Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 33795
Eingetragen
28.7.2000
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante PflegediensteAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
die Durchführung von Reinigungs-, Hygiene- und Versorgungs- sowie sonstigen Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitswesens und der Altenhilfe. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Gesellschaft, die Einrichtungen des Gesundheitsund Sozialwesens im Trägerverbund der Stiftung der Cellitinnen zu fördern und zu unterstützen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Schmidt
seit 29.1.2025
Prokura
Claudia Dues
seit 29.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stiftung der Cellitinnen
89.90%
Stiftung Hoffnungsweg
10.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ProKlin Service GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 714,00 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 132.388,00 156
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 305.839,00 347
438.227,00 503
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.080,35 31
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.648,24 6
64.728,59 37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.673,97 195
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 402.016,07 641
3. Sonstige Vermögensgegenstände 24.218,29 36
589.908,33 872
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 499.724,46 467
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1
1.593.302,38 1.880

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnrücklagen 100.000,00 100
III. Gewinnvortrag 365.056,93 230
IV. Jahresüberschuss 95.446,65 135
585.503,58 490
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 37.988,00 131
2. Sonstige Rückstellungen 137.394,00 299
175.382,00 430
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.510,75 68
2. Sonstige Verbindlichkeiten 791.906,05 892
- davon aus Steuern EUR 68.998 (Vorjahr TEUR 97)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 158.795 (Vorjahr TEUR 25)
832.416,80 960
1.593.302,38 1.880

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 15.152.792,50 14.668
2. Sonstige betriebliche Erträge 149.118,51 170
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 295.965,63 311
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 544.674,00 657
840.639,63 968
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.252.842,59 10.673
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.667.659,94 2.513
- davon für Altersversorgung EUR 19.893,89 (Vorjahr TEUR 25)
13.920.502,53 13.185
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 114.733,90 156
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 282.055,87 331
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152,86 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 385,45 1
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.140,84 - 61
10. Ergebnis nach Steuern 96.605,65 137
11. Sonstige Steuern - 1.159,00 1
12. Jahresüberschuss 95.446,65 - 135

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die ProKlin Service GmbH, Köln, ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 33795 eingetragen.

Die Gesellschaft ist ein Dienstleistungsunternehmen und erbringt Serviceleistungen im Bereich Unterhaltsreinigung, Hauswirtschaft und Bettendesinfektion für Kranken- und Seniorenhäuser in Nordrhein-Westfalen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ProKlin Service GmbH, Köln, wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH- Gesetzes beachtet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - so weit Änderungen nicht angegeben und erläutert wurden - unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 netto werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorjahren sind geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 netto in einem Sammelposten aktiviert worden, der über fünf Jahre aufgelöst wird.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind, ausgewiesen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

3. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. Aus diesem Anlagenspiegel ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ausfallrisiken liegen nicht vor.

Unter dem Posten gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 25.000,00 ausgewiesen. Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2023 Stand 21.12.2022
Urlaub 51.700,00 116.500,00
Nachberechnung Löhne 0,00 0,00
Interne Kosten
Jahresabschluss 0,00 0,00
Archivierungskosten 1.000,00 1.000,00
Berufsgenossenschaften 23.445,00 24.300,00
Bonus Geschäftsführung 0,00 0,00
Schwerbehindertenabgabe 28.420,00 55.939,40
Bonus 2020 CSG * 0,00 60.000,00
Lohn 2021 0,00 0,00
Jahresabschluss 10.000,00 10.000,00
Latente Steuern 22.829,00 31.051,00
137.394,00 298.790,40

* CSG: Clinische Studien Gesellschaft

Die Verbindlichkeiten sind grundbuchlich nicht gesichert und haben in voller Höhe wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Sonstige Angaben

4.1 Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Frau Lilly Bungart, Köln, und Herr Stefan Dombert, Köln. Frau Bungart ist zum 4. Dezember 2023 als Geschäftsführerin ausgeschieden. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4.2 Mitarbeiter der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 580 Mitarbeiter (Vorjahr: 583) beschäftigt, davon 561 gewerbliche Mitarbeiter.

4.3 Abschlussprüferhonorar

Die Angabe über das Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgt entsprechend dem gesetzlichen Wahlrecht im Konzernabschluss der Hospitalvereinigung der Cellitinnen, Köln, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

4.4 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nach § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtig wären.

4.5 Konzernzugehörigkeit

Die ProKlin Service GmbH, Köln, wird in den Konzernabschluss der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

4.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von 95.446,65 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, den 27. Mai 2024

ProKlin Service GmbH Köln

Stefan Dombert, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
EUR EUR EUR EUR
1 2 3 4/5 6
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.386,65 1.071,00 0,00 2.457,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 518.933,01 13.649,40 0,00 532.582,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 830.464,58 38.991,50 80.259,37 789.196,71
1.349.397,59 52.640,90 80.259,37 1.321.779,12
1.350.784,24 53.711,90 80.259,37 1.324.236,77
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Endstand
EUR EUR EUR EUR
1 7 8/10 9/11 12
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.386,65 357,00 0,00 1.743,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 362.797,01 37.397,40 0,00 400.194,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.941,58 76.979,50 77.563,37 483.357,71
846.738,59 114.376,90 77.563,37 883.552,12
848.125,24 114.733,90 77.563,37 885.295,77
Bilanzposten Restbuchwerte 31.12.2023 Restbuchwerte 31.12.2022
EUR EUR
1 13 14
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 714,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 132.388,00 156.136,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.839,00 346.523,00
438.227,00 502.659,00
438.941,00 502.659,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die ProKlin Service GmbH, gegründet im Jahr 2000, hat ihren Firmensitz in Köln. Mit 580 Beschäftigten ist die ProKlin Service GmbH als Service- und Dienstleistungsgesellschaft für die Einrichtungen der Stiftung der Cellitinnen, vormals Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, tätig. Mit Vertrag vom 17.10.2023 hat die bisherige Alleineigentümerin, die St. Marien-Hospital GmbH, Köln, alle Anteile an der Gesellschaft rückwirkend vom 01.01.2023 an die Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, verkauft. Die ProKlin Service GmbH bietet ein breites Leistungsspektrum im Dienstleistungsbereich an. Hierzu zählen u.a. Reinigungsdienste, Versorgungs- und Entsorgungsdienste, Wirtschaftsdienste und Wahlleistungs- sowie Menüerfassungsdienste in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und medizinischen Versorgungszentren. Neben den verbundinternen Kunden zählen auch weitere externe medizinische Einrichtungen zum Kundenstamm des Unternehmens.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 zum einen noch immer von den (nachlassenden) Handelsfriktionen und Lieferengpässen in Folge der Corona-Pandemie geprägt, im Wesentlichen aber durch die im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entstandenen Energieengpässe und stark gestiegenen Energiekosten beeinflusst, wodurch sich die Weltwirtschaft nicht in dem erhofften Maße erholen konnte. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Sachverständigenrat") prognostiziert in seinem Anfang November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 2023/24 ein Sinken des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 um 0,4 % (Vj .: + 1,9 %) bei einer Inflationsrate von 6,1 %. Für das Jahr 2024 rechnet der Sachverständigenrat mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,7 % sowie mit einer Inflationsrate von 2,6 %.

1 Quelle: Jahresgutachten 2023/2024, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Im Jahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 45,9 Mio. Personen erwerbstätig. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. Nach wie vor war in verschiedenen Segmenten der Fachkräftemangel spürbar. Inwieweit die Bemühungen der Bundesregierung zur Bewältigung des Fachkräftemangels durch bessere Qualifikation von inländischen Arbeitnehmern sowie der Gewinnung von ausländischen Fachkräften mittelfristig Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten. Der deutsche Staatshaushalt weist im Jahr 2023 ein Defizit in Höhe von - 2,0 % des Bruttoinlandsproduktes auf (Vj.: - 2,6% des Bruttoinlandsproduktes).

2.1.2. Branchenmarkt Gesundheit

Die Perspektiven der Branche werden durch das Spannungsfeld zwischen einem wachsenden Bedarf für eine adäquate Versorgung einerseits und ungeklärten Finanzierungsfragen andererseits geprägt. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft (demografischer Wandel) wird es zum einen zu Veränderungen in den Behandlungsfeldern des Gesundheitsmarktes kommen, da ältere Menschen häufig unter anderen Krankheiten leiden als jüngere. Zum anderen wird sich die Finanzierungssituation verändern, da erstens mit zunehmendem Alter das Krankheitsrisiko und die Pflegebedürftigkeit steigen, zweitens geänderte Familienstrukturen (höherer Anteil berufstätiger Frauen, Rückgang des Zusammenlebens von mehreren Generationen unter einem Dach) die Notwendigkeit einer professionellen Pflege und Betreuung erhöhen und drittens immer weniger Beitragszahler in die sozialen Sicherungssysteme für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen müssen. Tendenziell führen diese Faktoren zu einem steigenden Leistungsdruck für die Leistungserbringer, der mittelfristig zu einem verstärkten Konzentrations- und Konsolidierungsdruck führen wird. Der Mangel an examiniertem Pflegepersonal und anderem Fachpersonal wird zukünftig einen der wesentlichen Wachstumsengpässe der Branche darstellen.

2.1.3. Dienstleistungen im Bereich Gebäudereinigung, Bettenreinigung und unterstützende Dienstleistungen auf den Stationen

Die ProKlin Service GmbH erbringt für Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens Gebäudereinigungs- und weitere Serviceleistungen, die u.a. zur Entlastung des knappen Pflegepersonals ausgelagert worden sind. Im Kerngeschäft der ProKlin Service GmbH, der Unterhaltsreinigung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, ist die sach- und fachgerechte Erbringung von Reinigungsleistungen seit der Corona-Pandemie verstärkt in den Fokus der Krankenhäuser und pflegerischen Einrichtungen gerückt. Die Häufigkeit der Anforderung von desinfizierenden Reinigungen in Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens ist deutlich angestiegen.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Umsatz- und Leistungsentwicklung

Der wesentliche Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der ProKlin Service GmbH lag im nachhaltigen Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen und der Ausweitung des Leistungsgeschehens. Das Umsatzvolumen von 14.668 T€ (2022) ist um 3,3% auf 15.152 T€ im Jahr 2023 gestiegen. Die Umsatzsteigerung beruht primär auf Preiserhöhungen zur Deckung der Personalkosten, die ab dem 01.10.2022 aufgrund des Tarifabschlusses gestiegen sind. Die Leistungsnachfrage in der Unterhaltsreinigung ist weiterhin konstant, lediglich die Nachfrage nach coronabedingten Sonderreinigungen war erwartungsgemäß stark rückläufig. Im Geschäftsfeldbereich Service & Dienstleistung sind Stationshilfen in einem Verbundkrankenhaus zum 01.01.2023 per Betriebsübergang übernommen worden. Der Umsatzverlust beläuft sich auf rund 340 T€ jährlich. Ebenso hat ein weiteres Verbundhaus die Speisenversorgungsassistenz und Menüerfassung zum 01.10.2023 ins Haus integriert. Für das vierte Quartal belief sich der Umsatzrückgang auf rund 93 T€.

2.2.2. Investitionen und Finanzierung

Im Jahr 2023 wurden 54 T€ in Sachanlagen investiert. Es wurden im Wesentlichen Reinigungsgeräte aus Eigenmitteln angeschafft.

2.2.3. Personal- und Sozialwesen / Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

In der ProKlin Service GmbH findet der durch den Tarifausschuss beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales bundesweit für allgemeinverbindlich erklärte Rahmentarifvertrag des Gebäudereiniger-Handwerks flächendeckend für alle Beschäftigten Anwendung. Der Rahmentarifvertrag legt u.a. Arbeitszeiten, Lohngruppen sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge für die Beschäftigten fest und wird zwischen Vertretern der IG Bau und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks verabschiedet. Neben dem Rahmentarifvertrag wird der ebenfalls für allgemein verbindlich erklärte Lohntarifvertrag angewandt. Eine Tarifsteigerung erfolgte zuletzt zum 01.10.2022 (12,55%). Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn betrug im Jahr 2023 in der Lohngruppe 113,00 € je Stunde. Die nächste Tarifsteigerung erfolgt zum 01.01.2024.

Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Die Personalkosten stellten im Berichtsjahr mit einem Anteil von rund 91,87 % der Gesamtkosten im operativen Bereich den größten Kostenblock dar.

Im Zusammenhang mit der Integration der Speisenversorgungsassistenz und Menüerfassung in ein Verbundhaus hat der Landschaftsverband Rheinland den Bewilligungsbescheid vom 16.11.2022 zur Gründung einer Inklusionsabteilung innerhalb der ProKlin Service GmbH zum 01.10.2023 gemäß §47 Abs. 1 SGB X widerrufen. Somit besteht derzeit keine Inklusionsabteilung in der ProKlin Service GmbH.

Zum 04.12.2023 ist Frau Lilly Bungart aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist weiterhin Herr Stefan Dombert berufen.

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus der ProKlin Service GmbH in der Umstellung auf nachhaltigere Reinigungsprodukte. Es wird lediglich Reinigungschemie eingesetzt, die mit Umweltzeichen nach DIN EN ISO 14024 zertifiziert ist und das EU Ecolabel trägt. Zudem werden Mehrwegflaschen und Großgebinde eingesetzt, die beim Hersteller recycelt werden.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 Veränderung
Ergebnisquellen: T€ T€ T€ %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 143 198 -55 -27,9%
Finanzergebnis -1 -1 0 0,0%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47 -61 14 -23,0%
Jahresergebnis 95 136 -41 -30,1%
weitere betriebliche Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse 15.152 14.668 484 3,3%
Personalaufwand 13.920 13.185 735 5,6%
Anteil des Personalaufwandes bezogen auf den Umsatz 91,87% 89,89% 2,0%

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist im Berichtszeitraum ein positives Jahresergebnis in Höhe von 95 T€ aus (Vj. 136 T€). Der Rückgang und die negative Abweichung zum Planergebnis (- 29 T€) sind im Wesentlichen auf Kostensteigerungen im Bereich der Personalkosten zurückzuführen.

Der Anteil des Personalaufwands, bezogen auf den Umsatz, liegt bei 91,9 % (Vj. 89,9 %) und ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund vermehrter krankheitsbedingter Lohnfortzahlungen und damit verbundenem erhöhtem Personaleinsatz gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem die Erstattung nach IfSG bei Quarantäne und Tätigkeitsverboten bei coronabedingten Arbeitsunfähigkeiten entfallen. Zudem ist eine tarifbedingte Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie an Mitarbeitende mit einem AVR-Vertrag ausgezahlt worden und eine Umstrukturierung auf der mittleren Führungsebene erfolgt. Insgesamt zeigt sich im Jahr 2023 ein zufriedenstellender Geschäftsverlauf.

2.3.2. Finanzlage

Die Finanzlage ist aufgrund des überwiegend verbundinternen Kundenstamms stabil. Der Cashflow hat sich aufgrund des termingerechten Lastschrifteinzugs und der gestiegenen Liquidität verbessert. Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Gesamtcashflow in Höhe von 29 T€. Dieser setzte sich zusammen aus einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 78 T€ und einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 49 T€.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen (überwiegend durch Einzugsverfahren).

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 15,3 % auf 1.594 T€ verringert. Die Bilanzsumme hat sich aufgrund geringerer Investitionssummen und verminderten Abschreibungen, dem Rückgang von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie dem Auflösen von Urlaubsrückstellungen verringert. Der Liquiditätsstatus zum Jahresende hat sich aufgrund von Einsparungen und des positiven Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht. Entsprechend dem gestiegenen Eigenkapital hat sich auch die Eigenkapitalquote um 10,72 %-Punkte auf 36,79 % (Vj. 26,06 %) erhöht.

Die Deckung des langfristigen Vermögens in Bezug auf das langfristige Kapital hat sich auf 133,49 % verbessert (Vj. 97,42 %).

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 439 503 -64 -12,7%
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 590 872 -242 -27,7%
Kassenbestand / Guthaben Kreditinstitute und sonstige Aktiva 500 467 19 3,8%
Bilanzsumme 1.594 1.880 -287 -15,3%
Passiva
langfristiges Kapital
Eigenkapital 586 490 96 19,6%
kurzfristiges Kapital Rückstellungen 175 430 -255 -59,3%
Verbindlichkeiten 832 960 -128 -13,3%
Bilanzsumme 1.594 1.880 -287 -15,3%

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Der Kundenstamm wird nach unserer Einschätzung auch 2024 stabil bleiben, weil er sich größtenteils aus verbundenen Unternehmen zusammensetzt und zudem mit den externen Kunden längerfristige Verträge bestehen. Die Umsatz- und Personalstärke wird dadurch annähernd konstant bleiben. Im Bereich der Sachanlagen sind Investitionen u.a. in Reinigungswagen in Höhe von rund 30 T€ geplant, um den Qualitätsanforderungen der neuen DIN ISO 13063 "Krankenhausreinigung - Anforderungen an die Reinigung und desinfizierende Reinigung in Krankenhausgebäuden und anderen medizinischen Einrichtungen" vollumfänglich gerecht zu werden. Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung des Unternehmens (Going-Concern-Prinzip) aus und prognostiziert für das Berichtsjahr 2024 ein Betriebsergebnis in Höhe von rund 75 T€. Das geplante Betriebsergebnis weicht um - 20 T€ vom Jahresergebnis 2023 ab, da insbesondere im Bereich des Wirtschaftsbedarfs von steigenden Kosten ausgegangen wird.

3.2. Risikobericht

Die Preise am Markt unterliegen in der Reinigung einem sehr hohen Wettbewerb. Durch langjährige Vertragspartnerschaften und der Erfüllung eines hohen Qualitätsstandards im Gesundheitswesen ist das Marktpreisrisiko zukünftig weiterhin gering einzuschätzen. Gleichzeitig arbeitet die ProKlin Service GmbH preisbewusst und transparent. Für das Jahr 2024 ist eine Anpassung der Tariflöhne vorgesehen, so dass die Personalkosten steigen werden. Die Weitergabe der Tarifsteigerung an die Kunden ist vertraglich vereinbart. Die wirtschaftliche Entwicklung der ProKlin Service GmbH ist abhängig von der wirtschaftlichen Situation der Verbundkrankenhäuser, da rund 96 % der Umsätze mit Verbundunternehmen generiert werden. Im dynamischen Umfeld des Gesundheitswesens hält der Kostendruck weiter an. Durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und der Weiterentwicklung bestehender Organisationsstrukturen, stellt sich die ProKlin Service GmbH den Ansprüchen der Kunden nach einer kundenorientierten und wirtschaftlich effizienten Dienstleistung. Es gilt weitere Einsparungspotentiale sowohl auf Seite der ProKlin Service GmbH als auch bei den Anforderungen der Kunden zu identifizieren.

Die Konkurrenz um qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt des Niedriglohnsektors ist weiterhin sehr hoch. Eine leistungsgerechte und tarifliche Entlohnung sowie wertschätzende Arbeitsbedingungen sind uns sehr wichtig, um die branchenübliche Fluktuation zu reduzieren und Mitarbeiter langfristig an die ProKlin Service GmbH zu binden.

Das Liquiditätsrisiko wird als gering eingestuft, weil die ProKlin Service GmbH über einen stabilen Kundenstamm verfügt, der regelmäßig seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommt. Es werden keine Finanzinstrumente genutzt, um Zinsschwankungen entgegenzuwirken oder zu begrenzen.

3.3. Chancenbericht

Der Dienstleistungsvertrag mit einem verbundeigenen Unternehmen wurde zum 31.12.2023 aufgrund von Umstrukturierungen innerhalb der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, gekündigt. Zukünftig wird die ProKlin Service GmbH analog zu den Verbundkrankenhäusern in den Bereichen Personal, IT und Finanzen durch die jeweiligen Fachbereiche der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, unterstützt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Fachbereichen werden eine Effizienzsteigerung der Arbeitsprozesse, schnellere Kommunikationswege, höhere Transparenz und Kosteneinsparungen prognostiziert. Es ist davon auszugehen, dass durch die Bündelung der Servicegesellschaften unter der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, weitere Synergien geschaffen werden, die die die Prozesse verbessert. Zudem hat die Corona-Pandemie den Stellenwert von Reinigungsleistungen insbesondere in Gesundheitseinrichtungen zur Eindämmung von Infektionsgeschehen erhöht.

Ziel ist es, auch im Jahr 2024 wieder eine Inklusionsabteilung beim Landschaftsverband Rheinland zu beantragen.

 

Köln, den 27. Mai 2024

ProKlin Service GmbH Köln

Stefan Dombert, Geschäftsführer

Ergebnisverwendungsbeschluss für die ProKlin Service GmbH, Köln

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 03. Juli 2024 festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss vom 03. Juni 2024

Der ausgewiesene Jahresüberschuss ist in Höhe von 95.446,65 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ProKlin Service GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ProKlin Service GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProKlin Service GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 27. Mai 2024

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Stefan Szük, Wirtschaftsprüfer

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