Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 87947
Eingetragen
29.6.1989
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung sowie Import, Export und Vertrieb von Produkten der chemischen und biochemischen Industrie sowie sämtliche damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maria Carolina Correa
seit 20.10.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Hatice Camdere
seit 28.12.2021
Prokura
Anselm Titz
seit 28.9.2018
Prokura
Prokura
Tanja Petzenhauser
seit 8.12.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Amgen Worldwide Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Amgen Worldwide Holdings B.V.
Netherlands
357.950 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Amgen GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Amgen GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Amgen GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amgen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "2.11 Angaben zu den Zielgrößen für den Frauenanteil im Rahmen der Unternehmungsführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 14. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gallowsky, Wirtschaftsprüfer

Ketzinger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.638,48 18.899,51
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.985.035,94 2.401.873,47
2.056.674,42 2.420.772,98
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.896.543,00 24.903.380,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 268.918.073,51 296.655.735,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.124.926,31 830.303,49
299.939.542,82 322.389.419,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.007.640,02 1.165.155,85
303.003.857,26 325.975.348,26

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 357.950,00 357.950,00
II. Kapitalrücklage 3.327.231,92 3.327.231,92
III. Bilanzgewinn 57.319.578,22 28.720.829,58
61.004.760,14 32.406.011,50
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 70.667.014,00 70.420.817,00
2. Steuerrückstellungen 24.592.484,38 20.853.733,21
3. Sonstige Rückstellungen 106.369.065,56 114.100.684,92
201.628.563,94 205.375.235,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.938,72 254.671,26
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.091.089,64 6.563.874,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.957.504,65 69.309.566,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.268.000,17 12.065.989,69
davon aus Steuern EUR 11.178.680,54 (Vj. EUR 11.965.024,44)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
40.370.533,18 88.194.101,63
303.003.857,26 325.975.348,26

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 892.494.726,36 901.105.140,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.247.667,19 2.214.881,43
davon aus Währungsumrechnung EUR 84.160,60 (Vj. EUR 7.382,82)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -739.136.147,10 -738.889.179,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.860.127,83 -13.247.628,56
-753.996.274,93 -752.136.807,69
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -60.236.287,46 -55.143.503,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.739.755,89 -17.402.385,03
davon für Altersversorgung EUR 757.072,15 (Vj. EUR 8.742.244,80)
-68.976.043,35 -72.545.888,62
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -654.894,28 -671.345,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.733.607,10 -44.739.508,40
davon aus Währungsumrechnung EUR 81.509,26 (Vj. EUR 2.792,78)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.225.760,95 991.871,42
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.499.116,52 -1.364.733,11
davon aus Aufzinsung EUR 1.249.716,00 (Vj. EUR 1.178.204,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.509.469,68 -16.834.229,02
10. Ergebnis nach Steuern 28.598.748,64 16.019.381,98
11. Jahresüberschuss 28.598.748,64 16.019.381,98
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 28.720.829,58 12.701.447,60
13. Gewinnausschüttung 0,00 0,00
14. Bilanzgewinn 57.319.578,22 28.720.829,58

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Amgen GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 87947 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen, drei bis zehn Jahre, lineare Methode, vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten bis zu EUR 800) werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Ermittlung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G". Die Rückstellungen werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2, Satz 2 HGB). Der Dienstzeitertrag der Periode ist im operativen Ergebnis (Personalaufwand) berücksichtigt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der Effekt der Zinssatzänderung werden dagegen unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionsrückstellung zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2023 erfolgt gemäß IDW RS HFA 30 n.F. mit dem Zinssatz vom 30. November 2023. Es werden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % (Stichtag 30. November 2023 und 1,78% zum 30. November 2022) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wird. Unter Anwendung der Ansatz- und Bewertungsmethoden des Vorjahres hätte sich ein durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 7 Jahre von 1,72% (Vj. 1,43%) ergeben.

Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% (Vj. 2,5%) nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit.

Anpassung der laufenden Renten von 1% bzw. 2% (Vj. 1% bzw. 2%) nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit.

Fluktuation von 4,6% (Vj. 3,52%) nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern diese vorliegen, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Der aktive Überhang an latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Bewertungsansätzen der Pensionsrückstellungen im Handels- und Steuerrecht. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33% zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht den Überhang aktiver latenter Steuern in der Bilanz auszuweisen wird kein Gebrauch gemacht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Kurzfristige Verbindlichkeiten und Forderungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs bewertet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 10.640 (Vj. TEUR 2.207) um solche aus Leistungsbeziehungen sowie in Höhe von TEUR 258.278 (Vj. TEUR 294.449) um solche aus Cash-Pooling.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Flüssige Mittel

Das Unternehmen verfügt über ein Cash-Pooling Konto im Rahmen des AMGEN Konzerns, welches unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen ist.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Der Posten umfasst Aufwendungen für klinische Studien in Höhe von TEUR 583 (Vj. TEUR 744), für Pensionsversicherungen in Höhe von TEUR 315 (Vj. TEUR 316), sowie für Miete für Büroräume in Höhe von TEUR 109 (Vj. TEUR 105).

Eigenkapital

In der Bilanz wird ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 57.320 (Vj. TEUR 28.721) ausgewiesen, der einen Gewinnvortrag von TEUR 28.721 (Vj. TEUR 12.701) enthält. Im laufenden Geschäftsjahr wurde keine Dividende (Vj. TEUR 0) an den Gesellschafter ausgeschüttet. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 358 358
Kapitalrücklage 3.327 3.327
Gewinnvortrag (abzgl. Dividende) 28.721 12.701
Jahresüberschuss 28.599 16.020
61.005 32.406

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen i. H.v. TEUR 70.667 (Vj. TEUR 70.421) wird gemäß des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB i. H. v. TEUR 1.421 (Vj. TEUR 5.365).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Rabattverträge mit Kunden und Krankenkassen TEUR 66.984 (Vj. TEUR 83.834), noch nicht abgerechnete Herstellerrabatte TEUR 21.058 (Vj. TEUR 15.613), ausstehende Rechnungen TEUR 5.528 (Vj. TEUR 6.161), Mitarbeiterboni TEUR 6.796 (Vj. TEUR 6.398), für noch nicht genommenen Urlaub TEUR 1.393 (Vj. TEUR 1.207), für sonstige Personalaufwendungen TEUR 4.497 (Vj. TEUR 775) und für sonstige Aufwendungen TEUR 113 (Vj. TEUR 113) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungsbeziehungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten beinhalten - wie im Vorjahr - keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sicherheiten wurden keine gegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 8.075 (Vj. TEUR 10.689) aus Miet-, Leasing-, und Forschungsverträgen wie folgt:

TEUR
2024 3.596
2025 2.440
2026 1.719
2027 105
2028 214
Folgejahre 1
8.075

Die Gesellschaft mietet Büroräumlichkeiten und Kfz sowie Teile der Büro- und Geschäftsausstattung aus Gründen des effizienteren Einsatzes des gebundenen Kapitals statt diese zu erwerben. Risiken werden hierin nicht gesehen.

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Warenverkäufe 863.731 875.741
Amgen Inc. Service Fee 28.764 25.364
892.495 901.105

Die Umsätze betreffen sowohl inländische Warenverkäufe an Kunden als Limited Risk Distributor der Amgen (Europe) GmbH, Rotkreuz, Schweiz, als auch Weiterbelastungen von Kosten im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages (Service Agreement) an die Amgen Inc., Thousand Oaks, Kalifornien, USA.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen, Erträge aus der Rückerstattung von Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 5.706 (Vj. TEUR 109) sowie weitere periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 438 (Vj. TEUR 209) .

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind Aufwendungen für bezogene Waren von der Amgen (Europe) GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 739.136 (Vj. TEUR 738.889) sowie Aufwendungen für die Durchführung klinischer Studien eingekauften Leistungen in Höhe von TEUR 14.860 (Vj. TEUR 13.248) enthalten. Die eingekauften Leistungen beinhalten im Wesentlichen klinische Kosten TEUR 8.788 (Vj. TEUR 7.848), Fremdleistungen TEUR 5.727 (Vj. TEUR 4.834) und sonstige Leistungen TEUR 345 (Vj. TEUR 566).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung TEUR 23.442 (Vj. TEUR 27.693), Reisekosten TEUR 2.226 (Vj. TEUR 2.274), Kfz- Aufwendungen TEUR 3.105 (Vj. TEUR 3.079), und Fremdleistungen TEUR 4.252 (Vj. TEUR 4.662) enthalten.

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Zinserträge in Höhe von TEUR 10.226 (Vj. TEUR 992) enthalten, wovon TEUR 10.226 (Vj. TEUR 989) aus dem Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen resultieren sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.499 (Vj. TEUR 1.365) wovon TEUR 1.250 (Vj. TEUR 1.178) aus der Aufzinsung von Pensionsverbindlichkeiten hervorgehen.

V. Sonstige Angaben

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaftsanteile der Amgen GmbH, München, in Höhe von insgesamt TEUR 358 werden von der Amgen Worldwide Holding B.V., Breda, Niederlande gehalten. Die Gesellschaft ist ein unmittelbares Tochterunternehmen der Amgen Inc. Thousand Oaks, Kalifornien, USA. Der Jahresabschluss der Amgen GmbH wird in den Konzernabschluss der Amgen Inc. einbezogen. Die Amgen Inc. stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Unternehmen auf. Dieser wird im Internet auf der Website der US SEC veröffentlicht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden nicht.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Manfred Heinzer, München, Geschäftsführer, Vice President & General Manager

 

Andreas Bierl, München, Geschäftsführer, Senior Director Finance (bis 2.5.2024)

 

Fezan Syed Muhammed Imam, München, Geschäftsführer, Senior Director Finance (ab 2.5.2024)

 

Adam Stewart Elinoff, Luzern/Schweiz, Geschäftsführer, Vice President Finance & Treasurer (bis 2.5.2024)

 

Dr. Stefan Franz-Josef Kropff, München, Geschäftsführer, Executive Medical Director (ab 2.5.2024)

Die Geschäftsführer sind gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen vertretungsberechtigt.

Bezüge von der Amgen GmbH, München, erhielten im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführer Herr Manfred Heinzer und Herr Andreas Bierl sowie Herr Dr. Wilhelm Hellein und Herr Roman Stampfli als ehemaliger Geschäftsführer.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer belaufen sich auf TEUR 1.009 (Vj. TEUR 974), wovon TEUR 74 auf ehemalige Geschäftsführer entfallen und TEUR 934 auf die Geschäftsführer des Geschäftsjahres 2023.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Verwaltung 35 38
Medizin & Vertrieb 442 474
478 512

Honorare des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 92 (Vj. TEUR 89).

Nachtragsbericht

Aufgrund der Akquisition der Horizon Therapeutics PLC, Dublin, Irland durch die Amgen Inc. hat die Gesellschaft im Jahr 2024 die Geschäftsanteile der Horizon Therapeutics GmbH, Mannheim, von der Horizon Therapeutics Ireland DAC, Dublin, Irland erworben. Die darauffolgende Verschmelzung der Horizon Therapeutics GmbH auf die Amgen GmbH wurde mit der Eintragung in das Handelsregister München zum 31. Mai 2024 wirksam.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 28.599 (Vj. TEUR 16.019) ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 57.320 (Vj. TEUR 28.721) auf neue Rechnung vorzutragen.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich.

 

München, den 31.7.2024

Die Geschäftsführung

Manfred Heinzer

Dr. Stefan Kropff

Fezan Imam

Entwicklung des Anlagevermögens für 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 402.694,25 71.778,00 47.780,00 0,00 426.692,25
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.063.297,64 219.017,72 439.745,46 0,00 5.842.569,90
6.465.991,89 290.795,72 487.525,46 0,00 6.269.262,15
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.794,74 19.039,03 47.780,00 355.053,77
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.661.424,17 635.855,25 439.745,46 3.857.533,96
4.045.218,91 654.894,28 487.525,46 4.212.587,73
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.638,48 18.899,51
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.985.035,94 2.401.873,47
2.056.674,42 2.420.772,98

LAGEBERICHT 2023

1. EINFÜHRUNG

AMGEN Inc. als multinationales biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Thousand Oaks, Kalifornien, USA (AMGEN oder AMGEN Gruppe) erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt innovative Arzneimittel zur Bekämpfung einiger der schwersten Krankheiten der Welt in den Indikationsgebieten Onkologie, Hämatologie, Nephrologie, Osteoporose, Kardiologie sowie Inflammation. Amgen fokussiert sich hier auf Bereiche mit hohem ungedecktem medizinischen Bedarf und nutzt sein Fachwissen, um nach Lösungen zu streben, die das Leben der Menschen verbessern und gleichzeitig die soziale und wirtschaftliche Belastung durch Krankheiten verringern.

Seit der Gründung im Jahr 1980 ist die AMGEN Inc. ein Pionier im Bereich der Biotechnologie. Sie hat innovative, biomedizinische Wirkstoffe vom Labor bis hin zur Zulassung entwickelt und schlussendlich Patienten zugänglich gemacht hat.

Die Medikamente, die AMGEN als Gruppe erforscht, entwickelt und auf den Markt gebracht hat, haben den medizinischen Fortschritt mitgetragen und Menschen in ihrem Kampf gegen Krebs, Nierenkrankheiten, rheumatoide Arthritis, Knochenerkrankungen und anderen schwere und auch seltene Erkrankungen unterstützt.

In Deutschland ist die AMGEN Gruppe seit 1989 mit der Amgen GmbH (Amgen oder die Gesellschaft) vertreten. Die Gesellschaft vertreibt die Produkte der Amgen (Europe) GmbH, Rotkreuz, Schweiz in Deutschland als Limited Risk Distributor und führt im Forschungs- und Entwicklungsbereich Dienstleistungen für die Konzern- Muttergesellschaft AMGEN Inc. aus. Als Limited Risk Distributor werden konkrete Verrechnungspreise definiert, um eine angemessene dem Risikoprofil entsprechende Marge zu erreichen.

2. GESCHÄFTSVERLAUF

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchensituation

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,2 % geringer als im Jahr 2022. Nach der Post-Corona Erholung in 2022 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2023 jedoch zurück und stagnierte auf Vorjahresniveau. (Quelle: "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 2023" - Statistisches Bundesamt).

Im Kalenderjahr 2023 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 5,7 %. Der Absatz ging um -2,0 % zurück. Insgesamt wurden 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von fast 60 Mrd. Euro an Patienten abgegeben. In der Gesamtbetrachtung war die Absatzentwicklung in den beiden Segmenten des Marktes ab Ende Q1 eher rückläufig, besonders in den Apotheken. Die Umsatzentwicklung erwies sich im Kliniksegment im vergangenen Jahr als fast doppelt so hoch wie im Apothekenbereich. (Quelle: IQVIA Marktbericht Classic Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Kalenderjahr 2023)

2.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren - Umsatz, Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, Ergebnis vor Steuern - und der bedeutsamste nicht-finanzielle Leistungsindikator - Personalentwicklung - werden im Geschäftsverlauf sowie im Prognosebericht erläutert.

2.3 Umsatzentwicklung Amgen GmbH

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von 892,5 Mio. Euro erzielt, was einem leichten Rückgang von rund 8,6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr von 901,1 Mio. Euro entspricht. Trotz dieses Rückgangs erfüllte der Umsatz die Prognosen von Ende 2022, die zwischen 850 und 890 Mio. Euro lagen, und bestätigte somit die geschätzten Erwartungen.

Seit Mitte 2017 agiert die Amgen GmbH als Limited Risk Distributor und erwirbt die Produkte von der Amgen (Europe) GmbH zum Weiterverkauf an die Kunden in Deutschland. Im Zuge dessen wurden Umsatzerlöse von insgesamt 863,7 Mio. Euro generiert, was einem Rückgang von 1,4% gegenüber dem Vorjahresumsatz (875,7 Mio. Euro) entspricht.

Obwohl die generelle Geschäftsentwicklung positiv war, konnte der Effekt der Einführung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetz aus dem Jahr 2022 zum 1. Januar 2023 und damit einhergehenden Erhöhung des Herstellerabschlags für erstattungsfähige Arzneimittel bis zum 31. Dezember 2023 von 7 auf 12 Prozent, nicht vollständig kompensiert werden. Das Geschäft mit biosimilaren Produkten, wie z.B. Mvasi®, unterlag einem starken Wettbewerbs- bzw. Preisdruck, was sich in sinkenden Preisen und dadurch geringerem Umsatz äusserte. Der Lebenszyklus konforme Umsatzrückgang der etablierten Produkte (z.B. Mimpara®, Neulasta®, Aranesp®), welcher hauptsächlich durch den Absatzrückgang aufgrund abgelaufener Patente verursacht wurde, konnte auch in 2023 durch innovative Produkte wie Repatha mit einem Wachstum von rund 5% abgefedert werden. Andere Produkte wie zum Beispiel Amgevita® oder XGEVA®, konnten ihre Umsatzgröße trotz des abzuführenden, höheren Herstellerabschlags halten.

Neben den Umsätzen aus der Tätigkeit als Limited Risk Distributor werden der Muttergesellschaft AMGEN im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages (Service Agreement) alle Kosten in Rechnung gestellt, die in der Amgen GmbH nicht in direktem Zusammenhang mit der Vermarktung von zugelassenen Produkten stehen. Es handelt sich hierbei in erster Linie um Kosten für neue Produkte vor Zulassung, um Kosten im Zusammenhang mit einer Zulassungserweiterung für neue Indikationen oder der Erforschung der Wechselwirkung bei kombinierter medikamentöser Behandlung. Die Umsätze aus dieser Weiterbelastung sind gegenüber 2022 um 3,4 Mio. Euro gestiegen, primär getrieben durch den Anstieg der Ressourcen für die Durchführung von klinischen Studien. Das Service Agreement Einkommen beträgt für 2023 28,8 Mio. Euro (2022: 25,4 Mio. Euro).

2.4 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außergewöhnlichen Investitionen getätigt. Der Gesamtbetrag der Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug 0,3 Mio. EUR gegenüber 0,4 Mio. Euro im Jahr 2022 und ergab sich im Wesentlichen aus Investitionen in die technische Ausstattung und Gestaltung der gemieteten Betriebsräumlichkeiten.

2.5 Personal- und Sozialbereich

Unsere Mitarbeitenden sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg und die Stärke unseres Unternehmens. Sie stehen im Mittelpunkt unserer Personalstrategie, welche sich insbesondere auf die Talentgewinnung und Talententwicklung fokussiert. Ein wesentliches Ziel unserer Personalpolitik ist es, hochqualifizierte Talente für die Gesellschaft zu begeistern und zu gewinnen, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Um die fachliche und persönliche Kompetenz unserer Mitarbeitenden zu fördern und ihr Potenzial voll auszuschöpfen, bieten wir unterschiedliche Entwicklungsprogramme und Karrierewege an. Wir setzen auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeitenden und Führungskräfte, um die berufliche Entwicklung kontinuierlich voranzutreiben.

Zusätzlich zur wettbewerbsfähigen Entlohnung und umfassenden Sozialleistungen, werden alle Mitarbeitende durch ein variables Prämien- und Bonussystem (bestehend aus variablen Bonuszahlungen, Restricted Stock Units und Performance Units), das eng mit den Unternehmenswerten, dem Erfolg der Gesellschaft und der individuellen Zielvereinbarung korreliert, am Unternehmenserfolg beteiligt. Ziel ist es nicht nur ein monetärer Anreiz zur Umsetzung unserer Unternehmensziele zu schaffen, sondern auch eine stärkere Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Zur sozialen Verantwortung gehören u. A. auch eine Gruppenunfallversicherung und eine betriebliche Altersversorgung.

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die Amgen GmbH 471 Mitarbeitende. Die Abnahme gegenüber dem Vorjahr (506 am 31. Dezember 2022) ist im Wesentlichen auf die Restrukturierungsmaßnahmen der AMGEN Gruppe in Europa zurückzuführen, die unter anderem auch den Aufbau eines Amgen Capability Centers in Portugal beinhaltet, das geschaffen wurde um Fähigkeiten zu zentralisieren, Effizienzen freizusetzen und die Effektivität in Bereichen zu verbessern, die für externe Dienstleister nicht geeignet sind. Im Jahresdurchschnitt zählte die Gesellschaft 478 Beschäftigte (2022: 512 Beschäftigte). Die Vorjahresprognose von leicht sinkenden Mitarbeiterzahlen wurde demnach erfüllt.

2.6 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Amgen GmbH verringerte sich im Jahr 2023 um 7%, rund 23,0 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahr. Die Reduktion resultiert vorwiegend durch den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt 27,7 Mio. Euro, welche sich durch die Verringerung der Zuführungen in den Cashpool, der auf einem Intercompany Konto ausgewiesen wird, in Höhe von 36,1 Mio. Euro sowie der Erhöhung der sonstigen Intercompany Forderungen von 8,4 Mio. Euro ergeben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden aus der Tätigkeit als Limited Risk Distributor erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. Euro auf 29,9 Mio. Euro (2022: 24,9 Mio. Euro). Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für klinische Studien in Höhe von 0,6 Mio. Euro enthalten (2022: 0,7 Mio. Euro).

Das Eigenkapital stieg um 28,6 Mio. Euro auf 61,0 Mio. Euro (2022: 32,4 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert aus dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss. Es wurde keine Dividende im Jahr 2023 ausgeschüttet. Die Amgen GmbH nimmt zurzeit keine längerfristige Fremdfinanzierung in Anspruch, die Eigenkapitalquote beträgt 20,1% (2022: 9,9%) und der operative Cashflow ist wie im Vorjahr positiv.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Rückstellungen um 3,8 Mio. Euro auf 201,6 Mio. Euro (2022: 205,4 Mio. Euro). Der Rückgang ist vorwiegend auf die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen für Rabattverträge mit Kunden und Krankenkassen (- 16,8 Mio. Euro), kompensiert mit erhöhten Rückstellungen für Herstellerabschläge ( + 5,4 Mio. Euro) und sonstigen Personalaufwendungen (+ 3,7 Mio. Euro) sowie auf erhöhte Steuerrückstellungen (+ 3,7 Mio. Euro) zurückzuführen.

2.7 Ertragslage

Im Ausblick des Lageberichts 2022 prognostizierte die Amgen GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ein ähnliches Umsatzniveau in einer Bandbreite zwischen 850 und 890 Mio. Euro, getrieben durch die Produktneueinführung von BKEMV® zur Jahresmitte 2023 zur Behandlung von Paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurien, erhöhtem Preisdruck für die sich bereits im Markt befindenden Produkte bzw. Absatzrückgang bei älteren patentfreien Medikamente und den noch unbekannten Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Aufgrund der geschätzten Umsätze sowie dem entsprechenden Materialeinsatz und der Kostenstruktur wurde mit einem ähnlichen Unternehmensgewinn vor Ertragssteuern gerechnet.

Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft die Umsatzprognose des Vorjahres, die bereits einige dieser Einflüsse berücksichtigt hatte, erreichen und den Unternehmensgewinn vor Ertragssteuern sogar übertreffen.

Die Umsätze verzeichneten im Geschäftsjahr 2023 einen leichten Rückgang um -1,0% auf 892,5 Mio. Euro (2022: 901,1 Mio. Euro) wie erwartet größtenteils durch den Absatzrückgang von etablierten Produkten wie Mimpara®, Neulasta® oder Aranesp® aufgrund abgelaufener Patente sowie dem starken Wettbewerbs-bzw. Preisdruck bei biosimilaren Produkten wie Mvasi®. Darüber hinaus führte die im GKV- Finanzstabilisierungsgesetz beschlossene Erhöhung des Herstellerabschlages von 7 auf 12 Prozent zu zusätzlichen Umsatzeinbußen, die jedoch durch die weiterhin stark wachsenden Produkte wie Repatha®, Amgevita® oder XGEVAR zum Teil kompensiert werden konnten.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 2,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,2 Mio. Euro ist insbesondere auf eine konzerninterne Rückerstattung der Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres zurückzuführen.

Der Materialaufwand stieg im Jahr 2023 leicht auf 754,0 Mio. Euro an, ein geringfügiger Anstieg von 0,2% im Vergleich zu 752,1 Mio. Euro des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Kosten für bezogene Leistungen für klinische Studien in Höhe von 14,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (13,2 Mio. EUR) zurückzuführen und spiegeln den forcierten Einschluss neuer Patienten in klinische Studien und den damit verbundenen Ressourcenbedarf wider. Der Aufwand für den Wareneinkauf als Limited Risk Distributor blieb mit 739,1 Mio. Euro nahezu unverändert im Vergleich zu 738,9 Mio. Euro des Vorjahres.

Die Personalkosten sanken im Geschäftsjahr 2023 um 3,5 Mio. Euro (-4,9%) auf 69,0 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (2022: 72,5 Mio. Euro). Dies ist wesentlich bedingt durch die Reduzierung der Mitarbeitenden und den damit einhergehenden niedrigeren Personalausgaben sowie durch geringere Aufwendungen für die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich deutlich um -11,2% auf 39,7 Mio. Euro verringert, verglichen mit 44,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dies zeigt den starken Fokus und die kontinuierlichen Anstrengungen, Einsparungen durch Produktivitätssteigerungen, Synergienutzung oder andere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zu realisieren.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern ist im Jahr 2023 mit 46,1 Mio. Euro (+ 13,3 Mio. Euro; + 40,3%) gegenüber 2022 in Höhe von 32,8 Mio. Euro deutlich gestiegen und liegt wesentlich höher als prognostiziert. Der beträchtliche Anstieg ist überwiegend beeinflusst durch die höheren Zinserträge aus dem Cash Pooling Guthaben in Höhe 9,2 Mio. Euro sowie den geringeren Aufwendungen für Personalkosten in Höhe von 3,5 Mio. Euro und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 5,0 Mio. Euro, reduziert um ein verringertes Rohergebnis von 4,4 Mio. Euro.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 4,0% auf 17,5 Mio. Euro (2022: 16,8 Mio. Euro).

2.8. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Amgen GmbH ist sehr zufriedenstellend. Es sind keine finanziellen Risiken zu erkennen.

2.9 Finanzmanagement

Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Dabei ist die Amgen GmbH über die Treasury Aktivitäten der AMGEN Global Finance B.V. in Breda, Niederlande, die alle Bestände an Zahlungsmitteln sowie die Finanzmittelbeschaffung basierend auf der regelmäßig abgefragten Cashflow-Planung zentral koordiniert, eingebunden im Cash-Pooling der AMGEN Gruppe.

Die Amgen GmbH verfügte am 31. Dezember 2023 über ein Cash-Pooling Guthaben von 258,3 Mio. Euro, das als Forderung gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen ist. Die Reduzierung des Cash Pooling Guthabens um 36,1 Mio. Euro von 294,4 Mio. Euro (Stand 01. Januar 2023) auf 258,3 Mio. Euro resultierte aus den veränderten Zahlungszielen der Wareneinkäufe als Limited Risk Distributor bei der Amgen (Europe) GmbH sowie aus den Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund der soliden Finanzlage, des positiven Cashflows und der Finanzstruktur der Konzern-Muttergesellschaft AMGEN Inc. wird das Ausfallrisiko der Cash- Pooling Forderung als sehr gering angesehen.

2.10 Forschung- und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind essenziell für den künftigen Erfolg der AMGEN Gruppe und mittelbar somit auch für unser Unternehmen. Unser Streben gilt dem Ziel, Patienten zu dienen und deren Lebensqualität deutlich zu verbessern. Die AMGEN Inc. gilt weltweit als eines der innovativsten Biotechnologieunternehmen und investiert in Forschung- und Entwicklung, was weltweite klinische Studien und ein Entwicklungsportfolio mit potenziell neuen Therapieoptionen in klinischen Studien und klinischer Forschung beinhaltet. Dies bekräftigt die Zielsetzung, substanzielle Forschungsfortschritte zu erzielen, um Vorteile für Patienten zu erzielen und innovative Therapieoptionen zu entwickeln, wovon die Amgen GmbH mittelbar profitiert.

In Deutschland waren zum Ende des Jahres 2023 ca. 1.100 Teilnehmer deutschlandweit in unsere Studien eingeschlossen. Mit den Studien können Daten für Zulassungseinreichungen bzw. Therapieoptimierungen gewonnen werden.

2.11 Angaben zu den Zielgrößen für den Frauenanteil im Rahmen der Unternehmungsführung

Die Geschäftsleitung (Geschäftsführung und leitende Angestellte) hat als Zielgröße für den Frauenanteil in der eigenen Riege ein Frauenanteil von 1/3 für 2026 ausgegeben. In den beiden darunter liegenden Führungsebenen wurde jeweils mindestens 30% festgelegt. Zum Bilanzstichtag lag der Frauenanteil in der Geschäftsleitung bei 45%, in der Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung bei 33% und in der Führungsebene darunter bereits bei 56%. Somit war die Zielgröße für alle Führungsebenen bereits im Jahr 2023 erreicht.

3. RISIKOBERICHT- und CHANCENBERICHT

3.1 Branchenrisiko

Pharmaunternehmen bewegen sich in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem kurzfristige konjunkturelle Impulse nur geringen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen haben. Durch stabile, langfristige demographische und sozioökonomische Trends sind die grundlegenden Parameter der Gesundheitsbranche weiterhin solide.

Risiken entstehen im Wesentlichen durch gesundheitspolitische Maßnahmen als Reaktion zur Reduzierung der nationalen Gesundheitskosten im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt. Der Anstieg der Gesundheitskosten kann durch die demographische Entwicklung, den Einsatz von neuen innovativen Therapien oder einen sprunghaften Anstieg zum Beispiel durch Pandemien wie COVID-19 erfolgen. Weitere haushaltspolitische Maßnahmen, um auf geopolitische Ereignisse zu reagieren - wie z.B. der Ukraine Krieg, können zusätzliche Maßnahmen auslösen, die das Preisniveau negativ beeinflussen können. Im Verlauf der Jahre haben solche Maßnahmen an Bedeutung gewonnen und erschweren dadurch die Planungssicherheit pharmazeutischer Unternehmen in Deutschland. Dieses Risiko hat sich insbesondere durch die Dauer und Intensität der COVID-19 Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren stark erhöht. Zusätzlich erhöhte der Druck durch die Ukraine Krise auf den deutschen Staatshaushalt das Risiko gesundheitspolitischer Kostensenkungsmaßnahmen. Mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes am 20. Oktober 2022 im Deutschen Bundestag hat die Regierungskoalition strukturelle Änderungen der Preisbildung von neuen Arzneimitteln verabschiedet, die Einfluss auf zukünftige Produkteinführungen und der Preisbildung im deutschen Gesundheitsmarkt haben werden. Zusätzlich wurde der bereits bestehende Herstellerabschlag ab 01. Januar 2023 um 5 Prozentpunkte auf 12% erhöht. Weitere Maßnahmen, die dieses Gesetz beinhaltet haben über 2023 Bestand.

3.2 Risiken und Chancen des operativen Geschäftes

Im Zusammenhang mit der gesundheitspolitischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bleibt das Risiko von weiteren staatlichen Eingriffen in Folgejahren bestehen, auch wenn die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Zukunft als relativ stabil erachtet werden. Wie andere Unternehmen unserer Branche ist auch die Amgen GmbH pharmaindustriespezifischen Steuer- und Prozessrisiken ausgesetzt.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) müssen für alle neuen Arzneimittel vom Hersteller Nachweise für einen Zusatznutzen vorgelegt werden. Sofort nach Markteinführung wird eine Nutzenbewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) und nachfolgend dem Gemeinsamen Bundesausschuss durchgeführt. Wird kein Zusatznutzen zu vergleichbaren Medikamenten festgestellt, wird die Erstattungshöhe auf einen Festbetrag begrenzt oder es wird ein Erstattungsbetrag vertraglich vereinbart, bei dem die Therapiekosten nicht höher sind als bei Arzneimitteln mit vergleichbarem Nutzen. Im Falle der Anerkennung eines Zusatznutzens erfolgt die Preisfindung dann in Verhandlung mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen ("Die Spreu vom Weizen trennen - das Arzneimittelneuordnungsgesetz", Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums, Dezember 2010). Auch das Produktportfolio unserer Gesellschaft unterliegt diesen Preismechanismen. Dies betrifft zum einen neue Produkte, zum anderen aber auch alte Produkte, die je nach Vertragsgestaltung zu einem bestimmten Zeitpunkt neu verhandelt werden können.

Das Erreichen der Marktreife von neuen Produkten und der Erhalt einer entsprechenden Zulassung unterliegen sehr vielen Eventualitäten, die nur sehr schwer vorhersehbar sind und somit eine stete Unsicherheit darstellen. Dabei ist aufgrund der strengen Zulassungsvoraussetzungen das Risiko einer Verspätung oder gar Versagung der Zulassung gegeben. Ebenso ist das Risiko hinsichtlich des Scheiterns von Zulassungsanträgen für neue Indikationsbereiche zu nennen.

Unerwartete Resultate aus Studiendaten oder auch Nebenwirkungen eines Medikaments können die Zulassung eines Produktes einschränken oder diese im Extremfall aufheben. Es besteht auch das Risiko, dass negative Studiendaten für Indikationserweiterungen negativ auf vorhandene Indikationen ausstrahlen.

Die Amgen GmbH, als Teil eines internationalen Konzerns, ist nur im geringen Maße von Marktpreisrisiken, also Zins- und Wechselkursschwankungen, beeinträchtigt. Sowohl in der Beschaffung als auch absatzseitig spielen Zinsen und Wechselkurse eine untergeordnete Rolle. Kreditausfallrisiken sind branchentypisch ebenfalls eher gering. Zusätzlich erfolgt der Absatz hauptsächlich über größere Großhandelsunternehmen und Krankenhäuser. Generell werden liquide Mittel auf europäischer Ebene über einen "Intercompany Cash Pool" vorgehalten. Das Risiko von Forderungsausfällen wird zusätzlich von der Amgen (Europe) GmbH in der Schweiz getragen.

Aufgrund der langjährigen hohen Investitionstätigkeit der AMGEN Gruppe in Forschung und Entwicklung stehen den angeführten Risiken auch umfassende Chancen und Möglichkeiten gegenüber. AMGEN verfügt neben dem bereits bestehenden Produktportfolio in den Therapiebereichen Onkologie, Hämatologie, Nephrologie, Osteoporose und Kardiologie auch über eine Produkt-Pipeline in den bestehenden und neuen Therapiefeldern. Durch die Akquisition der Horizon Therapeutics PLC durch die AMGEN im Oktober 2023 kamen weitere Gebiete innerhalb des Bereichs der seltenen Erkrankungen dazu.

Die Wachstumsstrategie der AMGEN Gruppe basiert auf der eigenen Erforschung von neuen Wirkstoffen zur Bekämpfung schwerer Erkrankungen sowie der Entwicklung und Kommerzialisierung hochwertiger Biosimilars. Durch die Akquisition anderer Unternehmen durch AMGEN Inc. soll die Basis der Medikamente zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten verbreitert werden.

Der Einsatz von Verfahren des maschinellen Lernens, der künstlichen Intelligenz sowie die verstärkte Nutzung digitaler Kanäle, stellt ähnlich zu anderen Branchen eine Chance dar. Die damit verbundenen Herausforderungen ergeben sich durch die begrenzte Verfügbarkeit qualitätskontrollierter Daten und die große Nachfrage nach Mitarbeitern mit geeigneter Kompetenz, die sinnvolle Modelle und Verfahren entwickeln können. Grundsätzlich arbeitet die Amgen GmbH am Aufbau und der Nutzung dieser Technologien durch entsprechende qualifizierte Mitarbeiter.

Mit einer im Fremdvergleich dem Risikoprofil adäquaten Zielmarge unterliegt die Gesellschaft dem generellen Risiko einer abweichenden Sollmargenermittlung durch die Finanzverwaltung und einem entsprechenden Betriebsprüfungsrisikos.

3.3 Risikomanagement

Jedes unternehmerische Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Das Risikomanagement ist Bestandteil der Geschäfts-, Planungs- und Kontrollprozesse und ist eingebunden in das Informations- und Kommunikationssystem der AMGEN Gruppe.

Aufgrund der amerikanischen Börsennotierung der AMGEN Inc. ist die Gesellschaft von den gesetzlichen Anforderungen des Sarbanes-Oxley Acts (SOX) unmittelbar betroffen. Zur Erfüllung dieser Anforderungen werden seit Ende 2005 interne Kontrollen hinsichtlich der Finanzberichterstattung nach US-GAAP durchgeführt und dokumentiert. Risiken aus Markt und Wettbewerb werden kontinuierlich betrachtet, um ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten und daraus die notwendigen Maßnahmen zeitnah einzuleiten, welche auf Einzelabschlussebene keiner Prüfung unterliegen.

Neben regelmäßigen Unterweisungen zum FSA-Kodex (Freiwillige Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie) absolvieren alle Mitarbeiter jährlich ein computergestütztes Lernprogramm zum Thema Compliance und zum AMGEN Verhaltenskodex. Zur Sicherstellung der Einhaltung der Richtlinien, sowie zur kontinuierlichen Verbesserung, werden Selbstaudits und interne Audits durchgeführt.

Haftungs- und Schadensrisiken, die in Ausübung der unternehmerischen Tätigkeit auftreten können, werden durch den Abschluss von Versicherungen begrenzt.

4. PROGNOSEBERICHT

4.1 Marktentwicklung

Grundsätzlich kann man weiterhin von einem Wachstum des Gesundheitsmarktes in Deutschland ausgehen. Wesentliche Treiber sind hier innovative, neue Therapieansätze, eine sich stetig weiter verfeinernden Diagnostik sowie die demographische Entwicklung.

Insbesondere biotechnologisch hergestellte Präparate, die einen Hauptteil des AMGEN Portfolios ausmachen, sind nach wie vor der treibende Faktor für das Wachstum der globalen und des Deutschen Pharmamarktes, da sie vor allem im Bereich der Autoimmunerkrankungen & bei der Krebstherapie besonders wirksam sind und zunehmend eingesetzt werden. Daneben spielen sie auch bei Diabetes und Impfstoffen eine wichtige Rolle. Aufgrund der aufwändigen Entwicklung und Produktion sind sie auch erheblich teurer in der Anwendung als die traditionellen "kleinen" Moleküle. Dies wird auch in den nächsten Jahren weiter der Fall sein. Auf der anderen Seite entstehen aber auch Chancen für Kosteneinsparungen, da führende Biologika bereits patentfrei geworden sind, bzw. in den nächsten Jahren ihr Patent verlieren werden. Der Einfluss des bereits erwähnten GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes kann dieses Wachstum preisseitig dämpfen.

4.2 Umsatzerlöse

Die Schätzungen für die Umsatzentwicklung des kommenden Jahres sehen ein Niveau von ca. 950 bis 1.000 Mio. Euro vor, welches höher liegt als im Jahr 2023. In der Jahresmitte des Jahres 2024 ist die Produktneueinführung eines biosimilaren Ustekinumab geplant. Dies ist ein sogenannter Antikörper, der bestimmte vom Immunsystem gebildete Eiweiße (Interleukine) in ihrer Funktion hemmt. Einige Interleukine sind bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen an der Entstehung der Gelenkentzündung und von Hautveränderungen beteiligt. Zudem wird durch die Akquisition der Horizon Therapeutics PLC weiteres Umsatzwachstum für das lokale Geschäft erwartet. Die sich bereits im Markt befindenden Produkte werden aber voraussichtlich nach wie vor den Großteil des geplanten Umsatzes erwirtschaften. Es ist mit einem anhaltend starken Wettbewerb für die biosimilaren Produkte zu rechnen. Zusätzlich wird ein weiterer Absatzrückgang der älteren patentfreien Medikamente erwartet. Die sich stetig wandelnde gesundheitspolitische Lage in Deutschland sorgt zudem für Planungsunsicherheiten. Weitere kostendämpfende Maßnahmen, die umgesetzt werden könnten, hätten einen direkten Einfluß auf die Erwartungen. Eine sich bereits in Diskussion befindende Maßnahme ist die Biologika Substitution für Fertigarzneimittel oder weitere Festbetragsgruppen, die patentgeschützte Medikamente wie Prolia beinhalten könnten. Der Preisdruck auf Teile unseres Portfolios würde somit drastisch erhöht werden, sofern diese umgesetzt werden würden.

4.3 Personal

Wir gehen von leicht steigenden Mitarbeiterzahlen aus, was zum größten Teil durch die Akquisition der Horizon Therapeutics PLC und das lokale Geschäft getrieben ist.

4.4 Ertragslage und Cash-Flow

Die im Vorjahresbericht prognostizierte positive Ertragsentwicklung von etwa 33 Mio. Euro wurde im Jahr 2023 mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern von 46,1 Mio. Euro übertroffen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, basierend auf der geschätzten Umsatz- und Kostenentwicklung, ein ähnliches bis leicht steigendes Ergebnis vor Ertragssteuern im Vergleich zum Jahr 2023. Trotz der im Vorjahresbericht positiv prognostizierten Entwicklung des operativen Cash-Flows, führten veränderte Zahlungsziele bei Wareneinkäufen als Limited Risk Distributor zu einem Rückgang des Cash-Pool Guthabens um 36,1 Mio. Euro. Für das Jahr 2024 rechnen wir jedoch, angesichts der geschätzten Umsatzentwicklung und Kostenstruktur, mit einer positiven Beeinflussung des operativen Cash-Flows aus der betrieblichen Tätigkeit.

4.5 Gesamtaussage

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Gesellschaft auch für die nächsten beiden Jahre, trotz einem schwieriger werdendem Marktumfeld, weiterhin eine stabile Geschäftsentwicklung erwartet.

 

München, den 31.07.2024

Die Geschäftsführung

Manfred Heinzer

Dr. Stefan Kropff

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