Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 156662
Eingetragen
5.4.2005
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Biotechnologische Forschung, Entwicklung und Vertrieb von Therapeutika, insbesondere auf dem Gebiet der Entwicklung von Inhibitoren von Signalmolekülen, sowie Auftragsarbeiten und Dienstleistungen in diesem Bereich und Beteiligung an anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck im In- und Ausland, Gründung solcher Unternehmen und Erwerb von sämtlichen oder einzelnen Wirtschaftsgütern unabhängig davon, ob materiell oder immateriell, oder Teilbetrieben von solchen Unternehmen. Die Herstellung von Arzneimitteln im Sinne des Arzneimittelgesetzes erfolgt jeweils durch konzessionierte Arzneimittelhersteller. Die Arzneimittel werden beim Hersteller gelagert. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über den pharmazeutischen Großhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Lee Satz
seit 21.8.2023
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WuXi AppTec Holding Company, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
WuXi AppTec Holding Company, Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Crelux GmbH

Gräfelfing (vormals: Martinsried, Gde. Planegg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Crelux GmbH, Planegg-Martinsried

I. Grundlagen des Unternehmens

2005 gegründet, ist die Crelux GmbH mit Laboren am Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) in Martinsried als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der strukturbasierten Arzneimittelforschung fest etabliert. Im Jahr 2016 hat WuXi AppTec die Crelux GmbH übernommen. Der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnik-Forschungsdienstleister mit Standorten in Asien, Europa und Nordamerika ergänzte so eine der umfassendsten Forschungsplattformen mit fortschrittlichsten Technologien zur biophysikalischen und strukturbasierten Wirkstoffforschungs- und Leitstrukturentwicklung.

Hier bei München unterstützen mehr als 100 unserer Expert:innen als operativer Teil der WuXi Biology Plattform maßgeschneiderte Programme zur schnelleren Identifizierung und Optimierung neuartiger Wirkstoffe. Dazu gehören die Herstellung krankheitsassoziierter Zielmoleküle, die systematische Testung großer Mengen an chemischen Molekülen zur Identifizierung vielversprechender Wirkstoffkandidaten, die physikochemische Charakterisierung vielversprechender Wirkstoffkandidaten sowie bildgebende Verfahren, die Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Wirkstoffen und ihren Zielmolekülen bei atomarer Auflösung geben.

Die Crelux GmbH betreibt seit 2006 unter Zustimmung und regelmäßiger Überwachung der Regierung von Oberbayern eine Gentechnikanlage, in der Arbeiten gemäß Sicherheitsstufe 1 des Gentechnikgesetzes (GenTG) durchgeführt werden. Die Sicherheitsstufe 1 umfasst Arbeiten, die nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft als ungefährlich für Gesundheit und Umwelt eingestuft sind.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Laut dem Statistischen Bundesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 von Stagnation und einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geprägt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr, während der kalenderbereinigte Rückgang bei 0,1 Prozent lag.

Die Erholung der Wirtschaftsleistung Deutschlands, die nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 eingesetzt hatte, setzte sich durch den Rückgang in 2023 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, war das BIP 2023 inflationsbedingt um 0,7 % höher. Die Gründe dafür sind laut Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, das weiterhin krisengeprägte Umfeld. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, bleibt jedoch mit knapp 6 Prozent auf einem hohen Niveau. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die in den Vormonaten rückläufige Inflationsrate verstärkte sich zum Jahresende im Dezember 2023 wieder auf +3,7 Prozent.

Die Stärke der globalen Wirtschaft wurde im Jahr 2023 durch mehrere Faktoren auf die Probe gestellt. Zu diesen gehören die erhöhte Inflation, anhaltende Zinserhöhungen, ein geschwächter Handel und geopolitische Spannungen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren weiterhin spürbar, und Konflikte wie der Russland-Ukraine-Krieg, der Israel-Palästina-Konflikt sowie der China-Taiwan-Konflikt trugen zur Unsicherheit bei. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China verschärfte die Störungen auf der Angebotsseite und führte zu einem Anstieg der Inflation. Obwohl die Schwierigkeiten in diesem Jahr das Potenzial hatten, das Wachstum nach der Pandemie zu gefährden und große Volkswirtschaften in eine Rezession zu führen, bewies die globale Wirtschaft eine bemerkenswerte Resilienz. Defizitäre Staatsausgaben und geldpolitische Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft führten zu Wachstum und unterdrückten den Inflationsdruck. Laut Weltbank lag das globale Wachstum 2023 bei geschätzten 2,7 %. Das Anheben der Leitzinsen durch die Zentralbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften führte zu einem Rückgang der Inflation. Bis November 2023 hatte sich die Inflation in den entwickelten Volkswirtschaften deutlich verlangsamt. Die Pause bei den Zinserhöhungen deutet auf ein mögliches Gleichgewicht bei der Inflationsbekämpfung und einen schwachen Anreiz für weitere Zinserhöhungen hin, da sich die Inflation dem von den Zentralbanken festgelegten langfristigen Ziel von 2 % nähert.

Unter den zentralen Akteure der globalen Weltwirtschaft verzeichnete die Eurozone zunächst einen Rückgang im dritten Quartal 2023, beendete das Jahr jedoch mit einem geschätztem Wachstum von 0.6%. In den USA verzeichnete die Wirtschaft ein recht starkes Wachstum aufgrund einer ungewöhnlich expansiven Fiskalpolitik. Insgesamt stieg das reale BIP von Ende 2022 bis Ende 2023 um 3,1 Prozent, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. China übertraf ebenfalls die Wachstumsprognosen.

Das Land verzeichnete ein BIP-Wachstum von etwa 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine Erholung nach den strengen COVID-19-Beschränkungen und eine Stabilisierung der Wirtschaft zurückzuführen ist.

1. Branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Da die Crelux GmbH (im Folgenden auch "Crelux") sich in einer spezialisierten Nische bewegt, den Großteil ihres Umsatzes mit amerikanischen Auftraggebern erwirtschaftet und nicht unmittelbar vom Einkaufsverhalten der Verbraucher betroffen ist, ist zu erwarten, dass sich die allgemein erwartete stagnierende Konjunktur in Deutschland nicht so stark bemerkbar machen wird. In den vergangenen 18 Monaten haben sich die Finanzierungsmöglichkeiten für Biotech-Unternehmen laut E&Y in stark unterschiedliche Richtungen entwickelt. Unternehmen mit vielversprechenden, fortgeschrittenen Kandidaten konnten bemerkenswerte Erfolge erzielen, während andere Biotech-Unternehmen aufgrund begrenzter öffentlicher Finanzierung mit erheblichen Herausforderungen um ihr Überleben kämpfen. Die eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten zwangen viele aufstrebende Biotech-Unternehmen, insbesondere solche, die in der Frühphase der Medikamentenentwicklung tätig sind, ihre Betriebsabläufe zu optimieren, Personal abzubauen und ihren Fokus in der Forschung und Entwicklung von allgemeinen Plattformtechnologien auf konkrete Produkte zu verlagern. Die wirtschaftliche Unsicherheit, die sich nach 2022 auch im Jahr 2023 bemerkbar machte, führte zu einer Desillusion, die die Euphorie von Ende 2020 und 2021, die durch hohe Bewertungen und leicht verfügbares kostengünstiges Kapital geprägt war, ablöste.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 der Crelux läuft vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023. Die Gesamtlage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 war positiv. Die unmittelbaren finanziellen Leistungsindikatoren, die für die operative Unternehmensleitung und -steuerung herangezogen werden, sind insbesondere Umsatz und EBITDA. Der im aktuellen Geschäftsjahr realisierte Umsatz liegt mit ca. TEUR 17.069 um ca. TEUR 1.342 über dem Umsatz des Vorjahres (Wachstum von 8,53 %) und im Rahmen der für das Geschäftsjahr geplanten Werten. Das EBITDA liegt mit ca. TEUR 3.294 um TEUR 437 unter dem Wert des Vorjahres (Abnahme von 11,71 %).

a. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. In den Finanzanlagen ist unverändert die Investition von TEUR 25 in die Tochtergesellschaft Crelux Solutions enthalten. Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist insgesamt von TEUR 6.260 auf TEUR 8.005 gestiegen.

Das Umlaufvermögen ist von TEUR 8.768 auf TEUR 7.451 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wachstums- und stichtagsbedingt von TEUR 1.841 auf TEUR 2.007 gestiegen, des Weiteren hat sich der Bank- und Kassenbestand von TEUR 6.043 auf TEUR 4.719 verringert.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 13.773 (i. Vj. TEUR 12.113). Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt somit 86,2 % (i. Vj. 78,1 %).

Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.028 auf TEUR 1.431 vermindert (i. Vj. TEUR 2.459).

b. Finanzlage

Die Finanzlage hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres beträgt TEUR 93, der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -1.403. Die Finanzanmittelfonds verminderten sich von TEUR 6.043 auf TEUR 4.719.

Es wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.433 getätigt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen: Laborausstattungen.

Die liquiden Mittel lagen mit TEUR 4.719 um TEUR 1.324 unter dem Vorjahresstichtag mit TEUR 6.043.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre Verpflichtung zu erfüllen.

c. Ertragslage

Die Ertragslage hat sich, im Vergleich zum Vorjahr verbessert und hat unsere Erwartungen übertroffen. Im Geschäftsjahr wurde bei Umsatzerlösen von TEUR 17.069 ein EBITDA von TEUR 3.294 erzielt, im Vergleich hierzu wurden im vorhergehenden Geschäftsjahr bei Umsatzerlösen von TEUR 15.727 ein EBITDA von TEUR 3.731 erzielt.

Bei den operativen Aufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) war eine Erhöhung auf 2.131 TEUR (i. Vj. 1.323 TEUR) zu verzeichnen.

Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.276 (i. Vj. TEUR 4.016). Der Rückgang der Materialaufwandsquote auf 25,05 % (i. Vj. 25,53 %) hing mit den Energiepreisen sowie Beeinträchtigungen durch anhaltende Störungen in den Lieferketten zusammen.

Der Personalaufwand erhöhte sich auf TEUR 6.650 (i. Vj. TEUR 5.773), hauptsächlich durch Neueinstellungen und Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr auf TEUR 3.144 (i. Vj. TEUR 2.496) an. Ursächlich waren unter anderem die signifikant gestiegenen Corporate Shared Services Kosten, Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem geplanten neuen Standort und erhöhte Instandhaltungsaufwendungen.

Crelux ist transaktionsbedingten Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, wendet aber keine Sicherungsgeschäfte an. Liquide Mittel werden in EUR gehalten. Im Jahr 2023 wurden 26,9 % der Umsätze des Unternehmens in USD generiert. Das Wechselkursrisiko entfällt somit auf diese beiden Währungen. Dies resultierte 2023 in einem realisierten Fremdwährungsverlust von TEUR 106,9.

Das Jahresergebnis (Geschäftsergebnis) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR 2.100 auf TEUR 1.660 um TEUR 440.

Die Auftragslage gestaltet sich positiv und es konnten neue Vertragspartner gewonnen werden sowie neue Verträge mit Bestandskunden abgeschlossen werden.

a. Gesamtaussage mit Analyse der Prognose des Vorjahres

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete Crelux das vierte Jahr in Folge ein starkes Umsatzwachstum. Obgleich die gesamtpolitischen Rahmenbedingungen und die neu hinzugekommenen branchenspezifischen Unsicherheiten im vergangenen Geschäftsjahr herausfordernd waren, gelang es Crelux, die im gesamten Jahr abgegebenen Prognosen nicht nur zu erfüllen, sondern sie sogar um 4 % zu übertreffen. Die beständig positive Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Crelux als einer der führenden Anbieter von strukturbasierter Wirkstoffforschung weltweit für seine Qualität, Innovationskraft und Verlässlichkeit bei gleichzeitig kompetitiven Preisen hervorsticht.

Wettbewerber von Crelux verfolgen ein duales Geschäftsmodell indem sie eigene Produktentwicklungen direkt, über Investitionen in Unternehmen oder über Partnerschaften mit forschenden Arzneimittelherstellern mit reiner Auftragsforschung kombinieren. Das erschwert eine klare Trennung von Umsätzen aus Auftragsforschung mit Dritten vs Umsätzen die aus eigenen Beteiligungen generiert werden. Crelux konzentriert sich ausschließlich auf Auftragsforschung und geht keine Beteiligungen an Produktentwicklungen ein. Der Fokus auf ein hochgradig etabliertes Erfahrungs- und Leistungsportfolio, insbesondere im Bereich vielversprechender Wirkstoffziele, sowie die Kombination aus Flexibilität und Zuverlässigkeit innovativer und durchsatzstarker Forschungstechnologieplattformen hat dazu geführt, dass Crelux nachhaltig und stabil in seinem Forschungsumfeld etabliert ist. Dies wird durch die ungebrochen hohe Kundenloyalität und den fortgesetzten Aufbau von Kundenvertrauen trotz des in 2023 zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bestätigt. Mit einer weiteren Umsatzsteigerung endete das vergangene Geschäftsjahr insgesamt als großer Erfolg. Zusammenfassend kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide betrachtetwerden.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Crelux verfolgt weiterhin die Strategie, das Kerngeschäft weiterzuentwickeln. Crelux ist überzeugt, dass der Bedarf an externen Innovationsdienstleistungen auch künftig dafür sorgen wird, dass die Produkte und Leistungen von Crelux nachgefragt werden. Dabei steht der amerikanische Markt weiterhin im Mittelpunkt der Anstrengungen. Für den Europäischen Markt ist eine höhere Durchdringung in den kommenden Jahren angepeilt.

2. Risikobericht

a. Risikolage und Risikomanagement

Risikomanagement und -kontrolle sind wesentliche Bestandteile des bei Crelux bestehenden Controlling- und Informationssystems.

Interne Risiken werden regelmäßig überprüft. Finanzielle Indikatoren wie Umsatz, EBITDA, Cashflow werden auf monatlicher Basis ermittelt. Weiterhin werden zukunftsbezogene Indikatoren wie Auftragsbestand und Auftragsanbahnung regelmäßig in einem Report zusammengefasst, welcher die Geschäftsleitung bei der operativen Steuerung des Unternehmens unterstützt.

Mit Versicherungsgesellschaften und Fachbehörden bestehen regelmäßige Kontakte. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden Risiken durch den Abschluss von Versicherungspolicen adressiert.

Externe Risiken werden kontinuierlich beobachtet und bei den Planungen berücksichtigt. Hierunter zählen hauptsächlich internationale und nationale Gesetzgebung und Entwicklungen, die Finanzmärkte, besondere Vorkommnisse oder Trends, wissenschaftliche Entwicklungen und das Auftreten potenzieller Chancen.

b. Spezieller Risikobericht

Die nachfolgenden Risiken werden gemäß absteigender Bedeutung genannt.

Personalrisiken

Es können Personalrisiken (z.B. durch den Verlust von wesentlichen Leistungsträgern) eintreten. Die Geschäftsführung führt regelmäßige Personal- und Entwicklungsgespräche mit Leistungsträgern durch, um Risikopotenziale zu erkennen und zu vermeiden.

Projektrisiken

Projektrisiken können sich dadurch ergeben, dass es in komplexen Projekten unter Umständen zu Zeitverzögerungen oder zusätzlichem Budgetbedarf kommen kann. Auch liegt es in der Natur der Projekte, dass sie manchmal wegen Undurchführbarkeit gestoppt werden müssen, was zum Abbruch der Projekte und nachfolgend zu Umsatzeinbußen führen kann.

Der Zugang zum amerikanischen Markt, in dem Crelux einen Großteil seines Umsatzes erwirtschaftet, ist politisch absehbar stabil.

Risiken durch Fusionen/Aufspaltungen oder M&A Prozesse

Fusionen /Aufspaltungen oder M&A Prozesse von Biotech- und Pharmafirmen und großen Geschäftspartnern können zu Umsatzschwankungen in großem Umfang führen.

Liquiditätsrisiken

Insolvenzen und Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern stellen ein Risiko dar, welchem die Gesellschaft durch ein aktives Forderungsmanagement und Überprüfung der Bonität begegnet. Zudem wird stets darauf geachtet, dass eine hohe freie Liquidität verfügbar ist, um Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken.

Haftungsrisiken

Ein grundlegendes und geschäftsimmanentes Risiko stellen die Haftungsklauseln in Kooperationsverträgen dar, die z.T. durch Versicherungsverträge abgedeckt sind.

Weltwirtschaftslage

Der Einfluss der Weltwirtschaftslage auf das Geschäft ist schwer absehbar, wobei es bislang keinen negativen Effekt auf die Crelux hatte. Zum anderen kann es jederzeit zu unterschiedlichsten operativen Geschäftsbehinderungen kommen, welche auch die Zahlen beeinflussen können.

Gesamtbild der Risikolage und Einschätzung der Risiken

Bestandsgefährdende und andere entwicklungsbeeinträchtigende Risiken, welche die wirtschaftliche Lage von Crelux wesentlich verschlechtern würden, sind derzeit nicht erkennbar.

3. Chancenbericht

Kunden und Kundenbeziehung

Im Geschäftsjahr 2023 konnte Crelux neue Kunden gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen ausbauen.

Marktgerechte Dienstleistungspalette

Die Dienstleistungspalette entspricht den Marktbedürfnissen und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Stabile Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterfluktuation ist sehr niedrig und der stabile Mitarbeiterstamm garantiert die Kontinuität von Wissen und Kundenbeziehungen.

Finanzielle Stabilität

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder den Bestand gefährden und gehen von einer Unternehmensfortführung aus.

Gesamtbild der Chancenlage und Einschätzung der Chancen

Das Management sieht unter Berücksichtigung der Einzelchancen hohes Potential und große Chancen für die weitere Entwicklung der Gesellschaft.

4. Prognosebericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Ausblick auf das Jahr 2024 ist mit einem erwarteten BIP-Wachstum in Deutschland von 0,2 bis 0,4 Prozent zunächst besser als in der Herbstprojektion 2023 erwartet worden. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Dies wird durch niedrigere Inflationsraten, geldpolitische Lockerungen, steigende Löhne und Einkommen, eine stabile Arbeitsmarktentwicklung sowie zunehmende Impulse von der Außenwirtschaft unterstützt. Die Maßnahmen der Bundesregierung, wie das Wachstumschancengesetz, zusätzliche steuerliche Entlastungen sowie Maßnahmen zur Förderung der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft, sollen dazu beitragen, private Haushalte und Unternehmen zu entlasten und die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren ebenfalls eine konjunkturelle Belebung im weiteren Jahresverlauf. Es wird erwartet, dass der private Konsum anzieht und die Binnenwirtschaft sich erholt. Die Inflation soll weiter sinken, während die Löhne steigen. Die Beschäftigungssituation wird voraussichtlich positiv bleiben. Die genaue Wachstumsprognose variiert je nach Quelle, aber es wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein moderates Wachstum verzeichnen wird.

Allerdings ist im Juli der Ifo-Index für das Geschäftsklima deutlich gefallen, was auf eine merkliche Eintrübung der Stimmung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen hindeutet. Die Stimmung der Unternehmen hat sich merklich eingetrübt, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Auch der Bau, der Handel und sogar der Dienstleistungssektor, der die Wirtschaft zuletzt stabilisiert hatte, sind von der Eintrübung betroffen. Dies geht aus den aktuellen Berichten des Ifo-Instituts hervor. Die Eintrübung des Ifo-Index im Juli ist auf Faktoren wie den fortdauernden Mangel an Aufträgen in der Industrie, die bislang schwache ausländische Nachfrage nach deutschen Waren und die zunehmende Unsicherheit der Unternehmen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Die Deutsche Bank hat daraufhin als erste bedeutende Institution erneut ihre Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt. Obwohl ihre Wachstumsprognose nur von 0,3 auf 0,2 Prozent zurückgenommen wurde, warnte ihr Chefökonom Robin Winkler vor einer "vollständigen Stagnation". Die Industrie leidet unter schwachen Investitionen, und "Die Erholung der weltweiten Nachfrage ist mit zunehmenden Abwärtsrisiken behaftet". Trotz der weltweiten Nachfrageerholung bestehen zunehmende Risiken für einen Rückgang oder eine Verschlechterung durch verschiedene Faktoren wie wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen oder andere unvorhergesehene Ereignisse.

Die globalen Wachstumsaussichten haben sich im Vergleich zu 2023 trotz weiter bestehender Risiken etwas verbessert. In den aktuellsten globalen Wirtschaftsprognosen haben der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognosen für das Jahr 2024 leicht nach oben korrigiert. Die bedeutenden Risiken des vergangenen Jahres sind nicht in dem Maße eingetreten, wie befürchtet wurde, und viele Volkswirtschaften haben sich als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen. Dennoch bleibt das insgesamt globale Wirtschaftswachstum gering, und regionale Unterschiede bestehen weiterhin. Erfreulicherweise zeigen die Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation positive Auswirkungen, und es sind sanfte wirtschaftliche Anpassungen in den meisten Regionen erkennbar. Während frühere Prognosen von OECD und IWF von einer deutlichen Dominanz der Abwärtsrisiken geprägt waren, betrachtet der IWF nun Prognoseabweichungen nach oben und unten als gleich wahrscheinlich. Es scheint zumindest wieder denkbar, dass die Entwicklung besser wird als erwartet. Mögliche Prognoseabweichungen nach unten könnten durch geopolitische Schocks wie Konflikte im Gazastreifen und Israel, Angriffe im Roten Meer und der Krieg in der Ukraine entstehen. Diese könnten weltweite Öl- und Gasexporte beeinträchtigen und somit Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten erhöhen. Weitere Faktoren für eine Prognoseabweichung nach unten sind die Abschwächung des Wachstums in China, insbesondere durch den geschwächten Immobiliensektor, der sich negativ auf Binnenwachstum und Handelspartner auswirken könnte. Zudem können disruptive Haushaltskonsolidierungen in vielen Volkswirtschaften notwendig sein, um steigende Schulden zu bewältigen. Auch ein in übermäßig starker Wechsel zu Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen kann den Spielraum für wachstumsfördernde Investitionen einschränken und dazu führen, dass das Wachstum in naher Zukunft langsamer als erwartet ausfällt. Dem entgegen stehen Faktoren, die positive Auswirkungen haben können, wie eine schnellere Desinflation aufgrund sinkender Kraftstoffpreise, eine Entspannung des Arbeitskräftemangels und geringere Gewinnmargen zur Abdeckung von Kostensteigerungen. In Kombination mit einer verringerten Inflationserwartung könnten diese Entwicklungen eine Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken ermöglichen. Dadurch könnte sich die Stimmung in der Wirtschaft sowie bei den Verbrauchern und auf den Finanzmärkten verbessern und das Wachstum steigern. Andere positive Faktoren könnten eine allmählichere Reduzierung der fiskalpolitischen Unterstützung in den großen Volkswirtschaften darstellen. Es ist jedoch zu beachten, dass eine solche langsame Rücknahme zwar Vorteile bringen könnte, jedoch auch das Risiko birgt, dass sie später negative Auswirkungen auf das globale Wachstum hat, da der Rückgang der Inflation langsamer verläuft und die Staatsverschuldung ansteigt. Reformen im Immobiliensektor könnten in China zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung führen und positive grenzüberschreitende Wachstumsimpulse auslösen. Zusätzlich könnte ein robusteres Wachstum in den Vereinigten Staaten aufgrund des nachlassenden Preisdrucks begleitet von einer gelockerten Geldpolitik zu einer weltweiten Konjunkturbelebung beitragen. Mittelfristig wird erwartet, dass künstliche Intelligenz in fortgeschrittenen Volkswirtschaften die Produktivität steigern kann, wobei jedoch Risiken in Bezug auf die Stabilität der Beschäftigung und die Löhne bestehen.

In der aktualisierten World Economic Outlook vom 31. Januar 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) angesichts der gemischten Lage ein globales Wachstum von 3,1% für dieses Jahr und 3,2% für das kommende Jahr. Diese Erwartungen wurden im Vergleich zu Oktober um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) teilt eine ähnliche Einschätzung. In ihrer Interimsprognose vom 5. Februar 2024 wurden die Erwartungen für 2024 im Vergleich zu November um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9% angehoben. Die Prognose für 2025 bleibt unverändert bei 3,0%. Die Weltbank hingegen hat etwas niedrigere Erwartungen. In ihrem halbjährlichen World Economic Outlook vom 9. Januar 2024 geht sie von einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,4% für dieses Jahr und 2,7% für 2025 aus. Alle drei internationalen Organisationen betonen, dass das globale Wachstum historisch gesehen niedrig ist und weiterhin sehr ungleichmäßig über die Regionen verteilt bleibt.

Das Wachstum in China, Korea und den Vereinigten Staaten hat trotz der anhaltenden Schwäche in Europa im vierten Quartal 2023 zu einer Erholung des Welthandels geführt. Diese Erholung setzt sich anscheinend auch im Jahr 2024 fort, obwohl sie nach wie vor fragil ist und stark von den Vereinigten Staaten und China abhängig bleibt. Die Indikatoren für Lieferkettenengpässe haben sich bisher nur geringfügig verschlechtert und liegen unter dem Niveau von 2021-22.

Die OECD berichtet, dass die durchschnittliche Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften von 9,9% im letzten Quartal 2022 auf 3% im ersten Quartal 2024 gesunken ist. Auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften war die jährliche Inflation im Allgemeinen rückläufig, mit Ausnahme von Argentinien und der Türkei, wo sie weiterhin angestiegen ist. Es ist jedoch zu beachten, dass auch in diesen Ländern der monatliche Anstieg der Inflation in letzter Zeit abgeschwächt hat. China verzeichnet weiterhin eine sehr niedrige Inflation, die im April bei 0,3% lag. In etwa einem Drittel der Volkswirtschaften weltweit liegt die Inflation mittlerweile am oder unter dem Zielwert.

Die wirtschaftliche Prognose für die EU-Zone und das Vereinigte Königreich im Jahr 2024 zeigt eine vorsichtige Erholung und ein moderates Wachstum, wobei die Prognosen im Vergleich zu früheren Schätzungen nach unten korrigiert wurden. Nach Angaben der EZB vom Juni 2024 ist die Wirtschaft im Euroraum im ersten Quartal 2024 um 0,3 % gewachsen, nachdem sie zuvor fünf Quartale stagniert hatte. Der Dienstleistungssektor wächst, während das verarbeitende Gewerbe Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau zeigt. Prognostiziert wird eine weitere Erholung der Wirtschaft aufgrund steigender Löhne, besserer Terms of Trade und einem Anstieg der Realeinkommen. Zusätzlich sollen höhere Exporte das Wachstum in den kommenden Quartalen unterstützen, da die globale Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen steigt. Es wird auch erwartet, dass die jüngsten Lockerungen der Geldpolitik mit der Zeit weniger bremsend auf die Nachfrage wirken. Dem entgegen stehen abwärtsgerichtete Wachstumsrisiken, die das Wachstum im Euroraum gefährden könnten, darunter ein langsameres globales Wirtschaftswachstum sowie steigende Handelsspannungen zwischen wichtigen Volkswirtschaften. Zudem stellen die tragischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten erhebliche geopolitische Risiken dar. Die Konflikte könnten zu höheren Preisen führen, sei es durch steigende Energiepreise oder Unterbrechungen in den Lieferketten, und stellen daher unter Umständen ein Aufwärtsrisiko für die Inflation dar. Andererseits könnte die Inflation auch geringer ausfallen, wenn die Geldpolitik die Nachfrage unerwartet stark dämpft oder wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen in anderen Teilen der Welt verschlechtern.

Die USA verzeichneten im Jahr 2023 ein starkes Wachstum, das sich voraussichtlich im Laufe des Jahres relativ robust fortsetzen wird. Das Haushaltsdefizit wird voraussichtlich hoch bleiben, aber leicht zurückgehen. Die Kerninflation nimmt im Jahresvergleich weiter ab, wenn auch in moderatem Tempo. Es wird erwartet, dass möglicherweise in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eine geldpolitische Lockerung beginnen könnte, obwohl die Zinssätze derzeit stabil sind. Zu den Abwärtsrisiken, die dazu führen könnten, dass die Inflation nicht wie erwartet sinkt, gehören mögliche Verzögerungen bei den erwarteten Zinssenkungen und die Einführung zusätzlicher Handelsbeschränkungen. Aufwärtsrisiken, die die Inflation wieder erhöhen könnten, wären beispielsweise eine unerwartet starke Beschäftigungsentwicklung, die zu höheren Ausgaben der privaten Haushalte führen könnte. Für die USA prognostiziert die OECD ein reales BIP-Wachstum von 2,6 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025. Der IWF erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2024 auf 2,7 % steigen wird, bevor es sich im Jahr 2025 auf 1,9 % verlangsamt, da die allmähliche Straffung der Finanzpolitik und eine schwächere Lohn- und Beschäftigungsentwicklung die Gesamtnachfrage dämpfen könnten.

In China setzt sich die Anpassung im Immobiliensektor fort, während die Bauvorhaben weiterhin rückläufig sind. Die Investitionen in die Infrastruktur und das Verarbeitende Gewerbe nehmen moderat zu. Das Konsumwachstum bleibt auf niedrigem Niveau stabil und wird sich voraussichtlich nicht beschleunigen. Die Exporte dürften wieder anziehen, da sich die weltweite Nachfrage erholt und chinesische Produzenten technologische Kompetenzen und Wettbewerbsvorteile erlangen. Die Verbraucherpreisinflation bleibt sehr niedrig, während die Erzeugerpreise weiter sinken. Die Abschaffung der Untergrenze für Hypothekenzinsen in Städten mit schwacher Immobilienpreisentwicklung könnte zur Stabilisierung des Immobiliensektors beitragen. Die OECD erwartet eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 4,9% im Jahr 2024 und 4,5% im Jahr 2025. Der IWF geht von einer Verlangsamung auf 4,6% im Jahr 2024 und 4,1% im Jahr 2025 aus, da die positiven Auswirkungen einmaliger Faktoren nachlassen und die Schwäche des Immobiliensektors trotz der Anpassungen anhält.

In der Pharma- und Biotechbranche waren bereits im Jahr 2023 die makroökonomischen Herausforderungen, mit denen die Weltwirtschaft konfrontiert ist, spürbar. Die Umsätze der europäischen und US-amerikanischen börsennotierten Biotech-Unternehmen sanken im Jahr 2023 zweistellig. Über das Jahr reduzierte sich die Zahl der börsennotierten Biotech-Unternehmen in den USA und der EU laut E&Y um 5,3 %. Konkursanmeldungen und Insolvenzen setzten sich bis ins Jahr 2024 fort. Auch für 2024 wird weiterhin mit einem für die Biotech-Branche herausfordernden Finanzierungsumfeld gerechnet. Die Korrelation zwischen den fallenden Bewertungen im Biotech-Sektor und den steigenden Zinssätzen legt nahe, dass eine Verbesserung der Finanzierungsbedingungen in der Biotech-Branche voraussichtlich von Zinssenkungen im Jahr 2024 abhängt, wobei die US-Finanzpolitik eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Laut dem E&Y Beyond Borders Biotechnologie-Report 2024 wird auch erwartet, dass die Finanzpolitik in den kommenden sechs Monaten tendenziell zu niedrigeren Zinssätzen führen wird, was potenziell eine Erholung des Biotech-Investitionsumfelds zur Folge haben könnte. Mit den erwarteten Zinssenkungen für 2024 zeigen sich bereits erste Anzeichen für ein Tauwetter im Finanzierungs- und Transaktionsumfeld für Biotechnologie. Bis Juni 2024 hat die US-Notenbank (Fed) allerdings noch keine Zinssenkungen vorgenommen. Der Leitzins blieb stabil zwischen 5,25 % und 5,50 % und wurde bereits zum siebten Mal in Folge unverändert gelassen. In der zweiten Jahreshälfte 2024 wird weiterhin mit Zinssenkungen gerechnet, insbesondere wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen und die Inflation stabilisieren. Sollte die Inflation jedoch anhalten und die Gesamtwirtschaft weiterhin robust bleiben, warnen bereits einige Analysten davor, dass die derzeitigen Zinssätze auch bis 2025 beibehalten werden könnten.

Die großen Unternehmen in der Pharmaindustrie stehen unabhängig von der Zinssituation aufgrund des Auslaufens von Patenten vor einem erheblichen Umsatzrückgang. Diese Unternehmen haben teilweise Schwierigkeiten, ihre Produktpipelines zu füllen, und könnten möglicherweise nicht in der Lage sein, das aktuelle Umsatzniveau in den nächsten drei bis fünf Jahren ohne bedeutende Fusionen und Übernahmen (M&A) aufrechtzuerhalten. E&Y zufolge wird das Innovationsdefizit im pharmazeutischen Bereich des Biopharma-Ökosystems dem Biotech-Sektor weiterhin erheblichen Auftrieb geben. Die großen Unternehmen verfügen derzeit über eine historisch hohe Übernahmekapazität von schätzungsweise über 1 Billion US-Dollar, was zu einem Anstieg der M&A-Aktivitäten geführt hat. Die steigenden Geschäftsabschlüsse im Jahr 2024 haben die Stimmung der Führungskräfte in der Biotech-Branche positiv beeinflusst. Der Optimismus wird durch das gestärkte Vertrauen in die Fähigkeit der Branche, das notwendige Kapital für Innovationen anzuziehen, untermauert. Zudem wird erwartet, dass weitere Übernahmen, Börsengänge und private Investitionen vielversprechende Finanzierungsmöglichkeiten für die Branche schaffen. Diese positiven Trends wecken Hoffnungen für den Finanzierungsbedarf der Biotech-Branche.

Für Biotech-Unternehmen in der Frühphase sind die wichtigsten Finanzierungsinstrumente Risikokapitalgeber und Börsengänge. In 2023 lag das Emissionsvolumen fast ein Viertel unter dem 10-Jahres-Durchschnitt vor den Boomjahren 2012 bis 2022, und auch die Risikofinanzierungen liegen unter dem vorpandemischen 5-Jahres-Durchschnitt. Laut E&Y gibt es jedoch Anzeichen für eine leichte Erholung. Unternehmen, die sich auf fundierte, datenbasierte solide Forschung konzentrieren, ein erfahrenes Managementteam haben und sich auf bahnbrechende Lösungen in wichtigen und potenziell lukrativen Bereichen des Gesundheitswesens fokussieren, können auch derzeit immer noch Risikokapital erhalten. Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und das Wachstum zu fördern, sind neben dem Glauben an Innovation auch Fortschritte bei der Verbesserung der operativen Effizienz und der Kostenkontrolle notwendig. Zudem ist es wichtig, effiziente Betriebsabläufe zu etablieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Rentabilität zu maximieren. Die Fähigkeit der Biotech-Unternehmen, sich an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen und dabei innovative Ansätze zu verfolgen wird entscheidend für ihre zukünftige Entwicklung sein.

Die langfristigen Aussichten für die Branche sind weiterhin vielversprechend und zeichnen sich durch zunehmendes Interesse an Gesundheit und Wohlbefinden, bahnbrechenden Therapien und Fortschritten bei Behandlungsmodalitäten aus. Auf dem Weg in diese Zukunft werden verschiedene zentrale Trends das Marktgeschehen auch im Jahr 2024 bestimmen und den Fortschritt im Biotechsektor vorantreiben. Dies sind die aktuellen Trends:

KI

KI wird in der Biotechnologie bereits in großem Umfang eingesetzt, um eine Vielzahl von Problemen zu lösen, darunter die Erforschung von Wirkstoffen, die Vorhersage der Wirkstoffsicherheit, funktionelle und strukturelle Informationen und vieles andere.

Personalisierte Medizin

Dieser Trend hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt und soll auch im Jahr 2024 anhalten. Durch den Einsatz von Big Data und fortschrittlicher Datenanalyse können Therapien besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden. Dies könnte insbesondere in der Onkologie und bei chronischen Erkrankungen von Bedeutung sein.

Arzneimittel für seltene Krankheiten

Die Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Krankheiten wird durch technologische Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Geneditierung und personalisierte Medizin, vorangetrieben. Technologien wie CRISPR ermöglichen präzisere Ansätze zur Behandlung genetischer Erkrankungen, was die Entwicklung neuer Therapien für seltene Krankheiten beschleunigen kann.

Verstärkte Investitionen in die innovative Herstellung

Neue Technologien treiben den Fortschritt in der Wissenschaft voran und schaffen neue Möglichkeiten für Innovationen. Die Nachfrage nach Robotik, Automatisierungstechnologie und Kleinserienfertigung ist im Zuge der Entwicklungen in der Branche gestiegen, und Life-Science-Unternehmen suchen nach Räumlichkeiten und Immobilien, die dafür ausgerüstet sind, diese Nachfrage zu bedienen. Life-Science-Organisationen werden 2024 stark in die Modernisierung und Aufwertung von Immobilien investieren, um technisch ausgestattete und für die Zukunft bereite Räumlichkeiten zu schaffen, die den Einsatz neuer Tools ermöglichen.

Arzneimittelforschung unter Einsatz innovativer Plattformtechnologien

Biotechunternehmen nutzen Wirkstoffplattformen, um mit derselben Technologie neue Wirkstoffe zu erforschen und zu entwickeln. Da sie auf eine Plattform aufbauen, die bereits im Einsatz ist, liegen zu neuen Wirkstoffen, die auf derselben Plattform entwickelt werden, bereits Erkenntnisse zum Sicherheitsprofil vor. Wenn dieselbe Plattform verwendet wird, wissen die Unternehmen, was sie erwarten können, das heißt welche Krankheiten mit dieser speziellen Plattform potenziell behandelt werden können. Auf diese Weise lässt sich der Prozess der Wirkstoffforschung beschleunigen, denn es ist nicht erforderlich, immer wieder von vorn anzufangen.

Entwicklung mRNA-basierter Arzneimittel und Impfstoffe

Biopharmaunternehmen werden sich verstärkt darum bemühen, mehr mRNA-basierte Arzneimittel und Impfstoffe zu entwickeln und diesen Bereich auch über COVID-19 hinaus zu erweitern.

Umweltziele erlangen höchste Priorität

Den Bemühungen in den Bereichen ESG und Nachhaltigkeit wird in der Branche auch im Jahr 2024 höchste Priorität zukommen. Unternehmen werden ihre Zielsetzungen und Messungen weiterentwickeln, um angemessene und erreichbare Ziele festlegen zu können, die den Nachhaltigkeitsstandards entsprechen. Nach Angaben der Science Based Targets Initiative ("SBTi") haben sich mehr als 70 führende internationale Unternehmen aus der Pharma-, Biotechnologie-und Life-Science-Branche bereits Klimaziele gesetzt. Auch WuXi AppTec, der Mutterkonzern von Crelux hat entsprechende Ziele formuliert.

a. Prognose Crelux GmbH

Crelux ist 2023 in seinen bestehenden Räumlichkeiten an die Grenzen seines Wachstums gestoßen. Im Jahr 2024 wird voraussichtlich bereits Mitte des Jahres der Umzug in den neuen Standort in Gräfelfing stattfinden. Dieses von uns seit 2021 mitgeplante Laborgebäude wird dann mit mehr als 6000 m 2 die modernsten Labor-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Mit dem Umzug in diese innovativen Räumlichkeiten schaffen wir ein Umfeld, das die Effizienz unserer Forschungsplattformen weiter steigert, eine nahtlose Zusammenarbeit fördert und Innovationen vorantreibt. Durch unseren Umzug in die neuen Räumlichkeiten maximieren wir die Möglichkeiten, den wissenschaftlichen Fortschritt unserer Kunden nachhaltig und noch effizienter voranzutreiben.

Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir, dass der Standortwechsel und die neu hinzugewonnenen Kapazitäten zunächst neue Anforderungen mit sich bringen, sind jedoch zuversichtlich, dass wir unsere Umsätze und das EBITDA stabil halten können. Im Jahr 2025 erwarten wir ein moderates Wachstum. Ab 2026 planen wir, die neu gewonnenen Kapazitäten dann effizient einzusetzen, um wieder deutlich positive Jahresergebnisse und zweistellige EBITDA-Margen zu erzielen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und das Potential als positiv.

Alle in diesem Lagebericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen beinhalten Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen abweichen.

6. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Alle Tätigkeiten von Crelux stehen im Zusammenhang mit F&E. Dabei entwickelt Crelux Lösungen für strukturbasierte Wirkstoffforschung im Auftrag von Kunden. Crelux betreibt keine eigene Produktentwicklung, alle F&E Aktivitäten werden im Kundenauftrag ausgeführt.

Im Bereich Strukturbiologie wurden für Kundenprojekte Fremdleistungen eingekauft, für die langfristige Rahmenverträge mit Kooperationspartnern Europaweit bestehen.

Crelux verfügt über keine eigenen Patente oder Lizenzen, es wurden dementsprechend auch keine Lizenzeinnahmen generiert.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.652.274,00 6.259.777,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.152,00 11.251,00
II. Sachanlagen 6.621.122,00 6.223.526,00
1. technische Anlagen und Maschinen 4.165.057,00 4.039.223,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.456.065,00 2.184.303,00
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 8.803.544,57 8.767.877,05
I. Vorräte 1.390.256,03 93.943,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.694.525,41 2.630.938,39
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 280.236,15 492.545,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.414.289,26 2.138.392,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.324,88 3.324,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.718.763,13 6.042.995,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 523.279,94 492.671,71
Summe Aktiva 15.979.098,51 15.520.325,76

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.773.126,80 12.113.352,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.200,00 25.200,00
II. Kapitalrücklage 7.348.624,30 7.348.624,30
III. Bilanzgewinn 6.399.302,50 4.739.527,70
davon Gewinnvortrag 4.739.527,70 2.640.017,61
B. Rückstellungen 774.877,02 948.415,82
C. Verbindlichkeiten 1.431.094,69 2.458.557,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 627,47 102.032,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 627,47 102.032,96
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.430.467,22 2.356.524,98
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 955.140,59 1.669.942,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 475.326,63 686.582,91
Summe Passiva 15.979.098,51 15.520.325,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.087.139,92 11.992.917,70
2. Personalaufwand 6.650.395,85 5.772.605,26
a) Löhne und Gehälter 5.641.742,77 4.896.462,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.008.653,08 876.142,97
davon für Altersversorgung 10.211,81 4.396,23
3. Abschreibungen 1.016.885,41 841.649,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.016.885,41 841.649,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.143.555,54 2.489.765,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 106.914,51 129.391,25
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 657,00 264,00
davon Erträge aus Abzinsung 657,00 264,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.951,79 18.591,18
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 603.233,53 771.059,64
8. Ergebnis nach Steuern 1.659.774,80 2.099.510,09
9. Jahresüberschuss 1.659.774,80 2.099.510,09
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.739.527,70 2.640.017,61
11. Bilanzgewinn 6.399.302,50 4.739.527,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der CRELUX GmbH, Planegg-Martinsried

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT

Die Gesellschaft wurde am 05.04.2005 im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 156662 eingetragen. Die Firma lautet CRELUX GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Planegg-Martinsried.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Er wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB auf. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenklassenabhängigen Erleichterungen des § 288 Absatz 2 HGB Gebrauch gemacht.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, § 265, §§ 268 bis 274a HGB, §§ 276 bis 277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der § 266 HGB und § 275 HGB sowie § 42 GmbHG Anwendung.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Bei beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens mit darüber hinausgehenden Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgte die planmäßige Abschreibung entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren wurde dies angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden im Zeitpunkt der Erstverbuchung mit dem Geld- oder Briefkurs am Transaktionstag eingebucht. Zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungspositionen werden in Abhängigkeit von der Restlaufzeit nach den Vorschriften zur Folgebewertung gemäß § 256a HGB bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden regelmäßig mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Ausgaben im Geschäftsjahr Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Die Kapitalrücklage betrifft andere Zuzahlungen in das Eigenkapital gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Geschäftsvorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Anteile an verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft ist zu 100 v.H. an der WuXi AppTec GmbH (vormals Crelux Solutions GmbH) mit Sitz in, Planegg-Martinsried, beteiligt. Die WuXi AppTec GmbH (vormals Crelux Solutions GmbH) verfügt über ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von € 51.958,98. Im Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 erzielte sie einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 3.077,12.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.007.370,15 (Vorjahr: € 1.840.984,47), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 280.236,15 (Vorjahr: € 492.545,62) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 406.919,11 (Vorjahr: € 297.408,30).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 3.324,88 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern entfallen auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Sie entfallen vor allem auf die Rückstellung für Aufbewahrung und Währungsdifferenzen. Latente Steuern werden im Jahresabschluss nicht ausgewiesen, da vom Wahlrecht § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Ansatz aktiv latenter Steuern Gebrauch gemacht wird.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Folgende Rückstellungen wurden gebildet:

31.12.2023
31.12.2022
Beratung 0,00 22.000,00
Boni 362.000,00 419.314,27
Urlaub 161.453,83 139.626,83
Ausgleichsabgabe 0,00 11.520,00
Archivkosten 39.045,00 39.702,00
Jahresabschlusserstellung 26.570,00 22.538,00
Jahresabschlussprüfung 15.000,00 15.0000,00
Stromkosten 4.300,00 0,00
Internetkosten 3.350,00 0,00
Finanz/Lohnbuchhaltung 4.800,00 4.000,00
Consulting/Projektplanung 2.565,00 59.500,00
Renovierung Mieträume 4.000,00 4.000,00
SAR I 0,00 35.502,31
Beratung Steuerberater 3.000,00 0,00
Summe 626.083,83 772.703,41

Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 753.305,56 (Vorjahr: € 1.516.747,23), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 627,47 (Vorjahr: € 102.032,96) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 677.161,66 (Vorjahr: € 839.777,75).

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 264.070,35 (Vorjahr: € 475.324,63) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten einen Zinsertrag aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 657,00 (Vorjahr: € 264,00).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Betrag in Höhe von € 178.591,99 (Vorjahr: € 67.605,11), der die Auflösung der Rückstellung der Boni für Mitarbeiter sowie die Anpassung der Rückstellung für Consulting/Projektplanung betrifft. Die Beträge sind periodenfremd.

Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten € 61.051,23 (Vorjahr: € 195.420,73) aus Währungsumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten € 106.914,51 (Vorjahr: € 129.391,25) aus Währungsumrechnung.

Verluste aus Wertminderungen

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Einzelwertberichtigungen der Forderungen auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt € 147.454,39 (Vorjahr: € 0,00).

VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mitglieder Geschäftsführung sind bzw. waren:

Dr. Gundel Heidrun Hager, Biologin, Polling (bis 07.09.2023)

Alexander Lee Satz, Schönenbuch, Schweiz (ab 01.08.2023)

Dr. Thomas Wilhelm Meins, Gröbenzell (ab 04.01.2024)

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

VII. ERGEBNISVERWENDUNG

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von € 1.659.774,80. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag ab 28.06.2024 mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2036.

Die jährliche Nettomiete hieraus beträgt TEUR 2.256.

Zeitgleich besteht ein Untermietvertrag ab 28.06.2024 mit der WuXi AppTec GmbH mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2036.

Der jährliche Nettomietertrag hieraus beträgt TEUR 574.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Risiken aus Haftungsverhältnissen.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 73 Mitarbeiter (Vorjahr: 90).

Arbeitnehmergruppen

- Angestellte: 64

- Leitende Angestellte: 9

Konzernzugehörigkeit

Die Crelux GmbH wurde in den Konzernabschluss der WuXi AppTec Group, China, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Martinsried, 29. März 2024 mit Änderungen vom 23. August 2024

gez. Alexander Lee Satz

gez. Dr. Thomas Meins

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Crelux GmbH, Martinsried

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Crelux GmbH, Martinsried, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Crelux GmbH, Martinsried, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Nürnberg, den 17. September 2024

STEIN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stein, Wirtschaftsprüferin

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