Greenbase eG

Ostfildern

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart GnR 210073
Vorher
I.R.M.S. Interessengemeinschaft der Rasenmäher- und Motorgerätespezialwerkstätten e.G.Greenbase e.G.
Eingetragen
31.7.1989
Branche
Kreditinstitute des GenossenschaftssektorsBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Baumschulen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Zweck der Genossenschaft ist es, den Erwerb und die Wirtschaft ihrer Mitglieder, insbesondere im handwerklichen Bereich der Rasenmäher-Motorgerätespezialwerkstätten zu fördern. Gegenstand des Unternehmens ist a) der gemeinsame Einkauf zur Erlangung günstiger Preise und günstiger Einkaufsbedingungen, b) der Austausch von Erfahrungen, c) die Schulung von Mitarbeitern, d) Erstellung von Vorschlägen für die Werbung und für allgemeine Geschäftsbedingungen, e) die Schaffung eines gemeinsamen exklusiven Vertriebsprogramms für Gartengeräte mit gemeinsamer Werbung, f) die Durchführung der Zentralregulierung und die Übernahme des Delkredere, g) der Einzelhandel mit Endverbrauchern im Rahmen des Web-Shops. 3. Die Genossenschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu errichten und zu erwerben, sowie sich an anderen Unternehmen zu beteiligen. Sie ist ferner berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten. 4. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist nicht zugelassen. Davon ausgenommen sind Endverbrauchergeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Stefan Josef Oechsle
seit 28.2.2024
Vorstandsmitglied
Burkhard Lohmeier
seit 14.4.2020
Vorstandsmitglied
Tobias Walz
seit 7.7.2016
Prokura
Anja Inka Hammacher
seit 7.7.2016
Prokura
Harald Jansen
seit 10.5.2016
Vorstandsmitglied
Oliver Hütt
seit 11.11.2013
Prokura

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greenbase eG

Ostfildern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1.) Wirtschaftsbericht

1.1) Grundlagen des Unternehmens

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder, insbesondere im Einkauf und der Vermarktung von Garten- und Forstgeräten.

1.2) Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken".

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %:
2013 2014 2015 2016 2017 2018
+ 0,4 + 2,2 + 1,5 + 2,2 + 2,7 + 1,0
Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %:
2019 2020 2021 2022 2023
+ 1,1 - 3,8 + 3,2 + 1,8 - 0,3

1.3) Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

(Quelle 1.2 + 1.3: destatis.de Pressemitteilungen1 2024)

1.4) Entwicklung der Branche

Nach einem wenig erfreulichen Jahr 2022, in dem vor allem der Pflanzenbereich hohe Umsatzverluste hinnehmen musste, fielen die Erwartungen für das Jahr 2023 grundsätzlich eher leicht positiv aus. Infolge der schlechten Witterungsverhältnisse während des Frühjahrsgeschäftes sowie der stark negativen Einflüsse des Ukraine-Krieges auf den privaten Konsum (massive Verteuerung der Energiekosten, hohe Preissteigerungen in allen Konsumbereichen, sinkende Real-Kaufkraft etc.) und daraus resultierender Verschiebungen innerhalb der Konsumbereiche, bei denen die Haus- und Gartensortimente spürbar an Stellenwert verloren haben, schließt auch das Jahr 2023 im Gartenmarkt mit einem nominalen Umsatzminus von mehr als 3 Prozent ab und sinkt damit auf ein Umsatzvolumen von rund 19,7 Milliarden Euro.

Chart

(Quelle: ivg.org Jahresbericht/Aktuelle Marktzahlen 2023)

Wetter

Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn 1881. "2023 war weltweit ein neues Rekordjahr der Temperatur. Der Klimawandel geht ungebremst weiter. Wir müssen intensiv in Klimaschutz einsteigen und uns an Schäden durch Wetterextreme anpassen", so Tobias Fuchs, Vorstand Klima und Umwelt des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Im Gegensatz zu den früheren warmen Jahren, die oft von Trockenheit und Hitzewellen geprägt waren, dominierten 2023 eher feuchtwarme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen, was das letzte Jahr zum Sechstnassesten werden lassen könnte. Leicht positiv war auch die Sonnenscheinbilanz 2023, wie der DWD nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen meldete. Auch global wird 2023 nach Angaben des EU Klimadienstes Copernicus das bisher wärmste Jahr.

Alle Monate durchweg zu warm mit neuem Temperaturrekord im September

Das Temperaturmittel erreichte im Jahr 2023 erstmals 10,6 Grad Celsius (°C) und lag damit um 2,4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (8,2 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,3 °C) betrug das Plus 1,3 Grad. Ein rekordmilder Jahresbeginn und der anschließende Winterausfall ließen erahnen, was für ein warmes Jahr bevorstehen würde. Im Sommer erreichten nach dem fünftwärmsten Juni in der ersten Julihälfte die Höchsttemperaturen dann ihre Spitzenwerte: das mittelfränkische Möhrendorf-Kleinseebach manifestierte am 15.7. mit stolzen 38,8 °C den bundesweiten Höchstwert 2023. Der September wurde dank Sommernachschlag folglich zum wärmsten September seit Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen in Deutschland im Jahr 1881. Die spätesten heißen Tage (= 30 °C) seit Messbeginn folgten dann im Oktober im Oberrheingraben an. Anfang Dezember gab es strenge Fröste. Am 3.12. erreichte Gottfrieding in Niederbayern mit -18,9 °C den Tiefpunkt des Jahres.

Mit über 20 Prozent mehr Niederschlag sechstnassestes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

Im Jahr fielen mit rund 958 Litern pro Quadratmeter (l/m 2 ) über 20 Prozent mehr Niederschlag als in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (789 l/m 2 ). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte die Menge ebenfalls ein Plus von rund 20 Prozent des Solls (791 l/m 2 ). Einen Niederschlagsüberschuss gab es bis auf Februar, Mai, Juni und September in allen anderen Monaten des Jahres. Der November erwies sich sogar als Zweitnassester seit 1881. Entlang der Alpen, im Schwarzwald und sogar im Bergischen Land fielen mehr als 2.000 l/m 2. Hingegen blieb der Nordosten der Republik mit weit verbreiteten Mengen um 600 l/m 2 vergleichsweise "trocken". Bad Berneck im Fichtelgebirge verkündete während eines Unwetters am 22.6. mit 120,7 l/m 2 den höchsten Tagesniederschlag. Mit größeren Hochwassern, v. a. in Teilen des Nordens, endete 2023.

2023 mit sehr sonnigem Juni und September sowie sehr trüben November

Mit rund 1.764 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im Jahr ihr Soll von 1.544 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um fast 15 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (1.665 Stunden) betrug die positive Abweichung rund 5 Prozent. Küstennah und im Süden war es mit gebietsweise über 2.000 Stunden am sonnigsten. Trüber blieb es vergleichsweise in den Mittelgebirgen mit um 1.600 Stunden.

(Quelle: dwd.de / Pressemittteilungen20231229)

Chart

(Quelle: IVG Jahresbericht 2023 / ivg.org)

Motoristen können ihren Marktanteil halten

Deutlich stärker als bei Baumärkten und dem Gartenfachhandel fallen die Umsatzrückgänge im B2C-Bereich des Holzfachhandels (-8,5 Prozent) und bei Baustoffhändlern (-7,5 Prozent) aus. Damit liegen die realen Verluste dieser Akteure im zweistelligen Bereich.

Auch der in den Vorjahren durch weitgehend kontinuierliche Zuwächse charakterisierte Möbelbereich hat 2023 im Gartensegment Umsatzverluste hinnehmen müssen. Angesichts auch hier anhaltend steigender Preise und eines ohnehin stark gesättigten Gartenmöbelsegmentes schließt der Vertriebskanal das Jahr mit einem Minus von 3,4 Prozent ab. Mit einem Umsatzplus beenden lediglich der CE-/Elektrohandel (+4,1 Prozent) und Supermärkte/LM-Discounter (+1,8 Prozent) das Jahr 2023. Auch der ansonsten sehr stabile GaLa-Bau (Handwerker/Objekteure; -1,5 Prozent) und der Sonstige Handel (-1,8 Prozent) haben das Jahr entgegen den Anfangserwartungen mit einem negativen Ergebnis beendet.

Chart

Deutlich stärker als bei Baumärkten und dem Gartenfachhandel fallen die Umsatzrückgänge im B2C-Bereich des Holzfachhandels (-8,5 Prozent) und bei Baustoffhändlern (-7,5 Prozent) aus. Damit liegen die realen Verluste dieser Akteure im zweistelligen Bereich.

Auch der in den Vorjahren durch weitgehend kontinuierliche Zuwächse charakterisierte Möbelbereich hat 2023 im Gartensegment Umsatzverluste hinnehmen müssen. Angesichts auch hier anhaltend steigender Preise und eines ohnehin stark gesättigten Gartenmöbelsegmentes schließt der Vertriebskanal das Jahr mit einem Minus von 3,4 Prozent ab.

Mit einem Umsatzplus beenden lediglich der CE-/Elektrohandel (+4,1 Prozent) und Supermärkte/LM-Discounter (+1,8 Prozent) das Jahr 2023. Auch der ansonsten sehr stabile GaLa-Bau (Handwerker/Objekteure; -1,5 Prozent) und der Sonstige Handel (-1,8 Prozent) haben das Jahr entgegen den Anfangserwartungen mit einem negativen Ergebnis beendet.

Chart

(Quelle: IVG Jahresbericht 2023 / Erscheinungsdatum: Februar 2024)

E-Commerce im zweiten Jahr rückläufig

Nach den coronabedingten enorm hohen Zuwachsraten in den Jahren 2020 und 2021 ist der E-Commerce-Umsatz in den Gartensortimenten nunmehr im zweiten Jahr in Folge gesunken. Nach vorläufigen Ergebnissen ist für das Jahr 2023 von einem nominalen Umsatzminus in Höhe von 5,2 Prozent auszugehen.

In Relation zur Gesamtmarktentwicklung zeigt dies, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auch 2023 in diesem Marktsegment analog zu 2022 erneut verstärkt den Angeboten des stationären Handels zuwenden.

Nichtsdestotrotz hat das Internet sich als Einkaufsort bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern etabliert und es ist davon auszugehen, dass die Online-Nachfrage in den kommenden Jahren wieder auf einen Entwicklungspfad mit positiven Zuwachsraten zurückkehren wird.

In der Detailbetrachtung wird darüber hinaus deutlich, dass sich die E-Commerce-Umsätze der überwiegend stationär tätigen Handelsunternehmen (Cross-Channel-Konzepte) bei einer optimierten Verzahnung beider Welten zunehmend besser entwickeln als die E-Commerce-Umsätze der reinen Pure Player.

Chart

(Quelle: IVG Jahresbericht 2023 / www.ivg.org 2024)

Preise für Gartengeräte wieder rückläufig

Die Verbraucher- wie auch die Einzelhandelspreise sind im Vergleich zu 2022 nochmals massiv angestiegen. Kumuliert ergibt sich bis einschließlich Dezember 2023 für die Verbraucher- wie auch die Einzelhandelspreise ein Anstieg von 5,9 Prozent (6,9 Prozent im Vorjahreszeitraum) bzw. 6,7 Prozent (8,1 Prozent im Vorjahreszeitraum).

Davon zum Teil deutlich abweichend zeigt sich die Entwicklung der Verbraucherpreise in ausgewählten Warengruppen des Gartenmarktes. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 haben sich die Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum wie folgt entwickelt: Starke Preiserhöhungen sind insbesondere erneut bei Dünger, Erden, Gartenmöbeln und Schnittblumen sowie bei Heimtiersortimenten ablesbar, die sich deutlich oberhalb des Verbraucher- und Einzelhandelspreisniveaus bewegen.

Deutlich unterhalb der allgemeinen Preisentwicklung liegen die Zuwachsraten bei Motorrasenmähern, Gartengeräten, Blumentöpfen und Sonnenschirmen. Angesichts der für 2024 erwarteten Entwicklung der Verbraucherpreise ist für das kommende Jahr nicht mehr mit Preiszuwächsen für Artikel aus dem Gartenbereich wie in 2022 und 2023 zu rechnen.

Chart

(Quelle: IVG Jahresbericht 2023 / Erscheinungsdatum: Februar. 2024)

2.) Entwicklung der Genossenschaft

2.1) Umsatzentwicklung

2023
T€
2022
T€
Veränderung
Waren-Lager 7.007,3 9.716,0 - 27,9 %
Zentralregulierung 120.122,8 127.730,2 - 6,0 %
Dienstleistung 1.122,7 1.180,5 - 4,9 %
128.252,8 138.626,6 - 7,5 %

Im Jahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz von T€ 128.252,8 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr war somit ein Rückgang in Höhe von T€ 10.373,90 zu verzeichnen. Dies entspricht - 7,5 %.

2.2) Geschäftsergebnis

Die genossenschaftliche Warenrückvergütung hat sich in Folge der Geschäftsentwicklung um T€ 418,8 auf T€ 393,8 vermindert. In allen drei Geschäftsbereichen (Zentralregulierung, Zentrallager sowie Vertrieb und Marketing) waren die Umsatzerlöse rückläufig.

Beschaffung/Logistik

Die rückläufige Geschäftsentwicklung im Lagergeschäft hatte seine Ursache in den Überbeständen der Mitgliedsbetriebe. Die unter 1.4. beschriebene Preisentwicklung erhöht die Problematik zusätzlich. Teilweise sind die Lagerbestände zu teuer eingekauft (Containerpreise und Materialknappheit im Jahr 2022) d.h. Die Lagerbestände bauen sich nicht zwangsläufig durch wachsenden Bedarf der Mitglieder ab, sondern muss zusätzlich auch noch preislich angereizt werden. Das führte zu erhöhtem Aufwand bei schlechteren Margen.

Folgende Projekte sind von der Planung in die Umsetzungsphase übergegangen:

1. Die Optimierung des Dienstleistungspaketes sowie der administrativen Prozesse (Querverkehr,, Sendungsverfolgung..) unseres Logistikpartners.

2. Die Implementierung eines modernen und leistungsfähigen Warenwirtschaftssystems.

Weiterhin im Planungsstadium sind die Vergrößerung des Lagergebäudes sowie die Erneuerung und Modernisierung der Lagereinrichtung.

2.3) Personal

6 Stellen wurden neu besetzt, darunter 1 Minijob, 2 Auszubildende sowie 3 Vollzeitkräfte.

4 Personen haben das Unternehmen verlassen (darunter eine Auszubildende nach Abschluss ihrer Berufsausbildung).

Der Personalstand betrug am Ende des Jahres 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon 6 Minijobber sowie 3 Auszubildende und 16 Vollzeitkräfte.

Es ist weiterhin ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt.

2.4) Wesentliche Investitionen

- SAP Business One - Lizenz Warenwirtschaftsprogramm 38 T€
- Gebrauchtgeräte-Portal 15 T€
- Kraftfahrzeuge 14 T€
- EDV-Anlagen 23 T€
- Planung Lageranbau durch Architekturbüro 10 T€

3.) Darstellung der Lage

3.1) Ertragslage

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Rohergebnis 3.442,0 4.140,8 -699,0
Sonstige ordentliche betriebliche Erträge 146,0 370,8 -225,0
Ordentliche betriebliche Erträge 3.588,0 4.512,0 -924,0
Ordentliche betriebliche Aufwendungen -2.841,0 2.899,0 58,0
Betriebsergebnis 747,0 1.613,0 -866,0
Finanzergebnis 7,0 -7,0 14,0
Neutrales Ergebnis inkl. Steuer -117,0 -557,0 -448,0
Rückvergütung -394,0 -813,0 419,0
Jahresergebnis 243,0 236,0 7,0

Die Ertragslage der Genossenschaft ist geordnet.

3.2) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 3.052 bzw. 12,7 % auf T€ 21.036 vermindert. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund dessen von 14,3 % auf 17,7 % erhöht. Das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von T€ 3.716 finanziert das Anlagevermögen (T€ 1.951) vollständig.

Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist gut geordnet.

3.3) Rentabilität

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatzrentabilität 1 4,7 % 8,5 % - 44,7 %
Gesamtkapitalrentabilität 2 1,6 % 1,4 % 14,3 %

1 Betriebsergebnis/Gesamtleistung

2 Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand/Bilanzsumme

4.) Prognosebericht

Der servicegebende Motorgerätefachhandel befindet am Scheideweg

Akkuantriebe lösen auch ohne offizielle Vorgaben oder gar Einschränkungen den klassischen "Verbrenner" immer mehr ab. Mit weitreichenden Folgen für den servicegebenden Fachhandel. Die Prozesse die Akkugeräte in der Werkstatt auslösen sind weit weniger komplex, bedürfen keinem dezidierten Fachwissen wie im Bereich Verbrennertechnologie und sind deshalb weniger arbeitsintensiv und in der Folge margenärmer. Die Tragweite wird noch deutlicher, sieht man sich die Vertriebswege der Akkugeräte an. Weil weniger komplex und ohne Kraftstoff und Öl zu vertreiben, sind sie leicht zu verschicken und selbst Discounter haben die letzten Bedenken, Gartengeräte im Nonfood - Bereich zu vermarkten, aufgegeben.

Wo also versteckt sich das Alleinstellungsmerkmal für den stationären Fachhandel?

Was im Vertrieb der Produkte mehr Wettbewerber auf den Plan ruft entlastet auf der anderen Seite die Auftragsflut in den Werkstätten. Vor dem Hintergrund eines immer dramatischer werden Fachkräftemangels ein erfreulicher Nebeneffekt. Allerdings keiner der die Phantasie von Ertragssteigerung in sich trägt, sondern eben nur ein weiteres Zeichen von unfreiwilliger Mangelverwaltung. Darauf will sich die Generation der Nachfolger immer weniger einlassen. Womit sich der 3te Problemkreis beschreiben lässt. Die erfolgslose Suche nach einem Nachfolger für den Familienbetrieb.

Insbesondere die Frage, wie der servicegebende Fachhandel zukünftig gegen die Billig-Konkurrenz im Internet und den Discountern bestehen können, als auch die Herausforderung Mitgliedsbetriebe ohne Nachfolge am Leben zu erhalten, hat die Greenbase eG dazu bewogen eine Franchise-Abteilung aufzubauen.

Hauptgaben: Den Erhalt der Betriebe sowie die Entwicklung von Erfolgskonzepten für den stationären Fachhandel im Garten und Forstbereich.

4.1) Geschäftsfeld I = Zentralregulierung, Mitgliederverwaltung und Controlling

Im Rahmen des Franchisegeschäftes wird es die Aufgabe für diesen Geschäftsbereich sein, sämtliche administrative Aufgaben, die ein Motoristenbetrieb zu bewältigen hat, zu analysieren und darauf aufbauend ein Dienstleistungsangebot zu erarbeiten und zu bepreisen. Dies wird Greenbase in die Lage versetzen, den Franchisenehmern einerseits den Einstieg in die Selbstständigkeit zu vereinfachen und andererseits für Greenbase neue Einnahmen zu generieren.

4.2) Geschäftsfeld II = Eigenmarken, Einkauf und Logistik

Der Aufbau eines konkurrenzfähigen Akku-Programms einerseits ist weiterhin die größte Herausforderung. Allerdings ist die Wahl des richtigen Partners bisher nicht abschließend entschieden worden. Aufgrund der sogenannten Plattform ist es von besonderer Bedeutung einen Hersteller zu bekommen, dessen Akkutechnologie weit verbreitet ist.

Der zweite Aufgabenstrang beruht ebenfalls auf dem Support zukünftiger Franchisenehmer. Um diesen "Jung"-Unternehmern den Einstieg zu erleichtern muss die Logistik in die Lage versetzt werden, jeweils immer nur so viel Ware an den Franchisenehmer zu liefern, wie er aktuell benötigt. Durch den geringeren Lagerbestand beim Händler soll unnötige Kapitalbindung weitestgehend vermieden werden. Auch diese Dienstleistung soll Einnahmen für die Greenbase eG erwirtschaften.

Darüber hinaus gilt der Augenmerk weiterhin dem Ausbau des Kommunalgeschäfts mit Anbaugeräten und dem Traktorengeschäft, welche auch mittelfristig mit Verbrenner-Technik ausgestattet sein werden.

4.3) Geschäftsfeld III = Handelsentwicklung, Mitgliederbetreuung, Vertrieb und Marketing

Der Marketingbereich nimmt beim Aufbau der Franchiseabteilung eine Hauptrolle ein. Das aufzubauende Dienstleistungspaket umfasst neben dem klassischen (Dach-) und Regionalmarketing, die Bereitstellung der Ladeneinrichtung, die Betreuung der Online-Kanäle (Social Media, Shop....etc.) sowie die Unterstützung bei der Expansion durch den Vertrieb. Das Ganze ebenfalls unter der Prämisse die Dienstleistungen weiterberechnen zu können und damit Einnahmen für die Genossenschaft zu generieren.

4.4) Geschäftsfeld IV = Franchise

Für den Aufbau dieses neuen Geschäftsfeldes wurden 2 Gesellschaften gegründet. Eine zum Kauf und Verwalten von Immobilien sowie ein sogenannter Testmarkt. Das ist ein Motorgerätefachhandel, an den die unter Punkt 4.1. bis 4.3. beschriebenen Dienstleistungspakete auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Für die Leitung dieses Bereiches konnte ein Profi aus der Garten- und Forstgerätebranche mit internationaler Erfahrung gewonnen werden. Seine Aufgabe wird sein, die Anzahl der Franchisebetriebe zu expandieren.

4.5) Greenbase eG Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr:

Nach dem von Lieferüberhängen aus dem Jahr 2022 geprägten Rekordjahr 2023, bewegen sich die Umsätze nach dem ersten Quartal 2024 auf dem Niveau der Jahre 2021 und 2022. Dabei entwickeln sich die ZR-Umsätze deutlich über unseren Erwartungen, während die Lagerumsätze stark rückläufig sind.

Die Gründe hierfür bestanden in den hohen Lagerbeständen der Mitglieder. Die ZR - Lieferanten haben über Ihren Außendienst Druck auf die Betriebe ausgeübt und so den Nachkauf von Greenbase Ware gehemmt. (Um die Vorgaben der Industrie zu schaffen, wurden die Greenbase-Umsätze zurückgefahren).

Als weiterer Grund ist die Umstellung der Farben der Greenbase Anbau- sowie der Forstgeräte zu sehen. Zur Jahresmitte wird die komplette Range jeweils von Rot auf die Greenbase CI-Farben umgestellt. Dies führte zu Lieferengpässen.

Es bleibt abzuwarten, wieviel Umsatz im Lager noch aufgeholt werden kann, wenn wir im Herbst wieder voll lieferfähig sind.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftslage, den leeren Kassen sowie des Ukrainekrieges und der damit zusammenhängenden Verunsicherung der Bevölkerung, kann man bisher von einem befriedigenden Geschäftsjahr 2024 ausgehen. Der Rückgang im margenstärkeren Lagergeschäft, wird jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen negativen Einfluss auf die Höhe der Warenrückvergütung ausüben. Dieser ist jedoch im Budget für 2024 auch so erwartet und prognostiziert worden.

5.) Risikobericht

5.1) Risiken

a) Grundsätze der Risikobehandlung

Es liegt weiterhin in der unternehmerischen Verantwortung des Vorstandes, Risiken zu analysieren, zu bewerten und Steuerungsmaßnahmen zu initiieren, um eine Gefährdung zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden.

Diese werden durch das 2013 eingeführte Kontrollsystem minimiert. Hohe existenzgefährdende Risiken werden durch konsequentes Reporting des Controllings vermieden.

Bei drohenden Zahlungsausfällen erfolgt in Absprache mit dem Vorstand eine enge und restriktive Begleitung des säumigen Zahlers. Ziel ist in erster Linie der Schutz des Genossenschaftsvermögens.

Versicherbare Risiken sind im Rahmen der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung entsprechend über die Warenkreditversicherung bzw. weitere Betriebsversicherungen abgesichert. Im Jahr 2021 wurde zusätzlich zur bestehenden Warenkreditversicherung eine Cover-On-Top-Versicherung abgeschlossen, welche bislang unversicherte Risiken abdeckt.

Jährlich wird eine Risikoinventur erstellt. Risikofelder werden identifiziert und nach den Kriterien "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Auswirkungen auf die Genossenschaft" bewertet. Dies galt bereits für die Vorjahre und wird auch 2023 fortgeschrieben.

Weiterhin wurde eine Budgetplanung erstellt, welche monatlich auf SOLL-/IST-Abweichungen geprüft wird.

b) Risiken der künftigen Entwicklung

Über das normale Maß unternehmerischen Handelns hinausgehende, wirtschaftliche und rechtliche Risiken liegen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse nicht höher als in den Vorjahren. Dies gilt auch für die organisatorischen und personellen Gegebenheiten des Unternehmens.

Zahlungsstromschwankungen werden durch die fortlaufende Liquiditätsplanung und das Cash-Management der Genossenschaft minimiert. Liquiditätsrisiken sind nicht vorhanden.

Preisrisiken im Eigengeschäft werden über das eingesetzte Warenwirtschaftssystem beobachtet. Es erfolgen unterjährige Soll-/Ist-Vergleiche.

Die vorhandene Mitgliederstruktur führt zu einer Risikostreuung im Gesamtportfolio.

Bei Neumitgliedern werden im Vorfeld anhand wirtschaftlicher Unterlagen auf Ihre Bonität und Versicherbarkeit geprüft. Forderungsrisiken werden durch eine Kreditversicherung und ein restriktives Debitorenmanagementsystem minimiert.

Somit haben sich nach den vorliegenden Informationen aus den Überwachungsinstrumenten keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft ergeben.

Mit der Auslagerung der Durchführung der Zentralregulierung an die SGH Service GmbH im Jahr 2020 wurde eine der zentralen Kernaufgaben der Greenbase eG an einen externen Dienstleister vergeben. Nach mehrjähriger Sondierung des Marktes hat sich die SGH Service GmbH als Anbieter mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis herausgestellt.

Im Jahr 2021 wurde die SGH Service GmbH der Prüfung nach IDW PS 951 n.F. (Typ 1) durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Crowe Kleeberg IT Audit GmbH unterzogen. Dabei wurde u.a. geprüft, ob ein internes Kontrollsystem eingerichtet ist, sowie die Kontrollziele angemessen und auf Grundlage geeigneter Kriterien abgeleitet werden.

Darüber hinaus hat die Geschäftsleitung der Greenbase eG das vorhandene IKS - Finanzen GF I: Finanzen und Verwaltung aktualisiert auf Stand 12/2021, um damit dem möglichen Risiko durch evtl. auftretende Fehler im System des Dienstleisters zu erkennen, bzw. zu vermeiden.

Um die Risiken, die sich aus einem Franchise-System ergeben zu minimieren, wurde per Jahresbeginn ein Testmarkt in Eigenregie übernommen. Hier werden sämtliche Dienstleistungen und Prozesse einer Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen, bevor diese letztlich den kommenden Franchise-Nehmern zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Umsetzung des Projekts in eigens hierfür gegründeten Gesellschaften gibt es eine strikte Trennung zum Hauptgeschäft der Genossenschaft. Dies sorgt für eine transparente Leistungsverrechnung der von der eG bereitgestellten Dienstleistungen, analog der Greenbase-Mitglieder und zukünftigen Franchise-Nehmer.

Die Finanzierung des Testmarkts ist durch die monatliche Miete der Betriebsgesellschaft sichergestellt und könnte im schlimmsten Fall allein aus den laufenden Einnahmen getragen werden.

Wie bereits zuvor genannt, macht sich jedoch auch hier der Fachkräftemangel deutlich bemerkbar. So ist der Aufbau sowie die Weiterentwicklung des Franchise-Konzepts weitestgehend von der Verfügbarkeit von geeignetem Personal abhängig.

5.2) Chancen

Zur Sicherung des Fortbestandes sowie der Wirtschaftlichkeit der Greenbase eG wurden im Laufe der Budgetbesprechungen für das Jahr 2024 sowie in den Vorstandssitzungen des ersten Quartals 2024 eine Bündelung der Maßnahmen verabschiedet

Die größte Chance sieht das Führungsgremium in erster Linie im Aufbau des Geschäftsmodells "Franchise" sowie damit einhergehend mit den Möglichkeiten, die uns die neugegründete Immobiliengesellschaft eröffnet. Dadurch verschieben sich die Kräfte für die 2022 festgelegten Teilprojekte:

1. Robotik in allen Bereichen der Gärten.

2. Erneuerbare Energien sowohl für den Eigenbedarf der Mitgliedsbetriebe als auch als Handelsware.

3. Aufbau eines Franchise-Unternehmens zur Übernahme vakant gewordener Betriebe von Mitgliedern und/oder Nicht-Mitgliedern.

Deutlich auf den Aufbau des Franchise-Unternehmens D.h. die zur Verfügung stehenden Kapazitäten werden auf dieses Projekt gebündelt.

6. Umweltbericht

Kurzübersicht zu den in 2023 getroffenen Maßnahmen die CO 2 - Bilanz des Unternehmens zu verbessern:

In den Planungen für den Anbau an das Zentrallager Lahr ist eine PV - Anlage integriert worden.

Die Zentrale in Ostfildern ist seit 6/2023 mit einem Balkonkraftwerk ausgestattet.

Ebenfalls seit 06/2023: Senkung der Strom- und Heizkosten durch Abkehr von "Anwesenheitspflicht" und dem Anbieten von 2 Home-Office-Tagen pro Woche und Mitarbeiter/in.

Reduzierung von Kraftstoffverbrauch durch Durchführen von Lieferantenterminen über MS Teams anstatt in Präsenz. Hierzu wurde im Jahr 2023 komplett auf MS Office 365 umgestellt.

Seit 10/2023 Zentrallager Lahr Belieferung ausschließlich mit ÖKO-Strom.

Seit 09/2022 Einführung "Papierloses Büro" - Anlage von elektronischen Mitglieder- und Lieferantenakten; Digitaler Versand von Belegen etc.

 

Greenbase eG, Ostfildern 9. Juli 2024

Der Vorstand:

Harald Jansen

Burkhard Lohmeier

Stefan Oechsle

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages - geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes.

Der Vorschlag entspricht der Satzung.

 

Ostfildern, 9. Juli 2024

Rainer Hörz, Vorsitzender des Aufsichtsrats

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.950.151,29 1.986.022,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 162.913,75 127.470,50
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.395,00 122.783,00
2. Geleistete Anzahlungen 33.518,75 4.687,50
II. Sachanlagen 1.786.587,54 1.857.952,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.547.090,09 1.596.815,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.418,00 261.137,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.079,45 0,00
III. Finanzanlagen 650,00 600,00
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 650,00 600,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 19.054.417,61 22.081.420,93
I. Vorräte 3.044.029,76 2.263.579,38
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.943.175,76 2.263.579,38
2. Geleistete Anzahlungen 100.854,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.754.142,61 18.104.948,31
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 622.220,41 699.587,33
2. Forderungen aus dem Zentralregulierungs- und Delkrederegeschäft 11.258.723,12 13.854.345,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.873.199,08 3.551.015,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.256.245,24 1.712.893,24
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.840,19 20.407,00
21.035.409,09 24.087.850,52

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.716.280,95 3.464.798,46
I. Geschäftsguthaben 544.000,00 536.000,00
1. der verbleibenden Mitglieder 532.000,00 528.000,00
2. der ausscheidenden Mitglieder 12.000,00 8.000,00
- Rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile: EUR 10.000,00 (Vorjahr: EUR 8.000,00)
II. Ergebnisrücklagen 2.712.000,00 2.562.000,00
1. Gesetzliche Rücklage 788.000,00 738.000,00
2. Andere Ergebnisrücklagen 1.924.000,00 1.824.000,00
III. Bilanzgewinn 460.280,95 366.798,46
1. Gewinnvortrag 216.798,46 131.286,20
2. Jahresüberschuss 243.482,49 235.512,26
B. RÜCKSTELLUNGEN 461.192,33 773.616,10
1. Steuerrückstellungen 20.131,68 39.533,10
2. Sonstige Rückstellungen 441.060,65 734.083,00
C. VERBINDLICHKEITEN 16.857.935,81 19.849.435,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.074,59 3.003,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.333.822,56 293.508,52
3. Verbindlichkeiten aus Zentralregulierungs- und Delkredere 11.277.329,40 14.315.972,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.243.709,26 5.236.951,96
- aus Steuern: EUR 344.537,69 (Vorjahr: EUR 515.326,85)
21.035.409,09 24.087.850,52

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 3.346.287,18 3.744.343,50
2. Personalaufwand -1.177.135,59 -1.146.043,31
a) Löhne und Gehälter -941.882,83 -910.965,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -235.252,76 -235.077,99
3. Abschreibungen -165.955,00 -169.874,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -165.955,00 -169.874,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.654.353,98 -2.082.859,95
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 0,04 (Vorjahr: EUR 4.903,22)
5. Zwischensumme 348.842,61 345.565,46
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00 98,33
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.794,50 2.110,77
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.200,28 -8.614,95
9. Finanzergebnis 6.609,22 -6.405,85
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -105.870,84 -98.231,77
11. Ergebnis nach Steuern 249.580,99 240.927,84
12. Sonstige Steuern -6.098,50 -5.415,58
13. Jahresüberschuss 243.482,49 235.512,26
14. Gewinnvortrag 216.798,46 131.286,20
15. Bilanzgewinn 460.280,95 366.798,46

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Greenbase eG mit Sitz in Ostfildern ist registriert beim Amtsgericht in Stuttgart und eingetragen unter der Registernummer GnR 210073.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Genossenschaftsgesetzes beachtet.

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bestehenden Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) betragen TEUR 1.050.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von EUR 250 bis 800 EUR sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden mit Anschaffungskosten bewertet. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Weiterhin besteht eine Wertberichtigung nach § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) in Höhe von TEUR 440.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für Skontoabzüge bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Daneben besteht eine Wertberichtigung nach § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) in Höhe von unverändert TEUR 610.

Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die Geschäftsguthaben wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Ergebnisrücklagen werden entsprechend der Satzung der Greenbase eG dotiert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf die Bilanzierung latenter Steuern, die sich insbesondere aus den Bilanzposten Vorräte und Forderungen (aktive latente Steuern) ergeben, wurde auf Grund des Aktivüberhangs verzichtet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:

Forderungen Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- sonstige Vermögensgegenstände 17.242,44 17.242,44

Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten:

Noch fällige Umsatzsteuerminderung: 594.906 EUR
Bonusansprüche an Lieferanten: 2.123.035 EUR

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Anfangsbestand 738.000,00 698.000,00 1.824.000,00 1.724.000,00
Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr 50.000,00 40.000,00 100.000,00 100.000,00
Endbestand 788.000,00 738.000,00 1.924.000,00 1.824.000,00

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: Rückstellungen für Archivierungskosten, Urlaub, Prämien, Prüfungs- und Steuerberatungskosten sowie für Prozesskosten.

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr, mehr als 1 Jahr bzw. über 5 Jahre:

bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 3.074,59 3.003,44 0,00 0,00 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 1.333.822,56 293.508,52 0,00 0,00 0,00 0,00
- aus Zentralregulierung und Delkredere 11.277.329,40 14.315.972,04 0,00 0,00 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 4.243.709,26 5.236.951,96 0,00 0,00 0,00 0,00

Von den Verbindlichkeiten sind durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

- gegenüber Kreditinstituten: 3.075 EUR

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten sind folgende antizipativen Posten größeren Umfangs enthalten:

Genossenschaftliche Rückvergütung: 468.429 EUR
Boni an Mitglieder: 3.196.821 EUR

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Lagergeschäft 7.007.323 EUR
Dienstleistungen 1.049.012 EUR
Provisionen aus Zentralregulierungs- und Delkredere 8.039.168 EUR
Periodenfremde Umsatzerlöse/Sonstiges 84.836 EUR
abzüglich Erlösschmälerungen 139.751 EUR
Rückvergütung Warengeschäft 281.300 EUR
Summe 15.759.288 EUR

D. Sonstige Angaben

Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 243.482,49 unter Berücksicht gung eines Gewinnvortrages von EUR 216.798,46 wie folgt zu verwenden:

Gesetzliche Rücklagen 50.000,00 EUR
Andere Ergebnisrücklagen 100.000,00 EUR
Vortrag auf neue Rechnung 310.280,95 EUR
Insgesamt 460.280,95 EUR

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken, Vorteile und finanziellen Auswirkungen wesentlich sind:

Jahresbetrag
EUR
Mietverpflichtung Ostfildern-Kemnat 69.507,00
Leasing Kfz 34.552,03
Leasing EDV-Anlage, Kopierer 10.714,84

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 12,0 0,0
Gewerbliche Mitarbeiter 2,0 0,0
14,0 0,0

Außerdem wurden durchschnittlich 3,0 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfangsbestand 268 268 0,00
Zugang 12 12 0,00
Abgang 9 9 0,00
Endbestand 271 271 0,00
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr verändert um EUR 4.000,00

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Stuttgart

Mitglieder des Vorstands:

Harald Jansen

Burkhard Lohmeier

Stefan Oechsle (ab 27.10.2023)

Uwe Wagner (bis 27.10.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Rainer Hörz - Vorsitzender

Günter Mollenkopf - stellvertretender Vorsitzender

Norbert August Budde (bis 27.10.2023)

Gisbert Gathmann (ab 27.10.2023)

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:

Mitglieder des Vorstands EUR 0,00
Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 0,00

 

Ostfildern, 30. Juni 2024

Greenbase eG

Der Vorstand

Harald Jansen

Burkhard Lohmeier

Stefan Oechsle

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 25. Oktober 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 797.123,59 38.800,00 8.724,25 827.199,34
2. Geleistete Anzahlungen 4.687,50 28.831,25 0,00 33.518,75
801.811,09 67.631,25 8.724,25 860.718,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.050.610,87 0,00 0,00 2.050.610,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943.581,82 53.573,00 9.387,97 987.766,85
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 10.079,45 0,00 10.079,45
2.994.192,69 63.652,45 9.387,97 3.048.457,17
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 600,00 50,00 0,00 650,00
3.796.603,78 131.333,70 18.112,22 3.909.825,26
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Abgängen Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 674.340,59 31.211,00 7.747,25 697.804,34
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
674.340,59 31.211,00 7.747,25 697.804,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 453.795,78 49.725,00 0,00 503.520,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 682.444,82 85.019,00 9.114,97 758.348,85
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.136.240,60 134.744,00 9.114,97 1.261.869,63
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
1.810.581,19 165.955,00 16.862,22 1.959.673,97
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.395,00 122.783,00
2. Geleistete Anzahlungen 33.518,75 4.687,50
162.913,75 127.470,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.547.090,09 1.596.815,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.418,00 261.137,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.079,45 0,00
1.786.587,54 1.857.952,09
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 650,00 600,00
1.950.151,29 1.986.022,59

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