KREMA Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Inru Annie Kuo seit 2.3.2022 | Geschäftsführer |
Chien-Hua Teng seit 2.3.2022 | Geschäftsführer |
Cheng-Te Lin seit 3.5.2017 | Prokura |
Christoph Wolf seit 17.11.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BizLink Speedy Pte. Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EA Cable Assemblies GmbHNeuburg a.d. DonauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Taipei, 30.06.2025 BizLink Speedy Pte. Ltd. Chien-Hua Teng Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Konzernbilanz zum 31.12.2023 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1.2023 bis 31.12.2023 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Konzernanlagenspiegel 4. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 5. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlage des Unternehmens und des Konzerns Gegenstand der EA Cable Assemblies GmbH ist die Erbringung von Managementleistungen für Unternehmen der weltweit tätigen Electrical Appliance Assemblies Gruppe, insbesondere kaufmännische, strategische und personelle Ausrichtung verbundener Unternehmen, Abweichungsanalyse mit Gegensteuerungsmaßnahmen und Übernahme von Geschäftsführungsaufgaben, außerdem die Erbringung von technischen Dienstleistungen wie Produktmanagement, Portfoliomanagement, Produktdesign, technische Kundenberatung für verbundene Unternehmen sowie Erbringung von Vertriebsleistungen für verbundene Unternehmen. Diese Managementdienstleistungen wurden seit 2017 für die Schwesterunternehmen der Electrical Appliances Business Unit (EABU) im Rahmen des BizLink Konzerns erbracht. Gegenstand der Tätigkeit dieser Unternehmen ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Kabelmeterware, Kabel- Assemblies und Kabelsystemen für Kunden der Haushaltsgerätemärkte (Weisse Ware, Küchengeräte, Staubsauger), der Personal Care Industrie (Haartrockner, Glätteisen u.ä.) der Werkzeugindustrie (Bohrmaschinen, Holz- und Metallbearbeitung, Gartengeräte), der Heizungsindustrie (Gas, Ölheizungen und Wärmepumpen) sowie angrenzender Industrien. Im September 2021 beschloss der BizLink Konzern im Rahmen der gesamten Übernahme der Business Group Industrial Solutions von der LEONI AG, Nürnberg, deren europäische und nordamerikanischen Aktivitäten über die EA Cable Assemblies GmbH zu erwerben. Zur Vorbereitung dieses Anteilerwerbs wurde die EA Cable Assemblies GmbH noch im Jahr 2021 vom bisherigen Eigentümer BizLink Holding Inc. (Sitz in Grand Cayman, Cayman Islands) an deren 100%-tige Tochter BizLink Speedy Pte. Ltd. (damals noch Speedy Industrial Supplies Pte Ltd), Singapur, übertragen und mit zusätzlichem Kapital ausgestattet. Die Transaktion wurde zum 20. Januar 2022 vollzogen. Seitdem besitzt die EA Cable Assemblies GmbH unmittelbar oder mittelbar die Anteile an den im Anhang aufgeführten Tochtergesellschaften. Dementsprechend wurde die Erstkonsolidierung des Konzernabschlusses der EA Cable Assemblies GmbH auf den 21. Januar 2022 vorgenommen. Ein Vorjahresvergleich ist daher in verschiedenen Bereichen dieses Konzernabschlusses nur eingeschränkt möglich. Die Business Group Industrial Solutions besteht aus den Business Units Automation & Drives, Healthcare, Robotic Solutions, Tailor-Made Products, Silicone und Telecommunication Systems. Jede Business Unit (BU) hat ein Produkt- und Leistungsportfolio, das auf das fokussierte Marktvertikal zugeschnitten ist. Die Automation & Drives Business Unit entwickelt und fertigt Kabellösungen nach bestimmten Standards und Normen die schwerpunktmäßig für Anwendungen der Fabrikautomation in Europa und China vertrieben werden. Die Healthcare Business Unit fokussiert sich mit konfektionierten Spezialkabellösungen und Kabelsystemen auf die Schwerpunkte Diagnostische Bildgebung, Zahnmedizin und Patientenmonitoring. Kunden sind OEMs der Medizingeräteindustrie in Europa, Nordamerika und China. Energieführungssysteme, Sensor-Lösungen, Kabel und Dienstleistungen zugeschnitten auf die Industrierobotik in der Automobilproduktion ist das Betätigungsfeld der Robotic Solutions Business Unit. Entsprechend der Aufstellung der Automobil OEMs agiert die BU global. Zusätzlich hat die BU mit einem Roboter für Patientenpositionierung eine Speziallösung für die Nische der Strahlentherapie entwickelt, die ebenfalls global vertrieben wird. Lösungen basierend auf anwendungsspezifisch entwickelten Spezialkabeln und Kabelsystemen sind das Marktsegment der Tailor-Made Products Business Unit. Die Business Unit konzentriert sich auf die Marktsegmente Endoskopie, Maschinenbau für die Halbleiterindustrie, Schienenfahrzeugindustrie und weitere Industriespezialitäten. Der Schwerpunkt des Geschäfts ist in Europa und Nordamerika. Die Silicone Business Unit bietet ein umfangreiches Produktportfolio an temperaturbeständigen Kabellösungen und Leitungen z.B. für die Märkte Automobil, erneuerbare Energien und Hausgeräteindustrie in Europa. Rechenzentren, Festnetzsysteme und Mobilfunk sind die adressierten Anwendungsfelder der Telecommunication Systems Business Unit. Sie liefert standardisierte und spezielle Datenkabel und Kabel-Assemblies an OEM-Kunden in Europa, China und Nordamerika. Als Wettbewerber treten sowohl regionale als auch globale Unternehmen auf. Die Wettbewerbslandschaft ist lösungsspezifisch und von den jeweiligen Anwendungen abhängig. B. Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Die wirtschaftliche Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2023 wurde im Wesentlichen geprägt durch nachläufige Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, geopolitische Spannungen wie etwa dem Krieg in der Ukraine, eine durch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise hohe globale Inflation und entsprechenden geldpolitische Gegenmaßnahmen durch die US-amerikanische Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank, welche Auswirkungen auf Kreditkosten und Investitionsverhalten hatten. Die globale Wirtschaft zeigte in 2023 ein moderates Wachstum, trotz erheblicher Unsicherheiten und Herausforderungen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigte sich zu Teilen regional sehr unterschiedlich. Während einige Regionen eine Erholung zu den Pandemiejahren zeigten, waren andere noch stark von den Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie betroffen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine blieb auch in 2023 allgegenwärtig. Die Abhängigkeit vieler europäischer Länder von russischem Erdgas und Erdöl führte zu erheblichen Engpässen und Versorgungsunsicherheiten. Der Krieg und die daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland trieben die Energiepreise in die Höhe, was im Wesentlichen zu einem Anstieg der Inflationsrate beitrug und damit den Druck auf Unternehmen und Verbraucher erhöhte. Durch den Krieg in der Ukraine waren viele Unternehmen zudem gezwungen, ihre Lieferketten neu zu organisieren, was die Komplexität teilweise erhöhte und mit gestiegenen Logistikkosten einherging. Entsprechend des Jahresberichts des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigte sich die globale Wirtschaft in 2023 widerstandsfähig aber mit einer gedämpften Wachstumsdynamik. Die globale Wirtschaftsleistung hat im Gesamtjahr 2023 um 3,0% zugenommen, was allerdings unterhalb der Wachstumsrate des Vorjahres (3,5%) lag. In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro- Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 % sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 % zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 %, wobei China (+4,4 %) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 %) überdurchschnittlich zulegten. Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw- Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Branchenkonjunktur Annähernd alle Anwendungsbranchen der im Konzernverbund angebotenen Lösungen erleben im Wirtschaftsjahr 2023 ein anhaltend hohes Konjunkturniveau mit leicht rückläufiger Tendenz im vierten Quartal. Die im Konzernverbund der EA Cable Assemblies GmbH operierenden Einheiten zeigten sich trotz der Herausforderungen mit den oben beschriebenen Problemstellungen sehr robust und widerstandfähig. Durch die im Rahmen der Pandemiebekämpfung eingesetzten Geräte hat die Medizintechnik bereits in den Jahren 2020 bis 2022 eine starke Nachfrage gezeigt. Zum Ende des Wirtschaftsjahres 2023 war insbesondere in Asien ein Nachlassen der Nachfrage erkennbar. In Europa waren, vordergründing bedingt durch nach wie vor lange Lieferzeiten, Eindeckungskäufe zu beobachten, was zu einer weiterhin sehr soliden Nachfrage geführt hat. Der global durch die Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen schnell fortschreitende Trend zur Virtualisierung von Arbeit hat im Bereich Telekommunikation (Datencenter) schon in den Jahren 2020 bis 2022 zu hohen Steigerungsraten geführt, welche sich im zweiten Halbjahr 2022 leicht abschwächten. Aufgrund der hohen Nachfrage in den Vorjahren weist die gesamte Supply Chain in 2023 hohe Bestände auf, was im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2023 zu einem eher verhaltenen Bestellverhalten der Marktteilnehmer geführt hat. Abgesehen von der Normalisierung in 2023 ist der generelle Wachstumstrend, insbesondere in Hinblick auf stark ansteigende Investitionen im Bereich „Künstliche Intelligenz“, ungebrochen. Das Konjunkturbarometer des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI e.V.) meldet für 2023 einen Rückgang der Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr (-2.2 %), durch die hohen Auftragsbestände aus 2022 konnte allerdings einen Umsatzzuwachs von 6 % erzielt werden. In den Zielmärkten der EA Cable Assemblies Gruppe zeigte sich ein ähnliches Bild. Während die Nachfrage im 1. Quartal noch der positiven Entwicklung aus 2022 folgte, war der Auftragseingang in den Folgequartalen analog zur konjunkturellen Entwicklung rückläufig. Die zuvor beschriebenen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine spiegelten sich in der Verteuerung von Zukaufmaterialien, hohen Energiekosten und rückläufigem Investitionsverhalten, dessen Gründe in der Verteuerung der Kreditkosten zu finden sind, wider. Weitere Einflussfaktoren Ähnlich wie die Gesamtwirtschaft und die branchenspezifischen Entwicklungen, die für den Geschäftsverlauf der EA Cable Assemblies GmbH und den angeschlossenen Legaleinheiten von großer Bedeutung sind, waren unsere Aktivitäten im Wirtschaftsjahr 2023 auch direkt von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen, insbesondere in Hinblick auf die Energieversorgung und dem starken Anstieg der Inflation, betroffen. Die zukünftige Entwicklung des Ukrainekonflikts und weiterer geopolitischer Spannungen sowie die damit einhergehenden Konsequenzen auf die globale Wirtschafsleistung bleiben schwer einzuschätzen. Die dynamische Situation erfordert weiterhin eine genaue Beobachtung, wenngleich sich die Kosten für Gas und Strom im Jahresverlauf 2023 auf Normalniveau nivelliert haben. Darüber hinaus spielen eine Reihe weiterer Faktoren eine wichtige Rolle: die Preisentwicklung von Rohstoffen (Beschaffung) und die Transportkosten, welche sich mit nachlassendem Inflationsdruck im Jahresverlauf 2023 in Richtung Normalniveau entwickeln haben. Ein weiterer potenzieller Einflussfaktor ist das seit Ende 2020 erhöhte Risiko mit Blick auf die Verfügbarkeit von kritischen Bauteilen in unseren Zielmärkten. Aus Währungskursschwankungen können sich Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis der Gesellschaft ergeben. C. Wirtschaftsbericht Vermögenslage Die Vermögenslage 2023 ist gegenüber dem Vorjahr weitestgehend stabil geblieben. Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 390 bzw. um lediglich 0,1 % auf TEUR 545.659 gestiegen. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 4.214 auf TEUR 135.368 (Vorjahr: TEUR 139.582) reduziert. Die Reduktion erfolgte im Wesentlichen durch Abschreibungen vom Geschäfts- und Firmenwert sowie von Knowhow und Kundenbeziehung, welche im Rahmen der Kaufpreisallokation nach dem Erwerb des Industriegeschäfts von der LEONI AG vorgenommen wurden. Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr unter anderem durch Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen (Anstieg von TEUR 7.694 oder 13,5 %) sowie in die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (Anstieg von TEUR 3.359 oder 23,2 %) um insgesamt TEUR 13.767 auf TEUR 167.850 erhöht. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen von TEUR 9.379 auf die Gegenstände des Sachanlagevermögens angefallen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres resultieren schwerpunktmäßig aus den Investitionen in Maschinen sowie Geschäfts- und Betriebsausstattung in der BizLink elocab Germany GmbH und der BizLink Special Cables Germany GmbH. Im Finanzanlagevermögen sind Zugänge von TEUR 67 für den Anteilserwerb an der Cableon S.A.S. in Italien zu verzeichnen gewesen. Diese Gesellschaft wird zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss zum 31.12.2023 einbezogen. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 5.999 bzw. 2.5 % gesunken. Diese Entwicklung ist überwiegend auf den Rückgang der liquiden Mittel im Geschäftsjahr um TEUR 5.581 oder 8,4 % auf TEUR 60.472 (Vorjahr: TEUR 66.053) zurückzuführen. Zur Entwicklung der Liquiden Mittel verweisen wir auch auf die Darstellung zur Kapitalflussrechnung in diesem Konzernabschluss. Im Gegenzug stiegen die Vorräte um TEUR 4.108 auf TEUR 112.895 (Vorjahr: TEUR 108.787) an. Ursächlich hierfür ist neben einem stichtagsbedingten Anstieg zum Großteil der Aufbau von Sicherheitsbeständen auf Grund der weltweit zunehmenden Unsicherheiten in der Materialversorgung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich leicht um TEUR 234 verringert wohingegen sich die sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt TEUR 4.635 oder um 38,2 % reduziert haben. Das Eigenkapital hat sich im Wesentlichen aufgrund des Konzernjahresüberschusses von TEUR 32.293 auf TEUR 298.525 (Vorjahr: TEUR 266.172) erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 54,7 % (Vorjahr 48,8 %). Die Zunahme der Rückstellungen um TEUR 9.025 ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen zurückzuführen, die sich um TEUR 10.198 erhöht hat. Gegenläufig hat sich die Reduzierung der Steuerrückstellungen mit einem Rückgang von TEUR 6.425 auf TEUR 6.749 (Vorjahr: 13.175) ausgewirkt. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 5.253 angestiegen insbesondere aufgrund der Erhöhung der Rückstellungen für Personalverpflichtungen. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten um insgesamt TEUR 30.313 von TEUR 198.897 auf TEUR 168.583 im Geschäftsjahr 2023 ist zum wesentlichen Teil auf die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. In dieser Bilanzposition ist insbesondere das Darlehen der Gesellschafterin BizLink Speedy Pte. Ltd. ausgewiesen. Dieses mittelfristige Darlehen konnte im Geschäftsjahr 2023 durch entsprechende Tilgung von TEUR 119.477 um TEUR 18.936 auf TEUR 100.541 verringert werden. Zudem haben sich stichtagsbedingt auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 9.069 oder 17,3 % auf TEUR 43.364 (Vorjahr: TEUR 52.433) reduziert. Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt und übertrifft das Vorjahr. Der Gesamtumsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr 2022 um 10,9% auf TEUR 612.090 (Vorjahr: TEUR 551.827) angewachsen. Der Umsatzanstieg ist insbesondere auf die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft und wirtschaftliches Wachstum in den Zielmärkten Deutschland und Italien zurückzuführen. Der externe Umsatz der deutschen Gesellschaften beträgt TEUR 330.568 (Vorjahr: TEUR 286.624), was einem Anteil von 54,1 % entspricht (Vorjahr: 51,9 %). Die Umsatzerlöse entwickelten sich dabei regional sehr unterschiedlich. In Deutschland und Europa reduzierten sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um TEUR 9.027 (-1,8 %) auf TEUR 485.514, wohingegen die Umsatzerlöse in den Drittstaaten von TEUR 57.286 auf TEUR 126.576 (Erhöhung um TEUR 69.290 oder 121,0 %) angestiegen sind. Diese Entwicklung spiegelt die Verlagerung von Exporten zunehmend in Drittländer wider. Zudem konnten in den Regionen Nordamerika und Asien der Ausbau des bestehenden Geschäftes und bestehender Kunden sowie die Akquirierung von Neukunden erfolgreich gestaltet werden. Der Auftragsbestand in der EA Cable Assemblies Gruppe zum 31.12.2023 belief sich auf 219,0 Mio. EUR wohingegen der Auftragsbestand zum 31.12.2024 stichtags- und projektbedingt nur einen Betrag von 147,0 Mio. EUR aufgewiesen hat. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist um TEUR 16.638 auf TEUR 150.698 (Vorjahr: TEUR 134.060) gestiegen. Diese Werte entsprechen einer Bruttomarge für 2023 von 24,6 % wohingegen im Geschäftsjahr 2022 eine Bruttomarge von 24,3 % erreicht werden konnte. Die Bruttomarge konnte trotz gestiegener Rohstoffpreise insbesondere durch Verkaufspreiserhöhungen, Volumeneffekte aus gestiegenem Umsatz und besseren Produktmix im Vergleich zum Vorjahr angehoben werden. Die Vertriebskosten sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.732 auf TEUR 38.998 (Vorjahr: TEUR 41.729) zurückgegangen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Reduzierung der Mitarbeiter in der gesamten Gruppe in diesem Bereich zurückzuführen. Innerhalb der allgemeinen Verwaltungskosten sind die Personalaufwendungen insgesamt um TEUR 4.795 oder 23,6 % angestiegen. Daher haben sich die allgemeinen Verwaltungskosten von TEUR 50.451 in 2022 auf TEUR 57.729 erhöht. Diese Entwicklung entspricht einem Anstieg von TEUR 7.278 oder 14,4 %. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg von TEUR 991 oder 11,0 % zu verzeichnen. Insbesondere haben sich die Aufwendungen für Research & Development, welche in dieser Position der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, von TEUR 6.428 auf TEUR 8.637 oder um TEUR 2.208 (+34,4 %) erhöht. Das EBIT beträgt TEUR 51.698 (Vorjahr: TEUR 43.841). Die EBIT-Marge ist um 0,5-Prozentpunkte von 7,9 % im Vorjahr auf 8,4 % gestiegen. Diese Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf Skalierungseffekte aus der Bruttomarge zurückzuführen, sowie im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Integrationskosten. Insgesamt führten die dargestellten Effekte zu einer Erhöhung des Konzernjahresergebnisses von TEUR 28.996 im Vorjahr auf TEUR 32.293 im Geschäftsjahr 2023. Finanzlage Die EA Cable Assemblies Gruppe finanziert sich durch selbst erwirtschaftete Mittel und Intercompany Darlehen. Es bestehen zum Bilanzstichtag TEUR 100.541 (Vorjahr: TEUR 118.540) mittelfristige Darlehen gegenüber der Gesellschafterin (BizLink Speedy Pte. Ltd.). Die EA Cable Assemblies GmbH als Muttergesellschaft übernimmt in der Gruppe die weitere wesentliche Finanzierung von Konzernunternehmen. Darüber hinaus bestehen lokale Kreditlinien im branchenüblichen Umfang. Bis zum Aufstellungsstichtag wurden diese Kreditlinien nur in sehr seltenen Fällen in Anspruch genommen. Zur Steuerung des Liquiditätsbedarfs innerhalb des Konzerns wird weiterhin eine monatliche, währungsdifferenzierte, rollierende Liquiditätsplanung für jeweils 20 Wochen eingesetzt, welche monatlich aktualisiert wird. Darüber hinaus erfolgt die mittelfristige Liquiditätsplanung über die Budget- und Mittelfristplanung. Die EA Cable Assemblies Gruppe weist bei einer Tochtergesellschaft einen Forderungseinbehalt in Höhe von insgesamt TEUR 1.894 (Vorjahr: TEUR 1.320) am Bilanzstichtag an eine Factoring- Gesellschaft aus. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring-Gesellschaft über. Die Gesellschaft behält zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement. Im Geschäftsjahr 2023 konnte im Konzern ein Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 44.980 (Vorjahr: 42.756) erzielt werden. Andererseits waren im Geschäftsjahr 2023 Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von TEUR 27.659 und Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (insbesondere Tilgung des Gesellschafterdarlehens) von TEUR 22.902 zu verzeichnen. Dadurch hat sich der Bestand an liquiden Mitteln insgesamt um TEUR 5.581 von TEUR 66.053 auf TEUR 60.472 reduziert. Zur weiteren Entwicklung des Bestandes an Liquiden Mitteln und zur Entwicklung der Finanzlage verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung zu diesem Konzernabschluss. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens durch das Management werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBIT und die EBIT-Marge herangezogen. Als Vergleichszeitraum für die finanziellen Leistungsindikatoren wird das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern), die EBIT-Marge und Umsatz des Wirtschaftsjahres sowie des Vorjahres verwendet. Im Vorjahresvergleich ist allerdings zu beachten, dass die Zahlen aus der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung des Jahres 2022 nicht den gesamten Zeitraum des Kalenderjahres umfassen (Zeitraum 21. Januar bis 31. Dezember 2022). Hinsichtlich des finanziellen Leistungsindikators Umsatz, ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 10,9 % auf TEUR 612.090 (Vorjahr: TEUR 551.827). Der Umsatz lag zudem mit rund TEUR 26.000 deutlich über den budgetierten Werten. Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus der Umsatzentwicklung bei der operativen italienischen Tochtergesellschaft und ebenfalls aus der Erhöhung des Umsatzes bei den deutschen Konzerngesellschaften. Das EBIT als weiterer Leistungsindikator wurde im Wirtschaftsjahr 2023 ebenfalls übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr 2022 konnte eine Verbesserung auf TEUR 51.698 (Vorjahr: TEUR 43.841) erreicht werden, was die Einschätzungen des Vorjahres leicht übertrifft. Die EBIT-Marge ist gegenüber dem Vorjahr indes um 0,5-Prozentpunkte auf 8,4 % (Vorjahr: 7,9 %) gestiegen. Zudem lag die EBIT- Marge im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der genannten Effekte ebenfalls leicht über der budgetierten Größenordnung. Das Mehrergebnis ist insbesondere auf Skalierungseffekte aus der Bruttomarge zurückzuführen, sowie im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Integrationskosten. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die Gesellschaft blickt auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2023 zurück, unter Beeinflussung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und den damit verbundenen Energieengpässen. Auch die Lieferengpässe, der Vorjahre wirken noch in das Jahr 2023 nach. Die Gesellschaft, gemeinsam mit den im Konzernverbund etablierten Legaleinheiten, zeigte sich trotz der Umstände durch organisatorische Flexibilität und starke Verhandlungsergebnisse auf Einkaufs- und Kundenseite weiterhin äußerst widerstandsfähig und konnten die Ergebnisse des Vorjahres in allen finanziellen Leistungsindikatoren übertreffen. Forschung & Entwicklung Die EA Cable Assemblies Gruppe setzt als Spezialist für elektrische Verbindungstechnik konsequent auf die Weiterentwicklung ihrer Produkte und die Erschließung innovativer Technologien. Dieser Innovationsprozess umfasst die verschiedenen Wertschöpfungsstufen, von der Kabelmeterware über die Verarbeitung der Kabel zu Kabelkonfektionen bis hin zu Kabelsystemen, die mit weiteren passiven oder aktiven Komponenten komplexe Baugruppen darstellen können. Unsere Entwicklungsteams sind geschäftsnah organisiert und auf mehrere Standorte verteilt. Neben der Spezialisierung auf bestimmte Anwendungsgebiete unserer Produkte verfügen wir auch über Expertenwissen, z.B. für elektrische Messtechnik, Werkstoffkunde oder Kunststoffverarbeitung. Die Entwicklungsteams können auf eine breite Palette von Labor- und Testeinrichtungen zugreifen und nutzen ein Netzwerk externer Partner und Labore, um zusätzlich spezielle Versuche, Analysen und Prüfungen durchzuführen. Unsere langfristigen Entwicklungsprojekte konzentrieren sich insbesondere auf das Design von Kabelmeterwaren mit verbesserten Eigenschaften, die Optimierung der eingesetzten Werkstoffe und auf die Entwicklung aktiver Kabelsysteme. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Produktmanagement und Produktentwicklung mit den Entwicklungsbereichen unserer Kunden können wir maßgeschneiderte Lösungen anbieten, Fehlentwicklungen früh erkennen und somit die Entwicklungskosten wirksam senken. Diese Kernkompetenz wird von unseren Kunden geschätzt und ist ein wesentlicher Eckpfeiler unseres Erfolgs. So gelingt es uns, unsere langjährigen Kundenbeziehungen zu festigen und unsere Position in der Branche weiter zu etablieren. Im vergangenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 75 Mitarbeiter in unserem Forschungs- und Entwicklungsbereich tätig. Die Gesamtkosten für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich auf TEUR 8.637, ohne dass Investitionen getätigt worden sind. D. Risiko- und Chancenbericht Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich die EA Cable Assemblies Gruppe mit Risiken und Chancen konfrontiert. Risiken und Chancen sind als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen bzw. positiven Abweichung von Prognosen des Unternehmens führen können, definiert. Unser Ziel ist es, Risiken stets nur dann bewusst einzugehen, wenn damit verbundene Chancen gleichzeitig einen angemessenen Beitrag zum Unternehmenswert leisten können. Die Gesellschaften der EA Cable Assemblies Gruppe haben ein mehrstufiges Risiko-Management- System etabliert und führen dieses System auch im Geschäftsjahr 2023 fort. Eine Einbindung in das weltweite Risikomanagement der gesamten BizLink Gruppe ist geplant. Das Chancenmanagement bei der EA Cable Assemblies GmbH und Tochtergesellschaften ist fester Bestandteil des Risikomanagement-Prozesses. Es werden nicht nur die Risiken (Gefahren), sondern auch die Chancen als Abweichungen von geplanten Prognosen systematisch identifiziert. Grundsätzlich stellen Chancen zukünftige Potentiale dar, welche nur schwer quantifizierbar sind. Im Falle einer hinreichenden Quantifizierbarkeit sowie Wahrscheinlichkeit sind diese bereits in der Planung enthalten. Für die quantitative Beschreibung der wesentlichen Risiken und Chancen werden unterschiedliche, in Anbetracht des jeweiligen Sachverhalts geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilungen genutzt. Risiken und Chancen werden durch Eintrittswahrscheinlichkeit und (Schadens-)höhe charakterisiert. Die Risiken werden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) und ihrer möglichen Auswirkung (A) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wie folgt klassifiziert:
Dies führt zu der folgenden Risiko-Matrix:
G=Geringes Risiko / H=Hohes Risiko / M=Mittleres Risiko / K=Kritisches Risiko Chancen- und Risikolage Die Chancen- und Risikolage berichtet über die wesentlichen Chancen und Risiken für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2023 und die Einschätzung für die zukünftigen Wirtschaftsjahre. Markt- und Vertriebsrisiken Die Gesellschaft ist abhängig von den Marktentwicklungen in ihren Zielmärkten und den damit verbundenen Endkunden. Negative Entwicklungen in der Weltwirtschaft oder den Zielmärkten können schlechtere Geschäftsprognosen und Umsätze der Gesellschafft nach sich ziehen. Die EA Cable Assemblies Gruppe diversifiziert ihr Angebot über verschiedene zukunftsträchtige Branchen, die weitgehend voneinander unabhängig sind. Der etablierte Kundenstamm wird immer wieder um neue, potentialreiche Kunden ergänzt, um eine Risikokonzentration zu vermeiden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Markt- und Vertriebsrisiken ist möglich (II) und kann spürbare negative (B) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als mittelgroßes Risiko (M) zu klassifizieren. Risiken aus Informationstechnologien/Cyberrisiken Eine weltweit aktive Gesellschaft wie die EA Cable Assemblies GmbH und derer verbundener Unternehmen kann nur mit Hilfe leistungsstarker IT-Systeme gesteuert werden. Gravierende Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf unsere Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können Ausfälle in der Lieferkette zum Kunden zur Folge haben. Die Gesellschaft bezog einen großen Teil der IT-Services über den LEONI-Konzern und ist somit auch über dessen konzeptionelle als auch operative Optimierung des IT-Umfeldes inklusive entsprechender, konzernweiter Sicherheitskonzepte abgedeckt. Im Rahmen des Vollzugs des Verkaufs an die BizLink Gruppe wurden diese in einer Übergangszeit zunächst vorübergehend noch vom LEONI-Konzern abgedeckt und gingen dann strukturiert auf andere Dienstleister in der BizLink Gruppe oder externer Anbieter über. Darüber hinaus steigen die Bedrohungen für unsere Informationssicherheit aufgrund der weltweit zunehmenden Professionalität in der Computerkriminalität und auch der Konflikt des Westens mit Russland erhöht das Gefahrenpotential. Zur Risikominimierung ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen, die unter anderem die Schulung von Mitarbeitenden sowie die Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme etwa durch Firewalls und Virenscanner umfassen. Darüber hinaus erhöhte die EA Cable Assemblies GmbH samt ihrer Verbundunternehmen ihre Aktivitäten im Bereich „Information & Cyber Security“, was u.a. die Schaffung einer Organisation für Informationssicherheit beinhaltete. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Informationstechnologien sowie Cyberrisiken ist möglich (II) und kann hohe negative (C) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als mittel (M) zu klassifizieren. Risiken aus dem Ukraine-Krieg Die Risiken aus dem Ukraine-Krieg wurde bereits im Kapitel B - Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft behandelt. Die Gesellschaft ist vom Krieg nicht unmittelbar betroffen, da sie über keine Geschäfte oder Niederlassungen in der Ukraine oder Russland verfügt. Im Wirtschaftsjahr 2023 zeigen sich Teuerungen insb. im Bereich Energie und damit in der Folge auch in vielen Vorprodukten, die energieintensiv oder ggf. unter Einsatz von Gas hergestellt werden (z. B. Chemieindustrie). Auch sekundäre Effekte wie z. B. die Verknappung von Arbeitskräften im Transportsektor stellen Risiken dar. Als weiteres und vielleicht größtes Risiko besteht die Gefahr eines allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs infolge geldpolitischer Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation oder weltweit gestörter Lieferketten. Dabei ist die EA Cable Assemblies GmbH mit ihren Verbundunternehmen mit der Diversität der bedienten Märkte vergleichsweise robust aufgestellt. Ein gesamtwirtschaftlicher Abschwung hätte dennoch sicherlich starke, negative Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft und den Konzernunternehmen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken, welche aus dem Krieg in der Ukraine resultieren, ist konkret vorstellbar (III) und kann spürbar bis hohe negative (B-C) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als mittel bis hoch (M-H) zu klassifizieren. Liquiditätsrisiken/Zins- und Finanzierungsrisiken Durch eine stringente Überwachung der Liquiditätslage und der Nutzung von Factoring-Programmen bei diversen Tochtergesellschaften sind zurzeit keine wesentlichen Risiken erkennbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Liquiditäts-, Zins- und Finanzierungsrisiken ist unwahrscheinlich (I) und kann geringe negative (A) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als gering (G) zu klassifizieren. Risiken aus Forderungsausfall Der Ausfall des Forderungsbestands eines großen Kunden stellt ein Risiko dar. Zur Vorsorge werden alle Kunden, die mit der unseren Gesellschaften Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Als weiteres Instrument zur Reduzierung des Ausfallrisikos dient das Factoring in unserer italienischen Gesellschaft, welches als True Sale Factoring für ausgewählte Kunden erfolgt. Das True Sale Factoring ermöglicht es der EA Cable Assemblies Gruppe, ihre Forderungen vollständig an ein Factoringunternehmen zu verkaufen und sofort Liquidität zu erhalten, während das Ausfallrisiko komplett auf den Factor übergeht. Im Übrigen hat die EA Cable Assemblies Gruppe unter dem Aspekt der Abwägung von Risiko und Wirtschaftlichkeit eine Warenkreditversicherung zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Sowohl beim Factoring als auch bei der Warenkreditversicherung für eigene Forderungen hat sich im Berichtsjahr gezeigt, dass die Warenkreditversicherer vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und dem dadurch erhöhten Risiko von Unternehmensinsolvenzen und Zahlungsausfällen zurückhaltend bei der Gewährung von Kreditlinien sind. Dadurch steigt einerseits das Risiko, dass die Forderungen nicht im geplanten Umfang an die Factoring-Partner verkauft werden können, und andererseits das Risiko von Ausfällen von eigenen Kundenforderungen, die nicht versichert werden konnten. Vor dem Hintergrund der oben dargestellten wirtschaftlichen Entwicklung stuft die Gesellschaft die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Forderungsausfällen auf unwahrscheinlich (I) zurück. Das Risiko kann geringe negative (A) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als gering (G) zu klassifizieren. Risiken aus Pensionsverpflichtungen Das aktuelle Inflationsumfeld hat große Auswirkungen auf den Umfang der Pensionsverpflichtungen. Die Anpassung der Betriebsrenten erfolgt gemäß der Erhöhung des Verbraucherpreisindexes für Deutschland, so dass die kommende Rentenanpassung zu einem erhöhten Zahlungsmittelabfluss führen könnte. Weiterhin würde sowohl diese tatsächliche Rentenanpassung als auch eine Anhebung der erwarteten Rentenanpassungsrate zu einer höheren handelsbilanziellen Rückstellung führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Pensionsverpflichtungen ist konkret vorstellbar (III) und kann geringe negative (A) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist als mittel (M) zu klassifizieren. Risiken aus Compliance-Verstößen Grundsätzlich kann es bei Compliance-Verstößen zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten und Schadensersatzansprüchen kommen. Je nach Land sind auch Haftstrafen für Führungskräfte und beteiligte Mitarbeitende möglich. Durch die frühere Einbindung in das Compliance Management System des LEONI-Konzerns hat die Gruppe diese Risiken aus Rechts- und Richtlinienverstößen reduziert. Die Gesellschaften führen diese Compliance Maßnahmen nach dem Vollzug des Verkaufs an die BizLink Gruppe zunächst fort. Im Rahmen des Übergangs in die BizLink Gruppe sind die Gesellschaften bereits in das Compliance-Management System der weltweiten BizLink Gruppe eingebunden, was u.a. die Etablierung einer Compliance Plattform (GAN Integrity) beinhaltet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Compliance-Verstößen ist möglich (II) und kann spürbare negative (B) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als mittel (M) zu klassifizieren. Risiken aus dem Kartellrecht Die Gesellschaft unterliegt der kartellrechtlichen Regulierung in der EU sowie anderen Rechtsordnungen und ist daher Risiken hinsichtlich der Einhaltung dieser Vorschriften sowie der damit verbundenen Durchsetzungsmaßnahmen und Schadenersatzansprüche ausgesetzt. Die Feststellung eines Verstoßes gegen die kartellrechtlichen Vorschriften könnte die EA Cable Assemblies Gruppe negativ beeinträchtigen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus dem Kartellrecht ist unwahrscheinlich (I) und kann spürbare negative (B) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als gering (G) zu klassifizieren. Risiken aus Exportkontrolle und Zoll Politische oder regulatorische Änderungen, z.B. bei Exportkontrollvorschriften, Embargomaßnahmen oder Zollbestimmungen, können unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen und unsere Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Diese Risiken erhöhen sich durch die aktuellen, geopolitischen Spannungen. Protektionistische Maßnahmen, Handelskriege oder Sanktionen in den Ländern und Regionen, in denen die EA Cable Assemblies Gruppe tätig ist, insbesondere in den USA und Asien, können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen. Die Zunahme von regionalen oder internationalen Handelshemmnissen einschließlich Antidumping-Zöllen, der Rückzug von Staaten aus bi- und multilateralen Abkommen könnten sich negativ auf das weltwirtschaftliche Umfeld auswirken und damit zu einer geringeren Nachfrage nach den Produkten der EA Cable Assemblies Gruppe führen. Darüber hinaus können Handelshemmnisse oder erhöhte Zollkosten (u.a. Brexit-bedingt) die Produktionskosten steigern und folglich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Gesellschaft beeinträchtigen und das operative Ergebnis negativ beeinflussen. Als globaler Zulieferer der Industrie-, Medizin-, und Telekommunikationsbranche ist die EA Cable Assemblies Gruppeerheblichen Risiken ausgesetzt, die mit der Entwicklung der Weltwirtschaft und den Rahmenbedingungen eines freien Handels zusammenhängen. Aus diesem Grund analysieren wir laufend die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für die Gesellschaft. Die direkten Abhängigkeiten von den Märkten in Russland oder der Ukraine sind stark begrenzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Exportkontrolle und Zoll ist möglich (II) und kann spürbare negative (B) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als mittel (M) zu klassifizieren. Risiken von Corporate-Governance-Verstößen Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Organe und/oder Mitarbeitende gegen Gesetze, interne Richtlinien oder gegen anerkannte Standards guter Unternehmensführung der EA Cable Assemblies GmbH und den Konzernunternehmen verstoßen. Im Rahmen des Übergangs in die BizLink Gruppe wurde die Gesellschaft auch in das Compliance Management System der BizLink Gruppe eingebunden, welches auch die Etablierung einer „Whistleblower-Plattform“ beinhaltet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Governance-Verstößen ist möglich (II) und kann geringe negative (A) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als gering (G) zu klassifizieren. Risiken aus Materialkostenschwankungen Zunehmende Bedarfe und insbesondere die Erhöhung der Energiekosten können zu Kostensteigerungen bei unseren wichtigsten Rohstoffen führen. Dies kann weitere Preisforderungen und damit einen Anstieg der Einkaufspreise bei den entsprechenden Einzelteilen und zusätzlich bei Verknappung auch Lieferengpässe nach sich ziehen. Bisher konnten Materialkostensteigerungen (zumindest teilweise) an die Kunden weitergegeben werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aus Materialkostenschwankungen ist konkret vorstellbar (III) und kann hohe negative (C) Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko in diesem Bereich ist daher als hoch (H) zu klassifizieren. Risiken aus der COVID-19-Pandemie Im Jahr 2023 wurde die COVID-19-Pandemie zur Endemie zurückgestuft. Einschränkende Maßnahmen wurden in Deutschland bis zum 07. April 2023 aufgehoben. Die im Vorjahr beschriebenen Risiken aus dem Wirtschaftsjahr 2022 bestanden im Geschäftsjahr 2023 und auch in den nachfolgenden Wirtschaftsjahren nur noch sehr eingeschränkt. Im Wirtschaftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft keine nennenswerten Auswirkungen aus den corona-bedingten Einschränkungen mehr, insbesondere in Hinblick auf die Verfügbarkeit von Vormaterialien und Störungen in den Lieferketten. Daher wurde dieses Risiko im Konzern nicht mehr bewertet und klassifiziert. Chancen aus Materialkostenschwankungen Eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise würde sich positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Margen der EA Cable Assemblies Gruppe auswirken. Aus aktueller Sicht werden die Chancen hieraus aber als gering angesehen. Chancen aus operativen Verbesserungsprojekten Die operativen Prozesse der EA Cable Assemblies GmbH und der verbundenen Unternehmen werden regelmäßig auf mögliche Verbesserungen hin überprüft. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf Verbesserungen im operativen Bereich und in der Identifikation von Kostensynergien. Aufgrund konkreter und bereits identifizierter Maßnahmen werden Effekte dieser Projekte im Rahmen einer prozentualen Erfolgsbewertung fortwährend in die Planungen der Gesellschaft aufgenommen. Chancen aus Investitionen in IT-Infrastruktur Laufende Investitionen in IT-Infrastruktur und Informationssicherheit tragen dazu bei, Cyberrisiken für die EA Cable Assemblies Gruppe zu reduzieren. Investitionen in eine gemeinschaftliche Compliance Plattform helfen dabei, die Transparenz hinsichtlich Compliance- und Corporate Governance-Verstößen sowie kartellrechtlichen Regulierungen unter Führungskräften und Mitarbeitern zu verbessern. Chancen aus einer laufenden Weiterentwicklung des Kundenstammes Der Aufbau von Neukunden in allen Business Units sowie die Identifikation von Synergien im BizLink Bestandskundenbereich trägt dazu bei Markt- und Vertriebsrisiken zu reduzieren. Neukunden mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit wurden im Rahmen der Umsatzplanung berücksichtigt. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation Sollte es der EA Cable Assemblies Gruppe nicht gelingen, die zuvor beschriebenen Risiken zu eliminieren, bzw. sind die beschriebenen Gegenmaßnahmen nicht hinreichend wirksam, könnten diese zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Die Gesamtbeurteilung jedoch zeigt, dass die EA Cable Assemblies Gruppe gut positioniert ist, den vorgenannten Risiken mit entsprechenden Gegenmaßnahmen sowie Nachverfolgung und Umsetzung von Chancen zu begegnen, um etwaige negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Zum Bilanzstichtag sind nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar, die den Bestand der Muttergesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Gesellschaften gefährden könnten. E. Prognosebericht Konjunkturelle Rahmenbedingungen (Gesamtwirtschaft und Branche) Das globale Wachstum wird sowohl für 2025 als auch für 2026 auf 3,3 % prognostiziert und liegt damit unter dem historischen Durchschnitt (2000-19) von 3,7 %. Die Prognose für 2025 bleibt im Vergleich zum Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2024 weitgehend unverändert, vor allem aufgrund einer Aufwärtskorrektur in den USA, die Abwärtskorrekturen in anderen großen Volkswirtschaften ausgleicht. Die globale Inflation dürfte 2025 auf 4,2 % und 2026 auf 3,5 % sinken und in den Industrieländern früher wieder den Zielwert erreichen als in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Weltwirtschaft bleibt stabil, auch wenn der Grad der Stabilität von Land zu Land sehr unterschiedlich ist. Das globale BIP-Wachstum im dritten Quartal 2024 lag 0,1 Prozentpunkte unter dem im WEO vom Oktober 2024 prognostizierten Wert, nachdem einige asiatische und europäische Volkswirtschaften enttäuschende Daten veröffentlicht hatten. Das Wirtschaftswachstum in China lag mit 4,7 % im Jahresvergleich unter den Erwartungen. Ein schneller als erwartetes Wachstum der Nettoexporte konnte eine schneller als erwartete Verlangsamung des Konsums inmitten einer verzögerten Stabilisierung des Immobilienmarktes und eines anhaltend niedrigen Verbrauchervertrauens nur teilweise ausgleichen. Auch in Indien verlangsamte sich das Wachstum stärker als erwartet, was auf eine unerwartet starke Abschwächung der Industrietätigkeit zurückzuführen ist. Auch die Prognose für die US-Wirtschaft deutet in 2025 auf ein moderates, durch Konsumausgaben und eine stabile Arbeitsmarktentwicklung angetriebenes Wachstum bei gleichzeitig sinkender Inflation hin. Die Entwicklung in der Eurozone wird mit moderatem Wachstum und rückläufiger Inflation ähnlich bewertet. Die oben beschriebenen Herausforderungen und externe Risiken werden über das gesamte Jahr hinweg bestehen bleiben Im Euroraum war das Wachstum weiterhin gedämpft (wobei Deutschland hinter den anderen Ländern des Euroraums zurückblieb), was vor allem auf die anhaltende Schwäche des verarbeitenden Gewerbes und der Warenexporte zurückzuführen war, auch wenn der Konsum im Zuge der Erholung der Realeinkommen anzog. In Japan ging die Produktion aufgrund vorübergehender Lieferunterbrechungen leicht zurück. Im Gegensatz dazu blieb die Dynamik in den Vereinigten Staaten robust, wo die Wirtschaft im dritten Quartal mit einer Rate von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr wuchs, angetrieben von einem starken Konsum. Ein Risikofaktor für das Wirtschaftsjahr 2025 bleibt weiterhin der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehenden Risiken für die Energieversorgung, ein nach wie vor hohes Inflationsniveau und der damit verbundenen hohen Kreditkosten sowie weiterhin Verzögerungen in den Wertschöpfungs- und Lieferketten. Für die Branche der Elektro- und Digitalindustrie zeigt das ZVEI-Konjunkturbarometer im Dezember 2024 ein leichtes Aufhellen des Geschäftsklimas. Nach einer ganzen Serie von Rückschlägen hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im November 2024 etwas erholt. Sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen wurden wieder positiver beurteilt als noch zu Beginn des Jahres 2024. Trotzdem verharrt der Klimawert unterm Strich weiterhin im Minus. Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung der Gruppe Die EA Cable Assemblies GmbH und die Konzerngesellschaften werden auch im Jahr 2025 weiterhin Kabel, Kabelsysteme und dazugehörige Dienstleistungen für die Märkte Fabrikautomatisierung, Medizintechnik sowie die Telekommunikationsbranche anbieten. Die Gesellschaft verzeichnet weiterhin eine hohe Nachfrage aus der Mehrheit der bedienten Segmente, allerdings war im Wirtschaftsjahr 2024 eine leichte Trendumkehr bei den Geschäftserwartungen auf Kundenseite zu erkennen. Risiken stellen für die Gesellschaft und die zugehörigen Tochterunternehmen weiterhin die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und dessen, weiter oben beschriebenen, wirtschaftliche Folgen sowie die weltweiten geopolitischen Spannungen und die Auswirkungen aus dem Technologiewandel in der Autoindustrie insbesondere für die OEM’S in dieser Branche dar. Zudem bestehen Risken aufgrund der Auswirkungen der geänderten Zoll- und Wirtschaftspolitik in den USA nach dem Machtwechsel auf die neue Regierung. Diese genannten Risiken bleiben in Hinsicht auf die globale Wirtschaftssituation weiter schwer einschätzbar und können zu kurzfristigen Veränderungen in der Nachfrage führen. Die Kapazitätssituation der EA Cable Assemblies Gruppe wird daher auch für das Jahr 2025 aufmerksam beobachtet und regelmäßig an die Marktgegebenheiten angepasst. Das Ergebnis der Gesellschaft wird sowohl durch die zu erwartenden Preisveränderungen im Rohstoffbereich als auch durch die zu erwartende Abkühlung in der Nachfrage beeinträchtigt. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Tochtergesellschaften kann zu einer Verringerung der daraus erzielbaren Erträge führen. Durch die regelmäßige und vorausschauende Überwachung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften und die aufgesetzten Maßnahmen wird sichergestellt, dass evtl. Risiken rechtzeitig identifiziert werden. Marktseitig sehen wir nach wie vor herausfordernde Entwicklungschancen für das Geschäftsjahr 2025. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Risiken des Konzerns als beherrschbar ein. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Das Management der EA Cable Assemblies GmbH ging in Bezug auf die Umsatzentwicklung von einer rückläufigen Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 (-4 %) und einer Stabilisierung im zweiten Halbjahr (+3 %) für die Gruppe im Vergleich zu 2023 aus. Daher war ein Umsatz für 2024 von TEUR 600.000 budgetiert. Diese Umsatzentwicklungen konnten in 2024 nicht erreicht werden (Umsatzrückgang um rd. -20 %). Insbesondere im 2. Halbjahr 2024 lagen die Umsatzerlöse mit rund -27 % unter den budgetierten Werten. Insgesamt war hier ein Umsatzrückgang auf allen Absatzmärkten zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine deutliche Erholung erwartet. Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2025 von Umsatzerlösen im Konzern von rund TEUR 560.000 aus. Im ersten Halbjahr 2025 soll der Umsatz +4 % gegenüber 2024 ansteigen. Diese positive Entwicklung soll sich dann im zweiten Halbjahr 2025 mit einer Erhöhung um +18 % weiter fortsetzen, was im Wesentlichen mit einer reduzierten Inflationsdynamik und der damit einher gehenden rückläufigen Leitzinsen sowie höherer Investitionsbereitschaft begründet werden kann. Das Betriebsergebnis sowie die EBIT-Marge hat sich in 2024 analog zur Umsatzsituation entwickelt. Für 2024 wurde ein EBIT von rd. TEUR 54.000 und eine EBIT-Marge in Relation zum Umsatz von rd. 9,0 % (2023: 8,4 %) angenommen. Diese Werte wurden nicht erreicht - jeweiliger Rückgang um etwa 20% gegenüber 2023. Ein Rückgang der Profitabilität durch ansteigende Materialpreise sowie durch Projektkosten war bereits für 2024 eingeplant. Die fehlenden Deckungsbeiträge aus den ungeplanten niedrigeren Absatzvolumina im Jahr 2024 konnten durch striktes Kostenmanagement kompensiert werden. In 2025 hingegen wird wieder von einer Belebung der Nachfrage- und Umsatzsituation ausgegangen, so dass auch das EBIT wieder ansteigen wird. Im Geschäftsjahr 2025 ist bei einem budgetierten EBIT von rund TEUR 52.000 eine EBIT-Marge von rd. 9,0 % geplant Trotz der steigenden Materialpreise und Projektkosten ist diese Verbesserung zu erwarten. Ursächlich hierfür sind ein striktes Kostenmanagement und Skaleneffekte, durch die anfallende Preissteigerungen kompensiert werden können. Für einen Prognosezeitraum von 12 Monaten wird in 2025 wie oben beschrieben mit einer Erholung der Umsatzerlöse, des Betriebsergebnisses sowie der EBIT-Marge gerechnet. Aus derzeitiger Sicht und mit Blick auf den Planungszeitraum gibt es keine erkennbaren Risiken, die gegen eine Unternehmensfortführung sprechen.
Neuburg a.d. Donau, den 22. April 2025 Die Geschäftsführung Christoph Wolf Inru Annie Kuo Chien-Hua Teng Konzernbilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023A) Allgemeine Angaben Die Firma EA Cable Assemblies GmbH hat ihren Firmensitz in Neuburg an der Donau und wurde am 17. November 2016 gegründet. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HRB 8062 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Verbindungssystemen, insbesondere von Kabeln, Kabelsystemen und dazugehörigen Komponenten sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Einsatz dieser Verbindungsysteme. Die EA Cable Assemblies GmbH ist zum Bilanzstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie ist die Muttergesellschaft des EA Cable Assemblies Konzerns. Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Die EA Cable Assemblies GmbH ist wirtschaftlich und finanziell mit der BizLink Group verbunden. Die neue Gesellschafterin der EA Cable Assemblies GmbH ist die BizLink Speedy Pte. Ltd. (Singapur). B) Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse des Mutterunternehmens und den einbezogenen weiteren Unternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der EA Cable Assemblies GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt oder soweit erforderlich in der Handelsbilanz II an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 21.01.2022. Daher stellt das Geschäftsjahr 2022 kein vollständiges Kalenderjahr dar, so dass die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar sind. Angaben zum Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss wurde auf den Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 erstellt. Der Bilanzstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Er stimmt mit dem Abschlussstichtag des Konzernabschlusses überein. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis besteht neben der EA Cable Assemblies GmbH aus den nachfolgend genannten Unternehmen:
Alle aufgeführten Gesellschaften werden im Wege der Vollkonsolidierung gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. In den Finanzanlagen im Konzernabschluss werden die Anteile an der Cableon S.A.S. in Italien ausgewiesen. Das Beteiligungsverhältnis beträgt 40%. Diese Gesellschaft wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf Grund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB nach der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt, in dem das konsolidierte Unternehmen gemäß den Bestimmungen des § 290 Abs. 2 HGB zum Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den konsolidierten Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird auf der Aktivseite wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Durch die Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Entgegen der Regelung des DRS 25 wurden währungskursbedingte Aufrechnungsdifferenzen aus Vereinfachungsgründen direkt bei ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst und daher die Erfolgsbeiträge aus den Einzelabschlüssen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber in den Gruppenabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Gruppeninterne Umsätze werden mit den entsprechenden gruppeninternen Aufwendungen verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Ebenso Erträge aus Beteiligungen (innerhalb der Unternehmensgruppe erfolgte Gewinnausschüttungen) und Verpflichtungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Zwischenergebniseliminierung Bei den Leistungsbeziehungen innerhalb der Konzernmitglieder wurde die wesentlichen Zwischengewinne eliminiert. Bei den wesentlichen Zwischenergebniseliminierungen fallen keine Währungsumrechnungsdifferenzen an. Latente Steuerabgrenzung gemäß § 306 HGB Latente Steuerabgrenzungen auf Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden gemäß § 306 Satz 3 HGB nicht gebildet. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. C) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bilanzierung und Bewertungsmethoden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften werden von allen Konzernunternehmen einheitlich und im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Ein erworbener Geschäfts- und Firmenwert wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten bemessen sich als Unterschiedsbetrag zwischen einem im Rahmen der Übernahme eines Geschäftsbereichs gezahlten Gesamtkaufpreises und den Zeitwerten der einzelnen übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden. Gem. § 253 Abs. 3 S. 1-5 wird der Firmenwert planmäßig abgeschrieben über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren. Unsere Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf der Art und voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Geschäftsbereichs einschließlich der gesetzlichen und vertraglichen Regelungen, die sich auf seine Lebensdauer auswirken. Geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden unter den jeweiligen Bilanzpositionen separat ausgewiesen, bis die Lieferung oder Leistung vollständig erbracht ist. Nach Fertigstellung oder Übergang des wirtschaftlichen Eigentums erfolgt die Umbuchung auf die entsprechenden Vermögenswerte. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten fließen auch angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Leistungen ein. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Mieteinbauten zwischen 3 und 13 Jahren, Technische Anlagen zwischen 1 und 20 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 10 Jahren) und planmäßig linear vorgenommen. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei den Finanzanlagen wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu den durchschnittlichen bzw. tatsächlichen Einstandspreisen oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Für den Rohstoff Kupfer werden in 2023 ebenfalls die gleitenden Durchschnittspreise angesetzt wohingegen im Vorjahr unterstellt wurde, dass die zuletzt angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht wurden (LiFo). Der niedrigste dieser Werte kam jeweils zum Ansatz. Einkaufspreisminderungen (Boni und Skonti) und Anschaffungsnebenkosten (Fracht und Zölle) wurden berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Materialkosten und Fertigungskosten (einschließlich Gemeinkosten) zum Ansatz gebracht. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert, sofern sie gleichartig gegen dieselben Parteien und mit derselben Fälligkeit zum Abschlussstichtag bestanden. Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgte zum Nennbetrag. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die entsprechenden Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Latente Steuern aufgrund Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die aktiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aus der Bewertung von Vorräten, Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung und aus Pensionsrückstellungen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Konzerngesellschaften mit einem Steuersatz zwischen 19,0 % und rund 30,0 %. Latente Steuern auf Konsolidierungseffekte werden mit Steuersätzen zwischen 24,0 % und rund 29,0 % berechnet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellung wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt Erfüllungsbetrag bewertet. Die Entgeltumwandlung wurde mit dem Barwert des am Stichtag unverfallbaren Anspruchs bewertet. Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden ergebniswirksam verrechnet. Die Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellung werden mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Monatsendkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256 a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Aufwands- und Ertragspositionen in fremder Währung werden zum Transaktionskurs am Tag der Buchung umgerechnet. Die Umsatzrealisierung im Konzern folgt dem sogenannten Realisationsprinzip, welches in § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB verankert ist. Daher werden Gewinne nur dann ausgewiesen, wenn sie realisiert sind. Eine Realisierung liegt vor, wenn die wirtschaftliche Verfügungsmacht über ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Kunden übergegangen ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt dabei ohne besondere branchenspezifische Besonderheiten. D) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher dem Konzernanhang als Anlage beigefügt ist. Geschäfts- und Firmenwert Zum 20.01.2022 wurde mit dem Erwerb des Industriegeschäftes der LEONI Gesellschaften ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 102.494 erworben, der mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Basierend auf den Erfahrungen in der Vergangenheit sowie der Tatsache, dass Kabelproduktion eine etablierte Industrie ist, wird die Nutzungsdauer auf 15 Jahre geschätzt. Die Umsatzerlöse wurden für die Nutzungsdauer entsprechend geplant und der zugehörige Kundenstamm wird durch die Gesellschaft über die Bestandsdauer hinweg betreut. Die Wettbewerbssituation ist in Ordnung, das Geschäft ist planmäßig angelaufen und läuft auch weiterhin gut. Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Vorratsbewertungen bei einzelnen Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr an die deutsche Konzernmutter angeglichen - hieraus resultiert ein Abwertungseffekt von rund TEUR 450. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen des BizLink Konzerns in Höhe von TEUR 7.009 (Vorjahr: TEUR 6.667) betreffen komplett das Liefer- und Leistungsgeschäft. In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 120 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Sämtliche weitere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 7.490 (Vorjahr: TEUR 12.124) enthalten Vorauszahlungen zu Steuern in Höhe von TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 334). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt, wie im Vorjahr, insgesamt EUR 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Der Gesamtwert der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt TEUR 238.000. Der Vorjahreswert der Kapitalrücklage wurde in laufender Rechnung angepasst. Im Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 32.293 (Vorjahr: TEUR 28.996) erwirtschaftet. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge der in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen erfolgte gemäß § 308a Satz 2 HGB unter Anwendung von Durchschnittskursen. Zur Ermittlung dieser Durchschnittskurse wurden monatliche Durchschnittswerte auf Basis der jeweiligen Tageskurse herangezogen. Dabei erfolgte keine besondere Gewichtung, d.h. die Kurse wurden arithmetisch gemittelt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten neben den Rückstellungen aus Einzelzusagen auch Rückstellungen aufgrund von Betriebsvereinbarungen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,83%. Folgende sonstige Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,76 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 335. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen enthält Rückdeckungsversicherungen und wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der sich nach der Verrechnung ergebende Erfüllungsbetrag entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: Das Deckungsvermögen hat zum 31.12.2023 einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 8.122 (Vorjahr: TEUR 6.473). Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betrugen insgesamt rund TEUR 7.767. Alle Ansprüche aus dem Deckungsvermögen sind verpfändet. Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden im Geschäftsjahr ergebniswirksam mit folgenden Beträgen verrechnet: Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 365). In Ausübung des Ausweiswahlrechts werden die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses im Finanzergebnis gezeigt. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen wurden zum 31.12.2023 für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und vergleichbare ausländische Steuern in Höhe von TEUR 6.749 (Vorjahr: TEUR 13.175) ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Dem versicherungsmathematischen Gutachten zur Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen wurde für die Berechnung der Aufstockung zur Rentenversicherung das gemeldete Altersteilzeit-Einkommen, maximal jedoch 95% der Beitragsbemessungsgrundlage abzüglich des Altersteilzeit-Einkommens, zu Grunde gelegt. Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden mit dem Krankenversicherungssatz der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 14,6% ermittelt. Der Berechnung wurden analog zum Vorjahr die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die Berechnung beinhaltet eine Gehaltsteigerung von 2,5% p.a. sowie einen Zinssatz in Höhe von 1,83% p.a. zum 31.12.2023. Die Jubiläumsrückstellungen werden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck anhand der Projected-Unit-Credit-Method ermittelt und von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zur Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt wurde Gebrauch gemacht. Der Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB betrug für die Restlaufzeit von 15 Jahren 1,83% p.a. sowie der Gehaltstrend 2,5% p.a. Verbindlichkeiten Zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wird auf die davon-Vermerke in der Bilanz verwiesen. Die Verbindlichkeiten branchenüblichen Eigentumsvorbehalten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 109.376 (Vorjahr: TEUR 128.348) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsgeschäft in Höhe von TEUR 7.044 (Vorjahr: TEUR 8.870) und aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren in Höhe von TEUR 102.332 (Vorjahr: TEUR 119.477). Es bestanden - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 5 Jahren.“ E) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen zeigt folgendes Bild:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.907 - im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen - und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen im geringen Umfang. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 245 auf den aktivierten Kundenstamm sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf nicht mehr werthaltige Patente in Höhe von TEUR 426 vorgenommen. Materialaufwand Der Materialaufwand lässt sich wie folgt darstellen:
Personalaufwand Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht des Personalaufwands:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 363 (Vorjahr: TEUR 365). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfasst Aufwendungen für die Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und die Gewerbesteuer sowie vergleichbare ausländische Steuern in Höhe von TEUR 15.820 (Vorjahr: TEUR 12.094). Zudem sind in dieser Position Aufwendungen (saldiert) aus der Auflösung von bilanzierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 331 enthalten. Die Anwendung des Mindeststeuergesetzes und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB ist für die Gesellschaften der EA Cable Assemblies Gruppe erst ab dem Geschäftsjahr 2024 vorgesehen. Die Gesellschaften im Konzern haben im Geschäftsjahr 2023 bereits eine Analyse der kommenden Mindestbesteuerungsvorschriften durchgeführt. Dabei haben sich keine wesentlichen Effekte auf den Steueraufwand ergeben. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern belaufen sich zum Stichtag 31.12.2023 auf TEUR 1.533 (Vorjahr: TEUR 4.566) und die passiven latenten Steuern auf TEUR 23.116 (Vorjahr: TEUR 25.819). Dabei wurden, wie im Vorjahr, keine aktiven und passiven Steuerlatenzen miteinander verrechnet. Die Veränderungen im Geschäftsjahr resultieren im Wesentlichen aus den Veränderungen der temporären Differenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Steuersätze für die latenten Steuern liegen abhängig von den jeweiligen Konzerngesellschaften zwischen 19,0 % und rund 30,0 %. F) Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die EA Cable Assemblies GmbH ist zum Bilanzstichtag wirtschaftlich und finanziell mit der BizLink Gruppe verbunden. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für Konzernverbindlichkeiten bzw. keine Haftungsverhältnisse gegenüber der BizLink Gruppe. Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 121. Diese betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Schuldners als gering ein. Die EA Cable Assemblies GmbH mit dem Sitz in Neuburg an der Donau (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter HRB 8062), ist als Mutterunternehmen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 15.03.2022 gegenüber den Gesellschaften BizLink Industry Germany GmbH, die BizLink Special Cables Germany GmbH sowie die BizLink elocab GmbH für das auf den Konzernabschlussstichtag folgende Geschäftsjahr zur Verlustübernahme gemäß § 302 AktG verpflichtet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Angaben zu den Geschäftsführern Die Geschäftsführung wird von folgenden Personen ausgeübt:
Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 318. Darüber hinaus wurden vom Abschlussprüfer keine weiteren Bestätigungsleistungen oder sonstige Leistungen erbracht. Wesentliche ausgelagerte Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB Die EA Cable Assemblies Gruppe weist einen Forderungseinbehalt in Höhe von insgesamt TEUR 1.894 (Vorjahr: TEUR 1.320) am Bilanzstichtag an eine Factoring-Gesellschaft aus. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring-Gesellschaft über. Angabe zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Angabepflichtige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen im wesentlichen Umfang zu nicht marktüblichen Bedingungen bestanden nicht. Mitarbeiter Im Wirtschaftsjahr stellt sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt dar:
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds besteht zum 31.12.2023 ausschließlich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 60.472 (Vorjahr: TEUR 66.053). Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses der MuttergesellschaftDie Geschäftsführung der EA Cable Assemblies GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die Konzernmutter hat ihre Anteile an der italienischen Tochter BizLink Silitherm S.r.l in ihre Tochter BizLink Industry Germany GmbH zum Juli 2024 eingebracht. Eine Auswirkung auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist dadurch nicht zu erwarten. Im ersten Halbjahr 2025 wurde mittelbar über eine Tochtergesellschaft das Geschäftsfeld Rolling Stock der Alpha Elektrotechnik AG in der Schweiz erworben. Der Vollzug der Geschäftstransaktion ist für das zweite Quartal 2025 geplant. Konzernzugehörigkeit und Befreiungswirkung EA Cable Assemblies GmbH, Neuburg, veröffentlicht den Konzernabschluss zum 31.12.2023 im Unternehmensregister. Unsere Gesellschaft ist als Tochterunternehmen der BizLink Holding Inc. mit Sitz auf den Cayman Islands, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss nach IFRS wird an der Börse in Taiwan (TWSE, Taiwan Stock Exchange Corporation) unter der Registernummer 3665 veröffentlicht (https://emops.twse.com.tw/server-java/t58query_). Für die BizLink Special Cables Germany GmbH, die BizLink elocab GmbH und BizLink Robotic Solutions Germany GmbH hat die jeweilige Einbeziehung in diesen Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreiende Wirkung für die Pflichten nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, einen Jahresabschluss offenzulegen einen Anhang zu erstellen, prüfen zu lassen und offenzulegen und einen Lagebericht zu erstellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.
Neuburg a.d. Donau, den 22. April 2025 Die Geschäftsführung Christoph Wolf Inru Annie Kuo Chien-Hua Teng Entwicklung des Anlagevermögens 31.12.2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Eigenkapitals zum 31.12.2022
Entwicklung des Eigenkapitals zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EA Cable Assemblies GmbH, Neuburg an der Donau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EA Cable Assemblies GmbH, Neuburg an der Donau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EA Cable Assemblies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Juni 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Sebastian Huth, Wirtschaftsprüfer ppa. Patrick Pospisil, Wirtschaftsprüfer |
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