Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 89291
Vorher
Sportstudio Garching Betriebs GmbHWELL-PLUS TRADE GmbHW. P. T. WELL PLUS TRADE GmbH
Eingetragen
28.9.1988
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, sowie die Entwicklung und der Handel mit Diät-, Wellness- und Sportlernahrung, Nahrungsergänzungsprodukten, Lebensmitteln, bilanzierten Diäten und OTC-Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annette Dr. Horváth
seit 16.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ZERTUS GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WELL PLUS TRADE GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. PROGNOSEBERICHT

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die WELL PLUS TRADE GmbH, Hamburg (im Folgenden: WPT) ist ein Handelsunternehmen, welches sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von überwiegend protein-basierten Sport-, Diät- und Nahrungsergänzungsprodukten spezialisiert hat. Vermarktet werden priorisiert WPT-Marken sowie Fremdmarken. Im Bereich der Fremdmarken, unter die Private Label Marken und Handelsmarken fallen, entwickelt die WPT u.a. kundenspezifisch Sport- und Diätprodukte und stellt diese im Komplettpaket (One-stop-Shopping Ansatz) bereit. In diesem Geschäftsbereich werden trendbasiert neue Produkte entwickelt und durch die Kunden in deren Spezial-Kanälen vermarktet. Die WPT-eigene Marke POWER SYSTEM adressiert aktive, ernährungsbewusste Konsumenten und damit den modernen Massenmarkt. Die Marke POWER SYSTEM wird in allen für die Zielgruppe relevanten Vertriebskanälen (Multi-Channel-Ansatz) vermarktet, hauptsächlich in den Vertriebskanälen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriemärkte (DM).

Der geographische Schwerpunkt von WPT lag im Geschäftsjahr 2023 wie auch im Vorjahr in Deutschland und Österreich. Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Zum 1.11.2022 wurde eine strategische Partnerschaft mit der Firma Importhaus Wilms (WILMS)[1] eingegangen, welche die Marke Power System in Deutschland und Österreich vertreibt. Zu diesem Zweck wurde die Vertriebsgesellschaft in Österreich am 31.3.2023 an WILMS verkauft. Durch diese Veränderungen werden die Markenprodukte Power System in Deutschland und Österreich[2] nicht mehr direkt an die Handels-Kunden sondern an WILMS verkauft. Das Direct-to-Consumer Geschäft (E-commerce) wird seit dem 1.1.2023 durch die WPT betrieben.

2 Forschung und Entwicklung

Die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung (inkl. Labor) trägt zur Differenzierung der WPT und ihrer Marken bei. Lebensmitteltechnologen, Ernährungs- und Qualitätsexperten stellen die effiziente Produktentwicklung, die Einhaltung hoher Qualitätsstandards inkl. Deklarationen sowie den kontinuierlichen Ausbau und die effektive Zusammenarbeit mit Partner-Firmen im Bereich der Herstellung sicher. Rezepturentwicklung, Auswahl geeigneter Verpackungsmaterialien sowie die Unterstützung bei der Produktdeklaration und -dokumentation sind zudem Teil des Service-Konzeptes im Bereich Fremdmarken.

1 Importhaus Wilms / Impuls GmbH & Co. KG | Sitz Walluf, AG Wiesbaden HRA 6231 | Komplementärin: Importhaus Wilms / Impuls Geschäftsführungs-GmbH | AG Wiesbaden HRB 16162

2 WELL PLUS TRADE Austria Vertriebs GmbH

I. WIRTSCHAFTSBERICHT

1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Absatz von Sportnahrungsprodukten in Deutschland und international ist seit Jahren wachsend und hat sich dabei immer weiter auch in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte etabliert.

Protein-basierte Produktkonzepte liegen beim Verbraucher weiterhin stark im Trend. Der Markt der Sportlernahrung[3] ist von 2022 auf 2023 um 26,0 % im Absatz (auf 257 Mio. Stück) und um +28,8 % vs. Vorjahr im Umsatz auf insgesamt 504 Mio. EUR (Umsatz) gewachsen. Riegel sind mit +31,2 % Absatzplus Wachstumstreiber im Markt (Nielsen, LEH+DM, Absatz und Umsatz nach Darreichungsform, 2022-2023). Im Bereich Riegel konnten im Gesamtmarkt nur Eigenmarken signifikant Absatz-Marktanteile gewinnen[4]. In diesem Wachstumsmarkt bleibt die Marke Power System führende Marke im LEH[5].

Proteinhaltige Ready-to-Drink Konzepte haben weiter an Bedeutung gewonnen und sich als zweitstärkstes Segment (Umsatz) neben Protein-Pulverprodukten etabliert[6]. Protein-Pulverprodukte werden schwerpunktmäßig online vermarktet.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 0,3 % unter dem Vorjahr[7]. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Als Ursachen gelten die Energiekrise und geopolitische Spannungen, welche Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten verunsicherten.

3 Nielsen Analyse 2023, LEH+DM, Absatz/ Umsatz/Distribution/Rotation, Sportnahrung gesamt

4 Nielsen Analyse 2021-2023, Riegel, Absatz Marktanteile, LEH+DM 5 Nielsen Analyse 2023, LEH o. Discount, Absatz Marktanteile, Riegel Marken 6 Nielsen Analyse 2021-2023, LEH+DM, Absatz, Umsatz, Sportlernahrung gesamt nach Darreichung 7 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile

2 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte erneut von den grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen in der Branche profitieren. In kompetitivem Umfeld wächst die Marke Power System umsatzseitig signifikant zweistellig. Auch in 2023 gab es Volatilität bei den Rohstoffen, temporäre, partielle Erholung sowie partiell weitere Preissteigerungen, welche die WPT selektiv an Kunden weitergegeben hat. Die Fokussierung auf Kern-Produktfamilien wurde weiter vorangetrieben. Die Anzahl an Riegeln mit Absatz über 1 Mio. Stück im Markt konnte um 50% gesteigert werden.

Der Netto-Umsatz stieg trotz Geschäftsmodelländerung auf 27,1 Mio. EUR (VJ 23,2 Mio. EUR). Diese Umsatzsteigerung resultierte überwiegend aus dem Markengeschäft. Im Fremdmarken Geschäft entwickelten sich insbesondere die Handelsmarken positiv, während einige Partner Marken noch unter Post-Covid Effekten, insbesondere der Inflation, litten.

Die WPT hat sich planmäßig auf die Vermarktung der Marke Power System und den Online Vertrieb dieser konzentriert. Zu diesem Zweck erfolgt das Management des E-commerce Geschäftes seit 1.1.2023 durch die Gesellschaft. Das Insourcing ist trotz einiger administrativer Hürden erfolgreich umgesetzt.

Darüber hinaus entwickelte sich auch das Partner Geschäft (Bereich Fremdmarken) insgesamt zweistellig positiv im Umsatz, wurde in 2023 aufgrund von Prioritäten aber noch nicht weiter ausgebaut. Der Ausbau wurde Ende 2023 angegangen und wird für 2024 erwartet.

Die Organisation der WPT hat sich auf Umsatz-Wachstum unter Berücksichtigung von Bereinigungseffekten durch die Geschäftsmodell-Anpassung ausgerichtet.

3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

In der Berichtsperiode ist ein Ergebnis nach Steuern von -4,23 Mio. EUR (versus -0,38 Mio. EUR im Vorjahr) angefallen. Belastet wurde die Ertragslage der Gesellschaft durch den Abgang einer Forderung gegenüber der WPT Holding unter Buchwert (4,21 Mio. EUR) im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Reorganisation. Bereinigt um diesen Effekt stellt dies eine deutliche Verbesserung der Ertragslage dar.

Die Fokussierung auf die Marke Power System, die strukturellen Änderungen des Geschäftsmodells, sowie die Intensivierung der Marketingmaßnahmen konnten durch die Geschäftstätigkeit finanziert werden. Erwartungsgemäß stiegen die Aufwendungen für Material aufgrund von Wachstum und Geschäftsmodelländerung (von 19,55 Mio. EUR auf 23,89 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H. v. 6,22 Mio. EUR (Vorjahr 2,65 Mio. EUR) erhöhten sich auf Grund des oben beschrieben Forderungsverkauf sowie durch einen Anstieg der Marketingaktivitäten. Dieser Effekt wird zum Teil kompensiert durch verringerte Aufwendungen durch die Vertriebsumstellung. Der Personalaufwand ist leicht angestiegen (1,68 Mio. EUR (Vorjahr 1,35 Mio. EUR)). Rechts- und Beratungskosten verblieben auf dem reduzierten Vorjahres-Niveau (-0,3 Mio. EUR in 2023 versus -0,3 Mio. EUR im Vorjahr).

b) Finanzlage

Ausgehend von dem Jahresfehlbetrag und bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (vor allem Abschreibungen) und die Veränderungen im Working Capital erzielte die WPT einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -0,47 Mio. EUR (Vorjahr -0,9 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war wie auch in den Vorjahren nahezu ausgeglichen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält im Wesentlichen die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen (TEUR 510) sowie die Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter (TEUR 500). Bestehende Gesellschafterverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von über 5 Jahren (TEUR 4.019 versus Vorjahr TEUR 4.506).

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.432 (Vj.: TEUR 1.454).

c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr hat sich die Vermögenslage in der Struktur in einigen Bereichen verändert. Durch eine gesellschaftsrechtliche Reorganisation ist eine Forderung unter dem Buchwert abgegangen (4,21 Mio. EUR)

Die Posten des Working Capitals (Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten, jeweils ohne verbundene Unternehmen und Gesellschafter) reduzierten sich stichtagsbezogen (i.H.v. TEUR 2.121). Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Abgrenzungen für Werbekostenzuschüsse und Boni (i.H.v. TEUR 396 versus Vorjahr TEUR 741). Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Anlagevermögen und seine Bewegungen sind marginal.

4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, das Ergebnis und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit heran. Den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berechnen wir aus der Summe Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) von längerfristigen Rückstellungen sowie der Working Capital-Änderungen.

5 Gesamtaussage

Die WPT konnte erneut von den grundsätzlich positiven und gleichzeitig wettbewerbsintensiven Rahmenbedingungen in der Branche profitieren. Die Intensivierung des Marketings für die Marke Power System und die erneute Änderung des Vertriebes im Rahmen der Geschäftsmodelländerung trugen maßgeblich zu wiederholt zweistelligem prozentualen Umsatzwachstum bei.

II. PROGNOSEBERICHT

Es ist davon auszugehen, dass der Markt für Sportlernahrung in 2024 in einem kompetitiven Wettbewerbsumfeld weiter wachsen wird. 2023 hat gezeigt, dass es durchaus im Marktumfeld, sowohl hinsichtlich Anbietern als auch hinsichtlich Produktkategorien, zu Verschiebungen kommen kann. Ob die Wachstumsraten auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen werden, kann angesichts der Auswirkungen der diversen Preissteigerungen und geopolitischen Risiken und damit verbundener Unsicherheit bei Konsumenten und Konsumentinnen nicht abschließend eingeschätzt werden. Zudem kann die erhöhte Inflation Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft bei optionalen Lebensmittelkategorien haben, wobei Mittepreismarken wie Power System neben Handelsmarken möglicherweise profitieren könnten.

Durch die strategische Partnerschaft mit WILMS soll die Präsenz der Marke im klassischen Lebensmitteleinzelhandel und der Ausbau der Distribution weiter vorangetrieben werden. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Kommunikations- und Aktivierungsmaßnahmen (Consumer Marketing) sowie der weitere Ausbau des E-commerce Geschäftes.

Das Management erwartet insgesamt einen weiteren Umsatzausbau mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im Markengeschäft unter Berücksichtigung der Geschäftsmodelländerung. Trotz Bereitstellung weiterer Mittel für den mittelfristigen Aufbau des Markengeschäftes wird von einer weiteren, signifikanten EBITDA-Verbesserung ausgegangen.

III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Marke Power System konnte sich in 2023 in attraktivem und wettbewerbsintensivem Umfeld behaupten und hat mit Intensivierung des Marketings und der strategischen Partnerschaft mit WILMS gute Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Distribution und Performance der Marke Power System im deutschen, stationären LEH. Die Modernisierung der Marke kann als erfolgreich umgesetzt eingeschätzt werden. Sowohl im Bereich Distribution als auch im Bereich Promotion bestehen weiterhin Möglichkeiten zum weiteren Ausbau. Das nunmehr selbst betriebene E-commerce Geschäft der Marke Power System ist ein wichtiger Kanal, der auch in der Zukunft national und international im Sinne eines Multikanal-Managements Veränderungen in der Bedeutung einzelner Kategorien ausbalancieren und einen möglichen, zukünftigen internationalen Ausbau unterstützen kann. Ausfallrisiken von Forderungen schätzen wir aufgrund unserer Kundenstruktur als gering ein. Überfällige Forderungen werden aktiv überwacht.

Der Markt wird weiterhin als wettbewerbsintensiv eingeschätzt, vor allem durch bestehende Anbieter und Anbieter angrenzender Segmente. Dennoch wird davon ausgegangen, dass in einem Inflationsumfeld insbesondere Mittepreismarken wie Power System neben Handelsmarken profitieren werden und die Marke Power System grundsätzlich in einem attraktivem, sich stetig veränderndem Markt gut positioniert ist. Risiken werden sowohl in den massiven Investitionen von Wettbewerbern in den Einstieg und Ausbau des Geschäftes als auch in dem Eintritt internationaler Anbieter in den Heimatmarkt der WPT gesehen.

Die Zusammenarbeit mit Kern- Lieferanten wurde in 2023 neu entwickelt beziehungsweise mittelfristig erneuert. Dabei wurde die Transparenz hinsichtlich Rohstoffpreisen berücksichtigt. In wirtschaftlich schwierigem Umfeld im Kernmarkt Deutschland, aber auch in Europa, sind Sensitivitätseffekte bei Kunden und Konsumenten in der Zukunft möglich. Als Gegenmaßnahme zu Preiserhöhungen und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wurden Alternativ-Rohstoffe geprüft und Alternativ-Rezepturen für Kernprodukte in allen Geschäftsbereichen entwickelt. Es wird weiterhin von volatilen Preisen insbesondere bei Rohstoffen ausgegangen. Eine Steigerung der Löhne in produzierenden Unternehmen und im Transportbereich sowie gegebenenfalls hoheitliche Änderungen bei Abgaben werden voraussichtlich zu weiteren Preissteigerungen führen. Beschaffungsgeschäfte in unseren Auslandsmärkten werden grundsätzlich, sofern diese vorkommen, auf EUR Basis abgewickelt, so dass Währungsrisiken nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Änderung des Geschäftsmodells konnte die Vertriebsstärke erhöhen. Das weitere Outsourcing im Rahmen der strategischen Partnerschaft zeigt sich allerdings auch in weiterhin geringen Margen und erfordert eine strukturierte, Kennzahlen-basierte Steuerung. Die Vereinfachung und Digitalisierung der Strukturen und Prozesse des Unternehmens wurde durch die Einführung eines neuen, cloud-basierten ERP Systems weiter vorangetrieben. Die Standardisierung und Optimierung zielt auf die Verbesserung der Effizienz im Unternehmen und in der Zusammenarbeit mit Partnern ab und soll negativen Effekten durch mögliche Preissteigerungen entgegenwirken sowie die Skalierung des Geschäftes ermöglichen. Zudem wurde die Fertigware in ein modernes Lager verlagert. Durch den Standort können zukünftig Transportstrecken reduziert werden (Nachhaltigkeit).

Die Liquiditätslage wird durch Jahres- und 13-Wochen-Planungen aktiv überwacht.

Die Kulturveränderung im Team wird weiterhin professionell begleitet. Dabei spielt die Balance aus Flexibilität, opportunitätsbasierter Erweiterung der Geschäftsaktivitäten und Fokussierung sowie der Balance aus etablierten, digital unterstützten Prozessen und Agilität eine besondere Rolle. Unsere Rolle als Qualitätsanbieter von Sportnahrungsprodukten im Marken- und Fremdmarken-Bereich werden wir auch in Zukunft kreativ, professionell und passioniert angehen.

 

Hamburg, den 21. Februar 2024

Dr. Annette Horváth, Geschäftsführerin

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 158.137,15 309.654,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 142.316,20 112.192,35
II. Sachanlagen 15.820,95 34.961,95
1. Technische Anlagen und Maschinen 2,00 2,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.818,95 34.959,95
III. Finanzanlagen 0,00 162.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 160.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 0,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 6.546.458,00 11.874.492,88
I. Vorräte 3.195.116,64 3.725.146,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.918.929,91 6.695.551,55
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 4.323.958,74
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.918.929,91 2.371.592,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.432.411,45 1.453.795,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.498,84 12.544,64
Aktiva 6.710.093,99 12.196.691,82

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 484.742,56 4.219.676,58
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.167.928,69 1.167.928,69
IV. Bilanzverlust 1.683.186,13 -2.551.747,89
davon Gewinnvortrag 2.551.747,89 2.551.747,89
B. Rückstellungen 923.568,92 994.990,06
C. Verbindlichkeiten 5.301.782,51 6.982.025,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.019.444,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 4.561.604,97
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.282.338,22 2.420.420,21
Passiva 6.710.093,99 12.196.691,82

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.521.836,88 3.767.865,84
2. Personalaufwand 1.682.220,63 1.353.141,73
a) Löhne und Gehälter 1.448.236,65 1.118.269,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 233.983,98 234.872,47
davon für Altersversorgung 576,00 576,00
3. Abschreibungen 30.100,13 36.350,80
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.100,13 36.350,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.224.021,25 2.651.974,37
5. Erträge aus Beteiligungen 223.011,52
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.511,56 1.411,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 62.667,97 108.895,15
8. Ergebnis nach Steuern -4.234.650,02 -381.085,03
9. Sonstige Steuern 284,00 945,52
10. Erträge aus Verlustübernahme 382.030,55
11. Jahresfehlbetrag 4.234.934,02 0,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.551.747,89 2.551.747,89
13. Bilanzverlust 1.683.186,13 -2.551.747,89

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft mit der Firma "WELL PLUS TRADE GmbH" hat ihren Sitz in Hamburg und wird beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer HRB 89291 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Bei der Aufstellung des Anhangs werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wird insoweit Gebrauch gemacht, als die Gesellschaft ihren Jahresabschluss nicht nach Maßgabe des § 325 HGB offenlegt und auf die Aufstellung eines Lageberichts verzichtet.

Zwischen der WPT Holding GmbH, Hamburg (herrschendes Unternehmen, Organträger) und der WELL PLUS TRADE GmbH (Organgesellschaft) bestand im Geschäftsjahr 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Darin hatte sich die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an das herrschende Unternehmen abzuführen. Das herrschende Unternehmen hatte sich im Gegenzug zur Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG verpflichtet. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde durch Kündigung vom 29. September 2022 mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 beendet.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht den Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der ausgewiesene Forderungsbestand wurde um Einzelwertberichtigungen im erforderlichen Maße gemindert.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Bestand 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Bestand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 186.056,50 44.827,98 0,00 230.884,48
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.151,12 0,00 0,00 8.151,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.254,92 0,00 5.174,30 345.080,62
III. Finanzanlagen 167.500,00 0,00 162.500,00 5.000,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 0,00 160.000,00 0,00
Gesamt 711.962,54 44.827,98 167.674,30 589.116,22
Abschreibungen
Bestand 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Bestand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73.864,15 14.704,13 0,00 88.568,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.149,12 0,00 0,00 8.149,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315.294,97 15.396,00 1.429,34 329.261,63
III. Finanzanlagen 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 402.308,24 30.100,13 1.429,34 430.979,03
Buchwerte
Bestand 31.12.2023
EUR
Bestand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 142.316,20 112.192,35
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2,00 2,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.818,99 34.959,95
III. Finanzanlagen 0,00 162.500,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 160.000,00
Gesamt 158.137,19 309.654,30

Die Forderungen gegen Gesellschafter hatten im Vorjahr in Höhe von TEUR 3.945 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Berichtsjahr bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausnahmslos wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betrafen im Vorjahr in voller Höhe Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.324.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
2023
Verbindlichkeiten:
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
gegenüber Gesellschaftern 0 0 4.019 4.019
Übrige 1.282 0 0 1.282
1.282 0 4.019 5.301
2022
Verbindlichkeiten: 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 55 0 4.506 4.561
gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
Übrige 2.421 0 0 2.421
2.476 0 4.506 6.982

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (im Vorjahr von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) sind TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 20) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 10).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 73) enthalten, davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 58). Des Weiteren sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen außerordentliche Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an der WELL PLUS TRADE Austria Vertriebs GmbH in Höhe von TEUR 167 ausgewiesen, denen ein Aufwand in Höhe von TEUR 160 aus dem Abgang des Buchwerts gegenüberstehen.

In dem Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine außergewöhnlichen Aufwand aus dem Verkauf einer Forderung gegen die ehemalige Gesellschafterin in Höhe von TEUR 4.207.

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren vollständig aus der WELL PLUS TRADE Austria Vertriebs GmbH, die bis zum Veräußerungsstichtag der Anteile ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft war.

Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Miete für Geschäftsräume 237
Leasing Fuhrpark 15
252

5.2. Haftungsverhältnisse/Sicherheiten

Zum Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

5.3. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren ohne die Geschäftsführung und ohne Auszubildende durchschnittlich 15 (Vorjahr: 17) angestellte Arbeitnehmer beschäftigt.

5.4. Geschäftsführung

Zur Geschäftsführerin der Gesellschaft ist Frau Dr. Annette Horváth, Hannover (hauptberuflich Geschäftsführerin der WELL PLUS TRADE GmbH), bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 16. März 2021.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.5. Angaben zum Beteiligungsbesitz

Als Finanzanlagen sind zum 31. Dezember 2022 folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

WELL PLUS TRADE Austria Vertriebs GmbH

Sitz: Wien/Österreich
Höhe des Kapitalanteils: 100,0 %
Eigenkapital zum 31.12.2022: TEUR 383
Ergebnis des Geschäftsjahres 2022: TEUR 104

Im Geschäftsjahr 2023 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile an der WELL PLUS TRADE Austria Vertriebs GmbH veräußert, sodass zum 31.12.2023 keine Anteile an verbundenen Unternehmen auszuweisen sind.

 

Hamburg, den 21. Februar 2024

gez. Dr. Annette Horváth, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die Aufstellungserleichterungen sowie die größenabhängigen Erleichterungen nach§ 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WELL PLUS TRADE GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WELL PLUS TRADE GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WELL PLUS TRADE GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 21. Februar 2024

ADKL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer

Tim Blome, Wirtschaftsprüfer

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