.02.2023 bis 31.01.2024 01.02.2022 bis 31.01.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.448.579 14.199.750
2. Bruttoergebnis vom Umsatz 12.448.579 14.199.750
3. Vertriebskosten -10.212.464 -12.269.045
4. Allgemeine Verwaltungskosten -776.720 -463.339
5. Sonstige betriebliche Erträge 0 5.039
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.677 -112.171
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 109.357
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -66.386 -172.607
(davon gegen verbundene Unternehmen T€ 173; Vorjahr: T€ 211)
9. Ergebnis vor Steuern 1.386.333 1.296.984
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -572.295 -907.035
11. Ergebnis nach Steuern 814.038 389.949
12. Jahresüberschuss 814.038 389.949

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

I Allgemein

1 Allgemeine Angaben

Die Quest Software GmbH, mit Sitz in Köln, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 50266 eingetragen.

Zum Stichtag 31. Januar 2024 handelte es sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften §§ 238 ff. HGB und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Zur Klarheit der Darstellung wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erläuternde Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang enthalten sein können, im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Anschaffungskosten wurden dabei auf der Grundlage entsprechender individueller Schätzungen planmäßig auf die voraussichtliche Nutzungsdauer (von 2 bis 13 Jahren) verteilt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 ist von der steuerlichen Vereinfachungsregelung durch Sofortabschreibung im Jahr des Zugangs Gebrauch gemacht worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Für zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet und beziehen sich ausschließlich auf Banksalden.

Vom Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern aufgrund von Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag erfasst.

Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Die Rückstellungen wurden dabei nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,78% p.a., ein Gehaltstrend von 0,0%, sowie eine erwartete Rentenerhöhung von 2,0 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Durch die Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,46%) ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschiedsbetrag von TEUR 20. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 S.2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Für sämtliche Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge in Höhe von TEUR 104, die an die Pensionäre verpfändet und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Entsprechend wurden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Das Deckungsvermögen ist nach § 253 Abs. 1 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Wertansätze der sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Risiken und ungewisse Verpflichtungen im Sinne des § 249 Abs. 1 HGB; sie waren in Höhe der erwarteten Ausgaben angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten waren jeweils zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Aktiva) oder höher lagen (Passiva). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften wurden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden durch entsprechende Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.

II Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.) und entfallen in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich auf EUR 0,9 Mio. verringert. Hiervon entfallen EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) auf Vorauszahlungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer.

In den Forderungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen waren wie im Vorjahr keine Posten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr enthalten.

2 Eigenkapital

Alleiniger Gesellschafter ist die Quest Holdings S.a.r.l., eine Gesellschaft nach luxemburgischen Recht mit eingetragenem Sitz in Großherzogtum Luxemburg. Diese Gesellschaft ist ihrerseits ein Tochterunternehmen der Quest Software International Limited, Cork, Irland.

Das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 25.600 blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Gesellschaft wies einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) aus.

Die Quest Software International Limited hat sich durch eine Patronatserklärung vom 25. Januar 2024 verpflichtet, die Quest Software GmbH uneingeschränkt zu unterstützen, so dass sie zur fristgemäßen Erfüllung ihrer gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten imstande ist.

3 Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen betrug EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.). Der verrechnete Aktivwert aus Rückdeckungsversicherungen nach § 246 Abs. 2 HGB belief sich auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.).

4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 1,7 Mio. und beinhalten insbesondere Rückstellungen für Provisionszahlungen (EUR 1,2 Mio.; Vorjahr: EUR 0,6 Mio.), Rückstellungen für Bonuszahlungen (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,1 Mio.), Rückstellungen für Resturlaubsansprüche (EUR 0,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Im Vorjahr waren zusätzlich noch Abfindungsrückstellungen in Höhe von € 1,2 Mio. enthalten.

5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Quest Software International Limited von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.). Diese bestehen in einer Höhe von € 2,4 Mio. aus einem endfälligen Gesellschafterdarlehen mit einer Laufzeit bis Januar 2027 sowie in einer Höhe von € 0,5 Mio. aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten waren nicht durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

6 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Feb. 2023 - Jan. 2024 Feb. 2022 - Jan. 2023
EUR EUR
Consulting 1,5 Mio. 1,8 Mio.
Sonstige Dienstleistungen 0,3 Mio. 0,3 Mio.
Provisionsvertreter-Dienstleistungen 10,4 Mio. 11,8 Mio.
Technische Supportleistungen 0,3 Mio. 0,3 Mio.
Summe 12,5 Mio. 14,2 Mio.

Wie im Vorjahr fielen sämtliche Umsatzerlöse und Dienstleistungen in Deutschland an.

Am 2. Dezember 2013 schloss die Quest Software GmbH einen Provisionsvertretervertrag mit der Quest Software International Limited, nach dessen Regelungen die Gesellschaft mit der Vermarktung und Verkaufsförderung von Produkten und Dienstleistungen der Quest Software International Limited und der Erbringung von Vertriebs- und Unterstützungsleistungen für die Quest Software International Limited betraut wird. Seit dem 2. Dezember 2013 kann allein die Quest Software International Limited Neuverträge mit deutschen Kunden abschließen. Bei den oben dargelegten Umsatzerlösen handelt es ausschließlich um Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen.

7 Gliederung des Personalaufwands gemäß § 275 Abs. 2 HGB

Feb. 2023 - Jan. 2024 Feb. 2022 - Jan. 2023
EUR EUR
Gehälter 8,3 Mio. 9,0 Mio.
Sozialversicherungsbeiträge und - aufwendungen
- davon für Altersversorgung EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) 1,3 Mio. 1,5 Mio.
Summe 9,6 Mio. 10,5 Mio.

8 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die im Berichtsjahr angefallenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) und resultieren aus Gesellschafterdarlehen.

9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.) beinhalten die Steuern des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von EUR 0,4 Mio. sowie periodenfremde Aufwendungen von EUR 0,2 Mio.

III Sonstige Angaben

1 Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Berichtsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug 57 (Vorjahr: 67) und beinhaltete ausschließlich Angestellte.

Abteilung 2024 2023
PSO 8 10
Sales 44 52
R&D 2 2
Support 3 3
Summe 57 67

2 Haftungsverhältnisse und andere finanzielle Verpflichtungen

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden wie im Vorjahr nicht.

Es bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von EUR 0,5 Mio. entstanden und für die in den Jahren 2025 bis 2030 insgesamt EUR 0,3 Mio. anfallen werden. Die Vereinbarungen wurden mit dem Zweck geschlossen, eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden.

3 Organe der Gesellschaft, Gesamtvergütung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

Herr Bradley Haque, General Councel und Corporate Secretary Quest Software Inc., Seattle, Washington, USA

Herr Aiden Lyne, Accounting Director Quest Software, Cork, Ireland

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

4 Konzernzugehörigkeit

Die Quest Software GmbH ist das deutsche Tochterunternehmen der Quest Holdings S.a.r.l ., einer Gesellschaft nach luxemburgischen Recht mit eingetragenem Sitz in Großherzogtum Luxemburg. Die Muttergesellschaft der Quest Holdings S.a.r.l. ist die Quest Software International Limited, eine in Irland ansässige Gesellschaft. Oberste Muttergesellschaft ist die Odyssey Intermediate Limited, Cayman. Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen wurde von der Odyssey Intermediate Limited, Cayman, zum Bilanzstichtag erstellt, welcher am Sitz der Gesellschaft der Capital Group LP, 233 Wilshire Blvd, Suite 800, Santa Monica CA, USA erhältlich ist.

5 Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 0,8 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.

6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine Vorgänge besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Bilanz hätten Berücksichtigung finden müssen.

 

Köln, 23. August 2024

Bradley Haque

Aiden Lyne

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Quest Software GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Quest Software GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quest Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 26. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Böhm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Benedict Siller, Wirtschaftsprüfer

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