Askania
AG
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.159.163,00 |
1.148.915,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.019.433,00 |
1.003.697,00 |
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
2,00 |
2,00 |
| 2.
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
1.019.431,00 |
1.003.695,00 |
| II.
Sachanlagen |
139.730,00 |
145.218,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
7.532,00 |
11.428,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
132.198,00 |
133.790,00 |
| III.
Finanzanlagen |
|
0,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
2.795.352,43 |
2.638.925,30 |
| I.
Vorräte |
2.152.267,35 |
1.892.582,21 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
228.147,29 |
415.436,55 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
10.182,00 |
10.182,00 |
| davon
gegen Gesellschafter |
50.739,83 |
50.739,83 |
| III.
Wertpapiere |
6.461,99 |
|
| 1.
sonstige Wertpapiere |
6.461,99 |
|
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
408.475,80 |
330.906,54 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.733,80 |
5.200,80 |
| Aktiva |
3.959.249,23 |
3.793.041,10 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.291.251,77 |
1.196.849,08 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
536.185,00 |
551.185,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
564.287,00 |
564.287,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-28.102,00 |
-13.102,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
954.241,56 |
954.241,56 |
| III.
Gewinnrücklagen |
-26.676,31 |
-26.676,31 |
| IV.
Bilanzverlust |
172.498,48 |
281.901,17 |
| davon
Verlustvortrag |
281.901,17 |
408.527,67 |
| B.
Rückstellungen |
259.676,76 |
207.814,88 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.408.320,70 |
2.388.377,14 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
706.656,91 |
590.170,48 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
125,54 |
4.783,41 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
706.531,37 |
585.387,07 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.701.663,79 |
1.798.206,66 |
| davon
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern |
82.321,98 |
95.639,79 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
636.531,07 |
735.073,94 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.065.132,72 |
1.063.132,72 |
| Passiva |
3.959.249,23 |
3.793.041,10 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
1.538.426,73 |
1.351.324,43 |
| 2.
Personalaufwand |
359.137,94 |
433.726,06 |
| a)
Löhne und Gehälter |
258.022,32 |
346.355,29 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
101.115,62 |
87.370,77 |
| davon
für Altersversorgung |
1.742,52 |
1.742,52 |
| 3.
Abschreibungen |
31.549,19 |
26.777,00 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
31.549,19 |
26.777,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
867.288,87 |
588.688,15 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
97,73 |
1.105,01 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
6,70 |
9,10 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
170.246,74 |
175.071,08 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
2,40 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
110.210,69 |
127.068,84 |
| 9.
sonstige Steuern |
808,00 |
442,34 |
| Jahresüberschuss |
109.402,69 |
126.626,50 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für kleine
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut Registergericht: Askania AG
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 98115
Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei
der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:
Die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft
konnte Ende 2019 aufgrund des erfolgten Rangrücktritts
gegen Besserungsschein vollständig beseitigt werden.
Für Ihre zum Stichtag bestehenden Ansprüche
gegen die Gesellschaft aus einer gekündigten
Beteiligung mit einer Einlage in Höhe von TEUR 475
nebst Zinsen wurde mit der Mittelständischen
Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH (MBG)
gemäß § 4 Abs. 7 des Gesellschafts- und
Beteiligungsvertrags vom 03.03.2006 ein Rangrücktritt
für den Insolvenzfall vereinbart. Durch Erklärung
vom Mai 2018 wurde diese Vereinbarung über einen
einfachen Rangrücktritt in einen qualifizierten
Rangrücktritt erweitert, mit dem die MBG mit ihren
Ansprüchen hinter alle derzeitigen und
zukünftigen Gläubiger, jedoch nicht hinter die
Gesellschafter, zurücktritt. Der vereinbarte
Rangrücktritt erlischt, wenn die bilanzielle
Überschuldung beseitigt ist, spätestens am
31.12.2019.
Mit Datum vom 28.12.2018 wurde durch die Gesellschaft
eine Teilverzichtsvereinbarung mit der MBG und der
Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH vereinbart.
Auf Grundlage der Teilverzichts- vereinbarung werden 36%
der bestehenden Gesamtforderungen durch die MBG erlassen,
was einem Verzicht in Höhe von TEUR 261 entspricht.
Mit Datum vom 29.10.2019 konnte die Gesellschaft mit
der MBG, der Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg
GmbH und der Commerzbank AG, Hamburg, eine
Verzichtsvereinbarung gegen Besserungsschein zur
abschließenden Regelung der Finanzierungen
vereinbaren. Durch fristgerechte Zahlung der vereinbarten
Einmalzahlung in Höhe von TEUR 40 wurden die
bestehenden Finanzierungsengagements zum 31.12.2019
erledigt, was einem Verzicht in Höhe von TEUR 1.160
entspricht.
Gemäß den Regelungen in der
Verzichtsvereinbarung gegen Besserungsschein sind 50% des
modifizierten Jahresergebnisses an die Gläubiger
auszuzahlen. Der sich ergebende Zahlungsanspruch der
Gläubiger in Höhe von TEUR 157 für 2020
sowie TEUR 140 für 2021 wurde in den jeweiligen
Jahresabschlüssen aufwandswirksam passiviert. Aufgrund
der wirtschaftlichen Folgen, verursacht durch die
Corona-Pandemie, erfolgt eine Abstimmung mit den
Gläubigern, wann der Zahlungsanspruch tatsächlich
zur Auszahlung kommen wird.
Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen Folgen
für die Gesellschaft aufgrund der behördlich
angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der
Corona-Pandemie erheblich gewesen. Mehrere
Schließungszeiträume und das Ausbleiben von
Touristenströmen im Berichtszeitraum führten
dazu, dass die Umsätze nochmals um ca. 18%
gegenüber dem bereits von der Corona-Pandemie
gezeichneten Geschäftsjahr zurück gingen. Die zur
Verfügung stehenden staatlichen
Unterstützungsmaßnahmen wurden auch im
Berichtsjahr durch die Gesellschaft schnellstmöglich
in Anspruch genommen, um die wirtschaftlichen Nachteile
abzumildern, unter anderem waren dies:
| • |
Beantragung von Kurzarbeitergeld
bei der Bundesagentur für Arbeit
|
| • |
Beantragung der
Überbrückungshilfen III und III Plus
|
Mögliche Rückzahlungsbeträge von zu
viel gewährten Überbrückungshilfen wurden
unter Vorsichtsaspekten als Rückstellung passiviert.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
- Ausleihungen zum Nennwert
- unverzinsliche und niedrig verzinsliche
Ausleihungen zum Barwert
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Allgemeines
Aufgrund der getroffenen Vergleichsvereinbarung gegen
Besserungsschein vom 19. Oktober 2019 wurden die
ursprünglich ausgewiesenen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.160
in 2019 vollständig reduziert. In Höhe von TEUR
800 war die BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg
GmbH (BBB) zugunsten der Commerzbank AG beigetreten.
Die Vertragspartner haben mit Datum vom 29. Oktober
2019 einen Vergleich über den vollständigen
Verzicht der bestehenden Finanzierungen getroffen.
Insbesondere aufgrund der Beteiligung der BBB bedarf der
rechtswirksame Abschluss des Vergleichs der Zustimmung der
Senatsverwaltung für Finanzen und des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Dem
Forderungsverzicht gegen Besserungsschein wurden dabei
unter folgenden Voraussetzungen zustimmt:
| • |
die Gesellschaft leistet eine
Einmalzahlungen in Höhe von EUR 39.626 bis zum
31. Dezember 2019
|
| • |
Ausstellung eines unbefristeten
Besserungsscheins der Gesellschaft bis zu 50% aus den
jeweiligen Jahresgewinnen, maximal bis zu einer
Höhe von EUR 500.000
|
| • |
Umsetzung des
Forderungsverzichts der Crowdfunder von 50% der
maßgeblichen Höhe von EUR 965.840
innerhalb eines Jahres nach Unterzeichnung der
Vereinbarung über den Forderungsverzicht
|
| • |
Veräußerung eigener
Anteile in einer Höhe von EUR 150.000 innerhalb
eines Jahres nach Unterzeichnung der Vereinbarung
über den Forderungsverzicht
|
| • |
Verzicht der Gesellschafter auf
ihre Darlehensforderungen gegenüber der
Gesellschaft
|
Mit Schreiben vom 28. Januar 2020 wurde durch die
BBB bestätigt, dass die vereinbarte Einmalzahlung in
Höhe von EUR 39.626 geleistet wurde und die
Forderungen vereinbarungsgemäß erloschen sind.
Zahlungsverpflichtungen, die sich aufgrund des
Besserungsscheins ergeben, wurden im Jahresabschluss als
Verbindlichkeiten passiviert, insgesamt TEUR 297 zum 31.
Dezember 2021.
Entwicklung der Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen bestehen
ausschließlich aus Agiobeträgen.
Im Geschäftsjahr wurden 0 EUR in die
Kapitalrücklage eingestellt.
Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen wurden zum Erwerb eigener
Anteile gebildet.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >
5 Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
beträgt 509.250,00 EUR (Vorjahr:
509.250,00 EUR).
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen. Diese resultieren aus einem im Vorjahr
abgeschlossenen Mietvertrag mit einer Laufzeit von zehn
Jahren und bis einschließlich zum Jahr 2021
entstehenden Verpflichtungen von TEUR 109 pro Jahr. Ab dem
Jahr 2022 steigen diese Verpfichtungen gestaffet auf TEUR
132 bis TEUR 179 pro Jahr.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 13,0.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Herr Leonhard Müller
Dem Aufsichtsrat gehörten die folgenden Personen
an:
Herr Johannes von Bassenheim
Frau Martina Dold
Herr Andreas Eichler
Der Vorsitzende des Aufsichtrates war im
Geschäftsjahr Herr Johannes von Bassenheim.
Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 20. Juni 2022
Ort, Datum Leonhard R. Müller,
Vorstandsvorsitzender
sonstige Berichtsbestandteile
Bilanzeid zu dem Jahresabschluss der ASKANIA AG
für 2021
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Ich versichere nach bestem Wissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Unternehmens vermittelt.
Berlin, den 20.06.2022
Der Vorstand
Leonhard R. Müller
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.06.2022 festgestellt.
|