Nordson Germania Ltd. & Co. KG
Selbe AdresseLeichtmetallgießereien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jennifer Lynn McDonough seit 1.9.2022 | Geschäftsführer |
Bernardus Heinrich Peuten seit 1.4.2021 | Geschäftsführer |
Michael Lazin seit 1.4.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Grawe seit 14.3.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nordson Engineering GmbHEigenbeteiligung | 90.00% |
Nordson Holdings S.à r.l. & Co. KGEigenbeteiligung | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NORDSON Deutschland GmbHErkrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NORDSON Deutschland GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NORDSON Deutschland GmbH, Erkrath - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NORDSON Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 9. Oktober 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dell, Wirtschaftsprüferin Schneider-Maessen, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Oktober 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023Vorbemerkung Die Gesellschaft ist unter der Firma NORDSON Deutschland GmbH mit Sitz in Erkrath im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 13225 eingetragen. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Davon-Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Die NORDSON Deutschland ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 20. April 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 20. April 2023 und der Gesellschafterversammlung der übertragenden Rechtsträgerin vom 20. April 2023 mit der NDC Technologies GmbH (Amtsgericht Darmstadt, HRB 95545) rückwirkend zum 1. November 2022 verschmolzen worden. Die Verschmelzung wurde entsprechend der Stellungnahme IDW RS HFA 42 "Auswirkungen einer Verschmelzung auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss" behandelt. In Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG wurden als Anschaffungskosten der übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Abgrenzungsposten die Buchwerte aus der Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers angesetzt (Buchwertverknüpfung). Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Restlaufzeit der immateriellen Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Verschmelzung übernommen wurden, betrug zum Verschmelzungszeitpunkt noch 4 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Einbauten liegt diese zwischen 5 und 25 Jahren; Für Technische Anlagen und Maschinen sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren angesetzt. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse/ Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unverändert zum Vorjahr nach der PUC-Methode i.S.v. IAS 19 unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Im Rahmen eines "defined contribution plans" wurden erwartete Gehaltssteigerungen mit 3,00 % (Vorjahr 3,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % (Vorjahr 2,00 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde unverändert zum Vorjahr mit einer Rate von 0 % bis 8 % je nach Altersgruppe und Geschlecht berücksichtigt. Bezüglich eines "defined benefit plans" wurden erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % (Vorjahr 2,00 %) und die Fluktuation unverändert zum Vorjahr mit einer Rate von 0 % bis 8 % berücksichtigt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. Geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der steuerlichen Organschaft sind auf Ebene der Organgesellschaft keine latenten Steuern zu bilanzieren. Aus der Verschmelzung mit der NDC Technologies GmbH wurde eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 68 übernommen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in Höhe von TEUR 10.459 (Vj. TEUR 10.851) aus Darlehen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 473 (Vj. TEUR 1.367) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 256 (Vj. TEUR 531) aus Darlehen sowie in Höhe von TEUR 52.467 (Vj. TEUR 46.618) aus Cash Pooling. Eigenkapital Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Stammkapital beläuft sich, unverändert zum Vorjahr, auf TEUR 128. Das Stammkapital wird zu 90 % von der Nordson Engineering GmbH, Lüneburg, und zu 10 % von der Nordson Holdings S.à r.l. & Co. KG, Erkrath, gehalten. Die Kapitalrücklage der NORDSON Deutschland GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.752. Die Gewinnrücklagen erhöhen sich durch die Übernahme aus der Verschmelzung mit der NDC Technologies GmbH um TEUR 64 auf TEUR 72 (Vorjahr TEUR 8). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen Aus der Saldierung von Altersvorsorgeverpflichtungen mit Vermögensgegenständen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), verbleibt ein passiver Überhang. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) dienen zum Teil der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Diese Rückdeckungsversicherungen wurden als Planvermögen mit den Schulden im Vorjahr verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten sowie die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte sind dabei gleichzusetzen. Unterstützungskasse Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 0. Die Gesellschaft hat Pensionsverpflichtungen an eine Unterstützungskasse ausgelagert, es handelt sich somit um eine mittelbare Pensionsverpflichtung. Da diese über eine Rückdeckungsversicherung kongruent gedeckt ist, entsteht kein Fehlbetrag, der nach Art. 28 EGHGB auszuweisen wäre. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB n. F. beträgt TEUR 650 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der an die Organträgerin abgeführte Gewinn in Höhe von TEUR 2.108 enthält - entsprechend dem Wortlaut des § 301 AktG - auch den nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. ausschüttungsgesperrten Betrag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sondervergütungen und Urlaubsansprüche, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen und Provisionsaufwendungen sowie Kundenboni und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten sind generell nicht besichert. Eine Ausnahme stellen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen dar, die im Wesentlichen durch Bankbürgschaften gesichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen in Höhe von TEUR 21.847 (Vj. TEUR 17.771) mit der Nordson Engineering GmbH sowie in Höhe von TEUR 9.410 (Vj. TEUR 9.870) gegenüber der Nordson Holdings S.à r.l. & Co. KG. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 4.399 (Vj. TEUR 6.076) gegenüber der Nordson Engineering GmbH sowie in Höhe von TEUR 933 (Vj. TEUR 234) gegenüber der Nordson Holdings S.à r.l. & Co. KG. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zudem in Höhe von TEUR 4.653 (Vj. TEUR 4.631) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 3.002 (Vj. TEUR 2.991) aus Darlehen. Haftungsverhältnisse Die NORDSON Deutschland GmbH hat Bürgschaften in Höhe von TEUR 8.846 (davon TEUR 5.326 Anzahlungsbürgschaften; TEUR 3.185 Gewährleistungsbürgschaften sowie TEUR 335 für die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten) für andere Gesellschaften der Nordson Gruppe gegenüber Dritten gewährt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen/ außerbilanziellen Geschäfte betreffen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge dienen im Wesentlichen der Verringerung der Kapitalbindung und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden folgende wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 448 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten (Vj. TEUR 208). Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 aus Verlusten aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens enthalten (Vj. TEUR 135). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die Weiterleitung der Gewerbesteuererstattung aus dem Geschäftsjahr 2009 (vororganschaftliche Zeit) der EFD Deutschland GmbH an den ehemaligen Besitzer. Die EFD Deutschland GmbH (ehemals GLT GmbH) hat den Ergebnisabführungsvertrag mit der Nordson Holdings S.à r.l. & Co. KG am 29. September 2010 abgeschlossen. Zum 16. März 2012 ist sie auf die NORDSON Deutschland GmbH verschmolzen worden. Geschäftsführung Bernardus Heinrich Peuten, Velden / Niederlande, übt in der Nordson Gruppe europaweit die Geschäftsführung im Bereich Verkauf von Klebstoffauftragsanlagen für die Verpackungsindustrie aus. Er ist nicht bei der NORDSON Deutschland GmbH angestellt und erhält auch keine Bezüge von der NORDSON Deutschland GmbH. Michael Lazin, Hagen, übt in der Nordson Gruppe europaweit die Geschäftsführung im Bereich Verkauf von Klebstoffauftragsanlagen für die Verpackungsindustrie aus. Jennifer Lynn McDonough, Macungie, USA, ist hauptberuflich Vicepresident General Counsel. Frau McDonough ist nicht bei der NORDSON Deutschland GmbH angestellt und erhält auch keine Bezüge von der NORDSON Deutschland GmbH. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge hat die Geschäftsführung unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur Herr Michael Lazin Geschäftsführerbezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 10.108, von denen TEUR 0,00 mit entsprechendem insolvenzgesichertem Planvermögen verrechnet worden sind. Der für diese Personengruppe noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 1.272. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der NORDSON Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Nordson Corporation, Westlake, Ohio, United States, einbezogen. Der Konzernabschluss der Nordson Corporation, Westlake, Ohio, United States, wird entsprechend den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US GAAP) für den kleinsten und größten Kreis aufgestellt und ist unter http://www.sec.gov/edgar.shtml einzusehen. Gewinnverwendung Der Gewinn wird auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Nordson Engineering GmbH, Lüneburg, in Höhe von TEUR 2.108 an die Muttergesellschaft abgeführt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 79 für Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Bedeutung für die vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Erkrath, 11. September 2024 NORDSON Deutschland GmbH Bernardus H. Peuten Michael Lazin Jennifer McDonough Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023A. Grundlagen des Unternehmens Unternehmen Die NORDSON Deutschland GmbH wurde am 31. Dezember 1975 gegründet. Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Forschung, Entwicklung, der Entwurf, die Herstellung und der Vertrieb von Geräten und Maschinen sowie Zubehör- und Ersatzteilen in den folgenden Geschäftsbereichen:
Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich direkt an inländische oder ausländische Kunden und zum Teil über Nordson Konzerngesellschaften. Die Gesellschaft gehört zu der internationalen Nordson-Unternehmensgruppe, die komplette Systemlösungen für Klebstoffaufträge und Oberflächenbeschichtungen herstellt und vertreibt. Mit eigenen Niederlassungen in mehr als 30 Ländern bietet die Nordson-Unternehmensgruppe Service und Beratung weltweit. Organisatorische Struktur
Die Nordson Deutschland GmbH ist in den deutschen Teilkonzern des weltweiten Nordson Konzerns eingegliedert. Oberste Muttergesellschaft ist die Nordson Corporation mit Sitz in Westlake, Ohio, United States of America. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der beherrschenden Muttergesellschaft Nordson Engineering GmbH, Lüneburg. Die NORDSON Deutschland ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 20. April 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom 20. April 2023 und der Gesellschafterversammlung der übertragenden Rechtsträgerin vom 20. April 2023 mit der NDC Technologies GmbH (Amtsgericht Darmstadt, HRB 95545) rückwirkend zum 1. November 2022 verschmolzen worden. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsaktivitäten gliedern sich in Applikations- und Produktentwicklung. Ziel der Applikationsentwicklung ist die Bereitstellung standardisierter Anwendungslösungen für wichtige Zielmärkte (Focus Market). Die Entwicklungen sind global ausgerichtet und berücksichtigen soweit erforderlich lokale sowie europäische Besonderheiten und Schwerpunkte. Es wurden im Geschäftsjahr 374 Tsd. € (Vorjahr 442 Tsd. €) für Forschung und Entwicklungszwecke ausgegeben. Wir beschäftigen 3 Mitarbeiter (Vorjahr 4) in diesem Bereich. Leistungen von Dritten für Forschungs- und Entwicklungszwecke wurden in Anspruch genommen. Die Entwicklungsaktivitäten nehmen auch zukünftig einen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie ein. B. Wirtschaftsbericht Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/ 2023 wurde von der Geschäftsführung analysiert. Sowohl das Ergebnis vor Ergebnisabführung als auch das EBITDA sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür war der Anstieg der Materialkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche nicht durch erhöhte Verkaufspreise vollständig abgedeckt werden konnten. Des Weiteren haben die gestiegenen Zinskosten das Ergebnis vor Ergebnisabführung zusätzlich belastet. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Durch die weltweite Distribution von Waren sowie Dienstleistungen ist die Entwicklung der Gesellschaft maßgeblich durch die Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst. In diesem Geschäftsjahr hatten der Anstieg des deutschen Außenhandels (vgl. Statistisches Bundesamt; saison- und kalenderbereinigter Anstieg um 7,0 %) versetzt um die Stagnierung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (vgl. Statistisches Bundesamt; saison- und kalenderbereinigter Änderung um 0,0 %) Einfluss auf die Gesellschaft. Die in der Gesellschaft erzielten Umsätze unterlagen im Geschäftsjahr insbesondere den gestiegenen Inflationsraten im Euroraum. Aus den außerhalb der Europäischen Währungsunion erzielten Umsatzerlösen resultierten keine wesentlichen Wechselkurseffekte. Die Entwicklung der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022/ 2023 insgesamt unter den Erwartungen. Finanzielle Leistungsindikatoren Die NORDSON Deutschland GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/ 2023 ein im Vergleich zum Vorjahr um -1,7 Mio. € (-33 %) niedrigeres EBITDA von 3,5 Mio. €. Die im Vorjahr geplante Erhöhung des EBITDAs zwischen minus 1,1 % und 3,8 % wurde damit verfehlt. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € (52,7 %) auf 2,1 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert aus der Senkung der operativen Marge um 2 % von 5,3 % im Vorjahr auf 3,3 % im laufenden Jahr was wiederum zu einer Senkung des operativen Ergebnisses um 1,8 Mio. € geführt hat. Eine 0,5 Mio. € Steigerungen der netto Zinskosten im Jahr hat das Ergebnis vor Ergebnisabführung zusätzlich belastet. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022/2023 stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende) von 141 auf 143. Gesellschaftliche Verantwortung Die NORDSON Deutschland GmbH engagiert sich regelmäßig für die Förderung sozialer und gemeinnütziger Projekte. Im Geschäftsjahr 2022/ 2023 wurden für diesen Zweck 31 Tsd. € für Spenden verwendet. Forschung und Entwicklung Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Abschnitt Forschung und Entwicklung unter den Grundlagen des Unternehmens im Lagebericht. Entwicklung der Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/ 2023 erzielte die NORDSON Deutschland GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 94,8 Mio. € und lag somit um 2,6 Mio. € (+2,8 %) über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche Product Assembly, Packaging und Nonwoven erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022/23 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,6 Mio. € auf 54,1 Mio. € (+5,1 %). Im Wesentlichen trugen die Bereiche Packaging mit einer Steigerung um 1,4 Mio. € (+3,8 %) und Product Assembly mit 1,1 Mio. € (+7,3 %) zu der erneut positiven Entwicklung bei. Das Systemgeschäft war mit -1,3 % leicht rückläufig. Infolge der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Eintrübung verringerte sich der Umsatz mit OEM-Kunden insbesondere im Verpackungsgeschäft um 1,0 Mio. € (-5,5 %). Dieser Rückgang konnte trotz einer Steigerung im Endkunden-Geschäft um 0,5 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die weiterhin gute Auftragslage im Geschäftsbereich Product Assembly, nicht in Gänze ausgeglichen werden. Im Gegensatz zum Systemgeschäft entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft in allen Geschäftsbereichen überaus erfreulich. Hier wurde insgesamt ein Wachstum von über 10% (+2,9 Mio. €) erzielt, wobei erfolgreich durchgesetzte Preiserhöhungen wie im Vorjahr einen wichtigen Anteil hatten. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich ICS (Powder, Liquid, Container und Automotive) sind insgesamt um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr von 15,4 Mio. € auf 15,9 Mio. € gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf einen Umsatzanstieg von 0,7 Mio. € (+24,1 %) im Geschäftsbereich Container und 0,5 Mio. € (+110%) im Geschäftsbereich Automotive zurückzuführen. Dieses Geschäftsjahr beinhaltete bedeutende Systemaufträge von verschiedenen Kunden, die im Vorjahr nicht vorhanden waren. Diesem Anstieg steht ein Umsatzrückgang von 0,8 Mio. € (-7,2 %) im Systemgeschäft des Geschäftsbereiches Powder gegenüber. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich EFD stiegen von 15,7 Mio. € auf 16,5 Mio. € und verzeichneten somit ein Wachstum von 5,0 %. Sowohl System- als auch Ersatzteil-geschäft verzeichneten ein Wachstum, das Systemgeschäft wuchs aufgrund höherer Verkäufe im Ventil-Bereich überdurchschnittlich stark (+12,8 %). Das Ersatzteilgeschäft wies ein Wachstum von 1,7 % aus, da Lieferengpässe in den 2K-Produktlinien ein höheres Wachstum verhinderten. Die Umsätze im Bereich Intercompany sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. € gesunken. Die genannten Umsatzerhöhungen sind im Wesentlichen bedingt durch eine positive Investitionsneigung unserer Kunden sowie durchgesetzte Preiserhöhungen im Geschäftsjahr 2022/ 2023. Für weitere Details verweisen wir auf die Angaben zur Entwicklung der Umsatzerlöse unterteilt nach den einzelnen Geschäftsbereichen unter den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang. Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/ Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Mio. € auf 0,4 Mio. € gestiegen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) liegt im Vergleich zum Vorjahr bei 95,1 Mio. € (+3,6 Mio. €). Der Materialaufwand ist bedingt durch Preiserhöhungen und den Geschäftsverlauf im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 3,8 Mio. € gestiegen. Der Personalaufwand hat sich durch gestiegene Aufwendungen für Löhne und Gehälter (0,8 Mio. €) und gestiegene Altersversorgungaufwendungen (+0,1 Mio. €) um insgesamt 0,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/ 2023 erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind um 0,1 Mio. € gestiegen. Die immaterielle Vermögens-gegenstände sind im Rahmen der oben genannten Verschmelzung mit der NDC Technologies GmbH, Darmstadt, um 0,1 Mio. € gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch Kostensteigerungen bei Messekosten (+0,4 Mio. €), Reisekosten (+0,1 Mio. €), Autokosten (+0,1 Mio. €) sowie Agentenprovisionen (+0,1 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,0 Mio. € gestiegen. Somit ergibt sich im Geschäftsjahr 2022/ 2023 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 2,1 Mio. € (-2,3 Mio. €). Entwicklung der Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. € auf 84,3 Mio. € gestiegen. Die Veränderung der Aktiva ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Forderungen gegen verbundene Unternehmen, vorwiegend im Zusammenhang mit Cash Pooling in Höhe von 4,3 Mio. € zurückzuführen. Dem gegenüber haben sich die Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um 1,6 Mio. € verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,3 Mio. € (2,7 %) gestiegen was in etwa die 5 % Steigerung der Umsätze mit externen Kunden im Geschäftsjahr widerspiegelt. Die Steigerung der Vorräte in Höhe von 0,4 Mio. € steht vorwiegend mit dem Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen in Höhe von von 0,5 Mio. € im Zusammenhang. Diese ist wiederum auf die Abwicklung der Aufträge aus dem Geschäftsjahr 2022/2023 zurückzuführen, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 final ausgeliefert wurden. Die Veränderung der Passiva ist maßgeblich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,7 Mio. € zurückzuführen und ergibt sich insbesondere aufgrund der der Erhöhung der Verbindlichkeit gegenüber der Nordson Engineering GmbH, Lüneburg um 4,5 Mio. €. Daneben sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 2,0 Mio. € angestiegen. Entwicklung der Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2022/ 2023 bei 4,8 Mio. € im Vergleich zu 6,8 Mio. € im Vorjahr. Das Periodenergebnis verringerte sich um 2,3 Mio. € auf 2,1 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -0,4 Mio. € im Vergleich zu -0,5 Mio. € im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -0,2 Mio. € im Vergleich zu -0,2 Mio. € im Vorjahr. Die Durchführung von Gewinnabführungen steht noch aus. Der Finanzmittelfonds bestehend aus liquiden Mitteln und dem unten genannten Cash Pool erhöhte sich von 52,2 Mio. € auf 56,4 Mio. € zum Jahresende. Am Jahresende bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann für das Geschäftsjahr 2022/ 2023 als konstant bezeichnet werden, ist jedoch abhängig von den Weisungen und der Bereitstellung von finanziellen Mitteln unserer amerikanischen Muttergesellschaft. Es ist sichergestellt, dass die NORDSON Deutschland GmbH ihre bestehenden Verbindlichkeiten begleichen kann. Die NORDSON Deutschland GmbH hält den Cash Pool für die deutsche Nordson-Gruppe sowie verschiedene europäische Nordson-Gesellschaften und kann bei Liquiditätsengpässen auf die amerikanische Muttergesellschaft zurückgreifen. Darüber hinaus teilt sich die Gesellschaft mit der Nordson Engineering GmbH, Lüneburg, und der Nordson BKG GmbH, Münster, eine neue Kreditlinie von insgesamt 50,0 Mio. €. 45 Mio. € hiervon ist in Form von einer revolvierenden Garantielinie und 5 Mio. € in Form von einer kurzfristige Kreditlinie. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Den allgemeinen Geschäftsrisiken begegnen wir mit einer intensiven Beobachtung unserer Beschaffungs- und Absatzmärkte. Dies erfolgt durch unsere zentralen und dezentralen Einkaufs- und Vertriebsorganisationen sowie durch Austausch von Marktdaten innerhalb unserer globalen Konzernorganisation der Nordson-Gruppe. Durch regelmäßige Audits zur Zertifizierung nach ISO 9001 stellen wir eine permanente Überwachung unserer internen Prozesse in unseren Werken sicher. Den Finanzrisiken begegnen wir mit einem umfassenden Controlling auf Basis unserer Budgetplanung und Prognoserechnungen sowie mit einem permanenten zentralen Kredit-Management. Die rechtlichen Risiken verfolgt unsere juristische Abteilung sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der Gesetzgebung als auch hinsichtlich der aktuellen Rechtsprechung auf den für uns relevanten Feldern. Da unsere oberste Muttergesellschaft der Aufsicht der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) unterliegt, finden für unsere Gesellschaft auch die Vorschriften des Sarbanes-Oxley Acts Anwendung. Die Anwendung dieser Vorschriften, die insbesondere auf die Stärkung des internen Kontrollsystems ausgerichtet sind, um gesetzeskonformes Verhalten mit Schwerpunkt im Finanz- und Rechnungswesen sicherzustellen, stärkt unser Risikomanagementsystem in diesem Bereich. Das System wird jährlich getestet. Im Rahmen des internen Testings ergaben sich im Geschäftsjahr 2022/ 2023 keine wesentlichen Beanstandungen. Durch die enge Anbindung an die weltweite Nordson-Gruppe werden die Gesellschaft und deren Entwicklung in nicht unerheblichem Umfang von der Entwicklung und von Maßnahmen des weltweiten Konzerns beeinflusst. Die folgenden Geschäftsrisiken der Nordson-Gruppe können sich damit grundsätzlich auch auf die NORDSON Deutschland GmbH auswirken:
Wesentliche Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, sind jedoch nicht absehbar. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist zum Ende unseres Geschäftsjahres durch die Auswirkungen einer eingetrübten Aussicht für die Weltkonjunktur und einer unsicheren Haushaltslage des Staates weiterhin belastet. Die führenden Wirtschaftsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose geht in ihrer Herbstprognose 2023 von einer moderaten Erholung des realen Bruttoinlandsproduktes aus nach einem leichten Rückgang in 2023. Die in den letzten Jahren entstandenen Lieferengpässe haben abgenommen aber sowohl durch die Kriege in der Ukraine und im mittleren Osten als auch die Spannungen an anderen Orten auf der ganzen Welt bestehen hier weiterhin Risiken für die wirtschaftlichen Entwicklung. Für unsere Geschäftsentwicklung ist insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich der Ausrüstungsinvestitionen von Bedeutung. Trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung zeigten sich die Ausrüstungsinvestitionen bislang vergleichsweise robust, wenn zugleich das Investitionsvolumen jedoch noch nicht das vorpandemische Niveau erreicht hat. Für das letzte Quartal 2023 erwartet die Gemeinschaftsdiagnose in ihrem Herbst 2023 Bericht einen leichten Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen, was aber für das Gesamtjahr zu einer Steigerung von 2,8 % führen würde. Die Institute rechnen mit einer Normalisierung der Lieferketten und einer Ausweitung der Ausrüstungsinvestitionen in den Jahren 2024 und 2025, auch weil von der öffentlichen Hand stärker investiert wird. Für 2024 erwarten die Institute einen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen von 1,4 % mit steigender Tendenz im Laufe des Jahres. Ebenfalls von Bedeutung für unsere Geschäftsentwicklung sind unsere Außenhandelsbeziehungen. Die den Außenhandel bestimmende Weltwirtschaft hat nach einem kräftigen Jahresauftakt im Sommer 2023 etwas an Schwung verloren laut der Gemeinschaftsdiagnose expandiert momentan verhalten. Der Krieg in der Ukraine, die hohen Zinsen, die Schwäche der Industriekonjunktur sowie die schwächere Dynamik der Beschäftigung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen die Expansion. Die erwartete Senkung der Leitzinsen durch die Zentralbanken im kommenden Jahr und eine Stärkung des Kaufkräfte durch die Lohnentwicklung, dürften die Weltkonjunktur merklich stützen. Die Institute erwarten, für das letzte Quartal 2023 eine Stabilisierung der Exportvolumina. Insgesamt erwarten die Institute, dass die Ausfuhren in diesem Jahr und 1.0% sinken aber im Jahr 2024 um jeweils 1,8 % wieder zunehmen werden. Die Institute weisen in ihrer Prognose ausdrücklich auf Prognoserisiken hin. Wirkungsverzögerungen der höhen Zins- und Inflationsraten der vergangen Jahre können sich realwirtschaftlich dämpfend auswirken. Hohe Schulden der Unternehmer und Haushalte in China könnten deflationär wirken und zu einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung führen. Schließlich sind die geopolitischen Risiken nach wie vor hoch und führen zu einer allgemeinen Prognoseunsicherheit Insgesamt erwarten die Wirtschaftsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose für das Jahr 2023 für die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 %, mit einer leichten Verbesserung im letzten Quartal. Für das Jahr 2024 wird dagegen eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 1,3 % erwartet. Daneben rechnen die Institute, dass die Inflationsrate im Jahr 2023 bei 6,1 % liegen dürfte und auf 2,6 % im Jahr 2024 und 1,9 % im Jahr 2025 zurückgeht. (Quelle: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Gemeinschaftsdiagnose #2-2023). Wir gehen von einem herausfordernden Geschäftsumfeld für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 aus. Unsere Entwicklungsmöglichkeiten werden dabei bestimmt von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Wir rechnen mit dem weiteren Abbau der globalen Lieferengpässe, einen freundlicherem Zinsumfeld und einer verstärkten Kaufkraft. Demgegenüber erwarten wir aufgrund des aktuell höhen Zinsniveaus und geopolitischen Unsicherheiten eine vorübergehend zurückhaltende Investitionsneigung unserer Kunden, die uns in unseren Entwicklungsmöglichkeiten zumindest temporär begrenzen wird. Wir gehen deshalb von einer insgesamt moderaten Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 aus, die das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2022/ 2023 in Abhängigkeit der Preisentwicklungen auf unseren Beschaffungs- und Absatzmärkten leicht übertreffen wird. Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage stufen wir weiterhin stabil ein. Durch unsere Spezialisierung auf die Veränderung und Optimierung bestehender Fertigungsprozesse tragen wir zu nachhaltigen Verbesserungen in den Bereichen Produktkosten und Produktqualität bei deren Herstellung in den bedienten Märkten bei. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld sehen wir trotz der globalen Herausforderungen einen moderat positiven Geschäftsverlauf und Möglichkeiten für mäßiges Wachstum, insbesondere auch durch die Fortentwicklung und Einführung innovativer Produkte. Gleichzeitig erschließt der Nordson Konzern durch die Einbindung von neuen Geschäftsbereichen weiterhin fortlaufend neue Märkte. Weiterhin angestrebte Prozessverbesserungen und allgemeine Kostenreduzierungen werden im folgenden Geschäftsjahr und darüber hinaus wirksam und zu einem stabilen Geschäftsergebnis beitragen. Über neue Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2022/ 2023 Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio. € dem Anlagevermögen zugeführt, dazu zählen Investitionen in Produktionsausstattung, Geschäftsausstattung sowie IT-Ausstattung. Für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 sind Investitionen in Höhe von 0,2 Mio. € vorgesehen. Im folgenden Geschäftsjahr 2023/ 2024 ist keine wesentliche Veränderung der Unternehmensstruktur der NORDSON Deutschland GmbH geplant. Für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 gehen wir wegen der negativen konjunkturellen Einflussfaktoren bei gleichzeitig mäßig positiven Außenhandelsperspektiven von einer insgesamt negativen Investitionsbereitschaft unserer Kunden und einem dadurch bedingten Umsatzrückgang von -2,0 % bis -5,0 % aus. Insgesamt planen wir für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/ 2024 einen Entwicklungskorridor des EBITDA zwischen -10,0 % und +10,0 % sowie des Jahresüberschusses vor Ergebnisabführung an die Nordson Engineering GmbH zwischen -35,0 % und -5,0 %. Für die zehn Monate, bis Ende August 2024, betrug der Umsatz 74,9 Mio. €, das EBITDA betrug 2,6 Mio.€ und der Gewinn vor Steuern und Dividenden betrug 1,1 Mio.€. Aktuell bewegt sich der Auftragseingang auf einem stabilen Niveau. Wir gehen daher im Zuge der prognostizierten leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung sowie der zurückgehenden Inflation von einer moderaten Steigerung im Systemgeschäft bei niedrigeren Preiserhöhungen aus, welche insgesamt in einem Anstieg für das Geschäftsjahr 2024 / 2025 von 1 % bis 3 % bei Umsatz sowie EBITDA resultieren sollte. Die Mitarbeiteranzahl beträgt zum Berichtszeitpunkt 139 (ohne Auszubildende) und entspricht somit der Anzahl zum 31. Oktober 2023. Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine wesentlichen Änderungen geplant.
Erkrath, 11. September 2024 NORDSON Deutschland GmbH Bernardus H. Peuten Michael Lazin Jennifer McDonough |
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