Steinweg 37 Verwaltungs GmbH
Same addressActivities of holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Thorsten Freiherr von Neubeck since 4/22/2024 | Managing Director |
Marco Matthies since 5/23/2023 | Procura |
Selim Aksoy since 5/26/2017 | Procura |
Thomas Meyer since 1/4/2017 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Company ownership and partner structure
7 shareholders
GmbH structure
5 of 7 shown
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 49.00% | |
| 49.00% | |
| 49.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Avacon Wasser GmbHWolfenbüttelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Avacon Wasser - Auf einen Blick 1.2. Geschäftstätigkeit 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2. Wasserwirtschaftliches Umfeld 2.3. Geschäftsverlauf 2.4. Ertragslage 2.5. Vermögens- und Finanzlage 2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.7. Zertifizierungen 3. Mitarbeiter 4. Prognosebericht 4.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 4.2. Geschäftsentwicklung 5. Risiken- und Chancenbericht 1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Avacon Wasser - Auf einen Blick
Wesentliche Kennzahlen der Bilanz
1.2. Geschäftstätigkeit Avacon Wasser ist eines der größeren Wasserversorgungsunternehmen in Niedersachsen und beliefert Privat- und Gewerbekunden, Industrieunternehmen sowie kommunale Einrichtungen. Sitz der Gesellschaft ist Wolfenbüttel. Avacon Wasser ist der zuverlässige regionale Partner in Sachen Trinkwasser, Abwasser, Niederschlagswasser und Bädertechnik - von der wasserwirtschaftlichen Erschließung der Quartiere bis hin zum Hochwasserschutz. Des Weiteren übernimmt Avacon Wasser zunehmend Dienstleistungen jenseits der klassischen Wasserver- und Abwasserentsorgung. Dazu gehören die Betreuung von Bäderbetrieben und Bauhöfen, die Forschung im Bereich nachhaltiger Reststoffverwertung und die Realisierung digitaler Projekte. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Folgen der Covid-Pandemie wie zum Beispiel Lieferkettenengpässe und die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen durch den Russland-Ukraine-Krieg und damit verbundene Unsicherheiten die Weltwirtschaft. Weiter belasteten die hohe Inflation sowie die Zinsanhebungen der Notenbanken die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 Prozent erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 mit 3,3 Prozent zurück. Zur wirtschaftlichen Entwicklung in der EU Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum kann sich dem Einfluss der Zinserhöhungen sowie der Inflation ebenfalls nicht entziehen und das hat Auswirkungen auf das BIP-Wachstum der gesamten EU. Gemäß OECD soll das BIP des Euroraums im Jahr 2023 nur um 0,6 Prozent gewachsen sein. Wegen der bereits im Jahr 2022 anhaltend hohen Inflation im gesamten Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) Mitte 2022 eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik vollzogen und erstmals seit 16 Jahren den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Weitere Zinsanhebungen folgten, so dass der Leitzins Ende Dezember 2022 bei 2,5 Prozent lag. Die EZB hat diese Zinspolitik im Jahr 2023 fortgesetzt und den Leitzins in mehreren Schritten (September 2023) auf 4,5 Prozent erhöht. Damit will die EZB Kredite verteuern, die Nachfrage dämpfen und hohen Teuerungsraten entgegenwirken, um die Inflation mittelfristig wieder auf einen Zielwert von 2 Prozent zu senken. Die Erhöhung des Leitzinses zeigte in Bezug auf die Inflation den gewünschten Effekt. Während die Teuerungsrate in der Eurozone im Juli 2023 bei 5,3 Prozent lag, ging sie im Oktober auf 2,9 Prozent zurück. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die Konjunkturprognose der OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile wird mit einem Rückgang des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent gerechnet. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Dies bremsen jedoch zugleich die Wirtschaftsaktivität. Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 Prozent lag. 2.2. Wasserwirtschaftliches Umfeld Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Wasserversorgung im Jahr 2023 Das Jahr 2023 war weltweit ein neues Rekordjahr der Temperatur. Der Klimawandel geht ungebremst weiter. In Europa hat die Serie von Hitzewellen, schwerpunktmäßig im Mittelmeerraum, zusammen mit verbreitet ungewöhnlich trockenen Bedingungen nicht nur Mensch und Natur, sondern auch die europäische Wirtschaft und Energieversorger im vergangenen Jahr vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Auch in Deutschland war das Jahr 2023 das insgesamt wärmste seit Messbeginn 1881. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes lagen die Durchschnittstemperaturen der Sommermonate wieder deutlich oberhalb der langjährigen Durchschnittswerte (+0,3 bis +2,2 Grad), jedoch unter den Spitzenwerten aus 2018, 2019 und 2022. Im Gegensatz zu den früheren warmen Jahren, die oft von Trockenheit geprägt waren, dominierten in 2023 eher feuchtwarme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen. Das wasserwirtschaftliche Jahr 2023 im Versorgungsgebiet der Avacon Wasser war entgegen dem Vorjahr 2022, in den Sommermonaten niederschlagsreicher und daher durch einen leicht niedrigeren Trinkwasserabsatz (innerhalb der üblichen Schwankungsbreite) gekennzeichnet. Die Niederschlagsmengen in Niedersachsen lagen in acht Monaten des Jahres 2023 über dem vieljährigen Mittel, d.h. dem Zeitraum von 1961 bis 1990, insbesondere im vierten Quartal. Der gesamte Jahresverlauf war repräsentativ für die Voraussagen von Experten über die Veränderung des Klimas. Trockene und heiße Sommer mit massiv feuchten Herbst- und Wintermonaten charakterisierten das Klima 2023 und zeigten die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft auf. Nicht nur die Trockenheit mit der Herausforderung für die Wasserversorgung, sondern auch die Hochwasserereignisse mit den Herausforderungen für die Abwasserentsorgung zeigten den Handlungsbedarf für die Wasserwirtschaft auf. Perspektivisch müssen wir uns in der Wasserwirtschaft auf diese Herausforderungen einstellen, die uns in der Zukunft erheblich fordern und zu noch strengerem nachhaltigem Handeln zwingen werden. Hierbei nehmen aus unserer Sicht der Umwelt- und Klimaschutz, der Hochwasserschutz, die Energiewende sowie der Grundwasserschutz eine wesentliche Rolle ein. Alle vorgenannten Punkte sind in sich untrennbar miteinander verknüpft. 2.3. Geschäftsverlauf Aufgrund des erzielten, positiven Jahresergebnisses befindet sich Avacon Wasser im Kerngeschäft mit den Hauptaufgaben "öffentliche Trinkwasserversorgung" und "öffentliche Abwasserentsorgung" in einer soliden wirtschaftlichen Verfassung. Dies gilt sowohl für die eigenen Netzgebiete als auch für die zahlreichen betriebsgeführten Gesellschaften der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Das Geschäftsjahr 2023 im Überblick Avacon Wasser erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 5,4 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €). Die Umsatzerlöse liegen mit 54,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau (49,1 Mio. €). Der Materialaufwand wuchs um 4,9 Mio. € auf 33,5 Mio. €. Eine erfolgreiche Bewirtschaftung der Anlagen und Netze schließt eine konsequente Investitions- und Instandhaltungsplanung auf Grundlage einer umfangreichen Anlagen- und Netzbewertung mit ein. Die 2006 aufgestellte Bewertungslogik zur Beurteilung von erforderlichen Investitions- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen, wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und den jeweiligen Lagebildern angepasst. Avacon Wasser vernetzte weiterhin ihre Versorgungsgebiete zur Steigerung der Versorgungssicherheit. Die bestehenden Anlagen wurden erneuert und erweitert. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2023 Gesamtinvestitionen in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €) getätigt. Im Zentrum der Investitionstätigkeiten stand hierbei ein Wachstumsprojekt zur Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit angesichts künftig erwarteter, klimabedingter Schwankungen in den verfügbaren Wassermengen. Daneben wurde ein zentrales Digitalisierungsvorhaben zur Vereinheitlichung der kaufmännischen Prozesse im Konzernverbund erfolgreich implementiert. Tochtergesellschaften Die Avacon Consult GmbH arbeitet mit einem wachsenden Team von Ingenieuren kontinuierlich an der Sicherung und Weiterentwicklung des technischen Know-Hows und an den Projekten der Avacon Wasser. Neben den Leistungen im Netzbetrieb hat die Landwehr Wassertechnik GmbH auch die operative Rufbereitschaft im Netzgebiet übernommen. Es erfolgt ein Ausbau des Servicebereichs Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik. 2.4. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar: (Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen zu Abweichungen führen.)
Die Umsatzerlöse aus der Wasserversorgung sind i.W. preisbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Mio. € auf 43,1 Mio. € gestiegen (der Gesamtbetrag beinhaltet 1,0 Mio. € Auflösung Baukostenzuschüsse und 1,3 Mio. € Verkäufe an Gesellschafter). Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe von 11,3 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €) resultieren überwiegend aus Dienstleistungen. Der leichte Rückgang begründet sich i.W. in der Volatilität des Dienstleistungsgeschäfts. Die betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio. € auf 49,5 Mio. € gestiegen. Sie sind durch gestiegene Wasserbeschaffungskosten i.H.v. 9,2 Mio. € (Vorjahr 9,0 Mio. €), sonstigen Materialaufwand i.H.v. 24,3 Mio. € (Vorjahr 19,6 Mio. €), Personalaufwand i.H.v. 7,5 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €), Abschreibungen i.H.v. 3,6 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €) und sonstige Aufwendungen i.H.v. 4,9 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €) geprägt. Im Materialaufwand sind Kosten für die laufende Instandhaltung von 1,9 Mio. € (im Vorjahr 1,6 Mio. €) und für die ereignisbedingte Instandhaltung 3,3 Mio. € (im Vorjahr 3,2 Mio. €) enthalten. Der Anstieg ist i.W. auf gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen (i.W. Tiefbauleistungen) zurückzuführen. Diesen aktuellen Kosten standen Planwerte von 1,0 Mio. € für laufende Instandhaltung, 0,4 Mio. € für die geplante Instandhaltung und 2,8 Mio. € für ereignisbedingte Instandhaltung gegenüber. Der erhebliche Anstieg des sonstigen Materialaufwands geht mit 4,0 Mio. € i.W. auf eine Steigerung der Stromkosten zurück. Die Preisfixierung erfolgte hierbei im Rahmen einer Ausschreibung im Jahr 2022 angesichts großer Marktschwankungen. Die Konzessionsabgaben nahmen um 0,6 Mio. € zu. Der Personalaufwand nahm um 1,0 Mio. € zu. Wesentlich war hier der Zuwachs der Belegschaft. Daneben wirkte die Entwicklung der Löhne und Gehälter durch die gestiegene Inflation und höherer Dotierungsbedarf der Pensionsrückstellung kostenerhöhend. Das Finanzergebnis beläuft sich mit 0,4 Mio. € insgesamt auf ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Hierbei reduzierten sich die Beteiligungserträge durch eine veränderte Ausschüttungspolitik der Beteiligungsunternehmen um insgesamt 0,4 Mio. € auf nunmehr 0,8 Mio. €. Die sonstigen Zinserträge stiegen durch das gestiegene Zinsniveau um 0,4 Mio. € auf 0,6 Mio. € an und der Zinsaufwand belief sich mit 1,1 Mio. € auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Es ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,4 Mio. € gegenüber einem geplanten Jahresüberschuss von 4,9 Mio. €. Der Anstieg gegenüber der Planung um 0,5 Mio. € ist auf das um 0,2 Mio. € höhere Finanzergebnis sowie den um 0,3 Mio. € geringeren Steueraufwand bei voll auf Plan liegendem Betriebsergebnis zurückzuführen. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den freien Gewinnrücklagen einen Betrag von 1,9 Mio. € zuzuführen und den Bilanzgewinn in Höhe von 3,5 Mio. € auszuschütten. 2.5. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen macht 81,9 % (Vorjahr 83,6 %) der Bilanzsumme aus. Das Eigenkapital beträgt 40,0 % (Vorjahr 46,9 %) der um 22,2 % auf 116,9 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme. Avacon Wasser investierte auf Rekordniveau im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 20,0 Mio. € (im Vorjahr 12,5 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Bestandsgeschäft waren mit 8,7 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €) Ersatzinvestitionen in Netze und Anlagen. Für die Erweiterungen der Netze und Neuanschlüsse von Kunden wurden 1,6 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €) aufgewendet. Im Rahmen des organischen Geschäftswachstums wurden 9,7 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) investiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen um 5,2 Mio. € an. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen im Wasservertrieb, weil Abschläge erst mit der Schlussrechnung an neue Tarife angepasst werden. Die Rückstellungen gingen um 3,0 Mio. € auf 25,0 Mio. € zurück. Wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind reduzierte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit den Investitionsaktivitäten. Die Verbindlichkeiten inkl. RAP verzeichneten einen Anstieg von 22,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und belaufen sich zum Stichtag auf 31,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,7 Mio. € an. Um 20,7 Mio. € stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen aufgrund der Aufnahme von langfristigen Darlehen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen um 0,8 Mio. € an. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein operativer Cashflow von 6,3 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €) erzielt. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den höheren Forderungen im Wasservertrieb, weil Abschläge erst mit der Schlussrechnung an neue Tarife angepasst werden. Daneben wirkten sich auch ein geringerer Jahresüberschuss und der Abbau von Rückstellungen mindernd aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -22,2 Mio. € (Vorjahr -12,4 Mio. €) und der Cashflow aus Finanzierung 16,8 Mio. € (Vorjahr -2,7 Mio.€). Der Finanzbedarf konnte i.W. aus Darlehensaufnahmen sowie aus Mitteln der Innenfinanzierung und erhaltenen Zuschüssen gedeckt werden. Avacon Wasser ist in das Finanzclearingverfahren der E.ON SE, Essen, eingebunden. Die Geschäftsführung beurteilt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Avacon Wasser GmbH als stabil. 2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren Als Infrastrukturbetreiber wird das Geschäft im Wesentlichen mit Hilfe finanzieller Leistungsindikatoren gesteuert, die unter den Punkten "Ertragslage" sowie "Vermögens- und Finanzlage" näher erläutert sind. Diese umfassen vor allem die Größen Investitionstätigkeit, Jahresüberschuss und Indikatoren der laufenden und ereignisbedingten Instandhaltungen, mit dem Ziel einer hohen Netzqualität zu möglichst geringen Kosten. Aufgrund der bestehenden Investitionsstrategie verfügt das Unternehmen aktuell über eine hohe Netzverfügbarkeit mit geringen Unterbrechungen für den Kunden. Es ist geplant diese Strategie auch in Zukunft fortzuführen. 2.7. Zertifizierungen Avacon Wasser hat ein integriertes Managementsystem für HSE - (Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutzsystem) sowie Energie eingeführt und unterzieht sich regelmäßigen Überprüfungen. Im Jahr 2023 erfolgte im Rahmen des 3-jährigen Turnus der Rezertifizierungs-Audit des integrierten Managementsystems, den Avacon Wasser wieder erfolgreich abgeschlossen hat. 3. Mitarbeiter Zum Jahresende 2023 gehörten der Belegschaft der Avacon Wasser 81 Mitarbeiter an. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Mitarbeiterzahl um 11 Personen erhöht. Gründe dafür sind im Wesentlichen die Wiederbesetzung von Positionen sowie die Ausgestaltung von Teilzeitstellen. Die demographische Entwicklung erfordert insbesondere im Hinblick auf die Gewährleistung einer sicheren Wasserversorgung die kontinuierliche vorsorgende Umsetzung einer langfristigen Nachfolgeplanung. Des Weiteren wird mit attraktiven Fortbildungsangeboten die Marke Avacon Wasser als guter Arbeitgeber kontinuierlich weiterentwickelt. Avacon Wasser bildet Wasser- und Abwassermonteure selbst aus und fördert Monteure, die bereit sind, sich nebenberuflich zum Meister ausbilden zu lassen. Ergänzend besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbereich der Avacon-Gruppe. 4. Prognosebericht 4.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die globale wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Jahr 2024 von den Herausforderungen der Inflation und der geringen Wachstumsaussichten geprägt sein. Die OECD prognostiziert ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft von 2,7 Prozent, ausgehend von strengeren Finanzierungsbedingungen, schwachem Handelswachstum in einem Umfeld von geopolitischen Spannungen und auch den Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik, das weitere Störungen auf den Märkten verursachen kann. Unter der Annahme, dass die Inflation weiter nachlässt und die Realeinkommen steigen, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2025 voraussichtlich um 3 Prozent wachsen. Der weltweite Warenhandel und die Industrieproduktion werden aufgrund des weitgehenden Abbaus von Lagerbeständen in Unternehmen wieder an Dynamik gewinnen, während sich die schwache Wirtschaftsentwicklung in China dämpfend auswirken wird. Für die EU wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des BIP von 1,3 Prozent prognostiziert und für das Jahr 2025 voraussichtlich von 1,7 Prozent. Mit Blick auf Deutschland gehen Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2024 von einer beginnenden Erholung der Wirtschaft und einem Wachstum von 0,9 Prozent aus. Darüber hinaus wird mit einer weiteren Normalisierung der Konjunktur im Jahr 2025 und einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet. Die sich zuletzt abschwächende Inflation, die steigenden Lohneinkommen und die hohe Beschäftigungsrate lassen auf eine höhere Kaufkraft sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage schließen, die diese Einschätzungen/Prognosen stützen. 4.2. Geschäftsentwicklung Die Prognose der gesamten Ergebnisentwicklung von Avacon Wasser ist weiterhin von den vielfältigen Veränderungen der Wasser- und Energiewirtschaft geprägt. Erhebliche Energiekostensteigerungen werden kundenseitige Preisanpassungen notwendig machen. Weiterhin setzt Avacon Wasser schwerpunktmäßig auf Wachstum, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Eines der wichtigsten Ziele bleibt, sich bietende wirtschaftlich vorteilhafte Wachstumschancen zu nutzen. Es werden Alleinstellungsmerkmale zur Sicherung auslaufender Verträge entwickelt, die auf die jeweiligen Konzessions- und Betriebsführungsvertragspartner zugeschnitten sind. Mit der Erschließung weiterer Wasserbereitstellungspotentiale und einer verstärkten Vernetzung der Versorgungsgebiete sichert Avacon Wasser das Bestandsgeschäft und die Versorgungssicherheit. Darüber hinaus entstehen in Teilbereichen Wachstumspotentiale. Die Geschäftsführung rechnet bei prognostischer Unsicherheit aufgrund der politischen Rahmenbedingungen und Witterungsschwankungen insgesamt für 2024 mit einem Jahresüberschuss, das bei etwa 4,9 Mio. € liegen wird. Ergebnissteigerungen aus dem weiteren prognostizierten Wachstum der Gesellschaft werden durch einen Aufwuchs der Aufwendungen kompensiert. Die Umsatzerlöse werden in Höhe von 58,4 Mio. € erwartet. Für das Jahr 2024 sind jeweils 1,4 Mio. € für die laufende und 3,2 Mio. € für die ereignisbedingte Instandhaltung geplant. Die geplanten Investitionsausgaben für 2024 werden sich mit ca. 16,1 Mio. € unterhalb des Niveaus des Vorjahres bewegen. Es sind Investitionen im Bestandsgeschäft in Höhe von 13,0 Mio. € und Wachstumsinvestitionen in Höhe von 3,1 Mio. € geplant. Zur Finanzierung der hohen Investitionen wurden in 2023 zwei langfristige Darlehen der Avacon AG aufgenommen. Das erste Darlehen über 11,8 Mio. € mit Vertrag vom 30.12.2022 gelangte am 02.01.2023 zur Auszahlung. Das zweite Darlehen über 7,9 Mio. € mit Vertrag vom 30.06.2023 wurde am 03.07.2023 ausgezahlt. 5. Risiken- und Chancenbericht Bei Avacon Wasser ist ein eigenes Risikomanagementsystem implementiert, das nach den Vorgaben des E.ON-Konzerns aufgebaut ist. Das Gesamtrisikoprofil der Avacon Wasser GmbH ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit für das Unternehmen nicht erkennbar. Unabhängig hiervon sind die Risiken erfasst und unterliegen der regelmäßigen Überwachung und Aktualisierung durch das Risikomanagement. Als Ergebnis der regelmäßigen Neubewertung von Eintrittswahrscheinlichkeiten veranlasst das Management Steuerungsmaßnahmen zur Risikominimierung. Nachfolgend sind die Nettorisiken, der für Avacon Wasser relevanten Risikokategorien mit Blick auf das Berichtsjahr und die drei folgenden Geschäftsjahre zusammengefasst: Strategische Risiken, die sich im Wesentlichen auf die Haftung im Bereich der Beteiligungen beziehen, bilden mit 65 % der gesamten Risikostruktur zwar das höchste Netto-Risiko, jedoch mit einer überwiegend sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Auch betriebliche Risiken, die sich im Wesentlichen auf den Ausfall bzw. die Kontamination der Trinkwasserversorgung beziehen, haben einen Anteil von 22 % an der gesamten Risikostruktur und ebenfalls eine sehr geringe bis geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Marktrisiken, die sich auf witterungsbedingte Absatzschwankungen beziehen, betragen 9 %, am Gesamtrisiko gemessen. Sie haben eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit, daraus ergeben sich jedoch auch Chancen, im Falle günstiger Witterungsverhältnisse. Risiken aus gesetzlichen Regelungen, die sich in den Erlösen auswirken, sind mit 4 % an der Risikostruktur beteiligt. Sie haben insgesamt eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Bei Betrachtung der gesamten Risikosituation ist aus heutiger Sicht nicht erkennbar, dass die getragenen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Das maximale Nettorisiko des größten Einzelsachverhaltes ist zu über 200 % durch das Eigenkapital gedeckt. Zudem übersteigt das Eigenkapital die Kumulation aller Nettorisiken um 8,2 Mio. € oder 18 %. Auch verteilt sich das Gesamtrisiko auf mehrere Einzelrisiken, die zum größten Teil keine korrelierenden Ursachen aufweisen. Somit ist die Abdeckung des Gesamtrisikos als angemessen zu beurteilen. Die Anforderungen der kommunalen Partner und die damit verbundenen Chancen, weitere Dienstleistungen wie Ingenieurprojekte und Tätigkeiten im Bereich der Wasser-, Abwasser- und Schwimmbadtechnik zu erschließen, bilden eine wichtige Grundlage zur positiven Weiterentwicklung der Gesellschaft. Weitere Chancen werden insbesondere durch die Ausweitung des Trinkwasserabsatzes an Großkunden und Weiterverteiler gesehen.
Wolfenbüttel, den 12. März 2024 Die Geschäftsführung Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Bilanz der Avacon Wasser GmbH Gewinn- und Verlustrechnung der Avacon Wasser GmbH Anhang der Avacon Wasser GmbH Allgemeine Grundlagen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Passiva Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Eigenkapital Sonderposten mit Rücklageanteil Zuschüsse Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Finanzergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Angaben Durchschnittliche Beschäftigungszahl Nachtragsbericht Organe der Gesellschaft Organbezüge Bezüge der Geschäftsführung Honorar des Abschlussprüfers Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses Entwicklung des Anlagevermögens Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB Bilanzder Avacon Wasser GmbH
Gewinn- und Verlustrechnungder Avacon Wasser GmbH
Anhangder Avacon Wasser GmbHAllgemeine Grundlagen Die Avacon Wasser GmbH (vormals Purena GmbH) mit Sitz in Wolfenbüttel wird beim Amtsgericht Braunschweig unter der Nummer HRB 5414 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) aufgestellt. Die Avacon Wasser GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Gemäß § 291 HGB ist die Avacon Wasser GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die Avacon Wasser GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als 250 € und bis zu 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Gründe. In Beanspruchung des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs.3 Satz 1 EGHGB werden die Unterschiedsbeträge zwischen den höchstzulässigen steuerrechtlichen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen der Vorjahre unter dem Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Wegfall der Gründe werden Wertaufholungen vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Vorräte und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten unfertiger Leistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein - nicht bilanzierter - aktiver Überhang latenter Steuern. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die Avacon Wasser GmbH verwaltet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (85 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (15 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest. Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Passiva Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Neubildung von Sonderposten mit Rücklageanteil ist ab dem 1. Januar 2010 nicht mehr zulässig. Für die vor diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Sonderposten wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen. Die Auflösung erfolgt zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge. Zuschüsse enthalten den Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie Ertragszuschüsse. Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden ab dem Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Ertragszuschüsse beinhalten die von Netzkunden vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Die Auflösung der Baukostenzuschüsse erfolgt linear über eine Gesamtdauer von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse. Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungensowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:
Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Erläuterung zur Bilanz Anlagevermögen Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Avacon Wasser GmbH ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. Umlaufvermögen Vorräte
Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind die Bestände für Störungsmaterial sowie der Bestand des in den Leitungen befindlichen Wassers ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen enthalten noch nicht fertiggestellte Leistungen an Kunden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 1.904 T€ (Vorjahr 998 T€) das konzerninterne Cash-Pooling mit der E.ON SE, Essen. Die Finanzforderungen gegenüber Tochtergesellschaften sind zum Abschlussstichtag entfallen (Vorjahr 1.000 T€). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit 2.753 T€ Steuererstattungsansprüche (davon entfallen 282 T€ auf Stromsteuererstattungsansprüche und 1.829 T€ auf Umsatzsteuer) sowie mit 1.831 T€ Forderungen aus Abwasserabrechnungen ausgewiesen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Flüssige Mittel Hierunter ist der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von zusammen 0 T€ ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 100 T€ betrifft Abgrenzungen für vorausgezahlte Konzessionsabgaben. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 2.362 T€ (Vorjahr 2.317 T€). Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von Gehaltsumwandlungen durch die Arbeitnehmer. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen durch Gehaltsumwandlungen der Arbeitnehmer sind durch den mit dem E.ON Pension Trust e.V. abgeschlossenen Treuhandvertrag Past Service besichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Eigenkapital
Gesellschafter sind mit Stammeinlagen in Höhe von 21.612 T€ die Avacon AG, Helmstedt, mit 1.005 T€ die Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH, Wolfenbüttel, mit 100 T€ die Stadt Schöningen, mit 100 T€ die Stadt Gehrden, mit 75 T€ die Stadt Hemmingen, mit 45 T€ die Gemeinde Wennigsen und mit 40 T€ die Stadt Helmstedt. Die Kapitalrücklage enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 12.091 T€. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt 80 T€. Die Gewinnrücklagen entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen. Im Berichtsjahr wurden 2.400 T€ in die Gewinnrücklage eingestellt. Ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 196 T€ resultieren gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus dem Unterschied zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.). Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Somit kommt die Ausschüttungssperre nicht zur Anwendung. Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten enthält die noch nicht verrechneten Wertberichtigungen gemäß § 3 ZRFG sowie nach § 6b EStG. Im Geschäftsjahr wurden 53 T€ planmäßig aufgelöst.
Zuschüsse Die Investitionszuschüsse werden entsprechend der Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Die planmäßige Auflösung im Jahr 2023 belief sich auf 85 T€. Der Posten Ertragszuschüsse enthält ausschließlich Baukostenzuschüsse. Bei den erhaltenen Baukostenzuschüssen stehen den Zugängen von 721 T€ planmäßige Auflösungen von 1.035 T€ gegenüber.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.
Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen (6.320 T€), für Personalverpflichtungen (1,200 T€), für Konzessionsabgaben (902 T€) sowie für sonstige vertragliche Verpflichtungen (1.773 T€). Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 19.700 T€ (im Vorjahr 0 T€) aus Darlehen der Hauptgesellschafterin, die 2023 neu aufgenommen wurden, und 1.930 T€ (im Vorjahr 1.300 T€) aus dem Finanzclearing. Die darüber hinaus gehenden Beträge in Höhe von 1.173 T€ (Vorjahr 780 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich in Höhe von 240 T€ (Vorjahr 0 T€) aus dem Finanzclearing und in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 13 T€) aus Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Vorauszahlungen des Landes Niedersachsen für Gewässerschutzmaßnahmen im Folgejahr. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen in Höhe von 63.809 T€ in Form einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft aus dem früheren Erwerb von Anteilen an der Harzwasserwerke GmbH, Hildesheim. Im Innenverhältnis ist der Haftungsanteil der Avacon Wasser auf Grund einer Patronatserklärung der Avacon AG auf 22.364 T€ beschränkt. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Bonitätsbeurteilung der Primärverpflichteten sowie auf den Erkenntnissen der vergangenen Geschäftsjahre. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 5.136 T€, davon fallen 3.131 T€ innerhalb des nächsten Geschäftsjahres an. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus dem Bestellobligo sowie aus Miet- und Leasingverträgen. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Dienstleistungs- und Betriebsführungsentgelte von kommunalen und privatrechtlich organisierten Wasser- und Abwasserunternehmen sowie Weiterberechnungen von Personal- und Verwaltungskosten. Die Umsatzerlöse enthalten 320 T€ periodenfremde Erlöse. Diese resultieren im Wesentlichen aus über die Abschläge hinausgehende Endabrechnungen an Wasserkunden sowie der Weiterberechnung von periodenfremd abgerechneten Leistungen zur Weiterberechnung. Andere aktivierte Eigenleistungen
Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten neben nicht verbrauchten Anteilen der Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen die Bewertungsanpassung einer Rückstellung für Entsorgungsverpflichtungen in Höhe von 448 T€. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren gliedern sich wie folgt:
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen gliedern sich wie folgt:
Der Materialaufwand enthält 354 T€ periodenfremde Aufwendungen. Personalaufwand
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Der Ausweis erfolgt im Zinsergebnis. Der Personalaufwand enthält 1 T€ periodenfremde Aufwendungen. Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdlieferungen und -leistungen, Mieten und Pachten sowie Versicherungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 71 T€ periodenfremde Aufwendungen. Finanzergebnis
Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist auch der Nettoaufwand von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 256 T€ (Vorjahr 461 T€) enthalten. Der Aufwand wurde mit Erträgen aus dem Planvermögen in Höhe von 36 T€ saldiert (Vorjahr 38 T€). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die sonstigen Steuern umfassen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer. Sonstige Angaben Durchschnittliche Beschäftigungszahl
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Avacon Wasser GmbH setzt sich wie folgt zusammen: Hinrich Beckmann, Meine Kaufmännischer Geschäftsführer Thomas Meyer, Suhlendorf Technischer Geschäftsführer Beirat Es existiert ein Beirat zur Beratung und Förderung der Gesellschaft. Mitglieder dieses Beirates im Berichtsjahr waren: Herr Markus Moßmann, Erster Stadtrat der Hansestadt Lüneburg, Vorsitzender des Beirates Herr Carsten Piellusch, Bürgermeister der Stadt Wunstorf, Stellvertretender Vorsitzender des Beirates Herr Rainer Block, Bürgermeister der Stadt Bockenem Herr Thomas Bode, Geschäftsbereichsleiter der Stadt Helmstedt Frau Heike Brennecke, Bürgermeisterin der Stadt Sarstedt Herr Jan Dingeldey, Bürgermeister der Stadt Hemmingen Frau Nicole Hampel, Ratsfrau der Gemeinde Wennigsen Herr Ingo Klokemann, Bürgermeister der Gemeinde Wennigsen Herr Malte Losert, Bürgermeister der Stadt Gehrden Herr Heiner Luhmann, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Bardowick Herr René Marienfeldt, Bürgermeister der Gemeinde Söhlde Herr Christoph Massing, Teamleiter Vorstandsbüro/Führungskräfte der Avacon AG, Helmstedt Frau Marit Müller, Mitglied des Vorstands der Avacon AG, Helmstedt Herr Dirk Neumann, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Elm-Asse Herr Dennis Neumann, Bürgermeister der Stadt Bleckede Herr Aaron Oelker, Ratsherr der Stadt Hemmingen Herr Christoph Palesch, Samtgemeindebürgermeisterin der Samtgemeinde Amelinghausen Herr Philipp Ralphs, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Heeseberg Herr Peter Rowohlt, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Ilmenau Herr Frank-Thomas Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Algermissen Herr Malte Schneider Bürgermeister der Stadt Schöningen Herr Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt Herr Wolfgang Schurmann, Bürgermeister der Stadt Elze Frau Urte Schwerdtner, Oberbürgermeisterin der Stadt Goslar Herr Thomas Spieker Ratsherr der Stadt Gehrden Herr Christian Springfeld, Bürgermeister der Stadt Springe Frau Vera Steiner, Geschäftsführerin der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH Herr Matthias Tramp, Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel GmbH Organbezüge Bezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Jahr 2023 70 T€. Ebenfalls sind für diesen Personenkreis für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen 1.301 T€ Rückstellungen gebildet. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten. Vorschlag über die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den freien Gewinnrücklagen einen Betrag von 1.900 T€ zuzuführen und den Bilanzgewinn in Höhe von 3.500 T€ auszuschütten. Der verbleibende Betrag aus dem Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens
Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB
Wolfenbüttel, den 12. März 2024 Avacon Wasser GmbH Die Geschäftsführung Hinrich Beckmann Thomas Meyer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avacon Wasser GmbH, Wolfenbüttel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Avacon Wasser GmbH, Wolfenbüttel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avacon Wasser GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 2. April 2024 KPMG
AG
Beyer, Wirtschaftsprüfer Kompio, Wirtschaftsprüfer |
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