Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 31871
Vorher
toom BauMarkt GmbH
Eingetragen
29.6.1999
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit Holz, Baustoffen, Anstrichmitteln und Sanitärkeramik, ohne Spezialisierung auf eine der ProduktgruppenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
der Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen, Baubedarfsartikeln, Pflanzen und Gartenzubehör sowie allen damit verwandten Waren und Dienstleistungen sowie das Errichten, die Ausstattung und das Betreiben von SB-Baumärkten;

Historie

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Management

NameRolle
Jan Peter Karrasch
seit 30.9.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Christoph Möltgen
seit 2.5.2024
Geschäftsführer
Jörg Wehrenberg
seit 19.2.2020
Prokura
Dominique Rotondi
seit 18.4.2012
Geschäftsführer
Martin Söffge
seit 18.9.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.130.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

toom Baumarkt GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Struktur der Gesellschaft

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2. BRANCHENENTWICKLUNG

Darstellung der Lage

1. Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

2. Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

3. Leistungsindikatoren

Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

1. Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2. Erwartete Umsatz- und EBITA-Entwicklungen

Struktur der Gesellschaft

Die Baumärkte treten unter dem Namen toom und B1 Discount Baumarkt auf. Unter der Vertriebslinie toom werden noch Partner- und Franchise Standorte von selbständigen Kaufleuten betrieben. Bei toom finden Kunden auf einer bis zu 11.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche alles rund um die Themen Bauen, Technik und Gestalten. Zahlreichen Märkten sind zudem moderne Garten- und Pflanzenabteilungen angeschlossen. Die B1 Discount Baumärkte decken in Deutschland nahezu den Komplettbedarf klassischer Baumarktsortimente für die preissensitiven Heim- und Profihandwerker ab. Neben dem Stationärgeschäft hält die toom Baumarkt GmbH eine 100-prozentige Beteiligung an dem Onlinehändler Gartenliebe GmbH.

Die toom Baumarkt GmbH (toom Baumarkt), Köln, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln. Diese wiederum ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, und wird über den Teilkonzernabschluss der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, in den Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, einbezogen.

Die Anzahl der Gesamtstandorte beträgt 333, die Aufteilung ergibt sich gemäß dem Marktportfolio toom Baumarkt GmbH:

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunktur in Deutschland entwickelte sich 2017 erneut stärker als im Vorjahr: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte um 2,5 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent) gesteigert werden. Der Aufschwung steht auf einer deutlich breiteren Basis als noch 2016: Neben dem privaten Konsum, der von Zuwächsen der Realeinkommen profitieren konnte, stützten 2017 vermehrt private und öffentliche Investitionen bedingt durch niedrige Zinsen und eine anziehende Auslandsnachfrage die positive Entwicklung. Die Inflation stieg 2017 auf 1,6 Prozent (Vorjahr: 0,4 Prozent), u. a. aufgrund gestiegener Energiepreise. Die positive wirtschaftliche Entwicklung spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider: Die Arbeitslosigkeit lag mit 3,6 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent) auf einem sehr niedrigen Niveau.

Eckdaten Deutschland

in Prozent 2016 2017e * 2017e
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,9 1,5 2,5
Veränderung private Konsumausgaben 1,8 1,3 1,8
Veränderung verfügbares Einkommen 2,6 2,8 3,6
Sparquote * 9,8 9,8 9,7
Arbeitslosenquote 4,2 4,0 3,6

Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook Database Oktober 2017,

Update Januar 2018; Gemeinschaftsdiagnose (Herbst 2017)

e=erwartet; e *=im Vorjahr erwartet; *in % des verfügbaren Einkommens

*in % des verfügbaren Einkommens

2. BRANCHENENTWICKLUNG

Der Baumarkthandel konnte nach Aussagen des BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V., Köln, 2017 ein Umsatzwachstum von 1,1 Prozent auf 18,5 Mrd. € verbuchen. Auf bereinigter Verkaufsfläche wurde ein leichtes Umsatzwachstum von 0,7 Prozent erzielt. Die Monate März, April und Mai waren mit 5,6 Mrd. € die umsatzstärksten Monate. Insgesamt trug die Entwicklung des ersten und des vierten Quartals wesentlich zu dem positiven Verlauf bei. Im zweiten und dritten Quartal hingegen war die Branchenentwicklung leicht rückläufig: Die Wetterlage im April mit Spätfrost und Schneefall und in den Sommermonaten mit sehr hohen Temperaturen einerseits und überdurchschnittlich vielen Regentagen und hohen Niederschlagswerten andererseits führte zu Umsatzrückgängen und belastete die positive Entwicklung. *

Bei der Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich konnten die Bereiche Bauchemie/Baumaterial und Pflanze die stärksten Zuwächse erzielen. Dagegen musste die Warengruppe Gartenmöbel witterungsgetrieben die deutlichsten Umsatzverluste hinnehmen.

Eine zunehmende Bedeutung gewinnt der Online Handel bei DIY Produkten. Allerdings bleibt der Anteil mit 6,6 % gemessen am Gesamtvolumen des erweiterten DIY Marktes (49 Mrd. Euro) weiterhin gering. **

* GfK Total Store Report 2017

** Teipel Research & Consulting

Darstellung der Lage

1. Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Die prognostizierten Umsatzerwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden, die Vorjahresentwicklung liegt aber über dem Durchschnitt der Branche. Ein Treiber der Gesamtentwicklung waren die erfolgreich gestarteten Expansionsstandorte.

Der im Vorjahresbericht eingestellte Budgetanspruch für das Jahr 2017 wurde im Nachgang durch Gremienentscheidungen nach unten angepasst. Auf Basis dieses niedrigeren Planwertes wurden die EBITA Erwartungen erfüllt.

Die Werte für Markenbekanntheit und Kundenwahrnehmung konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die geplanten Meilensteine zur Umsetzung der Online-Aktivitäten wurden erfolgreich umgesetzt.

2. Ertragslage

toom Baumarkt betreibt zum 31. Dezember 2017 insgesamt 293 eigene Filialen (Vorjahr 287), 36 Partnermärkte (Vorjahr 38) und 4 Franchisemärkte (Vorjahr 6). In 2017 wurden 13 Filialmärkte eröffnet sowie 7 Märkte geschlossen. Zum 31. Dezember 2017 beträgt die gewichtete Verkaufsfläche im Filialbereich 1.935.236 m 2 (Vorjahr 1.881.597 m 2).

Die Einzelhandelsumsätze bewegen sich bei den Stammfilialen über dem Vorjahresniveau. Insgesamt liegt der Nettoumsatz im Filialbereich mit 1,9 % bedingt durch Expansionen über dem Vorjahr.

Umsatzentwicklung

Die Handelsumsätze * von toom Baumarkt entwickelten sich wie folgt:

in T€ 2017 2016 Veränderung absolut Veränderung
in Prozent
- Einzelhandel 1.961.667 1.926.122 35.545 1,85%
- Großhandel 165.797 157.761 8.036 5,09%
- Umsatz Bottrop 62.846 62.049 797 1,28%
- übrige 4.234 3.125 1.110 35,52%
Handelsumsätze gesamt 2.194.544 2.149.057 45.487 2,12%

*ohne Mieten, Dienstleistungen und Kostenerstattungen

Ergebnis

Der Rohertrag aus dem Handelsgeschäft beträgt T€ 845.718,6 (Vorjahr T€ 837.668,3). Die Rohertragsquote beträgt 38,5 Prozent (Vorjahr 39,0 Prozent). Im Berichtsjahr wird ein negatives Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2017 von T€ 4.610 ausgewiesen und ist somit gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.085 gesunken.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme i. H. v. T€ 4.655 (Vorjahr Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung T€ 3.545).

Der relative Rückgang des Rohertrags resultiert aus dem anhaltenden Preisdruck und der deflationären Tendenz in den Kernwarengruppen.

Der Rückgang der sonstigen Betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus einmaligen, periodenfremden Vorjahres-Sondererträgen in der Zentralregulierung aufgrund geänderter EuGH-Rechtsprechung in Höhe von 22.572,2 T€.

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert weitestgehend aus der erstmalig ganzjährig erfolgten Übernahme des Lagerstandortes Dietzenbach.

Der Rückgang der Abschreibungen ist begründet durch die Verminderung des Umbauvolumens.

Im Vorjahr war das Zinsergebnis beeinflußt durch Sondereffekte aus der Zentralregulierung.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vorjahr ebenfalls periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen enthalten.

Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage

toom Baumarkt ist unverändert gegenüber dem Vorjahr über die REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, in das Cash-Management der REWE einbezogen. Damit ist sichergestellt, dass toom Baumarkt jederzeit genügend Liquidität durch ausreichende Kreditlinien zur Verfügung hat, sodass auch dann keine Liquiditätsrisiken bestehen, wenn unerwartet auftretende Ereignisse negative finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben.

Durch den internen Finanzausgleich (Cash Pooling) müssen keine Fremdfinanzierungen eingegangen werden und eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen wird erreicht.

Vermögenslage

Aktiva (in Mio. €)

Im Berichtsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 149,4 Mio. € auf 954,7 Mio. €.

toom Baumarkt investitierte 2017 43,1 Mio. € (Vorjahr: 35,1 Mio.€) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Investitionen zielten hauptsächlich auf die Modernisierung des bestehenden Filialnetzes und den weiteren Aufbau des Warenwirtschaftssystems. Das Anlagevermögen ist zu 91,3% durch das Eigenkapital finanziert.

Bedingt durch die Einführung des neuen Warenwirtschaftssystems im Jahr 2016 kam es zu Problemen in der Warenversorgung. Die hieraus entstandenen out of stock Situationen hatten negative Auswirkungen auf den Umsatz in 2017.

In 2017 wurde diesen Risiken im Vorfeld durch gezielte Marktzuteilungen begegnet. Aufgrund eines wetterbedingt widrigen Saisonverlaufs haben nicht alle Maßnahmen zu den geplanten Umsatzeffekten geführt, so dass hieraus ein Bestandsaufbau entstanden ist.

Der Anstieg höherpreisiger Artikel in den Bereichen Elektrowerkzeuge und Maschinen und die effizientere Ausschöpfung der Flächen bei Kleineisen durch Sortimentserweiterung erhöhen ebenfalls den Bestand.

Die Erhöhung des übrigen kurzfristigen Vermögens ist vor allem durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (44,1 Mio. €) begründet.

Passiva (in Mio. €)

Die Bilanz weist zum 31. Dezember 2017 aufgrund des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln, ein unverändertes Eigenkapital in Höhe von 146,0 Mio. € aus.

Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt leicht über dem Vorjahresniveau.

Die übrigen Schulden erhöhen sich im Wesentlichen durch die Aufstockung eines Darlehens um 147 Mio. € gegen die REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln.

3. Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

toom Baumarkt verfügt zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital von 146,0 Mio €. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 15,3 Prozent (Vorjahr: 18,1 Prozent).

Der Finanzmittelbestand der toom Baumarkt GmbH ist im Geschäftsjahr 2017 auf Vorjahresniveau.

Die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen der operativen Einheiten der REWE Group und somit auch der toom Baumarkt GmbH sind Umsatz und EBITA.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Bei toom Baumarkt waren in 2017 durchschnittlich 14.330 (Vorjahr 13.937) Mitarbeiter, davon 3.982 (Vorjahr 3.896) Teilzeitkräfte beschäftigt. Hinzu kommen 3.763 (Vorjahr 3.696) geringfügig Beschäftigte und Aushilfen.

Damit toom Baumarkt im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter weiterhin als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird, investiert toom Baumarkt gezielt in seine gegenwärtigen und zukünftigen Mitarbeiter. Folgende Handlungsfelder spielen eine zentrale Rolle:

Faire Arbeitsbedingungen

toom Baumarkt will seine Mitarbeiter langfristig binden und ihnen ein motivierendes Umfeld bieten. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen, attraktive Sozialleistungen und Angebote, die den unterschiedlichen Lebensphasen der Mitarbeiter angepasst sind. Faire Arbeitswelten basieren auf der Wertschätzung von Vielfalt und dem Einsatz für Chancengleichheit - für die Unternehmenskultur von toom Baumarkt sind diese Werte zentral. Auch die Wertschätzung der Mitarbeiter durch eine angemessene Entlohnung mit attraktiven Zusatzkomponenten (z.B. unser Mitarbeiterrabatt) sind wesentliche Bestandteile eines fairen Arbeitsumfelds.

Personalentwicklung

Um die Potenziale und die individuelle Entwicklung der Beschäftigten bestmöglich zu fördern, baut toom Baumarkt seine Personalentwicklungsmaßnahmen kontinuierlich aus und bietet allen Mitarbeitern und Führungskräften ein umfangreiches internes Aus- und Weiterbildungsangebot. Das Unternehmen ist dabei bestrebt, möglichst viele Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Auch hier nutzt toom Baumarkt die Chancen der Digitalisierung mit online abrufbaren Lerninhalten für die Mitarbeiter in den Zentralstandorten und in den Märkten sowie einer datengestützten Verwaltung der lernenden Mitarbeiter.

Gesundheit und Arbeitsschutz

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist für toom Baumarkt ein wichtiges Element der unternehmensinternen Sozialpolitik. Es motiviert die Mitarbeiter, für die eigene Gesundheit aktiv zu werden, und verbessert die Arbeitsbedingungen. Nach dem Grundsatz "fordern und fördern" bietet toom Baumarkt intern Maßnahmen und Kurse zur Gesundheitsförderung an.

Ob ergonomische Arbeitsplätze oder Unfallprävention - die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter steht für toom Baumarkt an oberster Stelle.

Beruf und Lebensphasen

Ob die Pflege von Familienangehörigen oder Kinderbetreuung: toom Baumarkt unterstützt die Mitarbeiter, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Und zwar mit familienorientierten Serviceangeboten, die zu allen Lebensphasen passen.

Eine familienfreundliche Personalpolitik ist toom Baumarkt wichtig, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Daher bietet die REWE Group beispielsweise mehrere Betriebskindergärten an. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird für immer mehr Menschen zu einem ausschlaggebenden Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Deshalb hat sich toom Baumarkt mit dem Audit "berufundfamilie" zertifizieren lassen.

Nachhaltigkeit

Analog zu den anderen Gesellschaften der REWE Group sind die Aktivitäten im Rahmen der Nachhaltigkeit bei toom Baumarkt GmbH ebenso auf vier verschiedenen Säulen aufgebaut.

a) Grüne Produkte

Bei der Säule "Grüne Produkte" steht die Förderung des nachhaltigen Konsums bei der Sortimentsgestaltung im Vordergrund. Sie beschäftigt sich mit dem Ausbau der nachhaltigeren (grünen) Produkte, insbesondere auch im Bereich der Qualitätseigenmarke toom. Grüne Produkte können dabei umweltfreundlichere Produkte sein sowie Produkte, bei denen die Sicherstellung von fairen Arbeitsbedingungen bei der Rohstoffgewinnung oder der Produktion das Produkt "nachhaltiger" machen als herkömmliche Produkte.

Ein Fokus liegt hier auf dem Ausbau an PRO PLANET Produkten bei toom Baumarkt. Das PRO PLANET-Label der REWE Group kennzeichnet Produkte, die nachhaltiger sind als herkömmliche Produkte, da sie durch ihre Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung Mensch und Umwelt deutlich weniger belasten als herkömmliche Produkte. Ob ein Produkt für das Label PRO PLANET geeignet ist, entscheidet ein externer Beirat, bestehend unter anderem aus Vertretern aus Naturschutz-, Verbraucherschutz- sowie sozialen Organisationen.

b) Energie, Klima und Umwelt

Die Säule "Energie, Klima und Umwelt" beschäftigt sich insbesondere damit, wie unsere Märkte ressourcenschonend betrieben werden können. Hier geht es hauptsächlich um die sparsame Nutzung von Strom und Wärme sowie Wasser. Auch Themen wie der Papierverbrauch sowie ein effizientes Abfallmanagement spielen in dieser Säule eine Rolle.

Neben dem Fokus auf einem verbesserten Ressourcenverbrauch unserer Bestandsmärkte, z.B. durch die kontinuierliche Umsetzung von Sanierungskonzepten in den Bereichen Wärme und Elektro, wird auch insbesondere bei Neubauten Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Jeder Neubau erfüllt die Vorgaben für das Zertifikat "Gold" der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Ein weiterer Aspekt bei der Ressourceneinsparung in den Märkten ist das Thema LED Beleuchtung. Der in 2014 begonnene Prozess der kompletten Umrüstung von Märkten auf LED Beleuchtung wird konsequent weiterverfolgt. Bis Ende 2017 wurden insgesamt 128 Märkte umgerüstet.

c) Mitarbeiter

Die Säule "Mitarbeiter" soll die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die "richtigen" Mitarbeiter für das Unternehmen gewonnen, gezielt weiterentwickelt und unterstützt werden. Zufriedene Mitarbeiter sind für die wirtschaftliche Weiterentwicklung eines Unternehmens von zentraler Bedeutung. Für die Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter gibt es bei toom Baumarkt eine systematische Personalentwicklung.

Darüber hinaus setzt sich toom Baumarkt für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben seiner Mitarbeiter ein. Im Rahmen dieses Engagements, erhielt toom am 31.10.2016 das Zertifikat des audits berufundfamilie.

d) Gesellschaftliches Engagement

Die Säule "Gesellschaftliches Engagement" beschäftigt sich insbesondere mit der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen wie der Deutschen Lebenshilfe, dem Naturschutzbund Deutschland e.V. und Naturefund e.V.

Des Weiteren ist toom Baumarkt seit März 2012 Partner der ersten Stunde bei der Initiative "Deutschland rundet auf". Hier können Kunden an der Baumarktkasse durch die Worte "Aufrunden bitte" ihren Rechnungsbetrag auf den nächsthöheren 10er Cent Betrag aufrunden. Eingesammelte Beträge kommen zu 100% Projekten für sozial benachteiligte Kinder in Deutschland zugute.

Angaben zur Frauenquote

Der toom Baumarkt GmbH ist es wichtig, Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern, um ihnen potenzialgerechte Karrierechancen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Initiativen gestartet, wie "Women@REWE" (Erfahrungsaustausch und Maßnahmenableitung) oder die Mentorenprogramme. Zudem wird die weitreichende Auditierung nach den Standards von "berufundfamilie" fortgeführt, woraus flexible Arbeitszeitangebote, der gezielte Ausbau von Teilzeitarbeitsplätzen und die Erweiterung der Home-Office-Möglichkeiten resultieren. Zudem erfolgt eine permanente Weiterentwicklung aller Angebote rund um die Kinderbetreuung (z.B. Betriebs-KiTa, Vermittlungs- und Beratungsangebote) oder Pflege von Angehörigen.

Bis Juni 2022 wird eine deutliche Erhöhung der Frauenquote von derzeit 16,28 % auf 23,81 % angestrebt.

Unter Berücksichtigung der bestehenden Vertragslaufzeiten beträgt die Zielquote für die Geschäftsführung 0,00 % und für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung 0,00 % bzw. 32,26 %.

Risiko- und Chancenbericht

Stellenwert des Risikomanagements

toom Baumakt ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeiten den unterschiedlichsten Risiken mit zum Teil kurzen Reaktionszeiten ausgesetzt.

Risiken sind unsichere unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) beeinträchtigen und damit die Realisierung geplanter Ziele verhindern oder drohen zu verhindern bzw. die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Chancen sind dagegen unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) schaffen und damit die geplanten Ziele bzw. die weitere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen.

Mit der Einbindung von toom Baumarkt in das REWE-Group-weite und einheitliche Risikomanagement begegnet toom Baumarkt diesem Gefahrenpotenzial erfolgreich und sichert nachhaltig das Chancenpotenzial. Dabei versteht toom Baumarkt das Risikomanagement als einen kontinuierlichen Prozess, der als regelmäßiger Vorgang in den betrieblichen Abläufen von toom Baumarkt fest integriert ist. Im Folgenden werden die Risiken daher sowohl aus Sicht von toom Baumarkt als auch im Allgemeinen aus REWE-Group Sicht dargestellt.

Alle Risiken unterliegen bei toom Baumarkt einer Steuerungspflicht und werden durch operative Maßnahmen in ihrer Auswirkung und Wahrscheinlichkeit begrenzt. Der Umfang des damit verbundenen Handlungsbedarfs und die Einleitung entsprechender Maßnahmen richten sich dabei nach der Dringlichkeit (mögliche Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie dem Bedrohungspotenzial (mögliches Schadenspotenzial, ermittelt aus der monetären, reputativen und rechtlichen Auswirkung) des Risikos. Bestehende Handlungsbedarfe dokumentiert und steuert toom Baumarkt in seinen Risikofeldern über Maßnahmenpläne und -termine.

Organisation des Risikomanagements

Die Rahmenbedingungen, Richtlinien und Prozesse für ein konzerneinheitliches Risikomanagement werden zentral durch den Bereich Konzern-Controlling und den Zentralbereich Compliance geschaffen.

Der Aufbau und der Ablauf des operativen Risikomanagementprozesses werden im Rahmen vorgegebener Richtlinien des Mutterkonzerns über definierte Risikofelder in Eigenverantwortung organisiert.

Meldepflichtige Risiken werden in unseren Risikofeldern von definierten Risikoverantwortlichen über einen Bottom-up-Ansatz frühzeitig identifiziert, klassifiziert und konzerneinheitlich bewertet.

Risikochecklisten in Form von Konzernempfehlungen werden erarbeitet und den Risikofeldern regelmäßig zur Unterstützung ihrer Risikoidentifikation und analyse zur Verfügung gestellt. Dies sichert die Group-weite Berücksichtigung zentralseitig gesehener möglicher Risikoereignisse.

Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von drei Jahren, analog dem Zeitraum unserer Mittelfristplanung.

Jährlich werden die Führungs- und Aufsichtsgremien von toom Baumarkt über die aktuelle Risikolage der Konzerne in standardisierter Form unterrichtet. Hierzu melden die Risikoverantwortlichen über Inventuren stichtagsbezogen melderelevante Einzelrisiken aus den Risikofeldern an die Konzerne. Risiken mit ähnlichen Inhalten und Ursachen werden anschließend auf Ebene der Konzerne zu Risikoarten aggregiert und gemäß ihrem Bedrohungspotenzial für unsere Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cashflows sowie unsere Reputation bezüglich der Konzernrelevanz als hoch, mittel oder gering klassifiziert (hoch: Monetäre Auswirkung im Einzelfall > 100 Mio. € oder erhebliche Bedeutung bzgl. Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz-, Ertragslage (VFE-Lage) und Reputation; mittel und gering: Allenfalls moderate Bedeutung bzgl. Geschäftstätigkeit, VFE-Lage und Reputation). Chancen bewertet und steuert toom Baumarkt im Zuge der eigenen turnusmäßigen operativen und strategischen Planungen. Eine Saldierung von Chancen und Risiken auf Ebene der Konzerne findet nicht statt.

Darüber hinaus wurden verbindliche Regelungen getroffen, nach denen eine direkte Berichterstattung für neu identifizierte, bedeutende Risiken oder für bestehende Risiken mit wesentlichen Auswirkungen, Entwicklungsänderungen und hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten in den Risikofeldern an unsere Führungsgremien zu erfolgen hat.

Externe Prüfer und die Konzernrevision begutachten als unabhängige Kontrollinstanzen in regelmäßigen Abständen die Qualität und Funktionsfähigkeit unseres Risikomanagementsystems. Dennoch kann toom Baumarkt nicht mit letzter Sicherheit garantieren, dass alle relevanten Risiken frühzeitig erkannt werden und die Kontrollen und Prozesse in gewünschtem Maße funktionieren. Menschliches Fehlverhalten etwa lässt sich nie ganz ausschließen.

Darstellung der Risiken

Die Risikobewertung erfolgt auf der Basis von gegebenen bzw. realistisch anzunehmenden Umständen. Die Veränderung des Risikoumfelds, die Einleitung von Maßnahmen und die Veränderung von Planungsansätzen führen dazu, dass sich das Risiko-Portfolio ändert. Daher ist das Risiko "Stromkosten" nicht mehr in den Top-Risiken enthalten. Die nachfolgend aufgeführten Top-Risiken sind absteigend nach Risikopunkten aufgelistet.

b) Top Risiken

a) Vertrieb

Umsatzrückgang in ausgewählten Gartensortimenten durch ungünstigen Witterungsverlauf

Aufgrund der Sortimentsgewichtung, insbesondere in der Saison, unterliegt das Baumarktgeschäft starken Witterungseinflüssen. Dies betrifft vor allem die Warengruppenbereiche Außenpflanze und Gartenmöbel. Die damit verbundenen Umsatz- und Rohertragsrisiken sind in unserem Risikoportfolio berücksichtigt.

Im Tagesgeschäft werden laufend Maßnahmen zur Risikovermeidung eingeleitet, zum Beispiel durch Saisonplatzierung von ausgewählten Warengruppen, Sortiments- und Personaleinsatzanpassungen.

Immobilien

Mietertragsausfallwagnis

Aufgrund fehlender Bonität des Untermieters können Mietertragsausfälle entstehen. Durch die Überwachung der laufenden Ergebnisse und einen regelmäßigen Ergebnis-Forecast kann eventuellen Risiken aus bestehenden Mietverträgen frühzeitig gegengesteuert werden.

Zudem können Risikoeintritte aufgrund von Mängeln am Baukörper und ungeplanten Sanierungsmaßnahmen, neben den reinen monetären Auswirkungen, im Wiederherstellungszeitraum auch zu hohen reputativen Schäden führen.

Zu geringe Wasserbeaufschlagung bei Sprinkleranlagen / Veränderte Behördenforderungen

Durch Standortübernahmen von LEH Märkten sind noch nicht alle toom Baumärkte mit der entsprechend gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutztechnik ausgestattet, wodurch in einigen Märkten eine zu geringe Wasserbeaufschlagung vorhanden ist. Das Risiko besteht darin, dass die vorhandenen Mängel von einem vereidigten Sachverständigen zukünftig so eingestuft werden, dass sofortiger Handlungsbedarf gegeben ist. Bei Missachtung des Handlungsbedarfes droht die Schließung der betroffenen Märkte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, erfolgt die Aufnahme aller betroffenen Märkte, sowie eine Planungsanalyse für die Kostenschätzung.

Marketing

Ausfall Dienstleister (Druckvorstufe, Druckerei, Logistik, Verteiler, Ladenfunk)

Der Werbeumsatz der Marketing Kampagne hat eine erhebliche monetäre Auswirkung auf EBITA von toom Baumarkt. Durch Ausfall oder Verspätung eines Dienstleisters wird die Veröffentlichung von Handzetteln und Beilagen gefährdet. Die Folge können Umsatzeinbußen, erhöhte Werbekosten oder Imageschäden sein. Um das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten, werden die Produktionsaufträge auf mehrere Dienstleister verteilt. Bei der Bewertung des Risikos hält sich toom Baumarkt an die Konzernempfehlungen.

Einkauf

Betriebsstättenausfall

Die von der RZAG bereitgestellten Warenbestände von toom Baumarkt sind auf eigene Lager verteilt. Eine geringe Anzahl von Multi-SGE-Artikeln befindet sich in den Lagern der REWE-Group. Der Verlust der eingelagerten Waren würde die Umsätze negativ beeinflussen und zu erhöhten Kosten führen, da die Beschaffung von fehlenden Waren mit erhöhtem Zeitaufwand verbunden ist. Um das Risiko eines Warenverlustes, z.B. im Falle eines Brandes, zu minimieren, sind unsere Waren auf mehrere Lager bzw. Hallen verteilt. Die Einkäufer von toom Baumarkt nutzen ein Lieferantennetzwerk und können auf diese Weise die Waren in absehbarer Zeit ersetzen.

Das zu tragende Risiko des Rohertragsausfalls wird durch die Allgefahren Sach- und Ertragsausfallversicherung gedeckt.

Personal

Tarifbindung im Einzelhandel

toom Baumarkt ist derzeit nicht tarifgebunden, lehnt sich jedoch bei einzelnen Mitarbeitergruppen an den Tarifvertrag. Dadurch besteht für die betreffenden Mitarbeitergruppen das Risiko einer Lohnkostensteigerung im Zuge von tariflichen Anpassungen. Um dem Risiko entgegen zu wirken, nimmt toom Baumarkt an Tarifverhandlungen teil.

Erhöhung der Pensionskassenquote

Aktuell ist die Anzahl der Mitarbeiter, welche das Angebot der Pensionskasse in Anspruch nehmen, sehr niedrig. Es besteht ein Risiko, der Erhöhung der Teilnahmequote.

b) Sonstige Risiken

Rechtliche Risiken

Die REWE Group ist als international tätiges Unternehmen mit Veränderungen des Gesetzrahmens für ihre unternehmerischen Aktivitäten sowie Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren konfrontiert, die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Geschäfte der Gruppe haben können. Ein Team von Rechtsexperten beobachtet solche Veränderungen fortlaufend und koordiniert wichtige rechtliche Schritte der Gruppe.

Zur Sicherstellung der Einhaltung von gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben wurde in der REWE Group im Jahr 2010 ein Compliance-Management-System (CMS) implementiert. Das CMS wird seitdem fortlaufend weiterentwickelt und umfasst insbesondere präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Compliance-Risiken mit dem Fokus auf Kartellrechts- und Korruptionsrisiken. Die dezentral strukturierte Compliance-Organisation verfügt über eine direkte Anbindung zum Vorstandsvorsitzenden. Die Funktionen und Aufgaben des dezentralen Compliance-Officers werden bei toom Baumarkt vom CFO wahrgenommen. Operativ unterstützen ihn dabei drei Mitarbeiter, neben ihrer eigentlichen Tätigkeit.

Das Compliance-Programm wurde auch 2017 weiter ausgebaut. Das Projekt "Zertifizierung des Compliance-Management-Systems" der REWE Group nach dem IDW Prüfungsstandard PS 980 wurde 2017 mit der Phase I, "Prüfung der Konzeption des CMS in der REWE Group", erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde die Konzeption des Compliance-Management-Systems konzernweit festgeschrieben und im Ergebnis ohne Einschränkung durch die prüfende externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bestätigt. Mit der Projektphase II, der Prüfung zur "Angemessenheit des CMS" nach IDW Prüfungsstandard PS 980 wurde Mitte 2017 begonnen. Diesbezüglich wurden und werden weiterhin Compliance-relevante Prozessabläufe optimiert und sowohl inhaltlich als auch systemtechnisch angepasst. Des Weiteren wurden erneut zahlreiche Präsenzschulungen und Workshops durchgeführt, in denen den Mitarbeitern auch fachspezifisch ein Compliance-konformes Verhalten vermittelt wurde. Darüber hinaus wurde das Schulungsprogramm erweitert. Zu den bereits bestehenden interaktiven Online-Schulungen wurden 2017 umfangreiche Präsenzschulungen zum Thema Kartellrecht durchgeführt. Zusätzlich wurde die Compliance Organisation auf die aktuellen Konzernstrukturen angepasst bzw. erweitert, um einer angemessenen Compliance-Organisation und Funktion Rechnung tragen zu können. Auch das Angebot einer individuellen Compliance-Beratung wurde sowohl von den Führungskräften als auch von den Mitarbeitern genutzt. Das ebenfalls seit Beginn 2016 im Verantwortungsbereich des Zentralbereichs Compliance liegende Richtlinienmanagement der REWE Group konnte im Rahmen des Group-weiten Projekts zur Reorganisation des Richtlinienmanagements 2017 erfolgreich abgeschlossen werden. Fortlaufend werden konzernrelevante Richtlinien auf die neue Systematik und in das eigens dafür geschaffene national und international gültige IT-System überführt.

Wesentliche und aktuelle Compliance-Informationen stehen den Mitarbeitern grundsätzlich in unserem Intranet zur Verfügung. Dort wird auch das Hinweismanagementsystem der REWE Group vorgestellt und die Kontaktdaten für eine Hinweismeldung veröffentlicht. Wesentliche Informationen zum CMS sowie der Verhaltenskodex der REWE Group sind darüber hinaus auch auf den Internetseiten der REWE Group verfügbar.

Preisentwicklungsrisiken

Eine Verschärfung der Wettbewerbssituation kann die Preisentwicklung negativ beeinflussen und ist durch Maßnahmen nur schwer aufzufangen. Negative Preisentwicklungen belasten die Umsatz- und Rohertragsentwicklung nachhaltig und führen zu Ergebnisschmälerung. Verschärft wird die Situation durch die zunehmende Bedeutung des Online Handels, insbesondere im Bereich der Markenartikel. Da es sich bei diesen im Wesentlichen um umsatzstarke Artikel handelt, wirkt sich dies nachhaltig auf die Rohertragsentwicklung aus.

Durch ein Wettbewerbs- und Preis-Monitoring ist toom Baumarkt in der Lage, auf Preisanpassungen kurzfristig zu reagieren und sich auf neue Preissituationen einzustellen. Innovative Produkte und Marken sowie wettbewerbsfähige Kostenstrukturen helfen uns, Rohertragsschmälerungen aufzufangen bzw. zu reduzieren.

IT und Datensicherheit

Aufgrund der hohen Abhängigkeit der Handelsprozesse von IT-Systemen, einschließlich der gespeicherten Informationen, stellt die Sicherheit dieser Systeme ein wichtiges Fundament für den Erfolg des Unternehmens dar. Durch hohe Aufwendungen und Investitionen in die Sicherheit und Leistungsbereitschaft der Systeme sowie die laufende Kontrolle wichtiger Prozesse sollen die Risikolücken geschlossen werden. Durch das Einführen neuer und aktueller Technologien wird die Sicherheit der Daten gewährleistet und somit ein möglicher Missbrauch auf ein Minimum reduziert. Die Dokumentation von Prozessen, die Festlegung von Regelungen und Anweisungen sowie die Absicherung durch Verträge sind Basis für die Sicherheit der IT-Prozesse und -Systeme. Trotz notwendiger Sicherungsmaßnahmen ist ein Restrisiko nicht ganz auszuschließen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die REWE Group ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere dem Liquiditätsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Rohstoffrisiko. Die Liquiditäts- und Zinsrisiken werden gemäß der Finanzrahmenrichtlinie systematisch gesteuert. Die finanziellen Risiken werden in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten identifiziert, bewertet und abgesichert. Über die Risikopolitik und Risikostrategie berät und entscheidet ein zentrales Treasury Committee. Darüber hinaus existieren Treasury Committees auf Ebene der strategischen Geschäftseinheiten. Die Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind in Richtlinien detailliert festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung.

Das übergreifende Management finanzwirtschaftlicher Risiken ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen auf den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, negative Auswirkungen auf die Finanzlage zu minimieren. Hierbei hat die Risikobegrenzung generell Vorrang vor Rentabilitätsaspekten.

Zinsrisiken werden entsprechend der Finanzrahmenrichtlinie mithilfe eines Treasury-Management-Systems stets auf einen festgelegten Rahmen beschränkt. Zur Absicherung von Risiken werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt, deren Einsatz vom Treasury Committee koordiniert wird.

Im Zuge des Liquiditätsmanagements wird sichergestellt, dass die einbezogenen Unternehmen jederzeit über die RIF (REWE International Finance B.V.) durch ausreichend ungenutzte Kreditlinien über genügend Liquidität verfügen, sodass auch dann keine Liquiditätsrisiken bestehen, wenn unerwartet auftretende Ereignisse negative finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben. Als Finanzinstrumente werden Darlehen sowie Fest- und Tagesgelder eingesetzt.

Marktrisiken

Für ein Handelsunternehmen ist es wichtig, Markttrends frühzeitig zu erkennen und Differenzierungsmerkmale zum Wettbewerb durch neue Marktkonzepte zu erarbeiten. Die Veränderungen der Lebensgewohnheiten des Kunden beeinflusst sein Kaufverhalten und damit die Ansprüche an den Markt. Daher ist es wichtig, frühzeitig Trends und Verhaltensänderungen zu kennen, um den Kunden die Marktkonzepte zu bieten, die seinen Ansprüchen gerecht werden. Wenn Trends bzw. Marktveränderungen zu spät erkannt werden, entsteht vor allem in den gesättigten Märkten ein langfristiger Wettbewerbsnachteil und führt somit zu Umsatz- und Ertragseinbußen.

Daher hat toom Baumarkt einen Strategieprozess implementiert, der in seinen Einzelprogrammen zukünftige Chancen und Risiken analysiert und bewertet. Resultierend daraus kann toom Baumarkt vorausschauend auf die Bedürfnisse der Kunden und damit verbundenen Veränderungen reagieren.

Online-Handel

Für den stationären Handel stellt das wachsende Online-Geschäft neue zu bewältigende Herausforderungen dar. Die zunehmenden Aktivitäten im Online-Handel werden zukünftig zu einer Veränderung in der Handelslandschaft führen.

Das Internet ist heute schon bei rund 70 Prozent aller On- und Offline-Einkäufe Teil des Kaufprozesses.

Daher ist es besonders wichtig, diese Entwicklung intensiv zu beobachten und sie aktiv zu begleiten. Seit Ende 2016 investiert toom Baumarkt in den Aufbau einer Onlineplattform und -Strategie "Cross Channel" - hierdurch wird u.a. der Onlinehandel ausgebaut. In 2017 steht dem Kunden ein digitales Schaufenster und in ausgewählten Standorten die Möglichkeit des Abholservices nach Online-Reservierung (Click & Reserve) zur Verfügung. Der nächste Meilenstein wird ein komplett funktionsfähiger Onlineshop sein.

Vermögenswerte

Unerwartete Budget- oder Prognoseabweichungen sowie Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können dazu führen, dass Vermögenswerte, wie Immobilien und Geschäfts- oder Firmenwerte, neu bewertet werden müssen. Dies kann die Ergebnisentwicklung der Konzerne wesentlich beeinflussen. Veränderungen der Input-Faktoren können entweder durch Impairmentabschreibungen zu Belastungen oder aber durch Zuschreibungen zu einer Entlastung der Ergebnissituation führen. Regelmäßige Überprüfungen der Werthaltigkeit der Vermögenswerte, die Prüfung und Plausibilisierung der Mittelfristplanungen sowie die Überwachung der laufenden Ergebnis- und Wertentwicklungen geben uns jederzeit ein aktuelles Bild über unser Bewertungsportfolio und über zukünftige Bewertungsrisiken. Notwendige strategische Maßnahmen zur Reduzierung des Wertminderungsrisikos können rechtzeitig getroffen werden.

Image- und Kundenmarketing-Risiken

Eine fehlerhafte Kommunikation mit Kunden und Stakeholdern, vor allem beim Thema Nachhaltigkeit, kann zu Image-Risiken für das Unternehmen führen. Da die REWE Group im Bereich der Nachhaltigkeit eine führende Rolle einnimmt, spielt die richtige und transparente Kommunikation, z. B. bei Produkt- und Mitarbeiterthemen, eine wichtige Rolle. Aufgrund der hohen Nachhaltigkeitsanforderungen und einer ständigen Beobachtung durch die Stakeholder kann eine fehlerhafte Kommunikation gravierende negative Auswirkungen bei Kunden und Stakeholdern hervorrufen.

Die Nachhaltigkeitskommunikation unterliegt daher einer sorgfältigen Prüfung, die durch die erforderlichen Fachbereiche durchgeführt wird. Kampagnen werden zentral durch die Marktforschung begleitet. Zur Prüfung von Kommunikationsmedien und -aussagen wurde eine Clearing-Stelle aufgebaut.

Im Bereich der Kundenkommunikation kommt es vor allem bei Risiko- und Krisenthemen darauf an schnell und umfassend zu informieren. Falsche oder aber unvollständige Informationen können nachhaltig dem Unternehmen schaden.

Das Risiko der Falschinformation soll durch ausgeprägte Qualitätskontrollen und eine strukturierte und transparente Vertriebs-Kommunikation reduziert werden.

Mitbewerber

Die allgemeine Wettbewerbsentwicklung im DIY Segment führt weiterhin zu einem Druck auf die Preise und somit auf die Roherträge.

Ständige Weiterentwicklungen der Markt-Konzepte und Sortimente führen dazu, dass Innovationen frühzeitig erkannt und umgesetzt werden müssen. Um Trends und Neuheiten nicht zu verpassen, führt toom Baumarkt eine ständige Beobachtung der Wettbewerber und der Märkte durch. Somit ist toom Baumarkt in der Lage Trends und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und umzusetzen.

Darstellung der Chancen

Markt und Kunde

toom Baumarkt gehört mit 333 Standorten, einem Brutto-Außenumsatz von 2,7 Milliarden Euro und über 14.000 Mitarbeitern seit Jahren zu den führenden Anbietern im Bereich der Bau- und Heimwerkermärkte.

Durch konsistent angelegte Imagekampagnen konnte die Markenbekanntheit von toom Baumarkt beim Kunden nachhaltig gesteigert werden.

Zudem garantiert die Entwicklung neuer Baumarktformate auf Basis der Kundenerwartungen auch zukünftiges Wachstum.

Durch die immer stärker werdende Bedeutung des Online-Handels wird toom einerseits durch Aufbau eines eigenen Online-Shops und anderseits der Verknüpfung von stationärem und Online-Handel profitieren.

Preise

Der zurzeit vorherrschende starke Wettbewerb im Baumarktbereich und die anhaltenden Preiskämpfe belasten die Margen. Zusätzlich führen deflationäre Tendenzen in den Kernwarengruppen, wie beispielsweise Elektrowerkzeuge und Gartenhartware zu einer Belastung der Umsatz- und Spannenentwicklung. Sollten die Preiskämpfe, der Wettbewerbsdruck oder die deflationären Tendenzen abnehmen, kann dies zu steigenden Umsätzen und Margen und somit zu einer positiven Entwicklung der Roherträge führen.

Der Unternehmenserfolg ist in erheblichem Maße von den Einkaufspreisen abhängig. Durch die eigenen Einkaufsbüros der REWE Group in Fernost und den weiteren Ausbau der Importquote und des Direktbezugs ist toom Baumarkt in der Lage günstige und direkte Bezugsquellen zu nutzen.

Kosten

Eine kontinuierliche Prozess- und Kostenoptimierung führt zu Produktivitätsverbesserungen, die sich positiv auf die Kosten und somit auf das Ergebnis auswirkt.

Eine prozessuale Verbesserung der Marktlogistik wurde durch die Übernahme des Zentrallagers Dietzenbach und der damit verbundenen baumarktspezifischen Ausrichtung erreicht. Zudem führt der Einsatz der neuen Warenwirtschaft zu einer höheren Transparenz und mittelfristig einer Optimierung der Marktabläufe.

Gesamtbewertung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Neben den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben aufgrund des stark saisonal- und witterungsabhängigen Geschäftes die Monate März bis Mai/Juni eine starke Umsatz- und Rohertragsbedeutung. Sollten hier ungünstige Rahmenbedingungen vorliegen, kann es zu entsprechend negativen Effekten kommen. Durch die zunehmende Bedeutung von Online-Anbietern kann es zur Abschmelzung des Stationärumsatzes kommen.

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand der toom Baumarkt gefährdende Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Dies ist auch im Risikobericht der REWE Group entsprechend dokumentiert.

Prognosebericht

1. Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Prognosebericht berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannten relevanten Fakten und Ereignisse, die die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die Prognosen basieren im Wesentlichen auf den Analysen des International Monetary Fund (IMF) und der Gemeinschaftsdiagnose.

Deutschland wird 2018 erneut ein hohes Wachstum ausweisen. Bei einer Inflationserwartung auf Höhe des Vorjahres und einer stabilen Kaufkraft bleiben, zusätzlich zur erwarteten positiven Entwicklung der Weltwirtschaft, der private Konsum und das Baugewerbe die Treiber der Konjunktur. Bei einer stabilen Arbeitsmarktentwicklung und einer weiter sinkenden Arbeitslosenquote sind aber keine wesentlichen zusätzlichen wirtschaftlichen Impulse zu erwarten. Unsicher ist, wie sich die zukünftige Wirtschaftspolitik der USA auf die Entwicklung der Weltwirtschaft auswirken wird.

Parallel zu den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute formuliert der BHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. für 2018 weiterhin eine Wachstumserwartung von ingesamt 1,3% und 1,0% flächenbereinigt zum Vorjahr. Auch hier werden Umsatzpotenziale aus den Bereichen des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus gesehen, die auch dem Baumarktgeschäft zugutekommen werden.

Die nachhaltige Verzahnung von Stationär- und Onlinegeschäft wird ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit sein. Obwohl die Umsatzanteile und Steigerungsraten im Vergleich zu anderen Branchen noch gering sind, muss sich die Baumarktbranche dieser Herausforderung stellen.

Prognose Eckdaten Deutschland

in Prozent 1 2017e 2018e
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2,5 2,3
Veränderung private Konsumausgaben 1,8 1,7
Veränderung verfügbares Einkommen 3,6 3,4
Sparquote * 9,7 9,7
Arbeitslosenquote 3,6 3,3

Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook Database Oktober 2017, Update Januar 2018; Gemeinschaftsdiagnose (Herbst 2017)

e=erwartet;

1 BIP Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

*in Prozent des verfügbaren Einkommens

Vor diesem Hintergrund kommt der Weiterentwicklung des toom-Geschäftsmodells zu einem kanalübergreifend agierenden Cross-Channel-Anbieter eine entscheidende Bedeutung zu.

2. Erwartete Umsatz- und EBITA-Entwicklung en

Nach einem Jahr 2017, dass aufgrund der Witterung zu hohen Schwankungen hinsichlich Umsatz und Ergebnis geführt hat, wird die Umsatzeinschätzung für 2018 optimistischer gesehen.

Neben den laufenden Programmen zur Verbesserung der Kundenwahrnehmung insbesondere bei Preis und Sortiment liegt der Fokus auf einer stärkeren Verzahnung aller Dienstleistungen und Services im Baumarktgeschäft, um so dem Kunden Komplettlösungen bieten zu können. Dies gilt sowohl für Handwerkerservices vor Ort als auch Online Tutorials, die den Kunden zum Selbermachen befähigen sollen.

Aus der Summe aller Aktivitäten prognostiziert der Filialbereich eine Steigerung der flächenbereinigten Handelsumsätze von 2,2% und liegt somit über den Wachstumserwartungen des Branchenverbandes von 1,0 % *.

Mit der Aufschaltung eines Fullfillment-Centers und Dropship-Lieferanten wird in 2018 der vorerst letzte Meilenstein zur Intriebnahme des Online-Shops umgesetzt. Die damit verbundenen Aufwendungen werden das Ergebnis 2018 noch belasten, so dass toom in 2018 das erreichte EBITA Ergebnis 2017 leicht unterschreiten wird. In der Folgezeit werden diese Maßnahmen die Umsatz- und Ergebnisziele nachhaltig flankieren.

Parallel wird der Aufbau einer effizienten baumarktspezifischen Logistik und die weitere Ausschöpfung von Potenzialen der integrierten Warenwirtschaft zur Effizienzsteigerung führen und somit zu einer Erhöhung der Profitabilität.

*Pressemitteilung des BHB vom 05.03.2018

 

Köln, den 16. April 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.406.949,00 28.190.023,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.152.360,00 1.778.952,00
3. Geleistete Anzahlungen 196.756,81 881.208,50
  31.756.065,81 30.850.183,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.701.897,86 1.715.702,86
2. Einbauten in fremden Gebäuden 29.497.328,22 27.120.703,22
3. Technische Anlagen und Maschinen 120.316,00 0,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.905.455,51 78.028.828,06
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.598.665,41 3.568.959,57
  116.823.663,00 110.434.193,71
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.700,00 42.700,00
2. Sonstige Ausleihungen 11.162.110,03 9.657.983,88
  11.254.810,03 9.700.683,88
  159.834.538,84 150.985.061,09
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 2.156.869,83 2.232.998,87
2. Waren 629.439.835,27 526.313.678,92
  631.596.705,10 528.546.677,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.063.985,00 62.918.791,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.891.986,32 12.279.859,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 35.331.427,76 34.685.151,96
  146.287.399,08 109.883.803,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.234.893,83 14.714.050,02
  793.118.998,01 653.144.530,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.788.604,21 1.153.242,09
  954.742.141,06 805.282.833,99

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 51.130.000,00 51.130.000,00
II. Kapitalrücklage 89.847.277,12 89.847.277,12
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 5.020.467,89 5.020.467,89
  145.997.745,01 145.997.745,01
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.841.031,00 6.924.607,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 62.314,00
3. Sonstige Rückstellungen 114.688.763,56 114.279.080,37
  122.529.794,56 121.266.001,37
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.439.533,03 2.160.040,46
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 199.413.129,26 191.417.304,93
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 471.539.783,01 328.325.452,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 12.298.505,58 15.380.431,65
  685.690.950,88 537.283.230,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 523.650,61 735.857,60
  954.742.141,06 805.282.833,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 2.336.037.553,37 2.260.907.559,95
2. Sonstige betriebliche Erträge 41.744.112,31 55.291.731,30
  2.377.781.665,68 2.316.199.291,25
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.348.825.379,49 -1.311.961.028,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.098.924,36 -25.068.735,05
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -358.344.444,85 -336.653.946,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -73.956.347,07 -70.221.283,09
(davon für Altersversorgung € 1.714.552,92; Vorjahr € 1.401.034,50)    
5. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -35.480.466,22 -39.096.241,66
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -3.135.788,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -533.743.328,32 -525.374.839,84
  332.775,37 4.687.428,47
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.816,24 36.818,30
(davon aus verbundenen Unternehmen € 564,52 Vorjahr € 27.207,31)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 631.638,76 3.871.166,65
(davon aus verbundenen Unternehmen € 92.789,51 Vorjahr € 89.582,75)    
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -450.000,00 -418.750,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.131.947,46 -5.700.931,59
(davon an verbundene Unternehmen € 4.442.213,83 Vorjahr € 3.081.001,70)    
11. Ergebnis vor Steuern -4.609.717,09 2.475.731,83
12. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 1.131.158,60
13. Ergebnis nach Steuern -4.609.717,09 3.606.890,43
14. Sonstige Steuern -44.831,09 -61.770,88
15. Erträge aus Verlustübernahme 4.654.548,18 0,00
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 -3.545.119,55
17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

toom Baumarkt GmbH, Köln

Amtsgericht Köln, HRB 31871

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist.

Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen grundsätzlich im Anhang.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wurden unverändert übernommen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Software und Firmenwerte. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Einschätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer eines im Geschäftsjahr 2014 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts von über fünf Jahren begründet sich aufgrund der voraussichtlichen Nutzungsdauern der wesentlichen den Wert bestimmenden Faktoren des Geschäfts- oder Firmenwerts. Als Anhaltspunkt dienen der Lebenszyklus der Produkte oder die Laufzeit wichtiger Absatz- und Beschaffungsverträge des erworbenen Unternehmens. Ein weiterer Firmenwert wird über die Dauer der Laufzeit des Mietvertrages von 15 Jahren abgeschrieben.

Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt in solchen Fällen, in denen der Buchwert durch die tatsächliche Ertragskraft des übernommenen Unternehmens nicht mehr gerechtfertigt ist.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei vollständigem oder teilweisem Entfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 5 HGB eine Wertaufholung vorgenommen.

Vermögensgegenstände des unbeweglichen Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Eine degressive Abschreibung erfolgt lediglich bei Gebäuden, für die vor dem 1. Januar 2010 eine degressive Abschreibung festgelegt wurde.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Eine degressive Abschreibung wird lediglich für Mobilien vorgenommen, für die vor dem 1. Januar 2010 eine solche Abschreibungsmethode festgelegt wurde.

Für im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 410 € (ohne Umsatzsteuer) folgt die handelsrechtliche Bilanzierung mangels Wesentlichkeit der Vorgehensweise für geringfügige Wirtschaftsgüter im Steuerrecht, diese im Jahr der Anschaffung vollständig abzuschreiben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 410 € werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Finanzanlagen werden in Höhe ihrer Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Abschreibungen bewertet. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung werden in Ausübung des Wahlrechts des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung, so werden die niedrigeren Wertansätze nicht beibehalten. Der Ansatz der Beteiligungsbuchwerte wird einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Für in Ausleihungen enthaltene Zins- und Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. niedrigeren Marktpreisen bewertet. Für schlechtgängige Waren und andere (Verkaufs-)Risiken werden in erforderlichem Maße Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine zusätzliche Abwertung in Form einer pauschalen Wertberichtigung wird für andere allgemeine Risiken vorgenommen.

Das Wahlrecht gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB zur Aktivierung der Fremdkapitalkosten in den Herstellungskosten nimmt die Gesellschaft nicht in Anspruch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Nominalbeträgen bilanziert. Für mögliche Ausfallrisiken werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Liquide Mittel werden zu Nominalwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für transitorische Sachverhalte gebildet. Die Höhe des aktiven wie passiven Abgrenzungsbetrags richtet sich grundsätzlich nach dem Zahlungsbetrag und dem Verhältnis von bis zum Abschlussstichtag empfangener bzw. erbrachter Leistung und noch ausstehender Gegenleistung. Abgrenzungsposten, die sich über mehrere Geschäftsjahre erstrecken, werden nicht abgezinst.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Rückstellungen werden unter Beachtung zukünftiger Preis- und Kostenänderungen mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Berechnung erfolgte mittels eines prognostizierten sieben-Jahres-Zinssatzes aus der linearen Weiterentwicklung von Oktober und November auf Dezember.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt unter Beachtung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,80 Prozent sowie Rentensteigerungen von 1,90 Prozent zugrunde gelegt. Im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurden die Berechnungsparameter für Altersversorgungsverpflichtungen dahingehend geändert, dass für Abschlüsse für nach dem 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahre nicht mehr der entsprechende durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, sondern der vergangenen zehn Jahre anzuwenden ist. Für die Abzinsung der Rückstellung für Pensionen am 31. Dezember 2017 wird ein Zinssatz von 3,68 % verwendet. Dabei handelt es sich um den am 30. September 2017 auf den 31. Dezember 2017 prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Zinssatz zum 31. Dezember 2017 beträgt 3,68 Prozent (Vorjahr: 4,01 Prozent). Der Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 2,81 Prozent. Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Angaben zu der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 sind unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 11.162,1 Tsd. € (Vorjahr: 9.658,0 Tsd. €) betreffen Vermieter.

2. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016
Hilfs- und Betriebsstoffe 2.156,9 2.233,0
Waren 629.439,8 526.313,7
Gesamt 631.596,7 528.546,7

Der Anstieg der Vorräte um 103.050,0 Tsd. € lässt sich im Wesentlichen auf den witterungsbedingt schlechten Saisonverlauf und Marktzuteilungen zur Vermeidung von out of Stock Risiken zurückführen. Ebenso ist der Sortimentsanteil höherpreisiger Artikel stark angestiegen.

3. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.064,0 62.918,8
(davon gegen verbundene Unternehmen) (39.509,6) (3.514,9)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.892,0 12.279,8
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0,0) (20,0)
Sonstige Vermögensgegenstände 35.331,4 34.685,2
(davon gegen verbundene Unternehmen) (1.891,8) (6.764,5)
Gesamt 146.287,4 109.883,8
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0,0) (20,0)

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen stellen die Forderungen aus Rückvergütungen gegen Lieferanten, welche gegen die REWE-Zentral AG, Köln, ausgewiesen werden, in Höhe von 29.441,5 Tsd. € (Vorjahr REWE ZENTRALFINANZ eG, Köln; 5.695,0 Tsd. €) die größte Position dar.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten als wesentliche Position noch nicht abgerechnete Bauleistungen in Höhe von 3.120,7 Tsd. € (Vorjahr; 8.142,3 Tsd. €).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Abschlussstichtag im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren ausgewiesen. Darüber hinaus werden Forderungen gegen Mitarbeiter, Forderungen aus Schadensfällen sowie Forderungen aus Vorleistungen gegen Objektgesellschaften ausgewiesen.

4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks enthält überwiegend Kassenbestände sowie unterwegs befindliche Filialgelder.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf 1.788,6 Tsd. € (Vorjahr: 1.153,2 Tsd. €) und enthält im Wesentlichen Mietvorauszahlungen. Außerdem sind diverse Aufwendungen aus Kostenpositionen abgegrenzt, deren entsprechende (Gegen-) Leistungen erst in einer späteren Periode erfolgen werden.

6. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2017 unverändert 51.130,0 Tsd. €.

7. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 89.847,3 Tsd. €.

8. Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich unverändert zum Vorjahr auf 5.020,5 Tsd. €

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

in Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.841,0 6.924,6
Steuerrückstellungen 0,0 62,3
Sonstige Rückstellungen    
Personalrückstellungen 39.682,1 33.979,7
Drohverlustrückstellungen 11.047,8 9.682,7
Andere 63.958,9 70.616,7
Gesamt 122.529,8 121.266,0

Die Pensionsrückstellungen umfassen Aufwendungen für laufende Pensionen, für Anwartschaften auf eine Pension oder vergleichbare Verpflichtungen im Versorgungsfall. Unter den ähnlichen Verpflichtungen werden Rückstellungen für Hinterbliebenenversorgung und Ruhestandsbeihilfen ausgewiesen.

Den Pensionsrückstellungen liegen die Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, zugrunde. Der Bewertung zugrundeliegender Parameter können den Erläuterungen unter Abschnitt II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Fehlbeträge bestehen nicht.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung dieser Altersversorgungsverpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre anstatt der vergangenen 7 Jahre ergibt, unterliegt der Ausschüttungssperre und beträgt 883,7 Tsd. €.

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahressonderzahlungen, Jubiläumszuwendungen, Urlaub und Abfindungen.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden insbesondere für Miet- und Pachtrisiken gebildet.

Die anderen sonstigen Rückstellen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Instandhaltungsaufwendungen, Mietnebenkosten, Rückbaukosten, Rückzahlungsverpflichtungen aus Kundenbindungsprogrammen und ausstehende Eingangsrechnungen.

10. Deckungsvermögen, ausschüttungs- und abführungsgesperrte Beträge

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Deckungsvermögen in Höhe von 1.227,7 Tsd.€ mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Infolge einer Umschichtung des Treuhandvermögens in 2016 und der damit einhergehenden neuen vertraglichen Ausgestaltung wurden im Vorjahr damit erstmals die Kriterien für eine Saldierung erfüllt.

Vermögensgegenstand Anschaffungskosten (in Tsd. €) Beizulegender Zeitwert (in Tsd. €)
Wertpapiere 1.227,7 1.227,7
Gesamt 1.227,7 1.227,7

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögensgegenstände erfolgt auf der Grundlage von an einem aktiven Markt notierten Marktpreisen.

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beträgt 7.229,7 Tsd. €.

11. Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 155.853,5 Tsd. € (Vorjahr: 164.233,1 Tsd. €) und resultieren im Wesentlichen aus der Zentralregulierung mit der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag ist in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen als größter Einzelposten die Verbindlichkeit gegenüber der REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln, (Gesellschafterin) aus Darlehensgewährung in Höhe von 359.382,4 Tsd. € (Vorjahr: 209.428,8 Tsd. €) zu nennen. Diese hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, aber weniger als fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und betreffen im Wesentlichen mit einem Betrag von 6.472,4 Tsd. € (Vorjahr: 6.563,9 Tsd. €) Verbindlichkeiten gegenüber Vermietern. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 3.675,5 Tsd. € (Vorjahr: 3.719,1 Tsd. €) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 0,2 Tsd. € (Vorjahr: 0,2 Tsd. €) enthalten.

12. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Abgrenzungen aus Mietverhältnissen.

13. Latente Steuern

Bei der toom Baumarkt GmbH liegt ertragsteuerlich eine Organschaft mit der REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln, vor. In diesem Falle sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der Organgesellschaft und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt zu berücksichtigen.

14. Haftungsverhältnisse

Zur Vermeidung einer etwaigen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung wurde am 28. September 2016 eine Patronatserklärung gegenüber der Gartenliebe GmbH, Köln, (verbundenes Unternehmen) abgegeben. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2017 bestehen Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.266.113,6 Tsd. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 36.135,3 Tsd. € (Vorjahr: 1.191.274,1 Tsd. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 27.118,4 Tsd. €).

Die dem Geschäft anhaftenden Risiken leiten sich aus den Vertragsbedingungen ab, insbesondere künftigen Kündigungsoptionen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in Tsd. € 2017 2016
Baustoffe, Baubedarfsartikel, Pflanzen und Gartenzubehör 2.194.544,0 2.149.056,7
Mieten, Dienstleistungen, Kostenerstattungen 141.493,6 111.850,9
Gesamt 2.336.037,6 2.260.907,6

Der Erhöhung der Umsatzerlöse im Handel ist auf das gestiegene Expansionsvolumen sowie auf den Umsatzzuwachs im Pflanzenlager Bottrop zurückzuführen. Die Erhöhung bei Umsätzen aus Dienstleistungen und Kostenerstattungen kommt vollumfänglich aus dem Betrieb des Lagerstandortes in Dietzenbach.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträgen aus Schadensfällen, Erträgen aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Kostenerstattungen für Personalkosten zusammen. Insgesamt sind periodenfremde Erträge in Höhe von 30.824,4 Tsd. € (Vorjahr: 39.965,8 Tsd. €) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus einmaligen, periodenfremden Vorjahres-Sondererträgen in der Zentralregulierung aufgrund geänderter EuGH-Rechtsprechung in Höhe von 22.575,2 Tsd. €.

3. Personalaufwand

Der Anstieg des Personalaufwands um 25.425,6 Tsd. € auf 432.300,8 Tsd. € (Vorjahr: 406.875,2 Tsd. €) resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des Lagerstandortes Dietzenbach der erstmalig mit einem vollen Jahreswert in die GuV eingeflossen ist, der Tariferhöhung und einem Mehraufwand für Prämien- und Abfindungszahlungen.

4. Abschreibungen

in Tsd. € 2017 2016
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 8.999,6 10.246,9
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 26.480,9 28.849,3
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0,00 3.135,8
Gesamt 35.480,5 42.232,0

Ausgewiesen werden ausschließlich planmäßige Abschreibungen die sich in etwa auf Vorjahresniveau bewegen.

Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Weiterführende Informationen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Tsd. € 2017 2016
Aufwendungen für Mieten, Leasing und Raumkosten 260.616,1 252.547,3
Fuhrpark und Frachten 30.861,3 20.163,3
Fremde Dienstleistungen 62.547,3 54.127,7
Werbung 64.317,9 70.449,5
Sonstige 115.400,7 128.087,0
Gesamt 533.743,3 525.374,8

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Instandhaltungen, Verbrauchsmaterial, Kosten für Finanz- und Geldverkehr, Rechts- und Beratungskosten, Reisekosten, freiwillige und sonstige Personalaufwendungen. Zudem sind insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 755,6 Tsd. € (Vorjahr: 1.414,0 Tsd. €) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Diese resultieren aus Wertberichtigungen auf Forderungen.

6. Finanzergebnis

Die Verzinsung der Forderungen bzw. der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erfolgt auf Basis des 1-Monats-EURIBOR mit monatlich an die Marktverhältnisse angepassten Zinssätzen.

Der Verschlechterung des Finanzergebnisses ist auf einen einmaligen Vorjahres-Sondereffekt (Zinseffekt aus der Umsatzsteuererstattung aufgrund geänderter EuGH-Rechtsprechung) und dem Mehraufwand für Zinsen an die REWE Großflächengesellschaft mbH (Gesellschafterin) aus Darlehensgewährung zurückzuführen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen.

Im Rahmen von Abzinsungen ergaben sich insgesamt 678,1 Tsd. € (Vorjahr: 991,7 Tsd. €) an Zinsaufwendungen und im Rahmen von Aufzinsungen Zinserträge in Höhe von 0,0 Tsd. € (Vorjahr: 2,5 Tsd. €).

7. Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für Risiken aus der Betriebsprüfung der Jahre 2007 - 2010 und darüber hinaus KFZ-Steuern ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars für den Einzelabschluss der Gesellschaft wird verzichtet, da im Konzernabschluss des Mutterkonzerns der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, zum 31. Dezember 2017 die Abschlussprüferhonorare aller einbezogenen Gesellschaften angegeben werden.

2. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Anzahl 2017 2016
Vollzeitkräfte 5.990 5.776
Teilzeitkräfte 3.982 3.896
Geringfügig Beschäftigte/Aushilfen 3.763 3.696
Auszubildende 595 569
Gesamt 14.330 13.937

Die erhöhte Mitarbeiterzahl lässt sich auf die Übernahme der drei Max Schierer Standorte sowie dem erhöhten Personalbedarf im Digitalbereich Cross Chanel und der Vollintegration des Lagers Dietzenbach zurückführen.

3. Gesellschafter

Die REWE Großflächengesellschaft mbH, Köln, hält 100 Prozent der Gesellschaftsanteile.

4. Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren bzw. sind:

Haßfeld, René (Birkenwerder) CEO (ab 01.03.2018), vormals: Vertrieb
Riesche, Detlef (Köln) CEO (bis 01.03.2018)
Vogt, Wolfgang (Köln) CFO
Kleinwächter, Hans-Joachim (Köln) Category Management
Rotondi, Dominique (Solingen) Einkauf

5. Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen werden bei der Gesellschaft sowohl juristische als auch natürliche Personen angesehen. Diese umfassen die Geschäftsführer sowie von diesen Personen oder deren nahe stehenden Familienangehörigen beherrschte, gemeinsam beherrschte bzw. maßgeblich beeinflusste Unternehmen.

Im Berichtsjahr wurden keine zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betragen für den Berichtszeitraum 2.667,9 Tsd. € (Vorjahr: 2.487,1 Tsd. €). Da nur ein ehemaliger Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe der Bezüge sowie der Pensionsansprüche verzichtet.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Mitglieder der Geschäftsführung.

Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

7. Anteilsbesitz

toom Baumarkt GmbH, Köln

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2017

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital
in Tsd. €
Ergebnis
in Tsd. €
letzter Jahresabschluss
DIY Union GmbH, Köln 100,00 41,6 -4,3 2017
Gartenliebe GmbH, Köln 100,00 -6.063,8 -2.326,1 2017

8. Konzernverhältnisse

Die toom Baumarkt GmbH, Köln, ist von der Pflicht zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit, da sie und ihre Tochterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen in den Konzernabschluss der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, werden nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt, im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht und beim Amtsgericht Köln (HR B 68840) hinterlegt. Für den größten Kreis von Unternehmen wird die toom Baumarkt GmbH in den Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der REWE ZENTRALFINANZ eG, Köln, werden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind, im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht und beim Genossenschaftsregister des Amtsgericht Köln (GnR 631) hinterlegt.

9. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode sind nicht bekannt geworden.

10. Ergebnisverwendung

Im Rahmen des mit der REWE Großflächengesellschaft mbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.654,5 Tsd. € übernommen.

 

Köln, 16. April 2018

toom Baumarkt GmbH, Köln

Geschäftsführung

René Haßfeld

Wolfgang Vogt

Dominique Rotondi

Hans-Joachim Kleinwächter

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.815.719,70 9.039.025,88 659.907,75 -246.831,46 72.267.821,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.049.633,13 1.000.000,00 0,00 0,00 4.049.633,13
3. Geleistete Anzahlungen 881.208,50 0,00 -659.907,75 -24.543,94 196.756,81
  66.746.561,33 10.039.025,88 0,00 -271.375,40 76.514.211,81
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.428.023,69 19.250,29 0,00 -14.156,15 2.433.117,83
2. Einbauten in fremden Gebäuden 80.115.401,82 6.556.137,02 30.000,00 -3.125.378,74 83.576.160,10
3. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 132.762,00 0,00 0,00 132.762,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.591.922,61 25.096.062,09 0,00 -7.444.115,97 259.243.868,73
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.568.959,57 1.298.810,99 -30.000,00 -1.239.105,15 3.598.665,41
  327.704.307,69 33.103.022,39 0,00 -11.822.756,01 348.984.574,07
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 461.450,00 500.000,00 0,00 0,00 961.450,00
2. Sonstige Ausleihungen 9.657.983,88 1.580.819,95 0,00 -76.693,80 11.162.110,03
  10.119.433,88 2.080.819,95 0,00 -76.693,80 12.123.560,03
  404.570.302,90 45.222.868,22 0,00 -12.170.825,21 437.622.345,91
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.625.696,70 8.372.958,63 -137.782,46 42.860.872,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.270.681,13 626.592,00 0,00 1.897.273,13
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  35.896.377,83 8.999.550,63 -137.782,46 44.758.146,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 712.320,83 31.073,29 -12.174,15 731.219,97
2. Einbauten in fremden Gebäuden 52.994.698,60 3.711.544,02 -2.627.410,74 54.078.831,88
3. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.446,00 0,00 12.446,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.563.094,55 22.725.852,28 -8.950.533,61 177.338.413,22
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  217.270.113,98 26.480.915,59 -11.590.118,50 232.160.911,07
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 418.750,00 450.000,00 0,00 868.750,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  418.750,00 450.000,00 0,00 868.750,00
  253.585.241,81 35.930.466,22 -11.727.900,96 277.787.807,07
Buchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.406.949,00 28.190.023,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.152.360,00 1.778.952,00
3. Geleistete Anzahlungen 196.756,81 881.208,50
  31.756.065,81 30.850.183,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.701.897,86 1.715.702,86
2. Einbauten in fremden Gebäuden 29.497.328,22 27.120.703,22
3. Technische Anlagen und Maschinen 120.316,00 0,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.905.455,51 78.028.828,06
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.598.665,41 3.568.959,57
  116.823.663,00 110.434.193,71
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.700,00 42.700,00
2. Sonstige Ausleihungen 11.162.110,03 9.657.983,88
  11.254.810,03 9.700.683,88
  159.834.538,84 150.985.061,09

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die toom Baumarkt GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der toom Baumarkt GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der toom Baumarkt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwor tung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Köln, den 27. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Kirschke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andrea Miczinski, Wirtschaftsprüferin

toom Baumarkt GmbH

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

nach dem Entgelttransparenzgesetz vom 30. Juni 2017 für das Kalenderjahr 2016

- Anlage zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017-

A. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Die Gleichstellung der Mitarbeiter 1 beider Geschlechter im Unternehmen ist die toom Baumarkt GmbH ("toom") als Teil der REWE Group ein wichtiges Anliegen. toom ist bestrebt, eine vielfältige Mitarbeiterstruktur zu schaffen und Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Herkunft, sexueller Identität oder Handicap diskriminierungsfreie Arbeitsplätze zu gewährleisten, die allen Mitarbeitern gleiche Chancen bieten. Diese Verpflichtung zur diskriminierungsfreien Gestaltung der betrieblichen Personalpolitik ist wesentlicher Bestandteil der bei toom geltenden Leitlinie für Nachhaltiges Wirtschaften der REWE Group. Der bei der toom geltende Verhaltenskodex macht das Diskriminierungsverbot für alle Mitarbeiter und Führungskräfte verbindlich. Daneben stehen den Mitarbeitern im Unternehmen Ansprechpartner zur Verfügung, an die sie sich im Falle einer Diskriminierung wenden können, unter anderem im Bereich Compliance (incl. Ombudsmann) und beim Betriebsrat. Darüber hinaus können Mitarbeiter auf die Führungskräfte und den HR-Bereich zugehen. Jegliche Hinweise auf Diskriminierung werden konsequent verfolgt und sanktioniert, die vertrauliche Behandlung wird dabei durchgängig gewährleistet.

Neben diesen allgemeinen Grundsätzen zeigt sich die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern auch an einer Vielzahl an Einzelmaßnahmen. So sind Teile der für toom verbindlichen Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen eines zukunftsorientierten Personalmanagements u.a. eine faire Entlohnung, flexible Arbeitszeitmodelle, die sich an die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen, und individuelle Angebote, die die Balance von Beruf und Privatleben erleichtern. toom unterstützt insofern die Mitarbeiter in den Lebensphasen und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Dies trägt dazu bei, dass beide Geschlechter in gleichem Maße die Chance haben, sich beruflich zu verwirklichen. Die Unterstützung beginnt bereits bevor und während sich Mitarbeiter in ihrer Elternzeit befinden, beispielsweise mit Informationsveranstaltungen. Um den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, wurden unternehmenseigene Kinderbetreuungsangebote verstärkt ausgeweitet. Den Mitarbeitern am Standort Köln stehen Plätze in Betriebskindertagesstätten zur Verfügung. Die Anzahl der angebotenen Betreuungsplätze wurde im Jahr 2016 erweitert. Zudem können die Mitarbeiter seit dem Jahr 2016 den ElternService der Arbeiterwohlfahrt in Anspruch nehmen, der ein breites Spektrum an familienunterstützenden Dienstleistungen anbietet. Darüber werden speziell eingerichtete Eltern-Kind-Büros zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht Mitarbeitern, ihre Kinder "im Notfall" mit zur Arbeit zu nehmen. Ergänzend bestehen zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten hinsichtlich der Betreuung während der Ferienzeiten. So bietet toom deutschlandweit Ferienfreizeiten an. Bei der Urlaubsplanung wird auf Ferienzeiten soweit möglich Rücksicht genommen.

toom unterstützt Mitarbeiter bei ihren Familienaufgaben zudem, indem sie über das Familienzentrum "Rewelinos" in Köln-Porz die Teilnahme an Informationsveranstaltungen zu kinder- und erziehungsbezogenen Themen ermöglicht und selbst Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Familienaufgaben anbietet. Im Rahmen des mit dem Demografie Exzellenz Award 2015 ausgezeichneten Projekt "LoS! - Lebensphasenorientierte Selbsthilfekompetenz" können Mitarbeiter zudem Handlungshilfen in schwierigen Lebenssituationen (z.B. Trennung/Scheidung, Pflegeaufgaben) erhalten.

Zu den von toom ergriffenen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören weiter verbindliche betriebliche Regelungen, die es Mitarbeitern erlauben, Arbeitszeit und -ort auf ihre individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Im Unternehmen gilt eine Gleitzeitregelung ohne Kernarbeitszeit, wobei die Arbeit in einem weit gesteckten Rahmen zwischen 6.00 Uhr und 19.30 Uhr erbracht werden kann. Eine im Vergleich zu früheren Regelungen erweiterte Kappungsgrenze für Stundenguthaben sowie die flexiblere Arbeitszeitentnahme beim Überstundenabbau ermöglichen Mitarbeitern ein hohes Maß an individueller Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Lage ihrer Arbeitszeit. Tatsächlich wird die erweiterte Flexibilität der Arbeitszeitregelung in signifikant größerem Umfang von Frauen genutzt als von Männern. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert auch die bei toom geltende Betriebsvereinbarung "Homeoffice", die einen verbindlichen Rahmen für die Erbringung der Arbeitsleistung außerhalb des Betriebs schafft. Insbesondere Rückkehrer aus der Elternzeit nutzen in Abstimmung mit der Führungskraft das Homeoffice gerne als Möglichkeit, um mit einer höheren Stundenanzahl einzusteigen. Die Führungskräfte sind aufgefordert, auf die jeweiligen Mitarbeiter zuzugehen und das Angebot und die Vorteile anzusprechen.

toom ist gemeinsam mit anderen Gesellschaften der REWE Group mit dem Zertifikat des "audit berufundfamilie" ausgezeichnet. Mit dem audit berufundfamilie wurde ein Prozess implementiert, der gewährleistet, dass Verbesserungspotentiale laufend erkannt und genutzt werden. Die Aktivitäten im audit berufundfamilie sowie die Möglichkeiten, die Mitarbeitern im Rahmen der familienfreundlichen Unternehmenspolitik zur Verfügung stehen, werden aktiv kommuniziert. Insbesondere erfolgen entsprechende Informationen bei Veranstaltungen zur Begrüßung neuer Mitarbeiter und bei Betriebsversammlungen.

B. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Für toom ist die Förderung der Vielfalt im Unternehmen ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Zu der durch Vielfalt und Chancengleichheit bestimmten Personalpolitik bei toom gehört auch die gleichwertige Vergütung von Männern und Frauen.

I. Entgeltregelungen

toom orientiert sich bei der Vergütung der Mitarbeiter an dem Tarifvertrag des Einzelhandels Zusätzlich zum Tarifgehalt gewährt toom eine durch Betriebsvereinbarung geregelte variable Vergütung. Bei toom gelten mithin transparente und geschlechtsneutrale Entgeltregelungen. Die Einstufung in die tariflichen Entgeltgruppen erfolgt aufgrund geschlechtsneutral erstellter Stellenbeschreibungen.

II. Maßnahmen zur Schließung der unbereinigten Entgeltlücke

toom ist bestrebt, auch die "unbereinigte Entgeltlücke" zwischen den Geschlechtern zu verringern, indem sie deren Ursachen angeht.

toom ist wie viele andere Unternehmen mit einem Ungleichgewicht von Frauen und Männern in Top-Management-Positionen konfrontiert. Sie hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine geschlechterspezifische Förderung der beruflichen und persönlichen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten voranzutreiben. toom ist an dem zu diesem Zweck von der REWE Group ins Leben gerufene Projekt "Chancengleichheit für Frauen" als Teil der Initiative "Vielfalt in der REWE Group" beteiligt. Im Jahr 2016 nahmen circa 100 Mitarbeiterinnen der Unternehmensgruppe, darunter auch Mitarbeiterinnen von toom, an einer Reihe von Workshops teil. Ziel war es, herauszufinden, wie die Mitarbeiterinnen die (Führungs-)Kultur erleben, welche Faktoren sie als förderlich bzw. hinderlich für die Karriere empfinden und welche Maßnahmen hilfreich sein können. Auf Basis der Ergebnisse wurden Maßnahmen entwickelt, die Frauen unterstützen sollen, in Führungspositionen zu gelangen, bzw. die Attraktivität für die Übernahme von Führungspositionen steigern können. Entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen sind 2017 angelaufen. Hierzu gehört ein ergänzendes Entwicklungsprogramm für weibliche Führungskräfte ("Women's Drive"). Flankiert wird dies durch organisatorische Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. toom ermöglicht die Ausübung von Führungspositionen in Teilzeit. Auch Ausbildung in Teilzeit wird in der Unternehmensgruppe praktiziert.

Ein weiterer Faktor, der zur Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern beiträgt, sind häufige Erwerbsunterbrechungen von Frauen durch Familienauszeiten. Auch dies hat toom erkannt und Maßnahmen ergriffen, die Nachteile durch Auszeiten vermeiden und den Wiedereinstieg nach Auszeiten erleichtern. Neben den oben genannten Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährt sie daher auf Basis von Betriebsvereinbarungen unabhängig von im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche geltenden Schwellenwerten den Beschäftigten Pflege- bzw. Familienpflegezeiten. Vorgesehen ist u.a., dass die Beschäftigten nach Beendigung der Pflege- und Familienpflegezeit an ihren ursprünglichen Arbeitsplätzen eingesetzt werden, soweit dem nicht dringende betriebliche Gründe entgegenstehen. Darüber hinaus können Mitarbeiter eine Freistellung von der Arbeit im Rahmen eines Sabbaticals in Anspruch nehmen. Dies ermöglicht den Mitarbeitern, sich innerhalb von zwölf Monaten ohne Angabe von Gründen bis zu sechs Monate vollständig von der Arbeit freistellen zu lassen. Während der Auszeit wird ein entsprechend angepasstes Gehalt ausbezahlt, wodurch eine fortlaufende Sozialversicherung bestehen bleibt.

C. Statistische Angaben

Im Jahr 2016 2 stellten sich bei toom die durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten sowie die durchschnittliche Zahl der Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten aufgeschlüsselt nach Geschlecht wie folgt dar:

Gesamt Männer Frauen
Anzahl der Beschäftigten 13.368 6.357 7.011
- davon in Vollzeit 5.776 3.886 1.890
- davon in Teilzeit 7.592 2.471 5.121

1 Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird hier und im Folgenden auf die geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Mit entsprechenden Begriffen sind grundsätzlich beide Geschlechter gemeint.
2 Stand der Auswertung Juli 2018 für das Geschäftsjahr 2016 (ohne Auszubildende).
Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 20.08.2018 festgestellt.

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