Pikeur Reitmoden Brinkmann GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVeredlung von Textilien und Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wilhelm Heinrich Castrup seit 27.1.2025 | Prokura |
Florian Wortmann seit 27.10.2023 | Prokura |
Waldemar Stor seit 27.10.2023 | Prokura |
Thomas Dalsass seit 27.10.2023 | Prokura |
Markus Brinkmann seit 21.4.2022 | Geschäftsführer |
Julius Brinkmann seit 21.4.2022 | Geschäftsführer |
Marc Kuhne seit 5.9.2017 | Prokura |
Wilfried Bäuning seit 28.5.2015 | Prokura |
Roger Czaja seit 15.4.2011 | Prokura |
Stephan Horst seit 15.4.2011 | Prokura |
Gangolf Kohn seit 15.4.2011 | Prokura |
Wolfgang Brinkmann seit 16.6.2004 | Geschäftsführer |
Klaus G. Brinkmann seit 16.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co KG (entstanden durch Umfirmierung der Friedrich W. Brinkmann GmbH & Co. KG) | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
bugatti GmbHHerfordJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz per 31.12.2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 wurden nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB einzustufen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr mit einer Ausnahme unverändert beibehalten. Im Berichtsjahr wurde erstmalig von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern auszuweisen. Der Ausweis wurde gewählt, da das handelsrechtliche und das steuerrechtliches Ergebnis durch die unterschiedlichen Zinssätze bei der Berechnung der Pensionsrückstellung immer weiter voneinander abweichen. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, die nach der linearen Methode berechnet wurden. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Skonti. Bei älteren Lagerposten wurden Saisonabschläge vorgenommen. Der Bewertungsansatz der fertigen Erzeugnisse wurde nach einem retrograden Bewertungsschema ermittelt. Dabei wurde auf den Listenverkaufspreis ein Abschlag für Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten sowie eine durchschnittliche Gewinnspanne vorgenommen, ggf. je nach Alter ein weiterer Saisonabschlag. Waren wurden grundsätzlich zu Einstandspreisen bewertet. Bei Waren mit geringerer Gängigkeit wurde zusätzlich ein weiterer Bewertungsabschlag vorgenommen. Bei unfertigen Erzeugnissen wurden die Herstellungskosten auf der Grundlage der Kostenrechnung ermittelt. Sie beinhalten das verbrauchte Material, die Lohn- und Lohnnebenkosten, die Fremdleistungen und die Gemeinkosten zum niedrigsten handelsrechtlich zulässigen Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen wurden zum Barwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Zinssatzes von 3,89 % (zum 31.12.2015) bzw. 4,00 % (zum 31.10.2015). Es waren keine Rentensteigerungen zu berücksichtigen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Ihr Ansatz erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erschien. Bei den übrigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde unter Berücksichtigung zu erwartender zwischenzeitlicher Kostensteigerungen eine Abzinsung mit dem von der Bundesbank bekanntgegebenen laufzeitadäquaten Zinssatz vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte zu durch Devisentermingeschäfte abgesicherten Währungskursen, so dass sich die Umrechnung der Währungskurse gemäß § 256a HGB insoweit erübrigt. Die ungesicherten Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Angaben zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen auf das Anlagevermögen (§ 268 Abs. 2 HGB)
* Verrechnung mit Pensionsrückstellungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Gesellschaften, deren Anteile von der Gesellschafterin der bugatti GmbH gehalten werden. Es besteht in Höhe von 7.117 T€ Mitzugehörigkeit zu der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". 3. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter(n) (§ 42 Abs. 3 GmbHG) In der Position "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ist eine Verbindlichkeit gegenüber der alleinigen Gesellschafterin, der bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG, in Höhe von 1.377 T€ (Vorjahr: Forderung in Höhe von 808 T€) enthalten. 4. Ansammlungswahlrecht (Art. 67 Abs. 1 EGHGB) Aufgrund der Anwendung der Bewertungsvorschriften des BilMoG für die Pensionsrückstellung ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB von 347 T€. Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe eines Fünfzehntels der Rückstellung zugeführt. Der verbleibende Zuführungsbedarf zum 31. Dezember 2015 beträgt 209 T€. 5. Pensionsrückstellungen Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aktivwerte in Höhe von 1.157 T€ von zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen und einem verpfändeten Wertpapierdepot mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet. Der Aktivwert der verrechneten Rückdeckungsversicherungen umfasst das versicherungsmathematische Deckungskapital einschließlich der Leistungen aus der Gewinnbeteiligung. Die Erträge des Deckungsvermögens belaufen sich auf 54 T€ und wurden mit den Beiträgen in Höhe von 45 T€ und den Zinsaufwendungen von 236 T€ sowie der Abwertung des Depotwerts von 2 T€ verrechnet. 6. Beträge unter "Sonstige Rückstellungen" mit nicht unerheblichem Umfang (§ 285 Nr. 12 HGB) Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche (140 T€) sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich einschließlich Tantiemen (1.652 T€), für Berufsgenossenschaft (140 T€), für Aufbewahrung (123 T€), für Abschriftenbeteiligungen bei Kunden (180 T€) und für ausstehende Rechnungen (325 T€). 7. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (§ 268 Abs. 5 HGB) und Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Steuern bestanden in Höhe von 1.040 T€ (Vorjahr: 1.097 T€) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 5 T€). 8. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB) Vom Wahlrecht, den Überhang der aktiven latenten Steuern auszuweisen, wurde im Geschäftsjahr erstmalig Gebrauch gemacht. Die Berechnung künftiger Steuerbe- und -entlastungen wurde auf der Basis eines unternehmensindividuellen Steuersatzes von 31,17 % ermittelt. Es wurde eine Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern vorgenommen.
Der Vorjahreswert des Überhangs der aktiven latenten Steuern betrug 159 T€. Der Überhang der aktiven latenten Steuern unterliegt eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 2 HGB. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB):
2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (§ 277 Abs. 5 S. 2 HGB) In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 89 T€ (Vorjahr: 104 T€) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 359 T€ (Vorjahr: 119 T€) aus der Währungsumrechnung enthalten. 3. Außerordentliche Aufwendungen (§ 277 Abs. 4 S. 2 HGB) Der Ausweis betrifft ein Fünfzehntel des Unterschiedsbetrags aus der aufgrund des BilMoG geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtung. E. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigt en Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
2. Finanzinstrumente (§ 285 Nr. 19 und Nr. 23 HGB) Derivative Finanzinstrumente werden in Form von marktgängigen Devisentermin- und Zins-CAP-Geschäften zur Sicherung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungs- und Zinsrisiken eingesetzt. Die Instrumente dienen ausschließlich der Sicherung des operativen Grundgeschäfts. Aus der Erfahrung der Vergangenheit liegen Grundgeschäfte mindestens in Höhe der Absicherungsgeschäfte vor. Die Währungssicherungen beziehen sich auf Import- und Exportgeschäfte, die Zinssicherungen auf kurzfristige Finanzierungen. Das Unternehmen hat Verträge über Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um sich gegen ungünstige Entwicklungen des USD-, CHF-, GBP- und CAD-Wechselkurses abzusichern und damit einen festen Kalkulationskurs zu erzielen. Das Kontraktvolumen der Devisentermingeschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 15.090 T€. Die Devisentermingeschäfte auf der Einkaufseite in Höhe von 14.879 TUSD sind an Geschäfte bis Anfang 2017 gekoppelt und stellen eine Bewertungseinheit mit diesen dar. Die Devisentermingeschäfte auf der Verkaufsseite in Höhe von 1.500 TCHF, 290 TGBP und 50 TCAD stehen im Zusammenhang mit Exporten bis Ende 2016 und stellen ebenfalls eine Bewertungseinheit mit diesen dar. Wir sehen aufgrund der Bewertungen durch die Banken zum Stichtag eine Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, da sich die Zahlungsströme sowohl in der Vergangenheit ausgeglichen haben, als auch die zukünftig erwarteten Wertänderungen ausgleichen werden. Die derivativen Finanzinstrumente besitzen zum Stichtag positive Marktwerte von 598 T€ und negative Marktwerte von 169 T€. Als Buchungsmethode wurde die Einfrierungsmethode angewandt. Die Messung der Wirksamkeit erfolgte durch die critical terms match-Methode. Die Vertragspartner für die oben erwähnten Sicherungsgeschäfte sind große Banken mit einwandfreier Bonität. 3. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (§ 285 Nr. 3 HGB) bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 31 T€ zuzüglich Umsatzsteuer, die sich wie folgt auf zukünftige Geschäftsjahre verteilen:
Daneben bestanden zum Stichtag Verpflichtungen aus Mietverhältnissen für Showrooms in folgender Höhe:
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestand eine sonstige finanzielle Verpflichtung aus einem Mietvertrag mit der Gesellschafterin bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG, Herford. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017; die jährlichen Mietaufwendungen belaufen sich in Abhängigkeit von der Verzinsung des eingesetzten Vermögens und dem Abschreibungsvolumen der Muttergesellschaft auf rd. 2,3 Mio. €. 4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans (§ 285 Nr. 10 HGB) Herr Wolfgang Brinkmann, Kaufmann Herr Klaus Brinkmann, Kaufmann 5. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB) Die Gesellschaft und ihr Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss einbezogen, den die bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co. KG, Herford, für den Gesamtkreis von Unternehmen aufstellt, in den sie selbst als alleinige Gesellschafterin einbezogen ist. Dieser Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger einzureichen und bekanntmachen zu lassen. 6. Angaben zum Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB) Die Gesellschaft hält sämtliche Anteile an der bugatti Retail GmbH mit Sitz in Herford. Das Eigenkapital beträgt nach dem geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 1.010.454,03 €, das Jahresergebnis 2015 beträgt 0,00 €, da ein Ergebnisabführungsvertrag mit der bugatti GmbH besteht.
Herford, den 24. März 2016 gez. Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Darstellung des Geschäftsverlaufes und der LageI. Allgemeine AusführungenIm Jahre 2015 konnte sich die deutsche Wirtschaft besser entwickeln als im Vorjahr. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes konnte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % gesteigert werden. Kalenderbereinigt ist das Wachstum mit + 1,5 % etwas geringer ausgefallen, da im Jahre 2015 bedingt durch die Feiertage, mehr Arbeitstage zur Verfügung standen. Diese positive Entwicklung ist in erster Linie auf die gestiegenen Konsumausgaben zurückzuführen. Die Investitionsausgaben, die um 3.6 % höher als im Vorjahr ausfielen, trugen ebenfalls zur Verbesserung bei. Auf der Verwendungsseite erzielten die privaten Konsumausgaben preisbereinigt ein Plus von 1,9 % und die des Staates sogar ein Plus von 2,8 % gegenüber 2014. Die Steigerung der Investitionsausgaben der Unternehmen betraf vorrangig die Anschaffungen von Maschinen, Geräten und Fahrzeugen. Demgegenüber konnten die Bauinvestitionen nur ein kleines Plus verzeichnen. Der Außenhandel konnte nicht sehr stark zum Wachstum beitragen. Zwar konnten die Exporte, trotz der Russland-Krise, preisbereinigt um 5,4 % gesteigert werden, jedoch haben die Importe eine ähnliche Entwicklung erfahren (+ 5,7 %), so dass per Saldo der Außenbeitrag nur mit + 0,2 % zum Wachstum beitrug. Im Bekleidungsgewerbe hat sich diese positive Entwicklung nicht ergeben. Die Umsätze der gesamten Branche waren mit 0,3 % rückläufig. Das Auslandsgeschäft war im Jahr 2015 sehr problematisch, insbesondere wegen der Finanzkrise in Russland. Demgegenüber hat sich das Inlandsgeschäft sehr gut entwickelt und konnte die Verluste im Export teilweise ausgleichen. Im deutschen Bekleidungseinzelhandel ist es zwar besser gelaufen als in der Bekleidungsindustrie, jedoch fiel die Umsatzsteigerung mit 0,6 % äußerst mager aus. Wie im Vorjahr waren für diese Entwicklung insbesondere das milde Klima in den letzten Monaten des Jahres und der wachsende Online-Handel, der dem stationären Handel vermehrt Umsatz wegnimmt, verantwortlich. bugatti konnte im Jahr 2015 die Umsatzerlöse stabil halten. Trotz des milden Klimas in den letzten Monaten des Jahres und der Finanzkrise in Russland sind die Umsatzerlöse nur um 0,3 % zurückgegangen. Dieses ist gleich hoch wie der Branchendurchschnitt, so dass die Marktanteile gehalten werden konnten. Die Umsatzerlöse sind um 333 T€ auf 100.357 T€ zurückgegangen. Die Verkäufe in das Ausland konnten leicht gesteigert werden, so dass die Exportquote von 45,0 % auf 45,6 % gestiegen ist. Bei der Marke bugatti haben sich die Produktgruppen Strick/Wirk, Hemd und Hose wieder sehr erfolgreich am Markt entwickelt. Sie erzielten einen Umsatzzuwachs von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund des sehr warmen Wetters erfüllten die Umsätze mit Jacken und Mänteln im Jahr 2015 nicht die Erwartungen. Im Bereich Damenmode findet die Marke bugatti wachsende Akzeptanz. Daher hat das Unternehmen die Jackenkollektion für Damen um Blazer und Sweats ergänzt. Außerdem war im Frühjahr/Sommer 2015 erstmals eine Damen-Bademodenkollektion mit Bikinis und Badeanzügen im Angebot. bugatti ist mit einer Exportquote von über 45 Prozent international bereits sehr erfolgreich. Die Lifestylemarke hat sich jedoch eine noch stärkere Internationalisierung als Ziel gesetzt. Neben den bestehenden europäischen Exportmärkten spielen vor allem die USA und die Länder auf der arabischen Halbinsel eine wichtige Rolle als Wachstumsmärkte für das Label. Hier liegt der Fokus auf der weiteren Expansion mit Monolabelstores und Multiproduktflächen. Im Jahr 2015 hat bugatti seine Präsenz im Handel mit neuen Stores und Shop-in-Shop-Flächen weiter erhöht. Hinzugekommen sind zwei Stores und 38 neue Shopflächen bei Handelspartnern im In- und Ausland. Damit verfügt bugatti über insgesamt 530 Shop-in-Shops und 21 Stores. Außerdem ist die Marke mit sechs Outlets in Deutschland präsent. Das Markenimage und die Markenbekanntheit von bugatti konnten 2015 weiter gesteigert werden. Der deutsche Fachhandel hat bugatti als "Topmarke" ausgezeichnet. Im Rahmen der Outfit-Studie 9.0 vom Spiegel-Verlag konnte bugatti nochmals zulegen und verfügt nunmehr über 80 Prozent Markenbekanntheit bei deutschen Endverbrauchern. Das Lizenzgeschäft mit insgesamt 15 Lizenzpartnern ist eine der Stärken von bugatti. Besonders erfreulich entwickelt hat sich das Segment Kleinlederwaren, Taschen und Reisegepäck, das insbesondere auf dem nordamerikanischen Kontinent starke Zuwächse realisieren konnte. Nach wie vor stärkste bugatti-Lizenz ist die für Schuhe. II. Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 4.376 T€ (./. 7,6 %) von 57.936 T€ auf 53.560 T€ gesunken. Diese Veränderung konnte insbesondere durch den Abbau des Vorratsvermögens und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf der Aktivseite erreicht werden. Auf der Passivseite ergibt sich diese Veränderung in erster Linie aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entwickelt. Auf der Aktivseite haben sich die Bilanzpositionen wie folgt entwickelt:
Sämtliche Sachinvestitionen wurden aufgrund der Betriebsaufspaltung von der Dachgesellschaft, der bugatti Holding Brinkmann GmbH & Co KG, vorgenommen. Es wurden vorrangig neue Einrichtungsgegenstände für Showroom-, Outlet-, Store- und Flächenausstattung angeschafft. Die Positionen des Anlagevermögens haben sich nur aufgrund der Abschreibungen verändert. Die Verringerung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (./. 868 T€) ergibt sich in erster Linie aus den Produktgruppen Strick, Wirk und Hose. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen haben sich kaum verändert. Dagegen konnten die Fertigwarenbestände und Waren kräftig um ./. 1.376 T€ abgebaut werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich insbesondere bei ausländischen Kunden , so dass die gesamten Kundenforderungen um 806 T€ zurückgingen. Ebenfalls sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen geringer ausgefallen; sie sind um 2.830 T€ gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen wegen höherer Steuerforderungen um 490 T€ auf 2.188 T€ gestiegen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde erstmalig die Position Aktive latente Steuern mit 322 T€ gebildet, für die es im Handelsrecht ein Wahlrecht gibt. Auf der Passivseite ergaben sich für die einzelnen Bilanzpositionen folgende Veränderungen:
Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresüberschusses 2015 verändert. Aufgrund des Bestandabbaus bei dem Vorratsvermögen konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (./. 3.987 T€) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (./. 2.563 T€) verringert werden. Die Verbindlich-keiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 1.607 T€ auf 2.048 T€ angewachsen. Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung verfügt die Gesellschaft über eine ausgezeichnete Liquidität. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr in erster Linie wegen der Bestandsverringerung beim Vorratsvermögen um 2.815 T€ auf 994 T€ verbessert werden. Aufgrund des milden Klimas in den letzten Monaten des Jahres 2015 konnten die Produktgruppen Sportswear und Mäntel den Vorjahresumsatz nicht erreichen. Eine erfreuliche Entwicklung wurde mit den Produkten Strick, Wirk und DOB erreicht; jedoch konnten die Zuwächse den Rückgang bei den anderen Produktgruppen nicht ganz kompensieren. Die Umsatzerlöse sind deshalb um 333 T€ von 100.690 T€ auf 100.357 T€ zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der Bestandsminderung in Höhe von 1.331 T€ und der sonstigen Erträge in Höhe von 12.082 T€ ergab sich eine Gesamtleistung in Höhe von 111.108 T€. Nach Abzug des Materialeinsatzes (54.814 T€) und der bezogenen Leistungen (10.311 T€) verbleibt ein Rohertrag in Höhe von 45.983 T€. Die Wareneinsatzquote konnte von 59,2 % auf 58,6 % verbessert werden. Die Personalaufwendungen gingen um 187 T€ von 20.578 T€ auf 20.391 T€ zurück. Dieses ist in erster Linie auf geringere Erfolgsbeteiligungen als im Vorjahr zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter betreffen mit 81 T€ vollständig bugatti Warenzeichen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich Kostensteigerungen in Höhe von 414 T€, sie belaufen sich nunmehr auf 24.620 T€. Nennenswerte Erhöhungen verzeichneten die Raum- und Verwaltungskosten. Einsparungen von besonderem Gewicht gab es bei den Marketingkosten, Vertreterprovisionen und Forderungsverlusten. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich folgende Veränderungen:
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 164 T€ auf ./. 327 T€ verschlechtert. Für die Entwicklung sind ein Aufwand aus der Verlustübernahme (108 T€) aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der bugatti Retail GmbH sowie höhere Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen verantwortlich. Die außerordentlichen Aufwendungen sind in derselben Höhe wie im Vorjahr (23 T€) angefallen. Sie haben ihre Ursache in den handelsrechtlichen Vorschriften, wonach die Pensionsrückstellungen zum Stichtag 01.01.2010 neu zu bewerten waren. Aufgrund der großen Diskrepanz zwischen den Werten der Steuer- und Handelsbilanz wurde im Berichtsjahr 2015 erstmalig die Position aktive latente Steuern gebildet. Unter Berücksichtigung von Körper- und Gewerbesteuerbelastung von 299 T€ sowie dem Ertrag aus den latenten Steuern von 322 T€ und den sonstigen Steuern (281 T€) schließt das Jahr 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 285 T€ ab. B. Arbeitnehmer- und Umweltbelange Wesentlich für eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft ist die Bereitstellung und Ausbildung qualifizierter Mitarbeiter. Folgerichtig investieren wir kontinuierlich in den Ausbau unserer Personalentwicklungssysteme. Wir gehen auch für die Zukunft von unserem momentanen Personalbestand (397 Arbeitnehmer) aus. Das Risiko von Umweltschäden reduzieren wir durch unsere Qualitätssicherungsmaßnahmen. Aufgrund der Verabschiedung des Umweltschadens-gesetzes in 2007 ist die Haftungsgrundlage aus etwaigen Umweltschäden für Unternehmen vergrößert worden. Wir schätzen das Risiko für uns als gering ein, hieraus in Anspruch genommen zu werden, haben uns aber dennoch gegen mögliche Ansprüche versichert. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenFür unsere Produkte Hosen, Strick/Wirk, Hemden und DOB-Sportswear zeigen die Auftragsbestände der Saison Frühjahr/Sommer 2016 eine sehr erfreuliche Entwicklung. Es konnten sogar Zuwachsraten im zweistelligen Bereich erzielt werden. Die anderen Produktgruppen erzielten ein Pari bzw. Verluste, so dass die gesamten Auftragsbestände leicht rückläufig waren. Wie bereits in den Vorjahren soll das Retailgeschäft im laufenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2016 sollen sechs weitere Stores eröffnet werden, sowie ein weiteres Outlet in Brehna bei Leipzig. Wie bereits im Vorjahr gab es für die Orderrunde H/W 2015/2016 in unserer Branche einige belastende Faktoren. Aufgrund des milden Wetters in den letzten Monaten des Vorjahres hat der Handel für Outdoor-Kleidung keine guten Abverkäufe erzielt, so dass in der Folgesaison zurückhaltend geordert wird. Mit einer Belebung des russischen Marktes ist wegen der dort anhaltenden Finanzkrise nicht zu rechnen. Die ersten Verkäufe für die Herbst/Winter-Saison 2016 zeigen für unsere Produkte eine unterschiedliche Entwicklung. Bei den umsatzstarken Produktgruppen konnten Mäntel, Hosen, Strick, Hemden und DOB-Sportswear hinzugewinnen. Leichte Auftragsrückgänge werden sich wahrscheinlich bei den Produktlinien Sportswear, Sakkos und Wirk einstellen. Aufgrund dieser Entwicklung sollte die Auftragseingangssaison Herbst/Winter 2016 mit einem kleinen Plus abschließen. Insgesamt sehen wir für das Jahr 2016 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine leichte Ergebnisverbesserung. Für 2017 sehen wir wegen der werblichen Aktivitäten für bugatti, der weiteren Expansion im Flächen-, Store- und Outletgeschäft sowie einer verbesserten Kostenstruktur eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung. Aufgrund der in den letzten Jahren praktizierten Risikovorsorge können wir auf Störungen frühzeitig mit den erforderlichen Maßnahmen reagieren. Darüber hinaus haben wir Risiken, die von dritter Seite absicherbar sind, wie das Debitoren- und Währungsrisiko, durch entsprechende Absicherungsgeschäfte weitestgehend ausgeschlossen. Die Abschlüsse der Terminkontrakte erfolgen sukzessive und sollen das gesamte Einkaufs- bzw. Verkaufs-volumen der folgenden Saisons umfassen. Ziel der Absicherung ist es, den Kalkulationskurs sowohl auf der Import- als auch auf der Exportseite mindestens zu erreichen. Das abzusichernde Volumen und die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden ständig in ihrer Wirksamkeit überprüft und angepasst. Bedingt durch die hervorragende Marktstellung unserer Marke bugatti, die nach wie vor eine hohe Vororderquote erfährt und keine erheblichen Kundenkonzentrationen aufweist, sehen wir keine den Absatz gefährdenden Risiken. Auch für den Beschaffungsmarkt sehen wir geringe Risiken, da wir unsere Lieferanten und Produktionspartner unter qualitativen Aspekten und unter Beachtung von Länderrisiken auswählen. Bei unserer Beurteilung stehen Zuverlässigkeit, Qualität und kurzfristige Substituierbarkeit im Vordergrund. E. Forschung und Entwicklung In der Modebranche ist es wichtig, dem Absatzmarkt stets aktuelle, innovative und trendweisende Kollektionen zu präsentieren. Hierfür ist eine ständige Produktent-wicklung und -forschung unerlässlich. Aufgrund der noch vorhandenen Eigenfertigung werden Prozessinnovationen stetig und konsequent umgesetzt.
Herford, den 31. März 2016 gez. Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der bugatti GmbH, Herford, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 27. April 2016 DIPL.-KFM. HANS M. KLEIN + PARTNER mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft Dipl.-Kfm. Hans M. Klein, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Ing. agr. T. Hobbold, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses 2015Unterzeichner und Datum der Feststellung des Jahresabschlusses:
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