Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 504140
Vorher
INFORMA Unternehmensberatungs GmbHinforma Unternehmensberatung GmbHinforma Solutions GmbH
Eingetragen
1.3.1996
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Risikomanagement-Dienstelistungen in den Bereichen Kreditrisiko, Bonitätsinformationen, Betrugspräventionen, Identitäts- und Forderungsmanagement.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg van de Bergh
seit 15.5.2025
Prokura
Ashley Reid
seit 15.4.2025
Geschäftsführer
Khaled Rahman
seit 11.12.2023
Geschäftsführer
Jochen Werne
seit 14.8.2023
Geschäftsführer
Marcus Hartmann
seit 16.4.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Experian Europe DACIRL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Experian Europe DAC
Ireland
920.510 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

informa Solutions GmbH

Baden-Baden

Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

informa Solutions GmbH (nachfolgend "informa Solutions") ist ein auf dem deutschsprachigen Markt spezialisierter Anbieter von Risikomanagement-Dienstleistungen bzw. Auskunfteiprodukten in den Bereichen Kreditrisiko, Bonitätsinformationen, Betrugspräventionen, Identitäts- und Forderungsmanagement. Sie fungiert außerdem als Holding für weitere Tochtergesellschaften in gleichen bzw. angrenzenden Geschäftsfeldern in Deutschland und Österreich.

Informa Solutions konzentriert sich hierbei vor allem auf die Kundenbranchen eCommerce, Finance & Payments (vor allem Zahlungsanbieter und Banken), Versicherungen und Telekommunikation.

informa Solutions gehört seit dem 30.06.2020 mehrheitlich zum Experian-Konzern, einem internationalen Informationsdienstleister, mit einer Minderheitsbeteiligung durch den Bertelsmann-Konzern, die organisatorisch im Geschäftsbereich arvato Financial Solutions verankert ist. Seitdem tritt informa Solutions inkl. ihrer Tochterunternehmen unter der Dachmarke "Experian DACH" (DACH: Deutschland, Österreich und Schweiz) auf.

Des Weiteren hat die informa Solutions im Zuge des Teilerwerbs durch den Experian-Konzern wiederum das operative Geschäft der Experian GmbH zum 1.07.2020 in Form eines Asset Deals übernommen.

Mit Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern zum 30.06.2020 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr, das jeweils zum 30.06. eines Jahres endet, umgestellt. Damit wird dieser Jahresabschluss für ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 30.06.2020 aufgestellt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der informa Solutions werden teilweise in der informa Solutions selbst, teilweise in ihren Tochterunternehmen erbracht. Der Fokus hierbei liegt auf der Entwicklung der eigenen Produkte / Produktplattformen, sowohl in technischer Hinsicht (vor allem IT, inklusive Softwareentwicklung und unterstützender Technologien wie künstliche Intelligenz oder robotische Software) als auch im Aufbau von Knowhow und Produkten im Bereich Datenmodelle / Analytik.

Historisch kooperierte informa Solutions hierbei auch mit Fach- und Geschäftsbereichen seines bis zum 30.06.2020 hundertprozentigen Eigentümers Bertelsmann, so zum Beispiel mit dem Bertelsmanns IT-Dienstleister Arvato Systems oder anderen Geschäftsbereichen innerhalb arvato Financial Solutions.

Seit dem 1.07.2020 arbeitet informa Solutions außerdem mit den Fach- und Produktabteilungen des Experian-Konzerns zusammen, sowohl in Bezug auf Markteinführung von Experian-Konzern-Produkten in den deutschen Markt als auch auf die technische Weiterentwicklung seiner spezifischen lokalen Produkte und Plattformen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die globale Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) belastet die Deutsche- und die Weltwirtschaft stark. Angesichts der verschärften Infektionsschutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind die wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit insbesondere im zweiten Quartal 2020 drastisch zurückgegangen. Gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts der Bundesrepublik Deutschland reduzierte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im ersten Quartal 2020 um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, mit einem verstärkten Rückgang im zweiten Quartal 2020 von weiteren 10,1 Prozent.

Die bisherigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen liegen durchweg deutlich unterhalb der erwarteten Tendenz für das laufende Jahr.

Branchenbezogene Entwicklung

Für die einzelnen von informa Solutions bedienten Kundenbranchen ergaben sich speziell aus der COVID-19-Situation höchst unterschiedliche Bilder: Die eCommerce-Branche hat sich im ersten Halbjahr 2020 entgegen dem allgemeinwirtschaftlichen Trend äußerst positiv entwickelt, da sich Volumen aus dem stationären Einzelhandel in den eCommerce verlagert haben. Ähnliches trifft auf die Branche Zahlungsanbieter zu, da diese ebenfalls direkt von den erhöhten eCommerce-Volumen profitieren. In beiden Branchen war informa Solutions in der Lage, signifikantes Wachstum im Vorjahresvergleich zu erzielen. Der Erfolg in diesen Branchen konnte Volumenrückgänge infolge des Corona-Lockdowns in den Branchen Versicherungen und Telekommunikation mehr als kompensieren.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Steuerung der Gesellschaft

Die Steuerung von informa Solutions erfolgt im Rahmen von jährlichen Budgetplanungen, durch Zielvereinbarungen und regelmäßige Meetings sowie in Einzelfällen auch durch ad-hoc-Abstimmungen.

Die Gesellschaft wird anhand von strategischen und operativen Vorgaben und verschiedenen finanziellen Kenngrößen geführt. Für die Steuerung des operativen Geschäfts der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern und Finanzierung ( EBIT) als primäre Steuerungsgröße anzusehen. Die Steuerungsgröße wird auf Basis der Rechnungslegung nach IFRS ermittelt.

2.2.2 Ertragslage

Zur Darstellung der Ertragslage dient die nachfolgende verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung:

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2020 bis 30.06.2020 01.01.2020 bis 30.06.2020
TEUR
01.01.2019 bis 31.12.2019
TEUR
Veränderung
TEUR
Rohergebnis 10.735 22.800 -12.065
Personalaufwand -6.219 -10.577 4.358
Abschreibungen -21 -418 397
sonstige betriebliche Aufwendungen -6.169 -9.966 3.797
Finanzergebnis -225 -161 -64
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.899 1.678 -3.577
Erträge aus Verlustübernahme 1.899 -1.678 3.577
Jahresüberschuss 0 0 0

Das Rohergebnis des laufenden Geschäftsjahres betrug in sechs Monaten TEUR 10.735 und lag somit disproportional unterhalb des Niveaus des Vorjahres, wobei die zweite Jahreshälfte aus geschäftszyklischen Gründen die traditionell stärkere ist.

Gleichzeitig ist der Personalaufwand im Vorjahresvergleich überproportional zum Rohergebnis gestiegen. Nebst zyklisch bedingt höheren Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte beruht diese Veränderung u.a. auf einer gestiegenen Mitarbeiterzahl, allgemeinen Gehaltssteigerungen sowie im Wesentlichen auf Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern (insbesondere Projekt-Prämien). Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 103 Arbeitnehmer (im Vorjahr 93 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Gegenläufig haben sich die Abschreibungen aufgrund eines signifikanten Rückgangs der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände entwickelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.169 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen, die insbesondere für von mehreren Gesellschaften der Gruppe gemeinsam genutzten Overhead- und Stabsdienstleistungen sowie für IT-Dienstleistungen entstanden sind. Anteilige Weiterbelastungen sind im Rohergebnis enthalten. Die progressive Steigerung ist maßgeblich durch Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Projektaufwand im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern erklärbar.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr beträgt TEUR -1.899 und hat sich vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen gegenüber dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres um TEUR 3.577 verschlechtert. Das negative Ergebnis ist vor dem Hintergrund der Funktion der informa Solutions als Holding für einen Kreis verbundener Unternehmen zu interpretieren - der Geschäftsbereich ist in Summe aus Sicht der Geschäftsführung sehr zufriedenstellend.

Der Verlust in Höhe von TEUR 1.899 wurde zum 30. Juni 2020 aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der Arvato Infoscore GmbH, Baden-Baden, ausgeglichen.

Überleitung auf die Steuerungsgröße

Aus dem handelsrechtlichen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leitet sich die Steuerungsgröße EBIT nach IFRS wie folgt ab:

Überleitungsrechnung 2020
TEUR
2019
TEUR
Veränderung
TEUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach HGB -1.899 1.678 -3.577
+/- Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften 1.022 2.495 -1.473
EBIT nach IFRS -877 4.173 -5.050

Die Entwicklung des EBIT nach IFRS ergibt sich ebenfalls aus den oben beschriebenen Effekten.

2.2.3 Vermögens- und Finanzlage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:

Bilanz 30.06.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Veränderung
TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 86.597 75.315 11.282
Umlaufvermögen 12.768 5.625 7.143
Rechnungsabgrenzung 987 300 687
100.352 81.240 19.112
Passiva
Eigenkapital 76.899 61.523 15.376
Rückstellungen 4.200 3.419 781
Verbindlichkeiten 18.837 16.053 2.784
Rechnungsabgrenzung 416 245 171
100.352 81.240 19.112

2.2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 19.112 auf TEUR 100.352 erhöht. Im Einzelnen entwickelten sich die Posten wie folgt:

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch einen Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 11.282 auf TEUR 86.597. Die Zugänge beinhalten die Einbringung der informa HIS GmbH und der infoscore Tracking Solutions GmbH durch die Gesellschafterin arvato infoscore GmbH. Daneben erfolgte im ersten Halbjahr 2020 der indirekte Erwerb einer österreichischen Gesellschaft, der Credify Informationsdienstleistungen GmbH von einer Schwestergesellschaft aus dem Bertelsmann-Konzern durch die erworbene SASR Alpha Achtundfünfzigste Beteiligungsverwaltung GmbH. Die vorgenannten Transaktionen stehen im Zusammenhang mit der Reorganisation im Vorfeld des Beteiligungserwerbs durch den Experian-Konzern.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 7.143 erhöht. Bei einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist diese Entwicklung hauptsächlich auf eine Steigerung des Kassenbestands um TEUR 5.037 sowie die Begründung von Forderungen von TEUR 1.944 gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zurückzuführen.

Die Rückstellungen haben sich in Summe um TEUR 781 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Personalrückstellungen, u.a. für Guthaben aus Arbeitszeitkonten und nach dem Bilanzstichtag zur Auszahlung kommende Projekt-Prämien.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.721 sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 699 bei einer gleichzeitigen Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten.

Das Eigenkapital erhöhte sich durch Erhöhung des Gezeichneten Kapitals sowie durch Einstellungen in die Kapitalrücklagen um insgesamt TEUR 15.376 auf TEUR 76.899. Die Erhöhungen sind ausschließlich auf die zuvor beschriebenen Einbringungsvorgänge in Vorbereitung auf den Beteiligungserwerb durch den Experian-Konzern zurückzuführen.

2.2.3.2 Finanzlage

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres von TEUR 62 betreffen im Wesentlichen IT-Ausstattung.

Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist durch die technische Ausstattung zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebes, insbesondere in die bestehende Infrastruktur, sowie allgemeine Anschaffungen von Geschäftsausstattung und Betriebsmitteln geprägt.

Im Regelfall orientiert sich die Investitionstätigkeit des Unternehmens am operativen Bedarf.

Liquidität

Im Berichtsjahr war die Gesellschaft über einen Cashpool-Vertrag in den Bertelsmann-Konzern eingebunden. Darüber hinaus bestand ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur Muttergesellschaft. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft vor allem auch unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Situation aufgrund von COVID-19 als erfolgreich.

3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat Experian 60% an informa Solutions erworben. informa Solutions inklusive ihrer Tochtergesellschaften tritt seitdem im Markt unter dem Markennamen Experian auf und wird zu 100% in den Experian-Konzern einbezogen

3.1 Risiken- und Chancenbericht

Risiken

Die relevanten Kernrisiken für die Gesellschaft sind vor dem Hintergrund der Einbindung in den weltweiten Experian-Konzern sowie der spezifischen Gegebenheiten in Deutschland zu sehen und lassen sich in die Bereiche Marktrisiken, Kundenrisiken und Risiken in Geschäftsprozessen gliedern.

Im Bereich der Marktrisiken liegt eines der Hauptrisiken in einer sich verändernden Wettbewerbslandschaft und Konsumentenpräferenzen in Bezug auf das Einkaufs- und Zahlungsverhalten. Seit mehreren Jahren drängen Fintechs auf den Markt, die das Portfolio der klassischen Zahlungsoptionen speziell im eCommerce erweitern und selbst direkte Geschäftsbeziehungen zu Konsumenten aufbauen. Dieses beeinflusst die Nachfrage speziell nach komplexeren Auskunfteiprodukten. informa Solutions begegnet diesem durch eine konsequente Weiterentwicklung seines Produktportfolios und seiner Kernkompetenzen auch in komplementäre Märkte hinein. Ein weiteres Risiko stellt das knappe Angebot auf dem Arbeitsmarkt speziell für hochqualifizierte Rollen dar. Bei verzögerter oder ausbleibender Besetzung besteht das Risiko von Hindernissen in der Nutzung des vollen Entwicklungspotenzials der Marktopportunitäten von informa Solutions. Hier steuert informa Solutions mit einer proaktiven und fördernden Personalpolitik und der Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen gegen. Ein weiterer Baustein ist die Nutzung von geographisch verteilten Standorten inklusive der Tochtergesellschaften von informa Solutions sowie von Kompetenzen und Ressourcen der Gesellschafter von informa Solutions, aber auch die Nutzung von Dienstleistern.

Kundenseitig besteht das grundsätzliche Risiko, Kunden an Wettbewerber oder alternative Technologien zu verlieren. Aufgrund der starken Diversifikation des Kundenportfolios (nur ein Kunde stand im Berichtszeitraum für einen zweistelligen Prozentanteil am Gesamtumsatz) sind die Risiken aus dem Verlust einzelner Kunden als relativ gering einzustufen.

Risiken in den Geschäftsprozessen ergeben sich zum einen aus physischen Risiken, etwa bezüglich der Verlässlichkeit der IT-Infrastruktur, und zum anderen aus rechtlichen Risiken in einer stark regulierten Branche, vor allem hinsichtlich des Datenschutzes. Beide Bereiche werden durch das interne Kontrollsystem bzw. Risikomanagementsystem inklusive speziell geschaffener organisatorischer Strukturen abgedeckt. Hierbei werden nicht nur proaktiv Entwicklungen im regulatorischen und rechtlichen Rahmen verfolgt und umgesetzt sowie die Geschäfts- und Produktentwicklung eng begleitet, sondern auch im Rahmen eines kontinuierlichen Zyklus aus Reporting, Evaluierung, Design, Umsetzung und Review sowohl kurzfristige Heilung als auch nachhaltige Vermeidung sichergestellt.

Schließlich ergeben sich auch aus der Ausbreitung des Coronavirus Risiken für die makroökonomische Entwicklung in Deutschland mit voraussichtlich negativen Auswirkungen auf die Geschäfte der Gesellschaft, zum Beispiel durch die Insolvenz von Kunden, verringerte Geschäftstätigkeit und/oder reduzierte Investitionsbereitschaft von Kunden.

Das Gesamtbild der Risikolage der Gesellschaft zeigt speziell auch unter Berücksichtigung der Einbindung in den weltweiten Experian-Konzern keine wesentlichen Risiken, die nicht von der Gesellschaft getragen werden können.

Chancen

Chancen für die Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus der Generierung zusätzlicher Umsatzbeiträge. Haupttreiber sind dabei die Entwicklung und der Vertrieb neuer Produkte und Geschäftsmodelle speziell im Bereich von Daten und Analyse / Decisioning Anwendungen sowie die lokale Marktadaption und der Vertrieb von Experian-Produkten. informa Solutions erwartet hierbei starke Impulse aus der Kooperation mit seinem neuen Mehrheitsgesellschafter.

3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2020/2021 geht die Gesellschaft von der folgenden Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus.

Nach der Lockerung von Infektionsschutzmaßnahmen im In- und Ausland sowie der massiven Unterstützung durch die Geld- und Finanzpolitik gibt es erste Erholungsanzeichen für die deutsche und die globale Wirtschaft. Allerdings ist diese konjunkturelle Erholung noch sehr fragil, insbesondere mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und möglichen erneuten Einschränkungen. Unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung der Pandemie eine nachhaltige und weitgehende Lockerung der Eindämmungspolitik erlaubt, wird für die zweite Jahreshälfte 2020 und für das Jahr 2021 eine allmähliche Erholung der deutschen und globalen Wirtschaft erwartet. Die jüngste Konjunkturprognose der Bundesregierung liegt mit -5,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 und +4,4 Prozent für 2021 kumuliert jedoch deutlich unter den Erwartungen vor der Coronakrise - so ist der Jahreswirtschaftsberichts 2020 der Bundesregierung noch von +1,1 Prozent Wachstum in 2020 ausgegangen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäfte der Gesellschaft ergeben sich nachfrageseitig aus der konjunkturellen Entwicklung im Inland aber auch aus branchenspezifischen Entwicklungen wie die des eCommerce, dem die von COVID-19 bedingte Lockdown-Phase weiter Vortrieb geleistet hat - eine Entwicklung, die sich nach Ansicht der Geschäftsführung nicht mehr umkehren, sondern im Gegenteil weiter fortschreiten wird.

Die Auftraggeber-Struktur der Gesellschaft mit den Hauptbranchen eCommerce, Finance & Payments, Telekommunikation und Versicherungswirtschaft wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr Bestand haben, wenn auch mit steigendem Anteil von eCommerce und Finance & Payments. Die fortlaufende Entwicklung der Produkte und des Geschäfts sowie die Integration in den Experian-Konzern hinein wird den Hauptaufgabenfokus für Geschäftsführung und Führungskräfte darstellen. Die Gesellschaft strebt für die nächsten Jahre weiteres profitables Wachstum an.

Die aktuell in einem hohen Maße bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Fortgang der Corona-Pandemie sowie der konjunkturellen Folgewirkungen insbesondere in Deutschland beeinträchtigen die Prognosegenauigkeit der Steuerungsgröße entsprechend.

Das IFRS-EBIT der informa Solutions GmbH wird sich operativ positiv entwickeln, wird jedoch, bedingt durch das Joint Venture mit Experian, durch Einmaleffekte wie z.B. Projektkosten für Branding, Integration und Transformation belastet sein. Es wird ein insgesamt positives IFRS-EBIT erwartet, welches aufgrund der beschriebenen negativen Einmaleffekte leicht unter dem Niveau des Vergleichszeitraums vom 1.07.2019 bis zum 30.06.2020 von EUR 2,0 Mio. liegen wird. Der gesamte Unternehmensverbund - mit der informa Solutions als Holding-Gesellschaft- erwartet ein deutlich positives IFRS-EBIT. Dabei geht die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr (1.07.2020-30.06.2021) gemäß der Unternehmensplanung von einem wachsenden IFRS-Umsatz von deutlich über 10% bezogen auf einen Vergleichszeitraum vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 aus. Der prognostizierte Umsatzanstieg wird nach Einschätzung der Geschäftsführung vor allem durch den im Geschäftsjahr 2020/2021 geplanten Erwerbs des Bestandsgeschäfts von Experian in Deutschland sowie den weiterhin erwarteten positiven Entwicklungen in der eCommerce-Branche getrieben.

 

Baden-Baden, den 24. September 2020

Kai Kalchthaler, Geschäftsführer

Klaus Bieling, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2020

Aktiva

30.06.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.049,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.649,00 67.234,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 86.489.293,74 75.247.959,00
86.596.991,74 75.315.193,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 150.336,65 114.648,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.295.585,00 4.931.954,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.646,97 281.624,08
davon gegen Gesellschafter € 20.085,00 (Vorjahr € 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.943.711,92 0,00
davon gegen Gesellschafter € 1.943.711,92 (Vorjahr € 0,00)
4. sonstige Vermögensgegenstände 287.479,48 280.959,48
7.565.423,37 5.494.538,03
III. Kassenbestand 5.051.852,45 15.239,03
12.767.612,47 5.624.425,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 987.065,56 300.207,95
100.351.669,77 81.239.826,68

Passiva

30.06.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 920.510,00 920.500,00
II. Kapitalrücklage 75.943.815,41 60.567.815,19
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 34.662,00 34.662,00
76.898.987,41 61.522.977,19
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 681.440,00 529.858,00
2. sonstige Rückstellungen 3.517.874,16 2.888.768,19
4.199.314,16 3.418.626,19
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 293.175,00 314.926,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.464.274,17 765.576,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.320.134,22 13.598.655,88
davon gegenüber Gesellschaftern € 0,00 (Vorjahr € 1.678.946,66)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 443.138,29 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern € 443.138,29 (Vorjahr € 0,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 316.534,06 1.373.539,14
davon aus Steuern € 275.529,84 (Vorjahr € 1.110.251,77)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 29.768,14 (Vorjahr € 19.375,13)
18.837.255,74 16.052.697,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten 416.112,46 245.526,07
100.351.669,77 81.239.826,68
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 92.692,00 77.182,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

2020
2019
1. Rohergebnis 10.735.320,35 22.800.007,93
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.485.828,29 -9.243.475,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -732.751,06 -1.333.353,01
davon für Altersversorgung € -96.911,05 (Vorjahr € -121.846,53)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.337,21 -417.642,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.169.445,71 -9.965.705,87
davon aus der Währungsumrechnung € -14.625,09 (Vorjahr € -4.029,72)
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 204.671,49
davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vorjahr € 204.671,49)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.824,31 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen € 3.824,31 (Vorjahr € 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -228.611,51 -365.556,19
davon an verbundene Unternehmen € -138.733,39 (Vorjahr € -348.398,98)
davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen € -9.903,45 (Vorjahr € -17.091,14)
8. Ergebnis nach Steuern -1.898.829,12 1.678.946,66
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.678.946,66
10. Erträge aus Verlustübernahme 1.898.829,12
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2020

Allgemeine Angaben

Die informa Solutions GmbH hat ihren Sitz in Baden-Baden. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 504140 im Handelsregister eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30.06.2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Der Abschluss wurde gemäß § 264 Abs. 1 S. 3 HGB innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Rumpfgeschäftsjahr umfasst den Zeitraum 01.01.2020 bis 30.06.2020 (Vorjahr: 01.01.2019 bis 31.12.2019). Die Vorjahresvergleichszahlen wurden nicht angepasst.

Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungssätze und -methoden orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen erfolgen sowohl linear als auch degressiv, wobei Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2007 erworben wurden, ausschließlich linear abgeschrieben werden. Bei der Anwendung der degressiven Methode erfolgt ein Übergang zur linearen Abschreibung, sobald der Abschreibungsbetrag höher liegt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, erfolgt die vollständige Abschreibung im Jahr der Anschaffung. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam erfasst.

Finanzanlagen

Beim Finanzanlagevermögen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Eine Zuschreibung erfolgt, sobald die Gründe für die Abschreibungen weggefallen sind. Die Einbringungen im Geschäftsjahr erfolgten zu Buchwerten.

Vorräte

Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens und fertigungsbezogene freiwillige Sozialkosten. Allgemeine Verwaltungskosten werden nicht aktiviert.

Bestandsrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt; bei den unfertigen Leistungen wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung angewendet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Alle Risiken aus den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren mittels der "Projected-Unit-Credit-Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G i.d.F. Oktober 2018" von der Heubeck-Richttafeln-GmbH verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal entsprechend einer Laufzeit von 15 Jahren, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz für Altersvorsorgeverpflichtungen der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Bei der Festlegung des Zinssatzes wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Zinssatz bis zu drei Monate vor dem Bilanzstichtag festzustellen. Der Zinssatz wird zum 31.05. des Geschäftsjahres festgestellt und bei unterstelltem unverändertem Zinsniveau auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben. Zudem werden in der Berechnung zukunftsbezogene Bewertungsparameter mit Gehaltstrend, Rententrend und Fluktuation berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben.

Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbarer langfristig fälliger Verpflichtungen sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Sie dienen ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherung dient der Rückdeckung von Beträgen zur Pension-Höherversorgung. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird, bewertet.

Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Absatz 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Verpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Vermögen miteinander verrechnet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Bereits erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss ihres Mehrheitsgesellschafters der Experian plc., Dublin, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Durch die Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen:

Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen:

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zum Stichtag Gesellschaften aus dem Experian-Konzern und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich den Minderheitsgesellschafter - arvato infoscore GmbH - aus dem Bertelsmann-Konzern.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 39 (Vorjahr: T€ 77) und sonstigen Forderungen i. H. v. T€ 0 (Vorjahr: T€ 205) zusammen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten i. H. v. T€ 1.944 (Vorjahr: T€ 0) sonstige Forderungen.

Guthaben bei Kreditinstituten:

Von den liquiden Mitteln sind T€ 15 treuhänderisch gebunden.

Eigenkapital:

Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr von € 920.500 um € 10 auf € 920.510 erhöht.

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinses von Prozent 2,51 p.a. (Vorjahr: 2,71 Prozent p.a.). Der Gehaltstrend wurde mit 2,25 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,25 Prozent p.a.) und der Rententrend mit 1,0 bis 1,5 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,0 bis 1,5 Prozent p.a.) unterstellt. Darüber hinaus wurden unternehmensspezifische altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Zur Erfüllung bestimmter Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge in Höhe von € 1.281 wurden mit dem Aufwand aus den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von € 1.281 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde von der Allianz -Lebensversicherungs AG, Berlin ermittelt.

Folgende Werte unterlagen der Verrechnung gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:

30.06.2020
T€
Vorjahr
T€
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen 339 336
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 339 336
Unterschiedsbetrag - -
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 298 294

Sonstige Rückstellungen:

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von T€ 2.388 und ausstehende Rechnungen von T€ 663 enthalten.

Verbindlichkeiten:

Restlaufzeit unter 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahr
T€
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
30.06.2020
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 293 293
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.464 1.464
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.320 16.320
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 443 443
sonstige Verbindlichkeiten 317 317
- davon aus Steuern -276 -276
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit -30 -30
18.837 18.837
Vorjahr
T€
Restlaufzeit unter 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahr
T€
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 315 315
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 766 766
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.598 13.598
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige Verbindlichkeiten 1.374 1.374
- davon aus Steuern -1.110 -1.110
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit -19 -19
16.053 16.053

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum Stichtag Gesellschaften aus dem Experian-Konzern und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich den Minderheitsgesellschafter - arvato infoscore GmbH - aus dem Bertelsmann-Konzern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 357 (Vorjahr: T€ 525 und sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 15.963 (Vorjahr: T€ 13.074).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten in Höhe von T€ 443 sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr: T€ 0).

Sonstige Angaben

Honorare der Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB nicht angegeben, da es im Konzernabschluss der Experian plc. angegeben wird.

Arbeitnehmer

Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2020 bis 30.06.2020 waren durchschnittlich 103 Arbeitnehmer beschäftigt.

Personalbestand 2020 Vorjahr
Leitende 10 7
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 0
Angestellte 93 86
Summe 103 93

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Miet- und Leasingverträge in Höhe von T€ 5.462

Bestellobligo T€ 4.139

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Herr Kai Bernd Kalchthaler

Chief Executive Officer der informa solutions GmbH

 

Herr Klaus Bieling (bestellt am 10. Juli 2020)

Chief Financial Officer der informa solutions GmbH

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung sind.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Wegen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.

Liste des Anteilsbesitzes zum 30.06.2020

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
in %
Währung Eigenkapital Jahresergebnis
infoscore Consumer Data GmbH, Baden-Baden 100 EUR 5.971.809,08 1)
3 C Deutschland GmbH, Heilbronn 100 EUR 1.456.865,03 2) 1)2)
SASR Alpha Achtundfünfzigste Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100 EUR 33.469,73 2) -1.530,27 2)
informa HIS GmbH, Wiesbaden 100 EUR 373.983,87 1)
infoscore Tracking Solutions GmbH, Gütersloh 100 EUR 791.987,02 1)

1) keine Betragsangabe aufgrund EAV

2) Geschäftsjahr 2019

 

Baden-Baden, den 24. September 2020

informa Solutions GmbH

Kai Bernd Kalchthaler

Klaus Bieling

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
30.06.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.063.945,07 1.218,39 0,00 1.065.163,46
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.741,28 60.582,82 17.347,59 392.976,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 75.247.959,00 11.278.483,25 37.148,51 86.489.293,74
76.661.645,35 11.340.284,46 54.496,10 87.947.433,71
Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
30.06.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.063.945,07 169,39 0,00 1.064.114,46
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.507,28 21.167,82 17.347,59 286.327,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.346.452,35 21.337,21 17.347,59 1.350.441,97
Buchwerte
30.06.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.049,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.649,00 67.234,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 86.489.293,74 75.247.959,00
86.596.991,74 75.315.193,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die informa Solutions GmbH, Baden-Baden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der informa Solutions GmbH, Baden-Baden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der informa Solutions GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 30. Juni 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 25. September 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carsten Tegelkamp, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2020 wurde am 27.10.2020 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Beschluss

der Gesellschafterin

der

informa Solutions GmbH, Baden-Baden

Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften des Gesellschaftsvertrages wird Folgendes beschlossen:

Wegen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages entfällt eine anderweitige Verwendung des Jahresergebnisses.

 

Baden-Baden, den 27.10.2020

arvato infoscore GmbH

Oliver Kuhaupt

ppa. Dr. Axel Dycke

 

's-Gravenhage (Den Haag), den 27.10.2020

's-Gravenhage, Den Haag

Veronica M M Flyckt

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

22 nahegelegene Organisationen

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