Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 97774
Eingetragen
13.6.2003
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens sowie Erwerb, Verwaltung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten im eigenen Namen und für eigene Rechnung.

Historie

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Management

NameRolle
Sören Kauer
seit 24.4.2024
Prokura
Eva Maria Weiß
seit 5.10.2023
Geschäftsführer
Matthias Strachardt
seit 16.3.2023
Prokura
Stefan Bode
seit 16.3.2023
Prokura
Jens Koglin
seit 16.3.2023
Prokura
Prokura
Stephen Guhr
seit 16.3.2023
Prokura
Jan-Ole Kosch
seit 16.3.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Kerstin Intek
seit 16.3.2023
Prokura
Torsten Akelbein
seit 16.3.2023
Prokura
Lars Urbansky
seit 2.9.2022
Geschäftsführer
Olaf Weber
seit 2.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert95.15% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
63.16%
26.89%
5.10%
Land Berlin
0.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
GEHAG GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fortimo GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Sachanlagen        
1. Grundstücke mit Wohnbauten 139.130.121,20   140.961.719,06  
2. Technische Anlagen und Maschinen 593.734,78   653.544,39  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.907,48   22.638,59  
4. Anlagen im Bau 16.341.394,38   12.684.625,22  
    156.082.157,84   154.322.527,26
II. Finanzanlagen        
Beteiligungen   300,00   300,00
    156.082.457,84   154.322.827,26
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Andere Vorräte        
Unfertige Leistungen   7.698.624,46   7.625.343,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Vermietung 173.814,30   231.468,58  
2. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.067,67   6,65  
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.563,20   342.429,78  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 19.511,18   143.786,50  
    252.956,35   717.691,51
III. Flüssige Mittel   10.794,24   643.025,79
    7.962.375,05   8.986.060,30
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   643.091,73   0,00
    164.687.924,62   163.308.887,56

PASSIVA

       
  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklagen   6.102.153,00   6.102.153,00
III. Jahresüberschuss   0,00   0,00
    6.127.153,00   6.127.153,00
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE   2.182.500,00   1.750.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN        
Sonstige Rückstellungen   1.776.010,88   492.237,85
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.008.116,21   115.449.005,78  
2. Erhaltene Anzahlungen 8.269.355,63   8.093.220,90  
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 382.844,92   498.861,06  
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.331.046,05   1.064.785,40  
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.610.860,74   29.833.623,57  
6. Sonstige Verbindlichkeiten 37,19   0,00  
    154.602.260,74   154.939.496,71
    164.687.924,62   163.308.887,56

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

  2014 2013
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse        
a) aus der Hausbewirtschaftung 24.001.513,57   23.307.587,42  
b) aus anderen Lieferungen und Leistungen 442.322,69   475.829,19  
    24.443.836,26   23.783.416,61
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen   73.281,46   51.806,00
3. Sonstige betriebliche Erträge   879.475,85   577.470,53
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen        
Aufwendungen für Hausbewirtschaftung   -10.417.942,03   -10.077.275,87
5. Abschreibungen auf Sachanlagen   -1.894.156,42   -1.758.608,73
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.114.078,59   -1.793.737,64
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   7.365,72   11.465,56
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -8.626.505,70   -4.395.132,15
davon an verbundene Unternehmen EUR 90.713,25 (Vorjahr: EUR 17.524,39)        
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.351.276,55   6.399.404,31
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag   -18,38   0,00
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne   -2.351.258,17   -6.399.404,31
12. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Anhang 2014

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Formblattvorschriften für Wohnungsunternehmen.

Die Bilanz ist um Verbindlichkeiten aus Vermietung ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft gehört zum Konsolidierungskreis der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft nimmt seit dem Geschäftsjahr 2014 am konzerninternen Cash Pooling mit der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt am Main, als Poolführerin teil. Daher ist die Vergleichbarkeit des Geschäftsjahres 2014 mit den Vorjahreszahlen insoweit nur eingeschränkt möglich.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - bilanziert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibung für Wohngebäude wird über eine 50-jährige Nutzungsdauer vorgenommen. Bei den übrigen Anlagegegenständen liegt die Abschreibung zwischen zwei und zehn Jahren. Das Netzleitsystem wird mit 40 Jahren abgeschrieben.

Zum Bilanzstichtag erfolgt jeweils eine Bewertung der Immobilienbestände zum beizulegenden Wert, auf dessen Grundlage ein Niederstwerttest durchgeführt wird. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bestehen die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr, wird eine Wertaufholung nach § 253 Absatz 5 HGB vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 1 50 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter ab einem Wert von EUR 150 bis EUR 1.000 über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert - angesetzt.

Bei den noch nicht abgerechneten Betriebskosten in den unfertigen Leistungen wurden Wertabschläge für Leerstand und sonstige Abrechnungsrisiken vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Vermietung und den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

Die flüssigen Mittel werden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Disagios sowie einmalige Bearbeitungsgebühren der Kreditgeber bei der Ausgabe von Darlehen, die gemeinsam mit der laufenden Verzinsung ein wirtschaftlich einheitliches Entgelt für die Darlehensüberlassung darstellen, werden auf der Grundlage von § 250 Absatz 3 HGB abgegrenzt und über die Laufzeit der Darlehen aufwandswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr eingegangene Investitionszuschüsse werden bis zur Fertigstellung der geförderten Investitionsmaßnahme in Höhe der nominalen Einzahlungen passiviert und als Sonderposten ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Hierbei werden sich ausgleichende Wertänderungen aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft nach der Einfrierungsmethode nicht bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich.

Unter den Finanzanlagen ist eine Beteiligung an der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, Berlin, ausgewiesen.

(2) Andere Vorräte

Unter den unfertigen Leistungen werden Ansprüche aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten in Höhe von TEUR 7.699 (Vorjahr: TEUR 7.625) ausgewiesen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0).

(4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Disagios in Höhe von TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 0).

(5) Sonderposten

Die Sonderposten enthalten in voller Höhe Investitionszuschüsse.

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Betriebskosten und Instandhaltung TEUR 632 (Vorjahr: TEUR 429) sowie für Drohverluste aus Zinsswapgeschäften in Höhe von TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 0).

(7) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, Angaben über gewährte Sicherheiten sowie die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sind der Anlage 2 zum Anhang zu entnehmen.

Die erhaltenen Anzahlungen enthalten mit TEUR 8.269 (Vorjahr: TEUR 8.093) ausschließlich die Betriebskostenvorauszahlungen der Mieter.

(8) Bilanzvermerke

Nicht in der Bilanz enthaltene, treuhänderisch verwaltete Mietkautionen bestehen in Höhe von TEUR 1.785 (Vorjahr: TEUR 1.610).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 306) enthalten.

(10) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 4.225 (Vorjahr: TEUR 0) einmalige Aufwendungen aus der Auflösung von Derivaten bzw. aus der innerkonzernlichen Übernahme von Derivaten mit negativem Marktwert.

V. Derivative Finanzinstrumente

Die Fortimo GmbH hat zur Absicherung von Zinsrisiken ein Zinsswapgeschäft über nominal insgesamt EUR 35,1 Mio. abgeschlossen. Die Restlaufzeit beträgt acht Jahre. Der negative Marktwert beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1,5 Mio. und wurde auf Basis einer Mark-to-Market Bewertung ermittelt. Dieser Swap wurde im Geschäftsjahr innerkonzernlich an die Gesellschaft übertragen. Zum Zeitpunkt der Übernahme dieses Swaps betrug der negative Marktwert EUR 0,7 Mio. und wird über die Restlaufzeit des Swapgeschäftes in Anspruch genommen. Die Veränderungen des Marktwertes ab Übernahme wird gemäß § 254 HGB nicht bilanziert.

Die Sicherungsgeschäfte (Zinsswapgeschäfte) wurden mit den Grundgeschäften (Darlehensverträge, ausgewiesen als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) zu einer Bewertungseinheit in Höhe von nominal EUR 35,1 Mio. zum Abschlussstichtag zusammengefasst und damit Zinsänderungsrisiken in Höhe von EUR 1,5 Mio. zum Bilanzstichtag abgesichert.

Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus den Zinsswapgeschäften und den Darlehensverträgen gleichen sich zukünftig voraussichtlich aus, da die Sicherungsgeschäfte in Fälligkeit, Laufzeit und Bemessungsgrundlage vertraglich aufeinander abgestimmt sind. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Methode" verwendet

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wärmelieferverträgen.

Branchenübliche sonstige finanzielle Verpflichtungen im Bereich von Betriebskosten und Instandhaltung sowie Leistungsvereinbarungen innerhalb der Deutsche Wohnen AG Gruppe sind hier nicht enthalten.

VII. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahresdurchschnitt wie im Vorjahr keine Arbeitnehmer.

Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge.

Im Geschäftsjahr wurden keine Vorschüsse, Kredite oder Bürgschaften an Mitglieder der Geschäftsführung gewährt.

Zwischen der GEHAG GmbH, Berlin, (Organträgerin) und der Fortimo GmbH, Berlin, (Organgesellschaft) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, auf dessen Grundlage die Gesellschaft die Leitung ihrer Geschäfte der GEHAG GmbH, Berlin, unterstellt.

Es bestehen Geschäftsbesorgungsverträge mit der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt am Main, der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Corporate Real Estate GmbH, Berlin, der Deutsche Wohnen Immobilien Management GmbH, Berlin, und der Deutsche Wohnen Management GmbH, Berlin, als Geschäftsbesorger (nahestehende Unternehmen).

Geschäftsführer

Diplom-Ingenieur; Diplom-Wirtschaftsingenieur Lars Dormeyer Geschäftsführer bei Gesellschaften der Deutsche Wohnen AG Gruppe
Diplom-Kaufmann Andy Herrmann Geschäftsführer bei Gesellschaften der Deutsche Wohnen AG Gruppe
Diplom-Volkswirt Ralph Ziegler Geschäftsführer bei Gesellschaften der Deutsche Wohnen AG Gruppe

VIII. Konzernabschluss/Angaben zu Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt am Main, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

IX. Ergebnisverwendung

Der sonst entstehende Jahresüberschuss von EUR 2.351.258,17 wird auf der Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages an die Alleingesellschafterin GEHAG GmbH, Berlin, abgeführt, ohne dass es eines besonderen Ergebnisverwendungsbeschlusses bedarf.

 

Berlin, den 03. März 2015

Fortimo GmbH

Die Geschäftsführung

Lars Dormeyer

Andy Herrmann

Ralph Ziegler

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung:

Der Jahresabschluss wurde am 31. März 2015 festgestellt. Dabei wurde der im Anhang angegebenen Ergebnisverwendung entsprochen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Sachanlagen        
1. Grundstücke mit Wohnbauten 152.701.783,15 0,00 2.982,16 152.698.800,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.505.048,24 0,00 0,00 1.505.048,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.899,18 0,00 0,00 56.899,18
4. Anlagen im Bau 12.684.625,22 3.656.769,16 0,00 16.341.394,38
  166.948.355,79 3.656.769,16 2.982,16 170.602.142,79
II. Finanzanlagen        
Beteiligungen 300,00 0,00 0,00 300,00
  166.948.655,79 3.656.769,16 2.982,16 170.602.442,79
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Sachanlagen        
1. Grundstücke mit Wohnbauten 11.740.064,09 1.828.615,70 0,00 13.568.679,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 851.503,85 59.809,61 0,00 911.313,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.260,59 5.731,11 0,00 39.991,70
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.625.828,53 1.894.156,42 0,00 14.519.984,95
II. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.625.828,53 1.894.156,42 0,00 14.519.984,95
  Buchwerte
  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Sachanlagen    
1. Grundstücke mit Wohnbauten 139.130.121,20 140.961.719,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 593.734,78 653.544,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.907,48 22.638,59
4. Anlagen im Bau 16.341.394,38 12.684.625,22
  156.082.157,84 154.322.527,26
II. Finanzanlagen    
Beteiligungen 300,00 300,00
  156.082.457,84 154.322.827,26

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2014

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten   davon Restlaufzeit Besicherung
  insgesamt
EUR
unter 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
EUR Art
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.008.116,21 8.116,21   118.000.000,00 118.008.116,21 GPR
Vorjahr 115.449.005,78 870.231,04 114.574.406,94 4.367,80    
Erhaltene Anzahlungen 8.269.355,63 8.269.355,63        
Vorjahr 8.093.220,90 8.093.220,90        
Verbindlichkeiten aus Vermietung 382.844,92 382.844,92        
Vorjahr 498.861,06 498.861,06        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.331.046,05 1.049.335,52 273.499,53 8.211,00    
Vorjahr 1.064.785,40 834.105,26 230.680,14      
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.610.860,74 26.563.245,58 47.615,16      
Vorjahr 29.833.623,57 29.804.233,18 29.390,39      
Sonstige Verbindlichkeiten 37,19 37,19        
Vorjahr 0,00 0,00        
Gesamtbetrag 154.602.260,74 36.272.935,05 321.114,69 118.008.211,00 118.008.116,21  
Vorjahr 154.939.496,71 40.100.651,44 114.834.477,47 4.367,80    

GPR = Sicherung erfolgt durch Grundpfandrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.351 (Vorjahr: TEUR 29.459).

Lagebericht 2014

1. Allgemeines

Die Fortimo GmbH, Berlin, (im Folgenden die "Gesellschaft" oder "Fortimo") gehört zum Unternehmensverbund der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt am Main, die sich operativ auf die Wohnungsbewirtschaftung und den Verkauf konzentriert. Die Gesellschaft verwaltet zum Abschlussstichtag unverändert 3.971 eigene Wohneinheiten vorwiegend im Raum Berlin-Brandenburg mit einer vermietbaren Fläche von 227.414 m 2 sowie Gewerbeflächen, Garagen und Stellplätze.

Es bestehen Geschäftsbesorgungsverträge mit Gesellschaften der Deutsche Wohnen Gruppe, die unter anderem Leistungen in den Bereichen Vermietungs- und Vertriebsmanagement, technisches Gebäudemanagement, Mieten- und Forderungsmanagement, Kundenbetreuung, Corporate Finance und Finance erbringen.

Alleinige Gesellschafterin ist die GEHAG GmbH, Berlin (im Folgenden "GEHAG"). Mit der GEHAG als Organträgerin besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2014 ist gemäß dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dies war insbesondere auf die anhaltende Konjunkturschwäche im Euro-Raum sowie ein gegenüber den Vorjahren eher gedämpftes Wachstum in den Schwellenländern zurückzuführen. Die globale Geldpolitik der Notenbanken war dabei weiterhin expansiv ausgerichtet. Im Euro-Raum wies Deutschland eine robuste Entwicklung auf; in anderen europäischen Staaten wie Portugal, Spanien und Griechenland waren erste Anzeichen der Erholung und Stabilisierung zu spüren. Der Sachverständigenrat geht in seinem Gutachten von einem Weltwirtschaftswachstum für 2014 von voraussichtlich 2,6 % aus, für 2015 werden rund 2,9 % erwartet. 1

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bestätigt in seinen Wintergrundlinien 2014/15 nach einem schwachen ersten Halbjahr 2014 diesen positiven Trend und spricht von einer leichten Beschleunigung der Weltwirtschaft zum Jahresende 2014. Die Gründe für diese Entwicklung liegen laut DIW insbesondere in den Industrieländern und hier vor allem in sinkenden Arbeitslosenquoten, steigenden Löhnen und einer niedrigen Inflation. Diese Faktoren stützen wiederum den privaten Konsum. So rechnet das DIW in 2014 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % und in 2015 sogar von 3,8 %. 2

Entwicklung in Deutschland

Nach einem schwachen ersten Halbjahr hat sich die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2014 hin wieder stabilisiert und ist auf einen Aufwärtstrend eingeschwenkt, gestützt vor allem durch die starke Binnennachfrage. 3 Für diese prognostiziert das DIW in 2014 eine Steigerung von 1,5 % und 1,4 % in 2015. Gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2014 um 1,6 % und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. 4

In einem Umfeld moderater Teuerung - die Inflationsrate liegt in Deutschland bei 0,9 % in 2014 und wird für 2015 mit 0,7 % prognostiziert - ist die kräftige deutsche Binnenwirtschaft maßgeblich auf den Konsum der Privathaushalte zurückzuführen. Unterstützend wirken sich insbesondere der anhaltende Beschäftigungsaufbau sowie die insgesamt günstige Einkommensentwicklung aus. 5 So erreichte auch die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Zuwachs von 371.000 Personen auf 42,7 Mio. im Jahr 2014 zum achten Mal in Folge einen neuen Höchststand. 6 Zudem profitierten die deutschen Exporteure von steigenden Ausfuhren infolge einer deutlich anziehenden Nachfrage aus den USA und Asien sowie einer moderaten Nachfrageausweitung des Euro-Raums. 7

1 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2014/15, erschienen im November 2014
2 DIW - Wintergrundlinien 2014 - Wochenbericht 51+52. 2014
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2015 - 16/15 i.V.m. DIW - Wintergrundlinien 2014 -Wochenbericht 51+52. 2014 i.V.m. Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2014/15, erschienen im November 2014
4 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2015 - 16/15 i.V.m. Pressemitteilung vom 13.02.2015 -48/15
5 DIW - Wintergrundlinien 2014/15 - Wochenbericht 51+52. 2014 i.V.m. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 16.01.2015 - 17/15
6 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 05.01.2015 - 1/15 i.V.m. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 24 vom 27.01.2015
7 DIW - Wintergrundlinien 2014/15 - Wochenbericht 51+52. 2014

Zum vierten Mal in Folge erwartet das Statistische Bundesamt steigende Bevölkerungszahlen für Deutschland. Zum Jahresende 2014 lebten schätzungsweise knapp 81,1 Mio. Menschen in der Bundesrepublik, rund 300.000 mehr als noch zum Jahresanfang. Ursache hierfür ist der hohe Wanderungssaldo aus dem Ausland, den das Statistische Bundesamt auf mindestens 470.000 Personen in 2014 schätzt - der höchste Wert seit 1993. Auf der anderen Seite liegt das Geburtendefizit bei 190.000 bis 215.000 Menschen. 8

2.1.2. Deutscher Wohnungsmarkt

Nach aktuellen Einschätzungen des Urban Land Institute ist Deutschland Europas größter Investmentmarkt für Wohnimmobilien. Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist in den sieben deutschen Großstädten nach wie vor hoch; der Anteil der Miete am verfügbaren Einkommen noch vergleichsweise niedrig. 9

Dabei ist der Wohnungsmarkt in den deutschen Metropolregionen und ländlich geprägten Gebieten durch deutliche regionale Unterschiede geprägt. 10 Die durch Zuwanderungsgewinne wachsenden Groß- und Universitätsstädte weisen deutliche Wohnungsengpässe auf, die mit spürbaren Miet- und Preissteigerungen einhergehen. 11 So sind gemäß F+B Mietspiegelindex die ortsüblichen Vergleichsmieten im Bestand im ersten Halbjahr 2014 um 1,7 % auf EUR 6,28 pro m 2 (erstes Halbjahr 2013: EUR 6,21 pro m 2 / +1,3 %) gestiegen. In Großstädten wie Stuttgart, München, Frankfurt am Main oder Hamburg liegen die Bestandsmieten deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt. 12

Während die Ballungszentren und Metropolregionen stetige Bevölkerungszuwächse und eine Belebung der Neubautätigkeit verzeichnen, ist das Bild jenseits dieser Regionen ein ganz anderes: Zahlreiche ländliche Regionen weisen Bevölkerungsrückgänge auf und sind von einer schwachen oder rückläufigen Wohnungsnachfrage betroffen. Dementsprechend steigen die Leerstände; die Wohnungsmieten und Preise stagnieren.

Ein weiterer Trend zeigt sich im Anstieg der Haushalte: Seit 1991 ist die Zahl der Privathaushalte in Deutschland um 4,7 Mio. auf 39,9 Mio. im Jahr 2013 angestiegen. Während 1991 knapp 34 % aller Haushalte in Deutschland Einpersonenhaushalte waren, stieg der Anteil 2013 auf knapp 41 % an. Folglich sank auch die durchschnittliche Haushaltsgröße auf 2,02 Personen in 2013, wohingegen sie 1991 noch bei 2,27 Personen gelegen hatte. 13 Ferner begünstigt die in Deutschland vorherrschende gute Arbeitsmarktlage Zuzüge aus dem Ausland, insbesondere infolge der seit 2014 in Kraft getretenen vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänien und Bulgarien. 14 Die Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland wird aufgrund dieser Tendenzen vermutlich weiter zunehmen. Das Statistische Bundesamt geht in seiner Haushaltsvorausberechnung davon aus, dass bis 2030 die Zahl der Haushalte auf über 41 Mio. weiter steigen und dabei die durchschnittliche Haushaltsgröße auf 1,9 Personen abnehmen wird. Insbesondere für die Zahl der Einpersonenhaushalte sowie ihren Anteil an der Gesamtzahl der Haushalte wird ein Anstieg auf über 43 % erwartet. 15 Vor allem in Metropolregionen und vielen Universitätsstädten wird die Nachfrage nach Wohnraum durch die zunehmenden Haushaltszahlen und den Trend zu Singlehaushalten sowie durch gestiegene Wohnraumansprüche verstärkt. 16

8 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.01.2015 - 24/15 i.V.m. BBSR, Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten, Juni 2014
9 Urban Land Institute und PwC, Emerging Trends in Real Estate Europe 2015
10 BBSR, Kleinräumige Wohnungsmarkttrends in Großstädten, September 2014
11 BBSR, Kleinräumige Wohnungsmarkttrends in Großstädten, September 2014
12 F + B Mietspiegelindex 2014, Stichtag: 01.07.2014
13 Statistisches Bundesamt, Haushalte 2013, Internetpräsenz, abgerufen am 13.01.2015
14 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21.01.2015 - 24/15
15 Statistisches Bundesamt, Vorausberechnung der Haushalte bis 2030, Internetpräsenz, abgerufen am 23.01.2015
16 BBSR, Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten, Juni 2014 i.V.m. GdW, Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2014/2015, November 2014

Zudem führen die Unsicherheiten auf den Kapital- und Finanzmärkten zu einer wachsenden Attraktivität von Wohnungen als Anlagealternative für die Altersvorsorge und Vermögensbildung. Darüber hinaus bewegen die stabile wirtschaftliche Entwicklung, die gestiegenen Einkommen sowie das historisch niedrige Zinsniveau viele Menschen zum Erwerb von Wohneigentum und verstärken somit die Nachfrage. 17 Die Wohnimmobilie war auch 2014 eines der beliebtesten Anlageziele auf dem deutschen Immobilienmarkt. Dies belegt das weiterhin hohe Transaktionsvolumen des Jahres 2014. Nach Analysen von CBRE wechselten rund 226.000 Wohneinheiten mit einem Gesamtwert von EUR 13,3 Mrd. den Eigentümer. Mit nur knapp 3 % weniger als im Rekordjahr 2013 stellt dies das zweithöchste Volumen seit 2007 dar. 18

Der gestiegenen Nachfrage auf Käufer- und Mieterseite stand in den vergangenen Jahren zunächst noch eine geringe Neubautätigkeit gegenüber. Nach einem historischen Tiefststand im Jahr 2009 mit 160.000 Fertigstellungen ist für den Wohnungsbau inzwischen aber wieder ein Wachstumstrend zu verzeichnen. 2013 wurden rund 270.000 Wohnungen genehmigt - ein Plus von rund 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso stieg die Zahl der Baufertigstellungen in 2013 um etwa 7 % auf rund 215.000. Dabei ist festzustellen, dass die Neubautätigkeit insbesondere in Märkten mit hoher Wohnungsnachfrage zunimmt. Allerdings reagiert der zunehmende Wohnungsneubau damit nur verzögert auf den erhöhten Bedarf und reicht derzeit nicht aus, um die gestiegene Nachfrage insbesondere in den dynamischen Wachstumsregionen zu decken. Die Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gehen von einem Neubaubedarf von jährlich rund 250.000 Wohnungen in Deutschland aus. 19

17 BBSR, Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten, Juni 2014 i.V.m. BBSR, Wohneigentum stärken, August 2013 i.V.m. GdW, Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2014/2015, November 2014
18 CBRE, Pressemitteilung vom 07.01.2015 i.V.m. Jones Lang LaSalle, Presseinformation vom 08.01.2015
19 BBSR, Wohneigentum stärken, August 2013 i.V.m. Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten, Juni 2014 i.V.m. Kleinräumige Wohnungsmarkttrends in Großstädten, September 2014

2.1.3. Core+-Regionen

Großraum Berlin

Berlin ist nicht nur die deutsche Hauptstadt, sondern mit über 3,5 Mio. Einwohnern 20 und fast 1,8 Mio. Erwerbstätigen 21 auch die größte Stadt Deutschlands. Der Großraum Berlin umfasst die Stadt Berlin sowie das nahe Berliner Umland, wozu unter anderem die Stadt Potsdam zählt.

Berlin als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort

Die Berliner Wirtschaft befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. Der Tourismus bleibt das zentrale Standbein der Berliner Wirtschaftskraft und rangiert europaweit an dritter Stelle nach London und Paris. 22 So waren im November 2014 die Besucherzahlen um rund 9 % höher als noch im Vorjahresmonat. 23 Die Wachstumsbranchen Information, Kommunikation und Gesundheit entwickeln sich weiter dynamisch und die digitale Medienbranche stärkt das Image Berlins als wachsende Metropole. Berlin weist zudem im bundesweiten Vergleich die meisten Unternehmensgründungen pro Kopf auf - mit einem Plus von rund 31.600 in den ersten neun Monaten 2014. 24 Das Berliner Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Halbjahr 2014 um 1,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. 25 Für 2015 wird ein Wachstum von 1,7 % erwartet. 26 Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Berliner Verkehrsbetriebe, Siemens, Zalando und Axel Springer haben ihren Hauptsitz in Berlin und gehören gleichzeitig zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern in der Hauptstadt. Weitere wichtige Arbeitgeber kommen aus dem Gesundheitssektor. So sind die renommierte Charité auf Platz 2 sowie das Vivantes Netzwerk für Gesundheit auf Platz 3 der größten Arbeitgeber in Berlin mit insgesamt über 31.000 Beschäftigten. 27

Das Wachstum der Berliner Wirtschaft spiegelt sich auch in der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt wider. Im Jahr 2014 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Berlin im Vorjahresvergleich um 1,7 % auf über 1,8 Mio. - damit ist der höchste Stand seit dem Jahr 2000 erreicht. Darüber hinaus weist Berlin den höchsten Beschäftigungszuwachs aller Bundesländer seit 2012 auf und liegt erneut über dem Bundesdurchschnitt von 0,9 %. 28 Der starke Personalaufbau betraf in erster Linie den Dienstleistungssektor, der rund 84 % der Berliner Wirtschaftsleistung erbringt und stabil wächst. Neue Arbeitsplätze entstanden hier neben den wirtschaftlichen Dienstleistungen vor allem in den Branchen Gesundheits-/Sozialwesen, Information/Kommunikation, Erziehung/Unterricht sowie Handel. 29 Entsprechend den positiven Beschäftigungszahlen lag die Arbeitslosenquote 2014 mit 11,1 % erneut unter dem Vorjahreswert von 11,7 % und damit auf dem niedrigsten Stand seit 1994. 30

20 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 30 vom 12.02.2015
21 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 24 vom 27.01.2015
22 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Pressemitteilung vom 07.01.2015 i.V.m. CBRE / Berlin Hyp, Wohnmarktreport Berlin 2015
23 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 10 vom 13.01.2015
24 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Konjunkturbericht: Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin 3. Quartal 2014 vom 27.11.2014
25 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 272 vom 30.09.2014
26 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Pressemitteilung vom 07.01.2015
27 IHK Berlin, Berliner Wirtschaft in Zahlen, Ausgabe 2014
28 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 24 vom 27.01.2015
29 Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Konjunkturbericht: Zur wirtschaftlichen Lage in Berlin 3. Quartal 2014 vom 27.11.2014 i.V.m. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 24 vom 27.01.2015
30 Bundesagentur für Arbeit, erstellt am 16.01.2015http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000000/html/start/karten/aloq_land_jahr.html

Die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste der Berliner Arbeitnehmer einschließlich Sonderzahlungen haben sich im dritten Quartal 2014 um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahresquartal und damit deutlich stärker als die Verbraucherpreise (+0,7 %) erhöht. 31 Damit einher geht eine Kaufkraft, die pro Kopf um 3,1 % auf EUR 20.517 angestiegen ist. Sie liegt jedoch noch unterhalb des bundesweiten Durchschnittswerts von EUR 21.879 pro Kopf. 32

Berlin hat durch die geografische Lage, günstige Verkehrswege und das spezialisierte Lehrangebot an den Universitäten eine wichtige Funktion für den Ausbau internationaler Wirtschaftsbeziehungen. Die Bundeshauptstadt genießt zudem mit ihrer Vielzahl an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen einen hervorragenden Ruf als Wissenschafts- und Forschungsstandort. 33

Die sehr positive wirtschaftliche Lage Berlins färbt auch auf das Umland ab. Insbesondere ist hier Potsdam, die Landeshauptstadt von Brandenburg, hervorzuheben. Sie weist seit mehreren Jahren einen positiven Zuwanderungssaldo auf. Ende September 2014 lebten insgesamt 163.668 Einwohner in der Stadt. 34 Die Prognosen bis 2030 gehen von einem stetigen Bevölkerungswachstum und von einem Anstieg der Einwohnerzahlen von 14 % auf rund 178.800 Personen aus. 35

Wohnungsmarkt Berlin

Der Berliner Wohnungsmarkt besticht als eine der attraktivsten deutschen Wachstumsregionen und ist gekennzeichnet durch eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum bei gleichzeitig relativ geringer Bautätigkeit. Das unterstreichen auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie vom Urban Land Institute und PwC: Danach rangiert Berlin bei Investoren auf Platz 1 in Europa mit den größten Investitionschancen aufgrund sehr guter Fundamentaldaten und eines günstigen Preisniveaus im internationalen Vergleich. 36

31 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 13 vom 20.01.2015
32 MB - Research GmbH, Kaufkraft 2014 in Deutschland
33 CBRE / Berlin Hyp, Wohnungsmarktreport Berlin 2015
34 Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Statistik und Wahlen, Stand: 31.12.2014
35 Landeshauptstadt Potsdam, Statistik und Wahlen 4/2012, Bevölkerungsprognose Potsdam 2011-2030
36 Urban Land Institute und PwC: Emerging Trends in Real Estate Europe 2015 i.V.m. CBRE Berlin Hyp, Wohnmarktreport Berlin 2015

Gemäß jüngsten Erhebungen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg setzt sich das seit ca. zehn Jahren anhaltende Bevölkerungswachstum in Berlin weiter fort. Ende 2014 lebten über 3,5 Mio. Menschen in Berlin, etwa 44.700 mehr als noch zum Jahresanfang. Insbesondere Zuwanderungsgewinne sind dafür verantwortlich. 37 Die Zahl der nachfragenden Haushalte ist für den Wohnungsmarkt eine wesentliche Größe. So ist die Zahl der Einpersonenhaushalte in Berlin seit 2007 um 1,8 % auf rund 1,05 Mio. angestiegen. Damit waren 2013 mehr als die Hälfte aller Haushalte Singlehaushalte, wobei besonders alte und junge Menschen alleine wohnen. Durchschnittlich lebten 2013 1,77 Personen pro Haushalt, verteilt auf insgesamt rund 1,93 Mio. Privathaushalte. 38 Auch zukünftig ist davon auszugehen, dass dieser Trend anhält. 39 Nach Schätzungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wird die Anzahl der Berliner Haushalte bis 2025 um rund 120.000 bzw. 5,9 % steigen; insbesondere die Singlehaushalte werden dabei weiter zunehmen. 40

Mit einer Eigentumsquote von lediglich 16 % weist Berlin den niedrigsten Wert aller deutschen Metropolen und Bundesländer auf. Im bundesweiten Durchschnitt beträgt die Wohneigentumsquote rund 44 %. 41 Dementsprechend ist der Anteil der Mietwohnungen am Gesamtbestand in Berlin am höchsten. 42

Der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum steht jedoch kein ausreichendes Angebot gegenüber. Zwar wurden 2013 rund 4.650 Neubauwohnungen fertiggestellt, 10,5 % mehr als ein Jahr zuvor, allerdings davon nur 2.629 Wohnungen im Geschosswohnungsbau. 43 Die Baugenehmigungen haben sich in den ersten neun Monaten 2014 nach einem Anstieg um 40 % im Vorjahreszeitraum noch einmal signifikant um 75,2 % erhöht 44 . Sie würden den steigenden Bedarf nach Wohnraum durch den Bevölkerungszuwachs jedoch noch immer nicht abdecken. 45 Bei einer durchschnittlichen Größe von 1,77 Personen pro Haushalt ergibt sich in 2014 ein Zuwachs von rund 25.250 Haushalten. 46

Dabei ist nicht der Mangel an adäquaten Bauflächen die Ursache für die unzureichende Bautätigkeit. Vielmehr kosteten Neubauwohnungen im ersten Halbjahr 2014 in Berlin rund EUR 10,50 pro m 2 und damit rund ein Drittel mehr als Wohnungen aus dem Bestand. 47 Auch der Leerstand bietet kaum bzw. keine Reserven für die Angebotsseite, da dieser mittlerweile bei 2 %, also unterhalb der Fluktuationsreserve liegt. 48

37 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 30 vom 12.02.2015
38 IBB, Wohnungsmarktbericht 2013 vom 28.02.2014 i.V.m. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Die kleine Berlin Statistik 2014 i.V.m. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. PM Nr. 345 vom 17.12.2014
39 CBRE / Berlin Hyp, Wohnmarktreport Berlin 2015
40 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Die kleine Berlin Statistik 2014 i.V.m. IBB, Wohnungsmarktbericht 2013 vom 28.02.2014
41 BBU-Marktmonitor 2014 i.V.m. CBRE Berlin Hyp, Wohnungsmarktbericht Berlin 2015
42 BBU-Marktmonitor 2014
43 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 122 vom 12.05.2014
44 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 305 vom 10.11.2014
45 CBRE / Berlin Hyp, Wohnmarktreport Berlin 2015
46 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 30 vom 12.02.2015
47 JLL Residential City Profile Berlin - 1. Halbjahr 2014 i.V.m. F + B Mietspiegelindex 2014
48 CBRE Residential City Report Berlin Q3 2014 i.V.m. IBB Wohnungsmarktbericht 2013 i.V.m. BBU Marktmonitor 2014

Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage führt konsequenterweise zu steigenden Miet- und Kaufpreisen. Die Mieten im Berliner Bestand haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugelegt. Im Zeitraum zwischen 2005 und 2013 kletterte die Nettokaltmiete gemäß Mietspiegel in der Hauptstadt um rund 23 %. 49

Neben den Bestandsmieten sind laut des durch Jones Lang LaSalle für Berlin veröffentlichten Residential City Reports auch die Neuvertragsmieten gestiegen - seit 2004 um rund 44 %. Im ersten Halbjahr 2014 betrugen diese im Mittel (Median) EUR 8,65 pro m 2 - ein deutliches Plus von 7,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine entsprechende Entwicklung ist für die Kaufpreise von Eigentumswohnungen zu beobachten: Im ersten Halbjahr 2014 verteuerten sich diese um 13 % und wurden im Mittel (Median) für EUR 2.770 angeboten. Für eine Neubauwohnung wurden im ersten Halbjahr 2014 im Durchschnitt sogar EUR 3.700 pro m 2 aufgerufen - eine Preiserhöhung von 4,5 % zum Vorjahreszeitraum. 50 Im Vergleich dazu ist die Inflationsrate 2013 um 2,2 % und 2014 um 0,8 % gestiegen. 51 Nicht zuletzt aufgrund der genannten Entwicklungen und der immer noch moderaten Mieten im Vergleich zu anderen Metropolen, ist Berlin für nationale und internationale Investoren ein Markt von großem Interesse. 52 Der Metropolraum, auf den 2014 rund EUR 2,5 Mrd. bzw. rund 19 % des gesamten Transaktionsvolumens entfielen, ist einer der gefragtesten deutschen Investmentstandorte für Wohnimmobilien. 53

49 IBB Wohnungsmarktbericht 2013
50 JLL Residential City Profile Berlin - 1. Halbjahr 2014 i.V.m. CBRE Residential City Report Berlin Q3 2014
51 Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressmitteilung Nr. 2 vom 06.01.2014 sowie Nr. 2 vom 05.01.2015
52 Emerging Trends in Real Estate Europe 2015, Urban Land Institute und PwC i.V.m. CBRE Pressemitteilung vom 07.01.2015 i.V.m. CBRE Berlin Hyp, Wohnmarktreport Berlin 2015
53 CBRE, Pressemitteilung vom 07.01.2015 i.V.m. Jones Lang LaSalle, Pressemitteilung vom 08.01.2015

3. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2014 ist für die Gesellschaft operativ erfolgreich verlaufen. So stiegen die Durchschnittsmieten und das Vermietungsergebnis bei einem sehr geringen Leerstand von unter 1,0 %. Einmalige Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. aus der Ablösung von Zinssicherungsgeschäften im Rahmen der Refinanzierung langfristiger Kreditverbindlichkeiten haben das Periodenergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 6,4 Mio. auf EUR 2,4 Mio. sinken lassen. Dank dieser Refinanzierung Ende 2014 haben wir unsere Durchschnittsverzinsung und die Fälligkeitsstruktur verbessert.

3.2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2014 haben das Mietwachstum und der Leerstandsabbau zu einer weiteren Verbesserung des Vermietungsergebnisses (Rohergebnis) geführt.

  2014
TEUR
2013
TEUR
Veränderungen
TEUR
Veränderungen relativ
Umsatzerlöse 24.444 23.783 661 3%
Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen -10.418 -10.077 -341 3%
Bestandsveränderungen 73 52 21 40%
Rohergebnis 14.099 13.758 341 2%
Sonstige betriebliche Erträge 136 577 -441 -76%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.114 -1.794 -320 18%
Abschreibungen -1.894 -1.758 -136 8%
Operatives Ergebnis 10.227 10.783 -556 -5%
Zinsergebnis -4.394 -4.384 -10 0%
Neutrales Ergebnis -3.482 0 -3.482 n/a
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2.351 6.399 -4.048 -63%
Aufwand aus Gewinnabführung -2.351 -6.399 4.048 -63%
Jahresergebnis 0 0 0 n/a

Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung (EUR 24,0 Mio.; Vorjahr: EUR 23,3 Mio.). Die Erhöhung um ca. EUR 0,7 Mio. entfällt mit ca. EUR 0,5 Mio. hauptsächlich auf höhere Mieterlöse.

Steigerungen der Vertragsmiete 54 um ca. 2,2 % von 5,84 EUR/m 2 auf 5,97 EUR/m 2 kompensierten eine leichte Erhöhung des Wohnungsleerstands von 0,4 % auf 0,6 % (jeweils am Abschlussstichtag) und haben insgesamt zu höheren Mieterlösen von ca. EUR 0,5 Mio. geführt.

54 Vertraglich geschuldete Miete der vermieteten Wohnungen geteilt durch die vermietete Fläche.

Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen beinhalten Aufwendungen der Hausbewirtschaftung, also hauptsächlich Instandhaltung und Betriebskosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Geschäftsbesorgungsentgelte innerhalb der Deutschen Wohnen Gruppe, die zu marktüblichen Konditionen abgerechnet werden.

Das Zinsergebnis berücksichtigt hauptsächlich Zinserträge und -aufwendungen mit Kreditinstituten. Einmalige Zinsaufwendungen werden zur besseren Vergleichbarkeit im neutralen Ergebnis dargestellt.

Das neutrale Ergebnis enthält im Geschäftsjahr 2014 insbesondere Aufwendungen aus der Auflösung von Zinssicherungsgeschäften, die im Rahmen der Refinanzierung der Grundgeschäfte vorzeitig aufgelöst wurden.

3.3. Vermögenslage

  31.12.2014 31.12.2013 Veränderungen
  TEUR % TEUR % TEUR
Grundstücke und Immobilien 139.130 84,4 140.962 86,3 -1.832
Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 611 0,4 676 0,4 -65
Anlagen im Bau 16.341 9,9 12.685 7,8 3.656
Unfertige Leistungen 7.699 4,7 7.625 4,7 74
Forderungen 253 0,2 718 0,4 -465
Liquide Mittel 11 0,0 643 0,4 -632
Rechnungsabgrenzungsposten 643 0,4 0 0,0 643
  164.688 100,0 163.309 100,0 1.379
Eigenkapital 6.127 3,7 6.127 3,8 0
Sonderposten 2.183 1,3 1.750 1,1 433
Rückstellungen 1.776 1,1 492 0,3 1.284
Kreditverbindlichkeiten 118.008 71,6 115.449 70,7 2.559
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.476 1,5 29.834 18,3 -27.358
Cash Pool Verbindlichkeiten 24.135 14,7 0 0,0 24.135
Übrige Verbindlichkeiten 9.983 6,1 9.657 5,8 326
  164.688 100,0 163.309 100,0 1.379

Die Veränderung der Grundstücke und Immobilien ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen von EUR 1,8 Mio.

Die Zugänge bei den Anlagen im Bau betreffen die Modernisierungsmaßnahme in der Weißen Stadt in Höhe von EUR 3,7 Mio.

In den unfertigen Leistungen sind ausschließlich noch nicht abgerechnete Betriebskosten enthalten.

Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert, denn im Geschäftsjahr 2014 hat die Deutsche Wohnen AG ein zentrales Cash Pooling mit der Deutsche Wohnen AG als Cash Pool Führerin eingeführt, an dem die Fortimo teilnimmt. Die Cash Pool Verbindlichkeiten der Fortimo werden in der oben dargestellten Vermögenslage als eigenständige Position gezeigt.

Der Sonderposten enthält zum Abschlussstichtag hauptsächlich die Investitionszuschüsse für die Sanierung der Weißen Stadt.

Ende 2014 wurde die bestehende Finanzierung abgelöst und eine neue aufgenommen, was insgesamt zu einer Erhöhung der Kreditverbindlichkeiten führte. Zur Absicherung von Zinsveränderungen variabel verzinslicher Kreditverbindlichkeiten besteht ein Zinsswap, der Kredite mit einer Valuta per 31. Dezember 2014 in Höhe von EUR 35,1 Mio. absichert und zum Abschlussstichtag einen negativen Marktwert von EUR 1,5 Mio. aufweist.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 26,6 Mio.; Vorjahr: EUR 29,8 Mio.) enthalten Cash Pool Verbindlichkeiten (EUR 24,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), die in der oben dargestellten Vermögenslage gesondert gezeigt werden. Darüber hinaus enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen unter anderem die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung (EUR 2,4 Mio.; Vorjahr: EUR 6,4 Mio.).

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten hauptsächlich Betriebskostenvorauszahlungen der Mieter.

Der stichtagsbezogene Verschuldungsgrad der Gesellschaft (Verhältnis aus Kreditverbindlichkeiten zur Bilanzsumme) beträgt 71,6 % (70,7 %).

3.4. Finanzlage

  2014
TEUR
2013
TEUR
Veränderungen
TEUR
Veränderungen relativ
Finanzmittelbestand am 1. Januar 643 1.067 -424 -40%
Liquidität aus laufender Geschäftstätigkeit 8.961 7.967 994 12%
Liquidität aus Investitionstätigkeit -3.221 -1.834 -1.387 76%
Liquidität aus Finanzierungstätigkeit -30.507 -6.557 -23.950 365%
Veränderung des Finanzmittelbestandes -24.767 -424 -24.343 5741%
Finanzmittelbestand am 31. Dezember -24.124 643 -24.767 -3852%

Die Aussagekraft der Kapitalflussrechnung ist wegen des konzernweiten Cash Managements bzw. seit Ende 2014 Cash Pooling sowie der Auswirkung des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages eingeschränkt.

Die Liquidität aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die Ausgaben für Modernisierungsmaßnahmen (EUR 3,7 Mio.; Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) und Einzahlungen aus Investitionszuschüssen (EUR 0,4 Mio.; Vorjahr: EUR 1,2 Mio.).

Die Liquidität aus Finanzierungstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus Tilgungen bzw. der Rückführung der bestehenden Kreditfinanzierung (EUR 114,6 Mio.; Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) und aus Einzahlungen aus der Neuaufnahme einer Kreditfinanzierung (EUR 118,0 Mio.; Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) zusammen. Die Ein- und Auszahlungen (saldiert) im Rahmen des konzerninternen Cash Management (Auszahlung EUR 23,1 Mio.; Vorjahr: Einzahlung EUR 8,2 Mio.) stehen im Geschäftsjahr 2014 hauptsächlich im Zusammenhang mit der Umstellung von Cash Management auf Cash Pooling. Da die Veränderungen der Cash Pooling Verbindlichkeiten als Bestandteil des Finanzmittelfonds wie Zahlungen behandelt werden, ist die Ablösung von Cash Management Verbindlichkeiten durch Cash Pool Verbindlichkeiten in der Kapitalflussrechnung ein zahlungswirksamer Vorgang.

Der Finanzmittelbestand enthält zum Abschlussstichtag neben liquiden Mitteln (EUR 0,01 Mio.; Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) auch Cash Pool Verbindlichkeiten (EUR 24,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu bedienen.

4. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag sind uns nicht bekannt.

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1. Risikomanagement

Die Deutsche Wohnen Gruppe prüft kontinuierlich sich bietende Chancen, durch die die Weiterentwicklung und das Wachstum gesichert werden können. Um solche Chancen nutzen zu können, müssen gegebenenfalls auch Risiken eingegangen werden. Alle wesentlichen Aspekte zu kennen, abzuschätzen und zu kontrollieren, ist dabei von hoher Bedeutung. Nur so können wir mit den Risiken professionell umgehen. Dazu ist in der Deutsche Wohnen Gruppe ein zentrales Risikomanagementsystem implementiert, das die Identifizierung, Messung, Steuerung und Überwachung aller den Konzern betreffenden wesentlichen Risiken sicherstellt. Zentraler Bestandteil dieses Systems ist ein detailliertes Reporting, das kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt wird. Es stellt anhand relevanter operativer Kennzahlen sowie Finanzkennzahlen einen Bezug zu den identifizierten Risikofeldern her. Wir fokussieren uns dabei insbesondere auf die Kennzahlen zur Entwicklung der Vermietungen und der Wohnungsprivatisierungen, auf den Cashflow, die Liquidität und die Bilanzstrukturkennzahlen.

Durch eine intensive Kommunikation innerhalb der Führungsebene des Konzerns haben alle Entscheidungsträger jederzeit über alle relevanten Entwicklungen im Unternehmen Kenntnis. Abweichende Entwicklungen oder entstehende Risiken, die potenziell bestandsgefährdend sein könnten, werden damit frühzeitig aufgedeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Informationen aus dem Risikomanagement werden quartalsweise dokumentiert.. Darüber hinaus wird das interne Risikomanagementhandbuch bei Bedarf aktualisiert.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess versteht sich als Teil des internen Kontrollsystems.

Die wesentlichen Merkmale unseres bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt zusammengefasst werden:

Die Deutsche Wohnen Gruppe zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus.

Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse.

Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet.

Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen.

Ein adäquates internes Richtlinienwesen (u. a. bestehend aus einer konzernweit gültigen Risikomanagementrichtlinie) ist eingerichtet und wird bei Bedarf angepasst.

Die in den Rechnungslegungsprozess involvierten Abteilungen entsprechen den quantitativen und qualitativen Anforderungen.

Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten des Rechnungswesens werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft.

Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen Prüfungen. Das bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit überprüft.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben wurden, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die hinreichende Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht bilden die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der Gesellschaft im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht.

5.2. Risikobericht

Strategische Risiken

Risiko aufgrund Nichterkennung von Trends: Werden Marktentwicklungen oder Trends nicht erkannt, können sich daraus bestandsgefährdende Risiken ergeben. Um diese Risiken zu mindern, werden alle Geschäftsbereiche regelmäßig dafür sensibilisiert, Entwicklungen in ihren Sektoren genau zu beobachten und Veränderungen zeitnah an das Risikomanagement weiterzugeben. Dieses leitet dann entsprechende Maßnahmen ein.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Rechtliche Risiken, die potenziell zu Verlusten für das Unternehmen führen, könnten unter Umständen aus der Nichtbeachtung rechtlicher Vorschriften, der Nichtumsetzung neuer oder geänderter Gesetze, aus dem Fehlen von umfassenden Regelungen in abgeschlossenen Verträgen oder dem mangelnden Management der Versicherungen entstehen.

Einen negativen Effekt könnten weiterhin Baustoppverfügungen und fehlende Baugenehmigungen haben, da diese gegebenenfalls zu ungeplanten Kosten und Bauverzug führen. Beseitigungen von Kontaminationen und die Umsetzung von geänderten gesetzlichen Grundlagen können erhöhte Aufwendungen nach sich ziehen.

Gesellschaftsrechtliche Risiken: Weiterhin können sich Risiken aus durchgeführten oder künftigen Unternehmenszusammenschlüssen ergeben. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, gibt der Vorstand im konkreten Fall alle notwendigen Analysen in Auftrag, um sich ein umfassendes Bild zu verschaffen und Anregungen zu erhalten, wie den identifizierten Risiken begegnet werden kann. Außerdem lässt sich der Vorstand bereits vor dem Beginn von konkreten Verhandlungen sowohl von der internen Abteilung "Legal/Compliance" als auch von externen Rechtsberatern renommierter Anwaltskanzleien eingehend beraten. Der Vorstand ist sich bewusst, dass ein strategisches externes Wachstum nicht unter allen Umständen zu verfolgen ist.

IT-Risiken

Die Deutsche Wohnen Gruppe nutzt konzernübergreifend SAP als IT-Anwendung.

Grundsätzlich besteht das Risiko eines Totalausfalls dieser Anwendung, der zu erheblichen Störungen der Geschäftsabläufe führen könnte. Wir haben aus diesem Grund mit unserem IT-Dienstleister funktionsfähige Betriebs-, Wartungs- und Administrationsprozesse sowie wirksame Überwachungsmechanismen vertraglich vereinbart, die einem solchen Ausfall und einem gegebenenfalls damit einhergehenden Datenverlust entgegenwirken.

Personalwirtschaftliche Risiken

Einen entscheidenden Faktor für unseren Geschäftserfolg stellen die Mitarbeiter der Deutsche Wohnen Gruppe mit ihrem Wissen und ihren speziellen Fähigkeiten dar. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Deutsche Wohnen Gruppe die qualifiziertesten und am besten geeigneten Mitarbeiter nicht im Unternehmen halten kann. Dem wirken wir durch ein motivierendes Arbeitsumfeld und finanzielle wie nicht finanzielle Anreize entgegen.

Marktrisiken

Marktrisiken können im Vermietungsmarkt entstehen, wenn sich die konjunkturelle Lage in Deutschland eintrübt und dadurch die Marktmieten stagnieren oder zurückgehen. Weiterhin kann es in einer stagnierenden oder schrumpfenden Wirtschaft zu erhöhter Arbeitslosigkeit kommen, die die finanziellen Möglichkeiten von Mietern einschränkt. Darüber hinaus könnte auch ein Rückgang der verfügbaren Nettoeinkommen - sei es aufgrund von Arbeitslosigkeit, Abgabenerhöhungen, Steueranpassungen oder Nebenkostensteigerungen - über geringere Neuvermietungen, niedrigere Neuvermietungsmieten und steigende Leerstände den Geschäftsverlauf der Deutsche Wohnen Gruppe negativ beeinflussen.

Sollte sich die konjunkturelle Lage in Deutschland eintrüben, besteht zudem die Gefahr, dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Dadurch könnten die regelmäßigen Einkommen der Mieter entfallen und damit Mieten nicht mehr oder nicht pünktlich gezahlt werden. Diesem Risiko misst das Management eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit bei. Im Vorfeld kann dem Risiko durch einen engen Kontakt mit den Mietern und eine Früherkennung von finanziellen Problemen begegnet werden. Mietern können dann kleinere und günstigere Wohnungen aus dem diversifizierten Portfolio der Gesellschaft angeboten werden.

Zudem kann eine gesamtwirtschaftliche Konjunkturverschlechterung zu einem Rückgang des Kaufinteresses an Immobilien führen: Sowohl in der Einzelprivatisierung als auch im Bereich Blockverkauf bestünde dann die Gefahr, dass Investitionen von potenziellen Käufern zurückgestellt und daher die Verkaufspläne der Gesellschaft verzögert werden.

Objektrisiken

Objektrisiken können auf Ebene des einzelnen Objekts, des Portfolios und der Lage der Objekte entstehen.

Auf der Ebene des einzelnen Objekts handelt es sich insbesondere um Instandhaltungsversäumnisse, Bauschäden, unzureichenden Brandschutz oder das Abwohnen der Objekte durch die Mieter. Weiterhin könnten Risiken aus Altlasten einschließlich Kriegslasten, Bodenbeschaffenheit und Schadstoffen im Baumaterial sowie aus etwaigen Verstößen gegen baurechtliche Anforderungen entstehen. Auf Portfolioebene zeigen sich Risiken aus einer Konzentration in der Struktur der Bestände, die etwa erhöhte Instandhaltungs- und Sanierungsaufwendungen und eine erschwerte Vermietbarkeit umfassen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die grundlegende Veränderung steuerlicher Rahmenbedingungen kann zu Finanzrisiken führen.

Betriebsprüfungen vergangener Jahre sind noch nicht begonnen bzw. abgeschlossen. Es ist möglich, dass zusätzliche Steuern entrichtet werden müssen.

Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen zur Zinsschranke, welche die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen im Rahmen der Einkommensermittlung beschränkt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft steuerliche Belastungen aus diesen Regelungen resultieren können.

Weiterhin können durch eine Veränderung unserer Anteilseigner- und Organisationsstruktur gegebenenfalls Grunderwerbsteuer ausgelöst werden oder steuerliche Verlustvorträge untergehen.

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählt die Gesellschaft ebenso einen verzögerten Geldfluss bei Umsatzerlösen und Darlehensvergaben wie unvorhergesehene Ausgaben, die zu Liquiditätsengpässen führen. Zudem könnten Schwankungen der Bewertung von Immobilien durch negative Entwicklungen des Wohnimmobilienmarkts zu jährlichen erfolgswirksamen Korrekturen führen.

Finanzmarktrisiken und Risiken aus Finanzinstrumenten

Nach der erfolgreichen Refinanzierung und Restrukturierung des Darlehensportfolios im Jahr 2014, stehen bis zum Jahr 2018 keine signifikanten Verbindlichkeiten zur Refinanzierung an.

Grundsätzlich könnten Banken jedoch nicht mehr in der Lage oder willens sein, auslaufende Kredite zu verlängern. Es ist nicht auszuschließen, dass Refinanzierungen teurer werden und zukünftige Vertragsverhandlungen mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Ferner bestehen in den Kreditverträgen sogenannte Financial Covenants, die bei Nichteinhaltung zu außerordentlichen Kündigungen durch die Banken führen könnten. Bei der Gesellschaft sind das Finanzkennzahlen, die sich im Wesentlichen auf die Kapitaldienstfähigkeit (Interest Service Cover Ratio (ISCR)) beziehen.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gesellschaft bestehen aus zinsbedingten Cashflow-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken. Ausfallrisiken bzw. das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels der Verwendung von Kreditlinien und Kontrollverfahren gesteuert. Für die Gesellschaft besteht weder bei einem einzelnen Vertragspartner noch bei einer Gruppe von Vertragspartnern mit ähnlichen Merkmalen eine erhebliche Konzentration des Ausfallrisikos. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses wird täglich mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools überwacht. Die Gesellschaft ist bestrebt, jederzeit über ausreichend flüssige Mittel zur Bedienung zukünftiger Verpflichtungen zu verfügen. Das Zinsänderungsrisiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen finanziellen Schulden mit variablem Zinssatz und ist durch Zinsderivate im Wesentlichen abgesichert. Wir verweisen hierzu auf unsere Angaben im Anhang.

Investitionsrisiken

Die Auswahl und Planung von Großinstandsetzungsmaßnahmen kann zu einer falschen Allokation von Investitionsmitteln führen. Ebenso ist es möglich, dass zusätzlich angekaufte Einheiten den Renditeerwartungen nicht entsprechen. Dies könnte einen negativen Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben. Außerdem können unvollständige Angaben in Due-Diligence-Berichten und -Auswertungen sowie intransparente Vergabeentscheidungen und die Nichtbeachtung von Vergabebestimmungen (z. B. bei der Inanspruchnahme von öffentlichen Fördermitteln mit der Folge der Rückzahlung) Risiken nach sich ziehen.

Weitere Risikofaktoren, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Investitionen durch das Unternehmen stehen, sind die der Überschreitung der geplanten Kosten, der Nichteinhaltung von Terminen sowie der Unterschreitung von Ausstattungsstandards. Dies kann zusätzlichen Aufwand für das Unternehmen bedingen. Ebenso können verspätete Inbetriebnahmen, Mietausfälle (unter Umständen Mietminderungen) oder unzureichende Mängelverfolgungen zu einem erhöhten Aufwand führen. Zur Minimierung dieser Risiken bedienen wir uns externer und interner Fachkräfte sowie eines fortlaufenden Projektcontrollings.

Allgemeine Akquisitions- und Integrationsrisiken

Jeder Ankauf wird von uns ausführlich geprüft. Dabei wird unter anderem eine rechtliche, wirtschaftliche und technische Due Diligence durchgeführt und es werden externe Spezialisten hinzugezogen. Diese Vorgehensweise ist ein standardisierter Prozess der Deutsche Wohnen Gruppe, um Risiken hinsichtlich der Akquisitionen zu erkennen und einzuschätzen. Mit Ankäufen in bestehenden sowie in neuen Regionen setzen wir unsere Wachstumsstrategie fort. Dabei erwarten wir Synergieeffekte und Kosteneinsparungen. Dennoch können wir die Möglichkeit nicht ausschließen, dass diese Ziele nicht vollständig oder nur teilweise oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden können. Die Entwicklung der zugekauften Bestände ist zudem von verschiedenen Faktoren abhängig: den zu erwartenden Mieten, der möglichen Leerstandsreduzierung, den Ausgaben für Instandsetzungsmaßnahmen, den angestrebten Privatisierungen, den Abverkäufen nicht strategischer Einheiten sowie den Kosten des Integrationsprozesses. Die Integration neuer Bestände erfordert eine Reorganisation von Verwaltung, Management sowie internen Strukturen und Prozessen.

Diese Faktoren können von unseren Einschätzungen abweichen und zu einem Nichterreichen der prognostizierten Ergebnisse oder zu erhöhten Risiken führen.

Politische und regulatorische Risiken

Regulatorische Eingriffe in das Mietrecht können gegebenenfalls die Ertragssituation eines Wohnungsunternehmens beeinflussen.

Der bestehende Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Dämpfung des Mietanstiegs in angespannten Wohnungsmärkten, sieht beispielsweise die Beschränkung der Mieterhöhungsmöglichkeiten bei der Wiedervermietung von Wohnraum auf maximal 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete vor.

Da zum jetzigen Zeitpunkt kein konkretes Gesetz verabschiedet wurde und die konkrete Anwendung durch die jeweilige Landesregierung noch erfolgen muss, können die Auswirkungen derzeit noch nicht abgeschätzt bzw. hinreichend quantifiziert werden.

5.3. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft hat in 2014 als Teil der Deutsche Wohnen Gruppe ihre Wettbewerbsposition weiter verbessert und ihre Integrationsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt.

Das im Eigentum der Gesellschaft befindliche Wohnportfolio weist insbesondere in den Core+-Regionen erhebliche Wachstumspotenziale auf. Berlin liegt im Vergleich der deutschen Großstädte in der Spitzengruppe.

Unsere Finanzierungsstruktur ist mehr als solide: Wir sind langfristig finanziert und weisen einen angemessenen Verschuldungsgrad auf. Unser Geschäftsmodell ist bei unseren Bankpartnern etabliert und unsere Kreditwürdigkeit hat sich im Verlauf der Jahre stetig verbessert.

Der günstige Zugang zu den Fremdkapitalmärkten in Verbindung mit dem aktuell sehr niedrigen Zinsniveau, bietet gute Chancen für die Finanzierung zukünftigen Wachstums.

Die in den vergangenen Jahren betriebene Konzentration und Ausrichtung des Portfolios auf Wachstumsmärkte verschafft uns - vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen und Entwicklungspotenziale - auch in der Zukunft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern.

Gesamtbild der Risikolage

Unter allen beschriebenen Risiken stufen wir das finanzwirtschaftliche Risiko sowie das politische und regulatorische Risiko als die wesentlichen Risiken ein. Die Gesamtrisikolage hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich gegenüber den Vorjahren geändert. Im Hinblick auf die getroffenen Gegenmaßnahmen stufen wir die Risiken insgesamt als moderat und beherrschbar ein. Nach unserer Einschätzung bestehen derzeit keine konkreten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

6. Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem die Weltkonjunktur 2014 hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, rechnet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für 2015 mit einer leichten Beschleunigung des globalen Wachstums. Während für die Vereinigten Staaten und Großbritannien beim Bruttoinlandsprodukt Zuwachsraten von 3,1% und 2,6 % erwartet werden, gehen die Experten für den Euro-Raum von einer verhaltenen Entwicklung aus. Die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts liegt hier bei 1,0%, die Inflationsrate wird bei 0,7% erwartet, sodass der Sachverständigenrat ein Abgleiten in die Deflation für unwahrscheinlich hält. 55

Auch in Deutschland dürfte sich die Konjunktur in 2015 eher moderat entwickeln. Die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts soll, entsprechend den Prognosen, 1,0% betragen, die Inflationsrate mit 1,3% höher ausfallen als im Vorjahr. Positive Impulse werden wie in den Vorjahren vom privaten Verbrauch erwartet, der durch die anhaltend gute Lage am Arbeitsmarkt sowie steigende Reallöhne gestützt wird. Für das Exportgeschäft rechnet der Sachverständigenrat mit einer weiterhin geringen Dynamik. 56

Wohnungsmarkt

Im Zuge des anhaltenden Trends hin zu Metropolregionen und Ballungszentren bleibt die Wohnungsnachfrage hier entsprechend hoch. Zwar ist eine zunehmende Neubautätigkeit zu verzeichnen, jedoch wird diese dem starken Einwohnerzuwachs nicht gerecht. Das BBSR geht derzeit von einer Untergrenze des Wohnungsneubaubedarfs von ca. 250.000 Wohnungen jährlich aus. Dies entspricht einem Neubaubedarf von mindestens 1 Mio. Wohnungen in vier Jahren. Der Gesamtbedarf wird dabei neben der quantitativen Nachfrage von qualitativen Faktoren wie Präferenzen und einer Wohnflächensteigerung, aber auch dem Ersatzneubau beeinflusst. 57

Aufgrund der signifikanten Mietentwicklung in den vergangenen Jahren und der gestiegenen Wohnnebenkosten gehen die Prognosen von einem verlangsamten Mietanstieg in den großen deutschen Städten in 2015 aus. Zudem sind Ausweichreaktionen auf günstigere Stadtteile oder das Umland zu erwarten. 58

Günstige Finanzierungsbedingungen und niedrige Renditen alternativer Kapitalanlagen fördern darüber hinaus den Wohnungskauf. 59

55 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2014/15, erschienen im November 2014
56 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2014/15, erschienen im November 2014
57 DG Hyp, Immobilienmarkt Deutschland 2014/2015; Handel, Büro und Wohnen: Gute Aussichten -Nachlassende Dynamik, Oktober 2014 i.V.m. BBSR, Wohnungsengpässe in Ballungsgebieten, Juni 2014
58 DG Hyp, Immobilienmarkt Deutschland 2014/2015; Handel, Büro und Wohnen: Gute Aussichten -Nachlassende Dynamik, Oktober 2014
59 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2014/15, erschienen im November 2014

Prognose für das Geschäftsjahr 2015

Das Geschäftsjahresergebnis 2014 entsprach unseren prognostizierten Erwartungen.

In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir von unveränderten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen aus. Mögliche Auswirkungen einer Mietpreisbremse oder andere regulatorische Eingriffe sind in der Planung nicht berücksichtigt.

Ferner rechnen wir mit einer positiven Unternehmensfortführung, bestandsgefährdende Risiken sehen wir derzeit nicht. Insgesamt gehen wir von einem günstigen Umfeld für den Prognosezeitraum 2015 aus.

Unsere Prognose basiert auf der aus den Planungsinstrumenten abgeleiteten Unternehmensplanung. Dabei wurden die möglichen Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung angemessen berücksichtigt. Dennoch verbleiben Risiken und Chancen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung, wie im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.

In die Planung sind zudem die Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Entwicklung des Wohnungsmarktes eingeflossen. Wir werden uns weiterhin auf Ballungszentren fokussieren und die Qualität unserer Immobilien durch Investitionen weiter verbessern. Die laufenden Instandhaltungen werden sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir mit dem bestehenden Bestand ein leicht steigendes Ergebnis der Wohnungsbewirtschaftung und rechnen insgesamt mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung sowie einem positiven operativen Cashflow.

 

Berlin, den 03. März 2015

Fortimo GmbH

Die Geschäftsführung

Lars Dormeyer

Andy Herrmann

Ralph Ziegler

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fortimo GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 10. März 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Gerlach, Wirtschaftsprüfer

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