Malteser Heilige Flora gemeinnützige GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Soplan GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 51.00% | |
PRIMUS Senioren-Service GmbHAufgelöst | 51.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valletta GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des UnternehmensDie Valletta GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH. Die Gesellschaft fungiert als Immobilienbesitzgesellschaft innerhalb des Malteser Deutschland Konzerns. Die Gesellschaft verpachtet die für den Betrieb der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen notwendigen Grundstücke und Gebäude an die jeweiligen Betriebsgesellschaften, welche Schwestergesellschaften der Valletta GmbH sind (Vermögensverwaltung). Insgesamt verpachtete die Gesellschaft im Jahr 2023 zwei Krankenhausimmobilien und 20 Pflegeeinrichtungen. Mit Wirkung zum 3. Februar 2022 wurden die Krankenhausimmobilien in Kamenz und Görlitz veräußert. Die Veräußerungen erfolgten in Verbindung mit der Veräußerung der Anteile an der Malteser Sachsen Brandenburg gGmbH durch die Malteser Deutschland gGmbH. Daneben betreibt die Gesellschaft eine Pflegeeinrichtung (Malteser Stift St. Josef, Starnberg) sowie eine Landwirtschaft in Räckelwitz und verpachtet weitere Immobilien zu sozialen Zwecken. Bedingt durch die Veräußerungen ist ein Vorjahresvergleich auch in diesem Geschäftsjahr nur eingeschränkt möglich. Die Gesellschaft hält Beteiligungen von mehr als 20 % an der
II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Risiken für das Weltwirtschaftswachstum beurteilt der IWF für 2024 als ausgewogener. Dies begründet er mit sinkenden Inflationsraten und stabilem Wachstum. Der IWF geht in seiner Prognose vom Januar 2024 davon aus, dass das globale Wachstum im Jahr 2024 bei 3,1 % liegt. Für die Inflation geht der IWF davon aus, dass diese im Jahr 2024 weiter sinkt - von im Jahresdurchschnitt geschätzten 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank preisbereinigt im Jahr 2023 um 0,3 % nach einer Steigerung um 1,8 % im Vorjahr. Die Ursachen werden in der Energiekrise und den geopolitischen Spannungen gesehen, die zu Verunsicherung bei Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten führten. Zudem verlor nach den Analysen des Statistischen Bundesamtes der Welthandel an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Auf allen Wirtschaftsstufen dämpften darüber hinaus die hohen Preise die Konjunktur. Weitere Einflussfaktoren waren ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Energiekrise und gesunkene Realeinkommen belasten noch immer die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Für das Jahr 2024 erwartete die Bundesregierung in ihrer Herbstprojektion eine Steigerung des Bundesinlandsproduktes in Höhe von 1,3 %. Begründet wurde dies mit einer zurückgehenden Inflation, Lohnzuwächsen und einer stabileren Nachfrage. Die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen jedoch eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar, die in der Herbstprojektion noch nicht berücksichtigt war. Im ersten Quartal wurden die Wachstumsprognosen von verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstituten nach unten korrigiert. So hat die OECD ihre Prognose für das Wachstum des BIP in Deutschland für das Jahr 2024 auf 0,3% reduziert. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg erneut gegenüber dem Vorjahr, und zwar um 0,9 % und betraf insbesondere sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Zusätzliche Beschäftigung entstand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen. Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2023 um 6,1 %. Ursachen sind insbesondere hohe Lohnabschlüsse und Inflationsausgleichszahlungen. Dies führte zu einer Steigerung des verfügbaren Einkommens bei den privaten Haushalten um 5,9 %. Die Inflationsrate liegt im Jahr 2023 mit im Jahresdurchschnitt 5,9 % wieder unter der des Jahres 2022 (6,9 %). Eine hohe Inflationsrate verzeichnen weiterhin die Preise für Nahrungsmittel (12,4 %, Vorjahr: 13,4 %). Ursache für die immer noch hohe Inflationsrate waren weiterhin die Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht Wachstumshemmnisse mittelfristig vor allem im sinkenden Arbeitsvolumen, dem veralteten Kapitalstock und fehlenden innovativen Unternehmen. Branchenspezifisches Umfeld Die Gesundheitswirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zu zentralen wirtschaftspolitischen Zielen. Sie trägt zu einem angemessenen und stetigen Wirtschaftswachstum, zu einem hohen Beschäftigungsgrad und zum außenwirtschaftlichen Gleichgewicht bei. Die Bruttowertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft belief sich in ihrem Kernbereich im Jahr 2022 auf 439,6 (Vorjahr: 391,8) Mrd. EUR. Im Jahr 2022 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Sie lag damit über der Steigerung der deutschen Volkswirtschaft, die im Vorjahr einen Anstieg 6,1 % verzeichnete. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft in Deutschland lag im Jahr 2022 bei 12,7 % der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Von der Bruttowertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft entfallen im Jahr 2022 231,6 Mrd. EUR auf die medizinische Versorgung (Krankenhäuser, Vorsorge und Reha, voll- und teilstationäre Pflege, (Arzt-)Praxen) nach 228,5 Mrd. EUR im Vorjahr. Damit nahm dieser Teil der Branche nur um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr zu. Die Zahl der Krankenhäuser nahm insgesamt zwischen 2012 und 2021 um 6,4 % ab, die der privaten Träger stiegen in diesem Zeitraum jedoch um 5,2 %. Im Bereich der Pflege ist zu beobachten, dass die Bruttowertschöpfung der ambulanten Pflege zwischen 2012 und 2021 stärker gewachsen ist als die der stationären Pflege - im Durchschnitt um 8,7 % p.a. in der ambulanten Pflege und um 4,6 % p.a. in der (teil-)stationären Pflege. Bezogen auf die Anzahl Pflegebedürftiger ist in der (teil-)stationären Pflege sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen (-0,4 % p.a.). Aufgrund der Alterung der Gesellschaft wird die Anzahl Pflegebedürftiger weiter steigen: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird sich die Zahl Pflegebedürftiger bei gleichbleibender Pflegequote in Deutschland bis zum Jahr 2035 voraussichtlich auf 5,6 Mill. erhöhen und bis 2055 auf 6,8 Mill. gegenüber 5 Mill. im Jahr 2021. Die steigende Anzahl Pflegebedürftiger bedeutet zudem einem steigenden Bedarf an Pflegefachkräften. Sowohl in der Pflege als auch in den Krankenhäusern besteht jedoch schon seit Jahren ein zunehmender Fachkräftemangel. Nach Berechnungen des WifOR Institute im Auftrag von PwC Deutschland werden im Jahr 2035 insbesondere bedingt durch den demografischen Wandel knapp 1,8 Mio. Stellen in der Gesundheitsversorgung nicht besetzt werden können. Besonders stark hiervon betroffen ist die Pflege aber auch ärztliche Stellen. Diese Entwicklung ist schon seit vielen Jahren zu beobachten, ohne dass Maßnahmen erfolgreich ergriffen wurden, die diesen Trend gestoppt hätten. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr mit TEUR 1.608 (Vorjahr: TEUR 1.012) wieder ein positives Jahresergebnis. Im Rahmen der Prognoseberichterstattung des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 erwarteten wir ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses. Für das EBITDA und das EBIT erwarteten wir dieser Entwicklung entsprechend vergleichbare Werte zu 2022. Die Umsatzerlöse sollten gemäß unseren Planungen leicht steigen. Für den Cashflow aus der Investitionstätigkeit planten wir für das Jahr 2023 Investitionen in Höhe von rund 8,5 Mio. EUR. Der Finanzmittelfonds insgesamt sollte leicht steigen. Steigende Aufwendungen, beispielsweise für Personal und Energie, wurden in den Prognosen soweit möglich berücksichtigt. Tatsächlich liegt das Jahresergebnis, das EBIT und das EBIDA etwas höher als erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 %. Die Umsatzerlöse im Malteserstift St. Josef konnten aufgrund der verbesserten Belegung um 11,3 % gesteigert werden. Die Materialaufwendungen stiegen um rd. 18 %. Der Finanzmittelfonds insgesamt hat sich anders als geplant leicht verringert. Ursache sind erst im Jahr 2024 geflossene Investitionszuschüsse im Verbund. Die Investitionen liegen mit 6,7 Mio. EUR unter den geplanten Werten. Die wirtschaftliche Entwicklung des Berichtsjahres ist insgesamt etwas besser als geplant. Die wirtschaftlichen Entwicklungen der wesentlichen Geschäftsbereiche sind im Folgenden dargestellt: Verpachtung Krankenhaus- und Pflegeheim-Immobilien an die Malteser Betriebsgesellschaften (Vermögensverwaltung)
Der Jahresüberschuss beträgt in diesem Bereich TEUR 1.684 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 1.339). Malteserstift St. Josef, Starnberg Das Malteserstift in Starnberg verfügt über 135 voll- und teilstationäre Pflegeplätze sowie 16 Einheiten Wohnen mit Service. Die Einrichtung erzielte im Berichtsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR -99 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR -174). Die Auslastung der Einrichtung war im Berichtsjahr mit 90,3 % gegenüber dem Vorjahr (77,3 %) wesentlich verbessert, sodass die Prognose 2022 eingehalten werden konnte. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 714 auf TEUR 7.058 nachdem sie im Vorjahr um TEUR 551 gesunken waren. Die Personalaufwendungen einschließlich Fremdpersonal stiegen mit TEUR 425 nur unterproportional. Auch die Aufwendungen für die Verpflegung und für Energie stiegen noch einmal an. Landwirtschaft Räckelwitz Die Landwirtschaft Räckelwitz erzielte bei Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 422) ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 49). 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich um TEUR 596 auf TEUR 1.608 verbessert. Die Umsatzerlöse stiegen um TEUR 821 bzw. 5,6 %. Ursache ist die verbesserte Belegung in der Pflegeeinrichtung. Die Umsatzerlöse in der Immobilienverpachtung blieben insgesamt stabil. Die Personalaufwandsquote beträgt 27,7 % (Vorjahr: 28,9 %), die Materialaufwandsquote stieg auf 15,5 % (Vorjahr: 13,8 %). Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 %. Die Zahl der Vollstellen verminderte sich um 1 auf 64. Dem standen Tarifsteigerungen und Einmalzahlungen insbesondere aus der Inflationsausgleichsprämie gegenüber. Die Materialaufwendungen erhöhten sich um TEUR 369 bzw. 18,3 %, insbesondere aufgrund von gestiegenen Aufwendungen für Fremdpersonal in der Pflegeeinrichtung. sowie gestiegenen Energie- und Verpflegungsaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Zuschüsse der Malteser Heilige Flora gGmbH für die Baumaßnahme Malteser Campus Maximilian Kolbe in Hamburg. Diese erhöhten entsprechend den Bilanzierungsvorschriften der Pflegebuchführungs-Verordnung zugleich die Aufwendungen aus der Zuführung zu Verbindlichkeiten nicht verwendete Zuschüsse bzw. die Sonderposten. Ausschüttungen aus Beteiligungen haben mit TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 315) das Ergebnis positiv beeinflusst. Im Berichtsjahr wurde entsprechend der Verbesserung des Jahresergebnisses ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes EBIT in Höhe von TEUR 1.847 (Vorjahr: TEUR 1.666) erwirtschaftet. Das EBITDA erhöhte sich auf TEUR 9.888 (Vorjahr: TEUR 9.298). b) Finanzlage Die liquiden Mittel der Gesellschaft betragen TEUR 2.850 (Vorjahr: TEUR 3.466). Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 5.182. Es besteht zudem ein zentrales Cash-Pooling des Malteser Deutschland Konzerns in der Valletta GmbH. Am Ende eines jeden Bankarbeitstages werden die Salden der eingeschlossenen Einzelkonten auf das Cash-Pool-Führungskonto der Malteser Deutschland gGmbH übertragen. Die hieraus resultierenden Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 21.864. Die Zahlungsfähigkeit ist jederzeit gegeben. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 6.704 (Vorjahr: TEUR 5.525) in den Bestand des Anlagevermögens investiert. Die Anlagenquote beträgt 74,9 % (Vorjahr: 73,9 %). Die Investitionsquote (Zugänge zum Sachanlagevermögen zu historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten des Sachanlagevermögens) beträgt 1,8 % (Vorjahr: 1,5 %). Die Investitionen flossen insbesondere in den Campus Maximilian Kolbe, Hamburg, sowie den Erwerb der Immobilie des Malteserstift Haus St. Birgitta, Travemünde. Die Investitionen am Malteser Campus Maximilian Kolbe in Hamburg wurden insbesondere aus Malteser-internen Zuschüssen finanziert, der Immobilienerwerb aus Eigenmitteln. c) Vermögenslage Verkürzte Darstellung der Bilanz:
Die Eigenkapitalquote des Geschäftsjahres beträgt incl. der Sonderposten 70,6 % (Vorjahr: 70,4 %) und ohne Berücksichtigung der Sonderposten 43,3 % (Vorjahr: 41,9 %). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote resultiert insbesondere aus dem Jahresergebnis bei zugleich geringerer Bilanzsumme. Die langfristigen Rückstellungen sind mit TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 728) bewertet, die langfristigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 40.459 (Vorjahr: TEUR 39.210) ausgewiesen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft beurteilen wir insgesamt als zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen- und Risikobericht Die Identifikation unserer Risiken, die Analyse und ihre Steuerung sind wichtige Elemente unserer Unternehmensführung. Die wesentlichen Risiken werden regelmäßig mit diversen fest etablierten und standardisierten Instrumenten betrachtet und bewertet. Die Wettbewerbssituation wird mit Hilfe von internen und externen Benchmarks kontinuierlich betrachtet, um auf Veränderungen unseres Umfelds rechtzeitig reagieren zu können. Auf Basis detaillierter monatlicher bzw. quartalsweiser Finanzberichte werden Abweichungen der Ertrags- und Vermögenslage von den Planwerten identifiziert und analysiert. Darüber hinaus werden Leistungszahlen und Produktivitätskennziffern regelmäßig untersucht. Die derzeit angewendete Form des Risikomanagements wird regelmäßig auf Funktionsfähigkeit hin überprüft und weiterentwickelt. Die Implementierung und Einhaltung verschiedener vorhandener Komponenten des internen Kontrollsystems (IKS) und interner Finanz- und Controlling-Berichte liegen in der Verantwortung der Gesellschaft und werden von der Geschäftsführung überwacht. Die Gesellschaft informiert die Malteser Zentrale regelmäßig über das aktuelle Chancen- und Risikoportfolio und die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung. In der Malteser Zentrale werden die Ergebnisse der beschriebenen Instrumente zur Geschäfts- und Risikosteuerung zusammengetragen und gesellschaftsübergreifend analysiert und bewertet. Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg auf das Geschäft der Gesellschaft selbst sind bisher von untergeordneter Bedeutung. Allerdings sind gestiegene Aufwendungen festzustellen. Weiterhin sind auch durch Tarifsteigerungen in allen Branchen steigende Gehälter zu erwarten und damit einhergehend neben steigenden Personalaufwendungen auch insgesamt steigende Aufwendungen. Ausschlaggebend wird sein, wie lange die Kriegshandlungen und die damit verbundenen Konsequenzen anhalten werden und inwieweit staatliche Maßnahmen dem entgegenwirken können. Umfeld- und Branchenrisiken Bereich Krankenhäuser Die Krankenhäuser befinden sich in einem stark ausgeprägten und sehr dynamischen Wettbewerbsumfeld. Die Patienten werden mobiler und ihre Eigenverantwortung steigt, auf der anderen Seite wird das Leistungsangebot, insbesondere auch im Hinblick auf Qualität, transparenter. Dies führt zu einer zunehmenden Qualitätskonkurrenz und einem Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern und auch zu ambulanten Anbietern. Weiterhin ist ein Ziel der Gesundheitspolitik, die Ausgaben der Krankenkassen für Krankenhausleistungen zu begrenzen. Dies soll insbesondere durch eine zunehmende Verschiebung in eine ambulante bzw. sektorenübergreifende Leistungserbringung erfolgen. Das Finanzierungssystem im Gesundheitsmarkt ist weiterhin von einer Ausgabendeckelung ohne adäquaten Inflationsausgleich gekennzeichnet. Der Ruf als weltweit tätige Hilfsorganisation, die langfristige etablierte Ausrichtung, die von den Mitarbeitenden unterstützten Ziele der Malteser als Träger der Einrichtungen und ein vielfältiges Engagement zur Gewinnung, Entwicklung und Förderung hochqualifizierter Fachkräfte, insbesondere im Bereich des Ärztlichen Dienstes und im Pflegedienst, dienen dazu, den notwendigen Personaleinsatz in den Einrichtungen weitestgehend zu gewährleisten. Dies trägt auch dazu bei, dass die wirtschaftliche Lage der Valletta GmbH gesichert bleibt. Bereich Pflegeeinrichtungen Wie im Krankenhausbereich besteht in den Pflegeeinrichtungen ein erheblicher Mangel an Fachkräften. Durch die gestiegene Konkurrenzsituation mit der Eröffnung weiterer ambulanter und teilstationärer Angebote kristallisiert sich ein Anstieg der Konkurrenz um gut ausgebildetes Fachpersonal heraus. Als Folge des Fachkräftemangels besteht das Risiko, dass aufgrund unbesetzter Stellen Pflegeplätze nicht belegt werden können. Seit Juli 2023 gilt die neue Personalbemessung in der Langzeitpflege (PeBeM) gemäß § 113c Absatz 1 SGB XI. Die bisher geltenden Personalschlüssel auf der Grundlage der sogenannten Anhaltszahlen werden damit abgelöst und sollen bis zum 31. Dezember 2025 flächendeckend in der vollstationären Pflege angewendet werden. Dies bedeutet, dass perspektivisch die gesetzlichen Fachkraftquoten von einem qualifikationsorientierten Personaleinsatz abgelöst werden. Durch die PeBeM werden den Pflegesituationen bestimmte Anforderungen an fachlicher Begleitung hinsichtlich der Qualifikationsstufen des Personals zugeordnet. Für jede Qualifikationsstufe und jeden Pflegegrad ist rechnerisch eine bestimmte Menge an Personal vorgesehen. Die Planung des kompetenzorientieren Personaleinsatzes, wie er in der PeBeM Systematik vorgesehen ist, ist noch "Neuland" und stellt die Einrichtungen vor grundlegende Veränderungen in der Arbeitsweise. Daher begleitet seit 2023 eine Facharbeitsgruppe die Malteser-Einrichtungen in der Analyse und Anpassung der Prozesse. Nach wie vor bestehen zudem Risiken in der vollstationären Pflege durch die Förderung ambulanter Pflegekonzepte in der Finanzierung von Pflege. Auch von den Pflegebedürftigen werden diese Angebote bevorzugt. Dem begegnen wir zunehmend durch Angebote auch im Bereich alternativer Wohnformen. Die weiterhin erwartete Steigerung der AVR-Tarifwerke wird voraussichtlich nicht vollständig durch die Steigerung der Pflegesätze in den Pflegeeinrichtungen kompensiert werden können. Dennoch stellt der AVR-Tarif im Vergleich zu den angewendeten Tarifen nicht freigemeinnütziger Träger bei der Personalakquise ein vielfach unterschätztes, aber positives Argument gegenüber den Bewerbern dar. Aufgrund stetiger politischer Veränderungen ist die Entwicklung des Finanzierungssystems im Gesundheitsmarkt insbesondere auch bezüglich der Investitionsfinanzierung zurzeit schwer einzuschätzen. So erhalten die Krankenhäuser im Malteser-Verbund zwar Fördermittel zur Finanzierung von Investitionen. Diese Fördergelder sind jedoch allein nicht ausreichend, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren. Die Kapitaldienste werden die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Einrichtungen belasten. Auch die Altenhilfe muss sich auf die schwieriger werdenden Rahmenbedingungen einer auskömmlichen Investitionskostenförderung auseinandersetzen. Die Refinanzierung von Investitionen in Pflegeimmobilien wird durch die Beschränkung der Höhe der gegenüber den Bewohnern abrechenbaren Investitionskostensätze ebenfalls schwieriger. Konkurrenz, marktwirtschaftliche Chancen und Risiken (Marktbeobachtung) Insgesamt hängt die Entwicklung der Gesellschaft auch im Hinblick auf die Immobilienverpachtung von der Entwicklung auf dem Markt für Gesundheitsdienstleistungen ab. Um dem Wettbewerb zu begegnen, streben die Konzernunternehmen neben der Schärfung des eigenen Profils und einem Leistungsspektrum, das auf einem hohen Qualitätsniveau angeboten wird, sinnvolle Kooperationen mit anderen Einrichtungen an. Der wachsende Bedarf an Pflegeleistungen bietet Wachstumschancen in der stationären und ambulanten Versorgung Pflegebedürftiger. Innovative, qualitativ hochwertige Konzepte, die auf die Förderung und Erhaltung der Selbständigkeit abzielen, ermöglichen eine Profilierung gegenüber dem Wettbewerb. Chancen ergeben sich aus künftigen Akquisitionen und Erweiterungen des Malteser Konzerns. Für die Valletta GmbH besteht in diesen Fällen als Immobiliengesellschaft die Möglichkeit, die entsprechenden Immobilien zu erwerben und diese an die Betriebsgesellschaften weiter zu verpachten. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sind gesichert, so dass Risiken hieraus nicht erkennbar sind. Rechtliche Risiken Derzeit sind keine nennenswerten Risiken und Chancen bekannt. Risiken IT-Bereich Die Sicherheitslage im Berichtsjahr wird durch das BSI als angespannt bis kritisch beurteilt, wobei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und kommunale Betriebe in den Fokus von Cyberkriminellen gerieten. Auch die SoCura und ihre Kunden waren Ziele von Angriffen, wobei einzelne Benutzerkonten kompromittiert wurden, jedoch kein größerer Schaden entstand. Der während der Covid-19- Pandemie etablierte hohe Anteil von mobilen und Heimarbeitsplätzen sorgt weiterhin für die damit einhergehenden Risiken. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit betreibt die SoCura ein wirksames IT-Sicherheitsmanagement, das risikomindernde technische Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Verbesserungen initiiert und überwacht. Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz der SoCura umfassten die Erhöhung des Anteils von Mehrfaktor-Authentisierung, die Härtung der Aktive Directory Infrastruktur, die zielgruppengerechte Fachkräfteschulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden und die Teilnahme an einer verbundübergreifenden Krisenstabsübung. Im Rahmen von Förderprogrammen wurde u.a. ein Konzept für die Einführung eines Security Operation Centers (SOC) entwickelt. Die Angemessenheit des IT-Sicherheitsniveaus wurde durch die Rezertifizierung nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001:2013 nachgewiesen. Das verbleibende finanzielle Restrisiko wird durch eine Cyberversicherung abgedeckt. Sonstige Risiken Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich. Die Gesellschaft ist als Immobiliengesellschaft abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der anderen Gesellschaften im Konzern. Wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Malteser-Gesellschaften haben die wirtschaftlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Von großer Bedeutung ist die Entwicklung der Inflation sowie die Tarifabschlüsse dieses Jahres. Letztere haben aufgrund der hohen Personalaufwandsquoten in diesen Gesellschaften besonderen Einfluss auf die Ertragslage. Bereits in den beiden vergangenen Jahr belasteten die in den Entgelten nicht ausreichend berücksichtigten Preissteigerungen, insbesondere auch für Energie, die Jahresergebnisse. Zudem bestehen auch weiterhin, wenn auch mit abnehmender Tendenz, Auswirkungen durch Infektionskrankheiten. Auch im vergangenen Herbst fielen in den Konzerngesellschaften vermehrt Mitarbeiter krankheitsbedingt aus. In allen Leistungsbereichen der Gesellschaften wird es auch weiterhin Mehraufwendungen für Schutz- und Hygienemaßnahmen geben. Wir analysieren kontinuierlich alle für unser Geschäft relevanten Risiken, um gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen kurzfristig ergreifen zu können. Prognosebericht Die Prognose berücksichtigt nur zurzeit erkennbare und bezifferbare Unsicherheiten bezüglich des Ukraine-Kriegs. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird als positiv bewertet. Die Qualität der Dienstleistungen im Verbund wird auch in den Folgejahren unverändert hoch sein. Durch die hohe Nachfrage der etablierten Einrichtungen durch Patienten und Bewohnern, durch weitere Modernisierungen und die sukzessive Realisierung von Neubauten bzw. notwendigen Gebäude-sanierungen wird die Marktposition der Einrichtungen im Wettbewerb in den nächsten Jahren stetig gestärkt und damit auch die Fähigkeit, die Pachtzahlungen leisten zu können. Investitionen in Pflegeimmobilien betreffen den Campus Maximilian Kolbe in Hamburg. Die geplante Bausumme beläuft sich nach aktuellem Stand auf insgesamt rund 38 Mio. EUR. Die Finanzierung der Investitionsvorhaben erfolgt über Fördermittel und Malteser-interne Zuschüsse sowie Darlehen. Der Neubau des Betreuten Wohnen im Malteserstift St. Maximilian-Kolbe, welcher interimsweise, während der Umbau-/Neubaumaßnahme als Pflegebereich genutzt wird, ist seit Ende 2022 im Betrieb. Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich zum III. Quartal 2024 fertiggestellt und demnach im Spätherbst in Betrieb genommen. Die endgültige Fertigstellung des Gesamtprojektes Malteserstift St. Maximilian-Kolbe wird voraussichtlich im II. Quartal 2026 erfolgen. Da diese Umbaumaßnahmen im "aktiven Pflegebetrieb" erfolgen, stellt dies auch weiterhin eine Herausforderung für das Personal und die Bewohner dar. In der Pflegeeinrichtung liegt der Fokus auf der Sicherung einer guten Auslastung. Hierzu gehört neben einer ausreichenden Ausstattung mit qualifiziertem Personal auch, die Qualität der Pflege immer weiter zu verbessern. In der Unternehmensplanung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein wieder verschlechtertes Jahresergebnis von rund 1 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem schlechteren Finanzergebnis. Für das EBITDA und das EBIT erwarteten wir daher vergleichbare Werte zu 2023. Die Umsatzerlöse werden gemäß unseren Planungen leicht steigen. Für den Cashflow aus der Investitionstätigkeit planen wir für das Jahr 2024 Investitionen in Höhe von rund 7,9 Mio. EUR. Wesentliche Investitionen betreffen weiterhin insbesondere den Campus Maximilian Kolbe. Der Finanzmittelfonds insgesamt sollte wesentlich steigen. Steigende Aufwendungen, beispielsweise für Personal und Energie, wurden in den Prognosen soweit möglich berücksichtigt.
Köln, den 11. Juli 2024 Geschäftsführer Dr. Elmar Pankau Ulf Reermann Thomas Kleinert Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die Valletta GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter Nr. HRB 73257 eingetragen, der Firmensitz ist Köln. 1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in der für Kapitalgesellschaften vorgesehenen Form des § 266 HGB. Die Gliederung wurde nach § 265 Abs. 5 HGB um die Positionen Forderungen gegen nahestehende Körperschaften, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Körperschaften sowie Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ergänzt. Als nahestehende Körperschaften werden der Malteser Hilfsdienst e.V., Köln, und dessen Tochtergesellschaften betrachtet. Durch die Erweiterung des Gliederungsschemas wird ein verbesserter Einblick in die Vermögenslage der Gesellschaft gewährt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt regelmäßig drei bis fünf Jahre. Sachanlagevermögen Mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Den Abschreibungen liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Diese beträgt für Bauten zwischen zehn und 50 Jahren, für Technische Anlagen und Maschinen zwischen fünf und 25 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren. Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00 und höchstens EUR 1.000,00 ohne Umsatzsteuer betragen, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Scheidet ein solcher Vermögensgegenstand aus dem Vermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Finanzanlagen Bewertung mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Wiederbeschaffungs- oder Marktpreisen. Unfertige Erzeugnisse Die Bewertung des Feldinventars erfolgte zu Herstellungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Nennwert; erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Soweit feststeht, dass Forderungen endgültig nicht einbringlich sind, werden sie ausgebucht. Darüber hinaus wird dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Forderungen aus nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Aktivwert bewertet. Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten EigenkapitalZum Nennwert. Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Ansatz des gezeichneten Kapitals zum Nennbetrag. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des AnlagevermögensEntsprechend der Entwicklung der mit Fördermitteln nach dem KHG, Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand und Zuweisungen Dritter für Investitionen aktivierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bewertung mit dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwert (sog. "Projected-Unit-Credit-Methode") unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) und auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Rentendynamik beträgt 2,2 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.). Die Einkommensdynamik wurde von 2,7 % auf 3,08 % p.a. erhöht. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wird nicht berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt damit wie im Vorjahr gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei ihrer Bemessung sind alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Instandhaltungsrückstellungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 Nr. 1 HGB gebildet. Verbindlichkeiten Mit ihren Erfüllungsbeträgen. 3. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter. Wesentliche Investitionen des Berichtsjahres betreffen weiterhin Investitionen in die Baumaßnahmen am Malteser Campus in Hamburg Wilhelmsburg (TEUR 2.925). Die Finanzierung erfolgt insbesondere aus Fördermitteln bzw. Malteser-internen Zuschüssen und Fremdkapital. Zudem hat die Gesellschaft die Immobilie des Malteserstift Haus St. Birgitta erworben. Die Unfertigen Erzeugnisse beinhalten unfertige Erzeugnisse der Landwirtschaft Räckelwitz. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus vollstationären Pflegeleistungen (TEUR 211; Vorjahr: TEUR 172). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 7.456; Vorjahr: TEUR 5.642) und sonstige Vermögensgegenstände (Forderungen im Rahmen des Malteser-internen Finanzclearings (Cash-Pooling) und aus dem Finanzverkehr (TEUR 30.065; Vorjahr: TEUR 34.695). Hierin enthalten sind die Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 30.065 (Vorjahr: TEUR 31.070). Die Forderungen gegen nahestehende Körperschaften resultieren aus einem Investitionszuschuss der Malteser Hl. Flora gGmbH. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich hauptsächlich um Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht und aus öffentlicher Förderung von Investitionen sowie aus Steuern und dem Aktivwert einer nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherung. Das Eigenkapital der Gesellschaft entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Vom Eigenkapital unterliegen insgesamt TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 49) der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. In den Pensionsrückstellungen sind die mittelbaren Verpflichtungen aus Pensionszusagen enthalten, für welche eine Subsidiärhaftung gegenüber dem Malteser Versorgungswerk e.V., Köln, bzw. den Versorgungsberechtigten besteht. Die mit den Guthaben des Versorgungswerks saldierte Rückstellung beläuft sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 25). Der Malteser Versorgungswerk e.V. ist eine Einrichtung für Arbeitgeber, die als Unternehmen des Malteser-Verbundes durch die überbetriebliche Unterstützungskasse betriebliche Altersvorsorgemaßnahmen durchführen. Der Zugang für Mitarbeiter zum Versorgungswerk ist seit 2003 geschlossen. Bei der Berechnung der Rückstellung wurden die entsprechenden auf die Gesellschaft entfallenden Verpflichtungen abzüglich des Guthabens der Gesellschaft beim Malteser Versorgungswerk e.V., Köln, berücksichtigt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der Verpflichtungsumfang der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 1.282 (Vorjahr: TEUR 1.336). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 49). Er unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbands der Diözesen Deutschlands (KZVK) und bei der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK). Die KZVK und die RZVK sind rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalten ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalten sind keine im Wettbewerb stehenden Einrichtungen. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die KZVK und die RZVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden von der KZVK 6,0 %, von der RZVK 4,25 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben. Zusätzlich wurde an die RZVK ein Sanierungsgeld in Höhe von 3,5 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts gezahlt. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter für beide Zusatzversorgungskassen TEUR 3.019 (Vorjahr: TEUR 3.010). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 626) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.529 (Vorjahr: TEUR 3.673) sonstige Verbindlichkeiten, insbesondere Finanzie-rungsgeschäfte aus der Vermögensverwaltung der Krankenhaus- und Pflegeimmobilien. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Körperschaften beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere aus Verbindlichkeiten aus noch nicht zweckentsprechend verwendeten Fördermitteln und anderen Zuwendungen sowie aus Darlehen sonstiger Kreditgeber. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten geht aus dem Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in vollem Umfang durch Grundpfandrechte gesichert. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 14.662 (Vorjahr: TEUR 5.574). Im Einzelnen bestehen folgende Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten:
Gegenüber der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, besteht aus der Vereinbarung über ein automatisches Cash-Management-System für den Malteser Deutschland Konzern eine gesamtschuldnerische Haftung aller eingeschlossenen Konzerngesellschaften zur Absicherung sämtlicher Ansprüche der Bank aus dieser Vereinbarung in Höhe von TEUR 3.000. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als äußerst gering eingeschätzt, da zum Bilanzstichtag keine der angeschlossenen Gesellschaften eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Management gegenüber der Bank für Sozialwirtschaft ausweist und zudem alle Gesellschaften positive Liquiditätsprognosen aufweisen. Gegenüber der Vermieterin des Malteserstift St. Bonifatius in Essen besteht eine Patronatsverpflichtung in Höhe von insgesamt TEUR 11.512 (Vorjahr: TEUR 2.424) zugunsten der Malteser Wohnen und Pflegen gGmbH. Des Weiteren bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften bis zu einer Höhe von TEUR 150 gegenüber der Verpächterin für sämtliche Forderungen aus dem Pachtvertrag über den Betrieb des Seniorenstiftes "Malteserstift St. Nikolaus im Horstmannhaus" der Malteser Wohnen und Pflegen gGmbH. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering betrachtet, da die Malteser Wohnen und Pflegen gGmbH ihren bisherigen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist und auch eine positive Ertrags- und Liquiditätsplanung aufweist. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, betragen TEUR 5.010 (Vorjahr: TEUR 3.881), davon TEUR 537 (Vorjahr: TEUR 413) gegenüber verbundenen Unternehmen. Hauptsächlich handelt es sich um Verpflichtungen aus Belieferungs-, Miet- und Leasingverträgen. Über das normale Maß hinausgehende Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen ergeben sich daraus nicht. TEUR 786 (Vorjahr: TEUR 531) sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den Umsatzerlösen entfallen auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (TEUR 3.751; Vorjahr: TEUR 3.527). Zudem werden Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 4.857 (Vorjahr TEUR 435) ausgewiesen. Die Position beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 379). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Zuführung der Investitionszuschüsse zu Verbindlichkeiten aus noch nicht verwendeten Fördermitteln in Höhe von TEUR 4.663 enthalten. Außerdem sind Aufwendungen für Instandhaltung in Höhe von TEUR 578 (Vorjahr: TEUR 1.109), Aufwendungen aus Anlagenabgängen (TEUR 11, Vorjahr: TEUR 395) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 132) enthalten. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -223 (Vorjahr: TEUR 661) resultiert insbesondere aus den Zinsen auf Darlehen für die Krankenhaus- und Pflegeimmobilien. Die Verbesserung resultiert insbesondere aus gestiegenen Beteiligungserträgen. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 19). 4. Sonstige AngabenMitarbeiter Die Anzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 87 (Vorjahr: 87 Mitarbeiter). Davon sind 36 Mitarbeiter in Vollzeit (Vorjahr: 36 Mitarbeiter) und 51 Mitarbeiter in Teilzeit (Vorjahr: 52 in Teilzeit) beschäftigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. Gewinnverwendungsvorschlag Wir schlagen vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.607.831,37 auf das folgende Geschäftsjahr 2024 vorzutragen. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Anteilsbesitz
Konzernzugehörigkeit Die Valletta GmbH ist als 100%ige Tochtergesellschaft eine Konzerngesellschaft der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH, Köln. Der Jahresabschluss der Valletta GmbH wird in den Konzernabschluss der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH, Köln, einbezogen. Die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Abschlussprüferhonorar Die Angaben bezüglich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers erfolgen ausschließlich im Konzernabschluss der Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH.
Köln, den 11. Juli 2024 Geschäftsführer Dr. Elmar Pankau Ulf Reermann Thomas Kleinert Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Valletta GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Valletta GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Valletta GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 11. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Lars Müller, Wirtschaftsprüfer Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 18.07.2024 festgestellt. |
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