Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 40087
Vorher
Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbHDolphinvest Capital GmbH
Eingetragen
21.6.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenFondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Vermögensverwaltung und die Entwicklung sowie der Vertrieb von Vermögensanlageprogrammen, insbesondere des markenrechtlich geschützten Programmes "EuroSwitch!" auf der Basis von Investmentfonds. Die Gesellschaft betreibt keine Bankgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Renaissance GbR
Germany
11.27%

Beteiligungen

NameAnteil
13.74%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dolphinvest Capital GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein zugelassenes Wertpapierinstitut und verfügt über die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung der Finanzportfolioverwaltung nach § 15 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 2 Nr. 9 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Die originäre Erlaubnis nach §32 Abs. 1 KWG durch die BaFin wurde mit Zugang des Erlaubnisbescheides im März 1998 wirksam. Gegenstand der im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung erbrachten Dienstleistungen sind das Management von sechs Publikumsfonds (4 Dachfonds und 2 Aktienfonds) sowie die Betreuung von Einzelmandaten in standardisierten und individuellen Anlagestrategien (sog. Managed Accounts bei ausgewählten Depotbanken).

Im Verlauf des ersten Quartals 2024 hat die Gesellschaft umfirmiert - von Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH in Dolphinvest Capital GmbH.

1.2. Organisatorische Struktur

Geleitet wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer, die, in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt, einzelne Bereiche verantworten, jedoch alle relevanten Entscheidungen in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen sowie ad hoc gemeinsam treffen. Neben den beiden Geschäftsführern Michael Klimek und Thomas Böckelmann beschäftigte die Gesellschaft zum 31.12.2023 einen weiteren Portfoliomanager in Vollzeit und eine Assistenzkraft. Im Berichtszeitraum gab es keine personellen Veränderungen.

1.3. Segmente

Im Berichtszeitraum konzentrierten sich die hauptsächlichen Aktivitäten auf das Portfoliomanagement der Fonds sowie die Betreuung der Managed Accounts. Der Vertrieb dieser hauseigenen Produkte an freie Finanzberater und semi-institutionelle Anleger ist an die Gesellschaft Dolphinvest Consulting GmbH (DC) und deren Mitarbeiter ausgelagert, woraus eine sehr enge Kooperation bei Marketingaktivitäten entsteht. Der Geschäftsführer Michael Klimek ist sowohl Geschäftsführer der Gesellschaft als auch der Dolphinvest Consulting GmbH. Die Muttergesellschaft Dolphinvest Communications Limited, Dublin, ist größte Gesellschafterin der Gesellschaft.

1.4. Standorte

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und plant derzeit keine weiteren Standorte oder Niederlassungen. Es bestand im Berichtszeitraum keine Zusammenarbeit mit vertraglich gebundenen Vermittlern.

1.5. Produkte und Dienstleistungen

Die Gesellschaft ist Finanzportfolioverwalter in der Form eines Investmentmanagers (Fondsmanagers) im Falle eines Publikumsfonds oder als Vermögensverwalter im Falle eines Managed Account.

Die Gesellschaft ist Investmentmanager für sechs Publikumsfonds. Die vier Dachfonds EuroSwitch Absolute Return, EuroSwitch Balanced Portfolio, EuroSwitch Substantial Markets und EuroSwitch World Profile werden seit dem 01.04.2018 von der KVG Hauck & Aufhäuser (Rechtsnachfolger der KVG Oppenheim Asset Management Services) in Luxemburg geführt, die die Gesellschaft mit der Finanzportfolioverwaltung beauftragt hat. Dafür erhält die Gesellschaft eine Investmentmanager-Vergütung. Seit dem 01.07.2020 ist die Produktpalette um zwei Aktienfonds, den ARC Alpha Equity Story Leaders und den ARC Alpha Global Asset Managers erweitert und eröffnet damit neue Vertriebspotentiale.

Ferner agiert die Gesellschaft als Finanzportfolioverwalter individueller und standardisierter Anlagestrategien für von ihr direkt und indirekt betreute Anleger nach unterschiedlichen Risikoprofilen (Managed Accounts). Die Gesellschaft führt dabei keine Anlageberatung durch.

Die DC fungiert als Anlagevermittlerin für die sechs Euroswitch-Fonds bzw. die bestehenden Anlagestrategien für Managed Accounts, die auch von Dritten, also freien Finanzvertrieben, an sie vermittelt werden (indirekt betreute Anleger). Überdies betreibt die DC gegenüber professionellen Fondsvertrieben Marketing für Euroswitch-Fonds und Managed Accounts.

1.6. Geschäftsprozesse

Die Geschäftsprozesse sind im Organisationshandbuch beschrieben. Dabei steht die Finanzportfolioverwaltung mit ihren Anforderungen an die Aufbau- und Ablauforganisation im Vordergrund. Neben den bestehenden Investmentprozessen steht dem verantwortlichen Portfoliomanagement für die interne Beratung bei Investmententscheidungen ein ad-hoc tagendes Investmentkomitee bestehend auch aus der Geschäftsführung der DC zur Verfügung.

Compliance und Innenrevision werden intern von der Gesellschaft durchgeführt. Die Lohn- und Finanzbuchhaltung einschließlich des Meldewesens sind an ein Drittunternehmen ausgelagert.

1.7. Absatzmärkte

Die Gesellschaft vermarktet ihre Fonds und Managed Accounts über die DC an freie Finanzberater. Freie Finanzberater empfinden die strengen Regulierungsbestimmungen für den Vertrieb von Finanzprodukten (Anforderung §34 f GewO) unverändert als erschwerend. In der Konsequenz verändern sich die vertrieblichen Strukturen auch im Hinblick auf die Erfordernisse der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID II weiterhin nachhaltig.

Die Kapitalmärkte in 2023 waren durch stark differenzierte Entwicklungen geprägt. Auf der einen Seite die Aktienmärkte, die die schweren Verluste aus dem Vorjahr weitgehend kompensieren, teilweise sogar neue Höchststände erzielen konnten, auf der anderen Seite Zins- und Rohstoffmärkte, die ein unverändert schwieriges makroökonomisches Umfeld einpreisten. Auch die Tatsache, dass nach 2022 erneut in 2023 Gold zulegen konnte, lässt unverändert auf große Unsicherheiten an den Kapitalmärkten schließen.

Die über die Jahre 2022 und 2023 nahezu V-förmige Entwicklung der Aktienmärkte hatte vor allem zwei Treiber - ausgeprägte Zinssenkungshoffnungen (aus dem "higher for longer" Narrativ wurde im Jahresverlauf ein "earlier and faster") sowie das Thema Künstliche Intelligenz, welches vor allem die Indexschwergewichte, allen voran die größten US-Technologiewerte nach oben katapultierte. Unter dieser glanzvollen Indexoberfläche verdeckt konnte jedoch die Breite des Marktes hingegen kaum profitieren. Insofern war die Wertentwicklung des Jahres 2023 stark davon abhängig, inwieweit man dem engen Fokus und Momentum im Markt zu folgen bereit war.

Aus Sicht der Gesellschaft erzielten die hauseigenen Fonds, die den Großteil der betreuten Anlegergelder und somit das Gesellschaftsergebnis bestimmen, ebenso wie die eingesetzten Anlagestrategien für Managed Accounts gemessen an ihrem jeweiligen Risikoprofil relativ gute Ergebnisse. Zwar blieb die katapultartige Wertentwicklung wie bei US-Technologieaktien aus, dafür waren aber auch die Verluste im Vorjahr geringer. Einigen Strategien gelang ebenfalls eine V-förmige Erholung nach dem schweren Jahr 2022.

Vier der sechs Publikumsfonds der Gesellschaft sind Dachfonds. Dachfonds bieten als einziges Finanzinstrument den generellen Vorteil der Streuung auf unterschiedliche Investmentstrategien und -stile, sind aber in der Wahrnehmung der Medien in erster Linie teuer (Stichwort: Gebührenkaskade), welches den Vertriebserfolg trotz wettbewerbsfähiger risikoadjustierter Nach-Kosten-Performance erschwert. Auch der unveränderte Fokus von Medien und Verbraucherschützern auf kostengünstige ETFs lenkt von den zahlreichen Vorteilen und dem Mehrwert insbesondere fondsbasierter Vermögensverwaltungen und Dachfonds ab und begünstigt sogar den Konzentrationsgrad der Investments auf immer weniger Marktsegmente und bereits teurer Titel. Daneben begünstigte die politische und mediale Aufmerksamkeit auf den Klimawandel eine Lenkung in spezielle Anlageformen wie nachhaltige Geldanlagen, von der die Gesellschaft nicht profitieren konnte.

1.8. Produktänderungen und Neuheiten

Die Gesellschaft erachtet neben der Entwicklung geopolitischer Ereignisse - vor allem im globalen Superwahljahr 2024 - die weiteren Wechselwirkungen aus Inflation und Zinsen verbunden mit konjunkturellen Unsicherheiten in Folge struktureller Veränderungen der Weltwirtschaft als die wesentlichen Herausforderungen für Branche wie Anleger in den kommenden Jahren.

Im Hinblick auf zu erwartende Kapitalmarktchancen wie -risiken erachten wir das aktuelle Produktangebot für ausreichend, schließen aber eine Erweiterung nicht aus.

Neben der Auflage eines Absolute Return Fonds mit dem Schwerpunkt zinsalternativer Strategien bereits in 2017 und der Einführung von sog. "Clean Share Classes" im selben Jahr wurden in 2018 erstmals Anlagestrategien für Direktanlagen in Form von Managed Accounts entwickelt. In 2020 wurden zwei direkt anlegende Aktienfonds mit thematischen Schwerpunkten aufgelegt, um die Attraktivität für den Vertrieb zu erhöhen. In 2022 wurde für Managed Accounts für ausgewählte Strategien die Möglichkeit einer digitalen Vermögensverwaltung geschaffen.

Mit Inkrafttreten der europäischen Offenlegungsverordnung EU 2019/2088 am 10. März 2021 erfuhr das Thema Nachhaltigkeit eine noch stärkere Bedeutung. Die Gesellschaft verfügte zwar bereits seit 2015 über ein thematisch entsprechendes Managed Account, setzte dort aber die erst jüngst entwickelten Vorgaben einer teilweise irritierenden EU-Taxonomie nicht um. Die Strategie "Nachhaltigkeit" wurde daher von der Gesellschaft im Verlauf des Jahres 2022 eingestellt.

Die sechs Publikumsfonds wurden bewusst nach Artikel 6 der Verordnung eingestuft - ein Prüfprozess, diese gegebenenfalls nach Artikel 8 einzustufen, ist aktuell unterbrochen.

1.9. Externe Einflussfaktoren auf das Geschäft

Die Entwicklung der Kapitalmärkte sowie das Anlegerverhalten in Form von Mittelflüssen sind die primären externen Einflussfaktoren hinsichtlich der geschäftlichen Entwicklung.

Das Kapitalmarktgeschehen zeigte sich im Berichtszeitraum sehr abhängig von den Nachrichten zur Inflations- und Zinsentwicklung und deren Interpretation, von einerseits der Euphorie um Künstliche Intelligenz und andererseits geopolitischen Ereignissen.

Die Zinsentwicklung bzw. vielmehr die Erwartung zur Zinspolitik der Notenbanken war einer der entscheidenden Treiber für die Märkte und somit das Investorenverhalten in 2023. Zinssenkungshoffnungen in Verbindung mit einem makroökonomischen Goldilocks-Szenario schoben viele Aktienindizes auf Allzeithöchststände, während gleichzeitig viele Anleger nur von der Seitenlinie zuschauten. Im weiteren Verlauf des Jahres lockten die steigenden Kurse immer mehr Anlegergelder an, selten wurde derart konzentriert in nur wenigen Aktien das Geld angelegt, während in der Marktbreite wenig passierte. Mit der Konzentration steigen die Bewertungen einzelner Segmente jenseits ihrer historischen Durchschnitte, vereinzelt erscheinen Kurse der wirtschaftlichen Realität enteilt. Erinnerungen an das Jahr 2000 wurden und werden wach, aber während vor fast 25 Jahren auch nicht funktionierende Geschäftsmodelle gehyped wurden, sind diesmal die Hoffnungsträger nachweislich erfolgreiche Unternehmen, teilweise in globaler Monopolstellung. Trotz sehr hoher Bewertungen ist die Situation also nicht vergleichbar, dennoch können individuelle Enttäuschungen oder auch politische Einflussnahmen schnell zu Marktanpassungen führen. Neben der unsicheren Geopolitik wie konjunkturellen Lage bleiben auch die strukturellen Veränderungen wie Demografie, De-Globalisierung und De-Karbonisierung als treibende Kräfte nennenswert.

Das Anlegerverhalten war im Berichtszeitraum trotz des durchschnittlich positiven Marktumfeldes durchwachsen, die Gesellschaft erlebte im Aggregat wieder gestiegene Mittelabflüsse, aber unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

Trotz verbesserter Situation bei den Mittelflüssen durch Neugeschäft besteht die Kundendemographie in den Dachfonds fort, d.h. Anleger ziehen aus Altersgründen regelmäßig Bestände ab. Als neuer Faktor begünstigt die Inflation und das neue Zinsregime eine wachsende Unsicherheit bei Vermittlern wie Anlegern was zu erneuten Mittelabflüssen bzw. schwächerem Neugeschäft führen kann. Auch die Regulierung führt bei weniger auf Investments spezialisierten Finanzvertrieben zu deutlicher Zurückhaltung und bei den Anlegern oft zu Verunsicherung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft ist in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung in erster Linie von der Höhe der in den Fonds und Managed Accounts verwalteten Anlegergeldern (Assets) abhängig. Deren Höhe bestimmt sich einerseits nach der Wertentwicklung der in den Anlagestrategien eingesetzten Finanzinstrumente, andererseits nach der Veränderung der angelegten Gelder durch Mittelzu- und abflüsse.

Die Performance der die Assets dominierenden sechs Fonds entwickelte sich angemessen und im Mitbewerbervergleich teilweise überdurchschnittlich. Bei den vermögensverwaltend ausgerichteten Dachfonds beendete die Anteilsklasse H des mehrheitlich aktienbasierten, aber streng risikokontrollierten EuroSwitch Substantial Markets das Jahr 2023 mit +7,3% (Vj -7,6%), die des nach Chancen und Risiken ausgewogenen EuroSwitch Balanced Portfolio mit +4,4% (Vj -6,8%), die des auf Vermögenserhalt ausgerichteten EuroSwitch Absolute Return das Jahr mit -2,2% (Vj -1,6%). Die Anteilsklasse H des weltweit anlegenden aktienfokussierten EuroSwitch World Profile beendete das Kalenderjahr mit +12,5% (Vj -17,8%). Die beiden zum 1. Juli 2020 aufgelegten Aktienfonds entwickelten sich schlechter als die durch die wenigen Indexschwergewichte dominierten Aktienmärkte, Ursache dafür ist deren vergleichsweise großer Anteil an Nebenwerten, die in 2023 kaum profitieren konnten. Die Anteilsklasse H des auf globale Qualitätstitel fokussierten ARC ALPHA Equity Story Leaders beendete das Kalenderjahr mit +4,5% (Vj -18,2%), der in börsennotierte Asset Manager investierende ARC ALPHA Global Asset Managers mit +7,8% (Vj -23,5%).

Börsenjahre mit guter Wertentwicklung können durchaus die negative Wirkung strukturell bedingter Mittelabflüsse brechen. 2023 war aber ein Jahr mit Abflüssen, wenn auch unterdurchschnittlich. Während der Aktienfonds ARC ALPHA Equity Story Leaders Mittelzuflüsse von etwa 18% des Fondsvolumens erfuhr, blieben der ARC ALPHA Global Asset Managers und der World Profile unverändert, bei den anderen Fonds summierten sich die Abflüsse auf -5% im Substantial Markets, -6% Balanced Portfolio und auf -13% im Absolute Return des Fondsvolumens.

In der Konsequenz (Wertentwicklung und Mittelflüsse) sind die Anlegergelder (Assets) in den vier Dachfonds und beiden Aktienfonds um €3,4 Millionen auf €107,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Daneben stiegen die Anlegergelder ist den Managed Accounts auf etwa €9,5 Millionen, sodass die Gesellschaft per Jahresende €117,3 Millionen verwaltete (+€4,3 Millionen).

Das laufende Jahr setzte zunächst die Aktienrallye fort, vor allem in den bereits das Vorjahr dominierenden wenigen Titeln. Sinkende Inflation und die Bestätigung von Zinssenkungsszenarien könnten zu einer Rotation weg von der bisherigen Rallye mehr in die Breite des Marktes führen. Zeitgleich kann aber das Superwahljahr 2024 einige Überraschungen - positiv wie negativ - bieten. Diese, verbunden mit einer unverändert unsicheren Inflations-, Zins- und Weltwirtschaftsentwicklung könnten wieder zu erhöhten Wertschwankungen an den Kapitalmärkten führen, die zuletzt auffällig niedrig waren. Für eine Abschätzung der weiteren Wertentwicklung sowie der Einordnung der Mittelflüsse für das laufende Geschäftsjahr ist es zu früh.

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

(Quellen: Deutscher Bundestag, BVI, Ignites)

Die Wirtschaftsleistung ging in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent zurück. Sie erwies sich also als deutlich schlechter, als die Bundesregierung noch in ihrer Herbstschätzung angenommen hatte. Da war sie noch von einem BIP-Wachstum um 1,3 Prozent in 2023 ausgegangen.

Die deutsche Wirtschaft schnitt im Vergleich zu anderen großen westlichen Volkswirtschaften schlecht ab.

Die Gründe hierfür liegen in den Folgen der noch bis vor kurzem starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung.

Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Die nachlassende Inflation in Kombination mit hohen Lohnzuwächsen führte zu einer verbesserten realen Kaufkraft. Der Arbeitsmarkt erwies sich einmal mehr als robust und erreichte mit 46 Millionen Erwerbstätigen sogar einen historischen Höchststand.

Die Investmentbranche in Deutschland konnte von verbesserter Kaufkraft und robustem Arbeitsmarkt ein Stück weit profitieren. 2023 legten offene Publikumsfonds gegenüber einem schwierigen Vorjahr wieder zu. Nach Nettomittelabflüssen von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2022 verzeichneten Publikumsfonds 2023 Zuflüsse in Höhe von 12,9 Milliarden Euro. Gleichwohl lag für 2023 das gesamte Vermögen in Fonds und Mandaten in Deutschland noch deutlich unter dem Niveau von 2021.

Dachfonds, die europaweit ein Vermögen von 1,17 Billionen Euro verwalten, sind ein wichtiger Vertriebskanal für grenzüberschreitende Vermögensverwalter, insbesondere in von Banken dominierten Märkten wie Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Angesichts der zunehmenden Zinserhöhungen sind die lokalen Banken jedoch dazu übergegangen, eher Produkte mit Ziellaufzeiten als Dachfonds zu fördern. So trug der Verkauf von Zertifikaten erheblich zum Geschäftsergebnis 2023 der Deka bei.

Die Verlagerung der Anleger auf festverzinsliche Anlagen ging zu Lasten von Multi-Asset- oder Allokationsfonds, aus denen im vergangenen Jahr insgesamt 72 Mrd. Euro abgeflossen sind - die am stärksten betroffene Anlageklasse in Europa. Allokationsfonds haben in den letzten zwei Jahren unter Abflüssen gelitten, da die Anleger in Zielterminstrategien und Rentenfonds umgeschichtet haben. Dachfonds in bankdominierten Märkten mussten im Jahr 2023 allesamt Rückgänge bei den verwalteten Vermögen hinnehmen.

Der Trend in Richtung ETFs setzte sich 2023 fort. Aktienfonds verzeichneten Zuflüsse von 12,9 Milliarden Euro, wovon 10,2 Milliarden Euro, also 79% in Aktien-ETFs und 2,7 Milliarden Euro, also gerade einmal 21% in aktiv gemanagte Fonds flossen. Bei Anleihenfonds war die Situation ähnlich, hier entfiel mehr als die Hälfte der Zuflüsse auf Renten-ETFs.

2.3. Besonderheiten

Die Gesellschaft steht unverändert vor personellen Veränderungen im Gesellschafterkreis. Bereits im Februar 2020 ist der Gründer und Gesellschafter Peter Fehrenbach verstorben, im Januar 2021 der Gesellschafter Gerhard Ziegler. Nachdem die Erbfolge im Fall Fehrenbach geregelt ist, gehen wir auch im Fall Ziegler von einer reibungslosen Gestaltung der Nachfolge aus und erwarten keine negative Beeinträchtigung der geschäftlichen Aktivitäten.

Für das laufende Jahr gehen wir von einem störungsfreien Ablauf der Prozesse und einer Fokussierung auf das Kerngeschäft aus. Herausfordernd bleibt das Ausmaß der Regulierung mit entsprechenden administrativen Tätigkeiten, die nicht unmittelbar mit dem Kapitalmarktgeschehen oder den Kunden in Verbindung stehen - ein Grund, weshalb sich die Gesellschaft als Anbieter einer Nachhaltigkeits-Strategie zurückgezogen hat. Das nach mehr als 20 Jahren sinkender Zinsen geänderte Zinsregime betrachten wir für die Kapitalanlagen prinzipiell als Chance. Interessant bleiben neben den je Risikoprofil unterschiedlichen vermögensverwaltenden Ansätzen die direkt anlegenden Aktienfonds sowie das Angebot einer digitalen Vermögensverwaltung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft auf Basis ihrer Erlaubnis erstmalig Eigengeschäfte getätigt. Ziel ist dabei die Vermögenssicherung, vor allem wurden für die hohe Liquidität Geldmarktanlagen angesichts eines gegenüber Bankeinlagen attraktiven Zinsniveaus im kurzfristigen Bereich getätigt.

2.4. Ertragslage

Die Provisionserträge lagen mit TD€ 514 knapp 9% über dem Vorjahr, welches im Wesentlichen auf die positive Wertentwicklung der Produkte in Verbindung mit einer im Verlauf des Geschäftsjahres erfolgten Gebührenerhöhung zurückzuführen ist. Somit konnten die gegenüber dem Vorjahr höheren, aber immer noch unterdurchschnittlichen Mittelabflüsse kompensiert werden. Die Provisionserträge bestehen ausschließlich aus Vermögensverwaltungsentgelten, resultierend aus den Investmentmanager-Verträgen für die Fonds und den Vermögensverwaltungsverträgen für die Managed Accounts. Aufgrund der abgeschlossenen Vertriebsauslagerung liegt der Anteil von Bestandsprovisionen und Ausgabeaufschlägen bei Null. Die Provisionserträge werden zu etwa 95% durch die sechs Fonds dominiert. Die Provisionen fließen der Gesellschaft für die Fonds monatlich, für die Managed Accounts quartalsweise zu.

2.5. Finanzlage

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um TD€ 13 oder 4%, wobei sich vor allem die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um 12% erhöhten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11%, welches im Wesentlichen auf Werbekosten und Preisanhebungen beim Bezug von Finanzdaten zurückzuführen ist.

Die Gesellschaft erzielte in 2023 ein positives Ergebnis normaler Geschäftstätigkeit in Höhe von TD€7 und damit knapp TD€18 mehr als im Vorjahr, was im Wesentlichen auf die höheren Provisionserträge zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss entspricht dem Ergebnis normaler Geschäftstätigkeit.

Der Ausblick der Geschäftsführung für das laufende Jahr ist positiv stabil. Das bilanzielle Eigenkapital von €343.006,62 zum 31.12.2023 setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von €179.010,00, einer Kapitalrücklage in Höhe von €124.447,39, einer Gewinnrücklage in Höhe von €40.000 und einem Bilanzverlust von -€450,77.

Die Liquidität der Gesellschaft war stets ausreichend zur Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen. Es wurden im Jahresverlauf Rückstellungen in ausreichendem Maße gebildet, um im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Abschluss- und Prüfungskosten zu erfüllen.

2.6. Vermögenslage

Wie schon im Vorjahr bestand das Vermögen der Gesellschaft ganz überwiegend aus Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden. Die drei Basisziele der Gesellschaft sind 1. die Erhaltung des Eigenkapitals, 2. die Verlustvermeidung und 3. die Liquiditätssicherung.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist gesichert.

3. Prognose-Chance-Risikobericht

3.1. Umsatzprognose

Die Kapitalmärkte setzten in den ersten Wochen des neuen Jahres die positive Entwicklung des Jahres 2023 fort - Aktienindizes aus den USA, Europa und Japan erlebten sogar neue Allzeithöchststände. Treiber ist neben der unveränderten Euphorie um KI-bedingte Wachstumsperspektiven die Hoffnung auf sinkende Zinsen angesichts einer Beruhigung an der Inflationsfront. Dabei haben die Notenbanken in den USA und Europa ursprüngliche Erwartungen zwar kassiert, werden aber voraussichtlich im Sommer mit ersten Zinssenkungen beginnen. Gleichzeitig bleibt die Erwartung einer vergleichsweise stabilen Weltwirtschaft im Markt vorherrschendes Szenario. Irritierend bleibt die Tatsache, dass die gesehene Aktienrallye sich zwar von den US-Technologiegiganten auf andere Indexschwergewichte ausgedehnt hat, die Mehrheit der Titel vor allem in der 2. und 3. Reihe unverändert nicht partizipieren konnte. Hier stellt sich die Frage, ob in einem positiven wirtschaftlichen Szenario die Markterholung tiefer in der Breite einsetzen kann.

Das Kapitalmarktjahr 2024 ist auch ein globales Superwahljahr. Neben den Unsicherheiten bei Inflations- und Zinsentwicklung kann die geopolitische Entwicklung prägend für das Jahr im weiteren Verlauf werden. So sind auch ein Wiederansteigen von Volatilität und Rotationen zwischen Marktsegmenten ein durchaus realistisches Szenario.

Vor diesem Hintergrund und den zu erwartenden ständigen Neubewertungen der Szenarien ist auch das Anlegerverhalten wenig prognostizierbar. Zuversichtlich stimmt jedoch, dass die Aufgeschlossenheit für Geldanlagen an den Kapitalmärkten, vor allem für Aktien, auch in politischen Kreisen spürbar gestiegen ist.

Wir gehen nach dem Eindruck der ersten Wochen von einer weiteren Normalisierung der Mittelabflüsse unterhalb des langjährigen durchschnittlichen Niveaus aus, wenn auch nicht so erfreulich wie im Vorjahr. Wegen der im Vorjahr gestiegenen Anlegergelder erfährt die Gesellschaft einen positiven Basiseffekt für die Provisionserträge.

In einem normalen Kapitalmarktumfeld gehen wir daher davon aus, erwartete durchschnittliche Mittelabflüsse vollständig ausgleichen zu können. Ohne Sondereffekte gehen wir für das Kalenderjahr 2024 von einem positiven Ergebnis aus.

3.2. Risikomanagement

Die Gesellschaft unterliegt operationellen Risiken, Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und vor allem Marktrisiken. Aufgrund der stabilen und skalierbaren direkten Abhängigkeit der Ertragsentwicklung der Gesellschaft von der Wert- und Volumenentwicklung der Fonds und Managed Accounts konzentriert sich das Risikomanagement auf zwei Bereiche, die im Wesentlichen durch allgemeine Marktrisiken bestimmt sind:

Kapitalmärkte

Das Portfoliomanagement der Gesellschaft bewertet täglich die Marktrisiken und entwickelt dabei Szenarien für die weitere Entwicklung der Kapitalmarktsegmente und Anlagestrategien. Ziel ist es, Verlustgefahren frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls bei Bedarf und je nach Profil Risiken in den Portfolien zu reduzieren.

Mittelflüsse

Das Portfoliomanagement ist täglich über die Mittelzu- und abflüsse informiert, um die dafür erforderliche Liquidität in den Fonds und Portfolien zu steuern. Von der durchschnittlichen Norm abweichende Bewegungen werden auf ihren Ursprung hin analysiert und mit den Vertriebspartnern adressiert.

3.3. Gesamtbild der Risikolage

Die Gesellschaft erachtet die Risiken für die Ertragsentwicklung, die sich aus einer potentiell negativen Entwicklung der Kapitalmärkte und aus Mittelabflüssen ergeben könnten, als 'Marktrisiken'. Diese 'Marktrisiken' umfassen auch das Reputationsrisiko, welches sich aus vergleichsweise schlechter Wertentwicklung der eigenen Produkte ergeben könnte.

Die Gesellschaft quantifiziert das Marktrisiko auf die Gesamtheit der Provisionseinnahmen. Mit Hilfe einer Monte-Carlo Simulation in Bloomberg PORT wird quartalsweise für unterschiedliche Kapitalmarkt-Stressszenarien die Entwicklung der Assets bewertet sowie einer Value-at-Risk Kalkulation mit einer Konfidenz von 99% für einen Monat unterzogen. Unser Gesamtmarktrisiko quantifizieren wir mit einem Conditional-Value-at-Risk in Höhe von 25% der Assets und addieren dazu 2,5 Mio. € Mittelabflüsse.

Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken bestehen in erster Linie bei Forderungen gegenüber der KVG (Hauck & Aufhäuser) für Vergütungen aus den eigenen Dachfonds sowie gegenüber der Hausbank, der Commerzbank. Die Gesellschaft quantifiziert die Ausfallrisiken pauschal mit 2,5% sowie die Liquiditätsrisiken pauschal mit 2,5% der Provisionseinnahmen. Die Gesellschaft hat zu diesem Zweck sehr konservative Werte angenommen.

Sonstige operationelle Risiken ergeben sich aus der Nutzung der IT, der jederzeitigen Systemverfügbarkeit, der Buchhaltung, des Meldewesens und des Personalausfalls. Die Gesellschaft quantifiziert diesen Risikoblock pauschal mit 5% der gesamten Provisionseinnahmen.

Das Risikodeckungspotential für die identifizierten Risiken besteht aus dem Eigenkapital der Gesellschaft abzüglich des aufsichtsrechtlichen Mindestkapitals - die Gesellschaft verfügte stets über hinreichend freies Risikodeckungsbudget.

 

Frankfurt, 15.03.2024

gez. Michael Klimek

gez. Thomas Böckelmann

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,94 46,73
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 155.311,00 275.491,00
155.311,94 275.537,73
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 67.588,10 63.557,64
b) andere Forderungen 7.017,68 6.247,05
74.605,78 69.804,69
3. Forderungen an Kunden 44.594,94 38.022,43
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 96.964,03 0,00
5. Sachanlagen 263,00 70,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 12.471,76 32,70
7. Rechnungsabgrenzungsposten 11.997,21 9.583,44
SUMME AKTIVA 396.208,66 393.050,99

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 7,49 5,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 513,64 4.545,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.290,41 10.267,21
4. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 43.390,50 41.940,50
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 179.010,00 179.010,00
b) Kapitalrücklage 124.447,39 124.447,39
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 40.000,00 40.000,00
d) Bilanzverlust -450,77 -7.165,93
SUMME PASSIVA 396.208,66 393.050,99

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 0,01 -956,89
2. Provisionserträge 513.938,34 472.923,02
3. Provisionsaufwendungen 0,00 3.000,00
513.938,34 469.923,02
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.953,23 828,29
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 278.414,40 271.462,40
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 55.528,32 49.622,52
333.942,72 321.084,92
b) andere Verwaltungsaufwendungen 175.546,71 158.032,23
509.489,43 479.117,15
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 186,99 1.166,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 500,00 502,32
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.715,16 -10.991,62
9. Jahresüberschuss 6.715,16 -10.991,62
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 7.165,93 -3.825,69
Bilanzverlust 450,77 7.165,93

ANHANG

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname laut Registergericht: Dolphinvest Capital GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 40087

Die Dolphinvest Capital GmbH (bis 16.01.2024 Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH) ist ein Wertpapierinstitut gemäß des § 2 Abs. 2 Nr. 3, 4 und 9 WpIG.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Gesetzes zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Nach § 340 Abs. 4a i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Formblättern der RechKredV aufgestellt. Die GuV wurde in Staffelform nach dem Formblatt 3 gegliedert.

Fremdwährungsbeträge wurden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen zum Jahresende bestehen nicht.

Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Anhangs ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden nach den Grundsätzen der Einzelbewertung und des Vorsichtsprinzips bewertet. Sie wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Dauernde Wertminderungen würden über Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag und Wertaufholungen durch Zuschreibungen höchstens bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten keine Abschreibungen oder Zuschreibungen. Es handelt sich in voller Höhe um börsenfähige und zugleich börsennotierte Wertpapiere.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagebeständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von bis zu 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

In der Barreserve sind vor allem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank enthalten, die eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die unter der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere zu erfassenden Investmentanteile, welche vereinbarungsgemäß der Rückdeckung der gegenüber Mitarbeitern des Unternehmens bestehenden Verpflichtungen aus Zeitwertguthaben dienen, sind unter Anwendung der betreffenden Vorschriften des BilMoG mit der entsprechenden Erfüllungsrückstellung saldiert worden. Das Wertänderungsrisiko dieser Investmentanteile wird vertragsgemäß von den betreffenden Mitarbeitern getragen, sodass nach Saldierung von Vermögenswert und Verpflichtungen weder ein Aktiv- noch ein Passivüberhang besteht. Eine analoge Verrechnung erfolgte in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Am Bilanzstichtag belief sich der auf den Anschaffungskosten basierende Aktivwert dieser Investmentanteile auf 10.880,14 EUR (Vorjahr 5.486,60 EUR). Der Zeitwert dieser Investmentanteile lag am Jahresende bei 10.905,55 EUR (Vorjahr 5.234,84 EUR).

Die verrechneten Erträge und Aufwendungen betragen 5.670,71 EUR (Vorjahr -6.597,43 EUR).

Außerhalb der i.R.d. Zeitwertguthabens zu verwendenden Wertpapiere werden auch weitere Wertpapiere in Höhe von 96.964,03 EUR als Eigengeschäft gehalten. Diese sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen und sind damit als Anlagevermögen zu klassifizieren.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Angaben nach § 34 Abs. 3 RechKredV i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB und § 340e Abs. 1 HGB.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 70.992,00 0,00 0,00 0,00 70.992,00
Sachanlagen 32.145,72 379,99 0,00 0,00 32.525,71
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 96.964,03 0,00 0,00 96.964,03
103.137,72 97.344,02 0,00 0,00 200.481,74
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 70.992,00 0,00 0,00
Sachanlagen 32.075,72 0,00 186,99
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
103.067,72 0,00 186,99
Abgänge Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00 70.992,00
Sachanlagen 0,00 0,00 32.262,71
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 103.254,71
Buchwert 31.12.2023 (31.12.2022)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 0,00
(0,00)
Sachanlagen 263,00
(70,00)
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 96.964,03
(0,00)
97.227,03
(70,00)

Die Sachanlagen bestehen in voller Höhe aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen des laufenden Jahres von 54,32 EUR (Laufzeit bis ein Jahr).

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Weiterhin ist in den sonstigen Vermögensgegenständen i.R.d. Eigengeschäfts Barrengold im Wert von 12.417,44 EUR enthalten, das ebenso wie die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt ist.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern und Lieferanten in Höhe von 708,20 EUR, Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von 2.915,22 EUR und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe von 4.677,22 EUR sowie aus Umsatzsteuern in Höhe von 989,77 EUR enthalten. Die Laufzeiten betragen jeweils bis zu einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Sachverhalte 2023 2022
EUR EUR
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung samt voraussichtlich 30.988,00 29.948,00
nicht abziehbarer Vorsteuer
Personalkosten 11.050,00 11.050,00

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von 7.165,93 EUR einbezogen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige außerbilanzielle langfristige Verpflichtungen in Form von Umlagenzahlungen an die Dolphinvest Consulting GmbH und Dolphinvest Communications Limited. Diese fallen für anteilig weiterberechnete Kosten wie z.B. Miete samt Nebenkosten, IT-Kosten oder Büromaterialien in Höhe von jährlich etwa 33.000,00 Euro netto an.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge i.H.v. 513.938,34 EUR werden ausschließlich durch Dienstleistungen i.R.d. Finanzportfolioverwaltung erbracht. Sie setzen sich zu etwa 95 Prozent aus dem Management von Publikumsfonds zusammen und zu etwa 5 Prozent aus der Betreuung von Einzelmandaten.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 476,55 EUR enthalten. Die Erträge wurden in dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst.

Außerdem sind in den Provisionserträgen -168,07 EUR periodenfremde Erlösschmälerungen enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 380,29 EUR enthalten. Die Aufwendungen wurden in dem Posten "Andere Verwaltungsaufwendungen" erfasst.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden ohne Berücksichtigung der beiden Geschäftsführer zwei Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herrn Michael Klimek, Kaufmann

Herrn Thomas Böckelmann, Investmentanalyst

Die Gesamtbezüge werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Nettogesamthonorar beträgt 20.800,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 10.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen 10.300,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 6.715,16 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrags in Höhe von 7.165,93 EUR ergibt sich ein Bilanzverlust von 450,77 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden -450,77 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, 15.03.2024

gez. Michael Klimek, Geschäftsführer

gez. Thomas Böckelmann, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dolphinvest Capital GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dolphinvest Capital GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main 6. Mai 2024

FFA Frankfurt Finance Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Schliemann, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Beschluss über die Ergebnisverwendung:

Die Gesellschafterversammlung hat am 05.06.2024 beschlossen, gemäß Vorschlag zur Ergebnisverwendung den Bilanzverlust in Höhe von -450,77 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2024 festgestellt.

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