Controlware Immo Services GmbH
Same addressDevelopment of building projects for residential buildings
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Isabell Schwenzer since 5/16/2023 | Procura |
Michael Kurt Hartmut Küchen since 10/11/2021 | Managing Director |
Ulrike Hense since 11/15/2016 | Procura |
Annette Vogel since 11/15/2016 | Procura |
Bernd Schwefing since 1/16/2008 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 6.70% | |
| 5.34% | |
| 5.34% |
Company ownership and partner structure
2 shareholders
GmbH structure
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
![]() Controlware GmbHDietzenbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Grundlagen des Unternehmens A.1. Geschäftsmodell Wir sind seit 1980 eine der führenden deutschen Unternehmensgruppen für unabhängige Systemintegration. Unser Leistungsangebot umfasst den kompletten IT-Infrastruktur-Stack und gliedert sich in die Lösungsschwerpunkte Networking Solutions, Informationssicherheit (Information Security), IT-Management, Data Center & Cloud Lösungen sowie Collaboration. Ab 2024 erweitern wir unseren Lösungsschwerpunkt um den Fokus Bereich Operational Technology (OT). Als herstellerunabhängiger Berater, Systemintegrator und Betreiber von IT-Lösungen leisten wir als Digitalisierungspartner unserer Kunden einen wesentlichen Beitrag zu deren wirtschaftlichem Erfolg, indem wir die Basis für eine sichere, effiziente, agile und anforderungsgerechte IT planen, realisieren, warten und managen. Mit unserem Leistungsangebot schaffen wir infrastrukturelle Grundlagen für die sichere Digitalisierung, die für die Leistungserbringung und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen aber auch Behörden, Krankenhäusern oder Universitäten notwendig ist. Damit einher gehen grundlegende Veränderungen der Technologie aber auch der Abrechnungsmodelle: softwaredefinierte Infrastrukturen und verbrauchsabhängige Vergütungsmodelle (XaaS) prägen die IT Industrie seit Jahren zunehmend. Diese Innovationen für unsere Kunden wirtschaftlich nutzbar zu machen und ihnen aufgrund der Qualität unserer Dienstleistung als bevorzugter Partner bei der erforderlichen Transformation langfristig zur Verfügung zu stehen, ist Kernziel unserer Tätigkeit. Von unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern wollen wir als qualitativ führender deutscher Digitalisierungspartner wahrgenommen werden. Dies umfasst sowohl On-Premise-Lösungen als auch die Integration von Ressourcen von Public Cloud Anbietern zu sicheren, hochverfügbaren und agilen Gesamtlösungen. Unsere Leistungen umfassen Consulting, Product Procurement (Beschaffung von Hard und Software), Integration zu schlüsselfertigen Gesamtlösungen, Software Engineering; Managed Services, Wartung und Lifecycle Management. Hierzu unterhalten wir enge und belastbare Partnerschaften mit den führenden Herstellern und innovativen Newcomern der Branche. Mit 911 Mitarbeitenden (Vorjahr 888 Mitarbeitende), von denen mehr als 500 im technischen Bereich tätig sind, und 17 Standorten in der Controlware Gruppe verfügen wir über ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland und Österreich. Mit eigenen Ressourcen, im Verbund mit Partnern sowie aus unserem Customer Service Center führen wir weltweit Projekte durch und leisten Services für unsere internationalen Kunden. Ende 2013 wurde die Controlware GmbH mittels der Controlware Holding GmbH in einen Stiftungsverbund eingebracht. Diese gesellschaftsrechtliche Struktur der Controlware GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit und ermöglicht dem Unternehmen, unabhängig von natürlichen Personen im Gesellschafterkreis, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Struktur stellt sich vereinfacht wie folgt dar: ![]() A.2. Leistungsprofil Wir begleiten unsere Kunden von der initialen Beratung über die erfolgreiche Umsetzung bis in die Betriebsphase kompletter IT-Infrastrukturen. ![]() A.2.1 Dienstleistung Consulting Wir beraten unsere Kunden bei der Entwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie, indem wir die dafür optimal geeigneten Technologien und Prozesse gemeinsam mit ihnen entwickeln. Basierend auf unserer langjährigen technischen Kompetenz werden pragmatische und an der Realisierungsmöglichkeit orientierte Lösungen erarbeitet. Das Angebotsspektrum reicht von Strategie- und Innovationsberatung bis hin zur Vorbereitung auf die Auditierung nach einem der gängigen Standards oder Durchführung eines solchen Audits. Aufgrund der in der Regel langjährigen Realisierungserfahrung unserer Consultants steht die tatsächliche Umsetzbarkeit der Ergebnisse im Vordergrund. Procurement Services Mit unserer Marktposition bei den Herstellern, der hohen Effizienz in der operativen Abwicklung und der Fähigkeit kundenspezifische Besonderheiten abzubilden ermöglichen wir für unsere Kunden die logistisch und wirtschaftlich optimierte Beschaffung von Hard- und Software. Integration Services Unsere langjährige Erfahrung in der Realisierung großer Infrastrukturprojekte stellt sicher, dass auch umfangreiche nationale wie internationale Projekte in der vorgesehenen Zeit innerhalb des vereinbarten Budgets realisiert werden. Hierzu arbeiten wir mit einem modularen Konzept mit den Bausteinen Planung, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Projektüberwachung und Steuerung, Change Management und Lessons Learned. Die technischen Mitarbeiter und Projektleiter in den Regionen werden dabei über zentrale Competence Center für alle Lösungsbereiche und unser Projektmanagementoffice unterstützt. Software Engineering Mit einem Team von erfahrenen Entwicklern unterstützen wir unsere Kunden bei der Modernisierung und Anpassung von Applikationen, um diese in einer Cloudumgebung agil und effizient einsetzen zu können. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieser Teams ist die Etablierung und Anpassung von Infrastrukturautomatisierungen im Netzwerk und Security-Bereich. Managed Services ![]() Unser modular aufgebautes Managed Services Portfolio beinhaltet alle Service-Leistungen, die für einen Betrieb der Kunden-Infrastruktur notwendig sind. Leistungserbringer dieser Services ist das ISO 27001 zertifizierte Customer Service Center (CSC) mit Sitz in unserer Firmenzentrale in Dietzenbach und Berlin. In einem 24 x 7-Schichtbetrieb arbeiten an 365 Tagen im Jahr über 120 Mitarbeitende mit unterschiedlichem Themenfokus an verschieden großen Kundeninfrastrukturen. Das Portfolio der Managed Services besteht aus den Modulen Managed Network, Managed Security inklusive Risk Management und Managed Data Center, die jeweils die Themen Service Desk, Monitoring, Incident -, Problem- und Change-Management nach ITIL abdecken. Ergänzt wird dieses Portfolio durch Managed Cloud Services, bei denen wir für unsere Kunden das Management von Public Cloud Ressourcen übernehmen. Unser Cyber Defense Center bietet umfassende auf den jeweiligen Kundenbedarf zugeschnittene Services in den Bereichen Security Information und Event Management, Schwachstellenmanagement und Advanced Thread Detection. Care Services Wir stehen unseren international aufgestellten Wartungskunden 24 Stunden an 365 Tagen innerhalb der vereinbarten Reaktionszeiten zur Verfügung, um Störungen zu beseitigen und sicherzustellen, dass die Funktionalität von Infrastruktur und Diensten so schnell wie möglich wiederhergestellt wird. Hierzu entwerfen wir in Abstimmung mit unseren Kunden die optimale Mischung aus den Servicemodulen der Controlware und den entsprechenden Angeboten der Hersteller. Auch wenn unser Geschäftsschwerpunkt in der DACH Region liegt, haben wir langjährige Erfahrung in Organisation und Management internationaler Servicenetze mit lokalen Partnern, so dass wir unseren Kunden weltweit zur Verfügung stehen. Lifecycle Management In diesem Bereich unterstützen wir unsere Kunden dabei ihre Infrastruktur über den Lebenszyklus auf dem jeweils aktuellen Stand zu halten und die neuen Features der jeweiligen Softwarereleases zu bewerten und zu implementieren, um so die Vorteile einer softwarebasierten Infrastruktur fortlaufend optimal für sich nutzen zu können. A.2.2 Lösungskompetenzen / Lösungsschwerpunkte Als Systemintegrator bieten wir komplette IT-Lösungen und Dienstleistungen von Beratung und Planung über Installation und Wartung bis hin zum Betrieb an. Damit übernehmen wir nicht nur die Verantwortung für einen Abschnitt einer Lösungseinführung, sondern die Gesamtverantwortung und Weiterentwicklung über den kompletten Lebenszyklus. Organisatorisch haben wir unser Lösungsportfolio in Network Solutions, Information Security, Data Center & Cloud, IT Management und Collaboration unterteil, für die wir jeweils ein zentrales Competence zur Unterstützung der regionalen Fähigkeiten haben. Zusätzlich haben wir ab 2024 unsere Kompetenzen im Bereich Operational Technology in einem Competence Center gebündelt, das eine Querschnittsfunktion über den anderen abbildet. Hiermit verbinden wir unser Wissen aus den Lösungsschwerpunkten mit den spezifischen Anforderungen, die aus dem OT Bereich und der steigenden Vernetzung von OT und IT resultieren. ![]() Aus unserer Sicht müssen moderne Infrastrukturen so konzeptioniert sein, dass für den menschlichen oder maschinellen Anwender Ressourcen aus der Private Cloud und den Public Clouds genutzt werden können, ohne dass hierbei Vertraulichkeit, Verfügbarkeit oder Integrität der Daten gefährdet werden. Um diese integrierten Modelle beraten, realisieren und betreiben zu können, braucht man langjährige Erfahrung in den zugrundliegenden Technologien und deren sicherer Verwendung, um auf dieser Basis eine auf die individuellen Kundenbedürfnisse, Budgets und vorhandenen Betriebsfähigkeiten zugeschnittene Lösung zu entwickeln. 2023 hat die Controlware den bereits in den Vorjahren begonnenen Kompetenzausbau im Bereich Software Defined Infrastructure nochmals ausgebaut und weiter deutlich in Ausbildung investiert. Dazu gehören Themen wie durchgängige Standards für Dokumentation und sichere Programmierung, Code Review Prozesse, einheitliche Software Repositorien etc. Dies ist wichtig, da sowohl der Aufbau als auch die Wartung einer softwaredefinierten Infrastruktur deutlich andere Voraussetzungen hat als eine konventionelle Realisierung. Mit diesen Investitionen, die wir in den Folgejahren fortsetzen werden, sehen wir uns für den absehbaren tiefgreifenden Wandel in Architektur, Realisierung und Betrieb von Infrastrukturen gut aufgestellt. A.3. Unternehmensstrategie Auf der Basis höchster technischer Kompetenz und Lösungsexpertise streben wir die Qualitätsführerschaft in unserem Markt an und wollen dabei als Trusted Advisor für sichere IT-Infrastrukturen in unserem Marktsegment wahrgenommen werden. Unser Ziel ist es weiter profitabel zu wachsen, unsere Marktposition sowie unseren Marktanteil auszubauen und den Unternehmenswert der Controlware GmbH dadurch nachhaltig zu steigern. Um dies zu erreichen, arbeiten wir an der gezielten flächendeckende Neukundenakquise, der weiteren Diversifikation unserer Kundenbasis sowie der Stärkung unserer langfristigen Kundenbeziehungen, die wir durch den weiteren Ausbau unserer wiederkehrenden Umsätze durch mehrjährige Verträge in den Bereichen Wartungs- und vor allem Managed Service ausbauen wollen. Unabhängige Kundenbefragungen, in denen wir regelmäßig sehr gute Werte erreichen, sind für uns ein wesentlicher Maßstab hierfür. In der vom IDG Verlag durchgeführten Kundenbefragung erreichen wir seit Jahren regelmäßig sehr gute Bewertungen für die Zufriedenheit unserer Kunden. Für die Entwicklung unserer Marktposition und die Steigerung des Unternehmenswertes sind die Entwicklung von Umsätzen im Allgemeinen sowie der Ausbau der wiederkehrenden Umsätze im speziellen, der Bruttomargen und des EBIT die wesentlichen Kennzahlen. Wir beraten unsere Kunden bei der Entwicklung ihrer IT-Strategie und den daraus resultierenden Anforderungen technologischer und prozessualer Natur unter besonderer Berücksichtigung aller Facetten der IT-Sicherheit. In der Realisierung unterstützen wir unsere Kunden bei der sinnvollen Integration neuer Technologien in ihre bestehenden Systemlandschaften. Insbesondere unser langfristig orientierter erfahrungsbasierter Ansatz aus Betreuung, Service und Betrieb ermöglicht es uns hierbei, aus der Vielzahl neuer technologischer Ansätze bedarfsgerechte realisierbare Lösungen für unsere Kunden zu identifizieren und zu implementieren. Die zunehmenden Anforderungen der Geschäftseinheiten an Geschwindigkeit, Resilienz, Agilität und Sicherheit der IT-Unterstützung sind eine zentrale Herausforderung für die IT-Abteilungen der Unternehmen - also für unsere Kunden. Zur Erfüllung dieser Anforderung tragen wir durch unsere Managed Services bei, die die bedarfsgerechte Verlagerung von spezifischen IT-Prozessen ermöglichen, um das bestmögliche Leistungsniveau bei optimierten Kosten zu sichern. Breite Marktkenntnis und langjähriges Wissen um die Problemstellungen unserer Kunden, ein ausgewogenes herstellerunabhängiges Portfolio aus etablierten Marktführern und Herausforderern, das fortlaufend weiterentwickelt und kritisch hinterfragt wird, tiefe Kenntnis dieser Hersteller, bei denen wir in der Regel den höchsten Partnerstatus haben sowie ausgeprägte technische Expertise ermöglichen uns die objektive, individuell an der Kundensituation orientierte und erfahrungsbasierte Beratung. Hier kommt es uns wesentlich darauf an, die jetzigen und zukünftigen Bedarfe aus dem Geschäft des Kunden herauszuarbeiten und für diese Bedarfe eine wirtschaftlich und technisch optimierte Lösung zu entwickeln, zu implementieren und sofern dies sinnvoll ist auch zu betreiben. Hierbei bieten wir modular aufgebaute, auf die jeweilige Kundensituation anpassbare Betriebsmodelle an, um den unterschiedlichen Ausgangsituationen gerecht werden zu können. Diese reichen von der Vor-Ort Unterstützung bis zur kompletten Übernahme des Betriebes in unser Customer Service Center. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft konnte sich im Jahr 2023 trotz der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine und dem Überfall der Hamas auf Israel wieder leicht erholen. Die weltweite Industrieproduktion zog insbesondere im letzten Quartal das Jahres 2023 wieder an, obwohl hier noch kein nachhaltig positiver Trend zu identifizieren ist. Dagegen ist der Welthandel vor allem noch durch die rückläufige Nachfrage nach Zwischenprodukten belastet, da die Unternehmen ihre im Rahmen der Lieferkettenprobleme teils stark aufgebauten Lagerbestände erst wieder abbauen möchten. Während die in 2022 eingeleitete Straffung der Geldpolitik ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte, ist die Inflation weltweit wieder deutlich gesunken. Das Welt-Wirtschaftswachstum konnte demnach ein leichtes Plus von 1,5 % erzielen. Im Vergleich dazu konnte die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,5 % wachsen, da sich die Konsumnachfrage insbesondere angesichts der ungünstigeren Reallohnentwicklung abgeschwächt hat und die industriestarken Regionen in Mitteleuropa noch unter dem Energiepreisschock des Vorjahres leiden.1 Korrespondierend zu der europäischen Entwicklung hat sich die deutsche Konjunktur im Geschäftsjahr 2023 spürbar abgekühlt. Im Vergleich zum Euroraum sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 %. Dieses ist im Wesentlichen darauf zurückführen, dass sich zwar die Produktionskapazitäten in Deutschland aufgrund der Normalisierung von Produktions- und Beschaffungshemmnissen in vielen Wirtschaftszweigen wieder erholt haben und sich auch die Inflationsraten weiter rückläufig entwickeln, aber die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen deutlich rückläufig ist.2 Die deutsche Digital- und IT-Branche erwies sich hier trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds als krisensicher und konnte ihren Branchenumsatz von 210,7 Mrd. Euro auf 215,0 Mrd. Euro erhöhen. Das dazugehörige Segment der Informationstechnik macht dabei einen Umsatz von 142,9 Mrd. Euro nach 139,8 Mrd. Euro im Vorjahr aus. Als wesentliche Treiber in diesem Bereich sieht der Branchenverband Bitkom zum einen den steigenden Bedarf an Software für die Systeminfrastruktur der Unternehmen (Umsatzplus von 9,6%), zum anderen das anhaltende Wachstum des Bedarfs an IT-Services insbesondere im Bereich der Dienstleistungen mit Cloud-Bezug (Umsatzplus von 5,1 %).3
1
Vgl. Ifo Institut, ifo Schnelldienst: Ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung
verzögert sich - Haushaltslücke birgt neue Risiken.
3
Vgl. Bitkom Verband, Pressemitteilung 2024 / ITK-Marktzahlen im Januar 2024. ![]() ![]() Abbildung 4 und 5: ITK-Marktzahlen Januar 2024, bitkom Die Marktforschungsdaten für die weltweiten IT-Ausgaben des Marktforschungsinstituts Gartner aus den USA zeigen ein ähnliches Bild. Laut der jüngsten Prognosen werden sich die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2023 auf 4,6 Billionen US-Dollar belaufen. Das entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber 2022. Die IT-Ausgaben bleiben damit weiterhin hoch, auch wenn für viele Länder 2023 ein nahezu stagnierendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und hohe Inflationsraten schlagend werden. Das Marktsegment Software wuchs in 2023 zweistellig, da die Unternehmen ihre Ausgaben priorisieren. Damit verfolgen sie das Ziel, Wettbewerbsvorteile durch Produktivitätssteigerung, Automatisierung und andere softwaregesteuerte Transformationsinitiativen zu erreichen. Im Gegensatz dazu sind die weltweiten Ausgaben für Hardware in 2023 um fast 9 Prozent gesunken, da Verbraucher Anschaffungen aufgrund sinkender Kaufkraft und mangelnder Kaufanreize aufschieben. Weltweite IT-Ausgaben (Gartner im Januar 2024)
Abb. 6: Schätzung von Gartner Januar 2024: Weltweite IT-Ausgaben 2023 in Mrd. USD Entwicklung des Bitkom-ifo-Digitalindex seit 2017 bis 2024 Der Bitkom-ifo-Digitalindex spiegelt das Geschäftsklima in der Digitalbranche wider. Basierend auf der monatlichen ifo Konjunkturabfrage rechnet er sich aus dem geometrischen Mittel der Werte für die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen.4 Historische Entwicklung seit 2020: Nach dem ersten Schock durch die COVID-19-Pandemie und dem massiven Einbruch im Frühjahr 2020 hat sich die Stimmungslage seit Sommer 2020 wieder stabilisiert und bis Mitte 2021 verbessert. Danach trat erneut eine leichte Talfahrt ein, die sich bis Ende 2021 fortsetzte und einen weiteren Höhepunkt mit Beginn des Ukraine-Kriegs in Q1 2022 erreichte. Durch die steigenden Kosten im Zusammenhang mit der deutlichen Erhöhung der Beschaffungspreise für Energie, Rohstoffe, Vormaterial und Bauteile entwickelte sich der Bitkom-ifo-Digitalindex über das Geschäftsjahr 2022 deutlich negativ, um sich dann bis zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 wieder zu erholen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 bewerteten die Unternehmen das Geschäftsklima in der Digitalbranche aufgrund der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Spannungen, dem gestiegenen Preisniveau und dem restriktiven Finanzierungsumfeld wieder negativer, auch wenn sich die IT-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft auf einem höheren Niveau bewegt. ![]() B.2. Geschäftsverlauf 2023 Auch die Geschäfte der Controlware GmbH waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das gestiegene Preisniveau, die steigende Zinsentwicklung / das restriktivere Finanzierungsumfeld mit entsprechenden Implikationen auf ein schwächelndes Investitionsumfeld sowie die geopolitischen Spannungen wie in der Ukraine und in Nahost geprägt. Trotz der weltwirtschaftlichen Entwicklungen konnte der Rohertrag allerdings um +9,9 Mio. EUR (+9,7% ggü. Vorjahr) auf 112,2 Mio. EUR (Vorjahr 102,3 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Rohertragsquote sank dagegen insbesondere aufgrund der Veränderung des Umsatzmixes aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Umsätze mit Hard/Software und Wartung sowie der gestiegenen Kosten der Herstellerwartung um 0,8% Punkte auf 29,0% (Vorjahr 29,8%). Das EBIT stieg von 10,2 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR. Wir sind mit der deutlichen Umsatzsteigerung vor dem Hintergrund der getroffenen Annahmen für das Vorjahr zufrieden. Die Entwicklung des Rohertrags entspricht mit einer Erhöhung um 9,9 Mio. EUR nahezu unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Auch im abgelaufenen Jahr haben wir in erheblichem Umfang in die Optimierung unserer Prozesse und die IT investiert, um die Qualität unserer Leistungen für unsere Kunden weiter zu verbessern und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Leistungserbringung optimal zu unterstützen. Diese Programme werden wir auch 2024 mit erheblichen Aufwänden fortsetzen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung des abgelaufenen Jahres mit gesteigertem Umsatz, Rohertrag und EBIT vor dem Hintergrund der makroökonomischen und geopolitischen Situation als durchaus zufriedenstellend. B.3. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren B.3.1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2023 konnten die Umsätze aufgrund der guten Auftragslage und trotz der weltwirtschaftlichen Probleme weiter ausgebaut werden und erhöhten sich um 42,9 Mio. EUR oder 12,5% auf 386,4 Mio. EUR (Vorjahr 343,5 Mio. EUR). Die Umsatzerhöhung entfiel im Wesentlichen auf alle Umsatzarten mit einer überproportionalen Steigerung in der Wartung sowie über alle Regionen und Kundengruppen hinweg. Das Wachstum liegt im geplanten mittelfristigen Korridor. Der Fokus der Geschäftsführung liegt hierbei auf dem weiteren profitablen Ausbau der Geschäftstätigkeit für nationale wie internationale Unternehmen und Organisationen aus dem deutschsprachigen Raum. Aufteilung der Umsätze nach Umsatzarten Umsatzerlöse nach Umsatzarten
Abb. 6: Umsatzerlöse nach Umsatzarten Aufteilung der Umsätze nach Märkten Umsatzerlöse nach Märkten
Abb. 7: Umsatzerlöse nach Märkten B.3.2. Bruttomarge (Rohertrag) Kennzahl Rohertrag
Abb. 8: Kennzahl Rohertrag Zur weiteren Erläuterung wird auf B.2. verwiesen. B.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren B.4.1. Forschung und Entwicklung Als Systemintegrator führen wir keine eigene Forschung durch. In Einzelfällen kommt es insbesondere im Bereich IT Sicherheit vor, dass wir entsprechende Entwicklungsprojekte mit unserer Praxisexpertise unterstützen. Weiterhin begleiten und unterstützen wir entsprechende Vorhaben im Rahmen von Ausbildung und Studium. In verschiedenen Bereichen werden kundenindividuelle Softwareentwicklungs- und Anpassungsleistungen erbracht. Im Bereich Cyber Defense entwickeln wir unterstützende Softwarelösungen zur optimalen Unterstützung unserer Analysten. Darüber hinaus entwickeln wir unsere eigene Plattform zur Unterstützung des Lifecycle und Customer Experience Managements. und programmieren auf Basis externer Werkzeuge RPA (Robotic Process Automation) zur Steigerung unserer Qualität und Effizienz. B.4.2. Mitarbeitende Um die Wettbewerbsfähigkeit der Controlware Gruppe sicherzustellen, setzen wir auf eine vorausschauende Personalpolitik. Wissen und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden sind die Grundlage für unseren Anspruch, ein qualitativ führender Anbieter im Markt zu sein. Deswegen sind intensive Nachwuchsförderung und qualifizierte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen das Fundament unserer Zukunft, an dessen Verbesserung wir stetig arbeiten. Eine vergleichsweise lange Unternehmenszugehörigkeit und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität der Controlware Gruppe als Arbeitgeber. Die gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften ist wesentliches Ziel unserer Arbeit. Im Jahr 2023 haben wir Ø 42 Auszubildende und Studierende aus kombinierten Studiengängen beschäftigt (Vorjahr Ø 44). Wir kooperieren mit sieben Hochschulen und arbeiten daran, diesen Kreis zu erweitern. Um generell die Interessen von Jugendlichen an IT Berufen zu stärken, führen wir Veranstaltungen an Schulen durch und nehmen weiterhin an geeigneten Ausbildungsbörsen teil. Wir bieten flexible Arbeitsmodelle an, die vom flexiblen mobilen Arbeiten und Homeoffice-Regelungen bis hin zu flexiblen Arbeitszeitgestaltungen mit Vertrauensarbeitszeit oder zu Teilzeitmodellen reichen, um unseren Mitarbeitenden Möglichkeiten zu einer familienfreundlichen Arbeitsgestaltung zu verschaffen. In unserem Organisations- und Entwicklungsverständnis werten wir Fach- und Führungskarrieren als gleichrangig und tragen dem sowohl durch die Entwicklungsplanung als auch vor allem durch die Vergütungsstrukturen Rechnung. Insofern ist für uns eine Ausweitung des Frauenanteils mit entsprechender fachlicher Expertise in den Bereichen Vertrieb, Consulting und Technik ebenso wichtig wie die Ausweitung des Frauenanteils in Führungspositionen. Zur Unterstützung der bei uns beschäftigten Menschen sowie deren Familien bieten wir über einen externen Dienstleister ein Employee Assistance Programm an, auf das jeder anonym zugreifen kann. Die Bandbreite reicht von Unterstützung im psychologischen Bereich über Vermittlung von Kinderbetreuungs- und Pflegemöglichkeiten bis zur persönlichen Beratung. Im Jahr 2018 hatten wir erstmals mit einer Befragung unserer Mitarbeitenden im Rahmen von „Great Place to Work“ teilgenommen, in der wir im Resultat sehr gut beurteilt wurden. Bei den erneuten Durchführungen in den Jahren 2019 bis 2023 (Q1 2023 die letzte Umfrage) hat sich die bereits positive Einschätzung weiter verbessert und den Erfolg der aus der Befragung abgeleiteten Maßnahmen bestätigt. Die Ergebnisse der Befragungen werden aufgearbeitet und durch Maßnahmen unterlegt; dies gewährleistet den systematischen Einfluss auf unsere Organisations- und Personalentwicklungsprozesse. Die Controlware GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 869 Mitarbeitende (Vorjahr 844) und 42 Auszubildende (Vorjahr 44), gesamt 911 Mitarbeitende inkl. Auszubildende (Vorjahr 888) und damit 2,6% mehr Mitarbeitende inkl. Auszubildenden als im Vorjahr. Arbeitsschutzmanagementsystem Zur Minimierung von Unfällen und arbeitsbedingten Krankheiten betreiben wir ein Arbeitsschutzmanagementsystem, das wir von der BG ETEM gemäß OHSAS 18001:2007 zertifizieren lassen haben. Aktuell wird die Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems nach ISO 45001 vorbereitet. Zur weiteren Optimierung unserer Arbeitssicherheit arbeiten wir kundenspezifisch zudem an einer Zertifizierung nach der Safety Culture Ladder Methode. B.4.3. Ökologische Nachhaltigkeit Wir leben Umweltschutz als einen zentralen Bestandteil unseres Unternehmensleitbildes und unserer unternehmerischen Verantwortung. Daher stellt der Umweltschutz einen wesentlichen Aspekt in den gesamten Geschäftsabläufen der Controlware Unternehmensgruppe dar. Die erfolgreiche Umsetzung eines effektiven Umweltmanagements setzt die Anwendung von moderner und innovativer Technologie und die ständige Optimierung aller Geschäftsprozesse voraus, um die Einhaltung der gesetzlichen Umweltbestimmungen sicherzustellen. Die Wahl unseres Managementsystems basiert auf einer Impact-Analyse, die die arbeitstechnischen Einflüsse auf die Umwelt untersucht. Entsprechend haben wir systematisch die wesentlichen Umweltfaktoren - den Energieverbrauch für Strom, Heizung und Kühlung sowie Transport - identifiziert und Maßnahmen zur nachhaltigen Absenkung des damit verbundenen Ressourcenverbrauches getroffen. Dies reicht vom Flottenmanagement und dem Ausbau in Richtung E-Mobilität über die Reduzierung der Reisetätigkeit durch mobile Arbeitsplätze bis hin zu dem Einsatz von Videokonferenzsystemen. Zusätzlich haben wir in einem Energieaudit Verbesserungsmöglichkeiten analysiert und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Unser wesentlicher Energiebezug für die Zentrale (Strom und Gas) ist seit Jahren vollständig auf ökologisch orientierte Lieferanten umgestellt. Neben diesen Aspekten, welche die Organisation der Unternehmen selbst betreffen, spielt die Reduzierung des Ressourcenverbrauches der technischen Komponenten bei unseren Angeboten weiterhin eine wichtige Rolle. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Abb. 10: Ertragslage Zur Erläuterung der Umsatzerlöse wird auf B.3.1. verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vorwiegend aufgrund der positiven Entwicklung der Erträge aus Kursdifferenzen. Die geplanten Maßnahmen zur Personalentwicklung und zum Kapazitätsausbau haben wir in 2023 in einem weiterhin schwierigen Personalmarkt fortgesetzt. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund des angestiegenen Personalstamms um durchschnittlich 25 Mitarbeitende auf 869 Mitarbeitende und Lohnerhöhungen sowie der Zahlung einer Inflationsprämie um 7,1 Mio. EUR oder 9,3% auf 84,1 Mio. EUR (Vorjahr 77,0 Mio. EUR). Insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsätze sank die Personalkostenquote von 22,0% im Vorjahr auf 21,3% im Berichtsjahr. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,5 Mio. EUR oder 12,5% auf 22,5 Mio. EUR (Vorjahr 20,0 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf die Ausweitung von Fremdleistungen für Digitalisierungsprojekte, Reisetätigkeiten, KFZ-Kosten und Schulungen (Anstieg 2,5 Mio. EUR) zurückzuführen. Das EBT lag bei 13,5 Mio. EUR und damit 2,1 Mio. EUR oder 18,6% über dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss von 9,8 Mio. EUR (im Vorjahr 8,1 Mio. EUR) ab. D. Vermögens- und Finanzlage D.1. Bilanzstruktur Die Bilanz der Controlware GmbH spiegelt neben der wirtschaftlichen Stärke auch die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft wider. So liegt die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr bei soliden 24,8% nach 23,1% im Vorjahr und damit auf einem zufriedenstellenden Niveau. Vermögenslage
Abb. 11: Vermögenslage (Bilanzstruktur Aktiva)
Abb. 12: Vermögenslage (Bilanzstruktur Passiva) Aufgrund des Geschäftszuwachses betrug die Bilanzsumme der Controlware GmbH zum 31.12.2023 252,7 Mio. EUR nach 227,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das Umlaufvermögen lag mit 126,9 Mio. EUR über dem Vorjahr (110,0 Mio. EUR). Trotz der Ausweitung des operativen Geschäftes konnten die Vorräte zum Stichtag um 2,8 Mio. EUR auf 11,4 Mio. EUR verringert werden, und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines weiter verbesserten Forderungsmanagements auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Anstieg beinhaltet auch Darlehensforderungen ggü. der Muttergesellschaft sowie einer Tochtergesellschaft. Diese erhöhten sich von 14,6 Mio. EUR um 4,5 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR. Die positive Entwicklung spiegelt sich ebenfalls in der Veränderung der flüssigen Mittel wider. Diese erhöhten sich von 11,8 Mio. EUR um 16,5 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresüberschusses von 9,8 Mio. EUR von 52,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 62,1 Mio. EUR im Berichtsjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg von 23,1% im Vorjahr auf 24,7% im Geschäftsjahr. Die Eigenkapitalquote stellt sich inklusive der Rechnungsabgrenzungsposten dar. Die Bilanz der Controlware beinhaltet eine Besonderheit aufgrund des Geschäftsfeldes Wartung, das mit fast 38% den zweithöchsten Umsatzanteil einnimmt. Wartungsverträge laufen typischerweise über Perioden, die länger als ein Jahr dauern, und bringen durch die periodengerechte Abgrenzung einen Anstieg der aktiven und passiven Rechnungsabgrenzung mit sich. Zukünftige Erträge, die vor dem Bilanzstichtag vereinnahmt wurden, werden als passive Rechnungsabgrenzung verbucht. Ausgaben aus dem Segment Wartung vor dem Bilanzstichtag, die zu zukünftigen Aufwendungen führen, werden als aktive Rechnungsabgrenzung verbucht. Der Zuwachs der passiven Rechnungsabgrenzungsposten lag im Jahr 2023 bei 9,6 Mio. EUR. Damit stiegen die passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf 125,8 Mio. EUR (Vorjahr 116,1 Mio. EUR). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 7,3 Mio. EUR auf 116,0 Mio. EUR (Vorjahr 108,7 Mio. EUR). Eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Bereinigung der Bilanzverlängerung um die Rechnungsabgrenzungsposten (Saldierung) würde zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalquote sowie der Gesamtkapitalrentabilität führen. Bei einer saldierten Betrachtung der Rechnungsabgrenzungsposten betrüge die Eigenkapitalquote 45,4% (Vorjahr 44,2%). Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten konnten im Geschäftsjahr komplett getilgt werden. Die Erhöhung des kurzfristigen Fremdkapitals um 7,4 Mio. EUR auf 64,9 Mio. EUR (Vorjahr 57,5 Mio. EUR) ist vorrangig auf die deutliche Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 6,8 Mio. EUR zurückzuführen. D.2. Investitionen Das Anlagevermögen lag nach Neuinvestitionen in Höhe von 2,9 Mio. EUR und Abgängen in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie 1,8 Mio. EUR Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr bei 9,6 Mio. EUR (Vorjahr 8,5 Mio. EUR). Die Zugänge des Geschäftsjahres sind im Wesentlichen auf Investitionen in die IT-Infrastruktur zurückzuführen. Investitionen
Abb. 13: Investitionen D.3. Liquiditätslage und Finanzierungsstruktur Die Finanzlage der Controlware GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: Finanzlage / Kapitalflussrechnung
Abb. 14: Cashflowrechnung
Für ein stark wachsendes Unternehmen wie die Controlware GmbH ist es von großer Bedeutung, die nötigen finanziellen Mittel für das operative Wachstum aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Cashflow und Liquidität sind daher wichtige Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens und die Basis für zukünftiges Wachstum. Im Berichtsjahr lag der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei 18,9 Mio. EUR nach 7,8 Mio. EUR im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr -0,9 Mio. EUR) war in 2023 maßgeblich von Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (vorwiegend IT-Infrastruktur) geprägt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen. Der gesamte Cashflow belief sich damit auf 16,5 Mio. EUR und lag 16,7 Mio. EUR über dem Vorjahr mit - 0,2 Mio. EUR. Damit war und bleibt das operative Geschäft des Unternehmens finanziell komfortabel abgesichert und das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen unter Ausnutzung von Skonto nachzukommen. Wesentliche Finanzierungsquelle der Controlware sind die aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielten Mittelzuflüsse. Der wesentliche Anteil der mehr als ausreichend dimensionierten Finanzierungslinien steht langfristig zur Verfügung. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht E.1.Chancenbericht Die Geschäftstätigkeit der Controlware innerhalb eines sich ständig verändernden und weiterentwickelnden IT- und Marktumfeldes eröffnet fortlaufend neue Chancen, deren systematisches Erkennen und Nutzen wesentlicher Bestandteil unserer nachhaltigen Wachstumspolitik ist. Auf der Grundlage unserer langjährigen Kunden- und Herstellerbeziehungen, unterstützt durch externe Experten und Analysen anerkannter Marktforschungsinstitute, bewerten wir aktuelle Entwicklungen und arbeiten daran, hieraus entstehende Chancen rechtzeitig zu erkennen und in marktgängige Angebote zu übersetzen. Die IT ist in den letzten Jahren in einem durch die zunehmende Digitalisierung geprägten Umfeld zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor sowohl für Unternehmen als auch für die öffentliche Hand geworden. Dies wurde durch die Lockdown-Maßnahmen in der Pandemie nochmal sehr deutlich, denn ohne die Fähigkeit, auch remote arbeitsfähig zu sein, wären die wirtschaftlichen Auswirkungen noch wesentlich gravierender gewesen. Die Erfahrungen der letzten 3 Jahre haben zu einer nachhaltigen Umstellung von Unternehmen und Behörden geführt, da Arbeit außerhalb der festen Büroumgebung von einer erzwungenen Notlösung zu einem festen Bestandteil der Organisation geworden ist. Markt und Umfeld Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die IT-Industrie sich zwar nicht gänzlich von der allgemeinen Konjunkturentwicklung in Deutschland freimachen kann, aber im Vergleich zu anderen Industrien weniger von verschlechterten Rahmenbedingungen betroffen ist. Dies kommt unter anderem daher, dass der Nachholbedarf im Vergleich zu konkurrierenden Volkswirtschaften sowohl in der privaten Wirtschaft als auch der öffentlichen Hand weiter hoch ist. Im Beschaffungsverhalten der öffentlichen Auftraggeber hat sich in den letzten Jahren ein deutlicher Trend zu Konsolidierung der Beschaffung über die verschiedenen Ebenen hinweg gezeigt. Dem tragen wir Rechnung, indem wir den Vertrieb für die Kundensegmente Bund, Land und Kommunen in einer vertikalen Vertriebseinheit gebündelt haben, um die Chancen, die sich aus dieser Veränderung ergeben besser zu nutzen. Zudem erreichen wir auf diesem Weg eine bessere Skalierung unseres seit langem aufgebauten spezifischen Wissens zu den rechtlichen und praktischen Besonderheiten der Vergabethemen in diesen Segmenten. Zudem sind wir in einer Industrie mit hoher Innovationsgeschwindigkeit, so dass regelmäßige Tech- Refreshs durchgeführt werden müssen, um die infrastrukturelle Basis funktional und sicher zu erhalten. Auch hieraus entstehen Chance für weiteres Wachstum. Auf die Veränderungen in der Bedrohungslage und die gestiegene Kritikalität einer funktionierenden IT für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes hat der Gesetzgeber mit gestiegenen regulatorischen Anforderungen in diversen Bereichen reagiert. Beispielhaft sind hier NIS2 oder DORA für den Finanzbereich zu nennen. Hieraus entstehen Geschäftschancen von der organisatorischen Beratung im Bereich GRC über die technische Umsetzung bis zur Unterstützung durch unsere Managed Security und Cyber Defense Services. Insgesamt sehen wir auch in den nächsten Jahren Chancen für Wachstumsraten oberhalb des BIP Wachstums. Hersteller- und Distributionspartner Die langjährigen intensiven Beziehungen zu unseren Herstellern und Distributoren sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Controlware. Diese gut etablierten Partnerschaften sind die Grundlage, um bedarfsgerechte IT-Lösungen für unsere Kunden zu konzipieren, bereitzustellen und kontinuierlich zu optimieren. Aufgrund der engen Beziehung und unserem hohen Status in den entsprechenden Partnerprogrammen haben wir einen besseren Zugang zu innovativen Produkten, aktuellen Marktinformationen und vor allem zu wettbewerbsfähigeren Konditionen als viele Marktbegleiter. Gerade angesichts des stärker werdenden Trends Best-of-Breed Lösungen durch einheitliche Architekturen und Plattformen eines Herstellers zu ersetzen, kommen die guten Beziehungen zu den führenden Herstellern, die eine solche Konsolidierung technisch abbilden können und das tiefe technische Wissen über deren Lösungen zukünftig noch stärker zum Tragen. Diese hierfür erforderliche Breite und Tiefe an Wissen und Fähigkeiten wird für kleinere Anbieter eine zunehmende Herausforderung werden. Neben der technischen Konsolidierung gibt es bei vielen Kunden auch das Ziel ihre Lieferantenbeziehungen zu konsolidieren, um Abläufe zu vereinfachen. Da es kaum Anbieter im Markt gibt, die sämtliche Aspekte der IT mit entsprechender Kompetenz abdecken können, bieten sich hierzu kunden- und projektbezogene Partnerschaften auch mit Marktbegleitern an, mit denen wir ansonsten im Wettbewerb stehen. Diese projektbezogenen Kooperationen werden wir zukünftig ausbauen, um auf diese Weise auch Themen anbieten zu können, die wir nicht direkt im eigenen Portfolio haben und zusätzliche Absatzkanäle für unsere Kompetenzen zu eröffnen. Hierbei arbeiten wir sowohl als Generalunternehmer als auch als Subunternehmer für Wettbewerber. Im Zuge des Umbaus unserer IT-Systeme werden wir die IT-technische Verzahnung zu unseren Lieferanten weiter ausbauen, um auf diesem Weg Arbeitsvereinfachungen und Effizienzgewinne zu erzielen. Gleiches wird nach vorne zu unseren Kunden erfolgen, um auch für diese die Abwicklung so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Von beiden Themen versprechen wir uns sowohl eine Ausweitung unseres Geschäftes als auch eine Reduzierung der Prozesskosten. Chancen aus technischen Entwicklungen und Marktrends Softwaredefinierte Hybride Cloud Infrastrukturen Moderne IT Infrastrukturen werden in einer für die technischen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen der Kunden optimierten Mischung aus dedizierten und Public Cloud Ressourcen gebaut, um so die Vorteile beider technischen Lösungsansätze optimal nutzen zu können. Dies umfasst zum einen Public Cloud Lösungen (Infrastructure und Software als Service) und zum anderen ermöglichen Softwaredefinierte Lösungen im Datacenter, im lokalen Netzwerk und im Weitverkehrsbereich die Realisierung neuer Konzepte mit deutlich höherer Flexibilität und höherem Automatisierungsgrad. Diese technologischen und kommerziellen Modelle werden zu hybriden Clouds - also der Kombination aus privaten und öffentlichen Infrastrukturen und Services auf höchstmöglichem Sicherheitsniveau - integriert. Neben Effizienz- und Kostengesichtspunkten spielt dabei vor allem die Geschwindigkeit der Entwicklung, die anschließende Skalierbarkeit aber auch Sicherheits- und Datenschutzüberlegungen eine Rolle. Die sich hieraus ergebende Komplexität führt für Unternehmen wie die Controlware zu Geschäftschancen über die komplette Wertschöpfungskette von der Architektur und Migrationsberatung über die kundenspezifische Applikationsentwicklung bis zu Managed Cloud Services. Operations Technologie (OT) Ein wesentlicher Teil der Digitalisierung ist die Erweiterung der Vernetzung von Menschen bzw. Mensch und Maschine zur weitgehenden Vernetzung von Werkstücken, Produktionsanlagen und Produkten. Die Kombination aus Vernetzung, Verfügbarkeit digitaler Daten und Analytik für unstrukturierte Massendaten aus verschiedenen Quellen in oder nahe an Echtzeit ermöglicht die Optimierung klassischer Wertschöpfungsketten durch die Beseitigung von Medienbrüchen, aber auch die Entwicklung datenbasierter, digitaler Geschäftsmodelle. Allerdings werden dadurch ursprünglich abgeschlossene Produktionsumgebungen geöffnet und damit für Angriffe erreichbar, vor denen sie vorher aufgrund der physikalischen Trennung weitgehend geschützt waren. Als Konsequenz müssen diese gegen Cyberbedrohungen abgesichert werden. Neben der Einführung von Absicherungswerkzeugen zur kurzfristigen Erhöhung des Sicherheitsniveaus geht es hier auch darum, die gesamte Architektur der Steuerungsnetze zu überprüfen und Sicherheitsmechanismen zu etablieren. Dazu kommen neue technische Lösungen wie 5G und Wifi6, die neue Möglichkeiten der Vernetzung bieten. Hier sehen wir aufgrund unserer ausgeprägten Expertise einen gut adressierbaren Markt, den wir mit weiteren Investitionen und einem eigens dafür gegründeten Competence Center Operations Technology für uns ausbauen wollen. Big Data, Analytics und Künstliche Intelligenz Die Leistungsfähigkeit der öffentlich verfügbaren Modell generativer künstlicher Intelligenz ist mit der Veröffentlichung der 3.5 Version des Chat GPT von OpenAI ins öffentliche Bewusstsein gekommen. Seitdem sind diverse weitere vortrainierte Modelle zur Sprach- und Bilderkennung verfügbar geworden. Diese ergänzen die bisher schon verwendeten verschiedenen Maschine Learning Modelle und werden zukünftig vor allem die Interaktion von Mensch und Maschine deutlich verändern. Diese Entwicklung wird weitreichende Veränderungen für alle Unternehmen und Organisationen nach sich ziehen, die von substantiellen Produktivitätssteigerungen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen reichen. Zur Nutzung von Kl kann man auf die Cloudangebote zugreifen, aber vor allem größere Unternehmen investieren auch in dedizierte Infrastrukturlösungen, wobei sowohl kommerzielle Überlegungen zu den Total Cost of Ownership als auch Datensicherheitserwägungen eine Rolle spielen. Hieraus ergeben sich zukünftig Geschäftschancen wie beispielsweise die Beratung zur sicheren Implementierung solcher Modelle, die Realisierung der technischen Infrastruktur für den on-premise Betrieb von solchen Modellen. Flexibles Arbeiten Veränderungen der Unternehmensorganisation, die aus dem privaten Umfeld gewohnte jederzeitige Verfügbarkeit von IT Anwendungen an jedem Ort, aber auch Themen wie steigende Mieten in Ballungsräumen und Reduzierung von Ressourcenverbräuchen, führen zu neuen Arbeitsplatzgestaltungen. Diese werden durch Collaboration Technologien ermöglicht, die Sprache, Präsentationen, Video, Chat, gemeinsame Nutzung von Dokumenten usw. unter einer einheitlichen Oberfläche ermöglichen. Auf dieser technischen Grundlage können viele Arbeitsplätze weitgehend räumlich und zeitlich flexibilisiert werden. Hieraus entstehen weitere Geschäftsmöglichkeiten, die wir aus unserem Portfolio sehr gut bedienen können. Auch nach der Pandemie ist kein Trend zur vollständigen Rückkehr in die Büros erkennbar, so dass die hybriden Infrastrukturen aufrechterhalten und für einen nachhaltigen Betrieb ausgebaut werden müssen. Zudem ist die hiermit verbundene Flexibilität eine notwendige Maßnahme zur Reduzierung von Betriebsrisiken. Um in der hybriden und flexiblen Arbeitswelt der Zukunft nachhaltig eine vernünftige Performance mit hohen Sicherheitsstandards zu ermöglichen, müssen die bestehenden überwiegend zentralisierten IT Architekturen sukzessive zu dezentralen Ansätzen (Secure Access Service Edge Architekturen) migriert werden. Informationssicherheit Die Anzahl an Cyberangriffen durch kriminelle und staatliche Akteure ist konstant hoch, das geschätzte Schadenvolumen inklusive der Folgeschäden hat lt. Bitkom auf eine Größenordnung von gut 200 Mrd. EUR. Auf diese Bedrohungslage und die kritischen Auswirkungen von Ausfällen der IT reagiert der Gesetzgeber mit deutlich gestiegenen regulatorischen Anforderungen, durch die eine deutlich höhere Zahl an Unternehmen als Teil der kritischen Infrastrukturen klassifiziert werden. Neben den technisch-organisatorischen Vorgaben werden dabei auch die Haftungsregelungen für die Unternehmensleitungen verschärft. Um diesen Anforderungen zu genügen und das Sicherheitsniveau nachhaltig zu steigern reichen punktuelle Maßnahmen in vielen Fällen nicht aus. Vielmehr geht es darum, die Sicherheitsarchitektur zu überprüfen und in Richtung eines zero-trust-Ansatzes auszurichten. Darüber hinaus wird neben der Abwehr von Angriffen deren Erkennung und die Reaktion auf einen erkannten Angriff immer wichtiger. Dies erfordert die Integration von verteilter Sensorik in die Infrastruktur, einerseits um einfache Infektionen mit Schadcode schnell zu erkennen und betroffene Systeme sofort zu isolieren, andererseits um eine Basis für Abwehrmaßnahmen bei komplexeren Angriffen zu haben. Schließlich geht es darum, die Backup & Restore Konzepte und Technologien zu aktualisieren, um nicht nur die laufende kostenoptimierte Datensicherung zu haben, sondern auch eine schnelle Möglichkeit zum sicheren Restore der Daten. Dies ist ein wesentlicher Punkt zur schnellen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nach einem erfolgreichen Angriff. Um mit den Ergebnissen derartiger Systeme umgehen zu können, bedarf es als Voraussetzung wiederum eines etablierten Risikomanagements mit entsprechender Aktionsplanung. In den letzten Jahren haben Unternehmen zunehmend erkannt, dass sie ein eigener Aufbau der hierzu erforderlichen technischen Ressourcen und Qualifikationen überfordert. Entsprechend ist die Bereitschaft, in diesem Bereich Managed Services zu nutzen, deutlich stärker geworden. Da die Controlware sowohl in Auditierung und Beratung bei der Einführung von Informationssicherheitssystemen als auch in deren technischer Umsetzung hohe Expertise hat, werden wir auch weiterhin von den hierdurch entstehenden Marktchancen profitieren. Dies betrifft nicht nur die Beratung, sondern vor allem auch die Umsetzung bis hin zum Managed Security Service. Mit der Kombination aus langjähriger Erfahrung im Infrastrukturmanagement und unseren Fähigkeiten im Bereich Cyber Defense sind wir für die Unterstützung unserer Kunden in diesen Bereichen gut aufgestellt. Insgesamt gehen wir auch zukünftig von verstärkten Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Services aus, die für uns Wachstumschancen bieten. E.2.Risikobericht Risikomanagementsystem Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei wir versuchen, Risiken im Rahmen des unternehmerisch Sinnvollen beherrschbar zu machen. Das Risikomanagementsystem (RMS) der Controlware soll der Unternehmensführung helfen, wesentliche Risiken, die den Unternehmenserfolg oder sogar -bestand gefährden können, rechtzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Es hat in der Unternehmensführung (Corporate Governance) die Aufgabe, die Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos unter gleichzeitiger Optimierung des Ertrages zu dokumentieren, zu bewerten und getroffene Maßnahmen nachzuhalten. Das Ziel des Risikomanagements ist nicht die Eliminierung sämtlicher Risiken, da sonst auch Erfolgschancen verpasst werden könnten. Die Zielsetzung besteht darin, ein optimales Verhältnis zwischen Chancen und Risiken, ausgehend von den Risikopräferenzen des Entscheidungsträgers, zu finden. Unterstützt wird das Risikomanagement durch das Business Continuity Management (BCM), das sicherstellt, dass das laufende Geschäft im Falle von negativen externen Einflüssen weitergeführt werden kann. Nachfolgend beschreiben wir wesentliche Risikofelder, die unser Geschäft und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Dies sind nicht die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die wir jetzt noch als weniger signifikant einschätzen, könnten sich ebenfalls nachteilig auf unser Unternehmen auswirken. Investitionsrisiken Bestandteil unserer Strategie ist die Stärkung einzelner Bereiche durch Akquisitionen. Vorhaben wie diese sind per se riskant, da sie Unwägbarkeiten hinsichtlich der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten beinhalten. Das mögliche Eintreten dieser Geschäftsrisiken hat eine mittlere Wahrscheinlichkeit und einen wesentlichen Einfluss. Personalrisiken In der IT-Branche herrscht intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte, die die von uns gesuchten technologischen und persönlichen Fähigkeiten mitbringen. Zusätzliche qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden, ist eine wesentliche Erfolgskomponente für unser Geschäft. Risiken liegen im Abgang von Leistungsträgern, in einer deutlichen Erhöhung der generellen Fluktuation oder darin, dass wir benötigte Kompetenzen nicht in ausreichendem Maß am Markt finden oder selbst aufbauen können. Dieser Wettbewerb um qualifizierte Kräfte in einem Arbeitnehmermarkt beschränkt auch unsere Reaktionsmöglichkeiten auf kurzfristige Überkapazitäten, da wir zum einen erhebliche Vorläufe in der Personalbeschaffung haben, zum anderen nur eingeschränkt mit Abbaumaßnahmen reagieren können, um unsere Arbeitgeberattraktivität in einem umkämpften Markt nicht zu gefährden. Um unsere Mitarbeitenden an das Unternehmen zu binden, bieten wir attraktive Vergütungssysteme und Sozialleistungen inklusive eines umfassenden mitarbeiterorientierten Dienstleistungsangebots und bieten Möglichkeiten, sich in unseren Geschäftsgebieten im Rahmen unseres Talent Management Programms zielgerichtet fort- und weiterzubilden. Darüber hinaus werden unsere Führungskräfte gezielt in „führungsrelevanten“ Themenbereichen entwickelt. Zusätzlich nehmen wir regelmäßig an der „Great Place to Work“-Befragung teil, um auf objektivierte Weise eine Rückmeldung über die Wahrnehmung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gewinnen. Die Ergebnisse analysieren wir intensiv und überführen diese in Maßnahmen in den einzelnen Einheiten und den unternehmensweiten Maßnahmen. Diese werden von einer gemischt besetzten Steuerungsgruppe überwacht und regelmäßig angepasst. Um neue Mitarbeitende zu gewinnen, werden darüber hinaus intensive Kontakte zu Universitäten und Berufsverbänden gepflegt und duale Studiengänge mit mehreren Hochschulen angeboten. Die Risiken der Personalhaltung und -beschaffung bewerten wir als wesentlich, sehen ihr Eintreten in Bezug auf die Erhöhung der Fluktuation / Weggang von Mitarbeitern aber derzeitig als nicht sehr wahrscheinlich an. Branchen- und Wettbewerbsrisiken Projekte und darauffolgende Langzeit-Wartungs- und Serviceverträge sind die Basis unseres Geschäfts. Großprojekte kommen regelmäßig nach einer wettbewerbsintensiven Angebotsphase zustande. Zu den Risiken solcher Projekte gehören unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten, Probleme bei unseren Partner- oder Subunternehmen und logistische Schwierigkeiten. Jede einzelne dieser Komponenten kann zu erheblichen Mehrkosten oder Vertragsstrafen führen. Diese Risiken reduzieren wir u.a. durch sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten, vertragliche Regelungen wie branchenübliche Haftungsbeschränkungen und Projektmanagement. Wir sind zunehmend der Konkurrenz durch Direktgeschäfte von Herstellern (technologisch insbesondere aber nicht ausschließlich im Umfeld Server und Storage, wertschöpfungsseitig im Bereich Services), Distributoren (im Wesentlichen Services) und Cloudanbietern ausgesetzt. Dazu kommen internationale Serviceanbieter, die mit Offshoring- oder Nearshoringkonzepten arbeiten und einen teils deutlichen Preiswettbewerb auslösen. Aufgrund unserer Positionierung als deutscher herstellerunabhängiger Anbieter, unserer Größe und unseres breiten und umfassenden Lösungsangebotes, unseres hohen Qualitätsanspruches und unserer Leistungen und Kundennähe über unser Standortnetzwerk hinweg haben wir klare Wettbewerbsvorteile, an deren Stärkung wir kontinuierlich arbeiten und diese gezielt weiterentwickeln. Dieses Risiko bewerten wir in Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als mittel. Beschaffungsrisiken In der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Die Einbeziehung Dritter schafft Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder Währungseinflüsse. Die lieferantenbezogenen Risiken werden durch intensive Marktbeobachtung und die gründliche Prüfung der Lieferqualität reduziert. Neben Risiken, die sich auf einzelne Lieferanten beziehen, kann es aufgrund von wirtschaftlichen Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen oder Sanktionsmaßnahmen zu Lieferverzögerungen oder Lieferausfällen kommen. Nachdem sich die COVID-19-Pandemie und die dazugehörigen Maßnahmen der einzelnen Länder bereits schwerwiegend auf die Beschaffungslage von Halbleitern, Panels für IT-Produkte und Vorprodukten insbesondere aus China ausgewirkt haben und der im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg der russischen Föderation auf die Ukraine und die dazugehörigen internationalen Sanktionen gegen Russland die Beschaffungssituation stark verschärft hatten, war das Jahr 2023 von einer deutlichen Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt geprägt. Der Druck auf die Margen kann sich allerdings erhöhen, da die Branche weiterhin durch höhere Effizienz- und Produktivitätsgewinne sowie einer erhöhten Wettbewerbsintensität getrieben ist. Wir gehen davon aus, dass sich die weltweit verbesserte Beschaffungslage weiter stabilisieren bzw. halten wird. Insoweit halten wir den Eintritt von dazugehörigen Risiken im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2021 für abgeschwächt, wenngleich sich die Lage aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten, dem restriktiven Finanzierungsumfeld und den steigenden Zinsen, die breit angelegten Preissteigerungen sowie die davon ausgerufene Nachfrageschwäche wieder verschlechtern kann. Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sehen wir allerdings aktuell nicht. Wir stufen das Risiko als moderates Risiko ein. Ausfälle in der Infrastruktur von Clouddienstleistern können bei einer größeren Anzahl von Kunden gleichzeitig zu Lieferproblemen bei den damit verbundenen Services führen. Dies gilt insbesondere für Regionen, in denen diese Services nicht oder nur mit eingeschränkter Redundanz zur Verfügung stehen (bspw. Mainland China). Effekte dieser Art hatten wir seit Beginn der Corona Pandemie gesehen; diese wurden allerdings überwiegend in sehr kurzer Zeit durch Kapazitätsausweitungen beseitigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten wir als mittel, die Auswirkungen hängen vom betroffenen Bereich und der Dauer einer solchen Verzögerung ab. Risiken aus Naturkatastrophen Als Folge von Naturkatastrophen wie Stürmen oder Pandemien kann die Arbeitsfähigkeit sowohl an unseren Standorten als auch an den Standorten unserer Kunden für einen längeren Zeitraum eingeschränkt oder unmöglich sein. Im Rahmen unseres BCM existieren hierzu abgestufte Maßnahmen, die von der Räumung einzelner Standorte bis hin zur kompletten Durchführung unserer Tätigkeit von temporären oder Heimarbeitsplätzen reichen. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass wir innerhalb kürzester Zeit in der Lage waren, unsere Standorte bis auf Notbesetzungen zu räumen, ohne dass dies zu einer wesentlichen Einschränkung unserer Arbeitsfähigkeit geführt hätte. Hier waren auch spezielle Absprachen mit Kunden inkludiert, die dies normalerweise nicht zulassen. Die COVID-19-Pandemie hat die Vorjahre in vielen Bereichen geprägt. In Bezug auf unser Unternehmen hat sich allerdings gezeigt, dass die Controlware weniger stark betroffen war als andere Unternehmen oder Wirtschaftszweige. IT war und ist für viele Unternehmen und öffentliche Institutionen der Ausweg aus den pandemiebedingten Notlagen. Die Investitionsneigung war daher weiterhin hoch und die Risikoszenarien sind auch bis jetzt nicht eingetreten. In gleicher Weise können unsere Kunden auch durch die Schließung von Standorten betroffen sein. Sofern unsere Leistungserbringung nicht an die Durchführung von Tätigkeiten gebunden ist, die eine physische Anwesenheit voraussetzen - wie beispielsweise der Austausch von Hardware - sind wir bei den meisten Kunden grundsätzlich in der Lage, unsere Tätigkeiten remote weiterzuführen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft, wenngleich etwaige Auswirkungen in Abhängigkeit der Schwere schwer prognostizierbar sind. Die Auswirkungen hängen vom betroffenen Bereich und der Dauer einer solchen Verzögerung ab. Risiken aus kriegerischen Auseinandersetzungen Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine und die u. a. dadurch ausgelösten teils massiven Preisanstiege in den Bereichen Energie und Nahrungsmittel haben das Geschäft der Controlware auch im vergangenen Jahr teilweise beeinflusst. Dies betrifft zum einen die direkten Geschäftsinteressen in der Ukraine durch die Beteiligung an der Infocom, zum anderen die hohe Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, die sich teilweise auf das Investitionsverhalten ausgewirkt haben. Des Weiteren sind aufgrund des anhaltenden Nahost-Konflikts und der damit einhergehenden Unterbrechungen der Handelsrouten im Roten Meer durch die im Jemen ansässigen Huthi-Rebellen weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen insbesondere auf dem Beschaffungsmarkt zu befürchten. Inwieweit andere kriegerische und/oder geopolitische Auseinandersetzungen die Geschäftsentwicklung zukünftig beinträchtigen, ist schwer zu prognostizieren. Dies betrifft insbesondere auch die zunehmenden Spannungen zwischen China und Taiwan, da ein Krieg zwischen diesen beiden Ländern aufgrund der Bedeutung für die Produktion von Basiskomponenten und IT-Hardware deutliche Auswirkungen haben würde. Risiken aus Produkt- und Technologieentwicklung Um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, müssen wir laufend neue Serviceleistungen entwickeln sowie bestehende Produkte und Dienstleistungen kritisch hinterfragen und anpassen. Die Einführung solcher neuen Dienstleistungen erfordert ein starkes Engagement bei der Marktanalyse, dem Aufbau von technologischen Fähigkeiten und der vertrieblichen Adressierung dieser neuen Themen. Unsere Umsätze können durch Investitionen in Lösungsschwerpunkte und Technologien, die sich als nicht marktfähig herausstellen oder durch eine zu langsame Reaktion auf neue Entwicklungen negativ beeinflusst werden. Wir unterhalten starke und belastbare Partnerschaften mit den führenden Herstellern, sind in intensivem Kontakt mit neuen Anbietern und vor allem arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um auf diese Weise Lösungsmöglichkeiten und Bedarfe frühzeitig zu erkennen und so ein passendes Lösungsportfolio für unsere Zielkundenklientel zu entwickeln. Die Transformation unserer eigenen technologischen Fähigkeiten und Prozesse - und damit die Grundlage unseres Geschäftsmodells - kann scheitern oder sich erheblich verzögern. Voraussetzung für das Gelingen ist der Ausbau vorhandener und Aufbau neuer Fähigkeiten, die teilweise auch in einem stark umkämpften Personalmarkt gefunden und für uns gewonnen und gehalten werden müssen. Zudem ist die Akzeptanz dieses Wandels in der Belegschaft eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen. Aus unserer Sicht ist die unternehmerisch geprägte, offene und hierarchiearme Unternehmenskultur eine wesentliche Voraussetzung für diese Veränderungsfähigkeit. Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken kann nicht ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit bewerten wir als mittel, wobei die Auswirkungen auf die Ertragslage abhängig vom konkreten Fall durchaus hoch sein können. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzierungsrisiken Unser Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus unseren Finanzschulden. Dies bedeutet, dass eine Sensitivität bezogen auf Basiszinssatzänderungen besteht. Im Zuge der deutlich gestiegenen Inflationsraten der letzten zwei Jahre hat die Europäische Zentralbank den Leitzins bis Ende 2023 auf 4,5 % angehoben. Allerdings ist aufgrund der derzeitig rückläufigen Entwicklung der Inflationsraten zu erwarten, dass der Leitzins im Laufe des Jahres 2024 wieder sinken wird. Das daraus resultierende Zinsänderungsrisiko wird von uns laufend überwacht. Weiterhin unterhält die Controlware GmbH keine Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten. Insofern wird das Risiko als gering/moderat bewertet. Währungsrisiken Die sorgfältige Handhabung von Finanzmarktrisiken ist für die Controlware eine zentrale Aufgabe. Aufgrund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen sind wir im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Fremdwährungskursen und Zinssätzen resultieren können. Als international tätiges Unternehmen ist die Controlware aus Einkauf und Absatz von Gütern und Dienstleistungen Fremdwährungszahlungen ausgesetzt, die nicht in der Heimatwährung abgeschlossen werden können. Risiken im Rahmen unserer üblichen Geschäfts- und Finanzaktivitäten werden überwacht und sofern sinnvoll durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Das mögliche Eintreten von Währungsrisiken bzw. starken Kursschwankungen bewerten wir vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten auf die Weltwirtschaft sowie aufgrund der unterschiedlichen Zinspolitik der Notenbanken / der Länder als wahrscheinlich und volatil aber moderat; nicht zuletzt aufgrund der implementierten Währungsabsicherungsstrategie. Forderungsausfallrisiken Neben den speziellen Risiken von Projektfinanzierungen können auch allgemeine Finanzrisiken auftreten, darunter Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen. Dies gilt insbesondere bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage an einigen Märkten oder bei speziellen Kunden wie Start-up-Unternehmen. Ein Schwerpunkt unseres Forderungsmanagements liegt im vollständigen und zeitnahen Forderungseinzug. Wir steuern unsere Kreditrisiken durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Kunden. Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen aus vergangenen und derzeitigen politischen Krisen gehen wir von einer Erhöhung dieser Risiken aus und sind deswegen restriktiver mit der Einräumung von Zahlungszielen. Das mögliche Eintreten von Forderungsfällen bewerten wir als unwahrscheinlich und unwesentlich. Gesamteinschätzung zu Risiken Zum Bilanzstichtag sind uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes keine Risiken ersichtlich, die eine Beeinträchtigung des Fortbestandes unseres Unternehmens zur Folge haben könnten. E.3.Prognosebericht E.3.1. Gesamtwirtschaftliche Aussichten Wie auch im Vorjahr ist die Situation zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2023 sehr vielschichtig und dynamisch, da aufgrund der derzeitigen geopolitischen Situation die Unsicherheiten über die künftige wirtschaftliche Entwicklung und Sicherheitslage sehr hoch sind. Das ifo Institut für Wirtschaft erwartet für die Weltwirtschaft eine weiterhin anhaltende konjunkturelle Schwächephase, zumal die Geschäftserwartungen der Industrie noch immer negativ sind und sich die allgemeine Auftragslage noch nicht erholt hat. Speziell für den Euroraum geht die Prognose zusätzlich davon aus, dass die Erdgaspreise über dem Vorkrisenniveau verbleiben und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Regionen der Welt geschwächt wird. Vor dem Hintergrund der erwarteten Leitzinssenkungen durch die Notenbanken im Laufe des Jahres 2024 und der weiter sinkenden Inflation sollten der Welthandel und die Industrieproduktion allerdings wieder moderat an Dynamik gewinnen. Aufgrund dieser Entwicklung wird für die Weltwirtschaft und für den Euroraum ein Wirtschaftswachstum von 1,0 % erwartet. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in 2023 in Deutschland vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Schwäche in Verbindung mit der Energiepreiskrise und der restriktiveren Geldpolitik um 0,3 % gesunken ist, geht die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 von einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus. Wachstumsimpulse werden insbesondere in Bezug auf den privaten Verbrauch gesehen, da aufgrund der sinkenden Inflationsrate eine schrittweise Überwindung der Kaufkraftverluste erwartet wird. Nach den Krisenjahren insbesondere in Bezug auf die Corona-Pandemie und die Energiepreiskrise setzt die Bundesregierung in 2024 ihren Kurs der finanzpolitischen Normalisierung fort.5 Die deutsche IT-Branche zeigt sich im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen trotz der großen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sehr stabil und wird nach den Prognosen des Branchenverbands Bitkom e.V. weiterhin wachsen. In Zahlen bedeutet das, dass für 2024 derzeitig ein Umsatzplus von 4,4 % erwartet wird, was dazu führen könnte, dass die IT-Umsätze in Deutschland erneut die 200-Milliarden-Euro-Marke knacken könnten. Das größte Potenzial liegt in der Informationstechnik: Während die Bereiche Telekommunikation und Unterhaltungselektronik eher verhalten wachsen bzw. schrumpfen werden, gehen die derzeitigen Prognosen im Bereich Informationstechnik von einem Umsatzplus von 6,1 % bzw. einem Jahresumsatz von 151,5 Milliarden Euro aus. Die wichtigsten Treiber sind hier vornehmlich Geschäfte mit Plattformen für Künstliche Intelligenz, Anwendungen zur Zusammenarbeit und Sicherheitssoftware. Trotzdem mahnt der Branchenverband, dass die wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit eng mit dem Digitalisierungsgrad der Unternehmen und Verwaltungen verzahnt ist. Daher müssen die Unternehmen und Verwaltungen ihre Investition in digitale Technik weiter verstärken, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland im Bereich der Digitalisierung aufholen kann. Korrespondierend zur Entwicklung in Deutschland erwartet das Marktforschungsinstitut Gartner für 2024 ebenfalls einen Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Unternehmen weiter in effizienzsteigernde IT-Projekte investieren Demnach wird die Nachfrage nach IT mittel- und langfristig weiterhin hoch sein - die Prognose für die IT-Branche und die Controlware sind daher prinzipiell als sehr gut einzustufen. Kurzfristig müssen wir allerdings mit den oben genannten Risiken bzw. Unsicherheiten umgehen, überzeugt davon, dass unsere Aussichten für die weitere Entwicklung positiv sind. Darüber hinaus werden - wie oben beschrieben - die Bestrebungen weiter Aufwind nehmen, Geschäftsprozesse flächendeckend zu digitalisieren und in die Cloud zu verlagern, um die digitale Transformation voranzutreiben. Cloud-basierte Geschäftssysteme und Software, die je nach Bedarf skaliert werden können, um schnell auf unerwartete Veränderungen im Markt zu reagieren, haben sich während der Pandemie bewährt. Unternehmen bereiten sich zudem auf die nächste unerwartete „Marktstörung“ vor, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden und in letzter Minute Notmaßnahmen zu installieren. Zukünftige Investitionen sind vor dem Hintergrund des zuvor beschriebenen und des Investitionsstaus in IT-Infrastruktur zunehmend zwingend notwendig. E.3.2. Aussichten der Gesellschaft Die Controlware plant, mittelfristig den organischen Wachstumskurs weiter fortzusetzen und diesen gezielt durch anorganisches Wachstum / M&A in Schlüsselbereichen zu beschleunigen. Die strategische Ausrichtung (Mittelfriststrategie bis 2028) inklusive eines Ziel-Leitbilds zur Digitalisierung wurde im Rahmen des Strategieprojektes detailliert aufgearbeitet und geschärft. Das Konzept steht und die Implementierung wesentlicher „SET“-Maßnahmen inkl. von weitreichenden Digitalisierungsmaßnahmen wurden in 2023 taktisch und maßnahmentechnisch unterlegt und in die Umsetzung gebracht. In 2024 wird das ganze Programm bereichsübergreifend mit Maßnahmen unterlegt und mit KPIs in die Umsetzung gebracht. 2024 wird entsprechend ein wesentliches Investitionsjahr. Qualitätsbewusstes und profitables Wachstum stehen dabei auf Basis unseres Qualitätsführeranspruches weiterhin im Vordergrund. Aufgrund unserer Marktposition, unserer Größe verbunden mit unseren flächendeckenden Standorten, unserer breiten technologischen Aufstellung und Kompetenzen - um den Kunden ganzheitlich von der Beratung, über die Implementierung, den Betrieb und die Wartung zu begleiten - sowie dem weiteren gezielten Ausbau der technischen und vertrieblichen Ressourcen sind die Voraussetzungen dafür weiterhin gut. Nach einem starken Umsatzwachstum um 12,5% in 2023, der maßgeblich weiterhin durch das starke Warengeschäft getrieben wurde, planen wir für 2024 mit einem nachhaltigen aber leicht schwächeren Umsatzwachstum von ca. 5%. Dabei planen wir fokussiert weiterhin unsere margenstarken Umsatzbereiche gegen- über 2023 weiter auszubauen. Für 2024 steht weiterhin der Ausbau unseres Bereichs Managed Services -, des Wartungs- und insbesondere des Cloud-Bereiches/Dienstleistungen im Vordergrund - und damit verbunden auch der Ausbau der wiederkehrenden Umsätze. Der Umsatz entwickelt sich per Februar deutlich über Planniveau und untermauert somit unser aktuelles Budget. Umsatz- und ergebnisseitig liegen wir per Februar über Budget 2024. Auch der Auftragsbestand liegt per Februar mit 1,8% über Vorjahresniveau. Für den Rohertrag gehen wir ebenfalls von einer deutlichen Steigerung >13 Mio. EUR aus. Allerdings ist aus heutiger Sicht nicht absehbar, welche Folgen der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine und in Nahost, die ökonomischen Auswirkungen durch die gestiegenen Zinsen, die Inflation / Preissteigerungen und das restriktivere Finanzierungsumfeld sowie die volatile USD- Entwicklung noch haben werden. Wir haben uns allerdings frühzeitig auf die Herausforderungen eingestellt und die Kosten für die wesentlichen Investitionen im Budget 2024 berücksichtigt; hier sind z.B. aufgrund der Inflationssituation überdurchschnittlich stark steigende Lohn- und Gehaltssteigerungen (~3,5%), die Zahlung einer Inflationsprämie (i. H. v. 1.500 EUR auf Vollzeit-Basis) an die Mitarbeiter sowie die Vermeidung von überhöhten Währungskursverlusten durch das Hedging unseres USD-Einkaufsvolumens zu nennen. Die notwendigen Maßnahmen sind identifiziert, um angemessen auf die Folgen und einer damit möglicherweise einhergehenden temporär stagnierenden/verschlechterten Auftragslage reagieren zu können. Die Kosten im Allgemeinen sowie die Personalentwicklung werden entsprechend eng gesteuert. Von der weiteren Konsolidierung des Anbietermarktes kann die Controlware GmbH voraussichtlich profitieren. Auf Basis der geschärften Strategieausrichtung werden wir in 2024 ff. verstärkt, aber selektiv, die Möglichkeiten für anorganisches Wachstum/M&A prüfen, gehen aber angesichts der weiterhin hohen Kaufpreise für Unternehmen in unserer Industrie (wenngleich sich diese im Vergleich zu 2023 etwas reduziert haben) davon aus, dass das organische Wachstum weiterhin der wesentliche Treiber bleiben wird. Für das Jahr 2024 setzen wir die Themen der letzten Jahre (Optimierung unserer Workflow-Prozesse, Ausbau Managed Service Angebote, Kompetenzausbau im Bereich Software Defined Infrastructure und Cloud, unserer Security-Serviceleistungen) fort. Weiterhin bringen wir die Implementierung des strategischen Konzepts inkl. des Digitalisierungsprojektes sowie organisatorischer Anpassungen (Competence Center OT, eigener Vertikal für öffentliche Auftraggeber) durch gezielte Maßnahmen in die Umsetzung. Die dafür notwendigen Investitionen in Systeme und Personal wurde in der Planung entsprechend berücksichtigt. Wenngleich die Investitionen in neues Personal unter dem Planwert des Vorjahres liegen, stellen Personalaufwendungen weiterhin eine wesentliche Investitionssäule dar. Im Rahmen der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Personal und Umweltschutz) legen wir großen Wert auf die weitere Entwicklung dieser für unser Unternehmen wichtigen Bereiche. E. Sonstige Angaben Erklärung zur Unternehmensführung Zur Förderung von Frauen hat der Controlware Konzern eine Frauenquote beschlossen, wobei wir bei der Besetzung von Führungspositionen weiterhin individuelle Qualifikation und Eignung in den Vordergrund der Entscheidung stellen. Die Frauenquote des ab dem 1. Januar 2022 errichteten Aufsichtsrats der Controlware GmbH beträgt 33%. Die Geschäftsführungen der Controlware GmbH und der Tochtergesellschaften sind aktuell besetzt; eine kurzfristige Änderung ist hier nicht absehbar. Auf der zweiten Führungsebene (Regional- und Bereichsleitungen) beträgt die aktuelle Frauenquote, wie im Vorjahr >30%; hier ist mit einem Zielzeitraum von fünf Jahren eine Erhöhung auf 40% vorgesehen. Die wesentliche Herausforderung liegt darin, generell den Anteil an Frauen zu steigern, um damit entsprechende Talente für die Entwicklung zur Führungskraft zu gewinnen.
Dietzenbach, den 14. April 2024 Controlware GmbH Die Geschäftsführung Bernd Schwefing, CEO Michael Küchen, CFO Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Absatz 1 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) Anlage zum Lagebericht der Controlware GmbH zum 31. Dezember 2023 Die Controlware GmbH hat als Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, der zugleich einen Lagebericht nach den §§ 264 und 289 HGB aufstellt, nach §§ 21 f. EntgTranspG einen „Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit“ zu veröffentlichen. Als nicht tarifgebundenes Unternehmen stellt die Controlware GmbH den Entgeltbericht alle drei Jahre auf, womit dieser jeweils einen Dreijahreszeitraum abdecken wird. Der vorliegende Bericht umfasst die Geschäfts- und Kalenderjahre 2020 bis 2022. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Controlware GmbH werden nachfolgend unter dem Plural „Mitarbeiter“ zusammengefasst. 1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen Unter der Gleichstellung von Frauen und Männern versteht die Controlware GmbH sämtliche Maßnahmen, die der Angleichung der Lebenssituation mit einem besonderen Fokus auf die Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entfaltung dienen. Im Zuge der Maßnahmen zur Gleichstellung erfüllt die Controlware GmbH die gesetzlichen Grundlagen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sowie das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen. Während der Coronapandemie wurde zu dem in unserem vorherigen Bericht beschriebenen flexiblen arbeiten die Anwesenheitsverpflichtung am Arbeitsplatz ausgesetzt und folgend nach wie vor erheblich gelockert. Das bedeutet, dass das Arbeiten von zu Hause weiterhin in hohem Umfang möglich ist. Mitarbeiterunterstützungsprogramm: Als Servicepartner bietet das EAP ( Employee Assistance Programm), welches in 2017 installiert wurde, den Mitarbeitern der Controlware GmbH sowie deren Familienangehörigen schnelle, effiziente,100% vertrauliche und sofortige Hilfe in schwierigen Situationen. In der angebotenen kostenlosen 24-Stunden-Telefonberatung unterstützt EAP die Ratsuchenden in verschiedensten Krisensituationen, Probleme zu identifizieren und zu lösen und somit ein Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben aufrechtzuerhalten beziehungsweise herzustellen. Der Servicepartner (EAP) hat im Jahr (2020) in 73 im Jahr (2021) in 84 und im Jahr (2022) in 55 Fällen beraten. Um die Unterstützung abzurunden, hat die Controlware GmbH zum Standardunterstützungsprogramm die Module „Unterstützung bei Pflege von Familienangehörigen“ und „Unterstützung bei Kinderbetreuung“ dazugekauft. Gleichfalls werden Gespräche zum betrieblichen Eingliederungsmanagement nach längerer Krankheit angeboten. Berufliche Auszeit (Sabbatical): Mit dem Sabbatical eröffnet die Controlware GmbH unbefristet beschäftigten Mitarbeitern die Möglichkeit, eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Die Rückkehr ins Unternehmen wird damit garantiert. Die Zahl der Mitarbeiter, die ein Sabbatical in Anspruch genommen haben, liegt für 2020 (1), 2021 (0) ,2022 (4). Gesundheitsförderungsprogramm Während der Coronapandemie wurden von der Controlware GmbH online Rückenschule Kurse angeboten. Diese wurden im Jahr 2021 von 80 und im Jahr 2022 von 76 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Seit der Rückkehr zur Normalität bietet die Controlware GmbH den Mitarbeitern wieder durch finanzielle monatliche Unterstützung die Möglichkeit über den Partner „EGYM“ Gesundheitskurse und Fitnessstudios zu besuchen. Für „EGYM“ wurden im Jahr 2021 45 und im Jahr 2022 65 Mitarbeiter mit Verträgen gezählt. Förderung von Frauen in Führungspositionen Der Controlware ist es nach wie vor ein besonderes Anliegen, Frauen in Führungspositionen zu bringen. Dies wird mit gezielten Fachschulungen und Qualifizierungsmaßnahmen unterstützt. 4. Angaben zu den Beschäftigtenzahlen gemäß § 21 Absatz 2 EntgTranspG Controlware GmbH 2020,2021,2022
Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Controlware GmbH hat ihren Sitz in Dietzenbach und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 6431 eingetragen. II. Rechnungslegungsgrundsätze Der Jahresabschluss der Controlware GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den für alle Kaufleute geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB (§§ 238 ff.), den maßgebenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften des HGB (§§ 264 ff.) sowie etwaigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB; für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Der Vorjahresabschluss wurde nach den Vorschriften des § 325 HGB im Unternehmensregister veröffentlicht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Geschäftsjahr wurden Eigenleistungen für die Errichtung eines weiteren Rechenzentrums aktiviert. Es wurden nur Fertigungseinzelkosten in die Herstellungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG mit einem Anschaffungswert über € 250 bis € 800 werden im Zugangsjahr sofort voll abgeschrieben. Für die Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen werden folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, die gegebenenfalls um Abschreibungen für voraussichtlich dauernde Wertminderungen gemindert wurden. 2. Vorräte Der Lagerbestand ist zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Servicelager (Artikel zur Erfüllung von Wartungs- und Serviceverträgen) ist auf Grundlage der Altersstruktur erfolgt, wobei eine Abwertung anhand einer Nutzungsdauer von maximal vier Jahren progressiv mit den Abwertungssätzen 10 % (Jahr 1), 20 % (Jahr 2), 30 % (Jahr 3) und 40 % (Jahr 4) erfolgt. Die Bewertung der Projekt- und Vorratslager ist anhand der Verkaufszahlen des Jahres 2023 und der Zugrundelegung einer Reichweite von zwei Jahren erfolgt. Der Zeitraum von zwei Jahren trägt der schnellen technischen Überalterung der Geräte Rechnung. Neu ins Produktprogramm aufgenommene Produkte sowie Produkte, die zum Bewertungsstichtag bereits für den Verkauf reserviert waren, sind nicht in die Reichweitenbetrachtung einbezogen worden. Die Abwertung der B-Waren-Lager (Artikel mit optischen oder technischen Mängeln) ist auf der Grundlage von Altersabwertungen vorgenommen worden. Die Abwertungssätze betragen 50 % (im Zugangszeitpunkt), 20 % (im Folgejahr 1), 20 % (im Folgejahr 2) und 10 % (im Folgejahr 3). Die Artikel der B-Waren-Lager, die in anderen Lagern Überbestände ausweisen, werden in den B-Waren-Lagern nicht bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt und aktivisch von dem Posten Vorräte abgesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet und mit ihrem Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 17 sowie Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% auf inländische Netto-Forderungen (T€ 526) und in Höhe von 2% auf ausländische Forderungen (T€ 36) berücksichtigt. Die an nahestehende Unternehmen bzw. Personen ausgereichten Darlehen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen verzinst. 4. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert aktiviert. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 5.113.000,00 ist in voller Höhe einbezahlt und zum Nennbetrag angesetzt. 6. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, abgezinst. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Ansammlungsverfahren (PUC-Methode) angewendet. Die Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen wurden mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (abgetretene Wertpapiere) saldiert und die entsprechenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Eine Abzinsung der Rückstellungen wurde nicht vorgenommen, da die Restlaufzeit der einzelnen Rückstellungen nicht mehr als ein Jahr beträgt. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgte mit einem pauschalen Betrag der garantiebehafteten Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag - bei Restlaufzeiten unter einem Jahr ohne Beachtung der §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 2. Halbsatz HGB - in Euro umgerechnet. 9. Latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) wurde kein Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern ergaben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellung. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Die Bemessung der Körperschaftsteuer erfolgte mit dem Steuersatz von 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 %. Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgte auf der Basis einer Steuermesszahl von 3,5 % und eines Hebesatzes von 395 % (Hebesatz des Sitzes des Mutterunternehmens - ohne Berücksichtigung der gewerbesteuerlichen Zerlegung). IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf den Anlagenspiegel auf die Anlage 1 zum Anhang. 2. Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB Hierzu verweisen wir auf die Anteilsliste auf die Anlage 2 zum Anhang. 3. Vorräte Der Warenbestand setzt sich wie folgt zusammen:
4. Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 294 (im Vorjahr T€ 931) enthalten. Weiterhin sind in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Darlehen der Controlware GmbH an die Schwestergesellschaften in Höhe von insgesamt T€ 6.880 (im Vorjahr T€ 2.714) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 184, im Vorjahr T€ 142) bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus ausstehenden Boni für das Geschäftsjahr 2023. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Restlaufzeiten Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen, wie im Vorjahr, sämtlich bis zu einem Jahr. 7. Pensionsrückstellungen/Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Zugrunde legende Sterbetafel „Richttafeln 2018 G“ von Dr. Klaus Heubeck Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten sowie die entsprechende Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen wurden folgende Werte ermittelt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83%) und dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76%) beträgt T€ < 1. Der Pensionsanspruch ist aufgrund des Todes der Versorgungsberechtigten auf dessen Witwe übergegangen und beträgt 60% des Anspruchs des Verstorbenen. Der Ertrag aus der Anpassung der Pensionsrückstellung beläuft sich auf T€ 502. Da der Zeitwert der verpfändeten Wertpapiere den Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen übersteigt, erfolgt der Ausweis unter dem Aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. 8. Sonstige Rückstellungen Dieser Posten umfasst im Wesentlichen Provisionen, Boni u. Tantieme sowie Inflationsausgleichsprämien (T€ 8.092), ausstehende Rechnungen (T€ 1.692), Risiken aus verbundenen Unternehmen (T€ 425), Urlaubsansprüche (T€ 1.601), Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 384), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 474) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten einschließlich Aufwendungen für die Erstellung der Steuererklärungen 2023 (T€ 176). 9. Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten sowie Besicherungen Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. 10. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschließlich aus den unterschiedlichen Zinssätzen von zehn und sieben Jahren aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Diese betragen T€ >1 (vgl. Tz. 6). Folgende Gewinne sind daher ausschüttbar:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsätze aus dem originären Geschäft der Controlware haben sich wie folgt entwickelt:
Aufteilung nach Märkten
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Höhe von T€ 797 enthalten. 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie Finanzanlagen Im Berichtsjahr sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.759 (Vorjahr: T€ 1.479) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen worden. VI. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betragen zum Bilanzstichtag T€ 2.321 (im Vorjahr: T€ 3.051). Gegenüber der CW Austria (ein verbundenes Unternehmen) hat die Gesellschaft sich verpflichtet, sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Gesellschaft geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus, da aus der Analyse der Vergangenheit und den derzeitigen Erkenntnissen aus den Planungen keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine derartige Inanspruchnahme vorliegen. 2. Langfristige finanzielle Verpflichtungen Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen Leasingaufwendungen (Zeitwerte) für die Jahre 2024 bis 2027 in Höhe von T€ 14.014. Diese Aufwendungen betreffen Gegenstände des Mobilienleasings, insbesondere den Fuhrpark. Die Leasingverträge wurden im Wesentlichen aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen (Verbesserung der Finanzierungsstruktur unserer Gesellschaft) abgeschlossen. Risiken aus diesen Geschäften können im potenziellen Abfluss liquider Mittel (z. B. Barwert der Leasingzahlungsverpflichtungen) bestehen. 3. Langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen verschiedene Mietverträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die jährliche Belastung beträgt für die Jahre
4. Konzernabschluss Die Controlware GmbH, Dietzenbach, wird in den Konzernabschluss der Controlware Holding GmbH, Dietzenbach, einbezogen, die für den größten und zugleich kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen innerhalb der Controlware-Holding-Gruppe den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Arbeitnehmer Die Controlware GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 869 Arbeitnehmer, alles Angestellte. Zusätzlich wurden 42 Auszubildende beschäftigt. 6. Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgte durch Herrn Bernd Schwefing, Diplom-Ökonom, Gießen, Chief Executive Officer, zuständig für Strategie, Vertrieb, Technik, Marketing und Business Development und Herrn Michael Küchen, Bank- und Diplom-Kaufmann, Königstein im Taunus, Chief Financial Officer, zuständig für den kaufmännischen Bereich Herr Schwefing und Herr Küchen sind gesamtvertretungsberechtigt. Herr Schwefing ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9) a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Aufsichtsrat Dem mit Wirkung zum 1. Januar 2022 nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (Drittelbeteiligungsgesetz - DrittelbG) errichteten Aufsichtsrat gehören an: Herr Christof Ziegler, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Unternehmensberater, Deisenhofen, Frau Alice Kaltofen, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Team Lead II Prozesscontrolling, Frankfurt am Main, Frau Cornelia Tremblay, Ärztin, Berlin, Herr Fabian Wörner, Dipl.-Ing, Geschäftsführer der Controlware Holding GmbH, zuständig für das Beteiligungsmanagement, Dreieich, Herr Albrecht Graf von Finckenstein, Geschäftsführer der Controlware Holding GmbH, zuständig für den kaufmännischen Bereich, Friedland OT Groß Schneen, Herr Thomas Ritter, Senior Sales Consultant, Königsmoos. Frau Alice Kaltofen und Herr Thomas Ritter sind die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den sich aus dem Jahresüberschuss von € 9.749.698,23 und dem Gewinnvortrag von € 47.203.202,13 ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von € 56.952.900,36 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Die wirtschaftlichen Folgen aus der Ukraine-Krise lassen sich zurzeit noch nicht abschätzen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten 1 T€ an unserer ukrainischen Landesgesellschaft.
Dietzenbach, den 28. März 2024 Bernd Schwefing, Geschäftsführer Michael Küchen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) zum 31. Dezember 2023
Anteilsliste zum 31. Dezember 2023 Zum 31. Dezember 2023 war die Controlware GmbH, Dietzenbach, an folgenden Unternehmen direkt oder indirekt im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:
Bei den ausländischen Tochterunternehmen ist das Eigenkapital in Fremdwährung zum Stichtagskurs und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet worden.
1)
Tochterunternehmen in Abwicklung: Für die Jahre ab 2013 liegen keine Zahlen vor,
daher beziehen sich die Angaben auf den 31. Dezember 2012. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Controlware GmbH, Dietzenbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Controlware GmbH, Dietzenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Controlware GmbH, Dietzenbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. April 2025 GREIS & BROSENT GMBH Voigt, Wirtschaftsprüfer Brosent, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung zum Jahresabschluss auf den 31.12.2023 Während des Geschäftsjahres 2023 hat sich der Aufsichtsrat durch mündliche und schriftliche Berichte über den Geschäftsgang, die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft laufend unterrichten lassen. Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. In den Sitzungen wurden außerdem grundsätzliche Fragen und wichtige Einzelvorgänge erörtert. Die Geschäftsführung der Controlware GmbH hat den Jahresabschluss auf den 31.12.2023 fristgemäß aufgestellt. Der Jahresüberschuss beträgt EUR 9.749.698,23. Der Jahresabschluss der Controlware GmbH auf den 31.12.2023 ist von der Greis & Brosent GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Dem Jahresabschluss wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk durch die Greis & Brosent GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt. Der Abschlussprüfer hat in entsprechender Anwendung von § 171 AktG an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Vorschlag zur Gewinnverwendung der Controlware GmbH auf den 31.12.2023 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss auf den 31.12.2023, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Gewinnverwendung an und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor, der Geschäftsführung Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 zu erteilen.
Dietzenbach, den 14. Mai 2024 Christof Ziegler, Aufsichtsratsvorsitzender Der Jahresabschluss der Controlware GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 14. Mai 2024 festgestellt. In dieser Gesellschafterversammlung wurde ebenfalls beschlossen, den Jahresüberschuss des Jahres 2023 von EUR 9.749.698,23 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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