Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 708906
Eingetragen
11.3.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Die Optimierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen durch Informationstechnologie (IT). Dies kann durch Beratung und Bereitstellung von Software erfolgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Akin Aritmac
seit 20.3.2026
Vorstandsmitglied
Tommi Dirk Dr. Kramer
seit 20.3.2026
Vorstandsmitglied
Holger Müller
seit 8.2.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorsitzender des Vorstands
Michael Kern
seit 22.3.2010
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

sovanta AG

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

sovanta AG

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Lagebericht die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

1. Allgemeine Grundlagen

1.1 Unternehmensprofil

Experience SAP like never before

Die sovanta AG optimiert SAP-Anwendungen und nutzt damit den etablierten Standard optimal aus: Einfache Nutzung durch reduziertes und nutzerzentriertes Design. Künstliche Intelligenz für einfache und schnelle Prozesse sowie effiziente Lösungen, die Kunden und Mitarbeiter optimal unterstützen und den Arbeitsalltag vereinfachen.

Nur eine benutzerfreundliche Lösung ist auch erfolgreich - deshalb haben die UX-Experten von sovanta AG immer den Endanwender und seine Interaktion mit der Software im Blick. Das Ergebnis sind Lösungen, die schnell umgesetzt werden und zu spürbaren Verbesserungen der User Experience führen sowie nutzerorientierte Innovationen, die auf der bereits bestehenden IT-Landschaft realisiert werden.

Als langjähriger SAP Gold Partner und als aktiver Teil des SAP AppHaus Networks sowie dem Qualtrics Partner Network strebt die sovanta AG drei UX-Missionen an.

UX-Mission 1: HR (Human Resources) vereinfachen

Mit intuitiven Lösungen von sovanta wird die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität im gesamten Prozess von "Hire to Retire" gesteigert. So profitieren Arbeitgeber von einer top Employee Experience, denn durch eine moderne IT, basierend auf SAP SuccessFactors, SAP HCM & Co. wird die Belegschaft nicht nur produktiver, sondern auch engagierter.

UX-Mission 2: Sales vereinfachen

Dank mobiler und digitaler Vertriebstools werden Kunden zu echten Fans. Mit Lösungen basierend auf SAP CRM, SAP Sales Cloud, SAP Commerce Cloud oder SAP S/4HANA Customer Management sind Sales- Teams bestmöglich ausgestattet, um Kunden eine herausragende Customer Experience zu bieten.

UX-Mission 3: IT vereinfachen

Moderne Lösungen können maßgeblich die User Experience in SAP-Systemen verbessern. Hier heißt es, alles aus den SAP-Standardlösungen wie SAP Fiori, SAP Business Technology Platform oder SAP Analytics Cloud herauszuholen und durch passende Add-ons zu erweitern.

Bei allen Lösungen setzen die UX-Experten auf SAP-Standardtechnologien und Best Practices - optimiert wird nur dort, wo es echten Mehrwert bietet. Über 100 Kunden, 300 Projekte, 1,5 Millionen User: Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen vertrauen bereits auf sovanta-Lösungen und Serviceleistungen.

Die sovanta AG wurde 2009 in Heidelberg gegründet. Die sovanta Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2023 ein Team aus 207 Mitarbeitern, 174 Mitarbeiter werden dabei von der sovanta AG beschäftigt. Der Hauptsitz der sovanta AG ist mitten in Heidelberg. Weitere Standorte der sovanta Gruppe befinden sich in Hamburg, Köln, der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, dem spanischen Valencia und in Newtown Square, Pennsylvania in den USA.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die sovanta, als SAP-Gold-Partner, Qualtrics-Partner und Mitglied des SAP AppHaus Networks, ist fest in das lebendige SAP-Ökosystem integriert. In diesem dynamischen Umfeld ergeben sich regelmäßig neue Chancen und Herausforderungen durch die Einführung oder Anpassung von Systemen, Modulen und Technologien. Daher ist es für uns von entscheidender Bedeutung, fortlaufend neue Trends zu evaluieren und ihre Anwendbarkeit für unsere Kunden und Lösungen zu untersuchen. Auch im Jahr 2023 lag unser Fokus darauf, Themen innerhalb unserer bestehenden Kernkompetenzen zu identifizieren, auszubauen und das Portfolio gezielt auf vielversprechende SAP-Themen zu konzentrieren.

Im Jahr 2023 lag weiterhin ein besonderes Augenmerk auf der "SAP Business Technology Platform (SAP BTP)" und deren Potenzial für unsere Kunden. Unser Ziel war es, individuelle Kundenanforderungen zu erfüllen und Funktionslücken im Standard zu schließen. Die Plattform bietet eine Vielzahl von Services, die die Umsetzung von Erweiterungen unterstützen und somit die Entwicklung von Lösungen beschleunigen sowie ihre Qualität steigern. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Weiterentwicklung unserer Lösung "Innovation Factory", in der sämtliche relevante Forschungs- und Entwicklungsergebnisse im Zusammenhang mit der SAP BTP gebündelt werden.

Der Bereich "Künstliche Intelligenz (KI)" gewann im Jahr 2023 weiter an Bedeutung und die SAP integrierte das Thema "GenAI" in ihr Portfolio. Daher haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Forschung in diesem Bereich gelegt, was zu einer Erweiterung unseres Portfolios und erfolgreichen Umsetzungen in Kundenprojekten führte.

Bereits im Jahr 2020 haben wir unsere Aktivitäten im Bereich KI unter der Marke "tooka.ai" gebündelt. Der Kern von tooka.ai ist eine Engine, die es ermöglicht, KI-Lösungen und Modelle flexibel in verschiedene Unternehmens-IT-Landschaften und IT-Systeme zu integrieren.

Die tooka.ai-Engine basiert auf einem flexiblen Adaptersystem, das eine schnelle, einfache und kosteneffiziente Integration oder Austausch von Systemen, Datenquellen und Technologien ermöglicht. In Kombination mit einem stetig wachsenden Pool an wiederverwendbaren Modellen und Algorithmen können existierende Lösungen zügig beim Kunden implementiert oder individuelle Probleme mithilfe von künstlicher Intelligenz gelöst werden.

Im Jahr 2023 standen auch alle Themen rund um Low-Code- und No-Code-Tools (LCNC) im Fokus. Die SAP erweitert diesen Bereich und ergänzt das Tooling für professionelle Entwickler mit SAP Build Apps Code. Für sovanta ist es wichtig zu erkennen, welche Auswirkungen diese Tools auf das Kerngeschäft haben können und wie sie in unser Portfolio integriert werden sollten.

Generell bleibt die Cloud das dominierende Thema der aktuellen Zeit. Neben der Erweiterung bestehender Lösungen sind "Software as a Service"-Lösungen weiterhin stark gefragt. Für sovanta und ihre Kunden spielt SAP SuccessFactors als Cloud-Lösung für das Personalwesen eine zentrale Rolle. Unser Ziel ist es, weitere Kompetenzen für die Implementierung und Erweiterung zu erlangen. Auch im Jahr 2023 wurden weitere Mitarbeiter von sovanta offiziell durch die SAP zertifiziert.

Mit "ETX for Rise with SAP" wurde 2023 ein neues Produkt in unser Lösungsportfolio aufgenommen, das die Idee des Experience Managements auch für die IT zugänglich macht. Zu viele IT-Projekte scheitern nach wie vor aufgrund mangelnder Informationen, fehlender Kommunikation und unzureichendem Erwartungsmanagement. ETX for Rise with SAP setzt genau hier an und bietet IT-Abteilungen eine einfache Möglichkeit, Feedback aus allen relevanten Bereichen der Organisation zu erhalten, um ein Frühwarnsystem für IT-Projekte zu etablieren.

Als Qualtrics XM-Partner ist es uns besonders wichtig, im Bereich des Experience Managements am Puls der Zeit zu bleiben. Dies umfasst kontinuierliches Lernen, den Erwerb weiterer Zertifizierungen durch unsere Mitarbeiter sowie die Entwicklung neuer Services, Lösungen und Demonstratoren auf Basis der Qualtrics Platform. Auch im Jahr 2023 sind eine Reihe neuer Themen und Lösungen entstanden. Besonders im Bereich XM Discover ist es sovanta gelungen Wissen und Content aufzubauen, um den wachsenden Anforderungen am Markt gerecht zu werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 wurde erneut von zahlreichen Unsicherheiten in der Weltwirtschaft geprägt. Insbesondere die Konflikte in der Ukraine und in Gaza, gepaart mit einer anhaltend hohen Inflationsrate, trugen zu dieser Unsicherheit bei. Diese Faktoren hatten vor allem mittelbare Auswirkungen auf die finanzielle Performance der sovanta AG. Bei einigen unserer Kunden führten diese Krisen zu einer generellen Vorsicht in ihren Handlungsweisen. Die Dauer der Konflikte und die weitere Entwicklung der Inflation bleiben weiterhin unklar, weshalb Unternehmen auch im Jahr 2023 eher zurückhaltend agierten.

Trotz der anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind viele Unternehmen gezwungen, ihre strategischen Projekte und Transformationen fortzusetzen, um keine Gefahr für deren Erfolg zu riskieren. Aktivitäten in diesen Bereichen sind oft unabhängig von kurzfristigen wirtschaftlichen Bedingungen.

Ein anhaltender Trend, der sich auch 2023 weiter manifestiert hat, ist die verstärkte Anpassung von Cloud-Lösungen in Unternehmen. Unternehmen schätzen die Vorteile kürzerer Projekte in der Cloud-Welt.

In diesem Zusammenhang zahlt sich der langfristige Kurs der sovanta aus. In den letzten Jahren wurden konsequent Kompetenzen im Bereich Cloud aufgebaut und durch erfolgreiche Kundenprojekte untermauert. Insbesondere das Engagement der sovanta im Bereich der SAP Business Technology Platform ist hier hervorzuheben. Diese Plattform bietet mit ihren Services Lösungen für die Herausforderungen moderner hybrider IT-Landschaften, in denen traditionelle On-Premise-Systeme neben moderner Cloud-Software existieren müssen. Von Cloud-basierten Erweiterungen über Workflow-Systeme bis hin zu Automatisierungslösungen mit Künstlicher Intelligenz bietet die Plattform eine breite Palette für eine erfolgreiche Cloud-Transformation.

Immer mehr Unternehmen ersetzen ihre bestehenden On-Premise-Systeme durch Software aus der Cloud. Besonders bemerkenswert ist hier SAP SuccessFactors als Cloud-Lösung für den Personalbereich. Auch in diesem Bereich hat es die sovanta in den vergangenen Jahren geschafft, Kompetenzen aufzubauen und am Markt wahrgenommen zu werden.

Ein weiterer strategischer Bereich ist die Reaktion von Unternehmen auf den Fachkräftemangel. Es wird immer deutlicher, dass Unternehmen ihr Recruiting professionalisieren müssen, um sich von Mitbewerbern abzuheben. Dabei ist die Kombination etablierter Systeme wie SAP SuccessFactors mit herausragender User Experience eine Kernkompetenz der sovanta.

Unser Portfolio hat sich in all diesen Bereichen weiterentwickelt und ist in weiten Teilen von konjunkturellen Schwankungen entkoppelt. Unternehmen stehen vor der Notwendigkeit, in die Cloud zu wechseln und ihre Digitalisierung voranzutreiben, und unsere Services unterstützen sie dabei.

2.2 Geschäftsentwicklung

Wie bereits in den vorangegangenen Jahren konnten wir auch im Jahr 2023 unser Geschäft mit Bestandskunden erfolgreich ausbauen und gleichzeitig neue Kunden hinzugewinnen. Dies unterstreichen unsere Marktfähigkeit und unsere Fähigkeit, langfristig eine bedeutende Rolle für unsere Kunden zu spielen und Mehrwerte für sie zu schaffen.

Eine bemerkenswerte Entwicklung zeigt sich darin, dass sowohl die Laufzeit als auch der Umfang unserer Projektengagements weiterhin zunehmen. Insbesondere im Kundensegment unserer größeren Bestandskunden konnten wir langfristige strategische Projekte erfolgreich fortsetzen und ausbauen. In einigen Fällen wurden sogar vertragliche Vereinbarungen für die kommenden Jahre getroffen, was eine gesteigerte Planungssicherheit und eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung der Kundenbeziehungen bietet. Gleichzeitig konnten wir auch mit bestehenden Kunden neue Themengebiete und Fachbereiche erschließen.

Ein erfreulicher Trend ist die Häufung von Projekten, insbesondere im Bereich der SAP Business Technology Platform im Jahr 2023. Dies unterstreicht den Erfolg unserer Fokussierung in den vergangenen Jahren. Zusätzlich konnten wir weitere strategische Zusammenarbeitsmodelle mit Kunden etablieren, die über einzelne Projekte hinausgehen.

Die Einführung unserer Lösung "Innovation Factory" am Markt hat sich positiv auf unsere Positionierung im Bereich SAP BTP ausgewirkt und verstärkt diese weiter.

Im Bereich der "Net New Names", also bei Neukunden, konnten wir 2023 Erfolge sowohl im Portfolio-Bereich "Experience Management" als auch im Bereich SAP BTP verzeichnen. Durch Partnermaßnahmen, Marketingaktivitäten und erfolgreiche Kundenprojekte konnten wir uns in beiden Bereichen erfolgreich am Markt positionieren. Viele der gewonnenen Projekte bieten Potenzial für eine langfristige Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen.

Generell ist festzustellen, dass die eingeschlagenen Wege im Vertrieb und im Marketing, kombiniert mit einer klaren Fokussierung auf SAP-nahe Produkte und Dienstleistungen, erkennbar Erfolge verzeichnen und uns in eine exzellente Ausgangsposition für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren bringen. Die Fokussierung ermöglicht ein skalierbares Wachstum und erlaubt es uns, gezielte Recruiting-Maßnahmen umzusetzen.

Unsere Marketing- und Partnering-Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die sovanta im Jahr 2023 auf dem Markt für SAP-Dienstleistungen noch bekannter geworden ist. Die Teilnahme am Partnerbeirat der SAP Connect und im SAP-AppHaus-Netzwerk steigert unsere Sichtbarkeit und bietet mehr Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit potenziellen Kunden. Besonders hervorzuheben ist unsere Präsenz auf verschiedenen SAP BTP Events. Zudem konnten wir uns 2023 erfolgreich, als einer der Fokuspartner BTP der SAP etablieren.

2.3 Lage

2.3.1 Entwicklung und Ertragslage

Im Lagebericht des Vorjahres wurde trotz des andauernden Ukraine-Krieges und der zu dem Zeitpunkt weiterhin hohen Energiepreise von einer Umsatzsteigerung für das Jahr 2023 ausgegangen. Diese Annahme basierte vor allem auf unserer guten Positionierung am Markt und dem Durchbruch der Cloud und insbesondere der SAP BTP. Als Ziel wurde ein Umsatz zwischen 25,0 bis 28,0 Millionen Euro angegeben. Gleichzeitig wurden je nach Umsatzentwicklung Kosten zwischen 21,7 und 23,7 Millionen Euro prognostiziert, was letztlich in einem positiven Betriebsergebnis zwischen 3,5 und 4,5 Millionen EUR resultieren würde.

Wir konnten auch im vergangenen Jahr die guten Kundenbeziehungen bestätigen und in den meisten Fällen weiter stärken. Einige der langjährigen Kundenbeziehungen konnten 2023 signifikant ausgebaut werden, was sich einerseits auf die ausgezeichnete Arbeit in den Projekten, andererseits aber auch auf die Ausrichtung des Portfolios und der Kompetenzen der sovanta zurückführen lässt. Die Themen, die wir im Angebot haben, treffen bei unseren Kunden auf Resonanz und die gute Arbeit der Vergangenheit und das dadurch gewonnene Vertrauen ermöglichen eine ausgebaute Zusammenarbeit.

Insbesondere der Portfolio-Bereich der SAP Business Technology Platform hat sich als sehr erfolgreich in 2023 erweisen und signifikant und überproportional zum Umsatzwachstum beigetragen.

Der erfolgreiche Kurs im Bereich "Experience Management" konnte 2023 bestätigt und ein deutliches Wachstum erzielt werden. Es wurde eine Vielzahl von Erstprojekten mit vielen namhaften Kunden gewonnen. Daneben konnten erfolgreiche Experience Management Kundenbeziehungen aus den Vorjahren weiter ausgebaut werden. Besonders hervorzuheben sind hier die Erfolge im Bereiche XM Discover.

In Kombination ergibt sich daraus mit 29,7 Millionen Euro ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr und auch im Vergleich zur Prognose. Die Unsicherheit im Markt hat sich häufig nicht auf die Unternehmensergebnisse unserer Kunden ausgewirkt. Viele von ihnen konnten im Gegensatz dazu sogar sehr starke Ergebnisse erzielen. Dies in Verbindung mit dem strategischen Charakter der Initiativen hat dazu geführt, dass wir viele der Engagements teilweise deutlich ausbauen konnten.

Die konsequente Kostenpolitik der Vorjahre wurde auch 2023 fortgesetzt. Es war klar, dass wir entsprechend unserer generellen Firmenstrategie auf nachhaltiges Wachstum setzen möchten. Es ist uns dementsprechend gelungen, die Kosten weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Zur Absicherung des deutlich höheren Umsatzes mussten dennoch neue Mitarbeiter eingestellt werden, was entsprechend zu einer Erhöhung der Personalkosten und der Fremdleistungen führt.

Trotz des höheren Umsatzes ist es gelungen mit Gesamtkosten von 23,7 Millionen Euro im anvisierten Korridor zu bleiben.

Im Ergebnis führt der deutlich höhere Umsatz in Kombination mit den im Verhältnis geringer gestiegenen Kosten zu einem Betriebsergebnis in Höhe von 6,3 Millionen Euro. Es lässt sich also festhalten, dass das erwartete Ergebnis in allen Bereichen erfüllt oder auch übertroffen werden konnte.

2.3.2 Entwicklung der Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Dank einer hervorragenden Eigenkapitalquote von 67,4 Prozent greift die sovanta AG bei ihrem Wachstum ausschließlich auf eigene Mittel zurück. Dabei ist die Eigenkapitalbasis (13,5 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr (9,0 Millionen Euro) gestiegen.

Das Unternehmen hat sich im Jahr 2020 im Rahmen der Liquiditätssicherung innerhalb der Corona-Krise um einen KfW-Bankkredit bemüht und diesen in 2021 abgerufen. Der KfW-Bankkredit wurde 2023 vollständig getilgt. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 2,2 Millionen Euro sind größtenteils kurzfristig und bestehen im Wesentlichen gegenüber Lieferanten bzw. aus Steuern.

2.3.2.2 Investitionen

Klares Ziel der Investitionen in 2023 war der Ausbau des Cloud-Portfolios und der damit verbundenen Kompetenzen der Mitarbeiter. Dies resultiert vor allem in Investitionen in Schulungs- und Zertifizierungsmaßnahmen und in verbundene Cloud-Infrastruktur für Schulungs-, Demo- und Entwicklungsmaßnahmen.

Auch das Produktportfolio wurde gezielt geschärft. Hervorzuheben sind hier Investitionen in die Entwicklung der "Innovation Factory" sowie die "ETX for Rise with SAP".

Außerdem wurde in neue Märkte (sovanta America) und neue Offices (sovanta Köln) investiert.

2.3.2.3 Liquidität

Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt im Jahr gesichert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist um 4.111 T-EUR auf 6.221 T-EUR gestiegen. Dagegen steht ein Abfluss aus der Investitionstätigkeit von 405 T-EUR und aus der Finanzierungstätigkeit von 1.250 T-EUR. Die Bankguthaben sind im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gestiegen und betragen nun 11,6 Millionen Euro.

2.3.3 Entwicklung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg in 2023 von 15,6 Millionen Euro auf 20,0 Millionen Euro. Diese Summe wird im Wesentlichen geprägt durch Forderungen gegen Kunden (5,3 Millionen Euro), Guthaben bei Kreditinstituten (11,6 Millionen Euro) sowie Anlagevermögen (2,8 Millionen Euro). Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Bankbestandes von 7,0 Millionen Euro auf 11,6 Millionen Euro.

2.4 Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Hauptsteuerung der sovanta AG erfolgt im Wesentlichen über die Umsatzkennzahl pro Monat und die zukunftsorientierte Projektplanung. Damit sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, an denen der Erfolg der sovanta AG gemessen wird, Umsatz, Kosten und Betriebsergebnis.

Diese Leistungsindikatoren haben sich im Jahresvergleich 2022/2023 wie folgt entwickelt: Der Umsatz ist von 23,5 Millionen Euro auf 29,7 Millionen Euro gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung um 26,6 Prozent. Die Kosten stiegen von 20,3 Millionen Euro auf 23,7 Millionen Euro, was einer Erhöhung von 17 Prozent entspricht.

Das Betriebsergebnis für 2023 beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro und stieg im Vergleich zu 2022 somit um 82,2 Prozent. Die Umsatzrendite (vor Steuern) stieg entsprechend von 14,8 Prozent in 2022 auf 21,3 Prozent in 2023.

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigste Ressource der sovanta AG sind ihre Mitarbeiter. Es ist entscheidend, hier auf die richtige Zusammensetzung in mehreren Dimensionen zu achten - einerseits hinsichtlich der Seniorität der Mitarbeiter, andererseits hinsichtlich der Zusammensetzung der Kompetenzen. Um die richtige Mischung aus motivierten und vorwärtsdenkenden Mitarbeitern zusammenzustellen, ist es uns wichtig, aufstrebende junge Talente möglichst früh für das Unternehmen zu gewinnen. Wir setzen den Fokus daher noch stärker auf Employer Branding und haben das HR-Team personell verstärkt, um uns als attraktiver Arbeitgeber am Markt noch sichtbarer zu machen. Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen sind ein wesentlicher Bestandteil davon. Hinzu kommen Praxisprojekte, Gastvorlesungen und Karrieremessen, an denen wir regelmäßig teilnehmen. Unsere Angebote werden regelmäßig in den Social-Media-Kanälen der sovanta präsentiert.

Die sovanta AG bietet umfassende Weiterbildungsmaßnahmen an. Zu den Programmbestandteilen gehören sowohl interne als auch externe Schulungsmaßnahmen. Generell steht die Vermittlung von Fachwissen im Fokus mit einem starken Augenmerk auf der Schulung und Zertifizierung von Mitarbeitern in verschiedenen SAP-Systemen und -Technologien.

Zu den nichtfinanziellen Faktoren zählt auch die Arbeitsatmosphäre. Ein wesentliches Element hierfür bildet im Normalfall der tägliche Austausch der Mitarbeiter innerhalb unserer offen gestalteten und exzellent ausgestatteten Büroräumlichkeiten mit viel Raum für den persönlichen Austausch. Aufgrund der sehr positiven Resonanz und dem erfolgreichen Umgang besteht weiterhin die Möglichkeit, flexibel remote zu arbeiten.

Um auch in Hybrid-Work-Situationen den regelmäßigen Austausch zu gewährleisten, konnten wir uns weiterhin auf die ausgezeichnete technische Infrastruktur und die damit verbundenen Kollaborationsmöglichkeiten verlassen. Weiterhin wird viel auf Videotelefonie gesetzt, um hierdurch eine Nähe zu erzeugen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die sovanta AG 154,8 Mitarbeiter ("full time equivalent"). Durch eine Intensivierung des Recruitings konnten zahlreiche Stellen besetzt werden. Die Zahl der Mitarbeiter stieg damit insgesamt von 135,5 auf 154,8 Mitarbeiter.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Risikofaktoren und Risikomanagement

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf einem systematischen, das gesamte Unternehmen umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Ein weit gegliedertes und in der Anwendung einfach zu bedienendes Informationssystem wird von allen Mitarbeitern konsequent angewandt und gepflegt. Eine wesentliche Komponente hierfür ist die Konzeption und Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems, mit dem identifizierte Risiken durch entsprechende, angemessene Kontrollmaßnahmen adressiert und deren Eintrittswahrscheinlichkeit minimiert werden sollen. Das interne Kontrollsystem der sovanta AG umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen sollen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaß- nahmen bilden die Kernelemente des internen Überwachungssystems. Neben manuellen Prozesskontrollen sind auch automatisierte IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der regelmäßige und strukturierte Review unserer Projekte zu erwähnen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt oder zu erwarten. Keines der bestehenden Risikopotentiale liegt in einer bestandsgefährdenden Größenordnung.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Marktrisiken

Die sovanta AG unterliegt mit ihrem Geschäftsmodell allgemeinen Marktrisiken. Diese spiegeln sich im Wesentlichen in der Investitionsbereitschaft der mittleren und großen Unternehmen in Zentraleuropa wider. Demnach schlagen sich mögliche Schwankungen in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen im relevanten Markt auch auf die Investitionen in Produkte und Lösungen der sovanta AG nieder.

Das Investitionsklima für 2024 ist weiterhin von Unsicherheit geprägt. Dazu tragen die anhaltende Rezessionsgefahr, richtungsweisende Wahlen in 2024 und der Ukraine-Krieg bei.

Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 0,2 Prozent aus. Nach wie vor können sich jedoch hohe Energiepreise und eine anhaltende Inflation negativ auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen auswirken.

Die aktuelle Entwicklung gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus für ein Absinken der Inflation.

3.2.2 Personalrisiken

Um das weitere Wachstum der sovanta AG sicherzustellen, setzen wir auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die Weiterentwicklung und Bindung der Beschäftigten als zentralen Erfolgsfaktor. Wir legen außerdem den Fokus auf eine ausgeprägte Innovationskultur mit attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten, die langfristig die Bindung von qualifizierten Mitarbeitern an das Unternehmen stärkt.

Auch in der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern schneidet die sovanta AG nach wie vor gut ab. Im Fokus steht dabei unter anderem, das Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke in den Bereichen Design, Software, Technologie und Data Science zu repräsentieren. Vielversprechende Nachwuchskräfte erreichen wir unter anderem mit der Vergabe von Stipendien, der Durchführung von Praxisprojekten und eigenen Vorlesungen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Kommunikationsdesign sowie der Vergabe von Praktika und Abschlussarbeiten. Außerdem findet sich auch die aktive Teilnahme an Karrieremessen sowie die Durchführung eigener Hochschultage im Recruiting-Mix wieder.

Wir setzen stark auf die eigene Ausbildung von jungen Talenten im Rahmen der sovanta Academy.

Um die optimale Personalstrategie umsetzen zu können, setzt unsere HR-Abteilung auf ein SAP- Personalmanagementsystem in den Bereichen Personalbeschaffung und -administration, außerdem bei der Auswahl von Bewerbern, der Besetzung von Planstellen und bei der Stammdatenpflege der Mitarbeiter. So ist perspektivisch gewährleistet, auch bei steigender Mitarbeiterzahl die Personaladministration dauerhaft und professionell durchführen zu können. Darauf basierend laufen auch Urlaubsanträge und Krankmeldungen systemgestützt ab und sorgen für Transparenz für Mitarbeiter, Führungskräfte und Personalabteilung. Über den Entwicklungsstandort in Buenos Aires (Argentinien) sichert sich die sovanta AG den Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt und möchte diesen weiter ausbauen. Gut ausgebildete Talente im Bereich der Informationstechnologie können wir in Deutschland zudem über unsere Büros in Hamburg und Köln gewinnen.

3.2.3 Finanzrisiken

Bei den wesentlichen Finanzrisiken handelt es sich um potenziell verspätete Zahlungen oder gar Zahlungsausfälle auf Kundenseite. Zahlungsverspätungen treten in der Größenordnung von wenigen Wochen bzw. Monaten selten auf. Zahlungsausfälle sind im Berichtszeitraum keine aufgetreten und sind auch für 2024 nicht zu erwarten. Die Liquiditätsreserven der sovanta AG fangen mögliche Schwankungen des Zahlungsstroms weitestgehend ab.

3.2.4 Produkt- und Technologierisiken

Ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells der sovanta AG liegt in der schnellen Adaption neuer Technologien und Produkte für unsere Services und damit für unsere Kunden. Demnach stellt sich immer die Frage nach der Marktreife dieser Technologien, zum Beispiel aus den Bereichen Machine Learning, Sprachtechnologien und Experience Management sowie auch nach deren Einsatzfähigkeit für betriebswirtschaftliche Prozesse.

Damit Produkt- und Technologierisiken minimiert werden, erfolgt in Kundenprojekten eine schnelle Evaluierung funktionaler sowie technischer Eigenschaften einer Lösung. So können Geschäftsrisiken für die sovanta AG bereits im frühen Status abgefedert werden, meist schon in der Ideation- und Conception-Phase zu Beginn eines Projektes. Darüber hinaus erfolgen technische Prüfungen im weiteren Softwareentwicklungsprozess durch frühes Prototyping wesentlicher Funktionen bzw. Eigenschaften. Eine weitere Maßnahme zur Reduktion möglicher Risiken sind systematische Tests in der Realisierungsphase. So werden potenzielle Produktmängel sowohl manuell als auch automatisiert vor der Bereitstellung der Lösung weitestgehend ausgeräumt. Abschließend erfolgt zudem eine formale Abnahme der Lösung durch den Kunden.

Durch diese strukturierte Vorgehensweise in Kundenprojekten werden Produkt- und Technologierisiken erfolgreich minimiert und eine weitestgehend fehlerfreie Inbetriebnahme der entwickelten Softwarelösung ermöglicht. Die Datenschutzgrundverordnung hat weiterhin großen Einfluss auf den Markt. Die Installation eines internen Datenschutzbeauftragten, der alle Aspekte rund um das Thema Datenschutz sowie die EU-Datenschutzgrundverordnung evaluiert und dokumentiert, hat sich in der Vergangenheit als wichtig und gut erwiesen. Aus diesem Grund werden wir weiter daran festhalten. Somit werden mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell sowie neue Produkte der sovanta AG frühzeitig erkannt und abgefangen.

3.2.5 Betriebsrisiken

Die Verletzung geistigen Eigentums ist in der Software- und Technologiebranche immer ein latentes Risiko. Damit zählt es auch für die sovanta AG als Betriebsrisiko. Darüber hinaus sind jedoch keine besonderen Risiken ersichtlich, die sich durch das Geschäftsmodell der sovanta AG ergeben. Dort, wo es sinnvoll möglich ist, werden Lösungen bereits jetzt durch Patente geschützt. Für die Neuentwicklung von geschäftskritischen Lösungsbestandteilen ist dies auch in Zukunft vorgesehen.

3.3 Chancenbericht

Die Ausgangslage für die sovanta ist auch 2024 sehr gut. Wir sehen bei unseren Kunden und generell im Markt, dass die Cloud in den Unternehmen angekommen ist und nicht mehr, wie noch vor ein paar Jahre, argwöhnisch betrachtet wird.

Dies erkennt man insbesondere an einer gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen rund um die SAP Business Technology Platform. Die BTP, als die zentrale Cloud Platform für Erweiterungen und Innovationen aus der Cloud der SAP, wird immer häufiger Bestandteil von modernen IT-Architekturen und die Nachfrage nach Beratung und Entwicklungsexpertise steigt. Die sovanta ist hierfür - auch im Vergleich zu vielen anderen SAP-Partnern - exzellent aufgestellt. Die technologische Basis der SAP BTP ist nicht mehr proprietär, sondern basiert in erster Linie auf etablierten und verbreiteten Cloud- Technologien. Da die sovanta bereits seit einigen Jahren diese Technologien in vielen Kundenprojekten einsetzt, profitiert sie jetzt von der aufgebauten Expertise der Mitarbeiter. Zusätzlich zahlt sich aus, dass in den vergangenen Jahren die Entwicklung der SAP BTP über die Vorgängerplattformen HANA Cloud Platform und SAP Cloud Platform konsequent verfolgt wurde und auf allen Technologien bereits erfolgreich Projekte realisiert werden konnten.

Die sovanta profitiert hier vor allem über ihre Services und Kompetenzen im Bereich der SAP Business Technology Platform. Mehr und mehr Unternehmen setzen für Erweiterungen und Innovationen in der Cloud auf SAPs Platform-Lösung. Durch den klaren Fokus in den letzten Jahren auf diese Themen konnte sehr viel Kompetenz aufgebaut werden, wodurch die sovanta eine sehr gute Marktposition innehält.

Als Konsequenz können wir Kunden ein umfassendes operatives und strategisches Beratungsangebot anbieten und sie somit unabhängig von ihrem eigenen Cloud-Reifegrad optimal unterstützen.

Daneben führt der Trend in Richtung Cloud auch zu einer Verschiebung von Investitionen in Richtung von sovanta-Kernkompetenzen. Im Vergleich zu früheren On-premise-Lösungen können moderne "Software as a Service"-Lösungen nicht mehr beliebig im Kern angepasst und erweitert werden. Erweiterungen werden entkoppelt vom Kern über Erweiterungsplattformen, wie der SAP BTP, realisiert. Dementsprechend sind die eigentlichen Cloud-Einführungsprojekte im Vergleich schlanker. Wir haben in den vergangenen Jahren in den Aufbau von Implementierungs- und Beratungskompetenzen investiert und sind daher in der Lage, in der Cloud auch Implementierungsprojekte end-to-end zu übernehmen.

Ebenfalls große Chancen sehen wir im Bereich der Automatisierungslösungen, die gute Antworten auf aktuelle Fragstellungen bereithalten. Die Anforderungen an Kunden- und Mitarbeiterservices steigen, gleichzeitig wird es immer herausfordernder, offene Stellen zu besetzen. Digitale Assistenten können hier die Lösung sein. Zudem werden digitale Workplaces zur Realität und unsere Services und Lösungen sind genau auf diese Thematik abgestimmt.

Auch der Bereich Experience Management hat sich etabliert. Es ist uns gelungen, uns im deutschsprachigen Raum als einer der führenden Qualtrics-Partner zu behaupten. In Kombination mit den ausgebauten Qualtrics-Portfolios ergeben sich hier weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Die SAP ist weiterhin der unbestrittene Marktführer im Bereich der Unternehmenssoftware, erst recht, wenn man sich die Situation in der DACH-Region ansieht. Mit Initiativen wie "Rise with SAP" und "Grow with SAP" gelingt die Transformation zur Cloud-Company immer besser.

4. Prognosebericht

Auf Basis der beschriebenen Chancen und der wirtschaftlichen Lage sehen wir positiv in die Zukunft. Die ausgezeichnete Kundenbasis in Kombination mit etablierten Angeboten, die am Mark auf große Resonanz stoßen, sehen wir, dass der eingeschlagene Kurs weiterhin bestätigt wird.

Der andauernde Ukraine-Krieg, hohe Energiepreise, anhaltende Inflation und Rezessionsängste schränken die Investitionsbereitschaft in neue Themen bei einem Teil unserer Kundenbasis sicherlich ein. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass wir durch unsere stabile Kunden- und Projektbasis gut für Krisenzeiten gewappnet sind. Positiv wirkt sich auch die Tatsache aus, dass wir keinen Industriefokus haben und demnach nicht von einer einzelnen Branche abhängig sind.

Durch unsere gute Positionierung am Markt und den Durchbruch der Cloud und insbesondere der SAP BTP sehen wir, dass die Chancen die Risiken überwiegen und wir deshalb optimistisch auf das Geschäftsjahr 2024 schauen. Nach dem überdurchschnittlich erfolgreichen Jahr 2023 erwarten wir aber eine Verlangsamung der Entwicklung.

Unter dieser Annahme strebt die sovanta AG für das Jahr 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau an. Die Kosten werden im Vergleich zum Vorjahr aufgrund steigender Personalkosten, weiterer Investitionen in unsere "Innovation Factory"-Lösung sowie dem Auf- und Ausbau unseres Vertriebsstandortes in Newtown Square (USA) steigen. Wir erwarten daher weiterhin ein positives Betriebsergebnis, das insbesondere aufgrund der getätigten Investitionen deutlich unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegen wird. Wir sehen unseren eingeschlagenen Weg bestätigt, der uns ein nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Dennoch sind wir mit unserem Geschäftsmodell von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung abhängig, weshalb wir die aktuellen Krisen sehr genau beobachten werden.

5. Schlusserklärung zu verbundenen Unternehmen

Wir erklären, dass die sovanta AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.

 

Heidelberg, den 30. März 2024

Vorstand der sovanta AG

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.818.982,91 2.566.808,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.258,91 49.905,58
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 25.258,91 49.905,58
II. Sachanlagen 804.259,57 672.664,47
1. technische Anlagen und Maschinen 7.892,79 11.840,18
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796.366,78 660.824,29
III. Finanzanlagen 1.989.464,43 1.844.238,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.518,18 111.600,16
2. sonstige Finanzanlagen 1.876.946,25 1.732.638,68
B. Umlaufvermögen 17.099.891,46 12.837.223,82
I. Vorräte 0,00 75.726,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.499.430,22 5.727.069,40
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 151.472,20 10.865,37
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.347.958,02 5.716.204,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.600.461,24 7.034.428,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.624,16 245.531,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.046.498,53 15.649.564,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.515.903,96 9.009.041,60
I. gezeichnetes Kapital 555.556,00 555.556,00
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -5.556,00 -5.556,00
2. eingefordertes Kapital 550.000,00 550.000,00
II. Kapitalrücklage 157.282,60 157.282,60
III. Gewinnrücklagen 711.083,60 711.083,60
IV. Bilanzgewinn 12.097.537,76 7.590.675,40
B. Rückstellungen 4.305.672,40 3.005.442,94
C. Verbindlichkeiten 2.224.922,17 3.530.525,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.250.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 213.622,90 230.769,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 540.677,89
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.011.299,27 1.509.078,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 104.554,65
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.046.498,53 15.649.564,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.734.845,63 18.240.556,59
2. Personalaufwand 12.585.653,53 10.979.383,83
a) Löhne und Gehälter 10.811.595,72 9.516.337,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.774.057,81 1.463.046,11
davon für Altersversorgung 67.384,30 54.705,83
3. Abschreibungen 283.254,10 257.378,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.523.000,52 3.521.540,96
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 29.135,58 4.627,80
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.171,16 1.991,03
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 147.632,99
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.375,00 15.625,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.895.120,86 1.071.183,86
10. Ergebnis nach Steuern 4.512.748,36 2.254.429,84
11. sonstige Steuern 5.886,00 5.409,00
Jahresüberschuss 4.506.862,36 2.249.020,84

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 4.506.862,36 2.249.020,84
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.590.675,40 5.341.654,56
3. Bilanzgewinn 12.097.537,76 7.590.675,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der sovanta AG mit Sitz in 69115 Heidelberg (Amtsgericht Mannheim, Registernummer HRB 708906) zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB sowie ergänzende Bestimmungen des AktG und der Satzung Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Soweit "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, werden sie im Anhang vorgenommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Die unfertigen Leistungen des Vorjahres werden zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden im Vorjahr mit den Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben mit T-EUR 56 (Vorjahr: T-EUR 11) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und mit T-EUR 95 (Vorjahr: T-EUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T-EUR 56 (Vorjahr: T-EUR 11).

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt T-EUR 12,0 (Vorjahr: T-EUR 14,9).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen 31.12.2023
T-EUR
31.12.2022
T-EUR
Rückstellungen für Personal 2.110 1.909
Rückstellung für Berufsgenossenschaft 5 4
Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten 20 17
Rückstellung für Aufbewahrungspflichten 6 6
Übrige Rückstellungen 119 63
Summe 2.260 1.999

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel. Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben:

Verbindlichkeiten Insgesamt
T-EUR
RLZ bis 1 Jahr
T-EUR
RLZ mehr als 1 Jahr
T-EUR
RLZ mehr als 5 Jahre
T-EUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0 0 0
(1.250) (1.250) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.175 1.175 0 0
(1.256) (1.256) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 214 214 0 0
(771) (771) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 836 836 0 0
(253) (253) (0) (0)
Summe 2.225 2.225 0 0
(3.530) (3.530) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T-EUR 214 (Vorjahr: T-EUR 231) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T-EUR 0 (Vorjahr: T-EUR 541) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften. Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurde das Gliederungsschema gem. § 275 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt.

Das Ergebnis aus periodenfremden Einflüssen und Maßnahmen gliedert sich wie folgt:

2023
T-EUR
2022
T-EUR
Periodenfremde/unregelmäßige Erträge
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8 2
Erlöse aus Verkäufen Sachanlagevermögen 0 2
Sonstige Erträge unregelmäßig 139 9
Periodenfremde/unregelmäßige Aufwendungen
Anlagenabgänge Sachanlagen (Restbuchwert bei Buchverlust) 4 1
Abschreibung Finanzanlagen 0 148
Sonstige Aufwendungen periodenfremd 0 8

V. Ergänzende Angaben

1. Unternehmensorgane

Vorstandsmitglieder sind die Herren

Prof. Dr. Claus E. Heinrich, Chief Executive Officer

chael Kern, Chief Operating Officer

Christian Heinrich, Chief Solutions Officer

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind

Dr. Georg Konrad (Vorsitzender), Geschäftsführer GEKON Beteiligungen GmbH

Berthold Wipfler (stellvertretender Vorsitzender), Steuerberater in eigener Kanzlei, bis 18.07.2023

Wolfgang Bläsi (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführender Gesellschafter der wb finance seit dem 18.07.2023

Frank Merkel, Geschäftsführer FM Consulting GmbH, Aufsichtsratsvorsitzender wob Consult AG

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge und der Bezüge des Aufsichtsrats wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Anteilsbesitz

Unmittelbarer Anteilsbesitz

Name Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
sovanta international GmbH Heidelberg 100 % T-EUR 51 T-EUR -14
sovanta S.R.L. Buenos Aires 90 % T- ARS 237.943 T-ARS -8.284
sovanta America Inc. Newtown Square 100 % T-USD -110 T-USD -111

Mittelbarer Anteilsbesitz

gehalten durch die sovanta international GmbH, Heidelberg,:

Name Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
sovanta Spain S.L. Valencia 100 % T-EUR 64 T-EUR 10

3. Anzahl Mitarbeiter

Es ergaben sich durchschnittlich folgende Mitarbeiterzahlen:

2023 2022
Deutschland (Angestellte der sovanta AG, Heidelberg)
Studierende 27 17
Festangestellte 131 108
Leitende Mitarbeiter 4 5
Summe 162 130
Argentinien (Angestellte der sovanta S.R.L., Buenos Aires)
Festangestellte 25 23
Leitende Mitarbeiter 0 1
Summe 25 24
Spanien (Angestellte der sovanta Spain S.L., Valencia)
Festangestellte 2 2
Leitende Mitarbeiter 0 0
Summe 2 2
sovanta Gruppe 189 156

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sovanta AG hat hauptsächlich Mietverträge über Geschäftsräume und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung und für Geschäftsfahrzeuge abgeschlossen. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Nachstehende Aufstellung zeigt den Gesamtbetrag und die Laufzeit der Verpflichtungen:

T-EUR Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Miete Geschäftsräume 2.948 741 2.207 0
Leasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 107 52 55 0
Leasing Geschäftsfahrzeuge 257 132 125 0

5. Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen

Wir erklären, dass die sovanta AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 550.000,00 und setzt sich aus 555.556 nennwertlosen Stückaktien abzüglich 5.556 eigenen Anteilen zusammen.

Die sovanta AG hat am 21.02.2018 5.556 eigene Aktien mit einem Anteil von EUR 5.556,00 am Grundkapital erworben. Dies entspricht einem Anteil i. H. v. 1 %.

Der für eigene Aktien gezahlte Betrag, einschließlich der direkt zurechenbaren Kosten, wird vom Eigenkapital abgezogen. Die eigenen Aktien werden im Eigenkapitel vom gezeichneten Kapital als Posten "eigene Aktien" in einer Vorspalte offen abgesetzt.

Die Kapital- und Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklagen
01.01.2023: 157.282,60
31.12.2023: 157.282,60
Rücklage wegen eigener Anteile
01.01.2023: 5.556,00
31.12.2023: 5.556,00
Gesetzliche Gewinnrücklage
01.01.2023: 55.555,60
31.12.2023: 55.555,60
Andere Gewinnrücklagen
01.01.2023: 655.528,00
31.12.2023: 655.528,00

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben.

8. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Es wird aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.097.537,76 ein Betrag in Höhe von EUR 2.860.000,00 (d. h. je nennwertlose Stückaktie EUR 5,20) als Dividende gezahlt. Der Restbetrag von EUR 9.237.537,76 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Heidelberg, den 30. März 2024

Prof. Dr. Claus Heinrich

Christian Heinrich

Michael Kern

Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186.977,61 0,00 0,00 7.501,86 0,00 179.475,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 40.962,85 0,00 0,00 3.479,40 0,00 37.483,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.255.095,82 393.832,48 0,00 105.383,11 2.543.545,19
2.296.058,67 393.832,48 0,00 108.862,51 0,00 2.581.028,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111.600,16 918,02 0,00 0,00 0,00 112.518,18
2. Wertpapiere des Anlagevermögens *) , **) 1.880.271,67 10.949,74 0,00 9,00 1.891.212,41
1.991.871,83 11.867,76 0,00 9,00 0,00 2.003.730,59
4.474.908,11 405.700,24 0,00 116.373,37 0,00 4.764.234,98
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2023
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.072,03 0,00 24.641,67
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 29.122,67 0,00 3.946,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.594.271,53 0,00 254.666,04
1.623.394,20 0,00 258.612,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens *) , **) 147.632,99 133.366,83 0,00
147.632,99 133.366,83 0,00
1.908.099,22 133.366,83 283.254,10
Abschreibungen Zugänge
EUR
Abschreibungen Abgänge
EUR
Abschreibungen Umbuchungen
EUR
Abschreibungen (kumuliert) 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.496,86 154.216,84
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.478,40 29.590,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.759,16 1.747.178,41
0,00 105.237,56 0,00 1.776.769,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens *) , **) 0,00 14.266,16
0,00 0,00 0,00 14.266,16
0,00 112.734,42 0,00 1.945.252,07
Buchwert 31.12.2023
EUR
Zum Vergleich Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.258,91 49.905,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.892,79 11.840,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796.366,78 660.824,29
804.259,57 672.664,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.518,18 111.600,16
2. Wertpapiere des Anlagevermögens *) , **) 1.876.946,25 1.732.638,68
1.989.464,43 1.844.238,84
2.818.982,91 2.566.808,89

*) Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens wurde eine Zuschreibung in Höhe von T-EUR 133 vorgenommen.

**) Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit dem Kurswert zum Erstellungszeitpunkt bewertet. Dieser liegt über dem Kurswert zum Bilanzstichtag 31.12.2023. Bei Bewertung der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens mit dem Kurswert zum 31.12.2023 hätte sich ein Buchwert von T-EUR 1.799 ergeben.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Zeit ist von vielfältigem Wandel geprägt. Die Fähigkeit, diesen aktiv zu gestalten und als Chance zu begreifen, bildet die Grundlage der Unternehmensphilosophie der sovanta AG. Das Unternehmen leistet einen entscheidenden Beitrag zur sinnvollen Nutzung der Digitalisierung für Menschen - durch wegweisende Technologien und Produkte. Dies macht die sovanta AG nicht nur zu einem innovativen Softwareunternehmen, sondern sichert auch nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2023 wurde wieder von einem profitablen Wachstum geprägt und unterstreicht erneut diese Erfolgsgeschichte. Im zurückliegenden Geschäftsjahr verzeichnete die sovanta AG einen Rekordumsatz von rund 30 Millionen Euro.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands sorgfältig und regelmäßig überwacht.

Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig über die geschäftliche Entwicklung der sovanta AG Bericht erstattet. Dem Aufsichtsrat wurden die Markt- und Absatzsituation des Unternehmens vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die finanzielle Lage der Gesellschaft, deren Ertragsentwicklung sowie die Unternehmensplanung dargelegt. Im Rahmen der Berichterstattung wurden jeweils Umsatz und Ergebnis für die sovanta AG dargestellt. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand beziehungsweise steht der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Informationsaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Im Geschäftsjahr 2023 trat der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. In diesen Sitzungen diskutierte der Aufsichtsrat ausführlich über die Berichte des Vorstands und erörterte gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung des Unternehmens sowie die strategischen Fragestellungen.

Auch außerhalb der regelmäßen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Themenschwerpunkte der Sitzungen

In der Sitzung im März 2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem vorläufigen Jahresergebnis 2022 und der Vorstand gab einen Ausblick auf die zu erwartende geschäftliche Entwicklung im Gesamtjahr 2023. In der Sitzung im Mai 2023 beschäftigte sich der Aufsichtsrat zunächst intensiv mit dem Jahresabschluss 2022, dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, sowie dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der Abschlussprüfer erläuterte den Prüfbericht. Der Aufsichtsrat verabschiedete außerdem die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung. Seitens des Vorstands wurde über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 berichtet. In der Sitzung im Juli 2023 lag neben dem Bericht des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr ein Schwerpunkt auf der Vorstellung der sovanta Innovation Factory for SAP BTP. In der vierten Sitzung im Oktober 2023 berichtete der Vorstand über die weiterhin sehr positive Geschäftsentwicklung, präsentierte einen Ausblick zu sovanta America Inc. und informierte über die neuesten Entwicklungen zu Employee Technology Experience (ETX).

Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2022 zum Abschlussprüfer bestellte Falk GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heidelberg hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht der sovanta AG zum 31. Dezember 2023, geprüft.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanz-feststellenden Aufsichtsratssitzung am 14. Mai 2023 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

Des Weiteren hat der Abschlussprüfer auch den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

Bestätigungsvermerk

Aufgrund des Prüfungsergebnisses haben wir den Bericht des Vorstands der sovanta AG, Heidelberg, über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 mit folgendem Bestätigungsvermerk gem. § 313 Abs. 3 AktG versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Heidelberg, den 15. April 2024 FALK GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (gez. Dr. Stefan Tichy) (gez. Thorsten Bischoff)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Auch unsere Prüfung des Abhängigkeitsberichts hat ergeben, dass gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts keine Einwände zu erheben sind. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der sovanta AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Heidelberg, den 14. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat

gez. Dr. Georg Konrad, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"

An die sovanta AG, Heidelberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der sovanta AG, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sovanta AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 15. April 2024

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gez. Dr. Stefan Tichy, Wirtschaftsprüfer

gez. Thorsten Bischoff, Wirtschaftsprüfer

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