Apleona Infra Services GmbH
Same addressGeneral cleaning of buildings
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Pjer Nikolic since 2/24/2022 | Managing Director |
Claudia Möller since 1/27/2022 | Procura |
Benjamin Menkel since 1/27/2022 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
pluss Holding GmbHSelf-held cycle | 41.40% |
Company ownership structure and capital distribution
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
pluss TopCo GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der pluss TopCo GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2022 wurden in der Gesellschafterversammlung am 15. Juni 2023 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die pluss TopCo GmbH , Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der pluss TopCo GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der pluss TopCo GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. Mai 2023 Grant
Thornton AG
von Oertzen, Wirtschaftsprüfer Marlena Presser, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022pluss TopCo GmbH, HamburgAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022pluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernkapitalflussrechnungpluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzern-Eigenkapitalspiegelpluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernanhang 2022pluss TopCo GmbH, HamburgI. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung von Konzernabschluss
Die pluss TopCo GmbH wurde unter notarieller Beurkundung am 18. April 2018 gegründet und am 22. Mai 2018 erstmals in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB) auf. Die pluss TopCo GmbH ist als Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Verpflichtung wurde durch den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der pluss Holding GmbH durch die pluss TopCo GmbH und der damit erlangten Beherrschung am 19. Juni 2018 begründet. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Folgende Gesellschaften, die in diesen Konzernabschluss einbezogen werden, nehmen für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Die folgenden Gesellschaften, die in diesem Konzernabschluss einbezogen werden, nehmen zusätzlich die Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlagerberichtes nach § 291 HGB in Anspruch:
Die pluss TopCo GmbH erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, der beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und bekannt gemacht wird. II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz Der Konzernabschluss umfasst die pluss TopCo GmbH, Hamburg, als Muttergesellschaft sowie 15 Tochterunternehmen im Inland, auf die wegen einer Mehrheitsbeteiligung ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nachstehende Änderungen im Konsolidierungskreis: Mit notarieller Beurkundung vom 23. November 2021 wurden 100% der Anteile an der Personal-Service Westermann GmbH, Hamburg, erworben. Aus dem Erwerb resultierte ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert wurde. Mit Vollzug des Kaufvertrages am 3. Januar 2022 hat die pluss Personalmanagement GmbH die Beherrschung an der Gesellschaft übernommen. Die Gesellschaft wurde ab dem 1. Januar 2022 in den Konzernabschluss einbezogen. Aus dem Erwerb der Anteile ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2022 und damit auf die Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr. Mit notarieller Beurkundung vom 9. März 2022 wurden 100% der Anteile an der OLYMPIA Personalleasing GmbH, Arnstadt, erworben. Aus dem Erwerb resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag von T€ 13, der aufgrund von erwarteten Verlusten in 2022 ertragswirksam aufgelöst wurde. Mit Vollzug des Kaufvertrages am 11. März 2022 hat die pluss Personalmanagement GmbH die Beherrschung an der Gesellschaft übernommen. Die Gesellschaft wurde ab dem 1. Januar 2022 in den Konzernabschluss einbezogen. Aus dem Erwerb der Anteile ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2022 und damit auf die Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr.Zum 31. Dezember 2022 sind demnach die folgenden Tochterunternehmen (jeweils mit einem Anteil am Kapital von 100%) in den Konzernabschluss einbezogen:
Die in den Abschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden zum 31. Dezember 2022 erstellt. Daneben besteht folgende Minderheitsbeteiligung:
Die Gesellschaft wird gem. § 311 Abs. 2 i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB auf Grund von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die untergeordnete Bedeutung wird aus dem unwesentlichen Unterschied zwischen dem Buchwert der Anteile an dieser Gesellschaft und dem anteiligen Reinvermögen sowie aus der untergeordneten Bedeutung der aus der Beteiligung erzielten Ergebnisanteile abgeleitet. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierungsgrundsätze wurden in Übereinstimmung mit dem Handelsgesetzbuch ausgeübt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wege der Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt. Erwerbszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt, von dem an die Möglichkeit besteht, einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben. Bei der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der Anteile des Mutterunternehmens an dem einzubeziehenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Reinvermögen des Tochterunternehmens wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden auf der Aktivseite unter dem Anlagevermögen als "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden im Eigenkapital unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" erfasst und nach den allgemeinen Vorschriften für den Konzernabschluss (§ 309 Absatz 2 HGB) fortgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Erträge aus Lieferungen und Leistungen und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebniseliminierungen waren nicht vorzunehmen. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einheitlich im Konzern angewandt: Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über dessen voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2018 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 17.367) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung des Kaufpreises für die Anteile an der pluss Personalmanagement GmbH zugrunde lag. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2019 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 1.299) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung des Kaufpreises für die Anteile an der pluss Personalmanagement Berlin GmbH zugrunde lag. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2021 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 1.230) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung der Kaufpreise für die Anteile an der LOCUMWORK GmbH, der LOCUMCARE GmbH, der LOCUMPRO GmbH zugrunde lag. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2022 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 383) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung des Kaufpreises für die Anteile an der Personal-Service Westermann GmbH zugrunde lag. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 13 Jahren. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag von € 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch vollständige Einzelwertberichtigungen auf die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch offenen Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuerlatenzen werden in den Einzelabschlüssen für Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden unter Anwendung lokaler Steuersätze gebildet, sofern sich diese Unterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und sicher hieraus insgesamt eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden bei der Ermittlung insoweit berücksichtigt, als mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren geplant wird. Ein sich ergebender Überhang aktiver latenter Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen in den Einzelabschlüssen und aus aktivierten Steuerlatenzen in Bezug auf Verlustvorträge wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 289 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Auf Konsolidierungsvorgänge (§ 306 HGB) werden Steuerabgrenzungen mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz vorgenommen, soweit sich der Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Aktive und passive Steuerlatenzen aus Konsolidierungsvorgängen werden im Konzern zwingend angesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Ebenso ergaben sich aus den Konsolidierungsvorgängen keine Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB. Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, die auf das Mutterunternehmen sowie ein Tochterunternehmen entfallen. Hierfür wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach gemäß § 289 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein latenter Steueranspruch angesetzt. Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen für Kurzarbeitergeld werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. V. Angaben zur Bilanz, zur Gewinn- und Verlustrechnung und zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Die Vorräte betreffen Werbemittel und Büromaterial. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von T€ 212 (Vj.: T€ 146) vorgenommen worden. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 472 (Vj.: T€ 461) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich um Mietkautionen und sonstige Kautionen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche aus gezahlten Ertragsteuern für das Geschäftsjahr und Vorjahre von T€ 425 (Vj.: T€ 443). Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen. Die Sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalrückstellungen (T€ 4.611; Vj.: T€ 4.402). Diese resultieren vor allem aus Überstundenguthaben (Zeitkonto) der Zeitarbeitnehmer inklusive der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge, Urlaubsansprüche der Mitarbeiter und aus vertraglichen vereinbarten Tantieme-Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten per 31.12.2022 haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten im Wesentlichen zwei Darlehen über zusammen T€ 6.348 sowie kurzfristig fällige Kontokorrentverbindlichkeiten von TEUR 435. Gemäß der Darlehensvereinbarung mit einem Kreditinstitut wurden für gewährte Darlehen der Gesellschafter Nachrangerklärungen abgegeben. Demnach dürfen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ 6.597; Vj.: T€ 6.717) und eines unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehens inkl. der zu kapitalisierenden Zinsen eines in 2019 ausgeschiedenen Gesellschafters (T€ 960; Vj.: T€ 977) erst nach vollständiger Rückzahlung der von dem Kreditinstitut gegebenen Darlehen zurückgezahlt werden. In Abhängigkeit der vereinbarten Laufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen und das in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehen des in 2019 ausgeschiedenen Gesellschafters zum Bilanzstichtag daher mit einer Laufzeit zwischen 1 bis 5 Jahren eingestuft. Die für diese Darlehen für 2022 kapitalisierten Zinsen (T€ 596) wurden in 2023 an die Darlehensgeber zurückgezahlt. Daher wurden diese mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr eingestuft. Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die Anteile des Mutterunternehmens an der pluss Holding GmbH sowie der von dieser gehaltenen Geschäftsanteile an Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH, der Personal-Service Westermann GmbH, der DOCWISE GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH, zu Gunsten des Kreditinstituts verpfändet. Darüber hinaus wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der pluss Holding GmbH sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihrer Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH, der Personal-Service Westermann GmbH, der DOCWISE GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH, im Wege einer Globalzession an das Kreditinstitut abgetreten. Etwaige Gewinnansprüche des Mutterunternehmens gegenüber der pluss Holding GmbH sowie der pluss Holding GmbH gegenüber der pluss Personalmanagement GmbH wurden ebenso verpfändet. Daneben wurden die Bankguthaben der pluss Holding GmbH und deren Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH, der Personal-Service Westermann GmbH, der DOCWISE GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH, in Höhe von T€ 16.082 als Sicherheit verpfändet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen inkl. Zinsen (T€ 6.597; Vj.: T€ 6.717). Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen inkl. Zinsen (T€ 960; Vj.: T€ 977). Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 405 (Vj.: T€ 429) periodenfremde Erträge, die vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzelwertberichtigungen und sonstigen Verbindlichkeiten resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 335 (Vj.: T€ 230) periodenfremde Aufwendungen, die vor allem aus der Abschreibung von Forderungen und der Bildung von Einzelwertberichtigungen resultieren. Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.W. aus Miet- und Leasingverträgen) betragen zum 31. Dezember 2022 8,8 Mio. € (Vj.: 6,1 Mio. €). VI. Angaben zu Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt T€ 15.562 (Vj.: T€ 11.119) besteht aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt T€ 15.996 abzgl. kurzfristig fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten von T€ 434. In Höhe von T€ 16.082 (Vj.: T€ 10.525) sind Guthaben bei Kreditinstituten als Sicherheit verpfändet. Das im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellte Konzern-Eigenkapital enthält keine Beträge, die einer Ausschüttungssperre unterliegen. VII. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt:
Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 an:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Im Geschäftsjahr sind für das Geschäftsjahr Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung von T€ 75 und für Bestätigungsleistungen von T€ 1 angefallen. Daneben sind im Geschäftsjahr 2022 für Vorjahre Aufwendungen ein Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 4 angefallen. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzverlust der pluss TopCo GmbH per 31.12.2022 von € 246.854,11 (Vj.: € 210.056,02) auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Nachtragsbericht Mit Kaufvertrag von Februar 2023 hat die House of HR Germany II GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 175912) 100% der Geschäftsanteile an der pluss TopCo GmbH erworben. Mit Vollzug im April 2023 hat die House of HR Germany II GmbH die Beherrschung über die pluss- Unternehmensgruppe erlangt. Im Rahmen dieser Transaktion wurden das von einem Kreditinstitut erhaltene Darlehen, die von den Gesellschaftern gewährten Darlehen sowie das unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehen, jeweils inkl. der kapitalisierten Zinsen, vollständig zurückgezahlt. Darüber hinaus ergaben sich nach Schluss des Konzern-Geschäftsjahres nach unserer Einschätzung keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt haben, über die zu berichten wäre.
Hamburg, den 30. Mai.2023 pluss TopCo GmbH gez. Wolfgang Ungerathen gez. Christian Baumann Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022pluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernlagebericht für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022pluss TopCo GmbH, HamburgA. Grundlagen Die pluss TopCo GmbH ist das oberste Mutterunternehmen in Deutschland und hundertprozentige Gesellschafterin der pluss Holding GmbH. Die Haupttätigkeit der pluss Holding GmbH ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie die Erbringung von entgeltlichen Dienst- und Beratungsleistungen an Dritte und verbundene Unternehmen. Sie ist hundertprozentige Gesellschafterin der pluss Personalmanagement GmbH, die wiederum Hauptgesellschafterin aller Tochtergesellschaften der pluss-Unternehmensgruppe ist. Zum Konsolidierungskreis der pluss TopCo GmbH (pluss) verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Die pluss Personalmanagement GmbH inkl. deren operativer Tochtergesellschaften (PHH-Gruppe) sind Personaldienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkt im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit). Zu den Kernkompetenzen zählt neben der Arbeitnehmerüberlassung die Personalvermittlung. Die beschäftigten Arbeitnehmer werden Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsverhältnisses als Zeitarbeitnehmer für eine bestimmte Zeit vor Ort zur Verfügung gestellt, um etwaige Engpässe für den Bedarf qualifizierter Mitarbeiter auszugleichen. Die operativen Tochtergesellschaften von pluss verfügen alle über eine durch die Bundesagentur für Arbeit erteilte unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung, die als Grundvoraussetzung für die Geschäftsdurchführung dient. Die im Geschäftsjahr 2021 neu gegründeten Gesellschaften LOCUMPLUSS GmbH und DOCWISE GmbH haben im Geschäftsjahr 2022 erstmalig die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung betragt und haben gem. den Regularien vorerst eine befristete Erlaubnis. Die Zeitarbeitnehmer sind die Beschäftigten des Konzerns, die in den Kundenbetrieben (Entleihbetriebe) im Rahmen der Zeitarbeit arbeiten. Sie werden je nach Gesellschaft nach iGZ-/DGB-Tarifvertrag oder BAP-/DGB-Tarifvertrag vergütet. Bundesweit unterhält die PHH-Gruppe am 31.12.2022 insgesamt 60 (Vj.: 58) Niederlassungen. Aufgrund der Historie befinden sich zentrale Niederlassungscluster in Nord- und West-Deutschland. Der Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liegt in Süd- und Ostdeutschland, dort ist pluss in einigen zentralen Städten vertreten. Sitz der Konzerngeschäftsführung und der Hauptverwaltung ist Hamburg. Die Niederlassungen von pluss sind jeweils spezialisiert auf die Überlassung und Vermittlung qualifizierter Fach- und Hilfskräfte in den Bereichen Medizin und Pflege (nachfolgend "Care People" oder "CP"), Ärzte (nachfolgend "DOCWISE" oder "LOCUM"), Bildungswesen (nachfolgend "Bildung und Soziales" oder "BuS") sowie im kaufmännischen Bereich (nachfolgend "Office") und in den Bereichen Industrie sowie Handwerk. Im Zuge des Wachstums wurde der Geschäftsbereich Ärzte seit Ende Mai 2021 durch den Erwerb der LOCUM-Gruppe (LOCUMCARE GmbH, LOCUMWORK GmbH, LOCUMPRO GmbH) verstärkt. Diese drei Gesellschaften der Marke LOCUM sind auf die Überlassung von Ärzten in den Bereichen Gynäkologie und Anästhesie spezialisiert. Die Ende 2021 etablierte DOCWISE GmbH und die Ende 2021 gegründete LOCUMPLUSS GmbH haben ihre operative Geschäftstätigkeit im Jahr 2022 aufgenommen. Die Marke Docwise beinhaltet die Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung von Ärzten in unterschiedlichen medizinischen Bereichen. Daneben hat die PHH-Gruppe im Jahr 2022 zwei weitere Unternehmen erworben. Mit dem Erwerb der Personal-Service Westermann GmbH wurde der Geschäftsbereich Bildung & Soziales durch eine weitere Partnerschaft in der Metropolregion Hamburg verstärkt. Im März 2022 wurde die in Thüringen ansässige OLYMPIA Personalleasing GmbH in die pluss Gruppe integriert. Das Unternehmen bietet Personaldienstleistungen in den Bereichen Handwerk, Industrie und Office. Für die Unternehmensgruppe sind wesentliche bedeutsamste Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das EBITDA (definiert als Ergebnis aus Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen). B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Die Zeitarbeit ist durch konjunkturelle und gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Personaldienstleistungsunternehmen wie die PHH-Gruppe werden traditionell von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da Veränderungen in der deutschen Wirtschaft (Investitionen, Exporte, Konsum) bei unseren Kunden zu Auftragsspitzen und damit zu einem Bedarf an qualifiziertem Personal oder Abbau von Personal in Zeiten des Abschwungs führen. Die flexible Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht es den Unternehmen, zügig auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren und ihren Personalbedarf an Auftragsschwankungen anzupassen. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert daher frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher als Frühwarnindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Wirtschaft sein. Die Nachfrage nach Personaldienstleistungen setzte sich in 2022 fort. Die Zeitarbeitsunternehmen wuchsen in 2022 im Durchschnitt um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als die deutsche Wirtschaft. 1 Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen sind bereits in den vergangenen Jahren durch die zunehmende Regulierung herausfordernder geworden. Die letzte in Kraft getretene größere Regulierung war das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) im April 2017. Das Gesetz regelt den gesetzlichen Rahmen zur Überlassung von Arbeitnehmern durch Arbeitgeber (Unternehmen) "im Rahmen ihrer Wirtschaftlichen Tätigkeit zur Arbeitsleistung". Die Möglichkeit zur Kurzarbeit für den Bereich der Zeitarbeit wurde vom Gesetzgeber zum 1. März 2020 und von der Bundesagentur für Arbeit bis zum 30. Juni 2022 für den Bereich der Leiharbeit geschaffen. 2 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2022 mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, die sich aufgrund der anhaltenden Corona Pandemie, steigender Inflation und geopolitischer Spannungen ergeben. Hier handelt es sich um verschiedene Risiken, die das Wachstum beeinträchtigen. Insgesamt liegt das globale Wachstum für 2022 bei 3,4 Prozent. 3 Die Wirtschaft im Euroraum hat im Jahr 2022 ein moderates Wachstum verzeichnet. Laut der Europäischen Kommission wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 3,5 Prozent steigen 4 , in Deutschland wird ebenfalls ein moderates Wachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2022 verzeichnet. Nach der Corona Pandemie wurde die Entwicklung vor allem durch den Krieg in der Ukraine, geopolitischen Spannungen, steigenden Energiepreisen und einer zunehmenden Inflation geprägt. 5 Das Angebot der erweiterten Regelungen zur konjunkturellen Kurzarbeit wurde in Deutschland im Jahr 2022 weitaus weniger in Anspruch genommen als im Vorjahreszeitraum; zum Jahresende ging die Anzahl der durchschnittlichen Beschäftigten in Kurzarbeit auf 0,2 Mio. Personen zurück. 6 Das Angebot für Kurzarbeit für Leiharbeitnehmer lief bis zum 30. Juni 2022. Laut Statistischem Bundesamt lag die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Jahr 2022 bei durchschnittlich 45,6 Millionen und ist damit gegenüber dem Vorjahr (44,9 Mio.) gestiegen. 7 Seit dem Frühjahr 2021 entwickelte sich die Beschäftigung in der Leiharbeit deutlich über Vorjahreswerten. Im Jahresdurchschnitt gab es im Jahr 2021 gemäß der Bundesagentur für Arbeit 8 816.000 (Vorjahr: ca. 783.000) beschäftigte Leiharbeitnehmer. Ausgehend von den aktuellen Daten der Bundagentur für Arbeit gab es in der ersten Jahreshälfte 2022 durchschnittlich rund 822.000 beschäftigte Leiharbeitnehmer. Per Ende Juni 2022 waren es rund 835.000 beschäftigte Leiharbeitnehmer.
1 Vgl. Lünendonk-Liste 2023: Führende
Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland (luenendonk.de)
Das wirtschaftliche Umfeld für die Zeitarbeitsbranche war im Jahr 2022 von einer Vielzahl von Faktoren geprägt. Insbesondere der Fach- und Arbeitskräftemangel und die zunehmende Digitalisierung stellten die Unternehmen der Zeitarbeitsbranche vor Herausforderungen. Trotz dieser Herausforderungen ist jedoch festzustellen, dass die führenden 25 Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland um durchschnittlich 13,5 Prozent und damit deutlich stärker als die deutsche Wirtschaft in 2022 gewachsen sind. 9 3. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung Die PHH-Gruppe stellte sich auch im Geschäftsjahr 2022 den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, den veränderten Anforderungen und der zunehmenden Konsolidierung in der Zeitarbeitsbranche. Im ersten Halbjahr wurden vereinzelt noch Angebote von Kurzarbeit vor allem in den Bereichen Bildung & Soziales und Industrie in Anspruch genommen. Stetige Weiterentwicklungen und die vermehrte Nutzung von digitalen Prozessen sowie die Flexibilität und das Engagement der Mitarbeiter im in- und externen Bereich trugen zur positiven Entwicklung der PHH-Gruppe bei. pluss bearbeitet zwei Branchencluster, in denen eine unterschiedliche Wachstumsstrategie verfolgt wird. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Branchencluster Zeitarbeit im Gesundheits-/Sozial-/ Bildungswesen, welche über eine expansive Strategie gesteuert wird. Hierunter fallen die strategischen Geschäftsbereiche Care People, Bildung & Soziales sowie der Bereich Ärzte. pluss verfolgt hier das langfristige Ziel, durch organisches und anorganisches Wachstum im Bundesgebiet eine flächendeckende Penetration der jeweiligen Märkte sicherzustellen und nutzt hier Wachstumspotentiale des Marktes durch Ausbau des spezialisierten Angebotes. Die Spezialisierung der Niederlassungen auf bestimmte Marktsegmente und qualifiziertes Personal in Arbeitnehmermärkten soll zum Umsatzwachstum beitragen. Die pluss Unternehmensgruppe wuchs im Wirtschaftsjahr sowohl organisch als auch anorganisch. Neben der Entwicklung der bestehenden Niederlassungen konzentrierte sich das organische Wachstum im Geschäftsjahr 2022 auf Süd-/Ostdeutschland, Neueröffnungen von Niederlassungen erfolgten in Dresden und Erfurt. Weiterhin wurde an einigen bereits bestehenden Standorten das Angebot um Dienstleitungen im Bildungswesen erweitert. Die Metropolregion Hamburg wurde ab Anfang 2022 durch die Akquisition der Personalservice-Westermann GmbH, einem renommierten Anbieter in der Überlassung von Fachkräften im pädagogischen und sozialen Bereich, verstärkt. Zudem wurden die Angebote im Bereich der Ärzte durch den im Jahr 2021 erfolgten Erwerb der LOCUM-Gruppe an den Standorten Hamburg und Berlin und auch durch die LOCUMPLUSS GmbH und die DOCWISE GmbH in 2022 erweitert. Im zweiten Cluster der gewerblich-technischen Zeitarbeit sind die strategischen Geschäftsbereiche Industrie, Handwerk und Office zusammengefasst. Nach Konsolidierung in den Vorjahren wurde der Bereich im ersten Quartal 2022 durch den Zukauf der OLYMPIA Personalleasing GmbH, einem Spezialisten in Handwerk, Industrie und Office in Arnstadt in Thüringen, verstärkt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden weiterhin Digitalisierungselemente fokussiert. Die Umsetzung einer cloudbasierten Datenablage mit Backup-Systematiken, die Implementierung eines Learning Management Systems und die IT-gestützte Prozessoptimierung im Bereich der Finanzbuchhaltung zeigen das Spektrum der angegangenen Themen. Im Bereich der Akquisition von Unternehmen erfolgte die Post Merger Integration zentral, Prozessoptimierung bei zentralen Prozessen wurden vorgenommen und die Weiterentwicklung der Webpräsenzen der neuen Töchter flankiert. Weiterhin wurden Optimierungskonzepte für die Niederlassungsstrukturen erarbeitet. Der PHH-Gruppe ist es im Geschäftsjahr 2022 gelungen, auf die Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Fach- und Arbeitskräftemangel, dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt (zunehmende Akademisierung, Schaffung neuer Berufsfelder durch technische Innovationen) der steigenden Inflation und den geopolitischen Spannungen zu reagieren und die Marktposition weiter zu behaupten. Gemäß der Lünendonk Studie 2023 zählt die PHH-Gruppe wie bereits im Vorjahr zu den 20 führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland. 10 Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse von 158,2 Mio. € (2021: 130,9 Mio. €) erwirtschaftet. Das EBITDA betrug für das Geschäftsjahr mit 9,6 Mio. € (2021: 8,3 Mio. €) rund 6,1 % (2021: 6,3%) der im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse. Trotz der oben genannten Herausforderungen konnten im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse und EBITDA über der vorsichtigen Prognose für 2022 gemäß den Angaben im Lagebericht 2021 realisiert werden. Die Konzernleitung bewertet die Geschäftsentwicklung und das Wachstum der PHH-Gruppe positiv.
9 Vgl. Lünendonk, Presseinformation PDL
16-05-23
Das Geschäftsjahr 2022 wird mit einem Konzernjahresergebnis von 3,4 Mio. Euro nach 2,5 Mio. Euro im Vorjahr abgeschlossen. C. Darstellung und Erläuterung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage und Finanzlage
Das langfristig gebundene Vermögen ist vor allem durch die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 10.753 (Buchwert zum 31.12.2022) geprägt. Bezogen auf die Bilanzsumme beträgt der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens 26,2%. Der Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens zum Vorjahr um T€ 2.013 resultiert vor allem aus der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte (T€ 2.264). In der Veränderung der Geschäfts- und Firmenwerte, sowie der korrespondierenden Abschreibung ist auch die Akquisition der Personal-Service Westermann GmbH berücksichtigt. Weiterhin sind die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (229 T€) sowie der Erwerb von Konzessionen und Lizenzen (37 T€) zu nennen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel, der Teil des Konzernanhangs ist, zu entnehmen. Unter dem kurzfristig gebundenen Vermögen werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 14.344 Vj.: T€ 10.781), Ansprüche aus gezahlten Kautionen gegenüber Vermietern (T€ 451; Vj.: T€ 451) und Steuererstattungsansprüche (T€ 425; Vj.: T€ 443) ausgewiesen. Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von T€ 11.466 wird durch das Eigenkapital (T€ 8.929) und das mittelfristige Fremdkapital (T€ 12.497) finanziert. Die liquiden Mittel von insgesamt T€ 15.996 (Vj.: T€ 11.119) entfallen mit T€ 15.983 (Vj.: T€ 11.107) vor allem auf Bankguthaben.
Unter dem mittelfristigen Fremdkapital werden in Abhängigkeit von den vereinbarten Fälligkeitsterminen die finanziellen Mittel aus dem Darlehensvertrag mit einem Kreditinstitut sowie die Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Gesellschaftern und Dritte aus gewährten Darlehen ausgewiesen. Der Rückgang des mittelfristigen Fremdkapitals in Höhe von insgesamt T€ 811 betrifft die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen. Die Zunahme des kurzfristigen Fremdkapitals um T€ 4.203 ist von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Hervorzuheben ist hier der Anstieg der Rückstellungen in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. Euro. Der Anstieg der Rückstellungen ist vor allem mit höheren Rückstellungen für Steuern, Rückstellungen für Resturlaub, Tantiemen sowie sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr zu begründen. Weiterhin sind um EUR 1,8 Mio. höhere sonstige Verbindlichkeiten zu nennen. Ihre Zunahme ist auf höhere Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt 20,4% (Vj.: 15,1%). Cashflow im Konzern:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 konnte sowohl den Mittelabfluss aus Investitionen als auch aus der Finanzierung kompensieren. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -566; Vj.: -956 Mio. €) ist vor allem durch den Erwerb der Anteile an der Personal-Service Westermann GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH geprägt. Im Vorjahr war der Erwerb der LOCUM-Gruppe ein wesentlicher Sondereffekt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist vor allem durch die Darlehenstilgung und die Zahlung von Zinsen geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Auszahlungen ab. Dies ist vor allem auf höhere Zinszahlungen für gewährte Gesellschafterdarlehen im Vorjahr zurückzuführen. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Finanzmittelbestand 15,6 Mio. € (Vj.: 11,1 Mio. €). Die Zahlungsfähigkeit wird durch ein gruppenweites Cash-Pooling sowie frei verfügbare Kontokorrentlinien von 3,1 Mio. € sichergestellt. 2. Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten untergliedert wie folgt dar:
Die PHH-Gruppe verfügt über sechs etablierte strategische Geschäftsbereiche (SGB), die einer Fokussierung auf Marktsegmente gleichkommt. Diese sind Care People (CP), Industrie, Handwerk, Office, Bildung und Soziales (BuS) sowie Ärzte. Die Aufgliederung der Konzern-Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen kann dem Konzernanhang entnommen werden. Im Jahr 2022 konnte sich die Wirtschaft in Teilen von der Pandemie erholen, unterlag jedoch den Herausforderungen aus geopolitischen Spannungen und steigender Inflation, pluss stellte sich erfolgreich allen Herausforderungen; umsatzseitig konnte pluss um 20,9% wachsen. Neben organischem Wachstum sind hier auch die Effekte aus den Akquisitionen der Personal-Service Westermann GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH zu nennen, deren Umsätze gemäß den Zeitpunkten der Erstkonsolidierung vollständig für 12 Monate in 2022 in den Konzernabschluss einbezogen sind. Der Umsatzanteil der Personal-Service Westermann GmbH und der OLYMPIA Personalleasing GmbH gemessen am Gesamtumsatz beträgt insgesamt 1,7%. Die im Vorjahr erstmalig zeitanteilig einbezogene LOCUM-Gruppe, wurde im Geschäftsjahr 2022 erstmals für 12 Monate (Vorjahr: 7 Monate) einbezogen. Umsatzsteigerungen konnten in den Geschäftsbereichen Care People, Bildung & Soziales, Ärzte und Office realisiert werden. Der Anstieg der Umsätze in den oben genannten Clustern spiegelt sich auch in den Personalaufwendungen wider, welche um 20,6% zunahmen. Die Personalaufwendungen von 136,3 Mio. € (Vj: 113 Mio. €) entfallen im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 3.636 (Vj.: 3.297) Mitarbeiter inkl. Geschäftsführung. Im Vorjahr waren die Personalaufwendungen aufgrund einer Änderung der Beitragsabrechnung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts (VBG), Hamburg, nicht mit Aufwendungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge belastet. Im Geschäftsjahr fielen diese in Höhe von ca. 1,0 Mio. € an. Die Personalkostenquote beträgt 85,5% (VJ: 86,3 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 17.242 enthalten Betriebsaufwendungen (T€ 12.608; Vj.: T€ 10.771). Werbe- und Vertriebsaufwendungen (T€ 3.164; Vj.: T€ 2.254), Verwaltungsaufwendungen (T€ 1.094; Vj.: T€ 905) und übrige Aufwendungen (T€ 375; Vj.: T€ 247). Unter den Betriebsaufwendungen werden vor allem Mieten, Kfz-Kosten und einsatzbezogenen Kosten für die Zeitarbeitnehmer erfasst. Kostensteigerungen sind im Zusammenhang mit dem Wachstum der PHH-Gruppe zu sehen und resultieren auch aus den Preissteigerungen infolge des Ukrainekrieges. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Wirtschaftsjahr 2022 um 0,4 Mio. € über dem Vorjahreswert. Vor allem sind hier Erträge aus der KfZ-Gestellung an Arbeitnehmer (Sachbezüge) und Erträge für Erstattung von Sozialversicherungsabgaben enthalten. Hieraus resultiert auch die Zunahme in 2022. Aufgrund der zuvor erläuterten wesentlichen Veränderungen der Umsatzerlöse, der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde ein EBITDA von T€ 9.628 (Vj.: T€ 8.242) erzielt. Gemessen an den Umsatzerlösen wären das ca. 6,1% (Vj.: 6,3%). Die Abschreibungen sind im Wesentlichen durch die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert geprägt. Diese betragen 2,3 Mio. € nach 2,2 Mio. € im Vorjahr. Die Steuern von Einkommen und Ertrag erhöhten sich infolge des verbesserten Ergebnisses vor Ertragssteuern um T€ 550 auf T€ 2.754. Insgesamt ergibt sich ein um ca. 32% verbesserter Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 3.353 (Vj.: T€ 2.540). D. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) 1. Risiken aus der Erfüllung gesetzlicher Auflagen Die Durchführung gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung setzt nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) das Vorhandensein einer Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit voraus. Voraussetzung für deren Erteilung ist die uneingeschränkte Zuverlässigkeit des Erlaubnisinhabers im Sinne des AÜG. Regelmäßig, d.h. in den ersten Jahren nach Erteilung jährlich und nach Entfristung im regelmäßig fünfjährigen Rhythmus (Regelprüfung), oder unregelmäßig bei anlassbezogenen Prüfungen (Anlassprüfungen) findet eine Überprüfung der Zuverlässigkeit durch die Agentur für Arbeit statt. Das Bestehen dieser Prüfung ist daher existenziell und wichtig für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Alle Arbeitnehmerüberlassung betreibende Gesellschaften der pluss-Unternehmensgruppe verfügen mit Ausnahme der DOCWISE GmbH und der LOCUMPLUSS GmbH über eine unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung. Der DOCWISE GmbH und der LOCUMPLUSS GmbH wurde aufgrund deren Neugründung die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung nach dem AÜG erstmalig befristet erteilt. Beide Gesellschaften wurden 2023 durch die Bundesagentur für Arbeit überprüft und deren Erlaubnis gemäß AÜG um ein weiteres Jahr befristet verlängert. Die an der Rechtsabteilung angegliederte Qualitätssicherung überwacht die Einhaltung standardisierter Prozesse und führt strukturierte Revisionen in den Niederlassungen sowie in der Verwaltung durch. Regelmäßige Schulungen, Leitfäden und Webinare sowie eine zentralisierte Abrechnung unterstützen die Mitarbeiter in einer prozess- und rechtssicheren Gestaltung des operativen Geschäfts. 2. Risiken aus Veränderungen im rechtlichen Umfeld Das Geschäftsfeld der Arbeitnehmerüberlassung wird durch diverse europäische und regionale Rechtsvorschriften allgemeiner und spezieller Natur geregelt. Mit wachsender Komplexität dieser Rechtsvorschriften verstärkt sich der Grad des erforderlichen Monitorings, um Risiken aus Veränderungen zügig zu antizipieren und einhalten zu können. pluss verfügt mit ihrer Rechtsabteilung über eine Einheit, die diese Aufgabe prozessual überwacht und die Geschäftsführung bei Veränderungen grundsätzlich berät. Verbunden mit der intensiven Anbindung an die Arbeitgeberverbände iGZ und BAP, die über alle rechtlichen Veränderungen informieren, kann grundsätzlich eine zeitgerechte und rechtssichere Reaktion gewährleistet werden. Gemäß jüngster Rechtsprechung des EuGH sind im Fall von tariflichen Abweichungen vom Gleichstellungsgrundsatz, tariflich angemessene Ausgleichsvorteile zu gewähren. Die Überprüfung, ob die tariflichen Ausgleichsvorteile geeignet sind den Gesamtschutz der Zeitarbeitnehmer zu gewährleisten, sei den nationalen Gerichten vorbehalten. 11 Es bleibt abzuwarten, wie sich das BAG im Lichte dieser Vorlageentscheidung positioniert. Die Risiken für Nachzahlungsansprüche seitens der Zeitarbeitnehmer bleiben aus verschiedenen Gesichtspunkten für die PHH-Gruppe gering. So können beispielsweise bereits bestehende tarifliche Vorteile (z.B. Vergütung in verleihfreien Zeiten) angeführt werden, überdurchschnittliche Beschäftigungsbedingungen wie die Bezahlung der Fachkräfte in der Überlassung, als auch arbeitsvertragliche Ausschlussfristen. 3. Risiken aus Pandemien Die Corona Pandemie in 2020/2021 hatte die Änderung bestehender Gesetze sowie die Einführung bzw. Änderungen einer Vielzahl von Infektionsschutz-Verordnungen und diverser Allgemeinverfügungen zur Folge. Die von pluss entwickelten Corona-Maßnahmenpläne, das Ablaufverfahren zur Gewährung und Erstattung von Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie die Prozesse zur Beantragung und Durchführung von Kurzarbeit wurden laufend aktualisiert, geschult und umgesetzt. Nachgelagerte interne Sonderrevisionen gewährleisten eine rechtssichere und optimierte Umsetzung. Die Bundesagentur für Arbeit ordnet grundsätzlich Überprüfungen der Leistungsvoraussetzungen auf Kurzarbeitergeld gegenüber allen Leistungsempfängern an. Die bisherigen in der pluss Unternehmensgruppe durchgeführten Überprüfungen konnten ohne Beanstandungen abgeschlossen werden. Auf dieser Basis werden mögliche Risiken aus dem Kurzarbeitergeldbezug als gering eingeschätzt. Abhängig von der Entwicklung der behördlichen, gesetzlichen und privatwirtschaftlichen Vorgaben in Bezug auf Pandemien in den Geschäftsbereichen Care People (Pflege) und Bildung & Soziales könnten sich negative Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung der PHH-Gruppe ergeben. Dem Risiko eines Ausfalls von Mitarbeitern in diesen Bereichen versuchen wir durch präventive gesundheitliche Maßnahmen entgegenzuwirken. 4. Risiken und Chancen aus demografischer Entwicklung Die Gewinnung und die Überlassung bzw. Vermittlung von Erwerbspersonenpotential stellt die Grundlage der Geschäftstätigkeit von pluss dar. Aufgrund dessen ist die Verfügbarkeit dieser Gruppe essenziell für den Geschäftserfolg. Mit Blick auf die Beschäftigungssituation in Deutschland, die bis zum Ausbruch der Corona Pandemie Anfang 2020 durchsinkende Arbeitslosenzahlen und eine stete Erhöhung des Erwerbspersonenalters bei gleichzeitig reduzierter Grundgesamtheit der Erwerbsbevölkerungspopulation charakterisiert war, zeigt sich nunmehr verstärkt, dass sich die Gewinnung von Arbeitnehmerpotentialen zunehmend herausfordernd aufgrund des demographischen Wandels gestaltet. So zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt, dass die aktuell in die Arbeitswelt eintretenden jungen Fach- und Arbeitskräfte aus geburtenschwachen Jahrgängen die spürbare Lücke der sukzessive in Rente gehenden Generation der sog. "Babyboomer" nicht vollständig schließen können. Daneben zeigt sich eine zunehmende Akademisierung verbunden mit einer rückläufigen Attraktivität vieler Ausbildungsberufe, eine Verschiebung von Werten in der heranwachsenden Generation sowie die Notwendigkeit der Entwicklung von neuen Berufsbildern aufgrund zunehmender technischer Innovationen und Entwicklungen in der Arbeitswelt. Aus dieser demographischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich für pluss sowohl Chancen als auch Risiken. Die Chancen zeigen sich erfahrungsgemäß in Phasen von wirtschaftlicher Unsicherheit und geringem Vertrauen der Unternehmen in die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmen greifen in diesen Phasen eher auf das flexible Instrument der Zeitarbeit zurück als Mitarbeiter fest einzustellen. Zudem stellt Zeitarbeit eine Beschäftigungsperspektive für Arbeitslose oder in unsicheren Zeiten von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeiternehmer dar. Festzustellen ist, dass die Beschäftigung in der Zeitarbeit nach dem ersten Lockdown seit Herbst 2020 wieder deutlich zunahm. 12 Der Personal- und Fachkräftemangel ist ein weiterer Aspekt im Rahmen der demografischen Entwicklung. Hieraus ergeben sich Chancen, die sich in einer zunehmenden Nachfrage nach Personalvermittlungsleistungen durch die Unternehmen der Zeitarbeitsbranche zeigt. Dies vor allem auch aufgrund der zunehmenden Komplexität der Rekrutierung, die von den Unternehmen oft nicht mehr mit internen Ressourcen zu bewältigen sind. Gleichzeitig steigt die Notwendigkeit einer zunehmenden Digitalisierung im Recruiting von Fach- und Arbeitskräften.
11
https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=268610&pagelndex=0&doclang=de&mode=Ist&dir=&occ=first&part=1&cid=1516215
5. Risiken und Chancen aus politischen Unsicherheiten Zeitarbeit ist eine Branche, die im besonderen Maße im Fokus von gesellschaftlicher und damit politischer Kontroverse steht. Damit verbunden sind Phasen der Regulierung und Deregulierung durch politische Initiative. Dies ist historisch in der Entwicklung der Zeitarbeit ablesbar und wird voraussichtlich auch in Zukunft so sein. Nichtsdestotrotz ist politische Stabilität durch gemäßigte Regierungen der Mitte, in Deutschland wie auch Europa, risikominimierend für die Branche Zeitarbeit. In diesem Kontext kann als Risiko bewertet werden, dass ein Trend zu politischem Radikalismus, gleich ob links oder rechts, in Ansätzen erkennbar ist. Hierzu gibt es kaum eine unternehmerische Bewältigungsstrategie außer der Erhöhung der adaptiven Effizienz, um die Schäden durch politische Schocks zu minimieren. Der am 24. Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hat einen Flüchtlingsstrom ausgelöst, der sich über die europäischen Länder verteilt. In Deutschland können aufgrund des EU-Beschlusses zur Aufnahme von Vertriebenen nach Artikel 5 Abs. 1 der Richtlinie 2001/55/EG des Rates vom 20. Juli 2001 bestimmten Personengruppen nach § 24 AufenthG einen vorübergehenden Schutz erhalten und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Personen, die über eine solche Aufenthaltserlaubnis verfügen, kann durch die Ausländerbehörde eine Beschäftigung gestattet werden. 13 Sofern die Erlaubnis zum Arbeiten vorliegt, könnten die ukrainischen Geflüchteten auch als Leiharbeitnehmer oder Leiharbeitnehmerin beschäftigt werden. Die Möglichkeit der Beschäftigung von Flüchtlingen als Leiharbeitnehmer oder Leiharbeitnehmerin stellt für pluss eine Chance dar. Des Weiteren ergeben sich im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine höhere Energiekosten, vor allem im Bereich von Kraftstoffen und Elektrizität. Aufgrund von Einsatzwechseltätigkeiten bei unseren Zeitarbeitnehmern könnten die höheren Energiekosten daher eine Auswirkung auf die Kraftstoffaufwendungen und damit auf die Ertragslage der pluss haben, sofern die Zunahme der Kosten nicht vollständig kompensiert werden kann. Höhere Energiekosten hätten auch Auswirkungen auf die Mietnebenkosten. Durch gezielte Energiesparmaßnahmen wird diesen entgegengewirkt. 6. Risiken und Chancen aus der Digitalisierung Instrumente und Prozesse auf Personalgewinnungsseite folgen zunehmend einer digitalen Marktlogik, sodass in diesem Feld wahrscheinlich höhere Investitionen erforderlich sein werden oder es könnten bisher unbekannte Marktprotagonisten in den Kernmarkt von Zeitarbeitsunternehmen eindringen. Gerade im Feld Digitalisierung können jedoch alle Risiken in Chancen übersetzt werden. Bei Beherrschung des Problemfeldes können durch agiles und konsequentes Handeln Risiken in Wettbewerbsvorteile übersetzt werden. pluss hat daher institutionell und personell Ressourcen geschaffen, die diese Themen permanent überprüfen und sowohl Geschäftsprozesse als auch Geschäftsmodelle fortentwickeln. 7. Risiken aus der Finanzierung Finanzielle Risiken des Konzerns ergaben sich in der Vergangenheit aus einem abgeschlossenen Darlehensvertrag. Etwaige hieraus resultierende Risiken für die Zukunft sind aufgrund der vollständigen frühzeitigen Rückzahlung der Darlehen aus dem Darlehensvertrag Anfang 2023 entfallen. Aktuell und perspektivisch gibt es nur konzerninterne kurzfristige Finanzierungen. Für die Steuerung und Überwachung der Liquidität verfügt die PHH-Gruppe über eine entsprechende Cashflow-Planung sowie eine konsequente zentrale Überwachung der täglichen Liquidität. Ausgehend von der derzeitigen Liquidität, der bisherigen und geplanten Geschäftsentwicklung ist die Finanzierung durch die Einnahmen aus dem operativen Geschäft sichergestellt. 8. Risiken aus Preisentwicklungen Ein weiteres Risiko für die künftige Entwicklung der pluss besteht durch die anhaltende Inflation. Die lange Phase der niedrigen Zinsen brachte in den letzten Jahren kaum spürbare Inflationsraten mit sich, dies hat sich ab Mitte 2021 geändert. Seit Ende 2021 ist die Inflation kontinuierlich gestiegen und liegt Ende 2022 bei 8,6%. 14 Im April 2023 beträgt die Inflationsrate 7,4%. 15 Hieraus könnten sich Kostensteigerungen unter anderem im Bereich der Energiepreise ergeben, die nicht vollständig weiterbelastet werden könnten. Weiterhin können sich basierend auf der ansteigenden Inflation in Deutschland und Europa Auswirkungen auf die Personalgewinnung sowie ein Risiko von steigenden Personalkosten ergeben, die nicht vollständig weiterbelastet werden könnten. Die Entwicklung aus diesem Risiko bleibt abzuwarten und wir beobachten die Entwicklung laufend. 9. Forderungsausfallrisiken Das Ausfallrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch das bestehende Forderungsmanagement reduziert. Dieses beinhaltet eine Bonitätsprüfung, ein zeitnahes Mahnverfahren sowie eine periodische Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen auf Grundlage der Altersstruktur. Darüber hinaus besteht eine Versicherung für Forderungsausfälle. Aufgrund dieser präventiven Maßnahmen und unserer überwiegend solventer Kundenstruktur schätzen wir grundsätzlich das Ausfallrisiko als gering an. Bis dato haben die pluss Gesellschaften keine nennenswerten erhöhten Forderungsausfälle zu verzeichnen. 10. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Grundsätzlich bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Basis der aktuellen Einschätzungen keine Risiken, die den Fortbestand der pluss gefährden könnten. Die noch spürbaren Folgen des Anfang 2022 begonnen Krieges in der Ukraine mit ihren fundamentalen Wirkungen auf die Märkte erfordern eine verstärkte, proaktive Beobachtung der Marktentwicklung, viel Flexibilität des Managements, ein konsequentes Monitoring sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit der PHH-Gruppe. Durch die Übernahme der pluss in die Gruppe von House of HR im April 2023 wird die Marktposition der PHH-Gruppe im Gesundheitswesen in Deutschland gestärkt. Auf Basis der bisher erarbeiteten Wettbewerbsposition und unternehmerischen Ausrichtung sind wir davon überzeugt, aus unserem unternehmerischen Handeln resultierende Chancen realisieren zu können und den Herausforderungen, die sich aus den dargestellten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.
14
Vgl.https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html
E. Aufbauorganisation Zum 31. Dezember 2022 bestanden neben dem Hauptsitz (Frankenstraße 7, 20097 Hamburg) folgende Niederlassungen (NL):
F. Prognosebericht 1. Konjunkturelle Aussichten Die Entwicklung der globalen sowie der europäischen Wirtschaft zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2023 bleibt aufgrund der Auswirkungen der geopolitischen Spannungen und der hohen Inflation gedämpft. Gem. der Prognose des IWF (Januar 2023) wird von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % ausgegangen. In der Eurozone wird für das Jahr 2023 gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit einem Wachstum von 0,7 % gerechnet. Die künftige Entwicklung wird nach Prognosen von Energiekosten, Inflation und Diskussionen über eine Rezession beeinflusst. Aufgrund der hohen Inflation gibt es vermehrt Forderungen von Arbeitnehmern nach höheren Löhnen oder Gehältern, dies stellt einige Unternehmen vor Herausforderungen, da die Personalkosten zu den wichtigsten Kostenfaktoren der Unternehmen zählen. 16 Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen konjunkturellen Belastungen sind gemäß destatis Anfang 2023 die Unternehmensinsolvenzen gestiegen und liegen über dem Vorjahresniveau. 17 Der Arbeitsmarkt zeigt Anfang 2023 im ersten Quartal die typische Frühjahrsbelebung, die jedoch schwächer als in den Vorjahren ausfiel. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit ist weiter rückläufig, diese Entwicklung zeichnete sich bereits Ende 2022 ab. Die Anzahl der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Deutschland lag Ende März 2023 bei 45,6 Millionen (Vorjahr: 45,33 Millionen) und stieg damit gegenüber dem Vormonat um 0,6 %. 18 Der Geschäftsklimaindex 20 entwickelte sich nach Einbrüchen im Jahr 2022 positiv und stieg im April 2023 auf 93,6 Punkte. Die Entwicklungen der Unternehmen werden besser eingeschätzt, es fehlt jedoch noch an Dynamik in der Entwicklung. Zum Jahresende lag der Geschäftsklimaindex20 noch bei 88,6 Punkten. Der Dienstleistungssektor bewertet im April 2023 nach Monaten der Aufwärtsbewegung die aktuelle Lage etwas schlechter. 19 Die Zeitarbeitsbranche ist positiv in das Jahr 2023 gestartet. Gemäß Lünendonk nahmen die Umsätze der Zeitarbeitsunternehmen im ersten Quartal 2023 um 9,2 % zu und wuchs die Zahl der Zeitarbeitnehmer um 3,6% gegenüber dem Vorjahr. 21 Damit steigen die Umsätze der Unternehmen in diesem Wirtschaftszweig stärker als die deutsche Wirtschaft. 20 Für die Zahl der Erwerbstätigen wird gemäß des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB, Stand 9/2022) im Jahr 2023 ein Anstieg um 220.000 Beschäftigte prognostiziert. 22 Vor allem wird im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen für Erziehung und Gesundheit wird ein Wachstumspotential gesehen. 21 2. Aussichten für pluss Traditionelle Zielsetzung des Unternehmens ist die Wettbewerbsverdrängung im gesättigten Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. In den vergangenen Jahren hatte die Sicherung des Unternehmens in dem überaus schwierigen und volatilem Marktumfeld Priorität. Aus diesem Grund werden die Schritte der organischen und anorganischen Expansion sowie Projekte der PHH-Gruppe intensiv bewertet bevor diese in die Umsetzung gehen. Die Sicherstellung einer hohen Effizienz, einer adäquaten Umsatzrendite sowie zentrale als auch dezentrale Projekte, die das Wachstum unterstützen, stehen im Fokus. Wir erwarten, dass sich die Zeitarbeitsbranche im Jahr 2023, nach einem starken ersten Quartal, weiter positiv entwickeln wird. Anfang 2023 haben sich vor allem die Zeitarbeitsunternehmen mit Fokus im Gesundheitswesen, einem der Kernmärkte der PHH-Gruppe, positiv entwickelt. Die jahrelange Spezialisierung auf bestimmte Marktsegmente, wie beispielsweise Medizin und Pflege und Bildungswesen, die Fokussierung auf qualifizierte Fachkräfte sowie die starke Prozesssteuerung der Wertschöpfung verschafft pluss in den regionalen Märkten Wettbewerbsvorteile. Diese werden durch die Spezialisierung im Bereich Zeitarbeit für Ärzte über die Marken Docwise und LOCUM verstärkt.
16 Vgl https://BMWK - Die Lage der
Weltwirtschaft zum Jahresanfang 2023
Anfang 2023 hat sich die PHH-Gruppe mit einem neuen strategischen Partner, dem in Belgien ansässigen, paneuropäisch agierenden Konzern "House of HR" zusammengetan. Durch die Aufnahme der pluss in die Gruppe von House of HR wird House of HR seine Marktposition in der Arbeitnehmerüberlassung im Gesundheitswesen in Deutschland ausbauen. Zugleich wird die Marktposition der PHH-Gruppe im Gesundheitswesen in Deutschland deutlich gestärkt. Aufgrund der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine und der Inflation besteht weiterhin das Risiko von unplanbaren Umsatzeinbrüchen bzw. ein Risiko ansteigender Kosten, welche die Prognosesicherheit beeinträchtigen. pluss hatte trotz der konjunkturellen Herausforderungen einen sehr guten Start in das Geschäftsjahr 2023 und verzeichnete gute Ergebnisse in den ersten vier Monaten. Das organische Wachstum wurde mit Eröffnungen von neuen Niederlassungen in Stuttgart, Karlsruhe, Saarbrücken und Freiburg fortgesetzt, weitere Expansionen stehen für die nächsten Monate an. Die PHH-Gruppe plant für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin organisch als auch anorganisch zu wachsen und nutzt hier Wachstumspotentiale des Marktes durch Ausbau des spezialisierten Angebotes. Auf dieser Basis wird ein Gesamtjahresumsatz von 185 - 190 Mio. € bei einer EBITDA-Marge leicht über dem Niveau von 2022 angestrebt.
Hamburg, den 30. Mai 2023 pluss TopCo GmbH gez. Wolfgang Ungerathen gez. Christian Baumann |
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Wholesale of coffee, tea, cocoa and spices
Buying and selling of own non-residential real estate
Wholesale of non-ferrous ores, non-ferrous metals and non-ferrous semi-finished metal products
Activities of employment placement agencies
Activities of holding companies
Activities of holding companies
General cleaning of buildings
Buying and selling of own non-residential real estate
Activities of holding companies
Other human resources provision
Wholesale of medical and orthopaedic goods, dental and laboratory material and equipment
Manufacture of coke oven products
Wholesale of non-ferrous ores, non-ferrous metals and non-ferrous semi-finished metal products
Wholesale of non-ferrous ores, non-ferrous metals and non-ferrous semi-finished metal products
Retail sale of furniture
Logistics service activities
Computer consultancy activities
Wholesale of fruit and vegetables
Manufacture of plaster products for construction purposes
Wholesale of paint and varnish
Manufacture of builders’ ware of plastic
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company