Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 115442
Vorher
Germanischer Lloyd SEDNV GL SE
Eingetragen
7.10.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und YachtbauManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist zum einen die Klassifizierung von Schiffen, meerestechnischen Anlagen und Luftfahrzeugen, die diesem Zweck dienende Herausgabe von Registern und Vorschriften, die Prüfung sonstiger technischer Anlagen und Erzeugnisse, die Verbesserung der Sicherheit, des Umweltschutzes und der Effizienz in Schifffahrt, Meerestechnik und Luftfahrt sowie die Vornahme und Förderung von damit in Zusammenhang stehenden Versuchen und Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugute kommen. Die Gesellschaft betätigt sich damit als unabhängige technische Überwachungsorganisation. Gegenstand des Unternehmens ist zum anderen die Beratung von Eigentümem, Betreibern und Herstellern von technischen Anlagen und Erzeugnissen. Gegenstand des Unternehmens ist schließlich die Systemund Produktzertifizierung sowie Validierung, Verifizierung und Zertifizierung von Projekten aller Art einschließlich von Emissionsminderungsprojekten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sigrid Wettwer
seit 12.2.2026
Vorstandsmitglied
Nicole Lichtenberg
seit 27.2.2023
Prokura
Frauke Grotjahn
seit 25.1.2019
Prokura
Friederike Marklein
seit 21.12.2017
Prokura
Jan Drögemüller
seit 2.7.2015
Prokura
Geir Dugstad
seit 2.7.2015
Prokura
Björn-Olaf Dr. Borth
seit 12.1.2015
Vorstandsmitglied
Jan-Olaf Probst
seit 7.10.2010
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DNV SE (vormals: DNV GL SE)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

bis 18. Dezember 2023: DNV GL SE

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die im Jahre 1867 gegründete Schiffsklassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd AG hat seit dem Merger mit der Det Norske Veritas im September 2013 zunächst in DNV GL SE und mit Beschluss vom 18. Dezember 2023 in DNV SE umfirmiert, Die DNV SE ist eine unabhängige Klassifikations-, Zertifizierungs- und Beratungsgesellschaft. Ihren internationalen, vorrangig maritimen Kunden, offeriert die Gesellschaft ein Serviceportfolio aus Schiffsklassifikation, Offshore-Klassifikation, Zertifizierung von Materialien und Komponenten sowie der Sicherheit von Schiffs- und Hafenanlagen in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Gefahrenabwehr, maritimen Beratungen, Trainings sowie statutarischen Services. Zudem bietet die DNV SE ihren Kunden informationstechnologische Lösungen u.a. zur Brennstoff- und Emissionsminimierung in der Schifffahrt oder dem Accounting von Schiffsbetriebsgesellschaften an. Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft inklusive ihrer Betriebsstätten zum 31. Dezember 2023 670 (i. Vj. 730) Mitarbeiter.

Die DNV SE agiert als operative Holding und unterhält neben ihrem eigenen Geschäftsbetrieb mittelbar Beteiligungen an Unternehmen an wichtigen maritimen Standorten. Über ihre Beteiligungen an der Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH, der DNV Renewables Certification GmbH und der Garrad Hassan Group in UK ist die DNV SE auch im Öl & Gas- und Erneuerbare-Energien-Geschäft präsent.

Die DNV SE unterhielt im Berichtsjahr zudem Betriebsstätten in Ägypten, Abu Dhabi, Kuba und Indien. Die Betriebsstätte Abu Dhabi ist im Berichtsjahr veräußert worden.

Die DNV SE unterstützt die in der DNV Group definierten Werte "We care", "We dare" und "We share". Zu den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Geschäftsbereichs Maritime gehören der risiko- und emissionsminimierte Seetransport, die Erhöhung der Schiffsverfügbarkeit durch die Minimierung von Ausfallzeiten, die Verringerung der Schiffslebenszykluskosten sowie die Verbesserung von Prozessen durch den Einsatz modernster IT-Technologien.

Jedes Jahr sollen etwa 5,0 % der operativen Erlöse der DNV Group in Forschung und Entwicklung investiert werden. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden zentral bei der Muttergesellschaft (DNV AS) koordiniert. Im Rahmen dieser Koordinierung werden sämtliche Themen zu Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten an sie adressiert.

1.2. Unternehmensziele und -strategien

Die Vision der DNV SE ist es, auf globaler Ebene eine sichere und nachhaltige Zukunft zu schaffen und damit einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten und den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt zu entsprechen.

Von dem Ziel des Schutzes von Leben, Eigentum und der Umwelt angetrieben, will die DNV SE ihren Kunden ermöglichen, die Sicherheit und Nachhaltigkeit ihrer Geschäfte weiterzuentwickeln. Darüber hinaus unterstützt die DNV SE ihre Kunden dabei, noch sicherer, effektiver und umweltbewusster in ihrem Handeln zu sein. Hierbei wird die Vermeidung von Schäden für Menschen und Vermögenswerte immer im Vordergrund stehen.

Zu den Werten der DNV SE gehört es, Vertrauen aufzubauen, keine Kompromisse bei Qualität oder Integrität zu machen, Teamwork und Innovation zu fördern, sich um ihre Kunden und umeinander zu kümmern sowie offen für Veränderungen zu sein und konkrete Ergebnisse zu liefern.

Im Geschäftsbereich Maritime wird die Klassifizierung von Schiffen und Schiffskomponenten auch zukünftig das Kerngeschäft der Gesellschaft darstellen. Daneben steht aber auch die Wahrnehmung von Wachstumschancen im Beratungsgeschäft sowie in der nicht klassifikatorischen Zertifizierung.

1.3. Steuerungssystem (Leistungsindikatoren zur Gruppensteuerung)

Die DNV Group erfasst und analysiert auf Ebene des Konzerns die Umsatz- und Ergebnisentwicklung u. a. nach Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen bzw. Ländern. Hierbei basieren die finanziellen Leistungsindikatoren auf den betrieblichen Ergebnissen der einzelnen Beteiligungsgesellschaften, Betriebsstätten und kleineren organisatorischen Einheiten wie Profit Center.

Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgegrenzten finanziellen Steuerungsgrößen umfassen auf Konzernebene u.a. die Gesamtleistung (Total Revenue) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses, jedoch vor Steuern. Die finanziellen Leistungsindikatoren der DNV SE entsprechen den finanziellen Steuerungsgrößen auf Konzernebene.

Die Gesamtleistung der DNV Group stieg in 2023 um 6,6 Mrd. NOK (0,59 Mrd. EUR) von 25,0 Mrd. NOK (2,48 Mrd. EUR) in 2022 auf 31,6 Mrd. NOK (2,82 Mrd. EUR). Neben bedeutendem organischen Wachstum trugen Akquisitionen in den strategischen Schwerpunktbereichen Cybersicherheit, Aquakultur und Energie mit 2,8% zum Wachstum von 26% im Jahr 2023 bei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,2 Mrd. NOK (0,11 Mrd. EUR) von 4,2 Mrd. NOK (0,42 Mrd. EUR) im Jahr 2022 auf 5,4 Mrd. NOK (0,48 Mrd. EUR) im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis (EBIT) für 2023 belief sich auf 4,3 Mrd. NOK (0,38 Mrd. EUR), ein Anstieg um 1,1 Mrd. NOK (0,1 Mrd. EUR) im Vergleich zu 3,2 Mrd. NOK (0,32 Mrd. NOK) im Jahr 2022. Organisches Wachstum war der wesentliche Treiber für das verbesserte EBITDA in 2023.

1.4. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher Erträge der DNV SE erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2022 um 7,6 % auf 173,8 Mio. EUR (i. Vj. 161,5 Mio. EUR).

Die Umsatzerlöse erholten sich deutlich um 23,0 Mio. EUR auf 177,6 Mio. EUR (i. Vj. 154,6 Mio. EUR) und bewegen sich damit wieder auf dem Niveau vor den Corona-bedingten Umsatzrückgängen in den Jahren 2020 bis 2021.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von im Vorjahr 1,1 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Auflösung einer Einzelwertberichtigung gegenüber einem verbundenen Unternehmen, dem Anstieg von Erträgen aus Kursdifferenzen sowie der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Die betrieblichen Aufwendungen sind mit 152,6 Mio. EUR um 20,9 Mio EUR niedriger als im Vorjahr. (i. Vj. 173,6 Mio. EUR). Die wesentlichen Treiber sind bei der jeweiligen Aufwandsposition dargestellt.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich von 16,4 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 20,2 Mio. EUR im Jahr 2023 erhöht. Der Anstieg in Höhe von 3,8 Mio. EUR resultiert aus gestiegenen bezogenen Fremdleistungen aufgrund gestiegener Umsatzerlöse.

Die Personalaufwendungen sanken im Jahr 2023 um 28,1 Mio. EUR (-25,0 %) gegenüber dem Vorjahr auf 84,4 Mio. EUR. Nach einem Einmaleffekt im Vorjahr, der im Vorjahr zu einem Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung von 25,2 Mio. EUR geführt hatte, sind die Aufwendungen für Altersversorgung wieder auf dem Niveau von 2021. Aufgrund der geänderten gesamtwirtschaftlichen Lage kam es im Vorjahr bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zu wesentlichen Einmaleffekten aus der Anpassung der angenommenen Rententrends.

Gegenüber dem Jahr 2022 nahmen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände um 1,2 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR zu. Hierbei handelt es sich primär um planmäßige Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den Geschäfts- und Firmenwert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 2,0 Mio. EUR auf 45,5 Mio. EUR (i. Vj. 43,5 Mio. EUR). Wesentliche Veränderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen den Anstieg der Aufwendungen für sonstige Fremdleistungen im Konzern von 16,4 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 17,7 Mio. EUR, eine Erhöhung der Aufwendungen für Büroflächen von 7,2 Mio. EUR um 1,1 Mio EUR auf 8,3 Mio. EUR sowie den Anstieg von Reise- und Kraftfahrzeugkosten von 4,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR. Gegenläufig reduzierte sich der sonstige adminstrative Aufwand von 4,5 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR und verringerte sich der Aufwand aus Kursdifferenzen von 1,6 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR auf 1,2 Mio EUR. Alle übrigen Positionen erhöhten sich um insgesamt 0,3 Mio. EUR.
Das Beteiligungsergebnis reduzierte sich von -0,9 Mio. EUR um 27,3 Mio. EUR auf -28,2 Mio. EUR. Das Ergebnis aus Veräußerungen von Tochtergesellschaften sowie von erhaltenen Dividenden von Tochtergesellschaften reduzierte sich von 9,7 Mio. EUR um 10,4 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sanken von 2,4 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR. Weiterhin stieg der Aufwand aus Verlustübernahmen von 13,0 Mio. EUR um 14,9 Mio. EUR auf 27,9 Mio. EUR.
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen belasteten das Finanzergebnis mit 6,0 Mio. EUR und liegen damit unterhalb des Vorjahresniveaus (i. Vj. 6,8 Mio. EUR). Eine deutliche Belastung des Finanzergebnissen resultierte erneut aus der Wertberichtigung von Finanzanlagen in Höhe von 18,0 Mio. EUR (i. Vj. 22,5 Mio. EUR). Hintergrund der Abwertung sind die aufgrund der globalen Entwicklung veränderten Geschäftsaussichten der Beteiligungen sowie Parameterannahmen innerhalb des Bewertungsmodells, die im Berichtsjahr zur Abwertung einer Finanzanlage führten. In Summe reduzierte sich die deutliche Belastung durch das Finanzergebnis im Berichtsjahr um 8,2 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR (i. Vj. 26,4 Mio. EUR).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses, jedoch vor Steuern, lag im Jahr 2023 bei -25,2 Mio. EUR (i. Vj. -39,4 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung des Ertrags aus Ertragsteuern sowie den sonstigen Steuern von 0,7 Mio. EUR (i. Vj. Aufwand 3,0 Mio. EUR) ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von -24,5 Mio. EUR. Nach einem Jahresfehlbetrag von -42,4 Mio. EUR im Vorjahr ist das Jahresergebnis um 17,9 Mio. EUR auf einen Jahresfehlbetrag von -24,5 Mio. EUR angestiegen.

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Mio. EUR (-5,1 %) auf 313,7 Mio. EUR gesunken.
Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg basiert im Wesentlichen aus der Erhöhung von Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 41,0 Mio. EUR sowie der gegenläufigen Abwertung einer Finanzanlage in Höhe von 18,0 Mio. EUR und dem Abgang eines in der Betriebsstätte Abu Dhabi bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes von 2,6 Mio. EUR.
Zum 31. Dezember 2023 war das Anlagevermögen wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung stehende Fremdmittel (Pensionsrückstellungen) gedeckt.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 36,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr auf 122,1 Mio. EUR. Der Rückgang setzt sich zusammen aus einem Abbau des Vorratsvermögens um 7,5 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR, welches sich nach einem Anstieg in 2022 um 7,5 Mio. EUR damit wieder auf Niveau des Jahres 2021 bewegt, sowie einem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 29,0 Mio EUR auf 116,4 Mio. EUR. Darüber hinaus hat sich der Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten um 0,3 Mio EUR auf 2,1 Mio. EUR reduziert.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 32,2 Mio. EUR auf 100,8 Mio. EUR gesunken. Dabei sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cashpool um 35,0 Mio. EUR auf EUR 74,0 Mio gesunken. Der positive operative Cashflow glich damit den durch die Vergabe einer Ausleihung gegenüber verbundenen Unternehmen um 41,0 Mio. EUR gesunkenen Cashpool teilweise aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Jahresende um 1,4 Mio. EUR auf 11,6 Mio. EUR und bewegen sich damit auf Vorjahresniveau. Die sonstigen Vermögensgegenstände waren aufgrund gestiegener Steuerforderungen zum Stichtag mit 4,0 Mio. EUR um 1,9 Mio EUR über Vorjahresniveau (i.Vj. 2,2 Mio. EUR).

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug 2,1 Mio. EUR (i. Vj. 2,4 Mio. EUR) und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag auf 11,2 Mio. EUR (i. Vj. 35,5 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang ist das negative Jahresergebnis - im Wesentlichen bedingt durch die Abwertung von Finanzanlagen sowie die Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften.

In den Rückstellungen in Höhe von 264,9 Mio. EUR (i. Vj. 267,5 Mio. EUR) gab es einen Rückgang der Pensionsverpflichtungen um 1,5 Mio. EUR auf 242,4 Mio. EUR. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich aufgrund des steuerlichen Ergebnisses der ertragssteuerlichen Organschaft um 0,3 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR (i. Vj. 3,8 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen sind mit 19,0 Mio. EUR leicht gesunken (i. Vj. 19,9 Mio. EUR).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 10,3 Mio. EUR auf 37,9 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen daraus, dass die Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen gegenüber verbundenen Unternehmen um 14,9 Mio. EUR auf 27,9 Mio. EUR gestiegen sind. Gegenläufig konnten die Verbindlichkeiten aus Leistungsverrechnung im Verbundbereich aufgrund von Maßnahmen zur Reduzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich zum Stichtag um 4,4 Mio. EUR reduziert werden.

Die DNV SE ist der Überzeugung, dass ausreichend Flexibilität besteht, die Kapitalerfordernisse inklusive der planmäßigen Bedienung der Finanzschulden der operativen Geschäftstätigkeit zu decken. Die Liquiditätsausstattung ist durch den Cash Pool Vertrag mit der Muttergesellschaft DNV Group AS, Høvik, und die bestehende Kreditlinie bei der Muttergesellschaft mit einwandfreier Bonität gesichert.

2. Wirtschaftsbericht 2023

2.1. Makroökonomische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer allmählichen Erholungsphase, in der sie die Auswirkungen der Pandemie, den Einmarsch Russlands in der Ukraine und die Herausforderungen durch die Inflation überwunden hat. Rückblickend hat sich die Weltwirtschaft als außergewöhnlich widerstandsfähig erwiesen. Der World Economic Outlook Update des IWF vom Januar 2024 prognostiziert für 2023 eine globale Wachstumsrate von 3,1%, was eine Verlangsamung gegenüber der globalen Wachstumsrate von 3,5% für 2022 bedeutet. Das Wachstumstempo bleibt langsam und ungleichmäßig und ist durch eine zunehmende Divergenz auf globaler Ebene gekennzeichnet. Dies ist niedriger als der historische Durchschnitt von 2000 bis 2019, der bei 3,8% lag. Die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, die geringere fiskalische Unterstützung aufgrund der hohen Verschuldung und das gedämpfte zugrundeliegende Produktivitätswachstum haben die Wirtschaftstätigkeit belastet.

Im ersten Quartal (Q1) verzeichneten die Vereinigten Staaten ein Wachstum von 1,1 % und Europa nur einen marginalen Anstieg von 0,1 %. China hingegen setzte seinen rasanten Wachstumskurs fort und verzeichnete ein Wachstum von 8,9% gegenüber dem vierten Quartal 2022, nachdem die Wirtschaftstätigkeit Anfang 2023 nach der COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde.

Im Mai 2023 erklärte die Weltgesundheitsorganisation, dass COVID-19 nicht mehr als globaler Gesundheitsnotstand gilt. Trotz eines Anstiegs der Infektionen in bestimmten Regionen zu diesem Zeitpunkt sind die Krankenhauseinweisungen relativ begrenzt geblieben. Die pandemiebedingten Unterbrechungen der Versorgungskette haben sich weitgehend normalisiert und wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Darüber hinaus haben sich die globalen Finanzbedingungen verbessert, da die schweizerischen und US-amerikanischen Behörden im März entschiedene Maßnahmen ergriffen haben, um die Turbulenzen im Bankensektor abzumildern.

Im zweiten Quartal (Q2) wuchs das BIP um 3,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies übertraf frühere Prognosen, einschließlich derer im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom April 2023. Die beobachtete Widerstandsfähigkeit kann auf den robusten Konsum in den Vereinigten Staaten zurückgeführt werden, der durch angespannte Arbeitsmärkte angetrieben wird. Darüber hinaus trugen Länder mit einem bedeutenden Reise- und Tourismussektor, wie Italien, Mexiko und Spanien, zu einer robusten Wirtschaftstätigkeit bei.

In 2023 wurde weiterhin damit gerechnet, dass sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abschwächen wird, und die Arbeitslosenquote ab dem zweiten Quartal steigen wird. Dies entspricht einer allmählicheren und weicheren wirtschaftlichen Landung als noch Anfang 2023 für die US-Wirtschaft erwartet. In Europa gibt es unterdessen auch eine Divergenz bei den Wachstumsraten der großen Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone im Jahr 2023. Insbesondere für Deutschland wurde im Laufe 2023 ein moderater wirtschaftlicher Rückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 prognostiziert. Dieser Rückgang wird durch eine Schwäche in zinssensiblen Sektoren und eine Verlangsamung der Nachfrage von Handelspartnern beeinflusst werden. Darüber hinaus erwartet die Internationale Energieagentur einen Anstieg der Ölnachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) auf 102,2 mb/d im Jahr 2023. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch.

Am Ende des Jahres 2023 lagen die Prognosen für das durch den Krieg in der Ukraine belastete globale Wachstum im Berichtsjahr 2023 bei 3,1 %. Die treibenden Kräfte hinter diesem Wachstum waren die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einer Wachstumsrate von 4,1 %, angeführt von Indien mit 6,7 %. In den Industrieländern wurde für das Berichtsjahr ein globales Wachstum von 1,6 % erwartet. Vor allem Spanien (2,4%), Japan (1,9%) und die Vereinigten Staaten (2,5%) trugen erheblich zu diesem Wachstum bei. Für die Eurozone als Ganzes wurde für 2023 ein Wachstum von 0,5% erwartet, während der Beitrag Deutschlands bei -0,3% lag.

Für die globale Gesamtinflation wird für das Jahr 2023 von einem Rückgang ausgegangen, von ihrem Höchststand von 8,7% im Jahr 2022 (Jahresdurchschnitt) auf 6,8% im Jahr 2023. Während die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung erste Ergebnisse zeigen, ist ein wichtiger Faktor, der zum erwarteten Rückgang der Gesamtinflation im Jahr 2023 beiträgt, der Rückgang der internationalen Rohstoffpreise. In fast drei Vierteln der Volkswirtschaften wird die Gesamtinflation im Jahr 2023 zurückgehen. Die Inflation ist aufgrund positiver Angebotstrends schneller gesunken als erwartet. Jüngste monatliche Daten deuten darauf hin, dass sowohl die Gesamtinflation als auch die zugrunde liegende Inflation (Kerninflation) jetzt in der Nähe des Niveaus liegen, das vor der Pandemie beobachtet wurde.

Nach Angaben des IWF belief sich das Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr auf 2,5%. Es wird erwartet, dass der Leitzins der Federal Reserve auf dem derzeitigen Niveau von etwa 5,4% bleibt. Es wird jedoch erwartet, dass der Realzins unverändert bleibt, bis die Inflationsziele in Sichtweite sind.

China steht aufgrund seiner Immobilienkrise und des schwindenden Vertrauens vor wachsenden Herausforderungen. Die anhaltende finanzielle Belastung des Sektors stellt eine potenzielle Bedrohung für das globale Wirtschaftswachstum dar. Laut IWF liegt das Wirtschaftswachstum für China im Jahr 2023 bei 5,2%. Die Inflation in China liegt jedoch nahe bei Null und die Zentralbank hat die Geldpolitik bereits gelockert.

2.1.2. Branchenspezifische Entwicklungen

Das Segment der Massengutschiffe (Bulk Carrier) verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum der Nachfrage um 3,4% (basierend auf tons cargo). Das Wachstum der Nachfrage basierend auf Tonnenmeilen steigerte sich sogar um 4,4%. So gab es Verbesserungen in China nach seiner Post-Covid-bedingten Wiedereröffnung und Verschiebungen der Handelsströme durch den Russland-Ukraine-Konflikt. In Kombination mit einem geschätzten Flottenkapazitätswachstum von 3,1% führte dies dazu, dass das vergangene Jahr für Bulk Carrier besser war als 2022. Der seeseitige Handel von Massengütern verzeichnete ein Wachstum in 2023, vor allem durch Kohle (+7,1%), Eisenerz (+44%) und Getreide (+1,6%). Insgesamt sind die durchschnittlichen Chartererlöse im Bulk-Segment im Laufe des Jahres 2023 gestiegen.

Im Bereich der Containerschiffe ist im Jahr 2023 der gesamte Handel mit Seecontainern um 0,5% gestiegen, basierend auf TEU (Zwanzig-Fuß Standardcontainer). Die Containerschifffahrtsmärkte standen aufgrund des schnellen Wachstums der Kapazität weiterhin unter erheblichem Druck. Die Frachtraten in 2023 lagen im Durchschnitt deutlich unter dem starken Vorjahresniveau, blieben aber weitgehend über dem Niveau von 2019. In 2023 haben sich die Charterraten weiter abgeschwächt, bleiben aber weitgehend über dem Niveau von 2019.

Der Neubaumarkt zeigte sich im Jahr 2023 auf gutem Niveau an neubestellten Schiffen. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein globales Auftragsvolumen für Neubauten von 86,4 Millionen BRZ (Bruttoregisterzahl) gemeldet (2022: 75,0 Millionen BRZ). Dies entspricht einem Wachstum von 15% gegenüber 2022.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. Prognosebericht

3.1.1. Allgemeiner Marktausblick

Die jüngsten Prognosen bestätigen, dass sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Kurs befindet, mit konstanten Wachstumsraten und einem Rückgang der Inflation gegenüber dem Mehrjahrzehnthoch von 2022.

In seinem World Economic Outlook Update Januar 2024 prognostiziert das World Economic Forum (WEF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% für 2024. Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird derzeit voraussichtlich stabil bei 1,5% bleiben. Insbesondere im Euroraum (0,9%) und im Vereinigten Königreich (0,6%) sind die Erwartungen gedämpft. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,1% erwartet. Allerdings dürfte es hier starke regionale Unterschiede geben. Die Weltbank rechnet mit einem Rückgang des globalen Wachstums auf 2,4% im Jahr 2024, beeinflusst durch eine straffe Geldpolitik, eingeschränkte Kreditbedingungen und einen schleppenden globalen Handel und Investitionen.

Was die chinesische Wirtschaft betrifft, so beziffert das WEF seine Wirtschaftsprognose für 2024 auf 4,6% und damit 0,6% niedriger als im Vorjahr (2023: 5,2 %).

In den Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des Wachstums erwartet, der von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 zurückgeht. Dieser Trend wird auf die verzögerten Auswirkungen der strafferen Geldpolitik, allmähliche fiskalische Einschränkungen und einen schwächelnden Arbeitsmarkt zurückgeführt, die zusammen zu einer Verlangsamung der Gesamtnachfrage beitragen.

Das WEF erwartet, dass sich die globale Inflation auf 5,8 % im Jahr 2024 abschwächen wird. Die Faktoren für die rückläufige Inflation sind von Land zu Land unterschiedlich, umfassen aber in der Regel einen Rückgang der Kerninflation aufgrund einer anhaltend straffen Geldpolitik, eine damit verbundene Aufweichung der Arbeitsmärkte und die Auswirkungen früherer und anhaltender Senkungen der relativen Energiepreise.

Das WEF erwartet einen Rückgang der Energiepreise und eine Fortsetzung der sinkenden Inflationsraten im Jahr 2024. Für die Industrieländer wird für 2024 eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert, während sie in den Entwicklungs- und Schwellenländern bei 8,1 % liegt. Wie im World Economic Outlook Update vom Januar 2024 dargelegt, wird durchweg mit einem deutlichen Rückgang der Ölpreise gerechnet. Das WEF rechnet mit einem Rückgang um 16 % im Jahr 2023, gefolgt von einem Rückgang um 2,3 % im Jahr 2024. In der Eurozone haben der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien und die verbesserte Verfügbarkeit von Kernenergie die Gaspreise nach unten getrieben. Der Erdgasverbrauch in Europa ging um 7 % zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1995. Die Title Transfer Facility Month-Ahead-Preise gingen ab 2022 um fast 70 % zurück und lagen 2023 bei durchschnittlich 13 USD/MBtu. Dies ist jedoch immer noch zweieinhalb Mal so hoch wie der Fünfjahresdurchschnitt zwischen 2016 und 2020.

Das Wachstum des Welthandelsvolumens dürfte mit 3,3 % im Jahr 2024 hinter seinem historischen Durchschnitt von 4,9 % zurückbleiben. Bemerkenswert ist, dass der Wert für 2023 bei bescheidenen 0,4 % liegt. Das erwartete Anhalten der zunehmenden Handelsverzerrungen und der geoökonomischen Fragmentierung wird wahrscheinlich einen Abwärtsdruck auf das Gesamtvolumen des Welthandels ausüben.

Die globale Wirtschaftslandschaft bietet einen ausgewogenen Risikoausblick. Zu den Aufwärtsrisiken gehören das Potenzial für eine schnellere wirtschaftliche Erholung in China und die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz (KI), die das Potenzial hat, sowohl die Produktivität als auch die Erträge zu steigern. Während eine schnellere Disinflation die finanziellen Bedingungen entspannt, bleiben mehrere Risiken bestehen. Geopolitische Schocks, anhaltende Inflation und Störungen in Schlüsselsektoren könnten die straffen monetären Bedingungen verlängern. Die politischen Entscheidungsträger stehen vor der unmittelbaren Aufgabe, den Abstieg der Inflation zum Ziel zu steuern, die Geldpolitik anzupassen und sich auf die Haushaltskonsolidierung zu konzentrieren. Gezielte Strukturreformen sind entscheidend für ein nachhaltiges Produktivitätswachstum und die Tragfähigkeit der Schulden. Eine wirksame multilaterale Koordinierung ist für die Bewältigung von Herausforderungen wie der Schuldenregulierung und der Eindämmung des Klimawandels unerlässlich. Die Bewältigung dieser Herausforderungen wird für die Förderung einer widerstandsfähigen und nachhaltigen globalen Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung sein.

3.1.2. Branchenspezifischer Ausblick

In 2024 wird der weltweite Seehandel gemäß Seaborne Trademonitor April von Clarksons Reasearch voraussichtlich um 2,3 % wachsen nach einem Wachstum um 2,5 % im Jahr 2023 (basierend auf Tons cargo). In 2024 stehen sich verändernde Handelsmuster im Fokus. Störungen im Roten Meer und Umleitungen von Schiffen sorgen für einen Anstieg des globalen Tonnen-Meilen-Handels.

Der weltweite Containerhandel wird nach Clarksons Reasearch voraussichtlich um 3,9 % in TEU im Gesamtjahr 2024 wachsen (+0,5% im Jahr 2023). Basierend auf TEU-Meilen könnte das Wachstum im Jahr 2024 +8,8% erreichen. Die laufende Umleitung von Schiffen weg vom Roten Meer/Golf von Aden hat weiterhin einen großen Einfluss auf das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in der Branche. Für 2024 wird ein Flottenwachstum von insgesamt 9 % erwartet.

Insgesamt prognostiziert Clarksons Reasearch, dass sich der Handel von Massengütern im Jahr 2024 um 2,6% erholen wird (basierend auf Tonnenmeilen, +1,7 % in Tonnen), nach einem Wachstum von 3,4% im Jahr 2023 (basierend auf Tonnen). Im Jahr 2024 wird erwartet, dass es Unterstützung durch Frachtmengen in den wichtigsten Rohstoffen geben wird. Im Jahr 2024 könnten die Störungen im Roten Meer auch im ersten Halbjahr anhalten, ebenso wie die anhaltenden Auswirkungen der Transitbeschränkungen durch den Panamakanal.

Laut dem Container Intelligence Monthly Report von Clarksons Research hat sich der Kreuzfahrtsektor von der sehr schwachen Phase während der Covid-Pandemie deutlich erholt. Große Kreuzfahrtlinien verzeichneten im Jahr 2023 Rekordumsätze und ein sehr starkes Buchungsniveau angesichts des starken Nachholbedarfs. Im Jahr 2024 wird ein weiteres Wachstum des Passagieraufkommens und der Auslastung erwartet. (35 Millionen im Jahr 2024 prognostiziert).

Aufgrund des militärischen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine, der anhaltend hohen Inflation sowie der hohen Energiepreise ist die Entwicklung der globalen Schifffahrt in dem Jahr 2024 im Wesentlichen von der allgemeinen Unsicherheit der geopolitischen Lage bestimmt. Da die Entwicklung der Schifffahrt unmittelbar mit der Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden ist, sind die Risiken für das Jahr 2024 und gegebenenfalls auch für die Folgejahre weiterhin als hoch einzustufen.

3.1.3. Unternehmensleistung und -ergebnis

Wie erwartet war das Jahr 2023 nicht mehr von den Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie belastet und die erwartete Stabilisierung der Gesamtleistung wurde sogar deutlich übertroffen.

Jedoch waren die Ergebnisse von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen aufgrund von Einmaleffekten in den Tochtergesellschaften deutlich niedriger als erwartet, so dass die Verlustübernahmen das Ergebnis mit 27,9 Mio. EUR deutlich stärker als erwartet belasteten. Darüber hinaus belastete die Abwertung von Finanzanlagen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 18,0 Mio. EUR unerwartet stark.

Entsprechend fiel das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erheblich geringer aus als erwartet. Das operative Ergebnis der Gesellschaft vor Abwertung von Finanzanlagen und Ergebnisübernahmen hat sich deutlich gesteigert.

Die globale Entwicklung ist auch 2024 sehr volatil und erheblichen Planungsunsicherheiten ausgesetzt. Die DNV SE erwartet für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin ein schwieriges Umfeld, das von den Unsicherheiten aufgrund des Russland-Ukraine Kriegs geprägt ist. Die DNV SE ist davon überzeugt, dass die Sondereffekte aus Finanzanlagen das Jahresergebnis 2024 nicht in dem Maße belasten werden wie 2023. Insgesamt wird für 2024 eine Gesamtleistung auf dem Niveau von 2023 sowie ein leicht negatives bis leicht positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwartet.

3.2. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der DNV-Gruppe integriert.

Die Risikoidentifikation erfolgt durch die verantwortlichen Manager der Geschäftseinheiten. Die Einordnung der konzernweit relevanten Risiken wird - unterstützt durch ein geschäftsbereichsübergreifendes Gremium (Risiko-Komitee) - zentral vorgenommen. Zur Identifikation und Nachverfolgung der notwendigen Gegenmaßnahmen wurden Risiko-Verantwortliche für alle Risiken benannt. In vierteljährlichen Risikoberichten wird der Vorstand über die aktuelle Risikosituation unterrichtet. Sollte sich die Risikolage entscheidend ändern, werden signifikante Einzelrisiken mit Hilfe einer Ad-hoc-Berichterstattung aufgezeigt.

Risikobericht

Der DNV SE bieten sich durch ihre internationale Aufstellung und ihr breites Leistungsangebot vielfältige wirtschaftliche Chancen, aber auch unternehmerische und branchenspezifische Risiken. Diese Risiken betreffen insbesondere externe Einflüsse, das Marktumfeld, aber auch operative Risiken, die aus Kern- und Unterstützungsprozessen resultieren können.Die aktuelle weltweite Unsicherheit im Hinblick auf den Russland-Ukraine Krieg birgt auch weiterhin schwer zu quantifizierende moderate bis hohe Risiken im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Situation.

Um der Gewichtung der im Risikobericht aufgeführten weiteren Risiken Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit dem größten Risiko, dargestellt.

Compliance

Unter Compliance-Risiken werden u. a. rechtliche Risiken, Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften und Risiken aus Verstößen gegen anwendbares Recht betrachtet. Die DNV Group hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die durch ein Compliance-Programm für Mitarbeiter diesen Risiken begegnet. Das Compliance-Programm der DNV Group wird stetig weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen angepasst. Der Group Compliance-Officer berichtet an den Group CEO, das Board of Directors der DNV Group AS sowie an den Aufsichtsrat der DNV SE über den Aufbau und die Weiterentwicklung des Compliance-Programms für die ganze Gruppe sowie über Non-Compliance Fälle und Maßnahmen der DNV SE, die zur Aufklärung, Prävention und gegebenenfalls Sanktionierung ergriffen wurden.

Wesentliche Compliance-Einzelrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Personalrisiken

Durch Mitarbeiterfluktuation kann wichtiges Know-how verloren gehen. Daher binden wir unsere Fach- und Führungskräfte mit Fach- und Förderprogrammen, leistungsorientierten Vergütungssystemen und internationalen Entwicklungsperspektiven stärker an uns.

Risiken aus vorsätzlichen rechtswidrigen Handlungen einzelner Mitarbeiter sind nicht auszuschließen. Dem wird mit einer restriktiven Funktionstrennung sowie dem konzernweit geltenden DNV Management System und dem Verhaltenskodex entgegengewirkt. Möglichem Fehlverhalten wird konsequent nachgegangen.

Informationstechnische Risiken

Laufend werden Vorkehrungen von hoher Priorität getroffen, die der Sicherheit der Informationssysteme dienen, um einen Systemausfall mit unter Umständen gravierenden Folgen für das gesamte Unternehmen zu vermeiden. Dieses Risiko wird durch diverse Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne und die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme sowie durch Datenspiegelungen minimiert. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf IT-Systeme werden u. a. Firewall Systeme und Virenscanner sowie sogenannte Penetration Tests eingesetzt.

Risiken aus Investitionen

Investitionsentscheidungen sind im Allgemeinen Entscheidungen unter Unsicherheit über Umweltfaktoren. Um diesem inhärenten Risiko zu begegnen, führt die DNV SE detaillierte Investitionsanalysen durch, bei denen Chancen und Risiken analysiert bzw. quantifiziert werden. Diese Quantifizierung erfolgt anhand von allgemein anerkannten Investitionsrechnungsverfahren wie Kapitalwert- oder Interner Zinsfußmethode.

Risiken aus Beteiligungen

Als Beteiligungsrisiken werden bei der DNV SE die potenziellen Wertverluste aufgrund von Veräußerungsverlusten sowie die Reduktion von Buchwerten und stillen Reserven bezeichnet.

Sämtliche Unternehmensbeteiligungen werden kontinuierlich im Rahmen der laufenden zentralen und dezentralen Controllingaktivitäten gesteuert bzw. überwacht. Darüber hinaus werden die Beteiligungen systematisch von der zentralen Revisionsabteilung überprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Im Geschäftsjahr wurden die bestehenden Konzernrichtlinien im Verbund mit der Konzernmuttergesellschaft DNV AS, Norwegen, angepasst. Der deutsche Teilkonzern DNV SE und seine Gruppengesellschaften verhalten sich in diesem Sinn als Teil des Gesamtkonzerns. Sämtliche Finanzprozesse im Treasury der DNV SE (und ihrer Tochtergesellschaften) wurden im Rahmen einer einheitlichen Konzernsteuerung in der Holdingfunktion "Group Treasury" in den Standorten Hamburg und Høvik organisiert.

Währungsrisiken bestehen insbesondere aus operativen Ein- und Auszahlungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der DNV Group-Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen bilanziellen Fremdwährungspositionen. Diesen Risiken begegnet die DNV Group über den Abschluss von Derivaten zu Sicherungszwecken. Derivative Finanzinstrumente dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Geeignete Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps) werden durch die Abteilung Group Treasury der Konzernmuttergesellschaft DNV AS mit externen Kontrahenten gehandelt und überwacht. Der externe Handel mit Derivaten findet vereinzelt, falls vorteilhaft, auch im Namen der DNV SE statt. Alle Sicherungstransaktionen folgen den von Group Treasury gesetzten Richtlinien. Im Wesentlichen werden sogenannte Macro-Hedges auf Ebene der DNV AS zur Sicherung des Fremdwährungsportfolios und der Zahlungsflüsse der Gruppe abgeschlossen. Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine Sicherungsgeschäfte auf Ebene der DNV SE.

Die jederzeitige Liquidität und Finanzierung werden ebenfalls durch Group Treasury sichergestellt. Im DNV Konzern besteht ein konzernweites Finanzberichtssystem zur Abbildung der Liquiditätssituation aller Konzerngesellschaften inklusive der DNV SE Tochtergesellschaften. Durch den Holding-Verbund mit dem DNV Konzern werden Liquiditätsüberschüsse als interne Finanzierungen an die Konzernmuttergesellschaft weitergereicht. Zur Dokumentation der konzerninternen Mittelbereitstellungen bestehen entsprechende Kreditvereinbarungen, die sich an dem Maßstab des Drittvergleichs orientieren.

Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird zentral gesteuert. Ziel der Liquiditätssteuerung für alle Gesellschaften des Konzerns ist es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und jederzeit zu gewährleisten.

Risiken aus Forderungsausfällen werden im Rahmen eines aktiven Forderungsmanagements gesteuert. Wesentliche Elemente hierbei sind eine sorgfältige Auswahl von Neukunden und eine Risikoeinschätzung des Kundenbestandes.

Haftungsrisiken

Die internationale Ausrichtung der DNV SE bedingt die Beachtung einer Vielzahl nationaler Gesetze und Richtlinien. Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung entstehen können, wird durch die frühzeitige Einbindung des Zentralbereichs "Group Legal" sowie externer lokaler Rechtsberater begegnet. In dem Geschäftsbereich Energy erfolgt im Rahmen eines standardisierten Verfahrens zur Risikobewertung eine kontinuierliche Vorprüfung der vielfach durch den Kunden entworfenen Verträge.

Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften werden Versicherungen wie z.B. Haftpflicht- und Sachversicherungen abgeschlossen, wenn dies möglich ist. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Für mögliche finanzielle Belastungen aus rechtlichen Risiken wurden wie in den vergangenen Jahren Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rechtsstreitigkeiten

Etwaige Rechtsstreitigkeiten werden unmittelbar nach Kenntnis von der zentralen Rechtsabteilung bearbeitet. Sich daraus ergebende Risiken sind im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt.

Derzeit bestehen keine Rechtsstreitigkeiten, die von materieller Bedeutung für die DNV SE sind.

Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation der DNV SE wird im Rahmen des Risikomanagements bewertet und gesteuert. Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ist die weltweite Unsicherheit aufgrund des Russland-Ukraine Krieges ein beherrschendes Thema. Dies beinhaltet insbesondere auch die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage. Die Situation wird vom Management fortlaufend analysiert, um entsprechende Maßnahmen zum Schutze der Belegschaft, der Kunden und der Gesellschaft einleiten zu können.

3.3. Chancenbericht

Um der Gewichtung der im Chancenbericht aufgeführten weiteren Chancen Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit der größten Chance, dargestellt.

Die Schifffahrt bleibt weiterhin das Rückgrat globaler Transportketten. Infolge der aktuellen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine Krieg und der damit zusammenhängenden Unsicherheiten in der globalen Wirtschaftsentwicklung ist der Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen von Fracht- und Charterraten ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass die maritime Branche weiterhin im Wandel bleiben wird, der klare "Survival-of-the-fittest" Trend aus den vergangenen Jahren wird sich leicht abgeschwächt fortsetzen. Davon unangefochten wird weiterhin Bedarf an Schiffs-Neubauten zur Erneuerung der aktuellen Flotte bestehen, neue technische und regulatorische Anforderungen unterstützen dies.

DNV als Marktführer sieht sich weiterhin in der Rolle, diese Entwicklung mit seiner Expertise und seinem breiten Portfolio an Schiffstypen proaktiv zu gestalten. Zudem ist es der DNV Gruppe nach Einschätzung des Vorstands gelungen, ihre Führungsrolle im Bereich der Digitalisierung zu verfestigen und Kundenbindung und Reputation noch weiter zu verbessern. Drone Surveys, Electronic Certifications oder Smart Survey Bookings sind nur einige Innovationen, aufgrund derer die Gruppe Wettbewerbsvorteile sieht und somit Chancen, zusätzliches Ertragspotenzial zu generieren.

Auftragschancen für die DNV Gruppe sehen wir auch in der potentiellen Energiewende. Die Länder der Europäischen Union haben im Jahr 2020 zum ersten Mal mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kohle und Gas erzeugt. Richtwerte bieten die Ziele der Bundesregierung für 2030. Bis dahin soll 80 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen, das wären rund 600 Terrawattstunden aus erneuerbaren Quellen.

3.4. Erklärung zur Umsetzung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der (nicht paritätischen) Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand eine Zielgröße festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Erstmals mussten die Zielgrößen bis spätestens 30. September 2015 festgesetzt werden mit einer Umsetzung bis zum 30. Juni 2017 (danach gilt eine 5-Jahresfrist zur Zielerreichung).

Vor dem Hintergrund des Gesetzes haben Aufsichtsrat und Vorstand der DNV SE die relevanten Leitungsebenen sowie Zielgrößen und Zieldaten für die Frauenförderung intensiv diskutiert und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

In Erfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtung hat der Aufsichtsrat der DNV SE ursprünglich eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand entsprechend dem zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Status quo, d. H. 22,2 % im Aufsichtsrat sowie 0 % im Vorstand, festgelegt. In der Aufsichtsratssitzung zum 30. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat eine neue Zielquote sowohl für den Aufsichtsrat als auch den Vorstand von jeweils 33,3 % festgelegt. Diese Ziele sollen bis zum 30. Juni 2027 erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 33,3 % und 25 % im Vorstand.

Der Vorstand hatte ursprünglich für die erste und zweite Management-Ebene unterhalb des Vorstands der DNV SE eine Zielgröße für den Frauenanteil entsprechend dem Status zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Status quo, d.h. jeweils 0 % auf der ersten und zweiten Management Ebene festgelegt. Mit Beschluss vom 17. November 2022 ist für die erste und zweite Management-Ebene unterhalb des Vorstands der DNV SE eine Zielgröße für den Frauenanteil von 18 % auf der ersten und 20 % auf der zweiten Management-Ebene festgelegt worden. Diese Ziele sollen bis zum 17. November 2027 erfüllt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich diese Zielgröße nach dem Anwendungsbereich des Gesetzes allein auf die DNV SE bezieht.


Mit Blick auf den gesamten DNV Konzern stellt sich der Frauenanteil in den obersten Management-Ebenen wie folgt dar (zu Informationszwecken):

Executive Committee Maritime ELT Energy Systems
ELT
Bus. Ass. ELT
4/11
(36,4 %)
4/13
(30,8 %)
3/12
(25,0 %)
2/10
(20,0 %)
Dig. Solut.
ELT
Supply Chain Product Assurance
ELT
GSS
ELT
Accelerator
ELT
5/14
(35,7 %)
4/12
(33,3 %)
2/10
(20,0 %)
2/7
(28,6 %)


3.5. Abhängigkeitsbericht

Nach § 17 Abs. 1 AktG besteht zum Bilanzstichtag ein Abhängigkeitsverhältnis zu den (mittelbar) mehrheitlich an der DNV SE beteiligten Unternehmen DNV AS, Norway, Høvik, NV Group AS, Norway, Høvik, Det Norske Veritas Holding AS, Norway, Høvik, sowie Stiftelsen Det Norske Veritas, Norway, Høvik (herrschende Unternehmen). Der Vorstand der DNV SE hat für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 daher einen Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt, der dem Aufsichtsrat und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegen hat Der Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Schlusserklärung des Vorstands der DNV SE:

"Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch  unterlassen."

 

Hamburg, 13. Juni 2024

Der Vorstand

Dr. Björn-Olaf Borth

K. Ørbeck-Nilssen

T. Schramm

G. Heinacher-Lindemann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände
53
2.967
II. Sachanlagen
3.013
2.705
III. Finanzanlagen
188.461
165.683


191.527
171.355
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Unfertige Leistungen 10.841
16.600
2. Abzüglich erhaltener Anzahlungen -7.221 3.620 -5.434 11.166
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände
116.419
145.364
III. Kassenbestand und Guthaben bei



Kreditinstituten
2.119
2.386


122.158
158.916
C. Rechnungsabgrenzungsposten
70
244


313.755
330.515

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 10.000 10.000
II. Kapitalrücklage 17.544 17.544
III. Gewinnrücklagen 7.992 7.992
IV. Bilanzverlust -24.509 -24

11.027 35.512
B. Rückstellungen 264.867 267.484
C. Verbindlichkeiten 37.861 27.519

313.755 330.515

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 177.602 154.627
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -5.759 5.816
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.952 1.096
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung

TEUR 1.082 (i. Vj. TEUR 733) -

4. Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.223 16.374
5. Personalaufwand 84.454 112.539
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.447 1.169
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.470 43.487
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

TEUR 1.247 (i. Vj. TEUR 1.576) -

8. Beteiligungsergebnis -28.217 -938
9. Finanzergebnis -18.198 -26.443
10. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. Vj. Aufwand) 728 -3.004
11. Ergebnis nach Steuern -24.486 -42.415
12. Ertrag aus sonstigen Steuern 1 0
12. Jahresfehlbetrag -24.485 -42.415
13. Verlustvortrag/Gewinnvortrag -24 42.391
14. Bilanzverlust -24.509 -24

Anhang für 2023

A.) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss der DNV SE (bis zum 18. Dezember 2023: DNV GL SE) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt und wird in TEUR ausgewiesen. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformationen

Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Die DNV SE ist unter der Nummer HRB 115442 im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen.

B.) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (der ausländischen Betriebsstätten) werden grundsätzlich zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Kurs des Entstehungstages bewertet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt am Abschlussstichtag eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs unter der Berücksichtigung des Imparitätsprinzips.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten (vermindert um planmäßige Abschreibungen) bewertet und linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen und Wertaufholungen werden berücksichtigt.

Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und linear über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten Abschreibungen sowie unter Berücksichtigung von Wertminderungen und Wertaufholungen.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten werden auf Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und Abschreibungen ermittelt.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer. Folgende Nutzungsdauern werden für die wesentlichen Gruppen des Sachanlagevermögens zu Grunde gelegt:


Jahre
Immobilien 33
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25


Die Angemessenheit der gewählten Abschreibungsmethoden, wirtschaftlichen Nutzungsdauern und der angenommenen Restwerte wird jährlich überprüft.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die direkten und mittelbaren Tochterunternehmen der DNV SE sind aus der Liste des Anteilsverzeichnisses ersichtlich.

Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt.

Für die Bewertung der Rückdeckungsversicherung kommt der IDW RH FAB 1.021 unter Umsetzung des Deckungskapitalverfahrens und Wahl des Passivprimaten zur Anwendung. Der Wertansatz der Rückdeckungsversicherung wird dabei um TEUR 99 angepasst und ein Ertrag in gleichlautender Höhe ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen werden grundsätzlich mit den Herstellungskosten bewertet. Verluste aus nicht kostendeckenden Aufträgen werden, soweit möglich, vom Wertansatz der unfertigen Leistungen gekürzt; darüber hinaus wurden ggf. Drohverlustrückstellungen gebildet. Dabei werden die Fertigstellungsgrade der für Neubauaufträge erbrachten Klassifikations- und Zertifizierungsleistungen anhand des Verhältnisses der Istkosten zu den Plankosten bewertet. Darüber hinaus wurden angefangene Klassifikations- und Zertifizierungsleistungen für Neubauaufträge, denen derselbe Vertrag zugrunde liegt, zusammengefasst bewertet, um Anlaufkosten, die aus der erstmaligen Zeichnungsprüfung eines Schiffstyps einer Serie entstehen, verursachungsgerecht zu verteilen. Das bestehende Wahlrecht hinsichtlich der Aktivierung von Verwaltungskosten und Zinsen wurde nicht ausgeübt.

Von den unfertigen Leistungen werden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zu Anschaffungskosten bewertet. Für Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Für Forderungen älter als sechs Monate werden Wertberichtigungen von 50 % des Nennbetrags gebildet, für Forderungen älter als 360 Tage werden Wertberichtigungen von 100 % des Nennbetrags gebildet.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes für eine Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet.

Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als Gehaltssteigerung wurde 2,7 % p. a. (i. Vj. 2,7 % p. a.), als Rentensteigerung 2,2 % p. a. (i. Vj. 2,2 % p. a.) angesetzt. Die angenommene Fluktuationsrate beträgt 4,0 % p. a. (i. Vj. 4,0 % p.a.). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Steuerrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen werden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes für eine Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,75% (i. Vj. 1,44 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Jubiläumsrückstellungen werden gem. der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet. Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als Gehaltssteigerung wurde 0,0 % p. a. (i. Vj. 0,0 % p. a.) angesetzt.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet; sie berücksichtigen alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten. Es handelt sich um kurzfristige Rückstellungen, sie werden deshalb nicht abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (das heißt einschließlich künftiger Preis- und Kostensteigerungen) passiviert.

Die Einschätzung der Prozessrisiken zur Berechnung der Rückstellung für Prozessrisiken erfolgt durch die interne Rechtsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Rechtsberatern.

Die Ermittlung der Abfindungsrückstellungen erfolgt anhand geschlossener Vergleiche und Aufhebungsverträge bzw. unter Berücksichtigung einer in diesem Zusammenhang bestehenden Betriebsvereinbarung.

Die Berechnung der Rückstellungen für Bonus- und Tantiemeverpflichtungen erfolgt anhand der arbeitsvertraglichen Grundlagen sowie der bestehenden Betriebsvereinbarung.

Die Berechnung der Urlaubsrückstellung sowie der Rückstellungen für Gleitzeit und Überstunden erfolgt anhand der systemseitig hinterlegten Resturlaubstage bzw. Gleitzeitstunden und unter Berücksichtigung der aktuellen Gehaltskosten.

Basis für die Ermittlung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften ist die zugrunde liegende Projektkalkulation.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt.

Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von unverändert zum Vorjahr 32 %. Dieser setzt sich aus 15 % Körperschaftsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie 16,2 % Gewerbesteuer zusammen.

Die DNV SE ist Organträger einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die laufenden und latenten Steuern der Organschaft sind bei dem Organträger auszuweisen (formale Betrachtungsweise). Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Steuerpflichtige, zeitlich begrenzte Differenzen aus sonstigen Rückstellungen, die zu passiven latenten Steuern führen, werden mit abzugsfähigen zeitlich begrenzten Differenzen aus Wertpapieren des Anlagevermögens, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen für Pensionen, Drohverlustrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen (im Wesentlichen Gewerbesteuer) verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuern (Aktivüberhang) wurden gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Mindeststeuergesetz

Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15% unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28.12.2023 in Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben.

Die DNV SE erwartet keine Auswirkungen aus der Einführung des Mindeststeuergesetzes.

C.) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der DNV SE wird im Anlagenspiegel dargestellt.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten
18 41
Geschäfts- oder Firmenwert 35 2.926

53 2.967


Ausgewiesen ist der Geschäfts- oder Firmenwert in der Betriebsstätte in Ägypten mit fortgeführten Anschaffungskosten von TEUR 35. Der Geschäfts- oder Firmenwert in der Betriebsstätte in Abu Dhabi wurde planmäßig abgeschrieben und ist mit dem Verkauf der Betriebsstätte abgegangen.

(2) Sachanlagen


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 245 291
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.727 914
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41 1.500

3.013 2.705


(3) Finanzanlagen


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.549 124.139
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 71.498 30.000
Beteiligungen 386 386
Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 32 32
Sonstige Ausleihungen 11.996 11.126

188.461 165.683


Bei dem als sonstige Ausleihungen im Finanzanlagevermögen aktivierten Rückdeckungsversicherungsanspruch zur Pensionsverpflichtung liegt eine nicht kongruente, rückkaufsfähige Rückdeckungsversicherung vor. Daher findet der Grundsatz der Bewertungseinheit insoweit keine Anwendung. Es handelt sich bei den Beträgen nicht um verpfändete Guthaben, sodass § 246 Abs. 2 Satz HGB nicht zur Anwendung kommt.

Der Anstieg im Finanzanlagevermögen von TEUR 165.683 um TEUR 22.777 auf TEUR 188.461 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg einer Ausleihung an die Muttergesellschaft DNV AS, Norwegen in Höhe von TEUR 41.000 auf TEUR 71.000 sowie einem Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Abwertung der Finanzanlage an der Garrad Hassan Group Limited in Höhe von TEUR 18.041 und der Veräußerung der Beteiligung an der P.T. Germanischer Lloyd Nusantara von TEUR 1.898.

Im Berichtsjahr ist die DNV Energy Systems GmbH auf die identisch firmierte DNV Energy Systems GmbH verschmolzen worden. An beiden Gesellschaften hat die DNV SE 100% des Kapitals und der Stimmrechte gehalten.

Der Beteiligungsansatz der verschmolzenen Gesellschaft ist zu Buchwerten auf die aufnehmende Gesellschaft als ergebnisneutrale Umgliederung innerhalb der Finanzanlagen erfolgt.

Eine Darstellung des Anteilsbesitzes findet sich in der Anlage zum Anhang.

(4) Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich zusammen aus den unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 10.841 (i. Vj. TEUR 16.600) abzüglich der offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 7.221 (i. Vj. TEUR 5.434).

Ausgehend vom Vorjahreswert an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 16.600, sowie einer Bestandsverminderung von TEUR 5.759, ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 10.841.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Forderungen aus Leistungen 11.553 10.202
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100.818 132.982
davon aus Cashpool (73.963) (108.969)
Sonstige Vermögensgegenstände 4.047 2.180

116.419 145.364


Die DNV SE ist im Dezember 2017 in den Cash Pool ihrer Muttergesellschaft DNV Group AS, Høvik, aufgenommen worden. Die Liquiditätsausstattung ist durch die bestehende Kreditlinie bei der Muttergesellschaft mit einwandfreier Bonität gesichert.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.756 (i. Vj. TEUR 4.529) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Cashpool in Höhe von TEUR 73.963 (i. Vj. TEUR 108.969), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26.397 (i. Vj. TEUR 21.658) und Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 458 (i. Vj. TEUR 2.355).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(6) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der DNV SE ist in 100.000 nennwertlose vinkulierte Namensaktien eingeteilt.

(7) Kapitalrücklage


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Kapitalrücklage 17.544 17.544

17.544 17.544


(8) Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Gewinnrücklagen


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Gesetzliche Rücklage 1.000 1.000
Andere Gewinnrücklagen 6.992 6.992

7.992 7.992


Bilanzverlust


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Verlust-/Gewinnvortrag -24 50.991
Dividendenzahlung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 0 -8.600
Verlust-/Gewinnvortrag zum 31.12. -24 42.391
Jahresfehlbetrag -24.486 -42.414
Bilanzverlust zum 31.12. -24.509 -24


Der Bilanzverlust zum Bilanzstichtag setzt sich zusammen aus dem Verlustvortrag des Vorjahres sowie dem Jahresergebnis des Berichtsjahres.

Rückstellungen


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnl. Verpflichtungen 242.357 243.817
Steuerrückstellungen 3.490 3.818
Sonstige Rückstellungen 19.020 19.849

264.867 267.484


Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.135 (i. Vj. TEUR 11.037) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen den von der Versicherung mitgeteilten Werten und führen somit nicht zu einer Ausschüttungssperre.

Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.611.

Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 2.913 inländische Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie mit TEUR 577 ausländische Körperschaftsteuern.


Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Bonus 9.180 7.060
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 3.709 5.314
Urlaubsrückstellungen 1.949 1.957
Gleitzeit- / Überstunden 1.471 1.473
Übrige Rückstellungen 1.003 1.164
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 219 1.071
Jubiläum 1.028 1.051
Rückstellung für drohende Verluste aus Kundenverträgen 440 428
Rückstellung für Rückbauverpflichtung 21 210
Rückstellung für drohende Verluste aus Mietverträgen 0 82
Restrukturierungsrückstellung 0 39

19.020 19.849


(9) Verbindlichkeiten


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.149 1.356
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (1.149) (1.356)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.751 22.210
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (32.751) (22.210)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.961 3.953
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (3.961) (3.953)
davon aus Steuern (2.491) (2.052)

37.861 27.518


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.061 (i. Vj. TEUR 2.138). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.821 (i.Vj. TEUR 9.206) und Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 27.930 (i. Vj. TEUR 13.004).

D.) Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Geschäftsfeldern 2023 2022

TEUR TEUR
Maritime Dienste (Klassifikation) 138.247 122.966
Konzernumlagen 38.528 30.992
Erträge aus Grundstücken und Mieterträge 827 668

177.602 154.626
Aufgliederung Maritime Dienste nach Regionen 2023 2022

TEUR TEUR
Region Deutschland 124.679 108.569
Region Europa/Mittl. Osten/Afrika (ohne Deutschland) 13.568 14.397

138.247 122.626


(2) Sonstige betriebliche Erträge


2022 2021

TEUR TEUR
Kursgewinne 1.082 733
Grundstücks- und übrige Anlagenverkäufe 38 1
Übrige Erträge 832 362

1.952 1.096


Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als periodenfremde Erträge die Auflösung einer Einzelwertberichtigung gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 498 (i.Vj. TEUR 0) sowie in Höhe von TEUR 254 (i.Vj. TEUR 0) Auflösungen von Rückstellungen.

(3) Aufwendungen für bezogene Leistungen

Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich überwiegend um Vergütungen an ausländische Kooperationspartner und andere Klassifikationsgesellschaften sowie Leistungen von Tochtergesellschaften an die DNV SE.

(4) Personalaufwand/Mitarbeiter


2023 2022

TEUR TEUR
Gehälter 70.842 71.394
Soziale Abgaben 10.073 10.153
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.539 30.992
davon für Altersversorgung (3.375) (30.597)

84.454 112.539


Die Veränderung in den Aufwendungen für Altersversorgung im Vorjahr basiert auf Veränderungen bei den Bewertungsparametern innerhalb der Pensionsrückstellungen. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um einen Einmaleffekt aufgrund inflationsbedingter Parameteranpassungen, der zu einer Erhöhung der Aufwendungen für Altersversorgung in 2022 von 25,2 Mio. EUR geführt hat.

Außer diesem Effekt sind die Personalaufwendungen geringfügig gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt


2023 2022
Durchschnittliche Mitarbeiter 676 730


Am 31. Dezember 2023 waren in der DNV SE 676 (i. Vj. 730) Mitarbeiter fest angestellt. Davon sind 670 (i. Vj. 699) in inländischen Betriebsstätten und 6 (i. Vj. 31) in ausländischen Betriebsstätten beschäftigt. Von den Beschäftigten waren 474 (i. Vj. 513) männlich und 202 (i. Vj. 217) weiblich.

(5) Abschreibungen

Hierin enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (Geschäfts- und Firmenwert, Software). Wir verweisen auf unseren Anlagenspiegel.

(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der DNV SE setzen sich wie folgt zusammen:


2023 2022

TEUR TEUR
Aufwendungen für Grundstücke und Räume 17.725 16.446
Sonstige Fremdlieferungen und -leistungen Konzern 8.335 7.207
Reise- und Kraftfahrzeugkosten 5.161 4.430
Sonstige Inanspruchnahme von Diensten 3.036 4.547
Aufwendungen für Marketing und Kommunikation 2.626 2.541
Sonstige Personalaufwendungen 2.211 2.066
Datenverarbeitung und Bürobedarf 2.112 2.136
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.810 1.544
Aufwand aus Kursdifferenzen 1.247 1.576
Telekommunikation 540 703
Versicherungen 19 19

44.822 43.215
Periodenfremde Aufwendungen

Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 22 32
Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen 626 240

648 272

45.470 43.487


(7) Beteiligungsergebnis


2023 2022

TEUR TEUR
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von verbundenen Unternehmen 457 2.355
Beteiligungsergebnis von verbundenen Unternehmen -744 9.711
Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen -27.930 -13.004

-28.217 -938


Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus der Ergebnisübernahme der Elbe Holding GmbH, Hamburg (TEUR 17) und der DNV Maritime Software GmbH, Rostock (TEUR 440).

Das Ergebnis aus Beteiligungen setzt sich zusammen aus Erträgen, die im Wesentlichen aus den Dividendenzahlungen der Dutrain GmbH, Duisburg, (TEUR 1.200) resultieren, und aus Aufwendungen aus dem Verkaufsverlust der Betriebsstätte Abu Dhabi (TEUR 1.462) und dem Verkaufsverlust der Beteiligung an der P.T. Germanischer Lloyd Nusantara, Jakarta (TEUR 483). Im Vorjahr wurden hierunter mit TEUR 9.711 ausschließlich Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren aus den Verlustübernahmen der Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH, Hamburg (TEUR 23.421), der DNV Energy Systems GmbH, Hamburg, ehemals GL Garrad Hassan Deutschland GmbH (TEUR 3.770) sowie der DNV Renewables Certification GmbH, Dresden (TEUR 739).

(8) Finanzergebnis


2023 2022

TEUR TEUR
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 117 2.476
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (422)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.073 627
davon aus verbundenen Unternehmen 6.073 627
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.347 -7.063
davon aus Abzinsung von Pensionsrückstellungen (5.970) (6.833)
davon an verbundene Unternehmen (138) (151)
Abschreibungen auf Finanzanlagen -18.041 -22.483

-18.198 -26.443


(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weist die Gesellschaft einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 728 (i. Vj. Steueraufwand TEUR 3.004) aus. Dieser beinhaltet einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 437 (i. Vj. TEUR 1.582) aus dem Ausland.

E.) Sonstige Angaben

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzverlust von EUR 24.509.440,84 auf neue Rechnung vorzutragen.

Beteiligungsverhältnisse

Mit der Gesellschaft norwegischen Rechts in Firma DNV AS, ehemals DNV GL AS, mit Sitz in 1263 Høvik, Norwegen (eingetragen im norwegischen zentralen Handelsregister unter der Registernummer 945748931) als herrschendem Unternehmen ist am 28. November 2013 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Hauptversammlung vom 28. November 2013 zugestimmt. Des Weiteren wurde eine Verlustübernahme durch die DNV AS, ehemals DNV GL AS, entsprechend § 302 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung beschlossen. Der Beherrschungsvertrag sowie die Verlustübernahme sind mit Wirkung zum 1. Januar 2022 gekündigt worden und im Vorjahr letztmalig angewendet worden.

Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Garantien (Parent Company Guarantees) an Konzerngesellschaften. Diese dienen der Absicherung von Aufträgen und Projekten, als auch der Absicherung von Bankkreditlinien von insgesamt rund TEUR 10.269 (i. Vj. TEUR 36.031).

Bank-Garantien und -Bürgschaften - überwiegend zur Absicherung von Aufträgen und Projekten (Bietungs- und Vertragserfüllungsgarantien) der DNV SE - werden durch die DNV Group AS zur Verfügung gestellt.

Weiche und harte Patronatserklärungen (u.a. Letter of Comfort, Letter of Financial Support) wurden durch die DNV SE, ehemals DNV GL SE, für Tochtergesellschaften zur Bestätigung der Werthaltigkeit konzerninterner Forderungen bereitgestellt.

Zum Bilanzstichtag bestanden aus der Bilanz nicht ersichtliche Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für bewegliche, unbewegliche und immaterielle Anlagegegenstände sowie für Beratungsverträge in der DNV SE in Höhe von insgesamt TEUR 35.719 (i. Vj. TEUR 70.783). Die zu Grunde liegenden Verträge haben Laufzeiten von bis zu fünf Jahren, mit Ausnahme der Mietverhältnisse für die Verwaltungsgebäude Brooktorkai 18 und 20, für die die Festlaufzeit 12 bzw. 5 Jahre beträgt.

Die DNV SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf Fristenkongruenz und Verhältnismäßigkeit der Haftungsbeträge der Avale gegenüber den zugrundeliegenden Transaktionen gerichtet.

Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die DNV SE derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die DNV SE schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als gering ein.

Angaben zu den Gesamtbezügen der Organe der Gesellschaft

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die satzungsgemäße Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands bestanden per 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 7,2 Mio EUR (i. Vj. 8,1 Mio EUR).

Abschlussprüferleistungen

Die Vergütung des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr TEUR 240 für die Jahresabschlussprüfung sowie TEUR 16 für sonstige Leistungen. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt somit insgesamt TEUR 256.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas, Høvik, Norwegen, einbezogen (Registernummer 911 177 781).

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts war die DNV SE zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die DNV Group AS, Hovik/Norwegen, in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung nach § 3-9 des Norwegischen Accounting Act and Regulations on Simplified IFRS (in der vom norwegischen Finanzministerium beschlossenen Fassung vom 7. Februar 2022) nach den IFRS für die DNV SE erstellt; dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Der Konzernabschluss der DNV Group AS wird seinerseits in den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas, Hovik/Norwegen, als höchster Konzernspitze einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann bei DNV (Corporate Communications), P.O. Box 300, 1322 Hovik/Norwegen, angefordert werden.

Beteiligungsverhältnisse

Die DNV AS, Høvik, Norwegen, hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr seit dem 25. November 2013 eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Aufsichtsrat

Remi Eriksen, Master of Science, Group President and CEO DNV Group, DNV AS, Norwegen (Vorsitzender)

Kjetil Monssen Ebbesberg, Master of Business & Economics, Chief Financial Officer DNV AS, Norwegen (stellvertretender Vorsitzender)

Gro Gotteberg, Master of Business & Science in Economics, Chief Human Resources Officer DNV Group, DNV Group AS, Norwegen
Thina Ytterhorn, Deputy Legal Director, DNV AS, Norwegen
Thomas Reimer, Dipl.-Ing., Chairman of Joint Works Council DNV SE / Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DNV SE (Mitarbeitervertreter)

Guido Otto Wagner, Deputy Chairperson of Works Council DNV GL SE, GL Industrial Services UK Ltd., UK
Vorstand

Dr. Björn-Olaf Borth, Vorstandsvorsitzender, Commercial Executive Board Member, Hamburg
Torsten Fritz Schramm, Vorstand, Operational Executive Board Member, Dötlingen
Knut Ørbeck-Nilssen, Vorstand, Operational Executive Board Member, Hamburg
Gesa Heinacher-Lindemann (seit 07.12.2023), Vorstand, Head of Group Compliance, Jesteburg
Nachtragsbericht

Der mit der Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2024 gekündigt.

Weitere Vorgänge oder Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Hamburg, 13. Juni 2024

Der Vorstand

Dr. Björn-Olaf Borth

T. Schramm

K. Ørbeck-Nilssen

G. Heinacher-Lindemann

Entwicklung des Anlagevermögens 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,




gewerbliche Schutzrechte und




ähnliche Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen Rechten




und Werten 29.096.958 0 -14.395 0 29.082.563
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.064.489 0 -4.867.733 0 4.196.756

38.161.447 0 -4.882.128 0 33.279.319
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche




Rechte und Bauten 421.196 0 -52.272 0 368.924
2. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 18.844.125 2.414.341 -11.454.940 1.459.031 11.262.558
3. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 1.500.000 0 0 -1.459.031 40.969

20.765.321 2.414.341 -11.507.212 0 11.672.451
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen




Unternehmen 156.679.739 350.000 -1.953.890 0 155.075.849
2. Ausleihungen an verbundene




Unternehmen 30.497.800 41.000.000 0 0 71.497.800
3. Beteiligungen 386.454 0 0 0 386.454
4. Ausleihungen an Unternehmen




mit Beteiligungsverhältnis 32.400 0 0 0 32.400
5. Sonstige Ausleihungen 11.126.081 869.226 0 0 11.995.307

198.722.474 42.219.226 -1.953.890 0 238.987.810

257.649.243 44.633.567 -18.343.230 0 283.939.580

Kumulierte Abschreibungen

01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,




gewerbliche Schutzrechte und




ähnliche Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen Rechten




und Werten 29.056.443 22.559 -14.395 0 29.064.607
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.138.277 268.591 -2.245.058 0 4.161.810

35.194.720 291.150 -2.259.453 0 33.226.417
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche




Rechte und Bauten 130.316 21.833 -28.210 0 123.939
2. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 17.929.860 2.133.550 -11.527.756 0 8.535.654
3. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0 0 0 0 0

18.060.176 2.155.383 -11.555.966 0 8.659.593
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen




Unternehmen 32.541.083 18.041.350 -55.687 0 50.526.747
2. Ausleihungen an verbundene




Unternehmen 497.800 0 -497.800 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen




mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0

33.038.883 18.041.350 -553.487 0 50.526.747

86.293.780 20.487.884 -14.368.906 0 92.412.757

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 17.956 40.515
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.946 2.926.212

52.902 2.966.727
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten 244.985 290.880
2. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 2.726.903 914.265
3. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 40.969 1.500.000

3.012.857 2.705.145
III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen 104.549.103 124.138.656
2. Ausleihungen an verbundene

Unternehmen 71.497.800 30.000.000
3. Beteiligungen 386.454 386.454
4. Ausleihungen an Unternehmen

mit Beteiligungsverhältnis 32.400 32.400
5. Sonstige Ausleihungen 11.995.307 11.126.081

188.461.064 165.683.591

191.526.823 171.355.463

Anteilsbesitzliste 2023*

Nr. Gesellschaft Sitz Land Anteil Total: Eigenkapital **
in TEUR
Jahres-überschuss**
in TEUR
1 ELBE Holding GmbH Hamburg Deutschland 100,00 6.000 0
2 DNV Maritime Software GmbH Rostock Deutschland 100,00 525 0
3 Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH Hamburg Deutschland 100,00 66.566 0
4 Germanischer Lloyd Industrial Services Vietnam Co. Ltd. Ho Chi Minh City Vietnam 100,00 -28 -80
5 DNV Egypt Limited Kairo Ägypten 100,00 1.390 -485
6 Germanischer Lloyd Industrial Services Holdings (UK) Limited Loughborough Großbritannien 100,00 16.857 -557
7 DNV Energy Systems Germany GmbH Hamburg Deutschland 100,00 1.692 0
8 Germanischer Lloyd Industrial Services Asia Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Malaysia 100,00 4.323 189
9 Germanischer Lloyd Industrial Services Saudi Arabian Co. Ltd Al-Khobar Saudi-Arabien 100,00 1.159 1.038
10 GL Industrial Services UK Ltd. Loughborough Großbritannien 100,00 75.100 25.697
11 Advantica Intellectual Property Limited Loughborough Großbritannien 100,00 293 8
12 Germanischer Lloyd Industrial Services Kazakhstan LLP Atyrau Kasachstan 100,00 112 -81
13 Germanischer Lloyd Noble Denton Tunisia Tunis Tunesien 100,00 56 0
14 DNV Energy Systems Mexico S. de R. L. de C.V. Mexiko D.F. Mexiko 99,99 6.145 -236
15 DNV Kenya Limited Nairobi Kenia 100,00 -1.891 -42
16 Germanischer Lloyd Gabon SARL Port Gentil Gabun 100,00 81 0
17 Germanischer Lloyd Philippines Inc. Manila Philippinen 99,50 346 -9
18 DNV Bangladesh Limited Chittagong Bangladesch 1,00 122 -261
19 Germanischer Lloyd GLM Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Malaysia 70,00 88 -4
20 P.T. Germanischer Lloyd Indonesia Jakarta Indonesien 100,00 -10 -47
21 Germanischer Lloyd (China) Co., Ltd. Shanghai China 100,00 11.919 183
22 Subsidiary Company "Germanischer Lloyd Ukraine" Odessa Ukraine 100,00 5 2
23 Germanischer Lloyd Lebanon S.A.R.L. Amchit Libanon 100,00 658 1.058
24 EURL DNV GL Algeria Algier Algerien 100,00 782 -82
25 Germanischer Lloyd Nigeria Limited Lagos Nigeria 100,00 1.330 1.018
26 Germanischer Lloyd Universal Industrial Services Ltd Ta'Xbiex Malta 100,00 -4.353 0
27 Noble Denton Group Limited London Großbritannien 100,00 -1.132 -23
28 Noble Denton Consultants Ltd. London Großbritannien 100,00 4.609 -414
29 Noble Denton Holdings Limited London Großbritannien 100,00 -3.660 -278
30 Noble Denton India Private Limited Mumbai Indien 100,00 65 103
31 DNV Noble Denton Canada Ltd. Toronto Kanada 100,00 -109 230
32 P.T. Noble Denton Utama Jakarta Indonesien 100,00 -82 -47
33 Garrad Hassan Group Limited Bristol Großbritannien 100,00 15.467 8.829
34 Garrad Hassan & Partners Ltd Bristol Großbritannien 100,00 0 -26
35 DNV Italy S.r.l. Vimercate Italien 100,00 1.552 688
36 DNV Energy India Private Limited Bengaluru Indien 99,90 -461 418
37 DNV Argentina S.A Buenos Aires Argentinien 16,16 3.061 6.924
38 DNV Renewables Certification GmbH Dresden Deutschland 100,00 2.805 0
39 DUtrain GmbH, Gesellschaft für Trainings- und Servicecenter
für Netzbetriebsführung
Duisburg Deutschland 60,00 2.351 1.175


* Bei der Darstellung wurden mittelbare Beteiligungen über Tochtergesellschaften der DNV SE berücksichtigt ** Angaben beziehen sich bei den ausländischen Tochtergesellschaften auf IFRS Ergebnisse 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die DNV SE, Hamburg
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DNV SE (bis 18. Dezember 2023: DNV GL SE), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DNV SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 3.4 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 3.4 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 13. Juni 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brennecke, Wirtschaftsprüfer

Rienecker, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsbeschluss


Der Aufsichtsrat der DNV SE hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss (einschließlich Lagebericht) der DNV SE für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat billigt den Vorschlag des Vorstandes, den verbleibenden Bilanzverlust von TEUR 24.509 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist daher festgestellt.

 

Hamburg, 28 Juni 2024

Der Vorstand

BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER DNV SE ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1.1 Einführung

Im Geschäftsjahr 2023 agierte die DNV SE erneut in einem anspruchsvollen Marktumfeld. In diesem Umfeld verzeichnete die DNV SE im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz (operating revenue) in Höhe von 171,8 Mio. €, 7,1 % mehr als im Vorjahr (160,4 Mio. €). Aus der Bewertung von Investitionen musste die DNV SE für das Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 18,0 Mio. € berücksichtigen (Vorjahr 22,4 Mio. €). Zusätzlich beliefen sich die Ergebnisabführungen auf 27,5 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €). Dadurch sank das Eigenkapital auf 11,0 Mio. € und die Gesellschaft wies nun eine Eigenkapitalquote von 3,5 % auf.

Während des Geschäftsjahres informierte der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über die Lage der DNV SE sowie über wichtige Geschäftsereignisse und Pläne, und der Aufsichtsrat erörterte diese mit dem Vorstand in mehreren Sitzungen und Telefonkonferenzen.

1.2 Aufsichtsratssitzungen

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats waren unter anderem die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die strategische und operative Planung sowie das Risikomanagement der Gesellschaft und des Konzerns. Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2023 viermal.

1.2.1 Schriftlicher Umlaufbeschluss am 27. Februar 2023

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 27. Februar 2023 hat der Aufsichtsrat der Bestellung von Nicole Lichtenberg zur Prokuristin der DNV SE zugestimmt. Des Weiteren wurde dem Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der Proxima Solutions GmbH durch die Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH zugestimmt.

1.2.2 Erste ordentliche Sitzung am 28. Juni 2023

Im Mittelpunkt der ersten ordentlichen Sitzung am 28. Juni 2023 standen der Jahresabschluss 2022 einschließlich des Lageberichts sowie der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz (sog. Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2022 der DNV SE.

Der vom Vorstand vorgelegte und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der DNV SE für das Geschäftsjahr 2022 wurde genehmigt. Der Aufsichtsrat stimmte auch dem Vorschlag des Vorstands zu, den Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 24,000 € (nach Berücksichtigung der ausschüttungsfähigen Rücklagen) auf neue Rechnung vorzutragen.

Der vom Vorstand vorgelegte Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2022 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Bericht des Aufsichtsrates für das Jahr 2022 wurde verabschiedet. Darüber hinaus wurde die geschäftliche Entwicklung und wirtschaftliche Situation der DNV SE für die ersten vier (4) Monate des Jahres 2023 erläutert und die Tagesordnung der für denselben Tag anberaumten Hauptversammlung einschließlich der Beschlussempfehlungen gebilligt. Darüber hinaus wurde die aktuelle Situation des grenzüberschreitenden Cash Pools mit DNV AS erörtert und über den Stand des LEEP (Legal Restructuring Project) informiert.

Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der Umbenennung der deutschen Wohlfahrtsstiftung des DNV Deutschland und der Neufassung ihrer Satzung zu und diskutierte die beabsichtige Bestellung von Gesa Heinacher-Lindemann als weiteres Mitglied des Vorstandes.

1.2.3 Schriftlicher Umlaufbeschluss am 13. November 2023

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 13. November 2023 hat der Aufsichtsrat Gesa Heinacher-Lindemann als weiteres Mitglied des Vorstands bis zum 31 Juli 2025, 24:00 Uhr bestellt und Björn-Olaf Borth, Torsten Fritz Schramm und Knut Ørbeck-Nilssen als Mitglieder des Vorstands wiederbestellt (jeweils bis zum 30. November 2025, 24:00 Uhr). Des Weiteren wurde dem Abschluss bzw. der Verlängerung/Änderung der Anstellungsverträge von Gesa Heinacher-Lindemann, Björn-Olaf Borth und Torsten Fritz Schramm zugestimmt. Den Anstellungsvertrag von Knut Ørbeck-Nilssen, der mit der DNV AS abgeschlossen wurde, hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen und genehmigt.

1.2.4 Zweite ordentliche Sitzung am 19. Dezember 2023

In der zweiten ordentlichen Sitzung am 19. Dezember 2023 genehmigte der Aufsichtsrat den aktualisierten Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand nach der Bestellung von Gesa Heinacher-Lindemann als weiteres Vorstandsmitglied und änderte § 4 Abs. (6) lit. c der Geschäftsordnung für den Vorstand (Streichung von "gemeinsam mit dem Gesellschaftssekretär").

Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung bis einschließlich des dritten Quartals 2023 und genehmigte das Budget für das Geschäftsjahr 2024. Es wurden Informationen zu finanziellen Aspekten sowie Berichte zu Risiko, interner Revision und Compliance für die Gesellschaft für das Jahr 2023 gegeben. Die aktuelle Situation des grenzüberschreitenden Cash Pools mit DNV AS wurde erörtert und über den aktuellen Stand des LEEP (Legal Restructuring Project) informiert. Abschließend wurde über das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das seit dem 1. Januar 2024 auf die DNV SE anwendbar ist, und die geplante Umfirmierung von "DNV GL SE" in "DNV SE" informiert.

1.3 Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht

Der Jahresabschluss 2023 und der Lagebericht wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus wurde der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (sog. Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2023 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und mit folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG versehen:

Deutsche Originalfassung: Englisch Convenience Translation:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
"Following our statutory audit and assessment we confirm that
1. the factual statements made in the report are correct and
2. The Company's consideration with respect to the legal transactions listed in the report was not inappropriately high."


Der Jahresabschluss 2023, der Lagebericht, der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG (der auch den Abhängigkeitsbericht umfasst) lagen jedem Mitglied des Aufsichtsrats zur Einsichtnahme vor. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht mit den Wirtschaftsprüfern der KPMG erörtert. Einwendungen gegen die Abschlüsse, den Lagebericht oder die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht wurden nicht erhoben. Auf dieser Grundlage billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 28. Juni 2024 den Jahresabschluss 2023 und den Abhängigkeitsbericht 2023 ohne Einschränkungen.

Der Jahresabschluss 2023 wurde damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement im Jahr 2023.

 

Høvik/Hamburg, 28. Juni 2024

DER AUFSICHTSRAT

Kjetil Monssen Ebbesberg, Stellvertretender Vorsitzender

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