BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH

Rheinstraße 1, 79350 Sexau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 261276
Eingetragen
15.8.2001
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Geräten der minimal-invasiven Chirurgie mit mechanischen, elektronischen und faseroptischen Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
85.000 €
85.00%

Beteiligungen

NameAnteil
0.26%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH

Sexau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH, Sexau

I. Wirtschaftsbericht

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH entwickelt, produziert und vertreibt medizinische Endoskope sowie Visualisierungssysteme. Unsere Kompetenz liegt darin, fortschrittliche Technologien in unsere Produkte und Fertigungsprozesse so zu integrieren, dass wir in der Lage sind, unseren Kunden qualitativ hochwertige und innovative Produkte nach deren Anforderungen zu entwickeln und herzustellen.

Unsere Kunden sind sowohl große, internationale Medizintechnik Hersteller, die wir mit individuellen und kundenspezifischen Lösungen unterstützen als auch Händler von medizintechnischer Ausstattung. Das Absatzgebiet ist über die Kunden grundsätzlich weltweit, konzentriert sich aber auf den europäischen, den asiatischen sowie den nordamerikanischen Raum. Das unseren Kunden angebotene Portfolio umfasst dabei starre sowie halbstarre Endoskope (inkl. entsprechender Handelswaren), Steuergeräte und Kameras sowie Entwicklungsleistungen.

2 Forschung und Entwicklung

Neben kundenbezogenen Produktentwicklungen führen wir seit Jahrzehnten erfolgreich interne Technologieentwicklungen durch. Hierbei wurde in den vergangenen Jahren, neben einer ständigen Verbesserung der bestehenden Optiken und Kamerasysteme, der Fokus auf 3D-Visualisierungstechnologien gelegt, die uns inzwischen in die Lage versetzen, anspruchsvolle, kundenspezifische 3D Produktentwicklungen zu realisieren.

Unsere technologische Kompetenz in Kombination mit dem hohen Anteil an Fertigungsschritten, die im Haus durchgeführt werden, machen uns zum kompetenten Partner unserer Kunden für anspruchsvolle, zeitnahe und innovative Entwicklungen von Visualisierungslösungen. Dabei unterstützen wir unsere Kunden mit unserer, in einer Vielzahl von erfolgreichen Produktentwicklungen gewonnenen, Expertise bei der Umsetzung fortschrittlicher Technologien in medizinischen Mehrwert.

3 Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 1/4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auch die staatlichen Konsumausgaben waren mit -1,7 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund zwei Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende - durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug.

(Quelle: BMWI, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024; 15. Januar 2024).

EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), Krieg, Pandemie, Kostensteigerungen, Lieferschwierigkeiten und Fachkräftemangel: Das letzte Jahr war geprägt von vielen Herausforderungen. Die Medizintechnik-Branche blieb von den Folgen des Weltgeschehens nicht verschont. Unsere KMU-geprägte Branche ist noch zusätzlichen Hindernissen ausgesetzt - gestiegene gesetzliche Anforderungen an Medizinprodukte ist nur eines davon.

(Auszüge aus: BVMED Jahresbericht 2022/2023, März 2023)

3.2 Geschäftsverlauf

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein überdurchschnittliches Wachstum realisieren. Die Umsatzerlöse sind um 14,8 % gestiegen. Diese Entwicklung entsprach unseren Erwartungen.

Der Auftragsbestand lag zum Bilanzstichtag in etwa auf dem Niveau des Vorjahres; auf Basis der 2023er Umsatzerlöse entspricht er einer rechnerischen Auslastung von 12,0 Monaten.

Entsprechend des Unternehmenswachstums ist der Personalbedarf strukturell weiter gewachsen. Diesen Bedarf decken wir sowohl durch Aus- und Weiterbildung eigener Nachwuchskräfte als auch durch Rekrutierung geeigneter Fach- und Führungskräfte. Dabei sind wir bestrebt, unsere Attraktivität als Arbeitgeber auf einem konstant hohen Niveau zu halten und ständig weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil ist hierbei, neben einer jährlichen Überprüfung der grundsätzlich branchenüblichen Vergütung, das betriebliche Gesundheitsmanagement. Dies umfasst beispielsweise jährliche Gesundheitstage, das Dienstradleasing sowie die Förderung von Sport- und Fitnessangeboten über Partnerunternehmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir konsequent unsere Umwelt- und Nachhaltigkeitsansprüche umgesetzt und weiterentwickelt. Dazu zählen wir unter anderem nachhaltige Energiegewinnung und -verwendung. Wir betreiben unverändert Photovoltaikanlagen auf dem Dach unseres Firmengebäudes und setzen in unseren Neu- und Umbaumaßnahmen nachhaltige Energiekonzepte um (bspw. ausschließliche Verwendung von LED Lampen, energieoptimales Heiz- und Kühlkonzept, Nutzung von Abwärme etc.).

Wir sind als Hersteller medizintechnischer Produkte zertifiziert nach DIN ISO 13485 sowie EG-Richtlinie 93/42 EWG. Im Jahr 2023 erfolgte ein Überwachungsaudit unseres Qualitätsmanagementsystems durch eine externe Stelle. In Vorbereitung auf die regulatorischen Änderungen durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) haben wir bereits in vergangenen Geschäftsjahren in weitere Fachkräfte im Bereich Qualitätsmanagement und in einen Ausbau der IT-Unterstützung für unsere Qualitätsprozesse durch Einführung einer CAQ (computer aided quality) Lösung investiert.

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich im Geschäftsjahr keine ergeben.

4 Darstellung der Lage

Wir verfügen unverändert über eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsprachen damit grundsätzlich unseren Erwartungen.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wird mit den Leistungsindikatoren Umsatz und Gesamtleistungsrendite (Jahresüberschuss im Verhältnis zur Gesamtleistung) gesteuert. Diese werden laufend überwacht, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 292 verringert. Die Verringerung resultiert auf der Aktivseite aus aufgrund verringerter Investitionstätigkeit gesunkenem Anlagenvermögen (TEUR 440) sowie stichtagsbezogen geringeren Vorräten (TEUR 187) und Forderungen und sonstige Vermögengegenstände (TEUR 934). Gegenläufig haben sich die liquiden Mittel stichtagsbedingt um TEUR 1.276 erhöht.

Auf der Passivseite resultiert die Verringerung der Bilanzsumme aus einer Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 911) aufgrund von Tilgungen der Investitionsdarlehen sowie stichtagsbezogen geringeren Rückstellungen (TEUR 215), sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 472) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 51). Unsere Eigenkapitalquote hat sich, aufgrund des positiven Ergebnisses, zum Bilanzstichtag auf 73,5% (Vj. 65,5%) erhöht. Die Bankverbindlichkeiten betreffen ausschließlich die Finanzierung unserer Immobilie.

4.2 Finanzlage

Neben unserer Eigenfinanzierung dienen zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit unverändert auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Unsere langfristigen Vermögenswerte (Anlagevermögen) sind in voller Höhe langfristig (Eigen- und Fremdkapital) finanziert.

Während des gesamten Geschäftsjahres mussten keinerlei Kontokorrentkredite in Anspruch genommen werden. Sämtliche Zahlungen an Lieferanten wurden im Rahmen des vereinbarten Zahlungsziels bezahlt. Es wurde, wenn möglich, skontiert.

Da sich Teile des Fuhrparks sowie das Firmengebäude in unserem Eigentum befinden, bestehen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen nur unbedeutende finanzielle Verpflichtungen.

Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) von TEUR 2.077 erwirtschaftet.

4.3 Ertragslage

In 2023 hat sich unser Umsatz entsprechend unserer Erwartungen, im Vergleich zum Vorjahr, um rd. 15 % erhöht. Die Gesamtleistung erhöhte sich um rd. 18,5 %. Da gleichzeitig der Materialaufwand überproportional gestiegen ist, wurde trotz absoluter Steigerung des Rohertrags eine zur Gesamtleistung relative Rohertragsminderung erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 55 gesunken, was vor allem auf geringere Zuschüsse zurückzuführen ist.

Der Anstieg des Personalaufwands resultiert aus einer Vielzahl von Ursachen, wie dem Anstieg der Anzahl der Beschäftigten, allgemeinen Entgelterhöhungen und der Entwicklung ergebnisabhängiger Vergütungen.

Insgesamt wurde ein ca. 33 % höheres Jahresergebnis als im Vorjahr erzielt und demensprechend eine gesteigerte Gesamtleistungsrendite in Höhe von ca. 9 %.

II. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen ist mit Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unser Ziel ist es, Risiken zu minimieren bzw. nur einzugehen, um damit verbundene Chancen zu nutzen.

Grundsätzlich ist der Medizintechnikmarkt in geringem Umfang gesamtwirtschaftlichen Schwankungen unterworfen. Die gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen, bedingt durch die Corona-Pandemie, hatten in Vorjahren allerdings auch für uns spürbare Auswirkungen. Bereits im Jahr 2022 konnten wir einen Rückgang dieser Auswirkungen beobachten, was sich in 2023 fortsetzte, so dass wir hier eine stabile Supply-Situation und überdurchschnittliche Auftragseingänge verzeichnen konnten.

Die Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts im Frühjahr 2022 hatte lediglich geringfügige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Direkte Auswirkungen beobachteten wir in 2023 lediglich in gestiegenen Energiepreisen. Im Rahmen unserer Bautätigkeiten in den letzten Jahren haben wir konsequent in energieoptimierende Maßnahmen (bspw. Betrieb eigener Solaranlagen, energieoptimales Heiz- und Lüftungssysteme etc.) investiert und so die bereits in der Vergangenheit geringe Abhängigkeit unserer Geschäftstätigkeit von Energiepreisen weiter verringert. Kunden- und lieferantenseitig haben wir keine direkten Geschäftsbeziehungen in die direkt am Konflikt beteiligten Parteien. Dem Risiko für unsere Supply Chain aus indirekten Beziehungen über unsere Lieferanten sind wir durch verstärkte Suche nach Alternativlieferanten für kritische Zulieferteile sowie langfristiger Planung unserer Bestände und Bedarfe begegnet.

Produktrisiken begegnen wir durch ein nach den relevanten Standards und gesetzlichen Anforderungen zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Sowohl durch interne als auch durch externe Audits wird dieses Qualitätsmanagementsystem regelmäßig überprüft und dessen Effektivität sichergestellt.

Wir nutzen IT-Systeme zur Abbildung und Unterstützung von wichtigen Geschäftsprozessen. Der Ausfall wesentlicher IT-Systeme könnte zu Unterbrechungen unserer Geschäftsprozesse führen. Wir begegnen diesem Risiko mit einer redundanten Systemarchitektur mit regelmäßigen Datensicherungen.

Wir überwachen unsere Vermögens- und Ertragsentwicklung laufend und monitoren Risiken in den von uns verwendeten Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten). Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkannt werden, werden risikominimierende Maßnahmen eingeleitet und gegebenenfalls Wertberichtigungen vorgenommen. Hierfür haben wir ein angemessenes Debitorenmanagement umgesetzt. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus Eigenmitteln und Lieferantenkrediten.

Unsere einzige nennenswerte (Fremd-) Finanzierung betrifft unsere Immobilie, die langfristig finanziert ist. Dadurch sind unsere Zinsen langfristig festgeschrieben und ein Zinsrisiko ist demnach zu vernachlässigen. Um Ausfallrisiken zu minimieren, betreiben wir ein intensives Forderungsmanagement und Mahnwesen. Wir sind bestrebt, Beschaffungspreiserhöhungen möglichst zeitnah an unsere Kunden weiterzugeben.

Fremdwährungsrisiken bestehen durch unsere geringen Geschäfte in Fremdwährung nur in sehr geringem Maße. Aufgrund unserer Finanzlage wären wir auch nicht gezwungen, eventuell bestehende Risiken zu realisieren. Dessen ungeachtet erfolgt die Bewertung von Fremdwährungsbeständen und -forderungen zum gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Wert.

Wir sehen keine wesentlichen Risiken, die über die normalen Geschäftsrisiken hinausgehen oder sich aus externen Einflüssen ergeben und sind für uns auch zukünftig nicht erkennbar.

Durch die klinischen Vorteile von minimal-invasiven Operationen bleibt der Markt für endoskopische Visualisierungssysteme ein Wachstumsmarkt. Hierbei sehen wir, durch technologische Weiterentwicklung der optischen Systeme und einem Trend zur Miniaturisierung, neben den Märkten der bereits etablierten endoskopischen Anwendungen Potentiale in weiteren medizinischen Anwendungen.

Die umfangreichen Investitionen in unsere Fertigungskapazitäten und qualifiziertes Personal sowie die ständige Weiterentwicklung unserer Fertigungsprozesse bieten uns die Möglichkeit, an der steigenden Nachfrage für Medizinprodukte überproportional teilzuhaben.

Weitere Chancen ergeben sich aus der Etablierung robotischer Systeme in der Patientenversorgung. Robotisch unterstützte OP-Verfahren bieten regelmäßig Vorteile, wie präzisere und schonendere Operationsverläufe sowie eine Entlastung des ärztlichen und pflegerischen Personals. Die robotische Chirurgie ist ohne 3D-Bildgebung nicht realisierbar. Durch unsere ausführlichen Entwicklungen im Bereich der 3D-Bildgebung ergeben sich umfangreich Chancen, an dieser Marktentwicklung teilzuhaben.

III. Prognosebericht

Nach dem schwachen Jahresendquartal ist auch zu Jahresbeginn 2024 keine spürbare konjunkturelle Belebung der deutschen Wirtschaft erkennbar. Zwar haben die Industrieproduktion und - infolge der günstigen Witterung - der Bau zu Jahresbeginn positiv tendiert. Auch der deutsche Warenhandel, insbesondere der Export, startete mit deutlichen Zuwächsen in das neue Jahr. Diese Entwicklungen stellen aber zum Teil eine Gegenbewegung zu den deutlichen Rückgängen zum Jahresende 2023 dar.

Gleichzeitig waren die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe - ohne Berücksichtigung der hohen monatlichen Schwankungen durch Großaufträge - im Januar in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet, und auch die Einzelhandelsumsätze entwickelten sich zu Jahresbeginn erneut rückläufig. Stimmungsbasierte Frühindikatoren zeigen aktuell noch keine nachhaltige Trendumkehr an: Die Stimmung in den Unternehmen hat sich laut ifo Geschäftsklima im Februar zwar leicht aufgehellt. Dabei bewerten die Unternehmen den Ausblick auf die kommenden Monate positiver, die Beurteilung der Lage verharrt aber weiter auf niedrigem Niveau. Vor dem Hintergrund verlängerter Lieferzeiten infolge der Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und den Streik bei der Bahn haben laut ifo Institut auch die Materialengpässe wieder etwas zugenommen.

Bei der Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland, abgebildet im GfK-Konsumklima und dem HDE-Konsumbarometer, deutet sich zuletzt eine Bodenbildung an. Allerdings bleibt die Anschaffungsneigung trotz der gestiegenen Einkommenserwartungen auf einem niedrigen Niveau, während die Sparneigung den höchsten Stand seit Juni 2008 erreicht.

Angesichts der insgesamt noch schwachen Indikatorenlage und der weiter hohen Unsicherheit der privaten Haushalte sowie der Unternehmen gehen die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihren jüngsten Konjunkturprognosen für das erste Quartal 2024 von einem erneuten, leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts aus. Erst im weiteren Jahresverlauf ist im Zuge weiter rückläufiger Inflationsraten, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmenden Impulsen von der Außenwirtschaft mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung zu rechnen.

(Quelle: BMWI, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2024; 15. März 2024)

Für die Medizintechnikbranche ergeben sich folgenden Entwicklungen:

66 Prozent der befragten MedTech-Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einem besseren Umsatzergebnis in Deutschland als im Vorjahr. Das ist ein leicht besseres Ergebnis als in den beiden Vorjahren (61 und 57 Prozent) und deutlich besser als im ersten Corona-Krisenjahr (24 Prozent) - reicht aber noch nicht an die Werte vor der Coronapandemie heran (2019: 70 Prozent | 2018: 78 Prozent).

Aufgrund der weiter dramatischen Kostensteigerungen stehen die Gewinne der Unternehmen dagegen unter Druck. Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 Prozent gehen sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Bei 31 Prozent ist die Gewinnsituation gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen, die an der BVMed-Umfrage teilnahmen, sind davon betroffen. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) geben den zunehmenden bürokratischen Aufwand, 61 Prozent die MDR-Implementierung als wichtigste Hürden an. Den zunehmenden Fachkräftemangel nennen 54 Prozent der Unternehmen, gefolgt vom Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und Klinikketten (47 Prozent), unsicheren Lieferketten (33 Prozent) und einer nicht ausreichenden Vergütung von Sachkosten im DRG-System (31 Prozent).

(Auszüge aus: BVMED Herbstumfrage 2023, 13. September 2023)

Bereits 2022 beobachteten wir eine deutliche Erholung von den gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen. Die durch den Russland-Ukraine-Konflikt und den damit verbundenen weltpolitischen Verunsicherungen wirkten sich nur geringfügig auf diese Erholung in 2023 aus.

Wir sind überzeugt, dass die uns durch unsere vergangenen und aktuellen Entwicklungsleistungen zur Verfügung stehenden Technologien und Produkte unsere Geschäftstätigkeit in 2024 weiter deutlich steigern werden. Minimalinvasive Eingriffe sind ohne hochauflösende Bildgebungsverfahren nicht denkbar. Dabei hält die 3D-Technologie immer weiter Einzug in den medizinischen Alltag und bietet sowohl dem Operateur als auch dem Patienten enorme Vorteile gegenüber der herkömmlichen, oberflächlichen zweidimensionalen Darstellung. Hierin sehen wir enormes Potential, welches wir in Folgejahren bedienen werden. Daneben werden wir unser Produktportfolio konsequent um digitale Bildgebungsverfahren erweitern.

Durch unsere ständigen Investitionen in den Bereich Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung haben wir die mit der Umstellung auf MDR einhergehenden Herausforderungen umfangreich adressiert und sind gut vorbereitet, um von der mit der Umstellung einhergehenden Marktkonzentration profitieren zu können.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hatten kurzfristig unser Wachstum verlangsamt. Zur Überbrückung dieser Phase profitierten wir von unserer konservativen Ausschüttungs- und Finanzierungspolitik und konnten seit 2022 überproportional an der Branchenerholung partizipieren. Unsere strategische Ausrichtung und Ziele sind klar definiert und wir rechnen damit, dass unsere Erweiterungsinvestitionen weiter zum Tragen kommen und wir weiterhin starkes Wachstum erzielen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse und eine Gesamtleistungsrendite auf gleichbleibendem Niveau gegenüber dem Jahr 2023. Diese Entwicklung der Ertragslage wird sich positiv auf unsere Vermögens- und Finanzstrukturen auswirken. Der Russland-Ukraine-Konflikt wirkt sich nur begrenzt auf unsere Geschäftsaktivitäten aus. Die immer aufwendiger werdenden Regularien für Ausfuhren nach China werden beobachtet. Wir beurteilen unsere voraussichtliche Entwicklung positiv und realisierten bereits in 2023 stark steigende Umsatzerlöse. Wir rechnen mit einer Fortsetzung dieses Trends. Unsere konservative Finanzierungs- und Ausschüttungspolitik sichert uns auch zukünftig die Finanzierung unseres Unternehmens. Wir werden auch zukünftig unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen.

 

Sexau, 08. April 2024

BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH

gez. Marcus Felstead

gez. Reinhold Blazejewski

gez. Wendelin Würz

gez. Thomas Ziesemer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.568.003,85 12.007.985,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.098,00 58.819,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 25.098,00 58.819,00
II. Sachanlagen 11.541.505,85 11.947.766,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.419.776,10 10.633.733,10
2. technische Anlagen und Maschinen 281.616,00 435.391,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.169,00 668.698,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.944,75 209.944,75
III. Finanzanlagen 1.400,00 1.400,00
1. Beteiligungen 1.400,00 1.400,00
B. Umlaufvermögen 8.200.624,95 8.045.336,00
I. Vorräte 3.986.959,00 4.174.232,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.093.338,99 3.026.847,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.120.326,96 844.255,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 61.870,39 69.017,71
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.830.499,19 20.122.339,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.579.199,68 13.186.648,68
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 13.086.648,68 12.041.612,02
III. Jahresüberschuss 1.392.551,00 1.045.036,66
B. Rückstellungen 1.055.288,02 1.270.113,68
C. Verbindlichkeiten 4.147.406,81 5.665.577,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.549.995,00 4.461.107,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 185.163,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 35.395,07 0,00
D. Passive latente Steuern 48.604,68 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.830.499,19 20.122.339,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.249.788,80 9.042.484,18
2. Personalaufwand 6.138.131,00 5.016.916,75
a) Löhne und Gehälter 5.092.178,26 4.116.579,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.045.952,74 900.337,54
davon für Altersversorgung 24.339,98 166.872,92
3. Abschreibungen 684.597,50 711.498,59
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 684.597,50 711.498,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.525.536,44 1.893.739,38
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 4.951,10 4.654,08
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 25.565,12
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.009,43 65.881,62
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43.687,92 53.265,50
davon aus Abzinsung 1.238,00 1.062,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 519.766,05 411.995,02
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 48.604,68 -44.672,51
9. Ergebnis nach Steuern 1.396.079,32 1.046.515,68
10. sonstige Steuern 3.528,32 1.479,02
Jahresüberschuss 1.392.551,00 1.045.036,66

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH mit Sitz in Sexau im Handelsregister des Amtsgericht Freiburg HRB 261276 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 Handelsgesetzbuchs (HGB). Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 HGB aufgestellt. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG ist die Bilanz um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (in der Regel zwischen 3 und 5 Jahren) um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (in der Regel zwischen 5 und 50 Jahren) um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; dabei wird grundsätzlich ihr sofortiger Abgang unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, die aus den letzten Einkaufspreisen abgeleitet werden. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden berücksichtigt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Bei einem sich aus der Verrechnung ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht § 274 Abs. 1 S. 2 HGB gebraucht gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine passive latente Steuer.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen die ausgewiesenen GmbH-Anteile an der Joimax GmbH, Karlsruhe. Der Anteil am Kapital beträgt 0,5 %; im letzten vorliegenden Jahresabschluss der Beteiligungsgesellschaft (2022) wird ein Eigenkapital von TEUR 41.057 und ein Jahresergebnis von TEUR -183 ausgewiesen.

Vorräte

Nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde das Wahlrecht ausgeübt, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von dem Posten "Vorräte" auf der Aktivseite offen abzusetzen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 464).

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 382 (Vj TEUR 546), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 128), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 18), Garantierückstellungen mit TEUR 75 (Vj TEUR 65), aus zurückzuzahlenden Zuschüssen TEUR 210 (Vj TEUR 303) und übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 130 (Vj TEUR 96) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten TEUR bis 1 J
TEUR
größer 1 J
TEUR
davon größer 5 J
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 3.550 911 2.639 417
(Vorjahr) (4.461) (911) (3.550) (972)
aus Lieferungen und Leistungen 288 288 0 0
(Vorjahr) (237) (237) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
(Vorjahr) (185) (185) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 310 310 0 0
(Vorjahr) (782) (782) (0) (0)
4.148 1.509 2.639 417
(5.665) (2.115) (3.550) (972)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 3.550 durch Grundpfandrechte gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen lediglich die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen TEUR 203 (Vj TEUR 762) aus Steuern und TEUR 80 (Vj TEUR 2) aus Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

aktiv
EUR
passiv
EUR
Saldo
EUR
31.12.2022 *) 103.012,90 92.192,05 -10.820,85
31.12.2023 71.119,88 119.724,56 48.604,68
Veränderung -31.893,02 27.532,51 -59.425,53

*) Verzicht des Ausweises § 274 Abs. 1 S. 3 HGB

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich ausschließlich um Dauerschuldverhältnisse aus Wartungsverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Die Wartungsverträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus jährlich kündbaren Wartungsverträgen betragen (jährlich) TEUR 57 (Vj TEUR 55). Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 2) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 134 (Vj TEUR 145) enthalten, die mit TEUR 0 (Vj TEUR 130) aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen, mit TEUR 2 (Vj TEUR 0) aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigung, mit TEUR 126 (Vj TEUR 11) aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 2 (Vj TEUR 0) aus Guthaben von Beiträgen sowie mit TEUR 4 (Vj TEUR 4) aus dem Verkauf von Anlagevermögen resultieren.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 23,8 (Vj TEUR 166,1) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 5 (Vj TEUR 5) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 (Vj TEUR 130) enthalten, die im Wesentlichen aus Rechnungen, Beiträgen und Abgaben für das Vorjahr und im Vorjahr aus zurückzuzahlenden Zuschüssen resultieren.

In den Erträgen aus Wertpapieren sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 26) aus dem Verkauf von Wertpapieren enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vorjahr periodenfremde Steuererträge aus der Auflösung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 45 enthalten.

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 4 (Vj TEUR 6) enthalten.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer ermittelt sich unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:

Anzahl
gewerbliche 65
kaufmännische 32
97

Konzernzugehörigkeit

Die BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH wird in den Konzernabschluss (größter und kleinster Kreis) der C. Erbe GmbH mit Sitz in Tübingen einbezogen.

Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens wurden bzw. werden durch folgende Personen geführt:

Herr Reinhold Norbert Blazejewski, CINO / Geschäftsführer für Innovationsmanagement

Herr Wendelin Chrysanth Würz, CFO / Geschäftsführer: Finanzen, Einkauf und Produktion

Herr Thomas Michael Ziesemer, CBDO / Geschäftsführer: Marketing, Vertrieb, Entwicklung und IT

Marcus Felstead CEO / Hauptgeschäftsführer

Die Geschäftsführer Herr Blazejewski, Herr Würz und Herr Ziesemer erhalten ihre Bezüge direkt von der Gesellschaft, Herr Felstead bezieht von der Gesellschaft keine Vergütung für seine Tätigkeit. Daher wird bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

 

Sexau, den 08. April 2024

BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH

gez. Reinhold Blazejewski

gez. Wendelin Würz

gez. Thomas Ziesemer

gez. Marcus Felstead

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485.612,79 29.705,00 0,00 515.317,79
485.612,79 29.705,00 0,00 515.317,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.624.818,81 9.695,00 242.391,98 11.392.121,83
2. technische Anlagen und Maschinen 2.383.269,56 9.484,88 53.498,00 2.339.256,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.020.505,05 205.730,62 72.724,85 2.153.510,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.944,75 0,00 0,00 209.944,75
16.238.538,17 224.910,50 368.614,83 16.094.833,84
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 16.400,00 0,00 0,00 16.400,00
67.186,08 0,00 50.786,08 16.400,00
16.791.337,04 254.615,50 419.400,91 16.626.551,63
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 426.793,79 63.426,00 0,00 490.219,79
426.793,79 63.426,00 0,00 490.219,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 991.085,71 223.652,00 242.391,98 972.345,73
2. technische Anlagen und Maschinen 1.947.878,56 153.259,88 43.498,00 2.057.640,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.807,05 244.259,62 72.724,85 1.523.341,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.290.771,32 621.171,50 358.614,83 4.553.327,99
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 15.000,00 0,00 0,00 15.000,00
15.000,00 0,00 0,00 15.000,00
4.732.565,11 684.597,50 358.614,83 5.058.547,78
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.098,00 58.819,00
25.098,00 58.819,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.419.776,10 10.633.733,10
2. technische Anlagen und Maschinen 281.616,00 435.391,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.169,00 668.698,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.944,75 209.944,75
11.541.505,85 11.947.766,85
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.400,00 1.400,00
1.400,00 1.400,00
1.400,00 1.400,00
11.568.003,85 12.007.985,85

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH, Sexau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH, Sexau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLAZEJEWSKI MEDI-TECH GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•? entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•? identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•? gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•? beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•? ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•? beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•? beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

•? führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 23. April 2024

RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Frank Stäudle, Wirtschaftsprüfer

gez. Uli Glaser, Wirtschaftsprüfer

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