HDI Risk Consulting GmbH
Same addressComputer consultancy activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Renate Dr. Strasser since 4/14/2025 | Board Member |
Stefan Dr. Pasternak since 4/14/2025 | Board Member |
Barbara Dr. Klimaszewski-Blettner since 5/2/2024 | Board Member |
Dirk Dr. Höring since 5/2/2024 | Board Member |
Florian Dr. Schmidt since 5/2/2024 | Procura |
Bianca Steckel-Novacic since 1/4/2024 | Procura |
Martin Dr. Schwierzi since 3/21/2023 | Procura |
Mukader Dr. Erdönmez since 9/9/2020 | Board Member |
David Hullin since 5/14/2019 | Board Member |
Thomas Dr. Kuhnt since 7/11/2018 | Board Member |
Ursula Clemenz since 3/5/2009 | Procura |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| No data available | |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
HDI Global SEHannoverJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024HDI Global SE auf einen Blick
1) Aufwendungen für Versicherungsfälle
f.e.R. im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
f.e.R.
2) Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb f.e.R. im Verhältnis zu den
verdienten Beiträgen f.e.R.
4) Summe aus dem Kapitalanlageergebnis und dem
sonstigen Ergebnis
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten. Monetäre Beträge, die kleiner als 0,5 TEUR sind, werden mit einer 0 dargestellt. Angaben, soweit sie für die Gesellschaft nicht vorhanden sind, werden mit einem - gekennzeichnet. VorwortDas Jahr 2024 ... hat verdeutlicht, wie zentral die Aufgabe eines Corporate- &Specialtyversicherers ist. Essenzielle Sektoren wie Energie, Mobilität, Gesundheit und Digitalisierung sind von umfassenden Transformationen gekennzeichnet. CO 2 -neutrale Technologien, generative künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und das Industrial Internet of Things (IIoT) mit intelligenten Sensoren verändern die weltweite Industrie und den Alltag von uns allen. Ich bin überzeugt: Selten war die Bedeutung leistungsstarker Corporate- &Specialtyversicherer größer als aktuell. Neben der klassischen Absicherung von Risiken geht es darum, Chancen aus dem Wandel zu erkennen, sie zu nutzen und aktiv Lösungen mitzugestalten. Wir begleiten Unternehmen dabei, innovative Produkte und Verfahren zu entwickeln, die einen positiven Einfluss auf unsere Welt haben. Diese Innovationen müssen versichert werden, um nachhaltig wirtschaftlich eingesetzt zu werden. Dazu müssen wir die neuen Risiken verstehen, die sich aus den verschiedenen Veränderungen ergeben. Neugier, Expertise und ständige Anpassungsfähigkeit ermöglichen es uns, für unsere Kunden und Makler als starker Partner in der Transformation zu agieren. Hierfür ist entscheidend, dass unsere weltweiten Teams in über 175 Ländern individuelle Lösungen umsetzen. Wir sind dicht am Kunden und unser Anspruch ist, schnell und lösungsorientiert zu handeln. Ich bin sicher, dieser Ansatz zahlt sich aus. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir das Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abschließen konnten. Wir haben unsere ambitionierten Gewinnziele erreicht und weitere Resilienz aufgebaut. Unser starkes Ergebnis ermöglicht uns, auf Jahre hinweg stabiler und berechenbarer Partner zu bleiben. HDI Global hat zudem maßgeblich zum Konzernergebnis der Talanx Gruppe beitragen können. Mit einem profitablen Wachstum rund um den Globus haben wir bewiesen, dass unser Selbstverständnis lebendig ist: Wir sind der weltweit zuverlässige Partner unserer Kunden. Wir sichern die Gegenwart ab und ermöglichen Zukunftstechnologien. HDI Global schafft die Grundlage, Kunden bei individuellen Transformationsschritten maßgeschneidert abzusichern. Gegen Risiken, die aus dem Klimawandel resultieren, gehen wir aktiv vor. Hier gilt für uns: Sichern vor Versichern. Mit Werkzeugen wie ARGOS und dem Climate Risk Reporting stärken wir datengestützt das Bewusstsein unserer Kunden für ihre Risikobelastung auf Jahrzehnte hinweg und mindern ihre Risiken. Auch versichern wir zahlreiche neue Technologien, beispielsweise die Produktion von grünem Stahl, autonomes Fahren, alternative Treibstoffe und neue Ansätze in der Medizintechnik, um nur einige wenige zu nennen. Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile Alltag und in allen Branchen ein Faktor. Der Einsatz von KI für Windturbinenüberwachung und datengestützte Risikobewertung von Batteriespeichersystemen zeigt bereits heute den breiten Mehrwert von KI. Trotz aller technologischen Fortschritte ist Versicherung ein Geschäft von Menschen für Menschen. Basierend auf Fairness, Kollaboration und Engagement ermöglichen wir Leistung, fordern diese aber auch ein. Das spielt eine entscheidende Rolle für unseren Erfolg und macht HDI Global zu einem attraktiven und erfolgreichen Arbeitgeber. Ich bin stolz auf das Engagement und Commitment der mehr als 5.000 Menschen, die weltweit für HDI Global arbeiten. In unserer leistungsorientierten Unternehmenskultur schaffen wir eine Atmosphäre, in der sie gerne zur Arbeit kommen. Diese Kultur beruht auf unseren T-O-P-Werten. Together, Ownership und Performance ermöglichen es uns, Leistung zu erbringen und gleichzeitig Spaß an der Arbeit zu haben. Nur ein motiviertes Team kann den Herausforderungen unserer Zeit auf Augenhöhe begegnen und sich Chancen widmen. Das erfolgreiche Jahr 2024 untermauert dies. Als Vorstandsteam möchten wir uns bei allen, die täglich für dieses Ergebnis gearbeitet haben, für ihre Leistung sowie bei unseren Maklern und Geschäftspartnern für die enge Zusammenarbeit und ihr langjähriges Vertrauen in unsere Versicherungslösungen und Services bedanken. Die Versicherungsbranche spielt mehr denn je eine entscheidende Rolle, um Stabilität zu gewährleisten und globale Veränderungen positiv zu gestalten. Bei HDI Global sind wir stolz darauf, diesen Wandel zu begleiten und Partner zu befähigen, Chancen zu nutzen, die sich in Zeiten der Transformation ergeben.
Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr. Edgar Puls Vorstandsvorsitzender HDI Global Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024 gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben laufend überwacht und sich anhand regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichte vom Vorstand umfassend über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde überdies vom Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Der Aufsichtsrat trat zu zwei ordentlichen Sitzungen am 7. März 2024 und 6. November 2024 sowie zu einer außerordentlichen Sitzung am 24. Juni 2024 zusammen. In den Sitzungen wurden die Berichte des Vorstands über das laufende Geschäftsjahr und die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft ausführlich erörtert. Im Rahmen der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung wurde der Aufsichtsrat auch über die Risikosituation der Gesellschaft sowie über eintretende Veränderungen und deren Ursachen informiert. Turnusgemäß wurden ferner die Ergebnisse der von den Aufsichtsratsmitgliedern - entsprechend den Vorgaben der Versicherungsaufsicht - jährlich durchgeführten Selbsteinschätzung über ihre Kenntnisse in einer Reihe von wichtigen Themenfeldern erörtert. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeit an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2024 nicht veranlasst. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats kam im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammen und hat Beschlussempfehlungen an das Aufsichtsratsplenum, insbesondere im Hinblick auf die personelle Zusammensetzung sowie die Vergütung der Mitglieder des Vorstands, ausgesprochen. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumSchwerpunkte der Beratung des Aufsichtsrats bildeten neben der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr die weitere Optimierung interner Prozesse und Strukturen, Fragen der strategischen Ausrichtung, mögliche Akquisitionsprojekte sowie die digitale Transformation. Des Weiteren wurde die operative Planung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2025 ausführlich erörtert. Sofern aufgrund von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands der Zustimmungspflicht des Aufsichtsrates unterlagen, wurden diese nach Prüfung und Erörterung verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat sich von der Leistungsfähigkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement-Systems überzeugt und sich hierüber laufend vom Vorstand informieren lassen. Neben dem Risikomanagement wurde der Aufsichtsrat auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Interne Revision informiert. JahresabschlussprüfungDer vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Die Bestellung der Abschlussprüfer erfolgte durch die Hauptversammlung der Gesellschaft; der Finanz- und Prüfungsausschuss erteilte den konkreten Prüfungsauftrag. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. In dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln und dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der PricewaterhouseCoopers GmbH wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am 10. März 2025 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Ausschuss für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Ausschuss hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert, den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Ausschuss ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Ausschuss zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Überstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Ausschusses hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Ausschuss zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Ausschuss vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat er sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und dem Aufsichtsrat die Billigung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses empfohlen. Zudem hat der Ausschuss die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am selben Tag war der Abschlussprüfer ebenfalls anwesend und hat die Inhalte aus der Finanz- und Prüfungsausschusssitzung zusammengefasst und die Prüfungsergebnisse vorgestellt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, sodass der Aufsichtsrat sich dem Empfehlungsbeschluss des Ausschusses angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 10. März 2025 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Besetzung des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtsjahr 2024 nicht geändert. Frau Claire McDonald ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden. Zu neuen Mitgliedern des Vorstands bestellt wurden Frau Dr. Barbara Klimaszewski-Blettner und Herr Dr. Dirk Höring mit Wirkung ab 1. April 2024. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit im Berichtsjahr.
Hannover, den 10. März 2025 Für den Aufsichtsrat Torsten Leue, Vorsitzender LageberichtGrundlagen des UnternehmensDie HDI Global SE ist ein Unternehmen der Talanx Gruppe und bündelt die weltweiten Aktivitäten im Bereich der Industrieversicherung. Sie ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Talanx AG und hat ihren Hauptsitz in Hannover, Deutschland. Seit Jahrzehnten zählt die HDI Global SE zu den führenden Versicherern von Konzernen sowie von Industrie- und mittelständischen Unternehmen in Europa. Neben der herausragenden Präsenz der Gesellschaft am deutschen Markt ist sie maßgeblich über Auslandsniederlassungen, Tochter- und Schwestergesellschaften sowie Netzwerkpartner in mehr als 175 Ländern aktiv. Um global tätige Kunden mit lokalen Policen noch besser zu bedienen, ist ein strategisches Ziel der HDI Global SE die Globalisierung, indem der festgelegte Service und Versicherungsschutz weltweit für alle einbezogenen Risiken erbracht wird. Das Produktportfolio umfasst Haftpflicht-, Kfz-, Unfall-, Feuer- und Sachversicherung, Transport- und Technische Versicherungen. Die HDI Global SE bietet die komplette Produktpalette zur Absicherung unternehmerischer Risiken. Weltweite Deckungen in Form von internationalen Versicherungsprogrammen zeigen dabei die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungGeopolitische Spannungen wie der Konflikt im Nahen Osten, politische Unsicherheit angesichts Neuwahlen und Regierungswechseln in zahlreichen Ländern sowie eine über weite Strecken des Jahres immer noch restriktive Geldpolitik vieler Notenbanken prägten 2024 das globale Konjunkturbild. Vor diesem Hintergrund lag das Wachstum der Weltwirtschaft nach einer weiteren Abkühlung mit +3,2 % leicht unter seinem Durchschnitt seit der Jahrtausendwende. In Deutschland ist die Wirtschaft 2024 mit einem Minus von 0,2 % bereits das zweite Jahr in Folge geschrumpft. Dabei ging die Bruttowertschöpfung sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Baugewerbe deutlich zurück, während sie im Dienstleistungsbereich leicht zulegen konnte. Als Belastungsfaktoren erwiesen sich insbesondere anhaltend hohe Energiekosten, erhöhte Zinsen sowie die unsicheren wirtschaftlichen und politischen Aussichten. Auf der Verwendungsseite konnten die Zunahmen bei privatem und öffentlichem Konsum das kräftige Minus bei den Bruttoanlageinvestitionen und hier speziell bei den Investitionen in Ausrüstungen nicht vollständig kompensieren. Auf den Auslandsmärkten nahm der Gegenwind zu. Deutschland gehörte damit 2024 - wie schon 2023 -konjunkturseitig zu den Schlusslichtern der Eurozone, deren Wirtschaftsleistung insgesamt um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr zunahm. Dem erhöhten Zinsniveau und allen Rezessionssorgen zum Trotz konnte sich die US-Wirtschaft auch 2024 gut behaupten und wuchs im Vorjahresvergleich um 2,8 %. Gestützt wurde das Wachstum vom staatlichen Konsum und den (Ausrüstungs-)Investitionen, während der Außenhandel sich angesichts eines starken Import-Wachstums als Belastung erwies. Insbesondere machte jedoch der private Konsum seinem Titel als wichtigster Wachstumstreiber der US-Wirtschaft erneut alle Ehre, wobei er von steigender Kaufkraft dank eines kräftigen Lohnwachstums in Verbindung mit stabiler Inflation und einem robusten Arbeitsmarkt profitierte. Die Arbeitslosenquote stieg zwar im Jahresverlauf leicht von 3,8 % auf 4,1 % an, bewegte sich damit im historischen Vergleich aber immer noch auf niedrigem Niveau. Das Wirtschaftswachstum in China hat sich 2024 von 5,2 % auf 5,0 % gegenüber dem Vorjahr abgekühlt. Vor dem Hintergrund anhaltender Verwerfungen im Immobiliensektor, der hohen Verschuldung der Lokalregierungen, der eingeschränkten Konsumlaune privater Haushalte sowie ausschließlich staatlich getriebener Investitionen sorgte letztlich zusätzlicher Stimulus für ein starkes viertes Quartal, sodass das offizielle Wachstumsziel von 5 % gerade noch erreicht wurde. Das Wachstum in Lateinamerika hat sich im vergangenen Jahr leicht von 1,9 % auf 2,2 % beschleunigt. Als Unterstützung erwies sich, dass viele Notenbanken in der Region bereits 2023 begonnen hatten, ihre im Zuge des Post-Covid-Inflationsschocks stark gestiegenen Leitzinsen wieder zu senken. Dennoch blieb das Wachstum damit erneut hinter dem Durchschnitt seit der Jahrtausendwende zurück. Der globale Inflationsdruck hat im vergangenen Jahr weiter nachgelassen, ohne dass die Teuerungsraten jedoch wieder auf ihre Prä-Covid-Niveaus zurückgegangen sind. In der Eurozone lag die Inflationsrate Mitte vergangenen Jahres noch bei 2,5 %. Der starke Rückgang um rund acht Prozentpunkte vom Hoch 2022 gab der EZB jedoch genügend Zuversicht, angesichts einer schwachen konjunkturellen Dynamik in der Eurozone ab Juni einen Zinssenkungszyklus einzuleiten und in der Folge den Einlagensatz bis zum Jahresende von 4,0 % auf 3,0 % zu senken. Nachdem der Preisdruck in den USA im ersten Quartal 2024 zunächst noch einmal zugenommen hatte, pendelte sich die Inflation hier zwischen 2,5 % und 3,0 % ein. Vor diesem Hintergrund blieb die Fed im Vergleich vorsichtiger und begann erst im September mit Zinssenkungen, wobei auch sie den Leitzins bis zum Jahresende um einen vollen Prozentpunkt auf 4,50 % reduzierte. KapitalmärkteDie Aussicht auf Zinssenkungen der Notenbanken, das stabile konjunkturelle Umfeld in den USA und eine positive Gewinnentwicklung haben die Aktienmärkte 2024 zu immer neuen Rekorden getrieben. Der US-amerikanische S&P 500 beendete das Jahr mit einem Plus von 23,3 % (alle Wertentwicklungen in USD gerechnet) und damit bereits das zweite Jahr in Folge mit einem Zuwachs von mehr als 20 %. Wie schon im Vorjahr profitierte der US-Aktienmarkt dabei von der weit überdurchschnittlichen Performance der großen Tech-Unternehmen, nicht zuletzt im Angesicht der Euphorie rund um das Thema künstliche Intelligenz, wohingegen die zwischenzeitliche "Trump-Rallye" nach den US-Präsidentschaftswahlen Anfang November nur von kurzer Dauer war. Aktien aus den globalen Industrieländern (MSCI World: +17,0 %), aus Asien (MSCI Asia ex Japan: +9,8 %) und China (MSCI China: +16,3 %) blieben dahinter zurück. Der Euro Stoxx beendete das Jahr in USD gerechnet sogar mit einem kleinen Minus von 0,3 %, wahrend der DAX erstmals seit seinem Bestehen über die Marke von 20.000 Punkten stieg. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel von ihrem Hoch bei 5 % im Herbst 2023 mit dem Ausblick auf nahende Zinssenkungen der Fed bis September 2024 auf 3,62 %. In der Folge trieben aber Sorgen bezüglich der hohen US-Verschuldung und einer potenziell inflationären (Zoll-)Politik des künftigen US-Präsidenten sowie damit einhergehende Zweifel an weiteren Zinssenkungen der Fed die Rendite bis zum Jahresende wieder auf 4,57 % (2024: +0,69 Prozentpunkte). Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Jahresverlauf 2024 per saldo von 2,02 % auf 2,37 %. Der Ölpreis für die Sorte Brent erreichte mit der zunehmenden Eskalation des Konflikts im Nahen Osten im April sein Jahreshoch bei 91 USD je Barrel, lag jedoch zum Jahresende mit 74 USD auf das Gesamtjahr gesehen 3,1 % im Minus. Nachdem der Euro bis August auf 1,12 USD zugelegt hatte, sorgte der kräftige Zinsanstieg in den USA im Herbst für eine deutliche Abwärtsbewegung Richtung Parität. Schlussendlich notierte der EUR bei 1,04 USD um 6,2 % unter seinem Jahreseinstandskurs. Internationale VersicherungsmärkteDie internationale Schaden/Unfallversicherung verzeichnete aufgrund der anhaltenden Hartmarktphase, insbesondere im Bereich der Privatversicherung, auch im Jahr 2024 ein reales Prämienwachstum. Das Wachstum der entwickelten Versicherungsmärkte lag dabei leicht unter dem Niveau der Schwellenländer (ohne China) und war vor allem durch inflationsbedingte Preisanpassungen geprägt. Dabei wies Nordamerika das stärkste reale Prämienwachstum auf, gefolgt von Europa und Asia-Pazifik. Das positive reale Prämienwachstum in den Schwellenländern war primär durch Volumeneffekte getrieben. Die durch Naturkatastrophen verursachten Schäden lagen im Berichtsjahr über dem Vorjahresniveau und deutlich oberhalb des Zehnjahresdurchschnitts. Erneut entfiel ein Großteil der Schäden auf eine Vielzahl von Ereignissen mit geringem bis mittlerem Ausmaß, insbesondere schwere Gewitter, Überschwemmungen und Hurrikans. In Europa und dem Nahen Osten sorgten dabei insbesondere schwere Überschwemmungen für Schäden, während die USA von den Hurrikanen "Helene" und "Milton" sowie schweren Gewitterstürmen betroffen waren. Die internationale Schaden-Rückversicherung konnte im Berichtsjahr ein positives Prämienwachstum verzeichnen, das primär auf Preisanpassungen zurückzuführen war. Deutsche VersicherungswirtschaftDie Entwicklung der Schaden/Unfallversicherung in der deutschen Versicherungswirtschaft war aufgrund von Nachholeffekten 2024 erneut durch inflationsbedingte Beitragsanpassungen geprägt. Aufgrund dieser Nachholeffekte konnte die Kraftfahrtversicherung trotz eines geringen Bestandszuwachses ein deutliches Beitragswachstum verzeichnen. Der Schadenaufwand lag aufgrund von steigenden Reparaturkosten sowie leicht erhöhter Schadenhäufigkeiten erneut über dem Niveau des Vorjahres. Die Schäden durch Naturgefahren sind 2024 im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen, blieben aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Insbesondere die Elementarschäden lagen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die schwersten Elementarschäden wurden durch die Überschwemmungen im Mai und Juni des Berichtsjahres verursacht. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherung) und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2024 fort. Der Vertrieb von Versicherungsprodukten ist umfangreichen rechtlichen Vorgaben unterworfen. Bei der Zusammenarbeit mit Vermittlern haben die Erstversicherer neben den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb zu beachten. Die Produktüberwachung und die Governance von Versicherungsprodukten werden u. a. durch die Delegierte Verordnung (EU) 2017/2358 der Europäischen Kommission bestimmt. Für den Bereich der Restschuldversicherung wurde mit dem Schwarmfinanzierung-Begleitgesetz ein Provisionsdeckel gesetzlich verankert, der am 1. Juli 2022 in Kraft getreten ist. Darüber hinaus wird mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz eine siebentägige Wartefrist für den Abschluss von Restkreditversicherungen zu allgemeinen Verbraucherkreditverträgen eingeführt werden, die am 1. Januar 2025 in Kraft trat. Weiterhin treten zum 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und die entsprechende Verordnung in Kraft, wonach bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei erbracht und mit Barrierefreiheitsinformationen versehen werden müssen. Zu den im Gesetz genannten Dienstleistungen gehören u. a. solche im elektronischen Geschäftsverkehr, sodass der Online-Verkauf von Versicherungsprodukten den dann geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen muss. In dem BaFin-Rundschreiben 2/2017 (VA) zur behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) werden aus Sicht der Aufsichtsbehörde übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation sowie zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieses Schreibens wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der HDI Global SE berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement. Die BaFin hat eine überarbeitete Fassung der MaGo zur Konsultation gestellt. Die unternehmensspezifischen Auswirkungen der Änderungen werden als eher gering eingestuft. Aufgrund des Geldwäschegesetzes (GwG) ist die HDI Global SE zur Geldwäscheprävention verpflichtet. Für die HDI Global SE werden dafür von HDI Va.G. als Mutterunternehmen der Talanx Gruppe Mindeststandards definiert. Die Gruppen-Geldwäschefunktion rollt anlassbezogen bzw. mindestens jährlich im vierten Quartal eines Jahres eine gruppenweite Risikoanalyse nach den Vorgaben des GwG in allen Geschäftsbereichen aus und dokumentiert die risikobasierten Maßnahmen der zur Geldwäscheprävention verpflichteten Gruppenunternehmen. Zusätzlich wird durch ein gruppenweites Reporting auf Quartalsbasis der Informationsaustausch innerhalb der Gruppe sichergestellt. Das Risiko der HDI Global SE, zu Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden, wird insgesamt als gering eingestuft. In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf die IT-Sicherheit spielen auch bei der HDI Global SE eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 (VA) zu den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Gleiches gilt hinsichtlich des Rundschreibens 11/2019 (WA) zu den Kapitalverwaltungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (KAIT). Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Weiterhin wurde im Jahr 2024 von der EU die Verordnung über künstliche Intelligenz erlassen (Verordnung (EU) 2024/1689), die auch die Versicherungswirtschaft betrifft und die konkrete Auswirkung auf die HDI Global SE haben wird. Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die u. a. Versicherungsunternehmen ab Januar 2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Vorfällen in der Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. In der HDI Global SE verarbeiten wir u. a. für die Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreich personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagement-System auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z.B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die HDI Global SE Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können. GeschäftsverlaufVersicherungsgeschäft insgesamt
* Aufwendungen für Versicherungsfälle
im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
** Aufwendungen für den Vers.-Betrieb im
Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
Die gebuchten Bruttobeiträge der HDI Global SE erhöhten sich im Berichtsjahr um 703 Mio. EUR auf 7.193 (6.490) Mio. EUR und übertrafen mit dieser Entwicklung die Erwartungen deutlich. Ursächlich hierfür sind vor allem Bestandszuwächse in der Transportversicherung und den Technischen Versicherungen sowie vereinbarte Mehrbeiträge in der Kraftfahrtversicherung. Bruttobeiträge des Geschäftsjahres
Die verdienten Nettobeiträge stiegen mit 179 Mio. EUR auf 2.431 (2.252) Mio. EUR signifikant weniger als die gebuchten Bruttobeiträge, was wesentlich auf Anpassungen der konzerninternen Rückversicherung zurückzuführen ist. Der Bruttoschadenaufwand erhöhte sich deutlich um 1.176 Mio. EUR auf 4.538 (3.362) Mio. EUR, was insbesondere auf die Entwicklungen in den Sparten Haftpflichtversicherung und Kraftfahrtversicherung sowie den Sachsparten zurückzuführen ist. Kennzeichnend waren u. a. die Naturkatastrophenereignisse Hurrikan "Milton" und "Helene" in den USA, die Fluten in Brasilien und Zentraleuropa sowie ein Großschaden in Deutschland. Der Abwicklungsgewinn sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 356 Mio. EUR auf 307 (662) Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote stieg folglich signifikant um 11,1 Prozentpunkte auf 65,3 (54,2) %. Nach Rückversicherungsentlastung erhöhten sich die Nettoschadenaufwendungen um 266 Mio. EUR auf 1.782 (1.516) Mio. EUR, woraus sich eine um 6,0 Prozentpunkte gestiegene Nettoschadenquote von 73,3 (67,3) % ergibt. Der Provisionsaufwand brutto stieg um 81 Mio. EUR auf 704 (624) Mio. EUR und folgte somit dem starken Bruttowachstum. Der Verwaltungskostenaufwand brutto erhöhte sich leicht um 14 Mio. EUR auf 454 (440) Mio. EUR, was insgesamt zu einem Absinken der Kostenquote im Brutto um 0,5 Prozentpunkte auf 16,7 (17,2) % führte. Nach einem zusätzlichen Anstieg der Rückversicherungsprovisionen resultiert entsprechend ein deutlicher Rückgang der Nettokostenquote um 2,7 Prozentpunkte auf 15,8 (18,6) %. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote spiegelte die vorgenannten Effekte wider und erhöhte sich brutto signifikant auf 81,9 (71,4) % sowie netto um 3,3 Prozentpunkte auf 89,1 (85,9) %. Insgesamt wurde ein verbessertes versicherungstechnisches Nettoergebnis von 190 (137) Mio. EUR erreicht. Neben den vorgenannten Effekten beinhaltet das Ergebnis eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 59 (159) Mio. EUR. Damit liegt die Entwicklung über den Erwartungen. Selbst abgeschlossenes VersicherungsgeschäftHaftpflichtversicherung
Die Haftpflichtversicherung umfasst im Wesentlichen die Betriebshaftpflicht. Daneben werden hierunter die Sparten Special Lines, Privat-, Pharma-, Planungs-, Heilwesen- und Atomanlagen-Haftpflicht, Vermögensschaden-Haftpflicht für Organe sowie das sich in Abwicklung befindende US-Casualty-Geschäft ausgewiesen. Die gebuchten Bruttobeiträge konnten insbesondere durch Beitragszuwächse sowie Neugeschäft im Geschäftsjahr insgesamt um 103 Mio. EUR auf 1.580 (1.477) Mio. EUR gesteigert werden. Die verdienten Nettobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 91 Mio. EUR auf 700 (609) Mio. EUR aufgrund von Sondereffekten in der Rückversicherung im Vorjahr. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 502 Mio. EUR auf 1.290 (788) Mio. EUR. Die Geschäftsjahresschadenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf 72,7 (61,2) % und die Vorjahresschadenquote stieg auf 10,7 (-6,0) %. Das Abwicklungsergebnis verschlechterte sich um 252 Mio. EUR auf einen Abwicklungsverlust in Höhe von 166 Mio. EUR (gegenüber einem Abwicklungsgewinn im Vorjahr von 86 Mio. EUR). Der Abwicklungsgewinn im Vorjahr war durch eine Reduktion der Großschadenreserven in den versicherungstechnischen Rückstellungen beeinflusst. Der Geschäftsjahresschadenaufwand stieg um 250 Mio. EUR auf 1.124 (874) Mio. EUR. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 68 Mio. EUR auf 504 (572) Mio. EUR. Das Nettoabwicklungsergebnis verbesserte sich um 157 Mio. EUR auf einen Abwicklungsgewinn von 5 Mio. EUR (gegenüber einem Abwicklungsverlust im Vorjahr von 152 Mio. EUR). Dies resultiert aus der Erhöhung von Reserven hoch rückversicherter Schäden. Entsprechend verringerte sich die Nettoschadenquote im Geschäftsjahr um 21,8 Prozentpunkte auf 72,0 (93,8) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich aufgrund des gestiegenen Beitragsvolumens im Brutto auf 228 (219) Mio. EUR und im Netto auf 102 (100) Mio. EUR. Die Bruttokostenquote sank um 0,5 Prozentpunkte auf 14,8 (15,3) %. Die Nettokostenquote sank auf 14,5 (16,4) %. Die Schaden-/Kostenquote spiegelte die vorgenannten Entwicklungen wider und betrug brutto 98,3 (70,5) % und netto 86,5 (110,3) %. Nach einer Zuführung in die Schwankungsrückstellung in Höhe von 107 Mio. EUR (44 Mio. EUR Entnahme im Vorjahr) weist die Sparte Haftpflichtversicherung ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von -15 (-21) Mio. EUR aus. Feuerversicherung
Die Bruttobeitragseinnahmen in der industriellen Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung erhöhten sich im Geschäftsjahr um 19 Mio. EUR auf 230 (211) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge sanken um 1 Mio. EUR und lagen bei 90 (91) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im Geschäftsjahr um 132 Mio. EUR auf 221 (89) Mio. EUR an. Der Geschäftsjahresschadenaufwand erhöhte sich aufgrund von höheren Aufwendungen für Großschäden im NatCat-Bereich um 76 Mio. EUR auf 297 (221) Mio. EUR. Das Abwicklungsergebnis zeigte einen Gewinn in Höhe von 77 (132) Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich um 55,5 Prozentpunkte auf 96,8 (41,3) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 64 Mio. EUR auf 101 (37) Mio. EUR. Entsprechend erhöhte sich die Nettoschadenquote um 71,6 Prozentpunkte auf 112,2 (40,6) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen um 1 Mio. EUR auf 38 (37) Mio. EUR, während sich die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 2 Mio. EUR auf 11 (13) Mio. EUR reduzierten. Die Bruttokostenquote verringerte sich auf 16,6 (17,1) % und die Nettokostenquote um 1,6 Prozentpunkte auf 12,6 (14,2) %. Somit spiegelte die Schaden-/Kostenquote die vorgenannten Entwicklungen wider und verschlechterte sich im Brutto auf 113,4 (58,4) % und im Netto auf 124,8 (54,8) %. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 12 Mio. EUR (72 Mio. EUR Zuführung im Vorjahr) verblieb für das Geschäftsjahr insgesamt ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -17 (-37) Mio. EUR. Kraftfahrzeugversicherung
Im Jahr 2024 war ein Beitragswachstum gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Sparte Kraftfahrzeugversicherung stiegen im Geschäftsjahr um 82 Mio. EUR auf 526 (444) Mio. EUR. Dieser Anstieg basiert auf Vereinbarungen von Mehrbeiträgen und neuen Kundenverbindungen. Die Erhöhung des verdienten Bruttobeitrags fiel etwas höher aus. Er stieg um 87 Mio. EUR auf 515 (428) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge sanken aufgrund eines neuen Rückversicherungsvertrags um 58 Mio. EUR auf 276 (334) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 88 Mio. EUR und lagen bei 453 (365) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand stieg um 103 Mio. EUR auf 521 (418) Mio. EUR an. Gegenüber dem Vorjahr konnte ein um 14 Mio. EUR höherer Abwicklungsgewinn von 68 (54) Mio. EUR erzielt werden. Die Bruttoschadenquote lag mit 88,0 (85,2) % über dem Vorjahresniveau. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich aufgrund der neuen Rückversicherungsstruktur um 47 Mio. EUR auf 248 (295) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote erhöhte sich auf 89,6 (88,4) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb wuchsen entsprechend dem Anstieg in den Beiträgen und lagen bei 72 (68) Mio. EUR. Dabei blieben die Verwaltungskosten brutto konstant bei 42 (42) Mio. EUR, während sich der Provisionsaufwand auf 30 (25) Mio. EUR erhöhte. Die Bruttokostenquote konnte in Verbindung mit dem Beitragsanstieg auf 14,0 (15,9) % gesenkt werden. Die Nettokostenquote lag mit 10,0 (16,5) % wegen der Rückversicherungsprovision aus dem neuen Rückversicherungsvertrag deutlich unter Vorjahresniveau. Die Schaden-/Kostenquote erhöhte sich brutto auf 102,1 (101,1) % und sank netto auf 99,7 (104,9) %. Transport- und Luftfahrtversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge für die Transport- und Luftfahrtversicherung im Direktgeschäft erhöhten sich im Geschäftsjahr um 39 Mio. EUR auf 514 (475) Mio. EUR. Die Sparte Transport verzeichnete dabei einen Anstieg in Höhe von 39 Mio. EUR, der insbesondere aus dem Ausland (32 Mio. EUR) resultierte. Somit beläuft sich das Beitragsvolumen im Direktgeschäft Transport auf nunmehr 484 Mio. EUR. Die Nettobeiträge sind hingegen aufgrund einer Anpassung der Rückversicherung in Transport zurückgegangen. Die Sparte Luftfahrt hat ihr Beitragsvolumen mit 33 (31) Mio. EUR auf einem konstanten Niveau gehalten. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen insgesamt um 46 Mio. EUR auf 315 (269) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für das Geschäftsjahr in der Sparte Transportversicherung stiegen um 36 Mio. EUR auf 299 (263) Mio. EUR. Der Schadenaufwand für das Geschäftsjahr ging auf 326 (332) Mio. EUR zurück, der Abwicklungsgewinn hat sich hingegen reduziert auf 26 (69) Mio. EUR, im Wesentlichen in Deutschland. In der Sparte Luftfahrtversicherung sanken die Bruttoaufwendungen für das Geschäftsjahr um 1 Mio. EUR auf 17 (18) Mio. EUR. Es konnte ein Abwicklungsgewinn von 1 (12) Mio. EUR erzielt werden. Die Bruttoschadenquote stieg insgesamt um 3,7 Prozentpunkte auf 61,8 (58,1) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 13 Mio. EUR auf 31 (18) Mio. EUR. In der Sparte Transportversicherung waren im Nettoergebnis ein Rückgang im Geschäftsjahresschadenaufwand auf 48 (76) Mio. EUR und ein geringerer Abwicklungsgewinn von 20 (51) Mio. EUR zu verzeichnen. In der Sparte Luftfahrtversicherung wurde ein Abwicklungsverlust von 2 Mio. EUR verzeichnet (7 Mio. EUR Abwicklungsgewinn im Vorjahr). Die Schaden-/Kostenquote insgesamt stieg brutto auf 79,1 (76,4) % und netto auf 75,9 (41,2) % an. Nach der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 11 Mio. EUR (17 Mio. EUR Zuführung im Vorjahr) verblieb für das Geschäftsjahr ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 24 (38) Mio. EUR. Technische Versicherungen
Die Technischen Versicherungen umfassen die Maschinen-, Montage-, Bauleistungs-, Baubestands-, Elektronik- und Maschinengarantieversicherung sowie die jeweils zugehörigen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Die gebuchten Bruttobeiträge der Technischen Versicherungen sind im Vergleich zum Vorjahr auf 520 (456) Mio. EUR angestiegen, was vor allem auf das Beitragswachstum im Ausland zurückzuführen ist. Die verdienten Nettobeiträge beliefen sich auf 187 (163) Mio. EUR und folgten damit der Entwicklung der gebuchten Bruttobeiträge. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Geschäftsjahr um 142 Mio. EUR auf 338 (196) Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den erhöhten Geschäftsjahresschadenaufwand von 354 (244) Mio. EUR zurückzuführen ist. Hauptursächlich für diese Entwicklung ist ein erhöhter Geschäftsjahresschadenaufwand im Inland. Die Bruttoabwicklung zeigte einen Gewinn in Höhe von 17 (48) Mio. EUR, der im Wesentlichen aus dem Inland resultiert. Insgesamt ergab sich aus den vorgenannten Entwicklungen im Berichtsjahr eine um 24,6 Prozentpunkte erhöhte Bruttoschadenquote von 73,3 (48,7) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 60 Mio. EUR auf 151 (91) Mio. EUR, resultierend aus höheren Geschäftsjahres-Großschäden. Das Nettoabwicklungsergebnis zeigte aufgrund von Reserveerhöhungen im Inland einen Verlust von 9 (im Vorjahr Abwicklungsergebnis von 0) Mio. EUR. Entsprechend der verschlechterten Großschadenentwicklung im Geschäftsjahr stieg die Nettoschadenquote um 24,5 Prozentpunkte auf 80,7 (56,2) %. Die Kostenquote des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts sank gegenüber Vorjahr im Brutto auf 19,5 (20,5) %. Im Wesentlichen resultiert dieser Rückgang in der Quote aus dem Anstieg der verdienten Bruttobeiträge. Die Nettokostenquote ist gegenüber Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 11,4 (12,1) % gesunken. Die Schaden-/Kostenquote spiegelte die vorgenannten Entwicklungen wider und lag brutto bei 92,8 (69,1) % und netto bei 92,1 (68,2) %. Insgesamt wird für die Sparte Technische Versicherungen ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von 10 (48) Mio. EUR ausgewiesen. Unfallversicherung
Das Unfallgeschäft umfasst die Versicherungszweige Allgemeine Unfall, Kraftfahrtunfall, Probanden und Luftfahrt-Unfall. Der weitaus größte Anteil der Bruttobeitragseinnahmen entfällt auf den Zweig Allgemeine Unfall, der wiederum durch die Gruppen-Unfallversicherung bestimmt wird. Die Sparte Unfallversicherung verzeichnete im Geschäftsjahr gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 81 (73) Mio. EUR, was einem Anstieg von 11,0 Prozent entspricht. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 7 Mio. EUR und beliefen sich auf 69 (62) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 12 Mio. EUR auf 46 (58) Mio. EUR. Dadurch reduzierte sich die Bruttoschadenquote um 21,7 Prozentpunkte auf 58,2 (79,9) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle blieben mit 44 (45) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Nettoschadenquote reduzierte sich um 8,4 Prozentpunkte auf 64,6 (73,0) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich sowohl im Brutto als auch im Netto auf Vorjahresniveau. Im Brutto lagen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb bei 20 (20) Mio. EUR und im Netto bei 18 (18) Mio. EUR. Sowohl die Bruttokostenquote mit 25,1 (27,1) % als auch die Nettokostenquote mit 26,9 (29,3) % lagen unter dem Vorjahresniveau. Die Schaden-/Kostenquote reduzierte sich im Brutto um 23,7 Prozentpunkte auf 83,3 (107,0) %. Die Nettoschaden-/Kostenquote reduzierte sich um 10,7 Prozentpunkte auf 91,5 (102,2) %. Das versicherungstechnische Ergebnis im Geschäftsjahr wies eine Zuführung in Höhe von 5 Mio. EUR in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung auf. Das Geschäftsjahr wies ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von 1 (-1) Mio. EUR auf. In dem versicherungstechnischen Ergebnis im Geschäftsjahr war eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 1 Mio. EUR enthalten, wohingegen im Vorjahr eine Entnahme von 1 Mio. EUR enthalten war. All-Risk-Versicherungen
Das All-Risk-Geschäft umfasst die Versicherungszweige All-Risk-Sachversicherung und All-Risk-Betriebsunterbrechungsversicherung. Die Sparte All-Risk-Versicherungen verzeichnete im Geschäftsjahr einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 58 Mio. EUR auf 1.002 (944) Mio. EUR. Der Anstieg resultierte maßgeblich aus den ausländischen Niederlassungen. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 12 Mio. EUR und lagen bei 224 (212) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich um 62 Mio. EUR auf 330 (392) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand erhöhte sich vor allem bedingt durch höhere Aufwendungen für Naturkatastrophenereignisse um 31 Mio. EUR auf 506 (475) Mio. EUR. Das Abwicklungsergebnis zeigte einen Gewinn in Höhe von 176 (82) Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch Reservereduzierungen im Inland. Insgesamt sank die Bruttoschadenquote somit um 11,1 Prozentpunkte auf 33,2 (44,3) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 73 Mio. EUR auf 79 (152) Mio. EUR. Entsprechend verbesserte sich die Nettoschadenquote um 36,3 Prozentpunkte auf 35,5 (71,8) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Geschäftsjahr auf 126 (113) Mio. EUR. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb lagen mit 17 (17) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Kostenquote verblieb im Brutto mit 12,7 (12,7) % auf Vorjahresniveau und sank im Netto auf 7,5 (8,2) %. Die Schaden-/Kostenquoten spiegelten die vorgenannten Entwicklungen wider und beliefen sich auf 45,9 (57,0) % brutto und auf 43,0 (80,0) % netto. Insgesamt wird in der Sparte All-Risk-Versicherungen ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 118 (33) Mio. EUR ausgewiesen. Sonstige Versicherungen
Unter den sonstigen Versicherungen werden vom Geschäftsumfang her nicht gesondert auszuweisende Versicherungszweige zusammengefasst. Dieser Bereich wird durch die industriellen Risiken des Versicherungszweigs Extended Coverage (EC) bestimmt. Weiterhin sind in den sonstigen Versicherungen u. a. die spartenübergreifenden Multi-Line- und Multi-Risk-Produkte sowie die Zweige Rechtsschutzversicherung, Crisis Management und Cyber enthalten. Die gebuchten Bruttobeiträge der sonstigen Versicherungen sanken im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 197 (199) Mio. EUR. Der Beitragsrückgang ist im Wesentlichen in den Bereichen Cyber und EC zu verzeichnen und entwickelte sich als Folge des konservativen Underwritings in einer weniger harten Marktphase. In den anderen Versicherungszweigen veränderte sich das Beitragsniveau kaum. Auch die verdienten Nettobeiträge sanken analog zur Bruttoentwicklung auf 63 (73) Mio. EUR. Sowohl für das Rechtsschutz- als auch für das Crisis-Management-Geschäft werden Beiträge und Geschäftsjahresaufwendungen für das Bilanzjahr 2024 zu 100 % an die HDI Global Specialty SE zediert. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um insgesamt 102 Mio. EUR auf 139 (37) Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote stieg entsprechend um 52,5 Prozentpunkte und lag bei 71,5 (19,0) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 43 Mio. EUR auf insgesamt 59 (16) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote stieg somit um 71,5 Prozentpunkte auf insgesamt 94,0 (22,5) %. Der Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle ist, bis auf Crisis Management, in allen Zweigen der sonstigen Versicherungen zu verzeichnen. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entsprachen exakt dem Vorjahresniveau mit 36 Mio. EUR. Die Bruttokostenquote verringerte sich leicht auf 18,4 (18,7) %. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken im Vorjahresvergleich um 2 Mio. EUR auf 8 (10) Mio. EUR. Die Nettokostenquote sank auf 13,3 (14,0) %. Im Vorjahresvergleich stieg die Schaden-/Kostenquote im Brutto auf 89,9 (37,7) %. Im Netto stieg diese auf 107,2 (36,5) %. Im Berichtsjahr ergab sich in den Zweigen der sonstigen Versicherungen insgesamt ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von -5 (46) Mio. EUR. In Rückdeckung übernommenes GeschäftInsgesamt
Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft handelt es sich überwiegend um den ausländischen Prämienanteil internationaler Programme, die die HDI Global SE für ihre Kunden im In- und Ausland führt oder allein zeichnet. Zedenten sind in diesen Fällen Auslandseinheiten der HDI Global SE und Tochtergesellschaften des Talanx Konzerns, die im jeweiligen Land gemäß den Vorgaben der HDI Global SE Policen ausgestellt haben, sowie die Tochtergesellschaft HDI Global Network AG. Weitere Quellen des indirekten Geschäfts sind Übernahmen von Captives deutscher und ausgewählter internationaler Großkunden sowie zentral in Hannover gezeichnete internationale Risiken ausländischer Großunternehmen. Die Bruttobeitragseinnahmen des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts betrugen im Geschäftsjahr 2.543 (2.211) Mio. EUR und liegen damit deutlich über dem Vorjahr. Den wesentlichen Anteil daran hält die Sparte All-Risk-Versicherungen (inklusive Betriebsunterbrechung) mit 1.308 (1.213) Mio. EUR, gefolgt von Haftpflicht mit 643 (569) Mio. EUR und Transportversicherung mit 253 (181) Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandswachstum. Die verdienten Nettobeiträge folgen mit 758 (601) Mio. EUR der Entwicklung der gebuchten Bruttobeiträge. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Geschäftsjahr um 239 Mio. EUR auf 1.406 (1.167) Mio. EUR, was im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen sowie die gestiegenen Bruttoaufwendungen des zugrunde liegenden an die HDI Global SE zedierten Geschäfts zurückzuführen ist. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich infolge der veränderten Rückversicherungsstruktur um 2,5 Prozentpunkte auf 57,9 (55,4) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle sind um 276 Mio. EUR gestiegen und beliefen sich auf 565 (289) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote lag bei 74,5 (48,1) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich brutto um 56 Mio. EUR auf 461 (405) Mio. EUR. Der Anstieg zeigt sich vor allem im um 49 Mio. EUR auf 346 (297) Mio. EUR gestiegenen Provisionsaufwand, während sich die Verwaltungskosten um 7 Mio. EUR auf 115 (108) Mio. EUR erhöhten. Die Bruttokostenquote lag mit 19,0 (19,2) % um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Dagegen stiegen die Nettoaufwendungen leicht auf 161 (158) Mio. EUR. Bei ansteigenden verdienten Nettobeiträgen resultiert ein Absinken der Nettokostenquote um 5,1 Prozentpunkte auf 21,3 (26,4) %. Die Schaden-/Kostenquote spiegelt die vorgenannten Entwicklungen wider und stieg im Brutto auf 76,8 (74,6) %, während sie sich im Netto signifikant auf 95,8 (74,4) % verschlechterte. Insgesamt wurde im übernommenen Geschäft ein leicht verschlechtertes versicherungstechnisches Nettoergebnis von 25 (31) Mio. EUR ausgewiesen. Hierin ist eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 18 (129) Mio. EUR enthalten. All-Risk-Versicherungen
Haftpflichtversicherung
Technische Versicherungen
NiederlassungsberichtNiederlassungen als Repräsentanzen der HDI Global SE im AuslandDie HDI Global SE unterhält Niederlassungen in ausländischen Zielmärkten, um internationalen Kunden eine direkte Präsenz zu bieten. Damit nutzt die HDI Global SE sowohl in neuen Märkten als auch in neuen Kundensegmenten zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten außerhalb des deutschen Heimatmarktes. Niederlassungen der HDI Global SE
* Aktive Stammmitarbeiter zum Stichtag
** Seit 1. März 2022 angestellt bei der HDI
AG
Wesentliche Vorgänge in einzelnen NiederlassungenDie Niederlassung Portugal nahm im Jahr 2024 ihren Geschäftsbetrieb mit dem Schwerpunkt in den Geschäftsbereichen Haftpflicht- und Feuerversicherung auf. Im Namen der Niederlassung Singapur wurde in Dubai eine Vertriebsstelle eröffnet. Das Ziel ist, die Expansion im Nahen Osten voranzutreiben, insbesondere in den Geschäftsbereichen Technische Versicherungen sowie Sach- und Feuerversicherung. Wesentliche Veränderungen in den Bruttobeiträgen einzelner NiederlassungenIn der Niederlassung Frankreich führten Neugeschäft und Ratensteigerungen insbesondere in den Geschäftsbereichen Feuer-, Haftpflicht- und Kraftfahrzeugversicherung zu einem Anstieg der Bruttobeiträge um 78 Mio. EUR auf 785 (707) Mio. EUR. Der Bruttobeitrag in der Niederlassung Großbritannien konnte um 59 Mio. EUR auf 560 (501) Mio. EUR gesteigert werden, was im Wesentlichen auf Ratensteigerungen und den Ausbau in den Geschäftsbereichen Feuer-, Haftpflicht- und Kraftfahrzeugversicherung zurückzuführen war. Die Niederlassung Australien konnte die Bruttobeiträge um 94 Mio. EUR auf 425 (331) Mio. EUR steigern. Insbesondere Neugeschäft und Beitragsanpassungen in den Geschäftsbereichen Technische Versicherungen sowie Feuer- und Haftpflichtversicherung trugen dazu bei. Trotz der Abgabe des Portugal-Portfolios an die neue Niederlassung Portugal konnte die Niederlassung Spanien ihre Bruttobeiträge (196 (197) Mio. EUR) konstant halten. Der allgemeinen Geschäftsstrategie folgend konnten weitere Niederlassungen ihren Bestand durch Neuakquisitionen bzw. durch Beitragsanpassungen im jeweiligen Markt ausbauen. Dies betraf insbesondere die Niederlassungen Italien, Schweiz und Dänemark, die das Beitragsvolumen auf 255 (206) Mio. EUR, 232 (204) Mio. EUR bzw. 98 (73) Mio. EUR steigern konnten. Allgemeines GeschäftKapitalanlageergebnisDie laufenden Erträge, die wesentlich aus den Kuponzahlungen der festverzinslichen Kapitalanlagen bestanden, beliefen sich im Berichtsjahr auf 409 (288) Mio. EUR. Dem standen laufende Aufwendungen in Höhe von 17 (15) Mio. EUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug 372 (273) Mio. EUR. Aufgrund wieder auskömmlicher Erträge in zinstragenden Anlagen wurden Investitionen hierin verstärkt getätigt. Zudem wurden innerhalb dieser Anlageklassen umgeschichtet. Die laufende Durchschnittsverzinsung * betrug 4,0 (2,9) %. Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnis aus Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 1 (-82) Mio. EUR realisiert. Dabei stehen den Gewinnen in Höhe von 90 (34) Mio. EUR, die aus dem Abgang von Beteiligungen (68 Mio. EUR) und Inhaberschuldverschreibungen (21 Mio. EUR) stammen, Verluste in Höhe von 88 (116) Mio. EUR, vor allem aus der Umschichtung von Inhaberschuldverschreibungen (88 Mio. EUR), gegenüber. Diese Anlagen wurden im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit veräußert bzw. umgeschichtet. Der Saldo aus Zu- und Abschreibungen kumulierte sich auf -5 (-1) Mio. EUR. Das bilanzielle Ergebnis aus Kapitalanlagen belief sich erwartungsgemäß insgesamt auf 388 (190) Mio. EUR und lag somit deutlich über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurde für das Berichtsjahr eine Nettoverzinsung ** von 3,9 (2,0) % erreicht. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr auf -128 (-120) Mio. EUR. Während die sonstigen Erträge auf 78 (81) Mio. EUR leicht sanken, stiegen die sonstigen Aufwendungen auf 206 (201) Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren insbesondere gestiegenen Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes. Die Zinszuführungen auf Pensionsrückstellungen beliefen sich konstant zum Vorjahr auf 8 Mio. EUR. Zudem ergab sich ein Währungsergebnis in Höhe -9 (-2) Mio. EUR. Gesamtergebnis der HDI Global SE
Im Geschäftsjahr wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis von 412 (128) Mio. EUR an die Muttergesellschaft der HDI Global SE, die Talanx AG, abgeführt, was die Erwartungen übertraf. Vermögens- und FinanzlageKapitalanlagenDas Volumen der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) der HDI Global SE betrug zum Jahresende 10.184 (9.683) Mio. EUR und lag damit über dem Vorjahresniveau. Festverzinsliche Kapitalanlagen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen und Darlehen), die im Direktbestand gehalten werden, hatten zum Jahresende ein Volumen von insgesamt 5.299 (5.475) Mio. EUR. Dies entsprach einem Anteil von 52,0 (56,5) % der gesamten Kapitalanlagen. Weitere wesentliche Anlageklassen stellten Rentenfonds mit 17,2 (13,0) % sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen mit 24,7 (24,7) % dar. Investitionen erfolgten bei festverzinslichen Wertpapieren vor allem in Inhaberschuldverschreibungen guter Bonität. Die Qualität der festverzinslichen Wertpapiere blieb konstant auf einem durchschnittlichen Rating von A (A). Der Bestand an Rentenfonds erhöhte sich auf 1.750 (1.259) Mio. EUR. Im Laufe des Jahres wurde der im Vorjahr begonnene Aufbau von Aktien und Aktienfonds sukzessive fortgesetzt. Der Bestand betrug zum Jahresende 296 (231) Mio. EUR. Der Bestand der Immobilien betrug 163 (165) Mio. EUR. Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 2.517 (2.340) Mio. EUR. Die Buchwerte der Beteiligungsgesellschaften HDI AI EUR Beteiligungs-GmbH, Köln, und HDI AI USD Beteiligungs-GmbH, Köln, stiegen aufgrund der sukzessiven Kapitalisierung durch die HDI Global SE auf 1.229 (1.133) Mio. EUR an. Über diese Gesellschaften werden vornehmlich die Kapitalanlagen in Private Equity, Infrastruktur und indirekte Immobilien gesteuert, die auch einen Schwerpunkt der Kapitalanlageinvestitionen bildeten. Des Weiteren wurden Beteiligungsbuchwerte strategischer Beteiligungen um saldiert 67 Mio. EUR erhöht. Die Termingeldbestände betrugen zum Jahresende 61 (97) Mio. EUR. Die Marktwerte der Kapitalanlagen betrugen zum Bilanzstichtag 11.495 (10.139) Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus organischem Wachstum der Gesellschaft. Eigenkapital (voll eingezahlt)Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 125 Mio. EUR. Es ist eingeteilt in 125.000 auf den Namen lautende Stückaktien. Nachrangige VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeiten betreffen Nachrangdarlehen in Höhe von 200 Mio. EUR, die eine Festzinsperiode bis zum 12. August 2031 mit einem Kupon von 1,70 % p. a. vorsehen. Im Anschluss daran erfolgt eine variable Verzinsung zum Drei-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 2,79 % p. a. Diese Nachrangdarlehen können vom Schuldner erstmals zum 12. August 2031 vorzeitig gekündigt werden. Darüber hinaus besteht ein Nachrangdarlehen in Höhe von 180 Mio. EUR, das eine Festzinsperiode bis zum 2. Dezember 2031 mit einem Kupon von 2,28 % p. a. vorsieht. Im Anschluss daran erfolgt eine variable Verzinsung zum Drei-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 3,14 % p. a. Dieses Nachrangdarlehen kann vom Schuldner erstmals zum 2. Dezember 2031 vorzeitig gekündigt werden. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen sind um 594 Mio. EUR auf 9.631 (9.037) Mio. EUR gestiegen. In diesem Posten ist vorwiegend die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 7.757 (7.314) Mio. EUR enthalten. Die HDI Global SE ist international tätig und bilanziert daher versicherungstechnische Verbindlichkeiten in Fremdwährungen. Entsprechend der Entwicklung der versicherungstechnischen Passiva in Fremdwährung wird eine laufende kongruente Bedeckung in Fremdwährung auf der Aktivseite angestrebt. FinanzlageDer Gesellschaft fließen durch laufende Beitragseinnahmen, die Kapitalerträge und den Rückfluss von Kapitalanlagen liquide Mittel zu. Die Liquidität, die zur Bestreitung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, ist nach der laufenden Liquiditätsplanung, die die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Ferner besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Talanx AG. Weitere Posten der BilanzDie Zusammensetzung der genannten sowie weiterer Posten der Bilanz ist im Anhang dieses Berichts erläutert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDas Berichtsjahr 2024 war wesentlich von andauernden politischen und makroökonomischen Unsicherheiten, wie dem anhaltend hohen Inflationsniveau und geringem Wirtschaftswachstum in Deutschland, geprägt. Trotz der hieraus resultierenden Belastungen liegen das versicherungstechnische Ergebnis sowie die Schaden-/Kostenquote leicht über dem Vorjahresniveau, aber damit leicht unter den Erwartungen. Die Kostenquote (netto) liegt unter dem Niveau des Vorjahres, weshalb davon ausgegangen wird, einer der Kostenführer im Industrieversicherungsmarkt zu bleiben. Das Kapitalanlageergebnis liegt innerhalb der Erwartungen und trägt positiv zum Jahresergebnis bei. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der HDI Global SE zum Jahresende als unverändert einzuschätzen. Personal- und SozialberichtMitarbeitendenkennzahlenDie HDI Global SE beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 1.213 (1.133) Mitarbeitende. Die Teilzeitquote belief sich auf 10,9 (11,0) %. Der Vorstand der HDI Global SE bedankt sich bei allen Mitarbeitenden für ihr persönliches Engagement und ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Der Dank gilt ebenfalls allen Sozialpartnern für ihre konstruktive Zusammenarbeit. Nichtfinanzielle ErklärungDie HDI Global SE ist nach § 289b Absatz 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da sie in die nichtfinanzielle Konzernerklärung des Mutterunternehmens Talanx AG einbezogen ist. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung für den Talanx Konzern wird auf der Grundlage des § 315b Absatz 1 HGB im Einklang mit der Richtlinie 2013/34/EU erstellt und als Teil des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht auf der Unternehmenswebsite https://www.talanx.com/investor-relations/finanzberichte/talanx-group.aspx?sc_lang=de-DE veröffentlicht. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Absatz 4 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 4 HGBNach § 111 Absatz 5 Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat der HDI Global SE im März 2022 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft von weiterhin 16,7 % und im Vorstand von 12,5 % (weiterhin eine Frau im Vorstand bei absehbar acht Vorständen) festgelegt. Als Frist für die Erreichung der Zielgrößen wurde der 30. Juni 2027 festgelegt. Ferner hat nach § 76 Absatz 4 Aktiengesetz der Vorstand im Juni 2022 für denselben Zeitraum für die erste Führungsebene eine Zielgröße von 25,0 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 35,0 % beschlossen. Die Berichtsabschnitte "Nich.finanzielle Erklärung" und "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Absatz 4 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 4 HGB" sind nach § 317 Absatz 2 Satz 6 bzw. Satz 4 HGB ausdrücklich von der Prüfung im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses bzw. des Lageberichts ausgenommen. RisikoberichtDie HDI Global SE bietet ihren Versicherungsnehmern umfassenden Versicherungsschutz, sodass die Übernahme von Risiken den Kern ihres Geschäfts darstellt. Zu deren Beherrschung ist ein ausgeprägtes Risikobewusstsein unabdingbare Voraussetzung. Hierfür hat das Unternehmen vielfältige Verfahren und Instrumente entwickelt, die nicht nur zur Identifikation, Bewertung und Bewältigung von Risiken, sondern auch zur Wahrnehmung von Chancen eingesetzt werden. Das Risikomanagement der Gesellschaft legt den Fokus auf die negativen Zufallsabweichungen, d. h. die Risiken. Zur Berechnung des Risikokapitals für regulatorische Zwecke verwendet die HDI Global SE ein vollständiges internes Modell. Der betrachtete Zeithorizont des internen Modells beträgt ein Kalenderjahr. Die Überwachungsmechanismen und Entscheidungsprozesse der HDI Global SE sind eingebettet in die Standards des Talanx Konzerns. Aufbauorganisation des RisikomanagementsDie Aufgaben und Funktionen der inländischen Mitarbeitenden des Risikomanagements der HDI Global SE sind auf die HDI AG ausgegliedert. Der aufbauorganisatorische Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft ist in einem Rollenkonzept festgelegt, das die Aufgaben, Rechte und Verantwortlichkeiten festhält und abgrenzt. Im Rahmen der Funktionstrennung werden ferner risikosteuernde und -überwachende Funktionen unterschieden. Der Vorstand der Gesellschaft ist verantwortlich für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems sowie die Risikostrategie. Unterstützt wird dieser vom Risikokomitee. Zu den wesentlichen Aufgaben des Risikokomitees gehören beispielsweise die Koordination von Risikosteuerungsmaßnahmen, die Analyse von Risikopositionen unter besonderer Beachtung der vom Vorstand verabschiedeten Risikostrategie sowie die regelmäßige Berichterstattung der Risikopositionen. Zu den Aufgaben des Leiters Risikomanagement gehört u. a. die Koordination der Aktivitäten des unabhängigen Risikocontrollings. Tätigkeitsschwerpunkte des unabhängigen Risikocontrollings liegen u. a. in der Identifikation und Bewertung von Risiken auf aggregierter Ebene inklusive der Validierung der von den Risikoverantwortlichen vorgenommenen Risikobewertungen. Auch die Vorbereitung der Risikoberichterstattung inklusive der Aussagen zur Auslastung bestehender Limite und Schwellenwerte sowie die regelmäßige quantitative Risikotragfähigkeitsbetrachtung gehören zu seinen Aufgabenbereichen. Das Risikomanagement-System wird regelmäßig von der Konzernrevision geprüft. RisikocontrollingprozessAuf der Basis der risikostrategischen Ziele des Unternehmens, die im Einklang mit denen der Talanx AG sowie mit den Zielen der eigenen Geschäftsstrategie stehen, wird die Risikotragfähigkeit regelmäßig unterjährig überprüft und dem Vorstand berichtet. Diese quantitativen Betrachtungen werden im Rahmen eines konsistenten Limit- und Schwellenwertsystems auf Gesellschaftsebene operationalisiert. Es erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Limitauslastungen. Dem Konzentrationsrisiko wird u. a. über geeignete Limite und Schwellenwerte Rechnung getragen. Im Rahmen des qualitativen Risikocontrollingprozesses legt die HDI Global SE den Fokus auf wesentliche Risiken. Diese von den Risikoverantwortlichen benannten Einzelrisiken werden grundsätzlich zu einem Bericht über Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung aggregiert. Die regelmäßig mit den Geschäftsbereichen und Zentralfunktionen stattfindenden Risikogespräche bauen auf einer systemgestützten Risikoidentifikation auf. Die Ergebnisse von qualitativer und quantitativer Betrachtungsweise der Risikolage bilden die Grundlage eines internen Risikoberichts, der regelmäßig von der HDI Global SE erstellt wird. Somit ist jederzeit ein Überblick über die Risikosituation des Unternehmens gewährleistet. Die nach Solvency II geforderten Risikokategorien werden von der HDI Global SE vollumfänglich abgedeckt. Sie ermöglichen die Überleitung auf die Risikokategorien des Deutschen Rechnungslegungs Standards DRS 20, die im Folgenden erläutert werden. Versicherungstechnische RisikenDie versicherungstechnischen Risiken resultieren vor allem aus dem Prämienrisiko sowie dem Reserverisiko. Das Prämienrisiko bezeichnet in der Schaden- und Unfallversicherung das Risiko, aus den im Voraus festgesetzten Prämien in der Zukunft Entschädigungen leisten zu müssen, deren Umfang aufgrund der eingeschränkten Vorhersehbarkeit bei der Prämienfestsetzung nicht sicher bekannt ist (Zufalls- und Änderungsrisiko). Zur Begrenzung dieses Risikos setzt die HDI Global SE bei der Preisermittlung insbesondere versicherungsmathematische Modelle ein, überwacht regelmäßig den Schadenverlauf und nimmt Rückversicherungsschutz. Das Reserverisiko bezeichnet die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte Schäden vollständig zu bezahlen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird regelmäßig und zeitpunktbezogen die Höhe der Rückstellungen überprüft und die Abwicklungsergebnisse überwacht. Hierbei werden auch inflationsbedingte Risiken berücksichtigt. Außerdem wird eine sogenannte Spätschadenrückstellung für Schäden gebildet, die vermutlich eingetreten, aber noch nicht gemeldet worden sind. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Schadenquote f.e.R.: Schadenquote für eigene Rechnung
Insbesondere begegnet die HDI Global SE den aus versicherungstechnischen Risiken möglichen Auswirkungen eines zeitgleichen Eintritts von Naturkatastrophen und/oder Kumulschäden (Risikokumul) dadurch, dass sie sich durch adäquaten Rückversicherungsschutz absichert. Weiterhin werden zur Steuerung und Reduzierung der Risiken vor allem Schadenanalysen, Naturkatastrophenmodellierungen, selektives Underwriting und die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs herangezogen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Abwicklungsquote f.e.R.: Abwicklungsergebnis
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftDie HDI Global SE reduziert das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Rückversicherern durch segmentweit gültige Vorgaben und Richtlinien. Die Rückversicherungspartner werden u. a. durch das Group Reinsurance Committee sorgfältig ausgewählt und fortlaufend auf ihre Bonität überprüft. Die konsistente und einheitliche Verwendung von stichtagsbezogenen Ratinginformationen wird über ein konzernweit zugängliches Ratinginformationssystem sichergestellt. Zur Vermeidung bzw. Begrenzung von Ausfallrisiken aus dem Rückversicherungsgeschäft werden im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen zur Besicherung von Forderungen bzw. andere vertragliche Verpflichtungen dieser Rückversicherungspartner ergriffen. Die Steuerung der vertraglichen Rückversicherungsabgaben erfolgt über operative Sicherungs- und Platzierungsrichtlinien. Dem Ausfallrisiko für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Zudem werden bei Vermittlern Bonitätsprüfungen durchgeführt. Gegen mögliche Verzögerungen oder Ausfälle der Prämienzahlungen im Direkt- wie im Vermittlerinkasso wird vor allem ein stringentes Erinnerungs- und Mahnverfahren betrieben und die Entwicklung von offenen Forderungen in Bezug auf Höhe und Alter intensiv verfolgt. Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft bestanden gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern zum Bilanzstichtag 271,2 Mio. EUR ausstehende Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt mehr als 90 Tage zurücklag. Das entspricht 24,2 % der Bruttoforderungen. Hieraus musste die HDI Global SE im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 0,8 (0,9) % zum Bilanzstichtag wertberichtigen. Bei den Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft entspricht die Wertberichtigung im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 1,3 (1,5) %. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung der offenen Posten aus Rückversicherungsabrechnungen älter als 360 Tage. Um einen Ausfall aufseiten der Rückversicherer zu vermeiden, werden darüber hinaus Rückversicherungsunternehmen einem regelmäßigen Review unterzogen. Die Forderungen gegenüber Rückversicherern nach Ratingklassen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: Forderungen gegenüber Rückversicherern nach Ratingklassen
KapitalanlagerisikenDie Kapitalanlagerisiken umfassen insbesondere das Markt-, das Bonitäts- sowie das Liquiditätsrisiko. Im Risikoprofil der HDI Global SE stellen sie die größte Risikokategorie dar. Das Marktrisiko entsteht aus dem potenziellen Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen und kann auf Veränderungen von Zinsen, Aktien- und Wechselkursen zurückgeführt werden. Das Bonitätsrisiko bezeichnet die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen, insbesondere aus Versicherungsverträgen, nicht nachkommen zu können. Die Messung, Kontrolle und Steuerung der Risiken basiert im Hinblick auf Marktpreisrisiken auf Stresstests, Modified Duration und Convexity sowie auf einem implementierten Asset-Liability-Management-Modell. Im laufenden Prozess wird der dann tatsächlich eingetretenen Kapitalmarktentwicklung Rechnung getragen. Kreditrisiken werden mithilfe eines Systems von Ratingklassen in den speziellen Anlagerichtlinien gesteuert. Kreditrisiken bei Hypotheken und Grundschulden sowie bei Immobilien werden in den speziellen Anlagerichtlinien beschränkt. Bei der Steuerung des Liquiditäts- und Konzentrationsrisikos stehen Fungibilität und Diversifikation der Anlagen im Vordergrund. Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken wie zum Beispiel Basisrisiko, Kurvenrisiko und Spread-Risiko einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden. Aktuell kommen Derivate zum weitaus größten Teil zu Absicherungszwecken zum Einsatz. Die eingesetzten Derivate werden risikoadäquat im Risikocontrolling berücksichtigt. Ziele der Risikosteuerung bei KapitalanlagenMit der Risikosteuerung soll erreicht werden, dass die Kapitalanlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität in einem angemessenen Verhältnis unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung Berücksichtigung finden. Damit soll die Gesamtrisikosituation des Unternehmens berücksichtigt werden. Diese ist insbesondere gekennzeichnet durch die übernommenen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft, die bestehende Struktur der Kapitalanlagen, die Eigenmittel und sonstige finanzielle Reserven des Unternehmens. In die Risikosteuerung werden die Ergebnisse der unterjährigen Liquiditätsplanung und des Controllings einbezogen und es wird dem Aspekt des Zeithorizontes Rechnung getragen. Steuerung des KapitalanlageportfoliosFür die Kapitalanlage gelten detaillierte Richtlinien, deren Einhaltung neben der Befolgung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen laufend überwacht wird. Diese Anlagerichtlinien dienen der Festlegung des Rahmens der Anlagestrategie unter Berücksichtigung des betriebenen Versicherungsgeschäfts und des Zeithorizontes. Die Überwachung der in diesen Richtlinien aufgeführten Quoten und Limite obliegt dem Risikocontrolling des Asset-Managers sowie dem Finanzvorstand. Alle wesentlichen Änderungen der Kapitalanlagerichtlinien, der Anlagen selbst und der Kapitalanlagepolitik sind von dem Gesamtvorstand des Unternehmens zu genehmigen und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis zu bringen. Risikomessung und -kontrolleDas Risiko im Rentenbestand wird durch die Ermittlung des Zinsrisikos anhand von Szenarioanalysen überwacht. Auch die Einhaltung der Vorgaben in Bezug auf die Duration des Rentenportfolios wird kontrolliert. Zur weiteren Überwachung der Marktwertentwicklung der zinssensitiven Produkte wird die Konvexität der Rentenprodukte täglich beobachtet. Bei börsennotierten Aktien ermittelt das Risikocontrolling das Aktienrisiko anhand von Szenarioanalysen und Stresstests, die entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorschriften mindestens monatlich durchgeführt werden. Szenarien Zeitwertentwicklung Wertpapiere
Im Rahmen des Währungsrisikos wird überwacht, ob eine kongruente Währungsbedeckung gegeben ist. Darüber hinaus erfolgen auch Absicherungen mittels Derivaten. Die zu überwachenden Adressenausfallrisiken umfassen Kontrahenten- und Emittentenrisiken. Die Kontrolle der Adressenausfallrisiken erfolgt anhand der vorgegebenen Kontrahentenlisten sowie durch die Überwachung der pro Ratingklasse definierten Limite.
Dem Liquiditätsrisiko wird durch ausreichende Fungibilität und Diversifikation der Anlagen Rechnung getragen. Durch die Abstimmung zwischen Kapitalanlagebestand und Versicherungsverpflichtungen sowie die Planung ihrer Zahlungsströme stellt die Gesellschaft jederzeit ausreichende Liquidität sicher. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Berichterstattung der Liquiditätskennzahlen. Im Rahmen der vorgehaltenen Liquidität wird die Einhaltung der vorgegebenen Mindest- und Höchstlimite beachtet. Sämtliche Überschreitungen der Risikolimite werden dem Finanzvorstand und dem Portfoliomanagement unverzüglich angezeigt. Operationelle RisikenOperationelle Risiken beziehen sich auf Verluste, die durch unzureichende oder fehlerhafte interne Prozesse, mitarbeiterbedingte, systembedingte oder externe Vorfälle entstehen. Im Gegensatz zu versicherungstechnischen Risiken, die wir bewusst und kontrolliert eingehen, sind operationelle Risiken eng mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden. Daher liegt der Fokus auf Risikovermeidung und -reduzierung. Zur Ermittlung der Kapitalbindung in unserem internen Modell nutzen wir das Self-Assessment of Operational Risks, um zukünftige operationale Schadenszenarien zu beschreiben und zu bewerten. Geschäftsprozessrisiken entstehen durch unzureichende interne Prozesse, beispielsweise aufgrund inadäquater Prozessorganisation. Die HDI Global SE hat ein internes Kontrollsystem und ein Geschäftsprozessmanagement eingerichtet, die Mindestanforderungen an die Prozessorganisation festlegen und klare Verantwortlichkeiten definieren. Prüfungen und Kontrollen (z. B. Peer Reviews, File Reviews) unterstützen die Optimierung und Steuerung der Risiken. Durch kontinuierliche Optimierung, Automatisierung und Vereinheitlichung der Prozesse verringern wir diese Risiken. Die Datenqualität ist ein kritischer Erfolgsfaktor; unsere Datenmanagement-Organisation führt verschiedene Initiativen zur Sicherstellung und fortlaufenden Verbesserung durch. Betriebsausfallrisiken resultieren aus Gefahren natürlichen oder menschlichen Ursprungs, die den Geschäftsbetrieb bedrohen. Ziel ist die schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb nach einem Krisenfall, unterstützt durch vorhandene Notfallplanungen. Die entscheidenden Rahmenbedingungen und Pläne für die Wiederherstellung der Geschäftsaktivitäten wurden auf Basis international anerkannter Standards ausgearbeitet. Ein Krisenstab fungiert im Krisenfall als temporäres Führungsgremium. Compliance-Risiken umfassen Verstöße gegen Normen und Anforderungen, die Klagen oder behördliche Verfahren nach sich ziehen können. Relevante Themen sind aufsichtsrechtliche Compliance, Datenschutz sowie wettbewerbsrechtliche Aspekte. Eine Sanktionsprüfsoftware filtert Zahlungsvorgänge und identifiziert sanktionierte Personen oder Gesellschaften. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Compliance-Organisation sind dokumentiert, und regelmäßige Schulungsprogramme ergänzen die Maßnahmen. Ausgliederungsrisiken entstehen durch das Auslagern von Dienstleistungen an Dritte. Um dieses Risiko zu begrenzen, müssen vor wesentlichen Ausgliederungen Risikoanalysen durchgeführt werden. Die HDI Global SE profitiert von Synergieeffekten und einheitlichen Standards durch den Einkauf innerhalb des Talanx Konzerns. Gruppeninterne Auslagerungen werden im Rahmen etablierter Prozesse gesteuert und überwacht. Betrugsrisiken können aus vorsätzlichen Verstößen durch Mitarbeiter oder externe Dritte resultieren. Unser internes Kontrollsystem sowie linienunabhängige Prüfungen der Internen Revision tragen zur Risikominderung bei. Weitere Maßnahmen sind die Einrichtung einer Whistleblower-Hotline und regelmäßige externe Prüfungen. Personalrisiken betreffen die Qualifikation und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter. Um diese Risiken zu minimieren, setzen wir auf Personalentwicklung, regelmäßige Leistungsbeurteilungen und Nachfolgeplanung. Zudem erkennen wir Risiken frühzeitig durch die Überwachung von Fluktuationsquoten. Informationstechnologierisiken beziehen sich auf die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von IT-Systemen und Informationen. Cyber-Angriffe erhöhen das IT-Risiko. Durch kontinuierliche Verbesserungen im IT Risk Management sowie organisatorische Vorgaben, wie Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Dienstleistern, begegnen wir diesen Herausforderungen. Sonstige RisikenSonstige Risiken können strategische und Reputationsrisiken sowie sogenannte Emerging Risks sein. Dem grundsätzlichen strategischen Risiko eines Ratingverlusts wird u. a. durch eine kontinuierliche Überwachung der Kapitaladäquanz bzw. der Risikotragfähigkeit sowie durch regelmäßige Plan- und Forecast-Betrachtungen begegnet. NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken stellen keine eigene oder neue Risikokategorie dar, vielmehr können sie sich in allen Risikokategorien manifestieren. Dies gilt für die Versicherungstechnik, die Kapitalanlage und operationelle Risiken ebenso wie für strategische und Reputationsrisiken. Daher wirken sich Nachhaltigkeitsrisiken auf das gesamte Risikomanagement, vom Governance-System über alle wesentlichen Themen- und Aufgabenfelder des Risikomanagement-Prozesses, aus. Wir begegnen diesem Umstand durch die Erweiterung des Risikomanagements um eine zusätzliche Dimension - integrativ und ganzheitlich entlang des gesamten Risikomanagement-Prozesses. Nachhaltigkeitsrisiken werden identifiziert, überwacht, bewertet und in das Risikomanagement integriert. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageAnhaltende geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen gehen mit erhöhten Risiken im Hinblick auf politische Machtverhältnisse in Europa und weltweit einher. Ein weiterhin schwieriges und unbeständiges wirtschaftliches Umfeld, z. B. erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten, hohe Inflationsraten und Zinssätze sowie Verlangsamung des weltweiten Wachstums, ist somit nicht auszuschließen. Insgesamt sind zurzeit keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der HDI Global SE gefährden könnten. Die Solvabilitätsanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Die konkreten Quoten veröffentlicht die Gesellschaft im April 2025 im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum 31. Dezember 2024. Nicht Gegenstand der Prüfung sind die Bestimmung der Solvenzkapitalanforderung (SCR) sowie die Ermittlung der aufsichtsrechtlich zulässigen Eigenmittel, der gesamte Solvency and Financial Condition Report (SFCR) gemäß § 40 VAG oder andere Berichte an die Aufsichtsbehörden und die internen Modelle. Prognose- und ChancenberichtUnsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich 2024 in einem Umfeld restriktiver Geldpolitik, von Wahlen und Regierungswechseln in zahlreichen Ländern sowie anhaltender geopolitischer Konflikte weiter leicht abgekühlt. Wir gehen davon aus, dass sich diese Tendenz auch 2025 fortsetzen wird. Insbesondere dürfte es die in vielen Ländern hartnäckige (Kern-)Inflation den Notenbanken erschweren, ihre über die letzten Jahre kräftig erhöhten Leitzinsen wieder auf ähnlich niedrige, die Konjunktur stützende Niveaus wie vor der Covid-Pandemie zu senken. In den Emerging Markets dürfte das Wachstum dabei im Jahresverlauf stabil bleiben, während wir für die entwickelten Volkswirtschaften insgesamt mit einer weiteren leichten Abkühlung rechnen. Für die Eurozone rechnen wir mit einer leichten Beschleunigung des BIP-Wachstums dank einer verbesserten Kaufkraft im Zuge gestiegener Löhne bei zugleich stabiler Inflation. Unterstützend - insbesondere mit Blick auf die Investitionen - dürften auch weitere Zinssenkungen der EZB im Jahresverlauf wirken, während sich der Außenhandel angesichts potenzieller Handelsstreitigkeiten mit den USA voraussichtlich als Belastung erweisen wird. Vor diesem Hintergrund dürfte auch die Konjunktur in Deutschland wieder etwas anziehen, jedoch kaum über Stagnation hinauskommen, da sich hier neben der trüben Stimmung von Haushalten und Unternehmen sowie der hohen politischen Unsicherheit insbesondere die erhöhten Energiepreise, die voraussichtlich nicht wieder auf ihre Niveaus vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurückfallen werden, als Hemmschuh erweisen. In den USA hingegen dürften Steuersenkungen, Deregulierung sowie der Schutzeffekt höherer Zölle für die heimische Industrie unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump dafür sorgen, dass die Wirtschaft 2025 erneut deutlich stärker wächst als diejenige in der Eurozone. Während wir negative gesamtwirtschaftliche Wachstumseffekte aus der protektionistischen Handelspolitik erst mit Verzögerung ab 2026 erwarten, dürften Vorzieheffekte sowie die expansivere Fiskalpolitik dazu beitragen, dass die Inflation in den USA sich weiterhin über dem Inflationsziel der Fed in Höhe von 2 % bewegen wird. Infolgedessen ist der Spielraum für weitere Zinssenkungen geringer als derjenige der EZB. Vor diesem Hintergrund dürfte das hohe Wachstumstempo der vergangenen Jahre nicht ganz zu halten sein. Wesentliches Abwärtsrisiko für den globalen Konjunkturausblick sind die zukünftige Handelspolitik der USA und die damit einhergehenden Gegenmaßnahmen und Umlenkungseffekte im internationalen Güteraustausch. Potenzielle Risiken lauern angesichts der schwer zu berechnenden US-Politik auch mit Blick auf diverse geopolitische Spannungsfelder (u. a. Grönland, Panamakanal, Israel, Ukraine, China/Taiwan). Gleichzeitig bergen diese Konflikte auch Chancen, sollten hier nachhaltige Lösungen gefunden werden. Hinzu kommen jedoch (potenziell) instabilere Regierungskonstellationen in vielen Ländern (u. a. Frankreich, Deutschland). Ein weiteres Abwärtsrisiko besteht darin, dass eine wieder stärker aufflammende Inflation die Notenbanken dazu bewegen könnte, ihre Zinssenkungszyklen zu beenden und im Jahresverlauf 2025 bereits wieder höhere Leitzinsen in Betracht zu ziehen. Nicht nur in den USA wird sich in diesem Jahr voraussichtlich die Frage nach der Tragfähigkeit der in den vergangenen Jahren erheblich gewachsenen Verschuldung stellen, wobei in Europa mögliche zusätzliche fiskalische Unterstützung in Reaktion auf die US-Politik ein Aufwärtsrisiko für unseren Wachstumsausblick mit sich bringen würde. Hinzu kommen abschließend diverse strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die Stabilität der chinesischen Volkswirtschaft und die demografische Entwicklung. KapitalmärkteDas Zusammenspiel zwischen schwacher Konjunktur und einer Inflationsrate, die sich zumindest nicht mehr weit über dem EZB-Ziel in Höhe von 2 % bewegt, dürfte die EZB dazu veranlassen, ihren im Juni 2024 begonnenen Zinssenkungszyklus fortzusetzen und den Einlagensatz in diesem Jahr weiter von 3,00 % auf 1,75 % zu senken. Die Spielräume der Fed sind hingegen sowohl mit Blick auf die robuste Konjunktur als auch auf die hartnäckigere Inflation deutlich eingeschränkter, sodass wir lediglich mit einer leichten weiteren Senkung des Leitzinses von 4,50 % auf 4,00 % rechnen. Sorgen bezüglich der inflationären Wirkung der zukünftigen US-Handelspolitik sowie einer expansiveren Fiskalpolitik und damit einhergehender stärkerer Emissionstätigkeit am Rentenmarkt hat die zehnjährige US-Treasury-Rendite bereits seit dem Herbst deutlich Richtung 5 % steigen lassen. Wir gehen davon aus, dass diese sich auch im Jahresverlauf im Bereich von 5,00 % (±0,5 Prozentpunkte) bewegen wird, während wir die deutsche Bundrendite bei 2,50 % (±0,5 Prozentpunkte) erwarten. Vor diesem Hintergrund sehen wir auch für Aktien nur ein begrenztes Kurspotenzial. Da wir jedoch nicht mit einer schweren Rezession rechnen, sollten Aktien- und und Unternehmensanleihekurse von größeren Rückschlägen verschont bleiben, sofern sich geopolitische Risiken nicht materialisieren. Internationale VersicherungswirtschaftIn der internationalen Schaden/Unfallversicherung erwarten wir für 2025 ein positives reales Prämienwachstum, das aufgrund einer abnehmenden Preisdynamik jedoch voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Jahres 2024 liegen wird. Dabei gehen wir sowohl in den entwickelten Versicherungsmärkten als auch in den Schwellenmärkten von einer positiven Entwicklung aus. Insbesondere für die entwickelten Versicherungsmärkte sowie für China gehen wir für 2025 von einem Prämienwachstum aus, das aufgrund weicherer Marktkonditionen unterhalb des langjährigen Durchschnitts liegen sollte. In den Schwellenmärkten erwarten wir dagegen ein Prämienwachstum leicht oberhalb des langjährigen Mittels, das weiterhin insbesondere durch Volumeneffekte getrieben wird. Die Profitabilität der internationalen Schaden/Unfallversicherung dürfte sich 2025 weiter erholen und über dem Niveau des Jahres 2024 liegen. Wir gehen davon aus, dass sich sowohl die Kapitalerträge, angesichts sich weiter verbessernder Anlagerenditen, als auch die Erträge aus der Versicherungstechnik aufgrund angemessenerer Prämiensätze bei Privatversicherungen weiter verbessern werden. Deutsche VersicherungswirtschaftFür den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Beitragswachstums im Vergleich zum Jahr 2024. In der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für 2025 erneut mit einem durch inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen getriebenen, über dem Trend liegenden positiven Wachstum der Prämieneinnahmen. HDI Global SEIm Geschäftsjahr 2024 wurde die Umsetzung unserer langfristig ausgerichteten Strategie "HDI Global 4.0" konsequent fortgeführt. Ziel ist es, eine globale Underwriting-Organisation zu schaffen, die profitable Wachstumschancen im internationalen Industrieversicherungsmarkt über den gesamten Marktzyklus hinweg nutzt. Vor dem Hintergrund, dass die Stabilität der vergangenen Jahrzehnte zunehmend einer Phase des Wandels und der Transformation gewichen ist, hat sich die HDI Global SE eine neue Vision gegeben. Als "Partner in Transformation" steht die HDI Global SE ihren Kunden bei diesen entscheidenden Veränderungen zur Seite, damit diese in neue Bereiche investieren, aufkommende Technologien nutzen und ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Ein wichtiger Beitrag zur neuen Vision ist dabei die globale Bündelung von Kompetenzen im Bereich "Energy", um die Transformation der Kunden zu unterstützen und unsere Position als Underwriting-Champion weiter auszubauen. Im Einklang mit der Strategie "HDI Global 4.0" wurde der Fokus weiter auf profitables Wachstum in verschiedenen internationalen Märkten gelegt, wozu auch der Aufbau sowie Ausbau von Niederlassungen außerhalb des deutschen Marktes gehörte. Schnelle Entscheidungsfindung innerhalb der Wertschöpfungskette sowie Nähe zu unseren Kunden und Partnern sind zentrale Leitlinien des Operating Models. Dazu gehört auch, die Bedarfe der Kunden und Partner nach komplexen Versicherungslösungen als Organisation ganzheitlich als "One-Stop-Shop" zu bedienen. Ein weiterer strategischer Schwerpunkt lag auf der Neuorganisation der globalen Schadenorganisation und der Schaffung eines eigenen Vorstandsressorts für den Bereich Schaden. Ziel waren die Bündelung von Kompetenzen, Schaffung von schlanken Strukturen und einheitlichen Prozessen sowie gezielter Wissenstransfer zwischen Risk Consulting sowie der Underwriting- und Schadenorganisation. Die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Deshalb werden zahlreiche Projekte aktiv vorangetrieben, um das Wissen in der Organisation zu vertiefen und zunehmend wertstiftende und skalierbare Use Cases zu entwickeln. Die kulturelle Entwicklung der HDI Global SE ging im Berichtsjahr erfolgreich weiter. Dafür wurde erstmals ein sogenanntes Engagement Survey weltweit durchgeführt. Die sehr erfreulichen Ergebnisse zeigen, dass der Schritt, den Schwerpunkt auf die Menschen und das Engagement der Mitarbeitenden zu legen, richtig und wichtig war. Mit der hohen Beteiligung am Engagement Survey haben wir valide Ergebnisse darüber erhalten, was die Mitarbeitenden konkret im Arbeitsumfeld bewegt und können dadurch die HDI Global SE kontinuierlich verbessern. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass das Tempo der Zinssenkungen in den meisten großen Volkswirtschaften abnimmt. Voraussichtlich wird bei der Neuanlage von auslaufenden Investments eine leicht höhere Rendite im Vergleich zur Buchrendite erzielt werden können. Daher wird ein leicht steigendes Kapitalanlageergebnis im Vergleich zu 2024 erwartet. Das Geschäftsjahr 2024 war weiterhin maßgeblich von dem hohen Inflationsniveau und der internationalen politischen und makroökonomischen Unsicherheit geprägt. Diesbezüglich wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Reserven als Risikovorsorge gebildet. Dennoch konnte sich das versicherungstechnische Ergebnis der HDI Global SE leicht verbessern. Für das Jahr 2025 wird davon ausgegangen, dass sich sowohl das Beitragsniveau als auch das versicherungstechnische Ergebnis leicht verbessern. Insgesamt wird ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen KlimawandelMit dem zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen steigt die Durchschnittstemperatur auf der Erde. Dadurch nehmen extreme Wetterlagen zu, was das Schadenvolumen aus Naturkatastrophen signifikant erhöht und uns als Versicherer von einem steigenden Bedarf an Versicherungslösungen zur Absicherung von Risiken aus Naturkatastrophen ausgehen lässt. Dies betrifft sowohl den Erstversicherungsbereich als auch die Rückversicherung. Wir verfügen sowohl über Risikomodelle zur Abschätzung von Risiken aus Naturkatastrophen als auch über umfangreiches Know-how im Bereich Risikomanagement. Das versetzt uns in die Lage, unseren Kunden maßgeschneiderte Versicherungslösungen zur Absicherung existenzieller Risiken anzubieten. Des Weiteren entsteht durch den Klimawandel eine erhöhte Notwendigkeit, steigenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Dies ermöglicht uns als institutionellem Anleger, verstärkt in Kapitalanlagen in Form von Alternative Investments zu investieren, wie z. B. Windparks. Des Weiteren haben wir ein Green Bond Framework veröffentlicht, welches uns ermöglicht, Green Bonds zu emittieren. Den ersten Green Bond haben wir bereits im Dezember 2021 am Markt emittiert. Green-Bond-Emissionen sind ein wichtiger Baustein, um unsere selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, wie z.B. CO 2 -Neutralität und ESG-Konformität. Nebenbei erwarten wir bei Green Bonds Zinsabschläge gegenüber herkömmlichen Anleihen, die schlussendlich den Gewinn unseres Unternehmens steigern. Sollten diesbezüglich die Versicherungsnachfrage sowie die Nachfrage nach Green Bonds schneller steigen als erwartet, könnte sich das positiv auf Prämienwachstum und Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. Im Unternehmen begründete ChancenDigitalisierungKaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfallen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Seit Jahren schon nutzen die Experten von HDI Global SE KI-Modelle, die eindeutige Ergebnisse aus strukturierten Daten generieren. Mit der hauseigenen generativen KI-Lösung Chat@HDI hat der Konzern die Möglichkeit geschaffen, in Echtzeit Erkenntnisse aus unstrukturierten Daten in Text- oder Bildform zu gewinnen, um den Mitarbeitern unterstützend zur Seite zu stehen. Schon jetzt zeichnen sich deutliche Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Hierzu zählt insbesondere die Verordnung über künstliche Intelligenz (AI Act) der Europäischen Union. Sie trat am 1. August 2024 in Kraft, und die meisten Regelungen müssen bis zum 2. August 2026 umgesetzt werden. Sie zielt darauf ab, die Entwicklung und Nutzung von KI in der EU zu regulieren und dabei die Grundrechte von Personen und Gruppen zu schützen und das Vertrauen in diese Technologie zu stärken. Gleichzeitig fördern die Vorschriften Innovation durch klare Leitlinien. Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den Kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. AgilitätVeränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (englisch VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d.h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Vertriebliche ChancenNeue Märkte und Bündelung von GeschäftDurch die dezentrale Aufstellung des Konzerns kann individuelles unternehmerisches Denken und Handeln entfaltet werden, welches zu einer fokussierten Betrachtung der Kundenmärkte führt. Es werden weitere Marktchancen durch die kontinuierliche Ausweitung des Versicherungsgeschäfts auf lokalen Märkten im Ausland sowie von internationalen Programmen gesehen. Zusammenfassend soll der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamtportfolio weiter erhöht werden, unterstützt durch eine breite Digitalisierungsoffensive. Ferner agieren wir für unsere Kunden als "One-Stop-Shop", in dem wir Lösungen im Bereich Commercial und Specialty anbieten. Als traditioneller und erfahrener Industrieversicherer haben wir das notwendige Know-how, die entsprechenden Prozesse und Arbeitsweisen, um unsere Chancen zu nutzen und die Profitabilität kontinuierlich weiter zu erhöhen. Sollten die vertrieblichen Chancen, die sich aus der Erschließung neuer Märkte und der Bündelung von Geschäft ergeben, besser genutzt werden können als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass die Prognosen übertroffen werden. Umfang des GeschäftsbetriebsNiederlassungenInlandBerlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mainz, München, Nürnberg, Stuttgart. AuslandAthen, Brüssel, Dublin, Hongkong, Kopenhagen, Labuan, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Oslo, Paris, Rotterdam, Singapur, Sydney, Tokio, Toronto, Zürich. VersicherungszweigeFeuerversicherung Haftpflichtversicherung Kraftfahrtversicherung Kredit- und Kautionsversicherung Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung Luftfahrtversicherung Rechtsschutzversicherung Transportversicherung Unfallversicherung Verbundene Hausratversicherung Verbundene Wohngebäudeversicherung Sonstige Sachversicherung Sonstige Schadenversicherung Bericht zur Gleichstellung und EntgeltgleichheitDiversity, Equity &Inclusion ManagementDie Vielfalt der Mitarbeitenden ist auch Teil der Unternehmensidentität der HDI Global SE. Als Unternehmen beziehen wir einen großen Teil unserer Leistungsfähigkeit aus genau dieser Vielfalt. Wir sind davon überzeugt, dass eine diverse, inklusive und wertschätzende Unternehmenskultur ein wesentlicher Faktor für den Geschäftserfolg ist und dazu beiträgt, dass alle Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten können. Bei der HDI Global SE arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtern und Geschlechtsidentitäten jeden Alters mit diversen nationalen, ethnischen, sozialen und religiösen Hintergründen, unterschiedlichen sexuellen Orientierungen ebenso wie Menschen mit und ohne körperliche oder geistige Behinderungen zusammen. Es wird eine von Respekt, Wertschätzung und gegenseitiger Akzeptanz geprägte Unternehmenskultur gepflegt. Ziel ist, nicht nur für ein von Offenheit und Inklusion geprägtes Arbeitsklima zu sorgen, sondern Vielfalt aktiv und bewusst zu nutzen, um den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und der Gesellschaften zu erhalten und weiter auszubauen. Unter dem Leitsatz "BeYou. Together we are traditionally different" verpflichtet sich die HDI Global SE, Diversity, Equity und Inclusion (DE&I) strategisch zu verankern. Das Bekenntnis zu DE&I sowie die verabschiedete Strategie spiegeln sich in einer Reihe von Aktivitäten und Maßnahmen wider, die im Konzern bereits angestoßen und zunehmend etabliert werden: Eine DE&I Policy mit sechs Grundsätzen als Ergänzung zum Code of Conduct (Förderung von DE&I; Gewährleistung von Chancengleichheit, Fairness und Respekt; Null-Toleranz-Grenze bei Diskriminierung; Aktive Förderung von Zivilcourage; Wissen als Stärke und Transparenz). Die Besetzung der Hälfte aller vakanten Führungspositionen mit Mitarbeiterinnen und Bewerberinnen ist ein wesentliches Ziel der im Jahr 2021 verabschiedeten DE&I-Strategie. Im deutschsprachigen Raum wurde inklusive Sprache mit dem Fokus "Geschlecht und geschlechtliche Identität" eingeführt. Mitarbeitende können verschiedene Angebote, u. a. Trainings und Vorträge mit DE&I-Kontext, wahrnehmen. In den vergangenen Jahren sind verschiedene Netzwerke aus Initiativen von Mitarbeitenden entstanden. Hierzu zählen u. a. Pride@HDI, Parents@HDI, BIPoC Community und die International Community. Die HDI Global SE bekennt sich zur Chancengleichheit und möchte die Besetzung von Frauen in Führungspositionen weiter ausbauen. Mithilfe eines Entwicklungsprogramms werden Potenzialträgerinnen bei der Entwicklung in weitergehende Fach- oder Führungspositionen unterstützt. Bereits seit 2016 existiert das Frauennetzwerk Women@Talanx, das Frauen im Konzern eine Plattform zum Austausch und der gegenseitigen Unterstützung bietet. Um frühzeitig weibliche Talente für die HDI Global SE zu gewinnen, wird bereits bei der Einstellung von Auszubildenden auf eine ausgewogene Verteilung geachtet. Zur Stärkung der persönlichen Ressourcen greifen die Mitarbeitenden in Deutschland auf umfangreiche Präventionsangebote im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements zurück. Im Berichtsjahr setzte das HDI Gesundheitsjahr verschiedene thematische Schwerpunkte und gab den Mitarbeitenden so wichtige Impulse mit. Das 2016 eingeführte Employee Assistance Programme wird weiter fortgesetzt. Das Angebot umfasst eine kostenfreie und anonyme Sofortberatung bei privaten, beruflichen und psychologisch-gesundheitlichen Anliegen sowie einen Familienservice. Im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es zudem viele weitere Angebote, wie die Vermittlung von Kitaplätzen, eine eigene betriebliche Kindertagesstätte in Hannover, Eltern-Kind-Büros sowie Ferien- und Freizeitgestaltung und Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen mit Kooperationspartnern. EntgeltgleichheitDie Vergütung erfolgt unabhängig vom Geschlecht. Mitarbeitende, die für die HDI Global SE tätig sind, werden im Inland nach dem Gehaltstarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe vergütet. Sie erhalten ein Tarifgehalt nach der maßgeblichen Tarifgruppe. Darüber hinaus wird das Entgelt von tariflich und außertariflich vergüteten Mitarbeitenden jährlich im Rahmen eines einheitlichen Prozesses überprüft mit dem Ziel der Vermeidung von etwaigen Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern. Der Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit ist weder Bestandteil des Jahresabschlusses noch des Lageberichts, sodass die entsprechenden Vorschriften und damit verbundenen Rechtsfolgen insbesondere nach dem HGB nicht gelten und ist damit ausdrücklich von der Prüfung im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses bzw. des Lageberichts ausgenommen. Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Die in der Bilanz für den Schluss des Geschäftsjahres 2024 unter Passiva C. II. eingestellte Renten-Deckungsrückstellung beträgt 59.967.116,64 EUR. Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten C. II. eingestellte Renten-Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Hannover, den 16. Januar 2025 Die verantwortliche Aktuarin Britta Quiel Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
AnhangAllgemeine AngabenDie HDI Global SE hat ihren Sitz am HDI-Platz 1, 30659 Hannover, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 60320. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktivaImmaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren, angesetzt. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Grundstücke und Gebäude wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen der Gebäude entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (§ 341b Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit §§ 253 Abs. 3 Satz 1 und 255 Abs. 1 und 2 HGB) und außerplanmäßige Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB). Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich eventueller Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bilanziert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei wurden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wurde unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen. Sonstige KapitalanlagenAktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 sowie 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen wurden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei über Fonds gehaltene Schuldtitel, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, wurden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere öffentlich gehandelter Aktien, Anteile oder Aktien an in Aktien investierende Investmentvermögen wurden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten zwölf Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil richtete sich nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen (look-through-approach). Bei über oder unter Nennwert erworbenen Wertpapieren wurde der Differenzbetrag mithilfe der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Abs. 3 HGB). Dabei wurden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs bzw. Auszahlungsbetrag angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wurde unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Derivate wurden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Im Fall negativer Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Bestand. Sie wurden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income-Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgte, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorlagen, grundsätzlich einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB). Einlagen bei Kreditinstituten und Depotforderungen wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt. ForderungenDie Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und -vermittlern wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Für das Inlandsgeschäft wurde hierfür im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berechnet. Für das Auslandsgeschäft wurde für die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und -vermittlern eine Pauschalwertberichtigung anhand der Altersstruktur der Forderungen gebildet. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und sonstige Forderungen wurden mit den Nominalbeträgen aktiviert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko in den Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgenden Kostenschlusses wurden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den sonstigen Forderungen erfasst. Dieser Position stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den sonstigen Rückstellungen gezeigt wurden. Sonstige VermögensgegenständeDie Sachanlagen und Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und um Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode; die Nutzungsdauer beträgt fünf bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 EUR werden sofort als betriebliche Aufwendungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 800 EUR werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Für einen Teil der Vorräte ist ein Festwert angesetzt worden. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden mit dem Nominalwert in Ansatz gebracht. RechnungsabgrenzungspostenDie in die aktive Rechnungsabgrenzung einzubeziehenden Positionen wurden zum Nennwert angesetzt. Latente SteuernDa es sich bei der HDI Global SE im Verhältnis zur Talanx AG um eine Organgesellschaft handelt, werden latente Steuern auf Bewertungsunterschiede des inländischen Stammhauses auf Ebene des Organträgers ausgewiesen, sodass auf Ebene der Gesellschaft lediglich Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und lokalen steuerrechtlichen Wertansätzen der ausländischen Niederlassungen zu berücksichtigen sind. Bei der Ermittlung der abzugrenzenden Steuerbeträge wurden die voraussichtlichen künftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen pro Betriebsstätte saldiert. Hierzu wurden passive latente Steuern aus temporären Differenzen (u. a. aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle) mit aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen (insbesondere auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Schwankungsrückstellungen) sowie mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aller ausländischen Niederlassungen jeweils für jedes Land separat verrechnet. Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgte mit dem jeweiligen lokalen Steuersatz. Von einer Bilanzierung des sich aus der Saldierung ergebenden Aktivüberhangs wurde aufgrund des bestehenden Aktivierungswahlrechts abgesehen. Steuersätze
PassivaEigenkapitalDas gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen im Eigenkapital wurden zum Nennwert angesetzt. Nachrangige VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Nennbetrag bilanziert. Versicherungstechnische RückstellungenDie Beitragsüberträge wurden sowohl für das selbst abgeschlossene Geschäft als auch für das in Rückdeckung übernommene Geschäft nach dem 1/360-System bzw. taggenau (pro rata temporis) ermittelt und unter Beachtung des Schreibens des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 um die Summe der Provisionen und sonstigen Bezüge der Vertreter gekürzt. Die in Rückdeckung gegebenen Anteile sind den vertraglichen Abmachungen entsprechend abgegrenzt. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde im selbst abgeschlossenen Geschäft individuell pro Einzelschaden ermittelt. Im Beteiligungsgeschäft wurden die Angaben der führenden Versicherungsunternehmen übernommen. Lagen diese Angaben zum Bilanzstichtag noch nicht vor, wurden die Rückstellungen je Geschäftsverbindung aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt. In der Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvoll- und Fahrzeugteilkaskoversicherung wurde für unerledigte Kleinschäden von der Möglichkeit der Gruppenbewertung Gebrauch gemacht. Eine Pauschalbewertung der Rückstellungen für Entschädigungen für Geschäftsjahresschäden erfolgte im Transportbereich für das Beteiligungs- und Assekuradeurgeschäft aufgrund der Erfahrungen aus Vorjahren. Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannt gewordene Versicherungsfälle wurden entsprechende Spätschadenrückstellungen gebildet. Die Ermittlung dieser Spätschadenrückstellungen erfolgte in Abhängigkeit von der Herkunft des Versicherungsgeschäfts sowie den Besonderheiten der Sparten anhand der jeweils angemessenen aktuariellen Methodik. Darüber hinaus werden hier die gemäß § 65 VAG berechnete Renten-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch zu erwartende Regulierungsaufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Regulierungskosten setzt sich aus den Bestandteilen externe und interne Kosten zusammen. Während die externe Schadenregulierungskostenrückstellung pro einzelnen Versicherungsfall spezifisch gebildet wird, erfolgt die Ermittlung der internen Regulierungskostenrückstellung anhand eines faktorbasierten Näherungsverfahrens. Dieses legt die geleisteten Schadenzahlungen als Volumenmaß für angefallene Kosten zugrunde und bestimmt aus diesem Verhältnis die künftige interne Regulierungskostenrückstellung als prozentualen Anteil der aktuellen Schadenrückstellung für Entschädigungen. Der entsprechende Prozentsatz/Faktor wird als Mittelwert historischer Beobachtungsjahre gebildet. Da angenommen wird, dass für bekannte Schäden bereits ein Teil der Schadenregulierung erbracht ist, erfolgt eine Reduktion des ermittelten Faktors auf Basis spartenspezifischer Erfahrungswerte. Die in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltene Renten-Deckungsrückstellung (brutto) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgte auf Basis der Sterbetafel DAV 2006 HUR Frauen und Männer. Der Rechnungszins beträgt wie im Vorjahr 0,2 %. Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen zu bereits abgewickelten Versicherungsfällen sind als Abzugsposten innerhalb der Schadenrückstellung berücksichtigt. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird auf Basis der vertraglich festgelegten Bedingungen unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftsentwicklung ermittelt. Bei der Berechnung der Schwankungsrückstellung wurden die Vorschriften gemäß § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV sowie die Vorschriften der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV) angewendet. Die Berechnung der Rückstellung für die Versicherung von Atomanlagen und Terrorrisiken erfolgte gemäß § 30 Abs. 2 bzw. 2a RechVersV Die Großrisikenrückstellung für Pharmarisiken ist gemäß § 30 Abs. 1 RechVersV gebildet. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden wie folgt ermittelt: Die Rückstellung für Beitragsnachverrechnungen erfolgte auf Basis von Portfolioanalysen, verbunden mit Expertenschätzungen. Die Stornorückstellung wurde errechnet, indem eine durchschnittliche Stornoquote für die letzten drei Jahre ermittelt und mit den Beiträgen des aktuellen Jahres multipliziert wurde. Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V wurde gemäß Mitteilung des Vereins gebildet. Die Rückstellung für Rückzahlungsverpflichtungen aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde je Vertrag ermittelt. Eine Rückstellung für drohende Verluste aus selbst abgeschlossenem oder in Rückdeckung übernommenem Versicherungsgeschäft gemäß § 31 Abs. 1 Nr. 2 RechVersV wird unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen, sofern sich ein negativer Saldo zwischen den zu erwartenden Erträgen für die Verträge, für die zum Bilanzierungsstichtag eine rechtliche Verpflichtung besteht, und den zu erwartenden Aufwendungen ergibt. Die Erträge umfassen den zu erwartenden Beitrag sowie Verzinsungseffekte. Die Aufwendungen umfassen die Schadenaufwendungen und die Verwaltungskosten. Die Aufwandspositionen werden vergangenheitsbasiert abgeleitet und gegebenenfalls bereinigt, sofern die Prognose der künftigen Entwicklung durch Effekte in zurückliegenden Schadenjahren verzerrt würde. Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich die von den Vorversicherern aufgegebenen Rückstellungen passiviert, soweit nicht eigene bessere Erkenntnisse vorlagen. Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung die Angaben noch nicht vorlagen, wurden die Schadenrückstellungen unter Zugrundelegung der letztjährigen Angaben geschätzt. Andere RückstellungenVerpflichtungen aus Pensionen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum 30. September 2024 veröffentlichten und auf den 31. Dezember 2024 prognostizierten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 finden bei der Bewertung der Rückstellungen für rückgedeckte Direktzusagen Anwendung. Die Pensionsrückstellungen für nicht rückgedeckte arbeitgeberfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, bei den rückgedeckten arbeitgeberfinanzierten Zusagen werden das Aktivprimat und das Deckungskapitalverfahren gewählt. Die Pensionsrückstellungen für nicht wertpapiergebundene arbeitnehmerfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, soweit die Leistungen nicht durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt sind. Für die rückgedeckten Leistungen entspricht der Erfüllungsbetrag dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung. Die Leistungsanpassung bei Zusagen aus Entgeltumwandlung aufgrund der künftig zu erwartenden Überschussbeteiligung der Rückdeckungsversicherungen wurde vertragsindividuell berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den Ausscheidewahrscheinlichkeiten der "Heubeck-Richttafeln 2018G", die entsprechend dem im Bestand beobachteten Risikoverlauf verstärkt wurden. Weitere Angaben zu Trendannahmen, Diskontierungszinssatz sowie Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB werden unter dem Berichtsabschnitt D. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Die für die Bewertung der rückgedeckten Direktzusagen erforderliche Gesamtverzinsungserwartung beträgt abhängig vom Lebensversicherer 3,30 % bis 3,60 %. Bei den wertpapiergebundenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen handelt es sich ausschließlich um leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, deren Bewertung gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB erfolgt. Für diese Zusagen entspricht der Erfüllungsbetrag mithin mindestens dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem anteilsbasierten Vergütungssystem, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden. DepotverbindlichkeitenDepotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenUnter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Näherungs- und VereinfachungsverfahrenFür Zwecke der termingerechten Erstellung des Konzernabschlusses und der damit erforderlichen zeitgerechten Zulieferung des Einzelabschlusses wurden im Rahmen des implementierten Fast-Close-Prozesses in der Rückversicherung sowohl gebuchte Werte als auch Schätzwerte verwendet. Die vertragsmäßigen Anteile der Rückversicherer an den relevanten Bruttopositionen wurden für wesentliche Rückversicherungsverträge zum aktuellen Stichtag ermittelt und gebucht. Für ausgewählte Rückversicherungsverträge wurde mit einem Zeitversatz zum Brutto von einem Monat gearbeitet, wobei im Falle materieller Bewegungen separate Schätzbuchungen für z. B. Schadeneintritte oberhalb der Priorität bei nicht proportionalen Rückversicherungsverträgen erfolgten und damit z. B. Großschadenereignisse bis zum aktuellen Stichtag berücksichtigt wurden. Das angewandte Verfahren unterliegt regelmäßigen fachlichen Kontrollen und führt in Summe nicht zu einer wesentlichen Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. WährungsumrechnungWenn Fremdwährungspositionen vorliegen, erfolgt die Umrechnung zum Bilanzstichtag für Posten der Bilanz zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) und für Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Bei monatlicher Fremdwährungsbewertung erfolgt die Umrechnung der Bestandspositionen zum jeweiligen Stichtagskurs zum Monatsende. Der Umrechnungskurs für die monatliche Bewertung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist der jeweilige Ultimokurs des Vormonats. Diese Posten wurden in einem rollierenden Verfahren bewertet. Durch die Addition der umgerechneten Einzelwerte ergibt sich faktisch eine Umrechnung nach Durchschnittskursen. Um Währungsrisiken möglichst gering zu halten, erfolgt weitestgehend eine kongruente Deckung der Passivposten durch entsprechende Aktivposten bei einzelnen Währungen. Je Währung wurden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva, versicherungstechnische Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet wurden. Die Währungsumrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, wurden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen wurden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergaben sich nachhaltige Überdeckungen beim Schweizer Franken und Australischen Dollar. Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Durchbuchungsmethode angewandt. Nicht nachhaltige Über- sowie Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der zuvor beschriebenen Bewertungseinheiten je Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden daher im Einklang mit § 256a HGB bewertet. Zusätzlich hierzu hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr eine weitere Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB (Micro-Hedge; Kauf und Verkauf von gegenläufigen Derivaten in USD) gebildet. Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheit wird die Einfrierungsmethode angewandt. Der unwirksame Teil der gebildeten Bewertungseinheit wird über die Bildung einer Rückstellung für Bewertungseinheiten erfasst. AktivaEntwicklung der Aktivposten A. und B. I. bis B. III. im Geschäftsjahr 2024
B. KapitalanlagenBei der Ermittlung der Verkehrswerte der Immobilien wurden das Ertragswertverfahren entsprechend der Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung - Immo-WertV) und die ergänzenden Wertermittlungsrichtlinien angewendet. Hierbei wurde jeweils der über die wirtschaftliche Restnutzungsdauer kapitalisierte Reinertrag der Immobilie ermittelt. Spätestens alle fünf Jahre wurden aktuelle Verkehrswerte durch externe, öffentlich vereidigte Gutachter ermittelt (§ 55 Abs. 3 RechVersV). Bei allen neu erworbenen oder erstellten sowie für die im Bau befindlichen Grundstücke und Gebäude wurden im ersten Jahr nach Erwerb die Anschaffungs- und Herstellungskosten, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergaben, und im zweiten Jahr nach Erwerb die durch ein Gutachten eines externen, öffentlich vereidigten Sachverständigen ermittelten Werte angesetzt. Die Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgte je nach Gesellschaftszweck und -größe unterschiedlich. Bei der Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden die mit dem Ertragswertverfahren bewerteten Unternehmen standardmäßig mit dem Barwert der künftigen ausschüttbaren finanziellen Überschüsse (Ertragswert) angesetzt. Für Gesellschaften, die nicht am Kapitalmarkt gehandelte Eigenkapitalinstrumente zeichnen (Private Equity-, Real Estate Fonds und andere Alternative Investments), erfolgte die Bewertung analog zu vergleichbaren Instrumenten, die direkt gehalten werden, mithilfe des Net-Asset-Value-Verfahrens. Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, der Namensschuldverschreibungen, der Schuldscheinforderungen und Darlehen, der Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, der übrigen Ausleihungen sowie Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden über ein Barwertverfahren mithilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen wurden spezielle Ausgestaltungen wie Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt. Die Zeitwertermittlung bei Zero-Namensschuldverschreibungen und Zero-Schuldscheinforderungen beruht auf eigenen Berechnungen der Gesellschaft nach finanzmathematischen Methoden. Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgte grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 56 RechVersV Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), galt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, wurden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen wurden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet. Die Zeitwerte der im Bestand befindlichen Spezialfonds entsprachen dem ermittelten Rücknahmekurs. Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel wurden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergaben. Hierzu wurden die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wurde grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen. Für wie Anlagevermögen bilanzierte gemischte Fonds und Spezialfonds erfolgte die Ermittlung des beizulegenden Wertes separat für die einzelnen Bestandteile wie Aktien und Renten nach den oben genannten Verfahren. In den beizulegenden Wert der beschriebenen Fonds gingen zusätzlich die übrigen Konstituenten des Fonds wie liquide Mittel (Nominalwert), Zinsabgrenzungen, Forderungen und Verbindlichkeiten (Buchwert) ein. Die Zeitwertermittlung der als Beteiligungen oder Anteile oder Aktien an Investmentvermögen ausgewiesenen Private Equity-, Infrastruktur- und Real Estate Fonds erfolgte auf Basis des letzten durch den General Partner gemeldeten Net Asset Value (Capital Account), der bis zum Stichtag im Hinblick auf zwischenzeitlich erfolgte Abrufe und Ausschüttungen fortgeschrieben wurde. Bei der Ermittlung des Zeitwerts von Swaps wird für beide Legs eines Swaps die Discounted-Cash-Flow-Methode getrennt angewendet. Bei dem festverzinslichen Leg wird der gesamte Cashflow bis zur Endfälligkeit ausgerollt, bei dem variabel verzinslichen Leg wird der Cashflow bis zum nächsten Zinsanpassungstermin ausgerollt. Aus der Addition der Barwerte (unter Berücksichtigung des Vorzeichens für die Long-/Short-Position) ergibt sich der theoretische Preis bzw. die aktuelle Forderungs- und Verbindlichkeitsposition des gesamten Swapgeschäfts. Angaben gemäß § 52 Nr. 1 lit. a RechVersVDer Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens genutzten eigenen Grundstücke betrug 0 (0) TEUR. Angaben gemäß § 55 Abs. 7 RechVersVDie Ermittlung der Verkehrswerte erfolgte aufgrund interner und externer Gutachten aus dem Jahr 2024. Der Zeitwert per 31. Dezember 2024 beträgt 216.710 TEUR. Kapitalanlagen mit stillen Lasten gemäß § 285 Nr. 18 HGB
Hierbei wurden unter Anwendung von § 341b Abs. 2 HGB durch die Widmung als Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von 98.380 (267.770) TEUR vermieden. Es handelt sich nach Einschätzung der Gesellschaft bei den unterlassenen Abschreibungen um vorübergehende Wertminderungen. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Diese stillen Lasten wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da sie im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen wird das vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlene 20 %-Aufgreifkriterium verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten zwölf Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen. Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB (§ 285 Nr. 23 HGB)
Angaben gemäß § 277 Abs. 3 HGBDie Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 4.902 (2.803) TEUR. Aktien oder Anteile an Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGBDer Posten B. III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere beinhaltet nachfolgend aufgeführte Fonds, an denen unsere Gesellschaft jeweils über 10 % der Anteile hält. Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.
Angaben gemäß § 341b Abs. 2 HGBDie Gesellschaft hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, gemäß § 341b Abs. 2 HGB Kapitalanlagen mit Buchwerten in Höhe von 5.513.010 (5.133.903) TEUR dem Anlagevermögen zuzuordnen. Davon entfallen auf Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.143.692 (1.604.866) TEUR und auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.369.318 (3.529.037) TEUR. B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1) Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition
aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile
2) Werte zum 30. September 2022
4) Werte zum 31. Dezember 2023
5) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
6) Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2024
gegründet
C. III. Sonstige Forderungen
Die Forderungen an verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber der HDI AI EUR Beteiligungs-GmbH in Höhe von 23.524 (41.219) TEUR, der HDI AI USD Beteiligungs-GmbH in Höhe von 19.966 (16.878) TEUR, der HDI Global Network AG in Höhe von 41.547 (13.393) TEUR und der HDI Risk Consulting GmbH in Höhe von 1.931 (1.302) TEUR und der HDI Global Legal Expenses Claims Management GmbH in Höhe von 7 (0) TEUR aus Gewinnabführungen. D. I. Sachanlagen und Vorräte
E. I. Abgegrenzte Zinsen und MietenDie periodengerechte Erfolgsabgrenzung erfolgte ausschließlich für Zinsen in Höhe von 65.489 (61.880) TEUR. E. II. Sonstige RechnungsabgrenzungspostenDie sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3.909 (4.769) TEUR betreffen Verwaltungskosten. PassivaA. I. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital in Höhe von 125.000 TEUR ist voll eingezahlt und eingeteilt in 125.000 auf den Namen lautende Aktien zu je 1.000 EUR. Alleinige Aktionärin ist die Talanx AG. A. II. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt 284.043 TEUR. Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage ist nicht erforderlich, da § 150 Abs. 2 AktG ("gesetzlicher Reservefonds") durch Bildung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB bereits erfüllt ist. B. Nachrangige Verbindlichkeiten
Die Talanx AG hat der HDI Global SE mit Vertrag vom 2. Dezember 2021 ein Nachrangdarlehen in Höhe von nominal 180.000 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 2. Dezember 2041 vergeben. Alle weiteren Nachrangdarlehen wurden der HDI Global SE von dem jeweiligen Darlehensgeber mit dem Vertragsdatum vom 12. August 2021 und einer Laufzeit bis zum 12. August 2041 gewährt. C. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt
Davon: a) Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle: 15.780.989 (14.670.043) TEUR b) Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen: 1.021.820 (962.059) TEUR C. II. 1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
C. III. Bruttorückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige BeitragsrückerstattungDer Posten beträgt 7.183 (2.668) TEUR und betrifft wie im Vorjahr ausschließlich die erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung. C. IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
D. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß den Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit ihrem Erfüllungsbetrag und der Gehalts-, Renten- und Fluktuationsentwicklung berücksichtigt, bewertet und auf den Bilanzstichtag abgezinst. Im Inland wurden als Trend bei den Gehaltssteigerungen 3,50 (3,50) % und bei den Rentensteigerungen 2,14 (2,34) % angenommen. Unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren wurden die Pensionsrückstellungen mit einem von der Bundesbank zum 30. September 2024 veröffentlichten und auf den 31. Dezember 2024 prognostizierten durchschnittlichen Zinssatz von 1,90 (1,83) % abgezinst. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen in der Niederlassung Großbritannien beträgt der Abzinsungssatz 3,03 (2,94) %. Die Rentensteigerungen wurden mit 3,09 (3,10) % in die Berechnung aufgenommen. Fluktuationswahrscheinlichkeiten in %
Der Erfüllungsbetrag der arbeitgeberfinanzierten Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2024 betrug 536.879 (557.290) TEUR. Die zu ihrer Bedeckung gehaltenen Fonds wurden zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB in Höhe von 46.220 (45.866) TEUR bilanziert. Die zum Stichtagskurs umgerechneten Anschaffungskosten der Fonds betrugen 54.104 (48.949) TEUR. Der Erfüllungsbetrag der arbeitnehmerfinanzierten Pensionsrückstellung betrug 4.104 (4.562) TEUR. Beim saldierungsfähigen Deckungsvermögen in Höhe von 2.908 (3.253) TEUR handelt es sich um Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die in Höhe von 2.908 (3.253) TEUR mit den Verpflichtungen saldiert wurden. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB entsprechen dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zuzüglich Überschuss. Der negative Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 beträgt -3.383 TEUR. Da der Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr negativ ist, entfällt die Ausschüttungssperre. Eine Verrechnung mit anderen ausschüttungsgesperrten Beträgen ist jedoch nicht zulässig. Zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurde der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre abgezinste und bilanzierte Verpflichtungsbetrag dem Betrag gegenübergestellt, der sich bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre ergeben hätte. D. III. Sonstige Rückstellungen
F. IV. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 837.739 TEUR auf 1.140.656 (302.917) TEUR ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Dienstleistungsverkehr (Anstieg um 509.606 TEUR auf 569.547 TEUR) sowie der Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung (Anstieg um 274.387 TEUR auf 411.846 TEUR) zurückzuführen. G. RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2.505 (1.696) TEUR betrifft mit 2.076 (1.492) TEUR vereinnahmte Führungsprovisionen für das Folgejahr. Gewinn- und VerlustrechnungI. 1. a) Gebuchte Bruttobeiträge
Herkunft der gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts
I. 1. Verdiente Bruttobeiträge
I. 1. Verdiente Nettobeiträge
I. 2. Technischer Zinsertrag für eigene RechnungIm selbst abgeschlossenen Bruttoversicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Renten-Deckungsrückstellung berechnet. Er ergibt sich durch Multiplikation der Vorjahresrentendeckungsrückstellungen mit dem dazugehörigen rechnungsmäßigen Zins in Höhe von 0,2 (0,2) %. I. 4. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
I. 7. a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 147.667 (140.081) TEUR auf Abschlussaufwendungen und 1.010.834 (924.028) TEUR auf Verwaltungsaufwendungen. Rückversicherungssaldo
- = zugunsten der Rückversicherer Der Rückversicherungssaldo setzt sich aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb zusammen. Im Rückversicherungssaldo sind nicht liquide Wiederauffüllungsprämien in Höhe von insgesamt 50 (90) Mio. EUR enthalten. Davon entfallen auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 41 (71) Mio. EUR und auf das in Rückdeckung übernommene Geschäft 9 (19) Mio. EUR. I. 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Abwicklungsergebnis für eigene RechnungIm Geschäftsjahr erzielte die HDI Global SE einen Abwicklungsgewinn für eigene Rechnung in Höhe von 226.878 (310.675) TEUR. Die Angaben zu den Abwicklungsergebnissen der einzelnen Sparten werden im Lagebericht in der Ertragslage erläutert. Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
II. 4. Sonstige Erträge
II. 5. Sonstige Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen für Aufzinsung in Höhe von 1.208 (692) TEUR. Der Zinsänderungsaufwand der Pensionsverpflichtungen wird im Einklang mit IDW RS HFA 30 Tz. 87 grundsätzlich in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen, um eine höhere Transparenz in der Darstellung der Kosten des laufenden Versicherungsgeschäfts im Unterschied zu Kapitalmarkt- und Regelungseinflüssen auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen zu ermöglichen. II. 9. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 96.492 (50.706) TEUR. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um die tatsächlichen Steuern des Geschäftsjahres der ausländischen Niederlassungen in Höhe von 93.296 TEUR. Der Aufwand aus inländischen Ertragsteuern beträgt 610 TEUR und betrifft im Wesentlichen anrechenbare Quellensteuern. II. 10. Sonstige SteuernDer Posten Sonstige Steuern betrifft mit 7.076 TEUR Aufwendungen der ausländischen Niederlassungen und mit 1.161 TEUR inländische Aufwendungen aus sonstigen Steuern (davon entfallen 436 TEUR auf Grundsteuern und 1.035 TEUR auf Versicherung- und Feuerschutzsteuer), sodass insgesamt ein Aufwand aus sonstigen Steuern in Höhe von 8.237 TEUR resultiert. Sonstige AngabenMitarbeitende
Organe der GesellschaftAufsichtsratMitglied Torsten Leue Vorsitzender Hannover Vorsitzender des Vorstands der Talanx AG Vorsitzender des Vorstands des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G Ulrich Wallin stv. Vorsitzender Hannover ehem. Vorsitzender des Vorstands Hannover Rück SE Dr. Joachim Brenk Lübeck Vorsitzender des Vorstands L. Possehl &Co. mbH Dr. Michael Ollmann Hamburg Unternehmensberater Harald Rauw * Büllingen (Belgien) Director Property HDI Global SE Niederlassung Belgien Stylianos Vasilopoulos * Athen (Griechenland) Underwriting Manager, Marine / Aviation and Special Risks HDI Global SE Niederlassung Griechenland Vorstand
Bezüge der Organe und BeiräteDie Gesamtbezüge der Vorstände betrugen 9.213 (7.368) TEUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 68 (78) TEUR und die des Beirats 455 (475) TEUR. Die Bezüge ehemaliger Vorstände und ihrer Hinterbliebenen betrugen 6.000 (5.679) TEUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurden 67.481 (70.949) TEUR zurückgestellt. Im Rahmen des 2011 eingeführten anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand im Berichtsjahr 47.115 (64.977) virtuelle Aktien mit einem Zeitwert in Höhe von 3.282 (2.812) TEUR zugeteilt. Wichtige VerträgeMit der Talanx AG als herrschendem Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Des Weiteren bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der HDI Global SE als herrschendem Unternehmen und der HDI Risk Consulting GmbH, der HDI Global Network AG, der HDI Global Legal Expenses Claims Management GmbH, der HDI AI EUR Beteiligungs-GmbH und der HDI AI USD Beteiligungs-GmbH, jeweils als beherrschtem Unternehmen. Darüber hinaus besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen der HDI Global SE als herrschendem Unternehmen und der HDI Global Specialty SE als beherrschtem Unternehmen. Beteiligungen an der GesellschaftAlleinige Aktionärin der HDI Global SE ist die Talanx AG, die über 100 % des Grundkapitals verfügt. Die Talanx AG hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Global SE, Hannover, (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Global SE (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseDie HDI Global SE ist Mitglied der Verkehrsopferhilfe e. V., Hamburg. Aufgrund dieser Mitgliedschaft ist sie verpflichtet, zu eventuellen Leistungen des Vereins sowie zu seinen Verwaltungskosten entsprechend ihrem Anteil an den von den Vereinsmitgliedern im vorletzten Kalenderjahr erzielten Beitragseinnahmen in der selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung beizutragen. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft hat die HDI Global SE für den Fall, dass eines der übrigen Mitglieder ausfällt, dessen Verpflichtung im Rahmen ihrer quotalen Beteiligung zu übernehmen. Die gleiche Verpflichtung besteht aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung mit der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft hinsichtlich des Ausfalls eines ihrer Mitglieder. Zur Besicherung von versicherungstechnischen Verbindlichkeiten gegenüber der HDI Global Insurance Company hat die HDI Global SE ein Treuhandkonto eingerichtet, das zum Bilanzstichtag einen Zeitwert in Höhe von 167.088 (154.696) TEUR aufweist. Der Buchwert der über Wertpapiere und Cash auf diesem Treuhandkonto gestellten Sicherheiten belief sich zum Bilanzstichtag auf 176.310 (167.727) TEUR. Daneben bestehen weitere verpfändete, zur Sicherung übertragene oder hinterlegte Vermögensgegenstände mit einem Bilanzwert in Höhe von 338.962 (257.567) TEUR, sodass sich in Summe ein Wert in Höhe von 515.273 (425.294) TEUR ergibt. Die Talanx AG, Hannover, hat im Innenverhältnis und im Außenverhältnis die Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft für die Altersvorsorge von ehemaligen Mitarbeitenden übernommen. Aus diesem Versorgungsversprechen besteht für die Gesellschaft eine Mithaftung, deren Höhe am Ende des Geschäftsjahres 57.789 (59.574) TEUR betrug. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 1 EGHGB beläuft sich auf 1.918 (2.064) TEUR. Als Trägerunternehmen für die Gerling Versorgungskasse VVaG haftet die Gesellschaft anteilig für eventuelle Fehlbeträge der Gerling Versorgungskasse. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 3.023 (3.585) TEUR bestehen insbesondere aus Avalkrediten und Bankgarantien. Ferner bestehen Letters of Credit bei verschiedenen Banken in Höhe von insgesamt 965.812 (958.931) TEUR. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von 68.000 (68.000) TEUR. Nach Einschätzung des Vorstands der Gesellschaft ist die Inanspruchnahme von Verpflichtungen, die aus den genannten Haftungsverhältnissen resultieren, als unwahrscheinlich zu betrachten. Die Gesamtsumme der finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse beläuft sich auf 1.611.785 (1.517.448) TEUR. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Vertragspartnern
Für die HDI Global SE bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus offenen Einzahlungsverpflichtungen ("Commitment") in Höhe von 197.808 TEUR, die aus einem Investitionsprogramm mit einem Zeichnungsvolumen von insgesamt 684.811 TEUR resultieren. Darin enthalten sind offene Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 127.570 TEUR an verbundene und assoziierte Unternehmen aus einem Zeichnungsvolumen von 560.000 TEUR. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenDie Gesellschaft unterhält umfängliche Rückversicherungsbeziehungen mit Unternehmen der Talanx Gruppe. Für den Rückversicherungsschutz sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die empfangen oder erbracht werden, werden angemessene Gegenleistungen gezahlt bzw. erhalten. Insofern ergibt sich kein Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zur Inanspruchnahme und Erbringung der beschriebenen Leistungen durch oder für nicht nahe stehende Unternehmen. Im Berichtsjahr bestanden keine für die Beurteilung der Vermögens- oder Ertragslage wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen. Gesamthonorare des AbschlussprüfersDie Vergütung des Abschlussprüfers ist - unterteilt nach Aufwendungen für Prüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen - anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V a. G. und der Talanx AG enthalten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie das nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die quartalsweise nach den IFRS erstellten Berichtspakete sind für die Quartalsabschlüsse zum 30. Juni 2024 und 30. September 2024 einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden. Darüber hinaus folgte die Prüfung der Solvabilitätsübersicht zum 31. Dezember 2024. Ferner erfolgten im Berichtsjahr betriebswirtschaftliche Prüfungen auf Grundlage des International Standard on Assurance Engagements 3000 (ISAE 3000). Zudem erfolgten im Berichtsjahr Untersuchungshandlungen auf Grundlage des International Standard on Related Services 4400 (ISRS 4400). KonzernabschlussDie Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI Konzerns) stellt nach § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i HGB in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), der auf der Grundlage von § 315e Abs. 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Der Einbezug der HDI Global SE in die Konzernabschlüsse des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und der Talanx AG befreit nach § 291 Abs. 1 HGB die Gesellschaft von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses. Einführung der globalen MindestbesteuerungHDI Global SE fällt vor dem Hintergrund der Gruppenzugehörigkeit zum HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Va.G in den Anwendungsbereich des mit Wirkung zum 1. Januar 2024 in Deutschland in Kraft getretenen Mindeststeuergesetzes. Im Berichtsjahr resultiert keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus den neuen Rechtsvorschriften. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, sind nicht bekannt.
Hannover, den 26. Februar 2025 Der Vorstand Dr. Edgar Puls Ralph Beutter Dr. Mukadder Erdönmez Dr. Christian Hermelingmeier Dr. Dirk Höring David Hullin Dr. Barbara Klimaszewski-Blettner Dr. Thomas Kuhnt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HDI Global SE, Hannover VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der HDI Global SE, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HDI Global SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzen und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: [1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen [2] Bewertung der Kapitalanlagen [3] Bewertung der Schadenrückstellungen Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: (1) Sachverhalt und Problemstellung (2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse (3) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: [1] Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Kapitalanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von € 2.517,4 Mio. (17,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden als Barwerte der erwarteten künftigen Erträge, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Ertragswertverfahren ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der Zinsentwicklung auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Kapitalanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Erträge einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen, mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht mittels Ertragswertverfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Erträgen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Erträge nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht vorzunehmen. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Aktiva" des Anhangs enthalten. [2] Bewertung der Kapitalanlagen (1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen (ohne Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Depotforderungen) in der Bilanz in Höhe von € 7.666,8 Mio.(54,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie Immobilien), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der infolge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Immobilien der Gesellschaft gewürdigt. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Aktiva" des Anhangs enthalten. [3] Bewertung der Schadenrückstellungen (1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von brutto € 15.781,0 Mio. ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind. (3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Schadenrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Passiva" des Anhangs enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 7. März 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Juli 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der HDI Global SE, Hannover, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Eibl.
Hannover, den 7. März 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Eibl, Wirtschaftsprüfer ppa. Ken-Chris Bolik, Wirtschaftsprüfer ImpressumHDI Global SE HDI-Platz 1 30659 Hannover Telefon +49 511 645-0 Telefax +49 511 645-4545 www.hdi.global www.talanx.com Group Communications Telefon +49 511 3747-2022 Telefax +49 511 3747-2525 E-Mail gc@talanx.com KonzernstrukturGroup structure
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