Indorama Ventures Polymers Germany
GmbH
Gersthofen (vormals: Hattersheim am
Main)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
Allgemeines
Die Indorama Ventures Polymers Germany GmbH (im
Folgenden auch kurz IVPG oder Gesellschaft), mit Sitz der
Verwaltung in Hattersheim am Main, betätigt sich
hauptsächlich mit der Herstellung und Vermarktung von
Polyester (Polymer- und PET-Resins) aus
Terephthalsäure (PTA). Die Produktion für den
globalen Absatzmarkt findet am Standort Gersthofen
statt.
Alleingesellschafterin der Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH ist die Indorama Ventures Public Company
Limited, Bangkok, Thailand, durch ihre mittelbare
Tochtergesellschaft Indorama Germany GmbH, Hattersheim am
Main, welche 100 % der Geschäftsanteile der
Gesellschaft hält.
Grundlage des Geschäftes sind die Herstellung
und der Absatz von Produkten, die in den Bereichen
technische und textile Filamente für diverse
Industrieanwendungen und den Fahrzeugbau, Container
und Filme für Lebensmittelverpackungen, Vliesstoffe
für den Fahrzeugbau, Hygiene- und Bauindustrie
sowie diversen anderen Bereichen zum Einsatz kommen.
Wichtige Kennzahlen, d. h. die bedeutsamsten
Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung
der Gesellschaft, sind die Umsatzerlöse sowie das
Jahresergebnis.
Marktsituation und konjunkturelle Entwicklung
Das Jahr 2023 stand im gesamten europäischen
Raum unter den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und
der wirtschaftlichen Schwäche.
[1]
Unsicherheiten bezüglich des
Wirtschaftskurses in Deutschland nach dem Haushaltsurteil
des Bundesverfassungsgerichts im November und der
Nahostkrise dämpften die Erwartungen auf eine Erholung
der Wirtschaft.
[1]
Das Wachstum des BIP (Bruttoinlandsprodukt) lag in
Deutschland 2023 bei -0,3 % (Referenz 2022) und damit unter
dem Durchschnitt der EU mit 0,4 %. Deutschland belegte
somit Platz 21 in der Eurozone (EU-27).
[2]
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag in 2023 bei 4,12
Billionen Euro und stieg somit gegenüber 2022, preis-,
saison- und kalenderbereinigt sank es allerdings um 0,2 %
und ließ Deutschland in eine Rezession rutschen.
[3]
Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 % und
damit leicht rückläufig zum Jahr 2022 (6,9 %) -
dies hat vor allem mit der insgesamten Entspannung bei den
Energieprodukten zu tun. Einzelne Energieträger wie
Strom (+12,7 %) und Erdgas (+14,7 %) stiegen jedoch weiter
an, während leichtes Heizöl (-22.2 %) und
Kraftstoffe (-5.8 %) sich verbilligten.
[4]
Die durchschnittliche Inflationsrate in Europa liegt
im Jahr 2023 bei 6,4 % und damit unter dem Wert von 2022
(9,2 %). Preistreiber hierbei sind vor allem Nahrungsmittel
und alkoholfreie Getränke (+12,6 %) sowie
Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (+8,4
%).
[5]
In Europa hat sich die Automobilindustrie erholt. Mit
10,5 Millionen PKW wurden 13,9 % mehr Fahrzeuge zugelassen
als in 2022. Die drei großen Märkte Italien
(+18,9 Prozent), Spanien (+16,7 Prozent) und Frankreich
(+16,1 Prozent) lagen im Vergleich zum Automobilstandort
Deutschland (+7,3 %) deutlich vorne.
[6]
Die deutsche Automobilindustrie kritisiert
die Rahmenbedingungen in Deutschland und beklagt mangelnde
Wettbewerbsfähigkeit, die auf hohen Energiekosten,
Steuern, Energiepreisen und Bürokratie fußen.
[7]
Geschäftsverlauf
Die IVPG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen
wesentlichen Umsatzrückgang um 47,48 % gegenüber
dem Vorjahr auf EUR 96,2 Mio (Vorjahr EUR 183,2 Mio). Der
Jahresfehlbetrag ist deutlich gestiegen, und zwar auf EUR
12,2 Mio (Vorjahr EUR 5,4 Mio).
Bei den Umsatzerlösen verzeichnete insbesondere
der Teilbereich Polymere einen massiven Rückgang um
EUR 80,2 Mio auf EUR 68,0 Mio (Vorjahr EUR 148,2 Mio). Die
Umsatzerlöse mit Verpackungsrohstoffen sanken dagegen
geringfügig um EUR 8,7 Mio auf EUR 26,3 Mio (Vorjahr
EUR 35,0 Mio). Gründe dafür sind zum einen die
schwächere wirtschaftliche Gesamtentwicklung und
daraus resultierend eine rückläufige Nachfrage.
Zum anderen führten hohe Energiekosten, die für
die Produktion unserer Fertigerzeugnisse essenziell sind,
zu gestiegenen Produktionskosten und folglich auch zu
höheren Verkaufspreisen, die bei unseren Kunden nur
bis zu einem gewissen Grad durchgesetzt werden konnten.
Hinzu kommt, dass der letzte DMT-Produzent Europas,
die Oxxynvoa GmbH zum 31.12.2022 die Produktion eingestellt
hat. Eine der Produktionsanlagen der Gesellschaft ist
darauf ausgelegt, ausschließlich DMT-basierte
Polymere zu produzieren. Durch den Wegfall des
DMT-Lieferanten mussten wir die DMT-Anlage am 4. Januar
2023 abfahren und somit stilllegen. Durch umgehende
Vertriebsmaßnahmen ist es gelungen, einen
Großteil der Kunden fortan auf PTA-basiertes Polymer
umzustellen.
Zudem ereignete sich am 15.02.2023 im Industriepark
Gersthofen im Betriebsteil der Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH ein technisch bedingtes Brandereignis im
Bereich der Wärmeträgerölbeheizungsanlage.
Schnellstes Eingreifen der Werksfeuerwehr und der
umliegenden örtlichen freiwilligen Feuerwehren konnten
das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Es gab keinerlei
Verletzte unter den Beschäftigten und nur zwei leicht
verletzte Einsatzkräfte, die ambulant behandelt wurden
und weiter am Einsatz teilnehmen konnten. Die
Ursachenanalyse konnte schnell durchgeführt und zum
Abschluss gebracht werden. Die Polymerproduktion der
PTA-basierten Polymere konnte nach Inbetriebnahme eines
Heizkessels zum April 2023 wieder aufgenommen werden. Der
Sach- und Betriebsunterbrechungsschaden wird derzeit
ermittelt und in Zusammenarbeit mit den Versicherern
aufgearbeitet. Die Reparaturkosten schlagen sich teilweise
im Ergebnis wieder. Es wird in geringem Umfang eine
Kompensation der Kosten durch die Versicherung in 2024/2025
erwartet.
Im Jahr 2023 haben die Rohstoffpreise im Mittel
verglichen zu 2022 um knapp 23 % nachgegeben: Bei den der
PTA-Produktion zugrunde liegenden Rohstoffen gab es eine
durchschnittliche Preisreduktion. Im Einzelnen: Paraxylol
(2023: 1.043 €/t; 2022: 1.221 €/t im Mittel um
11,7 % und bei Glykol (2023: 744 €/t; 2022: 961
€/t um 22,6 %).
Dazu kommen noch stark gestiegene Energiepreise in
einem stark volatilen Umfeld, insbesondere bei Strom und
Gas in 2023. Zum Stichtag 01.04.2022 lag der
durchschnittliche Industriegaspreis in Deutschland bei 7,19
c/kWh (kommend von 2,95 c/kWh zum 01.04.2021) und
verteuerte sich zum 01.04.2023 auf 7,75 c/kWh.
[8]
Bei den Strompreisen ist der Index in den
letzten Jahren ebenfalls gestiegen, speziell auch in 2022
verursacht durch den starken Gas- und Kohlepreisanstieg
durch den Russland-Ukraine-Krieg.
[9]
Die zunehmend schwache wirtschaftliche
Gesamtentwicklung und daraus folgend die schwache Nachfrage
im Markt sorgten für Auftragsrückgänge in
verschiedenen Absatzmärkten um 43,5 % im Vergleich zum
Vorjahr, bereinigt um Methanol. Daraus resultierende
Minderauslastungen der Produktionsanlagen führten
zu einer gedrosselten Produktion und zu Teil-Shutdowns. Die
schwache wirtschaftliche Nachfrage führte zudem zu
einer erhöhten Produktverfügbarkeit bei den
Commodities im Markt, welches dann auch gepaart mit
asiatischen Importen zu einem erhöhten Preisdruck und
in der Folge zu nachgebenden Preisen im Markt führte.
Dieser Trend setzte sich durch das komplette Jahr 2023
fort.
Aufgrund dieser Ereignisse hat sich sowohl der Umsatz
als auch das Ergebnis der Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH deutlich verschlechtert. Erste Maßnahmen
um dem entgegenzusteuern, spiegeln sich in der Reduktion
des Personals wider. Dies erfolgte im Wesentlich durch
unterlassene Nachbesetzung freigewordener Stellen.
Dennoch führte die Gesellschaft, wie in
Vorjahren, auch im Jahr 2023 notwendige Investitionen wie
geplant durch. Weiterhin wurde ein Projekt zur Umstellung
des ERP-Systems auf SAP 4-Hana durchgeführt, welches
allerdings im Dezember 2023 unterbrochen wurde und dessen
Wiederaufnahme im Q4 2024 geplant ist.
Die Gesellschaft ist nach DIN ISO 50001 und DIN EN
ISO 9001:2015 und 14001:2015 zertifiziert. Zudem hat die
Gesellschaft das Gütesiegel der Berufsgenossenschaft,
was einer Zertifizierung nach DIN ISO 45001 entspricht,
sowie ist Halal-zertifiziert und hat sich der Initiative
Operation Clean-Sweep mit dem Ziel, die Verluste an
Kunststoffgranulat zu minimieren, angeschlossen.
[10]
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Ertragslage
Die Gesellschaft erwirtschaftete im
Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von EUR 96,2 Mio
(Vorjahr EUR 183,2 Mio). Dies entspricht einem
Umsatzrückgang von 47,48 %. Für die weitere
Erläuterung der Umsatzentwicklung verweisen wir auf
die Ausführungen zum Geschäftsverlauf.
Die Personalkosten sind insgesamt auf EUR 11,9 Mio
(Vorjahr EUR 17,6 Mio) gesunken. Wesentlicher Faktor
dafür sind die im Durschnitt gesunkene Anzahl der
Beschäftigten und der Rückgang der
Pensionsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit
EUR 21,3 Mio (Vorjahr EUR 18,9 Mio) in etwa auf dem Niveau
des Vorjahres.
Die Gesellschaft erzielt einen Jahresfehlbetrag
von EUR 12,2 Mio. Das Vorjahresergebnis war ein
Jahresfehlbetrag von EUR 5,4 Mio. Der
Jahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus
den gestiegenen Energiekosten, bedingt durch den
Russland-Ukraine-Krieg, dem Ausfall des DMT-Lieferanten
Oxxynova GmbH, und damit der Abstellung einer
DMT-Straße, sowie dem Brand im Frühjahr 2023.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag EUR 68,3
Mio (Vorjahr EUR 71,1 Mio) und ist im Vergleich zum Vorjahr
um EUR 2,8 Mio oder 4 % gesunken. Diese Entwicklung basiert
im Wesentlichen auf einem um EUR 13,7 Mio niedrigeren
Vorratsvermögen bei gegenläufig um EUR 12,1 Mio
höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Nachdem bereits im vierten Quartal 2022 die
Abätze stark eingebrochen sind, konnte sich in 2023
durch die schwache wirtschaftliche Gesamtlage und die
gestiegenen Billigimporte aus Asien der Absatz nicht wieder
erholen. Die Produktion wurde in 2023 zurückgefahren,
bzw. es kam zur Komplettabstellung. Der Bestand an
Fertigerzeugnissen zum Jahresende 2023 verringert sich um
48,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 10,4 Mio (Vorjahr
EUR 20,0 Mio).
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen aus dem von der Gesellschaft gewährten
Darlehen in Höhe von TEUR 23.922 (Vorjahr: TEUR
23.756), Forderungen aus Leistungserbringungen zum Stichtag
mit TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 3.726), und Forderungen aus den
Cashpooling zum Stichtag mit TEUR 15.532 (Vorjahr:
Verbindlichkeiten TEUR 14.806) sowie Zinsen zum Cashpooling
von TEUR 97 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.
Das Eigenkapital der IVPG beläuft sich infolge
der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von
EUR 10,0 Mio und des im Berichtsjahr 2023 erwirtschafteten
Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 12,2 Mio auf EUR
4,0 Mio (Vorjahr EUR 6,2 Mio). Die Eigenkapitalquote
(Eigenkapital zu Bilanzsumme) verminderte sich bei einer
gesunkenen Bilanzsumme von 8,7 % im Jahr 2022 auf 5,9 % zum
Ende des Geschäftsjahres 2023.
Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr
um insgesamt EUR 0,7 Mio auf EUR 41,0 Mio (Vorjahr EUR 40,3
Mio) gestiegen. Dies resultiert aus dem Rückgang der
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen (EUR -0,9 Mio), dem ein Anstieg der
sonstigen Rückstellungen (EUR +1,5 Mio)
gegenübersteht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben sich um EUR 15,0 Mio auf EUR 15,0 Mio erhöht. Es
handelt sich dabei ausschließlich um
Kontokorrentkredite und Zinsen.
Wesentliche weitere finanzielle Leistungsindikatoren
der Gesellschaft sind die aus der Gewinn- und
Verlustrechnung abgeleitete Materialaufwandsquote sowie die
EBIT-Quote. Bilanzbasiert stehen die Eigen- und
Fremdkapitalquote im Fokus, ergänzt um den
Verschuldungsgrad der Gesellschaft. Diese Kennzahlen sind
in folgender Übersicht für das Geschäftsjahr
2023 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt.
|
2023 |
2022 |
Materialaufwandsquote
(Materialaufwand/(Umsatz + Erhöhung bzw.
Verminderung des Bestands an fertigen
Erzeugnissen)) |
76,6 % |
83,1 % |
EBIT-Quote
(Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen/(Umsatz +
Erhöhung bzw. Verminderung des Bestands an
fertigen
Erzeugnissen + Sonstige betriebliche
Erträge)) |
13,4 % |
-2,5 % |
| Eigenkapitalquote
(Eigenkapital/Bilanzsumme) |
5,9 % |
8,7 % |
Fremdkapitalquote
((Rückstellungen +
Verbindlichkeiten)/Bilanzsumme) |
94,1 % |
91,3 % |
| Verschuldungsgrad
(Fremdkapital/Eigenkapital) |
15,9 |
10,4 |
Hohe Relevanz für die Steuerung der Gesellschaft
haben darüber hinaus der vorhandene Kundenstamm,
der auch im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht
erweitert werden konnte, sowie die kontinuierliche
Optimierung des Energieverbrauchs, die im Rahmen der DIN
ISO Zertifizierung 50001 nachgewiesen wird.
Finanzierung
Bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH
verfügt die deutsche Indorama-Gruppe über die
Cashpool-Vereinbarung über eine Kreditlinie von EUR
20,0 Mio, welche zum Jahresende 2023 nicht
ausgeschöpft wurde. Der Saldo des Cashpools zum
31.12.2023 ist ein Guthaben, das als Forderung gegen
Gesellschafter von EUR 15,5 Mio (Vorjahr Verbindlichkeit
gegenüber Gesellschafter von EUR 14,8Mio.) ausgewiesen
wird.
Ergänzend dazu bestehen Kreditzusagen an
Schwestergesellschaften über einen Gesamtbetrag von
EUR 45,0 Mio (Vorjahr EUR 45,0 Mio), die in beliebigen
Tranchen ausgezahlt und nach Vereinbarung
zurückgeführt werden können. Per 31.
Dezember 2023 wurden hiervon EUR 23,9 Mio ausgezahlt. Die
Tilgung hat innerhalb von drei Monaten nach Aufforderung zu
erfolgen.
Zudem besteht eine Kreditzusage von einer
Schwestergesellschaft über einen Gesamtbetrag von EUR
20,0 Mio (Vorjahr EUR 20,0 Mio), die in beliebigen Tranchen
ausgezahlt und nach Vereinbarung zurückgeführt
werden kann. Diese ist nicht in Anspruch genommen.
Weiterhin existiert ein kurzfristiges
Revolverdarlehen mit der ABN Amro Bank über ein
Volumen von EUR 15,0 Mio (Vorjahr EUR 0 Mio), das zum
Bilanzstichtag in Anspruch genommen worden ist.
Zur Finanzierung des operativen Geschäfts werden
zudem die Kundenforderungen an ein
Factoringunternehmen übertragen. Zum Stichtag ergibt
sich daraus ein Mittelzufluss von EUR 2,7 Mio (Vorjahr EUR
4,5 Mio). Vorteil aus dem Factoringgeschäft ist der
frühere Mittelzufluss aus dem Verkaufsgeschäft.
Investitionen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen
betrugen im Jahr 2023 EUR 1,5 Mio (Vorjahr EUR 1,2 Mio) und
wurden einerseits für die Erhaltung und zweckgebundene
Ergänzung bestehender Fertigungsanlagen und
andererseits zur Optimierung des Energieverbrauchs
verwendet.
Personal
Zum 31. Dezember 2023 beträgt der
Personalbestand 140 Mitarbeiter (Vorjahr 151
Mitarbeiter).
Die Gesellschaft legt großen Wert auf eine gute
Qualifikation. Am Standort Gersthofen beschäftigt
sie Auszubildende, die sowohl im Unternehmen selbst als
auch durch den Standortbetreiber auf Basis einer
Leistungsvereinbarung in mehreren Berufsbildern ausgebildet
werden, um den Nachwuchs an Facharbeitern sicherzustellen.
Zudem verfügt das Unternehmen über ein breites
Angebot an internen Weiterbildungsmaßnahmen, die zum
Teil von jedem Mitarbeiter durchlaufen werden müssen
oder aber speziell auf die Anforderungen der jeweiligen
Funktion zugeschnitten sind. Darüber hinaus
eröffnet Indorama Ventures Polymers Germany GmbH
ihren Arbeitnehmern die Möglichkeit, im Bedarfsfall
externe Lehrgänge zu absolvieren.
Entwicklung
Das Hauptaugenmerk der Entwicklungsaktivitäten
lag im Jahr 2023 auf der technologischen Optimierung
der Produktionsprozesse sowie der Ergänzung des
Produktportfolios mit dem Ziel der Differenzierung
gegenüber Wettbewerbern sowie der bestmöglichen
Erfüllung aktueller und zukünftiger
Kundenanforderungen.
Ein fortgeführter Arbeitsschwerpunkt war die
Optimierung des Portfolios an Barriere-Produkten, um die
Position der Gesellschaft in diesem nach wie vor wachsenden
Markt weiter zu stärken und auszubauen. Daneben
wurde aktiv - und hier ganz besonders in Kooperation mit
Kunden - die Optimierung der etablierten Rohstofftypen in
Richtung kundenspezifischer Anforderungsprofile
vorangetrieben. Vermehrte Aktivitäten finden im
Bereich Einsatz von Rohstoffen auf Recyclingbasis statt.
Im Entwicklungsbereich wurden alle Aktivitäten
weltweit am Standort Spartanburg in Amerika
zusammengefasst.
Die Entwicklungsaufwendungen betrugen EUR 0,5 Mio
(Vorjahr EUR 0,6 Mio).
Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und andere
compliance-relevante Bereiche
Die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und
Compliance haben innerhalb der Gesellschaft höchste
Priorität. Konzernweit wurde hierzu eine
übergeordnete globale und regionale EHS-Abteilung
aufgebaut.
Ziel ist es, durch die Schaffung einer
Compliance-Kultur und durch die Etablierung geeigneter
Geschäftsprozesse eventuelle Risiken
aufzudecken und so weit wie möglich zu eliminieren.
Unternehmensrichtlinien sind in einem Handbuch
veröffentlicht. Interne Regelungen,
Verfahrensanweisungen und Prozessbeschreibungen sind
Bestandteil des sogenannten "Compliance Assurance
Management Systems" (CAMS).
Das Konzept für die Verhinderung von
Störfällen ist ebenso im Managementhandbuch
verankert. Dieses umfasst unter anderem
Verantwortlichkeiten, Ausbildung, Ermittlung der Gefahren,
Überwachung des Betriebes, Durchführung von
Änderungen, Planung für Notfälle und die
systematische Überprüfung und
Bewertung.
Am 15.02.2023 ereignete sich ein Brandereignis (siehe
oben) der Klasse nach Anhang VI Teil 1 Ziffer I der 12.
BImSchV. Dieses Ereignis führte zu einem Ausfall der
Produktion von sechs Wochen, allerdings zu keinen
umweltrelevanten Auswirkungen.
Die Einhaltung aller internen und staatlichen
Sicherheits- und Umweltvorschriften wird
regelmäßig mit internen und externen Audits
überwacht. Außerdem erfolgt dazu eine
systematische Regelwerksverfolgung.
Risikomanagement
Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit
Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund stellt das
aktive Management vorhandener Risiken einen bedeutenden
Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des
Unternehmenswerts dar.
Zentrale Bestandteile des Systems sind das
Berichtswesen und der jährliche Planungs- und
Budgetierungsprozess. Dieser wird global auf
Ebene des Geschäftsbereichs (Combined
PET/Specialty Polymers) durchgeführt und dort
auch regelmäßig unterjährig
überprüft. Zudem wird die
Liquiditätssituation über Cash-Forecasts
sowie Abweichungsanalysen genau verfolgt. Die
Forderungsaußenstände wurden, nach
Übernahme der Gesellschaft durch Indorama Ventures,
soweit möglich über Kreditversicherungen
abgesichert. Außenstände werden in enger
Abstimmung zwischen Vertrieb und Kreditmanagement laufend
überwacht.
Das Thema "Einhaltung von Vorschriften" (Compliance)
hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Alle
Mitarbeiter werden regelmäßig bezüglich des
entsprechenden gesetzmäßigen Verhaltens und
Handelns geschult. Dazu wird u. a. ein
online-gestütztes Trainingstool genutzt.
Die Interne Revision überwacht sowohl die
Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und
Überwachungssystems als auch die Einhaltung
organisatorischer Sicherungsmaßnahmen und prüft
in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit
des Risikomanagementsystems. Die Erkenntnisse aus diesen
Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur
Verbesserung des Risikomanagementsystems
Berücksichtigung.
Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Risiken
Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten
Risiken spiegelt auch deren Bedeutung für das
Unternehmen wider.
Umsatz- und Ergebnisverlauf unterliegen den
Konjunkturzyklen der Abnehmerbranchen. Für
Polyesterprodukte sind hierbei die Entwicklungen in den
Absatzregionen von entscheidender Bedeutung. Die
Gesellschaft betreibt keine Geschäftsbeziehungen in
Russland oder der Ukraine. Der Angriffskrieg Russlands auf
die Ukraine hat für die Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH folglich keine direkten Auswirkungen den
Absatzmarkt betreffend. Im Verpackungsbereich wird der
Erfolg des Unternehmens vorwiegend von den
Konsumgütermärkten für Lebensmittel
beeinflusst. Im Bereich Polymer sind es die technischen
Industrietextil- und Folienmärkte. Die Effekte des
Krieges auf die Einkaufspreise und die Verfügbarkeit
von Rohstoffen werden von den logistischen Einflüssen
(z. B. Verfügbarkeit von Fahrern aus Osteuropa) und
der Verteuerung des Transports (Dieselpreisentwicklung)
beeinflusst. Materialverfügbarkeit kann durch die
Verfügbarkeit von Energien (z. B. Gas) beeinflusst
werden. Die Einkaufsmenge wird im Wesentlichen durch die zu
erwartende Absatzmenge bestimmt. Die Absatzmenge wird durch
die Auftragslage bestimmt, welche maßgeblich durch
zwei Hauptfaktoren beeinflusst wird:
Rohstoff-/Energiepreise und damit Profitabilität der
Kunden bzw. ihre Möglichkeit, die gestiegenen Preise
in den Markt weiterzugeben, und direkter Einfluss von
Absatzmärkten, die unmittelbar vom Krieg
beeinträchtigt werden.
Konjunkturelle Veränderungen verursachen eine
schwankende Nachfrage und Kapazitätsauslastung in
der Produktion. Steigender Preisdruck und intensiver
Wettbewerb können zwar zu erhöhten
Absatzmengen führen, jedoch auch Margenerosion
verursachen. Das frühzeitige Erkennen sich
abzeichnender Trendwenden bei den Konjunkturzyklen oder
gesetzlicher Änderungen ist von hoher Bedeutung
für die Geschäftssteuerung. Sowohl die
gegenwärtige Konjunkturlage als auch die
mittelfristigen Wirtschaftsentwicklungen werden
regelmäßig analysiert und zur operativen
Geschäftsplanung herangezogen.
Die Indorama Ventures Polymers Germany GmbH
benötigt signifikante Mengen an petrochemischen
Rohstoffen und Energie für den Produktionsprozess,
wobei gestiegene Kosten manchmal nicht oder nur teilweise
über Preisanpassungen an Kunden weitergegeben werden
können. Zudem unterliegen die Einkaufspreise hoher
Volatilität und werden in den kommenden Jahren stark
durch zusätzliche, in den europäischen und
globalen Markt eintretende Kapazitäten beeinflusst.
Deshalb sind kontinuierliche Analysen der
Rohstoffmärkte und darauf angepasste
Einkaufsstrategien unerlässlich. So wird die
Versorgung für wichtige Roh- und Zuschlagsstoffe
soweit möglich über mehrere Lieferanten
abgesichert. Die Beschaffung der wesentlichen
Rohstoffe erfolgt in Zusammenarbeit mit dem globalen
Einkauf des Mutterunternehmens Indorama Ventures.
Die verfügbare Produktionskapazität kann
sich z. B. durch Lieferunterbrechungen bei Rohstoffen
verringern. Zudem birgt die Herstellung von chemischen
Produkten Risiken, die mit der Produktion, der Lagerung und
dem Transport von Rohstoffen, Fertigerzeugnissen und
Abfällen verbunden sind. Wegen der Komplexität
der Herstellungsverfahren gilt dies in besonderem
Maße für Polyester-Produkte. Ein
Störfall kann Personen- und Umweltschäden
nach sich ziehen sowie Ausfälle der Produktion
verursachen. Daher unterliegen sämtliche
Fertigungsprozesse und verwendeten Materialien einer
ständigen Kontrolle durch entsprechende
Fachfunktionen, um Verfügbarkeit und Qualität
sicherzustellen.
Ebenso kritisch kann sich eine marktinduzierte
Abnahme des Auslastungsgrades vorhandener
Fertigungskapazitäten auswirken. Eine dadurch
ausgelöste temporäre Abschaltung von
Produktionsanlagen unter Aufrechterhaltung der
Betriebsbereitschaft ist für die Gesellschaft aufgrund
der hohen Kosten nur kurzfristig darstellbar.
Zeiträume von mehreren Monaten würden aufgrund
der vorzuhaltenden Infrastruktur zu
substanziellen Änderungen zwingen.
Produkt- und Umweltschutzrisiken wird mit
entsprechenden Qualitätssicherungsmaßnahmen
begegnet. So wird die Prozesssicherheit durch ein
integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und
Sicherheitsmanagement gewährleistet, welches
kontinuierlich weiterentwickelt und durch interne und
externe Audits (z. B. DIN ISO 9001/14001)
regelmäßig überprüft wird.
Eine wesentliche Störung der verwendeten
IT-Systeme kann trotz aller
Sicherungsmaßnahmen zur
Beeinträchtigung der Geschäfts- und
Produktionsprozesse sowie der Kommunikation führen.
Das Unternehmen ist bestrebt, in Abstimmung mit den
Interessen und Bedürfnissen ihrer Kunden das
Produktportfolio und die Produktionstechnologien
kontinuierlich weiter zu optimieren. Allerdings kann
angesichts der technologischen Herausforderungen nicht
in allen Fällen garantiert werden, dass die
erzielten Ergebnisse sich auch auf dem Markt
kommerziell erfolgreich behaupten.
Obwohl international tätig, ist die Gesellschaft
nur begrenzten Währungsrisiken ausgesetzt. Das
Einkaufs- und Verkaufsgeschäft wird
überwiegend auf Euro-Basis abgewickelt. Aus diesem
Grund kommen derivative Finanzinstrumente nicht zum
Einsatz.
Als international agierendes Unternehmen mit einem
heterogenen Portfolio ist die Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH einer Vielzahl von rechtlichen Risiken
ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere
Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und
Kartellrecht sowie Umweltschutz. Derzeit sind keine
Verfahren anhängig. Die Ergebnisse von potenziellen
künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit
vorausgesehen werden, sodass aufgrund von gerichtlichen
oder behördlichen Entscheidungen oder der
Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen
können, die nicht abgedeckt sind und wesentliche
Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse
haben können.
Diese mit der operativen Tätigkeit des
Unternehmens verbundenen Risiken werden sorgfältig
beurteilt und durch geeignete Maßnahmen gezielt
minimiert. Zudem sind für operative Risiken
Versicherungen abgeschlossen. Den Risiken stehen aber auch
vielseitige Chancen gegenüber, die im Folgenden
dargelegt sind.
Chancen
Die Chancen der Indorama Ventures Polymers Germany
GmbH bestehen in der Lieferung qualitativ hochwertiger
Polymere, ausgezeichnetem Service, dem
kundenspezifischen Zuschnitt diversifizierter Produkte und
einer wirtschaftlich optimierten Erneuerung des
Produktportfolios, unterstützt durch kontinuierliche
Kostenreduzierungen.
Für den Bereich Polymer erwartet die
Gesellschaft, dass ihre Wettbewerbsvorteile im
europäischen Markt durch die Versorgung der Kunden mit
qualitativ hochwertigen und differenzierten Produkten,
gepaart mit ausgezeichnetem Kundenservice und hoher
Liefertreue, noch besser zur Geltung kommen. In diesem
Segment sieht sie vor allem Bedarf an speziellen
Qualitäten, welche durch vorhandene Anlagen
hergestellt werden können. Zudem werden Marktchancen
gesehen, durch spezielle Rezepturanpassungen die
Anwendungseigenschaften der Produkte zum Nutzen der Kunden
weiter optimieren zu können.
Zur weiteren Ausrichtung der Gesellschaft auf
differenzierte Erzeugnisse ist auch zukünftig
vorgesehen, die Produkt- und Applikationsentwicklung
aktiv voranzutreiben, da sie einen wichtigen
Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit
des Unternehmens darstellt. Effektives Projekt- und
Innovationsmanagement sind daher entscheidend, um die
angestrebten Ziele schnell, wirksam und möglichst
wirtschaftlich zu realisieren.
Zusätzliche Synergiepotenziale
innerhalb der Indorama-Gruppe werden weiterverfolgt. Im
vergangenen Jahr wurde u. a. die Optimierung der
Beschaffung von Dienstleistungen, Materialien, Energien und
Frachten durch Austausch, Standardisierung und gemeinsame
Beschaffungsaktivitäten zwischen den verschiedenen
Standorten des kombinierten PET-Segments in Europa
intensiviert.
Als Teil einer weiteren weltweiten Fokussierung und
zur Nutzung von Synergien wurde die Gesellschaft in dem
Segment Specialty Polymer als Teil des kombinierten
PET-Segments organisatorisch eingebunden. Die gemeinsame
Neuentwicklung von Produkten, globales Auftreten im Markt
und auch gemeinsame Vermarktung von Produkten sollen dabei
weiter intensiviert werden.
Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Am 27.12.2023 hat der
Polyethylenterephtalat(PTA)-Lieferant
Polski Koncern Naftowy Orlen Spółka
Akcyjna (PKN Orlen) eine Force Majeure angemeldet.
Bedingt durch die Feiertage stand zwar Ersatzmaterial von
anderen Lieferanten zur Verfügung, jedoch war es
logistisch nicht möglich (mangelnde Verfügbarkeit
von Zügen; GDL-Streik und LKW-Fahrern wegen
Feiertagen) das Material rechtzeitig an den Standort
Gersthofen zu bringen. Infolgedessen mussten die CP-Anlagen
auch in das Jahr 2024 abgefahren werden und konnten erst am
11. Januar wieder mit einer Anlage angefahren werden.
Mittlerweile wurde Ersatzmaterial zu erhöhten Kosten
am Markt beschafft, welches eine kontinuierliche Versorgung
der Kunden sicherstellte. Die erhöhten Kosten konnten
an den Markt weitergegeben werden. Das erste Material der
PKN traf am 16.01.2024 ein. Nichtsdestotrotz hatte dies
Auswirkungen auf die Januar-Resultate.
Erwartete Konjunktur- und Geschäftsentwicklung
(Prognosebericht)
Die andauernde kriegerische Auseinandersetzung in der
Ukraine birgt Unsicherheiten und auch weiterhin
eingeschränkte oder wegfallende Märkte im Osten
Europas direkt oder indirekt für die Indorama Ventures
Polymers Germany GmbH.
Den zunehmenden Importen aus Asien wurde mit einer
Anti-Dumping-Untersuchung seitens der EU-Kommission
begegnet und es wurden Anti-Dumping-Zölle
eingerichtet. Dies hatte einen direkten Einfluss auf die
nun verringerten Importe aus China. Zur gleichen Zeit
nahmen aber die Importe aus Vietnam zu.
Durch die Suez-Krise ist die kurze Schifffahrtsroute
aus Asien nach Europa blockiert. Dadurch kam es zu einer
Verringerung der Containerverfügbarkeit und
Erhöhung der Frachtraten.
Ebenso haben sich die Energiepreise stabilisiert.
Alle diese Faktoren haben bislang zu einer positiveren
Entwicklung geführt.
Im ersten halben Jahr 2024 konnten wir eine Erholung
der Nachfrage bei unseren Produkten, wenn auch auf
moderatem Niveau, verzeichnen. Die Budgetzahlen (Umsatz und
Jahresüberschuss) wurden leicht übertroffen.
Somit schauen wir positiv auf das erste Halbjahr 2024 und
bei gleichbleibender Entwicklung erwarten wir für das
Gesamtjahr 2024 deutlich steigende Umsatzerlöse im
Vergleich zum Vorjahr und ein deutlich verbessertes
Ergebnis, d. h. einen Jahresüberschuss, welcher auf
einem gesteigerten Absatz, Einhaltung der Fixkosten sowie
gesunkenen variablen Kosten beruht.
Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres
2024 ist zu diesem Zeitpunkt aufgrund der weiterhin hohen
Unsicherheit wegen der geopolitischen Entwicklungen die
verlässliche Prognosefähigkeit derzeit stark
eingeschränkt oder gar nicht möglich. Insofern
weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen
Ereignisse wesentlich von der voraussichtlichen operativen
und finanziellen Entwicklung abweichen können.
1 https://r.search.yahoo.com/_ylt=Awr.
QnYWRXFm688I6kJfCwx.;_ylu=Y29sbwMEcG9zAzMEdnRpZAMEc2VjA3Ny/RV=2/RE=1718728086/RO=10/RU=
https%3a%2f%2fberichte.
bvr.de%2fjahresbericht-2023%2fwirtschaftliche-
entwicklung%2fkonjunktur%2f/RK=2/RS=03wTDeQnIf5JsvyuhN2_Y3fapMQ-
2 EU - Wirtschaftswachstum in den Ländern
der EU | Statista
3 Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland bis
2023 | Statista
4 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
5 Preisentwicklung in den EU-Staaten 2023 -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
6 Autoindustrie: EU-Automarkt erholt sich 2023 -
Rücksetzer im Dezember (handelsblatt. com)
7 Standort Deutschland: Habeck nimmt Autobauer
in die Pflicht - ZDFheute
8 Gewerbe und Industrie: Gaspreise in
Deutschland bis 2023 | Statista
9 Industriestrompreise inkl. Stromsteuer in
Deutschland bis 2024 | Statista
10 https://www.
opcleansweep.eu/signatories?advancedSearchDis-
played=&akID%5B22%5D%5Bvalue%5D=Indorama&akID%5B23%5D%5BatSelectOptionID%5D%5B%5D=&akID
%5B66%5D%5BatSelectOptionID%5D%5B%5D=&search=
Hattersheim am Main, den 25.
Juli 2024
Die
Geschäftsführung
Rolf
Christoph Hammer
Dr.
Patrick Amrhein
Sunil
Baldi
Suresh
Padmanabhan
Jitendra
Kumar Malik
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
|
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|
1.141,91 |
|
11.571,87 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
|
|
| Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
| Grundstücken |
218.322,67 |
|
231.720,55 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.610.390,10 |
|
3.854.106,92 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
| ausstattung |
1.067.294,88 |
|
293.935,84 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
407.136,74 |
5.303.144,39 |
938.804,20 |
5.318.567,51 |
|
|
5.304.286,30 |
|
5.330.139,38 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
3.910.203,87 |
|
7.767.377,34 |
|
| 2.
Fertige Erzeugnisse und Waren |
10.366.108,19 |
|
19.975.347,61 |
|
| 3.
Geleistete Anzahlungen |
68.633,66 |
14.344.945,72 |
332.490,71 |
28.075.215,66 |
| II.
Forderungen und sonstige Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.949.358,09 |
|
6.186.670,11 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
39.618.830,90 |
|
27.481.528,84 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.846.198,59 |
48.414.387,58 |
3.944.753,78 |
37.612.952,73 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben |
|
|
|
|
| bei
Kreditinstituten |
|
3.092,75 |
|
410,00 |
|
|
62.762.426,05 |
|
65.688.578,39 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
199.256,25 |
|
107.650,64 |
|
|
68.265.968,60 |
|
71.126.368,41 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
10.000.000,00 |
10.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
23.000.000,00 |
13.000.000,00 |
| III.
Verlustvortrag |
-16.787.800,44 |
-11.397.344,44 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
-12.181.773,20 |
-5.390.456,00 |
|
4.030.426,36 |
6.212.199,56 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und |
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
37.574.130,00 |
38.440.281,35 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
341.000,00 |
341.000,00 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
3.033.098,93 |
1.519.540,45 |
|
40.948.228,93 |
40.300.821,80 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
15.033.662,92 |
0,00 |
| 2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
0,00 |
44.480,00 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und |
|
|
| Leistungen |
6.737.104,83 |
6.881.857,29 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
821.551,95 |
16.800.000,72 |
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
694.993,61 |
887.009,04 |
|
23.287.313,31 |
24.613.347,05 |
|
68.265.968,60 |
71.126.368,41 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
96.235.919,44 |
|
183.235.919,06 |
| 2.
Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands |
|
|
|
|
| an
fertigen Erzeugnissen |
|
-9.562.432,51 |
|
5.124.551,03 |
| 3.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
3.324.779,63 |
|
764.718,30 |
| 4.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
-57.949.184,46 |
|
-136.069.742,65 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-10.200.442,47 |
-68.149.626,93 |
-20.492.530,09 |
-156.562.272,74 |
| 5.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-9.377.269,29 |
|
-10.333.284,94 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
-2.498.044,70 |
-11.875.313,99 |
-7.285.953,58 |
-17.619.238,52 |
| 6.
Abschreibungen auf immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände
des |
|
|
|
|
| Anlagevermögens
und Sachanlagen |
|
-674.791,77 |
|
-752.438,95 |
| 7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
-21.304.804,01 |
|
-18.936.619,96 |
| 8.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
1.711.327,03 |
|
424.181,75 |
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
-1.809.674,86 |
|
-888.412,60 |
| 10.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
-47.404,51 |
|
-151.634,08 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
|
-12.152.022,48 |
|
-5.361.246,71 |
| 12.
Sonstige Steuern |
|
-29.750,72 |
|
-29.209,29 |
| 13.
Jahresfehlbetrag |
|
-12.181.773,20 |
|
-5.390.456,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Indorama Ventures Polymers Germany GmbH hat ihren
Sitz in Hattersheim am Main und ist im Handelsregister von
Frankfurt am Main unter der HRB Nr. 74000 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. und 264 ff. des HGB und des GmbHG
aufgestellt.
Die Gesellschaft ist wie im Vorjahr eine große
Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, haben wir die
Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und
Davon-Vermerke in diesen Anhang aufgenommen.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände werden mit
ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig
linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.
Entgeltlich erworbene EDV-Programme und werden über
eine Nutzungsdauer von einem bis fünf Jahren
abgeschrieben.
Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder
Wertminderung werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen
Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt
und erfolgen über die folgenden
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:
|
Nutzungsdauern
in Jahren |
| Gebäude und
Bauten |
25 bis 33 |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
5 bis 25 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3 bis 14 |
In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen
sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und
durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Zinsen auf Fremdkapital werden generell nicht aktiviert.
Außerplanmäßige Abschreibungen
werden zusätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung
voraussichtlich von Dauer ist. Wenn sich herausstellt, dass
die Gründe für
außerplanmäßige Abschreibungen nicht
mehr bestehen, werden entsprechende Zuschreibungen
vorgenommen, und zwar unter Berücksichtigung
der planmäßigen Abschreibungen, die
inzwischen vorzunehmen gewesen wären.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten nach der gewogenen
Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere
realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch
Abschreibungen auf diesen Wert berücksichtigt.
Die Wertberichtigungen sind im Ausweis der
Bestandsveränderungen bzw. des Materialaufwands
enthalten, da sie den für die Gesellschaft
üblichen Umfang nicht überschreiten. Die
Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse enthalten
neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene
Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie
Abschreibungen. Zinsen auf Fremdkapital werden generell
nicht aktiviert.
Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das
Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet.
Bestimmte Teile des Bestandes an Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen unterliegen nur geringen
wertmäßigen Schwankungen und waren deshalb als
Festwert bilanziert. Dieser wurde spätestens zu jedem
fünften Bilanzstichtag im Rahmen einer Inventur
überprüft. In Geschäftsjahr 2023 wurde
für diese Teile auf eine permanente Inventur
umgestellt.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch
angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen
Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten
Dritter.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum
Nennbetrag angesetzt. Risiken werden durch angemessene
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet worden, die
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen werden für
Anwartschaften aus Altersversorgungszusagen gebildet. Bei
der Rückstellungsberechnung finden die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck Anwendung. Der Wertansatz
ist nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen errechnet worden unter Verwendung des
Projected-Unit-Credit-Method-Verfahrens (laufendes
Einmalprämienverfahren).
Bei der Berechnung der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden ein
Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie ein
Einkommenstrend von 3,25 % (Vorjahr: 2,50 %), eine
Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze von 3,0 %
(Vorjahr: 2,25 %) und eine Rentenanpassung von 2,20 %
(Vorjahr: 2,10 %) zugrunde gelegt. Die jährlichen
Fluktuationswahrscheinlichkeiten variieren zwischen
7,45 % (Vorjahr: 0,00 %) bei Männern und 12,5 %
(Vorjahr: 0,00 %) bei Frauen ab dem Alter 20 und 0,00 %
(Vorjahr: 0,00 %) ab dem Alter 60. Die Berechnung der
Rückstellung für Pensionen aus
Entgeltumwandlung basiert auf einem
Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %).
Die ausschließlich der Erfüllung der
Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff
aller übrigen Gläubiger entzogenen
Vermögensgegenstände
(Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz
2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den
Rückstellungen verrechnet.
Unverändert zum Vorjahr wurde der
Diskontierungszins mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt.
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6
Satz 2 HGB beträgt TEUR 367 (Vorjahr: TEUR 1.645).
Änderungen des Diskontierungszinssatzes werden
im Personalaufwand ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen
Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus
schwebenden Geschäften und sind in Höhe des
Erfüllungsbetrags (d. h.
einschließlich zukünftiger Kosten- und
Preissteigerungen) angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag
ausgewiesen.
Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung werden zum Kurs am Entstehungstag umgerechnet.
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit
dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag
bewertet. Ergeben sich bei langfristigen Forderungen oder
Verbindlichkeiten aus der Umrechnung zu dem
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag niedrigere
Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten in
Euro, so wird ebenfalls dieser Kurs angewendet. In
Vorjahren vorgenommene Abwertungen werden wieder
zurückgenommen, wenn sich herausstellt, dass die
Gründe für die ursprüngliche Abwertung
aufgrund geänderter Wechselkurse nicht mehr
bestehen.
Geldbestände und Bankguthaben in fremder
Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag umgerechnet.
Die im Anhang enthaltenen Davon-Vermerke zur
Währungsumrechnung beinhalten sowohl realisierte als
auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.
Latente Steuern
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz,
welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren
aus abweichenden Abschreibungen, abweichenden
Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und der
sonstigen Rückstellungen. Außerdem wurden auch
auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche
Verlustvorträge, bei denen innerhalb der folgenden
fünf Geschäftsjahre eine Verlustverrechnung zu
erwarten ist, latente Steuern gebildet. Aktive und passive
latente Steuern werden verrechnet. Im Falle eines
Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag
wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1
Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Bei der Bewertung der latenten Steuern werden
unternehmensindividuelle Steuersätze, nämlich
15,825 % (Vorjahr: 15,825 %) für die
Körperschaftsteuer (einschließlich
Solidaritätszuschlag) sowie 12,630 %
(Vorjahr: 12,630 %) für die Gewerbesteuer
herangezogen.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Zur Gliederung und Entwicklung des
Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des
Geschäftsjahres wird auf den als Anlage
zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel
verwiesen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen aus dem von der Gesellschaft gewährten
Darlehen in Höhe von TEUR 23.922 (Vorjahr: TEUR
23.756), Forderungen aus Leistungserbringungen zum Stichtag
mit TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 3.726), und Forderungen aus den
Cashpooling zum Stichtag mit TEUR 15.532 (Vorjahr:
Verbindlichkeiten TEUR 14.806) sowie Zinsen zum Cashpooling
von TEUR 97 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
im Wesentlichen Sicherungseinbehalte aus Factoring TEUR 608
(Vorjahr: TEUR 127), Erstattungsanspruch aus dem
Dampfvertrag TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 376),
Erstattungsanspruch aus Carbon-Leakage-Entlastung TEUR 142
(Vorjahr: TEUR 140) Erstattungsanspruch aus Netzentgelten
in Höhe von TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 500) und ein
Erstattungsanspruch aus der Ökosteuer in Höhe von
TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 188) enthalten. Im Vorjahr war
darin des Weiteren ein Erstattungsanspruch gegen das
Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.120
enthalten.
Eigenkapital
Die Gesellschafter haben am 11. Dezember 2023
beschlossen, TEUR 10.000 in die Kapitalrücklage in bar
zu leisten.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde
im Berichtsjahr Planvermögen, das zum
Bilanzstichtag einen Markt- bzw. Zeitwert von TEUR 737
(Vorjahr: TEUR 652) aufweist, mit dem Erfüllungsbetrag
der Altersversorgungsverpflichtungen in gleicher
Höhe saldiert. Die in diesem Zusammenhang
verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen
jeweils TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 44) für die
Rückstellungen und für die Wertpapiere.
Die Anschaffungskosten der Wertpapiere belaufen sich auf
TEUR 663 (Vorjahr: TEUR 593). Die Differenz zwischen dem
Zeitwert und den Anschaffungskosten in Höhe von TEUR
85 (Vorjahr: TEUR 59) ist gemäß § 268 Abs.
8 HGB ausschüttungsgesperrt.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten wie im
Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen für
Personalkosten sowie ausstehende Rechnungen.
Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Keine Verbindlichkeiten
sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem
Cashpooling in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 14.806),
Zinsen zum Cashpooling in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr:
TEUR 32) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen zum Stichtag in Höhe von TEUR 762 (Vorjahr:
TEUR 1.962) enthalten.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden, neben
Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich,
Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr:
TEUR 102) ausgewiesen. Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr zum Stichtag
keine.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse beinhalten vorwiegend
Verkaufserlöse für Polymere und
Verpackungsrohstoffe. Nach Produktbereichen aufgeteilt
setzen sie sich wie folgt zusammen:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Polymere |
67.977 |
148.221 |
|
Verpackungsrohstoffe |
26.322 |
35.010 |
| Sonstige |
1.937 |
5 |
|
96.236 |
183.236 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach
Absatzgebieten stellt sich wie folgt dar:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Inland |
51.809 |
72.971 |
| Ausland |
44.427 |
110.265 |
|
96.236 |
183.236 |
Sonstige betriebliche Erträge
Der Posten beinhaltet Erträge aus
Konzerndienstleistungen TEUR 944 (Vorjahr: TEUR 0),
Erträge aus der Carbon Leakage Beihilfe TEUR 143
(Vorjahr: TEUR 140), periodenfremde Erträge in
Höhe von TEUR 1.923 (Vorjahr: TEUR 461),
außerdem realisierte und unrealisierte
Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 159
(Vorjahr: TEUR 143).
Die periodenfremden Erträge betreffen
hauptsächlich Erträge aus einer
Vergleichsvereinbarung mit einem Lieferanten.
Personalaufwand
In den sozialen Aufwendungen sind Aufwendungen
für Altersversorgung in Höhe von TEUR 528
(Vorjahr: TEUR 5.231) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
realisierte und unrealisierte
Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 97
(Vorjahr: TEUR 89) enthalten.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge betreffen in Höhe von TEUR
1.711 (Vorjahr: TEUR 419) verbundene Unternehmen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 672 (Vorjahr:
TEUR 633) auf die Abzinsung von
Rückstellungen. Zudem entfallen auf
verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 95).
Sonstige Angaben
| Angaben über
Mitarbeiter |
2023 |
2022 |
| Im Durchschnitt waren
beschäftigt |
142 |
145 |
| In Produktion und
Hilfsbetrieben |
113 |
117 |
| Im Vertrieb |
5 |
6 |
| In Forschung und
Entwicklung |
7 |
7 |
| In Verwaltung und
übrigen Funktionen |
17 |
15 |
Abschlussprüferhonorar
Das für das Geschäftsjahr berechnete
Gesamthonorar des Abschlussprüfers und
Steuerberaters beträgt für
|
TEUR |
|
Abschlussprüfungsleistungen |
145 |
| Andere
Bestätigungsleistungen |
0 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu
nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften
Es bestehen Mietverträge für
Büroräume in Hattersheim am Main sowie für
Lagersilos in Langweid-Foret. Die Laufzeiten dieser
Verträge betragen zwischen einem halben und einem
Jahr. Daneben wurden Leasingverträge für
Kraftfahrzeuge abgeschlossen, deren Laufzeiten zwischen
einem und drei Jahren betragen.
Für den Standort Gersthofen wurden mit dem
Standortbetreiber sowie mit einem
Standortdienstleister diverse
Serviceverträge abgeschlossen, die Laufzeiten zwischen
einem und fünf Jahren aufweisen.
Zur Aufrechterhaltung der Betriebserlaubnis für
die Fertigungsanlagen besteht eine gesetzliche
Verpflichtung zur Durchführung von Anlagenrevisionen
im Abstand von fünf Jahren.
Das Bestellobligo für Investitionsprojekte hat
eine Laufzeit von einem Jahr.
Die Vorteile des Abschlusses von Miet-, Leasing- und
Serviceverträgen sind im Wesentlichen die erhöhte
Planungssicherheit sowie - insbesondere bei den
Serviceverträgen - die Bindung des Vertragspartners an
das Unternehmen. Risiken ergeben sich aus
möglicherweise höheren Kosten sowie aus der
Laufzeitbindung.
Die Verteilung der künftigen
Liquiditätsabflüsse aus den genannten
Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
|
TEUR |
| 2024 |
8.154 |
| 2025 |
9.365 |
| 2026 und
später |
10.129 |
| Summe |
27.648 |
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung wird der
Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag
in Höhe von EUR 12.181.773,20 auf neue Rechnung
vorzutragen.
Angaben zum Mutterunternehmen und zum
Konzernabschluss
Unmittelbare Muttergesellschaft des Unternehmens ist
die Indorama Germany GmbH, Hattersheim am Main. Die
Indorama Germany GmbH erstellt einen Konzernabschluss
für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den auch
die Indorama Ventures Polymers Germany GmbH mit einbezogen
wird. Damit ist die Gesellschaft ein Konzernunternehmen der
Indorama-Gruppe. Der Konzernabschluss der Indorama
Germany GmbH kann im elektronischen Unternehmensregister
eingesehen werden.
Den Konzernabschluss für den größten
Kreis von Unternehmen im Indorama-Konzern erstellt die
Indorama Ventures Public Company Ltd., Bangkok, Thailand.
Als verbundene Unternehmen gelten alle Gesellschaften
im Konzernverbund der Indorama Ventures Public Company Ltd.
Der Konzernabschluss kann auf der Internetseite
www.indoramaventures.com eingesehen werden.
Geschäftsführung
| ― |
Dipl. Ing. Rolf Christoph
Hammer, Werksleiter Gersthofen, Landsberg am Lech
|
| ― |
Sunil Baldi, Finanzdirektor
Europa, Indorama Ventures Europe B.V., Rotterdam,
Niederlande
|
| ― |
Suresh Padmanabhan, Senior Vice
President Technik, Indorama Ventures Europe B.V.,
Rotterdam, Niederlande
|
| ― |
Jitendra Kumar Malik,
Werksleiter UAB "Onion Global pet", Klaipeda,
Litauen
|
| ― |
Dr. Patrick Amrhein,
Vertriebsleiter, Hochheim am Main
|
Die Bezüge des Herrn Rolf Christoph Hammer und
des Herrn Dr. Patrick Amrhein werden von der
Gesellschaft getragen. Von anderen Gesellschaften
beziehen sie keine Bezüge. Die Herren Sunil Baldi,
Suresh Padmanabhan und Jitendra Kumar Malik beziehen von
der Gesellschaft keine Bezüge.
Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung
(werterhellend), die Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind nach dem
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.
Hattersheim am Main, den 25.
Juli 2024
Rolf
Christoph Hammer
Dr.
Patrick Amrhein
Sunil
Baldi
Suresh
Padmanabhan
Jitendra
Kumar Malik
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand |
Zugänge |
|
Um- |
Stand |
|
1.1.2023 |
Geschäftsjahr |
Abgänge |
buchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
|
|
|
| solchen
Rechten und Werten |
1.668.511,31 |
1.143,00 |
0,00 |
0,00 |
1.669.654,31 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
|
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
12.782.943,49 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
12.782.943,49 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
52.349.499,38 |
954.743,15 |
735.848,45 |
75.072,96 |
52.643.467,04 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
8.525.254,17 |
243.937,10 |
21.620,98 |
638.558,64 |
9.386.128,93 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
938.804,20 |
329.600,17 |
147.636,03 |
-713.631,60 |
407.136,74 |
|
74.596.501,24 |
1.528.280,42 |
905.105,46 |
0,00 |
75.219.676,20 |
|
76.265.012,55 |
1.529.423,42 |
905.105,46 |
0,00 |
76.889.330,51 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
Stand |
Abschrei-
bungen des Geschäfts- |
|
|
|
1.1.2023 |
jahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
|
|
| solchen
Rechten und Werten |
1.656.939,44 |
11.572,96 |
0,00 |
1.668.512,40 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
12.551.222,94 |
13.397,88 |
0,00 |
12.564.620,82 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
48.495.392,46 |
540.684,23 |
2.999,75 |
49.033.076,94 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
8.231.318,33 |
109.136,70 |
21.620,98 |
8.318.834,05 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
69.277.933,73 |
663.218,81 |
24.620,73 |
69.916.531,81 |
|
70.934.873,17 |
674.791,77 |
24.620,73 |
71.585.044,21 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen an |
|
|
| solchen
Rechten und Werten |
1.141,91 |
11.571,87 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
218.322,67 |
231.720,55 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.610.390,10 |
3.854.106,92 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
| Geschäftsausstattung |
1.067.294,88 |
293.935,84 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
407.136,74 |
938.804,20 |
|
5.303.144,39 |
5.318.567,51 |
|
5.304.286,30 |
5.330.139,38 |
Bestätigungsvermerk
An die Indorama Ventures Polymers Germany GmbH,
Hattersheim am Main
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Indorama Ventures
Polymers Germany GmbH, Hattersheim am Main, - bestehend aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Indorama Ventures Polymers
Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche
falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko,
dass aus Irrtümern resultierende wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da
dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die
Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten
Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch.
Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung
sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25.
Juli 2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mangels,
Wirtschaftsprüfer
Horvatinovic,
Wirtschaftsprüfer
|