Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 213925
Vorher
Falk Marco Polo Interactive GmbHFALK NAVIGATION GmbH
Eingetragen
19.5.2000
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenVerlegen von ZeitungenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Betrieb eines internetgestützten Informationssystems, der e-commerce für Verlags- und Navigationsprodukte, insbesondere in den Bereichen Reise Touristik und Verkehr, die Herstellung und der Vertrieb entsprechender Routing-Applikationen sowie der Betrieb von Verlagen und die Herstellung und der Vertriebi sonstiger Produkte kartographischer Art.

Historie

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Management

NameRolle
Nikolai Kesting
seit 13.8.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DASQ United Navigation LtdGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DASQ United Navigation Ltd
United Kingdom
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

United Navigation GmbH

Ostfildern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht United Navigation GmbH, Ostfildern, für das Geschäftsjahr 2014

Rückblick auf die Branchenentwicklung im Berichtsjahr

Nach mehreren Jahren mit kontinuierlich sinkenden Absatzzahlen hat sich der deutsche Markt für portable Navigation im Berichtsjahr stabilisiert, bezogen auf die Anzahl verkaufter Geräte lag der Markt auf Vorjahresniveau und bei +3% im Gesamtumsatz. Europaweit ist der Markt weiterhin rückläufig. Aufgrund der Fokussierung von United Navigation auf den deutschsprachigen Raum ist die Marktentwicklung grundsätzlich positiv einzuschätzen. Insgesamt umfasste der Markt für mobile Navigation ca. 2.2 Mio. Geräte und einen Umsatz von 364 Mio. Euro. Der Durchschnittsverkaufspreis der Geräte hat sich in 2014 um 7 Euro erhöht und zeigt somit den deutlichen Trend zu technisch hochwertigeren Navigationslösungen. Für den Outdoor PND Markt liegen keine zuverlässigen Marktzahlen vor, es wird jedoch von einem relativ stabilen bis leicht rückgängigen Marktumfeld ausgegangen.

Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 gegründet. Die Geschäftstätigkeit besteht in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb mobiler Navigationsgeräte für PKW, LKW sowie den Outdoor-Gebrauch. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr einen Umsatz von 34,0 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) erwirtschaftet.

United Navigation GmbH ist in zwei Kernmärkten tätig:

Unter den Marken "Becker" und "Falk" entwickelt und vertreibt United Navigation mobile Navigationsgeräte für PKW und LKW (PND = Portable Navigation Devices). United Navigation hat im Jahr 2014 mit der Marke Becker seinen Marktanteil weiter ausbauen können und zählt zu den drei etablierten Marktteilnehmern im deutschen Markt.

Unter der Marke "Falk Outdoor" entwickelt und vertreibt United Navigation Navigationsgeräte für den Outdoor-Gebrauch (Radfahren, Wandern). United Navigation hat sich im Jahr 2014 mit der Marke Falk Outdoor weiter erfolgreich als zweiter Marken- und Premium-Anbieter hinter dem Marktführer Garmin etablieren können.

Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen 57 Mitarbeiter/innen, davon 1 Auszubildender und 3 Mitarbeiterinnen in Mutterschutz.

Geschäftsverlauf/Geschäftsergebnis

Die erste Hälfte des Geschäftsjahres wurde geprägt durch die anhaltende Liquiditätsschwäche des Unternehmens resultierend aus dem weiteren Abbau von Altlasten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Berichtsjahr aus dem laufenden Cash-flow, unterstützt durch einen neuen Factoring Vertrag sowie durch ein Gesellschafterdarlehen.

Die eingeleiteten Maßnahmen, wie Einführung neuer margenstarker Produkte und ein weiterhin rigides Kostenmanagement haben zu einem weiteren Anstieg des Umsatzes auf rund 34,0 Mio. EUR und auch des operativen Ergebnisses (EBITDA) geführt. Das Unternehmen konnte den Marktanteil, insbesondere mit den Becker Produkten, weiter ausbauen und sich somit als starker dritter Anbieter im Markt festigen.

Das ausgewiesene Jahresergebnis von 280 TEUR war somit durch Restrukturierungskosten von 293 TEUR belastet. Aufgrund der im Vergleich zur Marktentwicklung überproportionalen Absatzzahlen konnte das operative Ergebnis deutlich verbessert werden (+ 730 TEUR, Vorjahr: -1,382 TEUR).

Wesentlicher Grund war ein Zuwachs beim Umsatz (+1,8 Mio. Euro) sowie eine Verbesserung des Rohertrages von 34,5% auf 37,9% durch die Reduzierung der Erlösminderungen, Werbe- und Marketingkosten und einer besseren Rohmarge der Produkte.

Die positive Entwicklung des Unternehmens schlägt sich dementsprechend in der Bilanz nieder: Die Eigenkapitalquote stieg von 9,8% auf 12,0%, Verbindlichkeiten wurden substanziell zurückgeführt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Für ein anhängiges Bußgeldverfahren wurde auf Grund neuerer Erkenntnisse eine Rückstellung in ausreichender Höhe gebildet.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Berichtsjahr wurde weiterhin ein starker Fokus auf die Weiterentwicklung des Produktportfolios, insbesondere der Becker Produkte, gelegt. Ab April wurde sukzessive eine komplett neue Plattform, mit Alleinstellungsmerkmalen, in den Markt eingeführt. Forschungsaktivitäten wurden im Berichtsjahr keine durchgeführt. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2014 getätigten Entwicklungskosten beläuft sich auf 1.452 TEUR (Vj. 2.224 TEUR), welche gemäß §248 Abs. 2 HGB aktiviert wurden. Davon entfallen auf eigene Personalkosten 1.304 TEUR (Vj. 1.562 TEUR). Die anhaltende Investition in die Entwicklung neuer, innovativer Produkte soll zukünftig zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition beitragen. Dabei soll verstärkt auf externe Dienstleister zurückgegriffen werden um flexibler auf neue Trends reagieren zu können.

Prognosebericht

Marktforschungsinstitute gehen davon aus, dass der Gesamtmarkt Deutschland für den Bereich PND in 2015, wie bereits in 2014, stabil bleibt. Der deutliche, zum Teil zweistellige, Negativtrend aus den Vorjahren hat sich nicht fortgesetzt. Es wird von einem Marktwachstum zwischen +2% und -4% ausgegangen. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch über 2015 hinaus fortsetzen.

Insgesamt bleibt das Marktumfeld sehr herausfordernd, weswegen die Unternehmenspolitik rigiden Kostenmanagements sowie des Ausbaus der Margenqualität konsequent fortgeführt werden wird. Mit der Markteinführung neuer Produkte im Bereich Car-Navigation konnte dies in 2014 umgesetzt werden und wird in 2015 mit der Einführung der Motorradnavigation weiterhin unterstützt.

Zudem wird sich das Unternehmen auf den gezielten Ausbau der Marktposition in den bereits etablierten Nischenbereichen konzentrieren. Weitere Produkte und Expansion in bestehende und neue Auslandsmärkte sollen dazu beitragen, dass sich das Unternehmen erfolgreich im Gesamtmarkt behaupten kann.

Im Outdoor Markt wird das Unternehmen seine Position mit der Marke Falk Outdoor als zweitstärkster Player im Markt stärken. Neue Absatzkanäle im In- und Ausland sowie die Einführung neuer Produkte sollen das Geschäft zukünftig weiter ausbauen. Für das Jahr 2015 ist die Einführung einer neuen Software-Lösung auf Android Basis vorgesehen.

Die Restrukturierung konnte weitestgehend abgeschlossen werden, was zu einer deutlichen Reduzierung der Restrukturierungskosten von 1,1 Mio. auf 0,3 Mio. EUR geführt hat. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet das Unternehmen einen Gewinn vor Steuern zwischen 0,5 Mio. und 0,9 Mio Euro. Es wird zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgegangen, dass in Folge der verbesserten Ertragslage sowie der getroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit in 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Liquiditätsengpässe entstehen werden.

Währungsrisiken aus Beschaffungen im Dollarraum wurden weitgehend über entsprechende Sicherungsgeschäfte erfolgreich minimiert, dennoch kann die schwache Entwicklung des Euro für das Unternehmen als belastend angesehen werden.

 

Ostfildern, den 15. April 2015

United Navigation GmbH

Geschäftsführung

Nikolai Kesting

Bilanz der United Navigation GmbH, Ostfildern, zum 31. Dezember 2014

Aktiva

Stand am 31.12.2014 Stand am 31.12.2013
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.963.744,20 3.221.385,56
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 33.691,00 55.643,00
  2.997.435,20 3.277.028,56
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.958,06 266.688,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Waren 2.421.813,02 1.440.631,55
2. Geleistete Anzahlungen 210.813,71 21.745,16
  2.632.626,73 1.462.376,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 743.085,05 2.899.745,40
2. Sonstige Vermögensgegenstände 726.370,18 72.329,79
  1.469.455,23 2.972.075,19
III. Flüssige Mittel 3.258.419,93 2.425.198,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 222.745,23 4.429,60
  10.783.640,38 10.407.796,41

Passiva

   
  Stand am 31.12.2014 Stand am 31.12.2013
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen    
Satzungsmäßige Rücklagen 1.358.620,13 1.358.620,13
III. Bilanzverlust -555.175,01 -835.073,81
  1.303.445,12 1.023.546,32
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0,00 106.021,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.871.813,10 3.755.438,71
  2.871.813,10 3.861.459,71
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.883.271,32 4.574.835,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 502.513,20 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 662.597,64 387.954,95
  6.048.382,16 4.962.790,38
D. Passive latente Steuern 560.000,00 560.000,00
  10.783.640,38 10.407.796,41

Gewinn- und Verlustrechnung
der United Navigation GmbH, Ostfildern,
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

2014 2013
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.955.496,30 32.200.108,82
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.452.464,53 2.223.859,56
3. Sonstige betriebliche Erträge 695.290,53 1.877.781,46
  36.103.251,36 36.301.749,84
4. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Waren 21.991.187,77 22.551.505,30
5. Personalaufwand    
a) Gehälter 3.087.467,84 2.968.904,35
b) Soziale Abgaben 634.341,36 519.198,75
  3.721.809,20 3.488.103,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.826.379,83 2.307.292,28
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.756.002,36 9.229.016,94
  807.872,20 -1.274.167,78
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77.460,19 107.820,00
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 730.412,01 -1.381.987,78
10. Außerordentliche Erträge 0,00 1.343.243,58
11. Außerordentliche Aufwendungen -449.392,21 -1.779.253,88
12. Außerordentliches Ergebnis -449.392,21 -436.010,30
13. Steuern (i.V. Erstatte Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag 1.121,00 -651.000,00
14. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 279.898,80 -1.166.998,08
15. Verlustvortrag (i. V. Gewinnvortrag) -835.073,81 331.924,27
16. Bilanzverlust -555.175,01 -835.073,81

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

I. Allgemeine Angaben

Die United Navigation GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer, von 2 bis 5 Jahren, abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital, in Höhe von T€ 500, wird zum Nennwert bilanziert und ist in voller Höhe einbezahlt.

Die Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 1.358 wurden entsprechend den Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag und dem getroffenen Gesellschafterbeschluss gebildet.

Der Bilanzverlust bzw. Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Stand 31.12.2013 -835.073,81
Jahresfehlbetrag 1.1. bis 31.12.2014 279.898,80
Stand 31.12.2014 -555.175,01

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit die passiven latenten Steuern diesen Betrag übersteigen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre ver-rechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,8 %.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

1.1.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2014
T€ T€ T€ T€ T€
Kundenboni 1.380 1.380 0 1.230 1.230
Sonstige Personalrückstellungen 269 202 67 307 307
Lizenzen 386 332 2 440 492
Remissionsrückstellungen 133 133 0 37 37
Werbekostenzuschüsse 328 328 0 254 254
Garantiekosten 85 0 85 0 0
Lagerwertausgleich 33 33 0 6 6
Marketingkosten 64 64 0 0 0
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 75 75 0 39 39
Zollrisiko 100 76 24 0 0
Entwicklungskosten 224 186 38 1 1
Risiken Bußgeld 400 0 0 0 400
Übrige 278 180 98 106 106
  3.755 2.989 314 2.420 2.872

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 584.030,33 306.354,82
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 78.567,31 81.600,13
  662.597,64 387.954,95

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Nach Regionen:

T€
Inland 28.867
Ausland 5.088
  33.955

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 314) sowie sonstige Erträge (T€ 26). Des Weiteren sind Wechselkursgewinne (T€ 161; Vorjahr T€ 212) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen sonstige Personalaufwendungen sowie Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Forderungsverlusten (T€ 230). Des Weiteren sind Wechselkursverluste (T€ 234; Vorjahr T€ 138) enthalten.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Restrukturierung (T€ 293) und für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit einem Bußgeldverfahren T€ 156).

Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen für das Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 40 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten keinen latenten Steueraufwand.

Die passiven latenten Steuern wurden aufgrund der aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände gebildet. Demgegenüber stehen nutzbare Verlustvorträge.

V. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2014 getätigten Entwicklungskosten beläuft sich auf T€ 1.452 welche als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert wurden.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 57 Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Fällig 2015 227
Fällig 2015 bis 2016 95
  322

Konzernzugehörigkeit

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die DASQ Capital Partners Ltd. mit Sitz in Bristol (Großbritannien).

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

Selbst geschaffene im materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.963.744,20
abzüglich passiver latenter Steuern 560.000,00
Ausschüttungsgesperrter Betrag 2.403.744,20

Bezüge Geschäftsführer

Der Geschäftsführer hat im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2014

Nikolai Kesting, Geschäftsführer, Mettmann.

 

Ostfildern, den 15. April 2015

United Navigation GmbH

Geschäftsführung

Nikolai Kesting

Entwicklung des Anlagevermögens
der United Navigation GmbH, Ostfildern,
im Geschäftsjahr 2014

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2014 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.450.034,11 1.452.464,53 0,00 9.902.498,64
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 608.206,13 724,29 0,00 608.930,42
  9.058.240,24 1.453.188,82 0,00 10.511.429,06
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.390.485,40 29.867,71 5.430,50 1.414.922,61
  10.448.725,64 1.483.056,53 5.430,50 11.926.351,67
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2014 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.228.648,55 1.710.105,89 0,00 6.938.754,44
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 552.563,13 22.676,29 0,00 575.239,42
  5.781.211,68 1.732.782,18 0,00 7.513.993,86
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.123.797,40 93.597,65 5.430,50 1.211.964,55
  6.905.009,08 1.826.379,83 5.430,50 8.725.958,41
Buchwerte
Stand am 31.12.2014 Stand am 31.12.2013
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.963.744,20 3.221.385,56
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 33.691,00 55.643,00
  2.997.435,20 3.277.028,56
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 202.958,06 266.688,00
  3.200.393,26 3.543.716,56

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der United Navigation GmbH, Ostfildern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 16. April 2015

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bernhard Steffan, Wirtschaftsprüfer

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014, mit einer Bilanzsumme von EUR 10.783.640,38 und einem Bilanzverlust von EUR 555.175,01 wurde am 31. August 2015 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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