Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 12260
Eingetragen
15.7.2009
Branche
ElektrizitätshandelWärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel (Einkauf und Vertrieb) von Energie und Energieträgern sowie die Erbringung von hiermit in Zusammenhang stehenden Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen sowie die Durchführung der Beschaffung von Energien in Form von Portfoliomanagement durch kurz- und langfristige Terminkontrakte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Raabe
seit 12.8.2025
Vorstandsmitglied
Christian Krause
seit 26.2.2024
Prokura
Andreas Schmieg
seit 8.4.2022
Vorstandsmitglied
Johannes Päffgen
seit 8.4.2022
Vorstandsmitglied
Thomas Muster
seit 6.10.2014
Vorstandsmitglied
Sven Iwersen
seit 15.7.2009
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Contigo Energie AG

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 23.505.240,00 21.720.838,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.236,00 41.089,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.236,00 41.089,00
II. Sachanlagen 85.004,00 79.749,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.004,00 79.749,00
III. Finanzanlagen 23.400.000,00 21.600.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.500.000,00 21.000.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.800.000,00 0,00
3. Beteiligungen 1.100.000,00 600.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 59.348.101,16 49.160.893,58
I. Vorräte 0,00 213,06
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 213,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.459.169,38 17.088.637,72
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.880.181,02 4.162.889,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.836.511,96 3.264.490,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.742.476,40 9.661.257,59
III. Wertpapiere 3.446.601,10 2.805.447,57
1. Sonstige Wertpapiere 3.446.601,10 2.805.447,57
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.442.330,68 29.266.595,23
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 99.191,66 73.659,61
82.952.532,82 70.955.391,19

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 7.489.545,15 5.285.451,65
I. Gezeichnetes Kapital 2.750.000,00 2.750.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 2.750.000,00 2.750.000,00
II. Gewinnrücklagen 275.000,00 264.022,54
1. Gesetzliche Rücklage 275.000,00 244.022,54
2. Andere Gewinnrücklagen 0,00 20.000,00
III. Bilanzgewinn 4.464.545,15 2.271.429,11
B. RÜCKSTELLUNGEN 12.790.203,53 14.021.239,13
1. Steuerrückstellungen 1.199.807,00 248.141,00
2. Sonstige Rückstellungen 11.590.396,53 13.773.098,13
C. VERBINDLICHKEITEN 62.672.784,14 51.648.700,41
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.264.656,09 14.753.355,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.752.686,15 101.897,54
3. Sonstige Verbindlichkeiten 37.655.441,90 36.793.447,13
- davon gegen stillen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 184.226,56)
- davon aus Steuern: EUR 1.440.398,83 (Vorjahr: EUR 2.388.773,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.744,28 (Vorjahr: EUR 4.208,38)
82.952.532,82 70.955.391,19

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 187.222.542,56 138.027.327,74
a) Erlöse 201.368.264,43 153.630.188,07
b) Strom- und Energiesteuer -14.145.721,87 -15.602.860,33
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.348.395,05 2.044.657,82
3. Gesamtleistung 194.570.937,61 140.071.985,56
4. Materialaufwand -173.395.103,12 -127.198.987,24
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -166.821.787,94 -120.550.759,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.573.315,18 -6.648.227,76
5. Rohergebnis 21.175.834,49 12.872.998,32
6. Personalaufwand -6.221.631,13 -5.112.761,50
a) Löhne und Gehälter -5.494.911,55 -4.481.665,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -726.719,58 -631.096,27
7. Abschreibungen -65.745,20 -67.586,87
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -65.745,20 -67.586,87
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.856.502,12 -3.927.533,92
9. Betriebsergebnis 6.031.956,04 3.765.116,03
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 28.448,14
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.060.138,62 147.474,06
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 132.930,50 (Vorjahr: EUR 76.919,21)
12. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -64.627,37 -232.299,20
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.524,12 -185.958,38
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 184.226,56)
14. Finanzergebnis 976.987,13 -242.335,38
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.381.849,67 -1.217.025,05
16. Ergebnis nach Steuern 4.627.093,50 2.305.755,60
17. Sonstige Steuern -3.000,00 -2.924,64
18. Jahresüberschuss 4.624.093,50 2.302.830,96
19. Vortrag -148.570,89 83.739,70
20. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 148.570,89 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage 128.570,89 0,00
b) aus anderen Gewinnrücklagen 20.000,00 0,00
21. Einstellungen in Gewinnrücklagen -159.548,35 -115.141,55
a) in die gesetzliche Rücklage -159.548,35 -115.141,55
22. Bilanzgewinn 4.464.545,15 2.271.429,11

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

I. Allgemeine Angaben

Die Contigo Energie AG hat ihren Sitz in Bochum und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter der Nr. HRB 12260 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des Aktiengesetzes (AktG) in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Vorjahreszahlen werden in TEUR und in Klammern angegeben.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Going-concern

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde (going-concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen.

Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches sind nicht geändert worden.

Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Etwaige Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen wurden berücksichtigt.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert worden.

Die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten jeweils EUR 250,00 nicht übersteigen, wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, wurde ein Sammelposten gebildet, der unabhängig von der individuellen Nutzungsdauer eine fiktive Nutzungsdauer von fünf Jahren unterstellt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten bewertet worden. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Soweit der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger war als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Niederstwertprinzip), ist dieser Wert angesetzt worden.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von EUR 199.494,87 (TEUR 252) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital wird in Euro geführt. Es beträgt zum Abschlussstichtag EUR 2.750.000,00 (TEUR 2.750) und ist voll eingezahlt.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.750.000 auf den Namen des Aktionärs lautende, nennwertlose Stückaktien.

Gewinnrücklagen

Gemäß § 150 AktG sind 5% des Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die gesetzliche Rücklage einzustellen bis 10% des Grundkapitals erreicht sind. Nach einer Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage in Höhe von EUR 128.570,89 wird die gesetzliche Rücklage zum 31. Dezember 2023 über eine Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 159.548,35 auf EUR 275.000,00 aufgestockt. Dies entspricht 10% des Grundkapitals der Gesellschaft.

Rückstellungen

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 11.590.396,53 enthalten folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang annehmen:

31.12.2023
EUR
Endabrechnungen mit Kunden und Lieferanten 9.060.527,57
Personalaufwendungen 2.327.797,07
Jahresabschluss und Jahresabschlussprüfung 123.700,00
Übrige Rückstellungen 78.371,89
11.590.396,53

Die Rückstellung für Endabrechnungen wurde auf Grundlage vorliegender oder geschätzter Verbrauchsmengen berechnet.

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien und Provisionen. Diesen liegen die vertraglichen Vereinbarungen mit den Mitarbeitern zugrunde. Zudem werden Rückstellungen für Personalaufwendungen für Jahresabschlussarbeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Art der Sicherheit wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel hingewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.264.656,09 23.264.656,09 - - - -
(14.753) (14.753) - - - -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.752.686,15 1.752.686,15 - -
(102) (102) - - - -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 37.655.441,90 37.655.441,90 - - - -
(36.793) (36.793) (-) - - -
- davon aus Steuern 1.440.398,83 1.440.398,83 - - - -
(2.389) (2.389) - - - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.744,28 4.744,28 - - - -
(4) (4) - - - -
Gesamt 62.672.784,14 62.672.784,14 - - -
(51.648) (51.648) (-) - - -

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Gegliedert nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzstruktur:

2023
EUR
2022
EUR
Stromlieferungen 123.462.499,50 94.423.132,80
Gaslieferungen 72.867.348,79 55.431.186,02
Strom- und Energiesteuer -14.145.721,87 -15.602.860,33
Dienstleistungen 5.038.416,14 3.775.869,25
187.222.542,56 138.027.327,74

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen EUR 30.984,97 (TEUR 36) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf EUR 2.381.849,67 (TEUR 1.217) und entfällt in Höhe von EUR 2.337.272,11 (TEUR 1.217) auf das Berichtsjahr sowie in Höhe von EUR 44.577,56 (TEUR 0) auf das Vorjahr.

Ergänzung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 158 AktG

Gemäß § 158 AktG ist die Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt fortzuführen:

2023
EUR
2022
EUR
Jahresüberschuss 4.624.093,50 2.302.830,96
Vortrag -148.570,89 83.739,70
Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage 128.570,89 0,00
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 20.000,00 0,00
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 159.548,35 115.141,55
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Bilanzgewinn 4.464.545,15 2.271.429,11

Der negative Vortrag ergibt sich aus einer Gewinnausschüttung.

IV. Sonstige Angaben

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.836.511,96 (TEUR 3.264) beinhalten in Höhe von EUR 614.738,27 (TEUR 744) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von EUR 153.789,53 (TEUR 419) sonstige Vermögensgegenstände.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 1.749.813,14 (TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt monatlich EUR 40.269,58. Es handelt sich im Einzelnen um:

- Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büro- und Lagerräume in Bochum von monatlich EUR 27.767,91 Kaltmiete. Die Verträge über die Büroräume haben mit einem Gesamtvolumen von EUR 1.061.586,82 eine Laufzeit von 38 Monaten bis zum 28.02.2027. Der Vertrag über Lagerräume hat eine Kündigungsfrist von 4 Wochen. Hieraus entstehen Verpflichtungen in Höhe von EUR 189,52.

- Verpflichtungen aus diversen Leasingverträgen der Volkswagen Leasing GmbH in Höhe von monatlich EUR 8.995,99. Die Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 37 Monaten mit einem Gesamtvolumen von EUR 215.520,14.

- Verpflichtungen aus einem Unterhaltsreinigungsvertrag von monatlich EUR 2.516,83. Der Vertrag hat eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Hieraus entstehen Verpflichtungen in Höhe von EUR 7.550,49.

- Verpflichtungen aus diversen kleineren Mietverträgen von monatlich EUR 988,85. Das Gesamtvolumen dieser Verpflichtungen beläuft sich auf EUR 13.962,81.

Angaben zum Anteilsbesitz

An folgenden Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag mindestens 20 % der Anteile gehalten:

Name Sitz Höhe der Beteiligung
%
Eigenkapital der Gesellschaft
EUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
EUR
Contigo Beteiligungsgesellschaft mbH Bochum 100,00 21.554.862,43 836.902,50
WEV Westdeutsche Energieversorgung GmbH Bochum 100,00 1.129.746,87 388.539,72

Wirtschaftsprüferhonorar

Das Wirtschaftsprüferhonorar beträgt EUR 28.000,00 (TEUR 25) und betrifft ausschließlich den Bereich der Abschlussprüfungsleistungen.

Angaben zur gesetzlichen Vertretung

Vorstände sind:

Muster, Thomas, Kassel, Kaufmann, Vorstandsvorsitzender
einzelvertretungsberechtigt
Iwersen, Sven, Essen, Dipl.-Ing. Vorstandsmitglied
gesamtvertretungsberechtigt
Schmieg, Andreas, Düsseldorf, Dipl.-Kfm., Vorstandsmitglied
gesamtvertretungsberechtigt
Päffgen, Johannes, Köln, Dipl.-Ing., Vorstandsmitglied
gesamtvertetungsberechtigt

Die nachfolgend genannten Personen bilden den Aufsichtsrat der Contigo Energie AG:

Herr Dipl.-Kfm., Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Gerhard Gaedecke, Hannover, Vorsitzender,

AUDITA Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover

Herr Dipl.-Ök. Carsten Gehnke, Geschäftsführer, Hannover, stellvertretender Vorsitzender,

Peter Schneider Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Hannover

Herr Prof. h.c. Dr. Guido Stannek, Langenhagen,

selbstständiger Strategie- und Restrukturierungsberater

Angaben zu den Arbeitnehmern

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 76 Angestellte, 6 Auszubildende und 1 Arbeiter beschäftigt.

Kredite und Vorschüsse

Kredite und Vorschüsse, über die nach § 285 Nr. 9 c HGB zu berichten ist, bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft erstellt als Muttergesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Dieser Teilkonzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

Die Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss der CFU Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hannover, einbezogen. Der Konzernabschluss der CFU Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH & Co. KG umfasst den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die CFU Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover stellt den befreienden Konzernabschluss auf in den der Konzernabschluss der Contigo Energie AG einbezogen wird. Die Contigo Energie AG nimmt die Befreiung gem. § 291 HGB in Anspruch und ist somit von der Pflicht befreit einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von EUR 1,55 (155 Eurocent) je Aktie (Gesamtausschüttung EUR 4.262.500,00) an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bochum, den 31. März 2024

gez. Thomas Muster, Vorstandsvorsitzender

gez. Sven Iwersen, Vorstand

gez. Andreas Schmieg, Vorstand

gez. Johannes Päffgen, Vorstand

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 616.638,25 0,00 14.700,00 601.938,25
616.638,25 0,00 14.700,00 601.938,25
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.900,79 49.882,21 4.095,06 462.687,94
416.900,79 49.882,21 4.095,06 462.687,94
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.000.000,00 0,00 -500.000,00 20.500.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.800.000,00 0,00 1.800.000,00
3. Beteiligungen 600.000,00 500.000,00 0,00 1.100.000,00
21.600.000,00 2.300.000,00 500.000,00 23.400.000,00
22.633.539,04 2.349.882,21 518.795,06 24.464.626,19
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575.549,25 20.853,00 14.700,00 581.702,25
575.549,25 20.853,00 14.700,00 581.702,25
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.151,79 44.892,20 4.360,05 377.683,94
337.151,79 44.892,20 4.360,05 377.683,94
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
912.701,04 65.745,20 -19.060,05 959.386,19
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.236,00 41.089,00
20.236,00 41.089,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.004,00 79.749,00
85.004,00 79.749,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.500.000,00 21.000.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.800.000,00 0,00
3. Beteiligungen 1.100.000,00 600.000,00
23.400.000,00 21.600.000,00
23.505.240,00 21.720.838,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Contigo Energie AG eine deutliche Steigerung des Umsatzes erzielen. Nach Abzug der Strom- und Energiesteuern ergeben sich Umsatzerlöse in Höhe von 187,2 Mio € (i.V. 138,0 Mio €). Dies ergibt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 35,64 %. Nimmt man die Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft WEV hinzu, ergibt sich eine Steigerung der Umsatzerlöse um 47,4 Mio. € bzw. um rund 29,3 %.

Auch das Geschäftsjahr 2023 war, wie bei vielen anderen Unternehmen, stark durch den Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Verwerfungen auf dem Energiemarkt geprägt. Gerade vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung der Umsatzerlöse eine besondere Leistung.

Die bisherige Entwicklung stellt sich im Überblick folgendermaßen dar:

Übersicht 19 - 21 2019 % RE 2020 % RE 2021 % RE
Rohergebnis 8.422.886 € 100,0% 8.446.762 € 100,0% 8.811.635 € 100,0%
Personal 4.090.175 € 48,6% 4.432.078 € 52,5% 4.366.287 € 49,6%
Abschreibungen 65.611 € 0,8% 46.470 € 0,6% 63.337 € 0,7%
Sonstiger Aufwand 1.437.207 € 17,1% 1.437.230 € 17,0% 1.500.295 € 17,0%
Gesamtkosten 5.592.994 € 66,4% 5.915.778 € 70,0% 5.929.919 € 67,3%
Betriebsergebnis 2.829.892 € 33,6% 2.530.984 € 33,0% 2.881.716 € 32,7%
Finanzergebnis -15.471 € 0,2% 27.180 € 0,3% -34.195 € 0,4%
Ergebnis vor Steuern 2.814.421 € 33,4% 2.558.164 € 30,3% 2.847.521 € 32,3%
Jahresergebnis - € 0,0% 690.205 € 8,2% 1.890.875 € 21,5%
Liquidität 12.910.268 € 16.300.949 € 14.214.102 €
Eigenkapital 2.770.000 € 3.460.205 € 4.797.620 €
Bilanzsumme 46.949.651 € 50.670.537 € 54.600.387 €
Belieferte Zählpunkte 16.120 16.660 17.210
Absatzmenge Strom GWh 661 606 523
Absatzmenge Gas GWh 787 910 1.154
Mitarbeiter 83 89 88
Übersicht 22-23 2022 % RE 2023 % RE
Rohergebnis 12.872.998 € 100,0% 21.175.834 € 100,0%
Personal 5.112.762 € 39,7% 6.221.631 € 29,4%
Abschreibungen 67.587 € 0,5% 65.745 € 0,3%
Sonstiger Aufwand 3.927.534 € 30,5% 8.856.502 € 41,8%
Gesamtkosten 9.107.882 € 70,8% 15.143.878 € 71,5%
Betriebsergebnis 3.765.116 € 29,2% 6.031.956 € 28,5%
Finanzergebnis -242.335 € -1,9% 976.987 € 4,6%
Ergebnis vor Steuern 3.522.781 € 27,4% 7.008.943 € 33,1%
Jahresergebnis 2.305.756 € 17,9% 4.624.094 € 21,8%
Liquidität 29.266.595 € 24.442.331 €
Eigenkapital 5.285.452 € 7.489.545 €
Bilanzsumme 70.955.391 € 82.952.533 €
Belieferte Zählpunkte 15.892 15.862
Absatzmenge Strom GWh 474 420
Absatzmenge Gas GWh 1.076 996
Mitarbeiter 75 88

Das Rohergebnis 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Personalaufwendungen sind ebenfalls gestiegen. Dies ist auf gestiegene Gehälter und einen Anstieg bei der Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen. Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf Einzelwertberichtigungen auf den Forderungsbestand und Aufwendungen im Zuge der Bilanzkreisabrechnung für das Geschäft der Schwestergesellschaft Impuls Energy Trading GmbH zurückzuführen. Die Contigo Energie AG ist mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise sehr zufrieden.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird, zuzüglich der Entnahmen aus Gewinnrücklagen und abzüglich der Einstellung in die gesetzliche Rücklage, als Bilanzgewinn ausgewiesen. Das Eigenkapital steigt damit deutlich auf 7.489,5 T€.

2. Marktentwicklung 2023

Die Energiekrise im Jahr 2022 ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hat den Großhandelspreis sowohl für Strom als auch für Gas auf ein noch nie dagewesenes unvorstellbar hohes Niveau getrieben. Panik auf den Märkten, unterstützt durch Berichte aus Politik und Medien über eine mögliche Erdgasknappheit führten im Sommer 2022 zu einem Preisanstieg beim Strom auf fast 1.000 EUR/MWh und beim Gas auf über 300 EUR/MWh. Durch hohe Speicherstände, einen milden Winter und durch erfolgreiche Einsparmaßnahmen bei den Verbrauchern in Deutschland entspannte sich der Preis bis zum Jahresende wieder.

Der Einstiegspreis beim Strom im Jahr 2023 für das Frontjahr lag bei 214,27 EUR/MWh, was auch gleichzeitig der Jahreshöchstpreis war. Das ganze Jahr 2023 war geprägt durch einen kontinuierlichen Preisrückgang. Der abwärtsstrebende Preistrend mit gutem LNG-Angebot und sich stetig füllenden Speichern fand Mitte Juni allerdings erstmals ein Ende. Die Nervosität am Gasmarkt griff aufgrund langanhaltender Ausfälle an norwegischen Gasanlagen und Unsicherheiten um die französischen KKW auch auf den Strommarkt über. Auch hielten Prognosen für einen eher heißen, trockenen Juli in Europa die Preise hoch. Mit einer höheren Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien stabilisierten sich die Strompreise und durchbrachen Mitte Juni die 150 € Marke. Das Sommerhoch lag am 15.06.2023 bei 153,12 EUR/MWh. Die Kurse erholten sich dann aber wieder und der Abwärtstrend setzte sich bis in den Oktober fort. Der Kurs fiel auf rund 114 EUR/MWh. Kurzzeitig stieg der Preis durch den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober nochmals auf fast 140 EUR/MWh an. Allerdings war dies nur ein kurzes Aufbäumen, denn seit Mitte Oktober fiel der Preis durch weiterhin gute Fundamentaldaten wie volle Gasspeicherfüllstände in Deutschland und Europa, sehr milde Temperaturen für diese Jahreszeit, eine geringe industrielle Nachfrage, gute Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke und eine hohe Einspeisung erneuerbaren Energien bis zum Jahresende kontinuierlich ab. Der Schlusskurs Ende 2023 pendelte sich bei rund 100 EUR/MWh ein.

Der durchschnittliche deutsche Großhandelspreis für Strom lag 2023 bei nur noch 137,26 EUR/MWh. Er reduzierte sich um fast die Hälfte gegenüber dem Vorjahr (2022 bei 234,49 Euro/MWh).

Die Strompreisentwicklung im Jahr 2023 veranschaulicht die im Folgenden abgebildete Grafik.

Chart

Preisentwicklung Strom im Kalenderjahr 2023 für das Lieferjahr 2024

Der Abwärtstrend der Großhandelspreise 2023 im Strom hatte auch seine Ursache im ebenfalls fallenden Preis für CO 2 -Emissionszertifikake. Die Entwicklung des CO 2 -Preises von 2008 bis 2023 zeigt folgende Grafik.

Chart

Preisentwicklung CO 2 -Zertifikate 2008 bis 2023 (Quelle: ICE, Refinitiv Eikon, Darstellung Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt))

Der Europäische Emissionshandel (EU-ETS) wurde 2005 zur Umsetzung des internationalen Klimaschutzabkommens von Kyoto eingeführt und ist das zentrale europäische Klimaschutzinstrument. Für Ihren CO 2 -Ausstoß mussten die stromintensiven Unternehmen (Industrie und Energieerzeugung) Emissionsrechte erwerben. Jahrelang stagnierte der Preis für CO 2 -Zertifikate um die fünf Euro je Tonne, da zu viele Zertifikate auf dem Markt waren. Seit Mitte 2017 sind die EUA-Preise in Folge der letzten beiden Reformpakete zum EU-ETS deutlich gestiegen und haben neue Rekordwerte erzielt. Der bemerkenswerte Preisanstieg zeigt, dass die Reform des EU-ETS Vertrauen in den Markt zurückgebracht hat. Im ersten Quartal 2023 überschritt der EUA-Preis erstmals die 100 Euro-Marke und erreichte den höchsten Stand seit Beginn des EU-ETS im Jahr 2005 (siehe Abb. "Preisentwicklung für Emissionsberechtigungen (EUA) seit 2008). Im Laufe des Jahres 2023 fiel der CO 2 -Preis und beendete das Jahr bei rund 80 EUR je Tonne.

Vor 2021 hatten die reinen Stromkosten für die Kunden der Contigo Energie AG nur einen prozentualen Anteil von rund 20% an den Gesamtkosten ausgemacht. Inzwischen liegt dieser Anteil aufgrund der stark gestiegenen Strompreise und der ab Juli 2022 weggefallenen EEG-Umlage durchschnittlich bei ca. 50% der Gesamtkosten.

Gasseitig ist der Marktpreisverlauf 2023 vergleichbar mit der Strompreisentwicklung: Grundsätzlich ist auch hier ein kontinuierlicher Preisrückgang von Januar bis Dezember durch eine Entspannung am Markt festzustellen. Zu Beginn des Jahres stand der Preis für das CAL 24 noch bei knapp 80 EUR/MWh, Ende 2023 notierte der Preis bereits bei unter 40 EUR/MWh. Im Laufe des Jahres 2023 gab es dreimal eine Gegenbewegung nach oben: Erstmals stieg der Preis Anfang April aufgrund von Meldungen über ausfallende LNG Produktionen in Norwegen und einer unerwartet kalten Wetterlage an. Allerdings setzte die Korrektur nach unten kurze Zeit später wieder ein. Eine ausgefallene LNG-Produktion in Norwegen war auch der Grund für den zweiten Anstieg Mitte Juni 2023. Auch hier ließ der Markt kurze Zeit später aufgrund von guten Speicherfüllständen wieder nach. Der dritte Preisanstieg im Oktober 2023, hervorgerufen durch den Überfall der Hamas auf Israel, hielt ebenfalls nicht lange an, denn eine allgemeine Entspannung hervorgerufen durch milde Temperaturen, gute Speicherfüllstände und ein hohes Angebot begründete die bis zum Jahresende wieder fallenden Preise.

Der durchschnittliche Großhandelspreis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr 2022 von 118,45 EUR/MWh um über die Hälfte auf 53,45 EUR/MWh.

Die Gaspreisentwicklung im Jahr 2022 veranschaulicht die im Folgenden abgebildete Grafik.

Chart

Preisentwicklung Gas im Kalenderjahr 2023 für das Lieferjahr 2024

Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf des Rohölpreises im Jahr 2023. Wie schon im Vorjahr ist auch in 2023 festzustellen, dass die Preise für Strom und Gas nicht mehr so stark an der Rohölpreisnotierung gekoppelt sind, denn von einem kontinuierlichen Preisrückgang vom Jahresbeginn zum Jahresende kann man hier nicht sprechen. Am Anfang des Jahres notierte das Rohöl etwa bei 85 Dollar je Barrel, der Jahreshöchststand lag Ende September bei ca. 97 Dollar je Barrel und zum Jahresende fiel der Kurs wieder ab auf etwa 75 Dollar je Barrel.

Chart

Preisentwicklung Rohöl im Kalenderjahr 2023 (Quelle Tecson.de)

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Strom- und Gaspreisentwicklung in 2023 den Abwärtstrend des 2. Halbjahres 2022 fortgesetzt hat. Das hat dazu geführt hat, dass die Kunden der Contigo Energie AG nun auch wieder vermehrt bereit waren, langfristige Verträge abzuschließen.

Außerdem führte die Entwicklung dazu, dass wieder mehr Akteure auf den Energiemarkt zurückkamen und Ihre Vertriebsaktivitäten wieder aufgenommen haben. Dieser Umstand führte nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei der Contigo Energie dazu, dass sich die Wettbewerbssituation lieferantenseitig und damit die Einkaufssituation deutlich verbesserte.

Ein Ausblick in 2024 zeigt, dass ein Ende des Preisverfalls erreicht ist, denn in 2024 pendelt sich der Großhandelspreis bis in den Sommer hinein beim Strom zwischen 80 und 90 EUR/MWh und beim Gas zwischen 30 und 40 EUR/MWh ein. Für die Contigo Energie ist dies ein Marktumfeld, in dem sich weiter gute vertriebliche Ergebnisse erzielen lassen.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der Contigo Energie AG ist im Berichtsjahr wie schon in den vier vorangegangenen Jahren als positiv einzustufen.

Die Gesamterlöse verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 35,64 % (Vorjahr: Rückgang 1,05 %). Die Anzahl der belieferten Zähler verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,2 %. Die abgesetzten Energiemengen verringerten sich um ca. 8,7 %. Das Rohergebnis hingegen hat sich absolut um 8.303 T€ bzw. 64,50 % (Vorjahr: 4.061 T€ bzw. 46,09 %) erhöht.

Die Personalkosten stellen die größte Aufwandsposition dar. Ihr Anteil an den betrieblichen Aufwendungen beträgt ca. 41,1 % (Vorjahr: 56,1 %). Gegenüber dem Vorjahr ist diese Position um 1.109 T€ angestiegen (Vorjahr Anstieg: 746 T€).

Die Abschreibungen verringerten sich um 2 T€ (Vorjahr: Anstieg 4 T€). Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich um 4.929 T€ (Vorjahr: 2.427 T€).

Die Erhöhung des Rohergebnisses führte bei etwa proportionalem Anstieg der Gesamtkosten im Berichtsjahr zu einem um rd. 2.267 T€ höherem Betriebsergebnis. Die Contigo Energie AG weist daher einen Jahresüberschuss (nach Steuern) von 4.624 T€ aus. Die Ertragslage der Gesellschaft ist als positiv zu beurteilen.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist gesichert. Das Finanzmanagement ist darauf gerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Finanzmittelbestand zum Stichtag hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. € verringert. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich angestiegenen Bestand bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzmittel wurden in Höhe von 50 T€ für Investitionen in Sachanlagen und in Höhe von 2.300 T€ für Investitionen in Finanzanlagen verwendet.

Der Finanzmittelbestand der Contigo Energie AG stellt sich wie folgt dar.

1 + Jahresergebnis vor außerordentlichen Posten = JÜ 4.624.094
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des AV 65.745 €
3 +/- Zunahme/Abnahme der RSt - 1.231.036 €
4 +/- Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge - 57.906 €
5 -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des AV 242 €
6 -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Ford. LuL sowie anderer Aktiva - 14.979.099 €
7 +/- Zunahme/Abnahme der Verb. LuL sowie anderer Passiva 11.024.084 €
8 +/- Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten - €
9 = Cash-Flow aus der lfd. Geschäftstätigkeit - 553.875 €
10 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen AV - €
11 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/immaterielle AV - 50.389 €
12 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 500.000 €
13 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 2.300.000 €
14 +/- Einzahlungen/Auszahlungen aus dem Erwerb und dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen - €
15 = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit - 1.850.389 €
16 + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen - €
17 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen - €
18 - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter - 2.420.000 €
19 + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten - €
20 - Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten - €
21 = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 2.420.000 €
22 + Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (Summe aus Nr. 9, 15, 20) - 4.824.265 €
23 +/- Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands - €
24 + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 29.266.595 €
24 = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 24.442.331 €

Am Ende des Geschäftsjahres betrug der Finanzmittelbestand 24,44 Mio. €.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 16,91 % auf 82,95 Mio. € gestiegen (Vorjahr: Anstieg 29,95 %).

Wesentlicher Effekt ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem steht auf der Passivseite eine Erhöhung des Eigenkapitals und ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber.

Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr 7,49 Mio. € (Vorjahr: 5,29 Mio. €), die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 9,03 % (Vorjahr: 7,45 %).

Insgesamt ist die Vermögenslage der Gesellschaft als positiv zu beurteilen.

3.4 Entwicklung im Überblick

Kennzahl Formel 2020 2021 2022 2023
Ertragslage
EK-Rendite G/D * 100 19,95% 39,34% 43,57% 61,74%
GK-Rendite G/E * 100 1,36% 3,46% 3,25% 5,57%
Vermögenslage
Eigenkapitalquote D/E * 100 6,83% 8,79% 7,45% 9,03%
Anlagenintensität F/E * 100 40,81% 37,81% 30,61% 28,34%
Finanzlage
LIQ I A/B * 100 35,50% 28,54% 44,57% 32,39%
LIQ II (A+C)/B * 100 62,17% 67,46% 74,48% 78,38%
Cash Flow indirekt 3.390.680 € - 2.086.847 € 15.052.493 € - 4.824.265 €
Basiswerte
A - Kasse und Bank 16.300.949 € 14.214.102 € 29.266.595 € 24.442.331 €
B - Kurzfristiges Fremdkapital 45.920.627 € 49.802.766 € 65.669.940 € 75.462.988 €
C - Forderungen bis 1 Jahr 12.245.618 € 19.382.272 € 19.642.351 € 34.706.276 €
D - Eigenkapital 3.460.205 € 4.797.620 € 5.285.452 € 7.489.545 €
E - Gesamtkapital 50.670.537 € 54.600.387 € 70.955.391 € 82.952.533 €
F - Anlagevermögen 20.679.520 € 20.646.887 € 21.720.838 € 23.505.240 €
G - Jahresüberschuss 690.205 € 1.887.415 € 2.302.831 € 4.624.094 €

4 Prognosebericht

Die Ukraine-Krise kann grundsätzlich weiterhin einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Zu rechnen ist weiterhin mit einer Verschiebung in den Produkten der Contigo und weiterhin größeren Preisausschlägen. Für die folgenden Geschäftsjahre wird im Zusammenspiel mit der Tochtergesellschaft WEV ein Zuwachs der Gesamtleistung von mind. 5 % erwartet.

Das Forderungsmanagement wird weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit des Managements verlangen. Hier wurden jedoch bereits in den Vorjahren starke Controlling- und Sicherungssysteme eingeführt, so dass sich die Gesellschaft insgesamt gut aufgestellt fühlt.

Der starke Anstieg von Energiedienstleistungen in der Gesamtleistung wird für die kommenden Geschäftsjahre nur schwer zu halten sein. Dies hat sich bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr mit einem Rückgang dieser Dienstleistungen in Bezug auf die Gesamtleistung bemerkbar gemacht. Die in den letzten Jahren eingeleiteten internen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung werden konsequent ausgebaut und werden weiterhin zu einer Absicherung der Ertragslage führen.

Zudem gehen wir davon aus, dass wir auch in den kommenden Jahren eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorweisen können und auch in Zukunft unseren Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht nachkommen können.

Konkret gehen wir im Jahr 2024 von einem leicht steigenden Rohertrag von rd. 22 Mio. € aus. Nach Abzug der erwarteten Personalkosten i.H.v. 6,4 Mio. € und der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen von in Summe rd. 9,6 Mio. Mio. €, gehen wir von einem Betriebsergebnis i.H.v. rd. 6 Mio. € aus. Die Prognose des Finanzergebnisses ist nicht möglich, da hier auch ggf. eintretende kurzfristige Kursschwankungen von Aktien und Anleihen handelsrechtlich zu berücksichtigen wären.

Für das Jahr 2025 erwarten wir eine weitere leichte Erhöhung im Betriebsergebnis

5 Risiken und Chancen

5.1 Geschäftsmodell

Die unternehmerische Zielsetzung, mit der Energiekostensenkung von gewerblichen Kunden in Deutschland wirtschaftliche Erfolge zu erzielen, beruht auf zwei Säulen. Die Erste ist das Energieliefergeschäft. Hier nutzt die Contigo Energie AG die Erfahrung und Marktkenntnis um mittels interner Ausschreibungen für die Zielgruppe der Gewerbe- und Filialkunden langfristig günstige und sichere Beschaffungskonditionen anbieten zu können. Hierbei wird für jeden abgeschlossenen Kundenliefervertrag ein separater Beschaffungsvertrag abgeschlossen, der durch Synchronisation der Laufzeiten und Abnahmekonditionen sicherstellt, dass weder Preis- noch Mengenrisiken entstehen können.

Die zweite Säule des Geschäftsmodells umfasst eine Reihe von Dienstleistungsprodukten, mittels derer die Contigo Energie AG den Kunden hilft, alle übrigen Stellschrauben der Gesamtenergiekosten zu optimieren.

Hierbei werden Energiecontrolling-Systeme angeboten, die es den Kunden ermöglichen, an sämtlichen dezentralen Standorten, wie auch für eine Vielzahl von Messpunkten innerhalb eines Standorts die Energiekosten mengen- und wertmäßig zu budgetieren und online zu überwachen.

Darüber hinaus erbringt die Contigo Energie AG Dienstleistungen zur Optimierung von Netzentgelten und Abgaben. Auch können Kunden die Contigo Energie AG mit einem umfassenden Energie-Controlling beauftragen. In diesem Rahmen werden Ausschreibungen durchgeführt und nachfolgend Energierechnungen geprüft sowie der entsprechende Zahlungsverkehr abgewickelt und ein transparentes Berichtswesen bereitgestellt.

Schließlich unterstützt Contigo ihre Kunden bei der Analyse von Effizienz-Potenzialen und deren Umsetzung. Dies betrifft sowohl alle technischen Aspekte des effizienten Energieeinsatzes, als auch die Erzeugung dezentraler Energien in Kundenanlagen sowie die Durchführung von Energieaudits gemäß DIN 16247 oder die Begleitung bei der Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001.

5.2 Allgemeine Marktrisiken

Durch weiter gestiegene Energiepreise, Netzentgelte und Umlagen liegt für den Kunden ein besonderes Augenmerk auf der Energiebeschaffung, was auch durch einen stark zugenommenen Wettbewerb weiter verstärkt wird. Insbesondere kleinere Stadtwerke haben den Markt auch außerhalb ihres angestammten Versorgungsgebietes für sich entdeckt und nehmen fleißig am Wettbewerb teil. Dies führt dazu, dass nahezu jeder Kunde ohne großen Aufwand auf Anfrage viele Angebote bekommt.

Wie unter Ziffer 2 "Marktentwicklung" bereits beschrieben, steigt der prozentuale Anteil der reinen Energiekosten an den Gesamtkosten kontinuierlich an. Dieser Umstand von gestiegenen Energiekosten in Verbindung mit einer hohen Volatilität führt dazu, dass Lieferanten der Contigo Energie AG ihr Risikomanagement stärker im Fokus haben. Die Gefahr, dass bestehende Lieferanten weniger bzw. gar nicht anbieten, wächst damit an. Umso wichtiger ist es, ein gutes Lieferantenmanagement zu pflegen. Dies hat die Contigo Energie AG auch im Berichtsjahr kontinuierlich ausgebaut. Zudem ist die Contigo Energie AG stets auf der Suche nach neuen Lieferanten. So konnten auch im Berichtsjahr neue Lieferanten aufgebaut werden.

Mit ihrem ganzheitlichen Produktportfolio von der kaufmännischen bis zur technischen Optimierung bis hin zu einem EDV-gestützten Energiecontrolling hat sich die Contigo Energie gut aufgestellt und sieht sich gut gewappnet, auf dem Energiemarkt weiter wachsen zu können.

5.3 Kunden-/Forderungsausfallrisiko

Es werden ausschließlich gewerbliche Kunden beliefert. Üblicherweise werden die Energielieferverträge mit einer zweijährigen Laufzeit geschlossen. Vor dem Abschluss des Vertrags wird für Kunden eine Kreditwürdigkeitsauskunft eingeholt. Abhängig von der Bonitätsbeurteilung wird der Vertrag nur mit Zahlung einer Sicherheitsleistung abgeschlossen oder auch abgelehnt.

Die offenen Forderungen aus abgeschlossenen Lieferverträgen werden durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Neukunden werden in einem monatlich laufenden Prozess neu angefragt.

Das Zusammenwirken dieser Instrumente sichert die Realisierung der Forderungen effektiv ab.

Daneben bestehen Forderungen aus Ausleihungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Detaillierte Unterlagen über die wirtschaftliche Situation der Schuldner, die unterjährig regelmäßig aktualisiert werden, sowie umfangreiche dingliche Sicherheiten stellen die Werthaltigkeit in ausreichendem Maße sicher.

5.4 Beschaffungsrisiken

Die Contigo Energie AG unterhält mit einer Vielzahl von Energielieferanten aktive Geschäftsbeziehungen. Im deutschen Markt stehen insgesamt rund 1.000 Lieferanten zur Verfügung.

Bereits im Jahr 2015 wurde systematisch begonnen mit vielen Lieferanten der Contigo Energie AG einen einheitlichen Rahmenenergieliefervertrag zu schließen. Diese Vereinheitlichung führt in den nachgelagerten Prozessen (Eingangsrechnungsprüfung und Abrechnung) zu effizienten und sicheren Abläufen. Das Ziel ist es, alle Lieferanten mit einem einheitlichen Rahmenenergieliefervertrag auszustatten. An dieser Umsetzung wird auch weiterhin gearbeitet.

Mengen und Preisrisiken bestehen in der Beschaffung grundsätzlich nicht, da ausschließlich das sog. Back-to-Back Verfahren genutzt wird. Dabei wird zu jedem Kundenliefervertrag jeweils zeitgleich ein passender Beschaffungsvertrag geschlossen, der identische Liefermengen, Laufzeiten und abgestimmte Preise beinhaltet.

5.5 Operationelle Risiken

Die operativen Abläufe bergen Risiken im Vertragsmanagement, der Kundenabrechnung und in der Rechnungsprüfung. Alle Bereiche werden IT-unterstützt abgewickelt und durch geeignete Risiko-Management-Verfahren geprüft. Diese Verfahren werden laufend eingesetzt und ständig weiterentwickelt. Erkannte Fehler werden kategorisiert und in das Risiko-Management-System implementiert, um zukünftig bislang erkannte Fehlertypen zu minimieren.

Eine umfassende und in den Vorjahren erprobte Unterschriftenregelung minimiert das Risiko von fehlerhaften Verträgen. Neben dem 4-Augen-Prinzip ist gewährleistet, dass jeder Vertrag zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern von einem zeichnungsberechtigten Mitarbeiter aus dem kaufmännischen als auch aus dem operativen Bereich gezeichnet und somit verantwortet wird.

5.6 Personalrisiken

Das Risiko aus dem Abgang von Mitarbeitern wird durch Maßnahmen der Vertretungsregelungen und der Dokumentation von Arbeitsprozessen, sowie den Einsatz von IT-Systemen begrenzt. Darüber hinaus wird der erforderliche Wissensaustausch durch regelmäßige, abteilungsübergreifende Workshops unterstützt.

Die Contigo Energie AG beschäftigt ständig mehrere Auszubildende, um den wachsenden Mitarbeiterbedarf auch aus eigenen Reihen bedienen zu können. Bislang wurde in den Bereichen Vertriebsinnendienst, Abrechnung und Rechnungswesen eine relativ hohe Anzahl von Mitarbeitern zusätzlich eingestellt. Hierbei bestanden jedoch keine Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu akquirieren.

5.7 Rechtliche Risiken

Es bestehen keine wesentlichen rechtlichen Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder Mitarbeitern. Rechtliche Risiken bestehen dagegen im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Forderungen gegen die vier Übertragungsnetzbetreiber. Diesen Risiken wurde durch eine ausreichende Risikovorsorge durch entsprechende Wertberichtigungen auf diese Forderungen Rechnung getragen.

5.8 Chancen

Zukünftige Chancen bietet der Geschäftskundenmarkt durch Lieferung in Verbindung mit zielgruppenspezifischen Dienstleistungen, die eine Abgrenzung vom reinen Lieferangebot ermöglichen. In der bisherigen Unternehmensentwicklung konnte die Contigo Energie AG sich bereits stark durch Dienstleistungen positionieren, die durch eine individuelle Abrechnung und ein entsprechendes Reporting geprägt waren.

Kunden benötigen heute viel mehr zusätzliche Energiedienstleistungen, die ihnen neben dem Thema Beschaffung auch die Prozesse der Planung und Umsetzung einer dezentralen Selbstversorgung, sowie die Steuerung der Effizienz-Optimierung, bereitstellen.

Zur Sicherstellung des angestrebten Erfolgs, nämlich einer nachhaltigen Energiekostensenkung, kann dem Kunden auf Basis individueller Messkonzepte ergänzend ein webbasiertes Controlling-System angeboten werden, das eine lange Kundenbeziehung ermöglicht, die nicht zwingend darauf beruht, dass der Kunde von der Contigo Energie AG versorgt wird.

Auch kann weiteres Wachstum mit einer sinkenden Personalkostenquote abgewickelt werden, da die Projekte zur internen Effizienzoptimierung und Erhöhung der Abrechnungsprozesssicherheit bereits weit vorangeschritten sind.

6. Ausblick

Das kommende Geschäftsjahr wird weiter geprägt sein vom Ausbau im Vertrieb und Einkauf sowie von weiteren Maßnahmen zur Prozessstabilität und Prozessoptimierung. Investitionen in neue Produkte im Bereich der Energiedienstleistungen werden das Ergebnis gewohnt leicht belasten, jedoch werden die aus diesen Investitionen generierten Erträge bereits im Saldo zu einer Steigerung des Rohertrages führen. Im kommenden Geschäftsjahr wird der Umsatz im Liefergeschäft deutlich ansteigen; während das hohe Niveau der Energiedienstleistungen gehalten werden soll. Die Tochterunternehmen, die WEV Westdeutsche Energieversorgung GmbH und die Contigo Beteiligungsgesellschaft mbH, entwickeln sich positiv und werden auch im Jahr 2023 voraussichtlich ein mindestens gleich hohes Ergebnis vor Steuern erwirtschaften können.

Die weiteren Auswirkungen des Überfalls durch Russland auf die Ukraine können zum Aufstellungszeitpunkt dieses Jahresabschlusses nicht abgeschätzt werden. Die Contigo Energie AG beobachtet die Entwicklung mit der gebotenen hohen Aufmerksamkeit und wird je nach Entwicklung mit dem vorhandenen Risiko-Management-System entsprechend handeln.

7. Abhängigkeitsbericht

Die Contigo Energie AG war im Berichtsjahr ein abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand unseres Unternehmens hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Nach den Umständen, die uns jeweils in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, haben wir bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen i. S. von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

 

Bochum, den 31. März 2024

gez. Thomas Muster

gez. Sven Iwersen

gez. Andreas Schmieg

gez. Johannes Päffgen

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Contigo Energie AG, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Contigo Energie AG, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Contigo Energie AG, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellunge nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 9. August 2024

CWP Casseler Witschaftsprüfungsgesellschaft Peter GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Diplom-Kaufmann Frank Peter, Wirtschaftsprüfer

AUFSICHTSRATSBERICHT

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

BERICHT DES AUFSICHTSRATES FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 GEM. § 171 Abs. 2 AktG

Der Aufsichtsrat der Contigo Energie AG ist vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in Form mündlicher und schriftlicher Berichte über die Entwicklung, die Lage sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge des Unternehmens unterrichtet worden. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 vier Mal getagt. Anhand dieser Auskünfte hat der Aufsichtsrat den Vorstand überwacht, ihn eingehend hinsichtlich aller Maßnahmen und Geschäftsvorgänge beraten, die seine Zustimmung erforderten beziehungsweise von besonderer Bedeutung waren, und sich von der ordnungsgemäßen Arbeitsweise des Vorstands überzeugt. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung.

Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsratsvorsitzende durch den Vorstand und die kaufmännische Leitung der Contigo Energie AG laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle informiert worden. Insgesamt bestand während des gesamten Geschäftsjahres ein intensiver und vertrauensvoller Austausch. Soweit geboten, wurde anschließend der Aufsichtsrat durch den Vorsitzenden informiert.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss sowie der Lagebericht des Vorstands vorgelegt worden. Darüber hinaus lag dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Nach den Erkenntnissen des Aufsichtsrats entsprechen der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht den gesetzlichen Anforderungen. Seitens des Aufsichtsrates bestehen keine Einwände gegen den Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, den Jahresabschluss und den Lagebericht. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Contigo Energie AG sowie den Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt und den Jahresabschluss zur Feststellung an die Hauptversammlung weitergeleitet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Contigo Energie AG für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Hannover, 28. August 2024

Der Aufsichtsrat

gez. Gerhard Gaedecke, Vorsitzender des Aufsichtsrats

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

CONTIGO ENERGIE AG, BOCHUM

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. August 2024 durch die Hauptversammlung festgestellt.

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