KCS Medical GmbHLiquidiert

20537 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 29475
Vorher
Vorrata VERIDANUM Personal GmbH
Eingetragen
29.8.2016
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
die Arbeitnehmerüberlassung, die Arbeitsund Personalvermittlung, die Unternehmens-, Personal- und die Projektberatung, die Konzeption, Planung und Durchführung von Maßnahmen in der Gesundheitsförderung und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für verschiedene Berufsgruppen sowie die Reisevermittlung und Reiseveranstaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Liedtke
seit 6.2.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Sven LiedtkeAbraham & Liedtke GmbH
50.00%
Jerome Lothar AbrahamAbraham & Liedtke GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KCS Medical GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

KCS Medical GmbH - Hamburg

I Grundlagen des Unternehmens

Klassische Geschäftsfelder der KCS Medical GmbH sind:

Arbeitnehmerüberlassung, Outplacement, Personalvermittlung, Schulung und Beratung.

Realisiert werden alle Dienstleistungen an den Standorten Hamburg, Berlin, Köln, Wiesbaden, München, Bremen, Frankfurt, Kassel, Dresden und Mannheim.

II Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsergebnis

Die gesamte Zeitarbeitsbranche gilt als Frühindikator des Arbeitsmarktes, so dass diese auf die Corona Pandemie im Jahr 2020 bis Anfang 2023 im hohen Maße reagierte.

Im Jahr 2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 26.533.095,00 erzielt.

Umsatzentwicklung:

2019 in T-€ 12.095
2020 in T-€ 17.626
2021 in T-€ 21.517
2022 in T-€ 26.533 ---à Steigerung von 23,3 %

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von € 771.915 (Vj. € 1.192.027) erzielt.

2. Branchenspezifische Entwicklung

Im Jahr 2022 waren die Corona Pandemie, die Energiekrise, der Ukraine Krieg und die daraus resultierenden Lieferkettenprobleme nach wie vor zu spüren, trotz alledem hat sich die Entwicklung am Markt positiv ausgewirkt.

Demnach verzeichnet die Branche wieder einen Zuwachs an Personal, das Vorkrisenniveau sei allerdings noch nicht wieder erreicht. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren es bis zu 816.000 Leiharbeitnehmer.

Im 4. Quartal 2022 trugen erneut überwiegend die Dienstleistungsbereiche zum Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal bei (+443 000 Personen; +1,3 %). Den größten absoluten Beschäftigungsgewinn verzeichnete erneut der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +142 000 Personen (+1,2 %).

Unter diesem Gesichtspunkt konnte die KCS Medical GmbH, entgegen dem Trend ein sehr gutes Wachstum im Jahr 2022 realisieren, da wir keine Kurzarbeit anmelden mussten, was auf unseren Personalmix hindeutet.

Mit insgesamt über 450 Mitarbeitern gehört die KCS Medical GmbH zu den großen medizinischen Personaldienstleistern unserer Branche. Umsatzwachstum, Gewinn und Mitarbeiterzahlen sind im Jahr 2022 kongruent zueinander gestiegen und lagen in allen Bereichen über dem Branchendurchschnitt.

Im Jahr 2022 haben alle Standorte durch große Investitionen im Bereich Digitalisierung/ Multimedia/ Marketing und auch Aufstockung des internen Personals gestärkt, um ein kontinuierliches Wachstum zu fördern.

Alle 25 führenden Dienstleister steigerten 2021 die Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Das erste Mal seit der Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnen damit alle 25 führenden Unternehmen ein Wachstum. Zuletzt gelang dies im Geschäftsjahr 2011. Die Umsätze stiegen 2021 durchschnittlich um 20,9 Prozent gegenüber 2020. Im Vorjahr war die Entwicklung im Durchschnitt um 16,4 Prozent rückläufig. Das hohe durchschnittliche Wachstum von 21,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist auf Aufholeffekte zurückzuführen. Nur 9 Prozent der teilnehmenden Unternehmen verzeichneten 2021 einen Umsatzrückgang - darunter keines der 25 Unternehmen der Lünendonk-Liste.

Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung (38,83 Millionen) betrug 2,2 Prozent. 471.943 Beschäftigte wurden als Helfer, 282.223 als Fachkräfte, 41.850 als Spezialisten sowie 38.655 als Experten in den Kundenbetrieben eingesetzt.

Insgesamt hatten 358.189 Leiharbeitnehmer die ausländische Staatsbürgerschaft.

80 Prozent der Zeitarbeitskräfte sind in Zeitarbeitsunternehmen, die überwiegen oder ausschließlich Arbeitnehmerüberlassung praktizieren - in diesem Bereich registrierte die Bundesagentur für Arbeit (BA) für den Monat Mai 717.500 Beschäftigte. Das bedeutet ein Plus von 4.600 (plus 0,6 Prozent) Mitarbeitern im Vergleich zum Vormonat April (712.900).

Während die Gesamtzahl aller Leiharbeitskräfte im Zeitraum 2020-2022 um 209 000 zurückging, was einem Minus von 20 Prozent entspricht, stieg sie in der Pflege um knapp 14 000, das heißt um 46 Prozent. In einigen Bundesländern war der Anstieg noch größer, etwa in Nordrhein-Westfalen. 2017 waren dort noch 6500 Leiharbeitskräfte beschäftigt, 2022 schon mehr als 12 000 - eine Zunahme von 80 Prozent. In Baden-Württemberg stieg die Zahl sogar um mehr als 100 Prozent auf 6200. Bundesweit gab es insbesondere im Jahr 2022 einen sprunghaften Anstieg: in der Krankenpflege um fast zehn Prozent, in der Altenpflege sogar um 23 Prozent.

III Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt am 31.12.2022 T-€ 4.112 (Vorjahr: T-€ 2.333).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von T- € 1.008 auf T-€ 1.319 gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T- € 463 auf T- € 1.116 erhöht.

Der Jahresüberschuss 2022 beträgt T € 772.

2. Ertragslage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse der KCS Medical betragen Mio. € 26,5 (Vj. Mio. € 21,5) und bestehen nahezu zu 100 % aus der Personalüberlassung. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen bedingt durch organisches Wachstum und Eröffnung einer neuen Niederlassung in Dresden.

Demgegenüber stehen der Personalaufwand von Mio. € 24,0 (Vj. Mio. € 19,1) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von Mio. € 1,95 (Vj. Mio. € 1,56). Der Anstieg des Personalaufwands ist verursacht durch die Erhöhung der Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie der Standort Eröffnung in Dresden. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft im Wesentlichen die erhöhten Mietaufwendungen und Kosten für Werbung, Recruiting und EDV.

3. Finanzlage der Gesellschaft

Die Finanzlage der KCS Medical GmbH ist als sehr gut und sehr stabil zu bezeichnen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Fristen beglichen.

Verbindlichkeiten und Forderungen stehen sich in einem angemessenen Verhältnis gegenüber, die Liquiditätslage ist durch die kreditversicherte Umsatzfinanzierung mit der nahezu sofortigen Realisierung der Umsätze als sehr gut zu bewerten.

Investitionen werden aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen derzeit nicht.

Es wurden während der unterschiedlichen Krisen im Jahr 2022, keine Steuer- bzw. Sozialversicherungen gestundet und auch keine KFW-Kredite oder ähnliches aufgenommen, ebenso wurde auch kein Kurzarbeitergeld beantragt oder Personal in Kurzarbeit geschickt.

IV Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Für 2023 erwarten wir ein Umsatzwachstum von ca. 10% zu dem ein erhöhtes Betriebsergebnis von ca. 25%. (GuV 2023).

Wir sehen uns durch die Erschließung von neuen Geschäftsfeldern wie z.B. im sozial- und heilpädagogischen Bereich und dem weiteren Ausbau unserer neuen Standorte gut gerüstet für das laufende Jahr. Eine weitere Expansion betreiben wir durch die Eröffnung von neuen Niederlassungen im Jahr 2023, da wir davon ausgehen, dass die gleichmäßige Präsenz auf dem Markt zwangsläufig zu mehr Sichtbarkeit und mehr Erfolg führt.

Durch eine Verschiebung der Einstellungssituation in den Kliniken und Altenheimen, ist die Tendenz für Wachstum auf jeden Fall positiv, wenn auch etwas zeitversetzt.

2. Risikobericht

Nach Einschätzung des Unternehmens sind durch das Reformgesetz, der Refinanzierung der Krankenhäuser und Altenheime, sowie die Entgelterhöhung durch die aktuellen Krisen und aufgrund des nach wie vor hohen Bedarfs an Pflegekräften, kurz- und langfristige Auswirkungen für den Zeitarbeitssektor zu erwarten. Zukünftige Entwicklungen sind in zweierlei Hinsicht möglich, auf der einen Seite werden die Bedarfe aufgrund der steigenden Patienten und Altenheim-Bewohner steigen, ebenso greift die demografische Entwicklung in der Pflege, laut Wirtschaftsinstituten werden bis 2035 ca. 500.000 Pflegekräfte fehlen, da auch die "Baby-Boomer" Jahrgänge in Rente gehen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert entschiedene Reformen zur Begrenzung der Leiharbeit in der Pflege. Mit einem Positionspapier macht der Verband auf die zunehmenden Probleme aufmerksam, die die Leiharbeit mit sich bringt. (8) Da dies aber nicht der erste Versuch in der medizinischen Branche ist und sicherlich auch das Problem nicht löst, sehen wir dem gelassen entgegen.

Mehr denn je ist die Einstellung von externem Personal ein kritischer Erfolgsfaktor, der bedeutend das Wachstum und die zukünftige Profitabilität beeinflusst. Ebenso wie die Refinanzierung dieser entstehenden Personalkosten, gemessen am Aufwand, intern und extern.

Für 2023 erwarten wir zudem einen weiteren Anstieg der Löhne in der Pflege, hier sind vor allem der Mindestlohn bei Fachkräften von 17,65€ bzw. 18,25€ die Stunde und die Erwartungshaltung bei den Bewerbern entscheidend.

Grundsätzlich werden wir aber auch zukünftig in der Lage sein, sämtlichen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können.

3. Chancenbericht

Die KCS Medical ist im Gesundheitswesen tätig, welcher grundsätzlich von der konjunkturellen Entwicklung unabhängig ist.

Die Auswirkungen des demografischen Wandels im Bereich der professionellen Pflege sind bereits heute deutlich spürbar. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 4,6 Millionen bis 2050 auf 7,25 Millionen erhöhen wird. (9,15) Demgegenüber besteht schon jetzt ein eklatanter Mangel an Pflegepersonal, der sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen wird. Aktuell sind über 180.000 Stellen im medizinischen Bereich offen, diese Zahl soll sich mehr als verdoppeln auf über 500.000 offenen Stellen im gesamten medizinischen Bereich. Entgegen der Annahme und Aussage der Gegner der Personaldienstleitung, hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) nachgewiesen über eine IW-Kurzstudie aus April 2023, dass die Nutzung von Zeitarbeit eher eine Sicherung der Patientenversorgung und Kompensation des Mangels ist.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat dies zur Folge, dass die ohnehin aus Wirtschaftlichkeitsgründen stark reduzierte Personaldecke in den Kundenbetrieben, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen, kurzfristige und temporäre Personalengpässe noch weniger als bisher kompensieren kann und somit die Nachfrage nach flexiblen Personalreserven weiterhin hoch bleibt oder sogar noch steigen wird, auch wenn wir Preisobergrenzen rechnen müssen.

4. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Im Rahmen unserer Zukunftsstrategie sind wir davon überzeugt, die Basis für die kommenden Herausforderungen, wie schnelle Mitarbeiterrekrutierung, hohes qualitatives Matching von Bewerbern und Aufträgen sowie die flexible Anpassung an den Markt aufgrund von rechtlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, geschaffen zu haben.

Die KCS Medical hat die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Fokus und optimiert diese in einem ständigen Verbesserungsprozess. Die Qualität der internen Mitarbeiter, der Zeitarbeitnehmer, des Kundenzugangs und der internen Prozesse stehen im Vordergrund und werden von der gesamten Organisation aktiv optimiert.

Vor dem Hintergrund der stabilen finanziellen und operativen Situation und der hohen Nachfrage nach medizinischem Personal sind wir davon überzeugt, gerade mit Blick auf die vergangenen zwei Pandemiejahre, eine geeignete Ausgangsbasis für die Umsetzung der angestrebten Ziele geschaffen zu haben.

 

Hamburg, April 2023

gez.

Sven Liedtke

Jerome Abraham

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 124.602,00 159.825,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.159,00 92.837,00
II. Sachanlagen 70.443,00 66.988,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.443,00 66.988,00
B. Umlaufvermögen 3.921.223,47 2.149.973,06
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.843.046,04 1.211.828,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.078.177,43 938.145,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.507,99 23.954,49
Aktiva 4.112.333,46 2.333.752,55

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 776.323,48 4.408,37
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 20.591,63 1.212.619,39
III. Jahresüberschuss 771.915,11 1.192.027,76
B. Rückstellungen 1.116.289,96 494.889,53
C. Verbindlichkeiten 2.219.720,02 1.834.454,65
Passiva 4.112.333,46 2.333.752,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 27.234.915,85 21.982.939,63
2. Personalaufwand 24.029.873,03 19.085.313,38
a) Löhne und Gehälter 20.307.152,89 16.222.088,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.722.720,14 2.863.225,25
davon für Altersversorgung 851,34 638,26
3. Abschreibungen 100.011,96 76.547,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 100.011,96 76.547,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.954.901,33 1.566.886,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 491,84 852,28
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.851,05 31.130,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 352.034,64 31.885,45
8. Ergebnis nach Steuern 776.735,68 1.192.027,76
9. sonstige Steuern 4.820,57
10. Jahresüberschuss 771.915,11 1.192.027,76

Anhang

Anlage 3

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 235.812,61 8.910,00 0,00 0,00 244.722,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 235.812,61 8.910,00 0,00 0,00 244.722,61
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.172,56 55.878,96 0,00 0,00 337.051,52
Summe Sachanlagen 281.172,56 55.878,96 0,00 0,00 337.051,52
Summe Anlagevermögen 516.985,17 64.788,96 0,00 0,00 581.774,13
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.975,61 47.588,00 0,00 0,00 190.563,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 142.975,61 47.588,00 0,00 0,00 190.563,61
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.184,56 52.423,96 0,00 0,00 266.608,52
Summe Sachanlagen 214.184,56 52.423,96 0,00 0,00 266.608,52
Summe Anlagevermögen 357.160,17 100.011,96 0,00 0,00 457.172,13
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 54.159,00 92.837,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 54.159,00 92.837,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 70.443,00 66.988,00
Summe Sachanlagen 0,00 70.443,00 66.988,00
Summe Anlagevermögen 0,00 124.602,00 159.825,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die KCS Medical GmbH mit Sitz im Grevenweg 72, 20537 Hamburg, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wiesbaden unter der Registernummer HRB 29475 eingetragen.

Der Jahresabschluss der KCS Medical GmbH, Hamburg zum 31. Dezember 2022 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Zu den gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB erforderlichen Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist anzuführen, dass Gliederung und Bewertung den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 22. April 2022 festgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) angesetzt. Immaterielle Wirtschaftsgüter haben eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren und werden linear abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalwert angesetzt.

Liquide Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Einzelheiten können dem Rückstellungsspiegel entnommen werden.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten sind für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter einem Jahr, für sonstige Vermögensgengestände in Höhe von EUR 219.501,81 (Vorjahr EUR 72.948,75) beträgt die Laufzeit mehr als ein Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Steuerrückstellungen:

Rückstellung für Gewerbesteuer EUR 0,00 (Vorjahr EUR 17.663,00)
Rückstellung für Körperschaftsteuer EUR 0,00 (Vorjahr EUR 14.222,45)
Sonstige Rückstellungen:
Rückstellung für Prämien EUR 381.300,00 (Vorjahr EUR 0,00)
Rückstellung für Urlaub EUR 467.754,70 (Vorjahr EUR 351.119,00)
Rückstellung für Arbeitszeitkonten EUR 239.735,26 (Vorjahr EUR 87.885,08)
Rückstellung für Abschluss- u. Prüfungskosten EUR 27.500,00 (Vorjahr EUR 24.000,00)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.219.720,02 (Vorjahr EUR 1.834.454,65) haben sämtlichst eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEuro < 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
>5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 116,9 116,9 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lohn- u. Gehalt 967,2 967,2 0,0 0,0
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 44,0 44,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer 505,5 505,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Steuern und Abgaben 4,8 4,8
Umsatzsteuer 2022 571,1 571,1 0,0 0,0
Sonstige 10,2 10,2 0,0 0,0
Summe 2.219,7 2.219,7 0,0 0,0

Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von EUR 21.517.180,80 um 23,3 % auf EUR 26.533.095,79 gestiegen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im gleichen Zeitraum von EUR 19.085.313,38 um 25,9 % auf EUR 24.029.873,03 gestiegen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im wesentlichen um Raumkosten in Höhe von EUR 450.068,37 (Vorjahr: EUR 375.080,24) für die elf Niederlassungen, Fahrzeugkosten EUR 179.043,74 (Vorjahr: EUR 163.224,72), Kosten für Werbung, Recruiting und Wartung der EDV Anlagen EUR 646.351,03 (Vorjahr: EUR 553.981,96), sowie Factoringkosten EUR 63.726,86 (Vorjahr: EUR 65.329,62).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Bestehende Mietverträge für elf Niederlassungen:

Laufzeit bis Jahresmiete
Hamburg 31.01.2027 69.200,00 EUR
Wiesbaden 31.12.2026 71.400,00 EUR
Köln I 14.10.2027 65.600,00 EUR
Köln II 31.12.2024 21.500,00 EUR
Mannheim 30.11.2026 58.200,00 EUR
München 28.02.2024 41.200,00 EUR
Frankfurt 30.04.2027 23.400,00 EUR
Berlin 28.02.2024 53.900,00 EUR
Bremen unbefristet 23.000,00 EUR
Kassel 31.10.2024 22.300,00 EUR
Dresden 14.05.2027 22.900,00 EUR
Summe 472.600,00 EUR

Leasinggebühren für 53 bestehende Fahrzeugleasingverträge mit Laufzeiten zwischen drei Monaten und drei Jahren in Höhe von EUR 155.000,00 jährlich.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

31.03.2022 30.06.2022 30.09.2022 31.12.2022
Leitende Angestellte 2 2 2 2
Interne Mitarbeiter 55 57 63 63
Externe Mitarbeiter 325 345 351 392
Summe 382 404 416 457

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 415.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Sven Liedtke, Kaufmann, Hamburg, sowie Herrn Jerome Abraham, Kaufmann, Taunusstein ausgeführt.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern

Gegenüber einem Geschäftsführer bestehen Forderungen aus Darlehen in Höhe EUR 10.918,81 (Vorjahr EUR 14.768,75), das Darlehen hat eine Laufzeit bis 11/2023, es wird mit 3% p.a. verzinst, die Tilgung beträgt monatlich EUR 1.000,00.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 771.915,11.

Nach Verrechnung des Jahresüberschusses mit dem Verlustvortrag ergibt sich ein Gewinnvortrag von Euro 751.323,48, der auf neue Rechnung vorzutragen ist.

Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Sven Liedtke, Geschäftsführer

gez. Jerome Abraham, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KCS Medical GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KCS Medical GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KCS Medical GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger Weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 13. Juni 2023

Neubert & Persson GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beatrix Neubert, Wirtschaftsprüfer

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