Master Data

Registry
Register court Braunschweig HRB 5414
Previous
Purena GmbH
Registered
11/28/2001
Industry
Collection and purification of water incl. purchases from other suppliers for distributionCollection and purification of water excl. purchases from other suppliers for distributionOperation of sewage treatment facilities
Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist - die Förderung, der Bezug sowie der Vertrieb von Wasser; - der Bau und Betrieb von Anlagen und Netzen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für eigene und für fremde Rechnung sowie alle mit diesen Unternehmenszwecken verbundenen Serviceleistungen und sonstigen technischen Dienste.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director
Marco Matthies
since 5/23/2023
Procura
Selim Aksoy
since 5/26/2017
Procura
Thomas Meyer
since 1/4/2017
Managing Director

Beneficial Owners

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (8)

NameOwnership
94.06%
Stadt Wolfenbüttel
3.24%
1.14%
Stadt Schöningen
0.42%
Stadt Gehrden
0.42%

Shareholders

7 shareholders

GmbH structure

5 of 7 shown

Germany
€21,612,450
94.06%
Germany
€1,004,450
4.38%
Stadt Schöningen
Germany
€100,000
0.42%
Stadt Gehrden
Germany
€100,000
0.42%
Stadt Hemmingen
Germany
€75,000
0.33%

Holdings

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Avacon Wasser GmbH

Wolfenbüttel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Avacon Wasser - Auf einen Blick

1.2. Geschäftstätigkeit

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Wasserwirtschaftliches Umfeld

2.3. Geschäftsverlauf

2.4. Ertragslage

2.5. Vermögens- und Finanzlage

2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.7. Zertifizierungen

3. Mitarbeiter

4. Prognosebericht

4.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

4.2. Geschäftsentwicklung

5. Risiken- und Chancenbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Avacon Wasser - Auf einen Blick

In T € 2023 2022
Umsatzerlöse 54.374 49.083
davon Wasserlieferungen 43.091 37.132
davon Sonstige 11.283 11.951
Jahresüberschuss 5.432 5.915

Wesentliche Kennzahlen der Bilanz

In T € 2023 2022
Investitionen 22.882 12.513
Anlagevermögen 95.757 80.018
Umlaufvermögen 20.741 15.459
Eigenkapital 46.796 44.864
Bilanzsumme 116.877 95.709
Geschäftskennzahlen 2023 2022
Trinkwasserbelieferung Einwohner 523.000 523.000
Abwasserentsorgung Einwohner 130.000 130.000
Trinkwasseraufkommen Mio. m 3 21,9 22,2
davon Eigenförderung Mio. m 3 11,2 11,6
davon Bezug von anderen Unternehmen Mio. m 3 10,7 10,6
Belieferung von Endkunden Mio. m 3 15,2 14,6
Belieferung von Weiterverteilern Mio. m 3 5,4 6,2
Mitarbeiter (Stichtag 31. Dezember) 2023 2022
Mitarbeiter 81 70

1.2. Geschäftstätigkeit

Avacon Wasser ist eines der größeren Wasserversorgungsunternehmen in Niedersachsen und beliefert Privat- und Gewerbekunden, Industrieunternehmen sowie kommunale Einrichtungen. Sitz der Gesellschaft ist Wolfenbüttel. Avacon Wasser ist der zuverlässige regionale Partner in Sachen Trinkwasser, Abwasser, Niederschlagswasser und Bädertechnik - von der wasserwirtschaftlichen Erschließung der Quartiere bis hin zum Hochwasserschutz.

Des Weiteren übernimmt Avacon Wasser zunehmend Dienstleistungen jenseits der klassischen Wasserver- und Abwasserentsorgung. Dazu gehören die Betreuung von Bäderbetrieben und Bauhöfen, die Forschung im Bereich nachhaltiger Reststoffverwertung und die Realisierung digitaler Projekte.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Folgen der Covid-Pandemie wie zum Beispiel Lieferkettenengpässe und die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen durch den Russland-Ukraine-Krieg und damit verbundene Unsicherheiten die Weltwirtschaft. Weiter belasteten die hohe Inflation sowie die Zinsanhebungen der Notenbanken die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 Prozent erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 mit 3,3 Prozent zurück.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung in der EU

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum kann sich dem Einfluss der Zinserhöhungen sowie der Inflation ebenfalls nicht entziehen und das hat Auswirkungen auf das BIP-Wachstum der gesamten EU. Gemäß OECD soll das BIP des Euroraums im Jahr 2023 nur um 0,6 Prozent gewachsen sein. Wegen der bereits im Jahr 2022 anhaltend hohen Inflation im gesamten Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) Mitte 2022 eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik vollzogen und erstmals seit 16 Jahren den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Weitere Zinsanhebungen folgten, so dass der Leitzins Ende Dezember 2022 bei 2,5 Prozent lag. Die EZB hat diese Zinspolitik im Jahr 2023 fortgesetzt und den Leitzins in mehreren Schritten (September 2023) auf 4,5 Prozent erhöht. Damit will die EZB Kredite verteuern, die Nachfrage dämpfen und hohen Teuerungsraten entgegenwirken, um die Inflation mittelfristig wieder auf einen Zielwert von 2 Prozent zu senken. Die Erhöhung des Leitzinses zeigte in Bezug auf die Inflation den gewünschten Effekt. Während die Teuerungsrate in der Eurozone im Juli 2023 bei 5,3 Prozent lag, ging sie im Oktober auf 2,9 Prozent zurück.

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die Konjunkturprognose der OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile wird mit einem Rückgang des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent gerechnet. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Dies bremsen jedoch zugleich die Wirtschaftsaktivität.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 Prozent lag.

2.2. Wasserwirtschaftliches Umfeld

Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Wasserversorgung im Jahr 2023

Das Jahr 2023 war weltweit ein neues Rekordjahr der Temperatur. Der Klimawandel geht ungebremst weiter. In Europa hat die Serie von Hitzewellen, schwerpunktmäßig im Mittelmeerraum, zusammen mit verbreitet ungewöhnlich trockenen Bedingungen nicht nur Mensch und Natur, sondern auch die europäische Wirtschaft und Energieversorger im vergangenen Jahr vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Auch in Deutschland war das Jahr 2023 das insgesamt wärmste seit Messbeginn 1881. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes lagen die Durchschnittstemperaturen der Sommermonate wieder deutlich oberhalb der langjährigen Durchschnittswerte (+0,3 bis +2,2 Grad), jedoch unter den Spitzenwerten aus 2018, 2019 und 2022. Im Gegensatz zu den früheren warmen Jahren, die oft von Trockenheit geprägt waren, dominierten in 2023 eher feuchtwarme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen.

Das wasserwirtschaftliche Jahr 2023 im Versorgungsgebiet der Avacon Wasser war entgegen dem Vorjahr 2022, in den Sommermonaten niederschlagsreicher und daher durch einen leicht niedrigeren Trinkwasserabsatz (innerhalb der üblichen Schwankungsbreite) gekennzeichnet. Die Niederschlagsmengen in Niedersachsen lagen in acht Monaten des Jahres 2023 über dem vieljährigen Mittel, d.h. dem Zeitraum von 1961 bis 1990, insbesondere im vierten Quartal. Der gesamte Jahresverlauf war repräsentativ für die Voraussagen von Experten über die Veränderung des Klimas. Trockene und heiße Sommer mit massiv feuchten Herbst- und Wintermonaten charakterisierten das Klima 2023 und zeigten die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft auf. Nicht nur die Trockenheit mit der Herausforderung für die Wasserversorgung, sondern auch die Hochwasserereignisse mit den Herausforderungen für die Abwasserentsorgung zeigten den Handlungsbedarf für die Wasserwirtschaft auf.

Perspektivisch müssen wir uns in der Wasserwirtschaft auf diese Herausforderungen einstellen, die uns in der Zukunft erheblich fordern und zu noch strengerem nachhaltigem Handeln zwingen werden. Hierbei nehmen aus unserer Sicht der Umwelt- und Klimaschutz, der Hochwasserschutz, die Energiewende sowie der Grundwasserschutz eine wesentliche Rolle ein. Alle vorgenannten Punkte sind in sich untrennbar miteinander verknüpft.

2.3. Geschäftsverlauf

Aufgrund des erzielten, positiven Jahresergebnisses befindet sich Avacon Wasser im Kerngeschäft mit den Hauptaufgaben "öffentliche Trinkwasserversorgung" und "öffentliche Abwasserentsorgung" in einer soliden wirtschaftlichen Verfassung. Dies gilt sowohl für die eigenen Netzgebiete als auch für die zahlreichen betriebsgeführten Gesellschaften der Wasserver- und Abwasserentsorgung.

Das Geschäftsjahr 2023 im Überblick

Avacon Wasser erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 5,4 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €). Die Umsatzerlöse liegen mit 54,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau (49,1 Mio. €). Der Materialaufwand wuchs um 4,9 Mio. € auf 33,5 Mio. €.

Eine erfolgreiche Bewirtschaftung der Anlagen und Netze schließt eine konsequente Investitions- und Instandhaltungsplanung auf Grundlage einer umfangreichen Anlagen- und Netzbewertung mit ein. Die 2006 aufgestellte Bewertungslogik zur Beurteilung von erforderlichen Investitions- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen, wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und den jeweiligen Lagebildern angepasst. Avacon Wasser vernetzte weiterhin ihre Versorgungsgebiete zur Steigerung der Versorgungssicherheit. Die bestehenden Anlagen wurden erneuert und erweitert. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2023 Gesamtinvestitionen in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €) getätigt.

Im Zentrum der Investitionstätigkeiten stand hierbei ein Wachstumsprojekt zur Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit angesichts künftig erwarteter, klimabedingter Schwankungen in den verfügbaren Wassermengen. Daneben wurde ein zentrales Digitalisierungsvorhaben zur Vereinheitlichung der kaufmännischen Prozesse im Konzernverbund erfolgreich implementiert.

Tochtergesellschaften

Die Avacon Consult GmbH arbeitet mit einem wachsenden Team von Ingenieuren kontinuierlich an der Sicherung und Weiterentwicklung des technischen Know-Hows und an den Projekten der Avacon Wasser.

Neben den Leistungen im Netzbetrieb hat die Landwehr Wassertechnik GmbH auch die operative Rufbereitschaft im Netzgebiet übernommen. Es erfolgt ein Ausbau des Servicebereichs Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

2.4. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

(Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen zu Abweichungen führen.)

In Mio. € 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 54,4 49,1 5,3
Sonstige Erträge 1,8 1,6 0,2
Materialaufwand 33,5 28,6 4,9
Personalaufwand 7,5 6,5 1,0
Abschreibungen 3,6 3,3 0,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,9 4,9 0,0
Finanzergebnis 0,4 0,3 0,1
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1,7 -1,8 0,1
Ergebnis nach Steuern 5,4 5,9 -0,5

Die Umsatzerlöse aus der Wasserversorgung sind i.W. preisbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Mio. € auf 43,1 Mio. € gestiegen (der Gesamtbetrag beinhaltet 1,0 Mio. € Auflösung Baukostenzuschüsse und 1,3 Mio. € Verkäufe an Gesellschafter). Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe von 11,3 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €) resultieren überwiegend aus Dienstleistungen. Der leichte Rückgang begründet sich i.W. in der Volatilität des Dienstleistungsgeschäfts.

Die betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio. € auf 49,5 Mio. € gestiegen. Sie sind durch gestiegene Wasserbeschaffungskosten i.H.v. 9,2 Mio. € (Vorjahr 9,0 Mio. €), sonstigen Materialaufwand i.H.v. 24,3 Mio. € (Vorjahr 19,6 Mio. €), Personalaufwand i.H.v. 7,5 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €), Abschreibungen i.H.v. 3,6 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €) und sonstige Aufwendungen i.H.v. 4,9 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €) geprägt.

Im Materialaufwand sind Kosten für die laufende Instandhaltung von 1,9 Mio. € (im Vorjahr 1,6 Mio. €) und für die ereignisbedingte Instandhaltung 3,3 Mio. € (im Vorjahr 3,2 Mio. €) enthalten. Der Anstieg ist i.W. auf gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen (i.W. Tiefbauleistungen) zurückzuführen. Diesen aktuellen Kosten standen Planwerte von 1,0 Mio. € für laufende Instandhaltung, 0,4 Mio. € für die geplante Instandhaltung und 2,8 Mio. € für ereignisbedingte Instandhaltung gegenüber. Der erhebliche Anstieg des sonstigen Materialaufwands geht mit 4,0 Mio. € i.W. auf eine Steigerung der Stromkosten zurück. Die Preisfixierung erfolgte hierbei im Rahmen einer Ausschreibung im Jahr 2022 angesichts großer Marktschwankungen. Die Konzessionsabgaben nahmen um 0,6 Mio. € zu.

Der Personalaufwand nahm um 1,0 Mio. € zu. Wesentlich war hier der Zuwachs der Belegschaft. Daneben wirkte die Entwicklung der Löhne und Gehälter durch die gestiegene Inflation und höherer Dotierungsbedarf der Pensionsrückstellung kostenerhöhend.

Das Finanzergebnis beläuft sich mit 0,4 Mio. € insgesamt auf ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Hierbei reduzierten sich die Beteiligungserträge durch eine veränderte Ausschüttungspolitik der Beteiligungsunternehmen um insgesamt 0,4 Mio. € auf nunmehr 0,8 Mio. €. Die sonstigen Zinserträge stiegen durch das gestiegene Zinsniveau um 0,4 Mio. € auf 0,6 Mio. € an und der Zinsaufwand belief sich mit 1,1 Mio. € auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Es ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,4 Mio. € gegenüber einem geplanten Jahresüberschuss von 4,9 Mio. €. Der Anstieg gegenüber der Planung um 0,5 Mio. € ist auf das um 0,2 Mio. € höhere Finanzergebnis sowie den um 0,3 Mio. € geringeren Steueraufwand bei voll auf Plan liegendem Betriebsergebnis zurückzuführen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den freien Gewinnrücklagen einen Betrag von 1,9 Mio. € zuzuführen und den Bilanzgewinn in Höhe von 3,5 Mio. € auszuschütten.

2.5. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

In Mio. € 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 95,8 80,0 15,8
Umlaufvermögen 20,7 15,5 5,2
Übrige Aktiva 0,4 0,2 0,2
Aktiva 116,9 95,7 21,2
Eigenkapital 46,8 44,9 1,9
Sonderposten mit Rücklageanteil 0,2 0,2 0,0
Zuschüsse 13,8 14,2 -0,4
Rückstellungen 25,0 28,0 -3,0
Verbindlichkeiten inkl. RAP 31,1 8,4 22,7
Passiva 116,9 95,7 21,2

Das Anlagevermögen macht 81,9 % (Vorjahr 83,6 %) der Bilanzsumme aus.

Das Eigenkapital beträgt 40,0 % (Vorjahr 46,9 %) der um 22,2 % auf 116,9 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme.

Avacon Wasser investierte auf Rekordniveau im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 20,0 Mio. € (im Vorjahr 12,5 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Bestandsgeschäft waren mit 8,7 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €) Ersatzinvestitionen in Netze und Anlagen. Für die Erweiterungen der Netze und Neuanschlüsse von Kunden wurden 1,6 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €) aufgewendet. Im Rahmen des organischen Geschäftswachstums wurden 9,7 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) investiert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen um 5,2 Mio. € an. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen im Wasservertrieb, weil Abschläge erst mit der Schlussrechnung an neue Tarife angepasst werden.

Die Rückstellungen gingen um 3,0 Mio. € auf 25,0 Mio. € zurück. Wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind reduzierte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit den Investitionsaktivitäten.

Die Verbindlichkeiten inkl. RAP verzeichneten einen Anstieg von 22,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und belaufen sich zum Stichtag auf 31,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,7 Mio. € an. Um 20,7 Mio. € stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen aufgrund der Aufnahme von langfristigen Darlehen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen um 0,8 Mio. € an.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein operativer Cashflow von 6,3 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €) erzielt. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den höheren Forderungen im Wasservertrieb, weil Abschläge erst mit der Schlussrechnung an neue Tarife angepasst werden. Daneben wirkten sich auch ein geringerer Jahresüberschuss und der Abbau von Rückstellungen mindernd aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -22,2 Mio. € (Vorjahr -12,4 Mio. €) und der Cashflow aus Finanzierung 16,8 Mio. € (Vorjahr -2,7 Mio.€). Der Finanzbedarf konnte i.W. aus Darlehensaufnahmen sowie aus Mitteln der Innenfinanzierung und erhaltenen Zuschüssen gedeckt werden. Avacon Wasser ist in das Finanzclearingverfahren der E.ON SE, Essen, eingebunden.

Die Geschäftsführung beurteilt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Avacon Wasser GmbH als stabil.

2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als Infrastrukturbetreiber wird das Geschäft im Wesentlichen mit Hilfe finanzieller Leistungsindikatoren gesteuert, die unter den Punkten "Ertragslage" sowie "Vermögens- und Finanzlage" näher erläutert sind. Diese umfassen vor allem die Größen Investitionstätigkeit, Jahresüberschuss und Indikatoren der laufenden und ereignisbedingten Instandhaltungen, mit dem Ziel einer hohen Netzqualität zu möglichst geringen Kosten.

Aufgrund der bestehenden Investitionsstrategie verfügt das Unternehmen aktuell über eine hohe Netzverfügbarkeit mit geringen Unterbrechungen für den Kunden. Es ist geplant diese Strategie auch in Zukunft fortzuführen.

2.7. Zertifizierungen

Avacon Wasser hat ein integriertes Managementsystem für HSE - (Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutzsystem) sowie Energie eingeführt und unterzieht sich regelmäßigen Überprüfungen. Im Jahr 2023 erfolgte im Rahmen des 3-jährigen Turnus der Rezertifizierungs-Audit des integrierten Managementsystems, den Avacon Wasser wieder erfolgreich abgeschlossen hat.

3. Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 gehörten der Belegschaft der Avacon Wasser 81 Mitarbeiter an. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Mitarbeiterzahl um 11 Personen erhöht. Gründe dafür sind im Wesentlichen die Wiederbesetzung von Positionen sowie die Ausgestaltung von Teilzeitstellen.

Die demographische Entwicklung erfordert insbesondere im Hinblick auf die Gewährleistung einer sicheren Wasserversorgung die kontinuierliche vorsorgende Umsetzung einer langfristigen Nachfolgeplanung. Des Weiteren wird mit attraktiven Fortbildungsangeboten die Marke Avacon Wasser als guter Arbeitgeber kontinuierlich weiterentwickelt. Avacon Wasser bildet Wasser- und Abwassermonteure selbst aus und fördert Monteure, die bereit sind, sich nebenberuflich zum Meister ausbilden zu lassen. Ergänzend besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbereich der Avacon-Gruppe.

4. Prognosebericht

4.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die globale wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Jahr 2024 von den Herausforderungen der Inflation und der geringen Wachstumsaussichten geprägt sein. Die OECD prognostiziert ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft von 2,7 Prozent, ausgehend von strengeren Finanzierungsbedingungen, schwachem Handelswachstum in einem Umfeld von geopolitischen Spannungen und auch den Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik, das weitere Störungen auf den Märkten verursachen kann. Unter der Annahme, dass die Inflation weiter nachlässt und die Realeinkommen steigen, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2025 voraussichtlich um 3 Prozent wachsen. Der weltweite Warenhandel und die Industrieproduktion werden aufgrund des weitgehenden Abbaus von Lagerbeständen in Unternehmen wieder an Dynamik gewinnen, während sich die schwache Wirtschaftsentwicklung in China dämpfend auswirken wird.

Für die EU wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des BIP von 1,3 Prozent prognostiziert und für das Jahr 2025 voraussichtlich von 1,7 Prozent.

Mit Blick auf Deutschland gehen Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2024 von einer beginnenden Erholung der Wirtschaft und einem Wachstum von 0,9 Prozent aus. Darüber hinaus wird mit einer weiteren Normalisierung der Konjunktur im Jahr 2025 und einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet. Die sich zuletzt abschwächende Inflation, die steigenden Lohneinkommen und die hohe Beschäftigungsrate lassen auf eine höhere Kaufkraft sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage schließen, die diese Einschätzungen/Prognosen stützen.

4.2. Geschäftsentwicklung

Die Prognose der gesamten Ergebnisentwicklung von Avacon Wasser ist weiterhin von den vielfältigen Veränderungen der Wasser- und Energiewirtschaft geprägt. Erhebliche Energiekostensteigerungen werden kundenseitige Preisanpassungen notwendig machen. Weiterhin setzt Avacon Wasser schwerpunktmäßig auf Wachstum, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Eines der wichtigsten Ziele bleibt, sich bietende wirtschaftlich vorteilhafte Wachstumschancen zu nutzen. Es werden Alleinstellungsmerkmale zur Sicherung auslaufender Verträge entwickelt, die auf die jeweiligen Konzessions- und Betriebsführungsvertragspartner zugeschnitten sind.

Mit der Erschließung weiterer Wasserbereitstellungspotentiale und einer verstärkten Vernetzung der Versorgungsgebiete sichert Avacon Wasser das Bestandsgeschäft und die Versorgungssicherheit. Darüber hinaus entstehen in Teilbereichen Wachstumspotentiale.

Die Geschäftsführung rechnet bei prognostischer Unsicherheit aufgrund der politischen Rahmenbedingungen und Witterungsschwankungen insgesamt für 2024 mit einem Jahresüberschuss, das bei etwa 4,9 Mio. € liegen wird. Ergebnissteigerungen aus dem weiteren prognostizierten Wachstum der Gesellschaft werden durch einen Aufwuchs der Aufwendungen kompensiert. Die Umsatzerlöse werden in Höhe von 58,4 Mio. € erwartet.

Für das Jahr 2024 sind jeweils 1,4 Mio. € für die laufende und 3,2 Mio. € für die ereignisbedingte Instandhaltung geplant.

Die geplanten Investitionsausgaben für 2024 werden sich mit ca. 16,1 Mio. € unterhalb des Niveaus des Vorjahres bewegen. Es sind Investitionen im Bestandsgeschäft in Höhe von 13,0 Mio. € und Wachstumsinvestitionen in Höhe von 3,1 Mio. € geplant.

Zur Finanzierung der hohen Investitionen wurden in 2023 zwei langfristige Darlehen der Avacon AG aufgenommen. Das erste Darlehen über 11,8 Mio. € mit Vertrag vom 30.12.2022 gelangte am 02.01.2023 zur Auszahlung. Das zweite Darlehen über 7,9 Mio. € mit Vertrag vom 30.06.2023 wurde am 03.07.2023 ausgezahlt.

5. Risiken- und Chancenbericht

Bei Avacon Wasser ist ein eigenes Risikomanagementsystem implementiert, das nach den Vorgaben des E.ON-Konzerns aufgebaut ist. Das Gesamtrisikoprofil der Avacon Wasser GmbH ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit für das Unternehmen nicht erkennbar. Unabhängig hiervon sind die Risiken erfasst und unterliegen der regelmäßigen Überwachung und Aktualisierung durch das Risikomanagement. Als Ergebnis der regelmäßigen Neubewertung von Eintrittswahrscheinlichkeiten veranlasst das Management Steuerungsmaßnahmen zur Risikominimierung.

Nachfolgend sind die Nettorisiken, der für Avacon Wasser relevanten Risikokategorien mit Blick auf das Berichtsjahr und die drei folgenden Geschäftsjahre zusammengefasst:

Strategische Risiken, die sich im Wesentlichen auf die Haftung im Bereich der Beteiligungen beziehen, bilden mit 65 % der gesamten Risikostruktur zwar das höchste Netto-Risiko, jedoch mit einer überwiegend sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Auch betriebliche Risiken, die sich im Wesentlichen auf den Ausfall bzw. die Kontamination der Trinkwasserversorgung beziehen, haben einen Anteil von 22 % an der gesamten Risikostruktur und ebenfalls eine sehr geringe bis geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Marktrisiken, die sich auf witterungsbedingte Absatzschwankungen beziehen, betragen 9 %, am Gesamtrisiko gemessen. Sie haben eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit, daraus ergeben sich jedoch auch Chancen, im Falle günstiger Witterungsverhältnisse.

Risiken aus gesetzlichen Regelungen, die sich in den Erlösen auswirken, sind mit 4 % an der Risikostruktur beteiligt. Sie haben insgesamt eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Bei Betrachtung der gesamten Risikosituation ist aus heutiger Sicht nicht erkennbar, dass die getragenen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Das maximale Nettorisiko des größten Einzelsachverhaltes ist zu über 200 % durch das Eigenkapital gedeckt. Zudem übersteigt das Eigenkapital die Kumulation aller Nettorisiken um 8,2 Mio. € oder 18 %. Auch verteilt sich das Gesamtrisiko auf mehrere Einzelrisiken, die zum größten Teil keine korrelierenden Ursachen aufweisen. Somit ist die Abdeckung des Gesamtrisikos als angemessen zu beurteilen.

Die Anforderungen der kommunalen Partner und die damit verbundenen Chancen, weitere Dienstleistungen wie Ingenieurprojekte und Tätigkeiten im Bereich der Wasser-, Abwasser- und Schwimmbadtechnik zu erschließen, bilden eine wichtige Grundlage zur positiven Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Weitere Chancen werden insbesondere durch die Ausweitung des Trinkwasserabsatzes an Großkunden und Weiterverteiler gesehen.

 

Wolfenbüttel, den 12. März 2024

Die Geschäftsführung

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz der Avacon Wasser GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung der Avacon Wasser GmbH

Anhang der Avacon Wasser GmbH

Allgemeine Grundlagen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Passiva

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Eigenkapital

Sonderposten mit Rücklageanteil

Zuschüsse

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungsposten

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Andere aktivierte Eigenleistungen

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Finanzergebnis

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

Nachtragsbericht

Organe der Gesellschaft

Organbezüge

Bezüge der Geschäftsführung

Honorar des Abschlussprüfers

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Entwicklung des Anlagevermögens

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Bilanz

der Avacon Wasser GmbH

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 95.757 80.018
Immaterielle Vermögensgegenstände 148 87
Sachanlagen 79.988 64.322
Finanzanlagen 15.621 15.609
Umlaufvermögen 20.741 15.459
Vorräte 654 728
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.087 14.730
Flüssige Mittel - 1
Rechnungsabgrenzungsposten 100 232
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 279 -
Aktiva 116.877 95.709
Eigenkapital 46.796 44.864
Gezeichnetes Kapital 22.977 22.977
Kapitalrücklage 12.171 12.171
Gewinnrücklagen 6.200 3.800
Gewinnvortrag / Verlustvortrag 16 1
Jahresüberschuss 5.432 5.915
Sonderposten mit Rücklageanteil 157 209
Zuschüsse 13.762 14.161
Rückstellungen 25.049 28.025
Verbindlichkeiten 30.976 8.339
Rechnungsabgrenzungsposten 137 111
Passiva 116.877 95.709

Gewinn- und Verlustrechnung

der Avacon Wasser GmbH

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse 54.374 49.083
Bestandsveränderungen -75 -6
Andere aktivierte Eigenleistungen 535 313
Sonstige betriebliche Erträge 1.350 1.323
Materialaufwand -33.485 -28.599
Personalaufwand -7.528 -6.504
Abschreibungen -3.619 -3.284
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.850 -4.862
Finanzergebnis 406 315
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.660 -1.851
Ergebnis nach Steuern 5.448 5.928
Sonstige Steuern -16 -13
Jahresüberschuss 5.432 5.915

Anhang

der Avacon Wasser GmbH

Allgemeine Grundlagen

Die Avacon Wasser GmbH (vormals Purena GmbH) mit Sitz in Wolfenbüttel wird beim Amtsgericht Braunschweig unter der Nummer HRB 5414 im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) aufgestellt.

Die Avacon Wasser GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Gemäß § 291 HGB ist die Avacon Wasser GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die Avacon Wasser GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 12 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 60 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als 250 € und bis zu 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Gründe.

In Beanspruchung des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs.3 Satz 1 EGHGB werden die Unterschiedsbeträge zwischen den höchstzulässigen steuerrechtlichen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen der Vorjahre unter dem Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten bilanziert.

Vorräte und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten unfertiger Leistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert.

Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter - aktiver Überhang latenter Steuern.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die Avacon Wasser GmbH verwaltet.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (85 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (15 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest.

Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Neubildung von Sonderposten mit Rücklageanteil ist ab dem 1. Januar 2010 nicht mehr zulässig. Für die vor diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Sonderposten wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen. Die Auflösung erfolgt zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge.

Zuschüsse enthalten den Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie Ertragszuschüsse.

Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden ab dem Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Ertragszuschüsse beinhalten die von Netzkunden vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Die Auflösung der Baukostenzuschüsse erfolgt linear über eine Gesamtdauer von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungensowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen 2,20 % p.a. 2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,82 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie Sterbegeldverpflichtungen 1,74 % p.a. 1,44 % p.a.

Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt.

Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Avacon Wasser GmbH ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Umlaufvermögen

Vorräte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 196 195
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 458 533
654 728

Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind die Bestände für Störungsmaterial sowie der Bestand des in den Leitungen befindlichen Wassers ausgewiesen.

Die unfertigen Leistungen enthalten noch nicht fertiggestellte Leistungen an Kunden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.560 21.952
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen -16.999 -14.556
12.561 7.396
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.049 2.346
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 587 832
Sonstige Vermögensgegenstände 4.890 4.156
20.087 14.730

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 1.904 T€ (Vorjahr 998 T€) das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON SE, Essen. Die Finanzforderungen gegenüber Tochtergesellschaften sind zum Abschlussstichtag entfallen (Vorjahr 1.000 T€).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit 2.753 T€ Steuererstattungsansprüche (davon entfallen 282 T€ auf Stromsteuererstattungsansprüche und 1.829 T€ auf Umsatzsteuer) sowie mit 1.831 T€ Forderungen aus Abwasserabrechnungen ausgewiesen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Flüssige Mittel

Hierunter ist der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von zusammen 0 T€ ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 100 T€ betrifft Abgrenzungen für vorausgezahlte Konzessionsabgaben.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag -2.067 -
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 2.346 -
davon Fondsanteile 2.346 -
Nettowert 279 -

Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 2.362 T€ (Vorjahr 2.317 T€). Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von Gehaltsumwandlungen durch die Arbeitnehmer.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen durch Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer sind durch den mit dem E.ON Pension Trust e.V. abgeschlossenen Treuhandvertrag Past Service besichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen.

Eigenkapital

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 22.977 22.977
Kapitalrücklage 12.171 12.171
Gewinnrücklagen 6.200 3.800
davon andere Gewinnrücklagen 6.200 3.800
Gewinnvortrag 16 1
Jahresüberschuss 5.432 5.915
46.796 44.864

Gesellschafter sind mit Stammeinlagen in Höhe von 21.612 T€ die Avacon AG, Helmstedt, mit 1.005 T€ die Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH, Wolfenbüttel, mit 100 T€ die Stadt Schöningen, mit 100 T€ die Stadt Gehrden, mit 75 T€ die Stadt Hemmingen, mit 45 T€ die Gemeinde Wennigsen und mit 40 T€ die Stadt Helmstedt.

Die Kapitalrücklage enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 12.091 T€. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt 80 T€.

Die Gewinnrücklagen entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen. Im Berichtsjahr wurden 2.400 T€ in die Gewinnrücklage eingestellt.

Ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 196 T€ resultieren gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus dem Unterschied zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.).

Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Somit kommt die Ausschüttungssperre nicht zur Anwendung.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten enthält die noch nicht verrechneten Wertberichtigungen gemäß § 3 ZRFG sowie nach § 6b EStG. Im Geschäftsjahr wurden 53 T€ planmäßig aufgelöst.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Wertberichtigungen zum Anlagevermögen
Rücklage gem. § 6b EStG 139 147
Rücklage gem. § 3 ZRFG und § 4 FGG 18 62
157 209

Zuschüsse

Die Investitionszuschüsse werden entsprechend der Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Die planmäßige Auflösung im Jahr 2023 belief sich auf 85 T€.

Der Posten Ertragszuschüsse enthält ausschließlich Baukostenzuschüsse. Bei den erhaltenen Baukostenzuschüssen stehen den Zugängen von 721 T€ planmäßige Auflösungen von 1.035 T€ gegenüber.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Investitionszuschüsse 2.052 2.137
Ertragszuschüsse 11.710 12.024
13.762 14.161

Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 14.289 14.149
Steuerrückstellungen 132 373
Sonstige Rückstellungen 10.628 13.503
25.049 28.025

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 2.067 2.063
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -2.346 -2.031
davon Fondsanteile -2.346 -2.031
Nettowert - 32
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 14.289 14.117
Nettowert 14.289 14.117
14.289 14.149

Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen (6.320 T€), für Personalverpflichtungen (1,200 T€), für Konzessionsabgaben (902 T€) sowie für sonstige vertragliche Verpflichtungen (1.773 T€).

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.970 1.970 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.795 3.795 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.803 3.300 788 18.715
davon gegenüber der Gesellschafterin 20.375 872 788 18.715
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 2.428 2.428 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 285 285 - -
davon gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 285 285 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 2.123 2.123 - -
davon gegenüber Gesellschaftern 78 78 - -
davon aus Steuern 91 91 - -
30.976 11.473 19.503 -
in T€ 31.12.2022
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.193 1.193 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.136 2.136 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.080 2.080 -
davon gegenüber der Gesellschafterin 5 5 -
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 2.075 2.075 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13 13 -
davon gegenüber übrigen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13 13 -
Sonstige Verbindlichkeiten 2.917 2.917 -
davon gegenüber Gesellschaftern 233 233 -
davon aus Steuern 71 71 -
8.339 8.339 -

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 19.700 T€ (im Vorjahr 0 T€) aus Darlehen der Hauptgesellschafterin, die 2023 neu aufgenommen wurden, und 1.930 T€ (im Vorjahr 1.300 T€) aus dem Finanzclearing. Die darüber hinaus gehenden Beträge in Höhe von 1.173 T€ (Vorjahr 780 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich in Höhe von 240 T€ (Vorjahr 0 T€) aus dem Finanzclearing und in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 13 T€) aus Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Vorauszahlungen des Landes Niedersachsen für Gewässerschutzmaßnahmen im Folgejahr.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen in Höhe von 63.809 T€ in Form einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft aus dem früheren Erwerb von Anteilen an der Harzwasserwerke GmbH, Hildesheim. Im Innenverhältnis ist der Haftungsanteil der Avacon Wasser auf Grund einer Patronatserklärung der Avacon AG auf 22.364 T€ beschränkt.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Bonitätsbeurteilung der Primärverpflichteten sowie auf den Erkenntnissen der vergangenen Geschäftsjahre.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 5.136 T€, davon fallen 3.131 T€ innerhalb des nächsten Geschäftsjahres an. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus dem Bestellobligo sowie aus Miet- und Leasingverträgen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse Wasser 43.091 37.132
davon aus der Auflösung von Ertragszuschüssen 1.034 1.033
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen 5.309 6.051
Sonstige Umsatzerlöse 5.974 5.900
davon Vermietung und Verpachtung 72 184
davon Weiterberechnung von Personal- und Verwaltungskosten 171 131
54.374 49.083

Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt.

Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Dienstleistungs- und Betriebsführungsentgelte von kommunalen und privatrechtlich organisierten Wasser- und Abwasserunternehmen sowie Weiterberechnungen von Personal- und Verwaltungskosten.

Die Umsatzerlöse enthalten 320 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren im Wesentlichen aus über die Abschläge hinausgehende Endabrechnungen an Wasserkunden sowie der Weiterberechnung von periodenfremd abgerechneten Leistungen zur Weiterberechnung.

Andere aktivierte Eigenleistungen

in T€ 2023 2022
Aktivierte Löhne und Gehälter 530 310
Übrige aktivierte Eigenleistungen 5 3
535 313

Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil 53 53
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen 86 86
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 987 680
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3 -
Schadensersatz und Kostenerstattungen 13 404
Übrige Erträge 208 100
1.350 1.323

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten neben nicht verbrauchten Anteilen der Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen die Bewertungsanpassung einer Rückstellung für Entsorgungsverpflichtungen in Höhe von 448 T€.

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.082 10.891
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.403 17.708
33.485 28.599

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren gliedern sich wie folgt:

in T€ 2023 2022
Strombezug 5.385 1.349
Gasbezug 300 325
Wasserbezug 9.184 8.984
Instandhaltungs- und Betriebsmaterial 213 233
15.082 10.891

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 2023 2022
Sonstige Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.403 17.708
18.403 17.708

Der Materialaufwand enthält 354 T€ periodenfremde Aufwendungen.

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 6.146 5.468
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.382 1.036
davon für Altersversorgung 328 63
7.528 6.504

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Der Ausweis erfolgt im Zinsergebnis.

Der Personalaufwand enthält 1 T€ periodenfremde Aufwendungen.

Abschreibungen

in T€ 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.619 3.284
3.619 3.284

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 26 -
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens 106 101
Mieten und Pachten 423 412
Fremd- und Dienstleistungen 2.990 2.847
Prüfungs- und Beratungskosten 6 9
Jahresabschlusskosten 38 23
Übrige Aufwendungen 1.261 1.470
4.850 4.862

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen, Mieten und Pachten sowie Versicherungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 71 T€ periodenfremde Aufwendungen.

Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 837 1.241
davon aus verbundenen Unternehmen 285 370
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 640 218
davon aus verbundenen Unternehmen 239 13
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 249 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.071 -1.144
davon an verbundene Unternehmen -767 -7
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -256 -1.140
406 315

Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist auch der Nettoaufwand von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 256 T€ (Vorjahr 461 T€) enthalten. Der Aufwand wurde mit Erträgen aus dem Planvermögen in Höhe von 36 T€ saldiert (Vorjahr 38 T€).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die sonstigen Steuern umfassen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

in Personen 2023 2022
Vollzeit gesamt 72 66
davon männlich 58 54
davon weiblich 14 12
Teilzeit gesamt 6 4
davon männlich 1 -
davon weiblich 5 4
Gesamt 78 70
männlich 59 54
weiblich 19 16
Gesamt 78 70
Arbeiter 26 27
Angestellte 48 40
Leitende Angestellte 4 3
Gesamt 78 70
Auszubildende - 2
davon männlich - 2
davon weiblich - -

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Avacon Wasser GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Hinrich Beckmann, Meine

Kaufmännischer Geschäftsführer

Thomas Meyer, Suhlendorf

Technischer Geschäftsführer

Beirat

Es existiert ein Beirat zur Beratung und Förderung der Gesellschaft. Mitglieder dieses Beirates im Berichtsjahr waren:

Herr Markus Moßmann,

Erster Stadtrat der Hansestadt Lüneburg, Vorsitzender des Beirates

Herr Carsten Piellusch,

Bürgermeister der Stadt Wunstorf, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates

Herr Rainer Block,

Bürgermeister der Stadt Bockenem

Herr Thomas Bode,

Geschäftsbereichsleiter der Stadt Helmstedt

Frau Heike Brennecke,

Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt

Herr Jan Dingeldey,

Bürgermeister der Stadt Hemmingen

Frau Nicole Hampel,

Ratsfrau der Gemeinde Wennigsen

Herr Ingo Klokemann,

Bürgermeister der Gemeinde Wennigsen

Herr Malte Losert,

Bürgermeister der Stadt Gehrden

Herr Heiner Luhmann,

Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Bardowick

Herr René Marienfeldt,

Bürgermeister der Gemeinde Söhlde

Herr Christoph Massing,

Teamleiter Vorstandsbüro/Führungskräfte der Avacon AG, Helmstedt

Frau Marit Müller,

Mitglied des Vorstands der Avacon AG, Helmstedt

Herr Dirk Neumann,

Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Elm-Asse

Herr Dennis Neumann,

Bürgermeister der Stadt Bleckede

Herr Aaron Oelker,

Ratsherr der Stadt Hemmingen

Herr Christoph Palesch,

Samtgemeindebürgermeisterin der Samtgemeinde Amelinghausen

Herr Philipp Ralphs,

Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Heeseberg

Herr Peter Rowohlt,

Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Ilmenau

Herr Frank-Thomas Schmidt,

Bürgermeister der Gemeinde Algermissen

Herr Malte Schneider

Bürgermeister der Stadt Schöningen

Herr Wittich Schobert,

Bürgermeister der Stadt Helmstedt

Herr Wolfgang Schurmann,

Bürgermeister der Stadt Elze

Frau Urte Schwerdtner,

Oberbürgermeisterin der Stadt Goslar

Herr Thomas Spieker

Ratsherr der Stadt Gehrden

Herr Christian Springfeld,

Bürgermeister der Stadt Springe

Frau Vera Steiner,

Geschäftsführerin der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH

Herr Matthias Tramp,

Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH

Organbezüge

Bezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Jahr 2023 70 T€. Ebenfalls sind für diesen Personenkreis für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen 1.301 T€ Rückstellungen gebildet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den freien Gewinnrücklagen einen Betrag von 1.900 T€ zuzuführen und den Bilanzgewinn in Höhe von 3.500 T€ auszuschütten. Der verbleibende Betrag aus dem Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - - - - -
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.756 67 - 48 1.871
Geschäfts- oder Firmenwert - - - - -
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.756 67 - 48 1.871
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.343 101 - 118 7.562
Technische Anlagen und Maschinen 191.920 5.212 -1.424 1.361 197.069
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.482 186 -168 4 3.504
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.441 14.423 -556 -1.531 23.777
Sachanlagen 214.186 19.922 -2.148 -48 231.912
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.379 - - - 4.379
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
Beteiligungen 21.626 12 - - 21.638
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
Sonstige Ausleihungen - - - - -
Finanzanlagen 26.005 12 - - 26.018
Anlagevermögen 241.947 20.001 -2.148 - 259.800
in T€ Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - - - -
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.669 -55 - -1.724
Geschäfts- oder Firmenwert - - - -
Geleistete Anzahlungen - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände -1.669 -55 - -1.724
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -3.873 -69 - -3.942
Technische Anlagen und Maschinen -143.335 -3.313 1.342 -145.306
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.656 -182 162 -2.676
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Sachanlagen -149.864 -3.564 1.504 -151.924
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - -
Beteiligungen -10.396 - - -10.396
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
Sonstige Ausleihungen - - - -
Finanzanlagen -10.396 - - -10.396
Anlagevermögen -161.929 -3.619 1.504 -164.044
in T€ Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - -
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148 87
Geschäfts- oder Firmenwert - -
Geleistete Anzahlungen - -
Immaterielle Vermögensgegenstände 148 87
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.620 3.470
Technische Anlagen und Maschinen 51.764 48.585
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828 826
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.776 11.441
Sachanlagen 79.988 64.322
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.379 4.379
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - -
Beteiligungen 11.242 11.230
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - -
Sonstige Ausleihungen - -
Finanzanlagen 15.621 15.609
Anlagevermögen 95.757 80.018
Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital per 31.12.2022
T€
Ergebnis 2022
T€
Landwehr Wassertechnik GmbH, Schöppenstedt 100,00 3.696 275
Avacon Consult GmbH, Wolfenbüttel (bis 07.06.23 Purena Consult GmbH) 100,00 458 107
SALVA Lüneburg GmbH i. G. , Lüneburg 50,00 25 0
Abwasserentsorgung Bleckede GmbH, Bleckede 49,00 -1.101 3
Abwasserentsorgung Schöppenstedt GmbH, Schöppenstedt 49,00 -4.638 56
Abwassergesellschaft Bardowick mbH & Co. KG, Bardowick 49,00 -3.554 -263
Abwassergesellschaft Bardowick Verwaltungs-GmbH, Bardowick 49,00 21 0
Abwassergesellschaft Gehrden mbH, Gehrden 49,00 25 0
Abwassergesellschaft Ilmenau mbH, Melbeck 49,00 -1.942 -68
Elmregia GmbH, Schöningen 49,00 -5.263 -390
Wasserversorgung Sarstedt GmbH, Sarstedt 49,00 1.548 197
Wasser- und Abwassergesellschaft Vienenburg mbH, Vienenburg 49,00 -2.043 -167
Harzwasserwerke GmbH, Hildesheim 20,80 111.156 8.878

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

 

Wolfenbüttel, den 12. März 2024

Avacon Wasser GmbH

Die Geschäftsführung

Hinrich Beckmann

Thomas Meyer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Avacon Wasser GmbH, Wolfenbüttel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Avacon Wasser GmbH, Wolfenbüttel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avacon Wasser GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 2. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beyer, Wirtschaftsprüfer

Kompio, Wirtschaftsprüfer

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