Impact Holding 1 GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Frey seit 17.12.2024 | Geschäftsführer |
Anja Schulz seit 17.12.2024 | Prokura |
Matthias Stefan Haas seit 31.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H****** G**** | 4.11% |
H****** G**** | 4.11% |
| 0.08% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IGEL Group Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Amtsgericht München HRB 2615851. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschluss wurde entsprechend der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Auswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst worden. Diese Posten werden im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Geschäftsjahr des Konzerns ist das Kalenderjahr. Der Konsolidierungskreis ist durch Erstkonsolidierung durch die Übernahmetransaktion der IGEL Technology GmbH zum 23. März 2021 entstanden. Aus Vereinfachungsgründen wurde auf die Monatsendsalden zum 31. März 2021 der konsolidierten Gesellschaften zurückgegriffen. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2022 (§ 299 Abs. 1 HGB). Da das Geschäftsjahr 2021 ein Rumpfgeschäftsjahr (31. März bis 31. Dezember) war, sind die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis Vollkonsolidierte Unternehmen
In den Konzernabschluss der IGEL Group Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 werden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen. Im Berichtsjahr ist die IGEL Technology GmbH auf die Impact Holding 3 GmbH verschmolzen und in einem weiteren Schritt die Impact Holding 3 GmbH in IGEL Technology GmbH umfirmiert worden. Auswirkungen auf die Wertansätze im Konzern ergaben sich dadurch nicht. 3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen Tochtergesellschaft geworden ist. Anstelle der Beteiligungsbuchwerte werden in der Konzernbilanz die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochtergesellschaften angesetzt. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zwischengewinneliminierung Eine Zwischengewinneliminierung gemäß § 304 Abs.1 HGB wurde nicht durchgeführt. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnliche Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den §§ 266 und §§ 275 HGB. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihren betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen 36 und 168 Monaten, ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über seine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 180 Monaten planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung der Nutzungsdauer beruht auf in der Vergangenheit beobachteten langfristigen Kundenbeziehungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen erforderlich waren. Für das allgemeine Kreditrisiko wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pauschal wertberichtigt. Forderungen in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern, die zur Bildung eines entsprechenden Aktivpostens führen, ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Umsatzabgrenzungen. Die latenten Steuern werden auf der Basis eines unternehmensindividuellen kombinierten Steuersatzes in Höhe von 31,925 % errechnet. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Es wurde der jährliche Rechnungszins von 1,78 % (7 Jahre: 1,44 %) sowie bei Rentenzusagen eine zukünftige Rentenerhöhung von jährlich 2,0 % berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und unbelastet sind sowie ausschließlich der zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsrückstellungen, die sich aus der alten (7 Jahre) und der neuen Regelung ergeben, ist in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln und im Anhang auszuweisen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 57.779. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen angemessen alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern entfallen auf Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Der Konzernabschluss ist gemäß § 244 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB in EUR aufgestellt worden. Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen, wurden mit unterschiedlichen Kursen umgerechnet (modifizierte Stichtagskursmethode). Das Eigenkapital ist dabei mit den historischen Kursen zum Zeitpunkt der Einzahlung umgerechnet worden. Bei den übrigen Aktiva und Passiva erfolgte die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bzw. bei den GuV-Posten mit Hilfe von Durchschnittskursen. Auftretende Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral behandelt und innerhalb des Konzerneigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 5. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Konzern-Anlagenspiegel). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden i. H. v. 471 TEUR (Vorjahr: 1.177 TEUR). Eigenkapital Am Abschlussstichtag steht wie im Vorjahr kein Betrag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Rückstellungen Der Rückstellungbetrag für Pensionsrückstellungen von 1.411 TEUR (Vorjahr: 1.352 TEUR) wurde mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 608 TEUR (Vorjahr: 597 TEUR) saldiert. Der Aktivwert entspricht dem eingezahlten Deckungskapital zuzüglich Überschussanteilen. Die Erträge aus der Rückdeckung sind mit den Aufwendungen aus Altersversorgung verrechnet worden. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für personalbezogene Verpflichtungen i. H. v. 5.978 TEUR (Vorjahr: 6.159 TEUR), für ausstehende Rechnungen i. H. v. 1.983 TEUR (Vorjahr: 1.673 TEUR) sowie für Gewährleistungen i. H. v. 277 TEUR (Vorjahr: 297 TEUR). Verbindlichkeiten
Im Geschäftsjahr 2021 hatten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Gesellschaftern Restlaufzeiten von über einem und von über fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten hatten Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Maßnahmen vorgenommen:
Außer den üblichen Eigentumsvorbehalten bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden keine weitergehenden Sicherungsrechte seitens der Gläubiger. Latente Steuern Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten der Konzernunternehmen, aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie aus Verlustvorträgen entfielen die folgenden angesetzten aktiven und passiven latenten Steuern:
Die Veränderung der latenten Steuern wird unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen valutierten zum 31. Dezember 2022 mit 53 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR). Die Verpflichtungen aus Mietverträgen (ohne Nebenkosten) belaufen sich auf 6.987 TEUR (Vorjahr: 7.268 TEUR). 6. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beruhen auf dem Verkauf des IGEL Betriebssystems IGEL OS. Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich auf folgende Herkunftsländer:
Die Segmentierung nach geographischen Niederlassungen erfolgt auf Basis der Umsatzerfassung (Umsatzherkunft). Personalaufwand Von dem Personalaufwand entfallen 1.003 TEUR auf Altersversorgung (Vorjahr: 411 TEUR). Währungsumrechnung Auf Differenzen aus der Währungsumrechnung entfallen gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB bei
Finanzergebnis Von den Zinsaufwendungen entfallen auf die Aufzinsung von Rückstellungen 40 TEUR (Vorjahr: 97 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der durchschnittliche Steuersatz 2022 im Konzern betrug im Inland 31,9 %. Dieser Steuersatz wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % und eines Gewerbesteuersatzes von 16,1 % ermittelt. Im Ausland waren folgende Steuersätze für den Konzern von Bedeutung (in %):
7. Sonstige Angaben Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände in Höhe von TEUR 1 und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 17.564. Honoraraufwand gemäß § 314 Ans. 1 Nr. 9 HGB
Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der IGEL Group Holding GmbH sind:
Von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Der Beirat besteht aus folgenden Mitgliedern: Bill Veghte (Vorsitzender), Stefan Dandl (Vertreter), Jonathan Meeks, Nicolas Helms, Heiko Gloge und Tarkan Maner. Der Beirat ist kein Aufsichtsrat im Sinne von § 52 GmbHG und den einschlägigen Vorschriften des AktG und des HGB. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 2022: Angestellte Mitarbeiter: 411 Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 109 weibliche und 302 männliche Angestellte beschäftigt. Befreiung von der Offenlegung: Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der IGEL Group Holding GmbH sind die nachfolgenden Kapitalgesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Anwendung der Vorschriften der §§ 264 bis 330 HGB befreit:
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach unserer Einschätzung gibt es keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, über die zu berichten wäre. Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Bremen, 25. Mai 2023 IGEL Group Holding GmbH gez. Christiane Ohlgart gez. Anja Schulz Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der IGEL Group Holding GmbHUnternehmen: Geschäftsmodell, Ziele und Strategie Die IGEL Group Holding GmbH mit Sitz in München ist die Muttergesellschaft der IGEL Technology GmbH, die ein auf IT-End Point Lösungen spezialisiertes Unternehmen ist. Die IGEL Group Holding GmbH wurde für den Zweck des Erwerbs der Mehrheitsanteile der IGEL Technology GmbH und ihrer Tochtergesellschaften gegründet. Der Konzern ist durch den Erwerb der IGEL Technology Unternehmensgruppe am 23. März 2021 entstanden. Die weiteren Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie zu den Chancen und Risiken beziehen sich daher auf die operativ tätige IGEL Technology GmbH (IGEL). Die IGEL Technology Gruppe operiert bereits seit mehr als 25 Jahren im Geschäft mit Thin Client Hardware und speziell dafür auf Linux basierende Operating und Management Software. Die Lösungen beinhalten Hardware- und Softwareprodukte sowie Support. Die Unternehmensgruppe konzentriert sich auf die Absatzmärkte in Europa und den USA und vertreibt ausschließlich über Technologiepartner und Distributoren. Der Fokus liegt seit 2016 auf dem Vertrieb von End Point Management Software Lösungen. IGEL hat Mitte 2021 den Vertrieb von IGEL Thin Clients an einen Technologie Partner übertragen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 hat IGEL entschieden, dieses Hardwaregeschäft vollständig einzustellen. Hierdurch kann sich IGEL vollständig auf die Entwicklung seines Betriebssystems fokussieren und steht nicht mehr im Wettbewerb mit den großen global agierenden Hardware-Herstellern. Das Ziel von IGEL ist eine nachhaltige und bedeutende Position im Software-Markt, für Betriebssysteme und Managementsoftware von Endgeräten in der Cloud zu halten. Die Strategie, um dahin zu gelangen besteht aus:
Steuerungssysteme Die konsequente Ausrichtung der IGEL Technology auf das Segment End Point Solutions in unseren Märkten spiegelt sich auch in unserem internen Steuerungssystem wider. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten setzt IGEL Technology daher seit Jahren ein sehr detailliertes Reporting ein. Im Mittelpunkt unserer operativen Steuerung stehen die entsprechenden Treiber, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschaffung haben. Unser Fokus richtet sich dabei auf bestimmte finanzielle Leistungsindikatoren (KPI): Wachstum ("Non-Hardware Billings", Umsatz), operative Effizienz (EBITDA und Billings basiertes EBITDA), operativer und Cash-Flow sowie seit diesem Geschäftsjahr auch dem durchschnittlich wiederkehrenden Vertragswert oder Annual Contract Value (ACV). In der Zukunft wird auch die Kunden Erneuerungsrate (Renewal Rate) wichtiger werden, denn unser Wachstum wird davon abhängen, wie erfolgreich wir den den ACV pro Kunden steigern, sowohl durch Erneuerung bestehender Verträge als auch Erweiterungsinvestitionen. Wesentliche Entwicklungen und die wichtigsten KPIs werden monatlich in einem Geschäftsleitermeeting besprochen und dabei passende Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Ziele beschlossen. Darüber hinaus hat IGEL weitere Metriken in sein Berichtswesen aufgenommen, die sicherstellen, dass wir bestimmte, in einem Darlehensvertrag definierte Metriken, einhalten. Hierzu gehört als wesentliche Größe eine Metrik, die sich als 12-Monats EBITDA zur Nettoverschuldung errechnet und von IGEL eine Mindestprofitabilität und Mindesterzeugung von operativem Cash-Flow verlangt. Entwicklung Die Software-Entwicklung findet in der Niederlassung Augsburg statt. Zum Ende des Jahres hatten wir insgesamt 88 Mitarbeiter in der Entwicklung. Im Berichtsjahr wurden bei unseren Hauptsoftwareprodukten Verbesserungen vorgenommen. Darüber hinaus wurde an einem neuen Release gearbeitet, dass im April 2023 unseren Kunden zur Verfügung gestellt wurde. Neben der Software-Entwicklungsabteilung befinden sich auch die Abteilungen Quality Assurance, Produkt Management, Produkt Marketing, Technische Dokumentation und Technischer Support am Standort Augsburg. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die wichtigsten Absatzmärkte für die IGEL Technology sind Deutschland und angrenzende Europäische Staaten, United Kingdom und die Vereinigten Staaten von Amerika. Von daher ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, der EU und in den USA von hoher Bedeutung für IGEL. Die deutsche Wirtschaft hat als Folge der Corona-Pandemie gelitten: Auch wenn das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 1,9 % 1 positiv ausfiel, bedeutet dies eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr, und für 2023 liegen die Erwartungen derzeit bei nur 0,3 %.
1 OECD Economic Outlook, Interim Report, March
2023
Die US-Wirtschaft wuchs in 2022 um 2,1 % (preisbereinigt) 2 , was ebenfalls eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet, darüber hinaus nimmt die OECD auch für die US-Wirtschaft ein geringeres Wachstum mit 1,5 % für 2023 an.
2 OECD Economic Outlook, Interim Report, March
2023
Während sich die IT-Branche in der Pandemie positiv entwickelte, hat sich diese Entwicklung in 2022 abgeflacht. Viele Unternehmen haben in Hardware und Infrastruktur zur Digitalisierung investiert, und diese Investitionen in 2022 zurückgefahren. Auch wenn IGELs Betriebssystem auf bestehender Hardware eingesetzt werden kann und damit Hardware längerlebig macht, hatte der signifikante Rückgang von PC-Auslieferungen einen negativen Einfluss auf IGEL und unsere Wachstumsmöglichkeiten. So reduzierte sich das Volumen der PC-Auslieferungen in den USA um 23 % 3 in 4. Quartal 2022, und wir sahen ähnliche Trends für Thin Clients.
3 Canalys PC Analysis Report, February 2023
Geschäftsverlauf IGEL hat im Geschäftsjahr 2022 seine gesteckten Ziele im Hinblick auf Non-GAAP Non-Hardware Umsatz (=Billings) nicht ganz erreicht. Dies hing im Wesentlichen an einem schwierigen Marktumfeld und auch an der Tatsache, dass die Haupt-Softwaretechnologiepartner Citrix und VMware in einer Umstrukturierungsphase steckten. Trotz des schwierigen Marktumfeldes hat IGEL es geschafft, erfolgreich Subskriptionsverträge in 2022 einzuführen. Auch wenn dies teilweise zu geringerem initialen Auftragsvolumen geführt hat, wird es langfristig zu einem höheren und besser voraussehbaren Geschäft führen, da der Kunde anstelle eines hohen Einmalbetrags für Software jetzt eine jährliche Nutzungsgebühr bezahlt. Insgesamt hat sich das Neukundengeschäft in 2022 etwas positiver gezeigt hat, dagegen gab es weniger neue Lizenzen mit Bestandskunden, sodass es kein Wachstum beim Verkauf von neuen Endgeräte-Lizenzen gab, aber gutes Wachstum im Bereich Erneuerungen. Angesichts des Rückgangs von Hardwareauslieferungen ist dies ein gutes Ergebnis. Die Qualität unserer Software und Kundenzufriedenheit zeigte sich insbesondere in erfolgreichen Verlängerungen von Serviceverträgen und der Migration von Alt-Software auf Subskriptionsverträge. Als Resultat sind unsere Non-GAAP Non-Hardware Billings nicht wie geplant gewachsen, aber wir haben auch keine Reduktion dieser Metrik gehabt. Non-GAAP Non-Hardware Billings berücksichtigen in diesem Fall keine periodengerechte Umsatzabgrenzung und beziehen andere Umsatzkomponenten oder Umsatzkorrekturen nicht mit ein. Non-GAAP Non-Hardware Billings beinhalten nur die in Rechnung gestellten Beträge für Software, Wartung und andere Services und sind eine unserer wichtigsten Metriken, um den Erfolg der Vertriebsmitarbeiter zu messen und stellen eine wesentliche Grundlage für unsere Liquiditätsplanung dar. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der IGEL Group Holding GmbH betrug zum 31. Dezember 2022 217.809 TEUR. 77,5 % der Bilanzsumme sind Immaterielle Vermögensgegenstände, die durch den Erwerb der IGEL Technology-Gruppe entstanden sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 17.785 TEUR zum Jahresende, was das typische Jahresendgeschäft widerspiegelt. Die liquiden Mittel sind von 15.234 TEUR im Laufe des Jahres auf 17.565 TEUR Ende Dezember gestiegen. Den unterjährigen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. Wir haben in 2022 unseren operativen Mittelzufluss deutlich verbessert:
Wir verweisen auf die Kapitalflussrechnung dieses Konzernabschlusses. Das Eigenkapital betrug 44.617 TEUR zum Jahresende und inkludiert den Verlust des Geschäftsjahres. Die Rückstellungen in Höhe von 9.535 TEUR spiegeln die Saisonalität des Geschäfts wider und beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (Vertriebsprovisionen, Urlaubsgeld, Bonusrückstellungen, Pensionsrückstellungen). Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von 40.000 TEUR und ein Darlehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 15.000 TEUR sind aus der Finanzierung der Unternehmenstransaktion 2021 entstanden. Es handelt sich hierbei um verzinsliche Darlehen, für die quartalsweise 7 % zuzüglich 3 Monats-Euribor Zinsen zu zahlen sind. Für das Bankdarlehen bestehen monatliche und quartalsweise Berichtspflichten, um nachzuweisen, dass IGEL bestimmte für den Zins relevante finanzielle Metriken einhält. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten typische Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich zum Jahresende auf 92.517 TEUR erhöht, was der Saisonalität des Softwaregeschäfts entspricht. Die passiven latenten Steuern sind auf die neubewerteten immateriellen Vermögensgegenstände in der Konzernbilanz gebildet worden und werden über den Abschreibungszeitraum aufgelöst. Trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Lage plant IGEL für 2023 ein neutrales EBITDA-Ergebnis und positiven operativen Kapitalfluss zu erzielen, um seine finanziellen Verpflichtungen aus dem Bankdarlehen und dem anderen Gesellschafterdarlehen bedienen zu können. Daher ist die Vermögens- und Finanzlage insgesamt als stabil zu bezeichnen. Ertragslage Die Ertragslage 2022 hat sich nicht so entwickelt wie erwartet. Während diverse Ausgaben geplant waren, hat sich die Umsatzseite etwas schwächer gezeigt. Grundsätzlich war eine Reduktion des Umsatzes durch die Einführung von Subskriptionsverträgen erwartet worden, die sich in 2023 fortsetzt, bis wir ab 2024 Umsatzwachstum sehen sollten. Die KPIs für den Zeitraum seit Entstehung des Konzerns und dem 31. Dezember 2022 lauten wie folgt, wobei der Vergleichszeitraum in 2021 nur 9 Monate umfasst:
Der im Vergleich zu den Non-Hardware Billings niedrigere Umsatz spiegelt wider, dass wir signifikante Mehrjahresverträge verkaufen, die erst über die Zeit im Umsatz realisiert werden, und dass wir unser Verkaufsmodell von Software auf Subskriptionsverträge umgestellt haben. Der Umsatz wird überwiegend in Deutschland und in den USA erzielt. Da wir ab dem 2. Halbjahr 2021 keine Hardware mehr verkauft haben, hat IGEL eine vergleichsweise hohe und verbesserte Roh-Marge von 96,5 % in 2023 erwirtschaftet. Das negative operative EBITDA-Ergebnis hat sich 2022 deutlich verbessert, da wir weniger nicht wiederkehrende Aufwendungen hatten. Unser EBITDA-Ergebnis ist nach wie vor negativ, da wir anders als geplant 2022 nicht gewachsen sind. Darüber hinaus hat sich die Stärke des USD negativ auf unsere Aufwendungen ausgewirkt, was nicht durch entsprechendes Wachstum im USD-Raum kompensiert werden konnte. Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr entsprechend unserer Erwartungen entwickelt. Hochgerechnet auf 12 Monate und unter Eliminierung der Sondereffekte von 2021 von 7.781 TEUR im Personalaufwand, haben wir eine Steigerung von 7 % gesehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren in 2021 vergleichsweise niedrig, da wegen der Pandemie Marketing und Reisekosten reduziert waren. In 2022 haben sich die Marketing und Reisekosten mit 59 % und 99 % respektive wieder deutlich erhöht. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf 22.511 TEUR nach einem Konzernfehlbetrag von 25.361 TEUR im Vorjahr. Durch den geplanten und erwarteten Umsatzrückgang werden wir in 2023 kein positives GAAP EBITDA erzielen, aber wir streben in 2023 ein von Sondereffekten bereinigtes ähnliches Billings-basiertes EBITDA Ergebnis wie 2022 an. Das Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2022 nach Einschätzung der Geschäftsführung aus Non-GAAP-Sicht im Rahmen eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds insgesamt entsprechend der Erwartungen entwickelt, auch wenn der Non-Hardware Billings Plan knapp verfehlt wurde. Das Unternehmen hat trotz schwieriger wirtschaftlichen Zeiten die Transformation des Geschäfts vorangetrieben und sich auf die Ausweitung seines Geschäfts mit anderen Partnern und neuen Anwendungsbereichen vorbereitet. Ziel ist aber auch aus Rechnungslegungssicht in zwei Jahren ein positives EBITDA auszuweisen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal und Sozialbereich des IGEL Technology Konzerns Die IGEL Technology beschäftigte durchschnittlich 413 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022. In dieser Zahl enthalten sind neben den Angestellten auch die gewerblichen Arbeitnehmer sowie die Geschäftsführer der Gesellschaft. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Die allgemeinen Marktrisiken betreffen uns genauso wie andere Marktteilnehmer. Die Situation im Hardwaremarkt und die Unsicherheiten bei einigen unserer großen Technologiepartner haben einen erheblichen Einfluss auf unser Geschäft, da wir auf Partner und Referenzen von Partnern angewiesen sind. Darüber hinaus erforderte die weitere Fokussierung auf das Softwaregeschäft die kontinuierliche Schulung und Neuausrichtung unserer Vertriebspartner. Wir haben dies in 2022 erfolgreich vorangetrieben und die Möglichkeiten unserer Vertriebspartner, attraktive Margen zu verdienen, verbessert. IGEL hat in 2022 auch an seiner Weiterentwicklung seines Produktes gearbeitet, um unseren Kunden weitere Anwendungsbereiche zu ermöglichen und den Markt für unsere Software zu erweitern. Wir haben in 2022 diverse Pilotkunden für das neue Softwarerelease angesprochen und erfolgreiche Tests im 4. Quartal durchgeführt, um die Marktreife zu testen. Mit der neuen Version, die seit April 2023 am Markt verfügbar ist, glauben wir, dass sich die IGEL Technology Vertriebschancen für die Softwareprodukte, insbesondere auch der Einsatz von IGEL Technologie auf verschiedenen bestehenden Hardwaregeräten, deutlich verbessert und die zentrale Steuerung der Geräte effizienter wird und unser Betriebssystem somit zur Sicherheit der Unterneh-mensinfrastruktur beitragen kann. Während IGEL gute Chancen hat weitere Märkte zu erschließen, bleibt das Risiko eines Einproduktunternehmens, dass im Wettbewerb mit großen US-Technologiekonzernen steht, die ihre Betriebssysteme mit vielen anderen Lösungen verkaufen und daher auch mehr Preisflexibilität haben. Ferner birgt die Einführung des Subskriptionsmodells kurzfristig für IGEL Risiken, da sich der Wert des initialen Auftrages verringern kann, wenn der Kunde nur einen Einjahresvertrag kauft. Langfristig sichert das Subskriptionsmodell dem Konzern eine größere und verlässlichere Basis für sein Geschäft. Der IGEL Group Holding-Konzern hat signifikante verzinsliche Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Cash-Flow bedient werden müssen. Das Bankdarlehen in Höhe von 40.000 TEUR hat darüber hinaus diverse Darlehenskonditionen, Berichtsanforderungen und Metriken, die einzuhalten sind. Dies erfordert ein detailliertes Berichtswesen und stellt hohe Anforderungen an unsere Planung und Prognosefähigkeiten, damit wir diesen Bedingungen zu jeder Zeit gerecht werden. Obwohl weltweit ein Fachkräftemangel in den Bereichen IT und Technologie zu verzeichnen ist, konnte IGEL bislang seine offenen Stellen besetzen, auch wenn es manchmal länger dauert, Mitarbeiter für die Entwicklung zu finden. Sollte keine geeignete Besetzung von Stellen möglich sein, hätte dies langfristig negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Durch die Anspannung am Arbeitsmarkt sahen wir in 2022 zunehmend, dass Mitarbeiter von anderen Unternehmen abgeworben werden. IGEL verkauft seine Software in vier Währungen, was ein bestimmtes Währungsrisiko mit sich bringt. Da unsere Mitarbeiter auch in lokaler Währung bezahlt werden, ist das Währungsrisiko jedoch reduziert. Als abschließendes Urteil sieht die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken. Chancenbericht Das Potential der IGEL Software bei Enterprise Kunden, Kunden mit einer bestehenden Hardware- Infrastruktur und bei Kunden, die ihre Endpoints in der Cloud hosten, ist hoch. Unsere Technologiepartner arbeiten eng mit uns, um IGEL Operating Software optimal mit ihren Produkten abzustimmen. Diese Partnerschaften haben wir in 2022 weiter ausgebaut, insbesondere mit unseren großen Hardwarepartnern, nach der Ankündigung, unsere eigene IGEL Hardware in 2023 nicht mehr in den Markt zu bringen. Im Geschäft mit End Point Management Lösungen ist IGEL nicht von einigen großen Kunden abhängig. Das Geschäft wird weltweit und ausschließlich indirekt mit Distributoren und Resellern betrieben. Auch verantwortet kein Endkunde hinter den Distributoren und Resellern mehr als 10 % des Gesamtumsatzes. Das Forderungsmanagement ist ausgefeilt und wir haben kurze Zahlungsziele. Nachdem wir keine Hardware mehr verkaufen, ist das Forderungsausfallrisiko geringer, da wir nicht durch Lieferung von Hardware in Vorleistung gehen. Eine laufende Risikobewertung anhand von Informationen von Dritten und eigenen Informationen gewährt die Minimierung des Ausfallrisikos. Prognosebericht Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der IGEL Gruppe in dem heutigen konjunkturellen Umfeld grundsätzlich als gut. Der IGEL Group Holding-Konzern ist aus Produkt- und Vertriebssicht gut aufgestellt und verfügt über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie wird die strategische Ausrichtung konsequent verfolgen und weiterhin das Geschäft stärker auf Software fokussieren. Die Weiterentwicklung unserer Software und Verfügbarkeit am Markt seit April 2023 wird uns weitere Marktchancen über die nächsten Jahre eröffnen. Kurzfristig haben wir jedoch durch die Einführung höhere Marketing- und Produkteinführungskosten, die sich in Reisekosten, Partnertrainings- und sonstigen Veranstaltungskosten zeigen werden. Die Planung für 2023 basiert auf der Annahme, dass IGEL weiterhin erfolgreich seine bestehenden Kundenverträge erneuert und Kunden auf seine Subskriptionsprodukte migriert. Dies genauso wie der Verkauf von neuen Softwarelizenzen an Bestands- und neue Kunden soll zu einer geplanten Steigerung der Non-Hardware Billings von ca. 10 % gegenüber 2022 führen. Dies liegt deutlich über den Erwartungen für das Marktwachstum und den Annahmen der Ökonomen für 2023. Trotz dieser Erwartungen glauben wir, dass die neue Softwareversion uns Märkte öffnen wird, und dass wir durch unsere Technologiepartner Zugang zu größeren Kunden bekommen. Für IGEL Software sieht die Geschäftsführung grundsätzlich gute Chancen, da sie den Kunden u. a. die Weiterbenutzung bestehender Hardware und ein Hosting der Endpoints von der Software-Seite in der Cloud ermöglicht. Bis Ende Mai 2023 lag das Geschäft der IGEL Technology leicht unter Planniveau. Wie viele Unternehmen in der Technologiebranche zeigt sich bei IGEL ein Anstieg der Umsätze zum Ende der jeweiligen Quartale und zum Ende des Jahres. Beim Ergebnis ist als Folge der weiteren Investitionen in Marketing und unsere Partner und weiterhin hohen IT-Investitionen nur ein minimal positives operatives Ergebnis auf EBITDA Basis zu erwarten. Wir gehen aber davon aus, dass wir unseren operativen Cash-Flow in 2023 in etwa auf Vorjahresniveau halten. Operative Prozesse werden mit Hilfe der Steuerungssysteme kontinuierlich optimiert mit dem Ziel, Ressourcen effizienter einzusetzen oder weniger Kapitalbindung zu erreichen. Über 2023 hinaus erwartet die Geschäftsführung der IGEL Group Holding einen weiteren Anstieg des Umsatzes und des Ergebnisses. Das Wachstum wird wesentlich davon abhängen, wie erfolgreich wir Neukunden im Enterprise Segment werben können und inwieweit wir strategische Partnerverträge nutzen können, um unsere Marktbekanntheit zu erweitern.
Bremen, den 25. Mai 2023 gez. Anja Schulz gez. Christiane Ohlgart Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IGEL Group Holding GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der IGEL Group Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IGEL Group Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 25. Mai 2023 RSM
GmbH
Kissel, Wirtschaftsprüfer von Waldow, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
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