Bitpanda Asset Management GmbH

Dircksenstraße 4, 10179 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 258842
Eingetragen
20.1.2021
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Planung und Entwicklung eines Geschäftsmodells des Eigenhandels mit Finanzinstrumenten sowie für das Kryptoverwahrschäft, jeweils unter Ausschluss von Tätigkeiten, die einer eigenen Erlaubnis der Gesellschaft gemäß dem Kreditwesengesetz bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Dr. Steiner
seit 15.12.2025
Prokura
Geschäftsführer
David Deisenberger
seit 14.3.2025
Prokura
Véronique Breidert
seit 7.12.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bitpanda GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bitpanda GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bitpanda Asset Management GmbH

Berlin (vormals: Frankfurt am Main)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.944.692,29 1.373.524,66
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.083.468,09 94.765,64
3. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
4. Aktive latente Steuern 1.245,08 1.245,08
4.029.405,46 1.469.535,38

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 661.031,70 51.161,28
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 20.336,69 20.336,69
b) andere Rückstellungen 932.300,47 952.637,16 232.300,80
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 2.350.000,00 1.100.000,00
c) Bilanzgewinn 40.736,60 2.415.736,60 40.736,61
4.029.405,46 1.469.535,38

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bitpanda Asset Management GmbH

Berlin

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 -3.173,25
darunter: negative Zinserträge 0,00 -3.173,25
2. Provisionserträge 1.234.835,10 11.986,26
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.508.664,72 2.356.259,64
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.119.625,69 1.620.320,88
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 283.050,29 2.402.675,98 206.566,06
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.328.467,93 491.925,85
4.731.143,91 2.318.812,79
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 0,00 1.248,98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 299,50
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 12.355,91 44.711,38
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.355,91 13.981,50
9. Ergebnis nach Steuern 0,00 30.729,88
10. Jahresüberschuss 0,00 30.729,88
11. Bilanzgewinn 0,00 30.729,88
12. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 40.736,61 10.006,73
13. Bilanzgewinn 40.736,61 40.736,61

Anhang

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Die Bitpanda Asset Management GmbH ("die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Berlin und wird beim Amtsgericht Berlin unter der Registernummer HRB 258842 B geführt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft hat am 10. November 2022 die Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 S. 1, Abs. 1a, Abs. 2 S. 2 KWG durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") für das Kryptoverwahrgeschäft gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 6 KWG und den Eigenhandel gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4c KWG erhalten. Zum 24. November 2022 wurde es der Aufsichtsbehörde angezeigt und anschließend erfolgte die Aufnahme der einzelnen unter die Erlaubnis fallenden Finanzdienstleistungen. Die BaFin-ID lautet 10159692.

Alle Kunden der Gesellschaft dürfen die Krypto Transaktionen ausschließlich mit E-Geld durchführen. E-Geld ist ein reguliertes Zahlungsmittel, das innerhalb der EU reguliert und akzeptiert ist. Mit Beitrittsvereinbarung vom 21. November 2022 wurde eine Kooperation mit der Bitpanda Payments GmbH, Wien, einer Schwestergesellschaft der Bitpanda Asset Management GmbH, abgeschlossen. Diese Gesellschaft hat am 11. November 2022 durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) eine entsprechende Lizenz als E-Geld-Institut erteilt bekommen.

Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bitpanda GmbH, Wien, Österreich und wird in den Konzernabschluss der Bitpanda Group AG, Hardstraße 201, 8005, Zürich, Schweiz, einbezogen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB, den ergänzenden Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute gemäß der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute ("RechKredV") sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Zusätzlich wird ein Lagebericht nach § 289 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Anwendung der RechKredV. Die Bilanz ist auf Basis des Formblatts 1 zur RechKredV, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform auf Basis des Formblatts 3 gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV gegliedert. Die Buchwerte zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurden in der Spalte "Vorjahr" unter entsprechender Anwendung der Gliederung nach RechKredV ausgewiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Aktiv- und Passivposten werden einzeln gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB bewertet, sind gesondert ausgewiesen und aufgegliedert.

Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt.

Aktiva

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstituten und die sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert zum Bilanzstichtag bilanziert. Wertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe gemäß § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Die Gesellschaft macht vom Ausweiswahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB für aktive latente Steuern Gebrauch.

Passiva

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert erfasst.

IV. Angaben zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich auf € 2.944.692,29 (Vorjahr: € 1.373.524,66) und bestehen ausschließlich aus Guthaben auf Geschäftsbankkonten der Gesellschaft bei der Bank Frick & Co. AG, Liechtenstein.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen € 1.083.468,09 (Vorjahr: € 94.765,64) und setzen sich insbesondere aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1.071.530,42 (Vorjahr: € 80.672,18) sowie aus übrigen sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 11.937,67 (Vorjahr: € 13.700,50) zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von € 1.245,08 (Vorjahr: € 1.245,08) ergeben sich durch Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Urlaubsrückstellungen. Für die Ermittlung der aktiven latenten Steuern wird ein Gesamtsteuersatz von 31,925% (Vorjahr: 31,925%) zugrunde gelegt.

Die in der Bilanz angesetzten aktiven latenten Steuern sind gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit § 285 Abs. 28 HGB ausschüttungsgesperrt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf € 661.031,70 (Vorjahr: € 51.161,28) und umfassen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 506.896,77 (Vorjahr: € 21.650,36), Verbindlichkeiten aus bezogenen Leistungen in Höhe von € 101.598,11 (Vorjahr: € 20.680,42) und andere sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 52.536,82 (Vorjahr: € 8.830,50). Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen werden für Ertragsteuern für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 in Höhe von insgesamt € 20.336,69 (Vorjahr: € 20.336,69) gebildet.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von € 932.300,47 (Vorjahr: € 232.300,80) bestehen aus Aufwendungen für Prüfungskosten in Höhe von € 181.000,00 (Vorjahr: € 120.000,00), Kosten für externe Revision in Höhe von € 350.600,00 (Vorjahr: € 0,00), Resturlaubsrückstellungen in Höhe von € 86.016,93 (Vorjahr: € 32.800,00), sonstige Personalrückstellungen in Höhe von € 234.182,74 (Vorjahr: € 0,00) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 80.500,80 (Vorjahr: € 79.500,80).

Eigenkapital

Das Eigenkapital beläuft sich auf € 2.415.736,60 (Vorjahr: € 1.165.736,61) und besteht aus dem in voller Höhe eingezahlten Stammkapital in Höhe von € 25.000,00 (Vorjahr: € 25.000,00) sowie aus Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von € 2.350.000,00 (Vorjahr: € 1.100.000,00). Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Bilanzgewinn in Höhe von € 40.736,60 (Vorjahr: € 40.736,61).

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge belaufen sich auf € 1.234.835,10 (Vorjahr: € 11.986,26) und resultieren aus der Erbringung von Verwahrdienstleistungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 3.508.664,72 (Vorjahr: € 2.356.259,64) resultieren im Wesentlichen aus Kostenerstattungen der Muttergesellschaft für Personalaufwand und andere Verwaltungsaufwendungen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Der Personalaufwand beläuft sich auf € 2.402.675,98 (Vorjahr: € 1.826.886,94).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen von insgesamt € 2.328.467,93 (Vorjahr: € 491.925,85) setzen sich im Wesentlichen aus KYC-Verifizierungskosten in Höhe von € 599.646,41 (Vorjahr: € 25.763,93), Werbe- und Reisekosten in Höhe von € 488.571,71 (Vorjahr: € 76.546,93), Prüfungskosten in Höhe von € 181.000,00 (Vorjahr: € 120.000,00), Kosten für externe Revision in Höhe von € 350.600,00 (Vorjahr: € 0,00), Beratungskosten in Höhe von € 198.434,25 (Vorjahr: € 70.082,85) sowie Mietaufwand in Höhe von € 109.944,00 (Vorjahr: € 94.971,81) zusammen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von € 12.355,91 (Vorjahr: € 13.981,50) entfallen im Jahr 2023 in voller Höhe auf den laufenden Steueraufwand (Vorjahr: € 15.226,58). Im Vorjahr gab es einen latenten Steuerertrag in Höhe von € 1.245,08 aufgrund der erstmaligen Bildung von aktiven latenten Steuern.

VI. Sonstige Angaben

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Bitpanda Group AG, Zürich, das gleichzeitig das oberste Mutterunternehmen ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bitpanda Group AG als größter Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Bitpanda Group AG erhältlich.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 16 Arbeitnehmer (Vorjahr: 12). Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die Gesellschaft 20 (Vorjahr: 12) Arbeitnehmer. Von den 20 MitarbeiterInnen sind 6 (Vorjahr: 5) weiblich und 14 (Vorjahr: 7) männlich. Rund 40% (Vorjahr: 25%) der Mitarbeiter arbeiteten im Bereich Compliance, 35% (Vorjahr: 17%) im Bereich Product & Operations, 20% (Vorjahr: 25%) im Bereich HR und 5% (Vorjahr: 33%) im Bereich IT & Security.

Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Véronique Breidert, Finance, Risk & Compliance

Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO & COO

Michael Keskerides, VP Product, (vom 12. September 2022 bis 13. Januar 2023) *

Der mit * gekennzeichnete Geschäftsführer wurde bei der Bitpanda GmbH angestellt und die Bezüge wurden von dieser in vollem Umfang getragen.

Von der Schutzregelung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Durch den Gesellschafterbeschluss vom 29. September 2023 wurde die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Klingelhöferstraße 18, 10785 Berlin, mit der Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers, welches ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen enthält, beträgt € 219.469,68 1 (Vorjahr: € 120.000,00).

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 40.736,60 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 30. Mai 2024

Die Geschäftsleitung

Lukas Enzersdorfer-Konrad

Véronique Breidert

1 davon für das Vorjahr € 38.469,68.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Bitpanda Asset Management GmbH ("die Gesellschaft") hat ihren Sitz im Jahr 2023 von Frankfurt am Main nach Berlin verlegt und wird beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter der Registernummer HRB 258842 B geführt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft hat am 10. November 2022 die Erlaubnis gemäß § 32 Abs. 1 S. 1, Abs. 1a, Abs. 2 S. 2 KWG durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") für das Kryptoverwahrgeschäft gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 6 KWG und den Eigenhandel gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4c KWG erhalten. Zum 24. November 2022 erfolgte die Aufnahme der einzelnen unter die Erlaubnis fallenden Finanzdienstleistungen. Die BaFin-ID lautet 10159692.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst den Handel und die Verwahrung von Kryptowerten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 war ein anhaltend herausforderndes Jahr für die gesamte Kryptoindustrie. Der Niedergang der amerikanischen Kryptobörse FTX sorgte für Konsequenzen bei den Kryptoinvestoren in der EU. Diese erlitten Verluste, was zu einem Misstrauen weiter Anlegerkreise in die Aufbewahrungssicherheit der Assets führte 1. Zudem führte die Entscheidung der SEC zu den Krypto ETFs mehrerer global bekannten Anlagegesellschaften zu einer ausgeprägten Volatilität, die ihren Höhepunkt im Hacking des SEC Twitter/X Accounts 2 im Januar 2024 erreichte. Die Wirtschaft war in 2023 von den Konflikten in der Ukraine sowie im Nahen Osten gekennzeichnet. Dennoch weiteten private Haushalte ihre Konsumausgaben aus. Grund dafür waren die erhöhten realen Einkommen aufgrund eines stabilen Arbeitsmarktes.

1 Siehe Reuters Online Beitrag The crypto market bears the scars of FTX's collapse | Reuters
2 Siehe CNBC Online Beitrag New details emerge about SEC's X account hack, including SIM swap

Trotz der Herausforderungen, denen sich die Kryptoindustrie auch noch im Jahr 2023 gegenübersah, gab es auch positive Entwicklungen. Große Banken und Institutionen begannen Kryptowährungen in ihr Geschäftsmodell zu integrieren und wir intensivierten unsere Gespräche mit weiteren wesentlichen Bankpartnern.

2.2 Die Wettbewerbssituation

Die Bitpanda Asset Management GmbH hat sich bereits in den vergangenen 12 Monaten gegen unberechtigt auf dem deutschen Markt agierende Anbieter durchsetzen müssen, die einen ersten Preiskampf eingeläutet haben 3. Zudem besteht Konkurrenz von neu lizenzierten Anbietern. Dies könnte zu erodierenden Margen führen, die die Profitabilität der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten. Aufgrund des insgesamt positiven Marktsentiments wird die Bitpanda Gruppe zusammen mit der BAM die Marketingaktivitäten in 2024 stark ausweiten. Bereits in 2023 wurde die Sponsoringvereinbarung mit dem FC Bayern München abgeschlossen und weitere Online, Print und Affiliate Aktivitäten geplant.

2.3. Geschäftsverlauf

Die Bitpanda Asset Management GmbH hat einen, gemessen an der Marktentwicklung, positiven Geschäftsverlauf vorzuweisen. So konnte das Retailgeschäft positiv entwickelt und etabliert werden. Allerdings hat das Marktumfeld das grundsätzliche Kundeninteresse nicht weiter getragen. So sehen wir die insgesamt niedrige Neukundengewinnung mit niedrigen Umsätzen neben den Konflikten in der Ukraine und dem Nahen Osten, vor allem in dem starken Anstieg der Inflation und den damit einhergehenden Kaufkraftverlusten sowie dem Zinsanstieg. Der Beginn eines neuen Bull Run hat sich somit zeitlich nach 2024 verschoben.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 12,4 (2022: T€ 44,7).

2.3.Wirtschaftliche Lage

Die wirtschaftliche Situation kann aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres aus 2022 keinem echten Vergleich unterzogen werden. Allerdings haben wir aufgrund des Marktsentiments und dem Reputationsschaden der Industrie infolge des FTX Betrugs keine wesentlichen Beträge in die Marketingaktivitäten investiert, sondern uns auf den Aufbau der Gesellschaft durch organisches Wachstum und die Partnerschaft mit N26 fokussiert.

3 Bitpanda Asset Management GmbH hat mehrere Schreiben mit dem Verdacht unerlaubter Werbung in Deutschland gefertigt und an die BaFin übermittelt.

a) Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 12,4 (2022: T€ 44,7).

Die Erträge in Höhe von T€ 4.743,5 (2022: T€ 2.365,1) setzen sich im Wesentlichen aus Provisionserträgen in Höhe von T€ 1.234,8 (2022: T€ 12,0) und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.508,7 (2022: T€ 2.356,3) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Kostenerstattungen aus einem Cost-Plus-Verfahren durch die Muttergesellschaft bis zur Geschäftsaufnahme und die Provisionserträge stellen die Erträge aus der tatsächlichen Geschäftstätigkeit der Bitpanda Asset Management GmbH dar.

Die gestiegenen Personalaufwendungen resultieren aus dem weiteren Aufbau von Personal in Deutschland (2023: T€ 2.402,7; 2022: T€ 1.826,9).

Die Eigenkapitalrentabilität berechnet sich aus dem Jahresüberschuss geteilt durch das Eigenkapital und beträgt in 2023 0,00% (2022: 2,64%). Der Rückgang der Eigenkapitalrentabilität ist auf die starke Erhöhung des Eigenkapitals durch Einlagen der Muttergesellschaft sowie den gesunkenen Jahresüberschuss zurückzuführen.

Da das Jahr 2023 das erste volle Geschäftsjahr seit Lizenzerteilung markiert, ist ein Vorjahresvergleich nicht zweckmäßig.

b) Vermögens und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft lag zum 31.12.2023 bei T€ 4.029,4 (2022: T€ 1.469,5). Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich auf T€ 2.944,7 (2022: T€ 1.373,5) erhöht. Neben den liquiden Mitteln werden weder Anlage- noch Umlaufvermögen gehalten.

Das bilanzielle Eigenkapital der Bank hat sich im Berichtsjahr erhöht und beträgt insgesamt T€ 2.415,7 (2022: T€ 1.165,7). Es besteht im Wesentlichen aus eingezahlten Mitteln der Gesellschafterin. Darüber hinaus ist eine Gewinnverwendung zur Stärkung der Eigenmittel vorgesehen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, insbesondere die eingezahlten Mittel der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage von T€ 1.250 haben diese Entwicklung ermöglicht. Die BAM ist vollständig aus Eigenmitteln finanziert, so dass keine Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten oder Kunden bestehen. Die Bilanzsumme hat sich infolge der Einlagen der Gesellschafterin deutlich erhöht.

Mit Bescheid vom 10. November 2022 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsgesellschaft (BaFin) die Einhaltung einer erhöhten Gesamtkapitalquote gem. § 10 Abs. 3 S.2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG) angeordnet. Demzufolge darf über einen Zeitraum von 3 Jahren die Gesamtkapitalquote i.S.v. Art. 92 Abs. 1 lit. C) der Verordnung (EU) 575/2013 (CRR) 12% nicht unterschreiten. Die Gesamtkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 30,56% (2022: 279,99%). Die Eigenkapitalausstattung erfüllte im Berichtsjahr die aufsichtsrechtlichen Vorschriften.

Außerbilanzielle Geschäfte bestanden nicht. Die Verwahrung der von den Usern erworbenen Kryptowerten erfolgt durch die Muttergesellschaft Bitpanda GmbH.

Aufgrund der bestehenden Kostenerstattungsvereinbarung mit der Muttergesellschaft ist eine ausreichende Liquidität jederzeit gegeben.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der von der BAM definierten, wesentlichen Leistungsindikatoren in 2023 stellt sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Handelsvolumina - diese Kennzahl bildet den durchschnittlichen Kunden Trade ab. Sie erhöhte sich wesentlich zwischen Dezember 2022 (iHv € 620 pro Kunde) und Dezember 2023 (iHv € 2.403 pro Kunde), konnte jedoch nicht das prognostizierte Handelsvolumen von € 3.782 pro Kunde erreichen.

Die Neukundenanzahl - diese Kennzahl repräsentiert alle verifizierten Neukunden. Diese Kennzahl konnte im Jahr 2023 wesentlich auf 13.676 User im Dezember 2023 gesteigert werden. Die prognostizierten Neukunden von 90.000 in 2023 konnten um rund 5.000 User überschritten werden.

Die aktiven Kunden - diese Kennzahl bildet alle aktiven Traders ab, die mindestens einmal im Monat gehandelt haben. Im Dezember 2023 betrug das Verhältnis zwischen aktiven Kunden und Neukunden 42% und lag damit über der prognostizierten Rate von 37,5%.

Strategische Partnerschaften: Im Rahmen dieser Vereinbarung wird es dem Kunden eines strategischen Partners ermöglicht, Krypowerte auf der Bitpanda Plattform direkt in der eigenen App zu handeln. Im Geschäftsjahr konnte keine strategische Partnerschaft in Deutschland geschlossen werden.

Zusammengefasst kann der Verlauf der Geschäftsentwicklung als insgesamt günstig beurteilt werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Nach einem schwierigen Jahr 2023, das sowohl eine Krypto Baisse als auch längerfristige, schwache makroökonomische Faktoren aufwies, haben wir uns Ende Q3/2023 bei der Planung des Jahres 2024 ein sehr vorsichtiges "Baseline" Szenario erarbeitet. Dieses sieht eine langsame wirtschaftliche Erholung in Deutschland in 2024 vor, bei langsam steigendem Interesse weiterer Anlegerschichten. Aufgrund der langen Rüstzeiten von potentiellen Bankpartnern mit institutionellen Kunden sowie einem "Phase-in", haben wir diese für die Berechnung 2024 außen vor gelassen. Infolge des seit der Bitcoin ETF Zulassung stark gestiegenen Anlegerinteresses, werden wir unsere Planung für 2024 aktualisieren. Durch die Partnerschaft mit dem FC Bayern München, erwarten wir, dass Bitpanda sich vom Wettbewerb in Deutschland deutlich absetzen wird. Zudem wird der Umfang des Marketings von der Markterholung abhängen, die zur Marktführerschaft in Deutschland führen soll.

Angesichts der hohen Volatilität der Kryptomärkte ist mit einer Verstärkung in die eine oder andere Richtung zu rechnen, da die sog. "FOMO" (Fear of Missing Out) zu einer sich selbst verstärkenden Kraft nach oben wirken kann. Allerdings kann eine negative Marktentwicklung zu einer überproportional hohen Rate inaktiver Kunden sowie einem drastischen Rückgang von Neukunden führen. Die konkrete Marktentwicklung sehen wir neben der makroökonomischen Entwicklung vor allem in der allgemeinen Legitimität von Kryptowährungen, die durch die Zulassung von Bitcoin und weiterer Altcoin ETFs gestärkt werden könnte. Dadurch und in Verbindung mit dem in 2024 anstehenden Bitcoin Halving, rechnen wir mit einer Angebotsverknappung, die zum Entstehen der o.g. FOMO führen könnte. Das Bitcoin Halving markierte in der Vergangenheit den Beginn eines 15-18 monatigen Bullruns, der von stark steigenden Kursen und hohem Interesse getragen wurde, allerdings eines starken wirtschaftlichen Umfeldes oder aber massiver Verunsicherung bedarf. Wir sehen die Bitpanda Asset Management GmbH sehr gut auf beide Szenarien vorbereitet, einerseits haben wir ein starkes, erfahrenes Team mit skalierenden Prozessen, andererseits hat uns die Muttergesellschaft Bitpanda GmbH mit einer vollständigen Kostenübernahme ausgestattet, so dass wir ungeachtet wirtschaftlicher Begrenzungen den deutschen Markt bearbeiten können.Um daher auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, plant die Bitpanda Asset Management GmbH ihre Geschäftsentwicklung in verschiedenen Szenarien. In dem sogenannten "Baseline" Szenario, dass die Bitpanda Asset Management GmbH für wahrscheinlich einschätzt, ist von einer leichten Markterholung im Jahresverlauf 2024 auszugehen. Dies umfasst eine Erholung der wichtigsten Kryptowerte (Bitcoin Kurs über T€ 50), leicht ansteigende, durchschnittliche Handelsvolumina (Durchschnittstrade steigt von anfänglich rd. T€ 1 auf rd. T€ 3 an) und eine leicht ansteigende Kundenanzahl (30.000 - 70.000 Registrierungen pro Monat bei etwa 35%-45% Verifikationen/Conversionrate). Dabei kommt unserem Kernmarkt Deutschland (Schätzung von über 95% des verifizierten Kundenbestandes) wesentliche Bedeutung zu. Weitere Europäische Länder sollen im Rahmen weiterer, strategischer Partnerschaften erschlossen werden. Dabei fokussieren wir die Marktpenetrationsstrategie mit einer weiterhin umfangreichen Kryptowertepalette verbunden mit höchster Verwahrsicherheit für unsere Kunden. In Abhängigkeit von der Marktentwicklung, werden wir unsere Maßnahmen, darunter auch Marketingmaßnahmen, inhaltlich und zeitlich optimieren. Das Marketingbudget für den deutschen Markt haben wir mit rd. 2 Mio. EUR pro Monat kalkuliert.

Unsere Strategie umfasst neben einem umfangreichen Kryptowerteangebot auch die Investitionsmöglichkeit in kleinsten Einheiten bei höchster Sicherheit.

Daher haben wir für das dritte Quartal 2024 die Einführung einer innovativen Kryptoverwahrlösung für institutionelle Kunden und die Einführung von Limitorders geplant. Dabei stehen insbesondere Verwahrsicherheit sowie uneingeschränkter und jederzeitiger Zugriff auf das Produkt im Vordergrund. Aufgrund von Rüstzeiten und Testphasen ist kein wesentlicher Ergebnisbeitrag im Jahre 2024 zu erwarten.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legt nach der Projektion des Bundesbank Monatsberichts Dezember 2023 in 2024 um 0,4 % zu, nach einem leichten Rückgang in 2023 um 0,1%. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft nach diesen Berechnungen um 1,2 % beziehungsweise 1,3 %. Im Vergleich zur Juni-Projektion wurde die BIP-Rate für 2024 deutlich und für 2025 leicht herabgesetzt. Maßgeblich sind eine schwächere Auslandsnachfrage, der langsamer anziehende Konsum und straffere Finanzierungskonditionen. 4

Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug, aber für eine grundsätzliche Entwarnung ist es noch zu früh. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) dürfte die Teuerungsrate im laufenden Jahr auf jahresdurchschnittlich 6,1% zurückgehen und sich im kommenden Jahr mehr als halbieren, auf 2,7 %. Die Teuerung von Energie lässt stark nach und auch bei Nahrungsmitteln ist sie deutlich rückläufig. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) erreicht erst im laufenden Jahr ihren Höhepunkt von 5,1%. Im kommenden Jahr geht auch sie deutlich auf 3,0 % zurück. Dann stellen Lieferengpässe kein so großes Problem mehr dar, und die Gewinnmargen normalisieren sich. Die geldpolitische Straffung entfaltet zunehmend ihre Wirkung. Ab 2025 lässt das starke Lohnwachstum deutlicher nach, wenngleich es weiter hoch bleibt. Daher geht die Kernrate graduell weiter auf 2,3 % im Jahr 2026 zurück. Die Gesamtrate ermäßigt sich auf 2,2 %. Sie liegt damit immer noch auf erhöhtem Niveau. Verglichen mit der Projektion des Bundesbank Monatsberichts Juni wurde die Inflationsrate 2024 spürbar und 2025 leicht abwärts revidiert. 5

Die Märkte erholen sich in 2024, nicht zuletzt durch den ETF-bedingten Nachfrageschub sowie eine makroökonomische Aufhellung schneller als erwartet. Wir erwarten insgesamt einen günstigen Verlauf der Geschäftsentwicklung im Jahr 2024.

Erwartete Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren für 2024

4 Siehe: Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023: Monatsberichtsaufsatz Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung - Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S.1
https://www.bundesbank.de/resource/blob/920342/b4a237de9f9288ffa511a87e5ae75c73/mL/2023-12- prognose-data.pdf

5 Siehe: Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023: Monatsberichtsaufsatz Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung - Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026, S.1
https://www.bundesbank.de/resource/blob/920342/b4a237de9f9288ffa511a87e5ae75c73/mL/2023-12- prognose-data.pdf

Durchschnittliche Handelsvolumina - diese Kennzahl bildet den durchschnittlichen Kunden Trade ab. Wir streben für das Jahr 2024 ein durchschnittliches Handelsvolumen von € 1-3.000 pro Kunde an.

Die Neukundenanzahl - diese Kennzahl repräsentiert alle verifizierten Neukunden. Wir rechnen mit ca . 350.000-450.000 Neukunden in 2024.

Die aktiven Kunden - diese Kennzahl bildet alle aktiven Traders ab, die mindestens einmal im Monat gehandelt haben. Hier rechnen wir damit, dass 45 % der Neukunden auf unserer Plattform aktiv traden werden. Zusätzlich gehen wir davon aus, dass wir ca. 40% der bereits bestehenden Kunden "aktiv" halten.

Strategische Partnerschaften: Im Rahmen dieser Vereinbarung werden dem Kunden einer Gesellschaft die Möglichkeit geschaffen, Krypoassets auf der Bitpanda Plattform direkt in der eigenen App zu handeln. Dies ist schwer abzuschätzen, aber wir rechnen mit bis zu 3-5 neuen strategischen Partnerschaften. Je nach Größe des Partners, können Verhandlungen und die Time-to-Market zu Verschiebungen führen.

3.2. Chancenbericht

Die Bitpanda Asset Management GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, in ihrem Kernmarkt Deutschland der führende Anbieter für Kryptowertehandel und -verwahrdienstleistungen zu werden. Dabei soll der Zugang unkompliziert, sicher und schnell sein und damit ein überdurchschnittliches Kundenerlebnis geschaffen werden. Der Kundenservice zeichnet sich einerseits durch einen hohen Grad an Self Service Funktionen aus, andererseits stehen deutschsprachige Servicekräfte rund um die Uhr zur Verfügung. Somit ist die BAM besonders gut für eine starke Expansion in Deutschland gerüstet und wird mittelfristig aufgrund ihres Produktangebotes und der hervorragenden Kapitalisierung weitere Neukunden anziehen sowie Kunden der Konkurrenz abwerben. Unsere Marketingkonzepte berücksichtigen dies bereits.

Bislang hat sich die Bitpanda Asset Management GmbH auf Privatkunden und strategische Partnerschaften fokussiert. Die Erweiterung hin zu institutionellen Kunden in Deutschland, in Verbindung mit der innovativen Kryptoverwahrmethodik, besetzt eine Nische und kann zu einem Katalysatoreffekt führen. Diesen könnte einerseits in der Marktdurchdringung, andererseits in einer Erhöhung der Cross Selling Quote innerhalb der Gruppe resultieren.

In Abhängigkeit vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld rechnen wir mit 350.000 bis zu 450.000 Neukunden im Folgejahr. Diese möchten wir mit Angeboten zu einem durchschnittlichen Tradingvolumen >1.000 - 3.000 EUR und mehr als einem Trade pro Monat bringen.

3.3. Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagement und -Controlling sowie eine angemessene Kontrollumgebung, die zum Schutz der Kunden beiträgt.

Das Geschäftsmodell ist wenig komplex.

Vor dem Hintergrund von Größe und Komplexität des Instituts wurden als wesentliche Geschäftsrisiken die folgenden Risiken identifiziert:

• Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko resultiert aus den liquiden Mitteln der Bitpanda Asset Management GmbH sowie den Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft. Für die liquiden Mittel wird dabei ein Risikogewicht von 20% angewendet, das basierend auf Art. 121 CRR für Institutionen ohne ein Rating, das Länder-Rating verwendet wird. Für die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft wird ein Risikogewicht von 100% genommen, da die Muttergesellschaft ebenfalls kein Rating hat und somit Art. 122 CRR zur Anwendung kommt. Das Adressenausfallrisiko beträgt zum Prüfungsstichtag T€ 1.648,5. In Ermangelung von Kundenbeständen, bestehen keine Adressenausfallrisiken gegenüber Kundenbeständen.

• Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko wird im Rahmen der Säule 1 mithilfe des Basisindikatoransatzes gemäß Artikel 315f CRR ermittelt. Da die Gesellschaft erst seit November 2022 als Finanzdienstleisterin agiert und keine dreijährige Historie vorliegt, wird dabei die Ertragsplanung über die nächsten drei Jahre herangezogen. Dabei werden die Positionen Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge herangezogen und ein Durschnitt über die nächsten drei Jahre gebildet, von welchem 15% mit 12.5 multipliziert werden um den Gesamtrisikobetrag für das operationelle Risiko zu ermitteln.

Die Bitpanda Asset Management GmbH handelt mit Krypto Assets und bietet daneben Kryptoverwahrdienstleistungen an. Sie hält keinerlei Kundeneinlagen und führt Kauf- und Verkaufsaufträge als Eigenhandel im Rahmen eines unmittelbaren Back-to-Back Trading mit der Muttergesellschaft Bitpanda GmbH aus. Die Bitpanda Asset Management GmbH weist daher keine Bestände im Handelsbuch auf. Daher besteht kein Marktpreisrisko.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft stark mit der Muttergesellschaft hinsichtlich Infrastruktur und täglicher Prozesse angewiesen. Um Betriebsrisiken zu mindern, verwendet die Gesellschaft eine Schadensfalldatenbank, die alle Risikoereignisse dokumentiert und somit Einblicke und Optimierungsmöglichkeiten im Falle der Materialisierung von Risiken bietet.

Die Bitpanda Asset Management GmbH unterhält Forderungen an Kl, die mit dem Standardrisikogewicht gemäss CRR als Adressenausfallrisiko Berücksichtigung finden. Die liquiden Mittel bestehen ausschließlich aus Bankguthaben. Aufgrund der bestehenden Kostenerstattungsvereinbarung mit der Muttergesellschaft, die eine Laufzeit bis Ende 2024 aufweist, ist eine ausreichende Liquidität auch für die absehbare Zukunft gegeben.

Die Bitpanda Asset Management GmbH hat eine eigene AML- und Compliance-Funktion etabliert. Bei der Identifizierung der Kunden greift sie auf die Dienstleistungen der Schwestergesellschaft, Bitpanda Payments GmbH, zurück. Ebenso wurde eine eigene Risiko Management und Controlling Funktion eingerichtet. Diese arbeitet eng mit dem Risiko Management der Muttergesellschaft zusammen und erhält Zugriff auf die Daten der Muttergesellschaft. Mangels Verlusthistorie wird im Bereich der Compliance Risiken, Modellrisiken, Reputationsrisiken, Kryptoverwahrung und rechtlichen Risiken mit Werten aus einem Self Risk Assessment gearbeitet. Ebenso werden die Risiken aus dem Handel mit Kryptowerten sowie dem Staking mithilfe von Self Risk Assessments ermittelt, die auf der durchschnittlichen Kauf- bzw. Verkaufsorder beruhen. Diese Daten wurden im Anschluss mithilfe eines OpRisk Modells mit verschiedenen Konfidenzniveaus simuliert.

Die Gesellschaft führt kein eigenes Handelsbuch, daher ist sie nicht direkt von Marktpreisrisiken betroffen. Alle Trades werden sofort Back-to-Back mit der Muttergesellschaft, Bitpanda GmbH, gehandelt. Alle aus dem Back-to-Back-Handel entstehenden Risiken werden vollständig im operativen Risikomanagementsystem abgebildet und verwaltet und sind im Business Continuity Setup der Muttergesellschaft vollständig abgedeckt.

Das Liquiditätsrisiko für das Kundengeschäft wird von der Bitpanda Gruppe getragen und gesteuert, die sowohl die Finanzierungslage als auch die Kundenliquidität sicherstellt. Die Kundengelder der Bitpanda Asset Management GmbH Kunden befinden sich ausschließlich bei unserem E-Geld-Institut Bitpanda Payments GmbH und werden von diesem auf dem Treuhandkonto eines Europäischen Einlagenkreditinstitutes gehalten. Die Geschäfts- und Eigenkapitalkonten der Bitpanda Asset Management GmbH befinden sich bei einer Bank im EEA Raum. Das Liquiditätsrisiko ist im Gegenpartei- und Kreditrisiko von Bitpanda GmbH abgedeckt. Die vollständige Dokumentation befindet sich in einem separaten ILAAP-Dokument.

Die Risikosituation der Bitpanda Asset Management GmbH ist angemessen. Per 31. Dezember 2023 betrug die Risikodeckungsmasse TEUR 2.416. Die (harte) Kernkapitalquote lag bei 30,56%. Dies ist auch auf die gute Eigenkapitalsituation der Bitpanda Asset Management GmbH zurückzuführen.

Die Bitpanda Asset Management GmbH bietet ihre Leistungen über die Webapplikation sowie eine Handy Applikation der Bitpanda GmbH an. In dieser Applikation sind auch weitere Dienstleistungen der Bitpanda Gruppe verfügbar, die unter der Maßgabe des Europäischen Passes angeboten werden. Dies bedeutet, dass der Kunde auch mit der Schwestergesellschaft, der Bitpanda Payments GmbH und ggfs. weiteren Bitpanda Gesellschaften kontrahiert.

Zukünftige Herausforderungen

Die Bitpanda Asset Management GmbH ist derzeit eine von nur wenigen in Deutschland regulierten Anbietern von Kryptowertehandels- und -verwahrdienstleistungen. Dies wird sich durch eine Vielzahl an Mitwettbewerbern in den kommenden Monaten ändern bzw. sobald die ersten passportfähigen MiCAR Lizenzen erteilt wurden. Im Anschluss ist eine Differenzierung von den Mitwettbewerben besonders wichtig. Dies erfolgt einerseits in der stetigen Ausweitung der Kryptowertepalette sowie deren Stakingmöglichkeiten, der Ausweitung der Kundengruppen, dem Angebot innovativer und überdurchschnittlich sicherer Verwahrlösungen sowie der verstärkten Zusammenarbeit mit am Markt etablierten, traditionellen Finanzdienstleistern. Daneben ist die Bitpanda Asset Management GmbH fokussiert, mögliche Verlustrisiken zu steuern, zu überwälzen und durch ein starkes, internes Kontrollumfeld zu vermeiden. Die Bitpanda Asset Management GmbH verfügt über ausreichende Mittel, um eintretende Verluste abdecken zu können, allerdings ist sie sowohl operativ als auch finanziell stark von der Muttergesellschaft abhängig. Wesentliche externe Einflüsse gehen dabei von den folgenden Sachverhalten aus.

• Die makroökonomische Umgebung

Die makroökonomische Umgebung hat sich in den vergangenen Monaten wesentlich schneller und stärker erholt als erwartet. Insbesondere der robuste Arbeitsmarkt und die höheren Lohnabschlüsse sowie die Zinserwartung sind für unser Hauptkundensegment "Retailkunden" wichtig. Daher erwarten wir in diesem Jahr hauptsächlich Konkurrenz von den Mitwettbewerbern. Diesem Risiko wird durch die konsequente Erweiterung des Produktportfolios sowie der Ausweitung der Zielkundengruppen Rechnung getragen.

• Das regulatorische Umfeld

Das regulatorische Umfeld wird sich durch die Verabschiedung der MiCAR, Markets in Crypto Assets Regulation, sowie dem TFR, Travel Rule Regime, weiterhin verschärfen. Das stark IT-abhängige Geschäft wird ebenfalls durch die zum 17. Januar 2025 in Kraft tretende DORA beeinträchtigt. Diese Verstärkung der Anforderungen erhöht die Markteintrittsschranken auf dem Europäischen Markt. Aufgrund der bereits etablierten Prozesse und der insbesondere in Deutschland hohen Anforderungen an Krytoeigenhändler, ist die Bitpanda Asset Management GmbH in vielen Bereichen bereits jetzt gut gerüstet. Dennoch können die Anforderungen und deren Umsetzungaufwand erst nach der Verabschiedung der Level II Maßnahmen konkret beurteilt werden. Die Bitpanda Asset Management GmbH erfüllt mit ihrem Compliance Programm die sehr hohen Anforderungen an CRR Kreditinstitute in Deutschland.

Im Jahr 2023 hat die Bitpanda Asset Management GmbH die erste planmäßige Sonderprüfung gemäß § 44 KWG absolviert. Die BaFin hatte bereits im Rahmen der Lizensierung angekündigt, dass alle Kryptoeigenhändler und -verwahrer, denen eine entsprechende Lizenz erteilt wurde, binnen 12 Monaten nach Geschäftsaufnahme einer Sonderprüfung unterzogen werden. Die Prüfungsankündigung lautet auf den Bereich der Geschäftsorganisation. Dabei wurden insbesondere die Bereiche Risk Management, Outsourcing, Organisation und Geschäftsverteilung, IT Security, IT Operations und Krypto Custody zum Prüfungsgegenstand. Die Prüfung wurde am 13. Oktober 2023 mit einem Closing Meeting abgeschlossen, währenddessen ein Sachverhaltsabgleich erfolgte.

4. Nachtragsbericht

Zum 29. Februar 2024 ist der am 15. Januar 2024 eingestellte Outsourcing Officer aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Der Nachfolger nimmt seine Tätigkeit zum 1. Juli 2024 in Berlin auf. Am 7. März 2024 haben wir den finalen Prüfungsbericht der BaFin erhalten, dessen Beantwortung wir fristgemäß am 28. März 2024 eingereicht haben. Zum 31. März 2024 haben wir unserem Risk Officer die Kündigung zum Ende der Probezeit ausgesprochen. Das Risk Management wird bis zur Neubesetzung kommissarisch durch die Geschäftsleiterin Veronique Breidert geleitet. Ein neuer Risk Officer wird zum 1.September 2024 die Tätigkeit in Berlin aufnehmen. Ein weiterer Geschäftsleiter ist im Bestellungsprozess, doch fehlen noch zwei behördliche Unterlagen, die sich seit dem 29. Januar 2024 in Beantragung befinden und am 16. Mai 2024 erneut beantragt wurde. Daher wird die Gesellschaft weiterhin von nur zwei Geschäftsleitern geführt.

Am 21. März 2024 wurde eine strategische Partnerschaft mit der Landesbank Baden-Württemberg unterzeichnet. Diese erfolgt mit einem Phase-In und wenigen Kunden, so dass wir bislang keine Berücksichtigung in unserem Forecast vorgenommen haben.

5. Zusammenfassende Beurteilung

Die Geschäftsführung schätzt den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens in Bezug auf das Geschäftsjahr 2023 als eine im Rahmen der anhaltend schwierigen Marktumstände positiver ein und rechnet mit einer deutlichen Steigerung der Provisionserträge in 2024. Aufgrund des Marktumfeldes erwartet die Bitpanda Asset Management GmbH ein ausgeglichenes Ergebnis bzw. einen geringen Überschuss aus dem originären Geschäft. Die BAM erhält in 2024 noch einen entsprechenden Kostenausgleich der Muttergesellschaft, wodurch das Fortbestehen der Gesellschaft gesichert ist.

 

Berlin, 30. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Lukas Enzersdorfer-Konrad

Véronique Breidert

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bitpanda Asset Management GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bitpanda Asset Management GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bitpanda Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 30. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Protze, Wirtschaftsprüfer

Drotleff, Wirtschaftsprüfer

HR B 258842, Amtsgericht Charlottenburg (Berlin)

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Mai 2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 i. H. v. € 40.736,61 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.