PCM Private Capital und Management GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Anton Kestler seit 17.3.2026 | Vorstandsmitglied |
André Wreth seit 21.2.2022 | Vorstandsmitglied |
Marc Schumann seit 21.2.2022 | Vorstandsmitglied |
Christian Petersen seit 21.2.2022 | Vorstandsmitglied |
Olaf Will seit 22.6.2009 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Solvium Holding AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Unternehmensstruktur & Geschäftstätigkeit Die am 01. August 2008 gegründete Solvium Holding AG {"Gesellschaft" oder "Solvium") ist seit 2011 Anbieter und Manager von Investments in Infrastruktur und Transportlogistik für Privatanleger:innen, professionelle und institutionelle Investor:innen. Die Muttergesellschaft einer mittelständischen Unternehmensgruppe hat ihren Hauptsitz in Hamburg und über Tochtergesellschaften weitere Standorte in Deutschland, Hongkong, Singapur, China und Südkorea. Zum Berichtsstichtag waren 4 Personen beschäftigt {Vorjahr: 3 Personen). Die Gesellschaft konzeptioniert verschiedene Investments unter dem Vermögensanlagengesetz und als Private Placements, welche über separate Gesellschaften abgewickelt werden {"Objektgesellschaften"). Bei diesen Objektgesellschaften übernimmt die Gesellschaft insbesondere das Portfoliomanagement sowie das Risikomanagement. Weiterhin ist sie mit der Beschaffung der Ausrüstungsgegenstände für alle Objektgesellschaften betraut, wodurch sie einen Großteil ihres Umsatzes erzielt. Eine weitere wesentliche Umsatzquelle ist die laufende Verwaltung bereits vertriebener Investments. Die Gesellschaft betreut in Deutschland über 20.000 geschlossene Verträge und hat bislang mehr als 450 Millionen Euro Anlagekapital investiert. Aktuell managt die Gesellschaft Assets im Wert von mehr als 300 Millionen Euro. Die Gesellschaft investiert für und mit ihren Investor:innen in den jeweiligen Objektgesellschaften in langlebige und nachhaltige Ausrüstungsgegenstände bzw. Assets, insbesondere in Standardcontainer, Standard-Tankcontainer, Wechselkoffer und europäische Güterwagen, die für den internationalen Warenverkehr auf Schiene, Straße und den Weltmeeren unersetzlich sind. Die Anlageprodukte sind Sachwertinvestments mit kurz-, mittel- und langfristigen Laufzeiten. Sie sind solide, transparent und nachhaltig strukturiert. Das robuste Risikomanagement hat in der Vergangenheit einen tadellosen "Track Record" gewährleistet. Dieses Risikomanagement wird auch in Zukunft weiter eingesetzt und, wo möglich, verbessert. Damit wird Investor:innen auch zukünftig die Möglichkeit gegeben, sich am Megatrend "Logistik und Transport" zu beteiligen. Die Assets sind langlebige, reparierbare Ausrüstungsgegenstände, die, nachdem sie buchhalterisch abgeschrieben sind, noch viele Jahre vermietet und bewirtschaftet werden können. Nach dem "ersten Leben" werden sie in der Regel für Landtransporte, als Lagerbehälter oder anderweitig noch für viele Jahre verwendet. Am Ende "ihres Lebens" werden sie dann als Ersatzteile oder als Schrott von der Stahlindustrie recycelt und sind damit Teil einer Kreislaufwirtschaft. Das erklärte Ziel und damit Unternehmensstrategie ist es, die Assets über die gesamte Lebensdauer in der Unternehmensgruppe zu halten und möglichst in Eigenleistung zu bewirtschaften. Hierbei wird durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Um die Konkurrenzfähigkeit der Gesellschaft und ihrer Leistungen zu sichern, wurde ein neuer attraktiver Geschäftszweig ausgebaut. Durch die im Jahr 2020 gestartete Kooperation mit der EWL - European Wagon Lease, wurden auch im Berichtsjahr die Aktivitäten im Markt der europäischen Güterwagen weiter intensiviert. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Berichtsjahr nicht geändert. 1.2 Leitung und Kontrolle Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft durch ihren Vorstand vertreten. Dieser bestand aus folgenden Personen: Olaf Will, Hamburg {Vorstandsvorsitzender) Marc Schumann, Hamburg, ab 01.03.2022 {stellvertretender Vorsitzender) Christian Petersen, Hamburg, ab 01.03.2022 Andre Wreth, Hamburg, ab 01.03.2022 Folgende Personen waren Mitglieder des Aufsichtsrats: Volkhard Neumann, Rechtsanwalt, Hamburg, ab 22.04.2021 {Vorsitzender) Bernt Broede, Rechtsanwalt, Hamburg, ab 22.04.2021 Jürgen Braatz, Kaufmann, Hamburg, ab 22.04.2021 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für die Anleger:innen war das Jahr 2022 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Ereignisse wie der russische Einmarsch in die Ukraine, die stark gestiegenen Energiepreise, die hohe Inflation sowie die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich belastend auf das Globale Wachstum und im Verlauf auf die Attraktivität von Sachwertanlagen aus. Nachdem sich gestörte bzw. stark unter Druck gesetzte globale Lieferketten zunächst noch sehr positiv auf die Geschäfte der Solvium-Gruppe ausgewirkt haben, hat sich dieses Wachstum im Jahresverlauf deutlich abgekühlt. Dies zeigte sich zum Jahresende insbesondere durch eine im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Kapitaleinwerbung für Sachwertanlagen. Im selben Zeitraum wurde die Weltwirtschaft durch einen erheblichen Inflationsdruck belastet. Um diesem entgegenzutreten, leiteten die großen Notenbanken zum Jahresbeginn sehr straffe geldpolitische Maßnahmen ein. Im Ergebnis hat die US-Notenbank FED die Leitzinsen bis Ende des Jahres 2022 auf ein Band von 4,25 % bis 4,5 % erhöht und die Europäische Zentralbank {EZB) den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 2,5 %. Es ist zwar zutreffend, dass die weltweiten Inflationsraten bereits im Jahr 2021 angezogen haben, als konjunkturbedingt die Energierohstoffpreise stiegen und die überhitzte Güternachfrage mit Lieferengpässen und hohen Transportkosten zusammenkam. Aber erst mit dem Angriffskrieg Russlands und den in Folge explodierenden Energiepreisen erreichten sie bis zum Herbst die höchsten Werte seit 40 Jahren. Darüber hinaus hat sich der bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr bestehende Regulierungsdruck im Jahr 2022 noch einmal deutlich verstärkt. Insbesondere der zeitliche sowie monetäre Vorlauf für die Bewilligung eines sogenannten Publikumsangebots stellt zwischenzeitlich eine kaum überwindbare Eintrittsbarriere dar. Durch die zunehmende Regulierung sind die produktbezogenen Initialkosten weiter gestiegen, was im Umkehrschluss zu gesunkenen Renditen für die Anleger führt. Dies gepaart mit der vorstehend genannten Zinsentwicklung führt zwangsläufig zu einer geminderten Attraktivität von Sachwertanlagen. Aber durch eine geringere Anzahl von Wettbewerbern, die den gesetzlichen Auflagen folgen, stieg das Absatzpotential für die noch vorhandenen Anbieter wie in den Vorjahren merklich, so dass bei sinkendem Marktvolumen die einzelnen Marktteilnehmer in den meisten Fällen dennoch von steigenden Vertriebszahlen berichten können. Alles in allem bleibt die Produktverfügbarkeit jedoch die größte Herausforderung für die Gesellschaft und ihre Gruppe. Des Weiteren wirken zusätzliche regulatorische Auflagen, aber auch politische Vorstöße weiterhin nachfragebegrenzend, wodurch die Branche der Vermögens- & Finanzberater zusätzlich unter Druck gerät. Dadurch reduziert sich die Anzahl der möglichen Vertriebspartner für Solvium und führt zu einer vertrieblichen Konzentration auf weniger Partner. 2 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft bemisst ihren Geschäftserfolg im Wesentlichen an zwei Kennzahlen. Dies sind der Jahresüberschuss und das von Anleger:innen eingeworbene Kapital. Im Vorjahr prognostizierte der Vorstand, dass im Berichtsjahr rd. 87 Mio. EUR Kapital bei Anleger:innen eingeworben wird. Wie bereits in den letzten Jahren hat die Gesellschaft die Aktivitäten in Bezug auf institutionelle Anleger weiter intensiviert. Nachdem im Jahr 2021 über eine Liechtensteiner SICAV Gelder in Höhe von 20 Mio. EUR eingeworben wurden, befindet sich nunmehr weitere vergleichbare Geschäfte in Anbahnung. Darüber hinaus blieb ein befürchteter Einbruch bei der Kapitaleinwerbung für die von der Gesellschaft im Berichtsjahr angebotenen Vermögensanlagen, trotz der im Wirtschaftsbericht genannten negativen Einflüsse {Russischer Angriffskrieg, Inflationsdruck, Zinserhöhungen), aus. So wurde insgesamt im Berichtsjahr mit rd. 98 Mio. EUR zwar ca. 29 % weniger als im Ausnahmevorjahr 2021 platziert, gleichwohl jedoch die Erwartung des Vorstand um über 10 % übertroffen. Im Zeitpunkt der Berichterstellung lag bereits das Platzierungsergebnis für das Jahr 2023 in Höhe von rd. 82 Mio. EUR vor. Dieses Ergebnis bestätigt die aktuellen Marktgegebenheiten und blieb somit erwartungsgemäß hinter dem Jahr 2022 zurück. Gleichwohl stellt es in Anbetracht der bestehenden Rahmenbedingungen und der zu bewältigenden Herausforderungen ein zufriedenstellendes Ergebnis dar. Schließlich wurde das Jahr 2020, welches aufgrund der seither sowohl positiven als auch negativen Sondereffekte als nachhaltige Referenz dient, erneut deutlich übertroffen. Insgesamt konnte im Berichtsjahr der Vertrieb von einer öffentlichen Vermögensanlage, eines Publikums-AIF und mehreren Private Placements aufgenommen und erfolgreich umgesetzt werden. Damit konnte Solvium weiterhin einen Platz unter den führenden Anbietern von Sachwertanlagen behaupten. Auf den Märkten der Ausrüstungsgegenstände ist die Gesellschaft unterschiedlich aufgestellt. Im Containervermietmarkt spielt Solvium auf Grund des gewählten Nischenfokus auf kleinere und mittelgroße Reedereien, insbesondere im chinesischen und südost-asiatischen Markt, lediglich eine kleinere Rolle, kann aber durch den direkten Marktzugang über das Tochterunternehmen Noble Container Leasing von günstigen Kaufpreisen für Container profitieren. Im Wechselkoffervermietmarkt besitzt die Gesellschaft durch die Tochtergesellschaft Axis Intermodal Deutschland GmbH {"Axis"), welche nach eigenen Angaben die größte Vermietgesellschaft für Wechselkoffer in Europa ist, einen deutlichen höheren Stellenwert. Da Solvium das gesamte Neugeschäft für Axis finanziert, ist die Gesellschaft der mit Abstand größte Teilnehmer in diesem Markt. Dadurch ist ebenfalls sichergestellt, dass die Gesellschaft die Ausrüstungsgegenstände zu günstigen Konditionen einkaufen kann. Wie eingangs beschrieben wurde der im Jahr 2020 betretene Bereich der Güterwagenvermietung auf dem europäischen Eisenbahnmarkt im Berichtsjahr deutlich ausgebaut. Schwerpunkt der Investitionen in die Güterwagenvermietung bleibt der deutsche und der osteuropäische Markt, insbesondere Polen. Über die European Wagon Lease Asset GmbH & Co. KGaA hat sich die Gesellschaft einen Zugang zum Markt gesichert, der auch in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle in der Investitionsstrategie der Gesellschaft einnehmen wird. Aufgrund der für die Gesellschaft ungünstigen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr muss die Gesellschaft einen Fehlbetrag in Höhe von EUR - 521.238,20 {Vorjahr: EUR - 1.431.466) vor Steuern als Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit hinnehmen. 4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Ertragslage Durch die geringere Kapitaleinwerbung im Berichtsjahr wurden entsprechend weniger Verkaufserlöse für Ausrüstungsgegenstände von der Gesellschaft erzielt. Dadurch sanken die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 82.109 auf TEUR 63.530. Dies entspricht einem Rückgang von rund 23% gegenüber dem Vorjahr. Der wesentliche Faktor für diesen Rückgang war, dass die Gesellschaft wie eingangs beschrieben als zentrale Einkaufsgesellschaft für die meisten Objektgesellschaften durch das niedrigere Platzierungsvolumen weniger Ausrüstungsgegenstände anschaffen konnte. Damit einhergehend sank auch der Materialaufwand von TEUR 75.486 auf TEUR 57.482. Container werden fast ausschließlich in US-Dollar gehandelt, daher ergeben sich aus schwankenden Wechselkursen zwischen EUR/USD auch Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnungen. Im Berichtsjahr gab es in der Korrelation zwischen Containereinkauf und Kapitaleinwerbung starke Abweichungen, was teilweise zu gravierenden Kursschwankungen zwischen Rechnungsstellung und tatsächlicher Zahlung führte. Dadurch stiegen zwar die Erträge aus der Währungsumrechnung auf TEUR 795 {Vorjahr: TEUR 611) jedoch insbesondere die Aufwendungen überproportional auf TEUR 2.251 {Vorjahr: TEUR 924). Insgesamt betrachtet ist dieser Bereich folglich stark negativ. Der Personalaufwand stieg insbesondere durch die Ernennung weiterer Vorstandsmitglieder sowie die Einstellung weiterer Mitarbeiter:innen von TEUR 1.569 auf TEUR 2.039 um rd. 30%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insbesondere durch den Wegfall der einmaligen Verschmelzung {TEUR 5.725) im Jahr 2021 und einen Rückgang bei den verschiedenen betrieblichen Kosten {TEUR 1.366) sowie den Kosten der Warenabgabe {TEUR 183) von TEUR 9.607 auf TEUR 4.491. Um den Wegfall des Verschmelzungsverlust bereinigt, ergab sich jedoch eine Kostensteigerung, die im Wesentlichen durch die bereits dargestellten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sowie gestiegenen Raumkosten begründet ist. Die Zinseinnahmen und Zinsaufwendungen wuchsen in der Berichtsperiode, da die Gesellschaft im Rahmen der Verschmelzung auch Vorfinanzierungsaktivitäten der Solvium Capital GmbH übernommen und diese im Berichtsjahr auch fortgeführt hat. So wurden im Rahmen der Liquiditätssteuerung der einzelnen Objektgesellschaften, zum Teil Liquiditätsüberschüsse einiger Gesellschaften genutzt, um in anderen Objektgesellschaften frühzeitig Ausrüstungsgegenstände zu erwerben und um so auch in der Lage zu sein, besondere Investitionsopportunitäten nutzen zu können. Dadurch können die Objektgesellschaften frühzeitig Equipment erwerben, für die noch keine Auszahlungsverpflichtungen gegenüber Anlegern bestehen. Außerdem werden die Darlehen im Insolvenzfall nachrangig zu den Anlegerverträgen behandelt, da keine Equipmentzuordnung erfolgt. So wird die vorhandene Substanz der Objektgesellschaften konsequent gesteigert und die Sicherheit der Investments erhöht. Diese Liquiditätsüberschüsse lässt sich die Gesellschaft in Darlehensform gewähren und reicht die Beträge wiederum als Darlehen an andere Objektgesellschaften weiter, die entsprechenden Beträge werden unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis ausgewiesen. Die meisten Objektgesellschaften sind - im Gegensatz zu Alternative Investment Funds - als Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis zu betrachten und gehören nicht den Anlegern der aufgelegten Vermögensanlagen. Daher besitzt die Geschäftsführung die notwendige Verfügungsfreiheit, diese Darlehen flexibel herauszureichen und ggf. auch die Konditionen anzupassen. Der Jahresfehlbetrag betrug TEUR 511, ein deutliches Minus gegenüber 2021 {TEUR - 1.399). Wobei festzuhalten ist, dass der eingetretene Verlust im Wesentlichen auf die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung {TEUR 2.251) zurückzuführen ist und sich damit aus der Bewertung und nicht dem allgemeinen Geschäftsverlauf im Berichtsjahr ergibt. 4.2 Finanz- und Vermögenslage Die liquiden Mittel der Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag TEUR 182, diese sind im Berichtsjahr um TEUR 86 gesunken. Die Gesellschaft verfügt über gezeichnetes Kapital von TEUR 556. Das Eigenkapital, inklusive der eigenen Anteile, der Kapitalrücklage, des Verlustvortrags und des Jahresfehlbetrages, beträgt TEUR 233. Die Bilanzsumme sank um 8,2% auf TEUR 30.475. Die Finanzanlagen waren mit TEUR 18.880 relativ konstant zum Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen TEUR 4.483. Dies sind hauptsächlich Darlehen von Objektgesellschaften, die im Zuge der Verschmelzung mit der Solvium Capital GmbH von der Gesellschaft übernommen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 14.721, diese sind im Berichtsjahr um TEUR 283 {2 %) gesunken. Da die Beschaffung der Ausrüstungsgegenstände für die Objektgesellschaften streng an den Platzierungsfortschritt gebunden ist und fortlaufend gegeneinander abgestimmt wird, unterhält die Gesellschaft keine wesentlichen Vorräte. Die Ausrüstungsgegenstände werden in aller Regel sofort an die jeweilige Objektgesellschaft gehandelt. Zum Abschlussstichtag unterhielt die Gesellschaft Vorräte in Höhe von TEUR 932, die früh im Folgejahr an verschiedene Objektgesellschaften veräußert wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Finanzlage der Gesellschaft stets geordnet und die Liquidität war gegeben. So belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 2.053. Dieser wurde im Wesentlichen aus der Differenz zwischen Warenein- und Warenverkauf gespeist. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war dagegen mit TEUR -2.409 für das Geschäftsjahr 2022 deutlich negativ. Dies war darin begründet, dass im Geschäftsjahr 2022 einer gewöhnlichen Investitionstätigkeit keine Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens gegenüberstanden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 270 war für das Geschäftsjahr 2022 leicht positiv, resultierend aus der Aufnahme- und Tilgungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft belief sich somit am Ende der Periode auf TEUR 182, sodass die Liquidität der Gesellschaft auch zum Bilanzstichtag gegeben war. 5 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft erarbeitet derzeit für die nicht-finanzielle Berichterstattung {CSR-RUG) gemäß der EU-Taxonomie-Kriterien mithilfe der Checkliste des Deutschen Nachhaltigkeitskodex {DNK) für das Wirtschaftsjahr 2022 einen Nachhaltigkeitsbericht auf den Prinzipien von Corporate Sustainability. 6 Chancen- und Risikobericht Der Erfolg der Gesellschaft ist maßgeblich davon abhängig, Anleger für die Investition in Ausrüstungsgegenstände zu gewinnen sowie Verwaltungsvergütungen von den Objektgesellschaften zu erhalten. Die Möglichkeit neue Anlegergelder zu akquirieren, wird durch die allgemeine Lage und Stimmung auf dem Finanzanlagemarkt bestimmt, während Voraussetzung für den Erhalt der Verwaltungsvergütungen die finanzielle Situation der Objektgesellschaften ist. Der Finanzanlagemarkt entwickelt sich zum Teil volatil und wird zusätzlich durch neue rechtliche Bestimmungen des Gesetzgebers und der Aufsichtsbehörden beeinflusst. Auf diese externen Faktoren besitzt die Gesellschaft keine bzw. nur geringe Einflussmöglichkeiten und muss sich auf Veränderungen gegebenenfalls flexibel anpassen. Das Risiko aus diesen Veränderungen erachtet der Vorstand zwischenzeitlich als erheblich. Aus Sicht des Vorstands besitzt die Gesellschaft zwar für den Bereich Transportmobilien eine herausragende Marktstellung und kann auf verschiedene Anlageklassen und Investorenkreise, auch außerhalb des deutschen Markts, zurückgreifen, die Produktverfügbarkeit ist durch die weiterhin zunehmende Regulierung jedoch nicht mehr zu jederzeit gegeben. Dies gilt insbesondere für sogenannte Publikumsangebote. Da die Gesellschaft für sämtliche Objektgesellschaften zentralisiert den Einkauf der Ausrüstungsgegenstände durchführt und hierfür gegenüber den Verkäufern entsprechende Abnahmeverpflichtungen übernimmt, plant die Geschäftsführung über alle Objektgesellschaften hinweg den erwarteten Verkauf der Ausrüstungsgegenstände an Anleger auf rollierender Basis mit einem Horizont zwischen 1 - 12 Monaten. Dadurch stellt die Gesellschaft sicher, dass lediglich Abnahmeverpflichtungen eingegangen werden, die bis zum Fälligkeitsdatum der Einkäufe durch entsprechende Weiterverkäufe an die Objektgesellschaften bzw. deren Anleger oder vorhandene Liquidität gedeckt sind. Bei unerwarteten Marktänderungen kann hierdurch die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Aufgrund der Marktstellung bei Sachwertanlagen erachtet die Geschäftsführung das Risiko, weniger Anlegergelder als geplant zu akquirieren, mittlerweile als kritisch. Hierfür bestehen zwar grundsätzlich Kontakte zu großen und {semi-)professionellen Anlegern, die diesen Rückgang kurzfristig auffangen können, es bleibt jedoch weiterhin eine Frage des Timings. Die Fähigkeit der Gesellschaft, sich auch im Bankenmarkt Zwischenfinanzierungen beschaffen zu können, wirkt diesem Risiko jedoch positiv entgegen. Die finanzielle Situation der Objektgesellschaften ist abhängig von der Situation der Märkte für die einzelnen Ausrüstungsgegenstände, insbesondere dem Containermarkt und dem Wechselkoffermarkt. Weiterhin können Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken sowie die operationellen Risiken eintreten. Durch diese Risiken kann sich die Ertrags- und Liquiditätssituation der Objektgesellschaften negativ verändern, sodass die Objektgesellschaften nicht mehr in der Lage sein könnten, die Verwaltungsvergütungen zu zahlen oder die Ausrüstungsgegenstände zu übernehmen. Die Gesellschaft übt in den einzelnen Objektgesellschaften ein aktives Risikomanagement aus, um diese Risiken zu minimieren. Dennoch kann durch diese Faktoren die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Dieses Risiko wird als moderat eingestuft. Ein Wechselkursrisiko besteht für die Gesellschaft aufgrund des in aller Regel sofortigen Durchhandelns in die Objektgesellschaften grundsätzlich nur in einem moderaten Maße. Treffen allerdings mehrere Risiken zusammen, wie mit der Kapitalbeschaffung und Investition im Berichtsjahr geschehen, kann dies zu einem erheblichen Wechselkursrisiko führen, welches sich in der Bewertung niederschlägt und entsprechend auf das Jahresergebnis der Gesellschaft Einfluss nimmt. Als Chancen sieht der Vorstand die wenigen verbliebenen Anbieter von Sachwertanlagen, wodurch die Solvium Angebote für viele Anleger eine interessante und attraktive Alternative bleiben. Darüber hinaus verspricht die sehr hohe Verlängerungs- bzw. Wiederanlagequote der Bestandskunden einen stabilen Geschäftsverlauf mit Privatanlegern. Wachstumspotential erwartet die Gesellschaft lediglich aus der Zusammenarbeit mit institutionellen Anlegern und hat hierfür seit dem Berichtsjahr auch spezielle Anlageformen angeboten und eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie etabliert, die sich nicht zuletzt auch in diesen Produkten widerspiegelt. Nach Ansicht des Vorstands wird Solvium als ein integrierter Asset-Manager wahrgenommen, der im Markt der Sachwertanlagen als auch auf den einzelnen Märkten für die Ausrüstungsgegenstände eine hohe Kompetenz besitzt und sich erfolgreich als Qualitätsführer etablieren konnte. Zusätzlich kann die Gesellschaft nachweisen, alle Investments erfolgreich zu verwalten und besitzt einen einwandfreien Track Record. Dies wird die zukünftigen Geschäftsaktivitäten maßgeblich unterstützen. Das Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, die für Entscheidungsträger notwendige Transparenz bezüglich Risiken und Chancen zu schaffen, die Risiko- und Chancenkultur zu fördern und ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens aufzubauen. Um die Verankerung des Risikomanagements ins Tagesgeschäft sicherzustellen, ist eine intensive Vermittlung der Inhalte und des Nutzens nötig. Deswegen finden seit 2020 sehr umfangreiche Informations- und Ausbildungsmaßnahmen statt, die auch zukünftig fortgesetzt und zielgruppenbezogen erweitert werden. In der gewählten Methodik erfolgt im Wesentlichen die Kategorisierung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen, die Ermittlung von Limits und Frühwarnindikatoren sowie die Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen. 6 Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023 wird mit einem Umsatz zwischen EUR 20 Mio. und EUR 25 Mio. gerechnet. Vor diesem Hintergrund wird ein deutlich sinkender Materialaufwand erwartet, was zu einem erwarteten Rohergebnis von EUR 3 Mio. führt. Beim Personalaufwand wird mit einer moderaten Steigerung und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einer leichten Reduzierung gerechnet. Insofern wird für das Geschäftsjahr 2023, aufgrund der deutlich geringeren Gesamtleistung, ein signifikant sinkendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwartet.
Hamburg, den 31. Januar 2024 gez. Olaf Will gez. Marc Schumann gez. Christian Petersen gez. Andre Wreth BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft Solvium Holding AG mit Sitz in Hamburg wurde mit Vertrag vom 01.08.2008 gegründet und als Aktiengesellschaft in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 107 301 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungen teilweise Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Der Vorstand geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Rechtliche bzw. tatsächliche Gründe, die gegen die Unternehmensfortführung sprechen, sind nicht erkennbar. Aufgrund der im vorangegangenen Geschäftsjahr vollzogenen Verschmelzung mit der Solvium Capital GmbH und der daraus resultierenden Aufwendungen für die Gewinn- und Verlustrechnung ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur bedingt möglich. Die betrifft insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die Personalaufwendungen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von acht und zehn Jahren, die Vermögengegenstände des Sachanlagevermögens werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden für immateriellen Vermögensgegenständen sowie für Vermögensgegenstände des Sachanlagenvermögens linear pro rata temporis vorgenommen. Die ausgewiesenen Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzgl. kumulierter Abschreibung angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden mit den sich aus den Vorschriften §§ 252, 253 Absatz 1 und 256a HGB ergebenden Werten angesetzt. Soweit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände in der Fremdwährung USD bestehen und diese eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben, wurden diese mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs resultierende sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge führen nicht zur Abgrenzung von latenten Steuern. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Sie wurden aufgrund der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vorliegenden Erkenntnisse in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Teilweise bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten in der Fremdwährung USD. Sie haben im vollen Umfang eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und wurden ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs resultierende sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge führen nicht zur Abgrenzung von latenten Steuern. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der im Geschäftsjahr vorzunehmenden Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen Software, einschließlich Anzahlungen für Erweiterung der bestehenden Software. Unter der Bilanzposition Anteile an verbundenen Unternehmen werden mehrere Beteiligungen an Kapitalgesellschaften sowie Personengesellschaften, deren gezeichnetes Kapital vollumfänglich eingezahlt ist, in Höhe von insgesamt Euro 16.432.122,16 (Vorjahr: Euro 16.482.122,16) ausgewiesen. Unter der Bilanzposition Ausleihungen an verbundenen Unternehmen werden Forderungen gegen eine Kapitalgesellschaft in Höhe von insgesamt Euro 2.356.844,70 (Vorjahr: Euro 2.440.318,42) ausgewiesen. Für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Rückzahlungsansprüche für Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 2.356.844,70 hat die Gesellschaft im Rahmen der Vertragsabschlüsse den Nachrang erklärt (Nachrangdarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt). Dies gilt auch, wenn durch die Erfüllung ihrer bestehenden Ansprüche eine Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung entstehen würde. Des Weiteren werden Vorräte in Höhe von Euro 931.933,25 (Vorjahr: Euro 608.884,33) ausgewiesen. Die Gesellschaft weist Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt Euro 712.085,85 (Vorjahr: Euro 8.392.263,69) aus. Diese haben im vollen Umfang eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen in Höhe von Euro 588.055,72 (Vorjahr: Euro 5.471.367,35) gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen Euro 4.483.493,23 (Vorjahr: Euro 2.075.528,37). Diese berücksichtigen im wesentlichen Zinsansprüche aus gewährten und bereits getilgten Darlehen und Verkäufe/Mieterträge von Containern. Sie haben im vollen Umfang eine Restlaufzeit größer einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände betragen insgesamt Euro 2.292.003,42 (Vorjahr: Euro 669.294,53) und haben in Höhe von Euro 1.560.661,37 eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. Die Bilanzposition Guthaben bei Kreditinstituten berücksichtigt in Höhe von Euro 181.868,10 (Vorjahr: Euro 268.161,19) die ausgewiesenen Salden der Kontokorrentkonten. Das in der Fremdwährung USD geführte Kontokorrentkonto wurde mit dem Devisenmittelkassakurs bewertet. Das Grundkapital der Gesellschaft umfasst 555.556 Stückaktien ohne Nennbetrag. Die Aktien lauten auf Namen. In Vorjahren wurde eine bedingten Kapitalerhöhung von Euro 500.000,00 auf Euro 555.556,00 durch die Ausgabe von 55.556 neue Stückaktien zum Wert von jeweils Euro 1,00 pro Stück, welche von der Solvium Capital GmbH erworben wurden, durchgeführt. Aufgrund der Verschmelzung der Solvium Capital GmbH auf die Solvium Holding AG im Geschäftsjahr 2021 werden diese unter der Bilanzposition erworbene eigene Anteile in Höhe von Euro -55.556,00 (Vorjahr: Euro -55.556,00) ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von Euro 341.785,60 (Vorjahr: Euro 159.700,00) berücksichtigen Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, Aufwendungen für Rechtsberatung, Aufwendungen für die Erfüllung der Aufbewahrungspflichten sowie die Aufwendungen für die Offenlegung der Jahresabschlüsse 2021 und 2022 im elektronischen Bundesanzeiger. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 9.710.481,69 (Vorjahr: Euro 8.823.166,10) haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 9.494.040,62 (im Vorjahr: Euro 3.843.283,34). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen Euro 14.721.144,52 (Vorjahr: Euro 15.004.428,20). Die Restlaufzeiten für Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Über die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinaus bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten zugunsten von verbundenen Unternehmen in Höhe von gesamt Teuro 681. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse betragen insgesamt Euro 63.530.123,25 (Vorjahr: Euro 82.108.587,21). Im Wesentlichen wurden diese durch den Handel mit Logistikequipment in Höhe von 90,5 % erzielt. Des Weiteren resultieren die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen an verschiedenen inländische Gesellschaften in den Bereichen der Verwaltung und der Geschäftsführung. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 794.679,62 (Vorjahr: Euro 610.580,87). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 2.251.001,80 (Vorjahr: Euro 923.614,19). V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen:
Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt Euro 25.000,00, wovon der gesamte Betrag auf die Abschlussprüfung entfällt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 3 Mitarbeiter ohne Vorstand. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf Euro 1.707.249,99 (Vorjahr: Euro 1.156.000,00). Die Aufsichtsratsvergütung hat im Geschäftsjahr 2022 Euro 72.841 betragen. Die nicht in der Bilanz enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen Teuro 365 p.a. (bei einer Restlaufzeit der Festmietzeit von 58 Monaten) aus einem abgeschlossen Mietvertrag, Teuro 116 p.a. aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen sowie Teuro 360p.a. aus Managementfee. Die Gesellschaft wird durch ihren Vorstand vertreten. Dieser besteht aus: Olaf Will, Hamburg, Vorstandsvorsitzender Andre Wreth, Hamburg, ab 01.03.2022 Marc Schumann, Hamburg, ab 01.03.2022 Christian Petersen, Hamburg, ab 01.03.2022 Im Berichtsjahr waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:
VI. Nachtragsberichterstattung nach § 285 Nr. 33 HGB Mit Datum vom 15.06.2023 wurde ein Kauf- und Abtretungsvertrag für 35,71 % der Geschäftsanteile an der European Wagon Lease Asset & Co. KGaA abgeschlossen. Weiterhin erfolgte mit Datum vom 29.08.2023 die Einbringung folgender Gesellschaften in die Solvium Holding AG gegen die Ausgabe von 400 neuer Aktien:
Hamburg, den 31. Januar 2024 Solvium Holding AG Olaf Will Andre Wreth Marc Schumann Christian Petersen ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Solvium Holding AG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Solvium Holding AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solvium Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Jessen, Wirtschaftsprüfer Papenroth, Wirtschaftsprüferin Feststellung Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Solvium Holding AG zum 31.12.2022 wurde am 04.06.2024 festgestellt. Ergebnisverwendung Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an und wurde am 04.06.2024 vom Aufsichtsrat beschlossen. Bericht des Aufsichtsrates an die HauptversammlungSehr geehrte Herren, auch im Geschäftsjahr 2022 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahr. Er überwachte dabei die Geschäftsleitung der Gesellschaft und beriet diese in Fragen der Unternehmensleitung. Frau Papenroth von der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (im Folgenden: Mazars) berichtete detailliert über das Ergebnis der Abschlussprüfung. Über die fertiggestellten Abschlussunterlagen und den Prüfungsbericht der Mazars (datiert auf den 30.04.2024) wurde am 23.05.2024 per Videokonferenz im Plenum beraten. An dieser Beratung nahm Frau Papenroth teil und präsentierte die Prüfungsergebnisse. Schwerpunkt der Besprechung waren die Hintergründe des Umsatzrückgangs (Umstrukturierung der Assetbeschaffung aufgrund geldwäscherechtlicher Vorgaben, Rückgang der Kapitaleinwerbung) und die Auswirkungen auf das Ergebnis 2022. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems für den Rechnungslegungsprozess wurden bei der Abschlussprüfung nicht festgestellt. Umstände, die die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers in Frage stellen, lagen nicht vor. Aufgrund eigener Prüfungen des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts sowie des Gewinnverwendungsvorschlags hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 04.06.2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Solvium Gruppe spricht der Aufsichtsrat für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen besonderen Dank aus.
Hamburg, den 04.06.2024 Für den Aufsichtsrat Volkhard Neumann, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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