mobilezone Deutschland GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Feyzi Demirel seit 21.9.2023 | Geschäftsführer |
Mathias Sieg seit 25.3.2022 | Geschäftsführer |
Daniel Martin Blum seit 8.10.2021 | Prokura |
Wilke Stromann seit 29.9.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mobilezone GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell 1.1.1. Organisation und rechtliche Struktur Die mobilezone GmbH (im Folgenden auch "mobilezone" oder "Gesellschaft" genannt) ist Teil des mobilezone Konzerns, Rotkreuz/Schweiz. Die an der Schweizer Börse SIX notierte mobilezone holding ag (Ticker-Symbol SIX: MOB) ist einer der führenden unabhängigen Schweizer Telekommunikationsspezialisten mit konzernweit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die mobilezone Gruppe ist in der Schweiz und in Deutschland tätig. Die Dachgesellschaft mobilezone Deutschland GmbH umfasst das Deutschland-Geschäft des mobilezone Konzerns. Zur mobilezone Deutschland GmbH gehören die Gesellschaften mobile- zone GmbH und powwow Berlin GmbH, Bochum, worin alle E-Commerce-Endkundenmarken zusammengefasst sind, welche rund um die Vermittlung von Mobilfunkverträgen sowie den Verkauf von Mobiltelefonen in Deutschland spezialisiert sind. Der indirekte B2B-Handel ist zentral unter dem Dach der mobilezone handel GmbH gebündelt. Neben dem Firmensitz in Köln gibt es noch zwei weitere Betriebsstätten: In Bochum, wo die Bereiche Lager und Logistik, der Kundenservice, das TV-Team, der Einkauf und Vertrieb sowie der Finanzbereich angesiedelt sind, sowie powwow Berlin GmbH, Bochum, in Berlin mit den Bereichen IT und Kundenservice. 1.1.2. Geschäftstätigkeit Die mobilezone GmbH ist ein Anbieter im deutschen Telekommunikationsmarkt. Im B2C-Bereich ist die Gesellschaft mit vier Marken aktiv: Sparhandy.de (TÜV-Süd zertifiziertes Endkunden-Por- tal), DEINHANDY.de, Handystar (Homeshopping-Sender) und HIGH (mobilezone als Mobilfunk- Provider zur Vermarktung von Mobilfunk-Laufzeitverträgen mit Fokus auf attraktive Bundle-Deals aus Smartphone und passendem Tarif). Neben dem Endkunden-Geschäft ist mobilezone außer- dem im B2B-Bereich aktiv. In ganz Deutschland betreut mobilezone mehr als 1.000 angebundene Partner sowie exklusiv alle Händler von ElectronicPartner GmbH (Düsseldorf) und der Großflächen-Kette MEDIMAX Zentrale Electronic SE (Düsseldorf), mit allen relevanten Mobilfunk-Dienstleistungen wie zum Beispiel dem Produktmanagement und den nachgelagerten Prozessen zur Kartenfreischaltung. Die langfristigen strategischen Partnerschaften zu den Herstellern sowie die Partnersiegel aller deutschen Netzbetreiber unterstreichen die Position des Unternehmens im deutschen Markt. Das Logistikzentrum in Bochum stellt dabei eine Infrastruktur für den schnellen, direkten Warenversand sicher. Das Geschäft der mobilezone gliedert sich in drei wesentliche Bereiche: Mobilfunk B2C-Endkundengeschäft über Online-Plattformen Geschäftsgegenstand des Privatkundengeschäfts ist der Vertrieb von Mobilfunkverträgen sowie verwandten Produkten (Vertragsverlängerungen / Festnetz) in der Kombination mit Mobilfunk- Hardware, als auch der Direktvertrieb von Consumer Electronic-Produkten. Vertrieben werden ausgewählte Angebote aller großen Mobilfunk-Provider, mit Schwerpunkt auf die Netzbetreiber Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, München (Telefónica), Vodafone GmbH, Düsseldorf (Vodafone) und Deutsche Telekom AG, Bonn (Telekom). Außerdem agiert die mobilezone mit ihrer Marke HIGH als eigener Provider im Telekom-Netz und vermarktet ihre Tarife - der Schwerpunkt liegt auf der SIM-Only-Vermarktung ohne Hardware - über die HIGH-Webseite, Spar- handy.de und das Vergleichsportal Check24. Mobilfunk B2C-Endkundengeschäft über den unternehmenseigenen Homeshopping-Sen- der Handystar Mit Handystar betreibt mobilezone zudem einen eigenen Fernsehsender zum Vertrieb von Mobilfunkverträgen. Durch diese plattformbezogene Mehrmarken-Strategie ermöglicht mobilezone seinen Kunden eine saubere Markentrennung des Online- und TV-Angebots, das am Ende ein passenderes Einkaufserlebnis ermöglicht. Die TV-Spots werden am Firmenstandort in Bochum von einem unternehmenseigenen Team geplant, im eigens errichteten TV-Studio produziert und anschließend vor Ort in der Postproduktion finalisiert. Handystar richtet sich an eine ältere Zielgruppe der Über-55-Jährigen - die bevölkerungsreichste Altersgruppe in Deutschland und be- dingt durch den demographischen Wandel ein Wachstumsmarkt. B2B-Distribution (Cardware & Services) Zusätzlich zum Mobilfunk-Großhandel betreut die mobilezone den Einkauf und Vertrieb von Netzbetreiber-Produkten bei ihren Handelspartnern. Neben dem Produktmanagement ist mobilezone auch für nachgelagerte Prozesse zur Kartenfreischaltung verantwortlich. 1.2. Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten auf TEUR 5.611 (Vorjahr: TEUR 3.691). Diese entfielen vollständig auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Forschungsaktivitäten haben nicht stattgefunden. Die Entwicklungsarbeiten betrafen das Projekt "Neustart Maschine" (siehe Abschnitt 3.3. Chancenbericht). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2023 laut dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) um 0,3 % gesunken. Als Gründe hierfür nennt das BMWK u.a. geopolitische Ereignisse wie den Konflikt in der Ukraine und der damit verbundene Anstieg von Energiepreisen und Inflation. Ebenso wirkte ein außergewöhnlich hoher Krankenstand in 2023 dämpfend auf das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen. Nach einer aktuellen Schätzung des Branchenverbands Bitkom e.V., Berlin, von Januar 2024 hat der Gesamtumsatz der Telekommunikationsbranche in Deutschland im Geschäftsjahr einen Wert von 72,1 Milliarden Euro erreicht, was einem Anstieg von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Detail verzeichnete der Bereich der Telekommunikationsausrüstung einen Umsatzan- stieg von 4,4 %, während die Telekommunikationsdienste einen Zuwachs von 1,9 % aufwiesen. Die Umsätze durch Telekommunikationsendgeräte hingegen waren um 0,7 % rückläufig. Die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland stieg Ende 2023 laut dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V., Berlin (VATM) um 0,5 % auf 37 Millionen. Der Ausbau von Glasfasernetzen wird von verschiedenen Akteuren vorangetrieben, was zu einer höheren Verfügbarkeit hoher Bandbreiten führt. Dies und das Angebot an HD-Inhalten und Video-on-Demand-Diensten sorgen für Kundenwachstum im IPTV-Bereich. Umsatzsteigerungen im Breitbandgeschäft resultieren aus höheren Kundenzahlen und Umsätzen pro Kunde. Der Trend zu konvergenten Festnetz- und Mobilfunkangeboten hält an, und im Mobilfunkmarkt stiegen die Service-Umsätze 2023 gemäß VATM leicht um 1,0 %, getrieben durch eine 22,1 % höhere Datennutzung. Trotz Regulierung und Preisdruck wächst die Nutzung mobiler Daten und Geräte wie Smartwatches. Neue Anwendungen wie Fitness-Tracking und mobile Bezahldienste fördern die Nachfrage nach hohen mobilen Breitbandgeschwindigkeiten und großen Datenvolumen. 2.2. Geschäftsverlauf Nachdem das Geschäft der mobilezone GmbH im ersten Halbjahr aufgrund einer eher schwachen Konsumnachfrage und mangelnder Bereitschaft der Netzbetreiber zusätzlich in das Produkt zu investieren eher schwächer verlief, konnten im zweiten Halbjahr bedingt durch erhöhte Investitionsbereitschaft und einer gestiegenen Konsumnachfrage fehlende Umsätze aufgeholt werden. Insgesamt ist die Anzahl der Aktivierungen (vermittelte Neuverträge und Vertragsverlängerungen von Mobilfunk- und Festnetzanschlüssen) im Vergleich zum Vorjahr zwar um 8% auf rund 606.000 Aktivierungen gesunken (Vorjahr: 659.000). Dennoch konnte der Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr insbesondere aufgrund eines gestiegenen Hardware-Absatzes im B2B- Bereich insgesamt um rund 3% auf TEUR 705.345 (Vorjahr: TEUR 681.743) gesteigert werden. Handystar Mitte 2023 wurden mit der RTL-Gruppe und mit DMAX die Ausstrahlungen von TV-Spots erweitert. Aufgrund des Erfolges wird dies im Jahr 2024 fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit Aktivitäten auf Social-Media-Kanälen erfolgreich gestartet. Hier wird der Fokus im Jahr 2024 nochmals verstärkt. Zudem wird Handystar Anfang 2024 auf die neue Shop-Technologie überführt und damit noch attraktiver in der Nutzung. HIGH Unter der Marke HIGH werden als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) preiswerte SIM-Only- Tarife auf dem Netz der Deutschen Telekom angeboten, welche vor allem für junge Zielgruppen eine Auswahl bietet. Um das Kundenerlebnis zu verbessern, wird der Bereich Loyalty mit Angeboten kontinuierlich weiter ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Self-Care-Portal dahingehend weiterentwickelt, dass bestehende Kunden eSIM bequem bestellen können und sofort zur Verfügung haben, für Neukunden wird dies in digitaler Form im ersten Quartal 2024 umgesetzt. Seit September 2023 sind die Mobilabos von HIGH neu auch im stationären Fachhandel erhältlich und nicht mehr nur wie bis dahin online. Diese Entwicklung markiert einen bedeutsamen Fortschritt in der Mobilfunkstrategie des Unternehmens und bringt vielfältige Vorteile für stationäre Fachhandelspartner und Endkunden gleichermaßen. Ebenfalls seit September 2023 bietet HIGH seinen Kunden die Möglichkeit, 5G als Option für Neu- und Bestandskunden dazuzubuchen. Seit Jahresbeginn steht zudem die Ausweitung der Vermarktung von Bundles (Gerät mit einem Abo von HIGH) im Fokus. Das Wachstum der Marke HIGH konnte auch im Jahr 2023 erfolgreich fortgeführt werden. Der Kundenbestand konnte von zuvor etwa 70.000 auf ca. 145.000 gesteigert werden. 2.3. Lage der Gesellschaft 2.3.1. Ertragslage Als wichtige finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung wurden die Umsatzerlöse und das EBIT identifiziert. In der Berichterstattung kommentieren wir beide Kenngrößen. Die nichtfinanziellen Ziele der Gesellschaft sind langfristig ausgerichtet und dienen nicht der kurzfristigen Steuerung. Der Umsatz stieg in 2023 auf TEUR 705.345 (Vorjahr: TEUR 681.743) und lässt sich wie folgt aufteilen:
Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz auf Niveau des Geschäftsjahres 2022 prognostiziert. Diese Prognose wurde übertroffen. Der B2C Umsatz enthält unser eigenes MVNO Produkt HIGH in Höhe von TEUR 31.641 (Vorjahr: TEUR 22.933). Der Anstieg des MVNO-Umsatzes um +38% ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der vermittelten Verträge in 2023 von +42% zurückzuführen. Hier wird der strategische Fokus auf das MVNO Produkt deutlich. Die Absatzsteigerung unter anderem über die preisgünstigeren 1-Monats-Flex-Tarife lässt den Umsatz unterproportional steigen. Der restliche B2C Umsatz umfasst das Endkundengeschäft über die eigenen Onlineplattformen, die Partner-Plattformen Check24 und samsung.de sowie den TV Kanal Handystar und ist im Berichtszeitraum auf TEUR 313.701 (Vorjahr: TEUR 341.372) gesunken. Der Rückgang um -8% wird zum einen getrieben durch weniger vermittelte Verträge in 2023 (-13%). Hier wurden insbesondere über Check24 24% weniger Verträge vermittelt. Teilweise wird der Mengenrückgang kompensiert über die Vermittlung von +17% mehr Vertragsverlängerungen im B2C Bereich. Zum anderen beeinflusst der gestiegene Anteil umsatzstärkerer Vodafone Produkte auf 55% (Vorjahr: 47%) den Umsatz positiv. Der B2B Cardware Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Der Mengenrückgang im B2B Cardware Geschäft von -3% Aktivierungen gegenüber Vorjahr sowie vertragliche Neuregelungen bei der Vodafone Umsatzbeteiligung führen zur Reduktion des Umsatzes. Die weiterzureichenden Provisionen umfassen Provisionserlöse für Aktivierungen, die von den Schwestergesellschaften vermittelt wurden und aufgrund von Vertragsgestaltungen mit den Netzbetreibern über die mobilezone GmbH abgerechnet werden. Diese setzen sich zusammen aus Provisionen für die mobilezone handel GmbH in Höhe TEUR 131.388 (Vorjahr: TEUR 122.108) sowie neuerdings Provisionen für die mobilezone exchange GmbH in Höhe TEUR 3.252 (Vorjahr: TEUR 0). Die gestiegenen Provisionen an die mobilezone handel GmbH basieren auf einer leichten Mengensteigerung sowie auf einer Verschiebung zu umsatzstärkeren Vodafone Tarifen. Der Anstieg des B2B Hardware Umsatzes um TEUR 33.685 bzw. 25% wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Insbesondere führte der Verkauf des Apple "iPhone 14" in der Variante "Pro Max 256GB Gold" im Rahmen eines Abverkauf-Deals zu einem Anstieg um TEUR 12.854. Darüber hinaus hat die Schwestergesellschaft mobilezone handel GmbH im April 2023 das Netzbetreibergeschäft der ENO telecom GmbH übernommen. Die in Zusammenhang mit dieser Übernahme neu gewonnenen Partner der mobilezone handel GmbH trugen ebenfalls zu einem Anstieg des B2B Hardware Umsatzes der mobilezone GmbH um TEUR 6.687 bei. Seit Anfang 2023 ist zudem die mobilezone exchange GmbH (vormals: SIGA exchange GmbH) Teil der mobilezone Gruppe, wodurch die mobilezone GmbH zum exklusiven Hardware-Lieferanten der mobilezone exchange GmbH wurde und der B2B Hardware Umsatz zusätzlich um TEUR 2.621 gesteigert werden konnte. Der übrige Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Umsatzsteigerungen mit Bestandskunden sowie einem gestiegenen Verkauf von rabattierter Ware. Die aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit dem Projekt "Neustart Maschine" erhöhen sich auf TEUR 2.198 (Vorjahr: TEUR 1.352). Der Rohertrag vor aktivierten Eigenleistungen beläuft sich auf TEUR 62.513 (Vorjahr: TEUR 62.341) und teilt sich wie folgt auf:
Der Personalaufwand hat sich um TEUR 1.709 auf TEUR 19.413 (Vorjahr: 17.703) erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer im Geschäftsjahr gezahlten Inflationsausgleichsprä- mie in Höhe von TEUR 547 (Vorjahr: 0), gestiegenen Abfindungen in Höhe von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 373) und einem Anstieg der Durchschnittsgehälter. Der Anstieg der Abfindungen re- sultiert aus einem im Zusammenhang mit Kosteneinsparungsmaßnahmen erfolgten Personalab- bau. Aufgrund des Personalabbaus ist die durchschnittliche FTE (Full Time Equivalent) Anzahl in 2023 zwar gesunken (-4 FTE), das Durchschnittsgehalt ist aber dermaßen gestiegen, dass sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Während im Kundenservice mit geringem Durchschnittsgehalt durchschnittlich weniger FTE angestellt waren (-19 FTE) waren in Bereichen mit höherem Durchschnittsgehalt wie im Produktmarketing (+6 FTE) und in der IT (+9 FTE) durchschnittlich mehr FTE angestellt. Der Aufbau des Bestands an IT Mitarbeitern ist im Wesentlichen durch das "Neustart Maschine" -Projekt (B2C Onlineplattform) getrieben und äußert sich in 2023 auch in den gestiegenen aktivierten Eigenleistungen. Die Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 418 auf TEUR 1.809 (Vorjahr: TEUR 1.391). Nach Inbetriebnahme der neuen IT Infrastruktur für die B2C Onlineplattformen (Projekt "Neustart Maschine") ab Oktober 2023 kam es hier zu den ersten Abschreibungen in Höhe von TEUR 503. Die sonstigen betrieblichen Aufwände sind auf TEUR 28.511 (Vorjahr: TEUR 24.877) gestiegen. Die Differenz in Höhe von TEUR 3.635 teilt sich auf die folgende Weise auf:
Das EBIT sinkt um -26 % auf TEUR 16.002 (Vorjahr: TEUR 21.626). Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein EBIT auf Niveau des Geschäftsjahres 2022 prognostiziert. Die Abweichung zur Vorjahresprognose ist im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Personalaufwands zurückzuführen. Die Entwicklung des Personalaufwands entgegen der Vorjahreserwartung ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Bedarf an IT-Mitarbeitern im Zusammenhang mit dem Projekt "Neustart Maschine" zurückzuführen, der im Vorjahr in dieser Form noch nicht abzusehen war. Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entgegen der Vorjahreserwartung ist im Wesentlichen auf erhöhte IT-Kosten zurückzuführen, die im Rahmen der Vorjahresplanung zu gering eingeschätzt wurden. Durch den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft mobilezone Deutschland GmbH wurde das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 15.972 (Vorjahr: TEUR 21.612) vollständig abgeführt. 2.3.2. Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 5.656 auf TEUR 17.338 (Vorjahr: TEUR 11.682). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zusätzlichen Investitionen in das Projekt "Neustart Maschine" (siehe Abschnitt 3.3. Chancenbericht). Die Sachanlagen reduzierten sich um TEUR 3.272 auf TEUR 3.276 (Vorjahr: TEUR 6.548). Der Rückgang ist getrieben durch den Verkauf des Gebäudes in der Porschestraße 9, Bochum, welches aufgrund gestiegener Home Office Tätigkeit nicht länger benötigt wird. Der Warenbestand verringerte sich auf TEUR 23.630 (Vorjahr: TEUR 31.443). Der Rückgang erfolgte aufgrund einer besseren Verfügbarkeit der Produkte am Markt sowie einer Optimierung des Lagerbestands. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Geschäftsjahr auf TEUR 129.658 (Vorjahr: TEUR 111.885), hauptsächlich bedingt aus höheren am Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Provisionen. Die Bilanzsumme beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 173.922 (Vorjahr: TEUR 162.175). Der Anstieg der Rückstellungen auf TEUR 30.920 (Vorjahr: TEUR 27.138) ist im Wesentlichen auf höhere zum Bilanzstichtag noch nicht eingegangene Lieferantenrechnungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf TEUR 113.331 (Vorjahr: TEUR 105.366). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft auf TEUR 57.004 (Vorjahr: TEUR 27.747) aufgrund von gestiegenen Cashpooling-Verbindlichkeiten (im Vorjahr bestand eine Forderung). Gegenläufig verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 55.301 (Vorjahr: TEUR 74.003), im Wesentlichen aufgrund von neu vereinbarten, kürzeren Zahlungszielen. 2.3.3. Finanzlage Das Eigenkapital beträgt aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags unverändert TEUR 29.672. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 18,3 % auf 17,1 %. Ein wichtiges Ziel unserer Gesellschaft ist die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität. Die Finanzierung unseres Geschäftes basiert auf verschiedenen Quellen. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis einer detaillierten Finanzplanung und in enger Abstimmung mit den relevanten Fachbereichen. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling der Muttergesellschaft jederzeit gegeben. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 62). Des Weiteren unterstützt ein Netzbetreiber bei der Vermarktung seiner Produkte durch einen Vorschuss. Die gewährten Vorauszahlungen dienen somit zur Sicherstellung der erforderlichen Vorfinanzierung, u.a. Hardware. Die Vereinbarung verlängert sich jeweils zum 1. April automatisch um ein weiteres Geschäftsjahr. 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz und ein EBIT auf Niveau des Geschäftsjahres 2022 prognostiziert. Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 705.345 (Vorjahr: TEUR 681.743) ein EBIT in Höhe von TEUR 16.002 (Vorjahr: TEUR 21.626). Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft können trotz des gesunkenen EBIT in Höhe von -26% vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr als positiv bezeichnet werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in seinem aktuellen World Economic Outlook (WEO) vom April 2024 für das Jahr 2024 der deutschen Wirtschaft ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwächeres Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Die Telekommunikationsbranche in Deutschland hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und wird auch im Jahr 2024 weiterhin von bedeutenden Trends und Herausforderungen geprägt sein. Hier sind einige wichtige Aspekte: 5G-Netzausbau: Der Ausbau des 5G-Netzes wird eine zentrale Rolle spielen. Die Einführung von 5G ermöglicht höhere Geschwindigkeiten, geringere Latenzzeiten und die Vernetzung von Milliarden von Geräten im Internet der Dinge (IoT). Breitbandversorgung: Die Verbesserung der Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten bleibt ein Fokus. Schnelles Internet ist für Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft von hoher Bedeutung. Cybersicherheit: Mit zunehmender Digitalisierung steigt auch die Bedrohung durch Cyberangriffe. Telekommunikationsunternehmen müssen ihre Netzwerke und Dienste sicher vor Angriffen schützen. Konvergenz von Diensten: Die Grenzen zwischen Festnetz, Mobilfunk und Internet verschwimmen. Unternehmen bieten zunehmend gebündelte Dienstleistungen an, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Regulatorische Herausforderungen: Die Bundesnetzagentur überwacht den Markt und reguliert die Telekommunikationsbranche. Neue Gesetze und Vorschriften können die Geschäftsmodelle beeinflussen. Wettbewerb und Fusionen: Der Wettbewerb zwischen den Anbietern bleibt stark. Gleichzeitig könnten Fusionen und Übernahmen die Branche weiter verändern. Innovationen: Telekommunikationsunternehmen investieren in Forschung und Entwicklung, um innovative Lösungen wie das Internet der Dinge, Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz voran- zutreiben. Die Geschäftsführung geht für das Jahr 2024 insgesamt von einer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und einem Geschäftsverlauf vergleichbar mit dem Vorjahr 2023 aus. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz in Höhe von TEUR 728.000 und ein EBIT in Höhe von TEUR 17.300. 3.2. Risikobericht Risiken mit Marktbezug Im Hardware-Großhandel besteht eine hohe Wettbewerbsintensität, der sich alle Marktteilnehmer stellen müssen. Unser Unternehmen setzt in diesem Bereich auf ein breit gefächertes Lieferantenportfolio, um zu große Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden und schnell und flexibel auf den Markt reagieren zu können. Außerdem besteht das Risiko des Preisverfalls bei Lagerware. Zur Prävention bestehen hier ne- ben einem kontinuierlichen engen Lagermonitoring sowie einer Forecast-Planung mit den wichti- gen Lieferanten klar definierte Vereinbarungen zum Lagerwertausgleich, durch die der Preisverfall bei Hardware aufgefangen wird. Im B2C-Geschäft erleben wir weiterhin einen aggressiven marktinternen Konkurrenzkampf um die Kunden. Durch unsere Rolle als Reseller aller Netze sind wir hier breit aufgestellt und können konkurrenzfähige Angebote für jede Kundengruppe darstellen. Die Marktposition von Online-Vergleichsportalen wie Check24 oder Verivox, die große Budgets in reichweitenstarkes Marketing investieren, ist weiter bedeutsam, allerdings ist deren Anteil an unserem Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Direktverkauf an Endkunden über die eigenen Portale sogar gesunken. Risiken mit Bezug auf interne Unternehmensprozesse Die Unternehmensprozesse sind von der Funktionsfähigkeit unserer IT-Systeme abhängig. Die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit Unternehmensprozessen werden jährlich gemeinsam mit dem TÜV Süd AG, München, erarbeitet und identifiziert. Durch die Umsetzung eines umfangreichen IT-Sicherheitskonzepts wurden die unternehmensbezogenen Risiken auf ein Minimum reduziert. Das Unternehmen strebt im Jahr 2024 die ISO 27001 Zertifizierung an, die Vorprüfung wurde im Jahre 2023 bestanden. Die wesentlichen Bestandteile unseres Sicherheitskonzepts sind: • Ausgelagerte Webserver (Sparhandy.de, Backend, etc.) in der Amazon Web Services (AWS) Cloud • Tägliches, wöchentliches und monatliches Vollbackup des ERP-Systems. Die Aufbewahrungszeiten stellen sich wie folgt dar: 30 Tage rückwärts, danach jeweils Monatssicherungen und die Jahressicherungen. Die Backups werden über Nacht nach Bochum transferiert. Zu- sätzlich sichern wir die Datenbankänderungen alle 20 Minuten, so dass dies der max. Zeitraum an Ausfall oder Datenverlust ist. • WAN-Vernetzung: Wir verfügen über Business Internet Zugänge an den beiden Standorten Köln und Bochum, die über dedizierte VPN-Verbindung verbunden sind. So ergibt sich die Möglichkeit, im Fehlerfall manuell auf die zweite Leitung umzuleiten. - Durch diese und weitere Maßnahmen stellen wir ein Vorhalten der für den Geschäftsprozess benötigten Daten an den beiden Standorten Köln und Bochum sicher, minimieren das Risiko eines Ausfalls auf einen kurzen Zeitraum und erreichen eine durchgehende Verfügbarkeit der benötigten Geschäftsdaten. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere in Form von Forderungsausfallrisiken. Aufgrund eines aktiven Forderungsmanagements schätzen wir diese Risiken derzeit als gering ein. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht erkennbar. 3.3. Chancenbericht Folgende wesentliche Chancen bestehen für die mobilezone GmbH: • Markenauftritt mit Handystar: Eine Zielgruppenanalyse ergab, dass sich die Kunden des Online- und TV-Angebots erheblich unterscheiden - demographisch und im Kaufverhalten. Für mobilezone stellt Handystar einen zusätzlichen Verkaufskanal dar über den ein anderes Kundensegment angesprochen wird. Der TV-Verkaufskanal ist nach wie vor attraktiv, durch den demographischen Wandel in Deutschland sehen wir auch in den nächsten Jahren gute Wachstumschancen. - • Markenauftritt als Mobilfunk-Provider mit "HIGH": Mit der Marke "HIGH" setzt mobilezone seit April 2019 auf ein klares, einfaches und transparentes Produktportfolio und einen frischen Markenauftritt, der vor allem eine junge und preisbewusste Zielgruppe anspricht. Bei der Vertriebsstrategie und dem Tarifportfolio bietet das Unternehmen mit HIGH zusätzliche Möglichkeiten: Während die "Sparhandy Allnet Flats" vor allem über das mobilezone Endkundenportal Sparhandy.de vermarktet werden, lässt sich HIGH auch direkt über die Webseite www.high-mobile.de buchen. Mit der jungen Marke kann mobilezone das umworbene Kundenklientel besser ansprechen und die eigene Marke klarer positionieren - Chancen, die mit- tel- und langfristig auf den Erfolg des Produkts einzahlen sollen. Das Produkt HIGH wurde dazu 2023 vermehrt in den Fokus gesetzt und mit marktkonformen Angeboten aktiv beworben. - • Projekt "Neustart Maschine": Im Jahr 2019 ist eines der wichtigsten, größten und ambitioniertesten Projekte der jüngeren Sparhandy-Geschichte gestartet: "Neustart Maschine". Hinter diesem Projekttitel verbirgt sich ein kompletter technischer Relaunch der IT-Infrastruktur der B2C-Online Portale. Das Führungsteam hat dabei entschieden, die gesamte IT-Infrastruktur sowie das historisch gewachsene Shopsystem durch neue "State-of-the-Art"-Hard- und Software zu ersetzen. Aufgrund von Größe und Umfang des Projektes wurde hierzu externe Unterstützung einer etablierten IT-Agentur (Nexus United - valantic CEC Deutschland GmbH (Langenfeld)) hinzugezogen, die uns direkt von Beginn des Projekts als Partner zur Verfügung stand und das gesamte Projekt mit uns begleiten wird. Die technischen Innovationen werden uns langfristig dazu in die Lage versetzen, auf die sich verändernden Kundenanforderungen des E-Commerce zu reagieren und eine top Nutzererfahrung (UX) zu erzeugen. Die Umstellung auf die neue Shop-Technologie erfolgte im 1. Quartal 2023 für DEIN- HANDY.de und im 2. Quartal 2023 für Sparhandy.de. Für Handystar wird die Umstellung auf die neue Shop-Technologie voraussichtlich in 2024 erfolgen. Kostenseitig ist die Pflege und Weiterentwicklung der neuen Plattform deutlich effizienter als die der bisherigen zwei Platt- formen. Mit der Investition in die neue Technologie wird kurz- und längerfristig mit Einsparun- gen und damit positiven Effekten auf das EBIT gerechnet.
Köln, den 8. Mai 2024 Wilke Stroman, Geschäftsführer Mathias Sieg, Geschäftsführer Feyzi Demirel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die mobilezone GmbH hat ihren Sitz in Köln. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 64068 im Handelsregister eingetragen. Die Adresse des eingetragenen Unternehmenssitzes lautet: Richmodstr. 10, 50667 Köln. Der vorliegende Jahresabschluss der mobilezone GmbH ist unter grundsätzlicher Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die handelsrechtlichen Regelungen sowie die Regelungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Soweit für Angaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind sie teilweise im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 1 und 2 HGB. Die mobilezone GmbH ist ein Tochterunternehmen der mobilezone Deutschland GmbH, Köln. Die Beträge im Anhang werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch und aktiviert selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB enthalten im Wesentlichen die Kosten für das eigene Personal sowie Kosten von beteiligten Dienstleistern. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben eine durchschnittliche Nutzungdauer von fünf Jahren und die Sachanlagen von 3 bis 10 Jahren. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB umfassen Einzelkosten und notwendige Gemeinkosten. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt unter Anwendung des Durchschnittswertverfahrens. Soweit erkennbare Risiken im Vorratsvermögen aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit bestehen, werden diese durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei der Ermittlung des erzielbaren Verkaufserlöses für ein Mobiltelefon werden die Vermarktungs- formen und "Price protection"-Vereinbarungen mit Lieferanten mitberücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Neben Wertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden bei Forderungen gegen Endkunden aufgrund von Erfahrungswerten weitere Wertberichtigungen in Höhe von 25 bis 100 % nach der Altersstruktur der überfälligen Forderungen gebildet. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage gemäß § 387 BGB gegeben ist. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von rund 31 % (Vorjahr: 31 %) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. C. Angaben zu Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Immaterielle Vermögensgegenstände Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens belaufen sich auf TEUR 15.065 (Vorjahr: TEUR 9.957) und umfassen wie im Vorjahr ausschließlich die angefallenen Enwicklungskosten im Zusammenhang mit der Entwicklung einer neuen Plattform für die B2C-Onlineportale, welche im Oktober 2023 in Betrieb genommen wurde. Die Differenz zum Vorjahr in Höhe von TEUR 5.108 enthält neben den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.611 (davon aktivierte Eigenleistungen: TEUR 2.198 und aktivierte Fremdleistungen: TEUR 3.414) auch nach der Inbetriebnahme der Plattform angefallene planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR -503. Forschungsaktivitäten haben nicht stattgefunden. Sachanlagen Die Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 3.276 (Vorjahr: TEUR 6.548). Der Rückgang zum Vorjahr in Höhe von TEUR 3.272 ist im Wesentlichen auf den Verkauf eines Büro- und Hallengebäudes und dem dazugehörigen Grundstück zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 12.759 (Vorjahr: TEUR 11.641) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Dieser Gesamtbetrag verteilt sich auf die einzelnen Posten wie folgt:
Zum Bilanzstichtag werden aufrechenbare Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 34.269 (Vorjahr: TEUR 31.908) mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24.269 (Vorjahr: TEUR 21.908) bzw. sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10.000) aufgerechnet. Die aufgerechneten sonstigen Verbindlichkeiten umfassen einen Vorschuss eines Netzbetreibers zur Vorfinanzierung des Provisionsgeschäfts. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen vor Aufrechnung resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen und belaufen sich auf TEUR 9.464 (Vorjahr: TEUR 7.452). Zum Bilanzstichtag werden aufrechenbare Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.158 (Vorjahr: TEUR 7.391) mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgerechnet. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 88) handelt es sich, wie im Vorjahr, gleichzeitig um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen TEUR 2.188 (Vorjahr: TEUR 339) Debitorische Kreditoren sowie TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2.503) Kautionen aus dem Mobilfunkgeschäft. Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital beträgt unverändert TEUR 778. Im Eigenkapital ist zum 31.12.2023 ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 15.065 (Vorjahr: TEUR 9.957) enthalten, der den Ausweis eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens betrifft. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 30.920 (Vorjahr: TEUR 26.958) betreffen im Wesentlichen die Provisionsrückstellungen in Höhe von TEUR 15.951 (Vorjahr: TEUR 14.582), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 944 (Vorjahr: TEUR 1.190), Rückstellungen für noch zu liefernde Waren in Höhe von TEUR 3.987 (Vorjahr: TEUR 3.631) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen über TEUR 9.026 (Vorjahr: TEUR 7.363). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 1.026) und enthalten ausschließlich Kreditkartenverbindlichkeiten. Alle Bankdarlehen wurden abgelöst (Vorjahr: TEUR 967). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nach Aufrechnung in Höhe von TEUR 57.004 (Vorjahr: TEUR 27.747) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.205 (Vorjahr: TEUR 12.892) und TEUR 51.799 (Vorjahr: TEUR 14.855) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin mobilezone Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin setzen sich wie folgt zusammen: • davon aus Cash-Pooling: TEUR 29.509 (Vorjahr: TEUR -31.506 (Forderung)), • davon im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft: TEUR 6.318 (Vorjahr: TEUR 10.228) • davon aus Gewinnabführungsvertrag: TEUR 15.972 (Vorjahr: TEUR 36.132). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 200) handelt es sich, wie im Vorjahr, um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 2.331) entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern: TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 242), auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 41) und auf kreditorische Debitoren: TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 1.665). Latente Steuern Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages sowie der ertragsteuerlichen Organschaft mit der mobilezone Deutschland GmbH werden die Steuerlatenzen nicht auf Ebene der Organgesellschaft berücksichtigt. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 705.345 (Vorjahr: TEUR 681.743) entfallen zu 49 % (Vorjahr: 53 %) auf das Vermittlungs- und Endkundengeschäft und zu 51 % (Vorjahr: 47 %) auf den Geschäftsbereich Großhandel. Sie wurden wie im Vorjahr nahezu ausschließlich im Inland erzielt. Die Abschreibungen enthalten TEUR 503 planmäßige Abschreibungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Plattform für die B2C-Onlineportale. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Forderungsverluste in Höhe von TEUR 1.013 (Vorjahr: TEUR 876). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 130) enthalten. E. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch die Herren • Wilke Stroman, Köln (CEO) • Mathias Sieg, Köln (CFO und CDO) • Feyzi Demirel, Mülheim an der Ruhr (COO, seit 1. Oktober 2023) • Sascha Hancke, Weichering (Geschäftsführer Purchasing & Category Management, bis 21. September 2023) Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten werden den Geschäftsführern im Geschäftsjahr keine Bezüge gewährt. Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt und es erfolgen keine direkten Umlagen. Personal Im Jahresdurchschnitt wurden 2023 302 (Vorjahr: 299) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Stichtag waren bei der mobilezone GmbH 166 Männer und 122 Frauen angestellt, davon bei den Männern 90 % (Vorjahr: 90 %) Vollzeit- und 10 % (Vorjahr: 10 %) Teilzeitstellen, bei den Frauen 61 % (Vorjahr: 65 %) Vollzeit- und 39 % (Vorjahr: 35 %) Teilzeitstellen. Beteiligungen Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB an dem folgenden Unternehmen beteiligt: • Bonamic GmbH, Bochum, Gründung der Gesellschaft am 14.02.2019; Beteiligungsquote: 32,4 %. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf TEUR 391. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 169 (Angaben gemäß letztem vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2023). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.792) und Leasing (Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung) in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 84). Die Fristigkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 59. Davon entfallen TEUR 59 auf Abschlussprüfungsleistungen. Konzernzugehörigkeit Die mobilezone GmbH ist seit dem 31. Mai 2019 Teil des mobilezone-Konzerns. Der Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von einbezogenen Unternehmen wird durch die mobilezone holding ag, Rotkreuz/Schweiz, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist abrufbar unter www.mobilezoneholding.ch. Angaben zum Mindeststeuergesetz Am 27. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Bundesgesetzblatt (Teil I 2023, Nr. 397) veröffentlicht worden. Es gilt erstmals für Wirtschaftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des MinStG ist die mobilezone holding ag. Ergebnisverwendung Die Gesellschaft hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft geschlossen, so dass das Ergebnis in Höhe von TEUR 15.972 (Vorjahr: TEUR 21.612) abgeführt wurde. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die mobilezone GmbH von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und der Einschätzung zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung führen könnten.
Köln, den 8. Mai 2024 mobilezone GmbH Wilke Stroman, Geschäftsführer Mathias Sieg, Geschäftsführer Feyzi Demirel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die mobilezone GmbH, Köln PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der mobilezone GmbH, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mobilezone GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. Mai 2024 BDO
AG
Fritz, Wirtschaftsprüfer Marten, Wirtschaftsprüferin |
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