DPI Merchandising GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und Werbeartikeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pierre Vinson seit 28.11.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Fischer seit 9.10.2025 | Geschäftsführer |
Bernd Thien seit 9.10.2025 | Geschäftsführer |
Christian Moriz seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PLAION GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PLAION GmbHPlaneggJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang zum 31. März 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. AllgemeinesDie PLAION GmbH hat ihren Sitz in Planegg, Landkreis München, und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (Reg. Nr.: HRB 105290). Der Jahresabschluss der PLAION GmbH, Planegg ("Gesellschaft"), wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Da die relevanten Größenkriterien im Geschäftsjahr 2022/2023 zum zweiten Mal in Folge überschritten wurden, wendet die Gesellschaft im Jahresabschluss zum 31. März 2023 erstmals die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften an. Die PLAION GmbH, Planegg (nachstehend auch der "Übertragende Rechtsträger" genannt), hat mit Spaltungsplan vom 14. Juli 2022 aus ihrem Unternehmen den Teilbetrieb/Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs" nach Maßgabe des Spaltungsplanes mit allen Aktiva und Passiva auf die gleichzeitig neu zu gründende Fishlabs GmbH mit Sitz in Hamburg (nachstehend auch der "Übernehmende Rechtsträger" genannt) unter Fortbestand des Übertragenden Rechtsträgers abgespalten (Abspaltung zur Neugründung gemäß §§ 123 Abs. 2 Nr. 2, 135 ff. UmwG). Der Übertragende Rechtsträger übertrug gemäß Spaltungsplan mit Wirkung zum 1. April 2022 (Spaltungsstichtag) unter seinem Fortbestand im Wege der Abspaltung zur Neugründung gemäß § 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG die in § 3 des Spaltungsplans bezeichneten, dem Teilbetrieb Deep Silver Fishlabs zuzuordnenden Aktiva und Passiva als Gesamtheit auf den durch die Abspaltung entstehenden Übernehmenden Rechtsträger gegen Gewährung von Geschäftsanteilen an dem Übernehmenden Rechtsträger an die Anteilsinhaber des Übertragenden Rechtsträgers. Die Abspaltung wurde mit Eintragung in das Handelsregister der PLAION GmbH am 5. September 2022 wirksam. Die Auswirkungen auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 werden im Abschnitt "Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" erläutert. Die Gesellschafterversammlung hat am 14. Juli 2022 die Umfirmierung der Gesellschaft von Koch Media GmbH zu PLAION GmbH beschlossen. Der Sitz der Gesellschaft bleibt unverändert in Planegg, Landkreis München. Die Umfirmierung wurde wirksam mit Eintragung in das Handelsregister am 2. August 2022. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Mietereinbauten linear über die Mietdauer, beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 14 Jahren vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte im Vorjahr auf Basis der angefallenen Herstellungskosten. Die Gewinnrealisierung erfolgte nach Projektabnahme. Projekte mit Verlusterwartung wurden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern der erwartete Verlust die angefallenen Herstellungskosten übersteigt, wurde in Höhe des übersteigenden Betrags eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Zum 31. März 2023 bestehen keine unfertigen Leistungen mehr, da diese im Rahmen der Abspaltung vollständig auf die Fishlabs GmbH, Hamburg, übergegangen sind. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken sowie zu erwartende Skontoabschläge durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Das Ansatzwahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 26,7 % (i. Vj. 28,3 %) zugrunde gelegt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen, durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungVergleichbarkeit mit den VorjahresbeträgenAufgrund der oben unter Punkt I. 1. dargestellten Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs" zum 1. April 2022 auf die Fishlabs GmbH, Hamburg, sind die Beträge in der Bilanz zum 31. März 2023 sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022/2023 nicht mit den entsprechenden Beträgen des vorhergehenden Geschäftsjahres 2021/2022 vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit werden für wesentliche Posten die nachstehenden Angaben gemacht:
1. BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 56 (i. Vj. TEUR 16) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 407 (i. Vj. TEUR 390) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR - (i. Vj. TEUR 1.142). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR - (i. Vj. TEUR 1.164) gegen Gesellschafter. Der Ausschüttungssperre unterliegende BeträgeDer Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAls versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 72. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
Erfolgswirkungen aus einer Zinssatzänderung, laufende Erträge sowie Erfolgswirkungen aus Zeitwertänderungen von etwaigem Deckungsvermögen (soweit diese nicht bereits gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 Halbsatz 2 HGB verrechnet werden mussten) werden insgesamt im Finanz-Ergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt, der aus dem sogenannten Deckungskapital einschließlich Überschussbeteiligung abgeleitet ist. Mit der Erstanwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 zum 31. März 2023 erfolgt bei nicht versicherungsgebundenen, rückgedeckten Pensionszusagen erstmalig eine kongruente Bewertung von Pensionsrückstellung und Rückdeckungsversicherungsanspruch soweit diese leistungskongruent sind. Für die Bewertung wurde das Deckungskapitalverfahren mit dem Aktivprimat gewählt. Damit bemisst sich die Bewertung des leistungskongruenten Teils der Pensionsrückstellung nach den Parametern des Deckungsvermögens. Aus der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 resultierte ein Ergebniseffekt von TEUR -50. Mit der Anwendung des IDW RH FAB 1.021 wird die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbessert. Latente SteuernDie latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Wertansätzen bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden :
Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 26,7 % zugrunde gelegt (i. Vj. 28,3 %). Sonstige Rückstellungen
VerbindlichkeitenDie Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Mitzugehörigkeit zu anderen Posten: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 7.147 (i. Vj. TEUR -) gegenüber Gesellschaftern. 2. Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Periodenfremde Erträge / AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 524 Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung / Ausbuchung von Rückstellungen / Verbindlichkeitsabgrenzungen (TEUR 367), von Wertberichtigungen (TEUR 82) und von Kundenguthaben (TEUR 55). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 37 aus kleineren Sachverhalten betreffend Vorjahre. Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher BedeutungIm Geschäftsjahr 2022/2023 fielen folgende Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an: Im Personalaufwand sind mit TEUR 300 Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen enthalten. III. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
AbschlussprüferhonorarDas von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für:
Organe der GesellschaftGeschäftsführungHerr Dr. Klemens Kundratitz, Geschäftsführer für Strategie, Vertrieb, Marketing, Beschaffung Herr Stefan Kapelari, Geschäftsführer für Controlling und Film-Publishing Herr Christian Moriz, Geschäftsführer für Verwaltung, Personal, IT und Games-Publishing Services Mitarbeiter/innenIm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden im Durchschnitt 209 (i. Vj. 291) Angestellte beschäftigt. NachtragsberichtInfolge der Umbenennung des Konzerns wurde innerhalb der Geschäftsleitung beschlossen die Portfolio- und Label-Strategie der Eigenprodukte neu auszurichten und zu vereinfachen. Künftig werden Eigentitel der Labels Deep Silver, Prime Mater und Ravenscourt unter PLAION veröffentlicht. Gleichzeitig will man das Portfolio straffen und sich auf größere, relevantere Titel konzentrieren. Damit einhergehend kam es auch zu geplanten Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Abbau von Doppelstrukturen und neuer Aufgabenverteilung innerhalb der Konzernstandorte. Die mit den Änderungen einhergehenden Zusatzkosten sind jedoch größtenteils zum 31. März 2023 zurückgestellt worden. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten, neuen Entwicklungen. Konzernabschluss, MutterunternehmenDie PLAION GmbH, Planegg, Landkreis München, wird in den Konzernabschluss der PLAION HOLDING GmbH, Höfen, Österreich, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen); sie wird ferner in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Embracer Group AB, Karlstad/Schweden, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Die Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Mutterunternehmen, derjenige der Embracer Group AB auch auf deren Homepage, erhältlich.
Planegg, den 5. September 2023 Die Geschäftsführung Dr. Klemens Kundratitz, Geschäftsführer Mag. Stefan Kapelari, Geschäftsführer Christian Moriz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht zum 31. März 2023I. Grundlagen des UnternehmensI. 1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Hauptgeschäftstätigkeit der PLAION GmbH ("Gesellschaft") liegt in der Vermarktung von Eigen- bzw. Lizenz- und Fremdprodukten. Neben weitreichenden Publishing-Dienstleistungen für unsere Muttergesellschaft in Österreich liefern wir Anwender-Software, Games (PC- und Konsolen-Ware) sowie Filmwerke (DVD und BluRay) an den Handel in Deutschland. Im Produktsegment Anwender-Software haben wir nur konzernfremde Produkte im Sortiment. Der Bereich Anwender-Software hat weiterhin an Bedeutung verloren, weil dieser Markt überwiegend digital erschlossen ist. Die Segmente Games und Film hingegen haben einen hohen Anteil an Konzerneigen- bzw. Lizenzprodukten, die teils von eigenen, teils von fremden Games-Studios entwickelt bzw. von Schwesterfirmen lizenziert und produziert werden. Wir betreiben unsere Geschäfte in gemieteten Räumlichkeiten am Standort Planegg. Die Eigentümerstruktur ist unverändert - unser Unternehmen ist eine 100%ige Tochter der österreichischen PLAION GmbH (Höfen). Diese wiederum ist eine 100%ige Tochter der PLAION HOLDING GmbH (Höfen), welche zu 100% zur börsennotierten, schwedischen Embracer Group AB gehört. Der hier vorgelegte Bericht umfasst das Geschäftsjahr 2022/2023, welches sich über den Zeitraum vom 1.4.2022 bis 31.3.2023 erstreckt. I. 2. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft ist neben der Entwicklung von Produkten sowie Produktstrategien und Vertriebsstrategien nicht in den ursächlichen Bereichen Forschung und Entwicklung tätig. Sämtliche Entwicklungskosten für Produkte werden von der PLAION GmbH, Höfen, getragen. I. 3 ZweigniederlassungenDie bisherige Zweigniederlassung des Unternehmens in Hamburg (Adresse: Ludwig-Erhard-Straße 1, 20459 Hamburg), die sich unter der Marke Deep Silver Fishlabs im Schwerpunkt mit der Entwicklung von Konsolen Games beschäftigt hat, wurde mit Wirkung zum 01.04.2022 im Wege der Abspaltung zur Neugründung abgespalten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 bestand neben dem Hauptstandort Planegg daher keine Zweigniederlassung mehr. II. WirtschaftsberichtII. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenFür das Jahr 2022 stellte die OECD das Wachstum der Weltwirtschaft mit 3,2% fest (OECD, tagesschau.de 17.3.2023). Angesichts der im Jahr 2022 bestehenden großen Unsicherheit, des hohen Energiepreisdrucks, der Kaufkrafterosion bei den privaten Haushalten, des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfelds und der restriktiveren Finanzierungsbedingungen wurde erwartet, dass die EU, der Euroraum und die meisten Mitgliedstaaten im letzten Quartal des Jahres 2022 in eine Rezession abgleiten könnten. Dennoch wurde erwartet, dass die starke Dynamik von 2021 und das kräftige Wachstum in der ersten Jahreshälfte das reale BIP-Wachstum im Jahr 2022 insgesamt auf 3,3 % in der EU (3,2 % im Euroraum) ansteigen lassen werde (EU-Kommission 11.11.2022). Nunmehr wurde das BIP-Wachstum 2022 sowohl für die EU als auch für die Euro-Zone mit 3,5% festgestellt (EU-Kommission 13.2.2023). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Nachholeffekte führten in den Dienstleistungsbereichen zu kräftigen Zuwächsen. Im Verlauf des Jahres 2022 gingen aufgrund des Ukraine-Kriegs, der Energiekrise, der Lieferkettenprobleme, der Inflation etc. die Wachstumsprognosen führender Institutionen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Deutschland 2022 deutlich zurück. Inzwischen wurde das tatsächliche Wachstum des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts 2022 mit +1,8 % im Vergleich zum Vorjahr ermittelt (destatis 30.1.2023). Das deutsche BIP ist im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,4 % gesunken, nachdem sich die deutsche Wirtschaft trotz schwieriger Bedingungen in den ersten drei Quartalen 2022 gut behaupten konnte (destatis 24.2.2023). Zudem führte die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro und anderen Leitwährungen zu einer weiteren Verteuerung von in USD gehandelten Gütern wie vor allem Energie und Rohstoffe. Im Juli 2022 ist es erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des Eurokurses zum USD gekommen (tagesschau.de 12.7.2022). 2022 erlebte Deutschland eine historisch hohe Inflationsrate. Getrieben von den Preissteigerungen bei den Energieprodukten überstieg die Inflation zwischen September und November sogar den Wert von 10%. Im Jahresdurchschnitt 2022 lag die Inflation in Deutschland bei 7,9% nach 3,1% im Jahr 2021 (destatis 17.1.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem 4. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem das BIP bereits zum Jahresende 2022 ins Minus gerutscht war, verzeichnete die deutsche Wirtschaft damit zwei negative Quartale in Folge. Die weiterhin hohen Preissteigerungen belasteten die deutsche Wirtschaft auch zum Jahresbeginn 2023. Das machte sich besonders bei den privaten Konsumausgaben bemerkbar, die im 1. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,2 % zurückgingen. Dagegen wurde mehr investiert als im 4. Quartal 2022; auch vom Außenhandel kamen positive Impulse (destatis 25.5.2023). Die Konsumstimmung in Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Durch den Krieg in der Ukraine stürzte der Konjunkturindikator im Laufe des Jahres 2022 rasant ab, konnte sich in den ersten Monaten des Jahres 2023 aber ein wenig erholen. Nach der Corona-Krise stehen der globalisierten Wirtschaft mit dem Krieg in der Ukraine die nächsten unsicheren Zeiten bevor. Durch die stark gestiegenen Energiepreise, Lieferengpässen und die in den letzten Jahren durch die Geldpolitik massiv erhöhte Geldmenge, befindet sich die Inflationsrate in Deutschland und anderen Ländern in Europa auf Rekordniveau. Die hohen Lebenshaltungskosten verunsichern laut GfK die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher, die in der Folge weiter sehr zurückhaltend bei ihren Anschaffungen bleiben. Zudem entsteht in den Unternehmen und auch bei uns ein deutlicher und nicht vorhersehbarer Kostendruck, der nur begrenzt in unseren Preisen weitergegeben werden kann. GfK-Konsumklima-Index von Mai 2021 bis Mai 2023 und Prognose für Juni 2023
Für die Entertaiment Märkte hat sich im Jahre 2022 lt. GfK folgendes Bild ergeben:
Gegenüber 2021 verzeichnet Entertainment im Kalenderjahr 2022 ein Wachstum von 5%, gegenüber 2019 sogar eine deutliche Zunahmen vom 25%. Insbesondere das Kinosegment kann sich nach Corona deutlich erholen, wenn auch noch nicht auf die Größenordnung vor der Pandemie. Games und Home Entertainment erweisen sich als stabil - wobei Home Entertainment insbesondere durch die Kino-Blockbuster und Major-Titel beflügelt wird und die Zuwächse im Games-Bereich abflachen. Die für die Geschäftstätigkeit der PLAION GmbH relevanten Märkte entwickelten sich im Kalenderjahr 2022 im Detail wie folgt: SoftwareDer Markt für Anwender-Software, die in Boxen verkauft wird, ist erwartungsgemäß weiter rückläufig. Die Konsumenten decken mittlerweile zum Großteil ihren Bedarf über das Internet in Form von Downloads. Eingeführte, und in ihrem Segment dominierende Marken können sich nach wie vor behaupten. In dem wachsenden Onlinemarkt für Software partizipieren wir nicht, da dieses Geschäft von den Herstellern direkt wahrgenommen wird und PLAION hier keine Eigenprodukte entwickelt. Spiele (PC, Konsole, Handheld, Mobile - physisch und digital)Gemäß den von der GfK im Auftrag des GAME (Verband der deutschen Games-Branche) erhobenen Zahlen betrug der Umsatz mit Computer- und Videospielsoftware über alle Verkäufe, physisch und digital zusammengenommen, in Deutschland im Kalenderjahr 2022 ca. EUR 6,384 Milliarden und weist somit eine marginale Steigerung von 4% im Vergleich zum Vorjahr (EUR 6,17 Milliarden) auf. Innerhalb dieser Gesamtbetrachtung verzeichnet der physische Sektor nur ein geringes Minus (-3%), wobei insbesondere der PC-Games Bereich sehr stark verliert (-60%). Damit verlieren physische PC-Spiele weiter an Bedeutung, ihr Anteil am Gesamtmarkt steht nur noch bei 9%. Digitale Umsätze, die mittlerweile für 91% der mit Games erzielten Umsätze stehen, können moderat zulegen (+4%).
Die Entwicklungen des traditionellen Gamesmarktes - Einzelverkäufe, physisch, download und mobile - stellen sich nach Erhebungen der GfK wie folgt dar: Das Gesamtvolumen in Deutschland betrug EUR 1,058 Mrd. und verliert damit -1% zum Vorjahr. Damit liegt der Markt in Summe auf dem Niveau des Vorjahres. Physische Verkäufe verzeichnen 2022 einen Anteil von 54% und verlieren kaum (-1%) an Marktvolumen. Die PC-Spielen verzeichnen deutliche Einbußen (-60%), die Konsolenumsätzen sind kaum rückläufig (-2%). Das Digitalgeschäft (+ 2%) wächst 2022 moderat und hält sich bei einem Marktanteil von 46% (45% im Vorjahr).
Gesplittet nach Plattformen, aber physisch und digital zusammengenommen stellen sich die Marktentwicklungen wie folgt dar:
Home EntertainmentDer Kauf- und Verleihmarkt zusammengenommen - und unter Einbeziehung der Digitalumsätze inklusive Streaming - wächst trotz hohem Niveau im Kalenderjahr 2022 abermals an (+7%) wenn auch etwas langsamer als zuletzt. Somit konnte das Wachstum des Streamings den weiteren Rückgang des transaktionalen und insbesondere physischen Geschäftes mehr als kompensieren.
Das auf einzelnen Transaktionen beruhende Geschäft - physisch und digital betrachtet - verliert im Kauf- (-10%) und im Rental-Segment (-10%). Es bleibt daher rückläufig und steht nur noch für 25% (i. Vj. 28%) des gesamten Home-Entertainment-Marktes. Zulegen konnten hingegen die Umsätze der Streaming-Anbieter (+12%). Diese Umsätze erzielten eine Gesamtwert von EUR 2,3 Mrd., was einem Anteil von 75% (i. Vj. 72%) am gesamten Marktvolumen entspricht. Die stark wachenden Umsätze im AVOD Segment (kostenloses, werbeunterstütztes VOD) sind in der folgenden Grafik der GfK nicht enthalten.
Mit diesen Entwicklungen einhergehend verliert auch der stationäre Handel an Stellenwert für die Filmauswertung, wodurch gewisse Produktsegmente deutlicher unter Druck stehen als andere. Es leiden Angebotsbreite und weniger relevante Veröffentlichungen, von denen PLAION und andere Independent Player reichlich im Angebot haben. Andererseits ist unser Klassiker-, und Anime-Geschäft mit zahlreichen Sammlertiteln von den Verschiebungen weniger betroffen, wobei dieses sich mehr und mehr auf den Online-Anbieter amazon konzentriert. II.2. GeschäftsverlaufDie Gesellschaft (=übertragender Rechtsträger) hat im Wege der Abspaltung zur Neugründung gemäß Spaltungsplan vom 14. Juli 2022 sowie Beschluss ihrer Gesellschafterversammlung vom 14. Juli 2022 aus ihrem Unternehmen den Teilbetrieb/Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" und damit Teile des Vermögens ("Deep Silver Fishlabs Hamburg") mit Wirkung zum 1. April 2022 auf die Fishlabs GmbH mit dem Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 176847) übertragen. Die Abspaltung ist mit der Eintragung auf dem Registerblatt der Gesellschaft am 5. September 2022 wirksam geworden. Im Rahmen der Abspaltung ist Vermögen mit Buchwert in Höhe von TEUR 54 sowie 86 Mitarbeiter übergegangen. Durch diese Abspaltung ist die Vergleichbarkeit der Zahlen für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit dem Vorjahr eingeschränkt; zur Herstellung der Vergleichbarkeit verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter Punkt II. Umsatz- und AuftragsentwicklungDurch eine Verbesserung des Line-ups im Berichtsjahr 2022/2023 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % von TEUR 97.570 auf TEUR 99.307 gestiegen (bereinigt um die Abspaltung um 8,8 %), jedoch letztlich aufgrund von Verschiebungen (siehe hierzu unten) hinter der Planung zurückgeblieben. Das Rohergebnis der Gesellschaft (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge und abzgl. Materialaufwand) sank 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 28.216 auf TEUR 23.900, was einem Rückgang von 15,3% (TEUR 4.316) entspricht. Zu berücksichtigen ist dabei, dass im Vorjahr noch eine Bestandserhöhung von TEUR 507 für Projekte enthalten war, die per 1.4.2023 im Rahmen der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" auf die Fishlabs GmbH übergegangen sind und daher im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht zu einer Margenrealisierung bei der Gesellschaft geführt haben. Die wichtigsten Umsatzträger waren:
Anwendersoftware: Im Anwendersoftwaresegment vertreiben wir weiterhin ausschließlich Produkte von Fremdherstellern, d.h. keine Eigenprodukte, jedoch größtenteils führende Marken. Allerdings hält der Trend weg von Retail-Boxen und hin zu ESD (Electronic Software Distribution) erwartungsgemäß weiter an. Da ESD i.d.R. nicht über den Handel läuft, sondern direkt über die Download-Shops der jeweiligen Hersteller, ist unser Umsatz in diesem Segment weiter rückläufig gewesen und wir erwarten für die kommenden Jahre auch keine Umkehr dieses Trends. Computerspiele und Videospiele: Neben unseren Eigen-Labels (insb. Deep Silver, Milestone und Ravenscourt) waren dieses Jahr (2022/2023) die wichtigsten Vertriebspartner unsere langjährigen Partner Activision, Warner Games, Sega und Square Enix. Die beiden Blockbuster-Auslieferungen CALL OF DUTY VANGUARD (Activision) und HOGWARTS LEGACY (Warner) machten 2022/23 einen erheblichen Anteil unserer Umsätze aus. Die oben angeführten Top-Titel konnten im Rahmen der jeweiligen Erwartungen vermarktet werden. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in dem Berichtsjahr 2022/2023 insbesondere im Eigenproduktbereich ein vergleichsweise schwaches Produktportfolio anzubieten hatten. Geplante und besonders große Titel mussten wegen Verzögerungen in der Entwicklung abermals verschoben werden oder sind letztlich ganz aus dem Geschäftsjahr gefallen. Dadurch konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auch nur geringfügig gesteigert werden, margenstärkere Produkte fehlten. Sämtliche Entwicklungskosten sowie digitale Verkäufe werden von der PLAION GmbH, Höfen, getragen und fakturiert. Zur Abdeckung der Aufwendungen aufgrund der Vermarktungstätigkeit in diesem Segment erhält unsere Gesellschaft eine Verkaufsprovision, hierfür wird jedoch nicht eine reine Verkaufsprovisionen, sondern die kompletten Außenumsätze und Einkaufskosten weiterverrechnet. Video/Home-Entertainment: In diesem Produktsegment verkaufen wir lediglich physische Home Entertainment Produkte. Kino-, Lizenz- und Digitalgeschäfte werden direkt von der PLAION Pictures GmbH verfolgt bzw. durch unsere Lieferanten selbst ausgewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 sind unsere Umsätze trotz des deutlichen Marktrückganges im physischen Sektor gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht angestiegen. Erfreulich ist, dass sich die Umsätze mit Katalog- und Sammlertiteln relativ gut halten konnten, was für die Wirtschaftlichkeit des Filmsegmentes wichtig war. Ein besonderer Fokus auf die Betreuung einzelner Key-Kunden hat es auch möglich gemacht, negative Trends aus der Marktkonzentration zu kontrollieren. Der Vertrieb der Fremdlabels entwickelt sich aufgrund der neuen und seit Januar 2022 bestehenden, exklusiven Kooperation mit StudioCanal erfreulich, wodurch es gelungen ist, das Umsatzniveau zu verteidigen bzw. leicht auszubauen. Auch die Zusammenarbeit mit unsere langjährigen Partnern Blackhill Pictures, Spirit Media (Hamburg), Explosive Media, Ofdb und Peppermint Anime wurde unverändert zum Vorjahr fortgesetzt. Dienst- und Entwicklungsleistungen: Neben der Erbringung von diversen Dienst- und Entwicklungsleistungen von Computer- und Videospielen für die PLAION GmbH, Höfen, erbrachten wir bis zur Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" per 1.4.2022 und damit bis zum Ende des Vorjahres (Gj 2021/2022) auch Entwicklungsleistungen von Computer- und Videospielen für unsere Schwestergesellschaft in England sowie Entwicklungsleistungen im Rahmen von Entwicklungsprojekten. Durch die Abspaltung der Betriebsstätte "Deeps Silver Fishlabs" ist einerseits Umsatzvolumen weggefallen, welches im Vorjahr ca. EUR 6,3 Mio. betrug, gleichzeitig konnten in 2022/2023 Mehrkosten in Höhe von ca. EUR 4,2 Mio. im Konzern weiterverrechnet werden, so dass der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr in diesem Geschäftsfeld nur ca. 2,1 Mio. betrug. Investitionen und FinanzierungsmaßnahmenWeitere Neuinvestitionen im Anlagevermögen bezogen sich hauptsächlich auf Computer & IT Anlagen. Die Leasingverpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung und beziehen sich hauptsächlich auf Kfz-Leasing. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht getätigt. PersonalDie Zahl der Mitarbeiter/innen hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
Der Personalstand ist trotz strategischem Personalauf- und -ausbau im Vergleich zum Vorjahr durch die Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" deutlich abgefallen, in welcher per 31.3.2022 86 Angestellte tätig waren. Der strategische Auf- und Ausbau betrifft die Entwicklungs- und Publishing-Teams in Planegg. Gleichzeitig gibt es jedoch auch deutliche Lohnkostensteigerungen aufgrund der Entwicklungen am Arbeitsmarkt einerseits aber auch aufgrund des notwendigen Inflationsausgleichs. Die Besetzung dieser Stellen erweist sich als nicht immer einfach, denn entsprechende Fachleute sind derzeit kaum am Arbeitsmarkt zu finden. Diese Teams werden zum großen Teil wirtschaftlich von unserer Muttergesellschaft getragen und weiterverrechnet. Das bereits in 2005 installierte Angebot der betrieblichen Altersvorsorge für unsere Mitarbeiter/innen (kurz KMA) wurde gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen und in Zusammenarbeit mit unserem Fachdienstleister (Firma Seeliger & Co) auch im Wirtschaftsjahr 2022/23 angeboten und fortgesetzt. Die Angebote werden ständig weiterentwickelt und von unserem Unternehmen auch unterstützt. In Zuge der Nachhaltigkeitsbemühungen führt der Konzern jährlich Mitarbeiterumfragen zur Erhebung der Zufriedenheit in der Belegschaft durch. Die Zielsetzung ist, das Unternehmen zu einem modernen und attraktiven Arbeitgeber zu entwickeln und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ergebnisse der Umfrage werden intern geteilt und diskutiert, sowie aufgrund der Analyse Maßnahmen und Verbesserungen durch das HR Team und in Arbeitsgruppen erarbeitet und implementiert. Sonstige wichtige Vorgänge des GeschäftsjahresIm August 2022 vollzog der Konzern und damit auch alle Gesellschaften, die 'Koch' im Namen trugen eine umfassende Namens- und Erscheinungsbildänderung. Der Name unserer Gesellschaft lautet nunmehr PLAION GmbH (bis 2. August 2022 Koch Media GmbH). Die Änderung des Namens und unseres Logos wurde von einem internen Team und einer darauf spezialisierten Agentur im Rahmen eines mehrere Monate andauernden Projektes vorbereitet und durchgesteuert. Man kann durchaus feststellen, dass die Änderungen sehr gut von Markt und Austauschpartnern aufgenommen wurden und Name und Erscheinungsbild nunmehr deutlich moderner wahrgenommen werden und besser unserer Positionierung entsprechen. Die Lieferantenbasis (zB Activision-Blizzard, Sega, Warner Games, StudioCanal etc.) blieb im Geschäftsjahr 2022/2023 im Großen und Ganzen stabil, vereinzelt konnte diese sogar gestärkt werden. Der stationäre Handel blieb 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr ebenso stabil, die Pandemie hatte im Geschäftsjahr lediglich geringen Einfluss auf unsere Vertriebstätigkeit. Trotzdem konnte Amazon seine Marktstellung weiter ausbauen, der E-Commerce-Gigant profitiert von den Marktentwicklungen und der nun gelernten Möglichkeit, unsere Produkte über den Onlinehandel zu vertreiben. Als Reaktion darauf verkleinern viele Läden ihre Sortimente und konzentrieren sich nur noch auf Chart-Produkte, was ebenso zur Beschleunigung des Bedeutungs- und Margenverlustes dieses Segmentes beiträgt. Signifikante Kundeninsolvenzen ergaben sich im Berichtsjahr 2022/2023 nicht. Allerdings bleibt abzuwarten wie stark und wie nachhaltig letztlich der Handel durch die Krisen, Teuerung und Kundenzurückhaltung geschwächt wurde und wird. Zusammenfassende BeurteilungVor dem Hintergrund der Marktentwicklungen, den teils kräftigen Kostensteigerungen und der von Verzögerungen gekennzeichneten Neuheitenauslieferung war der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Umsatz von EUR 99,3 Mio. und einem Jahresüberschuss von über EUR 1,4 Mio. dennoch zufriedenstellend. Erfreulich ist weiterhin, dass wir auf stabile Partnerschaften zu Lieferanten setzen konnten und können, und dass das physische Filmsegment sich insgesamt gut hält. Unsere ausgeprägte Vertriebsstärke konnten wir mit einem breiten Sortiment für viele Vertriebslieferanten unter Beweis stellen, was unsere Stellung im Markt als führender Games- und Filmanbieter abermals unterstrich. Die im Vorjahres-Lagebericht für 2022/2023 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von 107,3 Mio. EUR, die die Abspaltung per 1.4.2022 bereits berücksichtigten, konnten im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Verschiebungen nicht erreicht werden (Abweichung TEUR -7.993; -7,4%). Das prognostizierte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3,7 Mio. EUR konnte in der Folge größtenteils ebenfalls aus diesem Grund nicht erreicht werden (Abweichung TEUR -1.689; -45,6%). II. 3. LageII. 3.1. ErtragslageBei der Ertragslage des Geschäftsjahres 2022/2023 ist zu beachten, dass der Vergleich mit den Vorjahreszahlen eingeschränkt ist, da im Geschäftsjahr 2021/2022 die zum 1. April 2022 abgespaltene Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" noch mit 12 Monaten enthalten ist. Die Größenordnung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" im Vorjahr sowie direkt vergleichbare Zahlen sind im Anhang unter Punkt II. dargestellt. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 der PLAION GmbH sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vorgenannten Faktoren um 1,8% (TEUR 1.737) von TEUR 97.570 auf TEUR 99.307 gestiegen; auf vergleichbarer Basis um 8,8 %. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen musste 2022/2023 ein Rückgang gegenüber 2021/2022 von 34,3% (TEUR 1.163) von TEUR 3.395 auf TEUR 2.232 verzeichnet werden, was größtenteils an der Auszahlung zur Förderung der Entwicklungsstudios zurückzuführen ist, welche bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 ertragswirksam berücksichtigt wurde. Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Games Publishing sowie dem Digitalgeschäft wurden an die PLAION GmbH, Höfen, Österreich, weiterverrechnet. Sämtliche Digitalumsätze werden in dieser österreichischen Muttergesellschaft an die länderübergreifenden Plattformen fakturiert, wobei unsere Gesellschaft für die Vermarktungs- und Verkaufstätigkeiten in Deutschland im Ergebnis eine Provision in unveränderter Höhe erhält (s.o.). Der Materialeinsatz ist im Verlauf des letzten Jahres 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um 6 % (TEUR 4.382) auf TEUR 77.638 und damit überproportional zu den Umsatzerlösen gestiegen. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand von 75,1% im Vorjahr auf 78,2% im Berichtsjahr 2022/2023 gestiegen, was im Wesentlichen auf gestiegene Kosten bei den Eigenproduktionen zurückzuführen ist. Der Umsatzverhältnis von Eigen- zu Fremdproduktionen ist nahezu konstant geblieben. Durch den leichten Zuwachs der Umsatzerlöse in Verbindung mit den gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen und dem Wegfall der Bestandsveränderung ergibt sich ein Rückgang des Rohergebnisses für das Geschäftsjahr 2022/23 um 15,3 % (TEUR 4.316) auf TEUR 23.900 im Vergleich zu TEUR 28.216 aus dem Vorjahr. Die Aufwendungen für die eigenen Mitarbeiter/innen sind im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr um 16,4 % (TEUR 3.127) auf TEUR 15.938 gesunken, was einerseits im Wesentlichen mit der Abspaltung und damit dem Übergang der Mitarbeiter der Betriebsstätte "Deeps Silver Fishlabs Hamburg" zurückzuführen ist (i. Vj. Anteil ca. EUR 5,3 Mio.). Gleichzeitig ist der Personalaufwand und damit auch die Erlöse aus der Weiterbelastung an unsere Konzernmutter durch den Aufbau neuer Mitarbeiter (s.o.) für den Ausbau der Publishing Funktionen entsprechend angewachsen, denn der Personalaufbau stand im direkten Zusammenhang mit Produkt Entwicklung, Publishing und Digitalvertrieb von Games für unsere Muttergesellschaft in Österreich. Dieser Effekt sowie Gehaltssteigerungen, Inflationsausgleich und Umstrukturierungsaufwendungen haben zu einem gegenläufigen Effekt von ca. EUR 2,2 Mio. geführt. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen wir in 2022/23 einen Rückgang von 10,8 % (TEUR 653) auf TEUR 5.401, welcher aus der Abspaltung der Zweigniederlassung "Deep Silver Fishlabs Hamburg" resultiert (EUR -0,9 Mio.). Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Rohergebnisses (EUR -4,3 Mio.) bei gleichzeitigem Rückgang des Personalaufwands (EUR 3,1 Mio.), der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 0,7) und Abschreibungen (EUR 0,1 Mio.) reduzierte sich das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 435 (-17,1 %) auf TEUR 2.112, nachdem es im Vorjahr TEUR 2.547 betragen hatte. Der Anteil der Betriesstätte "Deeps Silver Fishlabs" am Betriebsergebnis des Vorjahres beträgt ca. TEUR 378. Das Finanzergebnis (Zinsergebnis) hat sich für das Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 87 auf TEUR -98 verbessert; es besteht fast ausschließlich aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 98 (2021/22: TEUR 185). Die Zinsaufwendungen resultierten 2022/2023 aus den Zinsen für Banken (TEUR 53; i. Vj. TEUR 0) sowie der Abzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 46; i. Vj. TEUR 185). Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.011 erzielt, und entwickelte sich damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.359) leicht rückläufig (-14,8 %). Die Steueraufwendungen des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von TEUR 575 (i. Vj. TEUR 326) sind wie im Vorjahr um latente Steuererträge (TEUR 106; i. Vj. TEUR 105) gemindert. Zusammenfassend sinkt der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 597 (-29,4 %) auf TEUR 1.436 (i. Vj. TEUR 2.033), auf vergleichbarer Basis um 271 (-15,9 %). Daraus ergibt sich für 2022/2023 eine Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) von 1,4% (2021/22: 2,1%) und eine Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss / Eigenkapital) von 26,3% (2020/21: 49,8%). II. 3.2. FinanzlageDas Finanzmanagement ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, den notwendigen Liquiditätsbedarf zu besten Konditionen vorausschauend sicherzustellen. Der Cashflow entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Zum 31. März 2023 finanziert sich die Gesellschaft neben Eigenkapital (23,5 %; i. Vj. 21,5 %) hauptsächlich aus sonstigen Rückstellungen (22,6 %; i. Vj. 25,2 %) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (35,5 %; i. Vj. 37,1 %). Zur Finanzierung durch verbundene Unternehmen erfolgten auch in 2022/2023 kurzfristige unverzinsliche Geldüberträge durch Konzerngesellschaften, welche im Cashflow aus der Investitions- bzw. Finanzierungtätigkeit berücksichtigt sind. Die flüssigen Mittel betrugen zum 31.3.2023 865 TEUR (31.03.2022: EUR 274 TEUR). Die Veränderung der flüssigen Mittel ergibt sich aus den in obiger Tabelle dargestellten Cashflows sowie aus dem Abgang an Zahlungsmitteln aufgrund der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg". Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von TEUR 657 (i. Vj. TEUR 800) wurden durch Eigenkapital finanziert. Sie bezogen sich hauptsächlich auf Computer & IT Anlagen. Darüber hinaus enthält der Cashflow aus der Investitionstätigkeit Rückzahlungen kurzfristiger unverzinslicher Geldüberträge zur Finanzierung von Konzerngesellschaften. Wesentliche Investitionsvorhaben bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag 2023 wie im Vorjahr über ein bedingt rückzahlbares Bankdarlehen (TEUR 160). Darüber hinaus besteht das Angebot einer uncommitted MoneyMarketkreditlinie, die auf Anforderung und bei Genehmigung durch die Bank gemeinsam mit zwei weiteren Konzernunternehmen maximal EUR 15 Mio. beträgt. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022/2023 wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es bestehen nur minimale Fremdwährungsverbindlichkeiten, die in keiner Weise einen Risikofaktor für die Gesellschaft bedeuten und somit auch keiner Absicherungsstrategie bedürfen. II. 3.3. VermögenslageBei der Vermögenslage zum 31. März 2023 ist zu beachten, dass der Vergleich mit den Vorjahreszahlen eingeschränkt ist, da zum 31. März 2022 das Vermögen der zum 1. April 2022 abgespaltenen Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" noch enthalten ist. Die Größenordnung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" im Vorjahr sowie direkt vergleichbare Zahlen sind im Anhang unter Punkt II. dargestellt. Das Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022/23 um 22,4 %; das Anlagevermögen spielt weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Die Veränderung des Anlagevermögens beinhaltet einen Abgang aufgrund der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" in Höhe von TEUR 316. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag erhöhten sich zum 31. März 2023 beim Vermögen im Wesentlichen die Forderungen (EUR +4,2 Mio.). Dabei stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erheblich an (EUR +6,8 Mio.), während sich die Forderungen gegen Unternehmen des PLAION - Konzerns (EUR -1,1 Mio.) und die Sonstigen Vermögensgegenstände (EUR -1,5 Mio.) deutlich reduzierten. Der Rückgang des Sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus der Auszahlung einer im Vorjahr beantragten Forschungszulage. Wie im Vorjahr haben keine Kundenforderungsverkäufe zum Stichtag stattgefunden. Der Rückgang der Vorräte resultiert aus dem im Rahmen der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" übergegangenen Geschäftsfeld der Entwicklungsprojekte. Beim Kapital erhöht sich im Geschäftsjahr 2022/2023 das Eigenkapital um den Jahresüberschuss 2022/2023 von EUR 1,4 Mio. (33,9 %) auf EUR 5,5 Mio.; der Bilanzgewinn aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr wurde komplett thesauriert. In der Veränderung des Eigenkapitals ist außerdem der Effekt aus der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" enthalten, der zu einem Abgang von Eigenkapital in Höhe von TEUR 53 geführt hat. Die Rückstellungen verzeichneten in 2022/2023 einen Zuwachs von insgesamt 22,6 % (EUR +1,3 Mio.), darin berücksichtigt ist eine Reduzierung der Rückstellungen zum 1.4.2022 aufgrund der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" in Höhe von TEUR 156. Dabei haben sich neben den Rückstellungen für Pensionen (TEUR +278) auch die sonstigen Rückstellungen (TEUR +457) und Steuerrückstellungen (TEUR +589) erhöht. Bei den sonstigen Rückstellungen verzeichnete die Rückstellung für Kundenboni mit einer Zunahme von EUR 0,3 Mio. die größte Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. Daneben erhöhten sich im Wesentlichen auch die Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse und Personalrückstellungen, trotz Verringerung der Mitarbeiterzahl im Zuge der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" aufgrund gegenläufiger Effekte. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 % (EUR +1,6 Mio.) gestiegen. Dabei haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR +1,2 Mio.) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR +1,1 EUR) erhöht, während sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um EUR 0,7 Mio. aufgrund der Abspaltung der Betriebsstätte "Deep Silver Fishlabs Hamburg" und damit der Entwicklungsprojekte reduziert haben. Die Erhöhung bei den Sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Umsatzsteuer. Zum 31. März 2023 hatte die Gesellschaft eine Nettoverbindlichkeit (Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten) gegenüber den anderen Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vorjahr Nettoverbindlichkeit EUR 5,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt per 31.03.2023 23,5 % (31.03.2022: 21,5 %). Die Veränderung ist auf die beschriebenen Erhöhungen des Eigenkapitals und der Bilanzsumme zurückzuführen. Die Kapitalumschlagshäufigkeit (Umsatzerlöse / Gesamtkapital) beträgt für das Geschäftsjahr 2022/2023 4,27 (Vorjahr 5,13). II. 4. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDie wesentlichen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
In Zuge der Bemühungen als nachhaltiges Unternehmen anerkannt zu sein, haben sich die PLAION Group und auch unser Unternehmen vor wenigen Jahren als CO 2 -neutral zertifizieren lassen. Dieser Status wurde auch im Berichtsjahr erfüllt. III. NachtragsberichtInfolge der Umbenennung des Konzerns wurde innerhalb der Geschäftsleitung beschlossen die Portfolio- und Label-Strategie der Eigenprodukte neu auszurichten und zu vereinfachen. Künftig werden Eigentitel der Labels Deep Silver, Prime Mater und Ravenscourt unter PLAION veröffentlicht. Gleichzeitig will man das Portfolio straffen und sich auf größere, relevantere Titel konzentrieren. Damit einhergehend kam es auch zu geplanten Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Abbau von Doppelstrukturen und neuer Aufgabenverteilung innerhalb der Konzernstandorte. Die mit den Änderungen einhergehenden Zusatzkosten sind jedoch größtenteils zum 31. März 2023 zurückgestellt worden. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten, neuen Entwicklungen. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtIV. 1 PrognoseberichtDie wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2023/2024 maßgeblich durch den weiteren Verlauf der Krisen und deren Einfluss auf den Konsum beeinflusst sein, weswegen die Prognoseaussagen unsicherer als in der Vergangenheit sind. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) leicht eingetrübt. Gemäß der Konjunkturprognose des IWF von April 2023 wird sich das globale Wachstum in diesem Jahr auf 2,8 % verlangsamen; noch im Januar 2023 war der Währungsfonds von einem weltweiten Wachstum von 2,9 % ausgegangen (IWF 11.4.2023 bzw. 30.1.2023). Die OECD prognostiziert ein Wachstum 2023 der Weltwirtschaft um 2,6 % (OECD 17.3.2023). Das prognostizierte Wirtschaftswachstum 2023 für den Euro-Raum wurde vom IWF auf 0,8 % und von der EU-Kommission auf 0,9 % (ganze EU 0,8 %) nach oben aktualisiert (IWF 11.4.2023; EU-Kommission 13.2.2023). Die Konjunkturprognosen für Deutschland für das Jahr 2023 werden zwar positiv gesehen, doch befinden sich Deutschland und die Euro-Zone laut übereinstimmenden Medienberichten in einer 'technischen' Rezession (bedeutet, Q4 2022 und Q1 2023 verzeichnete Deutschland eine rückläufige Wirtschaftsleistung, in Q2 2023 ein Nullwachstum). Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland sind im Jahr 2023 uneinheitlich um die Nulllinie herum. So rechnete die Deutsche Bundesbank für 2023 im Dezember 2022 noch mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 %, wohingegen die Bundesregierung, der Sachverständigenrat und die EU-Kommission nach neueren Einschätzungen von einem Wachstum 2023 von 0,2 %, die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von 0,3 %, der IWF jedoch von -0,1 % ausgehen (Dt. Bundesbank 16.12.2022, BMWi 25.1.2023, Sachverständigenrat 22.3.2023, EU-Kommission 13.2.2023, Gemeinschaftsprognose 5.4.2023, IWF 11.4.2023). Hinsichtlich der Inflation rechnet die Bundesregierung derzeit mit einer leichten Entspannung, doch wird diese weiterhin deutlich über den ursprünglichen Prognosen und Zielwerten bleiben, lt. Einschätzung Bundesbank bei 7,2%, lt. Einschätzung Bundesregierung bei 6,0% (Dt. Bundesbank 16.12.2022, BMWi 25.1.2023). Für die Euro-Zone wird eine Inflation 2023 von 5,6% erwartet (EU-Kommission 13.2.2023) und für die Welt von 7,0% (IWF 11.4.2023). Die bereits erfolgten bzw. noch zu erwartenden Zinserhöhungen der Zentralbanken sollen die Inflationsraten senken, stellen aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August 2023 auf 85,7 Punkte gefallen, nach 87,4 Punkten im Juli. Das ist der vierte Rückgang in Folge. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fiel auf den niedrigsten Stand seit August 2020. Zudem blicken die Unternehmen pessimistischer auf die kommenden Monate. Die Durststrecke der deutschen Wirtschaft verlängert sich. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gefallen. Die Unternehmen waren insbesondere mit den laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der entsprechende Indikator rutschte erstmals seit Oktober 2020 in den negativen Bereich. Die Erwartungen blieben merklich pessimistisch. Die Unternehmen klagten über immer weniger Neuaufträge. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich abgekühlt. Die Dienstleister waren deutlich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Sie erwarten zudem eine weitere Eintrübung. Die Schwäche der Industrie zieht auch Transport und Logistik nach unten. Im Handel ist der Index ebenfalls gesunken. Die Händler beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich negativer. Auch der Ausblick verdüsterte sich weiter (ifo Institut 25.8.2023). Der Arbeitsmarkt ist derzeit (noch) stabil und es gab die übliche Frühjahrsbelebung, allerdings hat sich die Dynamik deutlich abgeschwächt. Wie eingangs gezeigt wirken sich die Wirtschaftsaussichten und die bestehende Verunsicherung noch immer sehr negativ auf das Konsumverhalten aus. Dennoch wird nicht erwartet, dass die Entertainment-Märkte signifikant in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und der Branche gilt: Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine weitere Absatzverschiebung von Umsätzen von physischer Ware hin zu Digitalumsätzen. Dieser Trend konnte ja durchaus schon in den letzten Jahren und auch vor Corona verzeichnet werden. Die Umsätze im stationären Handel werden weiter rückläufig sein. Durch die für uns relevanten Marktentwicklungen und dem derzeit bekannten Line-up von Games-Neuheiten gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 von steigenden Umsätzen aus. Für den Produktbereich Anwendersoftware gehen wir von einem anhaltenden, klaren Abwärtstrend aus. Da dieses Produktsegment einen vergleichsweise überschaubaren Deckungsbeitrag liefert, ist ein Umsatzrückgang aber verkraftbar. Im Bereich Home-Entertainment setzen wir den eingeschlagenen Weg fort, rechnen mit keinen nennenswerten neuen Akzenten und im physischen Bereich mit schrumpfenden Märkten. Demgegenüber wird die Kooperationen mit Drittanbietern fortgesetzt und ausgebaut. Mit den bereits im Line-up befindlichen Titeln gehen wir im Geschäftsjahr 2023/2024 von stabilen Umsätzen zum Vergleichszeitraum aus - zumal ab Q4 stake Titel von Sony Pictures Home Entertainment im Rahmen einer neuen Kooperation mit PLAION Pictures hinzukommen werden. Eine Eindämmung der privaten Piraterie und der illegalen Downloads aus dem Internet ist nicht anzunehmen, wobei wir weiterhin gemäß den gesetzlichen Möglichkeiten eine juristische Verfolgung der Rechtsverletzungen betreiben. Wesentliche Risiken für die Gesellschaft sehen wir nicht bzw. bleiben unverändert. Vor dem Hintergrund dieser Faktoren planen wir das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Jahresumsatz von rund EUR 100 - 108 Mio., wovon rund EUR 80 - 90 Mio. aus dem originären Games- und Video/Home-Entertainment-Geschäft resultieren. Beim Ergebnis vor Steuern sehen wir eine Größenordnung von EUR 2,5-3,0 Mio bei konstanter bis leicht erhöhter Mitarbeiterzahl. IV. 2 RisikoberichtUm mögliche Risiken aus Unternehmenssicht frühzeitig zu erkennen und besonders zeitnah einzuschätzen, abzuwenden und ggf. erforderliche Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, sind wir laufend dabei, unsere bestehenden organisatorischen internen Abläufe und vor allem Managementinformationssysteme unseren Bedürfnissen und dem dahinter liegenden Geschäft anzupassen und die bestehenden "Risikofrühwarnsysteme" weiterzuentwickeln. Die Hauptrisiken im Unternehmen können eingeteilt werden in
a. unternehmensexterne Risiken: Als unternehmensexterne Risiken sind hier insbesondere sich ändernde gesetzliche Vorschriften und technologische Entwicklungen auf dem Absatz- und Beschaffungsmarkt wie auch bei der Leistungserstellung von vor allem externen Partnern zu nennen. Zur Analyse und Steuerung von Risiken durch Änderungen von gesetzlichen Vorschriften in unserem Geschäft bedienen wir uns einer ständigen internen themenspezifischen Weiterbildung und zusätzlich der Kommunikation mit externen Know-How-Trägern wie z. B. Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Altersratingprüfungskommissionen (USK, PEGI, FSK usw.). Zur Analyse und Steuerung von Risiken durch Veränderungen in der technologischen Entwicklung legen wir besonderen Wert auf eine ständige interne und externe themenspezifische Weiterbildung und zusätzlich auf die Kommunikation mit externen Know-How-Trägern wie auch auf ständige Besuche von relevanten Fachmessen. Ein weiteres unternehmensexternes Risiko ist in der derzeitigen Wirtschaftskrise und deren möglicher Auswirkungen u.a. auf die Konsumenten zu sehen. Ein breiter Rückgang des Konsums würde auch die von PLAION vertriebenen Produkte treffen und hätte negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Kostensteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt könnten zu reduzierten Gewinnmargen führen, wenn es nicht gelingt, sie in entsprechende Absatzpreiserhöhungen umzusetzen. b. leistungswirtschaftliche Risiken: Hier sind insbesondere mögliche Risiken im Bereich Beschaffung (zeitliche Verschiebungen und Qualitätsrisiken) und Absatz zu nennen. Die Analyse und Steuerung von Risiken im Beschaffungs- und Absatzbereich erfolgt durch ständige Qualitäts-, Milestone- und Terminüberwachungen, die sicherstellen, dass die im Auftrag vom jeweiligen Dienstleister produzierte Ware oder programmierten Lizenzprodukte zum vorgesehenen Zeitpunkt in vorgegebener Qualität lieferfertig ist bzw. ausgeliefert werden kann. Risiken, die sich aus den für unser Geschäft typischen kurzen Lebenszyklen unserer Produkte ergeben, begegnen wir durch eine möglichst breite Diversifikation auf Lieferanten, Lizenzgeber und Kundenebene und einer risikoorientierten Mengenpolitik. Aufgrund Punkt 6 des Vertriebsvertrages vom Januar 2001 mit der PLAION GmbH, Höfen/Österreich, haben wir ein 100%iges Retourenrecht für alle von der PLAION GmbH, Höfen, gelieferten Waren. Zur Risikoabsicherung im Absatzbereich sind zudem entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. c. finanzwirtschaftliche Risiken: Als mögliche finanzwirtschaftliche Risiken sind Risiken im Bereich Absatz sowie Marktpreise und damit verbunden im Umsatz wie auch bei Roherträgen und im Gemeinkostenbereich zu nennen. Zur marktseitigen Analyse und Steuerung von Risiken aus Absatz und Umsatz werden arbeitstäglich Reports generiert, anhand derer Analysen von Plan-Ist-Abweichungen durchgeführt und eventuell erforderliche Maßnahmen definiert werden können. Zur Steuerung der in Entwicklung stehenden zukünftigen Produkte finden zudem regelmäßig sogenannte internationale Line-up Meetings (ILM) statt. Hier werden alle relevanten Themen angesprochen und Maßnahmen definiert, um die Erreichung der Absatz- und Umsatzziele sicherzustellen. Auf dieser Basis können bereits unterjährig Umsatzprognosen für das Geschäftsjahresende getroffen werden. Die Analyse und Steuerung von Roherträgen erfolgt über ein entsprechendes Tool, aus dem produktspezifisch Absatz- und Beschaffungspreise gegenübergestellt werden. Das Gemeinkostencontrolling erfolgt durch i. d. R. monatliche Auswertungen. Diese Auswertungen beinhalten Plan-Ist Analysen auf GuV-Ebene, aus denen nicht nur Umsatz und Wareneinsatz, sondern insbesondere auch die Overhead-Kosten analysiert und gesteuert werden können. Diese Auswertungen werden in der Regel monatlich vom Team Konzerncontrolling erstellt, den verantwortlichen Unternehmensleitern vorgelegt, besprochen und ggfs. gemeinsam mit der Konzernleitung analysiert. In dem Zuge werden erforderliche Maßnahmen definiert und Prognosen erstellt. Durch konsequentes Forderungsmanagement und weitgehende Versicherung versuchen wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. IV. 3 ChancenberichtNeben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre insbesondere folgende Chancen: Durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Publishern wie Activision, Square Enix, Sega und Warner Bros, aufgrund des stärker werdenden PLAION Portfolios und aus unserer allgemein gewürdigten und konstant starken Vertriebsperformance sehen wir unsere Alleinstellung als großer unabhängiger Vertrieb in Deutschland gefestigt. Durch die Marktentwicklungen setzen auch namhafte und globale Publisher zunehmend nicht mehr auf ihren eigenen territorialen Vertrieb und wünschen sich einen spezialisierten Vertriebspartner wie PLAION, der gleichzeitig nicht nur ein Territorium abdecken kann. Wir gehen demzufolge davon aus, dass die Zusammenarbeit mit den großen Vertriebspartnern weitergeführt werden kann und weitere Vertriebspartner gewonnen werden. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente, wobei die Gesellschaft diesbezüglich in die Systeme des PLAION-Konzerns eingebunden ist. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Beurteilung von speziellen Risiken bezüglich originärer und derivativer Finanzinstrumente wollen wir anhand der nachstehenden Positionen erläutern:
a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Dies ist der größte Bilanzposten, sodass wir darauf sehr großes Augenmerk legen. Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Die Forderungen werden von den Mitarbeitern des Kreditcontrollings laufend beobachtet und die Einbringlichkeit gewährleistet durch angemessene Maßnahmen im Mahnwesen bis hin zur gerichtlichen Klage. Täglich werden eingehende Bestellungen geprüft gegenüber dem Kreditlimit und auf die beim Kunden bestehende Mahnstufe. Ist entweder das Kreditlimit überschritten oder besteht eine Mahnstufe größer 1, dann erfolgt automatischer Lieferstopp, der nur durch individuelle Behandlung und Freigabe aufgehoben werden kann. Die Kreditlimits werden auf Grund der Aussagen in detaillierten Wirtschaftsauskünften des Kunden vom Leiter der Debitorenbuchhaltung vergeben. Für eventuell bestehende Risiken zum Bilanzstichtag wird mit einer detaillierten Einzelwertberichtigung vorgesorgt. Zudem besteht für die meisten Kunden eine Kreditversicherung, durch die eventuelle Ausfälle unter Abzug eines Selbstbehaltes versichert sind. Von der Kreditversicherung sind lediglich einzelne Kunden kontrolliert ausgenommen. Damit - und zusammen mit einem laufenden und strikten Management der Kreditlimits - sind die Bonitätsrisiken überschaubar. b. Bankguthaben Die Bankguthaben bestehen allesamt bei namhaften Kreditinstituten. Die wesentlichen Guthaben zum Bilanzstichtag bestanden bei der HypoVereinsbank. c. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Zum Bilanzstichtag bestand aufgrund einer Games Projekt Förderung ein bedingt rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 160. Ansonsten gab es wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. d. Derivative Finanzinstrumente Im Berichtsjahr 2022/23 wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken aus dem operativen Geschäft sowie von Risiken aus Finanzierungsgeschäften eingesetzt, da nur minimale Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen, welche zu keinem Zeitpunkt einen Risikofaktor für die Gesellschaft bedeuten und somit auch keiner Absicherungsstrategie bedürfen.
Planegg, den 5. September 2023 Die Geschäftsführung Dr. Klemens Kundratitz, Geschäftsführer Mag. Stefan Kapelari, Geschäftsführer Christian Moriz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PLAION GmbH, Planegg, Landkreis München PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PLAION GmbH, Planegg, Landkreis München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PLAION GmbH, Planegg, Landkreis München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 5. September 2023 Grant
Thornton AG
Hämmerle, Wirtschaftsprüfer Maisch, Wirtschaftsprüferin |
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