Beschichten von Metallen
Lünewell GmbH
Otto-Brenner-Straße 5, 21337 Lüneburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Hebrok seit 31.10.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
| 26.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lünewell GmbHLüneburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Das Unternehmen Lünewell GmbH produziert Wellpappbogen zur weiteren Verarbeitung von Wellpappprodukten. Die einzige Betriebsstätte befindet sich in Lüneburg. Die Herstellung von Wellpappe wurde im April 2013 aufgenommen. Wir beliefern die weiterverarbeitende Verpackungsindustrie mit Wellpappe. Die Fabrikation in Lüneburg unterhält eine leistungsfähige Wellpapperzeugungsanlage mit einem Kundenstamm in Norddeutschland. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war nach dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn erwartete allgemeine Entwicklung waren vor allem die Verminderung des privaten Konsums infolge der Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Zusätzlich waren eine deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie dämpfende Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen zu verzeichnen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) - als Indikator für die Wirtschaftsleistung in Deutschland - ist nach Angaben des Statischen Bundesamts (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die Konjunktur befindet sich in schwierigem Fahrwasser. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist labil und das Wachstum des Welthandels historisch niedrig, was für eine Exportnation wie Deutschland eine Herausforderung darstellt. Die notwendige Inflationsbekämpfung hat zu hohen Zinsen geführt, was sich negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen auswirkt. Die größte Herausforderung bleibt generell und branchenübergreifend der Arbeitskräftemangel. Zusätzlich sendeten die Frühindikatoren für die weitere Entwicklung des privaten Konsums zuletzt eher verhaltene Signale. Positiv ist festzustellen, dass die Inflation in Deutschland weiter zurückgeht. Laut dem BMWi lässt sich auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen eine nachlassende Preisdynamik beobachten. Beispielhaft sind die Erzeugerpreise im Oktober 2023 um -11,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Im September 2023 verzeichneten die Erzeugerpreise den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949, mit einer Rate von -14,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Oktober 2023 sanken die Erzeugerpreise beispielhaft um 0,1 % im Vergleich zum Vormonat. Die Einfuhrpreise fielen im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,0% und um 0,3% im Vergleich zum Vormonat. Im November 2023 sind die Verkaufspreise im Großhandel im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % gesunken. In einer Zwischenbilanz für 2023 vermeldete der VDW (Verband der Wellpappen-Industrie e.V.) durchweg sinkende Absatzzahlen für die Wellpappenindustrie. Im dritten Quartal sank der arbeitstägliche Wellpappenabsatz der Mitglieder in Deutschland um 4,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal betrug die Veränderungsrate noch -9,8%. Somit zeigt sich eine leicht verbesserte Entwicklung im Laufe des Jahres. Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der deutschen Wellpappenindustrie laut VDW 78,7 %. Das entspricht einem Rückgang um 9,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (87,8 %). Aufgrund einer sich abkühlenden Gesamtwirtschaft und steigender Kosten in allen Bereichen war es schwieriger geworden, eine gleichbleibend hohe Produktionsauslastung zu erreichen. Die Wellpappenpreise entwickelten sich im Jahr 2023 rückläufig. Laut VDW sank der Wellpappenpreis allein von Januar bis September 2023 um 13,2 %. Diese Entwicklung setzte sich zum Jahresende fort. Nach Angaben des Statischen Bundesamts sank der Durchschnittspreis 2023 für Wellpappe und -papier im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 %. Infolgedessen hatte die gesamte Wellpappenbranche in 2023 bei sinkenden Einkaufs- und Verkaufspreisen mit Absatz- und Ergebnisproblemen zu kämpfen. Positiv für unsere Branche bleibt weiterhin der gesellschaftliche Trend hin zur Nachhaltigkeit. Hier bietet sich Wellpappe weiter als ökologische Packmittelalternative zu Kunststoff an. 2. Geschäftsverlauf Auch die Lünewell GmbH konnte sich dem Trend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen. Die produzierte Menge reduzierte sich in 2023 um rund 9,5 %. Zudem musste das Unternehmen die deutlichen Preisreduzierungen beim Rohstoffeinkauf überwiegend an die Kunden weitergeben. Obwohl der relative Rohertrag um 6,6 Prozentpunkte gestiegen ist, ist der absolute Rohertrag um TEUR 1.625 gesunken. Aufgrund der mit der geringeren Laufleistung und den reduzierten Verkaufspreisen verbundenen Umsatzminderung ist das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.893 auf TEUR 3.266 gesunken. Beim Reparaturaufwand war ein Anstieg der Kosten um 13,8 % und bei den Raumkosten - infolge allgemein erhöhter Energiekosten - eine Steigerung von 14,0 % zu verzeichnen. Die Frachtkosten sind aufgrund der geringeren Produktionsmenge um 11,0 % zurückgegangen. Nach Abzug der Einkommen- und Ertragsteuern von TEUR 998 beträgt das Jahresergebnis TEUR 2.268 (Vorjahr TEUR 3.590). Insgesamt ist festzustellen, dass das Jahr 2023 trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwierigkeiten ein erfolgreiches Jahr für die Lünewell GmbH gewesen ist. Die Eigenkapitalquote beträgt 82,6 % (Vorjahr 74,8 %), während das Eigenkapital der Gesellschaft am 31. Dezember 2023 einen Wert von TEUR 9.680 aufwies. Unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2023 beinhalteten im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen an unserer Wellpappenerzeugungsanlage. Um eine alternative Energieversorgung der Produktion sicherzustellen, wurde in 2022 mit einer technischen Erweiterung begonnen, um für die Versorgung der Brenner neben Gas auch Öl einsetzen zu können. Diese Investition von TEUR 558 wurde in 2023 erfolgreich abgeschlossen. Im Durchschnitt des Jahres 2023 ging die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf insgesamt 41 (Vorjahr 42) leicht zurück. Es bestand eine ausgeglichene Altersstruktur. Die Lünewell GmbH verzeichnete eine erfreuliche Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen ohne merkliche Fluktuationen. Im Bereich der Produktion profitiert die Gesellschaft von der langjährigen Erfahrung, der ständigen Schulung sowie Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Lünewell GmbH hat in 2015 ein Energiemanagement zur Verbesserung der Energieeffizienz nach § 3 SpaEfV eingeführt. Des Weiteren ist Lünewell nach FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert. In 2023 wurde ein FSC Überwachungsaudit erfolgreich bestanden und die Zertifizierung des Alternativen Energiemanagementsystems nach Anlage 2 der SpaEfV durchgeführt. 3. Lage a) Ertragslage Unsere wesentliche Ertragsquelle ist der Vertrieb von Wellpappbogen in unterschiedlichen Sorten und Größen, insbesondere an ein nahestehendes Unternehmen. Wie prognostiziert lag das Jahresergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 unter dem Ergebnis von 2022. Unsere Umsatzerlöse sind preis- und mengenbedingt um -27,9 % deutlich gesunken. Die produzierte Wellpappmenge hat sich im Vorjahresvergleich um rund 9,5 % reduziert. Im Einkauf konnte das Unternehmen von den sinkenden Papierpreisen profitieren, die aber überwiegend an die Kunden weitergegeben werden mussten. Der Rohertrag ist absolut um TEUR 1.625 (-12,2 %) gesunken, relativ aber um 6,6 Prozentpunkte gestiegen. Der Personalaufwand ist bei leicht geminderter Mitarbeiterzahl und bei allgemeinen Lohnerhöhungen um 0,4 % gestiegen. Der sonstige Betriebsaufwand ist um 5,1 % auf TEUR 5.515 gestiegen. Dabei haben sich die Raum- und Energiekosten um TEUR 250 und die Reparaturaufwendungen um TEUR 132 gegenüber dem Vorjahr erhöht, während die Frachtkosten - aufgrund der verminderten Absatzmenge - um TEUR 205 zurückgegangen sind. Das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.266 (Vorjahr: TEUR 5.159). Die Gesellschaft erzielte mit TEUR 2.268 ein positives Jahresergebnis. Das Jahresergebnis wurde durch Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 998 belastet. b) Finanzlage Die Finanzlage der Lünewell GmbH ist weiterhin positiv. Zum Jahresende 2023 verfügte die Gesellschaft mit liquiden Mittel in Höhe von TEUR 2.742 (Vorjahr TEUR 3.481) über einen nachhaltig vorhandenen Finanzmittelbestand. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vorgegeben Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu erhalten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.175, während der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -626) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -3.288) Mittelabflüsse verzeichneten. Dementsprechend haben sich die kurzfristigen liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 739 gemindert. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.206 auf TEUR 11.720 gemindert. Die bilanzierten abnutzbaren Gegenstände des Anlagevermögens, insbesondere die Wellpapperzeugungsanlage, wurden planmäßig entsprechend der festgelegten linearen Abschreibungsmethode und der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Abschreibungen von TEUR 767 standen Investitionen - u.a. in die alternative Energieversorgung für die Produktion - von TEUR 627 gegenüber. Dementsprechend hat sich das Anlagevermögen um TEUR 140 auf TEUR 7.084 vermindert. Der Vorratsbestand enthält produzierte Erzeugnisse und im Wesentlichen Wellpappenrohpapiere und Ersatzteile. Der Bestand verzeichnete insgesamt einen Rückgang um TEUR 921 (-47,5 %). Die Gesellschaft verfügt über vereinbarte Kreditlinien, die aufgrund eigener Liquidität nicht beansprucht wurden. Infolge der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung weist die Gesellschaft zum Jahresende 2023 ein positives Eigenkapital von TEUR 9.680 auf, während das Fremdkapital TEUR 2.040 (Vorjahr TEUR 3.514) betrug. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens dienen, sind: - der Umsatz des Unternehmens (Umsatzerlöse der Gewinn- und Verlustrechnung), - das Ergebnis vor Steuern (Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung korrigiert um Steuern vom Einkommen und Ertrag) und - der Materialaufwand (aus der Gewinn- und Verlustrechnung) bzw. der Rohertrag (Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand zzgl. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen, jeweils aus der Gewinn- und Verlustrechnung). Darüber hinaus stellen die täglichen Liquiditätsstände, die Eigenkapitalquote, der Aufwand für Instandhaltungen und Reparaturen und die Transportkosten wichtige Größen zur Unternehmenssteuerung dar. 5. Gesamtaussage Unsere Erwartungen - deutlicher Umsatzrückgang und ein niedrigeres Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern - sind im Jahr 2023 aufgrund des mengenmäßigen Nachfragerückgangs und der gesunkenen Verkaufspreise eingetreten. Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes konnte das Unternehmen ein überaus positives Ergebnis erzielen. Insgesamt betrug das Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern TEUR 3.266. Die Eigenkapitalquote wies zum 31. Dezember 2023 einen Wert von 82,6 % (Vorjahr 74,8 %) auf. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich in 2023 auf TEUR 3.175. Unsere wirtschaftliche Lage kann als sehr positiv bezeichnet werden. III. Prognosebericht Wesentliche Änderungen unserer Geschäftspolitik sind nicht geplant. Aufgrund eines zunehmend schwierigen Marktumfelds rechnet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 mit einem leicht schwächeren Auslastungsgrad in der Produktion. Der Preisrückgang der Wellpappenrohpapierpreise über das gesamte Jahr 2023 scheint mit Beginn des Jahres 2024 gestoppt zu sein. Preiserhöhungen beim Rohstoffeinkauf werden wieder für einen insgesamt höheren Umsatz der Gesellschaft sorgen, da wir diese an unsere Kunden weitergeben. Es wird erwartet, dass auch in anderen Kostenbereichen, insbesondere bei den Fracht- und Energiekosten, ein starker Anstieg zu verzeichnen ist, den wir ebenfalls an unsere Kunden weitergeben müssen. Ausgehend von den ersten beiden Monaten des Jahres 2024, rechnet die Geschäftsführung mit einem ähnlichen Geschäftsverlauf wie 2023. Die sonstigen Kosten der Gesellschaft, insbesondere Fracht- und Energiekosten, werden sich in 2024 voraussichtlich auf einem weiterhin hohen Niveau befinden. Die Prognose hängt unter anderem davon ab, wie die Gesellschaft veränderte Einkaufsbedingungen an den Markt weitergeben kann. Zusammenfassend erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Marktgegebenheiten und der weiterhin hohen betrieblichen Kosten ein etwa gleichbleibendes Ergebnis vor Einkommen- und Ertragsteuern bei leicht steigenden Umsatzerlösen im Vergleich zum Jahr 2023. Unsere Planungen und Prognosen basieren auf unseren Erfahrungen in der Wellpappenerzeugung der letzten 10 Jahre und stimmen mit den Prognosen für unsere Branche überein. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Volkswirtschaftliche und branchenspezifische Risiken Grundsätzlich liegen die Hauptrisiken der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 fast ausschließlich in der weiteren konjunkturellen Entwicklung, die aktuell weiterhin von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die Wirtschaft beeinflusst wird. Die Entwicklung der Lünewell GmbH wird überwiegend durch die Geschäftsbeziehung mit einem nahestehenden Unternehmen bestimmt, welches eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen aufweist. Zu diesen Branchen gehören unter anderem die Lebensmittel- und die Medizintechnikbranche, deren Bedeutungen sich in der Corona-Krise erwiesen haben. Des Weiteren profitiert die Wellpapp-Branche vom weiterhin zunehmenden Wachstum des Online-Versandhandels. Wesentliche negative Auswirkungen der Inflation, des rückläufigen privaten Konsums und der schwachen Konjunktur in Deutschland sind aktuell für die Gesellschaft nicht ersichtlich. Ein weiteres wesentliches Risiko liegt in der generellen Nachfrage nach dem Produkt Wellpappe. Ein Ersatzprodukt für Wellpappe ist derzeit nicht verfügbar und wird voraussichtlich auch in den nächsten Jahren nicht zur Verfügung stehen. Die Kombination von Vielseitigkeit und Effizienz mit vorbildlicher Umweltverträglichkeit macht Wellpappe zum Packstoff einer verantwortungsbewussten, nachhaltigen Wirtschaft. Die Vielseitigkeit des Packstoffes Wellpappe und damit die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten sichert der Wellpappenindustrie eine starke Position in der Verpackungsindustrie. b) Ertragsorientierte Risiken Die Lünewell GmbH verfügt über eine durch enge partnerschaftliche Zusammenarbeit geprägte Kundenstruktur. Die Umsatzentwicklung wird insbesondere durch die Geschäftsbeziehung mit einem nahestehenden Unternehmen bestimmt. In Bezug auf die Abnahmemengen der Kunden - insbesondere des nahestehenden Unternehmens - sind aus heutiger Sicht keine negativen Tendenzen ersichtlich. Auf der Beschaffungsseite ist ein wesentliches Risiko für die Lünewell GmbH die Verfügbarkeit des Rohstoffs Papier. Für die Lünewell GmbH ist eine Abhängigkeit von einem Lieferanten nicht vorhanden. Die Lünewell GmbH kann für die Papiersorten auf verschiedene Papierlieferanten zurückgreifen. Das Risiko der Unterversorgung mit dem Rohstoff Wellpappenrohpapier besteht daher nicht. Auch in Zeiten der Corona-Krise und des Ukraine-Konflikts war kein kurzfristiger Engpass ersichtlich. Das Risiko der Erhöhung der Rohstoffeinkaufspreise besteht permanent. Die Lünewell GmbH wird versuchen, dieses Risiko durch die Erhöhung der Verkaufspreise gegenüber den Kunden zu reduzieren. In den vergangenen Geschäftsjahren konnte dieses Risiko durch zeitnahe Preisanpassungen gegenüber den Kunden eingegrenzt werden. Bei der Gasversorgung sieht die Lünewell GmbH für 2024 ein allgemeines Kosten- und Versorgungsrisiko. Deswegen hat die Lünewell GmbH eine alternative Energieversorgung für die Produktion in Form von Ölbrennern aufgebaut. Dieses Projekt wurde 2023 abgeschlossen und hat die Abhängigkeit von einem Energieträger vermindert. Unsere Energieversorgung ist nun alternativ mit Gas und Öl möglich. Im Rahmen der Stromversorgung ist uns ein günstiger Stromtarif bis Ende 2024 zugesichert. c) technische Risiken Bei einem längerfristigen Ausfall der Wellpapperzeugungsanlage kann die Gesellschaft bereits bestellte Ware von anderen Wellpapperzeugern zukaufen, um die Lieferung an die Kunden zu gewährleisten. Dieser unwahrscheinliche Fall würde den Rohertrag des Ausfallzeitraums schmälern. d) Risiken aus dem Finanzbereich Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Lünewell GmbH wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Aufgrund der vorhandenen Liquidität sind keine Engpässe zu erwarten. Das Darlehen zur Finanzierung für den Aufbau der Betriebsstätte wurde im Geschäftsjahr 2022 planmäßig vollständig zurückgeführt. Ein Bankdarlehen von TEUR 147 (Stand 31.Dezember 2023) mit einem festen Zinssatz wird bis Anfang 2026 getilgt. Mit dem Abschluss der Investition in die alternative Energieversorgung wurde Anfang 2024 ein KfW-Darlehen von TEUR 200 aufgenommen, welches mit gleichbleibenden (Tilgungs-) Raten bis Ende 2027 getilgt wird. Ein Währungsrisiko existiert weder auf der Einkaufs- noch auf der Verkaufsseite, da die Geschäfte in Euro durchgeführt werden. Die Lünewell GmbH verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Ausfall- oder Bonitätsrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen abgebildet. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Das Risiko durch etwaige Zahlungsausfälle oder Insolvenzen ist bisher überschaubar. 2. Chancenbericht a) Volkswirtschaftliche und branchenspezifische Chancen Die Gesellschaft erwartet aufgrund der volkswirtschaftlichen Prognosen und der Aussichten des Branchenverbands für das Geschäftsjahr 2024 grundsätzlich eine leichte Umsatzsteigerung. Die Nachhaltigkeit und Bekanntheit des Produkts Wellpappe wird die Entwicklung der Gesellschaft langfristig positiv beeinflussen. b) Ertragsorientierte Chancen Die Geschäftsleitung sieht die Chance, sich weiterhin am Markt zu behaupten. Begründet wird diese Annahme damit, dass sich die eingeschlagene Geschäftspolitik - Qualität vor Quantität - immer mehr am Markt durchsetzen wird. Die gezielte und nachhaltige Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird sich weiter zugunsten der Gesellschaft auswirken. Auch durch die Erweiterung des Produktspektrums im Wellpappbereich sieht die Gesellschaft weiterhin gute Chancen, den Jahresumsatz zu stabilisieren. Die Entwicklung der Gesellschaft hat gezeigt, dass durch Erfahrungen im Rahmen der Produktion (u.a. Zusammensetzung der Wellpapperzeugnisse) und der Abläufe innerhalb des Unternehmens die Effektivität der Produktion der Gesellschaft stetig verbessert und gesteigert werden konnte. 3. Gesamtaussage Grundsätzlich sind die wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung in der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturentwicklung, insbesondere beeinflusst durch den Ukraine-Konflikt, und in der Rohstoffversorgung zu sehen. Diese Risiken sind jedoch aus heutiger Sicht nicht als wesentliches Risiko für das Geschäftsjahr 2024 einzustufen. Der Hauptkunde der Lünewell GmbH verzeichnet eine stabile Nachfrage u.a. aus der Lebensmittelindustrie, der Medizintechnik und dem Onlinehandel, während der Einkauf der Lünewell GmbH auf mehrere Lieferanten verteilt ist. Mögliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden an die Kunden weitergegeben. Grundsätzlich hat die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung einen direkten Einfluss auf die Entwicklung der Nachfrage nach unserem Produkt Wellpappe. Ein Substitutionsprodukt für Wellpappe ist derzeit nicht erkennbar. Aufgrund unserer Produktqualität und Marktpositionierung sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet. Die Lünewell verfügt derzeit über eine sehr gute Liquiditäts- und Ertragslage mit einer guten Kostenstruktur, um mögliche negative Auswirkungen auffangen zu können. Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Hauptkunde der Gesellschaft ist ein nahestehendes solventes Unternehmen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Lüneburg, 5. April 2024 gez. Matthias Hebrok BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Lünewell GmbH hat ihren Sitz in Lüneburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HRB 203429 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Anlagevermögen wurde in den Vorjahren Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 2.060 von den Anschaffungskosten abgezogen. Bewegliche, selbstständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Anwendung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Material- und Fertigungskosten. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens (Paletten) werden zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Risiken, die in der mangelnden Bonität einzelner Kunden begründet sind, wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Diese sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir den Anlagespiegel:
sonstige Vermögensgegenstände Der Posten enthält Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 9). Rückstellungen Die Aufbewahrungsrückstellung berücksichtigt Kostensteigerungen von 2 % (p.a.) und die Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB. Verbindlichkeiten Zur Erläuterung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 verweisen wir auf den folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
* Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Sicherungsübereignung des zu finanzierenden Investitionsguts (Bogenpalettierung) besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Darlehen in Höhe von TEUR 1.200. Obwohl die Darlehen der gesetzlichen Kündigungsfrist (drei Monate) unterliegen, werden diesen laut Tilgungsplan folgende Restlaufzeiten zugeordnet: - weniger als ein Jahr: TEUR 300 - ein bis fünf Jahre: TEUR 900 - mehr als fünf Jahre: TEUR 0 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 147). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400), Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 218 (Vorjahr TEUR 293), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 4) und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von TEUR 900 (Vorjahr TEUR 1.050). Außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat einen langfristigen Mietvertrag (bis 2028) für die Anmietung der Produktions- und Verwaltungsgebäude abgeschlossen. Die Miete beträgt EUR 693.051,00 p.a. Der Mietvertrag sichert der Gesellschaft einen geringeren Verschuldensgrad und eine bessere Eigenkapitalquote im Vergleich zum Fall des Erwerbs einer Immobilie. Des Weiteren ist der Vermieter verpflichtet, Reparaturen an Dach und Fach durchzuführen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die wesentlichen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 4.900 bestehen am Bilanzstichtag aus:
Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Abschreibungen Innerhalb der Abschreibungen sind außergewöhnliche Aufwendungen von TEUR 36 enthalten, die Wertberichtigungen auf Vorräte (Umlaufvermögen) betreffen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Zinsen und ähnliche Erträge Der Ertrag aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen beträgt im Geschäftsjahr EUR 331,00 (Vorjahr EUR 132,00). 6. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Die Lünewell GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 41 (Vorjahr 42) Mitarbeiter (ohne Auszubildende), davon 6 (Vorjahr 7) kaufmännische Angestellte und 35 (Vorjahr 35) gewerbliche Mitarbeiter. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Matthias Hebrok (Geschäftsführer Cartoflex GmbH Cartonagen, Verpackungen, Displays.). Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist nicht zu berichten.
Lüneburg, den 5. April 2024 gez. Matthias Hebrok Bericht des Aufsichtsratsentfällt sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen in einer verkürzten Form offengelegt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lünewell GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lünewell GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lünewell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lüneburg, den 5. April 2024 für
TREUHAND Lüneburg GmbH
gez. Prehm, Wirtschaftsprüfer |
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