Sartorius Weighing Technology GmbH

Otto-Brenner-Straße 20, 37079 Göttingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 201458
Eingetragen
18.2.2011
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Forschung und Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb von und der Handel mit Produkten, Geräten, Gegenständen, Systemen und Verfahren sowie die Erbringung von Service- und Dienstleistungen für Anwendungen aller Art auf den Gebieten Wägetechnik, Messtechnik, Automationstechnik, Informationstechnik, Elektronik, Liquid Handling, Laborbedarf sowie verwandten Technologien. Die Gesellschaft kann alle genannten Geschäfte selbst ausführen oder sich darauf beschränken, diese Tätigkeiten in Beteiligungn zu halten und zu verwalten.

Historie

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Management

NameRolle
William Peer Brauer
seit 23.5.2022
Prokura
Prokura
Mario Hespe
seit 21.4.2020
Geschäftsführer
Carsten Wolter
seit 11.3.2019
Geschäftsführer
Katrin Sebastian
seit 29.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sartorius AG
Germany
1.250 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sartorius Weighing Technology GmbH

Göttingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 hat die Sartorius AG, Göttingen, den Unternehmensbereich Mechatronik als Gesamtheit gegen Gewährung eines Geschäftsanteils an der Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen, als übernehmendem Rechtsträger im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme eingebracht. Ausgegliedert wurden alle materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände des Aktiv- als auch das Passivvermögens und alle sonstigen Rechte und Pflichten sowie Rechtsbeziehungen, soweit sie den Unternehmensbereich Mechatronik betreffen oder ihm wirtschaftlich zuzurechnen sind. Hiervon betroffen waren insbesondere auch von der Sartorius AG gehaltene und dem Unternehmensbereich Mechatronik zuzuordnende Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften sowie mit diesen verbundenen Unternehmen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Ausgliederung erfolgte handelsrechtlich zu Verkehrswerten. Durch Ausübung steuerlicher Bewertungswahlrechte erfolgte die Ausgliederung für steuerliche Zwecke zu Zwischenwerten.

In einem nächsten Schritt hat die Sartorius Weighing Technology GmbH die Anteile an in- und ausländischen Tochtergesellschaften im Wege einer Sachdividende an die Sartorius Lab Holding GmbH ausgeschüttet.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die kräftige Erholung der Weltwirtschaft setzte sich im Jahr 2011 zunächst fort, verlor jedoch im Jahresverlauf an Dynamik. Während das reale Bruttoinlandsprodukt der führenden Volkswirtschaften im ersten Quartal noch um ca. 2,4 % zulegen konnte, lag das Wachstum im vierten Quartal bei lediglich 1,4 %. Wesentlicher Einflussfaktor für die Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums war neben dem Auslaufen der krisenbedingten Nachholeffekte, der Naturkatastrophe in Japan und hoher Rohstoffpreise die Ausweitung der Staatsschuldenkrise in einer Vielzahl von Industrieländern. Auf Basis der Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 4,0 % gegenüber 5,1 % im Jahr 2010.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Industrienationen verlief erneut recht heterogen. Per Saldo stieg die Wirtschaftsleistung der Industrieländer nach Angaben des IWF im Berichtsjahr um 1,6 % nach 3,1 % im Vorjahr.

Die US-Wirtschaft blieb auch im Jahr 2011 vor allem durch strukturelle Probleme beeinflusst. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, ein schwacher Immobilienmarkt sowie die vergleichsweise hohe Verschuldung privater und öffentlicher Haushalte zeigten sich als Belastungsfaktoren für das stark vom privaten Konsum abhängige Land.

Innerhalb der Staaten des Euroraums lief die Wirtschaftsentwicklung wie schon im Vorjahr ebenfalls deutlich auseinander. Die staatliche Schuldenkrise weitete sich im Jahresverlauf zunehmend aus und mündete in einer Serie von Ratingabstufungen für die Kreditwürdigkeit bestimmter Staaten. Der infolge der verschlechterten Haushaltslage eingeschlagene Konsolidierungskurs führte im Berichtsjahr in Griechenland und Portugal zu einer deutlichen Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. Demgegenüber nahm die Wirtschaftsleistung der beiden größten Volkswirtschaften des Euroraums, Deutschland und Frankreich, im Jahr 2011 zu.

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich im vergangenen Jahr v.a. dank eines kräftigen Exportwachstums robust. Gleichzeitig erholte sich die Inlandsnachfrage, u.a. gestützt durch private Konsumausgaben. Mit Blick auf die dynamische Erholung der Wirtschaft nach dem Krisenjahr 2009 und anhaltend niedriger Zinsen nahmen die Unternehmensinvestitionen ebenfalls spürbar zu. Insgesamt zeigte sich jedoch im Jahresverlauf aufgrund der Ausweitung der staatlichen Schuldenkrise eine deutliche Abschwächung der Wachstumsdynamik. Für das Jahr 2011 rechnet der IWF mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,7 % (2010: 3,6 %).

Die hohe wirtschaftliche Wachstumsdynamik verlangsamte sich im Jahresverlauf in vielen Schwellenländern Asiens aufgrund einer abschwächenden Nachfrage aus der Eurozone und den USA leicht. Insgesamt wuchs die asiatische Wirtschaft (China, Indien, Indonesien, Malaysien, Philippinen, Thailand und Vietnam) im Jahr 2011 um 8,2 % (Vorjahr: 9,5 %).

Zu den für den Sartorius Konzern wesentlichen Währungen zählt neben dem Euro auch der US-Dollar, an den einige wichtige weitere Währungen gekoppelt sind. Zu Beginn des Berichtsjahres verteuerte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar vor dem Hintergrund der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf ca. 1,48 US-Dollar im Mai 2011. Im weiteren Jahresverlauf schwächte sich der Außenwert der Gemeinschaftswährung deutlich ab und fiel zum Jahresende auf 1,30 US-Dollar. Im Jahresdurchschnitt konnte der Euro jedoch mit 1,39 US-Dollar gegenüber 2010 (1,33) an Stärke gewinnen.

Das weltweite durchschnittliche Zinsniveau erhöhte sich im Berichtsjahr geringfügig, blieb jedoch weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Der 3-Monats-EURIBOR, d.h. der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft, erhöhte sich von 1,0 % zum 31. Dezember 2010 auf 1,4 % zum 31. Dezember 2011.

Quellen: International Monetary Fund: World Economic Outlook September 2011; OECD: Quarterly National Accounts; Statistisches Bundesamt; VWD; IWF, World Economic Outlook Database, September 2011.

Branchenspezifisches Umfeld

Die Hauptkunden von Sartorius kommen aus der biopharmazeutischen und pharmazeutischen Industrie, aus der Chemie- und Nahrungsmittelbranche sowie aus öffentlichen Forschungseinrichtungen. Von den Entwicklungen in den jeweiligen Branchen gehen wichtige Impulse für die Geschäftsentwicklung des Konzerns aus.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die Pharmabranche blieben im Berichtsjahr weitestgehend unverändert. Während die demografische Entwicklung, der verbesserte Zugang zu Gesundheitsversorgung insbesondere in den Emerging Markets, die Ausweitung von Zivilisations- und chronischen Krankheiten sowie die Entwicklung neuer Medikamente wesentliche Wachstumstreiber darstellten, wirkten diesen vor allem Sparmaßnahmen in den Gesundheitssystemen der Industrienationen sowie Patentabläufe entgegen. Das internationale Marktforschungsinstitut IMS Health prognostizierte für das Berichtsjahr ein Wachstum des Weltpharmamarktes von 4 % - 5 % nach einem Anstieg von 4,1% im Vorjahr.

Die stärksten Zuwachsraten zeigten erneut die Regionen Asien, Afrika, Australien und Latein Amerika, die laut Angaben des IMS um 12 % bis 13 % bzw. 11 % bis 12 % zulegen konnten. Diese Regionen profitierten vor allem durch den Ausbau staatlicher Gesundheitsversorgung sowie höhere Ausgaben privater Haushalte für Medikamente. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von mehr als 20 % in den vergangenen fünf Jahren entwickelte sich China nach Japan zum drittgrößten Pharmamarkt der Welt.

Der Biotechnologiemarkt zeigte in den vergangenen Jahren gegenüber dem Weltpharmamarkt ein deutlich überproportionales Wachstum. Dies ist vor allem durch die Einführung zahlreicher neuer Biopharmazeutika in den letzten Jahren sowie die Erweiterung von Indikationen für vorhandene Arzneimittel begründet. So stieg der Umsatzanteil von biologisch hergestellten Medikamenten laut Expertenschätzungen von 13% im Jahr 2005 auf ca. 19% im Jahr 2011. Bei den neu zugelassenen Medikamenten entstammt sogar jedes zweite Präparat einem Biotech-Labor. Biopharmazeutisch hergestellte Medikamente lassen sich grundsätzlich in die drei Gruppen therapeutische Proteine, monoklonale Antikörper und Vakzine einteilen. Derzeit sind die therapeutischen Proteine, die u.a. in der Therapie von Diabetes oder chronischer Blutarmut eine wichtige Rolle spielen, die größte Gruppe biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe. Experten gehen davon aus, dass insbesondere die Gruppe der monoklonalen Antikörper in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung zunehmen wird. Sie werden u.a. für die Behandlung von Krebs, HIV und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Rheuma eingesetzt. Gegenwärtig befinden sich ca. 300 monoklonale Antikörper in der klinischen Entwicklung (Phase I-III).

Auch im Berichtsjahr war die Pharmabranche von Kooperationen sowie kleineren und mittleren Akquisitionen geprägt, wenngleich auf einem leicht geringeren Niveau als in 2010. Wesentliche Ziele dieser Transaktionen waren es, die Entwicklung neuer Präparate zu beschleunigen, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen und das Geschäft in den Emerging Markets auszubauen.

Grundsätzlich kann sich die fortschreitende Konzentration der Pharmaindustrie auf bestimmte Zulieferbereiche auswirken. So können die Zulieferstrukturen neu zusammengeführter Unternehmen überprüft und die Anzahl der Lieferanten reduziert werden. In einer günstigen Ausgangsposition sehen sich insbesondere die Zulieferer mit einem strategisch wichtigen Produktportfolio, hohem Applikations Know-how, globaler Aufstellung und überdurchschnittlicher Performance. In diesem Zusammenhang nimmt das Key Account Management der Zulieferunternehmen eine immer bedeutendere Stellung ein, vor allem wenn es um den Einsatz neuer Technologien oder spezieller Anwendungskompetenz geht.

Ein Teil unserer Nachfrage nach Laborequipment kommt aus der öffentlichen Forschung. Infolge der Wirtschaftskrise haben laut OECD einige Staaten Budgetkürzungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung angekündigt und umgesetzt. Insgesamt hat sich das Wachstum der F&E-Ausgaben der OECD-Mitgliedstaaten in den letzten Jahren verlangsamt. Demgegenüber zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung in den aufstrebenden Schwellenländern, deren Anteil an den Gesamtausgaben für F&E in den letzten Jahren sukzessive zunahm.

Die chemische Industrie ist mit deutlichen Produktionszuwächsen in das Berichtsjahr gestartet. So stieg das Produktionsvolumen im ersten Quartal 2011 um 5,3 %. Im weiteren Verlauf schwächte jedoch das Wachstum bedingt durch das eingetrübte Wirtschaftsumfeld ab, so dass die Industrie auf Basis der Daten des European Chemical Industry Council (Cefic) im dritten Quartal einen Produktionszuwachs von lediglich 0,2 % verzeichnete. Für das Berichtsjahr rechnet der Cefic insgesamt mit einem Produktionszuwachs von 2,0 %. Aufgrund deutlich gestiegener Preise, insbesondere für Petrochemikalien, dürfte das Umsatzwachstum dieser Industrie in 2011 hingegen überproportional ausgefallen sein.

Quellen: IMS Health: Market Prognosis, März 2011; Datamonitor: Monoclonal Antibodies 2010; Evaluate Pharma: World Preview 2016; OECD Science Technology and Industry Outlook 2010; Cefic: Monthly Reports, Facts and Figures 2011; WestLB: European Pharmaceuticals.

Geschäftsentwicklung

Strategie

Die Sparte Mechatronik ist ein weltweiter Anbieter von Wäge-, Mess- und Kontrolltechnik für vielfältige Anwendungen in Laboren und industriellen Prozessen.

Starke Position in der Laborwägetechnik

Unser Laborgeschäft umfasst Produkte wie Laborwaagen oder Feuchtemessgeräte. Als Anbieter von Produkten mit hohen Anforderungen an Präzision, Sicherheit und Service sind wir im Premium- und Standardsegment positioniert. Sartorius ist in der Laborwägetechnik der weltweit zweitgrößte Anbieter und verfügt über einen starken und langfristig etablierten Markennamen sowie eine sehr gute Position insbesondere in Europa und Asien. Unsere Laborkunden kommen im Wesentlichen aus den Bereichen Forschung und Qualitätssicherung der Pharma-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie sowie aus öffentlichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Laborportfolio durch Akquisition ausgebaut

Im Berichtsjahr konnten wir das Sortiment unserer Laborprodukte durch die Übernahme des Liquid Handling-Geschäfts der Firma Biohit Oyj durch den Sartorius Konzern erweitern. Das erworbene Portfolio, das im Jahr 2011 einen Umsatz von rund EUR 40 Mio. erzielte, umfasst mechanische und elektronische Pipetten sowie dazugehörige Verbrauchsmaterialien und Service. Das Pipettengeschäft ergänzt unser Produktportfolio vor dem Hintergrund nahezu identischer Kundengruppen und der Notwendigkeit eines professionellen Service in idealer Weise.

Umsatz

Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2011 rund EUR 140,7 Mio. Im Inland wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 58,7 Mio. erzielt, während sich der Auslandsumsatz auf EUR 82,0 Mio. belief. Damit lag die Exportquote bei 58,3 %.

Ergebnis

Die Gesellschaft hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2,8 Mio. abgeschlossen. Der im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete Rohertrag betrug rund EUR 82,3 Mio., die Rohertragsquote belief sich damit auf 55,9 %. Neben dem Personalaufwand in Höhe von EUR 41,7 Mio. sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 44,2 Mio. wesentlicher Bestandteil des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern in Höhe von EUR -0,1 Mio. Das Finanzergebnis war mit EUR -0,7 Mio. leicht negativ. Das Ergebnis des Berichtsjahres wurde insbesondere durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen für abgeschlossene Kurs- und Zinssicherungsgeschäfte und hohe Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie Einmaleffekte im Vorratsvermögen infolge der zu Verkehrswerten erfolgten Einbringung des Mechatronik-Unternehmensbereichs belastet.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanz

Die Bilanzsumme der Sartorius Weighing Technology GmbH betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 rund EUR 188,0 Mio.

Das Anlagevermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf EUR 121,2 Mio. Auf die Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenstände entfallen davon EUR 115,3 Mio., die Finanzanlagen betragen zum 31. Dezember 2011 rund EUR 5,9 Mio.

Das Umlaufvermögen beträgt zum 31. Dezember 2011 EUR 66,7 Mio. Das sind 35,5 % der Bilanzsumme. Hiervon entfallen auf die Vorräte EUR 17,4 Mio. und auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände EUR 45,6 Mio.

Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf EUR 45,0 Mio., das entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 23,9 %. Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2,4 Mio., Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 1,7 Mio. und sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 13,2 Mio. zusammen. Die Verbindlichkeiten betragen EUR 118,5 Mio. Davon entfielen EUR 52,2 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und EUR 43,0 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus werden Passive latente Steuern in Höhe von EUR 7,1 Mio. bilanziert.

Finanzierung | Treasury

Die Finanzierung des Sartorius Konzerns steht auf einer langfristigen und breit angelegten Basis, deren Kernelement zwei syndizierte Kreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 406,0 Mio. mit einer Laufzeit bis September 2013 bzw. April 2016 bilden. Die Kreditlinie für die Sartorius AG, auf die die Sartorius Weighing Technology GmbH zurückgreifen kann, beläuft sich auf EUR 225,0 Mio., bereitgestellt durch ein Bankenkonsortium unter Führung der Commerzbank, WestLB und der NordLB.

Zur Diversifizierung der Finanzierungsstruktur hat die Gesellschaft ein Factoring-Programm mit einem Maximalvolumen von EUR 15,0 Mio. implementiert.

Die Bruttoverschuldung gegenüber Banken betrug zum Bilanzstichtag EUR 42,8 Mio. Bei Liquiden Mitteln von EUR 3,6 Mio. ergibt sich eine Nettoverschuldung in Höhe von EUR 39,2 Mio.

Infolge unserer weltweiten Vertriebsstruktur generieren wir Zahlungen in verschiedenen Fremdwährungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zahlungen in US-Dollar, Japanischen Yen und Britischen Pfund. Durch unser globales Produktionsnetzwerk mit Produktionsstätten außerhalb Deutschlands in Nordamerika, Großbritannien, China und Indien können wir einen Großteil der Wechselkursschwankungen kompensieren (sog. Natural Hedging). Das verbleibende Netto-Exposure sichern wir durch Währungsgeschäfte ab.

Cashflow

Für das Geschäftsjahr 2011 ergibt sich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 5,3 Mio. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich als Saldo aus Ein- und Auszahlungen aus Kredittilgungen (ohne Berücksichtigung von Effekten aus der Einbringung) auf rund EUR 3,0 Mio. Die Ausgaben für immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf rund EUR 3,0 Mio.

Die Liquiden Mittel am 31. Dezember 2011 betrugen EUR 3,6 Mio.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.759.528,64 auf neue Rechnung vorzutragen.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr gab die Sartorius Weighing Technoloy GmbH EUR 4,5 Mio. für Forschung und Entwicklung aus. Die umsatzbezogene F&E-Quote liegt bei 3,2 %.

Ein wichtiger Baustein unserer F&E-Strategie sind Allianzen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Indem wir das eigene Portfolio mit innovativen Technologien von externen Partnern ergänzen, können wir neue Produkte und Prozesslösungen schnell und vergleichsweise risikoarm entwickeln. Im Berichtsjahr haben wir deshalb die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen weiter vertieft.

Im Berichtsjahr haben wir den Einsatzbereich unserer Premium-Laborwaagenreihe Cubis erneut vergrößert. Um die Vorschriften der Pharmakopöe zur Qualitätssicherung bei Abfüllprozessen im Labor noch zuverlässiger einzuhalten, leitet die Waage den Anwender künftig automatisch durch die einzelnen Prozessschritte, überwacht die Einhaltung der vorgeschriebenen Toleranzgrenzen und wertet die Messergebnisse aus. Die Waage wird durch diese neue Art der Prozesssteuerung vollständig in die Laborabläufe integriert und minimiert so potenzielle Fehlerquellen.

Im Berichtsjahr haben wir die Baugruppen unserer Prozessoren reduziert und damit die Typenvielfalt verringert. Die Prozessoren werden unabhängig vom Produkt, in dem sie verbaut werden, gefertigt und unterscheiden sich je nach Gruppe in Preis und Verwendungshäufigkeit. So muss jede Funktionalität der Prozessoren nur einmal entwickelt werden. Weniger Varianten eines Produkts über den gesamten Lebenszyklus zu betreuen, beschleunigt die Entwicklung, bringt Kostenvorteile und erhöht die Effizienz in der Produktion. Auch die Hardware der Produkte wie Linsen- und Displaydesign oder Bildschirmgröße wurde vereinheitlicht. So konnten wir die Anzahl unserer Lieferanten reduzieren und weitere Produktions- und Kostenvorteile erzielen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Geschäftsjahresende am 31.12.2011 waren in der Sartorius Weighing Technology GmbH 664 Mitarbeiter beschäftigt.

Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigt die Gesellschaft eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter sowohl aus naturwissenschaftlichen als auch technischen Fachrichtungen. Durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven sind wir bestrebt, unsere Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

Die Führungspositionen werden bevorzugt aus den eigenen Reihen besetzt. Im Rahmen eines ganzheitlichen Führungskräfteentwicklungskonzeptes bekommen die betreffenden Mitarbeiter die Gelegenheit, ihre individuellen Führungsmöglichkeiten zu erweitern. Gemäß unserer Führungsleitlinien pflegen wir einen offenen und teamorientierten Umgang in allen Bereichen unseres Unternehmens.

Im Rahmen des Arbeitsschutzes werden die sicherheitstechnischen und arbeitsorganisatorischen Gegebenheiten fortlaufend an die jeweils geltenden Gesetze und Verordnungen sowie die Vorschriften und Empfehlungen der Berufsgenossenschaft angepasst und optimiert.

Umweltmanagement

Die Gesellschaft betreibt ein aktives betriebliches Umweltmanagement, das durch kontinuierliche Maßnahmen und verantwortungsvolles Handeln deutlich über die bloße Befolgung gesetzlicher Vorschriften hinaus geht. Auf Basis unseres nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems setzen wir unsere Umweltschutzprogramme bei allen Produkt- und Produktionsstufen um. Es wird fortlaufend weiterentwickelt und ist Maßgabe für unsere internationalen Standorte. Schwerpunktthemen der Aktivitäten sind ein effizienter Rohstoff- und Energieeinsatz sowie die Umsetzung von Stoffverboten in elektronischen Produkten.

Prognosebericht

Künftiges gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte sich die weltweite Wirtschaftsleistung 2012 mit einem Wachstum von 4,0 % auf einem ähnlichen Expansionsniveau wie im Berichtsjahr 2011 bewegen (2011: + 4,0 %). Die Wirtschaftsinstitute sehen diese Prognose jedoch mit überdurchschnittlich hohen Risiken behaftet. Vor diesem Hintergrund weisen die Schätzungen der Experten eine hohe Bandbreite auf und wurden in den vergangenen Monaten bereits mehrfach nach unten angepasst. Zu den Risikofaktoren gehören laut IWF insbesondere die mit der Schuldenkrise verbundenen Unsicherheiten mit potenziell negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

Nach Ansicht des IWF ist die Schulden- und Vertrauenskrise in den USA und in einigen Mitgliedsstaaten des Euroraums nach wie vor nicht überwunden. Als maßgeblich für die Entwicklung der Weltwirtschaft wird es dahingehend angesehen, ob es den Regierungen gelingt, eine adäquate Balance zwischen Impulsen für Wirtschaftswachstum und der notwendigen Konsolidierung der Staatshaushalte zu erreichen. Insgesamt kann laut IWF ein Abgleiten der US-Wirtschaft und einiger Mitgliedsstaaten des Euroraums in eine Rezession nicht ausgeschlossen werden.

Pharmabranche mit stabilem Wachstum

Die Pharmabranche dürfte laut IMS Health im Jahr 2011 um 4 % bis 5 % gewachsen sein. Aufgrund von im Wesentlichen unveränderten Markttreibern gehen die Experten auch kurz- und mittelfristig von einem weiteren Wachstum der Weltpharmamärkte aus.

Wesentliche Antriebskräfte für die Branche werden auch in Zukunft die demographische Entwicklung, insbesondere in den westlichen Industrieländern, ein stetig wachsender Zugang zu Gesundheitsversorgung in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie ein generelles Ansteigen von Zivilisations- und chronischen Krankheiten sein. Darüber hinaus steuern neue Medikamentenentwicklungen zum Wachstum der Branche bei.

Dem entgegen wirken laut Branchenexperten das Ablaufen von Patenten sowie, insbesondere im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise, Sparmaßnahmen in den Gesundheitssystemen vieler Industrieländer. Allein in Nordamerika, der weltweit mit Abstand größten Region der Pharmabranche nach Umsatz, werden in 2012 Medikamente mit einem Umsatz von 26 Mrd. US-Dollar ihren Patentschutz verlieren.

Insgesamt rechnet das Marktforschungsinstitut IMS Health mit einem Wachstum der weltweiten Pharmabranche von 3 % bis 6 % in der Periode 2010 bis 2015.

Schwellenländer expandieren überdurchschnittlich

Die stärksten Zuwachsraten werden weiterhin für die sogenannten Pharmerging Markets erwartet, zu denen IMS Health die 17 Länder Ägypten, Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine, Venezuela und Vietnam zählt. Für diese Länder wird in der Periode 2010 bis 2015 mit einem Wachstum von 13 % bis 16 % gerechnet, obwohl sich die Ausgaben für Arzneimittel immer noch auf einem vergleichsweise geringen Niveau bewegen. Die erwartete Expansion der Bevölkerung, der Ausbau der staatlichen Gesundheitsversorgung sowie höhere Ausgaben privater Haushalte sind die dominierenden Wachstumstreiber des Pharmamarktes in diesen Ländern.

Für den größten Einzelmarkt unter den Pharmerging Markets, China, liegt der erwartete Zuwachs bei 19 % bis 22 %, so dass der relative Umsatzanteil Chinas am Weltmarkt von rund 5 % in 2010 auf ca. 14 % in 2015 steigen dürfte.

Die Pharmamärkte in den westlichen Ländern dürften in den Jahren 2010 bis 2015 nur moderat zulegen. So erwartet IMS für Nordamerika in den nächsten Jahren ein durchschnittliches Wachstum von lediglich 0 % bis 3 % (CAGR 2011-15). Hier dürfte sich v.a. das Ablaufen von einer Vielzahl von Patenten, aber auch Sparmaßnahmen der öffentlichen Kostenträger dämpfend auswirken. Für Europa wird mit einem Wachstum von 2 % bis 5 % (CAGR 2011-15) gerechnet, was durch die Sparmaßnahmen der einzelnen Länder auch im Zuge der Schuldenkrise beeinflusst sein dürfte.

Investitionen in öffentliche Forschung von nationalem Interesse

Da der Innovationsleistung ein wesentlicher Einfluss auf die wirtschaftliche Leistung eines Landes beigemessen wird, rechnen Wirtschaftsforscher grundsätzlich damit, dass die öffentlichen F&E-Aufwendungen trotz makroökonomischer Risiken langfristig wieder steigen werden. Neben einigen Industriestaaten haben vor allem Schwellenländer mit großen Märkten, wie China oder Indien, hohe Summen für die Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung bereitgestellt, um zu den Industrienationen aufzuschließen und ihre Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu reduzieren.

Chemiebranche rechnet mit moderatem Wachstum

Der European Chemical Industry Council (Cefic) rechnet für die europäische Chemieindustrie für 2012 mit einer Wachstumsrate von 1,5 % nach 2,0 % im Berichtsjahr. Zentrale Unsicherheitsfaktoren sind laut Angaben des Cefic die Schuldenkrise in der Eurozone und die hohe Verschuldung der USA sowie staatliche Sparmaßnahmen.

Quellen: 2011, IMS Health: IMS The Global Use of Medicine: Outlook Through 2015, IMS Market Prognosis Global, IMS MIDAS (73 Märkte weltweit); PhRMA Branchenreport; EU Industrial R&D Investment Scoreboard (EU-Anzeiger); OECD Science Technology and Industry Outlook 2011; Business Insights: The future of the Biologicals Market; VCI: Jahrespressekonferenz; Cefic: Facts and Figures 2011; WestLB: European Pharmaceuticals, November 2011.

Künftige Geschäftsentwicklung

Auch für das Jahr 2012 rechnet die Gesellschaft mit einem profitablen Wachstum. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen auf Basis konstanter Wechselkurse einen Umsatzanstieg von etwa 3 %. Weiterhin geht die Unternehmensleitung von einer Steigerung des operativen Ergebnisses in etwa gleicher Höhe aus. Unter Annahme sich fortsetzender technologischer Trends sowie eines stabilen konjunkturellen Umfelds rechnen wir für das Folgejahr 2013 mit weiterem Wachstum von Umsatz und Ergebnis.

Risiko und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Als international agierendes Unternehmen ist die Sartorius Weighing Technology GmbH naturgemäß verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um bestehende und potenzielle Risiken effizient berücksichtigen zu können, hat der Sartorius Konzern ein Risikomanagementsystem (RMS) implementiert, in welches die Sartorius Weighing Technology GmbH eingebunden ist. Das RMS dient der frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Überwachung von Risiken. Auf diese Weise verfügt die Geschäftsleitung jederzeit über Informationen zur Gesamtrisikolage und kann gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen.

Der vorgeschriebene Berichtsprozess verpflichtet die Risikoverantwortlichen, die Risikosituation innerhalb ihres Verantwortungsbereiches in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen und in Abhängigkeit von der Erreichung festgelegter Größenkriterien zu melden.

Für alle erkennbaren Risiken innerhalb der Sartorius Weighing Technology GmbH, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, wurden im Berichtsjahr Gegenmaßnahmen und/oder bilanzielle Vorsorgen getroffen, sofern dies sinnvoll und möglich war.

Erläuterung der Risikosituation

Supply Chain Risiken

Unsere Lieferkette reicht von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Vertrieb. Störungen innerhalb dieses Ablaufes können u.a. Lieferverzögerungen zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, haben wir ein globales Supply Chain Management aufgesetzt, das die gesamten Abläufe analysiert und steuert, sodass die Risiken in diesem Zusammenhang weitgehend minimiert werden. Nachfolgend werden die einzelnen Risiken innerhalb unserer Supply Chain ausführlich dargestellt:

Beschaffungsrisiken

Wir beziehen von unseren Lieferanten eine Vielzahl von Rohstoffen, Bauteilen, Komponenten und Dienstleistungen. Damit verbunden sind Risiken in Form von unerwarteten Lieferengpässen und | oder Preissteigerungen. Unser globales Supply Chain Management ermöglicht eine Überwachung und Steuerung der Beschaffungsaktivitäten und trägt so zur Reduzierung dieser Risiken bei. Zusätzlich führen wir regelmäßig Lieferantenüberprüfungen durch und nutzen darüber hinaus Frühwarnsysteme. Außerdem halten wir bei strategisch wichtigen Rohstoffen stets Sicherheitslagerbestände vor und arbeiten wenn möglich mit Alternativlieferanten zusammen.

Produktionsrisiken

In Abhängigkeit von unserer technologischen Kernkompetenz fertigen wir einen großen Teil der Produkte mit hoher Fertigungstiefe selbst. Im Fall der Eigenproduktion tragen wir die damit verbundenen Risiken wie z.B. Kapazitätsengpässe bzw. Überkapazitäten, Produktionsausfälle, überhöhte Ausschussraten und hohe Working Capital-Bindung. Durch sorgfältige Planung der Produktionskapazitäten, die Nutzung variabel einsetzbarer Maschinen in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie durch die kontinuierliche Überwachung des Produktionsprozesses werden diese Risiken begrenzt und reduziert.

Absatzrisiken

Der Vertrieb unserer Produkte ist weltweit über verschiedene Vertriebskanäle organisiert. Mögliche Risiken bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Preisdruck sowie in der Nichteinhaltung mit Kunden getroffener Liefervereinbarungen. Anhand gezielter Marktanalysen versuchen wir Entwicklungstendenzen der Nachfrage auf einzelnen Teilmärkten frühzeitig zu erkennen, um entsprechend reagieren zu können. Mit technischen Innovationen und durch das Adressieren von Absatzmärkten mit geringer Preissensibilität verringern wir das Risiko eines zunehmenden Preisdrucks. Durch den Aufbau und die Nutzung von Zentrallagern haben wir in den letzten Jahren unsere Vertriebslogistik optimiert und so die Risiken im Logistikbereich minimiert.

Qualitätsrisiken

Durch umfangreiche Qualitätskontrollen sowie den Einsatz moderner Produktionstechniken und - verfahren, stellen wir sicher, dass unsere Produkte höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Ferner unterliegen diese Produktionstechniken und -verfahren im Rahmen von Verbesserungsprozessen einer kontinuierlichen Überprüfung und werden entsprechend aktueller Anforderungen optimiert. Die Zertifizierung nach ISO 9001 dokumentiert den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte und Prozesse. Unabhängig davon haben wir uns in signifikantem Umfang gegen Produkthaftungsrisiken versichert.

F&E-Risiken

Einen erheblichen Teil unserer Ressourcen verwenden wir für die Forschung und Entwicklung. Potenzielle Risiken ergeben sich in diesem Bereich aus Fehlentwicklungen, dem Überschreiten von geplanten Entwicklungszeiten oder aus dem ungewollten Know-how-Transfer zu Wettbewerbern. Modernes Projektmanagement, intensives Entwicklungscontrolling sowie die frühzeitige Einbindung unserer Kunden in den Entwicklungsprozess begrenzen die F&E-Risiken deutlich. Patente und die ständige Beobachtung der relevanten Technologien und Wettbewerber sichern unsere Technologieposition ab.

Kundenrisiken

Die wichtigsten Kunden der Sartorius Weighing Technology GmbH stammen aus der pharmazeutischen, der Nahrungsmittel- und chemischen Industrie und aus Forschungs- und Bildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors. Dabei handelt es sich meist um relativ große, bereits seit langem existierende Unternehmen mit hoher Bonität. Da wir in den meisten Geschäftsbereichen eine stark diversifizierte Kundenstruktur aufweisen, ist unsere Abhängigkeit von einzelnen Großkunden insgesamt relativ gering. Das im Geschäftsjahr 2011 fortgesetzte Factoring Programm hält unsere Risikoposition im Bereich von Forderungen gegenüber Kunden auf unverändert niedrigem Niveau. Ferner arbeiten wir an einer kontinuierlichen Verbesserung unseres Forderungsmanagements und bedienen uns externer Rating-Agenturen zur besseren Steuerung unserer Kreditrisiken.

Mitarbeiterrisiken

Als innovatives Technologieunternehmen beschäftigt Sartorius Weighing Technology GmbH eine große Zahl hoch qualifizierter Mitarbeiter. Der Gefahr der Abwanderung von Mitarbeitern - vor allem derjenigen in Schlüsselpositionen - und dem demographischen Wandel begegnen wir durch leistungsbasierte Vergütungsmodelle, gezielte Fortbildungsangebote und weitere attraktive Sozialleistungen, kontinuierliche Ausbildung von Nachwuchskräften sowie durch das Aufzeigen interessanter Entwicklungsperspektiven. Der Erfolg dieser Maßnahmen spiegelt sich in einer in den letzten Jahren sehr geringen Fluktuationsrate und einer hohen durchschnittlichen Verweildauer der Mitarbeiter im Unternehmen wider. In Einzelfällen enthalten Arbeitsverträge eine Klausel, die einen Wechsel zu direkten Konkurrenzunternehmen untersagt. Darüber hinaus wurden bereits im Vorjahr weltweit sowohl der Sartorius Verhaltenskodex und der Sartorius Antikorruptionskodex eingeführt, als auch mit allen Mitarbeitern die drei Kernwerte des Unternehmens diskutiert. Diese Maßnahmen wirken identitätsstiftend, verstärken die Unternehmensbindung und bieten den Mitarbeitern erhöhte Handlungssicherheit.

Finanzielle Risiken

Durch die globale Ausrichtung der Sartorius Weighing Technology GmbH ist die Geschäftstätigkeit zwangsläufig mit finanziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen neben spezifischen konzernrechnungslegungsbezogenen Risiken vor allem das Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Liquiditätsrisiko, die im Folgenden beschrieben werden.

Wechselkursrisiken

Da wir gut ein Drittel des Konzernumsatzes in US-Dollar bzw. in an den US-Dollar gekoppelten Währungen sowie einen geringeren Teil in anderen Fremdwährungen erzielen, sind wir insbesondere bei der Währungsumrechnung von Bilanz- bzw. G&V-Positionen von Wechselkursänderungen betroffen. Gleichzeitig sind wir aufgrund unseres globalen Produktionsnetzwerkes in der Lage, den überwiegenden Teil der in Fremdwährung erzielten Umsatzerlöse konzernintern durch ebenfalls in Fremdwährung anfallende Kosten zu kompensieren. Den über die Kosten in Fremdwährung hinausgehenden Umsatzanteil in Fremdwährung, das so genannte Nettowährungsexposure, sichern wir zentral mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die wir überwiegend mit inländischen Banken abschließen. Unsere Sicherungsstrategie sieht grundsätzlich eine Absicherung von bis zu 1,5 Jahren im Voraus vor. Der Abschluss und die Kontrolle der Devisensicherungsgeschäfte sind dabei personell getrennt.

Zinsänderungsrisiken

Für einen vergleichsweise kleinen Teil unserer ausstehenden Kredite haben wir eine Festzinssatzvereinbarung getroffen, sodass hier kein Risiko schwankender Zahlungsströme besteht. Der Großteil der zum Stichtag ausstehenden Kredite wird jedoch in Abhängigkeit vom Marktzinssatz verzinst. Davon sind derzeit knapp zwei Drittel mit Zinssicherungsinstrumenten abgesichert, der verbleibende Teil unterliegt dem Zinsänderungsrisiko. Wir beobachten die Zinsentwicklung kontinuierlich und werden gegebenenfalls weitere Sicherungsgeschäfte abschließen, sofern wir dies für notwendig und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als sinnvoll erachten.

Liquiditätsrisiken

Im April 2011 konnte eine der beiden bestehenden syndizierten Kreditvereinbarungen des Sartorius Konzerns zu günstigeren Konditionen unter Aufstockung des Kreditvolumens bis April 2016 verlängert werden. Die zweite syndizierte Kreditvereinbarung läuft unverändert bis September 2013 zu den bisherigen Konditionen weiter. Mit einer Gesamthöhe beider Vereinbarungen von derzeit noch 406 Mio. € steht die Konzernfinanzierung auf einer breiten und langfristigen Basis. Unser Anlagevermögen ist zum weit überwiegenden Teil durch langfristiges Kapital gedeckt. Durch kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätsplanung und den Einsatz moderner Treasurysoftware stellen wir jederzeit die konzernweite Zahlungsfähigkeit sicher.

Umweltrisiken

Die Gesellschaft steht in ständiger Interaktion mit seiner Umwelt und ist somit stets dem Risiko ausgesetzt, diese zu belasten. Negative Umweltauswirkungen zu vermeiden und zu vermindern ist Aufgabe aller Verantwortlichen an den Standorten weltweit. Die zentrale Abteilung Umwelt-, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit unterstützt dabei durch Beobachtung und Überwachung der entsprechenden Vorgänge. Sartorius hat ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem etabliert, welches integriert und spartenübergreifend aufgebaut ist und eine Reihe umweltrelevanter Regelungen umfasst, um Risiken in diesem Bereich zu minimieren.

IT-Risiken

Neben den zuvor aufgeführten Risiken bestehen potenzielle Risiken im IT-Bereich. Risiken hinsichtlich der IT-Sicherheit werden durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Umsetzung der IT-Sicherheitsrichtlinien und -konzepte verringert. Diese Regeln und Maßnahmen orientieren sich an den Vorgaben der ISO 27001 und des BSI Grundschutzes.

Weiterhin werden die bestehenden IT-Applikationen und IT-Systeme durch regelmäßige externe und interne IT-Audits hinsichtlich möglicher Risiken überprüft und entsprechende Maßnahmen zu ihrer Minimierung ergriffen. Der kontinuierliche Abgleich der IT-Strategie mit der Business-Strategie, die Verfolgung der technischen Weiterentwicklungen und der Einsatz moderner Hard- und Software ermöglichen einen risikominimierten Betrieb der IT-Systemlandschaft.

Prozessrisiken

Bilanziell nicht berücksichtigte Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Jahresergebnis haben könnten, sind derzeit nicht anhängig.

Versicherungen

Soweit möglich und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll, haben wir uns gegen eine Vielzahl von Risiken versichert. Diese Versicherungen umfassen u.a. Haftpflicht-, Sach-, Betriebsunterbrechungs-, Transport- und Vermögensschadensrisiken sowie einen umfangreichen Rechtsschutz. Art und Umfang des Versicherungsschutzes werden durch eine eigenständige Abteilung in Zusammenarbeit mit einem externen Versicherungsmakler regelmäßig geprüft und angepasst.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation und künftigen Entwicklung

Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken absehbar.

 

Göttingen, den 4. April 2012

Sartorius Weighing Technology GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen

AKTIVA

  Anhang EUR Eröffnungsbilanz 31.1.2011
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (4) 107.401.854,88 0
II. Sachanlagen (5) 7.904.186,21 0
III. Finanzanlagen (6) 5.927.169,18 0
    121.233.210,27 0
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (7) 17.447.588,14 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (8) 45.595.152,49 0
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   3.629.330,28 25
    66.672.070,91 25
C. Rechnungsabgrenzungsposten   69.087,73 0
    187.974.368,91 25

Passiva

     
  Anhang EUR Eröffnungsbilanz 31.1.2011
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (9) 5.000.000,00 25
II. Kapitalrücklage (10) 42.736.213,51 0
III. Bilanzverlust (11) -2.759.528,64 0
    44.976.684,87 25
B. Rückstellungen (12) 17.375.353,94 0
C. Verbindlichkeiten (13) 118.471.330,10 0
D. Passive latente Steuern   7.151.000,00 0
    187.974.368,91 25

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen

  Anhang EUR EUR
1. Umsatzerlöse (16) 140.669.762,06  
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (17) 7.545.445,09  
      148.215.207,15
3. Andere aktivierte Eigenleistungen (18) 128.726,18  
4. Sonstige betriebliche Erträge (19) 12.367.904,11  
      12.496.630,29
      160.711.837,44
5. Materialaufwand (20) 65.423.509,65  
6. Personalaufwand (21) 41.676.005,44  
7. Abschreibungen (22) 11.581.479,73  
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (23) 44.236.458,96  
9. Erträge aus Beteiligungen (24) 2.062.526,89  
      160.854.926,89
10. Überschuss vor Zinsergebnis und Steuern     -143.089,45
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (25) 280.055,05  
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (25) 3.076.648,72  
      -2.796.593,67
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     -2.939.683,12
14. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-) (26) -282.305,70  
15. Sonstige Steuern (26) 102.151,22  
      -180.154,48
16. Jahresfehlbetrag/Bilanzverlust     -2.759.528,64

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2011

SARTORIUS WEIGHING TECHNOLOGY GMBH, GÖTTINGEN

Die Sartorius Weighing Technology GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 31. Januar 2011 gegründet. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister erfolgte am 18. Februar 2011.

Rückwirkend auf den 1. Januar 2011 wurde aus dem Vermögen der Sartorius AG, Göttingen, der Unternehmensbereichs statische (Labor-)Wägetechnik (nachfolgend auch Unternehmensbereich Mechatronik genannt) als Gesamtheit gegen Gewährung eines Geschäftsanteils an der Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen, im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß §§ 123 Abs. 3 Nr. 1, 131 Abs. 1 UmwG übertragen. Ausgegliedert wurden alle materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände, und zwar sowohl des Aktiv- als auch das Passivvermögens und alle sonstigen Rechte und Pflichten sowie Rechtsbeziehungen, soweit sie den Unternehmensbereich Mechatronik betreffen oder ihm wirtschaftlich zuzurechnen sind. Hiervon betroffen waren insbesondere auch von der Sartorius AG gehaltene und dem Unternehmensbereich Mechatronik zuzuordnende Anteile und Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften sowie mit diesen Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten. Ausgenommen davon waren insbesondere die Beteiligungen an der Sartorius Mechatronics T&H GmbH, Hamburg, und der Sartorius Mechatronics C&D GmbH & Co. KG, Aachen, die dem Bereich der industriellen Wägetechnik zuzuordnen sind sowie die Anteile an der SIV Grone 1 GmbH & Co. KG, Göttingen, sowie an der SI Grone 1-Verwaltungs-GmbH, Göttingen. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Ziel, die Geschäftstätigkeit der Sartorius AG auf die Funktion einer strategischen, konzernleitenden Management-Holding zu konzentrieren.

Die Übertragung erfolgte handelsrechtlich zu Verkehrswerten und steuerlich zu Zwischenwerten. Im Rahmen der Einbringung in die Sartorius Weighing Technology GmbH wurden - bewertet zu Verkehrswerten - insbesondere Anlagevermögen (EUR 218,0 Mio.), Umlaufvermögen (EUR 47,9 Mio.) sowie Rückstellungen (EUR 16,4 Mio.), Verbindlichkeiten (EUR 90,1 Mio.) und Passive latente Steuern (EUR 9,9 Mio.) übertragen. In diesem Zusammenhang wurde das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 25 auf EUR 5,0 Mio. erhöht. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen Aktiva und Passiva in Höhe von EUR 144,5 Mio. wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

In einem weiteren Schritt wurden die Anteile an der Sartorius Weighing Technology GmbH von der Sartorius AG in die Sartorius Lab Holding GmbH zu Buchwerten gegen Gewährung eines neuen Geschäftsanteils eingebracht. Anschließend hat die Sartorius Weighing Technology GmbH die Beteiligungsbuchwerte an den im Rahmen der Ausgliederung übertragenden Anteilen an den Tochtergesellschaften als Sachdividende an die Sartorius Lab Holding GmbH durch Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 101,8 Mio. ausgeschüttet.

Darüber hinaus wurden die Anteile an der SIV Grone 1 GmbH & Co. KG, Göttingen, sowie an der SI Grone 1-Verwaltungs-GmbH, Göttingen, von der Sartorius AG an die Sartorius Weighing Technology GmbH zu Buchwerten verkauft. Anschließend wurden die bei der Sartorius Weighing Technology GmbH bilanzierten Grundstücke und Gebäude der Produktion in Göttingen zu Buchwerten in Höhe von EUR 5,4 Mio. auf die SIV Grone 1 GmbH & Co. KG, Göttingen, übertragen.

Im Rahmen weiterer konzerninterner Umstrukturierungen hat die Sartorius Weighing Technology GmbH den Geschäftsbereich Prozessanalytik an die Sartorius Stedim Biotech GmbH verkauft. Im Gegenzug hat die Sartorius Weighing Technology GmbH den Geschäftsbereich Lab Water von der Sartorius Stedim Biotech GmbH erworben.

1. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Sartorius Weighing Technology GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

2. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

3. Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

4. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

  Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
T€
Geschäfts- oder Firmenwert
T€
Summe
T€
Bruttobuchwerte Stand 1.1.2011 0 0 0
Zugang durch Einbringung 66.155 50.239 116.394
Investitionen 155 626 781
Abgänge 620 0 620
Umbuchungen 0 0 0
Bruttobuchwerte Stand 31.12.2011 65.690 50.865 116.555
Abschreibungen Stand 1.1.2011 0 0 0
Abschreibungen 2011 5.915 3.334 9.249
Abgänge 96 0 96
Abschreibungen Stand 31.12.2011 5.819 3.334 9.153
Nettobuchwerte Stand 31.12.2011 59.871 47.531 107.402

Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der im Berichtsjahr durchgeführten Ausgliederung des Geschäftsbereichs Mechatronik von der Sartorius AG auf die Sartorius Weighing Technology GmbH entstanden ist, wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der im Geschäftsjahr im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereichs Lab Water von der Sartorius Stedim Biotech GmbH entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert wird ebenfalls über 15 Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte sind durch die langjährigen Kundenbeziehungen und durch die entsprechend langen Lebenszyklen der Produkte sowie der damit verbundenen zukünftigen Umsätze begründet.

5. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

  Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
T€
Technische Anlagen und Maschinen
T€
Betriebs- und Geschäftsausstattung
T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
T€
Summe
T€
Bruttobuchwerte Stand 1.1.2011 0 0 0 0 0
Zugang durch Einbringung 5.442 2.172 4.697 422 12.733
Investitionen 0 628 2.116 780 3.524
Abgänge 5.442 0 742 0 6.184
Umbuchungen 0 114 308 -422 0
Bruttobuchwerte Stand 31.12. 2011 0 2.914 6.379 780 10.073
Abschreibungen Stand 1.1.2011 0 0 0 0 0
Abschreibungen 2011 0 547 1.785 0 2.332
Abgänge 0 0 163 0 163
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abschreibungen Stand 31.12.2011 0 547 1.622 0 2.169
Nettobuchwerte Stand 31.12.2011 0 2.367 4.757 780 7.904

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen.

Steuerliche Vereinfachungsverfahren werden angewendet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftgüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften bilanziert und abgeschrieben.

Bei den Abgänge des Postens Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken handelt es sich um die Grundstücke und Gebäude, die nach Zugang im Rahmen der im Berichtsjahr vorgenommenen Einbringung zu Buchwerten auf die 100 %ige Tochtergesellschaft SIV Grone 1 GmbH & Co. KG, Göttingen, übertragen wurden.

Für die Abschreibungen im Anlagevermögen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Software 2 bis 5 Jahre
Gebäude 15 bis 50 Jahre
Maschinen 5 bis 15 Jahre
BGA 3 bis 13 Jahre

6. Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen haben sich folgendermaßen verändert:

  Anteile an verbundenen Unternehmen
T€
Summe
T€
Bruttobuchwerte Stand 1.1.2011 0 0
Zugang durch Einbringung 88.882 88.882
Investitionen 5.727 5.727
Abgänge 88.682 88.682
Umbuchungen 0 0
Bruttobuchwerte Stand 31.12.2011 5.927 5.927
Abschreibungen Stand 1.1.2011 0 0
Abschreibungen 2011 0 0
Abgänge 0 0
Zuschreibungen 0 0
Abschreibungen Stand 31.12.2011 0 0
Nettobuchwerte Stand 31.12.2011 5.927 5.927

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert, soweit ihnen am Bilanzstichtag kein niedrigerer Wert beizulegen ist.

Zum 1. Januar 2011 wurde der Geschäftsbereich (Labor-) Wägetechnik der Sartorius AG im Wege der Einbringung zu Verkehrswerten in die Gesellschaft eingebracht. Im Rahmen dieser Einbringung wurden auch die Anteile an den dem Geschäftsbereich (Labor-) Wägetechnik zuzurechnenden Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften in die Sartorius Weighing Technology GmbH eingebracht.

Die weiteren Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen in Höhe von EUR 5,4 Mio. insbesondere die Anteile an der SIV Grone 1 GmbH & Co. KG. Durch die im Berichtsjahr vorgenommene Übertragung der Grundstücke und Gebäude auf die SIV Grone 1 GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 5,4 Mio. wurde im Wege der Sacheinlage das Eigenkapital der SIV Grone 1 GmbH & Co. KG entsprechend erhöht.

Die Abgänge der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert aus der im Berichtsjahr vorgenommenen Sachdividende an die 100 %ige Muttergesellschaft Sartorius Lab Holding GmbH.

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird verwiesen.

7. Vorräte

  31.12.2011
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.998
Unfertige Erzeugnisse 4.876
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.536
Geleistete Anzahlungen 38
  17.448

Unter den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten und die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital werden nicht verrechnet.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kommt in Teilbereichen das Festwertverfahren zur Anwendung.

Niedrigere Börsen- oder Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2011
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.969
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.534
Sonstige Vermögensgegenstände 1.092
  45.595

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Im Rahmen eines Factoringprogramms sind zum 31.12.2011 Forderungen in Höhe von T€ 3.634 an den Factor verkauft worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen an die Gesellschafterin Sartorius Lab Holding GmbH, Göttingen, in Höhe von T€ 2.239.

9. Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital wurde in Höhe von T€ 25 im Wege der Bareinlage geleistet. Darüber hinaus wurde das Gezeichnete Kapital im Zusammenhang mit der Einbringung des Geschäftsbereichs (Labor-) Wägetechnik der Sartorius AG zum 1. Januar 2011 um T€ 4.975 auf T€ 5.000 erhöht. Die Erhöhung des Stammkapitals wurde als Sacheinlage durch Einbringung des Geschäftsbereichs (Labor-) Wägetechnik durch die Sartorius AG geleistet.

10. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

  T€
Stand 1.1.2011 0
Erhöhung durch Sacheinlage 144.556
Abgang durch Sachdividende -101.820
Stand 31.12.2011 42.736

Entsprechend den Regelungen des Ausgliederungsvertrags wurde der die Erhöhung des Stammkapitals übersteigende Betrag des im Rahmen der Einbringung des Geschäftsbereichs (Labor-) Wägetechnik übertragenen Nettovermögens in die Kapitalrücklage eingestellt.

Im Rahmen der im Berichtsjahr durchgeführten Konzernumstrukturierungen hat die Sartorius Weighing Technology GmbH die Beteiligungsbuchwerte an den im Rahmen der Ausgliederung übertragenden Anteilen an den Tochtergesellschaften als Sachdividende an die Sartorius Lab Holding GmbH aus der Kapitalrücklage ausgeschüttet.

11. Bilanzverlust

  T€
Stand 1.1.2011 0
Verlust des Geschäftsjahres 2.759
Stand 31.12.2011 -2.759

12. Rückstellungen

  31.12.2011
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.424
Steuerrückstellungen 1.724
Sonstige Rückstellungen 13.227
  17.375

Die Pensionsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den folgenden Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden gemäß § 249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB gebildet.

  Beginn des Berichtsjahres Ende des Berichtsjahres
angewandte Rechnungslegungsstandards HGB i.d.F. des BilMoG  
angewandte Bewertungsstandards Projected Unit Credit Method (PUCM)  
Annahmen zu Sterblichkeit und Invalidität "Richttafel 2005G" von Klaus Heubeck  
Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a 5,16% 5,13%
von 15 Jahren) (Stand: 31.12.2010) (Stand: 31.12.2011)
erwartete Rentensteigerung p.a. 2,00% 2,00%
erwartete Einkommensteigerung p.a.    
-Einzelzusagen - -
-Versorgungsordnung - -
berücksichtigte Erhöhung der Festbeträge p.a. - -
Fluktuation - -
rechnungsmäßige Endalter vorgezogene Altersgrenzen  

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

 
Rückstellung zum 31. Dezember 2010 0
Zugang durch Einbringung 2.261.102
Rückstellung zum 1. Januar 2011 2.261.102
Zinsaufwand 116.593
Effekt der Änderung des Rechnungszinses 11.267
sonstige Veränderung 35.308
Brutto-Rückstellung zum 31. Dezember 2011 2.424.270

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden bei ihrer Bemessung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Nachfolgend genannte Bewertungsannahmen und -methoden für die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellungen wurden herangezogen:

  Beginn des Berichtsjahres Ende des Berichtsjahres
angewandte Rechnungslegungsstandards HGB i.d.F. des BilMoG  
Annahmen zu Sterblichkeit und Invalidität "Richttafel 2005G" von Klaus Heubeck  
abgeschlossene ATZ-Verträge:    
- mittlere Restlaufzeit 1 Jahr 1 Jahr
- Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a 3,75% 3,80%
(Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.) (Stand: 30.11.2010) (Stand: 31.10.2011)
potenzielle ATZ-Anwärter:    
- mittlere Restlaufzeit 2 Jahre 3 Jahre
- Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a 3,90% 4,09%
(Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.) (Stand: 30.11.2010) (Stand: 31.10.2011)
erwartete Einkommensteigerung p.a. 3,00% 3,00%
(Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.)    

In die Alterteilzeitrückstellung wurden neben Beschäftigten mit abgeschlossenen Verträgen auch potenzielle Altersteilzeitanwärter unter Beachtung der Eintrittswahrscheinlichkeit einbezogen.

Die Gewährleistungsrückstellungen werden grundsätzlich prozentual auf den gewährleistungspflichtigen Umsatz berechnet. Der hierfür verwendete Prozentsatz wird aus betrieblichen Erfahrungen abgeleitet und fortlaufend auf Angemessenheit überprüft.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem folgende Beträge:

  31.12.2011
T€
Personalkosten 5.304
Drohverluste 3.524
Altersteilzeit 2.350
Gewährleistungen 720
Provisionen, Gutschriften, Boni 170
Übrige 1.329
  13.227

13. Verbindlichkeiten

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

  Bilanzausweis 31.12.2011
T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
T€
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten 52.161 0 6.661
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 503 0 503
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.596 0 6.596
Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unternehmen 43.021 0 43.021
Verbindlichkeiten gegen- über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 48 0 48
Sonstige Verbindlichkeiten 16.142 0 16.142
  118.471 0 72.971
  31.12.2011
T€
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:  
Steuern 620
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Sartorius Lab Holding GmbH, Göttingen, in Höhe von T€ 2.000.

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:

  31.12.2011
T€
Miet- und Leasingverträgen  
- fällig im Geschäftsjahr 2012 1.753
(davon verbundene Unternehmen) (852)
- fällig 2013 bis 2016 4.462
(davon verbundene Unternehmen) (3.408)

15. Derivative Finanzinstrumente

Der Sartorius Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken im operativen Geschäft. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Kontrahenten dieser Finanzgeschäfte sind ausschließlich Banken, die auch an der Syndizierung der beiden Konsortialkreditverträge beteiligt sind.

Die Durchführung erfolgt zentral durch die Sartorius Corporate Administration GmbH für das operative Geschäft der Mechatronik und der Biotechnologie. Die handelnden Gesellschaften sind für die Mechatronik die Sartorius Weighing Technology GmbH und für den Biotechnologie-Teilkonzern die Sartorius Stedim Biotech GmbH.

Zum Stichtag 31.12.2011 gab es zur Absicherung des Term Loan in Höhe von 70 MEUR Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) mit einem Nominalvolumen von 40 MEUR bis September 2013. Darüber hinaus haben wir Zinssicherungsgeschäfte (Forward Zinsswap) mit einem Nominalvolumen von 55 MEUR mit einer Laufzeit bis März 2016 abgeschlossen. Für die Zinssicherungsgeschäfte wurde zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 1.082 gebildet.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die Sartorius Weighing Technology GmbH zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für bestehende Devisentermingeschäfte war zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 2.327.

Zum Stichtag hatte die Sartorius Weighing Technology GmbH Devisentermingeschäfte in folgender Höhe abgeschlossen:

  Nominalwerte 31.12.2011
T€
Devisentermingeschäfte 31.903
Devisenoptionsgeschäfte 0
  31.903
  Zeitwerte 31.12.2011
T€
Devisentermingeschäfte -1.550
Devisenoptionsgeschäfte 0
  -1.550

Im Rahmen der Währungssicherung wurden zusätzlich zu den oben dargestellten Devisentermingeschäften so genannte "Target Profit Forward"-Geschäfte sowie "Cash"-Geschäfte genutzt, um die Währungssicherung zu optimieren. Mit den zum Bilanzstichtag abgeschlossenen "Target Profit Forward"-Geschäften sichern wir uns das Recht und verpflichten uns gleichzeitig, einen vereinbarten Fremdwährungsbetrag an mehreren festgelegten Terminen zu einem gefixten Wechselkurs gegen den entsprechenden Eurobetrag zu tauschen, solange der für uns daraus resultierende Gewinn einen vertraglich bestimmten Grenzwert nicht übersteigt. Sobald diese Gewinngrenze erreicht ist, wird das Geschäft ohne weitere Verpflichtungen für beide Vertragspartner beendet.

Per 31. Dezember 2011 bestanden derartige Geschäfte mit einem Gesamtvolumen von T€ 20.860 und einer Laufzeit bis maximal zum 31. Dezember 2013. Der beizulegende Zeitwert dieser Derivate betrug zum Bilanzstichtag T€ -762.

Die Zeitwerte wurden nach der "Marking-to-Market-Methode" unter Verwendung von Black-Scoles-Modellen ermittelt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

16. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

  2011
T€
Inland 58.658
Ausland 82.012
Gesamt 140.670

17. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

  2011
T€
Fertige Erzeugnisse 2.670
Unfertige Erzeugnisse 4.875
Gesamt 7.545

18. Andere aktivierte Eigenleistungen

Dieser Posten verteilt sich wie folgt auf die Posten des Sachanlagevermögens:

  2011
T€
Betriebs- und Geschäftsausstattung 70
Im Bau befindliche Anlagen 20
Werkzeuge und Vorrichtungen 39
  129

19. Sonstige betriebliche Erträge

  2011
T€
Erträge mit verbundenen Unternehmen 4.769
Erträge aus der Währungsumrechnung 3.504
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.023
Staatliche Zulagen, Förderungen und sonstige Subventionen 180
Andere Erträge 1.892
  12.368

20. Materialaufwand

  2011
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 62.893
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.531
  65.424

21. Personalaufwand

  2011
T€
Löhne und Gehälter 35.365
Soziale Abgaben 6.275
Aufwendungen für Altersversorgung 36
  41.676

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr bei der Sartorius Weighing Technology GmbH 650 Mitarbeiter beschäftigt.

22. Abschreibungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

  2011
T€
Planmäßig 11.581

23. Sonstige betriebliche Aufwendungen

  2011
T€
Kosten für Fremdleistungen 22.386
Aufwand aus der Währungsumrechnung 5.195
Provisionen und Lizenzen 4.093
Rechts- und Beratungskosten inklusive Patentkosten 3.042
Kfz- und Leasing-Kosten 1.649
Ausgangsfrachten und Verpackungskosten 1.269
Instandhaltungskosten 1.100
Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationskosten 909
Werbekosten 712
Mieten und Pachten 447
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 419
Büro, Post und sonstige Verwaltungskosten 294
Sonstiger Finanzierungsaufwand 128
Sonstige Aufwendungen 2.593
  44.236

24. Beteiligungsergebnis

  2011
T€
Erträge aus Beteiligungen 2.063

Bei den Erträgen aus Beteiligungen der Sartorius Weighing Technology GmbH handelt es sich um Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen.

25. Zinsergebnis

  2011
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 280
- davon aus verbundenen Unternehmen (277)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.077
- davon an verbundene Unternemnen (249)
  -2.797

Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2011 sind der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 128 sowie von weiteren Rückstellungen in Höhe von T€ 67 enthalten.

26. Steuern

  2011
T€
Laufende Ertragsteuern 2.514
Latente Steuern -2.796
Sonstige Steuern 102
  -180

Unter den Sonstigen Steuern werden im Wesentlichen die Grund- und Kraftfahrzeugsteuer ausgewiesen.

27. Latente Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Sartorius Weighing Technology GmbH nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Personengesellschaften bestehen, an denen die Sartorius Weighing Technology GmbH als Gesellschafter beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Sartorius Weighing Technology GmbH von aktuell 30,0 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,83 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insbesondere durch den unterschiedlichen Wertansatz des im Rahmen der Einbringung übertragenen Vermögens zwischen Handels- und Steuerbilanz insgesamt ein Überhang passiver latente Steuern. Die Bildung der im Rahmen der Einbringung zu bilanzierenden passiven latenten Steuern erfolgte erfolgsneutral zum 1. Januar 2011.

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die Latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Der sich zum 31. Dezember 2011 ergebende passive Überhang der latenten Steuern beruht auf folgenden Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen:

Posten Buchwerte    
  Buchwert lt. Handelsbilanz
T€
Buchwert lt. Steuerbilanz
T€
Differenz
T€
Steuersatz
%
Aktive latente Steuern        
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.534 39.705 171 30,00%
Pensionsrückstellungen -2.424 -1.721 703 30,00%
Sonstige Rückstellungen -6.175 -1.033 5.142 30,00%
Verlustvorträge - Körperschaft- und Gewerbesteuer     0 30,00%
      6.016  
Passive latente Steuern        
Immaterielle Vermögensgegenstände 60.497 31.959 -28.538 30,00%
Sachanlagevermögen 7.905 7.365 -540 30,00%
Anteile an Beteiligungsunternehmen 5.451 3.901 -1.550 15,83%
         
Passivüberhang aus Differenzen     -24.612  
Posten Latente Steuern
  aktiv
T€
passiv
T€
Aktive latente Steuern    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51  
Pensionsrückstellungen 211  
Sonstige Rückstellungen 1.543  
Verlustvorträge - Körperschaft- und Gewerbesteuer 0  
  1.805  
Passive latente Steuern    
Immaterielle Vermögensgegenstände   -8.561
Sachanlagevermögen   -162
Anteile an Beteiligungsunternehmen   -233
    -8.956
Passivüberhang aus Differenzen   -7.151

28. Sonstige Angaben

Angabe gem. § 285 Nr. 21 HGB

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr 2011:

  Alle Werte in TEUR für das Geschäftsjahr 2011
  Absatzgeschäfte Beschaffungsgeschäfte Erhaltene Finanzierungen Gegebene Finanzierungen Sonstige Geschäfte
Verbundene Unternehmen 70.062 5.162 30.376 28.753 16.785
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 560
Personen in Schlüsselpositionen 0 0 0 0 0

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr umfangreiche konzerninterne Umstrukturierungsmaßnahmen vorgenommen, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage hatten. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die zu Beginn des Anhangs vorgenommene Ausführungen verwiesen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr die Herren Jörg Pfirrmann, Dipl.-Ökonom, Göttingen, Reinhard Vogt, Dipl.-Kaufmann, Dransfeld

Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Die Aufsichtsratmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold PicotDipl.-Kaufmann, Universitätsprofessor, Vorsitzender

Vorstand des Institutes für Information, Organisation und Management, Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Gauting

Dr. rer. pol. Joachim KreuzburgDipl.-Ingenieur, Stellvertretender Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, Hannover

Karl Heinz Margraf, Mitglied, Kaufmann, Gemeinde Gleichen

Die Aufsichtsratvergütung betrug im Geschäftsjahr insgesamt T€ 3.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sartorius AG, Göttingen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist unter www.sartorius.com erhältlich.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen stellen solche Posten dar, die zwar das laufende Ergebnis beeinflussen, die aber Änderungen von Vorgängen vergangener Jahre betreffen. Sie sind im Wesentlichen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten.

Die anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge betragen für die Sartorius Weighing Technology GmbH T€ 2.119. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die aperiodischen Aufwendungen der Sartorius Weighing Technology GmbH belaufen sich auf T€ 71.

Personalstand

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:

  2011
Männliche Mitarbeiter 511
Weibliche Mitarbeiter 139
  650

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2011 enthalten sind.

Verlustvortrag

Der Bilanzverlust der Sartorius Weighing Technology GmbH in Höhe von EUR 2.759.528,64 wird auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Göttingen, den 4. April 2012

Sartorius Weighing Technology GmbH

Die Geschäftsführung

Aufstellung des Anteilsbesitzes 2011

  Anteil der Sartorius AG am Kapital
%
Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres
T€
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
T€
Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen, Deutschland 100,0 42.843 -4.893
mit deren Tochterunternehmen      
SI Grone 1-Verwaltungs-GmbH, Göttingen, Deutschland 100,0 24 -1
SIV Grone 1 GmbH & Co. KG, Göttingen, Deutschland 100,0 5.500 49
Sartorius Mechatronics Philippines Inc., Makati City, Philippinen 100,0 389 41
Sartorius de Mexico S.A. de C.V., Naucalpan, Mexiko *) 99,0 252 38
Sartorius Weighing India Pvt. Ltd., bangalore, Indien      
Sartorius Mechatronics Switzerland AG, Dietikon, Schweiz 100,0 -208 114
Sartorius Mechatronics Spain S.A., Madrid, Spanien 100,0 -1.212 -417
Sartorius Mechatronics Hungaria Kft., Budapest, Ungarn *) 100,0 754 116

*) Da die Abschlüsse der mit gekennzeichneten Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht vorlagen, wurden die Angaben aus den Jahresabschlüssen 2010 berücksichtigt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Sartorius Weighing Technology GmbH, Göttingen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 4. April 2011

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer

Tenambergen, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates gemäß §§ 171 Abs. 2 AktG, 1 Abs. 1 Nr. 3 DritteIbG über das Geschäftsjahr 2011

der Sartorius Weighing Technology GmbH

Die Sartorius Weighing Technology GmbH ist die Rechtsnachfolgerin der Sartorius Aktiengesellschaft im Hinblick auf den seit dem 27. Mai 2011 ausgegliederten Mechatronik-Unternehmensbereich. Für die Gesellschaft war nach den gesetzlichen Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes (DrittelbG) ein Aufsichtsrat zu bilden, der nach den Vorgaben von Gesetz und Satzung der Gesellschaft aus drei Mitgliedern zu bestehen hat.

Im Rahmen der konstituierenden und insoweit im Berichtszeitraum einzigen Aufsichtsratssitzung am 07. Dezember 2011 wurde Herr Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Dr. Joachim Kreuzburg zu dessen Stellvertreter gewählt. Neben diesen zuvor durch Gesellschafterbeschluss bestellten Aufsichtsratsmitgliedern gehört dem Aufsichtsrat noch Herr Karl-Heinz Margraf an. Herr Margraf wurde mit gerichtlichem Beschluss vom 29. August 2011 zum Aufsichtsratsmitglied als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt und komplettierte damit den Aufsichtsrat.

In der vorgenannten Sitzung konnte sich der Aufsichtsrat durch ausführliche Erörterung mit der Geschäftsführung Einblick in die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verschaffen. Seitens der Geschäftsführung wurden die wichtigsten laufenden Projekte und Geschäfte der Gesellschaft sowie laufende Planungen im Hinblick auf Personalentwicklung sowie Struktur und Organisation vorgestellt und mit dem Aufsichtsrat erörtert. In seiner konstituierenden Sitzung beschloss der Aufsichtsrat zudem einen Katalog zustimmungspflichtiger Maßnahmen der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat konnte alle ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft zugewiesenen Aufgaben wahrnehmen.

Der Jahresabschluss der Sartorius Weighing Technology GmbH für das Geschäftsjahr 2011 wurde von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und ist mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lag anschließend auch dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor.

Die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden in der Aufsichtsratssitzung am 19. April 2012 von einem Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berichtet und wurden durch den Aufsichtsrat zustimmend und ohne Einwände zur Kenntnis genommen.

Dem Aufsichtsrat lagen der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht sowie der Vorschlag der Geschäftsführung für die Ergebnisverwendung zur Prüfung vor. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eingehenden Prüfung hat der Aufsichtsrat sich dem Vorschlag der Abschlussprüfung angeschlossen und den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung ohne Einwendungen gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

München, im April 2012

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dres. h.c. Arnold Picot, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Gesellschafterbeschluss - Niederschrift -

der Sartorius Weighing Technology GmbH

Die von uns, den Unterzeichnenden vertretene Sartorius Lab Holding GmbH, Weender Landstraße 94-108, 37075 Göttingen, ist die alleinige Gesellschafterin der Sartorius Weighing Technology GmbH mit Sitz in Göttingen (AG Göttingen HRB 201458).

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Satzung vorgeschriebenen Formen und Fristen hält die alleinige Gesellschafterin, die Sartorius Lab Holding GmbH mit Sitz in Göttingen, eine Gesellschafterversammlung der Sartorius Weighing Technology GmbH mit Sitz in Göttingen ab und beschließt:

1.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011, der Bilanz zum 31. Dezember 2011, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom O1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 und dem Anhang, wird festgestellt.

2.

Der Bilanzverlust in Höhe von Euro 2.759.528,64 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Den Geschäftsführern der Gesellschaft im Jahr 2011, Herren Jens Michael Artelt bis 07.03.2011, Jörg Pfirrmann und Reinhard Vogt ab 07.03.0211, wird für das Geschäftsjahr Entlastung erteilt.

4.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 wird die Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, gewählt.

 

Göttingen, 04. April 2012

Reinhard Vogt

Jörg Pfirrmann

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