Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 14501
Vorher
PRUDENTIA-Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
Eingetragen
20.1.1972
Branche
Mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Pensionskassen und PensionsfondsTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Gegenstand
Der Betrieb einer Pensionskasse im Sinne des VAG sowie die Vornahme sonstiger Geschäfte, die hiermit in unmittelbarem Zusammenhang stehen und Geschäfte der Verwaltung von Versorgungseinrichtungen. Das Geschäftsgebiet umfasst das Inland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Christoph Abels
seit 21.3.2024
Prokura
Marco Meenzen
seit 21.3.2024
Prokura
Patrick Loewe
seit 21.3.2024
Prokura
Andre de Brün
seit 21.3.2024
Prokura
Philipp Brose
seit 21.3.2024
Prokura
Lars Krug
seit 26.11.2020
Vorstandsmitglied
Stephan Schröder
seit 4.5.2020
Prokura
Hans-Jürgen Bayer
seit 13.11.2019
Prokura
Bernd Neumann
seit 14.3.2019
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRUDENTIA Pensionskasse AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

LAGEBERICHT

Wirtschaftsbericht

Grundlagen der Gesellschaft

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Personalbericht und Sonstiges

Betriebene Versicherungsarten

Bewegung und Struktur des Bestands an Pensionsversicherungen

JAHRESABSCHLUSS

Bilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2023

Anhang

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG 2024

LAGEBERICHT

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 durch eine globale Schwäche der Industriekonjunktur bei gleichzeitig nachlassender Inflation sowie durch eine zunehmend restriktive Geldpolitik gekennzeichnet. Die geopolitischen Spannungen weiteten sich aus, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die aufflammenden Konflikte in Nahost. Nachdem die Konjunktur in Deutschland im 1. Halbjahr 2023 nahezu stagnierte, rutschte sie im 2. Halbjahr in die Rezession. Im Vergleich zum Vorjahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 zurück - und zwar um 0,1%. Verursacht wurde dieser Rückgang vor allem durch eine Schwäche des realen privaten Konsums, während gleichzeitig auch die Staatsnachfrage und die Exporte abnahmen. Der private Konsum wurde insbesondere durch die hohe, aber im Jahresverlauf nachlassende Inflation gehemmt. Trotz hoher Nominallohn-Abschlüsse gingen die Reallöhne zu Jahresbeginn noch zurück, drehten mit der nachlassenden Inflation dann jedoch ins Positive. Die Inflationsrate gab im 4. Quartal spürbar nach. Die Energiekomponente wirkte aufgrund von sinkenden Energiepreisen und Basiseffekten disinflationär, während vor allem Nahrungsmittel weiter hohe Preissteigerungsraten aufwiesen. Für das Gesamtjahr 2023 betrug die harmonisierte Inflationsrate 6,0%, nach 8,7% im Vorjahr.

Die Konjunktur im Euroraum konnte im 2. Halbjahr eine technische Rezession knapp vermeiden. Insgesamt ist der Euroraum jedoch weniger exportabhängig und weniger durch das verarbeitende Gewerbe geprägt als Deutschland, sodass wir für das Gesamtjahr ein bescheidenes Wachstum von 0,5% erwarten. Die Inflation hat im Euroraum im Jahresverlauf ebenfalls deutlich nachgelassen und betrug im Jahresdurchschnitt 2023 5,5%. Aufgrund der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik deutlich gestrafft und damit zu einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage beigetragen. Sie hat den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und die Einlagenfazilität schrittweise bis Mitte September auf 4,5% bzw. 4% erhöht, danach aber unverändert belassen. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zudem beschlossen, die Tilgungsbeträge aus dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) ab Juli 2023 nicht wieder anzulegen. Im Dezember kündigte die EZB an, dass dies auch für das Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemie Emergency Purchase Programme - PEPP) ab dem zweiten Halbjahr 2024 geschehen soll.

Auch in den USA wurde die Geldpolitik stark gestrafft, mit einem Zinsband für die Leitzinsen von 5,25% bis 5,5%. Im Gegensatz zu Europa und anderen Teilen der Welt blieb hier die Konjunktur jedoch widerstandsfähiger, was in erster Linie auf einen robusten Dienstleistungskonsum sowie einen Fokus von Investitionen auf immaterielle Wirtschaftsgüter zurückzuführen war. Die Inflation hat sich ebenfalls abgeschwächt und lag im Jahr 2023 bei 4,2%, nach 8,0% im Vorjahr.

Entwicklung der Kapitalmärkte

Im Jahr 2023 dominierten zunächst die hohe Inflation sowie die Auswirkungen der Leitzinsanhebungen das Marktgeschehen. Die Pleite der Silicon Valley Bank im März ließ vorübergehend Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität des Finanzsektors aufkommen. Zu Beginn des Sommers beförderte der nunmehr deutliche Rückgang der Inflationsraten von ihren Spitzenwerten die Erwartung, dass die Stagflation überwunden werden könnte. Im Verlauf des dritten Quartals setzte sich zudem die Erwartung durch, dass sowohl die Fed als auch die EZB keine weiteren Leitzinsanhebungen planen. Trotz Unsicherheiten auf Grund gestiegener geopolitischer Risiken nahm der Optimismus an den Märkten zu, getrieben von der Erwartung rückläufiger Leitzinsen im Jahr 2024.

Seit Beginn des Jahres 2022 ist ein deutlicher Anstieg der Zinsen zu beobachten. Orchestriert wurde dieser Anstieg von den wichtigsten Notenbanken (insbesondere Fed und EZB), die in mehreren Zinsschritten die jeweiligen Leitzinsen weiter erhöht haben. Am Markt sind somit Wiederanlagerenditen beispielsweise auf Staats- und Unternehmensanleihen mit gutem Rating zu erzielen, die deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre liegen. Insofern bieten sich Investoren aktuell weiterhin gute Rahmenbedingungen in der Kapitalanlage, wenngleich die globalen Faktoren weiterhin von hoher Unsicherheit gekennzeichnet sind. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine kam im Jahr 2023 auch noch der Konflikt im Nahen Osten hinzu - und damit ein weiteres geopolitisches Risiko. Entsprechend ausgeprägt ist die Volatilität bei einigen Assetklassen.

Entwicklung am Rentenmarkt

In diesem Umfeld sank die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im Verlauf des Jahres. Sie stieg zunächst allerdings bis weit in das Jahr hinein bis auf 3%. Dabei machte sich an den Märkten auch der Entzug von Liquidität seitens der EZB sowie der Stopp von Reinvestitionen auslaufender Staatsanleihen bemerkbar, die unter dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) erworben wurden. Im Zuge niedrigerer Inflationsraten und einer rezessiven Konjunktur begann diese Rendite aber wieder zu sinken. Am Jahresende lag sie bei 2,03%, nach 2,56% ein Jahr zuvor. Im Euroraum engte sich die Renditedifferenz zwischen Anleihen der südeuropäischen Länder und Bundesanleihen ein, diese Volkswirtschaften profitierten unter anderem von Höherstufungen durch Ratingagenturen und zeigten sich konjunkturell wesentlich stärker als Deutschland.

Entwicklung am Aktienmarkt

Über das gesamte Jahr tendierten die Aktienmärkte aufwärts: Im Schlussquartal trugen vor allem Spekulationen über eine geldpolitische Wende der Zentralbanken zusammen mit der Erwartung einer in den USA soliden und im Euroraum sich aufhellenden Konjunktur zu einer Aufwärtsbewegung bei. Der US-Aktienmarkt gewann über das Jahr 24,2%, der europäische Markt nahm mit 16% etwas weniger zu. Der Euro gewann über das Jahr an Wert gegenüber dem US- Dollar.

Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft

Trotz der weiterhin unsicheren konjunkturellen Wirtschaftslage sowie einer rückläufigen Inflation erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für die Branche ein leichtes Beitragsplus für das Geschäftsjahr 2023. Die großen Trends bleiben recht konstant und wirken sich auf die einzelnen Geschäftssegmente der Versicherung unterschiedlich aus: Reale Einkommensrückgänge belasten das Geschäft der Lebensversicherer.

Auf Basis vorläufiger Informationen des GDV rechnen wir für das Jahr 2023 für die Lebensversicherung insgesamt (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) mit einem Beitragsrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem eine weiterhin schwache Nachfrage nach Lebensversicherungsverträgen gegen Einmalbeitrag belastet hier das Geschäft.

Run-Off

Nach unserer Auffassung hat aktives Run-Off-Management im deutschen Pensionskassenmarkt unverändert einen hohen Stellenwert. Durch den stetig steigenden Kostendruck und einer zunehmenden Marktkonzentration stehen Pensionskassen vor großen Herausforderungen.

Die Frankfurter Leben-Gruppe ist eine spezialisierte Plattform für den deutschen Lebensversicherungs- und Pensionskassenmarkt. Dabei werden Versicherungsunternehmen, Versicherungsbestände und Teilversicherungsbestände, die sich bereits im Run-Off befinden oder in den Run-Off gesetzt werden sollen, in die Gruppe integriert.

Als spezialisierte Plattform für den deutschen Lebensversicherungs- und Pensionskassenmarkt steht die Optimierung aller Verwaltungsprozesse im Fokus der Unternehmensaktivitäten. Durch die konsequente Optimierung von Organisation und Prozessen sollen nachhaltige Kostensenkungen erzielt werden, die eine effiziente und sichere Verwaltung von Versicherungsverträgen ermöglichen.

Das Handeln richtet sich zudem auf eine langfristige, stabile und hervorragende Beziehung zu den Kunden und deren Beratern. Eine schnelle und professionelle Erreichbarkeit ist ebenso selbstverständlich, wie der sorgfältige Umgang mit den Kundengeldern.

Wenn die Frankfurter Leben-Gruppe die Verwaltung eines Versicherungsbestandes übernimmt, hat sie den Anspruch, dass der gewohnte Kundenservice erhalten bleibt. Bei der Anlage der Versichertenbeiträge wird größter Wert auf eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Ertragskraft gelegt. Die Kunden erhalten weiterhin alle vertraglich zugesicherten Garantien und Leistungen sowie eine Beteiligung an den Überschüssen.

Grundlagen der Gesellschaft

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG gehört zur Frankfurter Leben-Gruppe und verwaltet Versicherungsprodukte für die Risikoabsicherung und die Altersversorgung. Das Produktportefeuille umfasst im Wesentlichen klassische Lebensversicherungen sowie Renten- und Risikoversicherungen.

Die Bestandsverwaltung ist auf die Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG ausgelagert.

Durch die gezielten Entscheidungen der Frankfurter Leben-Gruppe zur Umsetzung einer modernen IT-Infrastruktur werden durch die Zusammenarbeit mit der AFIDA GmbH, Dortmund, die Versicherungsbestände schrittweise auf eine einheitliche Plattform für die Versicherungsbestandsführung migriert.

Zwischen der PRUDENTIA Pensionskasse AG und der Alleinaktionärin, der Plato Life Management & Service GmbH & Co. KG, bestand im Geschäftsjahr 2023 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Ertragslage

Beitragseinnahmen

Die gebuchten Bruttobeiträge betrugen im Geschäftsjahr 12,7 Mio. Euro (VJ: 15,9 Mio. Euro). Davon betrafen 7,2 Mio. Euro (VJ: 7,9 Mio. Euro) laufende Beiträge und 5,5 Mio. Euro (VJ: 8,0 Mio. Euro) Einmalbeiträge. Unter Berücksichtigung der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen die gesamten Beitragseinnahmen im Jahr 2023 bei 12,7 Mio. Euro (VJ: 15,9 Mio. Euro).

Bestandsentwicklung

Zum Jahresende 2023 umfasste der Versicherungsbestand 23.238 (VJ: 23.778) versicherte Personen. Die Zahl der Anwärter ging auf 8.685 (VJ: 9.123) zurück. Damit setzte sich die langfristige Bestandsabwicklung infolge der geschlossenen Pensionspläne der Arbeitgebergesellschaften und des dadurch fehlenden Neugeschäfts fort.

Ausgezahlte Versicherungsleistungen

Die ausgezahlten Versicherungsleistungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 70,1 Mio. Euro (VJ: 70,7 Mio. Euro). Die hierin enthaltenen Alters- und Hinterbliebenenrenten betrugen 64,3 Mio. Euro (VJ: 65,0 Mio. Euro). Die Aufwendungen für (Teil-) Rückkäufe erreichten 2,9 Mio. Euro (VJ: 3,4 Mio. Euro) und die Aufwendungen für Kapitalzahlungen betrugen 2,2 Mio. Euro (VJ: 1,6 Mio. Euro). Aus der Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultierte im Geschäftsjahr ein Aufwand von 0,2 Mio. Euro (VJ: Ertrag 0,5 Mio. Euro).

Entwicklung des Neugeschäfts

Das Neugeschäft wurde grundsätzlich eingestellt. Neugeschäft wird nur noch in einem begrenzten und klar definierten Rahmen gezeichnet.

Entwicklung der Kapitalanlagen

Mit der Steuerung der Kapitalanlagen wird zunächst das Ziel verfolgt, die Finanzierung der Garantieverzinsung unter Berücksichtigung der Veränderungen der Zinszusatz-Rückstellungen des Versicherungsbestandes langfristig sicherzustellen. Darüber hinaus soll eine angemessene Überschussbeteiligung für die Kunden und ein angemessener Ertrag für den Aktionär der Gesellschaft erwirtschaftet werden. Nach dieser Maßgabe werden die in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisenden Erträge aus Kapitalanlagen gesteuert. Aufgrund des Zinsniveaus an den Kapitalmärkten wiesen die Kapitalanlagen stille Lasten auf. Bei der Bewertung der Kapitalanlagen wurde aufgrund der dauerhaften Halteabsicht vom Wahlrecht zur Bilanzierung wie Anlagevermögen gemäß § 341 b Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und Abschreibungen vermieden.

Die handelsrechtlich ausgewiesenen laufenden Erträge aus Kapitalanlagen lagen bei 42,5 Mio. Euro (VJ: 39,3 Mio. Euro). Zudem gingen realisierte Veräußerungsgewinne in Höhe von 0,6 Mio. Euro (VJ: 8,6 Mio. Euro) in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Abschreibungen auf Kapitalanlagen wurden in Höhe von 3,2 Mio. Euro vorgenommen (VJ: 2,1 Mio. Euro). Die gesamten Aufwendungen für Kapitalanlagen lagen bei 6,6 Mio. Euro (VJ: 9,6 Mio. Euro). Davon entfielen 0,2 Mio. Euro (VJ: 3,8 Mio. Euro) auf Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen. Das in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Kapitalanlageergebnis lag somit bei 36,5 Mio. Euro (VJ: 38,3 Mio. Euro). Die sich aus den in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträgen und Aufwendungen ergebende Nettoverzinsung betrug im Geschäftsjahr 2,3% (VJ: 2,4%).

Abschluss- und Verwaltungskosten

Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen im Berichtsjahr bei 0,4 Mio. Euro (VJ: 0,4 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen erreichten 0,4 Mio. Euro (VJ: 0,4 Mio. Euro). Damit liegt die Verwaltungskostenquote im Geschäftsjahr 2023 bei 3,2% (VJ: 2,7%).

Entwicklung zusätzlicher Rückstellungen

Es ist zu erwarten, dass sich die Lebenserwartung der Versicherten weiter verbessert, so dass die Renten aus den sich im Bestand befindlichen Rentenversicherungen länger gezahlt werden müssen. Deshalb wurde die Deckungsrückstellung für diese Verträge verstärkt.

Die Zinszusatz-Rückstellung sank zum 31.12.2023 auf insgesamt 220,5 Mio. Euro (VJ: 229,2 Mio. Euro). Dabei kam der gesetzlich vorgegebene Referenzzinssatz von 1,57% (VJ: 1,57%) zur Anwendung. Bei der Berechnung wurden keine Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Aus der Veränderung der Zinszusatz-Rückstellung resultierte im Geschäftsjahr insgesamt ein Ertrag von 8,7 Mio. Euro (VJ: 8,0 Mio. Euro).

Beitragsrückerstattung

Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wurden im Berichtsjahr 9,2 Mio. Euro (VJ: 6,4 Mio. Euro) zugeführt und 0,05 Mio. Euro (VJ: 0,8 Mio. Euro) entnommen. Die Entnahmen aus der RfB wurden an die Versicherungsnehmer als Beteiligung an den Bewertungsreserven ausgeschüttet.

Per 31.12.2023 verbleiben nach Entnahme und Zuführung 21,2 Mio. Euro (VJ: 12,0 Mio. Euro) in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

Die Höhe der frei verfügbaren RfB stieg auf 21,1 Mio. Euro (VJ: 12,0 Mio. Euro).

Liquidität

Mit dem Liquiditätsmanagement wurde die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten gemäß Bilanzposition C I. betrugen zum Bilanzstichtag 0,4 Mio. Euro (VJ: 1,1 Mio. Euro).

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis betrug -0,6 Mio. Euro (VJ: -0,9 Mio. Euro) und setzte sich zusammen aus sonstigen Erträgen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (VJ: 0,1 Mio. Euro) und sonstigen Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (VJ: 1,0 Mio. Euro).

Steuern

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG ist als Organgesellschaft Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Frankfurter Leben-Gruppe. Organträger ist die Plato Life Management & Service GmbH & Co. KG, die hundertprozentige Muttergesellschaft der PRUDENTIA Pensionskasse AG. Der Steueraufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf Basis eines Steuerumlagevertrages betrug 3,4 Mio. Euro (VJ: 1,1 Mio. Euro).

Jahresergebnis

Der Rohüberschuss betrug im Berichtsjahr 11,9 Mio. Euro (VJ: 11,6 Mio. Euro). Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden 9,2 Mio. Euro (VJ: 6,4 Mio. Euro) zugeführt.

Der auf Basis des Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinn betrug im Geschäftsjahr 2,7 Mio. Euro (VJ: 5,2 Mio. Euro) und lag damit auf dem Planniveau.

Aus den freien Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr.4 HGB wurden im Geschäftsjahr 43,5 Mio. Euro und aus anderen Gewinnrücklagen 26,3 Mio. Euro entnommen.

Der Bilanzgewinn lag im Berichtsjahr bei 69,7 Mio. Euro (VJ: 0,0 Mio. Euro).

Finanzlage

Ziel des Finanzmanagements und der Kapitalausstattung ist es, die jederzeitige Erfüllbarkeit aller Verpflichtungen der Gesellschaft sicherzustellen sowie die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen einzuhalten.

Das handelsrechtliche Eigenkapital blieb insgesamt im Vergleich zum Vorjahr unverändert:

Entwicklung des Eigenkapitals

(in €) 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 4.680.000,00 4.680.000,00
Kapitalrücklagen 18.246.775,21 61.704.574,21
Gewinnrücklagen 135.053,39 26.405.290,05
- davon Gesetzliche Rücklage 135.053,39 135.053,39
- davon Andere Gewinnrücklagen 0,00 26.270.236,66
Bilanzgewinn 69.728.035,66 0,00
Eigenkapital 92.789.864,26 92.789.864,26

Vermögenslage

Kapitalanlagen

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 verwaltete die PRUDENTIA Pensionskasse AG einen Kapitalanlagebestand in Höhe von 1.591,9 Mio. Euro (VJ: 1.614,6 Mio. Euro).

Der Kapitalanlagebestand setzte sich zusammen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 15,0 Mio. Euro (VJ: 15,0 Mio. Euro), Beteiligungen in Höhe von 0,05 Mio. Euro (VJ: 0,05 Mio. Euro), Anteilen an Wertpapiersondervermögen in Höhe von 1.237,1 Mio. Euro (VJ: 1.249,2 Mio. Euro), Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 149,0 Mio. Euro (VJ: 149,8 Mio. Euro), Namensschuldverschreibungen in Höhe von 101,1 Mio. Euro (VJ: 109,5 Mio. Euro), Schuldscheinforderungen in Höhe von 88,5 Mio. Euro (VJ: 89,9 Mio. Euro) und übrige Ausleihungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro. (VJ: 1,2 Mio. Euro).

Ende 2023 beliefen sich die stillen Lasten auf 132,7 Mio. Euro (VJ: 185,2 Mio. Euro). Dies entspricht 8,3% der Kapitalanlagen (VJ: 11,5%). Die geringeren stillen Lasten sind insbesondere auf den Anstieg der Zeitwerte von festverzinslichen Kapitalanlagen aufgrund gefallener Zinsen an den Kapitalmärkten zurückzuführen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose- und Chancenbericht

Die Planung mit entsprechender Einschätzung der Risiken und Chancen für die zukünftige Entwicklung wird für einen Einjahreszeitraum dargestellt.

Erwartung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Branchenentwicklung

Das ifo-Institut kommt in seiner Konjunkturprognose vom Dezember 2023 zu der Einschätzung, dass sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2024 allmählich erholen dürfte, nachdem im letzten Quartal 2023 eine stagnierende Entwicklung zu verzeichnen war. Hierbei wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 mit kräftigeren Raten wächst und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt um 0,9% zunimmt. Diese Wachstumsprognose wurde am 24. Januar 2024 auf +0,7% nach unten korrigiert. Die Bundesregierung prognostiziert dagegen laut Jahreswirtschaftsbericht vom Februar 2024 ein BIP-Zuwachs von 0,2%, nachdem die Prognose aus dem Herbst 2023 noch von einem Zuwachs von 1,3% ausgegangen war. Maßgeblich für den Anstieg dürften gemäß ifo-Institut die weiter zurückgehende Inflation und die durch steigende Lohneinkommen und hohe Beschäftigung zurückkehrende Kaufkraft sein, so dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zulegen sollte. Die sinkende Inflation und sinkende Kapitalmarkt- und Kreditzinsen dürften auch die deutschen Absatzmärkte stützen. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und damit zu den Konjunkturtreibern im Jahr 2024 werden. Für die Inflationsrate 2024 wird ein deutlicher Rückgang auf insgesamt 2,2% prognostiziert. Hierzu tragen vor allem sinkende Energiepreise bei. Im Gegensatz dazu wird die Inflation der konsumnahen Dienstleistungen noch über 3% liegen, da sich dort die kräftig steigenden Löhne auswirken. Als bedeutsames Risiko für die genannten BIP-Prognosen sieht das ifo-Institut den weiteren finanzpolitischen Kurs der Bundesregierung an. Zusätzlich könnten Risiken in Bezug auf die weitere Lohn- und Inflationsentwicklung im Euroraum, der Krieg in der Ukraine und in Gaza sowie die hohe Verschuldung in China die Entwicklung der globalen und damit auch der deutschen Konjunktur maßgeblich beeinflussen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt in seiner Projektion Ende November 2023 die Entwicklung für das Lebensversicherungsgeschäft 2024 etwas positiver ein als im Geschäftsjahr 2023, obwohl sich aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld keine deutlich positiven Impulse ergeben. Es wird mit Nachholeffekten gerechnet, jedoch werden die Zinsen voraussichtlich länger auf einem erhöhten Niveau verbleiben, so dass der kompetitive Vorteil bei der Geldanlage zunächst bei den Banken gesehen wird. Die privaten Haushalte sind durch die gefallenen Reallöhne noch unter dem vorinflationären Konsumniveau. Neue Ersparnisse durch die aktuell zunehmende Sparneigung fließen zum Großteil in liquide Sparformen wie Termineinlagen oder Geldmarktprodukte, deren Konditionen sich schnell an die höheren Zinsen angepasst haben. Insgesamt wird für die Lebensversicherung inklusive Pensionskassen und Pensionsfonds ein geringes Beitragswachstum von 0,1% erwartet. In seiner letzten Prognose Ende Januar 2024 hat der GDV jetzt einen leichten Rückgang der Beitragseinnahmen von 0,2% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Demnach sei davon auszugehen, dass die Zentralbanken zumindest bis Mitte des Jahres 2024 ihre Zinsen auf dem derzeitigen Niveau belassen, so dass kurzfristige Anlagen attraktiv gegenüber langfristigen Anlagen wie Rentenversicherungen bleiben.

Strategische Ausrichtung und voraussichtliche Entwicklung der PRUDENTIA Pensionskasse AG

Es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren weitere Lebensversicherungsunternehmen und Pensionskassen ihr Neugeschäft vollständig oder in Teilsegmenten einstellen werden. Aus Sicht der Frankfurter Leben-Gruppe ist es für diese Versicherungsunternehmen aus verschiedenen Gründen sinnvoll, Bestände ohne Neugeschäft an eine Run-off- Plattform zu übertragen. Deshalb wird davon ausgegangen, dass in den kommenden Jahren weitere Portfoliokäufe getätigt werden können.

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG geht von einem unverändert weiter rückläufigen Versicherungsbestand aus.

Aufgrund der Entwicklung des Zinsniveaus wird im Jahr 2024 mit einem leichten Rückgang der Zinszusatz- Rückstellungen gerechnet. Der Umfang der Auflösung wird sich voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen leichten Rückgang der Beitragseinnahmen. Es wird außerdem erwartet, dass sich die Versicherungsleistungen und der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen aus Kapitalanlagen sowie die Veränderung der Deckungsrückstellungen leicht unter dem Vorjahresniveau bewegen werden. Im Jahr 2024 wird ein positiver Überschuss vor Gewinnabführung erwartet, der leicht über dem Vorjahr liegen wird.

Das Ausmaß des Ukraine-Krieges seit Beginn des Jahres 2022 und dessen Folgen sowie der Nahostkonflikt können sich auf die Kapitalanlagen der Gesellschaft auswirken. Der Kapitalmarkt und insbesondere die Zinsentwicklung weisen Veränderungen auf. Diese Entwicklungen und deren Auswirkungen werden laufend beobachtet und analysiert.

Wesentliche langfristige negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft werden derzeit nicht erwartet.

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement und die Unabhängige Risikocontrollingfunktion sind über einen Funktionsausgliederungsvertrag an die Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG ausgelagert. Als wesentliches aufbauorganisatorisches Element sichert das Governance-System eine ganzheitliche risikoorientierte Steuerung. Es soll zudem gewährleisten, dass das Gesamtrisikoprofil im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der Risikotragfähigkeit steht und die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die risikoorientierte Aufbau- und Ablauforganisation, eine abgestimmte Risikomanagementleitlinie sowie die Arbeit von Gremien und Komitees sichern den disziplinierten Umgang mit wesentlichen Risiken und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben.

Die Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG hat verantwortliche Inhaber der Schlüsselfunktionen benannt. Diese berichten über ihren Verantwortungsbereich objektiv und frei von Einflüssen direkt an die Geschäftsleitung und werden von der Versicherungsgesellschaft durch Ausgliederungsbeauftragte überwacht. Hierbei handelt es sich um die im Folgenden beschriebenen Funktionen:

Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion koordiniert die Risikomanagementaktivitäten und verantwortet die laufende Prüfung der Risikotragfähigkeit. Sie sorgt für eine unabhängige Überwachung der wesentlichen Risiken und berät die Geschäftsleitung in Fragen des Risikomanagements.

Die Versicherungsmathematische Funktion koordiniert und überwacht die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen und beurteilt die Angemessenheit der verwendeten Methoden und Modelle. Sie bewertet die Qualität der verwendeten Daten für die Berechnung und formuliert eine Stellungnahme zur Angemessenheit von Zeichnungs- und Annahmepolitik sowie zur Rückversicherung. Sie leistet einen Beitrag zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems.

Die Interne Revision überprüft die gesamte Geschäftsorganisation auf deren Angemessenheit und Wirksamkeit.

Die Versicherungsgesellschaft setzt zudem das sogenannte "Drei-Linien-Modell" um:

Erste Linie Die erste Linie bildet das operative Management, welches die Identifizierung, Beurteilung, Kontrolle und die Verminderung der Risiken im Rahmen des Tagesgeschäfts sicherstellen soll. Zusätzlich soll das operative Management die Übereinstimmung der Aktivitäten mit den Unternehmenszielen gewährleisten.

• Zweite Linie

Die Funktionen Risikosteuerung und Recht/Compliance bilden die zweite Linie. Eine wesentliche Aufgabe der genannten Funktionen ist der Ausbau und die Überwachung der in der ersten Linie konzipierten Kontrollen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die erste Linie ordnungsgemäß aufgebaut ist und effektiv funktioniert.

• Dritte Linie

Die dritte Linie stellt als objektive und unabhängige Prüfungs- und Beratungsinstanz die Funktion der Internen Revision dar. Die Interne Revision unterstützt in dieser Funktion Geschäftsleitung, Aufsichtsrat, operatives Management und Überwachungsinstanzen. Sie soll der Geschäftsleitung die Gewähr dafür bieten, dass die Risiken wirksam erkannt, bewertet und gesteuert werden.

Die Umsetzung des Drei-Linien-Modells soll auch sicherstellen, dass die operativen Einheiten, die Risiken eingehen, nicht dieselben sind, wie jene, die die Risiken kontrollieren.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem beinhaltet Prozesse, Strategien und Meldeverfahren, mit denen einzelne und aggregierte Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und berichtet werden. Zudem beinhaltet es Prozesse, Strategien und Meldeverfahren, mit denen die Abhängigkeiten zwischen den Risiken identifiziert werden.

Grundlage für das Risikomanagementsystem bildet die Risikostrategie. Die Risikostrategie enthält Vorgaben für die risikoorientierte Unternehmenssteuerung und die Risikomanagementprozesse. Sie leitet sich aus der Geschäftsstrategie ab und wird, abgesehen von ad hoc ausgelösten Aktualisierungsprozessen, jährlich geprüft und gegebenenfalls überarbeitet.

Weiterhin erbringt die Interne Revision unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, welche darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft.

Risikoidentifikation

Ziel der Risikoidentifikation ist es, das Auftreten neuer oder die Veränderung bestehender Risiken frühzeitig zu erkennen. Zur Risikoidentifikation finden regelmäßige Risk Assessments statt.

Risikobewertung

Die Risikobewertung erfolgt anhand der unter Solvency I vorgegebenen Anforderungen. Hiernach werden Eigenmittel und Solvabilitätsanforderungen ermittelt, aus denen sich die Bedeckungsquote ergibt. Die quantitativ ermittelten Kennzahlen fließen in die Risikobewertung ein. Die hieraus resultierenden Erkenntnisse und Einschätzungen werden an die Geschäftsleitung übermittelt.

Zusätzlich werden wesentliche Risiken separat im Rahmen des regelmäßigen Risk Assessments bewertet.

Risikosteuerung

Es wird der Ansatz verfolgt, dass Risiken dort gesteuert werden, wo sie entstehen. Die operative Steuerung der Risiken wird somit von den Führungskräften und Prozessinhabern derjenigen Bereiche durchgeführt, in denen die Risiken entstehen. Die Risikosteuerung umfasst die Umsetzung von Maßnahmen zur Risikominderung, -absicherung, -transfer und -diversifikation.

Risikoüberwachung

Die Umsetzung der Risikostrategie wird fortlaufend überwacht. Dabei wird insbesondere die Entwicklung des Risikoprofils untersucht. Zudem stehen die Risikotragfähigkeit und die Limit-Auslastung im Vordergrund.

Risikoberichterstattung

Die Versicherungsgesellschaft reicht regelmäßig eine eigene Risikobeurteilung (ERB) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein. Zudem erfolgt eine regelmäßige interne Berichterstattung gegenüber dem Management, welche Transparenz über die Risiken schafft.

Risikolage

Versicherungstechnische Risiken

Die spezifischen versicherungstechnischen Risiken sind

biometrische Risiken

Stornorisiken

Kostenrisiken

Zinsgarantierisiken

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken resultieren aus Abweichungen der tatsächlichen Verläufe der biometrischen Risiken (zum Beispiel Langlebigkeit) gegenüber den kalkulatorischen Annahmen.

Die Versicherungsgesellschaft verwendet in der Tarifkalkulation in der Regel die Sterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), die als Standard für die Berechnung der Deckungsrückstellung gelten. Hierbei werden die neuesten Erkenntnisse berücksichtigt. In der Reservierung sind ausreichende Sicherheitsspannen berücksichtigt. Die Entwicklungen und gegebenenfalls Abweichungen werden durch die Verantwortliche Aktuarin laufend überwacht. Die biometrischen Risiken sind mit ausreichender Sicherheit einkalkuliert.

Stornorisiken

Das Stornorisiko resultiert aus einer gegenüber dem Erwartungswert abweichenden Ausübung des Rechts auf Vertragsbeendigung durch die Versicherungsnehmer. Sowohl ein erhöhtes als auch ein verringertes Storno kann mit Risiken verbunden sein. Im Deckungskapital sind keine Stornowahrscheinlichkeiten eingerechnet, so dass grundsätzlich stets ausreichend Kapital vorhanden ist, um die garantierten Rückvergütungen zahlen zu können. Über ein laufendes Liquiditätsmanagement wird eine fristgerechte Auszahlung gewährleistet. Das Stornorisiko wird als nicht wesentlich erachtet.

Kostenrisiken

Die in den Beiträgen kalkulierten Anteile für Kosten sind so bemessen, dass sie voraussichtlich auf Dauer die tatsächlich anfallenden Aufwendungen decken. Zur Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten im Versicherungsbetrieb wurde jeweils ein geeignetes System an beitrags-, summen- bzw. rentenabhängigen Kostenzuschlägen sowie Stückkostenzuschlägen in die Tarifstruktur eingearbeitet. Die eingerechneten Kosten haben sich in der Vergangenheit als ausreichend erwiesen. Das Kostenrisiko wird laufend beobachtet. Aus heutiger Sicht ist das Kostenrisiko als gering einzuschätzen.

Zinsgarantierisiken

Das Zinsgarantierisiko ist das Risiko, dass mit den Kapitalanlagen die zur Finanzierung der Zinsgarantien erforderlichen Erträge nicht erzielt werden.

Für die langfristige Sicherstellung der Zinsgarantien beobachtet die Geschäftsleitung regelmäßig die Entwicklung der Verzinsung der Kapitalanlagen. Im Rahmen regelmäßiger ALM-Studien wird überprüft, ob die Kapitalerträge ausreichend sind, um die Zinsgarantien zu erfüllen.

Das Zinsgarantierisiko wird zudem mithilfe von regelmäßigen Planungs- und Sensitivitätsrechnungen beobachtet. Unter bestimmten Annahmen wird über die Risikotragfähigkeit die Angemessenheit der Zusammensetzung der Kapitalanlagen (Asset Allokation) überprüft. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Bildung einer Zinszusatzreserve für diejenigen Verträge, deren Rechnungszins über dem nach § 5 Abs. 3 Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) ermittelten Referenzzins liegt, wird der Kapitalmarktsituation Rechnung getragen und die Deckungsrückstellung entsprechend aufgestockt.

Zum Jahresende 2023 lag der Referenzzins bei 1,57%. Für alle Verträge mit einem höheren Rechnungszins wird eine entsprechende Zinszusatzreserve gebildet. Derzeit ist von einem stabilen Referenzzinsniveau auszugehen, so dass durch den Bestandsabrieb Zinszusatzreserve frei wird. Aufgrund des aktuellen Zinsniveaus und des stabilen Referenzzinses ist das Zinsgarantierisiko gering.

Risiken aus Forderungsausfall

Das Risiko von Forderungsausfällen ist grundsätzlich gegeben. Durch die Struktur des Geschäfts der Pensionskasse als Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung wird das Forderungsausfallrisiko jedoch als gering eingeschätzt.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagestrategie wird unter Beachtung aller gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Bestimmungen festgelegt. Stärker als jeder andere Bereich ist die Kapitalanlage von Marktentwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Rahmen der Risikoberichterstattung und Risikofrüherkennung spielt deshalb der Umgang mit Kapitalanlagerisiken eine herausragende Rolle. Zur Erfüllung der Leistungsversprechen gegenüber den Kunden wird den Kriterien Sicherheit, Liquidität, Mischung und Streuung sowie Rentabilität der Kapitalanlagen eine besonders hohe Bedeutung beigemessen. Die Versicherungsgesellschaft versucht, Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können, zu vermeiden. Anlageentscheidungen basieren auf der aktuellen Risikotragfähigkeit. Zur Beschränkung von Kapitalanlagerisiken wurden interne Limite gesetzt.

Die bestehenden Risiken im Kapitalanlagebereich lassen sich grundsätzlich in die folgenden Bereiche einordnen:

Marktpreisrisiken

Bonitätsrisiken (bzw. Kreditrisiken)

Liquiditätsrisiken

Währungsrisiken

Auf der Basis von Kapitalanlagereportings erfolgt eine laufende Beobachtung, Analyse und Bewertung der vorstehend identifizierten Risikoarten.

Marktpreisrisiken

Als Marktpreisrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen, zum Beispiel von Aktienkursen, Zinsen oder Wechselkursen. In den Marktpreisrisiken sind aus Sicht der Versicherungsgesellschaft auch Nachhaltigkeitsrisiken enthalten, nach denen im Rahmen der Risikosteuerung nicht explizit gesteuert wird.

Die möglichen Auswirkungen von Marktpreisrisiken werden begrenzt, indem breit über verschiedene Anlageklassen, Länder und Branchen gestreut wird. Innerhalb einer Anlageklasse werden qualitative und quantitative Limite vorgegeben, um Marktpreisrisiken zu begrenzen. Risiken aus Immobilienanlagen innerhalb von Spezialfonds werden aktiv gesteuert. Die Marktpreisrisiken werden laufend überwacht und sind aus aktueller Sicht gut beherrschbar. Den stillen Lasten im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere wird durch die dauerhafte Halteabsicht und der damit verbundenen Wertaufholung begegnet.

Bonitätsrisiken

Als Bonitätsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht mehr nachkommen kann.

Die Anlagen der Versicherungsgesellschaft in festverzinsliche Wertpapiere haben eine hohe Schuldnerqualität. Es wird in hohem Maße in Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen mit Investment Grade (Ratingkategorie AAA bis BBB von Standard & Poor's) investiert. Eine möglichst breite Streuung des Gesamtbestandes wirkt darüber hinaus einer möglichen Risikokonzentration entgegen.

Am Bilanzstichtag weisen die Kapitalanlagen folgende Ratingstruktur auf:

Rating-/ Assetstruktur Market Value in EUR in %
Renten 828.713.736,44 56,79%
AAA 157.343.866,87 10,78%
AA 130.377.490,46 8,93%
A 186.880.890,34 12,81%
BBB 236.268.338,92 16,19%
<BBB- 82.628.645,58 5,66%
NR 35.214.504,27 2,41%
Private Debt/ Real Estate Debt (NR) 279.195.100,31 19,13%
Hypothekendarlehen, Geldmarktfonds, Policendarlehen, Protektor u. rentenähnl. GS 66.157.132,72 4,53%
Zwischensumme 1.174.065.969,48 80,46%
Infrastructure Equity, Real Estate Equity, Bankguthaben, Sonstige 285.142.914,37 19,54%
Gesamt 1.459.208.883,85 100,00%

Liquiditätsrisiken

Mit Liquiditätsrisiko werden zwei unterschiedliche Arten von Finanzrisiken bezeichnet:

Das Risiko, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko).

Das Risiko, Finanzmarktgeschäfte auf Grund mangelnder Marktliquidität nur zu einem schlechteren Preis als erwartet abschließen zu können (Fungibilitätsrisiko).

Das Refinanzierungsrisiko wird über ein Liquiditätsplanungs-, -steuerungs- und -kontrollsystem überwacht und begrenzt.

Die strategische Assetallokation umfasst auch illiquide Anlagen. Dem daraus resultierenden Fungibilitätsrisiko wird durch einen wesentlichen Anteil hochliquider Titel im Bestand begegnet. Für weniger liquide Anlageklassen wurden Limite festgelegt.

Währungsrisiken

Als Währungsrisiko bezeichnet man den potenziellen finanziellen Verlust, der sich durch Veränderungen der Wechselkurse ergibt.

Die Versicherungsgesellschaft investiert nur in geringem Umfang innerhalb der Sondervermögen in Fremdwährungen und sichert diese nahezu vollständig über Devisentermingeschäfte ab.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken werden Verluste als Folge des Versagens von Menschen, Systemen oder internen Prozessen sowie Verluste aufgrund externer Ereignisse verstanden.

Auf Basis des aktuellen Risk Assessments und der damit einhergehenden Risikoinventur liegen wesentliche operationelle Risiken bei Verträgen mit externen Dienstleistern (u.a. auch Ausgliederungsvereinbarungen) vor. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den mit dem Einsatz von IT-Systemen verbundenen Risiken wie z.B. Cyberrisiken.

Den operationellen Risiken wird mit diversen Risikosteuerungsmaßnahmen entgegengetreten:

Das Interne Kontroll-System wird über ein softwaregestütztes System umgesetzt. In diesem System werden einzelne Prozessschritte auf Risiken analysiert und mit entsprechenden Kontrollen entlang der Prozesskette versehen.

Vollmachten-Systeme regeln die Zahlungs- und Anweisungsvollmachten sowie Zugriffsberechtigungen.

Ein Rechts-/Compliance-Konzept sichert die Einhaltung und Kontrolle von Weisungen zu Compliance-Themen.

Ein übergeordnetes Governance System, welches sich aus der Geschäfts- und Risikostrategie ableitet, bildet gleichermaßen die Grundlage für weitergehende Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Die Ausführungen innerhalb des Governance System ermöglichen darüber hinaus die Funktionstrennungen.

Die operationellen Risiken umfassen auch die Compliance- und Rechtsrisiken.

Aus qualitativer Sicht kommt den operationellen Risiken eine vergleichsweise hohe Bedeutung zu. Operationelle Risiken werden insoweit akzeptiert, als diese für den Geschäftsbetrieb unter Kosten-Nutzen-Aspekten unvermeidbar sind. Unter dieser Voraussetzung wird so weit wie möglich eine Minimierung der operationellen Risiken angestrebt.

Zum Management der operationellen Risiken stehen aus Sicht der Versicherungsgesellschaft geeignete Maßnahmen und ausreichende Mittel zur Verfügung.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken beziehen sich auf einen möglichen Verlust von Versicherungsbeständen aufgrund einer Verschlechterung des Firmenrufs (Firmenreputation). Einflussfaktoren können die Veröffentlichung von rechtlichen oder moralischen Verfehlungen des Unternehmens bzw. handelnder Personen sein. Dazu zählen unter anderem systematische Falschberatung von Kunden, Veruntreuung von Kundengeldern, fehlerhafte Produkte oder die Verbreitung falscher oder unsachgemäßer Informationen. Reputationsrisiken werden regelmäßig im Rahmen des Risk Assessments erfasst und bewertet.

Auch eine serviceorientierte Kundenbetreuung zur Vermeidung von Beschwerden sowie ein Beschwerdemanagement mindern das Reputationsrisiko.

Im Rahmen des Run-Offs haben sich in den vergangenen Jahren keine speziellen Reputationsrisiken ergeben.

Strategische Risiken

Strategische Risiken im Zusammenhang mit der Erreichung wesentlicher unternehmerischer Zielsetzungen liegen im besonderen Blick der Geschäftsleitung. Ein Abgleich zwischen strategischer Zielplanung und Zielerreichung erfolgt in regelmäßigen Abständen. Wesentliche Abweichungen in Bezug auf die Zielerreichung und/oder Änderungen im Marktumfeld sind Thema der Geschäftsleitungssitzungen.

Gesamtbeurteilung

Zusammenfassend ist die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gewährleistet. Die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen nach Solvency I werden jederzeit erfüllt.

Personalbericht und Sonstiges

Mitarbeiter

Am Bilanzstichtag waren keine Mitarbeiter beschäftigt.

Betriebene Versicherungsarten

Kapitalbildende Lebensversicherung

Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall

Leibrentenversicherung

Aufgeschobene Leibrentenversicherung

Sofort beginnende Leibrentenversicherung

Rentenversicherung im Rahmen des Altersvermögensgesetzes

Zusatzversicherungen

Hinterbliebenenrenten-Zusatzversicherung

Witwen/Witwerrenten-Zusatzversicherung

Bewegung und Struktur des Bestands an Pensionsversicherungen (ohne sonstige Versicherungen) im Geschäftsjahr 2023

Anwärter Invaliden- und Altersrenten
Männer Frauen Männer Frauen Summe der Jahresrenten
Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Tsd. Euro
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 1.138 7.985 1.742 11.208 58.743
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. a. Neuzugang an Anwärter 0 0
1. b. Zugang an Altersrentnern 89 337 2.378
1. c. Zugang an Witwen/Witwer/Waisen
2. sonstiger Zugang 5 0 0 1 124
3. gesamter Zugang 5 0 89 338 2.502
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 3 12 89 459 1.471
2. Beginn der Altersrente 89 337
3. Ausscheiden mit Rückkaufswert 0 0 0 0 0
4. a. Reaktivierung 0 0 0
4. b. Wiederheirat, Ablauf
5. Ausscheiden unter Zahlung von Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen 0 0 0 0 0
6. Ausscheiden ohne Zahlung von Rückkkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen 0 0 0 0 0
7. sonstiger Abgang 0 2 0 0 1.210
8. gesamter Abgang 92 351 89 459 2.681
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 1.051 7.634 1.742 11.087 58.569
davon
1. beitragsfreie Anwartschaften 119 793
2. in Rückdeckung gegeben 0 0 0 0 0
Hinterbliebenenrenten
Witwen Witwer Waisen Summe der Jahresrenten
Anzahl Anzahl Anzahl Tsd. Euro
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 753 943 9 10.037
II. Zugang während des Geschäftsjahres
1. a. Neuzugang an Anwärter
1. b. Zugang an Altersrentnern
1. c. Zugang an Witwen/Witwer/Waisen 64 105 3 900
2. sonstiger Zugang 0 1 0 2
3. gesamter Zugang 64 106 3 902
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 53 93 0 758
2. Beginn der Altersrente
3. Ausscheiden mit Rückkaufswert 0 0 0 0
4. a. Reaktivierung
4. b. Wiederheirat, Ablauf 0 1 4 1
5. Ausscheiden unter Zahlung von Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen 0 0 0 0
6. Ausscheiden ohne Zahlung von Rückkkaufswerten, Rückgewährbeträgen und Austrittsvergütungen 0 0 0 0
7. sonstiger Abgang 3 0 0 52
8. gesamte Abgang 56 94 4 811
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 761 955 8 10.128
davon
1. beitragsfreie Anwartschaften
2. in Rückdeckung gegeben 0 0 0 0

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.000.000,00 15.000.000,00
2. Beteiligungen 51.541,88 15.051.541,88 51.541,88
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.237.056.965,74 1.249.185.690,74
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 148.990.600,11 149.804.217,29
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 101.094.418,05 109.538.808,94
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 88.549.803,32 89.874.817,73
c) Übrige Ausleihungen 1.155.171,62 190.799.392,99 1.576.846.958,84 1.591.898.500,72 1.155.171,62
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer
a) fällige Ansprüche 884.062,49 4.396.906,59
b) noch nicht fällige Ansprüche 0,00 884.062,49 0,00
II. Sonstige Forderungen 406.127,84 1.290.190,33 1.253.109,40
davon: an verbundene Unternehmen: 0,00 € (i.Vj. 0,00 €)
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 362.891,70 1.086.447,16
II. Andere Vermögensgegenstände 5.286.495,31 5.649.387,01 5.406.436,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 4.268.577,59 4.537.955,50
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.163,27 4.269.740,86 14.890,83
Summe der Aktiva 1.603.107.818,92 1.631.305.993,99

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.680.000,00 4.680.000,00
II. Kapitalrücklage 18.246.775,21 61.704.574,21
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 135.053,39 135.053,39
2. Andere Gewinnrücklagen 0,00 135.053,39 26.270.236,66
IV. Bilanzgewinn 69.728.035,66 92.789.864,26 0,00
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge 516.682,56 611.686,00
II. Deckungsrückstellung 1.476.190.944,44 1.513.488.515,00
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.549.901,96 1.399.586,99
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 21.187.351,00 1.499.444.879,96 12.027.922,96
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 566.466,00 574.645,00
II. Sonstige Rückstellungen 234.570,00 801.036,00 198.000,00
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern 3.016.426,79 3.084.490,67
II. Sonstige Verbindlichkeiten 7.055.611,91 10.072.038,70 7.131.283,11
davon:
an verbundene Unternehmen 6.494.110,45 € (i.Vj. 6.057.250,77 €)
aus Steuern: 332.577,22 € (i.Vj. 283.756.41 €)
Summe der Passiva 1.603.107.818,92 1.631.305.993,99

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B.II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 235 Abs. 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 336 in Verbindung mit § 234 Abs. 6 Satz 1, auch in Verbindung mit § 233 Abs. 5 Satz 2, VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 27.11.2023 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, den 15.03.2024

Annette Oppermann, Verantwortliche Aktuarin

Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

Olching, den 15.03.2024

Stefan Michael Plendl, Treuhänder

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2023

01.01.-.31.12.23 01.01.-.31.12.22
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge
a) Gebuchte Bruttobeiträge 12.657.003,09 15.896.693,25
b) Veränderung der Beitragsüberträge 95.003,44 12.752.006,53 48.103,00
2. Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0,00 8.301,91
3. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 42.525.115,61 42.525.115,61 39.279.517,71
davon: aus verbundenen Unternehmen 525.000,00 € (i.Vj. 525.000,00 €)
b) Erträge aus Zuschreibungen 0,00 0,00
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 560.016,58 43.085.132,19 8.618.966,36
4. Sonstige versicherungstechnische Erträge 0,00 0,00
5. Aufwendungen für Versicherungsfälle
a) Zahlungen für Versicherungsfälle 70.050.453,36 70.727.987,80
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 150.314,97 70.200.768,33 -458.544,42
6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
Deckungsrückstellung -37.297.570,56 -30.044.277,00
7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen 9.200.000,00 6.400.000,00
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
a) Verwaltungsaufwendungen 399.646,11 399.646,11 428.275,35
9. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 3.204.911,62 3.678.369,27
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 3.160.000,00 2.099.997,75
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 224.869,32 6.589.780,94 3.791.745,09
10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 3.363,77 0,00
11. Versicherungstechnisches Ergebnis 6.741.150,13 7.228.028,39
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 149.497,49 80.619,81
2. Sonstige Aufwendungen 752.539,93 -603.042,44 1.008.397,37
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.138.107,69 6.300.250,83
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.447.386,88 1.070.974,43
5. Sonstige Steuern 0,00 3.447.386,88 0,00
6. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 2.690.720,81 5.229.276,40
7. Jahresüberschuss 0,00 0,00
8. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 43.457.799,00 0,00
9. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 26.270.236,66 0,00
10. Bilanzgewinn 69.728.035,66 0,00

Anhang

Allgemeines

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG hat ihren Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe und ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichtes Bad Homburg v. d. Höhe unter der Nummer HRB 14501 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert.

Kapitalanlagen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden gemäß § 341b Abs. 1 in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 sowie 253 Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Alle Spezialfonds, bis auf einen Teil des Spezialfonds PL HAFS, sowie sämtliche Inhaberschuldverschreibungen sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Ihre Bewertung erfolgte gemäß § 341 b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 sowie 253 Abs. 3 HGB. Alle Publikumsfonds, sowie ein Teil des Spezialfonds PL HAFS, sind dem Umlaufvermögen zugeordnet. Dementsprechend wurden diese Fonds gemäß § 341b Abs. 2 in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 sowie 253 Abs. 4 HGB mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Spezialfonds wird hierbei ermittelt durch den Ansatz der fortgeführten Anschaffungskosten oder der Zeitwerte jedes einzelnen Titels innerhalb des Fonds. Auf einen Spezialfonds wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 3,2 Mio. Euro vorgenommen.

Die Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden gemäß des § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten zu- oder abzüglich der Amortisation der Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag gemäß des § 341c Abs. 3 HGB unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bereits geleistete Tilgungsbeträge wurden entsprechend abgezogen.

Bei den übrigen Ausleihungen handelt es sich um ein Genussrecht, welches gemäß § 341b Abs. 2 in Verbindung mit § 253 HGB mit den Anschaffungskosten bilanziert wurde.

Die Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt:

Zur Ermittlung der Zeitwerte von Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurde im Rahmen einer Einzelbewertungsmethode in Abhängigkeit vom Schuldner und der Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet.

Der Zeitwert der Beteiligung entspricht den Anschaffungskosten der Beteiligung an der Protektor Lebensversicherungs- AG.

Die Zeitwerte für die Inhaberschuldverschreibungen wurden mit dem Börsen- oder Marktpreis angesetzt. Anteile an Investmentvermögen wurden mit dem Rücknahmepreis oder mit dem Net Asset Value angesetzt.

Zur Ermittlung der Zeitwerte von Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen wurde jedem Papier in Abhängigkeit vom Schuldner und der Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet.

Der Zeitwert der übrigen Ausleihungen entspricht dem Anteilswert am Sicherungsvermögen von Protektor, Sicherungsfonds für die Lebensversicherer.

Forderungen

Die Forderungen sind zu Nennwerten bilanziert.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die laufenden Guthaben wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Die anderen Vermögensgegenstände wurden mit ihren jeweiligen Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Sämtliche versicherungstechnischen Rückstellungen für den so genannten regulierten Versicherungsbestand wurden nach dem durch die BaFin genehmigten Geschäftsplan bzw. für den so genannten deregulierten Versicherungsbestand nach den Meldungen gem. § 143 VAG einzelvertraglich berechnet.

Die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere das HGB, das VAG, die DeckRV und die RechVersV, wurden beachtet.

Die Berechnung der Beitragsüberträge erfolgte unter Berücksichtigung der Fälligkeitstermine der einzelnen Verträge. Die Beitragsüberträge wurden um die in die Beiträge eingerechneten Inkassokostenzuschläge, maximal jedoch um 4% des Beitrags, gekürzt.

Die Deckungsrückstellung wurde nach der prospektiven Methode berechnet. Hierbei wurden die in die Beiträge einkalkulierten Rechnungsgrundlagen, also Rechnungszinssätze, Kostensätze und in die Beiträge einkalkulierte Wahrscheinlichkeiten für das biometrische Risiko berücksichtigt.

Bei Versicherungsverträgen, bei denen der Rechnungszinssatz den Referenzzins gem. § 5 Abs. 3 DeckRV (2023: 1,57%, VJ: 1,57%) übersteigt, wurde die Deckungsrückstellung entsprechend § 5 Abs. 4 DeckRV um eine Zinszusatzreserve erhöht. Die Zinsverstärkung für den Altbestand wurde gemäß den durch die BaFin genehmigten Geschäftsplänen ermittelt.

Für bekannte, noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurden einzelvertraglich Rückstellungen gebildet. Für Versicherungsfälle, die vor dem Bilanzstichtag eingetreten sind, aber erst nach der Bestandsfeststellung bekannt werden, wurde eine pauschale Spätschadenrückstellung gebildet. Die Ermittlung der Rückstellungen erfolgte auf Basis der fälligen Versicherungsleistungen, vermindert um vorhandene Deckungsrückstellungen. Regulierungsaufwendungen wurden unter Beachtung steuerlicher Vorschriften berücksichtigt.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wurde nach handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Soweit Überschussanteile unwiderruflich deklariert wurden, wurde ein Teil der RfB gebunden.

In den Erläuterungen zur Bilanz ist die entsprechende Aufteilung der RfB dargestellt. Die detaillierte Übersicht zur Überschussbeteiligung ist am Ende des Berichtes dargestellt und ist Bestandteil des Anhangs.

Rechnungsgrundlagen für die Berechnung der Deckungsrückstellung der wesentlichen Versicherungsbestände

Tarifaeneration Rechnungszins Sterbetafel Anteil an der Deckungsrückstellung
Kapitalversicherungen
4,00 Prozent DAV 1994 T 1,5 Prozent
Rentenversicherungen
4,00 Prozent DAV 2004 R-B20/PRUDENTIA R-B20 2,4 Prozent
3,75 Prozent DAV 2004 R 39,4 Prozent
3,25 Prozent DAV 2004 R 17,9 Prozent
2,75 Prozent DAV 2004 R mod 33,7 Prozent
2,25 Prozent DAV 2004 R mod 2,3 Prozent
1,75 Prozent DAV 2004 R mod 0.7 Prozent
1,25 Prozent DAV 2004 R mod 0,8 Prozent
0,90 Prozent DAV 2004 R mod 0,8 Prozent
0,25 Prozent DAV 2004 R mod 0,5 Prozent

Rückversicherung

Es wurde kein Geschäft in Rückdeckung gegeben.

Andere Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren - der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) - in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben den gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen, Trends und Fluktuationen berücksichtigt. Der verwendete Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (Rück-AbzinsV) zum 30.11.2023 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen für eine Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB) und auf Basis der Marktverhältnisse zu diesem Zeitpunkt auf den Bilanzstichtag prognostiziert.

Mit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" wurde § 253 Abs. 2 HGB geändert. Demnach sind Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnittes von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB zu ermitteln.

Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendet:

Rentendynamik 1,80%
Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt) 1,82%
Zinssatz (7-Jahresdurchschnitt) 1,74%

Die sonstigen Rückstellungen einschließlich der Steuerrückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des jeweiligen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A. im Geschäftsjahr 2023

in T € Bilanzwerte 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge
A.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.000 0 0 0
2. Beteiligungen 52 0 0 0
Summe A. I. 15.052 0 0 0
A. Il. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.249.186 73.355 0 82.324
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 149.804 139 0 952
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 109.539 699 0 9.144
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 89.874 310 0 1.634
c) Übrige Ausleihungen 1.155 0 0 0
Summe A. Il 1.599.558 74.503 0 94.054
Summe A. I. - A. II. Kapitalanlagen 1.614.610 74.503 0 94.054
Gesamt 1.614.610 74.503 0 94.054
in T € Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte 31.12.2023 Zeitwerte 31.12.2023
A.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 15.000 12.388
2. Beteiligungen 0 0 52 52
Summe A. I. 0 0 15.052 12.440
A. Il. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 3.160 1.237.057 1.176.173
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 0 148.991 98.533
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0 0 101.094 91.321
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0 0 88.550 79.609
c) Übrige Ausleihungen 0 0 1.155 1.133
Summe A. Il 0 3.160 1.576.847 1.446.769
Summe A. I. - A. II. Kapitalanlagen 0 3.160 1.591.899 1.459.209
Gesamt 0 3.160 1.591.899 1.459.209

Die Gesamtsumme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen betrug 3,2 Mio. Euro (VJ: 2,1 Mio. Euro). Anteile an Investmentvermögen mit einem Buchwert von insgesamt 1.156,2 Mio. Euro wiesen stille Lasten in Höhe von 62,6 Mio. Euro auf. Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 149,0 Mio. Euro wiesen stille Lasten in Höhe von 50,5 Mio. Euro auf. Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von insgesamt 101,1 Mio. Euro hatten stille Lasten von 9,8 Mio. Euro. Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von insgesamt 68,5 Mio. Euro wiesen stille Lasten von 9,0 Mio. Euro auf. Auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfielen stille Lasten von 2,6 Mio. Euro. Auf weitere außerplanmäßige Abschreibungen wurde verzichtet, da wegen der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit und der damit verbundenen Wertaufholung nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird. Durch Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wurden Abschreibungen in Höhe von 113,0 Mio. Euro vermieden und als stille Last vorgetragen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten der Kapitalanlagen, an deren Bewertungsreserven nach den gesetzlichen Regeln die Versicherungsnehmer zu beteiligen sind, betrugen am 31.12.2023 insgesamt 241,7 Mio. Euro (VJ: 230,7 Mio. Euro); der beizulegende Zeitwert betrug zum gleichen Termin 236,4 Mio. Euro (VJ: 217,1 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein Saldo in Höhe von -5,3 Mio. Euro (VJ: -13,6 Mio. Euro). Dieser Wert entspricht 4,0% der gesamten stillen Lasten (VJ: 7,4% ).

A.II.1. Anteile an in- und ausländischen Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil

Marktwert Zeitwertreserve Ausschüttung
in € Anlageziel 31.12.2023 31.12.2023 2023
Spezialfonds auf die Bedürfnisse des einzigen Investors PRUDENTIA Pensionskasse AG ausgerichtet
PL HAFS Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt europäische Renten 561.873.495,30 -49.479.761,31 10.000.000,00
PL HAFS im Umlaufvermögen Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt europäische Renten 35.883.767,41 0,00 0,00
Infinity FCP-RAIF SF Four Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt Alternative Investments 507.376.892,93 -12.923.106,90 28.103.197,90
Eternity SCS, SICAV-RAIF Real Estate Equity V Immobilienspezialfonds 24.343.612,43 -156.387,57 0,00
Telesto Infra Fonds S.C.A. SICAV-RAIF Infrastrukturfonds 34.122.238,00 1.674.575,80 0,00
Marktwert Zeitwertreserve Ausschüttung
in € Anlageziel 31.12.2022 31.12.2022 2022
Spezialfonds auf die Bedürfnisse des einzigen Investors PRUDENTIA Pensionskasse AG ausgerichtet
PL HAFS Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt europäische Renten 575.164.713,26 -75.232.310,76 23.700.000,00
PL HAFS im Umlaufvermögen Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt europäische Renten 16.054.865,14 0,00 0,00
Infinity FCP-RAIF SF Four Gemischter Spezialfonds mit Anlageschwerpunkt Alternative Investments 505.904.223,03 -14.395.776,80 7.200.000,00
Eternity SCS, SICAV-RAIF Real Estate Equity V Immobilienspezialfonds 22.000.000,00 0,00 0,00
Telesto Infra Fonds S.C.A. SICAV-RAIF Infrastrukturfonds 24.000.000,00 -1.397.662,20 1.397.662,20

A.II. 3. c) Übrige Ausleihungen

in € 31.12.2023 31.12.2022
Genussrechte
Protektor, Sicherungsfonds für die Lebensversicherung 1.155.171,62 1.155.171,62

C.II. Andere Vermögensgegenstände

in € 31.12.2023 31.12.2022
Vorauszahlungen auf noch nicht versicherungstechnisch abgerechnete Versicherungsleistungen 5.286.495,31 5.406.436,31

D.II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

in € 31.12.2023 31.12.2022
vorausgezahlte Rechnungen 1.163,27 14.890,83
Gesamt 1.163,27 14.890,83

Passiva

A.I. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital betrug 4,7 Mio. Euro (VJ: 4,7 Mio. Euro). Es ist in 4.680.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

A.II. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug 18,2 Mio. Euro (VJ: 61,7 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf Entnahmen freier Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr.4 HGB in Höhe von 43,5 Mio. Euro zurückzuführen.

A.III. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen betrugen 0,1 Mio. Euro (VJ: 26,4 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 26,3 Mio. Euro zurückzuführen.

A.IV. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn betrug 69,7 Mio. Euro (VJ: 0,0 Mio. Euro).

B.IV. Rückstellung für die Beitragsrückerstattung - brutto-

in € 31.12.2023 31.12.2022
Stand 01.01. 12.027.922,96 6.408.441,59
Zuführung im Geschäftsjahr 9.200.000,00 6.400.000,00
Entnahme im Geschäftsjahr 40.571,96 780.518,63
Stand 31.12. 21.187.351,00 12.027.922,96
davon entfallen auf:
- bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 45.040,90 0,00
- bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Beiträge zur Beteiligung der Versicherungsnehmer an Bewertungsreserven 0,00 19.481,37
- mehrjährig gebunden 0,00 0,00
- den ungebundenen Teil der RfB 21.142.310,10 12.008.441,59

C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2023 betrug 10.085 Euro (VJ: 46.939 Euro). Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nicht einer Abführungssperre.

C. Il. Sonstige Rückstellungen

in € 31.12.2023 31.12.2022
Jahresabschlusskosten 101.150 94.000
Sonstige nicht versicherungstechnische Rückstellungen 133.420 104.000
Gesamt 234.570 198.000

Die sonstigen nicht versicherungstechnischen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen von 0,1 Mio. Euro und Aufwendungen für Jahresabschlusskosten von 0,1 Mio. Euro gebildet.

D. I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sind ausschließlich innerhalb der verzinslich angesammelten Überschussanteile vorhanden. In den Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern sind verzinslich angesammelte Überschussanteile von 1,4 Mio. Euro (VJ: 1,5 Mio. Euro) enthalten.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

1.1. a) Gebuchte Bruttobeiträge

Die Beiträge wurden im Inland erwirtschaftet.

in € 2023 2022
a) Gebuchte Beiträge
aa) Einzelversicherungen 0,00 0,00
bb) Kollektivversicherungen 12.657.003,09 15.896.693,25
Gesamt 12.657.003,09 15.896.693,25
b) Gebuchte Beiträge untergliedert nach
aa) laufenden Beiträgen 7.193.172,65 7.949.451,10
bb) Einmalbeiträgen 5.463.830,44 7.947.242,15
Gesamt 12.657.003,09 15.896.693,25

I. 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle betrugen 70,2 Mio. Euro (VJ: 70,3 Mio. Euro). Diese bestehen im Wesentlichen aus Zahlungen für Versicherungsfälle von 70,1 Mio. Euro (VJ: 70,7 Mio. Euro).

I. 7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen

Die Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen betrugen 9,2 Mio. Euro (VJ: 6,4 Mio. Euro).

Rückversicherungssaldo

Es wurde kein Geschäft in Rückdeckung gegeben.

Direktgutschrift

Eine Direktgutschrift wurde nicht gewährt.

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

II. 1. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge betrugen 0,2 Mio. Euro (VJ: 0,1 Mio. Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen aus laufenden Bankguthaben.

II. 2. Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen betrugen 0,8 Mio. Euro (VJ: 1,0 Mio. Euro). Diese resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro, Aufwendungen für Wartung von 0,1 Mio. Euro sowie Aufwendungen für Abschlussprüfung und Beratung von 0,2 Mio. Euro. Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen 0,01 Mio. Euro.

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in € 2023 2022
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 0,00 0,00
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0,00 0,00
3. Löhne und Gehälter -13.357,00 23.673,00
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0,00 0,00
5. Aufwendungen für Altersversorgung 12.076,24 578.491,87
Gesamt -1.280,76 602.164,87

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren keine Mitarbeiter/innen beschäftigt.

Bezüge

Der Vorstand wird durch die Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG vergütet. Es wurden 0,1 Mio. Euro umgelegt. Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,06 Mio. Euro (VJ: 0,01 Mio. Euro).

Organe

Dem Vorstand gehörten folgende Personen an:

Bernd Neumann, Geschäftsbereich Finance, Chief Financial Officer (CFO)

Lars Krug, Geschäftsbereich IT, Chief Technology Officer (CTO)

Christian Subbe, Geschäftsbereich Kapitalanlagen, Chief Investment Officer (CIO)

Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen:

Dr. Christian Wrede (Vorsitzender) - Geschäftsführender Gesellschafter

Prof. Dr. Kurt Wolfsdorf (stellv. Vorsitzender) - Unternehmer

Georg Mehl - Unternehmer

Andrew Zeissink - Senior Assistant President der FOSUN Gruppe

Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die Taunus Insurance Opportunities S.C.S., Munsbach, Luxemburg. Unmittelbares Mutterunternehmen ist die Plato Life Management & Service GmbH & Co. KG, Grünwald, die 100% (VJ: 100%) der Anteile an der PRUDENTIA Pensionskasse AG hält. Der Jahresabschluss der PRUDENTIA Pensionskasse AG wird in den Konzernabschluss der Taunus Insurance Opportunities S.C.S. einbezogen. Die Taunus Insurance Opportunities S.C.S., Luxemburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss der Taunus Insurance Opportunities S.C.S. wird im deutschen Unternehmensregister veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für Abschlussprüfung wird im Konzernabschluss der Taunus Insurance Opportunities S.C.S angegeben. Neben der Abschlussprüfung hat der Abschlussprüfer weitere gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Prüfungen vorgenommen. Dies betrifft die Prüfung der Angaben nach § 7 SichLV.

Angaben nach Art. 7 Taxonomie-Verordnung

Die diesem Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 69.728.035,66 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG ist gemäß §§ 221 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer.

Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen bis ein Sicherungsvermögen von 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Hieraus ergeben sich für die Gesellschaft keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 Promille der gewichteten Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 1,1 Mio. Euro (VJ: 1,1 Mio. Euro).

Zusätzlich hat sich die Gesellschaft verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1% der gewichteten Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge.

Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 11,3 Mio. Euro (VJ: 11,3 Mio. Euro). Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

Die PRUDENTIA Pensionskasse AG ist bei Alternativen Investment Fonds Investitionsverpflichtungen in Höhe von 64,5 Mio. Euro (VJ: 2,0 Mio. Euro) eingegangen.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, den 03.04.2024

Der Vorstand

Bernd Neumann

Christian Subbe

Lars Krug

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRUDENTIA Pensionskasse AG, Bad Homburg v. d. Höhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRUDENTIA Pensionskasse AG, Bad Homburg v. d. Höhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRUDENTIA Pensionskasse AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 10. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Daniel Buhr, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsleitung im Geschäftsjahr 2023 entsprechend der nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht. In der ersten Sitzung des Jahres befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss für das Jahr 2022. In dieser Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss. Somit wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 gem. § 172 AktG festgestellt. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat damit, welche Berichterstattung im Zusammenhang mit ESG zu erfüllen ist und mit der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft. In den folgenden Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit der finanziellen Entwicklung und der Solvabilitätsausstattung der Gesellschaft. Ein Schwerpunkt der Diskussionen im Aufsichtsrat war die Kapitalanlagestrategie und die Vorgehensweise bei der Anlage der einzelnen Investments. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit der Solvabilitätssituation der Gesellschaft befasst. Zudem hat sich der Aufsichtsrat mit der Kontrolle und Überwachung der ausgelagerten Dienstleistungen beschäftigt. Darüber hinaus informierte der Vorstand regelmäßig über die aufsichtsrechtlich notwendige Berichterstattung wie u.a. ERB und BaFin- Prognoserechnung und die Steuerung der Risiken aus der Corona-Pandemie. Schließlich hat sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten beschäftigt. Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres in drei Sitzungen und regelmäßig außerhalb der Sitzungen beraten.

Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss eingerichtet, dem alle Mitglieder des Aufsichtsrates angehören. Dieser hat einmal getagt. In dieser Sitzung hat sich der Prüfungsausschuss mit der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision beschäftigt. Die Wirksamkeit wurde als angemessen erachtet.

Der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, und der Lagebericht wurde durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, sodass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Berichte des Abschlussprüfers sofort erhalten.

An der Sitzung des Aufsichtsrats vom 17.04.2024 hat der Abschlussprüfer teilgenommen und von den wesentlichen Ergebnissen seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich mit Jahresabschluss und dem Bericht des Abschlussprüfers eingehend befasst und diesen zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vom 17.04.2024 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023 gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

 

Der Aufsichtsrat

ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG 2024

(Abweichende Vorjahreswerte in Klammern)

Laufende Überschussbeteiligung

Die Zinsüberschussanteile betragen in 2024:

Gewinn- Tarifgruppe verband Tarifnamen tariflicher Rechnungszins Versicherungsbeginn lfd. Überschuß bez. auf überschussberecht. Deckungsrückstellung
1 A GRP 3,75% bis 30.06.00 0,00%
GRU 3,75% bis 30.06.00 0,00%
3,25% 01.07.00 - 31.12.03 0,00%
1 B RT3G, RT4(W), GRR, GRR-AG, GRR-AN, GRR-Rie, GR65 3,25% 01.07.00 - 31.12.03 0,00%
2,75% 01.01.04 - 31.12.04 0,00%
2,75% 01.01.05 - 31.12.06 0,00%
2,25% 01.01.07 - 31.12.11 0,00%
1,75% 01.01.12 - 31.12.14 0,00%
1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)
RT1G, RT2G 4,00% bis 30.06.00 0,00%
3,25% 01.07.00 - 31.12.03 0,00%
2,75% 01.01.04 - 31.12.04 0,00%
2,75% 01.01.05 - 31.12.06 0,00%
2,25% 01.01.07 - 31.12.11 0,00%
1,75% 01.01.12 - 31.12.14 0,00%
1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)
AV2(W/G), AV4(W/G) 2,75% 01.01.05 - 31.12.06 0,00%
2,25% 01.01.07 - 31.12.11 0,00%
1,75% 01.01.12- 31.12.14 0,00%
1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)
Z, ZU, U 2,25% 01.01.07 - 31.12.11 0,00%
1,75% 01.01.12 - 31.12.14 0,00%
1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)
1 c GR 3,75% bis 30.06.00 0,00%
3,25% 01.07.00 - 31.12.03 0
2 ER 3,75% bis 30.06.00 0
3 GK 4,00% bis 30.06.00 0
4 GRA, GRA-RE, GRB, GRB-RE 2,75% 01.07.00 - 31.12.03 0,00%
2,75% 01.01.04 - 31.12.04 0,00%
2,75% 01.01.05 - 31.12.06 0,00%
2,25% 01.01.07 - 31.12.11 0,00%
1,75% 01.01.12 - 31.12.14 0,00%
1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)
5 P2(W/G), P4(W/G) 3,25% 01.07.00 - 31.12.03 0,00%
3,25% 01.01.04 - 31.12.04 0
6 EU2(W/G), EU4, EUZ 1,25% 01.01.15 - 31.12.16 0,00%
0,90% 01.01.17 - 31.12.21 0,00%
0,25% ab 01.01.22 0,65% (0,00%)

Die gesamte Überschussbeteiligung wird grundsätzlich der RfB entnommen.

Beteiligung an den Bewertungsreserven

Gemäß § 153 VVG sind Versicherungsnehmer mit überschussberechtigten Verträgen an den Bewertungsreserven zu beteiligen. Hierzu werden die Bewertungsreserven einmal jährlich (gesondert für die Beteiligung bei Ablauf einer Versicherung und in der Rentenbezugszeit) ermittelt und der auf die einzelnen Verträge entfallende Anteil nach einem verursachungsorientierten Verfahren zugeordnet. Bei Fälligkeit der Versicherungsleistung wird der so ermittelte Betrag zur Hälfte zugeteilt.

Bewertungsreserven entstehen, wenn die Zeitwerte der überschussberechtigten Kapitalanlagen über den entsprechenden Bilanzwerten liegen. Voraussetzung für die Beteiligung ist insbesondere, dass sich für die Kapitalanlagen am maßgebenden Stichtag positive Bewertungsreserven ergeben. Von der Hälfte der am jeweils maßgebenden Bewertungsstichtag festgestellten Bewertungsreserven wird der Teilbetrag ermittelt, der auf den Bestand an Versicherungen entfällt, für die ein Anspruch auf die Beteiligung an den Bewertungsreserven besteht. Außerdem erfolgt gemäß LVRG die Beteiligung an Bewertungsreserven aus festverzinslichen Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäften nur soweit sie einen Sicherungsbedarf aus den Verträgen mit Zinsgarantie übersteigen.

Bezüglich der laufenden Renten erfolgt eine Deklaration zur Erhöhung des Zinsüberschusssatzes für ein Geschäftsjahr auf Basis des Durchschnittes der Bewertungsreserven des Vorjahres.

Verzinsliche Ansammlung der Überschussanteile

Die angesammelten Überschussanteile werden für alle Tarifgenerationen jährlich mit 0,90% (VJ: 0,00%) verzinst.

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