dogado GmbH
Antonio-Segni-Straße 11, 44263 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Sellmann seit 2.3.2026 | Geschäftsführer |
Florian Dr. Kopshoff seit 8.2.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Michael Hagemeier seit 19.3.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
One.com Group AB | 99.00% |
DogadoEigenbeteiligung | 1.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dogado GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 30. September 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Aufstellung erfolgt unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 Satz 1 und 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Durch die Umstellung des Geschäftsjahres auf einen vom Kalenderjahr abweichenden Zeitraum ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023. Im Vergleich hierzu umfasste das Geschäftsjahr 2022 zwölf Monate. Insofern ist die Vergleichbarkeit nur sehr eingeschränkt gegeben. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Abschreibung von geringwertigen Anlagegütern wird analog zu den steuerrechtlichen Vorschriften für alle Anlagegüter unter 800,00 EUR vorgenommen, wobei keine Sammelposten gebildet werden. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt:
Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird ausgeübt. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB sind nicht Teil der Herstellungskosten. Die Eigenschaften als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand für die Entwicklungsprojekte werden anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung konkretisiert. Ein Teil der "Eigenleistungen" wird auch durch einen externen Projektdienstleister erstellt. Der Dienstleister ist vollumfängliches Teammitglied und unterliegt der Regie der dogado GmbH. Das Herstellungsrisiko wird hierbei ebenfalls von der dogado GmbH getragen. Der Ausweis innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Bruttomethode sowohl in den Eigenleistungen unter Posten 3 "Andere Aktivierte Eigenleistungen", als auch in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" unter Posten 8. Darüber hinaus werden von verbundenen Unternehmen verrechnete Entwicklungsleistungen direkt als Zugang im Anlagevermögen aktiviert. Über die Aktivierung hinausgehende Entwicklungs- oder Forschungsleistungen sind nicht angefallen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten beinhalten dabei auch Anschaffungsnebenkosten sowie variable Kaufpreisbestandteile aufgrund von Earn-Out-Klauseln, deren Voraussetzungen erst zukünftig mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. Soweit die Notwendigkeit besteht, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit dem ihnen am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Stellt sich nach einer außerplanmäßigen Abschreibung heraus, dass die Gründe nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag erfasst, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis der individuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gebildet. Dabei werden auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in dem Ausmaß berücksichtigt, deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz gemäß § 274 Abs. 1 HGB unverrechnet angesetzt. Latente Steuern umfassen auch solche der Organgesellschaften. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verschmelzung Am 3. April 2023 bzw. 27. Juni 2023 wurde die Verschmelzung der cionix GmbH (Falkensee) bzw. filoo GmbH (Gütersloh) mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023 auf die dogado GmbH (aufnehmende Gesellschaft) zu Zwischenwerten durchgeführt. Es handelte sich um sogenannte Aufwärtsverschmelzungen der Tochtergesellschaften auf die zugehörige Muttergesellschaft. Beide Gesellschaften übertrugen ihr Vermögen als Ganzes im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme mit allen Rechten und Pflichten. Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden erfolgte mit dem sog. erfolgsneutralen Zwischenwert zum Verschmelzungsstichtag, d.h. es wurden stille Reserven und Lasten in den Reinvermögen der beiden übertragenden Rechtsträger in dem Umfang aufgedeckt, dass ihr jeweiliger Wert dem Buchwert der untergehenden Anteile bei der dogado GmbH entsprach. Die Zahlen des Berichtszeitraums sind aufgrund der Verschmelzungen nur eingeschränkt mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit werden die im Zuge der Verschmelzung übernommenen Bilanz- und GuV-Posten der cionix GmbH und filoo GmbH angeführt: cionix GmbH:
filoo GmbH:
3. Angaben zu Posten der Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der Einzelposten des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) wird in der Anlage zum Anhang dargestellt. 3.2 Selbst geschaffene, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Dieser Posten betrifft Entwicklungskosten in Höhe von 3.693.396,89 EUR (Vorjahr: 2.588.483,91 EUR), welche vollständig als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden. Es fielen im Unternehmen keine Forschungskosten an. Aktivierte Entwicklungskosten werden nur dann als immaterielle Vermögensgegenstände bilanziert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört unter anderem, dass die Entwicklungskosten eindeutig einem bestimmten Projekt zugeordnet werden können und dass eine wirtschaftliche Realisierbarkeit des Projekts gegeben ist. 3.3 Kundenstämme Die Zugänge bei den Kundenstämmen resultieren aus der Verschmelzung der o.g. Gesellschaften auf die dogado GmbH. Diese unterliegen einer linearen Abschreibung mit einer betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Ermittlung der Nutzungsdauer basiert auf Erfahrungssätzen und lässt sich durch unsere langfristigen Kundenbeziehungen begründen. 3.4 Anteile an verbundenen Unternehmen
1) Mit diesen Gesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge, in denen sich die Abführungsverpflichteten verpflichten, ihren ganzen Gewinn bzw. Verlust an die dogado GmbH abzuführen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden die Beteiligung an der cionix GmbH (Falkensee) und filoo GmbH (Gütersloh) rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die dogado GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. Die im Rahmen der Verschmelzungen entstandenen Differenzbeträge wurden als Kundenstämme aktiviert. 3.5 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthält Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 5.165.854,13 EUR (Vorjahr: 5.149.217,19 EUR). Weiterhin sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.341.487,38 EUR (Vorjahr: 2.794.906,00 EUR) sowie Umsatzsteuer-Forderungen gegen Organgesellschaften von 731.507,70 EUR (Vorjahr: 282.501,08 EUR) enthalten. Des Weiteren enthält der Bilanzposten eine phasengleiche Aktivierung von Dividendenansprüchen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 15.320.071,55 EUR (Vorjahr: 11.098.602,52 EUR). 3.6 Aktive und passive latente Steuern Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die zugrundeliegenden Sachverhalte (= Bemessungsgrundlage) der aktiven und passiven latenten Steuern betrafen:
Die Bewertung erfolgte mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen für die Gewerbesteuer (3,5 % mit Hebesatz von 485 %), die Körperschaftsteuer (15 %) und den Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Körperschaftsteuer). Der Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 32,8 %. 3.7 Eigenkapital Die Posten des Eigenkapitals entwickelten sich im Jahresvergleich wie folgt:
Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus einer Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage in Form einer anderen Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die Gesellschafterin. Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB betreffen solche aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und betragen 2.481.962,71 EUR. 3.8 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
3.9 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Im Dezember 2022 wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der dogado Group an die internationale Privat Equity Gesellschaft Cinven und den führenden globalen Investor Ontario Teacher ́s Pension Plan Board unterzeichnet. Der Vorgang wurde zum 22. März 2023 wirksam durchgeführt. Im Rahmen dessen wurde die langfristige Fremdfinanzierung abgelöst. 3.10 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise mit üblichen Eigentumsvorbehalten besichert. 3.11 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 23.320.199,88 EUR), Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 39.753.893,79 EUR (Vorjahr: 34.302.342,11 EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Zinsen in Höhe von 1.645.480,35 EUR (Vorjahr: 1.320.486,78 EUR). Weiterhin bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 242.718,09 EUR (Vorjahr: 434.182,69 EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.741.173,81 EUR (Vorjahr: 1.468.682,34 EUR). 4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der dogado GmbH werden grundsätzlich über die Vertragslaufzeit realisiert. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine taggenaue Abgrenzung. Eine Ausnahme gilt für die zeitpunktbezogene Realisierung von Vermittlungsleistungen von Domains und SSL-Zertifikaten. Diese werden im Zeitpunkt der Vermittlung realisiert. 4.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung. Zu diesen zählen erstmalig Integrationskosten zur Integration der dogado.group in die group.one in Höhe von 1.607.454,97 EUR , Aufwendungen für Beratungskosten im Zusammenhang mit der Integration von Firmenkäufen in Höhe von 790.676,24 EUR sowie Aufwendungen für M&A-Aktivitäten von 328.151,40 EUR. 5. Sonstige Angaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen zukünftige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die sich auf insgesamt 8.551.320,75 EUR (Vorjahr: 4.936.588,34 EUR) belaufen. Ferner bestehen sonstige Dienstleistungsverpflichtungen in Höhe von 2.115.577,61 EUR (Vorjahr 1.101.798,07 EUR). Die Restlaufzeiten umfassen einen Zeitraum von 1 bis 89 Monaten (Vorjahr: 3 bis 98 Monate). Das Mietgeschäft ermöglicht die liquiditätsschonende Nutzung von Vermögensgegenständen für das Unternehmen. Die Risiken dieser Geschäfte bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen. 5.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Angestellten betrug 149 (Vorjahr: 131). 5.3 Konzernzugehörigkeit Die dogado GmbH war bis zum 21. März 2023 ein Mitglied der European Directories Gruppe. Mit Closing vom 22. März 2023 wurde die dogado GmbH mit ihren Tochtergesellschaften an die Group.one veräußert. Die dogado GmbH wird seither in den Konzernabschluss der One.com Group AB, Schweden, einbezogen, die einen befreienden Konzernabschluss nach den Regelungen der International Financial Reporting Standards erstellt. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für sowohl den kleinsten als auch größten Kreis von verbundenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in 211 20 Malmö, Carlsgatan 3, erhältlich. 5.4 Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung wurde im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr von folgenden Personen ausgeübt: • Daniel Hagemeier (Chief Executive Officer) • Dr. Claus Boyens (Chief Operating Officer) (bis 12. Juni 2023) • Marcel Chorengel (Chief Architect) (bis 30. September 2024, HR Eintragung 9. Oktober 2024) Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Der vormals bestehende durch die Satzung gesteuerte Beirat der Gesellschaft ist durch eine Satzungsänderung im Rumpfgeschäftsjahr im Zusammenhang mit der neuen Eigentümerstruktur aufgelöst worden. Bis zur Auflösung gehörten dem Beirat im Rumpfgeschäftsjahr folgende Personen an: • Björn Osterloff (EDSA-Beiratsmitglied oder Vorsitzender) • Gabriele Pulvermüller (Chief Financial Officer der dogado GmbH und von den Gesellschaftern itc capital GmbH und ecases GmbH entsendetes Mitglied) • Neil Robson (von der Gesellschafterversammlung gewähltes Mitglied) 5.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDer in der Bilanz zum 30. September 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 9.856.084,79 EUR wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. 5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Mit Eintragung im Handelsregister vom 8. Februar 2024 sind Herr Dr. Florian Kopshoff und Herr Stephan Wolfram als Geschäftsführer der dogado GmbH bestellt worden. Herr Stephan Wolfram ist mit Eintragung im Handelsregister vom 21. März 2024 als Geschäftsführer aus dem Unternehmen ausgeschieden. Mit der group.one Holding DACH GmbH (ehemals sotus 860. GmbH), Düsseldorf als herrschendem Unternehmen wurde am 27. August 2024 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. Die Zustimmung der Gesellschafterversammlung erfolgte am 27. August 2024 sowie die Eintragung in das Handelsregister am 04. September 2024. Die aus dem Gewinnabführungsvertrag folgende ertragsteuerliche Organschaft hat auch zur Folge, dass die zum 30. September 2023 bilanzierten latenten Steuern im Geschäftsjahr 2024 erfolgswirksam ausgebucht wurden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Rumpf-Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Dortmund, den 23. Januar 2025 Daniel Hagemeier Dr. Florian Kopshoff Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 30. September 2023
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell und ProduktportfolioDie dogado GmbH (im Folgenden auch "dogado" genannt) unterstützt Geschäftskunden bei der Digitalisierung ihres Unternehmens. Dazu stellt dogado Hosting- und Cloud-Dienstleistungen sowie Software-Anwendungen bereit, die einerseits Website-bezogene Dienstleistungen, wie z.B. Domains, Webhosting, Server oder Website-Erstellung umfassen, andrerseits aber auch Unternehmensanwendungen wie z.B. Hosted Exchange, Online-Backup oder Office365. Das Ziel von dogado ist es, seinen Kunden zum Online-Erfolg zu verhelfen, indem das Unternehmen proaktiv unterstützt und Kunden umfassend von der Problemstellung bis zur Lösung begleitet. Dogados Produkte und Touchpoints sind übersichtlich und benutzerfreundlich gestaltet. Durch ein solides anorganisches Wachstum sowie durch das Erreichen einer kritischen Größe bietet das Unternehmen Stabilität als Partner sowie Breite in Leistungen und Expertise. Dogado unterscheidet innerhalb des Produktangebots die Geschäftsbereiche Domains, Webhosting, Pro & Partners (Hosting-Infrastruktur für gehobene Anforderungen) sowie Digital Marketing (Website-Serviceleistungen). Domain und Webhosting Angebote richten sich dabei vor allem an Kunden, die z.B. ihre Geschäftsideen entwickeln und in diesem Zusammenhang eine Domain sichern möchten. Sobald sie die Idee konkretisiert haben, bietet dogado Webhosting-Produkte, oder alternativ Angebote zur Erstellung von Webseiten durch dogado an, welche den Online-Auftritt des Unternehmens begleiten. Wenn Kunden und Bedürfnisse wachsen, stellt dogado Server- und Infrastruktur-Produkte bereit, welche im Geschäftsbereich Pro & Partners standardisiert und teilindividualisiert angeboten werden. Am 2. und 3. Dezember 2022 haben die Gesellschafter der dogado GmbH einen Vertrag zur Übernahme von allen Geschäftsanteilen durch die Sotus 860. GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, abgeschlossen. Die Übernahme stand Ende 2022 unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen. Diese Bedingungen wurden am 22. März 2023 erfüllt, sodass die dogado GmbH seit diesem Zeitpunkt Teil der Konzernstruktur der group.one (one.com Group AB, Malmö, Schweden), einem führenden europäischen Anbieter von Online-Präsenz, Cloud-Hosting und digitalen Marketingdienstleistungen, ist. 1.2. GeschäftsstrategieDogado bedient primär kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Markt für Domain, Hosting und Cloud-Dienstleistungen. In diesen Märkten strebt dogado ein marktkonformes Wachstum an (organisches Wachstum). Darüber hinaus verfolgt dogado konsequent eine "Buy-and-Build-Strategie" (anorganisches Wachstum). Im Rahmen der anorganischen Wachstumsstrategie werden Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen akquiriert. Durch die Zusammenlegung können neue Produkt-, Markt- und Kundenzugänge erschlossen werden. Außerdem werden durch die zunehmende Gesamtgröße des Unternehmens typische Skaleneffekte erreicht, um dauerhaft profitabel zu wirtschaften. Die dogado GmbH und sämtliche Tochterunternehmen haben in den vergangenen Jahren mehr als 34 Akquisitionen durchgeführt, wodurch ein schnelles Wachstum möglich wurde. 1.3. Forschung und EntwicklungDas Unternehmen verbessert laufend sein Produktangebot durch eigene und externe Entwicklungsleistungen. Darüber hinaus werden Entwicklungsleistungen für intern genutzte Softwareprogramme durchgeführt, sowohl in der dogado GmbH als auch anderen Gruppenunternehmen. Forschungsaktivitäten verfolgt das Unternehmen nicht. Im Bereich Entwicklung (inkl. System Engineers) sind zum 30. September 2023 35 Mitarbeitende (Vorjahr 33) beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Wirtschaft stabilisierte sich im Jahr 2023 auf niedrigem Niveau. Nach einem guten Start in das Jahr 2023 zeigte sich eine deutliche Verlangsamung über die Sommermonate. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen sowie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die wirtschaftliche Aktivität. Wurde sowohl für Deutschland als auch für Europa ursprünglich ein Wachstum im BIP von 3,6 % bzw. 2,9 % prognostiziert, so lag der tatsächliche Wert für das Jahr 2023 in Deutschland bei -0,3 % und in Europa bei 0,4 %. Für die Weltwirtschaft schätzt man für den gleichen Zeitraum ein Gesamtwachstum von 3,3 %. Der Krieg in der Ukraine ging auch nicht spurlos an der Digitalbranche vorbei. Der Bitkom-ifo-Digitalindex zeigt das Geschäftsklima in der Digitalbranche auf. Während 2021 noch deutlich durch die Corona-Krise geprägt war, zeigte sich zu Beginn 2022 eine kurzfristige Erholung, welche sich im Laufe des Jahres deutlich eintrübte. Erst gegen Ende des Jahres 2022 und bis zu den Sommermonaten des Jahres 2023 zeigte sich das Geschäftsklima in der Digitalbranche wieder auf einem Erholungskurs. In der zweiten Hälfte des Jahres 2023 nahm der Digitalindex analog zu der gesamtwirtschaftlichen Leistung wieder ab. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft liegen die Ergebnisse des Bitkom-ifo-Digitalindex deutlich über der Entwicklung. So liegt die Geschäftslage im September 2023 in der Digitalbranche (ITK) bei 5,9 Punkten, in der Gesamtwirtschaft jedoch bei -12,6 Punkten (Quelle: Bitkom-ifo-Digitalindex, September 2023). Das bedeutet, dass in der ITK-Branche die Geschäftslage Ende September 2023 durchschnittlich als gut angesehen wird, in der Gesamtwirtschaft jedoch durchschnittlich als unsicher bezeichnet wird. Zudem hat sich gezeigt, dass die Digitalbranche in einem weitaus geringeren Maße von den derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen betroffen wurde als andere Wirtschaftszweige. 2.2. GeschäftsverlaufDer Hosting Markt ist in den vergangenen Jahren jährlich gewachsen. Das organische Wachstum lag bei dogado im Marktdurchschnitt. Dabei entwickelten sich verschiedene Produktsegmente in den Marktsegmenten unterschiedlich stark. Die Branchenentwicklung sowie die der dogado stellt sich wie folgt dar: So ist das Markt-Segment der Domains und Webhosting für kleinere und mittlere Unternehmen demnach in den Jahren 2020-22 um 5-6 % gewachsen. Dieser Anstieg wurde zu ca. gleichen Teilen durch Volumenwachstum, also den Gewinn neuer Kunden, und Wertwachstum, also die Anpassung von Preisen, erzielt. Es wird erwartet, dass die jährlich durchschnittliche Wachstumsrate (CAGR = Compound Annual Growth Rate) im Domain Markt auf 6 % (2022-2026) leicht ansteigt. So wurden im Geschäftsjahr 2023 netto über 230.000 weitere .de-Domains registriert. Der de-Domains-Markt wuchs um 1,3 % in 2023 (denic.de) und de ist damit eine der am schwächsten wachsende Domain-Endung im Marktsegment. Für den Bereich Webhosting für kleinere und mittlere Unternehmen werden ebenfalls Wachstumswerte mit einem CAGR von 6 % (2022-26) in den kommenden Jahren prognostiziert. dogado ist es gelungen, im Domain- und Webhosting Segment einen organischen Zuwachs im Rahmen des Marktwachstums zu erzielen. Der Markt-Bereich von Pro & Partners wächst mit einem CAGR von 15 % (2019-2026). dogado verbuchte in diesem Markt ein Wachstum von 9 %. Das Rumpfgeschäftsjahr 2023 war bei der dogado GmbH von zwei Akquisitionen geprägt. So wurden im Februar bzw. März 2023 jeweils im Rahmen eines Sharedeals die filoo GmbH, Gütersloh, bzw. die cionix GmbH, Falkensee, erworben. Beide Gesellschaften wurden rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die dogado GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen. 2.2.1. Ertragslage dogado GmbH
(Hinweis: hierbei handelt es sich um eine interne betriebswirtschaftliche Darstellung, in der die Zugliederungen einzelner Aufwandsbereiche nicht exakt den Positionen der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen; nicht berücksichtigt sind hier die etwaig abzuführenden Finanzergebnisse der Tochtergesellschaften) Durch die Umstellung des Geschäftsjahres auf einen vom Kalenderjahr abweichenden Zeitraum ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023. Im Vergleich hierzu umfasste das Geschäftsjahr 2022 zwölf Monate. Insofern ist die Vergleichbarkeit nur sehr eingeschränkt gegeben. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf die oben beschriebenen Transaktionen zurückzuführen. Zur besseren Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte zeigt die folgende Tabelle die Werte der cionix GmbH sowie folgend die Werte der filoo GmbH für das Geschäftsjahr 2022. cionix GmbH:
filoo GmbH:
Der Jahresumsatz stieg im Berichtsjahr trotz des kürzeren Berichtszeitraums um 10 % auf 28,5 Millionen EUR (Vorjahr: 25,8 Millionen EUR), wobei das Wachstum auch auf die Verschmelzung mit der cionix GmbH und filoo GmbH zurückzuführen ist. Die darin enthaltenen Umsätze mit verbundenen Unternehmen sind insbesondere durch die gestiegene Anzahl der Gruppenunternehmen von 3,7 Millionen EUR auf 5,3 Millionen EUR gestiegen. Die Materialaufwendungen stiegen um 11 % und damit leicht überproportional zu den Umsatzerlösen an, was auf ein erhöhtes Einkaufsvolumen durch gestiegene Umsätze, unter anderem durch Verschmelzungen und Akquisitionen, sowie Preissteigerungen in der Beschaffung zurückzuführen ist. Insbesondere das verstärkte Server-Geschäft und Domain-Registrierungen führten zu höheren Kosten, vor allem bei Energie- und Registrierungskosten für internationale Domains. Die sonstigen Erlöse enthalten im Wesentlichen "andere aktivierte Eigenleistungen" in Höhe von rund 1,3 Millionen EUR (im Vorjahr ca. 1,0 Millionen EUR) und orientieren sich nicht an den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften. Die sonstigen betrieblichen Erträge der handelsrechtlichen GuV sind insbesondere mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der betriebswirtschaftlichen Darstellung saldiert. Die Personalkosten erhöhten sich um 33 %, was maßgeblich auf die Überführung der Mitarbeitenden der cionix GmbH und der filoo GmbH sowie den Ausbau der Administration zurückzuführen ist. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die dogado GmbH 176 Mitarbeitende (Vorjahr 144). Die operativen Personalkosten entwickelten sich analog zum Umsatzwachstum. In der betriebswirtschaftlichen Darstellung sind auch Verrechnungen von Personalkosten verbundener Unternehmen enthalten, die handelsrechtlich im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen werden. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der betriebswirtschaftlichen Darstellung ist im Wesentlichen auf eine Normalisierung des Marketingbudgets sowie den Wegfall der Geldbeschaffungskosten der Refinanzierung zurückzuführen. Die Finanzierungsstruktur der dogado GmbH wurde im Zuge der Integration in die group.one durch die Muttergesellschaft abgelöst, so dass keine weiteren Refinanzierungs- und Geldbeschaffungskosten von der dogado GmbH zu tragen waren. Die oben beschriebenen Akquisitionen und die Integration in die Struktur der group.one verursachten zusätzliche einmalige Kosten für Berater und Integrationsaktivitäten in Höhe von 2,7 Millionen EUR (Vorjahr: 1,1 Millionen EUR), die ebenfalls innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der betriebswirtschaftlichen Darstellung gezeigt werden. Aufgrund der überproportional gestiegenen Umsatzerlöse und einer deutlichen Reduzierung der um Refinanzierungs- und M&A-Aufwendungen adjustierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag das EBITDA des operativen Geschäfts ("Adjusted EBITDA") im Rumpfgeschäftsjahr 2023 um rund 2,0 Millionen EUR über dem Adjusted EBITDA des Vorjahres. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 5,3 Millionen EUR, was im Vergleich zum Vorjahr auf Neuinvestitionen in das immaterielle Anlagevermögen einschließlich erworbener Kundenstämme zurückzuführen ist. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 beinhaltet der Posten Erträge aus Beteiligungen Gewinne aus der phasengleichen Aktivierung von Dividendenansprüchen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 11,1 Millionen EUR. Der Rückgang von 25,5 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR beruht auf einem Sondereffekt im vorangegangenen Geschäftsjahr (Ausschüttung und Verrechnung Bilanzgewinn eines verbundenen Unternehmens). Daneben wurden Gewinne aus abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 5,1 Millionen EUR vereinnahmt. Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich aus Ertragsteuern i.H.v. 0,6 Millionen EUR für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 sowie einem Ertrag aus der Auflösung von latenten Steuern i.H.v. 0,5 Millionen EUR zusammen. Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres 2023 beträgt 9,9 Millionen EUR (Vorjahr: 19,8 Millionen EUR). 2.2.2. VermögenslageDie Kundenstämme stiegen durch Akquisitionen von 18,6 Millionen EUR im Jahr 2022 auf 35,8 Millionen EUR im Jahr 2023. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände stiegen durch Entwicklungsleistungen für neue Automatisierungssysteme von 2,6 Millionen EUR auf 3,7 Millionen EUR. Die Investitionen in Sachanlagen ("CAPEX") bestehen hauptsächlich aus der Anschaffung von neuen Servergeräten und stiegen in Summe von 3,0 Millionen EUR auf 4,2 Millionen EUR an. Durch eine Darlehensforderung gegen Gesellschafter stiegen die Finanzanlagen von 192,0 Millionen EUR in 2022 auf 201,9 Millionen EUR in 2023 an. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 0,6 Millionen EUR (30. September 2023: 2,5 Millionen EUR.; Vorjahr: 1,9 Millionen EUR), was insbesondere aus erbrachten, aber noch nicht fakturierten Leistungen resultiert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Gewinnabführungen oder -ausschüttungen aus den mit den inländischen Tochterunternehmen geschlossenen Gewinnabführungsverträgen sowie aus der phasengleichen Aktivierung von Dividendenansprüchen. 2.2.3. Finanzlage und KapitalstrukturUnter der Berücksichtigung des Jahresüberschusses von 9,9 Millionen EUR und insbesondere einer Einlage in die Kapitalrücklage i.H.v. 149,6 Millionen EUR in Verbindung mit einem deutlichen Rückgang der Verbindlichkeiten ergab sich eine Eigenkapitalquote von 77,0 % per 30. September 2023 im Vergleich zu 21,8 % per 31. Dezember 2022. Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die geleisteten Earn-Out-Payments (bedingte Kaufpreiszahlungen für Firmenakquisitionen bei Erreichen vereinbarter Ziele) zurückzuführen. Der vollständige Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 118,2 Millionen EUR) resultiert, wie oben beschrieben, aus der Tilgung des Kreditrahmens im Zusammenhang mit dem Anteilseignerwechsel in 2023. Auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kam es zu einer Umschichtung, da einerseits Gesellschafterdarlehen rückgeführt wurden und andererseits gruppeninterne Darlehen aufgestockt wurden. Die Fremdkapitalquote ist im Vorjahresvergleich aufgrund der Tilgung der zur Verfügung gestellten Geldmittel wesentlich gesunken und betrug am Ende des Geschäftsjahres 2023 23 % (78 % in 2022). Entsprechend der Vereinbarung zwischen der Gesellschafterin und der Gesellschaft im Rahmen des Anteilkaufvertrages erfolgte die Tilgung des Rückzahlungsteilbetrags im Wege einer Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft und führte so einer wesentlichen Stärkung des Eigenkapitals. Als Finanzierungsinstrument nutzt die dogado GmbH Darlehen, welche sie bei ihren Tochterunternehmen aufnimmt. So bestanden zum Jahresende Darlehensverbindlichkeiten bei den Tochterunternehmen in Höhe von 39,8 Millionen EUR (34,3 Millionen EUR in 2022). Insgesamt ist der Bestand der liquiden Mittel um 3,0 Millionen EUR gesunken; dies insbesondere aus der Gewährung eines Darlehens gegen die neue Gesellschafterin. Durch die Tilgung des Kreditrahmens der Banken ist die Zinslast deutlich gesunken. Vor dem Hintergrund des Rückgangs der zinstragenden Verbindlichkeiten um 76 % von 164,4 Millionen EUR auf 39,8 Millionen EUR, verminderte sich auch der Zinsaufwand um 45 % (von 6,2 Millionen EUR auf 3,4 Millionen EUR). Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Tilgung der Bankverbindlichkeiten unterjährig erfolgte und dass der Zinsaufwand des Rumpfgeschäftsjahres 2023 nur neun Monate im Vergleich zu 12 Monaten im Vorjahr umfasst. 2.2.4. Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus des Unternehmens auf den Kennzahlen "Umsatz" und "Adjusted EBITDA". Die Entwicklung dieser Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr wurde oben bereits ausführlich erläutert. 2.2.5. GesamtaussageDurch organisches Wachstum und weitere Unternehmenszukäufe konnte der Umsatz im Geschäftsjahr um 10 % gesteigert werden. Durch die gleichzeitigen Einsparungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und insbesondere der Einmalaufwendungen aus der Refinanzierung konnte das Ergebnis ("Reported EBITDA") im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Das EBITDA aus dem operativen Geschäft ("Adjusted EBITDA") ist mit 5,6 Millionen EUR weiterhin deutlich positiv und um 50 % über dem Vorjahr gestiegen. Im Vergleich zu unserer Planung für das Geschäftsjahr 2023 wurden die Umsatzerlöse leicht unterschritten und ein Adjusted EBITDA in Kombination von Kosteneinsparungen und der oben aufgeführten Akquisition/Verschmelzung nahezu auf Planwert erwirtschaftet. Die Vermögenslage wurde im Rumpf-Geschäftsjahr durch die Auswirkungen der Unternehmensakquisitionen und der Tilgung der Refinanzierung gestärkt. Darüber hinaus investiert das Unternehmen laufend in die für die Produkte erforderliche IT-Infrastruktur. Das Unternehmen sicherte durch aktives Finanzmanagement seine Liquidität und war im Geschäftsjahr stets in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 3. PrognoseberichtIn Deutschland stagnierte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023. Gründe waren u.a. der Mangel an Aufträgen und auch ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Stützend für die Konjunktur war lediglich der private Konsum. Die Prognose der deutschen Wirtschaft deutet auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Inflationsrate wird zurückgehen. Aktuell geht das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose aus Dezember 2024 davon aus, dass das BIP im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht schrumpfen wird (-0,1 %). Für die Inflationsrate erwartetet das ifo Institut eine Gesamtinflationsrate von 2,2 % (Vorjahr 5,9 %). Für die Arbeitslosenquote rechnet man mit einem leichten Anstieg von 5,7 % in 2023 auf 6,0 % in 2024. Es wird erwartet, dass der CAGR für Webhosting in Deutschland im Zeitraum 2024-2029 bei 16,92 % liegen wird. Das daraus resultierende Marktvolumen in Deutschland würde dann bei ca. 18,22 Milliarden EUR im Jahr 2029 liegen (www.statista.com). Dogado ist durch die breite Produktpalette und durch verschiedenen Kundenzugänge gut aufgestellt, um dieses Marktwachstum zu begleiten. In Kombination des absoluten Marktwachstums, der Nutzung zunehmender Skaleneffekte in der group.one Unternehmensgruppe und der diversifizierten Positionierung in drei deutschsprachigen Märkten erwarten wir weiterhin ein leichtes, am Markt orientiertes Umsatz- und Adjusted EBITDA-Wachstum bei zeitgleicher Optimierung der Margen- und Finanzlage. Die Geschäftsführung erwartet im Budget 2024 einen Anstieg des organischen Umsatzes im ähnlichen Ausmaß wie in den letzten Jahren. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts liegen wir bei unseren finanziellen Leistungsindikatoren leicht unter Planung. 4. Chancen- und RisikoberichtDas Geschäftsmodell von dogado ist auch Risiken ausgesetzt. Als größte Bedrohung sieht das Management die Cyber-Kriminalität, welcher das Unternehmen durch vielfältige Absicherung begegnet. So werden neben der kontinuierlichen Überprüfung und Aktualisierung/Weiterentwicklung von Systemen, Prozessen und Technologien, auch Methoden der Risikosplittung ("Blast Radius") eingeführt. Ein Schwerpunkt ist dabei der Schutz der Kundeninfrastruktur von unbefugten Zugriffen mit dem Ziel die Vertraulichkeit und Integrität zu gewährleisten und die zugesicherte Verfügbarkeit sicherzustellen. Auch Krisenverhaltenstraining und Krisenkommunikation sind essentieller Bestandteil der Absicherung. Es wurden Maßnahmen getroffen, um das Management der Informationssicherheit und die eingesetzten Sicherheitskomponenten weiterzuentwickeln. Für diesen Zweck setzt das Unternehmen umfangreiche interne Informationssicherheitskampagnen um und betreibt ein zertifiziertes Informations-Sicherheitsmanagementsystem (ISMS) auf Basis ISO27001. Des Weiteren spielt die Sensibilisierung der Mitarbeitenden im Umgang mit personenbezogenen Daten, wie Kundendaten, als auch im Umgang mit Unternehmensinformationen eine außerordentlich wichtige Rolle. Aus diesem Grund strebt die dogado GmbH auch die Zertifizierung des Datenschutz-Informations-Managementsytems nach ISO27701 im Geschäftsjahr 2024/2025 an. Weitere Risiken ergeben sich aus der gesamtwirtschaftlichen Lage: • Durch wiederkehrende Umsätze, welche auf Dauerverträgen basieren, ist dogado gesamtwirtschaftlichen Einflüssen nur in geringem Maße ausgesetzt. • Eine sich verschlechternde ökonomische Gesamtlage könnte zu einer sinkenden Nachfrage an Leistungen des Unternehmens führen. In vorausgegangenen Krisenlagen (9/11, GFC, EUR Krise) hat sich allerdings eine hohe Resilienz der Industrie gezeigt. • Unternehmerische Risiken resultieren aus der Knappheit von benötigtem Personal. Es gibt Herausforderungen, zeitnah hoch qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Das Management sieht eine Lösung dieses Themas darin als Arbeitnehmer attraktiv zu sein und misst dazu beispielsweise den Employee NPS, um die Effektivität der Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zu prüfen. Zusätzlich setzt man auf Headhunter, um Kern-Positionen zu besetzen. Ein weiteres Tool, welches sich als effiziente Hilfe zeigt, ist die Direktansprache von passenden Personen, welche auf diversen Netzwerken identifiziert werden. • Durch die anhaltende Ukraine Krise sieht das Management das Risiko einer weiteren Verunsicherung der Wirtschaft und damit eine Verzögerung geplanter Web-Projekte. Dies würde möglicherweise das Wachstum im Server & Infrastruktur-Segment bremsen. Zuletzt konnte ein sich verlangsamendes Wachstum im klassischen Domainmarkt festgestellt werden. Diese Lage wurden unternehmerisch erkannt und durch das strategische Programm "STEP UP" adressiert, dessen Kern-Element es ist, zukunftsfähige Produkte in Wachstumsmärkten in das Leistungsportfolio zu integrieren. Erste Leistungen aus dem SaaS-Bereich (z.B. Online-Buchung von Terminen/Akquisition des Anbieters "Shore") wurden bereits durch M&A-Aktivität hinzugefügt. Eine Herausforderung für die Zukunft ist es, mit den technologischen Innovationen Schritt zu halten und Produkte auf den Markt zu bringen, die dem aktuellen Stand der Technik und den Wünschen der Konsumenten entsprechen. Die erfolgreiche Entwicklung der Produktpalette zeigt, dass die dogado GmbH in der Lage ist, den technologischen Fortschritt zu nutzen, um seinen Kunden auch in Zukunft zeitgemäße Produkte und Services anbieten zu können, die deren Bedürfnisse bestmöglich entsprechen. Darüber hinaus strebt das Unternehmen mit seinem strategischen Programm "STEP UP" eine Vorreiterrolle im Markt an, indem es sich als integrierter Anbieter umfassender digitaler Leistungen für kleine und mittelständische Unternehmen positioniert. Chancen für die Geschäftsentwicklung sieht das Management in der immer noch zunehmenden Digitalisierung der Geschäftsmodelle und Prozesse kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Nachfrage nach Dienstleistungen zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen und -prozessen wächst demnach weiterhin und in Teilmärkten beschleunigt. Für die anorganische Wachstumsstrategie sieht dogado sowohl in Deutschland als auch in Österreich und in der Schweiz weitere Akquisitionsmöglichkeiten. Nach Einschätzung der Geschäftsführung haben sich insgesamt Umfang und Gefährdungspotential der Risiken gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. Auf Grund der weiter zunehmenden Bedeutung der von dogado angebotenen Produktsegmente und der Ausdehnung des Geschäfts in neue Geschäftsfelder, rechnet das Management mit einer positiven Unternehmensentwicklung im kommenden Geschäftsjahr.
Dortmund, den 23. Januar 2025 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die dogado GmbH, Dortmund, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der dogado GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dogado GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. Januar 2025 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer Kathrin Jaeger, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 23. April 2025 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat unter dem Datum vom 23. April 2025 beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 9.856.084,79 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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