Praeclarus
Invest GmbH
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen der Gesellschaft -
Geschäftsmodell
Die Praeclarus Invest GmbH ("PI" oder "Gesellschaft")
ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft ("KVG") und hat die
erforderliche Erlaubnis für die Tätigkeit als
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Die KVG führt die Auflage, die Übernahme und
Administration sowie das Portfoliomanagement von Spezial-AIF
durch.
Bei Beratungsmandaten setzt die Gesellschaft nach
Anlagevorschlag des jeweiligen Anlageberaters die
Investmententscheidungen selbst und nach interner
Plausibilisierung und Prüfung um. Es ist vorgesehen,
sowohl offene als auch geschlossene Spezial-AIF aus einer
Hand nach diesem Modell der sog. Master-KVG anzubieten.
Ziel der Gesellschaft ist es, sich als Dienstleister
insbesondere für kleine und mittelständische
Fondsvolumina zu etablieren und mit diesen zu wachsen. Bei
den Assetklassen richtet sich die Gesellschaft nach der
Marktnachfrage. Es werden Fondsstrukturen mit einfachen oder
komplexen Asset-Strukturen angeboten.
Geschäftsstrategie ist, bestehende Fondsmandate zu
administrieren sowie weitere Initiatoren für
Fondskonzepte anzusprechen und zu gewinnen. Der Fokus liegt
dabei auf Fondskonzepten, die Potential haben, nachhaltig
erfolgreich für die Investoren zu sein. Die Auswahl der
Assets sowie die Ansprache von institutionellen Investoren
erfolgt dabei in enger Absprache mit den Initiatoren. Die
Umsätze entstehen durch Einmalumsätze bei der
Fondsauflage ("Set-Up-Fees") und durch laufende monatliche
Gebühren für die Administration der Fondsvehikel
("Fondsverwaltungs-Fees").
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
4. Quartal 2023 um 6,3 % höher als im 4. Quartal des
Vorjahres.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im
Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der
Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu
kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe,
massiv steigende Preise, beispielsweise für
Nahrungsmittel, Fachkräftemangel und der wieder
aufflammende Konflikt im Nahen Osten sowie des Taiwan / China
Konfliktes. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen
konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023
stabilisieren, auch wenn die Wachstumsaussichten eher als
zurückhaltend beurteilt werden müssen.
Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei 5,9 % und
hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,0 %
reduziert.
Der deutsche Investmentmarkt hat das Jahr 2023 mit
einem Transaktionsvolumen inklusive der Wohnnutzungen von
insgesamt 31,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Ergebnis
ist gleichbedeutend mit einem Minus von rd. 52,0 %
gegenüber 2022.
Die Gründe für die verhaltenen
Aktivitäten der Investoren sind hinlänglich
bekannt: Durch die derzeit höheren Zinsen und die sehr
restriktive Kreditvergabe bei den Banken werden aktuell
weniger Bauprojekte begonnen bzw. verzögern sich
geplante Bauprojekte.
Kreditinstitute, Versicherungen und
Altersvorsorgeeinrichtungen sind die größten
Spezialfondsanleger. Das Vermögen von offenen
Spezialfonds lag im Jahr 2023 bei einer Gesamtsumme von rd.
2,079 Billionen Euro und damit auf Vorjahresniveau. Die
Zielgruppe Versicherungsgesellschaften und
Altersvorsorgeeinrichtungen hatte in diese Spezialfonds rd.
1,260 Billion Euro ihres Anlagekapitals zum Jahresende
investiert. Damit waren gegenüber dem Vorjahr rd. 160
Milliarden Euro mehr investiert.
Der DAX hat im Jahr 2023 deutlich zugelegt und lag mit
16.751,59 Punkten am Ende des Jahres um 20,3 % über dem
Vorjahr.
Der Preisdruck für Administrationsgebühren
bei standardisierten Fondsformaten im institutionellen
Bereich ist nach unserer Marktwahrnehmung weiterhin im
Vergleich zu den Vorjahren unvermindert, jedoch zeichnet sich
keine weitere Verschärfung ab. Die regulatorischen
Anforderungen an die Fondsprodukte und die Fondsverwaltung
sind auch in 2023 als stabil anzusehen. Beide Faktoren tragen
bei vielen Anbietern unverändert dazu bei, sich
ausschließlich auf große Fondsgrößen
und automatisierte Assetklassen, insbesondere Wertpapiere zu
konzentrieren. Kleine und mittelständische Fondsvolumina
mit einfachen oder komplexeren Asset-Strukturen werden von
vielen Anbietern kaum mehr bedient.
Gleichzeitig ist die Nachfrage insbesondere von
Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungen nach
Spezialfonds unverändert gegeben. Hinzu kommt der
statistisch belegbare, anhaltende Trend, zunehmend
Spezialfondsmandate außerhalb der eigenen Gruppe bzw.
des Konzerns zu managen.
Die branchenbezogenen, grundsätzlich
günstigen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2023
insbesondere durch den Zinsanstieg und hohe Inflationsraten
negativ beeinflusst, da Konkurrenzprodukte bei den Investoren
zunehmend an Attraktivität gewinnen. Somit erwarten wir
eine verhaltene Entwicklung, wobei wir als Nischenanbieter
dennoch von einem positiven Geschäftsverlauf, wenn auch
auf reduziertem Niveau, ausgehen.
2.2 Geschäftsverlauf
Zum Bilanzstichtag verwaltet die Gesellschaft zwei
(Vorjahr zwei) Sondervermögen und eine geschlossene
Investment-KG, davon eine (Vorjahr eine) mit Anlagen in
Windparks und zwei (Vorjahr zwei) mit Anlageschwerpunkt in
Immobilienanleihen.
Für institutionelle Investoren ist dies eine
weitere Diversifizierungsmöglichkeit, um langfristig
Erträge zu generieren, ohne zu hohe Risiken einzugehen
oder kurzfristige Gewinne zu Lasten langfristiger Verzinsung
zu realisieren. Die im Jahr 2021 unterschriebenen Mandate im
Bereich institutionelle Kunden wurden im Berichtsjahr
weiterentwickelt. Einen neuen Spezial-AIF erwarten wir in der
2. Jahreshälfte 2024.
Zum Ende des Berichtsjahres lag das verwaltete
Vermögen bei 112 Mio. Euro. Davon waren Mio. 52 Euro
(Vorjahr 48 Mio. Euro) in der Anlageklasse Windparks und 60
Mio. Euro (Vorjahr 63 Mio. Euro) in der Anlageklasse
Immobilien investiert. Anforderungen aus der zunehmenden
nationalen und globalen Regulierung nehmen wir unmittelbar
auf und setzen sie in gesellschaftsspezifische Anforderungen
und Richtlinien um. Nachhaltigkeitsrisiken für die
Gesellschaft und die von ihr verwalteten Spezialfonds werden
z.B. gesondert erfasst und gesteuert; auf Kapitel 3.1.5 wird
Bezug genommen.
2.3 Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft hängt weitgehend
von der Entwicklung des verwalteten Vermögens als Basis
unserer Provisionserträge ab. Wesentliche Gründe
für die unter Punkt 2.2 Geschäftsverlauf
beschriebene Entwicklung in Berichtsjahr sind die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die daraus folgende
Entwicklung an den Kapitalmärkten.
Die Provisionserträge aus der Verwaltung unserer
Fonds beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.618
(Vorjahr: TEUR 1.312).
Die Provisionserlöse setzten sich überwiegend
aus Erlösen für die Fondsverwaltung
(umsatzsteuerfrei) in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR
249), umsatzsteuerpflichtige Setup-Fees in Höhe von
TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 162) und die sonstige
Fondsadministration inklusive damit verbundener
Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.221 (Vorjahr: TEUR
901) zusammen.
Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf
TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 461).
Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von
TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 710) resultieren im Wesentlichen aus
Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 47
(Vorjahr: TEUR 31), Fremdleistungen in Höhe von TEUR 124
(Vorjahr: TEUR 144) durch Beratungsgesellschaften, Kosten
für die Abschlusserstellung und die Prüfung in
Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 48), Raumkosten in
Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 72), Mieten für
bewegliche Gegenstände von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 24),
Fahrzeugkosten TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 44), Werbe- und
Reisekosten in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 12),
Versicherungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 6),
interne Revision in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 32),
Lizenzen, Konzessionen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr:
TEUR 38) sowie sonstige verschiedene, betriebliche Kosten
TEUR 279 (Vorjahr TEUR 259).
Für die Planung und Steuerung unserer Gesellschaft
verfügen wir über entsprechende Management-Tools.
Zur Sicherstellung eines strikten Kostenmanagements und
für die Steuerung unserer Erträge analysieren wir
kontinuierlich Ist-, Forecast- und Planwerte auf
Gesellschaftsebene sowie Rentabilitäten.
Zur Steuerung der Gesellschaft verwenden wir zudem
Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Ertragsquellen,
operative Kosten, etc.). Des Weiteren erstellen wir eine
Fünfjahresplanung.
Die Cost Income Ratio für das Jahr 2023
beträgt 97 % (Vorjahr: 89 %). Im Geschäftsjahr ist
unser Ergebnis mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 94)
zurückgegangen.
2.4 Finanz- und Vermögenslage
Die Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft
war während des Geschäftsjahres stabil. Die PI ist
ausreichend kapitalisiert. Die Zahlungsfähigkeit war
jederzeit gewährleistet. Die wesentlichen
Vermögenspositionen bestehen aus kurzfristigen
Forderungen und Vermögensgegenständen
gegenüber Kreditinstituten und Sondervermögen.
Diese bestehen vor allem aus sofort fälligen Forderungen
aus der Verwaltung der Spezial-AIFs in Höhe von TEUR 19
(Vorjahr: TEUR 126) und Forderungen an Kreditinstitute in
Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 226).
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen im
Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern
in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 70) und
Steuerverbindlichkeiten (Umsatzsteuer u. Lohn- u.
Kirchensteuer) in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 21).
Die Rückstellungen beliefen sich auf TEUR 107
(Vorjahr: TEUR 69) und sind für die Kosten der
Abschlusserstellung, der Abschlussprüfung (TEUR 25),
Personalkostenrückstellungen (TEUR 18) und sonstige
Rückstellungen (TEUR 18), sowie
Steuerrückstellungen (TEUR 46) vorgesehen.
Die Forderungen haben eine Laufzeit von unter 12
Monaten. Verbindlichkeiten sind ausschließlich
kurzfristig und haben eine Restlaufzeit von unter 12 Monaten.
Mit einem Eigenkapital von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 232)
sind wir ausreichend kapitalisiert.
Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelanforderung haben
wir im Geschäftsjahr eingehalten. Die Eigenkapitalquote
beläuft sich auf 62,8 % (Vorjahr: 59,1 %).
Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die
Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der
Gesellschaft. Die liquiden Mittel haben wir in Höhe von
TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 226) in hoch liquiden Guthaben bei
Kreditinstituten angelegt.
Den kurzfristig liquidierbaren
Vermögensgegenständen (inkl. der Bankguthaben von
TEUR 337) in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 360)
stehen kurzfristige Verpflichtungen in Höhe von
TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 160) gegenüber.
Wir erstellen eine handels- und aufsichtsrechtliche
Eigenmittelplanung sowie eine rollierende
Liquiditätsplanung auf Monatsbasis. Die Gesellschaft
konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit
erfüllen. Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche
Lage unserer Gesellschaft als geordnet.
2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umfang der
verwalteten Vermögenswerte ("Assets under Management")
sowie die Umsatzerlöse aus der laufenden Verwaltung.
In Bezug auf die Umsatzerlöse und die
Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft ist insbesondere die
unter Kapitel 2.3 ausgewiesene Kennzahl Cost Income Ratio als
Steuerungsgröße hervorzuheben. Hierbei soll
grundsätzlich ein Wert von 100 % nicht
überschritten werden. Die Überprüfung der
Zielgröße (Soll-Planung) mit den buchhalterisch
ermittelten Ist-Werten der Ertrags- und Aufwandspositionen
bzw. dem Betriebsergebnis wird im Rahmen eines monatlichen
Soll-Ist-Abgleichs durchgeführt. Hierbei werden die
Gründe für die Abweichungen sowie mögliche
Maßnahmen diskutiert. Im Rahmen der ursprünglichen
Jahresplanung wurde für 2023 eine Zielgröße
von 88 % ermittelt. Auf Basis des Jahresabschlusses 2023
beträgt die tatsächliche Cost Income Ratio 97 %.
Die Abweichung resultiert maßgeblich aus geringeren
Umsätzen (Verzögerung in der Auflage eines neuen
Fonds) und erhöhten Aufwendungen (Sondereffekte und
Personalkosten).
Die Höhe der verwalteten
Vermögensgegenstände beläuft sich zum Stichtag
auf 112 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio. Euro).
Auch die Verwaltung kleinerer und
mittelständischer Fondsgrößen ist weiterhin
interessant. Die Verwaltungsgebühren bewegen sich im
zweitstelligen Basispunktebereich für die
Administration, z.T. zuzüglich einer vereinbarten
Mindestvergütung.
Ein nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die
Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen unserer
Mitarbeiter und der Geschäftsführung. Diese sehen
wir durch die Länge der vereinbarten Laufzeit bei den
von uns verwalteten Fonds als gegeben an. Für das neu
gewonnene Fondsmandat beträgt z.B. die Laufzeit 25
Jahre. Ein weiterer Aspekt ist die geringe
Mitarbeiterfluktuation.
Die zum Stichtag größten Fonds (Performance
Stabil 1 und OstseeFonds Wind 1 geschl. Investment KG) haben
eine von den Investoren zugesagte Laufzeit von 9 Jahren, was
eine stabile Grundlage für die weitere
Geschäftsplanung ermöglicht.
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
Die Risikokultur der Gesellschaft ist geprägt von
einem geringen Risikoappetit, der sich durch einen
kontrollierten Umgang mit Risiken, eine gezielte Reduktion
vermeidbarer Risiken sowie eine nachhaltige Sicherung
bestehender und zukünftiger Erfolgspotentiale
auszeichnet. Die Gesellschaft ist bereit, Risiken einzugehen,
sofern diese beherrschbar, kontrollierbar und dokumentierbar
sind. Gleichzeitig ist eine transparente Kommunikation von
existierenden Risiken gegenüber Investoren und ihren
Gremien das Ziel. Diese Risikostrategie sieht sie als
wichtigen Baustein an, um ihren Kunden nachhaltige,
langfristig angelegte Fondslösungen anbieten zu
können.
Das Risikohandbuch implementiert die Risikostrategie in
den Unternehmensalltag und beschreibt die Grundsätze,
die innerhalb der Gesellschaft für die
Risikoidentifikation, -analyse, -bewertung und -steuerung
für sich selbst und für die von ihr verwalteten
Spezialfonds zur Anwendung kommen.
Die Einheit Risiko-Controlling ist dabei zuständig
für die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung
von Risiken. Sie arbeitet unabhängig von den operativen
Einheiten und berichtet direkt an die
Geschäftsführung. Im Sinne eines wirksamen
Risikomanagements berät sie prozessnah die
zuständigen Einheiten und schlägt ggf.
Abhilfemaßnahmen zur angemessenen Risikosteuerung vor.
Zudem erstellt das Risiko-Controlling einen
quartalsweisen Risiko-Controlling-Bericht für die
verwalteten Spezialfonds, der der Geschäftsführung
und dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme und weiteren Beratung
vorgelegt wird. Zudem wird in den Quartalssitzungen die
Risikosituation der Gesellschaft erörtert und in den
Sitzungsprotokollen dokumentiert. Die wesentlichen Risiken
werden nachfolgend beschrieben.
3.1.1 Adressausfallrisiken
Zu den Adressausfallrisiken der Gesellschaft sind
Forderungsausfälle bei Dienstleistern und Initiatoren
bzw. Investoren sowie Ausfälle der Dienstleister zu
rechnen.
Die Initiatoren und Investoren sind mit
(unterschiedlichem) Adressausfallrisiko behaftet. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 sind diese Risiken
jedoch als gering einzustufen.
3.1.2 Marktpreisrisiken
Marktpreisrisiko bezeichnet nach allgemeinem
Verständnis das Risiko, das einem Marktteilnehmer durch
Veränderungen des Marktwertes oder sonstiger Marktdaten
auf einem Markt erwächst. Auf die Gesellschaft bezogen
ist das Marktpreisrisiko primär die Gefahr, dass die
erzielbaren Fondsauflage- oder Verwaltungsgebühren unter
Druck geraten und sich somit als Risiko für Umsatz- und
Ertragslage herausstellen.
Dieses Risiko ist im Berichtszeitraum 2023 als gering
einzustufen. Die vereinbarten Gebühren für die
Verwaltung der Spezialfonds sind langfristig vereinbart.
3.1.3 Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken bestehen dann, wenn die Fonds
nicht gemäß den gemachten Zusagen befüllt
werden und damit keine laufenden Gebühren in
entsprechender Höhe eingenommen werden können.
Ferner entstehen geringe Liquiditätsrisiken, wenn
Setup-Gebühren nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt
werden.
Letztlich unterliegt die Liquidität einer strikten
Überwachung, so dass keine Kreditlinien externer
Fremdkapitalgeber in Anspruch genommen werden müssen.
3.1.4 Operationelle Risiken
Die operationellen Risiken bestehen im Wesentlichen im
weiteren Aufbau und der Anweisung des fachlich geeigneten
Personals sowie der Controlling-Strukturen.
3.1.5 Sonstige Risiken
Drohende Rechtsstreitigkeiten bzw. streitige
Forderungen oder Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind per
Geschäftsjahresende 2023 nicht ersichtlich.
3.2 Chancen- und Prognosebericht
Trotz sinkender Inflation ist mit Zinssenkungsschritten
der europäischen Zentralbank erst Mitte / Ende
2024 zu rechnen. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen
Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie
des wieder aufflammenden Konflikts zwischen Taiwan und China
sowie einer Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten,
könnte es im Jahr 2024, trotz des sehr guten
Jahresauftakts, zu einer erhöhten Volatilität und
Verunsicherung an den Kapitalmärkten kommen.
Außerdem belasten weiterhin Lieferengpässe
und die damit verbundene Angebotsverknappung die
internationalen Wirtschaftsleistungen. Somit könnte sich
die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung weltweit bis
in die Folgejahre verschieben.
Wir erwarten für 2024 eine verhalten optimistische
Entwicklung der Kapitalmärkte. Darauf aufbauend erwarten
wir eine stabile Entwicklung unserer Ertragslage und eine
moderate Steigerung gegenüber 2023.
Unser Ziel dieses Jahr ist es, für unsere Kunden
eine stabile Entwicklung der Spezial-AIFs und eine Sicherung
der Wertentwicklung der Assets under Management zu erreichen.
Es besteht weiterhin die Chance auf weiteren Ausbau der
Assets under Management und der Investoren. Hier planen wir
die Assets under Management auf mindestens 150 Mio. Euro
aufzubauen.
Die PI ist gut auf die Herausforderungen durch Markt,
Wettbewerb und Rahmenbedingungen eingestellt. Dies gilt
insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Orientierung der
Anlageentscheidung von Investoren an der Performance der
Kapitalanlagen, auf das unsere Risikomanagementsysteme in
besonderem Maße ausgerichtet sind.
Die bestehenden Überkapazitäten im Asset
Management in Deutschland sorgen für einen anhaltend
intensiven Wettbewerb. Um uns von der Konkurrenz
differenzieren zu können, werden wir weiter großen
Wert auf eine Performancekultur, Bindung und Aufbau
hochqualifizierter Mitarbeiter und eine professionelle
Gestaltung von Investment- und Risikomanagementprozessen
legen sowie weiter in den Ausbau der IT- und
Risikomanagementsysteme investieren.
Mit der insgesamt angebotenen Leistungsbreite und
-tiefe wollen wir den Wachstumstrend der vergangenen Jahre
fortschreiben. Den erhöhten Transparenzanforderungen der
Aufsichts- und Regulierungsbehörden wird durch die
Weiterentwicklung unserer Risikosysteme und das
frühzeitige Umsetzen entsprechender Maßnahmen
Rechnung getragen.
Wir streben für 2024 die Gewinnung weiterer
institutioneller Investoren an. Für den Ausbau des
Geschäftsfeldes institutionelle Kunden sind
Investitionen in Personal und IT, wie in den Vorjahren, auch
im Jahr 2023 weiter erfolgt.
Wir planen für 2024 eine Steigerung der
Umsatzerlöse auf TEUR 1.567 und ein Ergebnis von TEUR
82.
Die Ziele sind der Wertbeitrag sowie die Performance
für unsere Kunden zu stärken, komplementäres
profitables Wachstum anzustreben sowie unser professionelles
Betriebsmodell an die Anforderungen der Zukunft auszurichten.
Mit dem Geschäftsmodell sieht sich die
Gesellschaft gut auf die Risiken und Chancen der kommenden
Jahre eingestellt.
Die Geschäftsführung sieht unter
Berücksichtigung aller Faktoren gegenwärtig keine
wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken, die den Bestand der
Gesellschaft beeinträchtigen könnten.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine
anderen als bereits oben erwähnte Ereignisse eingetreten
über die zu berichten gewesen wäre.
4. Nachhaltigkeit
Ob die in den von der Gesellschaft verwalteten
Spezialfonds zugrunde liegenden Investitionen die
EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige
Wirtschaftsaktivitäten (Angaben gemäß Art. 7
EU-VO 2020/852 (TaxonomieVO) i.V. mit Art. 6 Abs. 3, 11 Abs.
2 EU-VO 2019/2088 (OffenlegungsVO)) im Berichtsjahr 2023
erfüllten, konnte aus Kapazitätsgründen im
Berichtszeitraum noch nicht abschließend geprüft
werden. Daher werden alle Spezialfonds für das
Berichtsjahr 2023 noch als Artikel 6 Produkte geführt.
Die Einstufung von zwei verwalteten Spezialfonds als
Artikel 8 Fonds gemäß (EU) 2019/2088 wurde Ende
des dritten Quartals 2023 bis Ende des ersten Quartals 2024
geprüft. Aus dem Prüfungsergebnis konnte
geschlussfolgert werden, dass die Voraussetzungen für
eine Einstufung nach Artikel 8 der Offenlegungsordnung
gegeben sind und demnach zukünftig zwei Spezialfonds als
Artikel 8 Fonds im Bestand geführt werden können.
Die Einstufung eines weiteren Spezialfonds als Artikel
9 Fonds gemäß der Offenlegungsverordnung (EU)
2019/2088 wurde ebenfalls geprüft. Aus dem
Prüfungsergebnis ging hervor, dass die Voraussetzungen
für eine Einstufung nach Artikel 9 gegeben sind.
München, im Mai 2024
Fritz Roth Friedrich
Eschenbaum Friedhelm von Zieten
Geschäftsführer
Geschäftsführer Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
30.721,00 |
27.045,00 |
| I.
Sachanlagen |
5.621,00 |
1.845,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
5.621,00 |
1.845,00 |
| II.
Finanzanlagen |
25.100,00 |
25.200,00 |
| 1.
Beteiligungen |
25.100,00 |
25.200,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
435.584,62 |
360.069,79 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
98.138,24 |
133.731,39 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
19.452,50 |
125.026,88 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
0,00 |
1.000,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
0,00 |
1.000,00 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
78.685,74 |
7.704,51 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
337.446,38 |
226.338,40 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
13.941,09 |
4.413,51 |
| Aktiva |
480.246,71 |
391.528,30 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
301.404,88 |
231.567,62 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
150.000,00 |
150.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
40.000,00 |
|
| III.
Bilanzgewinn |
111.404,88 |
81.567,62 |
| davon
Gewinnvortrag |
81.567,62 |
-12.353,31 |
| B.
Rückstellungen |
106.832,77 |
68.683,05 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
45.743,93 |
51.933,05 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
61.088,84 |
16.750,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
72.009,06 |
91.277,63 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
47.120,39 |
69.997,50 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
47.120,39 |
69.997,50 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
24.888,67 |
21.280,13 |
| davon
aus Steuern |
24.888,67 |
20.392,93 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0,00 |
887,20 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
24.888,67 |
21.280,13 |
| Passiva |
480.246,71 |
391.528,30 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
1.617.567,09 |
1.311.546,50 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
12.896,60 |
13.750,28 |
| 3.
Materialaufwand |
125.430,22 |
145.108,15 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
7,98 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
125.422,24 |
145.108,15 |
| 4.
Personalaufwand |
777.288,88 |
461.073,32 |
| a)
Löhne und Gehälter |
657.978,37 |
395.222,34 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
119.310,51 |
65.850,98 |
| davon
für Altersversorgung |
4.231,32 |
6.837,68 |
| 5.
Abschreibungen |
6.083,78 |
1.890,96 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
6.083,78 |
1.890,96 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
661.350,06 |
564.484,75 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
0,89 |
|
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
2.375,00 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
30.002,38 |
56.433,67 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
30.309,26 |
93.930,93 |
| 11.
sonstige Steuern |
472,00 |
10,00 |
| 12.
Jahresüberschuss |
29.837,26 |
93.920,93 |
| 13.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
81.567,62 |
|
| 14.
Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
12.353,31 |
| 15.
Bilanzgewinn |
111.404,88 |
81.567,62 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist
im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der
Nummer HRB 262718 eingetragen.
Sie ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (kurz:
KVG). Die Gesellschaft hat die erforderliche Erlaubnis
für die Tätigkeit als Spezial-AIF
Kapitalverwaltungsgesellschaft. Sie verwaltet Spezial
Alternative Investmentfonds (Spezial-AIF) in der Form von
Sondervermögen und Investmentkommanditgesellschaften.
Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde
gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff.
HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des KAGB, des
GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.
Angaben zur Identifizierung der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Praeclarus Invest
GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
München |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
HRB 262718 |
B. Angaben zu Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 der
Gesellschaft werden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungsvorschriften
für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute,
Wertpapierinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute
des Handelsgesetzbuchs, des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie der
Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute,
Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute
(RechKredV) unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.
Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an
Kunden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die sonstigen
Vermögensgegenstände weisen wir mit dem Nennbetrag
aus.
Der Buchwert der Beteiligungen sowie der Buchwert der
Anteile an verbundenen Unternehmen entspricht jeweils den
Anschaffungskosten, wobei erforderliche
außerplanmäßige Abschreibungen auf den
niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt werden,
soweit eine dauerhafte Wertminderung gegeben ist.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden nach der
voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Steuerrückstellungen werden anhand der
gesetzlichen Vorgaben für das Geschäftsjahr
gebildet. Die Steuerrückstellungen werden nicht
abgezinst, da sie innerhalb eines Jahres fällig sind.
Die anderen Rückstellungen werden nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei
Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wird mit dem
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Der Wertansatz der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt
mit dem Erfüllungsbetrag.
Es werden alle Geschäftsvorfälle in
Originalwährung erfasst, diese beliefen sich im
Berichtsjahr ausschließlich auf Euro.
C. Erläuterungen zur Bilanz
C.a Aktivseite
1. Forderungen an Kreditinstitute
Hierbei handelt es sich um täglich fällige
Guthaben bei Kreditinstituten.
2. Forderungen an Kunden
In dieser Position werden sofort fällige
Forderungen aus der Verwaltung von Sondervermögen und
der Verwaltung von Investmentkommanditgesellschaften sowie
sonstige Dienstleistungen in Bezug auf oder mit
Sondervermögen und Investmentkommanditgesellschaften
ausgewiesen.
3. Beteiligungen
Die Beteiligungen umfassen Anteile an
Investmentkommanditgesellschaften als Kommanditist. Die
Beteiligung beträgt unter 0,01% der
Gesellschaftsanteile.
4. Anteile an verbundenen Unternehmen
Gesellschaft
|
Kapitalanteil
|
Eigenkapital
zum 31.12.2022
|
Ergebnis
vom 01.01. bis 31.12.2022
|
Ostseefonds Wind 1
Vorrats-Komplementär GmbH mit Sitz in
Grünwald
|
100,00%
|
EUR 11.011,83
|
EUR 475,66
|
5. Sachanlagen
Hier verweisen wir auf Abschnitt D des Anhangs
(Anlagespiegel)
6. Sonstige Vermögensgegenstände
Die hier ausgewiesenen Forderungen in Höhe von EUR
78.685,74 (i. Vj. EUR 7.704,51) bestehen im Wesentlichen aus
den Forderungen für die Konzeption eines neuen
AIF-Sondervermögens in Höhe von EUR 75.000,00
(i. Vj. EUR 0,00) und Umsatzsteuerforderungen, die in der
Folgeperiode abziehbar sind EUR 2.585,74 (i. Vj. EUR
7.704,51). Die Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu
einem Jahr.
C.b Passivseite
4. Sonstige Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
72.009,06 (i. Vj. EUR 91.277,63) sind im Wesentlichen
Verbindlichkeiten gegenüber externen Dienstleistern in
Höhe von EUR 47.120,39 (i. Vj. EUR 69.997,50) enthalten
und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR
24.888,67 (i. Vj. EUR 20.392,93). Die sonstigen
Verbindlichkeiten haben alle eine Fälligkeit von unter
einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten wurden keine
Sicherheiten gewährt.
5. Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die anderen Rückstellungen in Höhe von EUR
61.088,84 (i. Vj. EUR 16.750,00) enthalten folgende
Positionen:
Rückstellung
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
Rückstellungen
für ausstehende Rechnungen
|
EUR 17.770,00
|
EUR 0,00
|
Rückstellungen f.
Personalkosten
|
EUR 18.358,84
|
EUR 0,00
|
Rückstellung für
Abschluss und Prüfung
|
EUR 24.960,00
|
EUR 16.750,00
|
Gesamt
|
EUR 61.088,84
|
EUR 16.750,00
|
6. Eigenkapital
6.1 gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt
unverändert EUR 150.000,00 (i. Vj. EUR 150.000,00).
6.2 Kapitalrücklage
Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuführung in die
Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 40.000,00 auf
EUR 40.000,00. Die Erhöhung erfolgte, um die
aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Kapitalausstattung
jederzeit einhalten zu können.
6.3 Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn erhöhte sich im Berichtsjahr von
EUR 81.567,62 aus dem Vorjahr um den in 2023 erzielten
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 29.837,26 auf EUR
111.404,88.
D. Anlagespiegel der Praeclarus Invest GmbH
Kapitalverwaltungsgesellschaft zum 31.12.2023
|
Anschaffungs-/
Herstellungs-kosten
|
Zugänge (+)
Abgänge (-)
|
Umbuchun-gen
|
|
|
vom 01.01.2023
|
vom 01.01.2023
|
|
01.01.2023
|
bis 31.12.2023
|
bis 31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
3.735,96
|
9.859,78
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
3.735,96
|
9.859,78
|
0,00
|
II. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
200,00
|
-100,00
|
0,00
|
2. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
25.000,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
25.200,00
|
-100,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
28.935,96
|
9.759,78
|
0,00
|
|
Zuschreib-ungen
|
Abschreibungen kumuliert
|
|
vom 01.01.2023
|
|
|
bis 31.12.2023
|
01.01.2023
|
|
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
1.890,96
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
1.890,96
|
II. Finanzanlagen
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
2. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
1.890,96
|
|
Abschreibungen
Zuschreibungen
|
|
vom 01.01.2023
|
|
bis 31.12.2023
|
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
I. Sachanlagen
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
6.083,78
|
Summe Sachanlagen
|
6.083,78
|
II. Finanzanlagen
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
2. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
6.083,78
|
|
Änderungen AfA durch
Zu- Abgänge bzw. Umbuchungen
|
Abschreibungen kumuliert
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
vom 01.01.2023
|
|
|
|
|
bis 31.12.2023
|
31.12.2023
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
7.974,74
|
5.621,00
|
1.845,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
7.974,74
|
5.621,00
|
1.845,00
|
II. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
100,00
|
200,00
|
2. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
25.000,00
|
25.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
25.100,00
|
25.200,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
7.974,74
|
30.721,00
|
27.045,00
|
E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Provisionserträge
Die Erträge der Gesellschaft sind wie folgt
aufgegliedert:
Tätigkeitsbereich
|
2023
|
2022
|
Fondsverwaltungsvergütung (umsatzsteuerfrei)
|
EUR 271.225,38
|
EUR 249.144,90
|
Verwaltungsvergütungen (umsatzsteuerpflichtig)
|
EUR 643.578,14
|
EUR 568.345,22
|
Erlöse (Set-Up-Fee
SPE´s)
|
EUR 125.000,08
|
EUR 162.000,08
|
Verwaltungsdienstleistungen an PAM1
|
EUR 396.000,00
|
EUR 178.200,00
|
Sonstige Erträge
|
EUR 181.763,49
|
EUR 153.856,30
|
Summe
|
EUR 1.617.567,09
|
EUR 1.311.546,50
|
In den sonstigen Erträgen sind mit EUR 151.763,49
(i. Vj. EUR 123.856,30) im Wesentlichen Erträge aus der
Weiterverrechnung von Aufwendungen an die Sondervermögen
oder Firmen, die mit der Praeclarus Invest im Zusammenhang
stehen (z.B. Schwestergesellschaften) enthalten.
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind im
Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von EUR
777.288,88 (i. Vj. EUR 461.073,32) und andere
Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 786.780,28 (i.
Vj. EUR 709.592,90) enthalten.
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich
im Wesentlichen um Fremdleistungen EUR 124.236,25 (i.
Vj. EUR 144.013,75), Raumkosten EUR 77.323,93 (i.
Vj. EUR 72.250,06), Fahrzeugkosten EUR 53.801,53
(i. Vj. EUR 44.176,04), Werbe- und Reisekosten
EUR 15.784,58 (i. Vj. EUR 12.267,80),
Rechts- und Beratungskosten EUR 46.569,52 (i. Vj.
EUR 30.743,14), Interne Revision EUR 40.000,00 (i.
Vj. EUR 31.556,00), weiterbelastete Aufwendungen
EUR 151.763,49 (i. Vj. EUR 123.856,30),
Miete für bewegliche Einrichtungen EUR 22.726,68
(i. Vj. EUR 24.094,76), Abschluss- und
Prüfungskosten EUR 61.273,00 (i. Vj.
EUR 48.064,26), Aufwendungen für Lizenzen
EUR 48.896,29 (i. Vj. EUR 37.613,86), sowie nicht
abziehbare Vorsteuer EUR 23.705,41
(i. Vj. EUR 21.840,67).
F. Sonstige Angaben
1. Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
leitende Angestellte
|
|
3,0
|
Angestellte
|
|
6,5
|
Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
|
|
9,5
|
2. Honorar des Abschlussprüfers
Positionen
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
Abschlussprüfungsleistungen
|
EUR 33.614,00
|
EUR 19.906,01
|
Andere Beratungsleistungen
|
EUR 0,00
|
EUR 558,25
|
3. Namen und Mitglieder der
Geschäftsführung und des Aufsichtsrates
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen der
Geschäftsführung an:
Herr Fritz Roth, Rechtsanwalt und Diplom Volkswirt
Herr Friedhelm von Zieten, Diplom Betriebswirt (FH)
Herr Friedrich Eschenbaum, Dipl. Ingenieur (Architekt)
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:
Herr Karsten Heinrich Weber
Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der
Genossenschaftsorganisation VvaG
Herr Dr. Horst Harald Huhn
Unternehmensberater
Frau Ingrid Cerny
Wirtschaftsprüferin
Die Angabe über die Gesamtbezüge der
Mitglieder der Geschäftsführung und des
Aufsichtsrates unterbleibt auf Grund § 286 Abs. 4 HGB.
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus langfristigen Leasingverträgen und
Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu
zweieinhalb Jahren ab dem Bilanzstichtag sind Zahlungen in
Höhe von EUR 274.821,57 (i. Vj. EUR 375.152,45) zu
erwarten.
5.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresüberschuss beträgt
EUR 29.837,26. Dieser wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
6.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind im Jahr 2024
nach wie vor der Ukraine-Russland-Krieg und die daraus
resultierende Herausforderungen am Energie- und Rohstoffmarkt
und den Lieferketten. Auf Grund von steigenden Energiepreisen
werden die Investitionen in Windparks nach wie vor positiv
betrachtet.
Auf die Beurteilung der Auswirkungen für die
Gesellschaft wird auf den Lagebericht Bezug genommen.
1 Praeclarus Asset Management - zuständig für
die Verwaltung der Immobilien
sonstige Berichtsbestandteile
München, den 16. Dezember
2024
gezeichnet
Fritz Roth, Friedhelm von Zieten
Friedrich Eschenbaum
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Praeclarus Invest GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Praeclarus Invest
GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Praeclarus Invest GmbH, München, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember
2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 38 KAGB i.V.m. § 322 Abs.
3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 38
KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die
sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten irreführende Darstellungen bzw.
das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
München, 13. Juni 2024
KPMC Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
MÜLLER
Wirtschaftsprüfer
PAULUS
Wirtschaftsprüfer |