DNV SE (vormals: DNV GL SE)
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
bis
18. Dezember 2023: DNV GL SE
Lagebericht
für 2023
1. Grundlagen der Gesellschaft
1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft
Die im Jahre 1867 gegründete
Schiffsklassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd AG
hat seit dem Merger mit der Det Norske Veritas im September
2013 zunächst in DNV GL SE und mit Beschluss vom 18.
Dezember 2023 in DNV SE umfirmiert, Die DNV SE ist eine
unabhängige Klassifikations-, Zertifizierungs- und
Beratungsgesellschaft. Ihren internationalen, vorrangig
maritimen Kunden, offeriert die Gesellschaft ein
Serviceportfolio aus Schiffsklassifikation,
Offshore-Klassifikation, Zertifizierung von Materialien und
Komponenten sowie der Sicherheit von Schiffs- und
Hafenanlagen in Bezug auf Arbeitsbedingungen und
Gefahrenabwehr, maritimen Beratungen, Trainings sowie
statutarischen Services. Zudem bietet die DNV SE ihren
Kunden informationstechnologische Lösungen u.a. zur
Brennstoff- und Emissionsminimierung in der Schifffahrt
oder dem Accounting von Schiffsbetriebsgesellschaften an.
Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft inklusive
ihrer Betriebsstätten zum 31. Dezember 2023 670 (i.
Vj. 730) Mitarbeiter.
Die DNV SE agiert als operative Holding und
unterhält neben ihrem eigenen Geschäftsbetrieb
mittelbar Beteiligungen an Unternehmen an wichtigen
maritimen Standorten. Über ihre Beteiligungen an der
Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH, der DNV
Renewables Certification GmbH und der Garrad Hassan Group
in UK ist die DNV SE auch im Öl & Gas- und
Erneuerbare-Energien-Geschäft präsent.
Die DNV SE unterhielt im Berichtsjahr zudem
Betriebsstätten in Ägypten, Abu Dhabi, Kuba und
Indien. Die Betriebsstätte Abu Dhabi ist im
Berichtsjahr veräußert worden.
Die DNV SE unterstützt die in der DNV Group
definierten Werte "We care", "We dare" und "We share". Zu
den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des
Geschäftsbereichs Maritime gehören der risiko-
und emissionsminimierte Seetransport, die Erhöhung der
Schiffsverfügbarkeit durch die Minimierung von
Ausfallzeiten, die Verringerung der
Schiffslebenszykluskosten sowie die Verbesserung von
Prozessen durch den Einsatz modernster IT-Technologien.
Jedes Jahr sollen etwa 5,0 % der operativen
Erlöse der DNV Group in Forschung und Entwicklung
investiert werden. Die Forschungs- und
Entwicklungstätigkeiten werden zentral bei der
Muttergesellschaft (DNV AS) koordiniert. Im Rahmen dieser
Koordinierung werden sämtliche Themen zu Forschungs-
und Entwicklungsschwerpunkten an sie adressiert.
1.2. Unternehmensziele und -strategien
Die Vision der DNV SE ist es, auf globaler Ebene eine
sichere und nachhaltige Zukunft zu schaffen und damit einen
positiven Beitrag für die Welt zu leisten und den
Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt zu
entsprechen.
Von dem Ziel des Schutzes von Leben, Eigentum und der
Umwelt angetrieben, will die DNV SE ihren Kunden
ermöglichen, die Sicherheit und Nachhaltigkeit ihrer
Geschäfte weiterzuentwickeln. Darüber hinaus
unterstützt die DNV SE ihre Kunden dabei, noch
sicherer, effektiver und umweltbewusster in ihrem Handeln
zu sein. Hierbei wird die Vermeidung von Schäden
für Menschen und Vermögenswerte immer im
Vordergrund stehen.
Zu den Werten der DNV SE gehört es, Vertrauen
aufzubauen, keine Kompromisse bei Qualität oder
Integrität zu machen, Teamwork und Innovation zu
fördern, sich um ihre Kunden und umeinander zu
kümmern sowie offen für Veränderungen zu
sein und konkrete Ergebnisse zu liefern.
Im Geschäftsbereich Maritime wird die
Klassifizierung von Schiffen und Schiffskomponenten auch
zukünftig das Kerngeschäft der Gesellschaft
darstellen. Daneben steht aber auch die Wahrnehmung von
Wachstumschancen im Beratungsgeschäft sowie in der
nicht klassifikatorischen Zertifizierung.
1.3. Steuerungssystem (Leistungsindikatoren zur
Gruppensteuerung)
Die DNV Group erfasst und analysiert auf Ebene des
Konzerns die Umsatz- und Ergebnisentwicklung u. a. nach
Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen
bzw. Ländern. Hierbei basieren die finanziellen
Leistungsindikatoren auf den betrieblichen Ergebnissen der
einzelnen Beteiligungsgesellschaften, Betriebsstätten
und kleineren organisatorischen Einheiten wie Profit
Center.
Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
abgegrenzten finanziellen Steuerungsgrößen
umfassen auf Konzernebene u.a. die Gesamtleistung (Total
Revenue) und das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen
betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich
des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses,
jedoch vor Steuern. Die finanziellen Leistungsindikatoren
der DNV SE entsprechen den finanziellen
Steuerungsgrößen auf Konzernebene.
Die Gesamtleistung der DNV Group stieg in 2023 um 6,6
Mrd. NOK (0,59 Mrd. EUR) von 25,0 Mrd. NOK (2,48 Mrd. EUR)
in 2022 auf 31,6 Mrd. NOK (2,82 Mrd. EUR). Neben
bedeutendem organischen Wachstum trugen Akquisitionen in
den strategischen Schwerpunktbereichen Cybersicherheit,
Aquakultur und Energie mit 2,8% zum Wachstum von 26% im
Jahr 2023 bei.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) stieg um 1,2 Mrd. NOK (0,11 Mrd. EUR) von 4,2 Mrd.
NOK (0,42 Mrd. EUR) im Jahr 2022 auf 5,4 Mrd. NOK (0,48
Mrd. EUR) im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis (EBIT)
für 2023 belief sich auf 4,3 Mrd. NOK (0,38 Mrd. EUR),
ein Anstieg um 1,1 Mrd. NOK (0,1 Mrd. EUR) im Vergleich zu
3,2 Mrd. NOK (0,32 Mrd. NOK) im Jahr 2022. Organisches
Wachstum war der wesentliche Treiber für das
verbesserte EBITDA in 2023.
1.4. Geschäftsverlauf
Die
Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher
Erträge der DNV SE erhöhte sich gegenüber
dem Jahr 2022 um 7,6 % auf 173,8 Mio. EUR (i. Vj. 161,5
Mio. EUR).
Die
Umsatzerlöse erholten sich deutlich um 23,0
Mio. EUR auf 177,6 Mio. EUR (i. Vj. 154,6 Mio. EUR) und
bewegen sich damit wieder auf dem Niveau vor den
Corona-bedingten Umsatzrückgängen in den Jahren
2020 bis 2021.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von im
Vorjahr 1,1 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung
ist im Wesentlichen auf die Auflösung einer
Einzelwertberichtigung gegenüber einem verbundenen
Unternehmen, dem Anstieg von Erträgen aus
Kursdifferenzen sowie der Auflösung von
Rückstellungen zurückzuführen.
Die
betrieblichen Aufwendungen sind mit 152,6 Mio. EUR
um 20,9 Mio EUR niedriger als im Vorjahr. (i. Vj. 173,6
Mio. EUR). Die wesentlichen Treiber sind bei der jeweiligen
Aufwandsposition dargestellt.
Die
Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich
von 16,4 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 20,2 Mio. EUR im Jahr
2023 erhöht. Der Anstieg in Höhe von 3,8 Mio. EUR
resultiert aus gestiegenen bezogenen Fremdleistungen
aufgrund gestiegener Umsatzerlöse.
Die
Personalaufwendungen sanken im Jahr 2023 um 28,1
Mio. EUR (-25,0 %) gegenüber dem Vorjahr auf 84,4 Mio.
EUR. Nach einem Einmaleffekt im Vorjahr, der im Vorjahr zu
einem Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung
von 25,2 Mio. EUR geführt hatte, sind die Aufwendungen
für Altersversorgung wieder auf dem Niveau von 2021.
Aufgrund der geänderten gesamtwirtschaftlichen Lage
kam es im Vorjahr bei der Bewertung der
Pensionsrückstellungen zu wesentlichen Einmaleffekten
aus der Anpassung der angenommenen Rententrends.
Gegenüber dem Jahr 2022 nahmen die
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände um 1,2 Mio. EUR auf 2,4
Mio. EUR zu. Hierbei handelt es sich primär um
planmäßige Abschreibungen auf Betriebs- und
Geschäftsausstattung sowie den Geschäfts- und
Firmenwert.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich im Geschäftsjahr um 2,0 Mio. EUR auf 45,5 Mio.
EUR (i. Vj. 43,5 Mio. EUR). Wesentliche Veränderungen
in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen den
Anstieg der Aufwendungen für sonstige Fremdleistungen
im Konzern von 16,4 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 17,7 Mio.
EUR, eine Erhöhung der Aufwendungen für
Büroflächen von 7,2 Mio. EUR um 1,1 Mio EUR auf
8,3 Mio. EUR sowie den Anstieg von Reise- und
Kraftfahrzeugkosten von 4,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR auf
5,1 Mio. EUR. Gegenläufig reduzierte sich der sonstige
adminstrative Aufwand von 4,5 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR auf
3,0 Mio. EUR und verringerte sich der Aufwand aus
Kursdifferenzen von 1,6 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR auf 1,2
Mio EUR. Alle übrigen Positionen erhöhten sich um
insgesamt 0,3 Mio. EUR.
Das
Beteiligungsergebnis reduzierte sich von -0,9 Mio.
EUR um 27,3 Mio. EUR auf -28,2 Mio. EUR. Das Ergebnis aus
Veräußerungen von Tochtergesellschaften sowie
von erhaltenen Dividenden von Tochtergesellschaften
reduzierte sich von 9,7 Mio. EUR um 10,4 Mio. EUR auf -0,7
Mio. EUR. Die Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen sanken von 2,4 Mio. EUR
auf 0,5 Mio. EUR. Weiterhin stieg der Aufwand aus
Verlustübernahmen von 13,0 Mio. EUR um 14,9 Mio. EUR
auf 27,9 Mio. EUR.
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von
Pensionsrückstellungen belasteten das
Finanzergebnis mit 6,0 Mio. EUR und liegen damit
unterhalb des Vorjahresniveaus (i. Vj. 6,8 Mio. EUR). Eine
deutliche Belastung des Finanzergebnissen resultierte
erneut aus der Wertberichtigung von Finanzanlagen in
Höhe von 18,0 Mio. EUR (i. Vj. 22,5 Mio. EUR).
Hintergrund der Abwertung sind die aufgrund der globalen
Entwicklung veränderten Geschäftsaussichten der
Beteiligungen sowie Parameterannahmen innerhalb des
Bewertungsmodells, die im Berichtsjahr zur Abwertung einer
Finanzanlage führten. In Summe reduzierte sich die
deutliche Belastung durch das Finanzergebnis im
Berichtsjahr um 8,2 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR (i. Vj. 26,4
Mio. EUR).
Das
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen
betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich
des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses,
jedoch vor Steuern, lag im Jahr 2023 bei -25,2 Mio. EUR (i.
Vj. -39,4 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung des Ertrags aus
Ertragsteuern sowie den sonstigen Steuern von 0,7 Mio. EUR
(i. Vj. Aufwand 3,0 Mio. EUR) ergibt sich ein
Jahresfehlbetrag von -24,5 Mio. EUR. Nach einem
Jahresfehlbetrag von -42,4 Mio. EUR im Vorjahr ist das
Jahresergebnis um 17,9 Mio. EUR auf einen Jahresfehlbetrag
von -24,5 Mio. EUR angestiegen.
Die
Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber
dem Vorjahr um 16,8 Mio. EUR (-5,1 %) auf 313,7 Mio. EUR
gesunken.
Das
Anlagevermögen hat sich gegenüber dem
Vorjahr um 20,2 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg basiert
im Wesentlichen aus der Erhöhung von Ausleihungen
gegenüber verbundenen Unternehmen um 41,0 Mio. EUR
sowie der gegenläufigen Abwertung einer Finanzanlage
in Höhe von 18,0 Mio. EUR und dem Abgang eines in der
Betriebsstätte Abu Dhabi bilanzierten Geschäfts-
oder Firmenwertes von 2,6 Mio. EUR.
Zum 31. Dezember 2023 war das
Anlagevermögen wie im Vorjahr vollständig
durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung
stehende Fremdmittel (Pensionsrückstellungen) gedeckt.
Das
Umlaufvermögen reduzierte sich um 36,8 Mio. EUR
im Vergleich zum Vorjahr auf 122,1 Mio. EUR. Der
Rückgang setzt sich zusammen aus einem Abbau des
Vorratsvermögens um 7,5 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR,
welches sich nach einem Anstieg in 2022 um 7,5 Mio. EUR
damit wieder auf Niveau des Jahres 2021 bewegt, sowie einem
Rückgang der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände um 29,0 Mio EUR auf 116,4
Mio. EUR. Darüber hinaus hat sich der Bestand an
Guthaben bei Kreditinstituten um 0,3 Mio EUR auf 2,1 Mio.
EUR reduziert.
In den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen sind die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen um 32,2 Mio. EUR auf 100,8 Mio. EUR
gesunken. Dabei sind die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen aus Cashpool um 35,0 Mio. EUR auf EUR 74,0 Mio
gesunken. Der positive operative Cashflow glich damit den
durch die Vergabe einer Ausleihung gegenüber
verbundenen Unternehmen um 41,0 Mio. EUR gesunkenen
Cashpool teilweise aus.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
erhöhten sich zum Jahresende um 1,4 Mio. EUR auf 11,6
Mio. EUR und bewegen sich damit auf Vorjahresniveau. Die
sonstigen Vermögensgegenstände waren aufgrund
gestiegener Steuerforderungen zum Stichtag mit 4,0 Mio. EUR
um 1,9 Mio EUR über Vorjahresniveau (i.Vj. 2,2 Mio.
EUR).
Der
Bestand an liquiden Mitteln betrug 2,1 Mio. EUR (i.
Vj. 2,4 Mio. EUR) und bewegt sich damit auf
Vorjahresniveau.
Das
Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag auf 11,2
Mio. EUR (i. Vj. 35,5 Mio. EUR). Ursächlich für
den Rückgang ist das negative Jahresergebnis - im
Wesentlichen bedingt durch die Abwertung von Finanzanlagen
sowie die Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften.
In den Rückstellungen in Höhe von 264,9
Mio. EUR (i. Vj. 267,5 Mio. EUR) gab es einen Rückgang
der Pensionsverpflichtungen um 1,5 Mio. EUR auf 242,4 Mio.
EUR. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich
aufgrund des steuerlichen Ergebnisses der
ertragssteuerlichen Organschaft um 0,3 Mio. EUR auf 3,5
Mio. EUR (i. Vj. 3,8 Mio. EUR). Die sonstigen
Rückstellungen sind mit 19,0 Mio. EUR leicht gesunken
(i. Vj. 19,9 Mio. EUR).
Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 10,3 Mio. EUR
auf 37,9 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen daraus, dass
die Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen
gegenüber verbundenen Unternehmen um 14,9 Mio. EUR auf
27,9 Mio. EUR gestiegen sind. Gegenläufig konnten die
Verbindlichkeiten aus Leistungsverrechnung im
Verbundbereich aufgrund von Maßnahmen zur Reduzierung
von Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich zum
Stichtag um 4,4 Mio. EUR reduziert werden.
Die DNV SE ist der Überzeugung, dass ausreichend
Flexibilität besteht, die Kapitalerfordernisse
inklusive der planmäßigen Bedienung der
Finanzschulden der operativen Geschäftstätigkeit
zu decken. Die Liquiditätsausstattung ist durch den
Cash Pool Vertrag mit der Muttergesellschaft DNV Group AS,
Høvik, und die bestehende Kreditlinie bei der
Muttergesellschaft mit einwandfreier Bonität
gesichert.
2. Wirtschaftsbericht 2023
2.1. Makroökonomische Rahmenbedingungen
2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Die Weltwirtschaft befindet sich in einer
allmählichen Erholungsphase, in der sie die
Auswirkungen der Pandemie, den Einmarsch Russlands in der
Ukraine und die Herausforderungen durch die Inflation
überwunden hat. Rückblickend hat sich die
Weltwirtschaft als außergewöhnlich
widerstandsfähig erwiesen. Der World Economic Outlook
Update des IWF vom Januar 2024 prognostiziert für 2023
eine globale Wachstumsrate von 3,1%, was eine Verlangsamung
gegenüber der globalen Wachstumsrate von 3,5% für
2022 bedeutet. Das Wachstumstempo bleibt langsam und
ungleichmäßig und ist durch eine zunehmende
Divergenz auf globaler Ebene gekennzeichnet. Dies ist
niedriger als der historische Durchschnitt von 2000 bis
2019, der bei 3,8% lag. Die erhöhten Leitzinsen der
Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, die
geringere fiskalische Unterstützung aufgrund der hohen
Verschuldung und das gedämpfte zugrundeliegende
Produktivitätswachstum haben die
Wirtschaftstätigkeit belastet.
Im ersten Quartal (Q1) verzeichneten die Vereinigten
Staaten ein Wachstum von 1,1 % und Europa nur einen
marginalen Anstieg von 0,1 %. China hingegen setzte seinen
rasanten Wachstumskurs fort und verzeichnete ein Wachstum
von 8,9% gegenüber dem vierten Quartal 2022, nachdem
die Wirtschaftstätigkeit Anfang 2023 nach der
COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde.
Im Mai 2023 erklärte die
Weltgesundheitsorganisation, dass COVID-19 nicht mehr als
globaler Gesundheitsnotstand gilt. Trotz eines Anstiegs der
Infektionen in bestimmten Regionen zu diesem Zeitpunkt sind
die Krankenhauseinweisungen relativ begrenzt geblieben. Die
pandemiebedingten Unterbrechungen der Versorgungskette
haben sich weitgehend normalisiert und wieder das Niveau
von vor der Pandemie erreicht. Darüber hinaus haben
sich die globalen Finanzbedingungen verbessert, da die
schweizerischen und US-amerikanischen Behörden im
März entschiedene Maßnahmen ergriffen haben, um
die Turbulenzen im Bankensektor abzumildern.
Im zweiten Quartal (Q2) wuchs das BIP um 3,4% im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies übertraf
frühere Prognosen, einschließlich derer im
Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom April 2023. Die
beobachtete Widerstandsfähigkeit kann auf den robusten
Konsum in den Vereinigten Staaten zurückgeführt
werden, der durch angespannte Arbeitsmärkte
angetrieben wird. Darüber hinaus trugen Länder
mit einem bedeutenden Reise- und Tourismussektor, wie
Italien, Mexiko und Spanien, zu einer robusten
Wirtschaftstätigkeit bei.
In 2023 wurde weiterhin damit gerechnet, dass sich
das Wachstum in den Vereinigten Staaten in der zweiten
Hälfte des Jahres 2023 abschwächen wird, und die
Arbeitslosenquote ab dem zweiten Quartal steigen wird. Dies
entspricht einer allmählicheren und weicheren
wirtschaftlichen Landung als noch Anfang 2023 für die
US-Wirtschaft erwartet. In Europa gibt es unterdessen auch
eine Divergenz bei den Wachstumsraten der großen
Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone im Jahr 2023.
Insbesondere für Deutschland wurde im Laufe 2023 ein
moderater wirtschaftlicher Rückgang in der zweiten
Hälfte des Jahres 2023 prognostiziert. Dieser
Rückgang wird durch eine Schwäche in
zinssensiblen Sektoren und eine Verlangsamung der Nachfrage
von Handelspartnern beeinflusst werden. Darüber hinaus
erwartet die Internationale Energieagentur einen Anstieg
der Ölnachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d)
auf 102,2 mb/d im Jahr 2023. Die Unsicherheit bleibt jedoch
hoch.
Am Ende des Jahres 2023 lagen die Prognosen für
das durch den Krieg in der Ukraine belastete globale
Wachstum im Berichtsjahr 2023 bei 3,1 %. Die treibenden
Kräfte hinter diesem Wachstum waren die Schwellen- und
Entwicklungsländer mit einer Wachstumsrate von 4,1 %,
angeführt von Indien mit 6,7 %. In den
Industrieländern wurde für das Berichtsjahr ein
globales Wachstum von 1,6 % erwartet. Vor allem Spanien
(2,4%), Japan (1,9%) und die Vereinigten Staaten (2,5%)
trugen erheblich zu diesem Wachstum bei. Für die
Eurozone als Ganzes wurde für 2023 ein Wachstum von
0,5% erwartet, während der Beitrag Deutschlands bei
-0,3% lag.
Für die globale Gesamtinflation wird für
das Jahr 2023 von einem Rückgang ausgegangen, von
ihrem Höchststand von 8,7% im Jahr 2022
(Jahresdurchschnitt) auf 6,8% im Jahr 2023. Während
die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung erste
Ergebnisse zeigen, ist ein wichtiger Faktor, der zum
erwarteten Rückgang der Gesamtinflation im Jahr 2023
beiträgt, der Rückgang der internationalen
Rohstoffpreise. In fast drei Vierteln der Volkswirtschaften
wird die Gesamtinflation im Jahr 2023 zurückgehen. Die
Inflation ist aufgrund positiver Angebotstrends schneller
gesunken als erwartet. Jüngste monatliche Daten deuten
darauf hin, dass sowohl die Gesamtinflation als auch die
zugrunde liegende Inflation (Kerninflation) jetzt in der
Nähe des Niveaus liegen, das vor der Pandemie
beobachtet wurde.
Nach Angaben des IWF belief sich das
Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr auf 2,5%. Es
wird erwartet, dass der Leitzins der Federal Reserve auf
dem derzeitigen Niveau von etwa 5,4% bleibt. Es wird jedoch
erwartet, dass der Realzins unverändert bleibt, bis
die Inflationsziele in Sichtweite sind.
China steht aufgrund seiner Immobilienkrise und des
schwindenden Vertrauens vor wachsenden Herausforderungen.
Die anhaltende finanzielle Belastung des Sektors stellt
eine potenzielle Bedrohung für das globale
Wirtschaftswachstum dar. Laut IWF liegt das
Wirtschaftswachstum für China im Jahr 2023 bei 5,2%.
Die Inflation in China liegt jedoch nahe bei Null und die
Zentralbank hat die Geldpolitik bereits gelockert.
2.1.2. Branchenspezifische Entwicklungen
Das Segment der Massengutschiffe (Bulk Carrier)
verzeichnete im Jahr 2023 ein Wachstum der Nachfrage um
3,4% (basierend auf tons cargo). Das Wachstum der Nachfrage
basierend auf Tonnenmeilen steigerte sich sogar um 4,4%. So
gab es Verbesserungen in China nach seiner
Post-Covid-bedingten Wiedereröffnung und
Verschiebungen der Handelsströme durch den
Russland-Ukraine-Konflikt. In Kombination mit einem
geschätzten Flottenkapazitätswachstum von 3,1%
führte dies dazu, dass das vergangene Jahr für
Bulk Carrier besser war als 2022. Der seeseitige Handel von
Massengütern verzeichnete ein Wachstum in 2023, vor
allem durch Kohle (+7,1%), Eisenerz (+44%) und Getreide
(+1,6%). Insgesamt sind die durchschnittlichen
Chartererlöse im Bulk-Segment im Laufe des Jahres 2023
gestiegen.
Im Bereich der Containerschiffe ist im Jahr 2023 der
gesamte Handel mit Seecontainern um 0,5% gestiegen,
basierend auf TEU (Zwanzig-Fuß Standardcontainer).
Die Containerschifffahrtsmärkte standen aufgrund des
schnellen Wachstums der Kapazität weiterhin unter
erheblichem Druck. Die Frachtraten in 2023 lagen im
Durchschnitt deutlich unter dem starken Vorjahresniveau,
blieben aber weitgehend über dem Niveau von 2019. In
2023 haben sich die Charterraten weiter abgeschwächt,
bleiben aber weitgehend über dem Niveau von 2019.
Der Neubaumarkt zeigte sich im Jahr 2023 auf gutem
Niveau an neubestellten Schiffen. Zum 31. Dezember 2023
wurde ein globales Auftragsvolumen für Neubauten von
86,4 Millionen BRZ (Bruttoregisterzahl) gemeldet (2022:
75,0 Millionen BRZ). Dies entspricht einem Wachstum von 15%
gegenüber 2022.
3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
3.1. Prognosebericht
3.1.1. Allgemeiner Marktausblick
Die jüngsten Prognosen bestätigen, dass
sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Kurs befindet,
mit konstanten Wachstumsraten und einem Rückgang der
Inflation gegenüber dem Mehrjahrzehnthoch von 2022.
In seinem World Economic Outlook Update Januar 2024
prognostiziert das World Economic Forum (WEF) ein globales
Wirtschaftswachstum von 3,1% für 2024. Das Wachstum in
den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird derzeit
voraussichtlich stabil bei 1,5% bleiben. Insbesondere im
Euroraum (0,9%) und im Vereinigten Königreich (0,6%)
sind die Erwartungen gedämpft. Für die Schwellen-
und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,1%
erwartet. Allerdings dürfte es hier starke regionale
Unterschiede geben. Die Weltbank rechnet mit einem
Rückgang des globalen Wachstums auf 2,4% im Jahr 2024,
beeinflusst durch eine straffe Geldpolitik,
eingeschränkte Kreditbedingungen und einen
schleppenden globalen Handel und Investitionen.
Was die chinesische Wirtschaft betrifft, so beziffert
das WEF seine Wirtschaftsprognose für 2024 auf 4,6%
und damit 0,6% niedriger als im Vorjahr (2023: 5,2 %).
In den Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des
Wachstums erwartet, der von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im
Jahr 2024 zurückgeht. Dieser Trend wird auf die
verzögerten Auswirkungen der strafferen Geldpolitik,
allmähliche fiskalische Einschränkungen und einen
schwächelnden Arbeitsmarkt zurückgeführt,
die zusammen zu einer Verlangsamung der Gesamtnachfrage
beitragen.
Das WEF erwartet, dass sich die globale Inflation auf
5,8 % im Jahr 2024 abschwächen wird. Die Faktoren
für die rückläufige Inflation sind von Land
zu Land unterschiedlich, umfassen aber in der Regel einen
Rückgang der Kerninflation aufgrund einer anhaltend
straffen Geldpolitik, eine damit verbundene Aufweichung der
Arbeitsmärkte und die Auswirkungen früherer und
anhaltender Senkungen der relativen Energiepreise.
Das WEF erwartet einen Rückgang der
Energiepreise und eine Fortsetzung der sinkenden
Inflationsraten im Jahr 2024. Für die
Industrieländer wird für 2024 eine
durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert,
während sie in den Entwicklungs- und
Schwellenländern bei 8,1 % liegt. Wie im World
Economic Outlook Update vom Januar 2024 dargelegt, wird
durchweg mit einem deutlichen Rückgang der
Ölpreise gerechnet. Das WEF rechnet mit einem
Rückgang um 16 % im Jahr 2023, gefolgt von einem
Rückgang um 2,3 % im Jahr 2024. In der Eurozone haben
der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien und die
verbesserte Verfügbarkeit von Kernenergie die
Gaspreise nach unten getrieben. Der Erdgasverbrauch in
Europa ging um 7 % zurück und erreichte damit den
niedrigsten Stand seit 1995. Die Title Transfer Facility
Month-Ahead-Preise gingen ab 2022 um fast 70 % zurück
und lagen 2023 bei durchschnittlich 13 USD/MBtu. Dies ist
jedoch immer noch zweieinhalb Mal so hoch wie der
Fünfjahresdurchschnitt zwischen 2016 und 2020.
Das Wachstum des Welthandelsvolumens dürfte mit
3,3 % im Jahr 2024 hinter seinem historischen Durchschnitt
von 4,9 % zurückbleiben. Bemerkenswert ist, dass der
Wert für 2023 bei bescheidenen 0,4 % liegt. Das
erwartete Anhalten der zunehmenden Handelsverzerrungen und
der geoökonomischen Fragmentierung wird wahrscheinlich
einen Abwärtsdruck auf das Gesamtvolumen des
Welthandels ausüben.
Die globale Wirtschaftslandschaft bietet einen
ausgewogenen Risikoausblick. Zu den Aufwärtsrisiken
gehören das Potenzial für eine schnellere
wirtschaftliche Erholung in China und die Fortschritte bei
der künstlichen Intelligenz (KI), die das Potenzial
hat, sowohl die Produktivität als auch die
Erträge zu steigern. Während eine schnellere
Disinflation die finanziellen Bedingungen entspannt,
bleiben mehrere Risiken bestehen. Geopolitische Schocks,
anhaltende Inflation und Störungen in
Schlüsselsektoren könnten die straffen
monetären Bedingungen verlängern. Die politischen
Entscheidungsträger stehen vor der unmittelbaren
Aufgabe, den Abstieg der Inflation zum Ziel zu steuern, die
Geldpolitik anzupassen und sich auf die
Haushaltskonsolidierung zu konzentrieren. Gezielte
Strukturreformen sind entscheidend für ein
nachhaltiges Produktivitätswachstum und die
Tragfähigkeit der Schulden. Eine wirksame
multilaterale Koordinierung ist für die
Bewältigung von Herausforderungen wie der
Schuldenregulierung und der Eindämmung des
Klimawandels unerlässlich. Die Bewältigung dieser
Herausforderungen wird für die Förderung einer
widerstandsfähigen und nachhaltigen globalen
Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung sein.
3.1.2. Branchenspezifischer Ausblick
In 2024 wird der weltweite Seehandel gemäß
Seaborne Trademonitor April von Clarksons Reasearch
voraussichtlich um 2,3 % wachsen nach einem Wachstum um 2,5
% im Jahr 2023 (basierend auf Tons cargo). In 2024 stehen
sich verändernde Handelsmuster im Fokus.
Störungen im Roten Meer und Umleitungen von Schiffen
sorgen für einen Anstieg des globalen
Tonnen-Meilen-Handels.
Der weltweite Containerhandel wird nach Clarksons
Reasearch voraussichtlich um 3,9 % in TEU im Gesamtjahr
2024 wachsen (+0,5% im Jahr 2023). Basierend auf TEU-Meilen
könnte das Wachstum im Jahr 2024 +8,8% erreichen. Die
laufende Umleitung von Schiffen weg vom Roten Meer/Golf von
Aden hat weiterhin einen großen Einfluss auf das
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in der
Branche. Für 2024 wird ein Flottenwachstum von
insgesamt 9 % erwartet.
Insgesamt prognostiziert Clarksons Reasearch, dass
sich der Handel von Massengütern im Jahr 2024 um 2,6%
erholen wird (basierend auf Tonnenmeilen, +1,7 % in
Tonnen), nach einem Wachstum von 3,4% im Jahr 2023
(basierend auf Tonnen). Im Jahr 2024 wird erwartet, dass es
Unterstützung durch Frachtmengen in den wichtigsten
Rohstoffen geben wird. Im Jahr 2024 könnten die
Störungen im Roten Meer auch im ersten Halbjahr
anhalten, ebenso wie die anhaltenden Auswirkungen der
Transitbeschränkungen durch den Panamakanal.
Laut dem Container Intelligence Monthly Report von
Clarksons Research hat sich der Kreuzfahrtsektor von der
sehr schwachen Phase während der Covid-Pandemie
deutlich erholt. Große Kreuzfahrtlinien verzeichneten
im Jahr 2023 Rekordumsätze und ein sehr starkes
Buchungsniveau angesichts des starken Nachholbedarfs. Im
Jahr 2024 wird ein weiteres Wachstum des
Passagieraufkommens und der Auslastung erwartet. (35
Millionen im Jahr 2024 prognostiziert).
Aufgrund des militärischen Konfliktes zwischen
Russland und der Ukraine, der anhaltend hohen Inflation
sowie der hohen Energiepreise ist die Entwicklung der
globalen Schifffahrt in dem Jahr 2024 im Wesentlichen von
der allgemeinen Unsicherheit der geopolitischen Lage
bestimmt. Da die Entwicklung der Schifffahrt unmittelbar
mit der Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden ist, sind
die Risiken für das Jahr 2024 und gegebenenfalls auch
für die Folgejahre weiterhin als hoch einzustufen.
3.1.3. Unternehmensleistung und -ergebnis
Wie erwartet war das Jahr 2023 nicht mehr von den
Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie belastet und die
erwartete Stabilisierung der Gesamtleistung wurde sogar
deutlich übertroffen.
Jedoch waren die Ergebnisse von Tochtergesellschaften
mit Ergebnisabführungsverträgen aufgrund von
Einmaleffekten in den Tochtergesellschaften deutlich
niedriger als erwartet, so dass die Verlustübernahmen
das Ergebnis mit 27,9 Mio. EUR deutlich stärker als
erwartet belasteten. Darüber hinaus belastete die
Abwertung von Finanzanlagen das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe
von 18,0 Mio. EUR unerwartet stark.
Entsprechend fiel das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit erheblich geringer aus als
erwartet. Das operative Ergebnis der Gesellschaft vor
Abwertung von Finanzanlagen und Ergebnisübernahmen hat
sich deutlich gesteigert.
Die globale Entwicklung ist auch 2024 sehr volatil
und erheblichen Planungsunsicherheiten ausgesetzt. Die DNV
SE erwartet für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin
ein schwieriges Umfeld, das von den Unsicherheiten aufgrund
des Russland-Ukraine Kriegs geprägt ist. Die DNV SE
ist davon überzeugt, dass die Sondereffekte aus
Finanzanlagen das Jahresergebnis 2024 nicht in dem
Maße belasten werden wie 2023. Insgesamt wird
für 2024 eine Gesamtleistung auf dem Niveau von 2023
sowie ein leicht negatives bis leicht positives Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
erwartet.
3.2. Risikobericht
Risikomanagementsystem
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das
konzernweite Risikomanagementsystem der DNV-Gruppe
integriert.
Die Risikoidentifikation erfolgt durch die
verantwortlichen Manager der Geschäftseinheiten. Die
Einordnung der konzernweit relevanten Risiken wird -
unterstützt durch ein
geschäftsbereichsübergreifendes Gremium
(Risiko-Komitee) - zentral vorgenommen. Zur Identifikation
und Nachverfolgung der notwendigen Gegenmaßnahmen
wurden Risiko-Verantwortliche für alle Risiken
benannt. In vierteljährlichen Risikoberichten wird der
Vorstand über die aktuelle Risikosituation
unterrichtet. Sollte sich die Risikolage entscheidend
ändern, werden signifikante Einzelrisiken mit Hilfe
einer Ad-hoc-Berichterstattung aufgezeigt.
Risikobericht
Der DNV SE bieten sich durch ihre internationale
Aufstellung und ihr breites Leistungsangebot
vielfältige wirtschaftliche Chancen, aber auch
unternehmerische und branchenspezifische Risiken. Diese
Risiken betreffen insbesondere externe Einflüsse, das
Marktumfeld, aber auch operative Risiken, die aus Kern- und
Unterstützungsprozessen resultieren können.Die
aktuelle weltweite Unsicherheit im Hinblick auf den
Russland-Ukraine Krieg birgt auch weiterhin schwer zu
quantifizierende moderate bis hohe Risiken im Hinblick auf
die gesamtwirtschaftliche Situation.
Um der Gewichtung der im Risikobericht
aufgeführten weiteren Risiken Sorge zu tragen, wurden
die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge,
beginnend mit dem größten Risiko, dargestellt.
Compliance
Unter Compliance-Risiken werden u. a. rechtliche
Risiken, Risiken aus Verstößen gegen
Compliance-Vorschriften und Risiken aus
Verstößen gegen anwendbares Recht betrachtet.
Die DNV Group hat eine Compliance-Organisation
eingerichtet, die durch ein Compliance-Programm für
Mitarbeiter diesen Risiken begegnet. Das
Compliance-Programm der DNV Group wird stetig
weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen
angepasst. Der Group Compliance-Officer berichtet an den
Group CEO, das Board of Directors der DNV Group AS sowie an
den Aufsichtsrat der DNV SE über den Aufbau und die
Weiterentwicklung des Compliance-Programms für die
ganze Gruppe sowie über Non-Compliance Fälle und
Maßnahmen der DNV SE, die zur Aufklärung,
Prävention und gegebenenfalls Sanktionierung ergriffen
wurden.
Wesentliche Compliance-Einzelrisiken sind aus
heutiger Sicht nicht erkennbar.
Personalrisiken
Durch Mitarbeiterfluktuation kann wichtiges Know-how
verloren gehen. Daher binden wir unsere Fach- und
Führungskräfte mit Fach- und
Förderprogrammen, leistungsorientierten
Vergütungssystemen und internationalen
Entwicklungsperspektiven stärker an uns.
Risiken aus vorsätzlichen rechtswidrigen
Handlungen einzelner Mitarbeiter sind nicht
auszuschließen. Dem wird mit einer restriktiven
Funktionstrennung sowie dem konzernweit geltenden DNV
Management System und dem Verhaltenskodex entgegengewirkt.
Möglichem Fehlverhalten wird konsequent nachgegangen.
Informationstechnische Risiken
Laufend werden Vorkehrungen von hoher Priorität
getroffen, die der Sicherheit der Informationssysteme
dienen, um einen Systemausfall mit unter Umständen
gravierenden Folgen für das gesamte Unternehmen zu
vermeiden. Dieses Risiko wird durch diverse
Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrollsysteme,
Notfallpläne und die unterbrechungsfreie
Stromversorgung wichtiger Systeme sowie durch
Datenspiegelungen minimiert. Gegen Datensicherheitsrisiken
durch unberechtigte Zugriffe auf IT-Systeme werden u. a.
Firewall Systeme und Virenscanner sowie sogenannte
Penetration Tests eingesetzt.
Risiken aus Investitionen
Investitionsentscheidungen sind im Allgemeinen
Entscheidungen unter Unsicherheit über Umweltfaktoren.
Um diesem inhärenten Risiko zu begegnen, führt
die DNV SE detaillierte Investitionsanalysen durch, bei
denen Chancen und Risiken analysiert bzw. quantifiziert
werden. Diese Quantifizierung erfolgt anhand von allgemein
anerkannten Investitionsrechnungsverfahren wie Kapitalwert-
oder Interner Zinsfußmethode.
Risiken aus Beteiligungen
Als Beteiligungsrisiken werden bei der DNV SE die
potenziellen Wertverluste aufgrund von
Veräußerungsverlusten sowie die Reduktion von
Buchwerten und stillen Reserven bezeichnet.
Sämtliche Unternehmensbeteiligungen werden
kontinuierlich im Rahmen der laufenden zentralen und
dezentralen Controllingaktivitäten gesteuert bzw.
überwacht. Darüber hinaus werden die
Beteiligungen systematisch von der zentralen
Revisionsabteilung überprüft.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen
Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Im
Geschäftsjahr wurden die bestehenden
Konzernrichtlinien im Verbund mit der
Konzernmuttergesellschaft DNV AS, Norwegen, angepasst. Der
deutsche Teilkonzern DNV SE und seine Gruppengesellschaften
verhalten sich in diesem Sinn als Teil des Gesamtkonzerns.
Sämtliche Finanzprozesse im Treasury der DNV SE (und
ihrer Tochtergesellschaften) wurden im Rahmen einer
einheitlichen Konzernsteuerung in der Holdingfunktion
"Group Treasury" in den Standorten Hamburg und Høvik
organisiert.
Währungsrisiken bestehen insbesondere aus
operativen Ein- und Auszahlungen, die in einer anderen als
der funktionalen Währung der DNV
Group-Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei
zukünftigen bilanziellen Fremdwährungspositionen.
Diesen Risiken begegnet die DNV Group über den
Abschluss von Derivaten zu Sicherungszwecken. Derivative
Finanzinstrumente dürfen nicht zu spekulativen Zwecken
eingesetzt werden. Geeignete Sicherungsgeschäfte
(Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und
Devisenswaps) werden durch die Abteilung Group Treasury der
Konzernmuttergesellschaft DNV AS mit externen Kontrahenten
gehandelt und überwacht. Der externe Handel mit
Derivaten findet vereinzelt, falls vorteilhaft, auch im
Namen der DNV SE statt. Alle Sicherungstransaktionen folgen
den von Group Treasury gesetzten Richtlinien. Im
Wesentlichen werden sogenannte Macro-Hedges auf Ebene der
DNV AS zur Sicherung des Fremdwährungsportfolios und
der Zahlungsflüsse der Gruppe abgeschlossen. Zum
Berichtszeitpunkt bestanden keine Sicherungsgeschäfte
auf Ebene der DNV SE.
Die jederzeitige Liquidität und Finanzierung
werden ebenfalls durch Group Treasury sichergestellt. Im
DNV Konzern besteht ein konzernweites Finanzberichtssystem
zur Abbildung der Liquiditätssituation aller
Konzerngesellschaften inklusive der DNV SE
Tochtergesellschaften. Durch den Holding-Verbund mit dem
DNV Konzern werden Liquiditätsüberschüsse
als interne Finanzierungen an die Konzernmuttergesellschaft
weitergereicht. Zur Dokumentation der konzerninternen
Mittelbereitstellungen bestehen entsprechende
Kreditvereinbarungen, die sich an dem Maßstab des
Drittvergleichs orientieren.
Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine
langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird zentral
gesteuert. Ziel der Liquiditätssteuerung für alle
Gesellschaften des Konzerns ist es, den Finanzbedarf
innerhalb des Konzerns zu koordinieren und jederzeit zu
gewährleisten.
Risiken aus Forderungsausfällen werden im Rahmen
eines aktiven Forderungsmanagements gesteuert. Wesentliche
Elemente hierbei sind eine sorgfältige Auswahl von
Neukunden und eine Risikoeinschätzung des
Kundenbestandes.
Haftungsrisiken
Die internationale Ausrichtung der DNV SE bedingt die
Beachtung einer Vielzahl nationaler Gesetze und
Richtlinien. Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit
der Leistungserbringung entstehen können, wird durch
die frühzeitige Einbindung des Zentralbereichs "Group
Legal" sowie externer lokaler Rechtsberater begegnet. In
dem Geschäftsbereich Energy erfolgt im Rahmen eines
standardisierten Verfahrens zur Risikobewertung eine
kontinuierliche Vorprüfung der vielfach durch den
Kunden entworfenen Verträge.
Für eventuelle Schadensfälle und
Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften
werden Versicherungen wie z.B. Haftpflicht- und
Sachversicherungen abgeschlossen, wenn dies möglich
ist. Diese werden regelmäßig überprüft
und bei Bedarf angepasst. Für mögliche
finanzielle Belastungen aus rechtlichen Risiken wurden wie
in den vergangenen Jahren Rückstellungen in
angemessener Höhe gebildet.
Rechtsstreitigkeiten
Etwaige Rechtsstreitigkeiten werden unmittelbar nach
Kenntnis von der zentralen Rechtsabteilung bearbeitet. Sich
daraus ergebende Risiken sind im Jahresabschluss durch die
Bildung von Rückstellungen angemessen
berücksichtigt.
Derzeit bestehen keine Rechtsstreitigkeiten, die von
materieller Bedeutung für die DNV SE sind.
Gesamtrisiko
Die Gesamtrisikosituation der DNV SE wird im Rahmen
des Risikomanagements bewertet und gesteuert. Insgesamt hat
die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation
ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden
Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende
Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ist
die weltweite Unsicherheit aufgrund des Russland-Ukraine
Krieges ein beherrschendes Thema. Dies beinhaltet
insbesondere auch die Auswirkungen auf die
gesamtwirtschaftliche Lage. Die Situation wird vom
Management fortlaufend analysiert, um entsprechende
Maßnahmen zum Schutze der Belegschaft, der Kunden und
der Gesellschaft einleiten zu können.
3.3. Chancenbericht
Um der Gewichtung der im Chancenbericht
aufgeführten weiteren Chancen Sorge zu tragen, wurden
die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge,
beginnend mit der größten Chance, dargestellt.
Die Schifffahrt bleibt weiterhin das Rückgrat
globaler Transportketten. Infolge der aktuellen
Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine
Krieg und der damit zusammenhängenden Unsicherheiten
in der globalen Wirtschaftsentwicklung ist der Ausblick auf
die zukünftigen Entwicklungen von Fracht- und
Charterraten ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass die
maritime Branche weiterhin im Wandel bleiben wird, der
klare "Survival-of-the-fittest" Trend aus den vergangenen
Jahren wird sich leicht abgeschwächt fortsetzen. Davon
unangefochten wird weiterhin Bedarf an Schiffs-Neubauten
zur Erneuerung der aktuellen Flotte bestehen, neue
technische und regulatorische Anforderungen
unterstützen dies.
DNV als Marktführer sieht sich weiterhin in der
Rolle, diese Entwicklung mit seiner Expertise und seinem
breiten Portfolio an Schiffstypen proaktiv zu gestalten.
Zudem ist es der DNV Gruppe nach Einschätzung des
Vorstands gelungen, ihre Führungsrolle im Bereich der
Digitalisierung zu verfestigen und Kundenbindung und
Reputation noch weiter zu verbessern. Drone Surveys,
Electronic Certifications oder Smart Survey Bookings sind
nur einige Innovationen, aufgrund derer die Gruppe
Wettbewerbsvorteile sieht und somit Chancen,
zusätzliches Ertragspotenzial zu generieren.
Auftragschancen für die DNV Gruppe sehen wir
auch in der potentiellen Energiewende. Die Länder der
Europäischen Union haben im Jahr 2020 zum ersten Mal
mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kohle und Gas
erzeugt. Richtwerte bieten die Ziele der Bundesregierung
für 2030. Bis dahin soll 80 Prozent des Stroms aus
Erneuerbaren Energien stammen, das wären rund 600
Terrawattstunden aus erneuerbaren Quellen.
3.4. Erklärung zur Umsetzung des Gesetzes zur
gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen
Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die
gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der
Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der (nicht
paritätischen) Mitbestimmung unterliegenden
Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und
im Vorstand eine Zielgröße festzulegen hat. Der
Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits
Zielgrößen für den Frauenanteil in den
beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands
festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der
Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so
dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits
erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig
mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen
für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht
länger als fünf Jahre sein dürfen. Erstmals
mussten die Zielgrößen bis spätestens 30.
September 2015 festgesetzt werden mit einer Umsetzung bis
zum 30. Juni 2017 (danach gilt eine 5-Jahresfrist zur
Zielerreichung).
Vor dem Hintergrund des Gesetzes haben Aufsichtsrat
und Vorstand der DNV SE die relevanten Leitungsebenen sowie
Zielgrößen und Zieldaten für die
Frauenförderung intensiv diskutiert und die
erforderlichen Beschlüsse gefasst.
In Erfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtung
hat der Aufsichtsrat der DNV SE ursprünglich eine
Zielgröße für den Frauenanteil im
Aufsichtsrat und Vorstand entsprechend dem zur Zeit der
Beschlussfassung bestehenden Status quo, d. H. 22,2 % im
Aufsichtsrat sowie 0 % im Vorstand, festgelegt. In der
Aufsichtsratssitzung zum 30. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat
eine neue Zielquote sowohl für den Aufsichtsrat als
auch den Vorstand von jeweils 33,3 % festgelegt. Diese
Ziele sollen bis zum 30. Juni 2027 erfüllt werden. Zum
31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat
33,3 % und 25 % im Vorstand.
Der Vorstand hatte ursprünglich für die
erste und zweite Management-Ebene unterhalb des Vorstands
der DNV SE eine Zielgröße für den
Frauenanteil entsprechend dem Status zur Zeit der
Beschlussfassung bestehenden Status quo, d.h. jeweils 0 %
auf der ersten und zweiten Management Ebene festgelegt. Mit
Beschluss vom 17. November 2022 ist für die erste und
zweite Management-Ebene unterhalb des Vorstands der DNV SE
eine Zielgröße für den Frauenanteil von 18
% auf der ersten und 20 % auf der zweiten Management-Ebene
festgelegt worden. Diese Ziele sollen bis zum 17. November
2027 erfüllt werden. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass sich diese Zielgröße
nach dem Anwendungsbereich des Gesetzes allein auf die DNV
SE bezieht.
Mit Blick auf den gesamten DNV Konzern stellt sich
der Frauenanteil in den obersten Management-Ebenen wie
folgt dar (zu Informationszwecken):
| Executive Committee |
Maritime ELT |
Energy Systems
ELT |
Bus. Ass. ELT |
4/11
(36,4 %) |
4/13
(30,8 %) |
3/12
(25,0 %) |
2/10
(20,0 %) |
Dig. Solut.
ELT |
Supply Chain Product
Assurance
ELT |
GSS
ELT |
Accelerator
ELT |
5/14
(35,7 %) |
4/12
(33,3 %) |
2/10
(20,0 %) |
2/7
(28,6 %) |
3.5. Abhängigkeitsbericht
Nach § 17 Abs. 1 AktG besteht zum Bilanzstichtag
ein Abhängigkeitsverhältnis zu den (mittelbar)
mehrheitlich an der DNV SE beteiligten Unternehmen DNV AS,
Norway, Høvik, NV Group AS, Norway, Høvik,
Det Norske Veritas Holding AS, Norway, Høvik, sowie
Stiftelsen Det Norske Veritas, Norway, Høvik
(herrschende Unternehmen). Der Vorstand der DNV SE hat
für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023 daher einen Abhängigkeitsbericht über die
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß
§ 312 AktG erstellt, der dem Aufsichtsrat und dem
Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegen hat Der
Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit
folgender Schlusserklärung des Vorstands der DNV SE:
"Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei
den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den
Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme
der Rechtsgeschäfte bekannt waren, jeweils eine
angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige
Maßnahmen wurden weder getroffen noch
unterlassen."
Hamburg, 13. Juni 2024
Der
Vorstand
Dr.
Björn-Olaf Borth
K.
Ørbeck-Nilssen
T.
Schramm
G.
Heinacher-Lindemann
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
53 |
|
2.967 |
| II.
Sachanlagen |
|
3.013 |
|
2.705 |
| III.
Finanzanlagen |
|
188.461 |
|
165.683 |
|
|
191.527 |
|
171.355 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Unfertige Leistungen |
10.841 |
|
16.600 |
|
| 2.
Abzüglich erhaltener Anzahlungen |
-7.221 |
3.620 |
-5.434 |
11.166 |
| II.
Forderungen und sonstige Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
116.419 |
|
145.364 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei |
|
|
|
|
| Kreditinstituten |
|
2.119 |
|
2.386 |
|
|
122.158 |
|
158.916 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
70 |
|
244 |
|
|
313.755 |
|
330.515 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
10.000 |
10.000 |
| II.
Kapitalrücklage |
17.544 |
17.544 |
| III.
Gewinnrücklagen |
7.992 |
7.992 |
| IV.
Bilanzverlust |
-24.509 |
-24 |
|
11.027 |
35.512 |
| B.
Rückstellungen |
264.867 |
267.484 |
| C.
Verbindlichkeiten |
37.861 |
27.519 |
|
313.755 |
330.515 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
177.602 |
154.627 |
| 2.
Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen
Leistungen |
-5.759 |
5.816 |
| 3.
Sonstige betriebliche Erträge |
1.952 |
1.096 |
| -
davon Erträge aus der
Währungsumrechnung |
|
|
| TEUR
1.082 (i. Vj. TEUR 733) - |
|
|
| 4.
Materialaufwand |
|
|
| Aufwendungen
für bezogene Leistungen |
20.223 |
16.374 |
| 5.
Personalaufwand |
84.454 |
112.539 |
| 6.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
2.447 |
1.169 |
| 7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
45.470 |
43.487 |
| -
davon Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung |
|
|
| TEUR
1.247 (i. Vj. TEUR 1.576) - |
|
|
| 8.
Beteiligungsergebnis |
-28.217 |
-938 |
| 9.
Finanzergebnis |
-18.198 |
-26.443 |
| 10.
Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i.
Vj. Aufwand) |
728 |
-3.004 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
-24.486 |
-42.415 |
| 12.
Ertrag aus sonstigen Steuern |
1 |
0 |
| 12.
Jahresfehlbetrag |
-24.485 |
-42.415 |
| 13.
Verlustvortrag/Gewinnvortrag |
-24 |
42.391 |
| 14.
Bilanzverlust |
-24.509 |
-24 |
Anhang für
2023
A.) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Allgemeine Grundlagen
Der Jahresabschluss der DNV SE (bis zum 18. Dezember
2023: DNV GL SE) für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der
aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt und wird in TEUR
ausgewiesen. Es gelten die Vorschriften für
große Kapitalgesellschaften.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in
der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Posten
zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Registerinformationen
Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Die DNV SE ist
unter der Nummer HRB 115442 im Handelsregister des
Amtsgerichts Hamburg eingetragen.
B.) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Währungsumrechnung
Die auf Fremdwährung lautenden Posten der
Gewinn- und Verlustrechnung (der ausländischen
Betriebsstätten) werden grundsätzlich zum
Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die in der Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur
Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als
auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
sind grundsätzlich mit dem Kurs des Entstehungstages
bewertet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
erfolgt am Abschlussstichtag eine Bewertung zum
Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs
unter der Berücksichtigung des
Imparitätsprinzips.
Anlagevermögen
Die
immateriellen Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten (vermindert um planmäßige
Abschreibungen) bewertet und linear abgeschrieben.
Außerplanmäßige Wertminderungen und
Wertaufholungen werden berücksichtigt.
Entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen werden mit
ihren Anschaffungskosten einschließlich der
Anschaffungsnebenkosten angesetzt und linear über die
erwartete Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren
abgeschrieben.
Der entgeltlich erworbene
Geschäfts- und Firmenwert wird gemäß
§ 253 Abs. 3 HGB linear über eine Nutzungsdauer
von 10 Jahren abgeschrieben.
Das
Sachanlagevermögen wird grundsätzlich
bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten,
vermindert um die kumulierten Abschreibungen sowie unter
Berücksichtigung von Wertminderungen und
Wertaufholungen.
Die
Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen,
die aufgebracht wurden, um einen Vermögensgegenstand
zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu
versetzen. Die Herstellungskosten werden auf Basis von
Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und
Abschreibungen ermittelt.
Die
Abschreibungen erfolgen linear über die
erwartete Nutzungsdauer. Folgende Nutzungsdauern werden
für die wesentlichen Gruppen des
Sachanlagevermögens zu Grunde gelegt:
|
Jahre |
| Immobilien |
33 |
| Andere Anlagen und
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2 bis 25 |
Die Angemessenheit der gewählten
Abschreibungsmethoden, wirtschaftlichen Nutzungsdauern und
der angenommenen Restwerte wird jährlich
überprüft.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem
Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs
voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr
sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Die
Anteile an verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet
bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die direkten und mittelbaren Tochterunternehmen der
DNV SE sind aus der Liste des Anteilsverzeichnisses
ersichtlich.
Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt.
Für die Bewertung der
Rückdeckungsversicherung kommt der IDW RH FAB 1.021
unter Umsetzung des Deckungskapitalverfahrens und Wahl des
Passivprimaten zur Anwendung. Der Wertansatz der
Rückdeckungsversicherung wird dabei um TEUR 99
angepasst und ein Ertrag in gleichlautender Höhe
ausgewiesen.
Umlaufvermögen
Die
unfertigen Leistungen werden grundsätzlich mit
den Herstellungskosten bewertet. Verluste aus nicht
kostendeckenden Aufträgen werden, soweit möglich,
vom Wertansatz der unfertigen Leistungen gekürzt;
darüber hinaus wurden ggf.
Drohverlustrückstellungen gebildet. Dabei werden die
Fertigstellungsgrade der für Neubauaufträge
erbrachten Klassifikations- und Zertifizierungsleistungen
anhand des Verhältnisses der Istkosten zu den
Plankosten bewertet. Darüber hinaus wurden angefangene
Klassifikations- und Zertifizierungsleistungen für
Neubauaufträge, denen derselbe Vertrag zugrunde liegt,
zusammengefasst bewertet, um Anlaufkosten, die aus der
erstmaligen Zeichnungsprüfung eines Schiffstyps einer
Serie entstehen, verursachungsgerecht zu verteilen. Das
bestehende Wahlrecht hinsichtlich der Aktivierung von
Verwaltungskosten und Zinsen wurde nicht ausgeübt.
Von den unfertigen Leistungen werden die erhaltenen
Anzahlungen offen abgesetzt.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw.
zu Anschaffungskosten bewertet. Für Einzelrisiken
werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Für
Forderungen älter als sechs Monate werden
Wertberichtigungen von 50 % des Nennbetrags gebildet,
für Forderungen älter als 360 Tage werden
Wertberichtigungen von 100 % des Nennbetrags gebildet.
Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Unter dem
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben
vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese
Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach
darstellen.
Rückstellungen
Die
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen werden im Jahresabschluss 2023 unter
Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten
und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes
für eine Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (i. Vj.
1,78 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von
Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die
Pensionsrückstellungen wurden gem. der Projected Unit
Credit Method (PUC-Methode) bewertet.
Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als
Gehaltssteigerung wurde 2,7 % p. a. (i. Vj. 2,7 % p. a.),
als Rentensteigerung 2,2 % p. a. (i. Vj. 2,2 % p. a.)
angesetzt. Die angenommene Fluktuationsrate beträgt
4,0 % p. a. (i. Vj. 4,0 % p.a.). Die ausschließlich
der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen
dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger
entzogenen Vermögensgegenstände
(Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2
HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den
Rückstellungen verrechnet.
Steuerrückstellungen sind mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt.
Die
Rückstellungen für
Jubiläumsleistungen werden im Jahresabschluss 2023
unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank
ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatzes für eine Restlaufzeit von 10 Jahren
von 1,75% (i. Vj. 1,44 %) und der Anwendung der
"Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.
Die Jubiläumsrückstellungen werden gem. der
Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet.
Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als
Gehaltssteigerung wurde 0,0 % p. a. (i. Vj. 0,0 % p. a.)
angesetzt.
Die übrigen
sonstigen Rückstellungen werden in Höhe
der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet; sie
berücksichtigen alle drohenden Verluste aus
schwebenden Geschäften und ungewisse
Verbindlichkeiten. Es handelt sich um kurzfristige
Rückstellungen, sie werden deshalb nicht abgezinst.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag (das heißt
einschließlich künftiger Preis- und
Kostensteigerungen) passiviert.
Die Einschätzung der Prozessrisiken zur
Berechnung der Rückstellung für Prozessrisiken
erfolgt durch die interne Rechtsabteilung in Zusammenarbeit
mit externen Rechtsberatern.
Die Ermittlung der Abfindungsrückstellungen
erfolgt anhand geschlossener Vergleiche und
Aufhebungsverträge bzw. unter Berücksichtigung
einer in diesem Zusammenhang bestehenden
Betriebsvereinbarung.
Die Berechnung der Rückstellungen für
Bonus- und Tantiemeverpflichtungen erfolgt anhand der
arbeitsvertraglichen Grundlagen sowie der bestehenden
Betriebsvereinbarung.
Die Berechnung der Urlaubsrückstellung sowie der
Rückstellungen für Gleitzeit und Überstunden
erfolgt anhand der systemseitig hinterlegten
Resturlaubstage bzw. Gleitzeitstunden und unter
Berücksichtigung der aktuellen Gehaltskosten.
Basis für die Ermittlung der Rückstellung
für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
ist die zugrunde liegende Projektkalkulation.
Verbindlichkeiten
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
passiviert.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB
für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen
Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren
steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in
späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.
Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge
werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in
Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre
zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt.
Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die
Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen
Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder
angekündigt sind, zu dem sich die temporären
Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung
der Bilanzdifferenzen erfolgte mit dem
unternehmensindividuellen Steuersatz von unverändert
zum Vorjahr 32 %. Dieser setzt sich aus 15 %
Körperschaftsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag
auf die Körperschaftsteuer sowie 16,2 % Gewerbesteuer
zusammen.
Die DNV SE ist Organträger einer
ertragsteuerlichen Organschaft. Die laufenden und latenten
Steuern der Organschaft sind bei dem Organträger
auszuweisen (formale Betrachtungsweise). Der Ausweis der
latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274
Abs. 1 Satz 3 HGB). Steuerpflichtige, zeitlich begrenzte
Differenzen aus sonstigen Rückstellungen, die zu
passiven latenten Steuern führen, werden mit
abzugsfähigen zeitlich begrenzten Differenzen aus
Wertpapieren des Anlagevermögens, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen für
Pensionen, Drohverlustrückstellungen, sonstigen
Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie aus
steuerlichen Verlustvorträgen (im Wesentlichen
Gewerbesteuer) verrechnet. Über den Saldierungsbereich
hinausgehende aktive Steuern (Aktivüberhang) wurden
gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Mindeststeuergesetz
Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD
detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des
internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass
multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15%
unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28.12.2023 in
Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig
für das Geschäftsjahr 2024 erhoben.
Die DNV SE erwartet keine Auswirkungen aus der
Einführung des Mindeststeuergesetzes.
C.) Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des
Anlagevermögens der DNV SE wird im
Anlagenspiegel dargestellt.
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten |
18 |
41 |
| Geschäfts- oder
Firmenwert |
35 |
2.926 |
|
53 |
2.967 |
Ausgewiesen ist der Geschäfts- oder Firmenwert
in der Betriebsstätte in Ägypten mit
fortgeführten Anschaffungskosten von TEUR 35. Der
Geschäfts- oder Firmenwert in der Betriebsstätte
in Abu Dhabi wurde planmäßig abgeschrieben und
ist mit dem Verkauf der Betriebsstätte abgegangen.
(2) Sachanlagen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
245 |
291 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.727 |
914 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
41 |
1.500 |
|
3.013 |
2.705 |
(3) Finanzanlagen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
104.549 |
124.139 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
71.498 |
30.000 |
| Beteiligungen |
386 |
386 |
| Ausleihungen an
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis |
32 |
32 |
| Sonstige
Ausleihungen |
11.996 |
11.126 |
|
188.461 |
165.683 |
Bei dem als sonstige Ausleihungen im
Finanzanlagevermögen aktivierten
Rückdeckungsversicherungsanspruch zur
Pensionsverpflichtung liegt eine nicht kongruente,
rückkaufsfähige Rückdeckungsversicherung
vor. Daher findet der Grundsatz der Bewertungseinheit
insoweit keine Anwendung. Es handelt sich bei den
Beträgen nicht um verpfändete Guthaben, sodass
§ 246 Abs. 2 Satz HGB nicht zur Anwendung kommt.
Der Anstieg im Finanzanlagevermögen von TEUR
165.683 um TEUR 22.777 auf TEUR 188.461 resultiert im
Wesentlichen aus dem Anstieg einer Ausleihung an die
Muttergesellschaft DNV AS, Norwegen in Höhe von TEUR
41.000 auf TEUR 71.000 sowie einem Rückgang der
Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Abwertung
der Finanzanlage an der Garrad Hassan Group Limited in
Höhe von TEUR 18.041 und der Veräußerung
der Beteiligung an der P.T. Germanischer Lloyd Nusantara
von TEUR 1.898.
Im Berichtsjahr ist die DNV Energy Systems GmbH auf
die identisch firmierte DNV Energy Systems GmbH
verschmolzen worden. An beiden Gesellschaften hat die DNV
SE 100% des Kapitals und der Stimmrechte gehalten.
Der Beteiligungsansatz der verschmolzenen
Gesellschaft ist zu Buchwerten auf die aufnehmende
Gesellschaft als ergebnisneutrale Umgliederung innerhalb
der Finanzanlagen erfolgt.
Eine Darstellung des Anteilsbesitzes findet sich in
der Anlage zum Anhang.
(4) Vorräte
Das Vorratsvermögen setzt sich zusammen aus den
unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 10.841 (i. Vj.
TEUR 16.600) abzüglich der offen abgesetzten
erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 7.221 (i. Vj.
TEUR 5.434).
Ausgehend vom Vorjahreswert an unfertigen Leistungen
in Höhe von TEUR 16.600, sowie einer
Bestandsverminderung von TEUR 5.759, ergibt sich zum
Bilanzstichtag ein Bestand an unfertigen Leistungen in
Höhe von TEUR 10.841.
(5) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen aus
Leistungen |
11.553 |
10.202 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
100.818 |
132.982 |
| davon aus Cashpool |
(73.963) |
(108.969) |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
4.047 |
2.180 |
|
116.419 |
145.364 |
Die DNV SE ist im Dezember 2017 in den Cash Pool
ihrer Muttergesellschaft DNV Group AS, Høvik,
aufgenommen worden. Die Liquiditätsausstattung ist
durch die bestehende Kreditlinie bei der Muttergesellschaft
mit einwandfreier Bonität gesichert.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR
10.756 (i. Vj. TEUR 4.529) enthalten. Die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen
aus Cashpool in Höhe von TEUR 73.963 (i. Vj. TEUR
108.969), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von TEUR 26.397 (i. Vj. TEUR 21.658) und
Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in
Höhe von TEUR 458 (i. Vj. TEUR 2.355).
Alle Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr.
(6) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der DNV SE ist
in 100.000 nennwertlose vinkulierte Namensaktien
eingeteilt.
(7) Kapitalrücklage
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
|
Kapitalrücklage |
17.544 |
17.544 |
|
17.544 |
17.544 |
(8) Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gewinnrücklagen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Gesetzliche
Rücklage |
1.000 |
1.000 |
| Andere
Gewinnrücklagen |
6.992 |
6.992 |
|
7.992 |
7.992 |
Bilanzverlust
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
|
Verlust-/Gewinnvortrag |
-24 |
50.991 |
| Dividendenzahlung aus
dem Bilanzgewinn des Vorjahres |
0 |
-8.600 |
| Verlust-/Gewinnvortrag
zum 31.12. |
-24 |
42.391 |
| Jahresfehlbetrag |
-24.486 |
-42.414 |
| Bilanzverlust zum
31.12. |
-24.509 |
-24 |
Der Bilanzverlust zum Bilanzstichtag setzt sich
zusammen aus dem Verlustvortrag des Vorjahres sowie dem
Jahresergebnis des Berichtsjahres.
Rückstellungen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Rückstellungen
für Pensionen und ähnl.
Verpflichtungen |
242.357 |
243.817 |
|
Steuerrückstellungen |
3.490 |
3.818 |
| Sonstige
Rückstellungen |
19.020 |
19.849 |
|
264.867 |
267.484 |
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB
beträgt TEUR 2.135 (i. Vj. TEUR 11.037) und unterliegt
einer Ausschüttungssperre.
Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens
entsprechen den von der Versicherung mitgeteilten Werten
und führen somit nicht zu einer
Ausschüttungssperre.
Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung aus
mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR
5.611.
Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR
2.913 inländische Körperschaft- und Gewerbesteuer
sowie mit TEUR 577 ausländische
Körperschaftsteuern.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Bonus |
9.180 |
7.060 |
| Rückstellungen
für ausstehende Rechnungen |
3.709 |
5.314 |
|
Urlaubsrückstellungen |
1.949 |
1.957 |
| Gleitzeit- /
Überstunden |
1.471 |
1.473 |
| Übrige
Rückstellungen |
1.003 |
1.164 |
| Rechts-, Beratungs- und
Jahresabschlusskosten |
219 |
1.071 |
| Jubiläum |
1.028 |
1.051 |
| Rückstellung
für drohende Verluste aus
Kundenverträgen |
440 |
428 |
| Rückstellung
für Rückbauverpflichtung |
21 |
210 |
| Rückstellung
für drohende Verluste aus
Mietverträgen |
0 |
82 |
|
Restrukturierungsrückstellung |
0 |
39 |
|
19.020 |
19.849 |
(9) Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.149 |
1.356 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
(1.149) |
(1.356) |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
32.751 |
22.210 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
(32.751) |
(22.210) |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
3.961 |
3.953 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
(3.961) |
(3.953) |
| davon
aus Steuern |
(2.491) |
(2.052) |
|
37.861 |
27.518 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.061 (i. Vj. TEUR
2.138). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.821
(i.Vj. TEUR 9.206) und Verbindlichkeiten aus
Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR
27.930 (i. Vj. TEUR 13.004).
D.) Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
| Aufgliederung nach
Geschäftsfeldern |
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Maritime Dienste
(Klassifikation) |
138.247 |
122.966 |
| Konzernumlagen |
38.528 |
30.992 |
| Erträge aus
Grundstücken und Mieterträge |
827 |
668 |
|
177.602 |
154.626 |
| Aufgliederung Maritime
Dienste nach Regionen |
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Region Deutschland |
124.679 |
108.569 |
| Region Europa/Mittl.
Osten/Afrika (ohne Deutschland) |
13.568 |
14.397 |
|
138.247 |
122.626 |
(2) Sonstige betriebliche Erträge
|
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
| Kursgewinne |
1.082 |
733 |
| Grundstücks- und
übrige Anlagenverkäufe |
38 |
1 |
| Übrige
Erträge |
832 |
362 |
|
1.952 |
1.096 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
als periodenfremde Erträge die Auflösung einer
Einzelwertberichtigung gegenüber einem verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 498 (i.Vj. TEUR 0) sowie
in Höhe von TEUR 254 (i.Vj. TEUR 0) Auflösungen
von Rückstellungen.
(3) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen
handelt es sich überwiegend um Vergütungen an
ausländische Kooperationspartner und andere
Klassifikationsgesellschaften sowie Leistungen von
Tochtergesellschaften an die DNV SE.
(4) Personalaufwand/Mitarbeiter
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Gehälter |
70.842 |
71.394 |
| Soziale Abgaben |
10.073 |
10.153 |
| Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
3.539 |
30.992 |
| davon für
Altersversorgung |
(3.375) |
(30.597) |
|
84.454 |
112.539 |
Die Veränderung in den
Aufwendungen für Altersversorgung im Vorjahr
basiert auf Veränderungen bei den Bewertungsparametern
innerhalb der Pensionsrückstellungen. Hierbei handelte
es sich im Wesentlichen um einen Einmaleffekt aufgrund
inflationsbedingter Parameteranpassungen, der zu einer
Erhöhung der Aufwendungen für Altersversorgung in
2022 von 25,2 Mio. EUR geführt hat.
Außer diesem Effekt sind die
Personalaufwendungen geringfügig gegenüber dem
Vorjahr gesunken.
Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
|
2023 |
2022 |
| Durchschnittliche
Mitarbeiter |
676 |
730 |
Am 31. Dezember 2023 waren in der DNV SE 676 (i. Vj.
730) Mitarbeiter fest angestellt. Davon sind 670 (i. Vj.
699) in inländischen Betriebsstätten und 6 (i.
Vj. 31) in ausländischen Betriebsstätten
beschäftigt. Von den Beschäftigten waren 474 (i.
Vj. 513) männlich und 202 (i. Vj. 217) weiblich.
(5) Abschreibungen
Hierin enthalten sind planmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände (Geschäfts- und
Firmenwert, Software). Wir verweisen auf unseren
Anlagenspiegel.
(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der DNV
SE setzen sich wie folgt zusammen:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Aufwendungen für
Grundstücke und Räume |
17.725 |
16.446 |
| Sonstige
Fremdlieferungen und -leistungen Konzern |
8.335 |
7.207 |
| Reise- und
Kraftfahrzeugkosten |
5.161 |
4.430 |
| Sonstige Inanspruchnahme
von Diensten |
3.036 |
4.547 |
| Aufwendungen für
Marketing und Kommunikation |
2.626 |
2.541 |
| Sonstige
Personalaufwendungen |
2.211 |
2.066 |
| Datenverarbeitung und
Bürobedarf |
2.112 |
2.136 |
| Rechts-, Prüfungs-
und Beratungskosten |
1.810 |
1.544 |
| Aufwand aus
Kursdifferenzen |
1.247 |
1.576 |
| Telekommunikation |
540 |
703 |
| Versicherungen |
19 |
19 |
|
44.822 |
43.215 |
| Periodenfremde
Aufwendungen |
|
|
| Buchverluste aus dem
Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens |
22 |
32 |
| Wertberichtigungen und
Abschreibungen auf Forderungen |
626 |
240 |
|
648 |
272 |
|
45.470 |
43.487 |
(7) Beteiligungsergebnis
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen von verbundenen
Unternehmen |
457 |
2.355 |
| Beteiligungsergebnis von
verbundenen Unternehmen |
-744 |
9.711 |
| Aufwendungen aus
Verlustübernahme von verbundenen
Unternehmen |
-27.930 |
-13.004 |
|
-28.217 |
-938 |
Die
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
resultieren aus der Ergebnisübernahme der Elbe Holding
GmbH, Hamburg (TEUR 17) und der DNV Maritime Software GmbH,
Rostock (TEUR 440).
Das
Ergebnis aus Beteiligungen setzt sich zusammen aus
Erträgen, die im Wesentlichen aus den
Dividendenzahlungen der Dutrain GmbH, Duisburg, (TEUR
1.200) resultieren, und aus Aufwendungen aus dem
Verkaufsverlust der Betriebsstätte Abu Dhabi (TEUR
1.462) und dem Verkaufsverlust der Beteiligung an der P.T.
Germanischer Lloyd Nusantara, Jakarta (TEUR 483). Im
Vorjahr wurden hierunter mit TEUR 9.711
ausschließlich Erträge aus Beteiligungen an
verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Die
Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren
aus den Verlustübernahmen der Germanischer Lloyd
Industrial Services GmbH, Hamburg (TEUR 23.421), der DNV
Energy Systems GmbH, Hamburg, ehemals GL Garrad Hassan
Deutschland GmbH (TEUR 3.770) sowie der DNV Renewables
Certification GmbH, Dresden (TEUR 739).
(8) Finanzergebnis
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Erträge aus anderen
Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens |
117 |
2.476 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
(0) |
(422) |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
6.073 |
627 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
6.073 |
627 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
-6.347 |
-7.063 |
| davon
aus Abzinsung von Pensionsrückstellungen |
(5.970) |
(6.833) |
| davon
an verbundene Unternehmen |
(138) |
(151) |
| Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
-18.041 |
-22.483 |
|
-18.198 |
-26.443 |
(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weist die
Gesellschaft einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 728
(i. Vj. Steueraufwand TEUR 3.004) aus. Dieser beinhaltet
einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 437 (i. Vj. TEUR
1.582) aus dem Ausland.
E.) Sonstige Angaben
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit
dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzverlust von EUR
24.509.440,84 auf neue Rechnung vorzutragen.
Beteiligungsverhältnisse
Mit der Gesellschaft norwegischen Rechts in Firma DNV
AS, ehemals DNV GL AS, mit Sitz in 1263 Høvik,
Norwegen (eingetragen im norwegischen zentralen
Handelsregister unter der Registernummer 945748931) als
herrschendem Unternehmen ist am 28. November 2013 ein
Beherrschungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die
Hauptversammlung vom 28. November 2013 zugestimmt. Des
Weiteren wurde eine Verlustübernahme durch die DNV AS,
ehemals DNV GL AS, entsprechend § 302 AktG in seiner
jeweils gültigen Fassung beschlossen. Der
Beherrschungsvertrag sowie die Verlustübernahme sind
mit Wirkung zum 1. Januar 2022 gekündigt worden und im
Vorjahr letztmalig angewendet worden.
Haftungsverhältnisse,
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Garantien (Parent
Company Guarantees) an Konzerngesellschaften. Diese dienen
der Absicherung von Aufträgen und Projekten, als auch
der Absicherung von Bankkreditlinien von insgesamt rund
TEUR 10.269 (i. Vj. TEUR 36.031).
Bank-Garantien und -Bürgschaften -
überwiegend zur Absicherung von Aufträgen und
Projekten (Bietungs- und Vertragserfüllungsgarantien)
der DNV SE - werden durch die DNV Group AS zur
Verfügung gestellt.
Weiche und harte Patronatserklärungen (u.a.
Letter of Comfort, Letter of Financial Support) wurden
durch die DNV SE, ehemals DNV GL SE, für
Tochtergesellschaften zur Bestätigung der
Werthaltigkeit konzerninterner Forderungen bereitgestellt.
Zum Bilanzstichtag bestanden aus der Bilanz nicht
ersichtliche Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen
Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für
bewegliche, unbewegliche und immaterielle
Anlagegegenstände sowie für
Beratungsverträge in der DNV SE in Höhe von
insgesamt TEUR 35.719 (i. Vj. TEUR 70.783). Die zu Grunde
liegenden Verträge haben Laufzeiten von bis zu
fünf Jahren, mit Ausnahme der Mietverhältnisse
für die Verwaltungsgebäude Brooktorkai 18 und 20,
für die die Festlaufzeit 12 bzw. 5 Jahre beträgt.
Die DNV SE geht Haftungsverhältnisse nur nach
sorgfältiger Risikoabwägung und
grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen
oder der Geschäftstätigkeit verbundener
Unternehmen ein. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf
Fristenkongruenz und Verhältnismäßigkeit
der Haftungsbeträge der Avale gegenüber den
zugrundeliegenden Transaktionen gerichtet.
Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der
Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse
und unter Berücksichtigung der bis zum
Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die DNV
SE derzeit davon aus, dass die den
Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden
Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern
erfüllt werden können. Die DNV SE schätzt
daher bei allen aufgeführten
Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme
als gering ein.
Angaben zu den Gesamtbezügen der Organe der
Gesellschaft
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands
wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die satzungsgemäße Vergütung an die
Mitglieder des Aufsichtsrates beträgt TEUR 0 (i. Vj.
TEUR 0).
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands bestanden
per 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von
7,2 Mio EUR (i. Vj. 8,1 Mio EUR).
Abschlussprüferleistungen
Die Vergütung des Abschlussprüfers betrug
im Geschäftsjahr TEUR 240 für die
Jahresabschlussprüfung sowie TEUR 16 für sonstige
Leistungen. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers
beträgt somit insgesamt TEUR 256.
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der
Stiftelsen Det Norske Veritas, Høvik, Norwegen,
einbezogen (Registernummer 911 177 781).
Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und
Konzernlageberichts war die DNV SE zum 31. Dezember 2023
nicht verpflichtet, da die DNV Group AS, Hovik/Norwegen, in
ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2023
einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit
befreiender Wirkung nach § 3-9 des Norwegischen
Accounting Act and Regulations on Simplified IFRS (in der
vom norwegischen Finanzministerium beschlossenen Fassung
vom 7. Februar 2022) nach den IFRS für die DNV SE
erstellt; dieser wird im Unternehmensregister offengelegt.
Der Konzernabschluss der DNV Group AS wird seinerseits in
den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas,
Hovik/Norwegen, als höchster Konzernspitze einbezogen.
Dieser Konzernabschluss kann bei DNV (Corporate
Communications), P.O. Box 300, 1322 Hovik/Norwegen,
angefordert werden.
Beteiligungsverhältnisse
Die DNV AS, Høvik, Norwegen, hat uns
gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr
seit dem 25. November 2013 eine Mehrheitsbeteiligung an
unserer Gesellschaft gehört.
Aufsichtsrat
Remi Eriksen, Master of Science, Group President and
CEO DNV Group, DNV AS, Norwegen (Vorsitzender)
Kjetil Monssen Ebbesberg, Master of Business &
Economics, Chief Financial Officer DNV AS, Norwegen
(stellvertretender Vorsitzender)
Gro Gotteberg, Master of Business & Science in
Economics, Chief Human Resources Officer DNV Group, DNV
Group AS, Norwegen
Thina Ytterhorn, Deputy Legal Director, DNV AS,
Norwegen
Thomas Reimer, Dipl.-Ing., Chairman of Joint Works
Council DNV SE / Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DNV SE
(Mitarbeitervertreter)
Guido Otto Wagner, Deputy Chairperson of Works
Council DNV GL SE, GL Industrial Services UK Ltd., UK
Vorstand
Dr. Björn-Olaf Borth, Vorstandsvorsitzender,
Commercial Executive Board Member, Hamburg
Torsten Fritz Schramm, Vorstand, Operational
Executive Board Member, Dötlingen
Knut Ørbeck-Nilssen, Vorstand, Operational
Executive Board Member, Hamburg
Gesa Heinacher-Lindemann (seit 07.12.2023), Vorstand,
Head of Group Compliance, Jesteburg
Nachtragsbericht
Der mit der Germanischer Lloyd Industrial Services
GmbH abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag wurde
mit Wirkung zum 01. Januar 2024 gekündigt.
Weitere Vorgänge oder
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind
nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Hamburg, 13. Juni 2024
Der
Vorstand
Dr.
Björn-Olaf Borth
T.
Schramm
K.
Ørbeck-Nilssen
G.
Heinacher-Lindemann
Entwicklung
des Anlagevermögens 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte sowie |
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
|
|
|
| und
Werten |
29.096.958 |
0 |
-14.395 |
0 |
29.082.563 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
9.064.489 |
0 |
-4.867.733 |
0 |
4.196.756 |
|
38.161.447 |
0 |
-4.882.128 |
0 |
33.279.319 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten |
421.196 |
0 |
-52.272 |
0 |
368.924 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
18.844.125 |
2.414.341 |
-11.454.940 |
1.459.031 |
11.262.558 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
1.500.000 |
0 |
0 |
-1.459.031 |
40.969 |
|
20.765.321 |
2.414.341 |
-11.507.212 |
0 |
11.672.451 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
156.679.739 |
350.000 |
-1.953.890 |
0 |
155.075.849 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
30.497.800 |
41.000.000 |
0 |
0 |
71.497.800 |
| 3.
Beteiligungen |
386.454 |
0 |
0 |
0 |
386.454 |
| 4.
Ausleihungen an Unternehmen |
|
|
|
|
|
| mit
Beteiligungsverhältnis |
32.400 |
0 |
0 |
0 |
32.400 |
| 5.
Sonstige Ausleihungen |
11.126.081 |
869.226 |
0 |
0 |
11.995.307 |
|
198.722.474 |
42.219.226 |
-1.953.890 |
0 |
238.987.810 |
|
257.649.243 |
44.633.567 |
-18.343.230 |
0 |
283.939.580 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte sowie |
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
|
|
|
| und
Werten |
29.056.443 |
22.559 |
-14.395 |
0 |
29.064.607 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
6.138.277 |
268.591 |
-2.245.058 |
0 |
4.161.810 |
|
35.194.720 |
291.150 |
-2.259.453 |
0 |
33.226.417 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten |
130.316 |
21.833 |
-28.210 |
0 |
123.939 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
17.929.860 |
2.133.550 |
-11.527.756 |
0 |
8.535.654 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
18.060.176 |
2.155.383 |
-11.555.966 |
0 |
8.659.593 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
32.541.083 |
18.041.350 |
-55.687 |
0 |
50.526.747 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
497.800 |
0 |
-497.800 |
0 |
0 |
| 3.
Beteiligungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 4.
Ausleihungen an Unternehmen |
|
|
|
|
|
| mit
Beteiligungsverhältnis |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 5.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
33.038.883 |
18.041.350 |
-553.487 |
0 |
50.526.747 |
|
86.293.780 |
20.487.884 |
-14.368.906 |
0 |
92.412.757 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte sowie |
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten |
|
|
| und
Werten |
17.956 |
40.515 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
34.946 |
2.926.212 |
|
52.902 |
2.966.727 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
| Rechte
und Bauten |
244.985 |
290.880 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
| Geschäftsausstattung |
2.726.903 |
914.265 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
40.969 |
1.500.000 |
|
3.012.857 |
2.705.145 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
104.549.103 |
124.138.656 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene |
|
|
| Unternehmen |
71.497.800 |
30.000.000 |
| 3.
Beteiligungen |
386.454 |
386.454 |
| 4.
Ausleihungen an Unternehmen |
|
|
| mit
Beteiligungsverhältnis |
32.400 |
32.400 |
| 5.
Sonstige Ausleihungen |
11.995.307 |
11.126.081 |
|
188.461.064 |
165.683.591 |
|
191.526.823 |
171.355.463 |
Anteilsbesitzliste 2023*
| Nr. |
Gesellschaft |
Sitz |
Land |
Anteil Total: |
Eigenkapital **
in TEUR |
Jahres-überschuss**
in TEUR |
| 1 |
ELBE Holding GmbH |
Hamburg |
Deutschland |
100,00 |
6.000 |
0 |
| 2 |
DNV Maritime Software
GmbH |
Rostock |
Deutschland |
100,00 |
525 |
0 |
| 3 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services GmbH |
Hamburg |
Deutschland |
100,00 |
66.566 |
0 |
| 4 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services Vietnam Co. Ltd. |
Ho Chi Minh City |
Vietnam |
100,00 |
-28 |
-80 |
| 5 |
DNV Egypt Limited |
Kairo |
Ägypten |
100,00 |
1.390 |
-485 |
| 6 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services Holdings (UK) Limited |
Loughborough |
Großbritannien |
100,00 |
16.857 |
-557 |
| 7 |
DNV Energy Systems
Germany GmbH |
Hamburg |
Deutschland |
100,00 |
1.692 |
0 |
| 8 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services Asia Sdn. Bhd. |
Kuala Lumpur |
Malaysia |
100,00 |
4.323 |
189 |
| 9 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services Saudi Arabian Co. Ltd |
Al-Khobar |
Saudi-Arabien |
100,00 |
1.159 |
1.038 |
| 10 |
GL Industrial Services
UK Ltd. |
Loughborough |
Großbritannien |
100,00 |
75.100 |
25.697 |
| 11 |
Advantica Intellectual
Property Limited |
Loughborough |
Großbritannien |
100,00 |
293 |
8 |
| 12 |
Germanischer Lloyd
Industrial Services Kazakhstan LLP |
Atyrau |
Kasachstan |
100,00 |
112 |
-81 |
| 13 |
Germanischer Lloyd Noble
Denton Tunisia |
Tunis |
Tunesien |
100,00 |
56 |
0 |
| 14 |
DNV Energy Systems
Mexico S. de R. L. de C.V. |
Mexiko D.F. |
Mexiko |
99,99 |
6.145 |
-236 |
| 15 |
DNV Kenya Limited |
Nairobi |
Kenia |
100,00 |
-1.891 |
-42 |
| 16 |
Germanischer Lloyd Gabon
SARL |
Port Gentil |
Gabun |
100,00 |
81 |
0 |
| 17 |
Germanischer Lloyd
Philippines Inc. |
Manila |
Philippinen |
99,50 |
346 |
-9 |
| 18 |
DNV Bangladesh
Limited |
Chittagong |
Bangladesch |
1,00 |
122 |
-261 |
| 19 |
Germanischer Lloyd GLM
Sdn. Bhd. |
Kuala Lumpur |
Malaysia |
70,00 |
88 |
-4 |
| 20 |
P.T. Germanischer Lloyd
Indonesia |
Jakarta |
Indonesien |
100,00 |
-10 |
-47 |
| 21 |
Germanischer Lloyd
(China) Co., Ltd. |
Shanghai |
China |
100,00 |
11.919 |
183 |
| 22 |
Subsidiary Company
"Germanischer Lloyd Ukraine" |
Odessa |
Ukraine |
100,00 |
5 |
2 |
| 23 |
Germanischer Lloyd
Lebanon S.A.R.L. |
Amchit |
Libanon |
100,00 |
658 |
1.058 |
| 24 |
EURL DNV GL Algeria |
Algier |
Algerien |
100,00 |
782 |
-82 |
| 25 |
Germanischer Lloyd
Nigeria Limited |
Lagos |
Nigeria |
100,00 |
1.330 |
1.018 |
| 26 |
Germanischer Lloyd
Universal Industrial Services Ltd |
Ta'Xbiex |
Malta |
100,00 |
-4.353 |
0 |
| 27 |
Noble Denton Group
Limited |
London |
Großbritannien |
100,00 |
-1.132 |
-23 |
| 28 |
Noble Denton Consultants
Ltd. |
London |
Großbritannien |
100,00 |
4.609 |
-414 |
| 29 |
Noble Denton Holdings
Limited |
London |
Großbritannien |
100,00 |
-3.660 |
-278 |
| 30 |
Noble Denton India
Private Limited |
Mumbai |
Indien |
100,00 |
65 |
103 |
| 31 |
DNV Noble Denton Canada
Ltd. |
Toronto |
Kanada |
100,00 |
-109 |
230 |
| 32 |
P.T. Noble Denton
Utama |
Jakarta |
Indonesien |
100,00 |
-82 |
-47 |
| 33 |
Garrad Hassan Group
Limited |
Bristol |
Großbritannien |
100,00 |
15.467 |
8.829 |
| 34 |
Garrad Hassan &
Partners Ltd |
Bristol |
Großbritannien |
100,00 |
0 |
-26 |
| 35 |
DNV Italy S.r.l. |
Vimercate |
Italien |
100,00 |
1.552 |
688 |
| 36 |
DNV Energy India Private
Limited |
Bengaluru |
Indien |
99,90 |
-461 |
418 |
| 37 |
DNV Argentina S.A |
Buenos Aires |
Argentinien |
16,16 |
3.061 |
6.924 |
| 38 |
DNV Renewables
Certification GmbH |
Dresden |
Deutschland |
100,00 |
2.805 |
0 |
| 39 |
DUtrain GmbH,
Gesellschaft für Trainings- und Servicecenter
für Netzbetriebsführung |
Duisburg |
Deutschland |
60,00 |
2.351 |
1.175 |
* Bei der Darstellung wurden mittelbare Beteiligungen
über Tochtergesellschaften der DNV SE
berücksichtigt ** Angaben beziehen sich bei den
ausländischen Tochtergesellschaften auf IFRS
Ergebnisse 2023
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die DNV SE, Hamburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der DNV SE (bis 18.
Dezember 2023: DNV GL SE), Hamburg, - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der DNV SE für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach
§ 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in
Abschnitt 3.4 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in
Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht
inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 3.4 des
Lageberichts enthalten ist.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Hamburg, den 13. Juni
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Brennecke,
Wirtschaftsprüfer
Rienecker,
Wirtschaftsprüferin
Ergebnisverwendungsbeschluss
Der Aufsichtsrat der DNV SE hat den vom Vorstand
vorgelegten Jahresabschluss (einschließlich
Lagebericht) der DNV SE für das
Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat billigt
den Vorschlag des Vorstandes, den verbleibenden
Bilanzverlust von TEUR 24.509 auf neue Rechnung
vorzutragen. Der Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 ist daher festgestellt.
Hamburg, 28 Juni 2024
Der
Vorstand
BERICHT
DES AUFSICHTSRATS DER DNV SE ÜBER DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
1.1 Einführung
Im Geschäftsjahr 2023 agierte die DNV SE erneut
in einem anspruchsvollen Marktumfeld. In diesem Umfeld
verzeichnete die DNV SE im Geschäftsjahr 2023 einen
Umsatz (operating revenue) in Höhe von 171,8 Mio.
€, 7,1 % mehr als im Vorjahr (160,4 Mio. €). Aus
der Bewertung von Investitionen musste die DNV SE für
das Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von
18,0 Mio. € berücksichtigen (Vorjahr 22,4 Mio.
€). Zusätzlich beliefen sich die
Ergebnisabführungen auf 27,5 Mio. € (Vorjahr 10,6
Mio. €). Dadurch sank das Eigenkapital auf 11,0 Mio.
€ und die Gesellschaft wies nun eine Eigenkapitalquote
von 3,5 % auf.
Während des Geschäftsjahres informierte der
Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich
und mündlich über die Lage der DNV SE sowie
über wichtige Geschäftsereignisse und Pläne,
und der Aufsichtsrat erörterte diese mit dem Vorstand
in mehreren Sitzungen und Telefonkonferenzen.
1.2 Aufsichtsratssitzungen
Gegenstand der regelmäßigen Beratungen und
Beschlüsse des Aufsichtsrats waren unter anderem die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die
strategische und operative Planung sowie das
Risikomanagement der Gesellschaft und des Konzerns. Der
Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2023 viermal.
1.2.1 Schriftlicher Umlaufbeschluss am 27. Februar
2023
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 27. Februar
2023 hat der Aufsichtsrat der Bestellung von Nicole
Lichtenberg zur Prokuristin der DNV SE zugestimmt. Des
Weiteren wurde dem Erwerb sämtlicher
Geschäftsanteile der Proxima Solutions GmbH durch die
Germanischer Lloyd Industrial Services GmbH zugestimmt.
1.2.2 Erste ordentliche Sitzung am 28. Juni 2023
Im Mittelpunkt der ersten ordentlichen Sitzung am 28.
Juni 2023 standen der Jahresabschluss 2022
einschließlich des Lageberichts sowie der Bericht
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
gemäß § 312 Aktiengesetz (sog.
Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr
2022 der DNV SE.
Der vom Vorstand vorgelegte und von der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüfte und
mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehene Jahresabschluss der DNV SE für das
Geschäftsjahr 2022 wurde genehmigt. Der Aufsichtsrat
stimmte auch dem Vorschlag des Vorstands zu, den
Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 24,000 € (nach
Berücksichtigung der ausschüttungsfähigen
Rücklagen) auf neue Rechnung vorzutragen.
Der vom Vorstand vorgelegte Abhängigkeitsbericht
für das Geschäftsjahr 2022 wurde von der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und
mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen.
Der Bericht des Aufsichtsrates für das Jahr 2022
wurde verabschiedet. Darüber hinaus wurde die
geschäftliche Entwicklung und wirtschaftliche
Situation der DNV SE für die ersten vier (4) Monate
des Jahres 2023 erläutert und die Tagesordnung der
für denselben Tag anberaumten Hauptversammlung
einschließlich der Beschlussempfehlungen gebilligt.
Darüber hinaus wurde die aktuelle Situation des
grenzüberschreitenden Cash Pools mit DNV AS
erörtert und über den Stand des LEEP (Legal
Restructuring Project) informiert.
Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der
Umbenennung der deutschen Wohlfahrtsstiftung des DNV
Deutschland und der Neufassung ihrer Satzung zu und
diskutierte die beabsichtige Bestellung von Gesa
Heinacher-Lindemann als weiteres Mitglied des Vorstandes.
1.2.3 Schriftlicher Umlaufbeschluss am 13. November
2023
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 13. November
2023 hat der Aufsichtsrat Gesa Heinacher-Lindemann als
weiteres Mitglied des Vorstands bis zum 31 Juli 2025, 24:00
Uhr bestellt und Björn-Olaf Borth, Torsten Fritz
Schramm und Knut Ørbeck-Nilssen als Mitglieder des
Vorstands wiederbestellt (jeweils bis zum 30. November
2025, 24:00 Uhr). Des Weiteren wurde dem Abschluss bzw. der
Verlängerung/Änderung der
Anstellungsverträge von Gesa Heinacher-Lindemann,
Björn-Olaf Borth und Torsten Fritz Schramm zugestimmt.
Den Anstellungsvertrag von Knut Ørbeck-Nilssen, der
mit der DNV AS abgeschlossen wurde, hat der Aufsichtsrat
zur Kenntnis genommen und genehmigt.
1.2.4 Zweite ordentliche Sitzung am 19. Dezember
2023
In der zweiten ordentlichen Sitzung am 19. Dezember
2023 genehmigte der Aufsichtsrat den aktualisierten
Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand nach
der Bestellung von Gesa Heinacher-Lindemann als weiteres
Vorstandsmitglied und änderte § 4 Abs. (6) lit. c
der Geschäftsordnung für den Vorstand (Streichung
von "gemeinsam mit dem Gesellschaftssekretär").
Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat
die Geschäftsentwicklung bis einschließlich des
dritten Quartals 2023 und genehmigte das Budget für
das Geschäftsjahr 2024. Es wurden Informationen zu
finanziellen Aspekten sowie Berichte zu Risiko, interner
Revision und Compliance für die Gesellschaft für
das Jahr 2023 gegeben. Die aktuelle Situation des
grenzüberschreitenden Cash Pools mit DNV AS wurde
erörtert und über den aktuellen Stand des LEEP
(Legal Restructuring Project) informiert.
Abschließend wurde über das
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das seit dem
1. Januar 2024 auf die DNV SE anwendbar ist, und die
geplante Umfirmierung von "DNV GL SE" in "DNV SE"
informiert.
1.3 Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht
Der Jahresabschluss 2023 und der Lagebericht wurden
von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG
geprüft und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus
wurde der Bericht des Vorstands über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
(sog. Abhängigkeitsbericht) für das
Geschäftsjahr 2023 von der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und
mit folgenden uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3
AktG versehen:
| Deutsche
Originalfassung: |
Englisch Convenience
Translation: |
"Nach unserer
pflichtmäßigen Prüfung und
Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts
richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten
Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft
nicht unangemessen hoch war." |
"Following our statutory
audit and assessment we confirm that
1. the factual statements made in the report
are correct and
2. The Company's consideration with respect to
the legal transactions listed in the report was not
inappropriately high." |
Der Jahresabschluss 2023, der Lagebericht, der
Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG (der auch den
Abhängigkeitsbericht umfasst) lagen jedem Mitglied des
Aufsichtsrats zur Einsichtnahme vor. Der Aufsichtsrat hat
den Prüfungsbericht mit den Wirtschaftsprüfern
der KPMG erörtert. Einwendungen gegen die
Abschlüsse, den Lagebericht oder die
Schlusserklärung des Vorstands zum
Abhängigkeitsbericht wurden nicht erhoben. Auf dieser
Grundlage billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am
28. Juni 2024 den Jahresabschluss 2023 und den
Abhängigkeitsbericht 2023 ohne Einschränkungen.
Der Jahresabschluss 2023 wurde damit gemäß
§ 172 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den
Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertretern
für ihr Engagement im Jahr 2023.
Høvik/Hamburg, 28.
Juni 2024
DER
AUFSICHTSRAT
Kjetil
Monssen Ebbesberg, Stellvertretender Vorsitzender
|