infoscore Business Support GmbH
Selbe AdresseErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg van de Bergh seit 15.5.2025 | Prokura |
Ashley Reid seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Khaled Rahman seit 11.12.2023 | Geschäftsführer |
Jochen Werne seit 14.8.2023 | Geschäftsführer |
Marcus Hartmann seit 16.4.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Experian Europe DAC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
informa Solutions GmbHBaden-BadenJahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 20201. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell informa Solutions GmbH (nachfolgend "informa Solutions") ist ein auf dem deutschsprachigen Markt spezialisierter Anbieter von Risikomanagement-Dienstleistungen bzw. Auskunfteiprodukten in den Bereichen Kreditrisiko, Bonitätsinformationen, Betrugspräventionen, Identitäts- und Forderungsmanagement. Sie fungiert außerdem als Holding für weitere Tochtergesellschaften in gleichen bzw. angrenzenden Geschäftsfeldern in Deutschland und Österreich. Informa Solutions konzentriert sich hierbei vor allem auf die Kundenbranchen eCommerce, Finance & Payments (vor allem Zahlungsanbieter und Banken), Versicherungen und Telekommunikation. informa Solutions gehört seit dem 30.06.2020 mehrheitlich zum Experian-Konzern, einem internationalen Informationsdienstleister, mit einer Minderheitsbeteiligung durch den Bertelsmann-Konzern, die organisatorisch im Geschäftsbereich arvato Financial Solutions verankert ist. Seitdem tritt informa Solutions inkl. ihrer Tochterunternehmen unter der Dachmarke "Experian DACH" (DACH: Deutschland, Österreich und Schweiz) auf. Des Weiteren hat die informa Solutions im Zuge des Teilerwerbs durch den Experian-Konzern wiederum das operative Geschäft der Experian GmbH zum 1.07.2020 in Form eines Asset Deals übernommen. Mit Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern zum 30.06.2020 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr, das jeweils zum 30.06. eines Jahres endet, umgestellt. Damit wird dieser Jahresabschluss für ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020 aufgestellt. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der informa Solutions werden teilweise in der informa Solutions selbst, teilweise in ihren Tochterunternehmen erbracht. Der Fokus hierbei liegt auf der Entwicklung der eigenen Produkte / Produktplattformen, sowohl in technischer Hinsicht (vor allem IT, inklusive Softwareentwicklung und unterstützender Technologien wie künstliche Intelligenz oder robotische Software) als auch im Aufbau von Knowhow und Produkten im Bereich Datenmodelle / Analytik. Historisch kooperierte informa Solutions hierbei auch mit Fach- und Geschäftsbereichen seines bis zum 30.06.2020 hundertprozentigen Eigentümers Bertelsmann, so zum Beispiel mit dem Bertelsmanns IT-Dienstleister Arvato Systems oder anderen Geschäftsbereichen innerhalb arvato Financial Solutions. Seit dem 1.07.2020 arbeitet informa Solutions außerdem mit den Fach- und Produktabteilungen des Experian-Konzerns zusammen, sowohl in Bezug auf Markteinführung von Experian-Konzern-Produkten in den deutschen Markt als auch auf die technische Weiterentwicklung seiner spezifischen lokalen Produkte und Plattformen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die globale Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) belastet die Deutsche- und die Weltwirtschaft stark. Angesichts der verschärften Infektionsschutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind die wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit insbesondere im zweiten Quartal 2020 drastisch zurückgegangen. Gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts der Bundesrepublik Deutschland reduzierte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im ersten Quartal 2020 um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, mit einem verstärkten Rückgang im zweiten Quartal 2020 von weiteren 10,1 Prozent. Die bisherigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen liegen durchweg deutlich unterhalb der erwarteten Tendenz für das laufende Jahr. Branchenbezogene Entwicklung Für die einzelnen von informa Solutions bedienten Kundenbranchen ergaben sich speziell aus der COVID-19-Situation höchst unterschiedliche Bilder: Die eCommerce-Branche hat sich im ersten Halbjahr 2020 entgegen dem allgemeinwirtschaftlichen Trend äußerst positiv entwickelt, da sich Volumen aus dem stationären Einzelhandel in den eCommerce verlagert haben. Ähnliches trifft auf die Branche Zahlungsanbieter zu, da diese ebenfalls direkt von den erhöhten eCommerce-Volumen profitieren. In beiden Branchen war informa Solutions in der Lage, signifikantes Wachstum im Vorjahresvergleich zu erzielen. Der Erfolg in diesen Branchen konnte Volumenrückgänge infolge des Corona-Lockdowns in den Branchen Versicherungen und Telekommunikation mehr als kompensieren. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Steuerung der Gesellschaft Die Steuerung von informa Solutions erfolgt im Rahmen von jährlichen Budgetplanungen, durch Zielvereinbarungen und regelmäßige Meetings sowie in Einzelfällen auch durch ad-hoc-Abstimmungen. Die Gesellschaft wird anhand von strategischen und operativen Vorgaben und verschiedenen finanziellen Kenngrößen geführt. Für die Steuerung des operativen Geschäfts der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern und Finanzierung ( EBIT) als primäre Steuerungsgröße anzusehen. Die Steuerungsgröße wird auf Basis der Rechnungslegung nach IFRS ermittelt. 2.2.2 Ertragslage Zur Darstellung der Ertragslage dient die nachfolgende verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung:
Das Rohergebnis des laufenden Geschäftsjahres betrug in sechs Monaten TEUR 10.735 und lag somit disproportional unterhalb des Niveaus des Vorjahres, wobei die zweite Jahreshälfte aus geschäftszyklischen Gründen die traditionell stärkere ist. Gleichzeitig ist der Personalaufwand im Vorjahresvergleich überproportional zum Rohergebnis gestiegen. Nebst zyklisch bedingt höheren Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte beruht diese Veränderung u.a. auf einer gestiegenen Mitarbeiterzahl, allgemeinen Gehaltssteigerungen sowie im Wesentlichen auf Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern (insbesondere Projekt-Prämien). Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 103 Arbeitnehmer (im Vorjahr 93 Arbeitnehmer) beschäftigt. Gegenläufig haben sich die Abschreibungen aufgrund eines signifikanten Rückgangs der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände entwickelt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.169 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen, die insbesondere für von mehreren Gesellschaften der Gruppe gemeinsam genutzten Overhead- und Stabsdienstleistungen sowie für IT-Dienstleistungen entstanden sind. Anteilige Weiterbelastungen sind im Rohergebnis enthalten. Die progressive Steigerung ist maßgeblich durch Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Projektaufwand im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern erklärbar. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr beträgt TEUR -1.899 und hat sich vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen gegenüber dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres um TEUR 3.577 verschlechtert. Das negative Ergebnis ist vor dem Hintergrund der Funktion der informa Solutions als Holding für einen Kreis verbundener Unternehmen zu interpretieren - der Geschäftsbereich ist in Summe aus Sicht der Geschäftsführung sehr zufriedenstellend. Der Verlust in Höhe von TEUR 1.899 wurde zum 30. Juni 2020 aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der Arvato Infoscore GmbH, Baden-Baden, ausgeglichen. Überleitung auf die Steuerungsgröße Aus dem handelsrechtlichen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leitet sich die Steuerungsgröße EBIT nach IFRS wie folgt ab:
Die Entwicklung des EBIT nach IFRS ergibt sich ebenfalls aus den oben beschriebenen Effekten. 2.2.3 Vermögens- und Finanzlage In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:
2.2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 19.112 auf TEUR 100.352 erhöht. Im Einzelnen entwickelten sich die Posten wie folgt: Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch einen Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 11.282 auf TEUR 86.597. Die Zugänge beinhalten die Einbringung der informa HIS GmbH und der infoscore Tracking Solutions GmbH durch die Gesellschafterin arvato infoscore GmbH. Daneben erfolgte im ersten Halbjahr 2020 der indirekte Erwerb einer österreichischen Gesellschaft, der Credify Informationsdienstleistungen GmbH von einer Schwestergesellschaft aus dem Bertelsmann-Konzern durch die erworbene SASR Alpha Achtundfünfzigste Beteiligungsverwaltung GmbH. Die vorgenannten Transaktionen stehen im Zusammenhang mit der Reorganisation im Vorfeld des Beteiligungserwerbs durch den Experian-Konzern. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 7.143 erhöht. Bei einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist diese Entwicklung hauptsächlich auf eine Steigerung des Kassenbestands um TEUR 5.037 sowie die Begründung von Forderungen von TEUR 1.944 gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zurückzuführen. Die Rückstellungen haben sich in Summe um TEUR 781 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Personalrückstellungen, u.a. für Guthaben aus Arbeitszeitkonten und nach dem Bilanzstichtag zur Auszahlung kommende Projekt-Prämien. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.721 sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 699 bei einer gleichzeitigen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital erhöhte sich durch Erhöhung des Gezeichneten Kapitals sowie durch Einstellungen in die Kapitalrücklagen um insgesamt TEUR 15.376 auf TEUR 76.899. Die Erhöhungen sind ausschließlich auf die zuvor beschriebenen Einbringungsvorgänge in Vorbereitung auf den Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern zurückzuführen. 2.2.3.2 Finanzlage Investitionen Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres von TEUR 62 betreffen im Wesentlichen IT-Ausstattung. Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist durch die technische Ausstattung zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebes, insbesondere in die bestehende Infrastruktur, sowie allgemeine Anschaffungen von Geschäftsausstattung und Betriebsmitteln geprägt. Im Regelfall orientiert sich die Investitionstätigkeit des Unternehmens am operativen Bedarf. Liquidität Im Berichtsjahr war die Gesellschaft über einen Cashpool-Vertrag in den Bertelsmann-Konzern eingebunden. Darüber hinaus bestand ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur Muttergesellschaft. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. 2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft vor allem auch unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Situation aufgrund von COVID-19 als erfolgreich. 3 Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtMit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat Experian 60% an informa Solutions erworben. informa Solutions inklusive ihrer Tochtergesellschaften tritt seitdem im Markt unter dem Markennamen Experian auf und wird zu 100% in den Experian-Konzern einbezogen 3.1 Risiken- und Chancenbericht Risiken Die relevanten Kernrisiken für die Gesellschaft sind vor dem Hintergrund der Einbindung in den weltweiten Experian-Konzern sowie der spezifischen Gegebenheiten in Deutschland zu sehen und lassen sich in die Bereiche Marktrisiken, Kundenrisiken und Risiken in Geschäftsprozessen gliedern. Im Bereich der Marktrisiken liegt eines der Hauptrisiken in einer sich verändernden Wettbewerbslandschaft und Konsumentenpräferenzen in Bezug auf das Einkaufs- und Zahlungsverhalten. Seit mehreren Jahren drängen Fintechs auf den Markt, die das Portfolio der klassischen Zahlungsoptionen speziell im eCommerce erweitern und selbst direkte Geschäftsbeziehungen zu Konsumenten aufbauen. Dieses beeinflusst die Nachfrage speziell nach komplexeren Auskunfteiprodukten. informa Solutions begegnet diesem durch eine konsequente Weiterentwicklung seines Produktportfolios und seiner Kernkompetenzen auch in komplementäre Märkte hinein. Ein weiteres Risiko stellt das knappe Angebot auf dem Arbeitsmarkt speziell für hochqualifizierte Rollen dar. Bei verzögerter oder ausbleibender Besetzung besteht das Risiko von Hindernissen in der Nutzung des vollen Entwicklungspotenzials der Marktopportunitäten von informa Solutions. Hier steuert informa Solutions mit einer proaktiven und fördernden Personalpolitik und der Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen gegen. Ein weiterer Baustein ist die Nutzung von geographisch verteilten Standorten inklusive der Tochtergesellschaften von informa Solutions sowie von Kompetenzen und Ressourcen der Gesellschafter von informa Solutions, aber auch die Nutzung von Dienstleistern. Kundenseitig besteht das grundsätzliche Risiko, Kunden an Wettbewerber oder alternative Technologien zu verlieren. Aufgrund der starken Diversifikation des Kundenportfolios (nur ein Kunde stand im Berichtszeitraum für einen zweistelligen Prozentanteil am Gesamtumsatz) sind die Risiken aus dem Verlust einzelner Kunden als relativ gering einzustufen. Risiken in den Geschäftsprozessen ergeben sich zum einen aus physischen Risiken, etwa bezüglich der Verlässlichkeit der IT-Infrastruktur, und zum anderen aus rechtlichen Risiken in einer stark regulierten Branche, vor allem hinsichtlich des Datenschutzes. Beide Bereiche werden durch das interne Kontrollsystem bzw. Risikomanagementsystem inklusive speziell geschaffener organisatorischer Strukturen abgedeckt. Hierbei werden nicht nur proaktiv Entwicklungen im regulatorischen und rechtlichen Rahmen verfolgt und umgesetzt sowie die Geschäfts- und Produktentwicklung eng begleitet, sondern auch im Rahmen eines kontinuierlichen Zyklus aus Reporting, Evaluierung, Design, Umsetzung und Review sowohl kurzfristige Heilung als auch nachhaltige Vermeidung sichergestellt. Schließlich ergeben sich auch aus der Ausbreitung des Coronavirus Risiken für die makroökonomische Entwicklung in Deutschland mit voraussichtlich negativen Auswirkungen auf die Geschäfte der Gesellschaft, zum Beispiel durch die Insolvenz von Kunden, verringerte Geschäftstätigkeit und/oder reduzierte Investitionsbereitschaft von Kunden. Das Gesamtbild der Risikolage der Gesellschaft zeigt speziell auch unter Berücksichtigung der Einbindung in den weltweiten Experian-Konzern keine wesentlichen Risiken, die nicht von der Gesellschaft getragen werden können. Chancen Chancen für die Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus der Generierung zusätzlicher Umsatzbeiträge. Haupttreiber sind dabei die Entwicklung und der Vertrieb neuer Produkte und Geschäftsmodelle speziell im Bereich von Daten und Analyse / Decisioning Anwendungen sowie die lokale Marktadaption und der Vertrieb von Experian-Produkten. informa Solutions erwartet hierbei starke Impulse aus der Kooperation mit seinem neuen Mehrheitsgesellschafter. 3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Für das Geschäftsjahr 2020/2021 geht die Gesellschaft von der folgenden Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Nach der Lockerung von Infektionsschutzmaßnahmen im In- und Ausland sowie der massiven Unterstützung durch die Geld- und Finanzpolitik gibt es erste Erholungsanzeichen für die deutsche und die globale Wirtschaft. Allerdings ist diese konjunkturelle Erholung noch sehr fragil, insbesondere mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und möglichen erneuten Einschränkungen. Unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung der Pandemie eine nachhaltige und weitgehende Lockerung der Eindämmungspolitik erlaubt, wird für die zweite Jahreshälfte 2020 und für das Jahr 2021 eine allmähliche Erholung der deutschen und globalen Wirtschaft erwartet. Die jüngste Konjunkturprognose der Bundesregierung liegt mit -5,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 und +4,4 Prozent für 2021 kumuliert jedoch deutlich unter den Erwartungen vor der Coronakrise - so ist der Jahreswirtschaftsberichts 2020 der Bundesregierung noch von +1,1 Prozent Wachstum in 2020 ausgegangen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäfte der Gesellschaft ergeben sich nachfrageseitig aus der konjunkturellen Entwicklung im Inland aber auch aus branchenspezifischen Entwicklungen wie die des eCommerce, dem die von COVID-19 bedingte Lockdown-Phase weiter Vortrieb geleistet hat - eine Entwicklung, die sich nach Ansicht der Geschäftsführung nicht mehr umkehren, sondern im Gegenteil weiter fortschreiten wird. Die Auftraggeber-Struktur der Gesellschaft mit den Hauptbranchen eCommerce, Finance & Payments, Telekommunikation und Versicherungswirtschaft wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr Bestand haben, wenn auch mit steigendem Anteil von eCommerce und Finance & Payments. Die fortlaufende Entwicklung der Produkte und des Geschäfts sowie die Integration in den Experian-Konzern hinein wird den Hauptaufgabenfokus für Geschäftsführung und Führungskräfte darstellen. Die Gesellschaft strebt für die nächsten Jahre weiteres profitables Wachstum an. Die aktuell in einem hohen Maße bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Fortgang der Corona-Pandemie sowie der konjunkturellen Folgewirkungen insbesondere in Deutschland beeinträchtigen die Prognosegenauigkeit der Steuerungsgröße entsprechend. Das IFRS-EBIT der informa Solutions GmbH wird sich operativ positiv entwickeln, wird jedoch, bedingt durch das Joint Venture mit Experian, durch Einmaleffekte wie z.B. Projektkosten für Branding, Integration und Transformation belastet sein. Es wird ein insgesamt positives IFRS-EBIT erwartet, welches aufgrund der beschriebenen negativen Einmaleffekte leicht unter dem Niveau des Vergleichszeitraums vom 1.07.2019 bis zum 30.06.2020 von EUR 2,0 Mio. liegen wird. Der gesamte Unternehmensverbund - mit der informa Solutions als Holding-Gesellschaft- erwartet ein deutlich positives IFRS-EBIT. Dabei geht die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr (1.07.2020-30.06.2021) gemäß der Unternehmensplanung von einem wachsenden IFRS-Umsatz von deutlich über 10% bezogen auf einen Vergleichszeitraum vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 aus. Der prognostizierte Umsatzanstieg wird nach Einschätzung der Geschäftsführung vor allem durch den im Geschäftsjahr 2020/2021 geplanten Erwerbs des Bestandsgeschäfts von Experian in Deutschland sowie den weiterhin erwarteten positiven Entwicklungen in der eCommerce-Branche getrieben.
Baden-Baden, den 24. September 2020 Kai Kalchthaler, Geschäftsführer Klaus Bieling, Geschäftsführer Bilanz zum 30. Juni 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020Allgemeine AngabenDie informa Solutions GmbH hat ihren Sitz in Baden-Baden. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 504140 im Handelsregister eingetragen. Grundlagen der RechnungslegungDie Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30.06.2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Abschluss wurde gemäß § 264 Abs. 1 S. 3 HGB innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Rumpfgeschäftsjahr umfasst den Zeitraum 01.01.2020 bis 30.06.2020 (Vorjahr: 01.01.2019 bis 31.12.2019). Die Vorjahresvergleichszahlen wurden nicht angepasst. Bilanzierung und BewertungImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungssätze und -methoden orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen erfolgen sowohl linear als auch degressiv, wobei Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2007 erworben wurden, ausschließlich linear abgeschrieben werden. Bei der Anwendung der degressiven Methode erfolgt ein Übergang zur linearen Abschreibung, sobald der Abschreibungsbetrag höher liegt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, erfolgt die vollständige Abschreibung im Jahr der Anschaffung. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam erfasst. Finanzanlagen Beim Finanzanlagevermögen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Eine Zuschreibung erfolgt, sobald die Gründe für die Abschreibungen weggefallen sind. Die Einbringungen im Geschäftsjahr erfolgten zu Buchwerten. Vorräte Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens und fertigungsbezogene freiwillige Sozialkosten. Allgemeine Verwaltungskosten werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt; bei den unfertigen Leistungen wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung angewendet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Alle Risiken aus den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren mittels der "Projected-Unit-Credit-Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G i.d.F. Oktober 2018" von der Heubeck-Richttafeln-GmbH verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal entsprechend einer Laufzeit von 15 Jahren, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Bei der Festlegung des Zinssatzes wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Zinssatz bis zu drei Monate vor dem Bilanzstichtag festzustellen. Der Zinssatz wird zum 31.05. des Geschäftsjahres festgestellt und bei unterstelltem unverändertem Zinsniveau auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben. Zudem werden in der Berechnung zukunftsbezogene Bewertungsparameter mit Gehaltstrend, Rententrend und Fluktuation berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben. Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbarer langfristig fälliger Verpflichtungen sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherung dient der Rückdeckung von Beträgen zur Pension-Höherversorgung. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird, bewertet. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Absatz 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Vermögen miteinander verrechnet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Bereits erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss ihres Mehrheitsgesellschafters der Experian plc., Dublin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Durch die Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen: Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Forderungen: Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zum Stichtag Gesellschaften aus dem Experian-Konzern und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich den Minderheitsgesellschafter - arvato infoscore GmbH - aus dem Bertelsmann-Konzern. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 39 (Vorjahr: T€ 77) und sonstigen Forderungen i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 205) zusammen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten i. H. v. T€ 1.944 (Vorjahr: T€ 0) sonstige Forderungen. Guthaben bei Kreditinstituten: Von den liquiden Mitteln sind T€ 15 treuhänderisch gebunden. Eigenkapital: Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr von € 920.500 um € 10 auf € 920.510 erhöht. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinses von Prozent 2,51 p.a. (Vorjahr: 2,71 Prozent p.a.). Der Gehaltstrend wurde mit 2,25 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,25 Prozent p.a.) und der Rententrend mit 1,0 bis 1,5 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,0 bis 1,5 Prozent p.a.) unterstellt. Darüber hinaus wurden unternehmensspezifische altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge in Höhe von € 1.281 wurden mit dem Aufwand aus den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von € 1.281 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde von der Allianz -Lebensversicherungs AG, Berlin ermittelt. Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen: In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von T€ 2.388 und ausstehende Rechnungen von T€ 663 enthalten. Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum Stichtag Gesellschaften aus dem Experian-Konzern und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich den Minderheitsgesellschafter - arvato infoscore GmbH - aus dem Bertelsmann-Konzern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 357 (Vorjahr: T€ 525 und sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 15.963 (Vorjahr: T€ 13.074). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten in Höhe von T€ 443 sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr: T€ 0). Sonstige AngabenHonorare der Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB nicht angegeben, da es im Konzernabschluss der Experian plc. angegeben wird. Arbeitnehmer Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2020 bis 30.06.2020 waren durchschnittlich 103 Arbeitnehmer beschäftigt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung sind. ErgebnisverwendungsvorschlagWegen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses. Liste des Anteilsbesitzes zum 30.06.2020
1) keine Betragsangabe aufgrund EAV 2) Geschäftsjahr 2019
Baden-Baden, den 24. September 2020 informa Solutions GmbH Kai Bernd Kalchthaler Klaus Bieling Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die informa Solutions GmbH, Baden-Baden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der informa Solutions GmbH, Baden-Baden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der informa Solutions GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 25. September 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer ppa. Carsten Tegelkamp, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.06.2020 wurde am 27.10.2020 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussBeschluss der Gesellschafterin der informa Solutions GmbH, Baden-Baden Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften des Gesellschaftsvertrages wird Folgendes beschlossen: Wegen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.
Baden-Baden, den 27.10.2020 arvato infoscore GmbH Oliver Kuhaupt ppa. Dr. Axel Dycke
's-Gravenhage (Den Haag), den 27.10.2020 's-Gravenhage, Den Haag Veronica M M Flyckt |
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